
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
Loading summary
A
Guten Morgen, guten Abend, guten Mittag, gute Nacht. Wir haben heute ein großartiges Programm und wir sind ja immer und immer wieder dabei, gegen den Trend des Doomigen positive Sachen zu finden. Und ich versuche jetzt mal ironisch in all unseren Themen das Positive zu sehen. Hallo lieber Daniel.
B
Hallo lieber Ulf. Lass uns mal einsteigen. Spannende Themen.
C
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
A
Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
C
Make Economy Great Again. Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschard.
A
Wir sprechen über arbeitslose Akademiker. Ich glaube, positiv gesehen kann man sagen, dass alle technologischen, ökonomischen, gesellschaftlichen Disruptionen, die den Akademiker erreichen, dazu führen, dass auch die abgehobenen kulturellen Debatten mit mehr Sachverstand geführt werden. Ich glaube, das ist ein Reality Check. Der CDU Parteitag, den es am Wochenende gab, der war im Grunde genommen, so hat es Robin Alexander wunderbaren Podcast gemacht, geschrieben hätte ich auch fast Machtpoker gesagt, seitdem das mal im Fernsehen so gesagt wurde, kriegt das nicht mehr raus aus dem fantastischen Podcast mit Dagmar Machtwechsel gesagt. Die Entneoliberalisierung der Union und was das für eine Partei wie die FDP heißen kann. Merz ist in China und es kann ja nur gut sein. Und dann am allerschönsten das, was Berlin noch gefehlt hat. Wir haben chinesischen Kaffee in Berlin und der ist noch krasser als der von Lab. Ihr wisst ja, dass Daniel und ich eine Fernbeziehung führen und ich sehe ihn meistens so wie ihr auch über irgendeine, über ein Display. Ich rätsel, ob das Südbayerische ihn innerhalb von einer Fahrt durchs Voralpenland 10 Jahre jünger macht. Dann wenn ja, setze ich mich gleich ins Auto und fahr runter. Wir haben, und das war ein Impuls von Daniel in unserem Geheimnisumwitter Chat namens MEGA. Die Chat Mega Gruppe kam am Samstagabend, nee Samstagmorgen von Daniel Arbeitslosenquote unter Akademiker gestiegen. 1,9 Millionen Hochgebildete, wobei das echt frech ist, dass man Akademikern unterstellt, dass sie hochgebildet sind. Also ich kenne ganz schön viel Akademiker. Die sind low gebildet, um nicht zu sagen peinlich ungebildet. Die Zahl der Menschen mit hohem Bildungsabschluss in Deutschland steigt. Doch das führt nicht immer zu einem guten Gehalt. Zudem sind mehr Akademiker arbeitslos. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich das sagen kann, aber Daniel hat sich dann, glaube ich, hat er gesagt, naja, muss man halt Augen auf bei der Studienwahl. Ich will es mal so sagen, er hat es viel kesser formuliert, aber das will ich ja nicht. Briefgeheimnis gilt ja auch für Chats. Daniel hat natürlich Ökonomie studiert, wie wir alle merken und wo wir sehr dankbar sind. Und dann habe ich so ey Ulf, du bist ein Philosophiestudent, der Politik und Soziologie studiert hat, aber warum hast du es denn trotzdem irgendwie hinbekommen? Und dann habe ich mich das gefragt, weil alles, was Daniel sagt, das arbeitet an mir. Und dann habe ich gesagt, es ist eigentlich ganz einfach, weil ich glaube, du kannst fast alles Generalistische studieren. Du musst es nur mit einem fast heiligen Ernst betreiben, so wie der Dachdecker seine Lehrer mit dem Ernst und jeder Nagel muss sitzen, musst du akribisch studieren. Und das Zweite ist, dass ich mein Studium selbst verdient habe mit Arbeit. Und das heißt, ich konnte in die höchsten Höhen der philosophischen Abstraktion aufsteigen und wusste aber, wie es ist, wenn man ein junger Student ist, der von Zeitschrift zu Zeitschrift zieht, um dort seine Ware anzubieten und marktfähig zu sein. Insofern, man kann auch, das will ich nur als Disclaimer sagen, bevor wir jetzt über die Arbeitslosenakademiker Man kann, glaube ich, auch Philosophie, Politik und Soziologie studieren. Ich habe btw. Gemerkt, dass ganz schön viele Philosophen ziemlich gute Jobs haben. Vielleicht liegt es aber auch spezifisch an der Philosophie im Allgemeinen, was ja früher so eine Art Studium generale war. Aktuell ist es so, dass vor allem vor dem Hintergrund der KI Revolution schon jetzt die Effektivität in einigen Unternehmen dadurch gesteigert wird, dass das mittlere Management, was ja auch mit Akademikern besetzt ist, abgebaut wird, Dass man davon ausgeht, gibt es eine Studie, Ich bin sehr schlecht mit Namen klingt italienisch Citrini Research, ich weiß nicht, ob man sie so ausspricht. Jedenfalls gesagt hat, wir werden mit KI einen beispiellosen Produktionsgewinn haben, aber nicht beispiellosen Wohlstand, weil es gibt Massenentlassungen und es gibt einen Einbruch der Konsumausgaben dadurch. Warum? Weil diese Effizienz Einsparungen im Management die oberen 10 Prozent erwischen wird. Und diese oberen 10 Prozent sind für den Großteil der Volkswirtschaft in Amerika, zum Beispiel 70 Prozent des US BIP verantwortlich. Bevor ich Daniel gleich das Wort wirklich amüsiert hat, mich dann wieder und da kommt schon wieder so ein Riesenschlag guter Laune. Meine sozialistischen und kommunistischen Freunde von Surplus, das ist das Wirtschaftsmagazin von Jakobin, das sind die, die machen Werbung mit der Guillotine. Und da ist es dann irgend so ein Kon, der auch ab und an mal gegen uns stänkert. Ich vergesse den Namen immer wieder. Der sieht so aus wie alle Menschen auf Instagram und der redet aber so wie alle Menschen auf Instagram, die links sind und der sagt, das ist ein riesen Skandal und ein Skandal ersten Ranges, wenn Akademiker arbeitslos sind, weil die sind ja per se alle gut und da braucht es ein Konjunkturprogramm und so weiter. Und das ist so lustig, weil wenn man so einen Typen zuhört und auch zusieht, was wirklich niedlich ist und dann so jemanden wie Alex K. Immer wieder erlebt, der E. Ich nehme keinen von diesen Leuten, keinen einzigen. Also A, kommen die im IQ Test gar nicht bei uns unter, da haben wir eine krasse Selektion, aber jemanden, der so einen Quark erzählt, können wir alles gar nicht gebrauchen. Wenn du Geld verdienen willst, musst du der Beste sein, du musst es halt abliefern. Und Leute, die sich sozusagen selbst was auf ihre Ivy League oder was auch immer, ich glaube, der Typ war, glaube ich, eher nicht in der Ivy League oder eher Fachhochschule, was auch immer, Kurzum so, das ist etwas, das ist non fit und die beklagen sich jetzt. Ich habe drei Thesen dazu. Eins, ich glaube die Diskussion um die NGOs, es war genau vor einem Jahr, als Alexander Dobrindt federführend und Friedrich Merz die 551 Fragen an die NGOs stellen wollte und die Verflechtung zwischen NGOs, Staat und Parteien rausarbeiten, brach ein. Aber diese NGOs, diese unendlich vielen NGOs in der Berliner Republik war natürlich ein Ort, wo man solche Arbeitslosenakademiker unterbringen konnte, ein Bachelor in Genderwissenschaften, man muss es so klischiert sagen. Und da noch irgendwie eine interessantes Projekt zum Master an irgendeiner Kunsthochschule für politischen Aktivismus und so, das kommt an sein Ende, das ist aus investiert und der Staat selbst, da kann er nicht mehr richtig wachsen. Die zweite Sache ist, dass wir, wenn Unternehmen, und das weiß ich aus eigener Anschauung, kürzen müssen, dann guckst du dir ftes an und guckst dir an, nehme ich jetzt ein FTE raus, was drei normale FTEs bedeuten, ist derjenige, der so viel verdient, in der Lage, dass es drei FTEs wert ist. Und ich glaube, durch diese KI Revolution, aber auch sonstige slimmere Management Strukturen, ist es da auch so ein Faktor, dass jetzt auch Akademiker arbeitslos werden, zunehmend mehr. Und das Dritte ist bei den jungen Akademikern, das erlebe ich in allen Debatten, unsere Hörer sind geil und wir haben die besten Akademiker und die sind ja auch die meisten vollbeschäftigt, Das Ausmaß an akademischen Unsinn, der in den Communities, Social Media und den Kommentarspalten unter linksliberalen und linken Medien an klugscheißerischem Unsinn verzapft wird, der ist wirklich beispiellos und ich mache mir da wirklich Sorgen um die Generation, weil das wird alles nicht halten. Daniel, habe ich dich richtig, zumindest halbwegs richtig zitiert mit einer süffisanten Bemerkung des Ökonomen an der Philosophie.
