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Vor 250 Jahren erklärten die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit. Der Historiker Manfred Berg blickt zurück und erklärt, warum er um die älteste Demokratie besorgt ist. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Die USA haben den Ruf, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. Sie feiern ihr 250-jähriges Bestehen und damit auch die Tatsache, als älteste Demokratie der Welt iel Gutes bewirkt zu haben.Doch seit Donald Trump in den USA die Präsidentschaft übernommen hat, leidet das gute Image der USA. Der 47. Präsident schlägt neue Töne an. Die USA wollen nicht länger Schutzmacht Europas sein, zeigt Großmachtfantasien, verhängen Zölle und hebeln damit alte Ordnungen aus den Angeln. Anlass für den Rest der Welt, sich Gedanken über Grundsätzliches zu machen. In diesem Podcast geht es um die Geschichte der Demokratie, die Unterschiede zwischen den USA und Europa und die neue nationalistische Politik, die sich in einem nie dagewesenen Triumphalismus zur Schau stellt. Rund um die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum ist allerhand Pomp und zur Schaustellung militärischer Macht geplant. Steuert das Land auf eine Phase der Autokratie zu und ist „Make America Great Again“ ein Vorbote dieser Entwicklung? Oder ist all das nur Schall und Rauch? Unser Gast in dieser Folge: Manfred Berg ist Historiker, hat an den Universitäten von Berlin und Heidelberg Amerikanistik unterrichtet, er war am Deutschen Historischen Institut in Washington und ist heute ist heute Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Eben erschienen ist das Buch "Amerikas Demokratie. Eine kurze Geschichte der Unabhängigkeit bis Donald Trump" im Verlag Klett-Cotta.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Wie kam es zum Ausbruch des Hantavirus in Südamerika? Um welchen Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Es waren Meldungen, die an die Corona-Zeit erinnerten. Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius starb Anfang Mai ein Mann an einer Variante des Hantavirus, wenig später seine Frau. Das Schiff wurde in Quarantäne gesetzt, die WHO eingeschalten und schnell hatten Virologen eruiert, dass es sich um die Andes-Variante aus der Familie der Hantaviren handelt.Seine Besonderheit: Es springt nicht nur von Nagetieren auf Menschen, sondern dann auch von Mensch zu Mensch. „Es ist eine Neuweltvariante und kommt immer wieder in Südamerika vor“, resümiert der Viren-Experte Florian Krammer, der den Hantaviren seine Berufswahl zu verdanken hat. In seiner Heimat in Steiermark werden immer wieder Menschen infiziert, wenn sie „zum Beispiel Garagen auskehren und auf diese Weise den pulverisierten Kot von Rötelmäusen einatmen“, erzählt Krammer. Einige von ihnen erkrankten schwer, andere nicht.Mittlerweile forscht Krammer an Medikamenten und Impfstoffen für Erkrankte, eine Frage der finanziellen Mittel. Aber es geht auch um die Infektionsgefahr etwa auf Kreuzfahrtschiffen. Ihn als Virologe brächten keine zehn Pferde auf so ein Schiff, zu groß ist dort die Infektionsgefahr. Unser Gast in dieser Folge: Florian Krammer hat an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert und seine Postdoc-Ausbildung im Labor von Peter Palese an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York absolviert. Dort beschäftigte er sich vor allem mit dem Influenzavirus. Im Jahr 2014 wurde er unabhängiger Principal Investigator und ist derzeit Mount-Sinai-Stiftungsprofessor für Vakzinologie an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai. Außerdem ist Krammer seit 2024 Professor für Infektionsmedizin am Ignaz-Semmelweis-Institut der Medizinischen Universität Wien. Er konzentriert sich auf das Verständnis der Mechanismen von Interaktionen zwischen Antikörpern und viralen Oberflächenglykoproteinen und auf die Umsetzung dieser Arbeit in neuartige, breit schützende Impfstoffe und Therapeutika. Sein Hauptfokus ist das Influenzavirus, aber er arbeitet auch an Coronaviren, Flaviviren, Hantaviren, Filoviren und Arenaviren. Er hat mehr als 400 Arbeiten zu diesen Themen veröffentlicht.