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Guten Abend, guten Morgen, gute Nacht. Hier ist der Podcast Danny. Pause macht auch nicht. Wenn in Davos alle Leute, die sich für Wirtschaft und Politik interessieren, herumturnen und den großen und mächtigen Leuten zuhören, sitzen wir in unseren fleißigen kleinen Redaktionsstuben, analysieren das, wie Daniel gerade bei uns im Fernsehsender und ich hier versunken in all den aktuellen Reportagen aus Davos.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
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Und ich glaube, man kann zu Recht sagen, Davos ist, obwohl es eine Zeit gab, wo es nicht so spannend war, wieder ein Zentrum der großen Debatten geworden. Wir haben uns beide sehr gefreut über die Rede von Milei vor zwei Jahren, wenn ich das richtig sehe. Und es war sozusagen ein Paradigmenwechsel. Wie geht globalisierter Kapitalismus mit freiheitlichen Koordinaten? Und gestern gab es die Rede des kanadischen Premiers, die sehr bemerkenswert war, insofern, als er deutlich gemacht Es gibt keine wirklich multilateralen Strukturen mehr. Die Großmächte machen, was sie wollen und die mittleren Mächte müssen zusammenstehen. Donald Trump hat vor wenigen Minuten seine Rede beendet, indem er noch mal deutlich gemacht hat, dass er gar nicht dran denkt, zurückzubacken. Und er ist weiterhin der festen Meinung, dass Grönland zu Amerika gehören muss. Und so langsam, wir haben ihn ja oft hier verteidigt, fehlt mir so regelrecht jede Laune, den Typen in irgendeiner Form verstehen zu wollen. Bizarr allerdings, wenn man dann die deutschen Reaktionen hört, dort kommt wieder die alte Leier, wir müssen stärker sein, wir müssen ihm zeigen, wie es geht. Und gleichzeitig die Grünen, die das sagen, auch heute wieder vorlaufen auf allen Kanälen, sind diejenigen, die im Europaparlament dann Mercosur nochmal zur Prüfung ans EuGH geben und damit ein Signal setzen, dass sie es eigentlich nicht wollen oder nicht so richtig oder zumindest nur, wenn es dann nochmal nach 1000 Jahren geprüft wird. Also kurzum, wir erleben einfach eine absolut absurde Weltlage, in dem die Dinge immer weiter auseinandertreiben. Und ich finde, die Deutschen und die Europäer machen da im Augenblick keine so gute Figur. Wie hast du es wahrgenommen? Hallo Daniel.
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Hallo Ulf. Gute Figur. Ich meine, wo machen wir schon eine gute Figur? Ich meine, wir müssen über Grönland sprechen, wir müssen die Situation anschauen, ganz nüchtern. Gehen wir mal einen Schritt zurück und vergessen jetzt mal die Person Donald Trump. Ich meine, Donald Trump ist sicherlich in vielerlei Hinsicht zu kritisieren, brauchen wir gar nicht groß auszusprechen. Gehen wir einen Schritt zurück. Wir haben den Konflikt zwischen China und den USA. China hat es geschafft, wie wir wissen, innerhalb der letzten 25 Jahre aus bitterer Armut zu entkommen, sondern eine riesige Mittelschicht zu schaffen. Im Jahr 2000 waren zwei Prozent der Chinesen Mittelschicht. Heute sind es 50 Prozent der Chinesen. Wir wissen, dass China erfolgreich dazu angesetzt hat, die deutsche Industrie massiv herauszufordern. 30 bis 40 Prozent günstiger und gleichzeitig technologischer Führung. Das heißt, und das habe ich jetzt gerade letzte Woche auch noch mal gehört von Weltmarktführern, von denen ich dachte, sie wären Weltmarktführer. Ich nenne den Namen jetzt nicht, die mir gesagt haben, erstellt da unter uns gesagt, die Chinesen haben uns technologisch überholt. Das ist im Prinzip diese Situation. China fordert die USA heraus. Xi hat spätestens mit dem Parteitag 2022 klargemacht, China möchte im Prinzip politisch, militärisch, global im Prinzip die Macht haben, möchte ernst genommen werden. Und das ist der Konflikt. Die USA nehmen den Konflikt jetzt viel zu spät an. Dass es zu spät ist, sieht man daran, dass Donald Trump ja bei den Chinesen auf Granit gebissen hat beim Thema Zölle. Warum? Weil die Chinesen einfach gesagt Könnt ihr gerne machen, aber by the way, alle seltenen Erden, die er braucht, kommen von uns. Ihr könnt kein Windrad bauen ohne uns. Ihr könnt kein Elektroauto bauen ohne uns. Und by the way, ihr könnt auch keine Waffen bauen ohne uns. Und dann hat er oho, wir haben hier ein Problem, ist rückgerudert. Aber ist natürlich klar, das ist der große Konflikt. In dem Konflikt hat Malkani vollkommen recht, spielen Mittelmächte keine große Rolle und Europa ist gekennzeichnet eben noch nicht so dazu ist Mittelmacht ist, sondern durch eine Mittelmacht, die trotz Ukraine Kriegs, trotz der ganzen Sachen, die passieren, immer noch in der Traumwelt leben. Das ist für mich so dieses Zulass des EuGH, Überprüfung von Mercosur. Es passt einfach Donald Trump kommt nach Davos und liebe Freunde, ihr schießt euch massiv selber ins Knie. Mit eurer Energiepolitik haben wir oftmals diskutiert hier, ja, erneuerbare Energien sind billig, aber die Systemkosten mit Backups und so weiter sind sauteuer. Die Folge von teurer Energie ist Deindustrialisierung. Andere profitieren weltweit, Klima ist nicht davon gedient, das sagt er uns nochmal. Und gleichzeitig haben wir mit Mercosur zumindest die Chance, einen größeren Markt zu haben, ein Gegenzeichen zu setzen. Und dann torpedieren wir das wieder wegen irgendwelcher Bedenken bezüglich Landwirtschaft und Ähnlichem. Und nochmal, ich habe übrigens, wie du ja auch einige Zuschriften bekommen von Landwirten. Natürlich müssen wir eine Versorgung hier sicherstellen, aber wir können uns nicht so einseitig abhängig machen. Wir können es gegenüber allen anderen abschotten und machen da nicht mit und denken da noch, wir können mitspielen. Wirtschaftliche Stärke ist die Voraussetzung für militärische Stärke und beides ist die Voraussetzung für politische Stärke. Uns fehlt das Erste, wenn wir uns massiv selbst geschädigt haben. Europa stagniert seit Jahren, Deutschland stagniert seit sechs Jahren, wir bräuchten dringend einen Aufbruch und stattdessen quatschen wir uns da durch und dann überbieten wir uns. Wir müssen ihm aber jetzt Gegenstirn bieten Und was weiß ich. Weißt du, Ulf, wenn du jetzt mal einen Schritt zurückgehst und wie schaut die Welt in 10, 15 Jahren aus, wenn wir so weitermachen, sind wir nicht mehr in der Mittelmacht. Wir sind ein Kontinent vor der Schrumpfvergreisung. Wir haben massive Überalterung der Gesellschaft. Wir haben wenig Menschen, die nachkommen. Wir haben eine Migrationspolitik, ich würde es anders formulieren als Donald Trump, aber eine Migrationspolitik, die nicht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Europas stärkt, sondern die perspektivische Leistungsfähigkeit schwächt. Wir haben eine Bildungspolitik, die eklatant versagt. Wir haben immer weniger Kinder mit sehr guten Leistungen, mit guten mathematischen Fähigkeiten. Unsere Innovationen konzentrieren sich auf mit Technologien. Bei Hightech spielen wir keine Rolle. Auch das haben wir im Podcast schon x mal hier diskutiert. Das heißt, in 10, 15 Jahren ist Europa völlig zurückgefallen. Und dann kommen wir noch ein Szenario, wo China jetzt ja schon sich bemüht hat, in der Arktis aktiv zu sein. China hat gesagt, sie wäre ein naher Arktis Staat. Also sie haben gesagt, sie gehören quasi auch zur Arktis, da kann man drüber lachen. Und die waren sehr aktiv, haben sich ja auch schon beteiligt in Grönland, bei den ersten Minen. Und dann kann man liebe Freunde, das ist die Situation. In 10, 15 Jahren spielen wir gar keine Rolle mehr. Da ist unter Umständen Europa eine Last für die USA und die USA machen sich fit für den großen Konflikt mit China. Russland wird meines Erachtens in 10, 15 Jahren auch viel weniger Einfluss haben als heute, einfach aufgrund der demografischen Entwicklung. Aber dieser große Konflikt ist einfach da. Und in einer Welt, jetzt glauben wir mal an den Klimawandel, wo es wärmer wird, wo die Schifffahrtswege freier werden, wo es auch nicht mehr so schlimm ist wie heute, bei minus 20 Grad die Rohstoffe Grönland zu fördern, dann ist es einfach ein Szenario, wo du Wisst ihr was? Wir können keine Rücksicht nehmen auf die in Europa. Wie wäre das Szenario anders? Das Szenario wäre anders, wenn Europa sagen würde, wir müssen jetzt wieder in Verteidigung investieren. By the way, wir haben in Sozialstaaten in den letzten 25 Jahren massiv ausgebaut. Zulasten der Verteidigung, weil Verteidigung braucht man nicht mehr. Friedensdividende, das drehen wir jetzt einfach mal um. Oh, wir müssen vielleicht wieder mal ein bisschen besser in der Schule wäre, machen wir alles nicht. Und vor dem Hintergrund ja, ich meine, Trump ist ein unangenehmer Typ, aber er zeigt uns einfach ganz deutlich, dass wir in einer Realitätsleugnung leben, in einer Traumwelt leben. Und die Tatsache, dass das Europaparlament heute wieder ach, Mercosur am besten ganz abschießen und mindestens nochmal zwei Jahre verschieben, beweist einfach nochmal, dass wir einfach Du würdest wieder mit Shitburgern kommen. Aber im Prinzip, dass das im Prinzip die dominante Diskussion hier ist. Dann kann man nur eins Wir sind im völlig falschen Film. Noch klarer als Donald Trump kann es keiner sagen, aber es will keiner wahr.
