
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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So, guten Tag, guten Morgen, guten Abend, gute Nacht, wo auch immer ihr uns jetzt gerade hört. Ganz liebe Grüße gehen raus an Lukas und seinen wunderbaren Vater, die ich gestern Abend im sogenannten Borchardt zufällig getroffen hab. Begeisterte Zuhörer von Make Economy Great Again. Und für diese Leute machen wir das. Die haben noch mal erzählt, was sie da gerade alles vor der Brust haben, wie sie sagen, wir müssen uns von der Politik unabhängig machen, weil wir können darauf nicht mehr setzen. Wir erwarten eigentlich nur noch in Ruhe gelassen zu werden. Zweite und dritte Generation habe ich kennengelernt und das ist immer so schön von euch zu hören, wie viel euch das bedeutet. Das spornt Daniel und mich ab.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again. Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Ulf Poschard.
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Wir hatten eine bemerkenswerte Woche hinter uns, eine Art Leistungsschau dessen, was Deutschland kann oder vielmehr auch nicht kann. Wir hatten einen Koalitionsausschuss, wo Merz mit Mao von einem großen Sprung geredet hat. Wir gucken uns dieses Reformpaket mal genauer an und gucken mal an, was daran interessant ist und was eigentlich eine Horrornachricht ist. Es gibt eine interessante McKinsey Studie, die deutlich macht, dass die Nettoinvestitionen in Deutschland seit 2019 von rund 2 Prozent des BIP auf nur noch 0,2 im Jahr 2024 gefallen sind. Wir gucken uns die neuesten Zahlen zur Deindustrialisierung. Ich glaube, die VW Zahlen haben alle Leute aufgerüttelt. Und als ob das nicht genug wäre, hatten wir dann noch ein WM aus, das auf eine Art und Weise blamabel war, dass ich meinen Söhnen eigentlich nicht erklären kann, warum man stolz auf Deutschland sein soll, wenn es um Sport geht. Und dann, wir werden Daniel und ich besprechen das noch eine Idee von euch aufgreifen, die kam von einem Hörer, nämlich dass wir so ernste Themen haben, ob wir immer einen Lichtblick, einen Lichtblick pro Podcast machen. Und da haben wir jetzt mal sozusagen Ästhetik des Vorscheins mäßig einen Lichtblick in Augenschein genommen. Das ist die Rettung der Kernkraftwerke. Da gab es jetzt einen entsprechenden Vorstoß. Lieber Daniel. Hallo. Und wie hast du denn den Koalitionsausschuss und den großen Sprung, den Merz da gesehen hat, wahrgenommen.
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Ich war nicht dabei. Und bei großem Sprung wird einem natürlich Angst und Bange. Aber so ein großer Sprung ist es ja dann doch nicht geworden. So schlimm wie in China, aber auch nicht so gut wie erhofft. Was rausgekommen ist, ist, glaube ich, das Programm lasst uns die Koalition retten. So ist das Programm zu verstehen. Es ist nicht das Programm, welches in irgendeiner Art und Weise den Unternehmern, denen, die unternehmerisch tätig sein wollen, in Deutschland hilft, das zu sein. Du hast die McKinsey Studie schon erwähnt. Ich glaube, an der sollten wir uns ein bisschen orientieren, wenn wir vergleichen zwischen dem, wo wir stehen und dem, was getan werden müsste und dem, was die Bundesregierung jetzt vorschlägt. Und das ist sicherlich in weiten Teilen einfach völlig unzureichend, leider. Ich meine, du kannst sagen, positiv, Sie haben sich daraus geeinigt, Sie haben sich nicht zerstritten. Auf der anderen Seite, die Frage ist, weißt du, was sie da gemacht haben? Berühmte Ökonomen, die ihren Namen nicht mehr nennen, sagen, ja, ist alles so einseitig, geht alles zu Lasten der Ärmsten. Ich muss jetzt, Ich glaube, das Ganze ist unausgewogen, weil es eigentlich immer zu Lasten der Bürger geht und nie zu Lasten der Politik, die auch mal selber sparen könnte, man sie zurücknehmen könnte. Stattdessen wird immer mehr Geld beim Staat bleiben. Und die Politik hat dem Programm, was sie beschlossen haben, immer wieder aufgezeigt, dass sie eigentlich ihre Rolle sehen, immer mehr eingreifen, statt anzuerkennen, dass ihre Eingriffe eher schädlich sind.
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Ich finde es interessante, dass gewissermaßen, du hast das ja angedeutet, die Referenz für eine Selbstbeschreibung als großer Sprung im Grunde genommen nur aus dem Kontinuum des bundesrepublikanischen Status quo gedacht wird. Also man benchmarkt sich ja gar nicht mehr. Ich habe gestern die argentinische Botschafterin kennengelernt, die neue, und die hat noch mal so erzählt, was Milei da in den vergangenen Jahren alles gemacht hat. Also gewissermaßen, es gibt ja auch globale Benchmarks, wo man sagen kann, ich höre im Augenblick wahnsinnig viel Griechenland Mitsotakis, der es geschafft hat, die Dinge zu drehen. Kurzum, der große Sprung ist nur ein großer Sprung, wenn man so Tut, als wären 16 Jahre Merkel und dreieinhalb Jahre Ampel gewissermaßen das Eichmaß dessen, gegen das man antreten muss. Und es war, wie wir hier oft genug im Podcast reflektiert haben, eine Zeit, in der keine wie auch immer geartete Strukturreform angegangen ist. Für mich der größte Pain Point, zu dem komme ich gleich. Das ist natürlich am Ende wieder gegen Leute wie Daniel und mich geht. Es gibt einen superreichen Steuersatz auf sehr hohe Einkommen. Also für die Mitte wird es Entlastungen geben, wobei das Volumen der Entlastungen, es ist lächerlich. Also das ist so klein, es ist überhaupt keine Kehrtwende, sondern es ist nur aus dem Status Quo Gedanken eine Mini Korrektur. Das ist eigentlich lächerlich. Der Spitzensteuersatz greift später, ich glaube, es sind 400 Euro später, wenn man sieht, wie die Inflation ist. Also sagen wir mal so, durch die Benzinpreise ist dieses später schon längst abgefrühstückt und es werden noch mehr Leute, wenn sie dann einigermaßen OK verdienen mit dem, was sie machen, in den Spitzensteuersatz rein. Kurzum, das ist einfach eine Mogelpackung, die nur deshalb möglich ist, weil weite Teile des Medien Trosses der journalistinnen, die darüber schreiben, sich über jeden Pipi Kram freuen, sich gar nicht so sehr dafür interessieren, was das eigentlich heißt. Diese Entlastung soll roundabout 10 Milliarden sein, davon ist aber, glaube ich, 8 Milliarden sowieso schon wegen irgendeinem anderen Faktor verplant. Also das sind Nuancen. Allerdings ist der Reichensteuersatz für sehr hohe Einkommen, wie Sie es nennen, ab dann mit dem Soli, dann ist man für diese Menschen bei einem Steuersatz von über 50 Prozent. Das muss man einfach nur mal sagen. Und wie immer in den bundesrepublikanischen Diskussionen ist ja die soziale Gerechtigkeit auch das Kalb, um das die Union tanzt. Und diese soziale Gerechtigkeit führt eben dazu, dass wir weiter nicht wachsen können, weil jeder KI Ingenieur, jeder, der einigermaßen, also die Junior vielleicht nicht, die frisch von der Uni kommen, obwohl es gibt auch Leute, die direkt von der Uni kommen und schon mal sechsstellig einsteigen, die dann irgendwo was können, dann satt sexstellig sind. Kurzum alle die, die wir bräuchten, um sprechfähig zu sein, auch die Philosophen, die jetzt bei Claude und anderen KI Firmen angestellt werden, liegen da drüber. Wir sind nicht attraktiv für die, die wir am dringendsten brauchen, sondern wir machen den bundesrepublikanischen egalitären Kram einfach so weiter und