
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Guten Morgen, guten Abend, guten Mittag, gute Nacht. Hier ist der Podcast, wo jeder lacht. Mir sitzt gegenüber leider nicht Daniel, aber ich sehe ihn strahlend und ich bin ja immer irre indiskret, wie ihr wisst. Daniel ist der Mann, der mit Krücken so elegant läuft wie kein anderer Mensch, den ich jemals mit einer Krücke gesehen hab. Hallo Daniel.
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Guten Morgen Ulf.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again. Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
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Wir hatten den Weltwirtschaftsgipfel und Daniel und ich hatten einen, wie ich finde, sehr interessanten Abend mit einer Politikerin, die wahrscheinlich die wenigsten von euch kennen, aber ihr solltet sie kennenlernen. Das ist die stellvertretende Premierministerin von Schweden, Ebba Bush. Wir werden ein bisschen was zu unserem Weltwirtschaftsgipfel erzählen. Wir wollen dann mal, wir sind ja auch makroökonomisch immer die großen Unternehmen, die großen makroökonomischen Verschiebungen und manchmal geht ein bisschen verloren das, was die wunderbare Katharina Bruns, die wir hier mal ganz herzlich grüßen, die sich um die Selbstständigen kümmert in Deutschland. Ich finde eine tolle Anwältin dieser, glaube ich, zwei Millionen Selbstständigen oder vielleicht sind es sogar mehr, die es gibt, die da sich durchkämpfen. Wir erzählen mal heute was über die Schließung einer Metzgerei aus Büttelborn. Und wir wollen dann angesichts der Diskussion um die Reform des Sozialstaats und den Vorschlägen, die es dazu gibt und dieser Modernisierung, ohne zu kürzen, was auch immer das ist, darüber reden, ob wir es im aktuellen Setup überhaupt noch hinbekommen, substanzielle, sinnvolle Strukturreformen im Sozialstaat hinzubekommen.
B
Spannende Themen. Und in der Tat, Emma Bush ist eine ausgesprochen beeindruckende Persönlichkeit. Ich muss gestehen, sie hat den Raum sicherlich erobert, würde ich sagen. Hat vielleicht damit auch die Rolle gespielt, dass der Raum überwiegend männlich besetzt war, wie selbst auch angemerkt hat. Aber sie hat es nicht nur mit weiblicher Scham erobert, sondern vor allem mit einer in wahnsinnigen Energie, erst einmal positive Energie und gleichzeitig mit extrem klaren Gedanken. Und ich muss zugeben, das hat mich sehr beeindruckt. Weil klare Gedanken und klar ausgesprochene Gedanken aus dem Munde von Politikern, das hört man ja nicht so oft.
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Naja, es gab ja auch dann eine Diskussion darü Warum ist so ein Sound in der Politik so selten geworden? Und ich glaube, das hat eben am Ende dann doch ganz stark mit einer Persönlichkeit zu tun Und und um mal etwas soziologisch zu werden in diesem Podcast auch mit Rollenbildern und einem emanzipatorischen Selbstverständnis. Also wir hatten am nächsten Tag dann auch die dänische Premierministerin da und so in einem Verstaub Geschlechter und Menschenbild würde man so sagen, das weiß man ja seit Margaret Thatcher und Golda Meir, wie falsch das ist, dass diese kräftige Gestaltende auch wie ich finde, bei bei diese Liebe zum Klartext und bei allem Scham eben nicht drumherum reden, dass das etwas ist, was scheinbar in unserer oder anscheinend in unserer politischen Kultur ein bisschen verloren gegangen ist. Ebba Bush ist eine christdemokratin, die ist 38 Jahre alt, hat zwei Kinder und hat aber noch mal deutlich gemacht, dass es aktuell die Situation sowohl das transatlantisch schwierige Verhältnis als insbesondere auch die wirtschaftliche Entwicklung von Europa. Ich habe Daniel richtig strahlen sehen, als sie über Energie geredet hat. Da kann vielleicht Daniel dann noch was ergänzen. Sie hat einfach deutlich gemacht, dass wir und das hat sie dann auf Deutsch gesagt, Wir brauchen Tempo, Tempo, Tempo. Und sie hat auch sehr strukturiert die fünf Punkte gemacht, die ihr da sehr wichtig sind. Sie wird kleiner Cliffhanger, ich habe das mit ihr am nächsten Tag ausgemacht. Sie wird auch darüber schreiben in der Welt I keep you posted. Aber für uns in Deutschland ist es, glaube ich, wichtig zu sehen, dass diese sehr modernen, gesellschaftlich ja auch viel, viel ungespalteneren Gesellschaften in Skandinavien es geschafft haben, ganz zentrale Modernisierungsschritte zu gehen und die Gesellschaft damit mitzunehmen. Beide, Rasmussen wie Bush, haben eine Migrationspolitik, die wäre hier in Deutschland gewissermaßen halbdiskutabel. Dobrindt war gestern auch da, der hat das schon sehr gut gemacht. Aber die Entschiedenheit dieser Modern und im Fall von Ebba Bush ja wirklich auch jungen Frauen in politische Verantwortung hat, wenn es aus so einer klugen Frau spricht, noch mal natürlich eine ganz andere Wirkung. Klar geworden ist auch, dass die Bürokratisierung, die Regulierung insbesondere auch auf europäischer Ebene so nicht hinnehmbar ist. Und dann hat sie den dort anwesenden ich würde mal sagen, es waren 20 DAX CEO's und viele internationale CEOs eigentlich deutlich gemacht, wie sie sich ein Europa vorstellt, indem wir Raum aus Stagnation, indem man gestaltet, weil ihr auch klar geworden ist. Ich meine, jeder weiß, Schweden ist der NATO beigetreten aufgrund der Bedrohung aus Russland. Und sie hat wie auch wir hatten auch den grönländischen Premier da deutlich Militärische Stärke gibt es nur mit wirtschaftlicher Stärke. Und ich finde, sie hat den Case sehr gut gemacht. Und als sie dann anfing über Energie zu reden, dann war mein erster Blick natürlich sofort zu Daniel und weil sie auch deutlich gemacht Wir brauchen alles an Energie und um diese Art von wirtschaftlichem Wachstum anzutreiben. Und wir erinnern uns, dass die Schweden ja auch diejenigen waren, die den deutschen Atomausstieg mit den, glaube ich, schärfsten Worten kritisiert haben. Daniel wenn ich das richtig erinnere.
