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Was 2025 als „Herbst der Reformen“ angekündigt wurde, ist nun ein „Sommer der Reformen“ geworden. Nach den Vorschlägen zur Rentenreform hat die Bundesregierung erneut ein Reformpaket vorgestellt. Die schwarz-rote Koalition verspricht mit den 34 Reformen nicht weniger als einen wirtschaftlichen Neustart. Reicht das, um das Land voranzubringen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen?Im Presseclub gehen die Meinungen auseinander. Einerseits sieht man wichtige Fortschritte und eine Koalition, die endlich liefert. Andererseits werden viele Vorhaben für zu klein oder zu spät befunden. Intensiv diskutiert wird die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag. Ist sie ein sinnvoller Beitrag gegen Fehlzeiten oder ein Zeichen des Misstrauens gegenüber Beschäftigten? Kann die Regierung ihre Reformen überzeugend vermitteln? Ist die Einigung zwischen Union und SPD der große Wurf, der Deutschland aus dem Stillstand führen kann?Moderatorin Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen Laura Block (Table.Media), Nico Fried (stern), Kerstin Münstermann (Rheinische Post) und Marc Rath (Mitteldeutsche Zeitung). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:50). (00:00:00) – Einleitung: Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran?(00:02:24) - Eröffnungsrunde: Zu wenig großer Wurf?(00:03:35) - Kritik am Reformpaket: Minimalkompromiss ohne große Erzählung(00:04:07) - Inszenierung im Kanzleramt: Warum Kommunikation entscheidend ist(00:05:07) - Politische Bühne & Präsentation: Wer dominiert die Reformverkündung?(00:13:33) - Merz unter Druck: Kommunikation, Umfragen und politische Wirkung(00:15:07) - Streitpunkt Steuerreform: Entlastung ja, aber für wen genug?(00:16:14) - Grundsatzdebatte: Steuerpolitik vs. Sozialabgaben als Hebel(00:39:07) - Umsetzung der Reformen: Bürokratieabbau und Zeitplan im Realitätscheck(00:40:50) - Presseclub Nachgefragt

Angesichts einer alternden Gesellschaft und steigenden Kosten soll eine umfassende Rentenreform das System langfristig sichern. Die Bundesregierung spricht von einem „Gesamtkunstwerk“, aber ist das Paket wirklich gerecht für Jung und Alt?Im Presseclub gehen die Einschätzungen auseinander. Die einen sehen in der Kombination aus kapitalgedeckter Altersvorsorge, einem späteren Renteneintritt und einem größeren Versichertenkreis einen überfälligen Neustart, der die Lasten gerechter zwischen den Generationen verteilt. Andere bezweifeln, dass die Reform die akuten Probleme der Babyboomer-Jahre löst, und warnen vor höheren Belastungen für Beschäftigte sowie neuen Ungerechtigkeiten.Diskutiert wird außerdem, ob längeres Arbeiten für alle realistisch ist, welche Rolle Beamte und Selbstständige künftig im Rentensystem spielen sollten und ob eine kapitalgedeckte Rente tatsächlich mehr Sicherheit schafft. Kann das Reformpaket für Ruhe im Rentensystem sorgen, oder wartet in naher Zukunft bereits die nächste Rentendebatte? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen Stefan Schulz (Freier Journalist), Tina Groll (Die ZEIT), Horst von Buttlar (WirtschaftsWoche) und Anna Lehmann (taz).Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:00) - Rentenreform im Check: Warum das System jetzt unter Druck gerät(00:05:28) - Generationengerechtigkeit: Wer trägt die Last der Reform?(00:10:02) - Aktienrente nach schwedischem Vorbild: Chance oder Risiko?(00:16:03) - Kapitalmarkt statt Umlage? Rendite, Risiken und Börsencrashs(00:20:16) - Das Misstrauen der Gewerkschaften und die Lehren aus der Riester-Rente(00:27:18) - Renteneintritt und Lebensarbeitszeit: Länger arbeiten als Lösung?(00:29:37) - Beamte und Selbstständige: Warum bleiben sie außen vor?(00:34:10) - Geplante Rentenversicherungspflicht für Minijobber und Studierende(00:37:08) - Ausblick: Trägt die Rentenreform für die nächsten 20 Jahre?(00:41:00) - Presseclub nachgefragt