kapieren gar nicht, dass die Allokation von den Top Talenten ganz, ganz stark damit zusammenhängt, wie deren Belastung über Steuern und Sozialabgaben ist. Jetzt will ich trotzdem noch zwei, drei Punkte sagen. Also Arbeitsmarkt, mehr Flexibilität für Unternehmen, das ist schon mal Da sind ein paar sachgrundlose Befristungen werden von 24 auf 48 Monate ausgeweitet. Das ist auf jeden Fall eine ganz gute Sache. Es gibt leider einen Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung, Unterstützung für die Sozialsysteme, das hat man der SPD zugesprochen. In der Wirtschaft sollen die Berichtspflichten deutlich reduziert werden. Das hat ja auch Cem Özdemir in seinem Koalitionsvertrag mit der CDU festgehalten. Und beim Lieferkettengesetz und Datenschutz soll künftig nur noch das europäische Mindestmaß gelten. Der Deutschlandfonds soll ausgebaut werden und sich stärker an Unternehmen beteiligen. Und dann gibt es eine Absage an die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Und ja, also es ist eine gemischte Packung. Für mich ist diese wieder eigentlich linke sozialdemokratische Steuerpolitik einfach der Schlag ins Gesicht, weil er so sehr an den Bedürfnissen einer Volkswirtschaft vorbeigeht, die wachsen muss. Und so leid es mir tut auch der Dachdecker und die Krankenschwester, wir lieben sie alle. Und die armen, armen Polizisten, die die Demokratie verteidigen müssen am Wochenende in Erfurt beim AfD Parteita vor den verrückt gewordenen Antifa Linken, die verdienen nicht viel und es ist toll, dass sie irgendwo ein bisschen entlastet werden. Ich finde, es geht gar nicht weit genug. Aber wir brauchen, um zu wachsen, einfach global die besten Wir müssen gute Leute aus Japan, Amerika, China, Italien, Spanien, Skandinavien abwerben können für Top Positionen. Und es wird mit diesem Steuersatz einfach sind wir kein attraktives Angebot. Und dass man diesen Zusammenhang aus diesen gerechtigkeitsreligiösen Gründen nicht anerkennen kann, ist einfach deprimierend. Über allem steht und ich habe heute Morgen den wie immer tollen Podcast von Robin und Dagmar gehört, die das, glaube ich, sehr viel positiver sehen. Warum? Weil sie in der Logik der Berliner Republik alles abgleichen. Ist es besser als Villa Borsig? Ist es irgendwie okay mit der Bertelsmann Rede und so weiter? Ist Bärbel Bas jetzt doch vernünftig geworden. Aber wenn du dir die wirtschaftlichen Zahlen, zu denen Daniel gleich noch mal was sagen würde, mit den McKinsey Zahlen und auch das, was wir von VW gehört haben und so weiter. Für mich steht über allem too little, too late. Also gut ist, die scheinen zumindest irgendwie handlungsfähig zu sein. Gut ist, dass etwas passiert und nicht nichts oder sogar, dass es richtig viel schlechter wird. Aber angesichts der Dimension, wo wir eigentlich hinspringen müssten, um die Metaphorik des großen Sprungs Das ist ein Pipi Sprung, das reicht nicht. Wenn wir ein Perspektivwachstum von 2, 3 Prozent anstreben müssen, dann müssen wir strukturell angehen. Dann müssen wir einfach sagen, wir müssen ganz anders im Staat sparen. Wir brauchen einen Umbau, wir brauchen einen Abbau der Fiskalbürokratie. Ich habe gehört, es soll sogar eine Idee kommen, dass man künftig auf Steuererklärungen verzichten kann unter gewissen Umständen. Das war mal ein Befreiungsschlag, aber nicht für so Leute wie uns, die dann einfach im reichen Balkon noch mehr ausgebeutet werden, sondern man müsste eigentlich sagen, Wir brauchen eine Flattex 35 Max und das definiert, was sich der Staat leisten kann. Also wir bräuchten ein radikal vereinfachtes Steuersystem, Flattex 35 Max und dann eine knallharte Schuldenbremse und zu Das ist das Geld, mehr gibt es nicht und kriegt es einfach hin, So wie man das bei jeder Restrukturierung beim Unternehmen machen müsste. Und wer weiß das besser als der langjährige BCG Chef, der wahrscheinlich hunderte oder tausend, Ich weiß gar nicht, Daniel, wie viel Unternehmen du restrukturieren durftest, musstest, wo eigentlich das Kostenmanagement in jedem Transformationsprozess ein entscheidender Teil ist.
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Okay, das hast du ja viel gesagt, Ulf Also bei Steuern habe ich jetzt gar nicht so groß aufgehängt, weil du natürlich vollkommen recht hast. Es ist völlig unattraktiv für qualifizierte Zuwanderung. Bei Steuern habe ich eigentlich den Gedanken, dass ich Naja, wir haben eigentlich eine ganz andere Problematik, die nämlich kommt. Wir haben die Problematik auch mit künstlicher Intelligenz, die ja nach einiger Einschätzung dazu führen wird, dass es quasi zugunsten von Kapital geht und zu Lasten von Arbeit. Deshalb müsste gerade Arbeit noch mehr entlastet werden, überproportional, um attraktiver zu bleiben. Also beim Hintergrund, Arbeit generell zu belasten, ist Ein Fehler und die Entlastung ist ja auch ein Witz. Ich meine, es gibt ja die Studien, die vorrechnen, dass ja für die unteren Einkommensschichten die paar Euro, die jetzt rauskommen, die werden ja auch aufgefressen durch die steigenden Sozialausgaben. Und ich finde eigentlich das Schlimmere ist für wirklich der Sozialstaat gerade dieser Ebene. Und gerade heute Morgen kamen nochmal neue Zahlen vom IFO Institut. Die haben ausgerechnet, dass 1992 das Sozialbudget Deutschlands preisbereinigt, also nach Inflation, um ungefähr 60 Prozent gestiegen ist und zwar auf 31 Prozent der Wirtschaftsleistung. 1992 standen wir noch bei 26 Prozent. Und klar, da liegt natürlich die Alterung im Hintergrund. Also 80 Prozent des Anstiegs hängen damit zusammen. Alter und Krankheit. Also wir werden älter und wir haben höhere Gesundheitskosten. Und damit sind wir eigentlich bei den Reformen, die gemacht werden müssten. Wir bräuchten eine Rentenreform, wir brauchen eine Gesundheitsreform. Und jetzt haben wir heute gehört, dass quasi diese Reformen umgesetzt werden sollen. Also zum einen die Rentenreform, so wie die Kommission sie vorgeschlagen hat, Klammer auf, jetzt werden wir mal rausschauen, ob das den parlamentarischen Prozess, wie es so schön heißt, darüber steht. Und wir haben die Gesundheitsreform, Gesundheitsreform, weißt du, als sie zum ersten kam, habe ich gesagt, als die ersten Vorschläge waren der Kommission, habe ich damals gesagt, okay, das ist ein guter Schritt. Wir sprachen von ungefähr 40 Milliarden Euro, habe aber gemeint, das ist quasi die Notbremse und wir brauchen richtige Reformen. Die richtigen Reformen sollen ja noch kommen. Ob die kommen, steht in den Sternen. Was wirklich bitter gewesen ist oder bitter ist, ist, dass von diesen ursprünglich 40 Milliarden, wir glaube ich jetzt auf 18 runter sind und vor allem eben der Staat sich einen schlanken Fuß macht. Die Bürgergeldempfänger werden immer noch in der gesetzlichen Krankenversicherung mit Versicherten bezahlt, nicht von allen anderen, also hochungerechte Sache. Der Staat hat sogar noch die Zahlung reduz in die Kassen rein leistet. Gleichzeitig hat man nachgegeben, einigen Interessensgruppen, auch die Pharmaindustrie, da kommen wir hinterher noch drauf. Das Ganze ist das Ergebnis, dass im Prinzip am Ende letztlich die Abgaben gestiegen sind und diese Abgabensteigerung gerade wenn du oberhalb der Beitragsmessungsgrenze liegst, die erhöht wurde, führt einfach dazu, dass ein Vielfaches dessen, was jetzt an Steuersenkung