
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Ulf Poschard
Guten Morgen, guten Abend, guten Tag. Hier ist Ulf Poschard und ich freue mich, mit Daniel heute wieder jede Menge großartiger, aufregender, aufwühlender, nervtötender Themen besprechen zu dürfen. Hallo Daniel.
Daniel Stelter
Hallo.
Ulf Poschard
Ja, wir machen heute nicht hitzefrei. Ich als Kind verbinde damit zwei, nein, drei Sachen hitzefrei, gute Sachen. Meine Mutter hatte das tollste, heiße Wetter essen, nämlich einen kühlen, einfachen Quark mit Kirschen und etwas Zucker. Und wir hatten in unserem bescheidensten Mini Reihenhäuschen in der fränkischen Provinz alte schwarze Ledersofas und die waren immer kühl. Insofern, ich verbinde mit diesen ganz heißen Tagen das Glück, zu Hause eine tolle Mutter gehabt zu haben und und ein klitzeklitzekleines Wohnzimmer mit eiskalten Ledersofas.
Podcast Host/Announcer
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
Ulf Poschard
Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
Podcast Host/Announcer
Make Economy Great Again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschard.
Ulf Poschard
Wir machen nicht hitzefrei, sondern sprechen darüber, warum 15 Euro Mindestlohn gut klingen, am Ende aber doch nur die Staatskassen füllen, was Antikapitalismus mit dem Berliner Wohnungsmarkt macht und warum New York bald nachziehen könnte. Und zum Schluss, wie Maxim Büller mit Deutschlands Israel-Komplex abrechnet und kurzerhand gecancelt. Wird. Zuerst feiern Daniel und ich aber einen bitteren Wir haben es euch ja prophezeit und gesagt Moment und sprechen über die Deindustrialisierung Deutschlands. Was wir mit unseren schlimmsten Befürchtungen so angedacht haben, zeigt eine aktuelle Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung. Seit 2022 ist in Deutschland die Zahl der Arbeitslosen über eine halbe Million Menschen also um ein Viertel gewachsen. Bärbel Bas Wir erinnern In vielen Unternehmen stehen aktuell Arbeitsplätze im Feuer, so Bas. Es brauche nun dringend wirtschaftspolitische Impulse, die Wachstums schaffen. Ein Grund dafür dafür ist die Krise in der Industrie. Allein die Metall Elektro Stahlindustrie hat innerhalb des letzten Jahres über Stellen abgebaut. Eine Wachstumsbranche gibt es. Die Zahl der Stellen in der deutschen Rüstungsindustrie liegt aktuell 41 Prozent über dem Niveau von 2021, aber Rüstungsindustrie beschäftigt. Menschen inklusive Zulieferer zum Klein, um den Industrieabbau aufzufangen. Wir haben also einen industriellen Schwund trotz Panzerboom. Wir werden deindustrialisiert oder deindustrialisieren wir uns fleißig selbst. Daniel wie siehst du das?
Daniel Stelter
Ich meine, wir deindustrialisieren uns fleißig selbst. Da kommen wir gleich noch drauf. Und vor allem, warum die Politik so erschreckend wenig dagegen tut. Du hast es gut zusammengefasst. Ulf vielleicht noch mal zur Ergänzung. Was ist denn wirklich gewachsen? Ja, die Beschäftigung in der Rüstungsindustrie bei 40 Prozent, bei ist dies richtig viel. Die Boom Branchen in Deutschland sind Pflege und Soziales mit neuen Stellen, Gesundheitswesen mit Stellen. Da kann man ja es widerspiegelt die Alterung der Gesellschaft. Gleichzeitig muss man aber das darf man nicht so ungesteuert passieren lassen, weil so wertvoll die Arbeit da ist. Das ist natürlich gesamtwirtschaftlich nicht das, was wir brauchen, um den Wohlstand hier zu erhalten. Auf Platz 3 liegt dann die öffentliche Verwaltung mit neuen Stellen. Und wir haben schon mal drüber gesprochen, in früheren Podcasts zumindest erinnere ich mich so, dass die Verwaltung vor allem dort Stellen aufbaut, wo es darum geht, sich selbst zu verwalten. Also die Verwaltung der Verwaltung ist der Bereich innerhalb der Verwaltung, der am stärksten wächst. Das ist sicherlich eine ganz schlechte Nachricht. Was auch noch boomt übrigens, sind sogenannte qualifizierte Unternehmensdienstleistungen. Ich würde es übersetzen als Insolvenzverwalter und Berater bei der Unternehmensverlagerung. Das ganze Bild ist also ein erschreckendes Bild. Und eigentlich müsste man ja sagen als Politik, wir brauchen dringend Reformen. Problem an der ganzen Sache ist, dass diese Reformen von der Bevölkerung nicht eingefordert werden. Warum werden sie nicht eingefordert? Es gibt einen großen Unterschied zu der Zeit von Gerhard Schröder. Damals hatten wir über 5 Billionen Arbeitslose. Jetzt haben wir ja nur 2,9 Millionen Arbeitslose ungefähr. Und die meisten sagen ach naja, dann ist der Job halt weg, dann gehe ich in Rente. Das heißt, der Leidensdruck ist nicht so da. Und das sieht man dann auch in der Reaktion der Politik, denn die Politik könnte ja dagegen steuern. Wir haben immer darüber gesprochen, okay, haben wir beide Sense gehabt. Ich habe gemeint, Schulden kann man ruhig machen, aber bitte mit Reformen. Wir haben beide auch immer erst Reformen und dann Schulden. Und jetzt haben wir die Situation, die haben sich die Taschen voll gemacht und sie machen überhaupt keine Reformen und dann canceln sie sogar noch Dinge, die sie versprochen haben. Wir wissen beide, Energiekosten sind ein riesiges Problem. Frau Reiche sagt doch die richtigen Sachen. Sie sagt auch, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren relativ sinnlos ist, weil wir dann noch mehr Strom verschenken müssen, wenn die Sonne scheint, was nichts an Problemen löst, dass wir dringend Strom brauchen, wenn die Sonne nicht scheint. Und dann hat man ja gesagt, wir senken die Stromkosten für euch alle, Klammer auf. Macht es auch attraktiver, Wärmepumpen zu betreiben beispielsweise, Klammer zu. Und genau das kommt jetzt nicht, dass du weißt, dass die Politik überhaupt keinen Leidensdruck empfindet. Und das zieht sich durch bis hin zu dem SPD Parteitag, über den wir vielleicht auch noch sprechen sollen. Der SPD Parteitag war für mich so ein Widerspiegeln dieser Haltung. Es geht da um gut klingen, wir wird abgestraft und so weiter. Aber im Prinzip will man doch ein weiteres, so ein weiter linkes Thema, weitere Umverteilung. Und wenn ich dann so einen Philipp Türmer da sehe, der sich dann hinstellt und beklagt, dass Menschen in Deutschland überwiegend, ist übrigens korrekt, überwiegend aus Kapitaleinkünften, Vermögenseinkünften leben, das wäre eine Schande. Da bin ich echt platt, weil ich einfach sagen muss, leider nur 1,1 Prozent der Bevölkerung, weil das sind ja Leute, als Beispiel, du bist Selbstständiger, du hast selber gespartes Alter vorgesorgt, bekommst dann keine Rente oder du zahlst nur geringe Rente und hast überwiegend dann Einnahmen aus deinen Ersparten, Dann fällst du unter diese Leute. Und dann wird es so dargestellt, auch von einem Fratzscher, der dann ja, wir werden zu einer Gesellschaft der Privatiers. Ich muss gar nicht sagen, ich finde es erschreckend, wie wenig Menschen in Deutschland das geschafft haben, wenn sie alt sind, dass sie im Prinzip von den eigenen Ersparnissen leben können Und umgekehrt, dass 7 Prozent der Deutschen von staatlichen Transfers leben, also Bürgergeld. Das würde überhaupt nicht problematisiert. Und das ist eigentlich das ganze Bild der Rede über Verteilung. Wir gehen dann sonst was. Aber die Politik macht eben nichts, um die dramatische Erosion der Basis unser allen Wohlstandes, den zu bremsen. Deindustrialisierung ist keine zwingende Notwendigkeit, sondern es ist Hausgemacht durch zu hohe Energiekosten, durch zu hohe Bürokratie, durch einen Staat, der seine Kernaufgaben im Bereich der Infrastruktur und der Bildung nicht erfüllt. Und letzter Satz durch viel zu hohe Lohnkosten und all das zusammen schreit nach Reformen. Aber wir werden diese Reform nicht bekommen. Und darum werden wir in zwei Jahren, sollten wir diesen Podcast noch machen, dann werden wir noch mal sagen, Ivy told you so, weil die Demokratisierung dann noch dramatischer vorangeschritten ist. Es ist einfach großer Mist wie immer.