B
Ja gut, ich meine, da gab es eine schöne Schlagzeile, wo sie in Brüssel mal gesagt hat, selbst Robert Habeck könnte die Physik nicht außer Kraft setzen, was wahrscheinlich für Grüne überraschend ist. Und ich muss zugeben, jetzt gerade auch angesichts dieser Nordseekonferenz habe ich das Gefühl, dass den Glauben, die Physik überlisten zu können, auch bis weit in die aktuelle Bundesregierung noch vertreten ist. Ich meine, sie hat ganz klar eigentlich Wir müssen stark sein als Europa, stark sein heiß die Migration unter Kontrolle bringen. Ganz klar hat sich auch gelobt nach dem Wir haben keine Migration mehr in Schweden. Wir gehen hart gegen die Gangkriminalität vor. Die Schießereien hätten sich halbiert, wo man sich mal vorstellen muss vor 20 Jahren. Schießereien in Schweden hätte ich mir gar nicht vorstellen können. Aber wie gesagt, sie haben es immerhin halbiert. Sie gehen da hart gegen vor. Aber auf das Thema Energie zu kommen, war ihre Aussage im Prinzip der Wir wollen Klimaschutz. Wir können Klimaschutz und dann machen, wenn wir Wohlstand haben, wenn wir ein Industrieland bleiben. Wir wollen hier Schweden wollen Industrieland bleiben und deshalb bauen wir neue Atomkraftwerke, obwohl wir bereits Co freien Strom haben, weil wir wollen noch mehr Strom haben. Wir wollen im Prinzip ganz klar das Energieangebot ausweiten. Und ein großes Thema in Schweden ist sie haben eigentlich günstige Energie. Aber was hast du schön gesagt? Sie guckt mal auf den deutschen Wetterbericht Angstvoll, wenn bei uns mal wieder Dunkelflaute stimmt.
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Das war so eine lustige Pointe.
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Wenn im Prinzip bei uns Dunkelflaute herrscht, dann gehen die Strompreise in Schwedens hoch und dann verliert natürlich auch die schwedische Industrie an Wettbewerbsfähigkeit und die schwedischen Haushalte müssen mehr zahlen. Und kurz gefasst kann man einfach sagen, das hat sich jetzt nicht gesagt, betone ich mal, sage ich jetzt mal meinen haben wir natürlich relativ wenig Bock auszubaden, dass wir so eine bescheuerte Energiepolitik betreiben und das auch noch fortsetzen. Stichwort eben Windräder in der Nordsee, eine der teuersten Art und Weise Strom zu erzeugen, wenn man es komplett durchrechnet. Und vor dem Hintergrund war es einfach erfrischend. Was ich auch erfrischend fand, Ulf Wir hören ja durchaus auch immer in Deutschland gute Reden. Ich meine, Herr Merz hat ja auch in Davos eine Rede gehalten und ich frage mich immer, ich habe es bei Pockets auch kritisiert, ich frage mich hält diese Reden, warum handelt der nicht so? Das frage ich einfach nicht. Und bei ihr war es relativ klar, Sie hat einfach gesagt, okay, ich bin hier eigentlich der Juniorpartner in der Regierung mit den Sozialdemokraten. Wir werden auch toleriert von den Schwedendemokraten. Also von der, wie immer sagen wir Schwedischen ja oder vielleicht hat sie ja, glaube ich, abgeschwächt gemeint. Auf jeden Fall werden toleriert. Und sie sagt aber ganz klar, das sind die Prioritäten, wir machen das jetzt so. Und sie hat ganz klar Schaut mal, wir sind super, wir haben drei Prozent Wachstum, wir haben ein Volk der Aktionäre, wir haben den tollen Kapitalmarkt in Europa, Wir haben mehr IPOs in Schweden als in den 10 anderen Ländern kumuliert. Klar kann man sagen, das ist Momentaufnahme, muss nicht so sein. Nur wir hatten Schweden, vielleicht erinnerst du dich dran vor Monaten mal in diesem Podcast, als wir gesprochen haben von der Sanierung, wo Schweden echt mal vor der Pleite stand und saniert wurde durch damals übrigens auch eine sozialdemokratische Regierung.
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Die haben keine Erbschaftssteuer vor dem Hintergrund.
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Die haben dann 2004 Vermögenssteuer abgeschafft, eine Erbschaftssteuer haben sie dann auch abgeschafft. Und mit dem Ergebnis, dass reiche Schweden zurückgezogen sind, mit dem Ergebnis der Gründungsdynamik zu Wir kommen hinterher noch auf den Zustand der Gründer in Deutschland und wir sprechen in Metzgereien. Also kann man einfach nur sagen, da war jemand, der gesagt Mein Ziel ist Wohlstand schaffen. Wenn ich Wohlstand schaffe, kann ich mir alles andere leisten Ich arbeite an den Grundlagen des Wohlstands, das heißt sozialer Zusammenarbeit und günstige Energie. Und ich rede nicht nur eloquent, sondern ich handel auch. Und das fand ich einfach so erfrischend. Und nicht wenige an meinem Tisch haben zumindest Ach, ich habe eigentlich gar nicht gewusst, wo ich auswandern soll. Ich möchte gerne auswandern. Übrigens, hast du die Zahlen auch gesehen diese Woche neue Umfrage wieder, glaube ich, war auch bei der Welt zu lesen, so viel wie noch nie bei Auswandern nachdenken. Und dann haben alle Mensch, Schweden hatte ich gar nicht auf der Agenda. Lasst uns nach Schweden gehen. Wir kennen Schweden. Ich war da auch, hab Freunde. Es sind nette Leute, nettes Volk, schönes Land. Ich habe früher mal Naja, ein bisschen kalt, weil ich mag es nicht so kalt, aber Klimawandel hilft vielleicht auch da. Also vor dem Schweden ist auf jeden Fall an dem Abend auf die Liste von vielen Leuten gekommen als und wenn mich nicht alles täuscht hat, sie sogar kommt, weil ich nicht richtig weiß, ob sie es ernst gemeint hat. Aber im Prinzip fand ich das auch noch ganz gute Pointe bei der ganzen Angelegenheit. Wie gesagt, es war erfrischend und war schön und das war schön, das zu sehen. Und ich glaube, irgendjemand hat da, glaube ich auch gefragt nach dem Wie kann es eigentlich sein, dass es diese tollen Frauen gibt in Dänemark, in Schweden, in Italien wurde, glaube ich, noch mit erwähnt, dass die sogar anmarschieren und wir gleichzeitig auf der anderen Seite eben diese Truppen haben, die es nicht richtig bewegt bekommen, wie unter anderem leider auch diejenigen, die bei uns das Sagen haben.