B
Du hast mich gut zitiert. Ja, ich würde mal sagen, wenn du sagtest, ich bin der Ökonom, ich meine klar, ich hab Volkswirtschaft studiert, aber auch BWL und habe natürlich dann vor allem als Berater gearbeitet. Und jetzt werden alle diejenigen, die wirklich Unternehmen arbeiten, ach, die Berater haben auch keine Ahnung, was für dich stimmt. Wenn du Berater bist, ich habe vor allem Strategieberatung gemacht, wirklich pure Strategie, dann siehst du natürlich im Laufe der Jahre extrem viel Unternehmen, extrem viele konkrete Beispiele. Du lernst im Prinzip vom Zuschauen, du bist natürlich trotzdem kein guter Manager und so weiter. Darum war ich auch Berater und die meisten Berater auch. Berater kannst du genauso kritisieren, aber man sieht Unternehmen und ich glaube, diese Kombination aus dem Versuch zumindest, ich würde auch nicht behaupten, dass ich es verstehe, dem Versuch zumindest Makroökonomie zu verstehen, verbunden mit der Sicht aus Unternehmen heraus, wenn du weißt, wie wirkt das auf Unternehmen, das ist schon etwas, wo ich sage, bin ich ganz dankbar, dass ich diese Erfahrung habe. Wie gesagt, würde ich deshalb nicht ableiten, dass ich alles richtig sehe, was mich zu unserem Austausch führt, weil ich erstmal für dich persönlich als Philosophie ist schon klasse. Und wenn du eigentlich Philosophie mit Physik kombiniert hättest, dann wäre das das absolute Klasse. Das ist nämlich genau die Kombination, die die ganz, ganz super smarten Menschen machen, die viel smarter sind als ich, weil das ist wirklich herausragend Und sind wir eigentlich schon bei der Was brauchst du eigentlich? Und wir haben ja in unserem ersten Podcast schon über Schumpeter gesprochen und die Tatsache, dass Schumpeter in seinem Buch, wo er geschrieben hat, wir enden im Sozialismus, ja gesagt Der Kapitalismus erlaubt die Überproduktion von, es ist meine Worte jetzt, die Überproduktion von nutzlosen Eliten, also von Leuten, die sich für Eliten halten, aufgrund einer formalen Ausbildung, die eben nur möglich war im Kapitalismus das finanzieren konnte, die dann auch noch Jobs bekommen, die vom Kapitalismus muss finanziert werden, Stichwort NGOs. Und die dann aber, weil sie enttäuscht sind, dass es eben andere gibt, die eben deutlich mehr verdienen, anderes dann sich darauf versetzen, den Kapitalismus zu bekämpfen, das Bürgertum zu bekämpfen und nach Gleichheit schreien. Du sagst doch, glaube ich, über A darf keiner verdienen oder was weiß ich. Und genau das ist das, was passiert. Und das ist jetzt passiert. Und ich habe mich echt amüsiert, als eben der Höfgen dann gesagt hat, ja, ein Konjunkturprogramm nachfolgsprange. Mal ganz ehrlich, ich glaube, Frau Brien hat gerade noch mal das Budget erhöht für die NGOs. Also es gibt ja ein ständiges Konjunkturprogramm der Regierung, speziell für NGOs, für diese Art von Jobs, die man eigentlich gar nicht braucht, Habe ich mich darüber amüsiert. Und dann dachte ich mir, klar, mit einem Konjunkturprogramm gegen das, was jetzt noch kommt, weil das ist erst der Anfang. Jetzt ist doch so, die deutsche Wirtschaft hat so viele Probleme, die kann sich solche Art von Jobs immer weniger leisten. Der Staat wächst zwar ohne Ende. Wir wissen auch, der Staat baut vor allem Bürokratie auf, um sich selbst zu verwalten. Also immer mehr Mitarbeiter dienen dazu, die anderen zu verwalten, nicht unbedingt dem Bürger zu dienen. Das alles ist natürlich erstmal aus Sicht dieser Klientel, sage ich mal ganz positiv, Da gibt es noch ein Wachstum. Aber selbst dieses Wachstum scheint nicht mitzuhalten mit der Produktionsgeschwindigkeit, bei denen eben diese, wie ich sage, halt relativ marktfremden Ausbildungen auf den Markt kommen, wo Leute mit dieser Ausbildung auf den Markt kommen und dann eben keinen Job finden. Was führt mich zum nächsten? Muss man immer MINT studieren? Nein, muss man nicht. Sollte man BWL studieren. Ich finde nicht. Ich gebe jetzt zu, habe es ja gemacht. Ich glaube, du weißt ja, wer nichts wird, wird Betriebswirt. Das gilt immer noch. Es gilt aber folgendes, Egal was du studierst, du musst in dem Fach Exzellenz sein. Und ich weiß das damals bei BCG haben mich Leute immer angerufen und Mensch, Herr Stelter, ich möchte gerne auch mal eine Karriere machen wie Sie, blablabla, was soll ich studieren? Und da habe ich Machen Sie das, was Ihnen Spaß macht, weil dann sind Sie richtig gut, Weil das Entscheidende ist, dass Sie richtig gut sind. Nicht unbedingt, was Sie studiert haben. Sie müssen einfach in dem, was Sie studieren, mit der Beste sein. Und ich würde mal tippen, die, die jetzt da das Problem haben, Job zu finden, die sind nicht die Besten gewesen in ihrem Jahrgang. Die haben länger gebraucht, die haben nicht so tolle Noten. Es gäbe immer mal die eine oder andere Ausnahme. Und da ist die Frage auch was ist der persönliche Anspruch und was ist die Realität? Da gibt es ja durchaus auch eine Realitätsverzerrung. Und ich habe gerade gestern ein Podcast Gespräch geführt für meinen Podcast mit einem Lehrer. Das wird irgendwann in den nächsten paar Wochen mal kommen, wird hochspannend. Und da siehst du halt einfach im Prinzip kurz gefasst einen eine Tendenz, dass quasi jede Art von Leistung unterbindet wird. Es gibt keinen Leistungsanspruch mehr der Schüler, es gibt keinen Leistungsanspruch mehr der Eltern. Es gibt keine Leistungsanforderung mehr vom Bildungswesen. Und dann kriegst du immer gute Noten. Die Standards werden gesenkt und dann kommen diese Leute raus und Ja, ich habe doch immer Einsen gehabt, verkennen aber, dass ihre Einsen eigentlich nur dem System geschuldet sind und nicht ihrem persönlichen Können und treffen dann auf die harte Realität. Ich habe anders festgestellt, ich habe festgestellt an den Universitäten, an den Schulen, wo wirklich harte Eingangstests sind, wo gute, wirklich herausragende Kandidaten hinkommen, dass die dann oftmals geschockt sind, weil sie sich plötzlich im Umfeld befinden, wo sie eben nicht mehr die Besten sind. Der Vorteil von diesen Menschen ist, die lernen es dann an ihrer Universität oder an ihrer Schule, merken sie das dann Und viele andere merken es erst ganz spät im Prozess, wenn sie eben Studium abgeschlossen haben. Und damit kommen wir jetzt ein bisschen zur KI. Im Prinzip ist es für mich so, es ist eigentlich wie so eine Art, sagen wir mal, eine Pyramide und unten eigentlich die große Basis der Menschen, die eigentlich mit der beruflichen Ausbildung deutlich besser bedient werden. Das ist gar keine Wertung. Im Gegenteil, ich glaube sogar, dass mit handwerklichen Berufen du in den nächsten paar Jahren viel besser fahren wirst als mit anderen Berufen. Da wird Geld verdient werden. Also wer Geld verdienen möchte, sollte in die Richtung gehen. Und dann gibt es diesen Graubereich, wo wir immer mehr Leute aus dem Handwerk rausgezogen haben in die Akademisierung, was eben NZZ war schon vor Jahren vor allem Akademisierungswahn in Deutschland. Und das sieht jetzt eben, dass dieser Bereich kommt jetzt unter Druck. Und dann hast du die ganz, ganz große Spitze, nicht groß, die ganz kleine Spitze, die ganz spitze Spitze oben in der Pyramide. Und das sind wirklich die Top Absolventen, egal welchen Faches. Und um diese Gruppe der Top Absolventen mache ich mir eigentlich keine so große Sorge, wenn das KI kommt, weil ich sage, die werden vielleicht ihren Job nicht mehr behalten, aber die haben das intellektuelle Rüstzeug, die Qualität, die Ausbildung, um sich dann entsprechend im Neuen zurechtzufinden. Und damit kommen wir vielleicht auch noch zu dem Thema, was du angesprochen hast, zu diesem, ich denke es auch noch nach Citrini Szenario. Citrini, wie gesagt, einer der meistgelesenen Substack Blogs zum Thema Finanzen und Investments. Und was haben die gemacht? Das kann man übrigens auch beim Herrschepitz gut zusammengefasst, hat die Financial Times gut zusammengefasst. Die haben mal gesagt im Jetzt lass uns doch mal ein Szenario machen. Die KI ist extremst erfolgreich und sie ist extremst schnell erfolgreich und wir können uns nicht schnell genug anpassen. Und die haben dann so ein Szenario gemacht, wo quasi im ganz großen Stil die gut bezahlten White Color Jobs verloren gehen, weil sie automatisiert werden. Weil wir beide übrigens, das ist kein Witz, das kann man ja machen. Unser Podcast könnte unser Produzent Serda, den ich an der Stelle mal herzlich grüße, könnt ihr auch ohne uns beide produzieren, weil du könntest mit KI bereits unsere Stimme so nachsprechen, dass wir beide es gar nicht mehr wissen würden, dass wir nicht gesagt haben, wir müssten eine Nachteile
A
zer arbeitet da auch dran.