Der jüngste Bildungsbericht ist ernüchternd: Trotz zahlreicher Reformen in den vergangenen 20 Jahren sinken die Kompetenzen von Schulkindern kontinuierlich. Außerdem gibt es kaum Fortschritte bei der Chancengleichheit. Eklatant sind die Mängel insbesondere im Sprachbereich. Bundesbildungsministerin Prien will mit Sprachtests und verbindlicher Förderung gegensteuern. Wie lässt sich das Bildungsniveau verbessern? Braucht es eine Vorschulpflicht? Tests alleine jedenfalls seien maximal Diagnostik, keine Lösung der Bildungskrise. Darin ist sich die Runde einig. Viel grundsätzlicher müsste die frühkindliche Bildung überarbeitet werden, Sprachförderung ein zentralerer Bestandteil werden. Braucht es also ein verpflichtendes Kitajahr? Oder größere finanzielle Ressourcen? Zu Letzterem gibt es in der Runde gegensätzliche Meinungen, schließlich könne nicht jedes strukturelle Problem mit Geld gelöst werden. Aber wie sonst?Darüber diskutiert Moderator Jörg Schönenborn mit den Gästen: Bob Blume (Bildungsinfluencer), Martin Spiewak (DIE ZEIT), Katrin Clemens (WAZ) und Hadija Haruna-Oelker (Freie Journalistin). Wir freuen uns über Feedback – einfach an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00).(00:00:05) – Bildungsbericht 2025: Warum die Bildungsschere schon vor der Schule aufgeht(00:03:48) – Frühkindliche Bildung: Wie entscheidend sind Kita und Elternhaus?(00:07:04) – Milliarden investiert, trotzdem schlechte Ergebnisse: Wo liegt das Problem?(00:12:15) – Sprache, Migration und Bildungsgerechtigkeit: Was brauchen Kinder vor der Einschulung?(00:18:28) – Sprachtests für Vierjährige: Diagnose oder echte Lösung?(00:23:21) – Vorschulpflicht und Kita-Pflicht: Braucht Deutschland verbindliche Regeln?(00:29:16) – Pflicht allein reicht nicht: Streit über Ressourcen, Förderung und Systemreformen(00:35:19) – Personalnotstand, fehlende Lobby und die gesellschaftliche Bedeutung früher Bildung(00:41:00) – Presseclub nachgefragt.

Geht die russische Invasion in der Ukraine in eine neue Phase? Die ukrainische Armee zeigt in den letzten Monaten eine neue Stärke: Sie hat Drohnen entwickelt, die Ziele weit hinter der festgefahrenen Front, auf russischem Territorium, angreifen können.Brennende Raffinerien und zerstörte Militärbasen machen den Krieg auch für die russische Bevölkerung sichtbar. Im Presseclub wird diskutiert, ob sich der Druck auf Präsident Putin verstärkt und ob sich daraus jetzt ein Zeitfenster für Verhandlungen ergibt.Die Gäste analysieren die aktuelle militärische Lage, den Einfluss neuer Technologien sowie die Bedeutung westlicher Unterstützung und sprechen darüber, wie es tatsächlich um die russische Wirtschaft steht. Im Zentrum der Diskussion steht zudem Putins Kurs: Hat er seine Ziele verändert oder hält er weiterhin kompromisslos an der Eroberung ukrainischer Gebiete fest?Mögliche Friedensgespräche sorgen in der Runde für Kontroversen. Gleichzeitig steht Europas Strategie auf dem Prüfstand: Wie wirksam sind Sanktionen und Waffenlieferungen? Wie steht es um die politische Geschlossenheit? Reicht wirtschaftlicher Druck aus, um den Krieg zu beeinflussen? Und wen müsste die EU als möglichen Verhandler senden, um erfolgreich über einen Waffenstillstand oder gar ein Kriegsende zu verhandeln? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Gesine Dornblüth (freie Journalistin), Moritz Gathmann (stern), Marina Kormbaki (DER SPIEGEL) und Paul Ronzheimer (BILD). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00).(00:00:00) - Ukraine unter Druck: Die aktuelle militärische Lage(00:06:02) - Wo wird der Krieg entschieden? Militär, Technologie oder Europas Unterstützung(00:09:48) - Russlands Kriegswirtschaft: Wie groß sind die Belastungen wirklich?(00:16:28) - Hat Putin seine Position verändert? Debatte über Verhandlungen und Kriegsziele(00:20:47) - Friedensgespräche oder Illusion? Einschätzungen zu Verhandlungen mit Moskau(00:23:56) - Europas Antwort: Druck, Sanktionen und Unterstützung für die Ukraine(00:25:16) - Friedrich Merz und die Ukraine-Politik: Zwischen Taurus-Debatte und Realität(00:27:39) - Wie lange kann Europa durchhalten? Geld, Waffen und politischer Wille(00:29:46) - Verhandeln aus Stärke: Die Debatte über geheime Kanäle nach Moskau(00:31:02) - Sanktionspaket Nummer 21: Wie wirksam sind weitere Maßnahmen gegen Russland?(00:33:26) - Das Fenster der Gelegenheit: Kann wirtschaftlicher Druck Putin zum Umdenken bewegen?(00:38:30) - Fazit der Runde: Welche Strategie hat die besten Erfolgschancen?