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Österreich gibt viel zu viel Geld für Förderungen aus, sagt der Ökonom Hanno Lorenz. Er kritisiert, dass niemand den Überblick hat und schlägt vor, das System neu aufzusetzen. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:In Österreich gibt es so viele unterschiedliche Förderungen, dass niemand mehr den Überblick darüber hat. Zu viele Fördertöpfe, zu viele Fördergeber, zu viele lokale Interessen, politische Einflussnahme, Doppelgleisigkeiten und Missbrauch sind die Folge.Und auch die Transparenzdatenbank, die mit dem Ziel Übersicht zu bringen, eingeführt wurde, hat ihren Zweck verfehlt. Das behauptet der Ökonom Hanno Lorenz vom Thinktank Agenda Austria und schlägt radikale Reformen vor. Konkret, sagt er, sollten die 5.500 Förderinstrumente erstmal allesamt abgeschafft werden, damit Neues entstehen kann. In der Pragmaticus-Serie Neustart für Österreich geht es in dieser Podcast-Folge um das Ausholzen von Österreichs Förderdschungel. Lorenz schlägt neue Rahmenbedingungen vor, er will Überprüfungsinstrumente entwickeln – und einen Mechanismus, um Fördertöpfe auch wieder abzuschaffen. Dabei sollen vor allem marktwirtschaftliche Überlegungen eine Rolle spielen, nur in Bereichen wie Forschung, Infrastruktur und Verkehr sollte es Ausnahmen geben. Denn Fakt ist: Über Förderungen laufen heute auch politische Einflussnahmen, werden Wählergruppen bedient und Lobbyarbeit befördert. Unser Gast in dieser Folge: Hanno Lorenz ist Ökonom und stellvertretender Direktor der Agenda Austria. Er lebt in Wien und arbeitet an Vorschlägen für eine bessere Zukunft Österreichs. Seine Schwerpunkte sind Arbeitsmarkt, Digitalisierung und Verteilung. Seit 2020 lehrt er am Raiffeisencampus Wien zur Rolle des Staates in der Wirtschaft.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter)

Wie sicher ist die Energieversorgung in Österreich? Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:„Wir sprechen noch nicht von einem Mangel, sondern von einer Knappheit.“Wenn Christoph Dolna‑Gruber so einen Satz sagt, hört man besser genau hin. Der Stratege der Österreichischen Energieagentur analysiert seit über 15 Jahren, wie sicher unsere Energieversorgung wirklich ist – und warum Europa in der aktuellen Krise verletzlicher ist, als vielen lieb ist.In dieser Folge des Pragmaticus-Podcasts erklärt Dolna‑Gruber, warum die derzeitige Lage laut IEA‑Chef Fatih Birol „größer ist als die Ölkrisen der Siebziger“ – und was das konkret für unseren Alltag bedeutet. Er führt uns entlang der versteckten Lebensadern unserer Volkswirtschaft: von den Ölfeldern in Tengiz über russisches Staatsgebiet, durch verwundbare Meerengen bis zu einem einzigen Pipeline‑Rohr, von dem Österreichs Versorgung abhängt.Doch er zeigt auch, wo die Spielräume liegen – und weshalb es ein Unterschied ist, ob Milliarden für fossile Importe ins Ausland gepumpt oder im eigenen Energiesystem investiert werden. „Alles, was wir aus dem eigenen Boden holen oder selbst erzeugen, macht uns unabhängiger“, sagt er Wie teuer wird Energie in Zukunft wirklich? Wie viel Risiko sind wir bereit zu tragen, nur damit an der Zapfsäule kein politischer Sturm losbricht? Und wie könnte ein Europa aussehen, das seine Energieversorgung nicht mehr bei unkalkulierbaren Akteuren einkaufen muss?Unser Gast in dieser Folge: Christoph Dolna-Gruber leitet die Abteilung für Strategy & Business Development in der Österreichischen Energieagentur. Er hat in Eisenstadt (FH Burgenland), Brüssel (EHSAL Management School) und Wien (FH Technikum Wien) studiert und einen akademischen Hintergrund in Betriebswirtschaft und Energietechnik. Den nationalen und den internationalen Energiemarkt hat er seit rund 15 Jahren im Blick.