A
Ja, also ich würde eine letzte bevor wir hier offiziell einen Ebba Bush Fanclub gründen. Ich hatte am nächsten Tag noch eine Gelegenheit, mit ihr da in Ruhe drüber zu sprechen. Und ich glaube, das hat sie auch angedeutet. Sie hatte die Entscheidung Kandidiere ich oder kandidiere ich nicht im neunten Monat schwanger? Und sie hat einfach Was ist meine Choice? Ich verliere, dann nehme ich einfach einen normalen Maternity Leave oder ich gewinne, dann mache ich für meine Kinder Politik. Und sie ist da auch sehr persönlich geworden, sieht sich in großer Verantwortung als Mutter. Und ich finde auch da einfach diese innere Souveränität. Selbstironisch im Auftreten, selbstbewusst im Auftreten. Und dann gleichzeitig, Wir hatten Lars Klingbeil hatte den ersten Vortrag am nächsten Morgen gehalten und gleichzeitig hat sie eine sehr unbestechliche Art, Dinge einzuordnen. Und was ich mitgenommen habe, ist, und deswegen bin ich schon wieder gut gelaunt, dass es diesen Sense of Urgency gibt, dass es auch und da brauchen wir ja, das können wir gar nicht auf nationaler Ebene lösen, diese hunderte von angezogenen Hemdbremsen aus Europa. Und das war überhaupt, wenn ich das noch ergänzen darf, in vielen Gesprächen, die am nächsten Tag liefen, eine der zentralen wie Wie kann es in Europa weitergehen, wenn es nicht zu einer absoluten Kehrtwende in der Regulierung kommt? Also sowohl Ola Kalinius als auch Bill Anderson von BASF als auch Alex Karp dazugeschaltet war, Also Europas Wohlstand wird durch die deutsche Regulierung, dann wurde auch von dem einen oder anderen CEO angemerkt, Dann haben wir noch auf Länderebene in Teilen Verordnungen. Aber wenn Europa nicht aufhört mit dieser Politik und da waren die, also die Formulierungen, das ist alles Chatny House Rule, deswegen kann ich da jetzt gar nicht so genau zitieren, aber die waren so scharf, das war so unerbittlich klar, dass eigentlich gesagt wurde, wenn wir so weitermachen, also selbst wenn wir in Deutschland unseren, das hat natürlich niemand gesagt, so rede ich, unseren Scheiß zusammenkriegen, wenn es auf europäischer Ebene nicht eine Kehrtwende gibt, dann wird Europa, egal wie wir das mit dem Binnenmarkt hinbekommen, egal ob EU, Indien, egal ob Mercosur und EU, die Europäer sind das Problem, was die Regulierung betrifft, und ich weiß nicht, wer es gesagt hat, Klammer auf, ich weiß es, aber ich sage es jetzt nicht, ein sehr bekannter CEO hat Wir erwarten eigentlich von unserem Kanzler, dass er mal nach Brüssel und Straßburg fährt und so nicht mehr Wir müssen, um wieder wirtschaftlich stark zu werden, damit wir verteidigungspolitisch stark werden. Wir brauchen brauchen eine absolut disruptive Kehrtwende, eine deregulative Phase. Und ich habe das alles, ich saß da mit meinem Notizbüchlein. Ich kann nur denjenigen, die das auf Twitter gepostet haben, gibst du ein Foto, wo ich da sitze und schreibe und schreibe. Nein, ich habe nicht an meinem Buch geschrieben, sondern als so ein kleiner fränkischer Spießer sitze ich da und habe mir jede Menge Notizen gemacht.
B
Ulf ist natürlich sehr schön, dass du so fleißig bist und das ist auch gut so und dass du dir Notizen machst. Ich meine, ganz kurz, jetzt hätte ich natürlich Notizen machen müssen, dahingehend, dass ich die Zahl jetzt perfekt präsent habe, Aber es gibt ja Studien vom Internationalen Währungsfonds und von der EZB, die zeigen, dass die Hürden innerhalb des Binnenmarktes zum Handel und für Dienstleistungen vor allem deutlich höher sind als die Zölle von Donald Trump. Also wir reden hier Bei waren so 40 bis 50 Prozent faktische Hürden innerhalb des Binnenmarktes und bei Dienstleistungen bis zu 100 Prozent. Die EU Kommission kümmert sich um alles Mögliche. Ich meine, es gibt immer dieses Gerücht mit der Gruppenkrümmung, Ich weiß gar nicht, ob das stimmt. Die sollte sich Binnenmarkt kümmern. Und jetzt hast du den CEO zitiert, der gemeint Herr Merz sollte es doch mal machen. Herr Merz behauptet, er würde es tun. Der hat ja auch in Davos in seiner Rede gesagt, wir müssen aufhören mit Formularen und so weiter. Das Problem an der ganzen Sache ist, ich glaube, du kannst eben in Brüssel nichts bewegen. Die hören sich das an, die nicken dann und Ja, wir setzen mal eine Kommission ein für Bürokratieabbau. Ich meine, die schlimmste Bürokratin ist Frau von der Leyen. Die hat im Prinzip in den letzten Jahren mit ihrem Green Deal und so weiter uns überzogen mit Regulierung. Dann hat sie eine Rede gehalten, wir müssen jetzt Bürokratieabbau machen und das ist schon wieder eine Weile her. Es passiert nicht. Es muss einfach, weißt du, du musst den Politikern einfach auf die Finger hauen und zieht euch aus der Wirtschaft zurück, der EU zu Zieht euch auf die Wirtschaft zurück. Die hat es völlig übertrieben. Sie hat eine Regulierungstiefe, die viel zu tief ist. Und das ist ein massives Problem. Vor dem Hintergrund kann ich nur Die wahre Antwort muss Haltet euch das Ding raus, Gebt uns den Bürgern das Risiko und die Chance wieder zurück. Lasst uns wieder mehr unternehmerisch sein. Und das ist, was wir tun müssen. Und darum, ich meine, ich habe nicht die Hoffnung, dass da was passiert. Ich glaube, dass Herr Friedrich Merz für die Reden hält, aber da nichts tut und dass er, wenn er was versuchen würde, auf der EU Ebene mittlerweile auf eine Bürokratie trifft, die sich aus sich selbst heraus definiert und weiter wächst, So Parkinson's Gesetz at best und vor dem Ich glaube, es geht nur, indem man Aufgaben einfach wegnimmt und beschneidet.