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Hast du vollkommen recht. Ich finde nur, wir sind ja Trump sehr dankbar, dass er uns daran erinnert, wie die Realitäten sind. Er sagt es denkbar undiplomatisch und wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat, das hat man jetzt bei ihm gelernt, dann bleibt es stecken. Ich denke, das Einzige, wovor Donald Trump Respekt hat, ist Erfolg und Stärke. Das sind seine Kategorien. Und auch diese Woche wieder Frau von der Leyen in ihren Formulierungen. Ich habe den deutschen Umweltminister Herrn Schneider im Deutschlandfunk gehört. Das ist so erstaunlich, dass es immer noch möglich ist, in den meisten deutschsprachigen Medien damit durchzukommen, wenn man so Sätze sagt, jetzt müssen wir einfach gemeinsam Stärke zeigen. Das ist so einer der Sätze, oder jetzt kommt es auf uns drauf an, damit wir zeigen, wie stark und selbstbewusst wir Europäer gegen Amerika stehen. Und gleichzeitig ist dann die Rede von wie super gut für die wirtschaftliche Entwicklung die Renewables sind. Und gleichzeitig haben wir dann so eine Entscheidung wie Merkur Sur. Und da frage ich mich einfach, ob das Wahrnehmungsproblem ist oder schon, und das habe ich ja auch im Schindbürgertum mal so angedacht, ob es eine Abspaltung ist, dass man sich einfach moralisch so weit von der Realität weggedacht hat, dass man gar nicht mehr versteht, was in dieser Realität eigentlich passiert. So wird Trump sicherlich keinen großen Respekt für die Deutschen entwickeln. Gleichzeitig sehe ich aber auch nicht, und da habe ich ja jetzt verschiedene amerikanische Medien mal studiert, dass Trump eine Invasion in Grönland vornimmt. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und ich möchte es mir ehrlich gesagt auch gar nicht vorstellen. Aber dass wir ernsthaft Anfang 2026 über so was reden müssen, ist eigentlich schon spektakulär.
C
Nein, es ist unsäglich, Wulff, Es ist unsäglich. Also es ist eigentlich wirklich unglaublich, so was überhaupt anzudenken. Und natürlich sollen die Grönländer selber entscheiden, wo sie landen. Ich wollte nur sagen, weißt du das Ganze? Ich weiß nicht, ob du das Spiel kannst. Früher gab es ein Spiel, das hieß Risiko. Das war so ein Spiel, wo du Armeen gekauft hast und hast dann irgendwie oder hast dann bekommen und dann hast du versucht, bestimmte Kontinente zu erobern und gewirkt. Und im Prinzip musste leider jetzt so sagen, wir befinden uns in einer Welt, wo wir auch wieder so ein Risikospiel. Und du weißt, in dem Risikospiel selber ist Europa ja sehr klein, was wir objektiv sind, sehr fragmentiert. Da gibt es die großen Regionen und die großen Regionen sind nun mal dabei, das aufzuteilen. Und ich will nochmal an einen Punkt noch mal kommen, weil ich jetzt unterwegs war, letzten zwei Wochen in der Republik und verschiedene Veranstaltungen gemacht habe und bei einer kam so raus nach dem Ja, wir unterschätzen, was eigentlich bedeutet ein eisfreier Norden. Das heißt, die Fahrzeit eines Schiffs aus China bis nach Europa halbiert sich auf dreieinhalb Wochen. Das heißt, jetzt ist es ja so, dass einige Märkte hier noch geschützt sind vor den Chinesen, weil die Transportzeiten zu lang sind, weil sie deshalb sozusagen zu wenig reagieren können auf die Kundennachfrage und Ähnliches. Das ist ein wichtiger Faktor. Wenn sich die Zeit halbiert, dann ist das Spiel ein ganz anderes. Und China sieht uns als den großen Markt und sieht uns als die Industrien, die man ablösen kann. Und die Amerikaner halten dagegen und können das aus einer gewissen Position stärker raus noch machen, weil sie eben in bestimmten Technologien noch vorne dabei sind. Künstliche Intelligenz. Trump hat das so gesagt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es so sicher ist, dass die Nase immer vorn haben, Aber zurzeit spielen die Amerikaner doch. Die Amerikaner schaffen es, Talente anzulocken. Und da kannst du mal sagen, wenn du das Risikospiel mal anders denkst, kannst du Naja, was brauchst du von Europa? Ich würde mal sagen, Europa. Kernindustrien von Europa wegnehmen ist erstmal attraktiv. Das machen die Chinesen. Das würden aber auch die Amerikaner rotzfrech tun. Schau, wenn du hier sprichst mit Venture Funds in Berlin, dann sagen Wir müssen Büros eröffnen in den USA. Ich Wieso? Weil unsere Gründer gehen früh weg in die USA und das hat was zu tun mit Finanzierungsbedingungen. Das hat was zu tun mit den Möglichkeiten. Wir haben darüber gesprochen, Costa Failure Mitarbeiter zu entlassen, wenn es nicht so gut läuft. Und es hat natürlich auch was damit zu tun, dass die Gründer, wenn sie hier erfolgreich sind, hinterher dann auf die SPD treffen, die sie dann idealerweise mit Vermögensabgaben und Ähnlichem bestrafen möchte. Wir hatten das Thema mit den Milliardären. Ja, wir kommen nachher noch auf die Oxfam Studie. Das heißt, die Amerikaner ziehen aus Europa ab. Talente, Die Chinesen ziehen aus Europa ab. Industrie, Wertschöpfung. Und wir werden immer mehr zu einer Art Museum. Weißt du, so Museum Europa, aber gleichzeitig mit hohem moralischem Anspruch. Und gleichzeitig kommt auch hinzu, dass wir uns eine Migrationspolitik leisten, die uns eben schwächt. Da hat Donald Trump leider recht, obwohl seine Wortwahl sicherlich nicht meine wäre. Da musst du einfach okay, in diesem großen Spiel wie brauchst du Europa? Du brauchst Europa als Amerikaner eigentlich nicht. Du brauchst sie als Talentlieferant noch, dass die Besten noch nach USA kommen. Dort helfen dir, den technologischen Vorsprung zu erhalten. Und ansonsten musst du einfach anerkennen, dass die Weichen Europas in den letzten 20 Jahren leider oder letzten 25 Jahren leider angetan sind, eben Europa vom Spielfeld zu nehmen. Das siehst du am Anteil, den Europa am Weltbruttoinlandsprodukt hat etc. Das ist einfach eine Realität. Und ich glaube, die nationale Sicherheitsstrategie der Amerikaner hatte schon angedeutet, da waren sie auch sehr freundlich, Sie haben es bedauert, haben Hoffentlich findet Europa noch eine Kurswende. Bin ich übrigens dabei, würde ich mir auch wünschen. Nur wenn diese Kurskorrektur nicht stattfindet, ist eine radikale Kurskorrektur nach dem die illusion der letzten 25 jahre über bord zu werfen. Wenn das nicht gelingt, dann muss man einfach eins Wenn Europa Energie aus den USA absaugt, schwächt das die Amerikaner in ihrem Konflikt mit China. Das muss man aber ganz banal so sehen. Und jetzt kannst du sagen, wir können auch was gegenhalten. Wir haben viel zu bieten. Ich meine, jetzt heißt es unser großer Markt, das mag schon sein, aber die Amerikaner sind