B
Ersatz von uns beiden würde wahrscheinlich ihm das Leben auch erleichtern. Und dann hast du im Prinzip nach dem Motto, die fallen alle weg, diese Jobs und damit fallen die Einkommen weg und nachdem der Konsum an den Besserverdienern hängt, bricht der Konsum ein und dann kriegst du die große Wirtschaftskrise. Das ist im Prinzip kurz gesagt die Geschichte und die ist ein bisschen extrem. Die wird an den Börsen natürlich jetzt auch gerne gespielt, Klammer auf, auch deshalb, weil die Märkte sehr weit gelaufen waren. Insofern war es völlig egal, was die Geschichte ist, worum sie jetzt fallen, Klammer zu. Aber es ist sozusagen so diese Doomsday Geschichte im Motto, wir ersetzen alles und der Konsum ist nicht mehr finanzierbar und dann haben wir quasi nur noch die Leute, die die KI Maschinen haben, die werden Trillionäre und alle anderen landen in der Armut. Stimmt natürlich deshalb nicht, weil wenn wir alle in Armut landen, können wir auch nicht mehr die Trillionen bezahlen für die anderen. Also insofern klappt das sowieso nicht. Das heißt, dieses Doomsday ist, glaube ich, eher eine Frage. Wir haben Übergangsschwierigkeiten, die wird es geben. Aber perspektivisch wissen wir aus der Geschichte, dass sowas eigentlich immer dazu geführt, dass es neue Anwendungen gibt. Also ich nehme als Beispiel Energie. Wenn du Energie hast, weißt du, wenn du jetzt quasi neue Energiequellen findest, dass die seltensten Fälle ersetzen die alte Energiequellen, sondern sie addieren quasi Energie dazu. Wann immer wir mehr Energie zur Verfügung haben, fällt uns Menschen auch ein, mehr mit dieser Energie zu machen. Gut, jetzt wir in Deutschland nicht, wir sind da, weiß ja, aber die normale Menschheit freut sich über mehr Energie und verwendet die auch. So ist es auch mit solchen Anwendungen. Wenn wir mehr Rechenleistung haben, wenn wir KI Agent mehr Dinge machen können, entstehen völlig neue Märkte, völlig neue Anwendungen. Und deshalb glaube ich, dass es nicht so ein Doom Szenario ist, wie es dargestellt wird. Trotzdem ist es natürlich ein Thema, wo man sich überlegen muss, was bedeutet das? Und da komme ich zu Deutschland und da bin ich mit meinen kleinen Überlegungen fertig. Weißt du, wir haben ja vor ein paar Wochen darüber gesprochen, dass es jetzt die Sozialstaatskommission gab, die festgestellt hat, was wir vor 15 Jahren hätten machen sollen und es jetzt in den nächsten zehn Jahren implementieren will. Wo ich zu dir gesagt Wenn sie es implementiert haben, sind sie wieder 15 bis 20 Jahre veraltet. Eigentlich bräuchten wir einen kompletten Neustart, habe ich ja gesagt, vom Sozialstaat neues Gesetz schreiben, alles andere einfach wegschmeißen. Und das gilt natürlich auch für die öffentliche Verwaltung. Jetzt haben wir irgendwelche Projekte, da werden Berater durchgeschickt, da wird irgendwelche Software gekauft, was ich Windows 98 vielleicht mal als Innovation, keine Ahnung. Und die Wahrheit ist, du müsstest jetzt hingehen müsstest Wie sieht eigentlich die öffentliche Verwaltung des KI Zeitalters aus? Wie ist das Finanzamt des KI Zeitalters? Wie machen die Bots die Steuerbearbeitung? Wie können die mit den Bots interagieren, die für uns die Steuererklärung machen usw. Die Fragen müssen wir klären. Und da ist meine Sorge einfach, dass wir mental völlig weit entfernt sind. Wir beschließen Tariftreuegesetze, wir haben jetzt das Heizungsgesetz, wird jetzt modernisiert und solche Themen. Wir verpassen das, was in der Welt gerade stattfindet und sind immer noch selbstzufrieden. Die Schlagzeile, wir sind immer drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, Hurra. Und das ist einfach ein Blick in die Vergangenheit. Das sind alte Assets, aber das neue Spiel wird komplett neu verteilt und das macht mir einfach Sorgen. Und da würde ich mir viel mehr wünschen, wobei Carsten Wildberger sicherlich keinen schlechten Job macht. Aber ich glaube, wie fundamental die Revolution ist, fürchte ich, haben wir nicht richtig erkannt. Und dann komme ich zu der Befürchtung, dass wenn ich zum Beispiel sage, dieses Doomsday Szenario, das stimmt nicht, weil Dinge, die wegfallen, da wird es neue Dinge dafür geben, dass wir in Deutschland Gefahr laufen, einen höheren Anteil des Dooms zu haben und einen geringeren Anteil des Upsides, weil wir uns nicht darum kümmern, das Upside zu realisieren.
A
Ja, das wäre, wenn ich jetzt nicht so ein eitler Fatzke wäre, die ideale Überleitung zum CDU Parteitag. Ich habe noch eine Frage an dich und eine Anmerkung. Also ich Gibt es Kulturpessimismus auch in der Ökonomie oder denkt man da einfach immer in Zyklen und Konjunkturentwicklungen? Und um jetzt nochmal den Philosophen rauszukehren, wenn du die Geschichte der Zivilisation anguckst, dann gibt es immer Schwingungen. Also die Jesuiten haben uns immer beigebracht, Philosophie, Hochschule, Jesuiten, Mittelalter war eigentlich gar nicht so dunkel. Gab es eben auch Sachen, da haben uns die Araber geholfen, es waren unsere Festplatten, Augustinus, Aquin und so und es schwingt so. Und ich finde, bei den Doom Sachen fehlt mir immer. Und du hast ja die Upsides schon besprochen. Ich glaube, es lohnt darauf zu gucken, und ich glaube, es gibt Verschiebungen. Ich bin zum Beispiel relativ sicher, höre das von immer mehr Leuten, dass die KI die Medizin revolutionieren kann, dass wir auch in der Prophylaktik und in der Frühdiagnose da ganz andere Möglichkeiten haben und so weiter. Das heißt, Gesundheitskosten können unter Umständen sich positiv entwickeln. Und das Zweite ist, und da sind wir schon wieder bei unserem Lieblingsökonomen Schumpeter, dass natürlich auch die zerstörerische Kraft von KI was Wunderbares ist, weil alles, was zerstört wird, wenn man jetzt nicht eine Nuklearbombe oder so hat, da wächst ja wieder was nach. Und insofern bin ich neugierig. Ich glaube, die Korrektur bei den Akademikern, auch da können wir ja bei Schumpeter bleiben. Überproduktion ist immer falsch, wird korrigiert. Die NGO Überproduktion hier in Deutschland ist noch nicht korrigiert, wird aber korrigiert werden. Daniel, bevor wir zur CDU kommen, gibt es Kulturpessimismus in der Ökonomie oder ist der Ökonom eigentlich immer zuversichtlich, weil es irgendwie weitergeht?