dir in Anführungsstrichen vom Staat geschenkt wird. Ich glaube, wir haben gelesen, glaube ich, entspricht die Steuersenkung, sprich glaube ich, 26 pro Jahr pro Bürger ungefähr. So was ist natürlich ein Witz. Das heißt, der richtige wichtige Hebel läge im Sozialsystem, vor allem im Gesundheitssystem, da passiert es nicht. Rentenversicherung haben wir diskutiert. Im Prinzip gibt es auch da keine Entlastung des Faktors Arbeit. Das heiß Was diese ganzen Sozialthemen und Staatsfinanzierungsthemen betrifft, ist der Koalitionsausschuss eine große Enttäuschung. Sie haben nicht im massiven Umfang Subvention gekürzt, was sie hätten tun können. Ich habe immer wieder gesagt, Subvention auf das Niveau 2015 relativ zum BIP würde mindestens 60 Milliarden bringen. Sie haben nicht die Sozialabgaben gebremst. Du weißt, Andrea Nahles von der Bundesagentur für Arbeit vermeldet auch rote Zahlen. Das heißt, da steht die nächste Abgabenerhöhung im Raum. Die gesetzlichen Krankenversicherungen sagen jetzt schon nach dem Motto, die Maßnahmen werden wahrscheinlich reichen, wir müssen die Abgaben erhöhen. Das heißt, wir werden unter Umständen bereits schon im nächsten Frühjahr feststellen, dass diese ganze Senkung überhaupt keine Senkung war, weil netto wir immer mehr Geld an den Staat geben müssen, der sich offensichtlich nicht unter Kontrolle hat. Wie ein Trinker an der Bar muss man immer den nächsten Trick nehmen und kann nicht anerkennen, dass man unter Umständen mal ausnüchtern sollte. Unser Staat muss ausnüchtern. Da bin ich mit der anderen Meinung. Jetzt gehen wir nochmal einen Schritt zurück, weil ich gemeint habe, naja, diese Steuerreform ist dieses große Thema. Weißt du warum? Weil das bereits in der Anmoderation gesagt Wir wissen ja schon lange, dass Deutschland ein wirtschaftliches Problem hat. Wir wissen, dass wir seit sieben Jahren stagnieren. Wir wissen, seit wir immer weniger Investitionen haben. Es gab schon früher Studien, die gezeigt haben, dass die Nettoinvestitionen Deutschlands bereits unter das Niveau Großbritanniens gefallen sind, dass wir im Prinzip die Substanz verbrauchen. Wir wussten das alles. Die jung gut qualifizierten Menschen stimmen mit den Füßen ab, die wandern aus. Die Unternehmen stimmen mit Investitionsentscheidungen ab. Sie investieren nicht in Deutschland, sie investieren im Ausland. Und da kommt eben diese Studie rein von meinen Ex Mitbewerbern von McKinsey, die eigentlich sehr schön gezeigt haben, wie es in Deutschland steht. Das ist bereits erwähnt. Als erstaunliche finde ich nicht, dass wir im Prinzip bei 0 liegen. Also das offizielle Bild von McKinsey sagt nämlich 0 und nicht 0,2 Netto Investitionen. Was sind Netto Investitionen? Nettoinvestitionen sind im Prinzip die Bruttoinvestitionen, die stattfinden abzüglich dem Verschleiß der bereits bestehenden, also der Abschreibung. Und da liegen wir bei Null. Ganz im Hintergrund. Null Prozent vom Bruttoinlandsprodukt für Investitionen für die Zukunft. Andere Länder liegen deutlich höher. Japan Ein Prozent, Frankreich zwei Prozent. Man denke mal Frankreich zwei ProzENT, obwohl Frankreich, wie wir wissen, hohe Schuldenprobleme hat. Südkorea 4 Prozent, die Briten bei 4 Prozent, die EU im Schnitt bei 2 Prozent.
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Post Brexit Briten, man muss es sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.
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Genau Indien 14 Prozent. Was nicht überraschen kann, wird nachgeholt. Die USA aber auch bei 4 Prozent. Das ist also ein Wert, den man wirklich erwarten kann für normale westliche Wirtschaften. Und China, gut, China ist völlig natürlich aus dem Rahmen mit 23 Prozent. Das ist aber natürlich auch ein Problem, dass dort in China auch zu viel investiert wird. So viel muss es nicht sein. Lassen wir mal die Zahlen Li, das heißt, Bürger stürmen mit den Füßen ab und wandern aus die Unternehmen. Wir investieren nicht mehr hier, wir investieren woanders. Und dann hat McKinsey, das finde ich wirklich interessant, als neues Mal sich einfach mal angeschaut, woran liegt das denn eigentlich? Und ich sage es mal simpel, die haben sich einfach angeschaut, was sind denn sozusagen die Lebenszeitkosten einer Investition? Also ich investiere ja nach dem Motto, ich kaufe eine neue Anlage und dann muss ich die Anlage betreiben. Für den Betrieb der Anlage brauche ich Mitarbeiter, ich brauche Energie, andere Dinge. Und am Ende quasi nach ein paar Jahren ist die Anlage aufgebraucht. Die große Frage was hat mich quasi der Kauf, der Betrieb der Anlage bis zum Ende alles gekostet? Dann haben sie es verglichen international und haben festgestellt, dass Europa, aber vor allem Deutschland faktisch immer das teuerste ist. Die Kosten bei uns liegen zwischen 50 und 300 Prozent höher. Als in anderen Ländern. Du hast angesprochen das Thema, dass wir Auswanderung haben. Also ein junger Mensch, der seine Ausbildung abgeschlossen hat, ist ja wie ein Einzelunternehmer. Der steht da und sagt, okay, jetzt beginne ich meine. Also eigentlich schon bei der Wahl der Ausbildung. Nehmen wir mal an, du hast die Ausbildung abgeschlossen. Dann sagst du im Prinzip, okay, was ist mein NPV, Was ist sozusagen mein Net Present Value zukünftig günstige Einnahmen, Was kann ich selber erwirtschaften? Wie kann ich leben? Das hat was damit zu tun, wie viel Geld verdiene ich brutto, wie viel Geld verdiene ich netto? Und was sind solche Lebenshaltungskosten im Land? Und dann überlegt man sich, wo maximiere ich meinen persönlichen Wert? Kann man natürlich Ich bin in Deutschland, ich möchte nicht weggehen, ich habe emotionale Bindungen, da kann man sogar noch na gut, ich gebe Deutschland noch ein bisschen Credit bis zu einem bestimmten Punkt, aber ab einem bestimmten Wert sagst du einfach, es ist einfach so teuer, sich Luxus leisten zu können, in Deutschland zu leben, um Renten und Sozialabgaben zu bezahlen und Steuern zu bezahlen für irgendwelchen Quatsch. In anderen Ländern habe ich mehr von mir. Das ist quasi die unternehmerische Investitionsentscheidung eines Individuums. Und immer mehr Deutsche, junge Deutsche, die rechnen können, rechnen ja so und kommen zum Schluss hier nicht mehr. Die gleiche Rechnung gilt natürlich für Unternehmer, die Ich baue diese Anlage, ich muss so viel ausgeben, ich habe so viel Kosten, so viel Ertrag, am Ende kommt weniger bei raus. Und wenn natürlich hier das bis zu dreifache dessen zahlen mussten als an anderen Standorten, dann rechnet es sich nicht mehr. Woran liegt das denn, dass wir teuer sind? Und das fand ich ganz witzig. Der Wirtschaftsminister von Baden Württemberg, übrigens ein Ex Kollege von mir, hat gestern Deutschland hat ein Problem, wir investieren nicht, hat diese erste Chart aus der McKinsey Studie mit den 0 Prozent getwittert. Genau, Daniel Ballers hat es getwittert gemeint. Auf jeden Fall hat er eigentlich Ahnung von Wirtschaft. Das ist das Problem, Daran müssen wir arbeiten. Da würde ich recht. Hat er. Aber ich habe mich gefragt, warum er nur das eine Bild getwitter, das andere Bild, nämlich das erstreckende Bild, weil es Hauptursache ist. Du kennst das Thema und liebe Hörer, erkennt das Thema auch, aber muss es nochmal sich vor Augen halten. Hat zu tun mit Energiekosten, also Energiekosten in