Ulf Poschard
Werde ich nicht dementieren. Du weißt ja, dass ich mit dem Buch Shittbürgertum beleuchte, wie so ein rot rot grünes Milieu eine kulturelle Dominanz erstritten hat, in der jedwede ökonomische Vernunft verloren gegangen ist. Aber eigentlich, und je öfter ich drüber nachdenke, gehörte ein zweites Bändchen dazu, Das ist das Bück Bürgertum. Und auch in diesen Tagen auf LinkedIn ist zu bestaunen, wie dann Chefredakteure von Wirtschaftsmagazinen so ein Ökostoss nach dem nächsten auf LinkedIn posten und man so merkt, dass es ihnen weniger um diese großen wirtschaftspolitischen Verschiebungen Deutschlands in das Mittelmäßige hineingeht, als vielmehr um so ein virtual, also ein Signal zu setzen, dass man zu den Guten gehört. Und ich habe den SPD Parteid in Teilen auch mitverfolgt. Natürlich ist ich sehe in Philipp Türmer nicht immer diesen linksradikalen Juso, das waren ja alle irgendwie, ich finde ihn so habituell, so lustig, weil man sieht ihm das Großbürger aufgewachsen sein richtig an. Also beeindruckend wie die Hemden sitzen und die Frisuren. Der kommt aus einer guten Familie und wird immer wohlhabend bleiben. Das ist der Revolutionsführer, der aus der SPD mal eine Arbeiterpartei war, jetzt eine Partei der Leistungsverweigerer, Transferempfänger und der schlecht gelaunten Grünen. Themen und Themenbereiche macht Robin Alexander zuletzt im Presseclub diesen Sonntag gesagt, Was man in Holland sieht, ist interessant. Dort ist nämlich die SPD dort mit den Grünen zusammengegangen und die Ampel Regierung war eigentlich geprägt von sozialdemokratischen Entscheidungen, die vor allem wirkten, als wären sie grüne Parteipolitik. Die SPD ist lost als Partei der Arbeit, sieht sie so aus wie die in Dänemark, habe ich ja schon beim letzten Mal angedeutet, Da haben die Dänen Wirtschaftspolitik, die haben jetzt Renteneintrittsalter 69 haben die Dänen einfach durchgesetzt mit sozialdemokratischer Regierungschefin und sie sind jetzt gerade dabei bei einem Regierungsgipfel in Rom hat sich die Sozialdemokratin mit Meloni zusammengetan, um das europäische Asylrecht grundlegend zu verändern. Also es gibt sozialdemokratische Parteien, die sind voller Vernunft, auch voller Verantwortung. Unsere gehört leider nicht dazu. Und was die Deindustrialisierung betrifft, es hat ja auch noch so eine kulturelle Thematik. Ich bin aufgewachsen in den er und er Jahren mit so Sachbüchern, in denen Industrie in der Illustration war. Das waren die, die den Rhein vergiftet haben. Die Chefs waren Leute mit so einem Zylinderhut und Riesenlimousinen, die die Arbeiter ausbeuten und die damals Gastarbeiter genannten schlecht behandeln. Und das steht die Deindustrialisierung, auch die Art und Weise, wie sie so hingenommen wird. Ich glaube, das steht pars pro toto dafür, dass man in Deutschland über Jahre und Jahrzehnte immer nur schlecht über die deutsche Industrie geredet hat. Chemieindustrie, Autoindustrie, eigentlich der klassische Mittelständler. Man wollte nie so genau wissen, was produziert er da, weil es ist laut, stinkt und wahrscheinlich zerstört es die Umwelt und am Ende kommt nur auf so ein Horrorwort das schnöde Mammon raus. Also die Deindustrialisierung von folgt diesem kulturellen Trend in Industriewirtschaft und großen Industriebetrieben nur Probleme zu sehen und nicht Quellen von Wachstum und Wohlhaben.
Daniel Stelter
Board on. Und ich meine, darfst du dich auch nicht wundern in so einem Klima, warum man nicht gerne in Deutschland investiert. Wir wissen seit Jahren, dass die Unternehmen lieber im Ausland investieren als in Deutschland und das ist die Konsequenz davon. Ganz eindeutig. Und insofern, das ist so. Und es hat aber was damit zu tun, dass generell, auch das haben wir oftmals diskutiert, die Deutschen sich eben sehr wenig für Wirtschaft interessieren, wirtschaftliche Zusammenhänge und denen nicht klar ist, was es eigentlich bedeutet. Weil ich glaube, es gibt diesen Spruch nicht geht es dem Esel zu gut, geht er aufs Eis so ungefähr. Und ich glaube, den Deutschen geht es gefühlt immer zu gut. Und da denken sie, ach, wir müssen sich drum kümmern. Und sie verstehen nicht, dass sie halt mit dem, was sie tun, quasi das Eis, auf dem sie gehen, gerade selber kaputt hauen.
Ulf Poschard
Da kommen wir zum nächsten Der Mindestlohn. Der Mindestlohn wird jetzt von 13,90 ab 2025 auf 14,60. Ne halt Quatsch, von 12,82 auf 13,90 und dann 2027 auf 14,60 erhöht. Eigentlich haben wir eine Findungskommission, die unabhängig von der Politik stattfinden sollte. Aber wenn man so sieht, wie sehr dieser Mindestlohn zu einem politischen Lohn geworden ist, dann kann man das hinterfragen. Und der Staat, der so tut, als freut er sich für die Ärmsten der Armen, freut sich vor allem für sich selbst, weil er profitiert in Milliardenhöhe. Wie siehst du das und wie vernünftig ist diese Mindestlohnpolitik, wie wir sie in Deutschland haben?