B
Also ganz ehrlich, alle Ökonomen, die zuhören, können wir mal aufrufen uns zu schreiben dazu. Also meine Einschätzung ist erstmal, wir haben ja damals mal über Ökonom Ranking, haben wir ja mal gemacht, was du gerne machen wolltest und ich glaube, ich habe es damals gesagt, dann wiederhole ich es hier noch. Die Ökonomen sind natürlich nicht frei von Weltanschauungen, das ist ganz klar so. Wir wissen, dass der Ökonom, dessen Namen will ich erwähnt, Weltanschauung hat und deshalb immer zielsicher die SPD-Grüne-Politik betreibt oder befürwortet. Und gut findet. Dann gibt es andere, die haben liberale Vorstellung, Vielleicht ich zum Beispiel kannst du auch sagen, okay, ich gucke immer bestimmten Blickwinkel auf das Problem und der Blickwinkel, aus dem du auf das Problem blickst, hat natürlich auch eine Wirkung darauf, wie du hinter die Problemlösung siehst. Insofern das im Hinterkopf haben. Jetzt zum Thema Kulturpessimismus. Ich würde Naja, es gibt schon Ökonomen, die meines Erachtens zu pessimistisch sind, was die Kreativität und Intelligenz des Menschen betrifft. Also gerade diejenigen, die so als Ökonomen so Verzicht propagieren zur Rettung des Weltklimas und ähnliche Themen, da sage ich, das sind eigentlich Leute, die wirklich so Grundpessimismus haben. Die Welt geht unter und damit sie nicht ganz so schnell untergeht, müssen wir jetzt selber uns quasi kasteien. Und das persönlich finde ich schon ein bisschen problematisch. Ist es jetzt kulturpessimistisch? Weiß ich jetzt nicht, ist wahrscheinlich noch viel schlimmer. Auf jeden Fall ist es inhuman, das Ergebnis, das was da rauskommt. Und meines Erachtens ist es auch grundlegend falsch. Insofern, das gibt es schon. Ich glaube, dieses ganze Thema an Zyklendenken, da würde ich sagen, das ist übrigens aus meiner persönlichen Sicht auch da lass mich gerne korrigieren. Es ist nicht so, dass alle Ökonomen sagen würden, wir haben solche Zyklen. Es gibt zwar die Bank für Nationalzahlungsausgleich, die spricht dann von Finanzzyklen, es gibt Kreditzyklen, die auch erklären, warum Immobilienpreise sich entwickeln, warum es vielleicht mal wieder Krisen gibt und ähnliches. Aber es gibt schon viele Ökonomen, die es für so deterministisch halten. Und ansonsten, du kennst ja die ganzen Vorhersagen von Ökonomen, die gesagt haben, Keynes hat, glaube ich mal gesagt im Wir würden heutzutage nur noch alle fünf Stunden in der weil den Rest bräuchten wir nicht, weil wir so reich werden. Wir wissen, das ist nicht so gekommen, sondern die Konsumansprüche sind hochgegangen. Oder wir wissen natürlich Malthouse, der gesagt Wir werden bald die Menschheit nicht mehr ernähren können, wo wir noch nicht mal eine Milliarde Menschen haben und jetzt haben wir 8 Milliarden und wir können sie eigentlich ernähren. Im Gegenteil, der weltweite Hunger, Gott sei Dank, nimmt immer mehr ab. Also vor dem Hintergrund gibt es schon solche Prognosen und gibt es auch diejenigen, die sagen, alles was erfunden werden konnte, ist schon erfunden. Es gibt keine Produktivitätsschübe mehr. Gibt es einen Robert Gordon in den USA, der ist vielleicht nicht so pessimistisch, aber der hat Naj, wahrscheinlich kriegen wir gar keine grundlegenden Innovationen mehr und wir keine grundlegenden Innovationen mehr haben, wird es auch nicht mehr so große Produktivitätsfortschritte geben. Ich würde sagen, jetzt haben wir KI. Ich finde KI, ich persönlich finde KI eine ziemlich grundlegende Revolution, Vor allem, wenn du dir vorstellst, dass du sie ja auch mit Robotern kombinieren kannst. Ich glaube, wir haben auch über dieses Roboter Video gesprochen aus China. Also ich habe bis jetzt immer nur gehört, es würde stimmen, es wäre jetzt nicht irgendwie KI generiert mich irgendwann mal geschrieben, ne, das waren irgendwelche Leute, die haben hinter der Kulisse die Roboter gesteuert. Ich weiß es nicht. Trotzdem waren diese tanzenden Roboter angsteinflößend. Und wenn ich jetzt okay, jetzt können sie tanzen, Wenn du das noch steuern musst, okay, dann packst du die KI dazu. KI gesteuert hat so ein Roboter, da sage ich dir ganz ehrlich. Und abgesehen davon, da würde ich auch sogar noch tippen, wenn es die wirklich gäbe, dass es dann doch auch einige einfache Tätigkeiten gibt, die wegfallen. Ich denke zum Beispiel beim Putzen. Also ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dann Putzmänner oder Putzfrauen eine harte Konkurrenz bekommen in Form dieser freundlichen tanzenden Roboter, die KI gesteuert dann wissen, in welcher Ecke man wieder putzen muss. Also vor dem Hintergrund lange. Ich glaube, es gibt schon Ökonomen, die dann quasi aus einer persönlichen Motivation heraus, die ja durchaus edel sein kann, wie zum Beispiel ich möchte das Weltklima retten, dann zu Schlüssen kommen, die kulturpessimistischen Charakter haben.
A
Ja, sehe ich auch so. Ein kleiner Philosophenhinhinweis noch. Alex Karp, Palantir, CEO, hat promoviert in Sozialphilosophie bei Habermas, also am Lehrstuhl. Nur mal so ein Beweis, dass du
B
natürlich extrem smart sein musst, um sowas zu studieren. Und das passt natürlich, weshalb ich gemeint habe, Physik und Philosophie sind nicht eine Kombination.
A
Ja, genau. Also genauso, die sagen einfach, Recruiting ist schlicht und ergreifend IQ Test. Also wir waren in den höchsten Höhen der Wirtschaftskulturgeschichte. Und jetzt kommen wir zu den Niederungen der Realpolitik. CDU Parteitag mit großer Spannung erwartet weniger programmatisch, weil da wurde schon im Vorfeld, ja, wir haben vergangene Woche drüber gesprochen, bitte um Funkstille aus den kleinen Verbänden mit Klappe halten, Wirtschaftsrat Klappe halten, am besten alle Klappe halten, damit der arme Manuel Hagel und der Gordon Schnieder nicht auf den letzten Metern noch einkassiert werden. Erinnert mich fatal an 2011. Da hat man auch mit vollen Hosen versucht, den Mappus über die Ziellinie zu schubsen. Und Kretschmann wurde dann in dem angstgetriebenen Baden Württemberg, in dem angstgetriebenen Deutschland Ministerpräsident.
B
Und der Preis dafür war extrem hoch, nämlich der Atomausstieg. Der Atomaufstieg wurde gemacht, das muss man ganz ehrlich sagen. Bei Frau Merkel, die Baden Württemberg retten wollte, haben wir heute keine billige Energie mehr zusammengefasst, sagen ja genau.