A
Ja, und da kommt so Ein interessanter ich will das jetzt gesagt haben, das ist jetzt nicht mehr gedeckt vom WWG, sondern das ist my personal opinion, die Rolle der Rechtspopulisten in diesem Konstrukt. Wir haben ja gesehen, sie sind Antikapitalisten, wie die Linken und die Grünen auch. Das war diese Mercosur Abstimmung. Aber sie stellen die EU in ihrer jetzigen Form verdienstvollerweise in eine fundamentale Kritik und sie stellen sie in Frage. Und das ist gut zu Wir brauchen mehr Delegitimation der Selbstverständlichkeit einer Idee von Europa noch Ich bin überzeugtester Europäer und der schönste Moment gestern war, als ich für meine Mutter ein Foto mit dem Premier aus Grönland und der dänischen Premierministerin machen konnte. Wir brauchen eine Delegitimation dieses Status quo der EU und eine Neubesinnung auf das, was eigentlich seit den römischen Verträgen die Idee war, nämlich eine europäische innere Kohäsion durch ein gemeinsames Wachsen. Also wir wachsen gemeinsam einfach besser und stärker. Das heißt, es ist kein moralisches Projekt, sondern ein Projekt, an dessen Ende die europäischen Bürger alle profitieren, weil man gemeinsam Binnenmarkt, Währungsunion, darüber haben wir ja auch schon mal gesprochen, was es für Deutschland für Chancen geboten hat, Sie hat sie nicht genutzt, jetzt vielleicht schon anders. Wir brauchen vielleicht mehr Europa, nicht europakritische, sondern EU kritische Stimmen, damit sich endlich was verschiebt. Ich hab diese Drastik in der Wahrnehmung von großen DAX CEO so noch nicht gehört. Ich bin der Hoffnung, dass sie das auch an entsprechender Stelle dann in der deutschen Politik genauso artikulieren. Und alle haben immer und immer wieder betont, dass ohne wirtschaftliche Stärke keine militärische Stärke und keine Verteidigungsstärke möglich ist. Und dann war noch der mich sehr, sehr beeindruckt habende und in Deutschland, also Witkov war dann der letzte Gesprächsgast, der war zugeschaltet. Und wenn man da nur die deutschen Medien verfolgt hat, hätte man gesagt, das ist ein herzloser, zynischer Immobilienmogul und Trump Bud. Und das war so ziemlich der beeindruckendste, liebenswerteste Humanist, der sehr persönlich auch über den Schicksalsschlag Er hat einen Sohn verloren und warum er seit diesem Schicksalsschlag eigentlich das Sterben muss aufhören und was ich dazu tun kann, um Frieden zu machen, Geißeln zurückzubringen. Sterben muss aufhören. Alle Friede ist am Ende auch nur möglich durch Stärke. Und so stand eigentlich die wirtschaftliche Stärke in allem übrigens auch das ist jetzt wirklich nur eine kleine Nebenbemerkung. Die Hoffnung auf Frieden ist eine, die damit zu tun hat, dass man auch den Ukrainern wie den Rußen eine ungefähr doppelt so gute wirtschaftliche Perspektive geben kann. Fulminantes GdB Growth, wenn es Frieden gibt. Und so war eigentlich die friedliebende und auch humanistische Kraft des Kapitalismus von Sozial Demokratinnen bis hin zu einem Witkov, so eigentlich der Common Denominator. Jetzt waren wir hier oben. Und ich finde zum zweiten Thema kommen wir mal zur Basis. Ich würde nicht sagen unten. Wir reden für uns Franken über das ökonomisch Bedeutendste, was es in unserem Leben gibt, nämlich die Traditionsmetzgereien. Ich habe gerade auf Facebook abonniert einen Kanal eines Foodbloggers aus Nürnberg, der alle 30 Tage 30 Leberkäs wächst, testet in Nürnberg und Umgebung. Und ich habe mir schon elf Notizen gemacht. Zunächst mal, wenn ich da bin, welche Leberkäs Weckgler ich sozusagen verschlingen darf. Einer unserer treuesten Hörer hat uns Guckt euch doch mal bitte an die Schließung der Metzgerei Herbert aus Büttelborn. Jetzt habe ich erst mal gegoogelt, wo das ist. Das ist irgendwo in Hessen. Und dann habe ich eine Geschichte gelesen, wenn ich das richtig sehe, die Zeitung, Es ist Darmstädter Echo, I don't know. Wo ein 105 Jahre alle Metzgerei jetzt schließt, weil es einfach keinen Sinn mehr macht. Und es hat verschiedene Gründe, aber einer der Gründe ist eben die Auflagen. Es sind sechs dicke Aktenordner für die Lebensmittelkontrolleure vom Veterinäramt. Es ist so, dass diejenigen aus der Familie, die jetzt dieses Unternehmen hätten übernehmen, müssen sagen wir sind junge Familien, das Risiko ist uns zu hoch, ich glaube, wir kriegen es nicht hin. Und diese kleinen Metzgereien, die zumachen, die kleinen Bäckereien, die zumachen, diese kleinen Familienunternehmen, also der kleine Mittelständler. Was arbeiten in einer Metzgerei? Zehn, zwölf Leute, die für das kulinarische Selbstverständnis eines föderalen Landes und auch wenn man weiß, wie wichtig den Deutschen ihre Wurst ist, dann ist es eigentlich so traurig. Und diese Geschichte mal so hinabzusteigen in das, was Bürokratie und Regulierung und dieser Auflagenwahnsinn eben auch für so eine Lappalie wie ein Metzgerei Betrieb bedeutet, das hat mich dann doch wieder sehr, sehr schockiert. Und dieses Traditionsunternehmen hat dann versucht von den 14 Mitarbeitern Kostmanagement runter auf sechs Mitarbeiter. Die Öffnungszeiten wurden stark eingeschränkt, dann ist auch noch die Nachfrage gescheitert, weil wenn die Konjunktur schlecht ist, dann nehmen die Leute statt 250 Gramm von dem Leberkäse wahrscheinlich nur 180 Gramm. Und dann kommt das eine zum anderen und dann sieht man, dass drei Jahre wirtschaftliche Stagnation eben kein Wachstum solche wunderbaren Betriebe aus dem Markt drängt und die Familien verkaufen dann lieber, nehmen das Geld und arbeiten einfach in normalen Angestelltenbezügen.