Daniel Stelter
Ja gut, was du vergessen hast gerade zu zitieren, ist noch, dass es Umfragen gibt vom DGB, die behaupten, dass zwei Drittel der Deutschen sich für 15 Mindestlohn aussprechen. Und das finde ich interessant, weil es zahlt wieder ein das Thema, man versteht die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht. Das ist so ein bisschen übertragen, so ein bisschen das Gute. Ich bin auch nicht gegen 15 Mindestlohn, solange ich nicht bezahlen muss, Klammer auf. Also vor dem Hintergrund ist natürlich, ich verstehe das, dass man sagt, den Leuten soll es doch gut gehen. Es gibt ja auch immer diese Aussagen, die Menschen sollen von ihrer eigenen Arbeit leben können. Und da bin ich eigentlich auch der Meinung, wo ich dazu sagen muss, es gibt eben doch Bereiche mit sehr geringer Qualifikation, wo eben diese Mischung aus eigenverdientem Geld und staatlichem Zuschuss durchaus vernünftig ist. Die USA haben das ja übrigens auch, die haben ja die negative Einkommensteuer, die haben also im Prinzip bei geringem Einkommen gibt es da einen Zuschuss und der Zuschuss spitzt dann ab bis zu einem bestimmten Punkt, wo du keine mehr bekommst. Und dann fängst du an, Abgaben zu zahlen. Und weil die eben nicht solche Sozialsysteme haben, so ausgebaut wie bei uns, ist es ein sehr gut funktionierendes System, lineare Kurve. Bei uns ist im Prinzip über Mindestlohn, aber auch überall Bürgergeld, was ja auch eine Art Mindestlohn durch die Hintertür ist, haben wir im Prinzip das Problem, dass bei uns der Übergang von Nichtarbeit zu Arbeit gleich zu einer sehr, sehr hohen Grenzbelastung führt und die Leute deshalb nicht arbeiten. Wenn man also wirklich etwas tun wollte für die Betroffenen, sollte man erst einmal diesen Übergang verbessern. Das ist natürlich mehr Lohn zu arbeiten erstens. Zweitens, ich finde es verlogen, Mindestlohn steigen zu lassen, ohne gleichzeitig die Eintrittshürden für Steuern und Sozialabgaben auch entsprechend anzuheben, Minijobs entsprechend anzuheben. Es muss im Prinzip so sein, wenn ein Minijobber diese Mindestlohnerhöhung bekommt, dass er dann nicht plötzlich rausrutscht aus dem Minijob in den Abgabenbereich hinein. Doch genau das passiert, weshalb der Staat eben der große Profiteur ist. Er muss weniger Zuschüsse zahlen und zeitgleich bekommt er Steuern und Sozialabgaben auf die gestiegenen Löhne. Das heißt, wenn man sich wirklich Sorgen machen würde um die Betroffenen, was die Politiker so gerne sagen, dann müssten sie sagen, wir haben hier einen Automatismus. Sobald der Mindestlohn steigt, steigt auch für alle Bürger die Grenze, Beitragsbemessungsgrenze. Alles geht entsprechend hoch. Minijob geht entsprechend hoch, weil der Staat möchte sich nicht an diesem ja eigentlich sozial motivierten Interventionismus bereichern. Der nächste Punkt, was bedeutet es für Beschäftigung? Und da gibt es ja die Vertreter, wie namentlich Herr Fratzscher, auch gerade im Interview in der NZZ, der sagt, das ist alles kein Problem, wer Beweis ist doch angetreten, wir haben den Mindestlohn, es gab keinen Verlust an Beschäftigung. Wir haben so Beschäftigung wie noch nie in Deutschland. Blablabla, das ist der feste Blick in Rückspiegel. Du magst immer gerne Autobahnbilder. Also Herr Fratzscher fährt bei 250 über die Autobahn. Mit festem Blick in Rückspiegel. Guck dich nach vorne.
Ulf Poschard
Ja, ich meine, wir gucken ja nur nach vorne. Ich muss nicht in den Rückspiegel gucken, weil wer sollte schneller sein?
Daniel Stelter
Ja, okay, alles klar. Das Vorlage für dich. Ich finde, man sollte immer in den Rückspiegel, sollte beides betrachten. Auf jeden Fall geht nochmal eine andere Zahl. Wir haben nach Zahlen des BGB 6 Millionen Menschen in. Deutschland ohne Berufsausbildung. Wir haben nach anderen Zahlen von der Bundesregierung fast drei Millionen Menschen unter 35 ohne Berufsausbildung. Die Gastwirte müssen zwar höhere Mindestlöhne zahlen, aber dafür kriegen sie Mehrwertsteuersenkung, was total widersinnig ist. Aber diese Mindestlohnsteigerung schlägt natürlich durch. Sie macht es zum einen für niedrigqualifizierte Menschen schwierig in den Arbeitsmarkt zu kommen, beziehungsweise umgekehrt. Es macht es für Arbeitgeber noch schwieriger, niedrigqualifizierte Menschen sich leisten zu können. Das Zweite ist, das führt natürlich zu einem Druck im gesamten Lohnsystem, weil da gibt es Lohnabstand, da sagen alle Leute, die wollen auch mehr verdienen. Es gibt einen allgemeinen Druck auf höhere Löhne. Und wir hatten ja Mindestlohn schon mal im Podcast. Ich erinnere daran, dass wir damit nach dieser Steigerung logischerweise den zweithöchsten Mindestlohn haben, auch Luxemburg in der Europäischen Union. Nur in Luxemburg liegt einfach generell das Gehaltsniveau und das Einkommensniveau deutlich höher. Und dann, wenn du dann den letzten Sachverständigenratsbericht von der Bundesregierung, also von den sogenannten Wirtschaftsweisen anschaust, siehst du halt drin, wir haben in den letzten Jahren massiv an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Ich wiederhole mich hier ständig wegen Energie, aber eben auch wegen den sogenannten Lohnstückkosten. LohnstückkostEN mäßig sind wir einfach aus dem Ruder gelaufen. Und da ist es überhaupt das völlig Falsche. Und hier haben wir im Prinzip einen politischen Preis. Ich meine, Steffen Kampeter vom BDA hat ja gesagt, nach dem, naja, wir hatten massiven politischen Druck nach dem Motto, wir trauten uns schon gar nicht so massiv unter 15 Euro rauszukommen. Und du musst schon sehen, wir erhöhen hier innerhalb von zwei Jahren die Mindestsumme um 14 Prozent, das im dritten Jahr der Rezession. Und gleichzeitig arbeitet die Politik nicht an den Hebeln, wie wir gerade gesagt haben.