nicht so exportabhängig, spielt keine große Rolle. Jetzt können wir hingehen können okay, wir besteuern jetzt die Tech Konzerne. Was hat die Grünen und Linken immer schon für erfordert? Nach dem haben wir wieder mehr Geld. Was steckt da dahinter? Kann man sicherlich machen, kann man diskutieren, aber im Kern auch das schwäch uns verletzlich noch mehr von technologischen Entwicklungen abgehängt. Und dann kannst du Ja, okay, wir verkaufen, habe ich auch schon gehört, wir verkaufen als Staatsanleihen. Dann kann man okay, wir verkaufen Staatsanleihen ist ein unfreundlicher Akt. Wird die Amerikaner jetzt nicht ruinieren, weil dann spätestens wird die US Notenbank die einfach kaufen. Und dann hast du halt so Dinge Wo haben wir überhaupt noch technologischen Vorsprung? Da bist du bei ASML, also bei dieser Lithografie Maschinenhersteller in meinen einfachen Worten, die du für die Chips brauchst, Dann verbieten wir denen, dass sie in die USA exportieren. Gut, ich meine, dann wird spätestens Donald Trump sagen, was Freunde, dann vergesst die NATO. Also ich bin, weißt du, wir sind einfach nicht in dieser starken Position und ich kann das Karsten staatlich habe man auch gehört im deutschen Funk. Ich meine, es ist so, Also eigentlich früher dachte ich immer, es macht schlechte Laune. Mittlerweile ist meine Laune eigentlich nach diesen Interviews besser, weil ich mich einfach amüsiere. Ich nehme es einfach als morgendliche Comedy. Weißt du, das ist eine Comedy Show. Da kommen Leute, die völlig losgelückt von Realität irgendwas erzählen Insofern ist es ganz amüsant, nur die Bottomline. Ich verstehe, warum die USA sich so verhalten in gewisser Hinsicht, aber ich mag den Stil überhaupt nicht. Ich glaube, Grönland ist interessant. Chinesen haben sich schon sehr viel Mühe gegeben, an die Rohstoffe zu kommen, bis jetzt ohne Erfolg da einen Zugriff zu haben. Why not? Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass die Amerikaner und die Europäer da einen Deal machen, sagen nach dem Motto, wir packen das gemeinsam an. Scheint aber nicht glaubhaft zu sein, weil wie gesagt, wir sind als Europäer wahrscheinlich nicht mehr in der Lage, unser eigenes Territorium gegen Aggression aus Russland zu verteidigen ohne US Unterstützung. Dann kam natürlich die Frage, wenn wir das nicht mal können, wieso sollten wir dann in Grönland in Lage sein? Die Frage kann man sicherlich aufwerten, noch alles unerfreulich, aber schuld an der Situation sind wir Traumtänzer, die nicht ihre Realitäten wahrhaben wollen.
A
Ja, das ist vielleicht eine wilde, aber vielleicht doch ganz passende Brücke zu unserem nächsten Thema. Ich habe zum ersten Mal in der vergangenen Woche nach unserem Podcast angesichts der Diskussionen Daniel Günthers Auftritt bei Lanz, dann die Sendung danach, dann die Debatten darüber. Also zum einen wieder eine klassische bundesrepublikanische Ablenkungsmanie. Man sucht sich irgendein Mini Thema und macht daraus das kriegsentscheidende Thema. Nun will ich weder sagen, dass Meinungs und Pressefreiheit Mini Themen sind, aber in dem Fall eben ein kleiner Talkshot auftritt, eine mehr als streitbare Formulierung von Daniel Günther, das genaue Nachfragen von Markus Lanz und seitdem tobt eine Debatte. Was allerdings neu ist, so wie ich diese Debatten wahrnehme, die ja dann auch immer aus dem politisch medialen Raum über soziale Medien dann ganz breit wären, in vielen anderen Medien diskutiert worden. Meine Wahrnehmung ist, und das möchte ich mit den Hörerinnen und Hörern und gerne mit dir, Daniel besprechen, ist die Art von Giftigkeit, Unversöhnlichkeit, Härte und Brutalität in den Auseinandersetzungen schon am Anfang dieses Jahres, von dem wir ja immer wieder gesagt haben, es wird ein ganz entscheidendes Jahr. Wir werden Landtagswahlen haben mit Ergebnissen, die den politischen Status quo herausfordert. Wir werden unter Umständen außenpolitisch noch die eine oder andere Erschütterung. Jetzt haben wir Grönland erleben und dieses Land scheint mir nach den vergangenen zehn Jahren, eigentlich seit der Migrationspolitik, in so einem Stadium einer umfassenden Abgekämpftheit eine Verpanzerung der Lager und eine mangelnde Bereitschaft, und ich bin nun wahrlich kein Kind im Polemisieren, aber eine mangelnde Bereitschaft, noch irgendwo im anderen ein vernünftiges Argument zu erkennen. Und vor dem Hintergrund habe ich mir mal angeguckt, wie verhält sich eigentlich wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Stabilität. Es gibt mehrere Untersuchungen, Studien, die nahelegen, dass wirtschaftlicher Erfolg eine Gesellschaft stabiler macht. Es gibt auch Untersuchungen, die sagen, wenn es wirtschaftlich nicht so gut läuft oder so wie bei uns eigentlich in den letzten Jahren bestenfalls stagnierend, dann führt das auch zu weiterer Unruhe. Und ich habe so das Gefühl, wenn wir in diesem Gefechtszustand sowohl die vernünftigen Bürgerlichen als auch die Ränder links und rechts, die sich radikalisieren, also unsägliche Auftritte von der AfD, aber auch hier die Linkspartei in Berlin rutscht nach ganz links außen, hat trotzdem die Chance, den Regierenden Bürgermeister zu stellen. In Neukölln wird ein Bürgermeisterkandidat gewählt, der einfach Juden und Israelis als Mörder beschimpft. Ich gucke gerade auf das bundesrepublikanische Panorama und mir wird wirklich Angst und Bange. Und das, was du beschrieben hast als Traumtänzerei, ist natürlich auch eine der Ursachen für diese absolute Härte und Unverträglichkeit in den Diskussionen, weil unsere Aufgabe mit unserem Podcast ja denkbar auch in den schärfsten Tönen, wie wir das hier versuchen zu formulieren. Wir wollen die Leute ja dazu bewegen, diese Traumwelt zu verlassen, um sich ganz vorsichtig mit den ökonomischen Realitäten der globalisierten Ökonomie anzufreunden. Dort allerdings sehe ich überhaupt keinen Fortschritt, sondern im Gegenteil, ich sehe dann so eine Daniel Günther Mediendiskussion bis hin in Comedy, Leute, die sich dazu äußern und wirklich mit einer Härte und Brutalität auf so ein kleines privat finanziertes Medium einschlagen und selber Milliarden Etats vom ÖR haben. Kurzum, diese ganze Gefechtsanordnung macht mich sehr, sehr skeptisch und wir wollten ja eigentlich positiv in das Jahr starten, aber ich gucke so und denke mir, was machen wir, wenn im Osten die Wahlen so werden, wie sie im Augenblick wohl ausgehen werden. Wie wollen wir da vernünftige Diskussionen führen, die abseits irgendeiner Bürgerkriegsrhetorik stattfinden? Daniel, wie siehst du das? Oder bin ich nur zu sensibel für diese Harte Umkämpfte Welt.
