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Nicht unbedingt zur Kelly Family, zu den Waltons vielleicht. Zu den Tekkals: ganz sicher. Wenn es eine Großfamilie gibt, zu der man gerne gehören würde, dann wäre es Familie Tekkal, die Eltern, 4 Jungs, 7 Mädchen. Oder besser: 4 Männer, 7 erwachsene Frauen, von denen 5 ein eigenes, geschlossenes System erschufen, die Menschenrechtsorganisation Hawar.Help gehört dazu, die Bildungsinitiative German Dream und die Scoring Girls. Tülin Tekkal, die jüngste der Schwestern, ist heute unser Gast. Sie kam 1992 in Hannover zur Welt. Ein eher stilles Mädchen, das sich das wilde Treiben ihrer großen Familie ansah, immer schon Musik liebte, nach dem Abitur aber erstmal Politik studierte. Als es 2014 durch den Islamischen Staat im Nordirak zu einem Völkermord an den Jesiden kam, erschütterte dies auch das Leben der Tekkals, alles wurde anders. Darum geht es heute sicherlich auch, aber der Fokus liegt ganz klar auf Tülin, die das Glück hat, gleich mit mehreren Talenten gesegnet worden zu sein. Wer sie kennt, weiß, dass das nicht übertrieben ist. Und wer sie noch nicht kennt, hat jetzt die Gelegenheit, es nachzuholen.

Vom Fahrzeugentwickler zum Comedian: Gian Alba tauschte die Automobilbranche gegen die Bühne und gehört heute zu den festen Größen der Berliner Comedy-Szene. In der Hörbar Rust erzählt er von seinem ungewöhnlichen Weg. Playlist: Janelle Monae - Pynk Adriano Celentano - Il ragazzo della via gluck Franco Battiato - Summer on the Solitari Beach Iggy Pop - The Passenger Goran Bregovic - Ederlezi Aldous Harding - The Barrel Pino Danièle - Napulé The Knife - Heartbeats (Live) Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Sie kennen sich nicht, das Ganze ist ein Blind Date, ein Spiel im Radio, Sie als Moderatorin treffen einen Hörer, ein kleines, lustiges Experiment unter öffentlicher Beobachtung, quasi, und was passiert? Tatsache, der Blitz schlägt ein und sind zwei Jahre lang ein Paar. So ist es unserem heutigen Gast passiert, einer ehemaligen Kollegin also, Lola Weippert. Die Geschichte ist längst Schnee von gestern, heute kann die 1996 in Rottweil geborene Moderatorin ganz andere Storys erzählen, z.B. davon, wie man eine Bodenplatte gießt. Oder womit zu rechnen ist, wenn man sich mit einem Rapper anlegt. Bestimmt Majestätsbeleidigung. Oder davon, wie es sich anfühlt, so ausgebrannt zu sein, so kraftlos, ängstlich und erledigt, dass man sich die eigenen Schuhe nicht mehr zubinden kann. Wir sind jedenfalls sehr erfreut und sehr gespannt auf unser Kennenlernen mit Lola Weippert. Kostenlose Unterstützung und Beratung bei Mobbing, falls Ihr Hilfe braucht: Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 Nummer gegen Kummer – Kinder und Jugendliche: 116 111 Elterntelefon: 0800 111 0 550 Playlist: MIKA - We are Golden Michael Bublé - Everything 257ers - Holz Katherine Jenkins - The Flower Duett Axwell Λ Ingrosso - Dreamer Queen - Bohemian Rhapsody Steve Aoki - Azukita Manfred Mann's Earth Band - Blinded by the Light Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Es sind im Leben oft nicht die angenehmsten Situationen, in denen plötzlich Anwältinnen und Anwälte ins Spiel kommen. Familien-, Arbeits- und Mietrecht, Strafrecht, nette Mandanten, fiese Mandanten, mal geht’s gerecht zu und dann auch wieder nicht. Unser heutiger Gast, Ronen Steinke, hat sich aus seinem