Deutschland, Industrieelektrizitätspreise im dollar pro Megawattstunde 2024 inklusive Netzkosten, Steuern und ohne irgendwelche Subventionen. In Deutschland lagen die bei 190 Dollar pro Megawattstunde, in der EU im Durchschnitt bei 145, in Spanien bei 115, in Norwegen, wir erinnern Norwegen schätzt sich glücklich, nämlich einen großen Anteil von Wasserkraft zu haben. Norwegen ist bedingt unser Wettbewerber, aber auch in bestimmten Industrien auch wie schaut es woanders aus? Ja, in USA deutlich billiger, außer Kalifornien, witzigerweise die einzige Region der Welt, die versucht die deutsche Energiewende ähnlich umzusetzen, hat selben hohe Energiekosten und dann hast du aber deutlich tiefere Kosten im Schnitt der USA von 80 nochmal zur Wir liegen bei 190 und in China hast du im Durchschnitt 90, wir liegen bei 190. Das heißt, du hast alleine hier schon einen massiven Kostennachteil und dieser massive Kostennachteil führt natürlich dazu, dass Sie bestimmte Investitionen nicht lohnen. Und dann geht es weiter, Dann haben Sie im Prinzip natürlich weitere Kostennachteile, nämlich zum Beispiel die Bauzeit. Die Bauzeit in Deutschland ist viel länger, so dauert es im Schnitt 200 Tage bis zur Genehmigung einer Fabrik, habe ich übrigens überrascht. Ich erkenne, das dauert da viel länger. In den USA dauert es 60 Tage, in China 40, in Indien 30 Tage. Das heißt, da hat man sofort einen Nachteil, weil du gewinnst Kapital, du hast ein Grundstück schon gekauft, du hast Zinskosten, es dauert einfach. Das heißt, wir haben hier schon grundlegende Probleme bezüglich der Investition, einfach weil man auf die Art und Weise nicht wettbewerbsfähig ist. Und dann haben sie eben einige Beispiele durchgerechnet, wo sie gesagt Wo sind wir denn im Nachteil? Sie haben also geschaut, was wäre der Kostennachteil bei Halbleiter? Bei Halbleiter wären wir im Prinzip die teuersten, Klammer auf, Deshalb wird auch immer über das Investio gesprochen. Hier liegen wir ungefähr 40 bis 50 50 Prozent über Taiwan. Bei Polyethylen liegen wir ungefähr doppelt so teuer wie Saudi Arabien. Bei Stahl liegen wir ungefähr 50 Prozent über die Oman, Aber es gibt auch andere Länder, die deutlich günstiger sind als wir bei Stahl. Bei anderen Verfahren, also welches Verfahren du auch anschaust, es ist China, Indien, Oman, diese Stationen sind günstiger. Ich würde persönlich auch sagen, auch Standorte in Schweden sind vermutlich auch günstiger. Bei Energie haben wir gerade darüber gesprochen. McKinsey sagt, das industrielle Herzland Europas, also vor allem Deutschland, das Ruhrgebiet und so weiter, hat strukturell so hohe Energiepreise, dass das nachhaltig die Industrien belastet. Du kannst es durchgehen, auch in Pharmaproduktion. Hier sind Lohnkosten der Hauptunterschied gegenüber China beispielsweise. Wir haben nur eine geringfügige höhere Produktivität in Deutschland als in China, aber deutlich höhere Lohnkosten. Ergebnis ist, es lohnt sich weniger in Deutschland zu machen. Du kannst es dir einfach so durchrechnen. Wir haben generell zu viele Hebel. Wir haben zu hohe Baukosten, weil die Bauzeit ist zu lang. Wir haben zu hohe Arbeitskosten, weil die Produktivität nicht mehr so gewachsen ist, um die Löhne zu rechtfertigen. Und die Lohnnebenkosten hauen natürlich genau hier rein. Darum hat der Staat, hätte die Regierung hier handeln müssen und sie versagt hier. Die Energie und Gaspreise hauen natürlich massiv rein. Materialkosten spielt noch eine Rolle, Geschwindigkeit spielt eine Rolle. Und der Kinsey sagt natürlich, wir können schon was machen. Wir könnten natürlich hingehen und könnten, wir sollten bestimmte Maßnahmen, bestimmte Reformen machen, Aber ich glaube, diese Lücke, die ist einfach massiv. Und wenn du jetzt daran spiegelst, die Maßnahmen der Regierung, da muss man nur sagen, es ist einfach zu wenig. Es ist viel zu wenig. Wir haben kein ich. Hast du was gelesen zum Thema Industriestrom? Ich hab gelesen, naja, das Verteilnetze soll besser werden, der Ausbau soll besser werden, es soll eine Anschlussgarantie geben für Industrieunternehmen. Wir wollen einen Deutschlandfonds gestalten. Höheres Ungewiss, um Rohstoffe zu besichern, zu beschaffen und Energieinfrastruktur. Das ist alles irgendwie sehr abstrakt und vor allem führt es nicht zu einer unmittelbaren Senkung der Energiekosten. Arbeitskosten, Produktivität haben wir gerade besprochen. Soziale Abgaben gehen weiter hoch, erhöht die Arbeitskosten. Die Einkommensteuerreform ist nicht dazu geeignet, dass Menschen großes Interesse haben, mehr zu arbeiten. Selbst die, die jetzt entlastet werden. So eine homöopathische Entlastung, Klammer auf. Und wie vorhin schon gesagt, wird sie den Sozialkostenanstieg aufgegriffen. Das heißt, das bringt alles überhaupt nichts, was vielleicht positiv zu sehen ist, um was Positives zu Ich glaube die Möglichkeit, dass man eben oberhalb bestimmter Einkommensgrenze eben leichter kündigen kann. Das Thema Cost of Failure, das ist sicherlich ein guter Punkt. Das ist gut für den Standort, aber sicherlich nicht das, was das Spiel ändert. Die Genehmigungszeiten, okay, nach dem Motto Genehmigungs Fiktion, Bürokratie, da sage ich, jetzt warte ich mal ab, wie das umgesetzt wird. Es ist zumindest mal erwähnt. Das finde ich schon mal nicht schlecht, dass sowas überhaupt erwähnt wird. Und wie gesagt, Material und Rohstoffkosten, wüsste ich nicht, wie wir daran ändern wollen. Vor allem dann nicht, solange wir eben tabuisieren. Du weißt, wir haben Lithiumvorkommen, du weißt, wir haben Gasvorkommen, die fördern wir nicht. Wir können alles fortsetzen. Und generell, was da noch ist und was ein bisschen durchklingt in dem Programm der Regierung, ist ja immer noch diese Vorstellung, man könne Industriepolitik betreiben. Also nach dem Wir wollen jetzt hier bestimmte Industrien fördern, wir machen jetzt so einen Freiraum für autonomes Fahren. Klammer auf, VW hat gerade jetzt Kooperation mit Bosch zum Thema autonomes Fahren eingestellt. Also ganz ehrlich, für ein Land, welches jeden Monat Industriearbeitsplätze verliert, ist es herzlich wenig. Und für ein Land, wo das Vorzeigeunternehmen VW ankündigt, Arbeitsplätze abzubauen, vier Werke zu schließen. Ich habe schon mal irgendwo gelesen, ist die untere Zahl, finde ich sozusagen, ist die Regierung ausgesprochen entspannt mit ihren Maßnahmen und was sie hier gemacht hat, ist nicht alles falsch. Aber weißt du, das sind so Korrekturen, die hättest du machen können 2018, 2019 im Sinne von wir steuern mal ein bisschen gegen. Das ist alles viel zu wenig und deshalb schade, weil es können zwar die anderen Politiker happy sein, die Regierung hält, aber es ist nicht das Programm, was irgendetwas an der Krise des Standes Deutschlands ändert.
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Ja, also wie gesagt, ich sehe das genauso. Too little too late. Ich glaube nicht weit genug gesprungen im großen Sprung. Ich komme gleich mit der naheliegendsten Metapher, Metaphorik, diese McKinsey Studie. Und ich freue mich, dass du als BCGler so fair und genau mit der ehemaligen Konkurrenz umgehst. Die Bürokratiekosten werden in dieser Studie, wenn ich es richtig gelesen habe, mit 146
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Milliarden, das ist eine Zahl vom IFO Institut. Genau. 146 Milliarden könnten wir sparen.