C
Du bist natürlich ausgesprochen sensibel, das kann ich betonen, liebe Hörer. Also Ulf ist wirklich sensibel, das ehrt ihn. Ich bin auch sensibel, aber ich möchte vielleicht mal einen Schritt zurückgehen, möchte Die Grundanalyse stimmt natürlich. Es gibt viele Fälle, wo mehr Wohlstand die Menschen nicht glücklicher macht. Also das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist gestiegen, aber die Menschen wurden nicht glücklicher. Aber es gibt keinen einzigen Fall, wo ein sinkendes Bruttoinlandsprodukt die Menschen glücklicher gemacht hat. Also eine Steigerung des Wohlstands ist nicht Garantie für mehr Glück. Eine Senkung des Wohlstands ist Garantie für weniger Glück, für mehr Unzufriedenheit. Das heißt, wir kommen auf die EU beispielsweise. Die EU war immer ein Wohlstandsversprechen. Das heißt, die EU hat immer dann funktioniert, wenn quasi der Kuchen, der war größer geworden ist für alle. Meine Kernthese. Sobald Deutschland nicht mehr bezahlen kann, kommt die EU in ganz, ganz schwieriges Fahrwasser, weil es letztlich eine Wohlstandsgemeinschaft war. Und auf Deutschland bezogen, bin gerade an einem Buch dran, habe mein Buch von 2018 angeschaut, das Märchen vom reichen Land rückblickend gesehen zum Höhepunkt des Märchens erschien. Und da habe ich am Schlusswort geschrieben, sobald dieses Märchen platzt, kriegen wir eine massive Polarisierung der Gesellschaft. Ich habe da übrigens auch geschrieben, dass dann Union und SPD ihr echtes Schicksal, ihr verdientes Schicksal erfahren werden, nämlich den Sturz, die Bedeutungslosigkeit. Ganz so weit sind wir noch nicht. Also auf dem Weg. Und das ist genau der Punkt. Sobald der Kuchen nicht wächst, werden die Verteilungskonflikte brutal. Und die Linken denken ja sowieso so. Die Linken denken ja, die plakatieren nach dem Der Vermieter ist reich, weil du so viel Miete zahlst. Falsch. Oder der Milliardär ist so reich, weil dich ausbeutet. Auch das ist falsch. Wir wissen, dass die Ungleichheit in Gesellschaften sowohl Vermögens als auch Einkommensungleichheit abnimmt, je mehr die Wirtschaft wächst. Also Wirtschaftswachstum ist gut. Warum? Weil im Prinzip die unteren davon eben entsprechend auch profitieren und Vermögen bilden können etc. Die unteren Einkommens und Vermögensschichten. Und jetzt stagniert dieser Motor in Europa seit 15 Jahren, Deutschland seit sechs Jahren. Wir haben sechs Jahre Stagnation. Und es heißt ja nicht nur, dass die Leute keine steigenden Einkommen gehabt haben, sondern gleichzeitig sind die Lasten ja hochgegangen. Der Staat ist immer größer geworden, der Staat nimmt immer mehr ab. Die haben die Inflation gehabt, die dazu führt, dass Ausgaben sich verschieben. Also wenn das Wachstum letztes Jahr gefeiert wird, Der private Konsum ist gestiegen, Die privaten Konsumzahlen enthalten höhere Ausgaben für Krankenausgaben, für Gesundheitsleistungen, für Gesundheitsversicherungen, für Krankenversicherungen. Also es ist ja nicht so, dass die Leute dann mehr Geld haben, um nach Malle zu fliegen, sondern sie haben weniger Geld, weil sie es fahren. Das Ausgeben, der Konsum fließt in andere Dinge hinein und das nährt die Unzufriedenheit. Genauso die Wohnungsfrage. Wir haben immer wieder, sehen wir, Wir haben über 7 Millionen Zuwanderer gehabt und haben nicht gebaut, wundern uns dann, dass Wohnungsmangel herrscht. Surprise, surprise. Und hat die Politik interveniert nach dem Wir handeln jetzt und so und hat damit mit ihren Maßnahmen den Wohnungsmangel verschärft. Das führt zu Unzufriedenheit. Wenn Leute denken, sie sollten eine Wohnung bekommen, weil die Preise runter reguliert sind, bekommen sie nicht. Dann wählen sie erst recht die Linkspartei. Insofern ist auch logisch. Die Linksparte führt dazu, dass es weniger Wohnraum gibt, schafft damit mehr Unzufriedenheit und erhöht damit ihr Wählerpotenzial. Also kann man es auch argumentieren. Und das ist alles eine Gemengelage, die mir enorm Sorgen bereitet. Und da kommen wir wieder zum Thema. Vergleichen wir es mit dem Realitätsgefühl der politischen Führung. Die machen weiter. Ich meine, wir hatten hier doch den Wunschzettel gemacht. Was würden wir machen, um Deutschland voranzubringen? Ein Punkt war zum Beispiel Verzicht auf die Co Steuer, Die Erhöhung zum ersten Jahr, zum Jahreswechsel. Ich war jetzt ein paar Mal unterwegs, also habe auch ein paar Mal Tankstellen besucht. Ja, das sieht man dann schon. Jetzt kann ich okay, ich kann mir das leisten. Aber ich finde schon, da wird den Leuten Da wird der Krankenschwester auf dem Weg zum Job wird im Prinzip Geld aus der Tasche genommen, weil das Benzin wieder teurer geworden ist. Das sind die Maßnahmen. Wir haben einen stagnierenden Kuchen. Wir haben Politiker, die behaupten, durch Umverteilung des Kuchens würde das Problem gelöst werden. Nein, lösen wir nicht. Und gleichzeitig haben wir aber Politiker, die in Wahrheit zwar von Umverteilung reden, aber sich selber eigentlich mehr zuschaufeln in den Staat, der dann dazu führt, dass eben auch das ist witzigerweise, dazu führt, dass der öffentliche Dienst streiken kann und sagen kann, Wir hätten gerne 7 Prozent Gehaltserhöhung nach dem Das Geld ist ja da, das Geld kommt aber natürlich von den Steuerzahlern oder im Zweifel auch Pump. Nur das ist ganz, ganz fatal. Und ich glaube in der Tat gerade in Deutschland, Demokratie funktioniert, wenn es Wohlstand für alle gibt. Sobald es den Wohlstand für alle nicht gibt, weil wir uns selbst ins Knie schießen getan haben, dann gefähr mir damit auch die Demokratie.
