
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht. Hier sind wir Podcast mäßig ganz international unterwegs. Normalerweise ist ja Daniel überall auf der Welt unterwegs. Diesmal bin ich und ich bin in dem exotischen Land Vorarlberg und habe schon auf der Piste in Gondeln und beim Skischuh anziehen mega Hörer getroffen. Und das ist sehr schön zu sehen, was für eine nette Gemeinde das ist. Und wir haben, glaube ich, drei Themen heute, die uns unsere Zuhörerinnen und Zuhörer alle gleichermaßen interessieren. Wir haben heute eine etwas politische Schlagseite. Wir reden über die Landtagswahlen in Rheinland Pfalz, wo die Union am Ende dann doch eher deutlich gewonnen hat mit einem sympathisch biederen neuen Ministerpräsidenten, der aber auf jeden Fall eher zu den Vernünftigen in der Union gehört. Wir werden sprechen und das ist ein wirklich trauriges Ereignis, ich kann es nicht anders sagen, über das Ende der FDP, zumindest Stand heute nicht nur ausgefallen in Rheinland Pfalz, sondern als Regierungspartei aus der Regierung gestolpert und mit gerade mal zwei Prozent, kann man auch sagen, gewählt oder eher nicht gewählt worden. Und dann sprechen wir auch über Reformen. Schon Wahlabend wurde Herr Linnemann bei uns ja hart befragt, was jetzt kommt an Reformen. Und er hat interessant ausweichend darauf geantwortet, dass es Geheimgespräche gäbe zwischen Herrn Merz und Herrn Klingbeil. Und da sind wir natürlich irre gespannt.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again. Economic Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
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Wir legen los mit Rheinland Pfalz Wahl. Ja, was soll man sagen? Ich glaube, Friedrich Merz ist ein glücklicher mensch seit Sonntag 18 Uhr. Die Niederlage in Baden Württemberg hat wehgetan. Und jetzt kann man sagen, hat er zwar Glück, dass er einen Ministerpräsidenten mehr hat, aber er hat auch einen Koalitionspartner, glaube ich, der noch unangenehmer wird, weil die SPD hat ja nicht nur in Rheinland Pfalz verloren, sondern sie hat eine ganz brutale Niederlage in einer der großen deutschen Städte in München eingefangen. Dort regierte die SPD, wenn ich das richtig weiß, seit über 70 Jahren und jetzt zum ersten Mal niemand von der CSU, also auch Markus Söder kann sich da nicht richtig freuen, sondern erstaunlicherweise jemand von den Grünen. Und wenn man sich die sonstigen Ergebnisse in Bayern anguckt bei den Kommunalwahlen, da wird eigentlich deutlich, dass das Gefälle zwischen Stadt und Land, ich weiß gar nicht, ob es ein Gefälle ist oder zumindest die Unterschiede immer größer werden. Auf dem Land hat Aiwangers Freie Wähler ganz schön viel gewonnen. Die CSU hat der SPD auch wichtige Oberbürgermeisterstellen weggenommen. Also es ist eine gemischte Lage. Wir haben aber noch einen Sieger, über den wird in Deutschland nicht so gerne als Sieger gesprochen. Das ist in jedem Fall die AfD. Die haben ihr Ergebnis verdoppelt Und wenn man sich anguckt, wer sie gewählt hat, dann ist es insbesondere auch für eine SPD wirklich ein schwerer Schlag. Es ist, wie so oft hier besprochen, es ist die Arbeiterschaft, aber auch bei den Jungen sind die AfDler sehr, sehr stark. Die Frage Was passiert jetzt in der UN? Sind sie selbstbewusst genug, um die versprochenen Reformen nach dem Nichteintreten des Herbst der Reformen jetzt umzusetzen? Es gibt das eine oder andere Gerücht, Daniel, du wirst es auch gesehen haben. Man spricht, das hat Martin Greive, glaube ich, vom Handelsblatt rapportiert, über eine Mehrwertsteuererhöhung von 19 auf 22 Prozent, wenn ich das richtig gelesen habe. Und dafür soll dann die Einkommensteuer sehr breit gesenkt werden. Dann gibt es auch noch mal einen sehr vernünftigen Einspruch von Katharina Reiche, die in Amerika bei einer Energiekonferenz war und noch mal deutlich gemacht hat, dass sie glaubt, dass diese Art von EU-Energiewende die europäische Wirtschaft nicht nur beschädigen, sondern in Teilen auch kaputt machen kann. Wir steigen ein. Hallo Daniel.
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Hallo Ulf.
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Wie hast du den Wahlabend erlebt und was glaubst du jetzt, wie tritt die SPD auf? Und wird Merz jetzt einfach uns beiden Skeptiker mal zeigen, was eine Harke ist in Sachen Wirtschaftsreform?
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Also zum einen muss ich zugeben, ich war an dem Wahlabend erstaunt und ich bin auch jetzt bei dir deiner Zusammenfassung erstaunt gewesen. Du sprichst von einem Sieg der Union. Mal ganz ehrlich, das war das zweitschlechteste Ergebnis der Union Rheinland Pfalz, seitdem es Rheinland Pfalz nach dem Zweiten Weltkrieg gibt. Und ich meine, ich glaube, was haben Sie dazu gewonnen? 3 Prozent. Also die SPD verliert 9 Prozent und die Union gewinnt 3 Prozent dazu. Und dann sprechen wir von einem großen Sieg, also große Siege. Schauen für mich anders aus.