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6 Milliarden benannt pro Jahr. Pro Jahr, genau. Pro Jahr. Und wenn es immer wieder heiß ja, Reformen kosten oder so. Warum? Ich meine, das ist ein so riesiger Betrag. Wieso sagt man nicht einfach und das wäre das richtige Signal? Dann biege ich gleich mal kurz zur WM Niederlage ein. Warum nicht einfach zu Wir holen uns in fünf Schritten diese 146 Milliarden jedes Jahr einen entschiedenen Schritt. Wir machen das, wir ziehen es durch. Und wir haben darüber hinaus noch mal entdeckt, wie wir den Staat dort dort, dort abbauen können. Sind nochmal 100 Milliarden. Also einfach so. Ich habe zuletzt einen wunderbaren Artikel, ich glaube, es war eine Newsweek angesichts der WM Niederlage. Die haben einfach so ganz rührend geschrieben, Ja, das ist so schade. Wir lieben die Deutschen eigentlich, wenn sie erfolgreich sind. Und jetzt guckt man sich das an und das ist entsetzlich. Es ist ein berühmter Handballtrainer und Geschäftsführer der Füchse Berlin, der, wie ich finde, das auf den Punkt gebracht hat. Die Nationalmannschaft anno 2026 ist ein Spiegelbild. Unserer Gesellschaft. Sie ist satt, träge und selbstgerecht. Wir haben den Fokus und unseren Kompass verloren. Den Sinn für die wichtigen Dinge weniger leisten, mehr bekommen ist die Maxime. 70 Prozent ist das neue 100. Fest in der Komfortzone. Das haben wir in den letzten Tagen leidvoll mitansehen müssen, gewinnt man keine großen Spiele, geschweige den Titel. Harte Arbeit, Fokussierung und ja, auch Entbehrungen gehören zu den Opfern, die man bringen muss, wenn Außergewöhnliches entstehen soll. Ich bin dem Bob Hanning sehr dankbar für diese Worte, weil wenn man die LinkedIn reden, der Teile der Fußballer und Trainer und des DFB gehört hat, dann hat einen das so beklemmt, weil man kann ja versagen. Man kann ja auch richtig mal ein Scheiß Turnier spielen, man kann Elfmeter verschießen, aber danach sich sozusagen so hinzustellen und ungerührt denselben Kram weiterzuerzählen, ich glaube, das killt die Leute und es nimmt einem auch die Zuversicht, dass man das Gefühl hat. Ich glaube, die haben es immer noch nicht verstanden. Die Idee des Kapitalismus ist Im Zentrum steht der Wettbewerb. Die Idee von Fortschritt und Innovation lebt davon, dass die Verbesserung der Produktionsverhältnisse, der Produkte, das, was die Konsumenten wollen, dass das kontinuierlich in einem Wettbewerb, in einem globalen, idealerweise für uns Liberale, ohne Protektionismus, ohne Zölle, also das ist eigentlich Kapitalismus, ist jeden Tag olympisches Spiel, ist jeden Tag Wettbewerb, ist jeden Tag K. O. Phase, ist all das. Und ich finde durch den Tweet des Bundeskanzlers, der 1. Wieder 2. Wir sind stolz auf euch. Ne, sind wir nicht. Wir sind stolz. Wenn ihr Weltmeister werdet, schon Vizeweltmeister, bist du eigentlich erster Verlierer. Und dann auch noch mal so, das macht dann das Elend komplett. Als dann realisiert wurde, dass man es echt verbockt hat, der Kanzler und seine Umgebung. Ja, ne, das war jemand aus dem Social Media Team. Dann hängt man als Bundeskanzler, ich weiß nicht, irgendeinen Referenten, der da mit A 15 sitzt, dann hängt man den dran, um zu sagen, ich war es nicht, aber du warst es, weil du hast es als Kanzler in so einer historischen Niederlagensituation einfach wie auch immer eure Entscheidungsstrukturen aussetzen, um die Zeit bei so einem wichtigen Tweet, den sich jeder Deutschlands so zu beo. Und dann haben wir eben eine Situation, in der das politische Handwerk überhaupt nicht auf der Höhe der Zeit ist, auch überhaupt kein Gefühl hat für das, was in dem Land los ist, sondern im Grunde genommen, wie auch mit dem das großer Sprung zu nennen, einfach die Leute für blöd zu verkaufen. Ich meine, man muss sagen, wir reden hier zu einer radikalen Minderheit von wirtschaftlich Informierten, begabten, Interessierten und die meisten, ich würde mal sagen, wir haben wahrscheinlich eine Unternehmerquote, die ist spektakulär hoch und selbstständigen Quote wie bei keinem anderen Podcast. Aber dass man so an der eigenen Ambition vorbeireden kann oder vielleicht schlimmer noch, Daniel, dass man so eine neue Ambition definiert. Also nach dem Loser Motto dabei sein ist alles. Das ist nur für eine Loser Nation eine Option, weil Deutschland beim Fußball muss auf Sieg sein. Die deutsche Nationalmannschaft mit ihrer Tradition zu Wir freuen uns, wir wären gegen die Franzosen wahrscheinlich im Achtelfinale auch hochkant rausgefallen, kann man dankbar sein, dass uns Paraguay so liebevoll verarztet hat. Aber du merkst einfach, dass das kulturell, das was hanning sagt, dass 70 Prozent das neue 100 Prozent ist. Wenn du die Mentalitätsgeschichte der deutschen und auch der sozialen Marktwirtschaft anguckst, dann war Marktwirtschaft nur deshalb sozial möglich, weil diese Sekundärtugenden, der Fleiß, die Disziplin, die Wertschätzung von Aufopferungsgabe, von alles Geben von über die Schmerzgrenzen hinaus. Ich glaube, es gab den deutschen Torwart, der in England immer noch verehrt wird, weil der mit dem gebrochenen Genick ein Spiel zu Ende gespielt hat. Das waren die Deutschen. Es war unangenehm, gegen die zu spielen. Und das ist alles von. Deswegen ist dieses WM aus. Und die Reaktion der Politik, Lauterbach sagt dann ja, die anderen waren schuld, der Schiri hat uns verpfiffen. Und das passt einfach so gut in die Zeit, weil diese Wirkung, Wir haben ja internationale Presseschau gemacht, Das Ausland verabschiedet sich gerade langsam und schmerzhaft von der Idee, dass die Deutschen exzeptionell sind in ihrer Ambition und in ihrer Siegessicherheit. Also der berühmte Satz von gary Fußball ist 22 Menschen jagen einen Ball und am Ende gewinnen immer die Deutschen. Das ist genauso vorbei wie Land der Dichter und Denker. Das ist genauso vorbei wie die Deutschen sind die fleißigsten. Unsere alten Mythen werden gerade verbrannt. Und diese alten Mythen haben dazu geführt, dass amerikanische, französische, dänische, chinesische Unternehmer gesagt Wir wollen mit den Deutschen zusammenarbeiten. Wenn wir Automobilbau lernen müssen, dann müssen wir nach Wolfsburg, Zuffenhausen und der Türkei. Und was mich wirklich sehr nachdenklich macht, weil es ist ja auch immer in unserem Podcast hier unsere Arbeitsteilung, dieses kulturelle mediale Fundament dessen, was Daniel jetzt gerade so fein ziseliert referiert hat, bröckelt weg, weil wir eine Unsinnskultur haben, die auch in diesen Tagen wieder überall zu studieren ist. Grüne Jugend hängt die Fahnen ab, weil das führt dazu, dass Frauen misshandelt werden. Original. Wir haben eine schwachsinnige Antifa AfD Bürgerkriegssituation möglicherweise vor uns. Wir haben in den Medien, in den großen öffentlich rechtlichen Sendern, wie in den ähnlich klingenden Privatfinanzierten weiterhin jeden Tag klassische Familie ist reaktionär, Leistung ist reaktionär, Disziplin ist reaktionär, Schulen sind toll, in denen es keine Noten gibt. Und am Ende, und wir werden es diesen Herbst sehen, sagen dann die Leute, die wahrscheinlich 0,0 rechts sind, einfach ich will jetzt, dass das aufhört, kommen ganz harte, ganz, ganz harte Wahlergebnisse. Da bin ich mir sicher. Und um an dem Punkt Schluss zu machen, bevor ich mich in Rage rede, was ja immer unschön ist, die neueste Umfrage in Berlin ist Nummer eins ist die Linkspartei, Nummer zwei sind die Grünen, dicht gefolgt von der AfD und dann der CDU. Die SPD ist schon außer Schlagweide und dann können wir den Laden auch irgendwann zusperren, weil diese Linkspartei hier ist linksextrem und offen antisemitisch. Und dann muss man sagen, bei all der Mini Zuversicht, die wir immer wieder hier auch kultivieren, da fällt mir politisch eigentlich nichts anderes ein als darin. Und da hilft mir mein guter alter Marx, eine historisch notwendige Totalniederlage. Dieser Status quo Demokratie, wahrscheinlich führt kein Weg dran vorbei Und natürlich dann den Länderfinanzausgleich abschaffen.