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Ein Podcast über Eis essen in all seinen Facetten: Gastrosoph Peter Peter zur Geschichte von Gelato als Sommervergnügen Ein Podcast von Der Pragmaticus.Das Thema:Es ist eines der harmlosesten Vergnügen der Welt und hat eine lange Geschichte. In dieser Ausgabe von machtHunger erzählt der Gastrosoph Peter Peter die Geschichte der Eiscreme. Sie begann im alten Mesopotamien, als Wassereis mit Fruchtsaft, kommt dann als Schlürfgetränk nach Europa und erlebten in der Renaissance als Milcheis eine Neudefinition. Zentrum des Eishandels waren die Dolomiten. Von dort kamen die Eisblöcke, mit denen in Wien Eis im Becher produziert werden könnte. Zudem gibt es viele Fragen rund um das kalte Vergnügen. Warum heißen Eisdielen eigentlich Eisdielen? Wer hat das Softeis erfunden? Und seit wann gibt es Eistüten, auf österreichisch „Stanitzel“? Antworten gibt es in dieser neuen machtHunger-Ausgabe zu Gelato. Playlist der Folge:Vanilla Ice: Ice Ice Baby. X-Ray RecordaPaolo Conte: Un gelato al limone. Universal Music ItaliaThe Hungry Food Band: The freezer’s broke (gotta eat all the icecream). Motern MediaLuana: Gelato. Produzent: David Thornton OneFourAllMusicBürger Lars Dietrich. Sexy Ice. Produzent Stefan Raab. Jens Kuphal für Nucleus Musikproduktion EastWest GermanyÜber machtHungerIn unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind. macht Hunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).Staffel I machtHunger I: Nationalgerichte machtHunger II: FrankreichmachtHunger III: ItalienmachtHunger IV: Das SchnitzelmachtHunger V: Globale KüchemachtHunger VI: Zucker!machtHunger VII: Slawische KüchemachtHunger VIII: Jenseits des FleischesStaffel IImachtHunger I: Die Geschichte der MuskatnussmachtHunger II: Der lange Weg zum BesteckmachtHunger III: Weltenlenkerin KartoffelmachtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten BrillemachtHunger V: Salz, Ursprung von fast AllemmachtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tischmachthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kammachthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom FettStaffel III machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchtemachthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?machthunger III: Klasse Wein machthunger IV: Gurken für die Ewigkeitmachthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antikemachthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen Staffel IV: machtHunger I: Reis, das harte BrotmachtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kannmachtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums BiermachtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen machtHunger V: Gerichte mit GeschichtenmachtHunger VI: Von der Schnauze bis zum SchwanzStaffel V:machtHunger I: Unser Brot gib uns heuteÜber Peter PeterDer Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischem Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist auch dem Eis gewidmet. Es heißt Gelato und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst. machtHunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Chinas Wirtschaftswachstum schwächelt, deshalb setzt Bejing auf Export. Europa ist ein willkommener Handelspartner, sagt der Politologe Tim Rühlig, doch die EU sollte das Machtspiel lernen. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema: Wenn Wirtschaftsmacht zählt, hat sich China in den letzten beiden Jahrzehnten an die Weltspitze gearbeitet. Das Land ist längst nicht mehr nur die Werkbank der globalisierten Wirtschaft, sondern übernimmt in vielen Feldern bereits die Technologieführerschaft. Die Welt braucht eine Vielzahl von Produkten aus China, daraus hat sich geopolitisch ein Wettkampf mit den USA gebildet. Die Bedingungen auf dem Weltmarkt sind rau, nicht zuletzt auch wegen Donald Trumps rigider Zollpolitik. Wo steht in diesem Match allerdings Europa? Diese Frage beantwortet der deutschen Politikwissenschafter Tim Rühlig vom European Union Institute of Security Studies (EUISS). Er weigert sich ins allgemeine Lamento um die Schwächen Europas einzusteigen, sondern identifiziert die Stärken der Europäischen Union. Die gute Nachricht für Europa: Chinesen und Chinesinnen konsumieren zu wenig, deshalb ist Europas integrierter Binnenmarkt hochattraktiv. Rühlig würde sich wünschen, dass sich die EU ihrer Stärken vielmehr bewusst wird und sie strategisch einsetzen lernt. Denn im Umfeld von autoritären Staaten ist Stärke die einzige Währung, die zählt. Sich gegen die Bully-Methoden der Großmächte zur Wehr zu setzen und trotzdem an den Grundwerten der Demokratie festzuhalten ist ein Spagat, der auf lange Sicht betrachtet Europas Lebensstil sichert. Und eine Voraussetzung zum Überleben ist. Unser Gast in dieser Folge: Tim Rühlig ist Senior Analyst beim Think Tank European Union Institute for Security Studies mit Sitz in Paris. Seine Schwerpunkte als Forscher liegen in der Außen-, Wirtschafts- und Technologiepolitik Chinas und hat einen besonderen Fokus auf der Politisierung von technischen Standards im globalen Kontext. Seine bisherige Laufbahn: Rühlig war davor bei der Europäischen Kommission (DG I.D.E.A), bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und am Swedish Institute of International Affairs beschäftigt. Seine jüngste Publikation: „China a fragile power“.