B (22:45)
Ja gut, du musst vor allem auch einen Käufer finden, das musst du auch noch sehen. Ich meine, ich glaube, wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es ja eben keinen Käufer. Die Firma gibt auf und wird quasi liquidiert. Du kannst die Assets verkaufen. Ich meine ganz generell, was lernt man daraus? Das erste ist Regulierung. Die großen Unternehmen, ich habe ja gerade zugehört, wie du von den DAX CEO geschwärmt hast, ich kenne ja viele von denen, ich bin kein großer Fan, weil ich immer sagen muss nach dem Naja, sie machen das, was eben große Unternehmen machen, Sie richten sich an der Politik aus und diversifizieren ins Ausland hinaus, aber sie sind natürlich schon an der Politik interessiert und sie gehen auch mit den Allianzen ein. Im Prinzip auch oftmals gegen die Kleinen, weil diese Regulierung, die Bürokratie können größere Unternehmen viel leichter verkraften als kleinere Unternehmen. Das ist einfach so. Und wenn du jetzt diese Regulierung nimmst, muss ich sagen nach dem Naja, die großen Lebensmitteleinzelhändler, die da auch Fleisch ja immer große Anteile gewonnen haben, die haben wahrscheinlich heimlich gar nicht so viel gegen die Regulierung, weil sie als große Unternehmen dort einen Vorteil haben, Kostenvorteil haben, Sie haben effizientere Strukturen und die Bürokratie belastet quasi überproportional die Kleinen und drängt die aus dem Markt. Das ist eine. Das zweite ist, wir haben natürlich es generell zu tun. Wir kommen auch gleich noch auf das Thema Selbstständigkeit generell würde ich mal sagen, wenn du mal Fleischereien anschaust, Metzgereien, ich meine, die Zahl hat sich seit 2002 halbiert. Und ich weiß noch, ich bin in Bayern aufgewachsen, was man mir ja nicht so richtig anhört, aber ich bin ein bisschen aufgewachsen und ich weiß noch, in dem Dorf, wo ich da war, oder Markt, wie es genau heißt, da glaube ich gab es damals so fünf, sechs Metzgereien mit dabei, da gibt es nur noch eine Klammer auf, die ist auch nicht mal so richtig gut. Das heißt, du fährst dann sogar schon 10, 15 Kilometer, um zu richtig guten zu kommen. Witzigerweise denkt man sich, ja gut, wie kann es eigentlich sein? Und da stellst du aber gleichzeitig folgendes Du stellst erstmal in den Supermärkten gibt es viel mehr Fleisch als früher und es ist auch viel normaler geworden, in Supermärkten einzukaufen. Also hast du einen Strukturwandel, bedingt durch die Bürokratie, bedingt durch Auflagen, bedingt natürlich durch einfach Kostenvorteile, die größere Einheiten haben und natürlich auch bedingt durch die Tatsache, dass die Menschen heute leicht etwas preisbewusster sind als früher und sagen, ich kaufe dann da quasi da und sich nicht mehr zurückscheuen vor der Anonymität dieses Grossbetriebes. Und das ist eine Sache, also das versendete Konsumentenverhalten. Ich glaube, wenn wir Deutschen mehr Geld in der Tasche hätten, generell bin ich nicht ganz sicher, ob wir da auch wirklich mehr für Essen ausgeben würden, weil wenn du es gerade vergleichst mit Italienern und Franzosen, sind die Deutschen einfach bekannt dafür, Es muss billig sein. Nicht unbedingt gut. Das ist leider so. Das trifft natürlich dann gerade die Metzgereien und andere auch, weil man natürlich dann eben sich falsch, meines Erachtens falsch verhält. Ich glaube, lieber ein gutes Stück von einem Metzger, den man kennt, als irgendein Stück billigeren Preis, doppelte Menge aus dem Supermarkt, meine persönliche Sicht. Dann hast du natürlich generell das Thema, wir haben mehr Veganer, der Markt ist geschrumpft, aber du hast auch das Thema, dass immer weniger Leute es machen wollen. Ich meine, du hast gesehen, es gibt einen drastischen