Transcript
A (0:00)
Guten Morgen, guten Abend, guten Mittag, gute Nacht. Wir haben heute ein großartiges Programm und wir sind ja immer und immer wieder dabei, gegen den Trend des Doomigen positive Sachen zu finden. Und ich versuche jetzt mal ironisch in all unseren Themen das Positive zu sehen. Hallo lieber Daniel.
B (0:23)
Hallo lieber Ulf. Lass uns mal einsteigen. Spannende Themen.
C (0:26)
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
A (0:30)
Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
C (0:39)
Make Economy Great Again. Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschard.
A (0:53)
Wir sprechen über arbeitslose Akademiker. Ich glaube, positiv gesehen kann man sagen, dass alle technologischen, ökonomischen, gesellschaftlichen Disruptionen, die den Akademiker erreichen, dazu führen, dass auch die abgehobenen kulturellen Debatten mit mehr Sachverstand geführt werden. Ich glaube, das ist ein Reality Check. Der CDU Parteitag, den es am Wochenende gab, der war im Grunde genommen, so hat es Robin Alexander wunderbaren Podcast gemacht, geschrieben hätte ich auch fast Machtpoker gesagt, seitdem das mal im Fernsehen so gesagt wurde, kriegt das nicht mehr raus aus dem fantastischen Podcast mit Dagmar Machtwechsel gesagt. Die Entneoliberalisierung der Union und was das für eine Partei wie die FDP heißen kann. Merz ist in China und es kann ja nur gut sein. Und dann am allerschönsten das, was Berlin noch gefehlt hat. Wir haben chinesischen Kaffee in Berlin und der ist noch krasser als der von Lab. Ihr wisst ja, dass Daniel und ich eine Fernbeziehung führen und ich sehe ihn meistens so wie ihr auch über irgendeine, über ein Display. Ich rätsel, ob das Südbayerische ihn innerhalb von einer Fahrt durchs Voralpenland 10 Jahre jünger macht. Dann wenn ja, setze ich mich gleich ins Auto und fahr runter. Wir haben, und das war ein Impuls von Daniel in unserem Geheimnisumwitter Chat namens MEGA. Die Chat Mega Gruppe kam am Samstagabend, nee Samstagmorgen von Daniel Arbeitslosenquote unter Akademiker gestiegen. 1,9 Millionen Hochgebildete, wobei das echt frech ist, dass man Akademikern unterstellt, dass sie hochgebildet sind. Also ich kenne ganz schön viel Akademiker. Die sind low gebildet, um nicht zu sagen peinlich ungebildet. Die Zahl der Menschen mit hohem Bildungsabschluss in Deutschland steigt. Doch das führt nicht immer zu einem guten Gehalt. Zudem sind mehr Akademiker arbeitslos. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich das sagen kann, aber Daniel hat sich dann, glaube ich, hat er gesagt, naja, muss man halt Augen auf bei der Studienwahl. Ich will es mal so sagen, er hat es viel kesser formuliert, aber das will ich ja nicht. Briefgeheimnis gilt ja auch für Chats. Daniel hat natürlich Ökonomie studiert, wie wir alle merken und wo wir sehr dankbar sind. Und dann habe ich so ey Ulf, du bist ein Philosophiestudent, der Politik und Soziologie studiert hat, aber warum hast du es denn trotzdem irgendwie hinbekommen? Und dann habe ich mich das gefragt, weil alles, was Daniel sagt, das arbeitet an mir. Und dann habe ich gesagt, es ist eigentlich ganz einfach, weil ich glaube, du kannst fast alles Generalistische studieren. Du musst es nur mit einem fast heiligen Ernst betreiben, so wie der Dachdecker seine Lehrer mit dem Ernst und jeder Nagel muss sitzen, musst du akribisch studieren. Und das Zweite ist, dass ich mein Studium selbst verdient habe mit Arbeit. Und das heißt, ich konnte in die höchsten Höhen der philosophischen Abstraktion aufsteigen und wusste aber, wie es ist, wenn man ein junger Student ist, der von Zeitschrift zu Zeitschrift zieht, um dort seine Ware anzubieten und marktfähig zu sein. Insofern, man kann auch, das will ich nur als Disclaimer sagen, bevor wir jetzt über die Arbeitslosenakademiker Man kann, glaube ich, auch Philosophie, Politik und Soziologie studieren. Ich habe btw. Gemerkt, dass ganz schön viele Philosophen ziemlich gute Jobs haben. Vielleicht liegt es aber auch spezifisch an der Philosophie im Allgemeinen, was ja früher so eine Art Studium generale war. Aktuell ist es