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Großer Sieg ist dein Wort. Großer Sieg habe ich nicht gesagt. Es ist
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aber du bist nicht der Erste. Mich kritisiert dafür richtig gut zuhöre. Aber für mich ist halt so, ich schaue mir einfach an, denke mir so, liebe Freunde, das ist einfach so, ja, über die Ziellinie gerettet. Aber von einem Sieg finde ich ja, man hat relativ als die anderen, aber eigentlich hast du, du hast gewonnen, weil die anderen mehr verloren haben, als deutlich mehr verloren haben, als du gewonnen hast. Das finde ich schon mal im Hinterkopf haben und Bürger wussten ja, es gibt wieder dieselbe. Es gibt die Koalition jetzt nicht dieselbe, aber es gibt jetzt nach der Ampel gibt es dann eben eine schwarz rote oder rot schwarze und haben sich halt konkret für die Union entschieden. Das ist sicherlich ein gutes Signal nach Berlin im Sinne von, dass eigentlich die Polit der SPD in der Regierung jetzt nicht so richtig konstruktiv ist. Wir erinnern uns noch an Frau Bas, die über die Arbeitgeber gesagt hat, sitzt der Feind, Klassenkampf pur. Und so wird es ja auch jetzt immer weiter diskutiert. Ich schaue mir einfach so an, denke mir, naja gut, also so richtigen Rückenwind für große Reformen hat die SPD daraus nicht bekommen, weil die ja ganz zielsicher immer aus solchen Ergebnissen die falsche Schlussfolgerung ziehen. Den wollen sie ein bisschen mehr umverteilen. Und der Union, da bin ich einfach mittlerweile einfach skeptisch. Was ich sagen muss, also ich war ja sogar heute Morgen noch mal bei den Kollegen von Welt TV zu Gast, die haben mich dann gefragt, im Prinzip ist es doch so, da wird nur diskutiert, wir wollen vielleicht ein bisschen entlasten auf der anderen Seite erhöhen, da war die Mehrwertsteuer nicht im Raum, da ist der Spitzensteuersatz, den wir letztes Mal diskutiert haben, im Raum wieder gewesen. Und ich sage einfach nach dem ja gut, aber eigentlich müssen wir doch den Staat mal brauchst du so viel Geld? Und die Frage wird da gar nicht gestellt. Ich meine, seitdem die FDP weg ist, ist diese Frage stellt keiner. Ich glaube die AfD auch. Ich will dir noch mal ganz kurz ein paar Zahlen sagen. Also im Jahr 2004 lag die Abgabenquote bei 38,5 Prozent. 2023 ich habe es nicht mehr ganz aktualisiert, war sie bei 40,1 Prozent. Ich würde bezweifeln, dass sie gesunken ist, seitdem es ist 1,6 Prozentpunkte Unterschied vom Bruttoinlandsprodukt entspricht rund 75 Milliarden Euro. Also der Staat nimmt das 75 Milliarden Euro relativ bep mia ab. Das ist nicht, weil das BIP größer ist, sondern der Anteil der Stahlbecken. Also ein kleines Wenn wir jetzt Sozialabgaben auf das Niveau von 2019 zurückführen würden, relativ zum Bruttoinlandsprodukt, dann würden wir 22 Milliarden Euro sparen. Also 2019 herrscht ja nicht soziale Kälte in Deutschland. Wenn wir quasi denselben Anteil des BIP für Soziales verwenden würden wie damals, entspräche das 22 Milliarden billiger Ausgaben vom Bund. Wenn wir uns auf das Niveau von 2000 begeben würden, Klammer auf, wir beide erinnern uns noch so dumpf dran. 2000 war es auch nicht gerade so, dass bei uns die soziale Kälte herrschte, dann wäre es 40 Milliarden Euro. Wir sehen ja, der Sozialstaat ist einfach wahnsinnig gewachsen. Wir wissen ja auch, dass der Sozialstaat über 500 Maßnahmen allein auf. Bundesebene hat, von dem die Regierung selber nicht weiß, wer was wofür bekommt und so weiter. Anderes. Subventionen. Die Subventionen lagen 2015 bei 1,5 Prozent von BIP. 2023 lagen sie bei 3 Prozent von BIP. Das ist jetzt ein Kita Subventionsbericht. Wenn du jetzt einfach mal sagst 1,5 Prozent gehen wir wieder zurück, sind wir 60 Milliarden weniger. Dann haben wir beide schon, wenn du mit Sozialstaat mitgehst, 40 Milliarden und bei Subventionen 60 Milliarden. Bei 100 Milliarden kommen wir schon zusammen. Aber vielleicht willst du nur 20 Milliarden Sozialstaat. Naja, wir haben auch strukturelle Veränderungen. Alterung der Gesellschaft, haben die Rentensysteme nicht reformiert, Können wir nicht ganz so machen. Dann würde ich Warum fließt so viel Geld ins Ausland? Auslandswirksame Zahlungen haben wir von 1,5 Prozent vom BIP. Wenn du da 0,2 runternimmst, hast du schon fast wieder 10 Milliarden. NGOs und so weiter. Brauchen wir nicht zu diskutieren. Ministerien könnten auch ein paar Milliarden sparen, sind auch völlig aufgebet. Also es gibt schon Möglichkeiten, wenn du wolltest aus dem Haushalt ambitioniert. Also der Finanzminister stellt habe ich heute Morgen würde das rausholen. Ich bin natürlich zugeben, ich bin ja kein Politiker. Ein Politiker kriegt vielleicht nicht 100 raus, aber sagen wir so, näher an 100 als an 0 sollte er schon liegen. Was passiert stattdessen? Stattdessen wird Wie kriegen wir mehr Geld ins System? Eine Möglichkeit ist Steuererhöhung für die Spitzeverdiener. Andere Möglichkeit ist die Mehrwertsteuererhöhung. Kannst du heftig diskutieren, weil Mehrwertsteuererhöhung trifft natürlich überproportional jene, die natürlich einen höheren Anteil ihres Geldes konsumieren und nicht sparen können. Da gibt es Leute, die sagen das bin ich auch zu Recht, das ist eine Mehrwertsteuer. Eigentlich nicht so, dass richtig Ware ist. Klammer auf, zurzeit wird eh alles teurer. Wir wissen Energiepreisschock. Und da müssen wir auch noch drüber sprechen, was das eigentlich für die Wirtschaft bedeutet, weil es den Reformdruck in Deutschland meines Erachtens noch mal massiv erhöht. Das heißt, wenn man es zusammenfasst, muss man eigentlich okay, wir haben eigentlich einen Staat, der Taschen voll hat. Ich habe vorhin morgen gesagt, der Staat die Taschen voll und die Bürger haben die Taschen leer. Der gleichzeitig, wie wir ja wissen, noch Schulden macht im großen Umfang und diese Schulden auch noch in Konsum steckt und nicht investiert. Und dann statt zu sagen wir müssen mal bei uns selber reformieren, sagt im Prinzip Wie treiben wir mehr Geld auf? Und noch ein Satz dazu. Da gibt es natürlich immer Diskussionen auf X und so und sagt Ja, Sozialkürzungen. Ich will noch mal ein Beispiel geben. Ich habe es schon echt mal gebracht. Wenn du die Sozialkosten im weitesten Sinne senkst, heißt das nicht gleichzeitig immer Kürzung. Nehmen wir mal Gesundheitsbereich. Ich habe es x mal zitiert, Studie von McKinsey, wahrscheinlich deshalb völlig überzogen, vielleicht ganz übertrieben, aber die haben über 40 Milliarden konnten wir sparen durch Digitalisierung im Gesundheitswesen. Wenn wir das tun, geht es den Patienten nicht schlechter. Im Gegenteil dürfte die Versorgung sogar besser werden. Also gibt es eigentlich keinen Geschädigten bei den Patienten, der geschädigt ist. Die Leute, die jetzt über unnötige Jobs verfügen, die irgendwas machen, die würden halt dann wegfallen. Also bestimmte Klientelgruppen würden verlieren. Medikamenteneinkauf. Wir wissen es, Wir zahlen für Medikamente höhere Preise als andere Länder. Die Frage Was können wir da tun? Vor allem nachdem die Hälfte Medikamentenkosten auf ca. 5 Prozent der Patienten entfallen. Das sind sehr, sehr teure Medikamente. Da kann man Legt uns mal die Kostenrechnung offen für so einen Bluter. Muss das wirklich so teuer sein und so weiter. Andere Länder machen das. Gibt es einen Hebel. Krankenhäuser, wir haben es diskutiert, wir müssen die Krankenhausbettzahl reduzieren. Auch das würde nicht die Versorgung verschlechtern. Im Gegenteil, durch mehr Kompetenz hätten wir also bessere Verhandlungsergebnisse. Immer noch 50 Prozent der Menschen gehen, wenn sie eine Krebserkrankung haben, nicht in ein spezielles Onkologiezentrum mit den entsprechend schlechteren Ergebnissen. Da sage ich einfach nur hier zu kürzen, jetzt nehme ich mal einen POSHOT Ausdruck, hier zu defunden, ist was Gutes für die Patienten, weil die werden nicht unnötig operiert. Stichwort viele Hüftoperationen, viele Knieoperationen, die sitzen nicht überliegend lange im Krankenhaus, liegen da nicht rum, weil das Krankenhausbett gefüllt sein muss. Du hättest im Prinzip beides. Du hättest eine bessere Versorgung und weniger Kosten. Und das wird aber tabuisiert. Und vor allem, wenn du einfach nur dich darauf konzentrierst, mehr Geld ins System zu schütten, machst du genau diese Reform nicht. Und das ist das, was mich nervt. Und dann komme ich zum Schlusspunkt, sage das glaube ich jetzt, was passiert. Die werden schon irgendwelche Reformen machen bis Pfingsten. Also sie werden vielleicht hier das Steuersystem ein bisschen umbauen. Sie werden vielleicht bei GKV so umbauen, dass nicht mehr die kostenlose Mitversicherung hast von der Ehefrau etc. Sie werden ein bisschen Geld ins System kippen, aber sie werden nicht die Reformen machen, die die Wirtschaft dringend braucht, um wieder auf Trab zu kommen. Also meine Wir kriegen Reförmchen, Sie werden sich selber auf die Brust klopfen. Die Linken bei der SPD werden quieken, werden so ungerecht, aber am Ende wird das nicht ausreichen, um uns wieder flott zu kriegen.