Ulf Poschard
Die wären aber ist Kambe da nicht auch so ein Waschlappen? Ich meine, ich weiß, er ist ein netter Kerl und er sagt auch immer richtige Sachen, aber dieses immer, ja, ja, wir armen, wir sind getrieben und so. Wo sind denn diejenigen, die sagen, so geht es nicht weiter bei uns? Dorothea Siems als Alleinvertretung seit Jahren und Jahrzehnten weist sie darauf hin. Und auch da noch mal die Frage zu, immer die soziale Romantisierung von Faulheit und Nulldisziplin. Warum nicht zur Schule gehen? Warum nicht die Eltern dran kriegen kein Bürgergeld mehr, wenn sie ihre Kinder nicht in die Schule? All diese Themen. Wir lassen die bildungsfernen Schichten ein Kind nach dem anderen runterfallen. Es gibt keine Sanktionen. Das System wird ausgenutzt. Boris Palmer hat das mal so wunderbar bei Lanz ausgeführt. Das ist alles ein Witz. Und wir machen nur weiter. Und dann einmal mehr auch da der Juso Heini, der dann sagt, ja, die Vermögensverteilung ist so ungerecht wie zur Kaiserzeit. Ja, wegen Leuten wie dir, wegen Leuten wie dir. Mit einem sozialromantischen, denkfaulen alten Ressentiments, die uns dahin gebracht haben, mit einer SPD, die anders als die dänische SPD nicht weiß, was eine Arbeiterpartei ist, sondern eine woke grüne Witzpartei geworden ist. Und mit dieser Bombshell Pointe kommen wir zum nächsten Thema. Und da sind wir bei meinen absoluten Lieblingen, den Berliner Grünen. Das ist so die Partei, wenn man in bürgerlichen Vierteln von Berlin wohnt. Daniel und ich bekennen uns ja offen dazu. Nirgendwo ist es schöner, nirgendwo ist es ruhiger, nirgendwo ist es kultivierter. Aber auch dort haben die Grünen erschreckende Ergebnisse. Und da wohnen in der Regel Leute, denen es sehr, sehr gut geht. Und die wählen aber eine Partei, die will, dass es ihnen an den Kragen geht. Und der jüngste Vorschlag dieser Horror Berliner Grünen, die Straßen stilllegen, dafür gesorgt haben, dass die Friedrichstraße wirtschaftlich krepiert ist, das muss man auch erstmal hinkriegen. Und diese Grünen, die mit ihrer Bollerpolitik ganze Kieze zerstören, die eine absurde Verkehrspolitik gemacht haben ohne Alternativen. Der öffentliche Nahverkehr in Berlin ist ein Albtraum, ganz zu schweigen von dem, was sie kulturpolitisch angerichtet haben. Kurzum, dieser Tümpel, zu dem Berlin in Teilen geworden ist, hat jetzt eine neue interessante Idee bekommen. Und zwar die Berliner Grünen wollen private Vermieter zu Sozialmieten zwingen. Mit einem bezahlbaren Mieten Gesetz, das ab 50 Wohnungen müssen Vermieter eine Sozialquote von 20 Prozent ihrer Wohnungen, mindestens 20 Prozent unter Marktpreis anbieten und 20 Prozent der Mieteinnahmen müssen für Instandhaltung zurückgelegt werden. Bezirksämter bestimmen außerdem mit, wer einzieht. Dringliche Fälle werden direkt zugewiesen. Bei Regelverstoß drohen schwere Bußgelder und sogar Verkaufszwang. Überwachung durch ein neues Landesamt für Wohnungswesen. Ernsthaft. Und der grüne Fraktionschef Werner Grad Wer sich nicht an den sozialen Rahmen hält, muss vom Wohnungsmarkt verschwinden. So sind die Grünen und diese ganze Witznummer auch bürgerlicher Intellektueller, bürgerlicher Denkdarsteller, bürgerlicher CDU Leute, Leute, die als Bürgerliche mit den Grünen koalieren wollen. Das ist das Wesen der Grünen. Sie verstehen Wirtschaft nicht, sie hassen den Unternehmer. Sie hassen die Freiheit des Unternehmers zu investieren, wie er gerne möchte, kann er in Deutschland eh schwer. Und dieser Kampf gegen die Leute, die hier Wohnraum, dringend erforderlichen Wohnraum schaffen wollen, der ist wirklich beispiellos, dass sie noch Bürokratie und autoritären Staat sowieso wollen. Es ist und bleibt einfach eine unfassbare Horrorpartei und zwar eigentlich de facto. Wir haben über Daniel Bayaz geredet, eigentlich ohne Ausnahme. Das ist das Wesen der Grünen, eine staatsautoritäre Partei, die von Wirtschaft keine Ahnung hat.
Daniel Stelter
Lass mich vielleicht mal ganz kurz auf Berlin fokussieren, wenn ich jetzt das erläutere. Also für mich ist es so, ich habe das gelesen und habe mir dann gedacht, das kommt doch bekannt vor irgendwoher. Und ich möchte daran erinnern, es gab 2018 glaube ich, 16 oder 2018 ein Strategiepapier der sogenannten interventionistischen Linken in Berlin. Das Papier muss man googeln. Das Papier, das Titelpapier war das rote Berlin. Strategien für eine sozialistische Stadt. In diesem Papier skizzieren sie, wie durch politische Maßnahmen, Druck von unten, wie es so schön heißt, der Wohnungsmarkt in Berlin grundlegend verändert und privater Immobilienbesitz zurückgedrängt werden kann. Da geht es um Maßnahmen wie höhere Steuern auf Immobiliengeschäfte, Abschaffung von Share Deals, Umlagen bis hin zu gezielter Rekommunalisierung und Enteignung großer Immobilienbestände. Und was du natürlich machen möchtest, ist, du musst erst einmal die Rendite für die privaten Vermieter massiv senken. Jetzt muss man wissen, das hat das DIW bereits vorgerechnet vor mehreren Jahren, die Rendite der privaten Vermieter ist ausgesprochen mau. Das sind so, kommt drauf an, 2 bis 5 Prozent vielleicht. Also es ist nicht so, dass du Traumrenditen miterzielst. Erstens. Zweitens, auch die Wertsteigerung von Immobilien in Deutschland war gar nicht so gut. Ich erinnere mich noch, vor ein paar Jahren hat der Peter Bofinger damals noch oder gerade ausgeschieden oder gerade noch im Sachverständigenrat, der war so bei der Grenze als Wirtschaftsprofessor. Superimmobilien in Deutschland sind billig. Was war der Auslöser? Der Auslöser war eine Studie des Internationalen Währungsfonds, die gezeigt hat, dass man im Prinzip in Deutschland über 40 Jahre real gerechnet. Keine Wertsteigerung in Immobilien erzielt hat. Und da fing gerade an ein bisschen was wir denken, boah, die Preise sind so gestiegen. Aber es war wirklich ein Phänomen von wenigen Jahren getrieben natürlich vor allem durch das billige Geld der EZB. Also Hintergrund von Konto ist erstmal Renditen sind nicht hoch. Dann sagt man, wenn die Mieten jetzt steigen, dann profitiert doch der Vermieter, der es früher gebaut hat. Du darfst eigentlich vergessen, dessen Kosten gehen ja auch hoch. Der muss ja darauf instand setzen, der muss irgendwelche Dinge machen. Das heißt nicht so, dass dessen Kosten nicht steigern. Das heißt, wenn du die Mietsteigerung verhinderst, dann machst die Rendite immer tiefer, Leute verdienen immer weniger Geld und zwingst sie eigentlich zur Aufgabe. Und das ist ja das Ziel der Linken, die wollen gerne, dass du aufgibst nach dem Motto möglichst billig verkaufen. Und die Grünen treiben es hier auf die Spitze, indem sie dich zwingen quasi dann auch irgendwelche ökologischen Instandhaltungen zu machen, die wirklich sich rechnen und damit im Prinzip das Ganze runtertreiben. Und du musst es durchsagen nach dem Wenn du vermieten musst mit 20 Prozent Untermietspiegel, dann reden wir hier von 5,77 Euro in Berlin. Wenn du dann auch 20 Prozent davon zurücklegen musst für zukünftige Instandsetzung, für Zwangsinstandsetzungen, Klimamassnahmen, dann kannst du sofort die Situation haben, es rechnet sich nicht mehr so, wie es sich für die paar privaten Vermieter in der DDR nicht gerechnet hat, die Häuser standzuhalten. Das Ergebnis konnte man 89 dann besichtigen, als die Städte Ostdeutschlands gefahren sind. Jetzt gehen wir noch mal einen Schritt zurück. Es gibt die sogenannte Mietpreisbremse und du kannst sogar naja, Mietpreisbremse