B
Ja gut, du musst vor allem auch einen Käufer finden, das musst du auch noch sehen. Ich meine, ich glaube, wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es ja eben keinen Käufer. Die Firma gibt auf und wird quasi liquidiert. Du kannst die Assets verkaufen. Ich meine ganz generell, was lernt man daraus? Das erste ist Regulierung. Die großen Unternehmen, ich habe ja gerade zugehört, wie du von den DAX CEO geschwärmt hast, ich kenne ja viele von denen, ich bin kein großer Fan, weil ich immer sagen muss nach dem Naja, sie machen das, was eben große Unternehmen machen, Sie richten sich an der Politik aus und diversifizieren ins Ausland hinaus, aber sie sind natürlich schon an der Politik interessiert und sie gehen auch mit den Allianzen ein. Im Prinzip auch oftmals gegen die Kleinen, weil diese Regulierung, die Bürokratie können größere Unternehmen viel leichter verkraften als kleinere Unternehmen. Das ist einfach so. Und wenn du jetzt diese Regulierung nimmst, muss ich sagen nach dem Naja, die großen Lebensmitteleinzelhändler, die da auch Fleisch ja immer große Anteile gewonnen haben, die haben wahrscheinlich heimlich gar nicht so viel gegen die Regulierung, weil sie als große Unternehmen dort einen Vorteil haben, Kostenvorteil haben, Sie haben effizientere Strukturen und die Bürokratie belastet quasi überproportional die Kleinen und drängt die aus dem Markt. Das ist eine. Das zweite ist, wir haben natürlich es generell zu tun. Wir kommen auch gleich noch auf das Thema Selbstständigkeit generell würde ich mal sagen, wenn du mal Fleischereien anschaust, Metzgereien, ich meine, die Zahl hat sich seit 2002 halbiert. Und ich weiß noch, ich bin in Bayern aufgewachsen, was man mir ja nicht so richtig anhört, aber ich bin ein bisschen aufgewachsen und ich weiß noch, in dem Dorf, wo ich da war, oder Markt, wie es genau heißt, da glaube ich gab es damals so fünf, sechs Metzgereien mit dabei, da gibt es nur noch eine Klammer auf, die ist auch nicht mal so richtig gut. Das heißt, du fährst dann sogar schon 10, 15 Kilometer, um zu richtig guten zu kommen. Witzigerweise denkt man sich, ja gut, wie kann es eigentlich sein? Und da stellst du aber gleichzeitig folgendes Du stellst erstmal in den Supermärkten gibt es viel mehr Fleisch als früher und es ist auch viel normaler geworden, in Supermärkten einzukaufen. Also hast du einen Strukturwandel, bedingt durch die Bürokratie, bedingt durch Auflagen, bedingt natürlich durch einfach Kostenvorteile, die größere Einheiten haben und natürlich auch bedingt durch die Tatsache, dass die Menschen heute leicht etwas preisbewusster sind als früher und sagen, ich kaufe dann da quasi da und sich nicht mehr zurückscheuen vor der Anonymität dieses Grossbetriebes. Und das ist eine Sache, also das versendete Konsumentenverhalten. Ich glaube, wenn wir Deutschen mehr Geld in der Tasche hätten, generell bin ich nicht ganz sicher, ob wir da auch wirklich mehr für Essen ausgeben würden, weil wenn du es gerade vergleichst mit Italienern und Franzosen, sind die Deutschen einfach bekannt dafür, Es muss billig sein. Nicht unbedingt gut. Das ist leider so. Das trifft natürlich dann gerade die Metzgereien und andere auch, weil man natürlich dann eben sich falsch, meines Erachtens falsch verhält. Ich glaube, lieber ein gutes Stück von einem Metzger, den man kennt, als irgendein Stück billigeren Preis, doppelte Menge aus dem Supermarkt, meine persönliche Sicht. Dann hast du natürlich generell das Thema, wir haben mehr Veganer, der Markt ist geschrumpft, aber du hast auch das Thema, dass immer weniger Leute es machen wollen. Ich meine, du hast gesehen, es gibt einen drastischen Problem mit Auszubildenden. Also zwei Ta Gab es im Bereich der Metzgereien noch Auszubildende? Im Jahr 2024 waren es nur noch. Das ist also 75 Prozent weniger in zwei Jahrzehnten. Die Leute wollen das nicht mehr gerne machen. Ist ein harter Job, ist vielleicht auch nicht so ein angenehmer Job. Das ist der Punkt. Warum fehlt der Nachwuchs? Und dann kommen wir zum größeren Problem. Wir haben natürlich das Thema, dass wir, das haben wir auch schon öfters diskutiert, eine Überakademisierung haben Also alle machen Abitur, alle studieren was, im Zweifelsfall etwas, was man nicht braucht. Und hinterher sind sie dann irgendwo mit Soziologie und Politologie fertig. Und wenn sie kein Bundestagsmandat ergattern, dann sitzen in irgendwelchen NGOs rum und denken über Steuererhöhungen und Erfolgssteuer nach für diejenigen, die eben nicht diesen Weg gegangen sind. Das heißt, du müsstest eigentlich wieder die berufliche Ausbildung aufwerten. Und wenn du überlegst, wie viele Schulabbrecher wir haben in Deutschland, wir haben damit, leider sind wir, glaube ich, mit Spanien gemeinsam Spitzenreiter in der EU. Wenn du überlegst, wie viel, dass wir fast drei Millionen junge Menschen unter 35 haben ohne Berufsausbildung, würde ich sagen, da gibt es eine Chance. Nur warum machen die das nicht? Es ist unangenehm. Wir haben ein Sozialsystem, der sehr hohes Mindestlohnniveau faktisch garantiert über Bürgergeld und anderes. Da kommen wir gleich zur Sozialstaatsreform. Und dann hast du natürlich das Warum soll ich sowas machen? Warum soll ich einen harten Job machen? Und wenn du dann noch überlegst, dass du selbstständig sein musst und dann vom Staat getriezt wirst mit Steuern, Abgaben, Auflagen, mit einem generellen Misstrauen des Staates. Also ich bin ja auch selbstständig, da musste ich mal Steuerprüfung, da musste ich irgendwie vier Jahre, fünf Jahre her, musste ich dann nachweisen, jede einzelne Reisekostenabrechnung, dass diese wirklich betrieblich bedingt war. Und da muss ich reichen. Ich habe das dann gemacht, ich habe da drei Tage dran gesessen, konnte alles nachweisen. Steuerprüfung ging aus wie das Home Schießen nach dem vielen Dank. Es war nichts zu finden, aber es war natürlich irgendwie ein baldiger Zeitaufwand. Wenn ich angestellt bin, muss ich das nicht machen. Mein Gehalt wird irgendwie mehr netto überwiesen, ich hab Krankenschutz, ich habe alles drum und dran. Ich bin eine Rentenversicherung. Als Selbstständiger ist es doch so, nehmen wir mal an, du bist erfolgreich, Ulf. Wenn du erfolgreich bist, dann kommen irgendwelche um die Ecke und oh, du bist ja Millionär, Klammer auf. Dabei hast du nur vorgesorgt fürs Alter, was andere eben mit der Rentenversicherung machen, Dann wird dir das Geld weggenommen. Oder wenn du dann stirbst am Herzinfarkt, dann kriegen deine Kinder auch noch das Erbversteuer. Also wie gesagt, es ist alles nicht so richtig witzig. Und deshalb haben wir natürlich ein generelles Problem. Die Metzgerei ist quasi das große Symptom. Und das Beispiel Wir haben generell einen Niedergang der Selbstständigkeit, einen Niedergang des Handwerks. Und das ist genau das völlig falsche Signal. Wir brauchen mehr Handwerker, wir brauchen mehr Selbstständige. Und daran müsste man eben arbeiten, indem man entbürokratisiert und vor allem, indem man hingeht und Liebe Freunde, lasst uns doch endlich mal wieder ein bisschen Geld verdienen und mehr Risiko und Chance haben, statt von der Politik überreguliert zu sein. Das ist das Problem. Und insofern ist es ein schönes, was du rausgesucht hast, auch für Veganer und Vegetarier relevant. Es ist einfach ein Symptom für das, was meines Erachtens schief läuft im Land.