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So kann man das sehen. Ich würde gerne mal für Historiker so beliebte Helikopterperspektive einnehmen und würde einfach mal darauf hinweisen, dass mit der FDP eine der liberalen Instanzen der Bundesrepublik in den vergangenen 80 Jahren verschwunden ist. Damit will ich andeuten, dass wir eine disruptive Situation in der Parteienlandschaft haben. Darüber hinaus glaube ich, dass es in der SPD in diesem Jahr einen Klärungsprozess geben kann und muss. Wer am Wahlabend die Erklärung des Seeheimer Kreises gelesen hat, der war an Deutlichkeit nicht zu überbieten. Das war eine Kritik an all den Linkssektierern, die es in der SPD ja sehr laute überall gibt. Das war eine sehr selbstbewusste Stellungnahme. Und und gleichzeitig hat man dann einen Tag später, ich weiß nicht wo, den altbekannten Juso Vorsitzenden gelesen, der exakt das Gegenteil sagt. Der klingt ja wie Heidi Reisinek, ist halt nicht tätowiert und will aber auch Kapitalismus zerstören, Wohnungsbau verstaatlichen und so weiter. Und ich glaube, der Reformdruck in der SPD ist so groß, dass es zu einer Klärung geben muss, die dann auch so oder so eine Folgewirkung für die politische Tektonik betrifft in der Bundesrepublik, aber auch ganz spezifisch auf die große Koalition in Berlin. Warum? Zwei Szenarien. Eine Szenario Wir gehen Richtung Mitte. Die Partei hat sich verrannt, wir müssen wieder dort anfangen, wo Schröder aufgehört hat. Die SPD war die Partei, die die letzten wichtigen Reformen in der Bundesrepublik hinbekommen hat. Diejenigen, die dafür sind, organisieren sich, Die klangen sehr scharf. Und wenn dem so sein sollte, dann könnte und ich versuche jetzt mal einen Hauch Optimismus in unseren ja oft genug doomigen Podcast zu bringen, dann könnte dasselbe passieren wie jetzt unter Umständen in Baden Württemberg, wo zwei konservative Parteien versuchen, das Beste für die Wirtschaft zu machen. Ich habe mit Freude gehört, dass Hartl den Krepper geholt hat. Das ist ein ehemaliger Vorsitzender, den ich als einen extrem vernünftigen, klugen Kopf erlebt habe. Der verhandelt das mit dem. Und eine SPD, die sich für den vernünftigen Kurs entscheidet, wäre sehr schön, Klammer auf, Klammer zu, mein Lieblingsschwenk immer nach Dänemark. Wir haben nichts gegen eine Sozialdemokratie. Es war sehr schön zu sehen, wie sich Frau Meloni und Metal Fredriksen zusammengesetzt haben, um zu sagen, wenn es im Iran so weitergeht und es kommen Flüchtlinge, dann werden wir es diesmal anders machen als bei Merkel. Kurzum, eine Sozialdemokratin 100 Kilometer nördlich von Hamburg sieht es ganz anders als eine nach links gerutschte CDU Kanzlerin. Wenn dem nicht so sein sollte und wenn es nicht so sein sollte, dass die SPD zur Vernunft kommt, sondern sich radikalisiert, weiter den Lars Klingbeil, der ja egal wie ihn alle möglichen Leute bewerten, aber eher zu den Vernünftigen in der Partei gehört. Dann allerdings, glaube ich, ist diese Koalition früher als wir denken zu Ende, weil wir dürfen nicht vergessen, das war ja nur der Auftakt des Wahljahres. Es kommen schwierige Wahlen im Osten und spätestens da muss sich die Union dann könnte das weiter alles nur mit links machen. Oder müssen Sie zur Kenntnis nehmen, dass die Demokratie auch für andere Parteien gilt, die Sie im Augenblick ausschließen? Auch in Rheinland Pfalz haben mehr als 50 Prozent der Wählenden, wie man so schön sagt, für Mitte rechts gewählt und die bekommen dann jetzt wieder im Zweifelsfall eine eher Mitte, ein bisschen links und ein bisschen mehr Rechtskoalition mit Gordon Schnieder und vielleicht am Hans Schweitzer als Vizeministerpräsident. Ein letzter Punkt noch zu Herrn Schnieder. Jeder neue Ministerpräsident in der Union und in seinem Fall, ich habe mir das ein bisschen genauer angeguckt, das ist ein katholischer Konservativer. Ich fand ja sehr beeindruckend, wie er seine Frau im Moment des Erfolgs immer und immer wieder geküsst hat vor laufender Kamera. So eine intakte Familienästhetik kennt man ja gar nicht mehr. Ist ein Mensch, der in die Kirche geht, der betet, der Helmut Kohl als großes Vorbild hat. Warum sage ich das? Weil in so einer Zeit, wo eigentlich die Kritik an Merz und dem Bundeskanzler und auch das Grummeln in der Union größer wird, ist es immer Wer ist dieser neue Ministerpräsident Und wie wird er in den Debatten für die eine oder für die andere Seite Partei ergreifen? Und da scheint mir Gordon Schnieder, und jetzt ist es wirklich filigran, eher ein Mann zu sein, der nicht auf Merkel kurst, ist. Das heißt, diese Verbesserung nach links ist etwas, das ihm, glaube ich, nicht liegt. Insofern, ich habe ein bisschen positiveren Ausblick, aber der Real Case, den Daniel Geschickt gerade erzählt hat, dass wir am Ende nur Minireförmchen kommen, ist wahrscheinlich der Case, der eintreten wird. Ich wollte es nur mal für die gute Laune sagen.
