Daniel Stelter (15:58)
Wow, Ulf, wo soll ich anfangen? Also zum einen grüße ich den Arzt ganz herzlich, der mir über böse E Mails schreibt, wenn ich sage, dass das Gesundheitssystem teuer ist und nicht so wahnsinnig viel bringt. Ich grüße ihn herzlich, ich sage es trotzdem noch. Wir haben ein sehr teures Gesundheitssystem, Wir geben ungefähr 480 Milliarden im Jahr aus dafür. Wir sind das zweitteuerste nach der Schweiz. Es gibt Zahlen, die zahlen uns teilweise sogar vor der Schweiz haben, aber gleichzeitig, was das Ergebnis betrifft, eine Lebenserwartung und vor allem gesunde Lebensjahre liegen wir nicht gut. Da ist nicht nur das Gesundheitswesen dran schuld. Es hat natürlich andere Faktoren eine Rolle, unter anderem natürlich die Faktoren, wie du gerade gesagt hast, Thema Selbstverantwortung, Vorsorge und und ähnliches. Aber das System fördert eben diese Selbstverantwortung und die Vorsorge nicht im ausreichenden Maße. Ich würde dazu sagen, auch nochmal, Ulf klar, wir beide sind privilegiert. Es gibt eine Korrelation zwischen Einkommen und Gesundheit, es gibt eine Korrelation zwischen Bildungsgrad und Einkommen. Insofern muss man ganz klar desto besser die Bildung ist, desto mehr man Menschen aufklärt, desto besser können sie sich auch entsprechend gesundheitsbewusst verhalten. Und bestimmte Maßnahmen, glaube ich, zum Beispiel, wenn es diskutiert wird, Lebensmittel günstiger zu machen, gesunde Lebensmittel günstiger zu machen, dann glaube ich, ist das eine Möglichkeit, um ermöglichen auch gesünder zu leben. Also da ist schon was dran. Da würde ich sogar fast so was links argumentieren. Wir können da sehr viel mehr tun. Vorsorge, Aufklärung und auch die Ermöglichung eines gesunden Lebensstils. Ja gut, die Frage ist, wie machst du das? Musst du dann einmal im Monat zur Waage oder sowas und wirst du bestraft? Ich gebe dir mal ein Beispiel. Mein persönliches Erlebnis ist folgendes. Ich habe einen Brief bekommen von meiner Krankenversicherung. Also ich bin ähnlich wie du, bin ich privat versichert, ich bin nicht so gesund wie du, aber ich zahle das immer selber, bekomme auch Geld zurück. Und ich bekam dann, glaube ich, als ich dann 60 wurde, bekam ich einen seltenen Brief, dass sie jetzt anbieten würden, einen virtuellen Fitnesstrainer, mit dem ich Kontakt aufnehmen sollte. Und vor allem würden sie mir noch so eine gewisse Fitness App ans Herz legen, so diese Fitness App quasi mich tracken und so weiter. Und dann habe ich den Brief, wie ich das dann öfter zu solchen Briefen mache, eigentlich weggeschmissen, weil ich dachte mir, okay, das war so ein Werbebrief zum Geburtstag brauche ich es nicht weiter anzuschauen. Und dann kam drei oder später die Erinnerung, da dachte ich mir, Daniel, jetzt musst du aufpassen, eine Erinnerung bezüglich dieses Dings. Du weißt, wie die Versicherungen funktionieren, die Versicherungen gruppieren um und dann landest du in einem schlechten Topf und dann gehen deine Beiträge hoch, Also musst du aufpassen, dass das nicht passiert. Also habe ich dann der Versicherung ganz brav geschrieben, dass ich ja gerne Fitnesstracker verwende, aber eben nicht diesen deutschen, sondern bereits ein international eingeführtes Modell an mir tragen würde, wie viel ich wiege, dass mein WMI in Ordnung ist und dass ich so ein bisschen Sport. Und dann habe ich gemeint, ich kann euch auch gerne die Daten zur Verfügung stellen, die da rauskommen. Da haben sie sofort Nein, nein, wollen wir gar nicht. Aber ich bin ganz sicher, es war relativ wichtige Information für die Krankenversicherung. Dass ich gesagt Machst du was? Und ich glaube, so eine Nachfrage ist gar nicht mal so schlecht. Weshalb eben so Überlegungen, die sagen, es gibt eine gewisse