ist die Logik ist, wir haben einen starken Anstieg der Nachfrage, Klammer auf, du darfst nicht vergessen, wir haben über sieben Millionen Menschen gehabt in den letzten zehn Jahren zugewandert sind, die wandern vor allem in die Ballungsräume. Gleichzeitig haben wir eine Binnenmigration vom Land in die Stadt. Das heißt, wir hatten einen starken Anstieg, der Nachbar von den Leuten getrieben, die Demonstration gemacht haben von Wir haben Platz kommt doch zu uns, dann müsste man auf Anstieg der Nachfrage normalerweise im Auswahl des Angebots reagieren. Klammer auf Es gab übrigens Zeiten, noch nicht vor langer Zeit, wo in Berlin Leerstand gab und die Wohnungsmieten gesunken sind, weil es Überangebot gab. Also du musst sagen, ich habe mehr Nachfrage, ich muss jetzt im Prinzip ausbauen. Dann kannst du okay, der Ausbau dauert ein bisschen was. Lass uns eine Mietpreisbremse machen, um quasi Zeit zu gewinnen. In der Zeit weitern wir das Angebot aus und dann ist der Marktpreis auf einem Niveau, der nicht so hoch ist und dann können wir es wieder freigeben. Das ist sozusagen die Logik. Die Idee einer Mietpreisbremse. Dass die Mietpreisbremse jetzt ständig verlängert wird, liegt natürlich daran, dass die Politik Teil 2 nicht gemacht hat, nämlich die Angebotsausweitung. Und da haben die Grünen eine erhebliche Mitschuld, dass es nicht dazu gekommen ist, weil sie sind dagegen, dass Grünflächen bebaut werden. Sie sind dagegen, dass verdichtet wird. Sie sind dagegen, dass aufgestockt wird. Und ich gebe dir mal ein Beispiel. Tempelhofer Feld. Und das war ein Tempelhofer Feld, da waren wir vor kurzem unterwegs. Da gibt es eine sogenannte demokratische Initiative und 100 Prozent Tempelhofer Feld ist meine Frau hat mir den Flyer mitgebracht. Und da liest du halt so eine Lüge, da kann man was bebauen. Und da beklagt man sich, wenn wir diese größte Sportstätte Berlins, muss dazu sagen, Leute nicht in Berlin waren, wissen nicht, wie furchtbar das da ausschaut. Das ist also jetzt nicht gerade eine schöne Fläche, das ist eine Betonwüste. Man denkt, hier können wir nicht mehr unser Kite fliegen und nicht mehr Fahrrad fahren. Da könnte man doch im Prinzip was drauf bauen. Würden normale Menschen denken. Nein, da gibt es eine Initiative, bloß nicht darauf was bauen. Da wird behauptet, das dauert zu lange. Klammer auf, es muss nicht lange dauern. Das hängt davon ab, wie man es reguliert. Und zweitens würde ja so ganz viel kosten. Da heißt das dreiig über die Vermietung kosten. Jetzt nehmen wir mal an, die Dreiig würden stimmen. Warum ist denn dreiig? Weil die Auflagen so hoch sind. Weil du vorher irgendwelche Eidechsen umsiedeln musst, Weil du irgendwelche Dämmmassnahmen machen musst, Weil du Lärmschutzmaßnahmen, Schutzanforderungen erfüllen musst. Die es in anderen europäischen Ländern gar nicht gibt, weil die Politik vor allem bei den Grünen es so teuer gemacht haben zu bauen. Sie machen es teuer zu bauen, Klammer auf übrigens selbst zu diesem Mietpreis, wenn du das rausbringen würdest, würde es den Markt entlasten, weil dann nämlich die, die zahlen könnten, dahin ziehen würden und dann würden andere Wohnungen frei werden, Klammer zu. Oder wenn sie nämlich dann leer stehen und nicht wären, müssten sie eben die Miete senken. Also sozusagen Quatsch, dass geschaffener Wohnraum da leer rumstehen würde und nicht vermietet würde. Aber im Prinzip müsstest du Wir tun alles, um das Angebot auszuweiten. Und das hat man nicht getan. Und ich glaube insofern, die Berliner Grünen sind ganz klaren auf der Linie dieses Strategiepapiers der sozialistischen Stadt. Es geht darum, die letzten privaten Vermieter platt zu machen, dann im Prinzip eine Kommunalisierung herzubekommen der Idee, es wäre dann günstig. In Wirklichkeit wird der Mangel potenziert. Und Klammer auf, es gibt ja die Beispiele in der DDR, Wenn du eine Wohnung haben wolltest, musstest du gute Beziehungen haben in Berlin. Ich kenne jemanden, der mitgemacht hat damals bei der Privatisierung der kommunalen Wohnung, der hat festgestellt, die tollsten lagen, da wohnten ganz bestimmte Leute drin, nämlich die Leute, die Genossen, die Zugang hatten zu der Verteilung. Das heißt, andere Dinge werden wichtiger, nämlich Zugang zu Parteien, Zugang zu bestimmten Personen, unter Umständen auch die Bereitschaft, Gegenleistungen zu leisten, in welcher Form auch immer, um diese Wohnung zu bekommen. Die Wahrheit ist eine andere Wir haben das Problem, dass aufgrund der Mietpreisbremse Mietpreis zu viele Menschen nicht umziehen wollen, weil sie nicht umziehen können, nicht leisten können. Warum? Weil sie sofort mehr zahlen müssen. Das berühmte Beispiel der älteren Dame Kinder ausgezogen, Mann verstorben, immer noch Drei Zimmer Wohnung, würde umziehen, aber hinterher zahlt es in einer Einzimmerwohnung. Wie Eine Zimmer Wohnung macht sie nicht. Die Wahrheit ist, wir müssen im Gegenteil machen, Wir müssen die Mieten komplett freigeben. Haben wir schon mal diskutiert. Man könnte dann sogar Na ja gut, da gibt es temporär so einen Übergewinn für die Vermieter, aber es ist nur temporär, könnte man sagen, okay, da bestäubt man noch, wobei ich das nicht unbedingt so sehen würde und man unterstützt mehr die Betroffenen. Letzter Datenpunkt, Ulf Wohngeld. Das Wohngeld in Berlin. Die Zahl der Wohngelder Finger ist jetzt durch die statistischen Effekte hochgegangen, weil mehr Leute berechtigt sind. Da gab es Änderungen der Berechtigung in den ganzen Jahren davor siehst du im Prinzip keine Veränderung. Das heiß Es ist nicht so, dass Leute sich das Monat nicht leisten können. Es können sich viele Leute nicht leisten, die neu in den Markt kommen.
Ulf Poschard
Warum?
Daniel Stelter
Weil ein Großteil des Marktes gar nicht auf dem Markt ist, Weil die Mietpreisbremse dazu führt, dass Leute eben nicht ausziehen, der Markt deshalb nicht funktioniert. Die Mietpreisbremse verschärft die Wohnungsnot. Und die Grünen sind auf einem ganz klaren Weg jetzt im Prinzip das auszunutzen, um über weitere Interventionen letztlich zu Liebe Freunde, übersetzt haben Sie eigentlich folgendes Sie haben Die Überlassung von Wohnraum gegen Geld ist gesetzeswidrig. Zweitens, wer dagegen versteht, verstößt, wird enteignet. Das ist im Prinzip, was er heiß Du darfst mit Wohnraum nichts mehr verdienen. Und dann zu glauben, dass irgendwelche Leute Neubau machen mit dem Versprechen, dass der dann ausgenommen wird, ist natürlich völlig naiv, weil nach ein paar Jahren, du hast jetzt gerade gesehen, kommt die Diskussion nach dem Die ist jetzt schon zehn Jahre alt. Das muss jetzt auch mit einbezogen werden. Also das, was wir hier erleben, ist nichts anderes als übelster Sozialismus. Und meine große Sorge ist einfach, dass es einfach zu sehr in das Gesamtbild eines Landes passt, wo die Linkspartei grossboomt, wo wir ständig über Reiche und die Umverteilung diskutieren statt über die Schaffung von Wohlstand und eben wo dann plötzlich die Bürger eben nicht verstehen, dass das Ganze nicht zusammenpasst. Also die grüne Politik macht es teuer ist Mitschuld massiv Mitschuld an dem Mangel des Wohnraums und an der Übernachfrage. Stichwort Migrationspolitik. Und anstatt diese Dinge anzugehen, will man dann im Prinzip umsetzen den nächsten Schritt Wir wollen die DDR wieder zurück. Und ganz ehrlich gesagt, ich will sie nicht zurückhaben, denn ich erinnere mich daran, wie die Städte in Ostdeutschland ausgesehen haben.