A
Ja, und bevor wir dann gleich mal über die Sozialstaatsreform sprechen, noch ein Punkt oder drei Gedanken dazu. Ein Thema, das du angesprochen hast, die Großen versus die Kleinen, ist nicht zwangsläufig die Entwicklung des Kapitalismus so, dass man ja früher gab es eben im Dorf, wie die Metzgerei, da wo ich herkomme, in Franken, gab es auch in jedem Dorf eine Brauerei, weil Metzger und Bier, also Wurst und Bier hat uns über Jahrhunderte gereicht und deswegen war Franken ja und Nürnberg, die Patrizierstadt, waren wir so erfolgreich. Wir haben also das Konzept von Longevity nicht erfunden. Also wir wurden nicht so alt, weil alle fränkischen Männer so rote Bierköpfe hatten und die essen Wurst morgens schon zum Frühstück.
B
Du hast recht, die Antwort zu geben. Es ist richtig. Kapitalismus neigt zur Konzentration, neigt zu Effizienzgewinn. Ist ja auch gut. Das ist ja auch gar nicht falsch. Nur trotzdem ist es so, es heißt nicht, dass am Ende wir quasi nur noch industrielle Fleischverarbeitung haben müssen.
A
Es gibt immer Segmente. Genau. Der Discounter hat das dann alles. Du kriegst alles mit einem Einkauf. Du kriegst es auch noch, weil die Deutschen beim Essen geizig sind, by the way. Kann man jetzt ökonomisch sehen, oder? Aber nichts ist wertvoller als Lebenszeit und das ist einfach nicht gesund. Und mich hat das beim Metzger so erwischt. Warum? Weil ich den Besuch beim Metzger so einen Ausweis dessen fand, dass man man sich Zeit nimmt und sich was kosten lässt, wenn man die Produkte aus seiner Region eben so genießt. Und ich glaube, es braucht eben auch dafür ordoliberale Rahmen, die all den Druck. Also ich finde, wenn es etwas gibt, wo man sagen würde, es ist auch fürs Kulturelle und das soziale Selbstverständnis wichtig, dass man diese Bürokratieauflagen, und es war in diesem Porträt sehr schön zu lesen, dass man die so runterfährt, dass es eben nicht so viel Ressourcen bündelt, sondern dass man sagen kann, die können das sozusagen für ihre Produktion, für ihre Vermarktung. Sie können das einfach auf das konzentrieren, wo die Kunden davon was haben, wo ein Mehrwert geschaffen wird. Also ich denke mal, das ist nur pass pro toto. Ich denke, das passiert im Augenblick hundertfach überall in Deutschland. Und das ist eine sehr, sehr traurige Sache. Wer es genauer wissen will, wir werden den Link zu Geschichte machen. Vielleicht hat ja ein Metzger, der gesagt hat, vielleicht ein großartiger fränkischer, was, jetzt mache ich ja noch was in Hessen auf, schauen wir mal, ob das klappt, dann reden wir jetzt.
B
Es wäre übrigens gut. Ich muss dazu sagen, vielleicht eine Zahl noch, was ich ganz traurig finde, nur ungefähr 25 Prozent der deutsche Bevölkerung können sich überhaupt vorstellen, selbstständig zu sein. Vor 25 Jahren waren das noch fast 50 Prozent. Also alle wollen angestellt sein, am liebsten beim Staat arbeiten und das kann nicht funktionieren auf Dauer.
A
Genau. Und warum das so ist, hat auch mit Politikerinnen wie Bärbel Bas zu tun, die ja im Grunde genommen ihren Job damit verwechselt, einfach das Land abzusichern vor einer Einschränkung des riesigen monströsen Sozialetats. Jetzt gibt es eben Reformvorschläge, auch da wurde gestern viel drüber gesprochen, wen wundert's? Die Regierung hat sich da schon sehr für gefragt, gefeiert. Also wir haben eine Bündelung der Leistungen beim Bürgergeld, wir haben eine Automatisierung, Kindergeld wird automatisch nach Geburt ausgezahlt und wir haben eine Digitalisierung. Es gibt ein zentrales Serviceportal für alle Anträge, Bürokratieabbau durch weniger Behörden. Das ist irgendwie so ein bisschen Ironie, nachdem wir also für die Leute, die selber wirtschaftlich arbeiten, werden die Bürokratie und Berichtspflichten und Abgabenlasten immer mehr. Und für die, die einfach diesen Sozialstaat, warum auch immer, jetzt gehen wir davon aus, es gibt ein paar Prozent, die brauchen ihn wirklich, aber es gibt wahrscheinlich auch ein paar Prozent, die brauchen ihn überhaupt nicht. Denen wird es noch einfacher gemacht, Bürgergeld und andere Sozialleistungen zu beziehen. Also wenn man zynisch ist, könnte man sagen, man sieht ja, Bürokratieabbau klappt ja, aber er klappt nur dort, wo der Staat das Geld zum Fenster rausschmeißt in Teilen. Und ich weiß nicht, wer es gestern gesagt hat, das Geile an dieser Reform ist einfach, es wird nichts mit eingespart. Und da finde ich es dann schon wieder so, dass ich meinen Puls einfach wirklich kurz fühlen muss, ob ich mich jetzt gleich wieder so aufregen kann. Was bringt all das, wenn man nicht sagen kann, dieser Sozialetat ist nicht zukunftsfähig? Dieser Sozialetat ist für jeden, der nach einem Ziel für seine Investitionen sucht, der guckt Google Deutschland und guckt sich was geben die für was aus. Ein Grund zu Naja, vielleicht machen wir das eher nicht und gehen in andere Länder. Die sind zwar moralisch vielleicht weniger sozial vermeintlich, obwohl das glaube ich nicht mal, sondern wir gehen in ein Land, wo man sagen kann, ja, man kann alles modernisieren, aber es darf nicht am Sozialstaat gespart werden. Und da ist dann für mich eigentlich schon, da habe ich dann schon aufgehört genauer hinzugucken. Daniel, ich hoffe, du hast dann trotzdem noch genauer hingekommen.