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Aber kann es sein, jetzt gehen wir wirklich ins Massenpsychologische, das ist ja auch so ein eigenes Genre, aber dass es so eine Art unbewusste Einsicht in die Realität gibt und man diese politische Liturg von dem Schönreden der Umweltminister, das war für mich wirklich so die Krönung, der meint, er kann Amerika und Trump trotzen mit so einer Werbebroschüre für Renewables. Und ich glaube, immer mehr Leute ahnen, dass das nicht funktioniert. Du hast die Streiks mit den sieben Prozent Wachstum angesprochen, während wir ein Thema, das wir ab und an nur streifen, die Selbstständigen, ganz viele kämpfen gerade um ihr Überleben, die haben überall, die müssen sich überall einschränken, damit es irgendwie noch mit ihrem Minibusiness weitergeht. Es gab heute eine Entscheidung in Karlsruhe mit der Konsequenz, dass die Beamtengehälter zum Teil drastisch erhöht werden müssen. Karlsruhe einmal mehr wirklich mit einer interessanten Entscheidung. Kurzum, die Menschen sind ja nicht blöd, die Menschen sind ja nicht der Meinung, dass wir hier irre boomen. Die Menschen sind nicht der Meinung, dass das alles richtig dimensioniert ist mit dem Staat. Und gleichzeitig ist so eine Sehnsucht nach so einer heilen Welt da. Und in dieser verqueren Sehnsucht nach der heilen Welt nickt man dann auch einer Rhetorik der Beschwichtigung und des Schönredens zu und ist trotzdem beim Nicken sich dessen schon bewusst, dass es eben so nicht gut ausgeht. Wir haben eine Zahl noch in der Vorbereitung, wie immer vorbereitet von der fantastischen Madita Lage, dass wir eine Polarisierungsbarometer von Medem haben und mehr als 81 Prozent der Deutschen nehmen die Gesellschaft als gespalten wahr. Ich finde Streit und Diskussion in der liberalen Demokratie etwas Wunderbares. Aber ich finde so eine Zahl eigentlich schockierend. Das korrespondiert meines Erachtens auch sehr gut mit dem Verlust des Vertrauens für Institutionen und noch 2, 22 Prozent Vertrauen der Deutschen Vertrauen in die Medien, so die jüngste Allensbach Umfrage. Und vielleicht hat das auch damit zu tun, dass die Medien ja weiterhin in überragender Mehrzahl von Leuten bestückt wird, die dieses Schönreden, die komplett absurde Thematiken, Zugänge einfach weiter grün rot rot beantworten und bei dem ganzen Traumtheater und Lügentheater einfach mitspielen. Und vielleicht ist auch deswegen die Diskussion um Daniel Günther und andere Medien so heiß gelaufen, weil die Leute Ja, ich verstehe nicht, warum ihr eine kleine, fragile, in Teilen kaum wahrnehmbare andere Stimme so bekämpfen müsst. Wenn ihr doch wirklich Flugzeugträger, große öffentlich rechtliche Medien habt, die alles Mögliche berichten können, dann darf das doch keine Probleme Provokation sein. Dann kommen wir zu einem Liebling der öffentlich rechtlichen Medien, nämlich Oxfam und ihre Studien. Und die Studie ist seit Jahren Die Reichen werden immer reicher und die Ärmen werden immer ärmer und alles ist ganz furchtbar und insinuiert entweder am Ende tax the rich oder eat the rich. Die aktuellen Zahlen sprechen von über Milliardären, wie wunderbar, die zusammen 18,3 Billionen US Dollar Vermögen haben. Das ist ein historischer Höchststand. Und Oxford beziffert den zuwachs des Milliardärsvermögens 2025 auf 16 Prozent. Das sind 2,4 Billionen US Dollar. Und dann wird immer verrechnet, was die haben und wie viel der Hälfte aller anderen Menschen auf dieser großen weiten Welt ist das. Und dann kommen immer und immer wieder wird das mit dem gleichen erschrockenen egalitären bundesrepublikanischen Spießer Gesicht vorgetragen, indem man nicht kapiert hat, dass möglichst viel Wohlstand für alle heißt. Es geht nur in einer sehr ausdifferenzierten Gesellschaft. Aber da steckt noch sehr viel aus dem Urmythos der Währungsreform der Bundesrepublik drin. Wir wollen ein möglichst gleiches Land mit möglichst gleicher Gesellschaft sein und wir verstehen gar nicht, warum es Milliardäre braucht.
C
Daniel verschiedene Punkte. Ich glaube, die Währungsunion hätte bewiesen, alle fingen gleich an, aber sie haben nicht gleich geendet. Ganz einfach. Du hast gesehen, es gibt eben Menschen, die sind sparsamer, die sind innovativer, die haben mehr Glück im Leben. Es ist einfach so. Das Leben ist dahingehend nicht gerecht, Kann man sich dran gewöhnen. Ich finde die Studie, ich kompensiere seit Jahren, es ist einfach pünktlich zum WEF wird es immer veröffentlicht. Und das ist eben, was ich vorhin schon gesagt habe, dieses Nullsummendenken nach dem Den anderen geht es so gut, weil es den anderen so schlecht geht. Das ist aber nicht so. Die Milliardäre, die dort sind, sind Milliardäre geworden, weil sie die Menschheit das getan haben, dass es der Menschheit besser geht, dass Leute billiger einkaufen können wie Amazon, dass Leute bestimmte Technologien nutzen können. Das heißt, das ist, was dahinter steckt. Sie haben im Prinzip dazu beigetragen, dass es allen besser geht. Und meistens dann wird immer gesagt ja, AR. Dann kommt die erste Frage wie definierst du extreme Armut? Da kannst du verschiedene Schwellen ansetzen. Die einen nehmen 2,50 die anderen nehmen 8,30 am Tag. Großer Unterschied. Dann hast du sofort die Ist es überhaupt die Hälfte oder ist es weniger? Dann werden die Definitionen immer wieder geändert. Und was vergessen wird, ist aber, dass natürlich die wirkliche extreme Armut seit Jahrhunderten fällt. Und zwar seit Beginn der industriellen Revolution. Also im Jahre 1820 waren ungefähr 90 Prozent der Menschen lebten in extremer Armut. Im Jahr 1990 also bevor China und Osteuropa und so weiter Ansätze zum Wohlstand bauen, waren 37,9 Prozent der weltweiten Bevölkerung in extremer Armut. Und 2024 war es unter 10 Prozent. Also und ich finde, wenn parallel dazu ein paar Milliardäre Milliardäre sind, who cares? Das nächste ist, dann wird immer Ja, die haben so viel verdient, was ich Elon Musk verdient in vier Minuten, was du im Jahr verdienst. Das war ja so zu lesen. Da wird dann verdienst wird dann ja, weil dessen Aktien, Aktienportfolio so viel wert geworden ist. Du hast gerade gesagt, 16 Prozent sind sie gestiegen. Ja gut, ich meine, wer letztes Jahr ein Portfolio von den Technologieaktien hatte, hat meines Erachtens auch 16 Prozent gemacht, locker. Das heißt, du siehst einfach nur einen allgemeinen Vermögenszuwachs. Ü Es gab ja mal Jahre, wo das Vermögen geschrumpft ist, 2021 wegen Corona und so weiter. Das hat dann witzigerweise Oxfam gar nicht große Kennzeichnung genommen, dass das Vermögen geschrumpft ist. Was du hier siehst, ist einfach nur eine Bewertung. Und das ist ja auf dem Papier, das ist ja gar kein echtes Einkommen. Es wird so getan, als wäre es ein Einkommen, weil du auf einem riesen Aktienpaket sitz, was gleich mehr wert geworden ist, wenn du es verkaufst. By the way, musst du selbst in den USA Steuern zahlen. Also es ist nicht so, dass du keine Steuern zahlen musst. Das heißt, das ist das, was wir vorher gesagt Wenn du weltwirtschaftlichen Fortschritt hast, wenn Wohlstand entsteht, profitieren davon alle, Wie gesagt, von 90 Prozent Armut, 120 200 Jahre später 10 Prozent Armut. Das ist eine Erfolgsgeschichte übrigens von Kapitalismus. Und das ist das, was wir jetzt erleben. Und darum, wir haben letztes Jahr gesagt, wir haben zu wenig Milliardäre. In Deutschland werden wir zu wenig gründen. Generell die Milliardäre sind egal, weil es kommt darauf an, wie viele Menschen wirklich in Armut sind. Und denk mal zurück, ich meine, wenn du früher die reichsten Menschen der Welt gewesen bist, da bist du an was weiß ich, ich glaube, Rothschild ist an Sepsis gestorben. Heutzutage muss man das nicht unbedingt. Das heißt, oder Lungenentzündung, was weiß ich. Auf jeden Fall, wir haben Bildung, wir haben viel bessere Gesundheitsversorgung. Also der Armen heute in Deutschland will damit nicht sagen, dass es gut ist, aber denen geht es viel besser als am armen Arm heute 1905 oder an einem Abend 1910 in Berlin haben. Sie die Hinterhöfe trocken gewohnt. Das macht man heute nicht mehr. Ich sage nicht, dass es so sein sollte wieder um Gottes Willen, ich will es geht uns so viel besser. Heißt das, wir sollen nichts tun? Nein, wir sollten was tun. Nur was ist dann eigentlich die Antwort? Die Antwort ist natürlich Bildung, Bildung, Bildung. Das heißt, dass du hingehst und wir müssen die Leute ermöglichen, teilzuhaben. Deshalb, wenn du dich darüber ärgerst, dass die Welt ungleich ist, wenn du dich darüber ärgerst, dass Leute Vermögen haben und andere nicht, nicht, dann muss das Bildungssystem top sein.