Ulf Poschard
Ich mich auch. Das Erstaunliche ist, dass aber in dem nicht mal grün wählenden Milieus, sondern die vernünftig CDU wählenden Leute dieser Ton über die Grünen weiterhin nicht vorhanden ist. Man sieht nicht, was für eine katastrophales ideologisches Setup diese Partei hat. Ich halte diese Leute, die das in Tempelhof verhindern, so wie die, wenn sie raff Das sind eigentlich Sadisten. Ich glaube, das geht ihnen nicht darum, das Leben der Menschen besser zu machen, sondern sie verstehen ihre politischen Initiativen als Gewaltausübung an einer Mehrheit. Sie tyrannisieren als privilegierte Minderheit die Mehrheit. Sie tyrannisieren den Common Sense. Sie tyrannisieren all diejenigen, die an pragmatischen Lösungen interessiert sind und sie werden dafür belohnt. Ich gehe gleich später in Fernsehsender erzählt. Böhmermann bekommt neben seinen im Jahr jetzt auch noch eine Ausstellung hier steuerfinanziert im Haus der Kulturen. Und dieses Milieu hat eine unfassbare Schadenfreude denjenigen, die mit eigener Hände Arbeit in der Privatwirtschaft erfolgreich waren, ihr Leben kaputt zu machen. Das ist ihre Idee, das sind sie selbst. Und bei den Grünen finde ich am aller erstaunlichsten in all dem dieser Totalausfall. Sie sind ja eine reaktionäre Heidegger Partei mit ihrem Fremdel, mit der Moderne, Fremdel mit der Technik. Aber sie haben Heideggers Ästhetik nicht verstanden. Sie haben nicht verstanden, dass Nachhaltigkeit nur mit Schönheit funktioniert, dass Dinge und Städte schön sein müssen. Eine verkehrsberuhigte Zone, in einem er Jahre Neubauviertel in Deutschland macht. Keinen Sinn, weil kein Mensch freiwillig durch so eine Bauhölle durchlaufen will. In Paris, in Parma, in Mantua machen autofreie Straßen Sinn. Selbst in Modena, der Wiege von Maserati und Ferrari, macht es Sinn, weil die Städte schön sind. Stattdessen wird und da habe ich diese Woche einen Post gefunden, ein Jugendstil Häuschen mit Walmdach und kleinen Gauben komplett zerstört, Wärme gedämmt, entstellt die Scheiben statt Butzenscheiben, wie sie da gehören so dicke, schwere Scheibenplatten, das gesamte Dach mit Solarpanelen und noch der Zaun Solarpaneelen. Das sah aus wie so eine Aachener Karnevalsversion vom Todesstern. Und dann schreibt uns so eine Grüne wie schön. Und ein letztes Thema, bevor wir dann darüber zu sprechen haben, dass die New Yorker dieselbe Scheiße haben wollen, wie wir sie in Berlin schon haben. Der Grunewald für uns im Südwesten einfach nur eines der schönsten, intaktesten natürlichen Lebensräume für ganz, ganz viele Tiere. Kurt Richelmann, der grüne Biologe, hat immer darauf hingewiesen, mehr Diversität in Sachen Natur gibt es gar nicht als da. Und da planen die Grünen jetzt ernsthaft Windräder aufzubauen. Und das macht einfach noch mal so deutlich, die lieben die Natur, die haben kein Verständnis von Natur, die lieben auch nicht die Stadt, die lieben die Macht, das zu kontrollieren, was die Menschen dort sehen und erleben müssen. Schnitt.
Daniel Stelter
Und deswegen Habecks Gesetz, dass jedes Land irgendwie eine Fläche von zwei Prozent ausweisen muss. Für Wind und so weiter. Ich glaube Stadt, Staat ein bisschen weniger ist natürlich, hat Schwachsinn. Sollst du auf Tempelhofer Feld stellen, die Flugräder, die Windräder, wenn sie schon, aber.
Ulf Poschard
Auf den Helmholtzplatz, überall da, wo die Grünen, wo die Wähler das unbedingt wollen, gerne hinstellen, dann ändern sich ganz schnell die Ergebnisse. New York. New York gefeiert auch von allen möglichen Medien, auch Süddeutsche Zeit online, wie geil. Ein Sozialist könnte dort der nächste Bürgermeister werden. Er heißt Zoran Mamdani, sieht irre gut aus und erzählt nur Unsinn. Und dieser Typ könnte dafür sorgen, er will, dass 12 plus 2 Prozent Einkommensteuer für die Top ein Prozent. Und laut Bloomberg darf man sagen, diese Top ein Prozent der Steuerpflichtigen in New York City zahlen rund Vorsicht, 40 Prozent der städtischen Einkommensteuer. Ein Prozent zahlt 40 Prozent. Und ich habe das Lustigste gesehen, nachdem er die Primaries für die Demokraten gewonnen hat und er wird jetzt für die Demokraten antreten und ich habe in New York gelebt, dort wählt man immer demokratisch. Am nächsten Tag nach dieser Entscheidung haben so die Top Immobilienentwickler Alarm geschlagen, weil ihre ganzen Ja, ich hab Central Park West, 36 Millionen Dollar, Penthouse und so weiter. Da sagen die Leute, wir kaufen erst mal nicht. Und wir sehen, dass diese linke, sozialromantische und dann auch auf so eine hohle Art, großkotzige Art, die ja hier in Deutschland mittlerweile stilprägend geworden ist im politischen Diskurs, jetzt auch in Amerika verfängt. Und ich frage mich, was dann passiert, wenn New York wirklich in die Hände eines linken Sozialisten gerät. Wir sehen es ja gerade in Ukraine. Kirstharmer hat da schon massiven Schaden angerichtet. Wohin flüchten die reichen New Yorker? Die Gouverneurin hat gesagt, ich will keine Leute mehr an Palm Beach verlieren, wir haben genug verloren. Die können ja innerhalb Amerikas fliehen, Texas zum Beispiel oder Miami.
Daniel Stelter
Wir können ja auch innerhalb Deutschlands fliehen. Da kannst du aus Berlin wegziehen und kannst sagen, lass sie da mal ihre Experiment weitermachen und zahlst deine Steuern woanders.
Ulf Poschard
Den Kommunisten nicht kampflos, auch nicht den grünen Kommunisten.