Laut ARD- DeutschlandTrend baut die AfD ihren Vorsprung zur Union aus. Warum wenden sich Menschen dieser Partei zu, obwohl der Verfassungsschutz sie in Teilen als rechtsextrem einstuft? Können die versprochenen Sozialreformen von Schwarz-Rot eine Trendumkehr bringen oder brauchen die Parteien eine andere Strategie? Mit Mittelpunkt der Sendung steht die Frage, ob die „Brandmauer“ immer noch die richtige Antwort der Parteien ist auf den Stimmenzuwachs der AfD. Während die einen sie für essentiell halten zum Erhalt der Demokratie, betonen andere ihren undemokratischen Charakter.Konsens besteht darin, dass Kanzler Merz versprochen hatte, alles anders zu machen als die Ampel, und das dann genau nicht eingehalten wurde, was für Frust und Enttäuschung gesorgt habe. Zurück blieb eine enttäuschte und durch Multikrisen stark belastete Bevölkerung. Auf dem Boden der Unzufriedenheit sei in der AfD-Anhängerschaft eine Art Lebens- und Zugehörigkeitsgefühl entstanden, dem mit einfachen Reformen gar nicht so leicht beizukommen sei. Wie kann die Regierungskoalition Vertrauen zurückgewinnen?Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Ann-Katrin Müller (DER SPIEGEL), Stephan-Götz Richter (The Globalist). Helge Fuhst (WELT) und Martin Debes (Stern).Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:28).(00:00:04) - AfD überholt die Union: Ursachen für das Umfragehoch der Partei(00:05:03) - Rechtsextremismus-Vorwürfe: Warum die Einstufung viele Wähler nicht abschreckt(00:09:20) - Migration und Wirtschaft: Die zentralen Themen der AfD und die Reaktion der Politik(00:17:41) - Sachsen-Anhalt als Warnsignal: Was würde eine AfD-Regierung bedeuten?(00:20:03) - Brandmauer oder Strategiewechsel? Die Debatte über den Umgang mit der AfD(00:30:47) - Deutschlands Reformstau: Wirtschaft, Wohlstand und die eigentlichen Ursachen der Unzufriedenheit(00:36:31) - Können Reformen die AfD noch bremsen? Blick auf die kommenden Monate(00:41:28) - Presseclub nachgefragt

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant, doch was bedeutet das für unsere Jobs? Im Presseclub wird diskutiert, ob KI in erster Linie neue Chancen schafft oder ob sie langfristig viele Arbeitsplätze verdrängen wird. Während einige Gäste auf höhere Produktivität, neue Berufsbilder und Lösungen für den Fachkräftemangel hoffen, warnen andere vor Entlassungen und einer möglichen sozialen Spaltung.Ein zentraler Streitpunkt ist die Frage, wie Politik, Unternehmen und das Bildungssystem auf den Wandel reagieren sollten. Die Runde ist sich weitgehend einig, dass Deutschland beim Einsatz und bei der Vermittlung von KI Nachholbedarf hat. Gefordert werden mehr Weiterbildung, eine bessere Vorbereitung junger Menschen auf die neue Arbeitswelt und ein grundlegender Kulturwandel in Unternehmen.Kontrovers diskutiert werden auch die gesellschaftlichen Folgen, wenn Maschinen Menschen ersetzen. Reicht es, auf neue Jobs und Anpassungsfähigkeit zu setzen, oder braucht es Instrumente wie ein bedingungsloses Grundeinkommen und neue Formen der Besteuerung von KI-Gewinnen, damit kein neues Prekariat entsteht? Dahinter steht eine grundsätzliche Frage: Wird KI den Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten erhöhen – oder vor allem die Gewinne großer Technologiekonzerne erhöhen?Moderatorin Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen: Katrin Bennhold (The New York Times), Patrick Bernau (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Miriam Meckel (Publizistin) und Gregor Schmalzried (freier Journalist).Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (42:00).(00:00:04) - KI-Revolution: Wie verändert künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt?(00:02:26) - Jobangst oder Chance? Erste Einschätzungen der Experten(00:04:21) - Entlassungen im Silicon Valley und erste Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt(00:07:07) - Welche Berufe und Tätigkeiten besonders von KI betroffen sein könnten(00:09:34) - Warum KI Menschen nicht einfach ersetzt: Das Beispiel Radiologie(00:11:16) - Industrielle Revolution 2.0? Streit über Tempo und Ausmaß des Wandels(00:14:43) - Deutsche Unternehmen im KI-Zeitalter: Verschlafen wir die Entwicklung?(00:16:34) - Bildung, Ausbildung und die Frage: Wie bereitet man sich auf KI vor?(00:24:30) - Gewerkschaften, Arbeitsmarkt und die Zukunft der Beschäftigung(00:28:27) - Grundeinkommen, soziale Ungleichheit und die Finanzierung des Sozialstaats(00:37:26) - Europas Chancen im globalen KI-Wettbewerb gegen USA und China(00:42:00) - Presseclub nachgefragt

Die Regierung will den 8-Stunden-Tag durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzen. Die Gewerkschaften laufen Sturm dagegen und auch die SPD tut sich schwer damit, denn ein Ja zu diesem Vorhaben könnte sie weitere Sympathiepunkte bei ihrer traditionellen Klientel, den Arbeitern, kosten. Der Union pocht allerdings auf die Umsetzung. Wird das Vorhaben zum nächsten Stolperstein für die Koalition?In der kontroversen und lebhaften Debatte im Presseclub wird um die Frage gerungen, wie wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland gelingen kann: Sollten die Deutschen mehr arbeiten – oder schaffen wir durch Mehrarbeit nicht mehr Produktivität, sondern nur mehr Burn-Out? Welchen Einfluss haben Faktoren wie der Ukraine- und der Irankrieg auf die Wirtschaftslage? Kann durch Mehrarbeit überhaupt mehr erwirtschaftet werden, wenn wegen globaler Multikrisen die Auftragsbücher deutscher Unternehmen leer sind? Kanzler Merz hatte wegen seines Plädoyers für Sozialreformen auf dem DGB-Kongress viel Gegenwind erfahren. Wie sehr muss die Regierung den Protest der Gewerkschaften fürchten? Sollte sich die Koalition ein Beispiel an Schröders Agenda 2010 nehmen und auch gegen den Widerstand der Arbeitnehmervertreter Reformen durchbringen? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Susan Link mit den Gästen Alexander Hagelüken (Süddeutsche Zeitung), Maurice Höfgen (Freier Journalist), Dorothea Siems (WELT) und Lennert Zielke (Ostdeutsche Allgemeine).Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:34). (00:00:04) - Einführung (00:01:43) - Warum die Reform so umstritten ist(00:03:12) - Gesundheit, Burnout und Produktivität: Debatte um den 8-Stunden-Tag(00:14:49) - Drohende Proteste: Wie gefährlich wird der Konflikt für die Regierung?(00:23:30) - Merz beim DGB: Pfiffe, Rentendebatte und Kommunikationsprobleme(00:28:16) - Wirtschaftskrise, Sozialstaat und die Frage nach echten Reformen(00:37:51) - Das große Reformpaket: Rente, Pflege, Gesundheit und Arbeitszeit(00:40:34) - Presseclub nachgefragt