A
Und ich hoffe nicht, dass sich die Bilder wiederholen, weil den Preis, den wir dafür zahlen, der ist unendlich groß. Aber ich habe ja immer das Gefühl, Ulf, vielleicht hast du ja einen schweren Knall, könnte ja sein. Und mit Daniel hast du jetzt jemanden gefunden, mit dem, ihr seht das irgendwie ähnlich, das ist ein super Ökonom. Und du immer mit deinem was ist mit der CDU los? Haben die alle Tassen im Schrank? Was ist los mit denen und so. Dann bin ich immer sehr froh, wenn ich zwei meiner wirklich liebsten Kollegen deren Podcast höre, Robin und Paul, also Robin mit Machtwechsel und Paul mit seinem Podcast. Und Robin und Dagmar haben über den CDU Parteitag echt einen fantastischen Podcast gemacht, wenn man wissen will, wie die Mechanik von Parteitagen ist, eins, wie die Mechanik von Realpolitik in der Partei ist und drittens, wie man es in der Bundesrepublik halt immer so gemacht hat. Und Robin ist ja ein Konservativer im ganz ursprünglichsten Sinne, dass er wirklich den Status quo wirklich sehr schätzt und eigentlich so eine moderat konservative Fortschreibung, glaube ich will. Und eigentlich hat er das beschrieben als was komplett Kaputtes und Dysfunktionales. Also die Rede von Merz war selber, es war eine Regierungserklärung, keine Parteitagsrede, es fehlten Ecken und Kanten und es war eigentlich leisetreterisch. Und auch da, Robin hat gemeint, als Fußballfan versuchen ein in den Umfragen über die Zeit zu bringen. Ich bin Club Fan, ich weiß, wenn Nürnberg versucht ein in der 66. Minute durchzuretten bis zum Ende verlieren wir das in der Regel. Und das Gefühl habe ich bei der Union auch Robbins Formulierung war auch relativ klar, hat gemeint, es ist die Hinwendung in der Alternativlosigkeit zur SPD spektakulär. Er hat sich auf Gedeihen, Verderb auf die SPD festgeschrieben, er hat sich die Brandmauer noch höher gezogen und er hat sogar vermietenden Sozialstaat in seiner Sohaftigkeit zu kritisieren. Also das war schon. Und da habe ich gedacht, trete ich mal zurück und referiere, was ein anderer kluger, vielleicht der klügste Unionsbeobachter dazu sagt. Und dann habe ich gedacht, wenn der das schon so sieht, dann kann ich ja mal ausatmen, denken, gut, dann ist es so, dann kommt Der aktuelle Podcast von Paul Ronsheimer, der ja auch gestern super Sendung aus sat, gab übrigens Mörderquoten für eine politische Reportage im Inland. Und auch der beschreibt in dem Podcast und in der Sendung ein Sozialstaat, der komplett auseinanderfliegt. Leute, die den Bürgergeld mitnehmen, schwarz arbeiten, Stadtviertel, die komplett lost sind, wo die Leute einfach jeden Morgen sind die Briefkästen aufgebrochen, also eine Erosion sagen vor zehn Jahren war es nicht so. Und dann irgendwie auch den interessanten Befund, dass die FAZ, war das glaube ich, eine Reportage aus Mannheim hatte im Arbeiterviertel, wo ein SPD Bundestagsabgeordneter rumläuft und die Leute einfach die Tür zuschlagen, sagen wir wählen afd und all das Set, all das gelesen haben natürlich verfolgt, ich saß da stundenlang bei uns im Fernsehstudio, bis dann das Wahlergebnis kam. Also Merz hat nichts gesagt, Merkel war da, hat nichts gesagt, wurde freundlichst empfangen und die CDU hat sich stolz einmal mehr als Kanzlerwahlverein empfohlen. Sie hat jedwede Reformneigung ausgebremst. Und auch da kann man das wirklich bei Robin gut anhören, so die Rolle von Herrn Laumann, dem CDA Chef und der dann einfach so die Junge Union und ihre Forderung einfach komplett auseinandergenommen. Und alles war immer irgendwie strategisch, kann man vor Wahlen nicht machen müssen über das Timing, das Wort Karenztage, das ist ein Wort, das kommt aus der Kohlzeit, gab es das? Und dann sieht man den ganzen Turm an Komplexität aus dem Status quo Und um es jetzt mal salopp und fränkisch zusammenzufassen, das System ist im Arsch und eine Volkspartei, die letzte Partei der Mitte, die letzte Volkspartei hat sich einfach ganz in die Autopoesie des Systems des Status quo gegeben und wird so, wenn sie so weitermacht, ersticken. Und am Ende hat MERS 10 Minuten Beifall bekommen oder mehr und wurde mit 91 gegen zu schieß mich tot wiedergewählt. Starkes Ergebnis. Aber schon wenige Tage später sieht man den armen Manuel Hagel, das war ja sein Heimspiel in Stuttgart im Triel. Und man sieht, und den habe ich ein paar Mal kennengelernt, echt ein sehr aufgeweckter, auch kantiger junger Unionist, alle Kanten geschliffen, der redet in einer abgeleiteten Sprache, wo man sagt, warum hat man den Jungen jetzt so demoliert, Warum tragt sich die Union aus Angst vor der Niederlage nicht auf Sieg zu spielen und vielleicht noch zwei, drei Tore reinzoomen. Warum demontiert man die junge Gruppe? Warum lässt man so einen brillanten Kopf wie Johannes Winkel von der Jungen Union, der Chef und Pascal Redi, Warum gibt man den nicht mehr? Kurzum, du guckst da drauf. Es ist ernüchternd, es ist deprimierend und das, vor was wir stehen, wenn es jetzt nicht die Wiederauferstehung der FDP gibt es politisch nicht mehr Reprint.
B
Ja gut, ich muss dazu sagen, ich habe mich amüsiert, dass du gemeint hast, die CDU wäre nicht mehr neoliberal. Ich meine, das müssen wir auch mal machen. Da war ein Podcast. Wie neoliberal war eigentlich Deutschland jemals? Also ich würde mal sagen so Thatcher. Aber ganz ehrlich, die Staatsquote, die Staatsquote steigt seit Jahren. Ich weiß, dass der Neoliberalismus, der aus jeder Fuge hier angeblich kommt in Deutschland, das ist auch so eine Geschichte. Das ist so, das ist so ein politisches Märchen. Das würde bei uns hier der kalte Kabinett herrschen. Ich meine, bei 50 Prozent Staatsquote, da kannst du lachen drüber. Und was ich total weiß ich interessant fand, ich guck mir sowas ja nicht an. Ich habe dann aber, weil ich ja mit Ulf Poscher zusammen einen Podcast mache, muss ich ja versuchen ein bisschen auf der Höhe der Zeit zu sein, habe ich mir angeschaut den Berlin direkt am Sonntag. Das war nicht die Sendung, wo Frau Merkel falsch reingestitten wurde und Applaus gegeben hat. Das war die solche Zitat unglaublich. Und im ZDF, da war eine Sendung ohne KI Videos, glaube ich zumindest bei Johannes Winkel zu Gast. Da haben sie gemeint, ja, sie haben sich bewegt und blablabla. Der hat ganz gut geschlagen, fand ich. Hat dann so ein bisschen gesagt im Naja, aber wir haben die Schuldenbremse drin und wer die Schuldenbremse drin ist, der muss Sozialstaat reformiert sein, sonst können wir soziale Schuldenbremse nicht einhalten. Dachte ich mir, Oh man, ist aber von hinten durch die Brust ins Auge. Ob die Argumentation wirklich verfängt, ist sehr, sehr zweifelhaft, weil ich glaube, dass sobald Herr Merz und Herr Klingbeil gemeinschaftlich in die Abgründe der Staatsfinanzen gucken, werden sie sich einen sehr kreativen Weg überlegen, die Schuldenbremse auszuhebeln. Da bin ich leider Gottes fest von überzeug. Haben sie schon mal gemacht. Und ich weiß nicht, ob sie Pinocchio sagen dürfen. Aber ich würde mal sagen in dem Zusammenhang, naja, es könnte ja sein, dass unter Umständen Herr Merz bis jetzt auch nicht immer nur die Versprechen gehalten hat. Was ich aber auch interessant fand in diesem Ausschnitt von Berlin direkt war dann, dass dann Karl Josef Laumann wurde eingeblendet, der Arbeitsminister von der Union in Nordrhein Westfalen, Der hat ja dann gesagt, was wollt ihr jetzt hier tun mit eurem Antrag? Junge Gruppe, ihr schadet doch den Wahlkämpfern. Wollt ihr unseren Wahlkämpfern das Leben? Und dachte ich mir, wow. Also er hat ganz ehrlich