Wissen - er ist promovierter Jurist und Lehrbeauftragter - einen hübschen Teppich gewebt, der u.a. aus journalistischer Arbeit für die sz, einem eigenen Podcast und einigen vielbeachteten Büchern besteht, die regelmäßig auf den Bestsellerlisten landen. Und regelmäßig wird die Arbeit des 1983 in Erlangen geborenen und in Nürnberg aufgewachsenen Journalisten ausgezeichnet. Was sicherlich seiner Fähigkeit geschuldet ist, dieses doch recht trockene, umfangreiche und auch einschüchternde Metier nachvollziehbar und alltagstauglich aufzubereiten mit Büchern wie „Jura not alone“ oder „Meinungsfreiheit“. Über Ronen Steinkes Musikgeschmack ist bisher nichts an die Öffentlichkeit gedrungen, über Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend konnten wir bislang nur spekulieren. Aber das ändert sich mit diesem Besuch in der Hörbar Rust augenblicklich und für immer. Herzlich Willkommen Ronen Steinke. Playlist zur Sendung: Ruthless Ginsburgs - I Dissent Bad Religion - 21st Century Digital Boy Portishead - Over Babyshambles - F..ck Forever Daniel Kahn - Hallelujah Interrupters - Alien Pjotre Iljitsch Tschaikovsky - Valse Sentimentale (für Klavier), Op. 51, No. 6 Noga Erez - Smiling Upside Down | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Eine der wohl schönsten und klügsten Lebensweisheiten stammt von Sören Kierkegaard, wird häufig zitiert und lautet, frei übersetzt: Man könne das Leben nur vorwärts leben und nur rückwärts verstehen. Bestimmt empfindet das auch unser heutiger Gast so. Eigentlich war ja alles perfekt, vom Ende her gedacht: zwei gesunde Kinder, eine glückliche Ehe, tolle Jobs mit toller Bezahlung, ein Traumhaus. Und dann flog dieses Gefüge in die Luft, öffentlich, denn öffentlich entstand es auch. Schließlich ist Marie Nasemann als Podcasterin, Schauspielerin und Unternehmerin auch eine öffentliche Person - eine Influencerin, die sich seit vielen Jahren für nachhaltige Mode, Fairtrade und Gleichstellung einsetzt. Ihr Leben begann 1989 bei München, wo sie auch aufwuchs. Beruflich startete Marie 2009 auf dem Runway, sie kam ins Finale von Germany's Next Topmodel und blieb seither für viele Menschen eine Person, der man gerne beim Leben zuschaut. Wir sind gespannt auf die Geschichten aus diesem Leben und natürlich - auf die Musik, die darin eine Rolle spielt. Playlist: Berq - Echo Spice Girls - Spice up your Life Echt - Weinst Du No Angels - Daylight in your eyes Mando Diao - Down in the Past The Rio Girls - Neonlights Dawid Bowie - Life on Mars Filow & Ikkimel - Jiggy Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Vielleicht haben Sie unseren heutigen Gast als Sängerin in Verdis "Troubadour" bei den Opernfestspielen in Südfrankreich gesehen, Anfang der 80er. Oder in Japan. Wahrscheinlicher aber ist, dass Sie (oder jemand, den Sie kennen) eines ihrer Bücher gelesen haben. An die 50 Romane hat sie bislang verkauft, die genaue Zahl kennt wahrscheinlich nicht mal sie. Über 20 Millionen Bücher hat sie bislang verkauft, einige wurden verfilmt. Los ging es für die 1957 in Bielefeld geborene Hera Lind im neunten Monat ihrer ersten Schwangerschaft. "Ein Mann für jede Tonart" wurde zum Bestseller, gleich auch verfilmt – die ja eigentlich hauptberuflich als Konzert- und Opernsängerin arbeitende Frau hatte mit diesem Roman den Zeitgeist und das Frauenbild der 90er getroffen. Und legte nach. Drei weitere