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Es ist ja gut, aber ich mag dich ja, wenn du gut gelaunt bist, vor allem wenn du im Skiurlaub bist. Und auch unsere Hörer sollen gut gelaunt bleiben. Trotzdem zwei Anmerkungen. Zum einen teile ich den Optimismus nicht, was die Grünen in Baden Württemberg betrifft. Ich glaube, Cem Özdemir, so sympathisch er ist, ist doch eine Galionsfigur. Danach Scholz schon ziemlich drüber aus. Ich denke daran, dass die Grünen ja frohlockt haben, dass Mercedes die neuen Arbeitsplätze für Elektromobilität in Ungarn schafft und nicht in Stuttgart. Ich meine, das fasst schon mal gut zusammen und das schaut schon sehr trüber aus. Also was dahinter kommt, bin ich schon sehr besorgt. Was jetzt Herrn Manuel Hagel betrifft, dass er jetzt Dr. Magnus Kerber geholt hat, in der Tat enger Weggefährder von Wolfgang Schäuble, Finanzminister und dann BDI Geschäftsführer. Ich kenne ihn sogar persönlich, wirklich eine sehr beeindruckende Persönlichkeit. Weißt du, hätte er ihn mal im Wahlkampf geholt, vielleicht wird er dann besser dastehen. Jetzt natürlich zur Verhandlungsführung zu holen, ist besser als nichts, aber es ist natürlich eigentlich viel zu spät, meines Erachtens. Es zeigt eben, wie da vorgegangen wird in der Politik. Und vor dem Hintergrund bin ich da jetzt quasi jetzt nicht so euphorisch wie du. Und ja, bei Rheinland Pfalz, es mag schon sein, dass es jetzt sympathischer ist und so weiter. Und es ist ja auch gut, darum machen wir beide den Podcast, weil du einen ganz anderen Blickwinkel drauf hast. Ich schaue mir es einfach an und weißt du, das ist ja schön und gut, wenn man da die Werte vorlebt, ist auch wichtig, nicht missverstehen. Aber am Ende kommt es darauf an, ob wir endlich eine andere Wirtschaftspolitik bekommen oder generell Politik in Deutschland bekommen, Weil weißt du, Gesichter auszutauschen und da weiterzumachen, das wird auf Dauer nicht mehr funktionieren. Das erklärt auch den zuwachs bei der AfD. Du hast es angesprochen, die AfD hat sich verdoppelt. Die AfD ist sehr stark bei der Jugend, die AfD ist sehr stark bei den Arbeitern. Dann würden die Grünen sofort Ja klar, die Gebildeten, die wählen alle Grün kann ich ja stimmt, die haben eine höhere Anzahl da. Da würde ich wiederum dazu sagen, wir wissen natürlich auch, woran das liegt. Einfach deshalb, weil wir in den letzten 30 Jahren die Bullshit Akademisierung sehr weit getrieben haben und weil natürlich der öffentliche Dienst stark gewachsen ist. Das schlägt sich da entsprechend jeder vor. Den Hintergrund würde ich halt sagen, das ist ein extremes Warnsignal, was da gekommen ist. Und weißt du, jetzt geht es uns ja wirtschaftlich noch einigermaßen gut, aber wenn wir ein paar Jahre so weitermachen, dann haben wir ein echtes Problem. Und wenn wir jetzt ein richtiges wirtschaftliche Probleme bekommen, weil der von Donald Trump ausgelöste Krieg in der Tat nicht einseitig von ihm zu wenden ist, sondern die wollen das dann weitermachen und es doch einen größeren Schock gibt in der Weltwirtschaft, dann ist das alles nicht so witzig. Nochmal, die Wachstumsprognosen werden jetzt schon zurückgenommen. Die Wachstumsprognose für Deutschland war eh nur so 0,8 dank dem vielen Geld. Jetzt sind wir schon Oxford Economics kam gerade rein bei 0,3, 0,4. Das ist, weißt du, es ist wieder kurz über der Null und das trotz der Staatsausgaben und so weiter. Das ist alles kein Szenario, was Freude macht. Und das ist ein Szenario, was meines Erachtens strukturell einfach die AfD bei jeder Wahl stärker machen wird. Mit jeder weiteren Wahl wird es dann nicht mehr funktionieren zu oh, das sind die Bösen.
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Absolut. Und ich bin ja ganz bei dir Und jetzt kommt ja, du kennst ja meinen Trick, meinen Kulturtrick. Ich glaube, dass es kein Trick ist, sondern ich glaube, dass das zentrale Problem, das ist der Grund, warum wir diesen Podcast machen. Warum habe ich das betont bei Gordon Schn. Weil wir ja gleichzeitig in den vergangenen Tagen bei einem unappetitlichen Thema gesehen wenn die moralischen städtischen Eliten das Gefühl haben, irgendwas in ihrem Milieu läuft schief, dann haben sie diese großen Mobilisierungsqualitäten und das macht auch deutlich, wie egal ihnen andere Opfer von irgendwelchen Vergewaltigungen sind. Das ist etwas, was man so bestaunen kann. Du hast es ja jetzt angesprochen, ich bin hier im Skiurlaub so unendlich entspannt. Ich lese das alles, Ich lese Meinungsbeiträge von Männern, die den Mann tendenziell grundsätzlich in Frage stellen und all das geht einfach immer so weiter. Und das ist etwas, wo einfach vernünftige, altmodische Sozialdemokraten, Das ist kein Sound, mit dem du irgendeinen unserer klassischen Wähler holst. Deswegen glaube ich, dass der Cultural Divide größer wird. Und mit Gordon Schnieder kommt da jemand, der sicherlich noch weniger lust hat, Linke und Linksaußen NGOs zu finanzieren und diesen ganzen Sumpf von NGOs, vermeintlichen Kulturschaffenden und dann sozusagen der vorpolitische mediale Raum. Insofern freue ich mich darüber und bin sehr gespannt, was da passiert, weil und jetzt kommen wir und biegen wir ab zum zweiten Thema. Es ist ein noch traurigeres Thema und um ehrlich zu sein, da fehlt mir aktuell jeder optimistische Gestus. Ja, die FDP ist verschwunden aus der Ampelregierung, ist verschwunden aus dem Parlament in Rheinland-Pfalz und ist aktuell. Verschwunden aus den neuesten Umfragen von RTL und in den großen Meinungsforschungsinstituten schleicht sich die FDP als Partei, wo man überhaupt noch weiß, wie viel Prozent sie auf sich vereinen kann, da verschwindet die. Also die FDP hat unter Dürr und Büttner nicht nur nicht einen Neuanfang geschafft, sondern ist einfach an sich selbst gescheitert, ist daran gescheitert, dass man nach dem Ausschalten aus dem Bundestag nicht die notwendigen Konsequenzen ziehen konnte und um sich schärfer zu positionieren. Das Absurde ist, und deswegen sage ich das ohne jede Schadenfreude, weil wir haben ja wirklich Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende unserer Zuhörerinnen und Zuhörer waren treue FDP Wähler und wir haben wirklich Dutzende von FDP Wählern geschrieben. Lustigerweise immer wieder auch mit der Aufforderung, Daniel, dass wir beide jetzt in die Partei eintreten sollen und da mitmischen. Ich kann das für