gesagt, wir können nicht über Reformen sprechen, weil wir unseren Wahlkämpfern schaden. Deswegen sind wir beide sofort Konsens. Ich finde dieses Zahnarztthema fand ich Mist. Ich finde auch dieses Thema, das Wort der Lifestyle Teilzeit finde ich völlig verunglückt. So macht man das nicht. Aber über konstruktive Reformen muss man sprechen. Er hat Macht das nicht ihr verschagelt, hagelt uns die Wahlchancen. Jetzt gucke ich mal so als Laie in den Kalender und sage mir okay, jetzt haben wir Wahlen, da kommt im Juni die Rentenkommission raus, wird wahrscheinlich dieselben Maßnahmen im Katalog haben, die es immer schon gab, weil wie sollen neue Lösungen rauskommen, außer Einnahmen erhöhen und Ausgaben kürzen. Das ist immer dasselbe. Und dann sagt oh, jetzt haben wir aber Sommer, Sommer, da müssen wir alle mal irgendwie Sommerpause machen und dann haben wir schon wieder nächsten Wahlen, glaube ich im Herbst. Das heißt, die sagen uns ganz Wir können nicht reformieren, weil wir immer Angst haben vor der nächsten Wahl. Und das ist in der Tat einfach fatal, wenn du gleichzeitig einen Merz hast, der eben ja, die haben eine andere Welt und geopolitisch und wir müssen und so weiter. Wo ich immer ja gut, Herr Merz, Sie meinen, Sie sind ja nun, wie du gesagt hast, Sie kommen aus der Wirtschaft, was nicht stimmt, sondern er hat ja eigentlich nur seine Kontakte eingebracht bei BlackRock. Anderes Thema. Sie müssen doch wissen, wie entscheidend wirtschaftliche Stärke ist für das ganze der Dreiklang erst wirtschaftliche Stärke darauf basierend. Überhaupt in der Lage, sich zu verteidigen und erst dann wird man überhaupt ernst genommen im politischen Gespräch und er vernachlässigt das Und er Ich bin stolz darauf, ein Aussenkanzler zu sein. Das ist ja schön und gut, aber das ist so Weißt du, baust ein Hochhaus auf ein Fundament, wo kein Fundament da ist. Aussenkanzler muss auch auf irgendwas sein. Und es mag zwar besser auftreten als Frau Baerbock und keine feministische Außenpolitik mehr betreiben, aber der Kern ist einfach ohne Wirtschaft wird das nichts. Und wenn dann gesagt Wir können, wenn Wahlen bevorstehen, keine Reformen diskutieren, dann kriegst du doch keine. Und dann frage ich mich jetzt haben wir schon Frühling, bald Winterreformen gab es schon mal nicht. Frühling der Reform kriegen sie zeitlich gar nicht mehr hin, Dann ist Sommerpause und so vergeht die Zeit und der Standort Deutschland geht weiter den Bach runter. Das finde ich ausgesprochen bedauerlich.
A
Mich interessiert die Metaebene. Wenn die klügsten Beobachter schreiben, wie kaputt das System ist, dann gibt es eigentlich nur zwei Variablen. Es gelingt einem Politiker. Also da wird auch sehr über die Shortcomings der Politiker, die dort agieren, gesprochen. Also da ist eine Erlösungsfantasie. Wir brauchen jetzt einfach eine historische Figur und du weißt ja, ich lese gerade Geschichte der Bonner Republik, ich lese gerade Strauß Memoiren, sicherlich einer der intelligentesten Politiker 20. Jahrhundert und du brauchst solche Figuren oder du brauchst einfach eine List der Geschichte, dass sich irgendwas fügt. Aber den Glauben, um jetzt noch mal zum Kulturpessimismus zu kommen. Also wenn man den Machtwechsel gehört hat, kann man einfach nur sagen, oder Aber die Alternative ist, wir müssen das System grundsätzlich in Frage stellen. Wir müssen diese Sache machen, dass es einfach alle fünf Jahre einfach nur eine Wahl gibt überall. Oder man hat eine Bundestagswahl und nach zwei Jahren dann alle Landtage. Also irgendetwas. Wir müssen an der Struktur arbeiten, Wenn es der Union nicht gegeben ist, mit dem genialen Generalsekretär Copyright auf den Namen, mit einem Genialsekretär so Wahlkämpfe zu gewinnen und sich was zu trauen. Die Angst frisst die Seele auf und die Angst führt zu Feigheit. Und diese Feigheit der Union war praktisch das ganze Wochenende über zu spüren. Und mein Gefühl ist jetzt, das Triel ging für Hagel auch eher so mittel aus. Man sieht, wir wollen ja einen kleinen Exkurs vielleicht, aber machen wir nur eine Minute zum Wahlkampf der Grünen machen. Der Özdemir muss jetzt gar nicht so stark auftrumpfen. Der hat in dem Triel solide so getan, als wäre er aus einer rechteren CDU, hat seine eigenen Partei. Also in Sachen Migration hat es nichts mit den Grünen zu tun. Dann hat er noch irgendeine Abgeordnete gehabt die irgendwie ziemlich infam altes Video von Hagel rausgekramt hat, dann ist das skandalisiert worden und überall sonst alles, was von den Grünen kommt, ist noch mehr Staat, noch mehr NGO, noch alles noch wirtschaftsfeindlicher. Und da glaube ich, um das wieder positiv zu wenden, dass es so im Eimer und die Repräsentationslücke im Zentrum der politischen Mitte und der Gesellschaft wird so groß. Früher oder später wird es auch in Deutschland irgendetwas geben, was da funktioniert. Und es sind keines der gurkigen Neugründungen, die es im Augenblick gibt. Ganz sicher nicht. Ich meine, man muss mal Kubitschek über den Staat reden hören, also diesen Vordenker, den sogenannten der AfD. Das ist so ekelhaft etatistisch, autoritärer Scheiß. Das ist unwählbar für den Liberalen und auch sonst so in den Sozialstaatsforderungen. Also das ist auch keine Alternative. Kurzum, es gibt keine klassische Repräsentation dessen, was dieses. Und ich denke so gerne an deine Jungs da von der TUM in München. Was können wir denen politisch zur Verfügung stellen, damit es hier positiv weitergeht. Aber vielleicht springen wir mal zum März in China, KI, schwierige Reise und springen dann noch mal China in Deutschland. Super interessantes Thema, wie die Deutschen von einer kommunistischen Partei, die in der Diktatur ein innovatives Wirtschaftssystem aufgebaut haben, wie die Chinesen uns Kapitalismus beibringen, die alten Kommunisten. Das ist schon sehr ironisch, oder Daniel?
B
Ich finde es ganz witzig. Vor allem finde ich es witzig, wir haben über Lab Coffee gesprochen vor einigen Wochen, wahrscheinlich Monaten, dass da eben die große Kampagne läuft nach dem Motto, diese bösen Leute bieten Kaffee billiger an. Das ist total cool.
A
Deutsche und europäische Start ups, das gibt es ja noch.
B
Ja, genau, das gibt es ja. Und die hat doch die Taz und die Linken haben sich dann aufgeregt in Berlin und die würden quasi den Kiez Coffeeladen kaputt machen. Das wäre das erste Mal, wenn Leute wirklich dagegen protestieren, was günstiger wird und Wettbewerb da ist. Und da gab es Proteste. Und jetzt kommen die Chinesen mit einem, ich würde mal sagen, industrialisierten Approach, das war übrigens auch im Fernsehen zu sehen, wo sie sagen, wir machen eigentlich alles selber. Also vom Kaffee, Kaffeerösterei und was weiß ich, Pappbecher, alles kommt aus China. Das Einzige, was nicht aus China kommt, sind die frischen Dinge, also die Milch zum Beispiel, die man leicht für Cappuccino braucht. Die wird lokal gesourct und die gehen jetzt in den Markt mit Dumpingpreisen, mit einem innovativen digitalen Angebot, soweit ich es verstanden habe. Und wo ist der Protest? Jetzt kann man natürlich oh, das sind die Guten, weil es Kommunisten sind. Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich glaube, selbst die Redakteure der taz müssten eigentlich wissen, dass der chinesische Kommunismus ein ziemlich anderer ist als der, den sie sich vorstellen. Auf jeden Fall ist es doch faszinierend. Da muss man sich überlegen, ganz ehrlich, wenn die Chinesen jetzt schon anfangen, den Kaffeemarkt aufzurollen weltweit, ich meine, was bleibt uns dann?