B
Also die Politik hat ja gesagt, explizit Vorgabe keine Einsparung, sondern nur Modernisierung war ganz groß. Und jetzt, obwohl trotzdem wird von Linkspartei schon kritisiert, na die Pauschalierung könnte dazu führen, dass der eine oder andere einen Euro weniger hat. Also die Politik hat sich gefeiert dafür, dass sie etwas ausgearbeitet hat, was schon seit Jahren auf dem Tisch liegt. Es gab von Wissenschaftlern schon 2023 entsprechende Vorschläge, in die Richtung zu gehen. Und wenn du, ich glaube 26 Punkte, wenn du 26 Punkte durchliest als jemand, der dieses System finanziert, da musst du einfach Wisst ihr was, Freunde, es ist eine Frechheit, was hier passiert ist eine Frechheit, weil wenn man mein Geld verwendet oder unser Geld verwendet oder das Geld der Steuerzahler verwendet, um damit zum Teil eben das Land voranzubringen, Infrastruktur und so weiter und zum anderen eben einen sozialen Ausgleich herbeizuführen, ist es ja OK, Dann erwarte ich aber, dass du wem du wie viel wofür wie gibst und ich erwarte beginnst ja, du kennst Die Studie vom ifo Institut, es gibt über 500 Leistungen alleine im Bund, vom Bund ausgerechnet und bei den meisten weiß man gar nicht genau, wie die richtig wirken und so weiter. Also Blindflug. Die haben sich jetzt ja konzentriert auf die drei Großen. Das zweite Du hast es zu tun mit einer Umverteilungsmaschinerie, die unglaublich viel Ressourcen bindet. Also ich glaube ungefähr 17 Prozent der Mitarbeiter Sektor arbeiten in der Umverteilungsbürokratie. Das heißt, du hast unglaubliche Ressourcen bei der Umverteilung. Das heißt für mich als jemanden, für uns alle, für alle, die es einzahlen, heißt das Geld wird nicht zielgenau verteilt. Man weiß nicht richtig, was es bekommt. Es gibt ganz viele Gesetze und das Ganze wird höchst ineffizient gemacht. Ich glaube, wenn du so Zuschläge bekommst zu deiner Rente, dann dauert es teilweise bis zu 10, 15 Arbeitsstunden, denen ausgerechnet wird, wie viel jetzt der Zuschlag ist für deine Rente. Es ist ein Drama und die Politik feiert sich jetzt Dafür, dass sie 26 Vorschläge ausgearbeitet hat, die vorher schon auf dem Tisch lagen und hat jetzt ja gesagt, wir wollen das jetzt in Ruhe in Gesetze gießen bis Ende 27 glaube ich. Und wenn das Gesetz dann da ist, wollen wir anfangen mit der Umsetzung. Frau Behas hat gestern heute Journal, glaube ich, gesprochen von der Operation im offenen Herzen, um dann irgendwann umzusetzen. Das heiß Ich glaube, wenn die jetzt so weitermachen, dann realisieren sie das bis 2035. Und jetzt kommt der Punkt, Ulf glaubst du allen Ernstes 2035 sind Estland, Schweden, Dänemark noch auf dem heutigen Digitalisierungsstand? Nein, die werden signifikant weiter sein. Also wir wollen jetzt ein Modell bauen, das ist wie der Berliner Flughafen. Ich weiß nicht, wie es der geht, aber Berliner Flughafen ist für mich wie die Zeitreise. Ich lande da und ich denke bin in den ER Jahren ER Jahren. Warum ist das so? Weil der Flughafen wurde zu einer Zeit konzipiert, waren die ER Jahre noch aktuell und hat lange gedauert und heute schaut auch so aus. Das heißt, die Politik möchte jetzt ein Modell vorbereiten, was in acht Jahren dem entspricht, was wir vor zehn Jahren hätten haben sollen und Das ist mein Punkt und ich glaube einfach, es ist falsch zu Wir bauen jetzt sowas um. Ich hätte gesagt, wir verbrennen das vorhandene Sozialgesetzbuch oder es gibt ja verschiedene davon und wir machen ein komplett neues. Wir machen einen Stichtag und ab dem Stichtag ist alles neu. Ich glaube nicht an die dieses System. Ich bastel hier, ich mache da und was weiß ich. Es ist einfach lächerlich. Wir brauchen einen totalen Restart. Das gilt für die ganze öffentliche Verwaltung. Ich glaube, Carsten Wilberger bemüht sich da sehr viel. Es ist ein völlig falscher Ansatz. Ich glaube, es wirkt nur noch kompletter Neubeginn. Du kennst mein Lieblingsthema Steuergesetzbuch. Ich würde einfach das Steuergesetzbuch von Paul Kirchhoff einfach zum 01.01.2027 einführen. Punkt. Das ist einfach, Da hast du so viel gespart. Dann werden so viele Steuerberater, müssen sich einen neuen Job suchen, so viele Finanzbeamte müssen sich einen neuen Job suchen. Wie schön wäre die Welt zum Beispiel Metzgereien übernehmen. Ja klar. Und dann, wenn der Metzger dann auch weniger Steuer und Abgaben hat und weniger Regulierung, dann macht es auch wieder Spaß, Metzger zu sein. Also das ist das. Und darum ist es einfach unglaublich. Und darum war für mich ist dieses Selbstlob der Politik einfach lächerlich. Und für mich ist einfach so, Jetzt komm mal auf Ebba Bush zurück. Ebber Bush hätte sich niemals ins Fernsehen gesetzt, hätte gesagt, ich werde jetzt hier 26 Dinge in den nächsten paar Jahren umsetzen. Die hat gesagt nach dem Motto Entscheidungsprozesse, die früher 10 Jahre gedauert haben, müssen jetzt in einem Jahr abgeschlossen sein. Full stop. Egal, um was es geht, ob es um Atomkraftwerk geht, ob es um Militärstützpunkt geht und sonst was geht, das muss einfach passieren. We make it happen. Und da setzt du sich. Wir machen die ganzen Gesetze. Es ist einfach. Du kannst nur den Kopf schütteln. Also ich würde alles wegschmeißen, abreißen, neu machen und nicht rumdoktern. Es ist verschwendete Zeit. Natürlich brauchen wir für eine Föderalismusreform. Natürlich muss der Staat sich dafür anders aufstellen. Aber da komme ich zu meinem Lieblingsthema. Der Staat muss sich zurücknehmen. Der Staat mischt sich viel zu viele Dinge ein. Die können es nicht. Die Politiker, die wollen sich zugeben, sie wollen nicht loslassen. Aber letztlich sind sie völlig überfordert. Die müssen erst mal das, was der Staats Kernaufgabe ist, ordentlich machen. Schau mal, letzter Dein Freund Lars. Dein Freund Lars hat es letztes Jahr nicht geschafft, die Gelder in Investitionen zu schieben, die er vorgeschoben hat. Er hat 25 Leute, viel Investitionen. Das hat er gar nicht geschafft. Der Verdacht ist im Raum, dass Folgendes passiert. Ulf Man plant viele Investitionen, damit man irgendwelche formalen Vorgaben erfüllt, realisiert die dann gar nicht und kann das Geld dann weiter veruntreuen, was sie eh schon tun im allgemeinen Haushalt. Das ist was passiert. Und dann setzt man sich ins Fernsehen und lobt sich selber dafür, dass eine Kommission, ohne irgendwelche Einsparungen zu realisieren, Maßnahmen aufgeschrieben hat, die seit Jahren auf dem Tisch liegen, die Jahre Umsetzung brauchen. Und nachdem man sie umgesetzt hat, ist Deutschland immer noch 10, 15 Jahre hinter allen anderen Best Practice zurück. Es ist eine Lachnummer. Es ist eine Lachnummer. Und das ist einfach riesengroßer Mist. Und vor dem Hintergrund kann ich nur Ich würde Wir müssen gleich ins Metzgerei hinauffahren, gemeinsam dort noch mal ein schönes Steak essen, aber ich kann einfach eins So wird das nichts werden. Und solange die Politik das nicht erkennt und das hilft, die ganze Regierung hat mit Frau Basni und eine größere Reden hält, ohne zu handeln, so wird es mit Deutschland nicht vorangehen. Und Da sind die CEOs mit dabei. Die CEOs sollten genauso hingehen. Hört auf mit diesem klein klein, große neue Schritte. So einfach wird es nicht funktionieren. Und das wissen die aus ihrer Praxis. Die wissen nämlich, wie man Firmen saniert.