A
Das ist ja auch wieder. Aber Daniel, das ist ja auch wieder so ein Punkt, diese Wenn Dann Korrelation, die wird ja ausgehebelt. Wenn ihr Trump zeigen wollt, was eine Hacke ist, dann müsst ihr Steuern senken, deregulieren, Unternehmertum fördern, Bildung stärken und natürlich den Sozialstaat. Wenn ihr wollt, dass möglichst viele Menschen Aufstiegskarrieren machen, dann müsst ihr entsprechendes Bildungs. Und da sind wir wieder an so einem Punkt, auch aktuell diese Woche. Wir haben ja immer jeden Tag neu gibt es irgendwo in irgendeinem Bundesland einen Beschluss zu Ja, wir müssen schriftlich dividieren. Gibt es nicht mehr, ist zu schwierig. Nehmen wir aus dem Lehrplan in Berlin, glaube ich, war es jetzt. Ja, Goethe im Original kann man nicht mehr lesen. Macht man in Vereinfachung.
C
Als Gymnasiast wohlgemerkt, nicht irgendwie als Hauptschüler. Als Gymnasiast wohlgemerkt.
A
Ja, ja, als Gymnasiast selbstverständlich. Und dieses Wenn dann, das funktioniert einfach nicht mehr, Sondern wenn wir das Also wir müssen sehen, dass mehr Leute den Aufstieg schaffen, dann wollen wir aber auch freitags für Klima demonstrieren und wollen gucken, dass dies und das noch aus dem Lehrplan gestrichen wird. Also diese Wenn Dann Korrelation funktioniert nicht mehr. Oder aber sie wird so, sie driftet so ab in surreal, weil da braucht man jetzt auch kein Vordiplom in Volkswirtschaft oder Politologie, um zu Natürlich gehört Bildung zum A und O dessen, um in einer immer digitaleren und auch wissenschafts und ingenieurszentrierteren Ökonomie erfolgreich zu. Sein, egal an welcher Stelle, ob CEO oder einfach nur ein kluger und erfolgreicher Mittlerer an Angestellter. Aber das wird nicht mehr gepredigt, weil das nicht in Deutschland in so einem moralisierenden Sing sang, sondern in harte Arbeit. Du musst sagen, wir müssen viel, viel härter arbeiten. Wir haben auch immer wieder mal gesprochen über die Krankenzahlen. Auch Da eine neue DAK Studie mit wirklich schockierenden Zahlen, wie viele Menschen pro Jahr 34 25 sonst was Arbeitstage kennen. Da kann ich nur sagen, als Generation X, ich kannte das gar nicht. Weder die Lehrer waren krank, noch meine Eltern waren krank, noch die Nachbarn waren krank. Man kannte eigentlich niemand, der mehr als vier oder fünf Tage im Jahr, wie mal krank war, weil er eine Grippe hatte oder irgendwie Magen Darm. Aber diese Korrelation von wenn wir das nicht wollen, wenn wir wollen, dass es weniger Leute gibt, die in Armut sind, da muss es eine Ermunterung sein, es selbst zu schaffen. Das hat mit Anstrengung zu tun. Das ist eine Melodie, die in den Debatten im Augenblick wirklich abseits von uns de facto nirgendwo gespielt wird. Das Wort persönliche Anstrengung. Man muss es bringen, wenn man erfolgreich sein muss. Das ist ein hartes, gnadenloses Geschäft. Du hast ja beim letzten Mal verdienstvollerweise an die Familienunternehmer, die er wer Freunde hat, älter, gleichaltrig oder jünger, die ein Unternehmen geerbt haben. Das ist das Gegenteil von man sitzt mit einer Zigarre im Liegestuhl von morgens bis abends, sondern das sind Leute, die in der Regel sechs Tage, Wochen haben mit zehn Stunden Punkt. Und die heulen auch gar nicht rum, die machen es einfach. Aber auch hier wird all das sozusagen ausgelöscht aus der Diskussion.
C
Und da habe ich eine kleine Ergänzung vorzunehmen aufgrund meiner Diskussion in den letzten zwei Wochen eben nochmal mit der Erbschaftsteuer. Und zwar das war ein Gedanken. Es ist ja so, dass mir berichtet wurde, dass die chinesische Industrie sehr aggressiv in Europa vorgeht, um quasi das, was sie noch nicht nachgebaut haben und übertroffen haben, zu kaufen. Und die gehen immer mehr auf Mittelständler zu und sagen, dem wollt ihr nicht verkaufen. Ich würde einfach eins Ich meine, wir wissen, dass die chinesische Regierung ungefähr eine halbe Billion Dollar ausgegeben hat, um Klima Think Tanks weltweit zu verkaufen, fördern mit dem Ziel, einen Absatzmarkt zu schaffen für die eigenen Produkte und natürlich nebenher noch den Wettbewerb zu schwächen. Sehr erfolgreich in Deutschland. Und da kann man sagen, eigentlich ist dieses wahrscheinlich glaube ich mittlerweile, dass die SPD vielleicht doch von China ein bisschen gesteuert wird, weil die Erbsteuer zu reformieren und die Familienunternehmen zu belasten, bedeutet natürlich, dass die dann verkaufen müssen, logischerweise. Und da gibt es auch einen Käufer und die Chinesen freuen sich einfach, weil dann können sie kaufen, Technologie verlagern und geht voran. Das nächste, was ich noch mitbekommen habe, ich habe eine Präsentation gesehen von einem kleinen Unternehmen, welches sich mit Startup zu Robotern beschäftigt. Und die haben folgendermaßen argumentiert. Das fand ich ganz Demografischer Wandel führt zu Arbeitskräftemangel, Haken dran, dachte mir, okay. Und das zweite Argument halte ich fest, Die nachfolgende Generation möchte lieber Work Life Balance haben und nicht arbeiten. So brauchen wir Roboter. Und das fand ich cool, dachte ich mir ja. Und ich habe mir gedacht, die Chinesen würden den ersten Punkt auch so sehen, aber den zweiten Punkt würden sie nicht so sehen. Und damit sind wir beim Kernpunkt. Ich glaube, die die eben leisten, die was aufbauen wollen, die werden eben sich zunehmend fragen, ob sie das hier machen. Und gleichzeitig werden die Leute, die quasi aus Indien woanders weg wollen, sich auch Wo gehen sie denn hin? Da werden sie auch nicht als erstes Ich gehe nach Europa, wo im Prinzip mir viel Geld weggenommen wird und ich wenig Gegenleistung bekomme. Also das kommt wieder zu unserem Kernthema vom heutigen Podcast Realitätsleugnung. Und wenn dann so ein Donald Trump kommt, weißt du was, Milet angesprochen? Milet vor zwei Jahren, Mileis Rede, vor zwei Jahren großer Upheaval in Davos und das darf er alles nicht sagen und so weiter und wie kann er es überhaupt tun? Aber eigentlich hat er den richtigen Punkt im Prinzip einen Spiegel vorgehalten. Und Donald Trump ist jetzt nicht so ein guter Redner wie Millet und er ist ein bisschen chaotischer und vergreift sich auch im Ton, aber er hält auch den Spiegel vor. Und das macht er nun erst. Das macht er schon seit langem. Und ich finde einfach mal statt wie damals Heiko Maas zu lachen, als der Trump in der UNO Hauptversammlung gesagt hat, wir würden uns übermäßig von russischem Gas abhängig machen, womit er recht hat, sollte man vielleicht mal okay, den mögen wir nicht, aber hat er leicht einen Punkt Und was machen wir darüber? Und dann kommt so ein Carsten Schneider und erzählt weiterhin nach dem Motto Wir können uns mit erneuerbaren Energien. Übrigens hast du auch hier der Aussenhandelsbeauftragte Ludwig, der ja einen Beitrag geschrieben hat und FT nach dem Motto Wir kommen nach Davos, um die Ordnung zu zerstören, hat er gestern Abend irgendwie dann beim Dinner irgendwie eine Konversation gehabt, Da sind dann die Europäer rausgegangen und laut FT ist auch Frau Verlag den Raum verlassen, empört. Und er hat ja gesagt im Ihr macht erneuerbare Energien, aber ihr habt keine Batterien, ihr habt keine Backups, ihr macht euch völlig von China abhängig, verbrennt doch Öl. Das geht natürlich überhaupt nicht für die Grünen Gewissen, Gottes Willen. Aber es ist natürlich im Kern schon ein richtiger Punkt. Wenn wir nicht Öl verbrennen wollen, dann müssen wir eben Atomkraftwerke wieder anmachen. Und es war eine interessante Rede von Trump, der Atomkraft kommt ja wieder. Wir haben es lange nicht gemacht. Wir müssen einfach eine andere Politik verfolgen. Und leider, leider Gottes, haben wir diese Diskrepanz zwischen Anspruch auf der Weltbühne relevant zu sein und gleichzeitig Politik zu verfolgen, die uns wirtschaftlich schwächt und das ist einfach eine Mischung, die nicht funktioniert.