A
Ja, ich glaube, der Kommunismus, den Taz und Surplus und alles, das ist ja Neid. Kommunismus, das ist ja gar keine. Also für mich als alten Marxisten, das Tolle an Marx, Engels und dieser marxistischen Ideologie war eigentlich, dass es sich als Wissenschaft verstanden hat, dieser zeitgenössische Linksradikalismus bis hin zu den neuen üblen Terroristen, die es dort gibt, die ja auch in Frankreich Quentin ermordet haben, jährigen Rechtskonservativen, denen geht es nur um Neid, weil den Start Upper von nebenan, der vielleicht in dem Kiez in Friedrichshain, wo sie ihre Einzimmerwohnung mit Dörte und Heiner teilen müssen, der sich Dort gerade für 2,4 Millionen schönes Penthouse gekauft hat, auf den sind sie sauer. Der Tech Millionär, der diesen chinesischen Kaffeeriesen mitinvestiert, mit seinem Lamborghini durch Shanghai fährt, dem können sie nicht neidisch sein, weil das sehen sie gar nicht. Also ich glaube, das ist ja auch alles okay. Link sein. Das neue Link sein ist einfach dumm und neidisch sein. Es ist ja ein Markt. Das Schlimme ist halt nur, dass die Union sich dem fügt. Die wunderbare Ritter Süssmuth hat sich Heribert Prant als Redner bei ihrer Trauerrede Veranstaltung gewünscht und so. Es ist halt so, die Bürgerlichen haben halt aus Luxus und auch so moralischer Eitelkeit sich entschieden. Wir laufen diesem Art von Linksein hinterher und das ist ohne Rettung. Und gleichzeitig hat man dann die großen Reden Wir müssen stark sein wegen dem bösen Trump, wir müssen stark sein wegen dem bösen Putin und jetzt ist März in China, müssen stark sein wegen den bösen Chinesen. Aber du hast schon recht, die Chinesen sind so ein richtiges Feindbild, nicht? Sind ja auch die iranischen Mullahs kein Feindbild, nicht? Quellen, die Bilder zu sehen von diesen tanzenden jungen Menschen und dann schnitt die weinenden Eltern am Grab. Interessiert hier keinen Eimer. Ich habe den Fehler gemacht. Ich habe die palästinensischen linksradikalen postkolonialen Mist Aktivisten auf der Berlinale kritisiert und seitdem ist mein Insta Account praktisch runter, weil die einen fertig machen. Kurzum, die kapieren es nicht und die Chinesen freuen sich. Und was ist das beste Outcome für uns? Was kann MERS für uns in China erreichen?
B
Oh, gute Frage. Also meine Einschätzung, das Beste wäre, er würde dort erkennen, wie sehr bei uns die Hütte brennt. Das Beste, was wir erreichen können für uns wäre, dass er erkennt, wie dramatisch die Reformbedarf ist. Qingwei ja schon da unter Badepol, die haben es nicht erkannt. Vielleicht erkennt er es ja. Die Unternehmen, die mitgereist sind, die sehen in China den Markt, die verlagern Produktion nach China für China, die verlagern Produktion nach China für die Welt. Die Unternehmen reagieren einfach, die haben ja gar nicht die Quizze. Die reisen mit dem Kanzler, das ist schön und gut, aber die Unternehmen müssen so verhalten und Unternehmen müssen einfach Ein ordentlicher Manager, Unternehmensführer muss dafür sorgen, dass das Unternehmen auch in den nächsten paar Jahren noch existiert, erfolgreich ist. Das heißt, die Unternehmen ziehen ihre Konsequenzen und der Kanzler sollte gut zuhören und sollte dann zurückkommen und sollte verdammt noch mal, wie ich immer so schön sage, die Chinesen bauen das bessere Deutschland, das können wir sich bieten lassen. Wir sind auch noch was, wir haben noch was und das retten wir und auf dem bauen wir auf und wir sanieren unser Land. Das wäre die Antwort. Nur ich bin nicht so wahnsinnig optimistisch,
A
dass es passiert, um ehrlich zu sein. Ich mache ja gerne mal so Witze, wenn du zuversichtlich bist, dann versuche ich da mitzugehen. Aber nach dem CDU Parteitag ist meine Hoffnung, was das betrifft, bei Zero Null.
B
Es tut mir jetzt sehr leid. Vielleicht haben wir kann das mega oder kann das weg, damit wir was Lustiges haben zum Abschluss, Sonst ist es wirklich deprimierend. Also wie gesagt, ich möchte mal sagen, aber wir haben wahnsinnig viel stärker. Wir haben viele Stärken, wir haben viele kluge Menschen im Land, wir haben immer noch viele, die motiviert sind. Wir haben die TUM Studenten, die noch mal herzlich Grüße die Start ups machen, Wir haben den Willen, was aufzubauen, Wir haben das alles noch. Lasst uns das nicht kaputt machen, sondern lasst uns diese Pflanzen fördern, wässern, düngen, Rahmenbedingungen schaffen, Anreize schaffen, loben. Das muss man machen und das ist das, was passieren muss. Und darum hoffe ich eben, dass Friedrich Merz in China sieht, wie ein funktionierendes Land aussieht. Das ist leider so ein Staat, der funktioniert. Leider würdest du sagen, natürlich mit den ganzen verbundenen Nachteilen wie Überwachung und allem drum und dran. Menschenrechte brauchen wir jetzt überhaupt nicht groß drüber, wollen wir gar nicht beschönigen. Im Gegenteil, Du kannst aber auch einen funktionsfähigen Staat haben, ohne die Menschenrechte zu verletzen. Kann es funktionieren. Das machen andere auch. Workshop Blick in die Schweiz. Und das sollten wir einfach jetzt endlich anpacken. Und das wäre meine Hoffnung, dass er zurückkommt. Und verdammt noch mal, ich muss es tun, wenn ich Friedrich Merz in die Geschichte eingehen möchte, als ein großer Kanzler und nicht nur quasi den Job bekommen zu haben und dann zu okay, ich freue mich, dass ich hier sitze und rumreise, aber eben nicht das zu tun, was eigentlich erforderlich ist.
A
Ich fand ja so lustig, dass er auch bei Robin und Duck mal gesagt Er ist so schön, dass er, wenn der Kanzler jemand zum Abendessen einlädt, dann kommt er. Das freut ihn schon sehr. Wo man sagt ja, auch so kann man sein Sozialleben regulieren. Sehr schön. Meine Zuversicht. Also ich habe das nur gesagt, CDU Parteitag ist irgendwie Nullpunkt gewesen, aber es ist ein Nullpunkt, der deutlich macht, dass es so nicht weitergehen kann. Da würde ich sozusagen einen Zuversichtssaldo machen in unsere Hörerschaft rein und aus der raus. Weil natürlich sind die Leute, die uns zuhören, stehen pass pro toto für die, die auch immer wieder signalisieren. Also wenn es in der Politik, wenn was passiert, es gibt ja die Chancenparteileute zum Ulf, du musst in die Politik gehen, blablabla, auf gar keinen Fall. Aber ich will nur sagen, es gibt es gibt weiterhin tolle, erfolgreiche Unternehmen, für die machen wir das ja auch, wenn wir die irgendwie ermutigen können, Weil manchmal ist es ja auch Trost spenden, dass da einfach nur jemand ist und sagt endlich sagt es mal einer. Es kann ja auch eine Funktion von einem Podcast sein. Ich glaube, wenn es Robin so aufgefallen ist und auch Paul Ronsheimer, der wirklich politisch ganz woanders zu Hause ist als wir beide, wenn es bei diesen Leuten früher vielleicht noch eine Apologetik des Status quo gegeben hat. Also im Sinne ja, ist doch super und es geht schon und wir sind immer noch ein reiches Land und im Grunde genommen funktioniert doch Gewaltenteilung, blablabla. Also ich finde deren Sound, die Apologetik ist raus. Es ist sehr nüchtern, fast eisig analytisch und es ist für jeden, wenn man weiß, wie intelligent die sind. Früher hätten sie Sicherungen eingebaut, dass es in den Händen von so einem destruktiv schumpeterschen alten Linksradikalen wie mir nicht missbraucht werden kann, was sie da sagen. Und diese Sicherungen sind nicht mehr eingebaut. Du kannst so einen Podcast nehmen und deswegen geht es so nicht weiter, weder mit der Partei noch mit dem System, sondern muss was anders passieren. Und mit dieser Bombshell und der historischen Zuversicht, die man von der historischen Linken immer lernen kann, kommen wir zu dem wunderbaren Ist das mega oder kann das weg?