Schwangerschaften, jeweils drei weitere Bestseller, an das "Superweib" werden sich nicht nur Veronica Ferres und Sönke Wortmann dankbar erinnern. Dann, im echten Leben, neue Liebe, öffentliche Trennung, böse Boulevard-Headlines, Millionen-Schulden, heute würde man sagen: Cancel Culture. Aber ganz so, wie ihre Romanheldinnen es von ihr erwartet hätten, biss sich Frau Lind stoisch durch und schrieb ihr Leben neu. Mit Tatsachenromanen, also echten Geschichten und wieder: einem Riesenerfolg. Playlist: Max Raabe - Ein Tag wie Gold Francis Poulenc - Flötensonate für Klavier & Flöte, 2. Satz Cantilena Bläck Föös - In unserem Veedel The King Singers - Deconstructing Johann (Toccata in d-Moll) Reinhard Mey - Elternabend The Beatles - In my Life ABBA - The Winner takes it all Trio Klangkunst - Once in a While Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Er will immer alles ganz genau von seinem Publikum wissen – Herkunft, Arbeit, Beziehungstand. Nur über sich selbst verrät Stand-Up Comedian Daniel Luis – fast – nichts und macht daraus bewusst ein Mysterium. Bei Social Media geht Luis längst durch die Decke, dank eines besonderen Kunstgriffs, der ihm ein Alleinstellungsmerkmal in der Comedy-Szene einbrachte. Sein Spezialgebiet ist die spontane Interaktion & gnadenlose Crowdwork mit seinen legendären Autotune-Einlagen, die inzwischen Kultstatus erreicht haben. Mit seinem Publikum kommuniziert er überwiegend in einer Art Gesang, verstärkt mit dem sogenannten Autotune-Effekt in seinem Mikrofon, was für Lacher auf beiden Seiten sorgt und die Gäste als Teil seines Programms integriert – freiwillig oder unfreiwillig. Geboren und aufgewachsen in Berlin-Wedding, verarbeitet Luis Themen wie Herkunft, Multikulti-Alltag in Berlin und persönliche Lebenserfahrungen in seinem Solo-Programm "HYPERAKTIV", wo er auch aus seinem ADHS keinen Hehl macht, ganz im Gegenteil, die Kraft reicht für vier Shows wöchentlich in den angesagtesten Comedy Clubs Berlins und auch noch für den 030 Comedy Podcast, den er zusammen mit Philipp Uckel moderiert. Playlist: Will.I.AM Taboo - East L.A. Bud Spencer - Banana Joe Notorious B.I.G - Juicy AK Ausser Kontrolle - Berlin Wailing Souls - Jah Jah give us Life Bob Marley - Three Little Birds PhD - I won’t let you down Eddy Murphy - Party all the time Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Den Deutschen wird seit jeher ein ganz besonderes und inniges Verhältnis zum Wald nachgesagt. Was sicherlich nicht von ungefähr kommt, schließlich ist das Land zu etwa einem Drittel von Waldflächen bedeckt, über den Zustand können wir ja gleich mal mit unserem heutigen Gast sprechen, denn wenn jemand den Wald kennt, dann ist das Peter "the Tree" Wohlleben, Gründer der Waldakademie und Erfolgsautor, der mit seinem Buch "Das geheime Leben der Bäume" ab 2015 für zwei ganze Jahre auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste stand, viele erfolgreiche Veröffentlichungen folgten. Seitdem erhält der 1964 in Bonn geborene Förster und Naturschützer eine diesen wichtigen Themen angemessene Aufmerksamkeit. Auch weil er es schafft, wissenschaftliche Inhalte fundiert und nachvollziehbar aufzubereiten, komplexe Sachverhalte anschaulich zu erklären und immer auch Optimismus zu verbreiten. Wasser, Pilze, Zellen, Viren, Tiere, Böden, Bäume und Bakterien lieben ihn dafür und wir freuen uns, ihn bei uns als Gast zu