C
Ja gut, ich glaube, das wäre die erste Maßnahme, aber ich glaube, das wird natürlich nicht passieren. Aber schau mal, Ulf, wir haben es zu tun mit einer Realitätsleugnung. Ich bin jetzt kein Fußballfachmann, Herr Süßer war Anstrebweltmeister zu werden. Ich finde aber, man sollte schon gar nicht davon sprechen, Weltmeister zu werden, wenn man objektiv schon keine Chance hat. Das war ja so. Ich meine, da gibt es ja sehr gute Analysen. Man guckt mal, Sex hat zum Modell, kannst du online immer einsehen, was sind die probabilities, dass man Weltmeister wird. Die Chancen Deutschlands lagen vorher am Anfang bei 5 Prozent, sind sehr schnell gefallen. Das heißt, du warst eh schon mal ein Außenseiter. Und vor dem Hintergrund gehört es für mich einfach zu diese Realitätsleugnung. Wir haben immer dieses Thema, wir sind die Größten, wir belehren die Welt, an uns kann keiner von vorbei. Und das Problem an der ganzen Sache ist, der Tweet vom März unterstreicht das, was die Politik eigentlich generell denkt. Ich glaube, die Politiker haben es immer noch nicht verstanden. Die denken immer noch, wir wären so stark, wir hätten gerade so leichte Formschwäche. Vielleicht denken es auch einige Fußballmanager. Es ist aber nicht so. Wir haben eine tiefgreifende Krise. Und dazu gehört erst einmal als Anerkennung von Realität. Was das Raushängen des A Mitarbeiters, ich weiß nicht betrifft, würde ich noch eins Für mich ist ganz klar von dem, was ich in der Politik beobachte, für Friedrich Merz möchte ich nicht arbeiten, weil ich finde, eine gute Führungskraft zeichnet sich im Kern dadurch aus, dass es sich auch vor die eigene Mannschaft stellt.
A
Absolut.
C
Und das Entscheidende ist, du musst halt dann du kannst dann gerne vor meiner Beraterzeit vom Kunden, musst du den größten Mist mit vertreten, wenn vorher das nicht gut gelaufen ist und musst aber dann im Teamkreis im internen Kreis dafür sorgen, dass es a nicht wiederholt und b, dass klar ist, dass das nicht in Ordnung war, weil du kannst niemals sozusagen öffentlich deine Mitarbeiter hinhängen und das fällt auf dich zurück. Insofern hat Friedrich Merz sich selber damit auch keinen Gefallen getan, aber ich glaube, popularitätsmässig hat er auch wenig zu verlieren. Aber kommen wir noch mal ganz kurz zurück. Also ich habe versucht zusammenzufassen, was die Kollegen wirklich hervorragend zusammengefasst haben, was die Nachteile sind. Ich möchte stichpunktartig Energiepreise bekannt, Arbeitskosten und Produktivität bekannt, Bauzeiten und Genehmigungen bekannt, Material und Rohstoffkontrolle bekannt, Time to Market und Geschwindigkeit hängt sicherlich mit Bürokratie zusammen, Investitionsintensität, Industriepolitik. Das sind die sechs Hebel, an denen man arbeiten kann. Und wenn du jetzt noch mal schaust, was das Programm Wir haben keine Antwort auf Energiekosten. Wir haben ausdrücklich keine Senkung der Lohnnebenkosten. Im Gegenteil, wir haben eine Steigerung. Wir haben irgendein Volumen für einen Deutschlandfonds, für irgendwelche Investitionen, von dem keiner weiß, wo das Geld herkommen soll, wie viel es sein wird. Vor allem meine große Sorge, wer gibt das Geld aus? Wenn das so Typen sind vom Schlage von Lars Klingbeil, dann habe ich Sorge, dass es genauso endet wie das Sondervermögen. Wir haben keine Strategie, wie wir damit umgehen sollen, dass energieintensive Unternehmen hier nicht bleiben können. Wir haben keinen Time to Market Ansatz. Wir haben immer noch die hohen Genehmigungszeiten. Wir haben keinen Krisenfahrplan für Stahl und Chemie, außer wir machen einen Branchendialog bis Oktober. Mal ganz ehrlich, die haben im Oktober können doch keine Leute mehr schicken, doch zum Diskutieren, da sind die schon beim Abwickeln beschäftigt. Was für ein Schwachsinn. Also ich brauche keinen Dialog dazu, weil ich weiß, was die Voraussetzungen sind und ich würde einfach sagen und dann Investition, wo so sollten die herkommen? Selber investieren sie ja auch nicht Ausreichend verplemmt man das Geld. Und McKinsey hat gesagt, Europa könnte, das halte ich übrigens für sehr optimistisch, könnte 30 bis 60 Prozent des Kostennachteils könnten wir schließen. Man kann nicht alles schließen. Du wirst nicht so billige Energie haben wie Saudi Arabien, du wirst nie so billige Arbeitskräfte haben wie Indien. Als Beispiel, aber wir können 30 bis 60 Prozent schließen. Und wenn wir jetzt mal ganz, ganz, ganz, ganz optimistisch sind und sagen, die Bürokratieabbau, die Carsten Wildberger vorgestellte Genehmigungsfiktion, ein paar andere Dinge bringen was, dann reden wir hier vielleicht von 10 Prozent statt 60 Prozent. Du musst eigentlich 100 erreichen, um wettbewerbsfähig zu sein. Und jetzt kommt noch hinzu, dass wir eben nicht mehr besser sind. Das haben wir immer wieder diskutiert. Wir haben den Innovationsedge verloren und das heißt, die Preisprämie, die wir früher realisiert haben in den Märkten, um uns diesen Kostennachteil leisten zu können, die realisieren wir nicht mehr. Und da finde ich einfach so traurig, wenn die Politik dann eben sich so ergötzt in diesem ganzen Thema. Und ich habe ja 2018 damals Mädchen im reichen Land, da habe ich das schon kritisiert, dass mich das genervt hat. Ein reiches Land wie Deutschland übrigens gar nicht darüber gesprochen. Es kamen die neuen Zahlen wieder raus. Vermögensreport, wer sind die Ärmsten in Europa? Hihi, das sind die Deutschen und klammer auf, bevor wir Ja, liegt an der Verteilung. Nein, es liegt nicht an der Verteilung. Leider weist es die UPS nicht mehr aus, Aber früher Credit Suisse, das hat der Credit Suisse früher diesen Bericht gemacht, hat immer gezeigt, Privatvermögen relativ zur Wirtschaftsleistung. Und da hat man immer gesehen, dass wir relativ wenig Privatvermögen haben relativ zur Wirtschaftsleistung. Das heißt, Deutschland ist ein Land, welches Phänomen, das wirklich ein super Wunder vollbringt. Wir arbeiten hart, das tun wir im Schnitt schon. Wir verdienen gutes Geld und am Ende haben wir einen Staat, der nicht mehr Geld hat und die Infrastruktur fallen lässt und Bildungssystem verfallen lässt und wir Privathaushalte, die ärmer sind als überall in Europa. Woran liegt das? Bei Privathaushalten? Kann man es dir erklären? Vermögensbildungsfeindliche Politik des Staates. Grunderwerbsteuer ist zu hoch, Steuern sind zu hoch, Abgaben sind zu hoch. Natürlich führt der ausgebildete Sozialstaat dazu, dass Leute sagen, ich habe Rente, ich spare nicht mehr selber. Aber ganz klar, der Staat tut alles, Vermögensbildung zu verhindern. Vor allem sind das die linken Parteien, die hinterher darüber klagen, dass Vermögen bei uns ungleich verteilt sind und die Unternehmen. Der Staat selber investiert nicht. Das heißt, wir sind ein armes Land und die Tatsache, dass wir das nicht anerkennen, ist der Hammer. Mal ganz Warum müssen wir weiterhin der Weltmeister sein bei Entwicklungshilfe? Angesichts der Skandale Müssen wir das sein? Müssen wir wirklich quasi die Krankenhäuser nicht klimatisieren, aber geben das Geld irgendwo anders hin? Große Frage. Muss man es wirklich machen? Und wenn du dir Sorgen machst, Ulf, wie ich auch über die politischen Entwicklungen hier, ganz ehrlich, das ist mir nicht erklärbar. Muss ich wirklich über diese Witzsteuersenkung Du hast ja gerade gesagt, die meisten kommen sowieso gesetzlich aufgrund des Anstiegs des Grundfreibetrags mit der Inflation größer. Das hätten sie eh machen müssen, würde es verkauft, als würde es quasi der Großzügigkeit von Herrn Klingenbein und Herr Merz entspringen, um es weniger wegzunehmen. In Wirklichkeit ist das sozusagen das, was mindestens geboten ist vor dem Hintergrund. Das Ganze zusammen ist mir nicht erklärbar. Warum kriegen die NGOs weiter Geld? Warum können wir Subventionen nicht sparen? Warum schaffen wir es nicht, Gesundheitsreform wirklich zu machen, die den Namen verdient? Wieso müssen die gesetzlich Versicherten weiter fürs Bürgergeld auf? Es zählte Punkte, Punkte, Punkte. Wieso schaffen wir es nicht, stärkere Arbeitsanreize zu setzen? OK, Minilohn, jetzt müssen sie mehr Steuern abgeben? Ja, aber es ist doch nicht der Hebel. Der Hebel muss doch sein, Arbeit attraktiver zu machen. Wird nicht gemacht. Darum das wird jetzt alles Reform genannt. Desto mehr ich mit ihr rede, Das hat mit einem Reformprogramm nichts zu tun. Das sind viele kleine Schräubchen mit einer Marginal. Wenn du mich wirklich fragst, was ist die gute Sache? Ich finde die Aufhebung des Kündigungsschutzes für die überbestimmten Einkommensgrenze verbunden mit der Tatsache, dass du abfindungsteuerlich begünstigt behandelt bist, wenn du schnell wieder einen Job findest, das finde ich gut. Das ist ein guter Ansatz. Das nimmt die Kosten des Schaders raus. Aber der ganze Rest ist doch einfach nur sorry, guys, dafür habt ihr lange gebraucht. Ich meine, wie lange sind schon fast zwei Jahre? Sind schon fast zwei Jahre in der Regierung? Ich weiß, die Zeit vergeht wie im Flur. Es Es ist furchtbar.