Daniel Stelter
Klar, du hast die Mobilität und hast Mobilität aus New York heraus schon lange. Du hast ja seitdem deine Finanzkrise hast du ja schon in Exodus aus New York heraus, dass immer mehr Unternehmen sich verlagern, Hedgefonds verlagern. Du hast den Zug nach Richtung Texas, witzigerweise aus Silicon Valley. Du hast den Zug Richtung Florida aus New York heraus. Vor dem Hintergrund hast du dieses ganze Thema schon. Es wird sich natürlich verstärken. Ich finde es deshalb witzig, weil New York ja mit Berlin gemeinsam hat gerade so Mietenkontrolle. Also die Amerikaner in New York hat ja auch lange Zeit Mietenkontrolle gehabt, hat heute auch ein bisschen was wieder abgeschwächt, aber die hatten eben auch genau dasselbe Ergebnis, dass die Mieter nicht umgezogen sind, dass die Wohnungen verfallen sind, die Häuser verfallen sind zu er Jahren, er Jahre und haben sich wieder aufgehoben. Also im Prinzip New York ist eigentlich ein schönes Beispiel, was oft zitiert wird für die gescheiterten Folgen von Mietpreiskontrolle und jetzt im Prinzip scheint so alle paar Jahre das wieder aufzukommen, weil es gelingt eben zum einen, dass die Bürger das vergessen, weil neue Generationen da ist und die einfachen Slogans verfangen. Wir haben natürlich schon gesellschaftliche Probleme gerade in den USA mit Verteilungsfragen und so weiter und ich will auch nicht leugnen, dass es auch bei uns hier und da Verbesserungsbedarf betrifft. Und das Problem an der ganzen Sache ist für mich eben als einfaches Slogans verfangen, dass eben solche Kampagnen verfangen und das macht mir schon Sorgen. Wobei ich dazu sagen muss, jetzt konkret jetzt die Person des Kandidaten in USA betrachten, das mich natürlich vor allem fast sogar der kulturelle Aspekt fast mehr Sorgen macht, weil ich finde er ist sehr offen, wie ich finde antisemitisch und das gerade in einer Stadt wie New York. Ich glaube, das könnte sogar den Exodus noch viel stärker treiben als die Steuererhöhungen, weil das soziale und gesellschaftliche Klima durchaus hoch relevant ist eben für eine Gesellschaft. Und ich finde das eben so problematisch, dass eben quasi, was ja bei uns auch zunimmt, du sagst ja nicht nur ich will jetzt höhere Steuern haben, sondern du machst gleichzeitig eine Kampagne gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen, dem ungerechtfertigt reich oder irgendwas. Und das sehe ich halt, das ist das, was mir persönlich eigentlich zurzeit am meisten Sorge macht in vielen Ländern.
Ulf Poschard
Ja, du kannst das ja, wenn du in New York anguckst, die ein Prozent der Reichsten und würdest dann mal die antisemitische Folie drüberlegen, dann trifft er ja ganz viele jüdische Milliardäre, die dort aus einer wunderbaren Tradition heraus, weil New York einfach der Ort war, an dem Juden ein sehr jüdisches Leben führen konnten in allen Spielarten, dass das immer ein Ort war, an dem es ganz selbstverständlich Millionen von anderen Juden gab. Natürlich trifft er die auf jeden Fall. Ich finde den lustigsten Aspekt daran, der einzige, der sich richtig freut, wahrscheinlich heimlich, ist J. D. Vance, weil was kann ihm besser passieren, als wenn New York das Shithole wird, das ein antisemitischer Sozialist aus New York machen kann. Also er drückt ihm die Daumen und ich drücke uns jetzt gerade hier die Daumen, dass wir unser Zeitlimit einhalten. Wir haben ganz kurz über Maxim Biller sprechen wollen. Wenn du erlaubst, Daniel, würde ich da nur zwei Sachen dazu sagen wollen, bevor wir dann über die Rubrik Ist das mega oder kann das weg? Vielleicht mal was Lustiges nehmen und zwar Fußgängerzone. Also ich freue mich, dass wir über Maxim Biller gesprochen haben und sprechen werden in dieser Woche ziemlich viel hier in Deutschland, weil ich ihn für einen der wenigen deutschen Schriftsteller halte, dem es gelingt, über Politik zu schreiben, ohne ein Kitschie zu werden. Maxim hat in seinen Büchern, wie in seinen Essays, wie übrigens auch in seinen sehr schönen Popsongs, die er schreibt, eigentlich einen ernsten, liebevoll humanistischen Ton, mit dem er über das Gelingen des Westens nachdenkt und natürlich als Jude immer wieder auch über Israel nachdenken muss. Und er hat eine Kolumne gewählt, Ich bin mit Maxim befreundet, ich werde von Maxime unfassbar hart kritisiert. Wenn ich nur mal irgendeinen halbdummen Satz gesagt haben soll, sage ich ja öfters, wie alle Leute wissen, die diesen Podcast hören, dann schimpft er mich auch ganz doll. Und er hat eine sehr streitbare Kolumne geschrieben, die wurde in der Zeit in der Wochenzeitung veröffentlicht wurde, depubliziert dann von Zeit Online. Und da prallen diese zwei bürgerlichen Welten zusammen, analog zu dem, was ich vorher sagen würde. Die klassisch liberalere bürgerliche Welt derjenigen, die die Wochenzeitung produzieren und lesen und die woke shitbürgerliche Welt von Zeit Online, in dem dieser neue, selten verbrämte postkoloniale Spielart des Antisemitischen oder zumindest Nuancen davon ganz selbstverständlich geworden sind und dass man einen großen Schriftsteller wie Maxim Biller, dass sich irgendwelche Online Heinis erlauben, den zu depop und man kann sich so vorstellen oder man kann ja auch lesen, was für ein Quark die da selber zusammenrühren. Das ist schon bemerkenswert. Da bin ich wieder einmal bei J. D. Vance und seiner Münchner Rede. Wer für die Freiheit und die Meinungs und Kunst und Literaturfreiheit nicht kämpfen. Will, warum sollten wir für den kämpfen? Kannst du mit der Zusammenfassung leben? Daniel ist das okay?
Daniel Stelter
Ich kann voll mit dieser Zusammenfassung leben. Ich hätte gar nichts Besseres sagen können und ich habe es mit Schrecken festgestellt, was da passiert ist. Ich finde einen Artikel dann vom Netz zu nehmen, finde ich einfach erbärmlich.
Podcast Host/Announcer
Ist das mega oder kann das weg?
Ulf Poschard
Die Frage war die Fußgängerzone. Wir haben es heute schon gestreift oder gestriffen. Daniel bist du für oder gegen die Fußgängerzone?
Daniel Stelter
Ich bin für die Fußgängerzone. Wir haben es vorhin schon angesprochen. Genau, ich bin eigentlich für die Fußgängerzone, wobei für mich die Fußgängerzone eben ist, es muss beschränkt sein auf eine bestimmte attraktive Region, wo man auch gerne flaniert. Zweitens muss die Fußgängerzone auch gut mit dem Auto erreichbar sein. Das ist, glaube ich, ganz wichtig, wenn sie ein Erfolg sein wollen. Wir wollen ja schließlich nicht, dass die Innenstadt ausstirbt. Kieselstrasse ist eben das Gegenbeispiel, was im Prinzip eine ohnehin schon unter Druck stehende Straße, die zwar nie anknüpfen konnte an die Zeit vor dem Krieg, wie man die dann im Prinzip platt gemacht hat durch diese Fußgängerzone, weil man eben nicht entsprechend sich da hätte annähern können vor dem Hintergrund im Prinzip eine gute Idee, aber so wie sie oftmals durchgesetzt wird. Falsch. Bevor ich jetzt dir das Wort gebe, möchte ich, Was ich nicht möchte, ist eine riesige Fußgängerzone, weil wir haben nicht drüber gesprochen, aber der Podcast ist eigentlich kein Podcast für Berliner. Aber ich könnte mir vorstellen, der eine oder andere Nicht Berliner, der diesen Podcast hört, profitiert davon zu hören, wie irre Berlin ist, um sich ein Bild zu machen zum Thema, wie die Politik in Berlin tickt. Es gibt nämlich noch einen Volksentscheid in Berlin mit dem Ziel Berlin autofrei. Ich könnte es übersetzen. Die wollen im Prinzip die ganze Innenstadt von Berlin, ziemlich großen Bereich, wollen sie ja autofrei machen zu einer riesengroßen Fußgängerzone. Würde ich mal sagen, in der noch Buße fahren dürfen, Fahrräder und ein paar Taxis. Und das ist natürlich genau das, was man nicht machen sollte, wenn man eine Zukunft haben möchte als Stadt. Und natürlich müßig darauf hinzuweisen, dass die Initiative Volkswirtschaft Berlin Auslandfrei sofort betont, dass natürlich ein, ich zitiere, schöneres Leben durch weniger Autos auf gar keinen Fall zu steigenden Mieten und zu einer Verdrängung führen dürfte. Deshalb brauchen wir noch Milieuschutz für autoreduzierte Stadtteile. Übersetzt. Dort darf die Wohnung dann gar nichts kosten. Das war mal anzumerken vor dem Hintergrund. Es ist einfach irre, was passiert.