Problem mit Auszubildenden. Also zwei Ta Gab es im Bereich der Metzgereien noch Auszubildende? Im Jahr 2024 waren es nur noch. Das ist also 75 Prozent weniger in zwei Jahrzehnten. Die Leute wollen das nicht mehr gerne machen. Ist ein harter Job, ist vielleicht auch nicht so ein angenehmer Job. Das ist der Punkt. Warum fehlt der Nachwuchs? Und dann kommen wir zum größeren Problem. Wir haben natürlich das Thema, dass wir, das haben wir auch schon öfters diskutiert, eine Überakademisierung haben Also alle machen Abitur, alle studieren was, im Zweifelsfall etwas, was man nicht braucht. Und hinterher sind sie dann irgendwo mit Soziologie und Politologie fertig. Und wenn sie kein Bundestagsmandat ergattern, dann sitzen in irgendwelchen NGOs rum und denken über Steuererhöhungen und Erfolgssteuer nach für diejenigen, die eben nicht diesen Weg gegangen sind. Das heißt, du müsstest eigentlich wieder die berufliche Ausbildung aufwerten. Und wenn du überlegst, wie viele Schulabbrecher wir haben in Deutschland, wir haben damit, leider sind wir, glaube ich, mit Spanien gemeinsam Spitzenreiter in der EU. Wenn du überlegst, wie viel, dass wir fast drei Millionen junge Menschen unter 35 haben ohne Berufsausbildung, würde ich sagen, da gibt es eine Chance. Nur warum machen die das nicht? Es ist unangenehm. Wir haben ein Sozialsystem, der sehr hohes Mindestlohnniveau faktisch garantiert über Bürgergeld und anderes. Da kommen wir gleich zur Sozialstaatsreform. Und dann hast du natürlich das Warum soll ich sowas machen? Warum soll ich einen harten Job machen? Und wenn du dann noch überlegst, dass du selbstständig sein musst und dann vom Staat getriezt wirst mit Steuern, Abgaben, Auflagen, mit einem generellen Misstrauen des Staates. Also ich bin ja auch selbstständig, da musste ich mal Steuerprüfung, da musste ich irgendwie vier Jahre, fünf Jahre her, musste ich dann nachweisen, jede einzelne Reisekostenabrechnung, dass diese wirklich betrieblich bedingt war. Und da muss ich reichen. Ich habe das dann gemacht, ich habe da drei Tage dran gesessen, konnte alles nachweisen. Steuerprüfung ging aus wie das Home Schießen nach dem vielen Dank. Es war nichts zu finden, aber es war natürlich irgendwie ein baldiger Zeitaufwand. Wenn ich angestellt bin, muss ich das nicht machen. Mein Gehalt wird irgendwie mehr netto überwiesen, ich hab Krankenschutz, ich habe alles drum und dran. Ich bin eine Rentenversicherung. Als Selbstständiger ist es doch so, nehmen wir mal an, du bist erfolgreich, Ulf. Wenn du erfolgreich bist, dann kommen irgendwelche um die Ecke und oh, du bist ja Millionär, Klammer auf. Dabei hast du nur vorgesorgt fürs Alter, was andere eben mit der Rentenversicherung machen, Dann wird dir das Geld weggenommen. Oder wenn du dann stirbst am Herzinfarkt, dann kriegen deine Kinder auch noch das Erbversteuer. Also wie gesagt, es ist alles nicht so richtig witzig. Und deshalb haben wir natürlich ein generelles Problem. Die Metzgerei ist quasi das große Symptom. Und das Beispiel Wir haben generell einen Niedergang der Selbstständigkeit, einen Niedergang des Handwerks. Und das ist genau das völlig falsche Signal. Wir brauchen mehr Handwerker, wir brauchen mehr Selbstständige. Und daran müsste man eben arbeiten, indem man entbürokratisiert und vor allem, indem man hingeht und Liebe Freunde, lasst uns doch endlich mal wieder ein bisschen Geld verdienen und mehr Risiko und Chance haben, statt von der Politik überreguliert zu sein. Das ist das Problem. Und insofern ist es ein schönes, was du rausgesucht hast, auch für Veganer und Vegetarier relevant. Es ist einfach ein Symptom für das, was meines Erachtens schief läuft im Land.