C
Ist das mega oder kann das weg?
A
Es gibt unendlich viele Vorschläge, wir müssen eh mal sammeln. Ich wäre geflutet von tollen Geschichten. Auch Unternehmer, Investoren, Leute berichten gerade Firma pleite gegangen, zwei Jungs aus der Firma, wir würden wahnsinnig gern die Firma übernehmen, versuchen das mit den Behörden in Deutschland, die wissen Sie was, das dauert zu lange, melden Sie sich erst mal arbeitslos und so Horrorgeschichten, wir sammeln das. Migrantischer Antisemitismus. Ist das mega oder kann das weg?
B
Daniel das ist eine so blöde Frage. Es kann nur weg. Es beginnt aber schon ganz früh. Also ich erinnere mich, ich habe mal an der HHL einen Lehrauftrag gehabt, da habe ich mir überlegt, vielleicht werde ich mal Professor, habe ich dann immer verworfen, sag mal HL. Und dann habe ich Handelshochschule Leipzig, eine gute, renommierte Wirtschaftshochschule oder Universität. Und da habe ich das eben mal gemacht. Und damals war das zu Beginn die erste Welle der sogenannten Flüchtlingskrise. Und da habe ich immer einen Krankenwagen rumfahren sehen. Da habe ich Was macht denn der Krankenwagen? Da haben sie ja Die Flüchtlinge akzeptieren kein Essen von Frauen und deshalb holt das Rote Kreuz das Essen quasi aus der Küche, wo es von Frauen zubereitet wurde und fährt das ungefähr 50 100 Meter weit und dort wird es wieder ausgeladen für die Migranten. Und da habe ich damals gesagt, dass ich das für vielleicht nicht ganz so gut finde, weil das natürlich vielleicht das falsche Signal ist bezüglich der Integration unserer Gesellschaft. Und das wurde aber gemacht und ich bin sogar dahinter noch dafür diese Aussage von mir sogar noch ermahnt worden, dass ich sowas nicht hätte sagen sollen. Und ich muss sagen, ich glaube, das ist schon der Punkt. Wir müssen natürlich jetzt können wir darüber klagen, dass es den migrantischen Antisemitismus gibt. Aber es darf ja nicht verwundern, wenn du weißt, welchen Herkunftsländern die Migranten kommen, wo sie ja logischerweise so bereits aufgewachsen sind, wenn sie aus dem Gazastreifen kommen, sogar mit Schulbüchern, die finanziert haben, wo Antisemitismus drin ist. Da muss man einfach frühzeitig beginnen, quasi mit der Einreise, wenn man schon sagt, okay, die Menschen bleiben hier, wir weisen sie nicht aus, dann muss man ihm frühzeitig beginnen klarzumachen, dass in unserer Gesellschaft einige Regeln gelten. Macht man das nicht, das ist wie mit der Kindererziehung. Macht man das nicht, dann kann man später eigentlich vergessen, weil dann kriegst du das nicht mehr korrigiert.
A
Ja, du hast es wunderbar gesagt. Ich bin da mittlerweile echt härter drauf. Ich will Leute zurückschicken, möglichst schnell, möglichst viele. Und da hat sich auch was verschoben in den vergangenen zehn Jahren. Ich habe ja immer pro Israel kommentiert und früher bekam man solche Drohungen und Beschimpfungen anonym mit komischen Bot Optiken und so weiter. Jetzt klarnamen, die sind stolz erhobenen Haupt des Antisemitismus ist in den migrantischen Milieus, auch türkischen Milieus, schockierenderweise komplett zurück. Und ich finde, wir müssen, wir brauchen mehr Abschiebungen. Wir brauchen mehr Leuten, denen man deutlich machen muss, wenn du hier das ist Volksverhetzung, Hass und Hetze ist nicht Pinocchio oder Schwachkopfminen, sondern das. Und es geht gegen unsere Werte und die werden diese Werte hier kaputt machen wollen und sie machen sie schon kaputt und sie sind stolz darauf. Und wenn wir das nicht einhegen, wird es richtig finster. Und das muss eben auch aus der Mitte passieren. Nicht von Ressentiment geladenen Nazis, die alles, was nicht ihre Hautfarbe hat, eine andere Religion verachten, wenn die es machen, es ist Horror. Es muss aus der Mitte kommen, einfach im Sinne einer aufgeklärten Zivilität, die wir schützen müssen. Aber auch da aktuell sehe ich kein Einlenken, keine Lernkurve. Und wir sehen im Gegenteil, und das habe ich auch jetzt gerade miterlebt, dass dieser migrantische Antisemitismus eine Partei gefunden hat. Das ist die Linke, die macht Wahlkampf auch in Arabisch. Die sammelt diese Leute und das ist eine Entwicklung. Aber wir bleiben zuversichtlich. The Empire Strikes Back, die Marktwirtschaftler, die Fraktion Ludwig Erhard, Milei und die kampferprobten Kameraden der Doruti Kolumne der Anarchisten im Spanischen Bürgerkrieg. Wir werden zurückschlagen. In diesem Sinne einen schönen Tag. Tschüss Daniel.
B
Tschüss Ulf.
C
Das war Make Economy Great Again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Date: February 25, 2026
Host: WELT (Ulf Poschardt)
Guest: Daniel Stelter (Ökonom)
In this episode, Ulf Poschardt and economist Daniel Stelter dissect the current malaise of the German economy, marked by stagnation, rising unemployment among academics, political timidity (especially within the CDU), and disruptive potential—yet mixed promise—of artificial intelligence. Amid a tone oscillating between irony, analysis, and occasionally biting sarcasm, they interrogate the roots of Germany’s economic standstill and contemplate what kind of cultural shakeup or “Kulturkampf” is needed for another Wirtschaftswunder (economic miracle).
Rising Numbers & Causes:
Societal Impact and Reality Check:
Excellence vs. Subject Choice:
KI & Mittleres Management:
Is there economic cultural pessimism?
KI as Schumpeterian Disruption:
Education System Under Fire:
Party Analysis & Recent Congress:
Neoliberalism in Germany—A Myth?
Political Paralysis & Systemic Change:
"Du kannst fast alles Generalistische studieren. Du musst es nur mit einem fast heiligen Ernst betreiben."
(A, 03:00)
"Kapitalismus erlaubt die Überproduktion von nutzlosen Eliten…die dann den Kapitalismus bekämpfen, das Bürgertum bekämpfen und nach Gleichheit schreien."_
(B, 10:20, paraphrasing Schumpeter)
"Wenn du Geld verdienen willst, musst du der Beste sein, du musst es halt abliefern."
(A, 06:30)
"Ich glaube, dass mit handwerklichen Berufen du in den nächsten paar Jahren viel besser fahren wirst als mit anderen Berufen."
(B, 14:40)
"Die Angst frisst die Seele auf und die Angst führt zu Feigheit. Und diese Feigheit der Union war praktisch das ganze Wochenende über zu spüren."_
(A, 38:35)
"Das neue Link sein ist einfach dumm und neidisch sein."
(A, 42:41)
"Wir müssen natürlich…frühzeitig beginnen klarzumachen, dass in unserer Gesellschaft einige Regeln gelten…macht man das nicht, ist es wie mit der Kindererziehung…dann kriegst du das nicht mehr korrigiert."
(B, 51:10)
"Lasst uns das nicht kaputt machen, sondern lasst uns diese Pflanzen fördern, wässern, düngen, Rahmenbedingungen schaffen, Anreize schaffen, loben. Das muss man machen."_
(B, 46:42)
The conversation is tinged with irony, skepticism, and moments of dark humor, blending personal anecdotes, economic theory, and critical political analysis. The language is sharp, at times polemical, and assumes a high degree of familiarity with German politics and economic discourse.
The hosts paint a picture of a Germany teetering between the old economic order and disruptive technological and social shifts. They call for a re-centering on competitive, excellence-driven education, a robust open-market economy, and a braver, reform-minded political class. Ultimately, their optimism is measured, but they caution that without willingness to face reality—and with Germany’s parties stuck in self-preserving cycles—significant positive change remains elusive.
For more:
Read Daniel Stelter’s Substack and listen to his podcast, and check out WELT’s other podcasts (“Machtwechsel”, “Paul Ronsheimer”) for additional political analysis referenced in this episode.