Ulf Poschard
Ja, das ist für Ihr Milieu. Und auch hier auch man darf nie Wir unterstellen den Idealismen, Ich würde Ihnen unterstellen auch hier den Sadismus. Die spüren einfach, dass die Menschen ihr Auto lieben. Deswegen haben die letzten Bürgerentscheide in diese Richtung nicht funktioniert und sie wollen diese Menschen quälen und sie wollen ihnen Wir versuchen die Macht zu bekommen. Und dann bist du abgemeldet mit deiner Liebe. Und dann diese Ü Du Ulf, ich finde es super mit deinem Auto. Ich freue mich, dass du da so gefreut hast. Du darfst zwölf Mal im Jahr sagen wir Komm Ulf, fahr mal braus mal richtig rein in die Stadt und genieß das richtig. Das finden wir richtig gut. Und die glauben und ich sehe diese Legoland Gesichter und ich sehe diese ganze bösartige, vergiftete Verlogenheit. Und ich bin dafür, dass wir Fußgängerzonen dort haben, wo die Städte schön sind. Und ich würde es verbinden wollen mit einem städtebaulichen Impuls. Liebe Grüne, baut die Städte so schön, lasst so schöne Architektur zu, Klammer auf mit privaten Investoren wie Ralf Schmitz zum Beispiel. Lasst die Städte so schön werden, dass es Sinn macht, dort Fußgängerzonen zu machen und für alle schnellen, unschönen Autos, nur die dürfen dort parken, dann wird alles gut.
Podcast Host/Announcer
Habt ihr einen Vorschlag für Ist das mega oder kann das weg? Sendet ihn uns an megaelt DE und.
Ulf Poschard
Mit dieser Bombshell Idee sage ich wir haben wieder mal einen Stein des Weißen gefunden. Make Economy great again, Make Unternehmertum great again, Make Freiheit great again. Und bitte, liebe Bürgerliche, die diesen Podcast hören, stellt euch diesen Debatten. Lasst diese Leute im Schist Milieu auf LinkedIn nicht mit ihrem Stuss durchkommen. Kämpft, kämpft, kämpft.
Daniel Stelter
Guten Abend, bis zum nächsten Mal.
Podcast Host/Announcer
Das war Make Economy great again. Hast du Fragen anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Episode Title: Keine Reform, kein Plan, kein Rückgrat – Wie Deutschland seinen Wohlstand verspielt
Date: July 3, 2025
Host: Ulf Poschardt (WELT-Herausgeber)
Guest: Daniel Stelter (Ökonom)
Das Gespräch zwischen Ulf Poschardt und Daniel Stelter dreht sich um den dramatischen wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands. Im Mittelpunkt steht die Stagnation der Industrie, die desolate Stimmung unter Unternehmern und Investoren sowie die Rolle der Politik, die es an Mut und Reformbereitschaft mangeln lässt. Mit Blick auf Mindestlohn, den Berliner Wohnungsmarkt, die Rolle der Grünen und internationale Vergleiche diskutieren die beiden, wie „Deindustrialisierung“ selbstverschuldet ist – und warum dringend ein Kurswechsel nötig wäre.
Aktuelle Arbeitsmarktlage:
Hausgemachte Ursachen:
Politische Kultur:
Zitat (Daniel Stelter, 07:23):
„Deindustrialisierung ist keine zwingende Notwendigkeit, sondern es ist hausgemacht durch zu hohe Energiekosten, durch zu hohe Bürokratie, durch einen Staat, der seine Kernaufgaben […] nicht erfüllt.“
Zitat (Daniel Stelter, 15:06):
„Bei uns ist im Prinzip über Mindestlohn, aber auch überall Bürgergeld […] das Problem, dass bei uns der Übergang von Nichtarbeit zu Arbeit gleich zu einer sehr, sehr hohen Grenzbelastung führt und die Leute deshalb nicht arbeiten.“
Zitat (Ulf Poschardt, 21:43): „Das ist das Wesen der Grünen. Sie verstehen Wirtschaft nicht, sie hassen den Unternehmer. […] Und dieser Kampf gegen die Leute, die hier Wohnraum, dringend erforderlichen Wohnraum schaffen wollen, der ist wirklich beispiellos.“
Zitat (Daniel Stelter, 45:10): „Was ich nicht möchte, ist eine riesige Fußgängerzone, […] die wollen im Prinzip die ganze Innenstadt von Berlin, ziemlich großen Bereich, wollen sie ja autofrei machen zu einer riesengroßen Fußgängerzone. Würde ich mal sagen, […] das ist natürlich genau das, was man nicht machen sollte, wenn man eine Zukunft haben möchte als Stadt.“
Daniel Stelter (07:23):
„Deindustrialisierung ist keine zwingende Notwendigkeit, sondern es ist hausgemacht […] das schreit nach Reformen. Aber wir werden diese Reform nicht bekommen.“
Ulf Poschardt (21:43):
„Das ist das Wesen der Grünen. Sie verstehen Wirtschaft nicht, sie hassen den Unternehmer ...“
Daniel Stelter (22:27):
„Jetzt müssen private Vermieter aufgeben, wie die paar privaten Vermieter in der DDR... Das Ergebnis konnte man 89 besichtigen, als die Städte Ostdeutschlands gefahren sind.“
Ulf Poschardt (41:48):
„Wer für die Freiheit – und die Meinungs- und Kunst- und Literaturfreiheit – nicht kämpfen will, warum sollten wir für den kämpfen?“
Daniel Stelter (45:10):
„Es ist einfach irre, was passiert.“ (zur autofreien Innenstadt)
Ulf Poschardt (46:41):
„Make Economy great again, Make Unternehmertum great again, Make Freiheit great again. Und bitte, liebe Bürgerliche, die diesen Podcast hören, stellt euch diesen Debatten. Kämpft, kämpft, kämpft.“
Der Podcast liefert eine durchgehend kritikfreudige, pointierte Analyse der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland – mit Seitenblicken nach Dänemark und in die USA. Der Ton bleibt dabei polemisch, aber faktenorientiert. Beide Gesprächspartner betonen immer wieder, dass Hausgemachtes die größten Bedrohungen für den Wohlstand sind und eine Reformstarre vorherrscht. Besonders dramatisch sei die Mischung aus sozialer Romantisierung, wirtschaftlicher Ahnungslosigkeit und ideologischer Erstarrung politischer Akteure – insbesondere bei den Grünen.
Appell am Ende:
Stelter und Poschardt rufen ihr überwiegend bürgerliches Publikum dazu auf, aktiver in politische Debatten einzugreifen und wirtschaftspolitische Vernunft stärker zu vertreten.
Für Hörer, die die Folge nicht kennen:
Das Gespräch ist eine schonungslose Analyse des aktuellen Zustands der deutschen Wirtschaft und Politik. Poschardt und Stelter nehmen kein Blatt vor den Mund und verbinden ökonomische Analysen mit kulturpolitischen Einschätzungen, gesellschaftlichen Beobachtungen und konkreten Beispielen.
Ton & Stimmung:
Sarkastisch, polemisch, faktenreich – der typische „Make Economy Great Again“-Sound.