haben. Playlist: Harry Styles - As It Was Old Shatterhand Melodie - Martin Böttcher Daniel Gérard - Butterfly Tracy Chapman - Baby, I Can Hold You Tina Turner - Let's Stay Together Chic - Good Times Nordman - Vandraren Hans Zimmer - Cornfield Chase, OST Interstellar Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Leonie und Benedikt sind 64 Jahre verheiratet. Vierundsechzig Jahre. Kurz vor der diamantenen Hochzeit stirbt Benedikt plötzlich und Leonie - tanzt mit ihm als Luftfigur durch die Küche, spielt Backgammon mit einer ihr gegenüber aufgestellten Benedikt-Fotografie und spricht mit ihm, als sei er noch immer da. Gut möglich, dass das auf eine Weise sogar stimmte. Diese behutsam gedrehten Szenen entstammen einem Dokumentarfilm, den Sigrid Klausmann über ihre Mutter drehte. Klausmann kommt 1955 im Schwarzwald zur Welt, 6 Geschwister, mit 19 arbeitet sie als Lehrerin. Sie lernt ihren Mann, den Schauspieler Walter Sittler kennen. Schnell werden sie Eltern dreier Kinder, Klausmann unterrichtet jetzt Modern Dance und arbeitet als gefeierte Choreografin. Seit 2007 dreht sie Dokumentarfilme über und mit Kindern und Jugendlichen, Filme, die ausgesprochen fein und gleichzeitig intensiv sind. Sich nicht angesprochen zu fühlen, ist quasi ausgeschlossen. Das gilt vielleicht sogar besonders für ihren - wie sie sagt - mit 71 Jahren letzten Film, „Girls don’t cry“, den niemand nicht sehen sollte. Schön, dass Sigrid Klausmann Zeit finden konnte, um uns hier in Berlin im Studio zu besuchen. Playlist: Paul Simon - Graceland Melanie - Alexander Beetle Bluesquemperfect - I don't wanna talk about it Janis Joplin - Cry Baby Lea & the Loved Ones - Here we are Van Morrison - These are the days My Dear Companion - About to depart Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Spaßeshalber droppen wir hier im ersten Satz mal names, denn welcher verhältnismäßig junge Mensch kann von sich schon behaupten, mit den Legenden Conny Froboess und Günter Pfitzmann zusammengearbeitet zu haben? Unser heutiger Gast kann es, Dennenesch Zoudé, die im Dezember des Jahres 1966 in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba zur Welt und mit zwei Jahren nach West-Berlin kam. Die politischen Verhältnisse in der Heimat wurden und blieben wackelig, die Rückkehr verschob sich auf ungewisse Zeit und Dennenesch konnte auf Umwegen das tun, wofür sie wirklich brannte: Theater spielen, Singen lernen. Als Schauspielerin arbeiten. Ihre erste Rolle 1992 bestritt sie – daher auch die legendären Verweise – in der früher sehr gefeierten "Praxis Bülowbogen", ein guter Start also. Ein Blick auf Dennenesch Zoudés Stationen zeigt, dass sie sich inhaltlich nicht festlegen lassen möchte, davon zeugen Engagements als Sängerin, klassische Unterhaltungsfilme aber auch anspruchsvollen Theaterstücke. Und nun? Wird es ein ganz neues Projekt geben, über das wir natürlich auch sprechen. Neben all den Geschichten und Songs ihres Lebens. Playlist: Stephanie Mills - Never knew Love like this before Kool and the Gang - Ladies Night Stevie Wonder - For once in my Life Teddy Swims - Lose Control Barry White - You’re the first, last, everything Marvin Gaye und Tammi Terrell - Ain’t no mountain high enough Felix Jaehn ft. Nea, Bryn Christopher - No Therapy Miley Cyrus - Flowers Suzie Quattro & Chris Norman - Stumblin‘In Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.