so, dass vor allem vor dem Hintergrund der KI Revolution schon jetzt die Effektivität in einigen Unternehmen dadurch gesteigert wird, dass das mittlere Management, was ja auch mit Akademikern besetzt ist, abgebaut wird, Dass man davon ausgeht, gibt es eine Studie, Ich bin sehr schlecht mit Namen klingt italienisch Citrini Research, ich weiß nicht, ob man sie so ausspricht. Jedenfalls gesagt hat, wir werden mit KI einen beispiellosen Produktionsgewinn haben, aber nicht beispiellosen Wohlstand, weil es gibt Massenentlassungen und es gibt einen Einbruch der Konsumausgaben dadurch. Warum? Weil diese Effizienz Einsparungen im Management die oberen 10 Prozent erwischen wird. Und diese oberen 10 Prozent sind für den Großteil der Volkswirtschaft in Amerika, zum Beispiel 70 Prozent des US BIP verantwortlich. Bevor ich Daniel gleich das Wort wirklich amüsiert hat, mich dann wieder und da kommt schon wieder so ein Riesenschlag guter Laune. Meine sozialistischen und kommunistischen Freunde von Surplus, das ist das Wirtschaftsmagazin von Jakobin, das sind die, die machen Werbung mit der Guillotine. Und da ist es dann irgend so ein Kon, der auch ab und an mal gegen uns stänkert. Ich vergesse den Namen immer wieder. Der sieht so aus wie alle Menschen auf Instagram und der redet aber so wie alle Menschen auf Instagram, die links sind und der sagt, das ist ein riesen Skandal und ein Skandal ersten Ranges, wenn Akademiker arbeitslos sind, weil die sind ja per se alle gut und da braucht es ein Konjunkturprogramm und so weiter. Und das ist so lustig, weil wenn man so einen Typen zuhört und auch zusieht, was wirklich niedlich ist und dann so jemanden wie Alex K. Immer wieder erlebt, der E. Ich nehme keinen von diesen Leuten, keinen einzigen. Also A, kommen die im IQ Test gar nicht bei uns unter, da haben wir eine krasse Selektion, aber jemanden, der so einen Quark erzählt, können wir alles gar nicht gebrauchen. Wenn du Geld verdienen willst, musst du der Beste sein, du musst es halt abliefern. Und Leute, die sich sozusagen selbst was auf ihre Ivy League oder was auch immer, ich glaube, der Typ war, glaube ich, eher nicht in der Ivy League oder eher Fachhochschule, was auch immer, Kurzum so, das ist etwas, das ist non fit und die beklagen sich jetzt. Ich habe drei Thesen dazu. Eins, ich glaube die Diskussion um die NGOs, es war genau vor einem Jahr, als Alexander Dobrindt federführend und Friedrich Merz die 551 Fragen an die NGOs stellen wollte und die Verflechtung zwischen NGOs, Staat und Parteien rausarbeiten, brach ein. Aber diese NGOs, diese unendlich vielen NGOs in der Berliner Republik war natürlich ein Ort, wo man solche Arbeitslosenakademiker unterbringen konnte, ein Bachelor in Genderwissenschaften, man muss es so klischiert sagen. Und da noch irgendwie eine interessantes Projekt zum Master an irgendeiner Kunsthochschule für politischen Aktivismus und so, das kommt an sein Ende, das ist aus investiert und der Staat selbst, da kann er nicht mehr richtig wachsen. Die zweite Sache ist, dass wir, wenn Unternehmen, und das weiß ich aus eigener Anschauung, kürzen müssen, dann guckst du dir ftes an und guckst dir an, nehme ich jetzt ein FTE raus, was drei normale FTEs bedeuten, ist derjenige, der so viel verdient, in der Lage, dass es drei FTEs wert ist. Und ich glaube, durch diese KI Revolution, aber auch sonstige slimmere Management Strukturen, ist es da auch so ein Faktor, dass jetzt auch Akademiker arbeitslos werden, zunehmend mehr. Und das Dritte ist bei den jungen Akademikern, das erlebe ich in allen Debatten, unsere Hörer sind geil und wir haben die besten Akademiker und die sind ja auch die meisten vollbeschäftigt, Das Ausmaß an akademischen Unsinn, der in den Communities, Social Media und den Kommentarspalten unter linksliberalen und linken Medien an klugscheißerischem Unsinn verzapft wird, der ist wirklich beispiellos und ich mache mir da wirklich Sorgen um die Generation, weil das wird alles nicht halten. Daniel, habe ich dich richtig, zumindest halbwegs richtig zitiert mit einer süffisanten Bemerkung des Ökonomen an der Philosophie.