mich auf jeden Fall ausschließen, sage ich hiermit auf gar keinen Fall. Aber natürlich ist die Marktlücke für eine liberale, antietatistische Partei, die wirtschaftliche Vernunft in den Mittelpunkt stellt, riesengroß. Aber wenn man dann so Interviews mit so Leuten wie Volker Wissing liest, da muss man einfach sagen, wenn solche Leute in der FDP so wichtig waren, dann geschieht es ihnen einfach nur recht. Ein so ein selbstgerechtes, provinzielles, langweilig moralisierendes Gesieger von jemandem, der die aktuelle FDP für libertär hält, das ist schon beispiellos. Herr Dürr konnte es nicht, Frau Büttner konnte es nicht. Und jetzt liegt es an den Jungen und Wilden und Radikalen zu Wir brauchen eine bürgerliche Alternative zum Status quo. Wir brauchen Make Economy great again als Partei. Und wer anders als die FDP soll das zumindest potenziell können. Wenn die FDP sich jetzt jetzt entschiessen sollte, weiterhin mit zwei Flügeln anzutreten, die sogenannten Bürgerrechts und Sozialliberalen und was es da sonst noch alles gibt, dann viel Spaß, dann wird es nichts mehr. Wenn die Partei aber jetzt diese Marktlücke in der politischen Landschaft ist so groß und die können wir aus unserer eigenen Geschichte und Tradition sehr gut bedienen, dann sehe ich da zumindest ganz, ganz Kühl, wie dein PowerPoint Vergnügen bei BCG wahrscheinlich gewesen, wo man Ja, liebe Marke, für euch gibt es eigentlich einen Supermarkt, aber ihr müsst es jetzt machen. Das ist euer Logo, das ist euer Versprechen. Dafür steht ihr. Und es geht von morgens bis abends nur darum, Ihr seid die Partei, die dafür sorgen will, dass dass Facharbeiter, die in einem Automobilzulieferbetrieb einen sicheren Job haben. Ihr sorgt dafür, dass migrantische Kinder, ich mache es jetzt mal ein bisschen kitschig hier nicht nur Abi machen können, sondern danach einen besseren Job bekommen als ihre Eltern. Ihr sorgt dafür, dass die besten Erbesten nicht mehr, sondern weniger Steuern zahlen. Ihr sorgt für Entbürokratisierung. Ihr sorgt für Privatisierung. Ihr sorgt dafür, dass dieses Land wirklich einen Modernisierungsschub bekommt. Und je mehr ich darüber nachdenke und ich denke natürlich immer und immer wieder auch über die FDP nach, dann ist das eigentlich ein no Brainer, wie man so schön sagt. Die Frage ist nur, ob das politische Personal in der FDP, so wie sie aktuell anzutreffen ist. Das kann ich weiß, dass es ganz viele Julis gibt, die das so sehen. Ich weiß, dass es einige Landesverbände gibt, wo es ganz tolle auch junge Kandidatinnen und Kandidaten, Kandidaten gegeben hat. Die müssen jetzt die Klappe aufmachen. Solle sich die Partei aber entscheiden, jemanden an die Spitze zu stellen, der vor allem Bürger, die eine andere Meinung haben als diese Personen selbst anzuzeigen, dann kann man das Kapitel FDP beenden. Ich glaube aber, dass auch darin eine Chance liegt, Wenn sie dann wirklich mausetot ist und auch Leute wie wir nicht mehr dran glauben und auch keine Hoffnung mehr auf die Partei haben, dann wird Wer das will, muss möglicherweise selber eine Partei gründen. Wenn es dann noch mit der SPD so weitergeht, dann wird die Lücke dort noch größer. Wir erinnern der rechte Sozialdemokrat passt eigentlich gut zu einer wirtschaftsliberalen Partei. So sehe ich das. Aber jetzt übergebe ich zu Daniel, der mir sicherlich einen Reality Check geben kann,
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noch realer zur FDP als du. Ich meine, was soll ich dazu sagen? Ich glaube in der Tat, man kann sich noch eine schlechtere Führung vorstellen als jetzt problemlos. Die steht ja auch zur Diskussion, wie du gerade dezent angedeutet hast. Es ist einfach dramatisch. Es ist dramatisch. Wir haben eben die große Koalition der Etatisten in Deutschland an der Macht. Ich finde es eigentlich wirklich erschreckend, dass so viele Menschen jetzt die FDP haben liegen lassen als Strafe für die Ampel, als Strafe, dass sie zu woke war und was weiß ich. Aber was wählen sie stattdessen? Sie wählen die CDU und helfen der CDU, drei Prozentpunkte dazu zu gewinnen. Oder Sie wählen die AfD. Das sind ja die beiden Hauptgewinne. Es gibt relativ wenig Synchron, wenn ich richtig gesehen habe. Also insofern wundere ich mich über die Bissingschen Thesen. Nach dem Libertär müssen wir davon ausgehen, dass die alle bluten Richtung Grün. Das glaube ich jetzt nicht. Aber die Frage ist, was haben wir damit gewonnen? Weil ich glaube, wir haben bei der Bundestagswahl, konnte ich vielleicht noch nachvollziehen, da trat ja Mitte März jemand an, der FDP wieder gefiel, so vom Profil her, die reden, wir sind sparsam, wir sanieren den Staat, wir entbürokratisieren, wir kürzen Ausgaben, wir senken Steuern und so weiter. Es war ja ein FDP Programm eigentlich pur und hinterher haben wir es nicht bekommen und mittlerweile weiß man, wir bekommen es nicht. Und dann frage ich mich, warum man dann dennoch CDU wählt oder AfD, die eben in der Hinsicht nicht das richtige Maße haben. Vor dem Hintergrund, es ist traurig, wir brauchen was Liberales. Irgendeiner hat, ich hab irgendeinen Kommentar gelesen, also irgendeinen Artikel über der Welt und da gab es einen Kommentator, der geschrieben hat, seine Vision ist, dass die Union zerfällt in eine merkelanische Union, eher im Norden und im Süden eher die eher konservativere Union. Und dass quasi dann sich aus der dann quasi in der konservativen Union so eine Art konservativ liberale Partei bildet, in Kombination quasi mit den FDP Resten. Und dann hätte man so eine Merkel linkskonservative Partei, dann hätte man eine liberale konservative Partei, hätte die AfD und dann könnte man quasi im Parteiensystem neu anfangen und dachte mir, klar, das klingt alles so gut, hätte fast voll schmier sein können, dass es nämlich so schön theoretisch ist und wahrscheinlich in der Praxis überhaupt nicht realisierbar. Das ist eine echte Beratersache, würde ich jetzt mal selbstkritisch sagen. Das ist so das Parteiensystem, so wie es jetzt aufgestellt ist. Es geht ganz, ganz schnell kaputt. Und ich glaube, was ich total erstaunlich finde, ist, die Union hält sich ja noch gegeben, das ganze Desaster relativ gut. Aber die Frage ist halt, ich glaube, die macht auch die falsche Schlussfolgerung. Die denken, dass sie das weiter halten können. Und das war das zweitschlechteste Ergebnis der Union Rheinland Pfalz als Sieg.