A
Die Zeit vergeht auch bei uns wie im Flug. Und wir haben heute richtig losgerandet. Bevor wir ganz kurz nur über zwei Sachen sprechen, eine wirklich grausame und ein mini Lichtblick. Noch zwei Hinweise zu Fußball. Ich muss es einfach Dänemark 1992 wegen Jugoslawienkrieg wurden die Spieler aus dem McDonald's Restaurants praktisch rausgezogen, in Flieger gesetzt und die haben dann die EM gewonnen. Warum? Weil sie einen unbedingten Willen hatten, ohne eine Chance anzutreten. Und wir machen das Beste daraus. Also ich finde Deutschland Turniermannschaft, ich will es nur mal sagen, das ist ja auch eine Sache der Mentalität, dieser unbedingte, absolute totale Siegeswille, den gibt es so nicht mehr. Und das hat, glaube ich, sehr viele kulturelle Gründe, was die nicht mehr so reichen Deutschen betrifft. Es gab so eine Sache, die mich auch wieder wirklich schockiert hat. Wir reden über die großen Investitionen. Für eine bürgerliche Gesellschaft ist die wichtigste Investition vielleicht, dass Familien, Paare, wer auch immer, auch Single. Ich leiste mir eine Immobilie und die Grünen haben jetzt beantragt, dass man jeden Gewinn bei einem Immobilienkauf künftig auch richtig hart besteuert bekommt. Du hast das sehr oft hier und wie ich immer von anderen Hörern auch höre, wirklich sehr beeindruckend gesagt, was es da für Möglichkeiten gibt. Darüber müssen wir auch noch mal eine Folge machen, wie man Anreize schafft, dass die Leute eben Eigentum anschaffen, Weil in dem Moment, wo sie eine Wohnung, ein Haus und so weiter haben, denken die anders. Dann wählt man keine linken Shit Parteien mehr und wählt wahrscheinlich eher vernünftig. Wir haben, wie du zu Recht gesagt hast, wir haben einen Niedergang der Autoindustrie, der sich weiter und weiter dynamisiert. Die sind, glaube ich, Best Case Szenario. Worst Case Szenario, so wie ich es gelesen habe, liegt bei Industriearbeitsplätzen. Also wir reden bei VW.
C
Nein, nein, nein, bei VW, bei VW
A
alleine, ja, ja, meine ich, Aber bei VW, also da war, glaube ich, ist Best Case Szenario und best Real Case Szenario und ist wahrscheinlich not so good Real Case Szenario. Wir reden über solche kategorialen Einbrüche in unserer Volkswirtschaft, um Wohlstandsstrukturen. Und dann siehst du auf Social Media die ganzen total beschränkten Stossdummen Center Left Wirtschafts und Politikjournalisten, die sagen, ja, das liegt daran, dass wir nicht auf Habeck gehört haben. Das meinen die ernst.
C
Habeck hat gemeint, VW müsste ein Auto für Euro anbieten. Mal ganz ehrlich, da muss man Kinderbuchautor sein, da musst du dir mal vorstellen, wir brauchen keine Autoindustrie, hat er auch gesagt, Aber mal ganz ehrlich, Euro, also musst du mal wissen, was für eine Kostenstruktur musst du dafür haben.
A
Das ist einfach ein Bürgerkind, was sich einen Scheiß für Wirtschaft interessiert, sondern glaubt, mit Maja Göbel und Luisa Neubau und Sven Giegold bauen wir das neue wirtschaftliche Powerhouse des Westens auf. Und da wird einem noch mal deutlich, das ist ja nicht nur nicht damit getan, dass man eine bessere Wirtschaftspolitik, sondern wir müssen Schicht für Schicht von diesem Wahnsinn abtragen. Und um jetzt doch noch VW eine mitzugeben, dieser Tag bei VW mit Herrn Diess und nach Habeck zusammen, es war unvergesslich vergesslich, weil ich kam mir wie zwei Wochen vorher bei Hart aber fair mit Frau Neubau und Herbert, ich kam mir immer sag mal, habe ich jetzt einen Knall, wenn ich den Verbrenner noch verteidige? Sag mal, bin ich jetzt wirklich ein reaktionärer, alter, weißer Mann, wenn ich darauf hinweise, dass ich glaube, dass es mit der E Mobilität so nicht funktioniert? Ich hatte mit allem Recht. Und trotzdem war auch der VW CEO nicht nur ein freundlich halbkritischer Typ, sondern die haben miteinander gekungelt und er hat gesagt, gebt mir das Ende der Technologieoffenheit, subventioniert mich und dann baue ich euch das. Und die haben beide einen Scheiß auf die Konsumenten gegeben. Konsumenten sind dann die zwei Prozent Grünwähler, die die Kohle haben, um dann auch ein teures Auto zu machen. Aber dieses Elend bei VW ist das Ergebnis auch von einem Versagen im Management, auch einem Versagen, einem Opportunismus. Auch ich hatte Diskussion im BDRinner Winfried Kretschmanns Auftritt, dort war ein anderer CEO von V. Da habe ich dann auch so wieso? Sie können doch ökologisch sofort alles entsorgen. Machen Sie Road Pricing. Was meinen Sie? Das Road Pricing, heiß Stau ist das falsche Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Machen Sie ein Preisschild dran und schon löst sich Staus an. Ja, aber dann können ja nur Reiche fahren, wenn es teuer ist. Allerdings die soziale Frage werden Sie damit nicht lösen. Herr Kretschmann, können wir das autorisiert bekommen? Ja, rufen Sie später meinen Referenten Renten an. Sie haben ja jetzt dem zugestimmt hier in dem Kreis BDA. Was glaubst du, hat er dem danach hat er das autorisiert? Ja, nein, nein, natürlich hat er.
C
Nein, er hat es geändert. Nein, komme ich gar nicht drauf. Okay.
A
So, und dann haben wir diesen Wahnsinn. Und dann aber am Schluss noch wir lassen mega heute ausfallen, weil wir so mega viele Themen haben. Und ab nächstes Mal gibt es dann ritualisiert ein Lichtblick. Kernkraftwerke sind vielleicht unser erster Lichtblick. Es gab neue Studien, die dargelegt haben, dass die stillgelegten deutschen Kernkraftwerke technisch wieder reaktivierbar wären. Und das wäre natürlich eine Chance auf endlich die Energiewende grün zu machen. Und jetzt ist die Wie realistisch siehst du das, dass Deutschland diesen Schritt zurück in die Weltgemeinschaft macht, die ja weiterhin Atomkraftwerke baut? Und siehst du das in der jetzigen politischen Landschaft als eine echte Chance? Oder ist es nur ein Lichtblick für uns beide und unseren Freund Axel Bojanowski?
