
Hosted by Das derbste Audiovergnügen Deutschlands, präsentiert von Sebastian Heering und Adrian Baier · DE

Bitcoin hätte man früher kaufen müssen, Quantencomputer machen es kaputt, und Adrian kann keine Sonderzeichen tippen. Seb kommt zu spät, erklärt es mit ADHS, Adrian findet das trotzdem falsch. Dazwischen: schlechte Dienstleister, schwierige Tätowier-Kunden und die Frage, wie viel Leistungsdruck ein System vertragen soll. Am Ende: Befehlsverweigerung bei Angriffskriegen.

Clickbait-DNA, Online-Bestatter ohne Voraussetzungen und KI-Musik bei Beerdigungen – die Folge startet dort, wo andere aufhören. Adrians neue Tische landen im vierten Stock und heißen ab sofort Gynäkologentisch. Seb ärgert sich über Sprachnachrichten, EU-Verpackungslizenzen und Zendaya, die in jedem Film auftaucht. Nolan bekommt Lob für Bilder, Kritik fürs Tempo. Sport hilft gegen alles, Crossfit-Leute sind trotzdem zu viel. Junggesellenabschied am Wochenende.

True Crime haben sie nicht, Redaktion auch nicht, dafür eine Stunde Meinung über Jens Spahn, Rentenpolitik und ein System, das Selbstständige systematisch vergisst. Seb wird mehrfach hoffnungslos, Adrian plant Panama und braucht Wanderschuhe. Meindl und Leki, falls jemand mitschreibt. Am Sonntag arbeitet er trotzdem an der Werkstatt.

Müde, verkatert und mit Muskelkater – die Folge startet wie ein Montagmorgen, der noch nicht aufgegeben hat. Seb hat zu viele Klimmzüge gemacht und dafür bezahlt, Adrian kennt das Prinzip von Rippenbrüchen und Schleimbeutelspritzen. Gemeinsam arbeiten sie sich durch ausgerenkte Schultern, zerrissene Labren und fast abgerissene Fingernägel, bevor das Gespräch auf Peptide, Biohacking und illegale Heilversprechen schwenkt. Am Ende: Tradwives als Lifestyle-Brand, DIY-Kits mit handgezeichneten Anleitungen und Sebs Kifferpause für mehr Klarheit. Gardasee wartet.

Spaziergang durch Berlin, Baustellen inklusive. Adrian zeigt eine mögliche Ladenfläche, Seb ist skeptisch, und beide sind sich einig, dass Entscheidungen sich meistens erst im Nachhinein erklären. Dazwischen: Empörungsalgorithmen, Femizid-Witze, Personenkult und die Frage, ob man noch eine Meinung haben darf, ohne sofort einsortiert zu werden. Keine Auflösung, kein Lager – nur zwei Leute, die lieber Brücken bauen als Reichweite maximieren. Der Verkehr nervt trotzdem.

Dachgeschoss, keine Klimaanlage, Oberkörper frei – die Aufnahmebedingungen sind grenzwertig, das Internet auch. Adrian bestellt ein Gravelbike, Seb verletzt sich am Steiß an einer Fensterkante, und beide rasten im Straßenverkehr aus. Dazwischen: CSD in Jena, Reichsflaggen, Rentenpläne, Minijobs und die übliche Wut auf den Staat. 60 Kilometer Fahrradtour enden mit totaler Erschöpfung, Erdbeeren vom Selbstpflückfeld enden als Mousse. Eine davon war die bessere Idee.

Adrian schwitzt in der Berliner Werkstatt, Seb ist in Bayern – beide im Urlaub, beide trotzdem beschäftigt. Seb berichtet aus einem Hotel mit Vier-Gänge-Menü, bei dem er so lange nicht satt wurde, bis die doppelte Portion zum Standard wurde. Dazwischen: warum guter Service mehr zählt als der Preis, und warum Sebs Tattoo-Studio kleiner werden soll. Adrian nennt das Neuorganisation. Er hat vermutlich recht.

Interne Klassifikation: Funktionale Desintegration bei erhaltener Sprachfähigkeit.Die vorliegende Aufzeichnung dokumentiert eine Sitzung mit dem Subjekt, geführt unter dem Codenamen Kaka. Die Tonspur des behandelnden Personals wurde entfernt. Was bleibt, ist das Subjekt – und das, was es hört.Das Subjekt beginnt mit der Selbstverletzung mit einem Bohrer, deren Schilderung es als angenehm empfindet. Ratschläge an imaginäre Zuhörer bezüglich optimaler Fahrgeschwindigkeit. Betrachtungen über den Verfall der Gesellschaft, Garage Band und das therapeutische Potenzial des Elends anderer Menschen. Eine Drohne wird erwähnt. Der Zusammenhang bleibt unklar.Es gibt Lichtblicke. Das Subjekt empfiehlt, sich Kaffee to go zu holen, auf einer ungewohnten Bank zu sitzen und zehn Minuten lang das Handy wegzulegen. Dies ist, gemessen an allem anderen, der vernünftigste Moment der Sitzung.Klinische Einschätzung: Das Subjekt ist unauffällig genug, um täglich unbehelligt unter Menschen zu leben. Das ist entweder ein Zeichen der Genesung – oder ein strukturelles Problem weit jenseits dieser Einrichtung.Laufzeit: ca. 20 Minuten. Musikuntermalung: vorhanden. Verantwortung für den Inhalt: nicht geklärt.

Adrian hat an Anhängern und Burger-King-Grills geschweißt, Seb hat eine neue Drohne und zu kurze Akkus, und beide sind müde, leicht erkältet und werden von Vögelgeräuschen geweckt. Dazwischen: Rosenkohl als Streitthema, Kinder mit extremen Nahrungsmittelmeinungen und René Redo in der Kommentarspalte. Adrian plant Sauna, Hochzeitstag und Schrankbett. Seb plant vermutlich auch was, aber erstmal Cholesterin checken. Die Folge endet im Salsakurs – mit Lernstress und dem Körper, der langsam Fragen stellt.

Irgendwo zwischen Hamsterrad, Midlife-Verdacht und fehlendem Befreiungsschlag landet man beim kroatischen Goldschmied, der einfach nett ist und trotzdem Reichweite hat – das Gegenteil von tattoo tattoo tattoo. Reels brauchen gutes Material, Werbung muss man gern anschauen wollen, und Nischen sind das Einzige, was noch funktioniert. Dazwischen: Porsche-Bauern, Krautrock, Michelangelo, Alien-Material und die leise Erkenntnis, dass das meiste im Leben langsam passiert und nicht mit einem Schnitt.