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Frau Brantner, die Grünen Chefin, hat bei uns im Interview gesagt, sie umwirbt jetzt auch die Wähler der FDP. Das ist natürlich der allergrößte Witz. Also diese Partei, ich habe jetzt Cem Özdemir, einfach nur, weil ich ein Freund von Disruptionen bin, als so eine wunderbare Fantasie, wir werden es ja sehen. Und wenn der Koalitionsvertrag eine Katastrophe wird oder weit hinter den Erwartungen zurückbleibt, die Özdemir selbst im Wahlkampf mit Boris Palmer unter anderem so als Fantasie angeregt hat, wenn das nicht so ist, dann werden wir das scherfsk kritisieren. Also wir trauen ihm was zu, zusammen mit Hagel und jetzt noch mit dem Kerber und gucken uns an, was passiert und freuen uns, wenn dort jemand die Chance nutzt, die diese Repräsentationslücke offen lässt. Was die Union betrifft, glaube ich, gucken wir uns an, was mit Herrn Schnieder passiert. Und bevor wir jetzt gleich zu den Reformgerüchten reden, wir müssen schon noch mal ganz kurz festhalten, dass als wir den Podcast gegründet haben und gestartet haben im November 24, dann war natürlich, wenn man uns nach einem Podcast bei einem Bier an einer Bartheke getroffen hätte, die Idee, was wäre denn die ideale Lösung für das Land, eine schwarz gelbe Koalition. Also zumindest ich kann das für mich so sagen, ich glaube, ich habe es ja immer wieder auch geschrieben. Und die Tatsache, dass diese Koalitionsoption erledigt ist und zwar so erledigt ist, dass sie auf absehbarer Zeit nicht mehr wiederkommt, ist natürlich für die ganze these des Podcasts ein verheerendes Zeichen. Gleichzeitig. Und deswegen macht es Sinn, über Reformen zu sprechen. Du hast es ja schon angedeutet, die Zahlen sind so katastrophal. Und auch wenn die bürgerlichen Wohlstandsmilieus in den Städten weiterhin in moralischer Selbstbespiegelung ihre eigenen Lebensentwürfe ans Brandenburger Tor bringen und daraus Demonstrationen zu machen und das Ganze aufmerksamkeitsökonomisch für sich umzusetzen in irgendetwas, was sie noch heller und lauter strahlen lässt, die ökonomischen Probleme gehen deshalb ja nicht weg und wir können genauso weitermachen. Deswegen, das ist der Marxist in mir. Es gibt irgendwann notwendige Korrekturen. Das ist ja das Tolle an der marxistischen Geschichtsphilosophie, dass Der Gedanke der Notwendigkeit von gewissen Prozessen steht da im Zentrum und wir werden diese Korrekturen bekommen. Und die Frage nach der AfD, die wir immer nur streifen, ist ja auch wann gibt es in der AfD Leute, die sagen, wir werden in Deutschland nie eine absolute Mehrheit bekommen und wir müssen uns selbst selbst darum kümmern, koalitionsfähig zu werden. Sie sind es im Augenblick nicht, wie man an vielen Punkten sieht. Aber die Herausforderung ist eigentlich für alle Parteien da. Wir sehen es ja auch an der Linkspartei, die jetzt so eine Antisemiten Partei geworden ist, war sie wahrscheinlich immer, aber jetzt haben sie einen Kampf, der denen wahrscheinlich auch nicht weiterhilft. Die Reformen. Daniel, vielleicht kommst du noch mal mit den Zahlen und dann können wir darüber reden, welche Reformen realisieren sind. Warum sprechen wir über Reformen? Weil ich habe in den vergangenen Tagen mit einigen Unionisten gesprochen, auch den einen oder anderen sehr bekannten und prominenten Unionisten und dort haben wir alle ja, jetzt kommt noch mal ein Reformpaukenschlag, das hat mir zumindest einer gesagt.
C
Bin ich leichtgläubig, Ulf ich bin kein Hellseher. Woher soll ich denn wissen, gibt es den Paukenschlag? Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass der Paukenschlag eher uns beide erschlägt, aber nicht unbedingt das bringt, was gerne hätten. Also nochmal, warum brauchen wir Reform? Viele sagen ja, Sozialstaat ist ja nicht so groß und ist eigentlich nicht schlimm und so weiter, würde ich sagen. Na gut, also pro Kopf haben sich ja die Sozialausgaben real verdoppelt, wie seit ein Kann man machen, muss man nicht machen. Und wir haben natürlich die Friedensdividende nach dem Motto, wir brauchen weniger für Verteidigung. Letzten Jahrzehnte alles sozialstark, der kippt, jetzt müssen wir es ein bisschen zurückdrehen, wir müssen mehr für Verteidigung machen. Kann man nicht auf Dauer auf Pump machen, Sollte man auch nicht auf Dauer auf Pump machen, weil was ist schon ein Staat, der sich nur auf Kredit selbst verteidigen kann? Also das ist sicherlich nicht das Richtige. Das heißt, wir brauchen eine Reallokation der Mittel, das übt Druck aus auf den Sozialstaat. Dann kann man ja gut, dann lassen Sie doch einfach die Abgaben erhöhen, andere Leute noch einzahlen lassen, was die SPD so gerne möchte. Problem an der ganzen Sache ist die Steuer und Abgabenbelastung ist schon ziemlich hoch. Wir haben es zu tun mit zunehmend mobilen Arbeitskräften, gerade jüngeren, gut ausgebildeten und gehen halt nur bis zu einem bestimmten Punkt ab einem Stück suchen sich bessere Standorte als den deutschen Standort, sieht man ja an den Abwanderungszahlen. Das wahre Problem ist aber noch, dass jetzt der demografische Wandel einsetzt. Das wissen wir auch schon seit Jahren. Aber jetzt passiert es wirklich. Jetzt wird es wirklich ernst in diesen Jahren. Dieses Jahr beginnt zum ersten Mal die erste Bevölkerung zu schrumpfen. In den nächsten 10, 15 Jahren verlieren wir Millionen an Arbeitskräften. Das ist schon mal schlecht fürs Wachstum. Und gleichzeitig wollen aber immer mehr Leute gerne dann ihren wohlverdienten Ruhestand genießen mit Rentenzahlungen und Gesundheitsversorgung, im Zweifelsfall auch noch Pflege. Und weil Bärbel Bars nicht in einem Dagobert Duck ähnlichen Goldbad schwimmt, jeden Morgen unter dem Sozialministerium, sondern im Prinzip das einen das Geld wegnimmt, um den anderen zu bezahlen, haben wir das Problem, dass die Stör und Abgabenbelastung deshalb voraussichtlich total schnell und zwar sehr deutlich steigen wird. Und damit hast du den Effekt, dass immer weniger Leute Bock haben zu arbeiten. Sieht man ja schon, Stichwort Freizeit Teilzeit oder Lifestyle Teilzeit oder eben Auswandern und das Unternehmen Wir können hier keine Arbeitsplätze mehr erhalten, es ist einfach zu teuer, beziehungsweise die Nettolöhne können nicht mehr richtig steigen, weil alles in Sozialsteuer fließt. Und deshalb hätten wir schon vor Jahren gegensteuern müssen. Klammer auf, Schröder hat es getan. Wir hatten damals ein relativ nachhaltiges Rentensystem mit dem Nachhaltigkeitsfaktor, wo im Prinzip automatische Altungsanpassung war etc. Und die SPD hat in den letzten Jahren ganz tatkräftig nichts anderes getan, als die eigenen guten Reformen zurückzudrehen. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, warum die Bürger eigentlich Ihr habt sie nicht mehr alle. Deshalb müssen wir reformieren. Ich habe vorhin schon Reform heißt nicht unbedingt, dass es den Leuten schlechter geht. Gesundheitswesen, glaube ich, kannst du eine tolle Reform machen. Und das muss den Leuten nicht schlechter gehen, sondern besser. Du hast bessere Behandlungsergebnisse, längere Lebenserwartung als jetzt. Pflegeversicherung, man darf nichts vergessen. Pflegesicherung, Versicherung beanspruchen war ursprünglich ein Risiko, ist auch enorm aufgebläht worden. Leistungsausweitung da die musst du wieder zurückdrehen und dann Rente Wir haben es immer wieder diskutiert, es geht einfach nicht auf. Ich Meine, Rente mit 63 abzuschaffen ist ein no brainer. Das hätte man sofort tun können. Das heißt, da brauchst du einfach die Reformen, weil sonst werden wir kostenmäßig aus dem Ruder laufen und die Verteilungskonflikte werden gigantisch. Und die SPD macht einen großen Fehler, wenn sie denkt, ja, wir müssen einfach nur den Erben wegnehmen. Am Ende reduziert es einfach das Privatvermögen in Deutschland weiter, das Kapital in Deutschland weiter und damit auch die Bereitschaft, weiter ins Land zu investieren. Und das wäre was, wo man rangehen muss. Und natürlich könnte man sich einen Kompromiss vorstellen, wo man sagt, okay, man erhöht den Spitzensteuersatz ein bisschen oder macht andere Dinge. Aber du musst hier im Prinzip wirklich grundlegend rangehen. Und ich glaube eben nicht, dass damit getan ist, an der Steuerprogression ein bisschen zu arbeiten.