A
Ja, also der Spiegel ist gut. Ich nehme dann lieber als Spiegel, weil du weißt, mein patriotisches Dänenherz, das mit Brünland geht mir echt auf den Zeiger. Und ich finde, so geht es auch nicht, wenn man irgendwo Transatlantiker ist. Ich habe dir sowas geschickt, ein Video von einem Ökonomen, der gesagt hat hat, dass Donald Trump eigentlich nur mit dieser Zerstörung, die er anstrebt, einfach sagt, die Globalisierung funktioniert so für Amerika nicht mehr. Und wenn er das jetzt nicht korrigiert, dann wird Amerika darunter leiden, da er alles von Amerika ausdenkt. Mach das lieber jetzt kaputt. Und in 15 Jahren wird man auf Trump nicht als großen Zerstörer blicken, sondern als einen, der als erstes gesehen hat, wo die Reise hingehen könnte. Wir reden über weniger Globalisierung.
C
Entschuldige, aber du musst einfach eins Trump und Putin bieten den Europäern die Ausrede. Die bieten die Ausrede. Der böse Putin, was er wirklich ist wegen Ukraine und der auch böse Donald, die sind schuld daran, dass es uns so schlecht geht. Die Wahrheit ist aber das ist nicht der Fall. Wir sind selber daran schuld, dass es uns so schlecht geht und die nutzen unsere Schwäche nur aus.
A
Ja, das ist ein feiner Unterschied. Ich wollte eigentlich nur mit einer Jesuiten Feinstunterscheidung sagen, ja, den Spiegel von Trump, ich nehme den schon so zur Kenntnis und wie immer so wie J. D. Vance, da ist natürlich ganz viel Wahrheit dabei, auch Sachen, die wir annehmen sollten. Ich höre es dann doch lieber bei Peter Thiel, der in einem Gespräch, glaube ich, mit Larry Fink noch mal deutlich gemacht hat, wie groß seine Enttäuschung über Europa ist und dass sie nicht sehen können, wie das alles an ihnen vorbei rast, zum Beispiel die KI Revolution. Und er hat auch noch mal, wie so oft Peter Thiel und ich, wir sind doch beide so sehr europäisch geprägt und so sehr deutsch geprägt. Und er kann es nicht verstehen, dass ausgerechnet diese wunderbare Kulturnation Deutschland so falsch liegt. Kommen wir zu unserem letzten Thema, ganz kurz vor Mega. Und zwar das tollste Thema, das wir Deutschen über Jahrzehnte hatten, um unseren Wohlstand dominant auszubauen, und zwar Automobile. Dann haben wir lange Jahre geglaubt, es geht einfach so weiter. Die deutschen Unternehmen haben den E Auto Trend ein bisschen verpasst und dann waren wir sehr überrascht, dass die chinesischen Autobauer in der Lage sind, für deutlich weniger Kosten, eigentlich ziemlich OK Autos zu bauen. Ich würde immer sagen wollen, wer ein chinesisches E Auto fährt und dann mal ein deutsches, Man merkt schon noch die Qualitätsunterschiede, aber das Preisschild ist eben nicht mehr so, dass man sagen kann, dieser große Preisunterschied ist gerechtfertigt durch die Qualität. Die europäischen Autohersteller holen jetzt nach, die deutschen auch. Das war 25 ein gutes Jahr des Aufholens. Aber jetzt gibt es ja auf der einen Seite zusätzliche Zölle für chinesische Autos, wenn ich das richtig verstanden habe, und gleichzeitig die krasseste obere Mittelschicht Subvention, nämlich wie viel, wenn du dir ein E Auto kaufst, wie blickst du darauf, Daniel?
C
Also ich blicke mit Erschütterung. Kurzfassung ist Erschütterung. Also gehen wir einen Schritt zurück. Du hast es so lapidar gesagt, die haben es verschlafen. Wir müssen wissen, die Politik hat die Trendwende zu Elektroauto übers Knie gebrochen in Europa. Frau Merkel sagte, sie sieht schwarz für die Automobilindustrie, sie hat nichts gemacht. Wir haben China eine Riesenchance gegeben, einen Mark zur Oberarm, sie sonst keine Chance gehabt hätten. Die haben diese Chance genutzt. Europa hat sich nicht die Rohstoffe gesichert, hat nicht die Batteriefabrikationskapazitäten und Fähigkeiten aufgebaut etc. Das den Automobilherstellern einzig an der Leine anzulasten ist völlig falsch. Sie wurden auch noch hoch belastet. Will mir nicht sagen, dass sie richtig alles gemacht haben, aber das gehört für mich ins Knie schießendes Beispiel dazu. Wir haben uns im Prinzip eine wichtige Schlüsselindustrie, ich glaube ungefähr 7 Prozent der europäischen Arbeitsplätze hängen da dran. Das ist der größte Teil, wo unsere Pensionsgelder reinfliessen. Wir haben uns eine Schlüsselindustrie, in der uns hätte keiner etwas haben können, grundlos kaputt gemacht. Jetzt haben wir die Situation, dass die Chinesen gut sind und jetzt fangen wir an zu subventionieren. Du hast gerade gesagt, wir haben Zölle, wir haben Mindestpreise festgelegt, damit quasi die Chinesen hier etwas mehr Geld verdienen dürfen sie Mindestpreise nehmen, Sie sind trotzdem noch günstiger als wir. Klammer auf, Übrigens kommen auch viele deutsche Autos, die Elektroautos sind aus China. Ich glaube der Mini und der Smart und der X und demnächst auch, glaube ich, der ID kommen ja auch aus China. Also mag zwar eine deutsche Firma dran Geld verdienen, Aber die Produktion und die Wertschöpfung findet in China statt, wie auch zunehmend die Entwicklung. Ich meine, Automobilhersteller verlagern ihre Entwicklung nach China, weil die Chinesen die Nase vorn haben. Und wenn sie dann noch nicht in China produzieren, dann, weißt du, BMW und Mercedes produzieren demnächst in Ungarn. Ich glaube eine Entscheidung, wo doch der grüne Verkehrsminister von Baden-Württemberg sich doch gefreut. Hat, dass quasi das in Ungarn stattfindet und nicht Stuttgart. Wir sehen es an den Steuereinnahmen Stuttgarts, aber ist egal, wir werden halt eben regieren von den Leuten, die wir gewählt haben. So, und jetzt haben wir quasi erneut eine Prämie für den Kauf von Elektroautos. Du hast recht, die Krankenschwester zahlt für den Facharbeiter, sage ich jetzt mal. Ist das richtig? Weiß ich nicht. Das nächste ist, soweit ich es verstanden habe, ist das egal, woher das Elektroauto stammt. Also wir schaffen also ein Subventionsprogramm für chinesische Elektroautos auf dem deutschen Markt. Da musst du mir schon sagen, wo die Logik ist. Das nächste ist, es ist natürlich ein Mitnahmeeffekt. Das heißt wir, wir haben so momentan.
A
Weißt du, Daniel, Daniel, vielleicht zählen wir, um noch mal zu Trump zurückzukommen, vielleicht sind wir einfach so gute Menschen, weil der böse Trump sagt immer America first. Wir sagen aber nie Germany first, sondern wir sind einfach so großzügig, Klammer auf, auch wenn wir es uns gar nicht erlauben können.