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Österreichs Gesundheitssystem ist kurz vor dem Kollaps. Es gäbe aber Möglichkeiten zur Rettung des siechen Apparats. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Bund, Länder, Gemeinden, fünf verschiede Krankenversicherungsträger, Ärzte- und Apothekerkammer, Pensionsversicherung, private Versicherer: Das Gesundheitssystem ist intransparent und ein Wust aus 1900 Finanzströmen. Die Versorgung ist am Anschlag, warnen alle, die es von innen kennen. Bald werden die Leistungen für Kranke nicht mehr in der Form erbracht werden können, die dem besten Standard entsprechen, ist der Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer überzeugt.Das als bestes Gesundheitssystem der Welt beschworene Versorgungsnetz zerbricht. Seine Prognosen sind düster. Ohne Reformen ist der Zusammenbruch des Gesundheitssystems unausweichlich. Und was wird dann passieren? Private Versicherungen werden Parallelstrukturen aufbauen und das solidarische Modell, das bislang allen die gleiche Behandlung sichert, wird sich selbst aushebeln. Nur ein Schulterschluss aller Parteien könnte das aufhalten und dringend notwendige Reformen einleiten. Unser Gast in dieser Folge: Ernest Pichlbauer ist Gesundheitsökonom und kommentiert seit vielen Jahren die Stärken und Schwächen unsereres Versorgungssystems. Er ist Medizinier, hat als Pathologe am Wiener AKH gearbeitet und ist dann in die Versorgungswissenschaften gewechselt. Er hat am ÖBIG gearbeitet und ist heute selbständig.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Österreichs Neutralität ist eine Vereinbarung aus dem Kalten Krieg. Tempi passati, sagt Völkerrechtler Ralph Janik im Podcast und argumentiert ihre Unzeitgemäßheit. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Nach dem Ende zweier Weltkriege war die Neutralität Garant für den Frieden. Österreich lag am Rande des Eisernen Vorhangs, die Gefahr in die Einflusssphäre des kommunistischen Ostblocks zu geraten, war überall spürbar.Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Österreich liegt in der Mitte Europas, umgeben von freundlich gesinnten Nachbarstaaten. Was also bringt Österreich die Neutralität eigentlich noch? Dieser Frage stellt sich der Völkerrechtler Ralph Janik im Pragmaticus Podcast. Und er hat darauf eine ganze Reihe von Antworten. In erster Linie, so sein Befund, ist die Neutralität eine emotionale Größe und identitätsbestimmend für das kleine Land Österreich. Strategisch bringt sie, da ist er sich sicher, wenig. Außer innenpolitisch.Die Argumente für die Neutralität werden von der Freiheitlichen Partei lanciert. Dass sich die Zeiten wandeln und die aktuelle weltpolitische Lage die einstigen Wahrheiten in Frage stellen, wird in solchen Debatten zur wenig zur Kenntnis genommen, sagt Janik. Ein Gespräch über Identität, das Aushöhlen von Völkerrecht und die Frage, ob all das zu mehr oder weniger Frieden beiträgt. Unser Gast in dieser Folge: Ralph Janik ist Assistenzprofessor an der Sigmund Freud Privatuniversität, Lehrbeauftragter an der Universität Wien, der Andrássy Universität in Budapest und der Universität der Bundeswehr in München.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Die NATO als Verteidigungsbündnis hält nicht mehr, deshalb muss Europa seine Stärken entdecken und geopolitisch ins Feld führen, sagt die Politologin Jana Puglierin. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Die Zeiten, als Europa sich unter dem Schutzschirm der NATO wähnte und sich auf das Bekenntnis zu Frieden verlassen konnte, sind Vergangenheit. Das signalisieren die USA seit langem und Präsident Donald Trump bringt es drastisch zum Ausdruck. Diese Gangart wird bleiben, ist sich die deutsche Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin sicher. Konkret, sagt sie, setzen die aktuellen Großmächte ihre imperialistischen Pläne um und alles, was in solchen Zeiten zählt, ist die eigene Wehrhaftigkeit.Wenn die Macht des Stärkeren regiert, muss sich Europa neu erfinden und eine gemeinsame geopolitische Strategie finden. Was da dazu gehört? Vor allem und zuerst das entsprechende Mindset, dass es sich tatsächlich um eine bedrohliche Situation handelt, sagt Puglierin. Ist das einmal verinnerlicht, werden gemeinsame Verteidigungsstrategien, Aufrüstung auf allen Ebenen und das Entdecken von Narrativen der Stärke folgen, ist sie überzeugt, mahnt aber vor den vielen Hürden.Die Feinde von Europas Wehrhaftigkeit sind nicht nur Mächte von außen, sondern kommen auch von innerhalb der EU. Puglierin kennt deren Argumente und hat Antworten parat. Und sie erzählt nicht nur von den Lücken, sondern auch von den vielversprechenden Verteidigungsprojekten innerhalb der Europäischen Union. Unser Gast in dieser Folge: Jana Puglierin ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten deutsche, europäische und globale Sicherheitsthemen, Verteidigung und Leiterin des Think-Tanks European Council on Foreign Relations (ECFR) in Berlin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte sowie im Studiengang Nordamerikastudien an der Universität Bonn. Danach leitete Puglierin das Alfred von Oppenheim Center for European Policy Studies der Deutschen Gesellschaft für Ausländische Politik (DGAP) und forschte im Rahmen des Berlin Future Forums.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

Am 12. April entscheidet Ungarn über eine neue Regierung. Vielleicht kommt nach 16 Jahren Fidesz Péter Magyar mit seiner Partei Tisza an die Macht? Die Politologin Eszter Kováts analysiert den Wahlkampf. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Insgesamt 16 Jahre ist Victor Orbán mit seiner Partei Fidesz in Ungarn an den Hebeln der Macht. Mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament konnte er das Land nach seinen Vorstellungen umgestalten. Alle wichtigen politischen Institutionen sind mit Leuten aus seiner Partei besetzt, die Medien in staatlicher Hand.Victor Orbán selbst hat den Begriff einer illiberalen Demokratie geprägt, eine an Mehrheit ausgerichtetes Programm, das er nun verteidigen muss. Sein Herausforderer heißt Péter Magyar. Er kommt aus der Fidesz-Partei und tritt nun als Frontmann der Partei Tisza gegen den Langzeit-Premier Ungarns an. Die aus Ungarn stammende Politologin Eszter Kováts verfolgt den Wahlkampf in Ungarn mit angespannter Aufmerksamkeit. Im Podcast charakterisiert sie die Kontrahenten, analysiert die zentralen politischen Themen in Ungarn und lotet aus, was nach dem 12. April alles passieren könnte. Orbán punktet seit Jahren mit dem Slogan „No war, no gender, no migration“, hat die wichtigen Institution im Land mit den eigenen Leuten besetzt und ist nun selbst die Elite, gegen die er vormals kampagnisiert hat. Diese Karte kann nun Péter Magyar ziehen.Tisza liegt in den Umfragen voran, unklar hingegen ist, wie hoch sein Sieg ausfallen wird. Doch genau davon hängt ab, welche Kompromisse er wird schließen müssen. Und: Die Tisza-Partei selbst ist eine Bewegung und muss sich personell erst einmal formieren, um ihre Versprechen einhalten zu können. Unser Gast in dieser Folge: Eszter Kováts ist Politologin und forscht derzeit als Post-Doc-Assistentin im Forschungsbereich Politik und Geschlecht am Institut für Politikwissenschaften an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Politische Theorie, Gender-Studies und gesellschaftlicher Pluralismus. Kováts Werdegang: Sie hat Germanistik, Romanistik und Soziologie studiert und von 2009 bis 2019 das Genderprogramm der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest betreut. 2020 war sie mit einem Forschungsstipendium in Berlin und promovierte 2022 zu „Feindbild, Hegemonie und Reflexion – Bedeutung und Funktion des Gender-Begriffs in der Politik des Orbán-Regimes und der deutschen radikalen Rechten“. Seit September 2024 ist sie als Marie Skodłowska-Curie Postdoctoral Fellow tätig und forscht zu „Social Justice or cancel culture“. Sie pendelt zwischen Budapest und Wien.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).