Die Bundesregierung plant höhere Abgaben auf Zucker, Tabak und Alkohol. Bei zuckerhaltigen Softdrinks sollen die Einnahmen direkt in das Gesundheitssystem fließen, während die Tabak- und Alkoholsteuern helfen sollen, die Finanzlöcher im Haushalt zu stopfen.Im Presseclub wird darüber diskutiert, ob solche Maßnahmen sinnvoller Gesundheitsschutz oder bevormundende Eingriffe des Staates sind. Besonders die geplante Zuckerabgabe auf Softdrinks sorgt für Streit: Während Mai Thi Nguyen-Kim und Christina Berndt auf wissenschaftliche Studien und internationale Beispiele wie Großbritannien verweisen, sehen Karsten Seibel und Ulrich Reitz vor allem fiskalische Interessen des Staates im Vordergrund.In der Runde gehen die Meinungen deutlich auseinander: Befürworter argumentieren, höhere Preise und Werbebeschränkungen könnten vor allem junge Menschen besser vor Sucht und Krankheiten schützen. Kritiker warnen dagegen vor übermäßiger staatlicher Lenkung und sozialer Ungerechtigkeit, weil höhere Abgaben besonders Menschen mit geringem Einkommen treffen würden. Einig sind sich viele Gäste immerhin darin, dass einzelne Maßnahmen allein nicht ausreichen – nötig sei ein Mix aus Aufklärung, Prävention und klaren politischen Regeln.Auch der Blick ins Ausland kommt nicht zu kurz. Großbritannien gilt mit seiner Softdrink-Abgabe und dem geplanten lebenslangen Rauchverbot für jüngere Jahrgänge als Vorbild für konsequentere Gesundheitspolitik. Gleichzeitig stellt die Diskussion grundsätzliche Fragen: Wie weit darf der Staat in persönliche Lebensentscheidungen eingreifen? Und was trägt am Ende tatsächlich besser bei – Verbote, Steuern oder Prävention? Oder sind die Menschen selbst für sich verantwortlich?Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen Christina Berndt (Süddeutsche Zeitung), Mai Thi Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin), Ulrich Reitz (FOCUS), Karsten Seibel (WELT).Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:25).(00:00:04) - Einstieg: Zuckersteuer, Gesundheitspolitik und die Rolle des Staates(00:04:13) - Warum Softdrinks im Fokus stehen: Zucker, Forschung und gesundheitliche Folgen(00:08:04) - Wie sinnvoll ist die Zuckerabgabe wirklich? Wirkung, Finanzierung und Kritik(00:15:25) - Prävention statt Eigenverantwortung? Krankheiten, Werbung und staatliche Eingriffe(00:18:38) - Tabaksteuer und Rauchverbot: Wen treffen höhere Preise und wie stark wirken sie?(00:22:06) - Großbritannien als Vorbild? Das lebenslange Zigarettenverbot für junge Jahrgänge(00:28:05) - Alkohol als gesellschaftlich akzeptierte Droge: Risiken, Politik und Doppelmoral(00:33:23) - Welche Maßnahmen helfen wirklich? Aufklärung, Werbeverbote und Lenkungssteuern(00:39:26) - Schlussrunde: Welche Argumente überzeugt haben und was der Staat besser machen müsste(00:41:25) - Presseclub "Nachgefragt"

Ein Jahr im Amt und der Druck auf den Kanzler wächst: Die schwarz-rote Regierung wollte Stabilität und Aufbruch liefern, stattdessen prägen Streit und schwache Umfragen das Bild. Daher diskutiert der Presseclub: Kann Merz Kanzler?In der Runde gehen die Bewertungen auseinander: Andreas Rinke (Reuters) und Annette Binninger (Sächsische Zeitung) sehen eine Regierung, die durchaus Entscheidungen trifft und Reformen anstößt. Christoph Hickmann (SPIEGEL) hält dagegen: Der öffentliche Streit überlagere die Inhalte und zeige vor allem ein Kommunikationsproblem. Vieles werde beschlossen, komme aber bei den Menschen nicht an. Der Bundeskanzler steht im Fokus: Ist er ein entschlossener Reformer oder fehlt ihm das politische Gespür? Während Rinke Merz‘ Kompromissfähigkeit betont, zweifeln Hickmann und Yasmine M’Barek (ZEIT) daran, dass er die Erwartungen erfüllen kann, die er selbst geweckt habe. Wie stabil ist die Koalition wirklich? Drohen weitere Konflikte oder wächst sie unter Druck zusammen? Und was zählt am Ende mehr: politisches Handwerk oder öffentliche Wahrnehmung? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Annette Binninger (Sächsische Zeitung), Christoph Hickmann (DER SPIEGEL), Yasmine M'Barek (ZEIT) und Andreas Rinke (Reuters) Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00).Kapitel:(00:00:00) - 1 Jahr Merz: Erwartungen, Realität und Ausgangslage(00:01:46) - Koalition im Alltag: Handlungsfähig trotz Dauerstreit?(00:03:29) - Öffentliches Streiten: Hauptproblem der Regierung?(00:06:11) - Erste Bilanz: Was wurde bisher erreicht?(00:08:31) - Zu hohe Erwartungen? Merz und seine Versprechen(00:12:15) - Merz als „Impulspolitiker“: Führungsstil, Kritik und Wahrnehmung(00:16:40) - Reformagenda: Große Projekte und kommende Konflikte(00:22:09) - Regierungsbilanz: Wo punktet die Koalition und wo verliert sie?(00:27:41) - Blick nach vorn: Wahlen im Herbst, Stabilität und Zukunft der Koalition(00:30:34) - Merz als „Außenkanzler“: Trump-Flüsterer und Retter der NATO?(00:38:36) - Schlussrunde: Ist Merz der richtige Kanzler zur richtigen Zeit?(00:41:00) - Presseclub nachgefragt

Mit ihrem neuen Gesetzespaket zur Energiepolitik sorgt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für Protest. Sie will die Energiewende effizienter und günstiger machen – und dafür Subventionen kürzen sowie den Ausbau erneuerbarer Energien stärker an den Netzausbau koppeln. Kritiker warnen jedoch: Wird so die Energiewende ausgebremst?Die Runde diskutiert, warum Strom in Deutschland so teuer ist und welche Rolle Abgaben, Netzausbau und Fehlsteuerungen im System spielen. Ist es sinnvoll, die Förderung für Solaranlagen auf Hausdächern zu streichen? Und wie lässt sich das Problem lösen, dass Strom oft dort produziert wird, wo er nicht gebraucht wird?Ein weiterer Streitpunkt: der Umgang mit überschüssigem Strom. Soll er gespeichert, etwa in Batterien, oder als Wasserstoff genutzt werden – und braucht es neue Gaskraftwerke als Absicherung für Zeiten ohne Wind und Sonne?Am Ende steht die zentrale Frage: Wie kann die Energiewende so gestaltet werden, dass sie bezahlbar bleibt, die Versorgung sichert und gleichzeitig die Klimaziele erreicht?Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Christian Geinitz (FAZ), Florian Güßgen (WirtschaftsWoche), Claudia Reiser (MDR), Ursula Weidenfeld (Freie Journalistin).Wir freuen uns über Feedback. Schreiben Sie uns an presseclub@wdr.de.Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:12).KapitelEinstieg: Hohe Strompreise und Reform der Energiewende (00:00:00)Ziele von Katherina Reiche und politische Ausgangslage (00:01:31)Warum Strom in Deutschland so teuer ist (00:02:49) Überangebot an Strom und negative Strompreise (00:04:18) Grundproblem: Strom am falschen Ort produziert (00:06:00) Streit um Solardächer und Förderung für Privatleute (00:07:56) Soziale Frage: Wer profitiert von der Energiewende? (00:12:44) Überschussstrom und Kosten für das System (00:14:38) Netzausbau und Nord-Süd-Problem (00:16:22) Neues Gesetz: Risiken für Investoren und Kritik (00:22:28) Lösungen für Überschussstrom: Speicher und Wasserstoff (00:31:11) Versorgungssicherheit: Gaskraftwerke vs. Batterien (00:34:09) Fazit: Wege zu günstigeren Strompreisen und Zukunft der Energiewende (00:39:13) Presseclub Nachgefragt (00:41:12)