A
Ja, so die Steuer.
C
Und da möchte ich mich noch eins sagen, Darüber hinaus komme ich halt immer mehr zur Überzeugung, Ulf, wir brauchen richtig grundlegende Reformen. Ich will jetzt nicht Millet sagen, das ist vielleicht immer so gleich negativ besetzbar. Warum denn nicht mehr der Brückenbauer hier? Ich versuche ja meine Brücken zu bauen, obwohl ich ja der Negative bin. Bei uns beiden versuche ich trotzdem der Brückenbauer zu sagen. Ich möchte ganz gern, dass auch Leute, die nicht unserer Meinung sind, unter Umständen gelegentlich mal mega hören und dann Ja, das war vielleicht nicht alles so ganz falsch. Wir müssen einfach wirklich zurückbauen den Staat. Wir müssen die Eingriffstiefe zurückbauen. Ich werde eine Geschichte erzählen. Ich habe in den letzten paar Tagen zufällig einen Richter getroffen, einen bayerischen Richter, und dann habe ich mit ihm gesprochen, das war beim Bier und hab Sag mal, wie ist das eigentlich? Stimmt es eigentlich, dass die Justiz jetzt immer mehr überlastet ist? Hat er definitiv. Ja, dann habe ich Woran liegt das? Dann hat er Tja, das liegt einfach daran, dass wir ständig Gesetze addieren. Gib mir mal ein Beispiel. Und hat er mir erzählt, dass es so ist. Du hast also wenn du zum Beispiel Scheidungsverfahren hast oder wenn sogar Frage ist, ein Paar trennt sich und die Frage die Kinder, wo gehen die Kinder hin? Und da wäre es früher so gewesen, hätte man Kinder so ab drei bis vier Jahren befragt, weil vorher kannst du die Kinder noch nicht so richtig befragen kannst richtige Aussagen haben. Er hat gemeint, da gab es irgendwann mal einen Vorfall vor Jahren, wo eben ein Kind besandelt wurde, was klein war, ein Baby oder ganz kleines Kind. Und dann hat man oh, das hat das Gericht ja nicht gesehen. Und deshalb müssen jetzt bei jeder Trennung alle Kinder angehört werden. Auch das drei oder neun Monate Alte muss dokumentiert werden und muss so weiter und so fort. Der Gemeinde ist ein Riesenaufwand. Eigentlich wäre es was gewesen für die Jugendämter, Sozialämter, aber wir sind jetzt quasi mit beauftragt und das macht es unglaublich aufwendiger. Wir müssen viel mehr Seiten schreiben, viel mehr Analysen, viel Prozess, also viel intensivere Arbeit. Ergebnis die Überlastung der Justiz. Das ist nur ein Beispiel. Es ist wie überall so gewesen. Und das führt mich eben zu meinem Kernpunkt zurück. Wir müssen eigentlich hingehen. Wir müssen sagen, die Gesetze, die wir in den letzten 15 Jahren erlassen haben, haben, die streichen wir mal raus. Du weißt ja meine Lieblingszahl. Ich glaube, In den letzten 15 Jahren hat sich die Wirtschafts und Finanzgesetzgebung um 50 Prozent gesteigert. Das muss man einfach. Und das sind so Dinge. Und jetzt frage ich dich, kommt das? Und meine persönliche Hypothese ist, ich gebe dir meine Antwort. Das kommt eben nicht, Sondern Sie doktern im bestehenden System rum, Sie ändern das Steuergesetz ein bisschen, dann machen sie andere Progressionen, dann werden sie irgendwie sagen dafür bei Rechnung das gegen und so weiter und so fort. Sie werden weitere Gesetzestexte addieren. Es wird mehr Seiten geben und weniger Seiten. Und darum glaube ich eben nicht an die große Reform. Und da ist übrigens die CDU gleichermaßen dabei. Und ich wette mit dir, dein ungenannter Gesprächspartner, der den Paukenschlag versprochen hat, dessen Paukenschlag beinhaltet, dass wir am Ende noch mehr Gesetzeseiten haben als heute. Das gebe ich dir schriftlich.
A
Okay, danke. Das nehme ich mit. Und damit wir pünktlich in die Schlusskurve kommen, wir waren beim letzten Mal etwas zu lang. Nur zwei Hinweise noch. Wir haben heute dramatischen, sehr klugen Leitartikel von Dorothea Siems über die Reform der Krankenkassen. Sie hat noch mal deutlich gemacht, wie katastrophal dort die wirtschaftliche Lage ist. Trotz Notkredite des Bundes reicht nicht. Die Beitragszahler finanzieren den Bürgergeldempfängern ihre Krankenversicherung auch da. Das bringt mich noch mal zu diesem moralischen Wohlstand, den einige Leute genießen, die Dringenden insgesamt als Milieu defunded werden müssen. Wir können uns diese Art von sozialen Luxus schon lange nicht mehr leisten, aber wir tun so lange so, bis es eben richtig gegen die Wand fährt. Ich glaube, die Reformen sind alternativlos. Und wie gesagt, wir können uns noch so alles schönreden. Freue mich ja auch, wenn der Bundespräsident jetzt den Iran Krieg für völkerrechtswidrig erklärt. All diese moralischen Extravaganzen eines bestimmten Milieus, das schleppt sich zum Ende, weil die Realität darüber hinweggehen wird, weil es nicht mehr zu bezahlen ist. Und du hast vollkommen recht, wenn dann Wiederumverteilung kommt, dann mag es so sein, da werden noch mehr Leute ihr Unternehmen verkaufen, da werden noch mehr Leute hier am Vorarlberg sich ein Haus kaufen, nach Österreich auswandern, in die Schweiz auswandern, wohin auch immer. Es geht nicht ohne Reformen. Das ist allen vernünftigen Leuten klar. Und insofern glaube ich, um nochmal den Bogen zum Anfang zu Rheinland Pfalz zu machen, schon allein so eine leichte kulturelle Verschiebung innerhalb der Spitzenköpfe in der Union kann helfen.
B
Ist das mega oder kann das weg?