Eigenbeteiligung bei der Krankenversicherung, gar nicht so falsch sind. Es gibt Modelle, die zum Beispiel sagen, man sollte bis zu ein Prozent seines Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze selber tragen. Also wenn du verdienst in der Krankenkasse, 10 Euro im Monat zahlst, wenn du mehr verdienst und quasi als Beitrag zur Gesundheitsversorgung verbunden mit Transparenz über die Rechnung. Oftmals weiß man das ja gar nicht, was die Rechnungen sind. Insofern wie in anderen Staaten auch quasi die Kosten transparent machen. Das wäre sicherlich eine Möglichkeit. Aber wie gesagt, ich würde dazu sagen, einen persönlichen Anreiz zu setzen oder einen Anreiz zu setzen zu vernünftigem Verhalten zweifelsohne richtig. Jetzt gucken wir auf die Vorschläge dieser sogenannten Finanzkommission Gesundheit. Jetzt muss man an dieser Stelle kurz in Schutz nehmen, bevor wir gleich drauf einhauen. Das ist ja erst Teil 1 des Reports. Die haben ja angekündigt, noch einen zweiten Report vorzulegen, Ende Mai, wo es um Strukturreformen gehen soll. Jetzt geht es ja quasi um die Sofortmaßnahmen, mit denen man versucht, die Löcher in den Kasten zu stopfen. Du kennst die Zahlen. Das Defizit für dieses Jahr wird für nächstes jahr wird bereits 15 Milliarden erwartet, 2028 mit 21 Milliarden, 2029 mit 2 und 3 Milliarden und 2030 mit über 40 Milliarden. Das heißt, das sind Riesenlücken und die Zusatzbeiträge müssten von bestimmt 2,9 auf 4,7 Prozent steigen. Das ist ein massiver Anstieg, wenn nichts getan wird. Und deshalb sagt die Müssen wir was tun? Da können wir beide, glaube ich, nur zustimmen. Da ist die Was schlagen die eigentlich vor? Ich war heute eben beim Arzt zur Vorsorge, Grüße an der Stelle sehr herzlich und Herr Kaniel, es ist wieder das allerletzte. Da steht auf der Liste drauf, wie schon seit Jahren 100 Millionen Einsparungen, indem wir homöopathische Medikamente nicht mehr verschreiben. Ist das einzelne Land weltweit, Österreich noch ein kleines bisschen, die sowas bezahlen. Alle anderen wissen, es funktioniert nicht. Er hat dann das etwas nicht so attraktive Beispiel gebracht hat im Wenn du Hundescheiße am Boden ein bisschen verdünnst und das dann sozusagen als hämopathisches Mittel verwendest, du weißt, es bringt nichts. Das ist das muss geschlasst, dafür liebe ich die. Und hat dann gesagt 30 Jahre, 100 Millionen, das sind Milliarden, die wir schon ausgegeben haben. Und du weißt, woran es liegt. Es gibt eine Partei, die dann immer sagt, das geht überhaupt nicht. Großer Aufschrei, das sind die Grünen, weil die immer noch dran glauben, dass es was wirkt und deshalb wird es bezahlt. Und er hat gemeint, er glaubt persönlich, die wird es wieder schaffen. Die werden es wieder schaffen zu überleben. Einfach deshalb, weil Lobbyismus zu groß dafür ist, obwohl es nichts bringt. Da hat er gemeint, schönes Beispiel. Ansonsten hat er gemeint, es wird alles Mögliche bezahlt. Du hast gerade eben gesagt, Hüfte und Knie werden gemacht, weil alles bezahlt wird. Ich würde es ein bisschen umdrehen. Hüft und Knie wird sehr gerne gemacht, weil Leute Kapazitäten haben und so quasi ihre Krankenhäuser auslasten und anderes machen. Weshalb ist der Vorschlag der Kommission, dass es für solche Operationen prinzipiell eine Zweitmeinung geben muss? Gut ist nur ich würde wieder Stimmt, aber natürlich hängt davon ab, welche Zweitmeinung abgibt. Die Wahrheit ist natürlich auch, wenn du Menschen hast, die gesundheitsbewusst sind, die sich beschäftigen, wenn du sie aufklärst, dann hast du auch mehr Hinterfragen dieses Themas, muss es in der gleichen Operation sein. Aber gucken wir uns die anderen Maßnahmen an. Also wie gesagt, Homöopathie haben wir schon gesagt. Ansonsten ist es so.