C
Na gut, es wäre auch ein Lichtblick für die Mehrheit der Bevölkerung nach letzten Umfragen. Die Mehrheit der Bevölkerung ist ja für den Wiederanwerfen der Atomkraftwerke. Ich würde sagen, es wäre ein Lichtblick für die deutsche Industrie. Es wäre ein enormes Signal. Es dauert sicherlich ein paar Jahre, man muss auch Geld in die Hand nehmen, aber es wäre ein Lichtblick für jeden, der investieren wollte. Und es würde quasi schon mal diese Rechnung der Investitionsrechnung von McKinsey für zukünftige Investitionen. Deutlich verbessern, weil man wissen würde, man hat eben weder günstigen noch verlässlichen Strom. Insofern wäre es vernünftig. Ich verstehe die SPD nicht, warum die SPD bei diesem ureigens grünen Thema so verbohrt ist. Würde sie sich hier bewegen. Die Union hat es ja offiziell in ihrem Programm drin gehabt. Nach dem Wieder Anwerfen. Wenn die SPD sich bewegen würde, könnte man das jetzt beschließen. Und da könnte man auch von Unions Seite Wir müssen im Sozialstaat gar nicht so viel machen, weil wir werden die Firmen so sehr stark bei Energiekosten entlasten können. Das wäre rationale Politik. Und ich habe vorhin gesagt, wir haben Realitätsleugnung in Deutschland. Da würde ich sagen, dass die ultimative Realitätsleugnung dauert ja noch an. Man glaubt mit einer Mannschaft, die gar keine Chance hat, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, Man glaubt auf einem Weg der Energiewende Vorbild zu sein. Dabei ist man höchstens ein Abschreckungsvorbild und man glaubt, man könne einfach einfach so weitermachen und die paar Arbeitsplätze die verloren gehen, ist ja nicht so schlimm. Wir bauen einfach dann mehr auf im Bereich der erneuerbaren Energien, wie Frau Kempfert sagen würde, Klammer auf, auch vom Staat subventioniert, sonst gäbe es nämlich nicht Oder nach dem alle anderen arbeiten eh direkt beim Staat oder gehen in Rente. Wir lieben uns so, alles ist gut und so geht es mit Deutschland weiter. Währenddessen wandern die Unternehmen weiter ab. Ich würde mal tippen, die Nettoinvestitionsquote kann auch unter 0 fallen. Doch 0 ist kein absolut Grenze. Und dann können wir beide einfach mega. Kann man dann, glaube ich, eher nicht mehr so richtig sagen, weil wenn wir erst mal unter 0 angekommen sind, glaube ich, ist es dann müssen wir hier einen Sanierungspodcast aufmachen.
A
Das heißt dann Make Sanierung Great Again. Das heißt EMSAC. Das ist auch ein sehr schönes Wort. Lieber Daniel, das war heute, wie ich finde, ein super dichter, dichter, dichter Podcast. Vielen Dank dafür. Wie gesagt, schickt uns mal bitte in den Kommentaren, schickt uns E Mails, was den Lichtblick betrifft. Ich finde das eine super Sache. Und wie gesagt, gestern diese Begegnung am Abend am Borchard, das hat mich so gerührt, weil diese Leute reißen sich anders als die Nationalmannschaft für uns den Allerwertesten von morgens bis abends auf die lieben ihr Unternehmen. Die sind stolz, dass sie die zweite und dritte Generation gehen da zusammen Abendessen sahen beide großartig aus und sind stolz auf das, was ihre Familie aufgebaut hat und sind ähnlich fassungslos wie wir, wie wenig sie von der Politik bekommen. Und gleichzeitig hat mich am meisten imponiert und so eine Art Schuld Schlusswort, Die sind so durch mit der Politik, dass sie einfach sagen, deren Management und Unternehmerprämisse. Wie baust du ein erfolgreiches Unternehmen mit möglichst zero Kontakt mit der Realpolitik in Deutschland und wie geht es so? Wie kannst du es unterm Radar machen? Wie kannst du alles so bauen, dass sie dir einfach nicht auf den Senkel gehen, Dass die Das ist das Gegenteil von einem optimistischen Aufbruchsland, aber es ist, glaube ich, ein realistischer Case. Also Grüße nochmal an all die tollen Unternehmer, Manager Grüße an Kathi Bruns und die Selbstständigen. Wir hören nicht auf, für euch diesen Podcast zu machen und danke, ein schönes Wochenende und bis nächste Woche. Tschüss Daniel.
C
Tschüss Ulf.
B
Das war Make Economy. Hast du Fragen, Anregungen? Oder Kritik. Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Make Economy Great Again
Episode: Der Pippi-Sprung, das WM-Aus und die Null-Prozent-Investitionsfalle
Hosts: Ulf Poschardt & Daniel Stelter
Date: July 2, 2026
Diese Folge widmet sich der besorgniserregenden Stagnation der deutschen Wirtschaft. Ulf Poschardt und Ökonom Daniel Stelter diskutieren das wirtschaftliche Reformpaket der Regierung, die „Null-Prozent-Investitionsfalle“, Deindustrialisierung sowie strukturelle und kulturelle Faktoren, die zu Deutschlands Abschwung beitragen. Das Gespräch beleuchtet außerdem Ursachen für die schwache Attraktivität des Standortes Deutschland, die Bedeutung von Mentalität und Wettbewerb, den Zusammenhang mit dem deutschen WM-Aus und bietet einen kleinen Lichtblick: die mögliche Rückkehr zur Kernenergie.
[03:05–12:32]
„Das ist einfach eine Mogelpackung, die nur deshalb möglich ist, weil weite Teile des Medien-Trosses ... sich über jeden Pipi Kram freuen.“ – Ulf [05:33]
„Um ein Perspektivwachstum von 2, 3 Prozent zu erreichen, müssen wir strukturell ran... Es ist alles viel zu wenig.“ – Ulf [10:50]
[12:32–26:41]
„Null Prozent vom Bruttoinlandsprodukt für Investitionen für die Zukunft.“ – Daniel [16:43]
„Die Kosten bei uns liegen zwischen 50 und 300 Prozent höher als in anderen Ländern.“ – Daniel [18:25]
„Immer mehr Deutsche, junge Deutsche, die rechnen können, rechnen ja so und kommen zum Schluss: Hier nicht mehr.“ – Daniel [18:56]
[12:32–17:38]
[27:09–36:04]
„Die Nationalmannschaft anno 2026 ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Sie ist satt, träge und selbstgerecht ... 70 Prozent ist das neue 100.“ – Zit. Bob Hanning via Ulf [28:30]
„Das Ausland verabschiedet sich gerade langsam und schmerzhaft von der Idee, dass die Deutschen exzeptionell sind.“ – Ulf [32:53]
[36:04–43:18]
„Das, was hier Reform genannt wird, sind viele kleine Schräubchen mit einer Marginal... Das hat mit einem Reformprogramm nichts zu tun.“ – Daniel [42:39]
[43:18–46:08]
„Wir müssen Schicht für Schicht von diesem Wahnsinn abtragen.“ – Ulf [46:08]
[48:30–51:16]
„Es wäre ein Lichtblick für die Mehrheit der Bevölkerung ... und ein enormes Signal für die Industrie.“ – Daniel [49:36]
„Das ist einfach eine Mogelpackung...“
(Ulf Poschardt, [05:33])
„Null Prozent vom Bruttoinlandsprodukt für Investitionen für die Zukunft.“
(Daniel Stelter, [16:43])
„Die Kosten bei uns liegen zwischen 50 und 300 Prozent höher als in anderen Ländern.“
(Daniel Stelter, [18:25])
„Immer mehr Deutsche, junge Deutsche, die rechnen können, rechnen ja so und kommen zum Schluss: Hier nicht mehr.“
(Daniel Stelter, [18:56])
„Too little, too late.“
(Beide, wiederholt, z.B. [26:41])
„Die Nationalmannschaft anno 2026 ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Sie ist satt, träge und selbstgerecht...[...] 70 Prozent ist das neue 100.“
(Zit. Bob Hanning via Ulf Poschardt, [28:30])
„Das Ausland verabschiedet sich gerade langsam und schmerzhaft von der Idee, dass die Deutschen exzeptionell sind.“
(Ulf Poschardt, [32:53])
„Wir haben es zu tun mit einer Realitätsleugnung.“
(Daniel Stelter, [36:04])
Die Hosts bescheiden: Der politische Kurs bleibt an den Bedürfnissen des Landes vorbei, Deutschland ist ökonomisch wie mental im Rückschritt. Dringend benötigte, tiefgreifende Strukturreformen, Anpassungen im Steuer- und Sozialsystem sowie ein kultureller Neustart bleiben aus.
Ein kleiner Lichtblick könnte die Rückkehr zur Kernenergie sein – allerdings mit ungewissem politischen Willen.
„Unser Staat muss ausnüchtern.“ – Daniel Stelter [15:40]
Am Ende bleibt der Appell an Unternehmer und Macher, sich nicht der allgemeinen Depression hinzugeben, sondern weiter eigenverantwortlich zu handeln – und an die Politik, endlich echte Reformen anzugehen.
Nächste Woche: Themenvorschläge bitte per Mail an mega@welt.de.