A
Es gibt einen Vorschlag, den ich sehr, sehr lustig finde. Und zwar gibt es ja, wie ihr alle wisst, im Fernsehen so lustige Sendun wie die Höhle der Löwen. Und das ist eine Sendung, wie unsere Hörerin Anne schreibt, eigentlich mit einem schönen Gegenpol zum bösen Unternehmer. Deswegen ist das mega oder kann es weg. Und weil ich das Angebot von Anne so gut fand, würde ich sagen, das ist auf jeden Fall mega und soll nicht weg.
C
Daniel, das ist mega, soll nicht weg. Und ich würde mir wünschen, es gäbe dann so mehrere Folgen, nicht Fortsetzung direkt, weil ja nicht alle von den Startups sind hinterher so ein großer Erfolg. Aber weißt du, so Start up, mittelgroß, größere Firma, größere Firma', Unternehmensgeschichten, Erfolgsgeschichten, dass wir das mal mehr in den Vordergrund stellen. Also nicht nur der Mörder im Tatort, sondern auch derjenige, der gelobt wird, was er aufgebaut hat, Das fände ich mal ganz gut. Wir müssen diese Geschichten mehr würdigen. Du weißt meine Aussage, wir haben zu wenig Milliardäre, nicht zu viel im Gegensatz zur Linkspartei. Warum haben wir zu wenige? Wir haben viele, die geerbt haben, wenige, die es selbst geschafft haben. Uns fehlen da, glaube ich, überschlägig 170 Milliardäre. Zur Quote der selbst Selfmade Milliardäre, um weltweiten Durchschnitt zu entsprechen. Und genau das müssen wir mehr feiern. Wir müssen mehr Leute haben, die Milliardär werden in Deutschland mit ihrer Unternehmensgründung, mit dem, was sie geschafft haben, weil damit schaffen sie für sich Wohlstand. Aber natürlich schaffen sie Wohlstand für den Standort Deutschland, für die Arbeitsplätze, für die Steuereinnahmen. Das sollten wir zelebrieren und feiern. Insofern, Höhle der Löwen ist der erste Schritt. Ich würde eine richtige Produktfamilie draus machen, wenn ich der Fernsehmanager wäre, aber bin ich ja nicht.
A
Ja, wir haben ja unseren wunderbaren Podcast, sehe ich genauso. Vielen Dank. Danke für die Zuschrift. Und wir würden beim nächsten oder übernächsten Mal mal all die Themen, die ihr uns geschickt habt, in einer Spezial Hörer Folge machen. Schickt uns weitere Vorschläge, wir freuen uns. Und wer in diesen. Am Ende waren wir dann doch, egal wie entspannt ich hier auf der Piste war, ein bisschen doomig. Guckt euch an, Javi Milei im Parlament auch wieder redet, auch wie er mit Linken umgeht, auch wie er mit den Ungläubigen umgeht, die jede Reform in Argentinien blockiert. Es fehlt tatsächlich.
C
Er hat gesagt, warum könnt ihr nicht klatschen, weil ihr die Hände in den Taschen an Leute habt. Sehr guter Spruch.
A
In diesem Sinne, wir freuen uns über eure großartigen Rückmeldungen, auch über Kritik. Schreibt uns gerne. Euch noch einen schönen Tag, eine gute Nacht und eine gute Woche. Tschüss Daniel, Tschüss Ulf und tschüss, liebe Hörer.
B
Das war Make Economy Great Again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Host: WELT (Ulf Poschardt, A)
Guest: Daniel Stelter (Ökonom, C)
Date: March 25, 2026
In diesem politisch gefärbten Podcast diskutieren Host Ulf Poschardt und Ökonom Daniel Stelter die aktuelle wirtschaftliche und politische Landschaft in Deutschland. Zentrale Themen: die Ergebnisse der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, das (vorläufige) Aus der FDP als Regierungspartei, die Erstarkung der AfD und der Reformstau im deutschen Sozial- und Wirtschaftssystem. Trotz des „Niedergangs“ werden Potenziale für ein neues Wirtschaftswunder ausgelotet und die Notwendigkeiten mutiger Reformen betont.
Timestamps: 02:12 – 13:11
„Mehr als 50 Prozent der Wählenden haben für Mitte rechts gestimmt – und bekommen doch wieder eine Koalition aus ein bisschen Mitte, ein bisschen links und ein bisschen rechts.“
— Ulf Poschardt (17:26)
Timestamps: 21:44 – 31:08
Timestamps: 05:09 – 13:11, 35:11 – 45:15
„Wir haben eben die große Koalition der Etatisten in Deutschland an der Macht.“
— Daniel Stelter (28:51)„Wir müssen die Eingriffstiefe zurückbauen... alle Gesetze der letzten 15 Jahre könnten mal raus.“
— Daniel Stelter (39:40)
Timestamps: 13:11 – 21:44
Timestamps: 35:11 – 45:15
Zur alternativen FDP:
„Wir brauchen Make Economy Great Again als Partei. [...] Ihr seid die Partei, die dafür sorgen will, dass Facharbeiter [...] einen sicheren Job haben. Ihr sorgt dafür, dass migrantische Kinder [...] einen besseren Job bekommen als ihre Eltern. Ihr sorgt dafür, dass die besten Erben nicht mehr, sondern weniger Steuern zahlen. Ihr sorgt für Entbürokratisierung.“
— Ulf Poschardt (26:30)
Über die innere Logik des Parteiensterbens:
„Das Parteiensystem – so wie es jetzt aufgestellt ist – geht ganz, ganz schnell kaputt.“
— Daniel Stelter (29:25)
Zum Dauerproblem „Reformunfähigkeit“:
„Meine persönliche Hypothese ist [...] sie addieren weitere Gesetzestexte. Es wird mehr statt weniger Seiten geben. Darum glaube ich nicht an die große Reform.“
— Daniel Stelter (41:12)
Zu Unternehmerkultur und Höhle der Löwen:
„Wir haben zu wenig Milliardäre, nicht zu viel [...]. Uns fehlen da, glaube ich, überschlägig 170 Milliardäre zur Quote der Selfmade-Milliardäre, um im weltweiten Durchschnitt zu entsprechen. Genau das müssen wir mehr feiern.“
— Daniel Stelter (44:30)
Die Folge ist von Sorge über die deutsche Wirtschaftslage und die politische Entwicklung geprägt, bleibt aber stets analytisch und manchmal fast hoffnungsvoll. Die Gastgeber sehen einen immensen Bedarf für eine starke liberale Partei, kritisieren die aktuelle Regierung für ihre Ausgabenwut und fehlende Ambition bei echten Reformen und warnen vor einem weiteren Erstarken der AfD, sollte sich nichts ändern. Gleichzeitig betonen sie die Chancen – für politisches Neudenken („Marktlücke FDP“), strukturierte Reformen und die Entwicklung einer neuen Unternehmerkultur.
Engagement mit den Hörer:innen:
Zum Abschluss werden Hörer:innen aufgerufen, Themenvorschläge einzureichen („Make Economy Great Again“ als Partei oder Podcast bleibt erreichbar). Die Wertschätzung unternehmerischen Erfolgs in TV-Formaten wie „Höhle der Löwen“ wird humorvoll als „mega“ bewertet (43:37 – 45:15).
Tipp: Für detaillierte Debatten zu den wirtschaftlichen und politischen Umbrüchen der Berliner Republik und Einschätzungen zur Notwendigkeit von Reformen in Wirtschaft und Sozialstaat ist diese Folge ein absolutes Muss!