C
Wir zahlen ja übrigens auch China immer noch Entwicklungshilfe. Wir fördern ja irgendwelche Projekte für irgendwelche Minorities in China und wir spielen, wie wir Indien Entwicklungshilfe geben, die aber gleichzeitig ein Raumfahrtprogramm haben und Atomwaffen haben. Also kann man gerne machen. Es ist so. Ich glaube übrigens auch für Melonien, denkt auch an Italien. Du weißt, kennst meinen Kernpunkt. Italien könnte sein Staatsschuldenproblem problemlos einfach lösen durch einen Zugriff auf die privaten Vermögen, die dort deutlich höher sind als in Deutschland. Die Italiener werden immer noch höher, hätten immer noch höhere Privatvermögen, wenn sie ihrem Staat abgeben würden als wir Deutsche. Stattdessen natürlich machen die Italiener was anderes. Sie setzen darauf, dass sie mehr Transfers bekommen aus dem EU Haushalt, also aus Deutschland. Würde ich übrigens als stiledischer Politiker auch machen. Ich liebe Italien, tolle Politiker. Wir haben leider keine Politiker, die die Interessen Deutschlands vertreten. Sie reden immer davon, aber gleichzeitig inszenieren sich eigentlich als ein Kapitel in meinem kommenden Buch, Heiß Scheckbuch auf Reisen. Das ist die reisen rum und verteilen unser Geld. In Wirklichkeit müssten wir dringend mehr im Inland weiter. Nur das darf man eigentlich beides nicht sagen. Weißt du, das kriegen wir gleich die ganzen Kommentare. Wir würden hier irgendwelche Parteien promoten, was wir natürlich nicht machen. Die Punkte einfach. Es wäre schön, wenn wir ein bisschen mehr an uns selber denken würden und im Inland investieren würden. Und Sommer, dass diese Prä Prämie ist falsch. Sie fördert die falschen Lieferanten, vor allem chinesische. Sie führt zu Verzerrungen im Markt, weil unter Umständen hätten Leute welches Geld für was anderes ausgegeben. Was weiß ich, neue Möbel oder eine Küche oder was weiß ich. Das wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen. Also wir haben auch da nochmal einen Effekt in der Realwirtschaft und das Ganze ist einfach ein Trauerspiel, weil wenn die Technologie überlegen ist, sollte sie eigentlich verkaufen ohne Subventionen. Wir wissen beide woran es hakt. Es hakt weniger am Kaufpreis, es hakt einfach an Ladeinfrastruktur. Es laut lag übrigens by the way, Witz, Witz, Witz am hohen Strompreis. Ich mein, wenn du mit dem Elektroauto teurer fährst als mit dem Benziner, dann würde die Antwort von Herrn Schneider und von der SPD Mach das Benzin noch teurer. Nicht meine Antwort. Meine Antwort wäre einfach, naja, wenn wir die Franzosen machen würden, viel Atomkraft hätten oder wie die Schweden die Atomkraft haben und Wasserkraft, dann hast du vielen billigen Stromüberfluss, Dann brauchst du keinen Subvention, weil dann kaufen Leute freiwillig Elektroautos, einfach deshalb, weil sie dann deutlich günstiger fahren. Das wäre eine marktwirtschaftliche Idee. Und das ist natürlich in Deutschland völlig verpönt. Ulf, das geht überhaupt nicht. Lieber den Leuten viel Steuern aus der Tasche nehmen, Schulden machen, um dann temporäres Subventionsprogramm zu fahren für Autos made in China. Da muss erst mal drauf kommen.
A
Darauf muss man kommen. Und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ihr seht wir, wir sind in der dritten Woche des neuen Jahres und die Zuversicht ist geschmolzen wie Eis in der Sonne. Und wir kommen jetzt zu unserem abschließenden Schmankerl. Ist das mega oder kann das weg?
B
Ist das mega oder kann das weg?
A
In Österreich gibt es anscheinend oder scheinbar einen neuen Ausdruck, der heißt Märzen. Das steht in Österreich mittlerweile für rechts blinken und links ab. Ist das mega oder kann das weg? Schreibt uns und fragt uns Gerhard vom Wolfgangsee, Sehr lustig. Und das zweite von Majo aus Berlin, das Weltwirtschaftsforum in Davos. Ist das mega oder kann das weg? Also ich muss sagen, seit zwei Jahren finde ich Davos wieder mega und soll nicht weg. Und um heute mal mit beiden anzufangen und das Märzen, ich finde als Begriff soll es bleiben. Aber von Friedrich Merz würde ich mir wünschen, dass er weder rechts abbiegt, noch links abbiegt, sondern einfach marktwirtschaftlich nach vorne rast, wie seinerzeit Ludwig Erhard. Daniel, wie sieht es bei dir aus?
C
Was soll ich dazu sagen? Ich finde Merz sehr netten Begriff würde ich auch behalten. Und in der Tat, ich meine, wir hatten darüber gesprochen, vielleicht sollte Herr Merz dann doch mal mutig werden und mal handeln, statt nur zu quatschen. Das wäre ja sehr schön. Und was das WEF betrifft, ich war da auch mal in meiner früheren Zeit bei BCG, ist natürlich ein großer Zirkus. Eigentlich bin ich bei dir. Ich finde es besser, wenn es ein bisschen rumst, wenn es diskutiert wird, weil es war natürlich schon sehr stark, sagen wir mal so prozyklisches, wokes Agendasetting. Und letztlich ist es so, auch das WEF wie die Europäer, das ist auch so ein bisschen, Sie wachen jetzt aus ihrer Realitätsleugnung auf, wobei ich dazu sagen muss, deutlich schneller als die Regierung war. Ich weiß nicht, ob du gesehen hast, Larry Fink von blackrock ist ja der Co Head jetzt vom WEF und er hat ein Statement abgegeben, wo er gesagt hat, in dem Erneuerbare Energien, das funktioniert alles nicht, das macht Energie viel teurer und knapper. Ist ein völlig falscher Weg. Und das ist schon ganz bewundernswert, weil blackrock, also er selber ja noch vor wenigen Jahren derjenige war, der großen Druck ausgeübt hat, auf Firmen so Richtung ESG und Klima und so weiter zu gehen. Jetzt zu Das ist ein falscher Weg. Kann man natürlich okay, ich komme so zu seinem Meinungswechsel. Aber das Gute ist, er setzt sich eben hin und sagt das. Und damit ist er schon mal ein paar Schritte weiter als die Politiker, die bei uns uns einfach die Realität leugnen, weil sie nicht eingestehen können, dass sie uns in den letzten 20 25 Jahren auf einen kompletten Irrweg geführt haben.
A
Damit würde ich es bewenden lassen. Es gibt ja jetzt auch so einen Ton in verschiedenen Medien. Wir sollten aufhören, Deutschland so schlecht zu reden und alles ist doch eigentlich alles so gut. Ich hoffe, man wird uns rückblickend. Du hast ja heute die historische Perspektive auf das Jahr 2026 mal projiziert und ich hoffe sehr, dass wir als die konstruktiven Mahner gesehen werden, die wir auch sein wollen. Uns geht es hier nicht ums Runtermachen, sondern uns geht es ein ums andere Mal eigentlich um das Eye Opening. Und Eye Opening heißt einfach sehen, was ist und dann sagen, was ist und dann eben auch ein paar Hinweise geben, wie es besser gehen könnte. Das ist jedes Mal bei uns mit in der Verpackung. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Ciao Daniel.
C
Ciao, Ciao.
B
Liebe Hörer, das war makeeconomy Great Again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Episode: Europa im falschen Film
Host: WELT
Guests: Daniel Stelter (Ökonom), Ulf Poschardt (WELT-Herausgeber)
Date: January 22, 2026
In "Europa im falschen Film" diskutieren Ulf Poschardt und Daniel Stelter den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands und Europas sowie die geopolitischen Herausforderungen. Ausgangspunkt sind die aktuellen Debatten des Weltwirtschaftsforums in Davos, insbesondere Reden politischer Schwergewichte wie Milei, Trudeau und Trump. Die Gastgeber analysieren kritisch die Realitätsferne der deutschen und europäischen Eliten, ihre verpassten Chancen und die Zunahme innenpolitischer Polarisierung – mit Blick auf mögliche Wege aus der Krise.
Der Podcast nimmt kein Blatt vor den Mund: Deutschland und Europa befinden sich aus Sicht der Hosts und des Gastes auf einem gefährlichen Sonderweg – geprägt von Realitätsverweigerung, Innovationsschwäche und ineffektiver Politik. Die wichtigsten Auswege sehen Stelter und Poschardt in einer Rezentrierung auf wirtschaftliche Vernunft, Bildung und die Rückbesinnung auf tatsächliche Stärken, gepaart mit mehr Klarheit und weniger ideologischer Selbsttäuschung.
Abschließendes Zitat (Poschardt, 52:21):
„Uns geht es nicht ums Runtermachen, sondern ums Eye Opening. Sehen, was ist, und dann sagen, was ist – und Hinweise geben, wie es besser gehen könnte.“