A
Ich bin ja ganz bei dir. Ich muss ausnahmsweise mal die Rolle nicht der Mäßigung, sondern des Kontextualisierens Die deutsche Sozialbürokratie verschanzt sich hinter dem, was in Deutschland gewissermaßen der spirituelle Kerngehalt der Bundesrepublik geworden ist, gewissermaßen das Sozialstaatliche. Und diese Art von säkularisiertem Protestantismus und ehrlich gesagt auch der katholischen Soziallehre führt dazu, dass dieser Sozialbereich wahrgenommen wird wie etwas Heiliges in unserem Bundesrepublik. Und man muss diese Sozialstaatskirche entweihen. Und dazu gibt es ja verschiedene Rituale. Und ich glaube, ein wichtiger Teil ist, dass man das mit einer gewissen Schärfe und Härte anspricht. Du hast Kirchhof angesprochen. Ich bin ja bei meinen Recherchen zum neuen Buch Guck mir Ludwig Erhard, der hatte das schon in den er Jahren geahnt, Müller Armack, wo diese Diskussionen schieflaufen, aber dem Land, dem Luther gelungen ist, ist noch nicht derjenige gelungen. Anulf Baring, ein Hans Werner Sinn, keine Ahnung. Es gibt ja Dutzende von Leuten, die einen Anlauf gemacht haben. Diese Verklärung und das Heiligmachen des Sozialstaatlichen ist noch nicht zum Ende gekommen. Wir brauchen dringend eine Entweihung dieser Sozialstaatskirche. Wenn du mich fragst, wie realistisch ist es? Ich würde sagen, es ist überhaupt nicht realistisch, weil sich auch das ganze politische Mittelmaß, irgendwelche grüne Jugend, irgendwelche Juso Chefs und so weiter, dieses ganze nur im politischen Betrieb mögliche Mittelmaß in Spitzenfunktionen, das hat sich einfach etabliert, weil sie diese Sozialstaatsliturgie genauso bedienen. Und der erste Satz der zehn Gebote in der Sozialstaatsliturgie Du darfst beim Sozialen nicht sparen. Das zweite Gebot Sozialstaat heißt immer mehr, Sozialstaat nie weniger. Und das dritte Alle, die den Sozialstaat kritisieren, sind herzlose, zynische Bastarde oder wie auch immer. Solange wir diese 10 Gebote nicht einfach mit entsorgen, wird sich nichts ändern. Und alle Zuhörerinnen und Zuhörer von MEGA tragen das ja in ihrem Herzen. Wir werden weiter dafür kämpfen. Wir sind die Reformatoren, wir sind die Lutherisch Lutheraner. Wenn es darum geht, diese Schluss damit Note an die Kirchentüren der Sozialstaatsreligion zu tackern, dann kommen wir, weil Daniel ist schon fast auf dem Sprung, seine Krücke hat schon den Turbo angeschaltet. Ist das Mega oder kann das weg?
C
Ist das mega oder kann das weg?
A
Und da gibt es einen Vor Vorschlag von Sandro Einkommensabhängige Beiträge zur gesetzlichen Kranken und Pflegeversicherung. Daniel, was ist deine Meinung?
B
Ganz einfach weg. In der Schweiz ist es auch weg. Sozialer Ausgleich über staatliche Zuschüsse, aber weg.
A
Und da ich ausnahmsweise mal Ich bin ja sonst immer anderer Meinung als Daniel. Ich bin genau deiner Meinung. Weg damit. Schluss damit. Reiß die Sozialstaatskirche ab und brennt sie nieder. In diesem Sinne einen schönen Tag und alles Gute.
B
Bis dann. Ciao.
C
Das war makeeconomy great again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an mega lt.de und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Date: January 28, 2026
Host: WELT (Ulf Poschardt)
Guest: Daniel Stelter (Economist)
Theme: Deutschland im wirtschaftlichen Niedergang – Wege aus der Stagnation
In dieser Episode diskutieren Ulf Poschardt und Daniel Stelter die aktuelle wirtschaftliche Stagnation Deutschlands, den zunehmenden Pessimismus unter Unternehmern, sowie den Reformstau im Sozialstaat. Sie vergleichen Deutschlands Situation mit skandinavischen Ländern, stark beeinflusst vom Auftritt der schwedischen stellvertretenden Premierministerin Ebba Busch beim Weltwirtschaftsgipfel. Im Zentrum steht die Forderung nach einer radikalen Deregulierung und einem Neustart im Sozialstaat.
Das Gespräch streift mit viel Sachverstand, Ironie und Unmut zentrale Themen der deutschen Gegenwart: Wirtschaftliche Stagnation, politische Lähmung, Bürokratiekrise und die Unfähigkeit zum großen Wurf in der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Die Hosts werben für mutige, radikale Reformen nach skandinavischem Vorbild und fordern ein Ende der „heiligen“ Sozialstaatsliturgie, die echten Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit verhindert. Brennende Fragen nach Unternehmens- und Gründungsfreundlichkeit verbinden sie mit einem gesellschaftlichen Appell: Deutschland braucht mehr wirtschaftlichen Wagemut, weniger Zentralbürokratie – und einen kulturellen Kulturkampf gegen verkrustete Narrative.
Für Hörer, die die gesamte Sendung nicht hören können, bietet diese Zusammenfassung die wichtigsten Argumentationslinien, Kernkritikpunkte und Anregungen zum Weiterdenken – inklusive passender Zitate und Zeitangaben für einen gezielten Wiedereinstieg in einzelne Themenfelder.