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Ulf Poschardt
Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht, guten Mittag, hier ist Ihr absoluter Mega Make Economy Great again. Den großartigen Satz, den wir uns ja entliehen haben, dem amerikanischen Wahlkampf des skandalösen Donald Trumps. Und wir haben nur für all diejenigen, die uns jetzt schon lange zuhören und treue Hörerinnen und Hörer sind, wir haben das Wort Amerika durch Economy ausgetauscht. Das ist jetzt der Cliffhanger nach zwei Jahren. Ich wollte es nur mal loswerden. Wir reden heute über was sehr Amerikanisches, nämlich über Elon Musk und jemanden, der der erste Billionär geworden ist. Im Amerikanischen nennt man das sogar Trillionär. Ich habe diese amerikanischen Zahlen immer noch nicht so richtig drauf. Es ist sehr rührend, wie in Deutschland dagegen konzertierte Aktionen verpuffen und Friedrich Merz den Unternehmer weniger als Ingenieur und Visionär sieht, sondern als einen, der im Zweifelsfall Golf spielt. Und wir haben dann nochmal einen Blick auf Europa und die EU, die ganz tolle Ideen hat, um unseren Wirtschaftsstandort in Sachen Energie noch großartiger zu machen.
Podcast Host/Announcer
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
Ulf Poschardt
Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
Podcast Host/Announcer
Make Economy Great Again. Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
Ulf Poschardt
Lieber Daniel, bist du auch so froh, in Deutschland und Europa zu sein wie ich heute wieder?
Daniel Stelter
Natürlich, Deutschland, lebenswertes Land und Europa ist toll. Ich meine, muss schon sehen, wo hast du es, dass du auf so geringem Raum so eine kulturelle Vielfalt hast? Schau, du fliegst jetzt zwei Stunden von Stockholm nach Rom oder vielleicht zweieinhalb und du bist also auf jeden Fall ganz toll. Du bist von Litauen bis Lissabon. Europa ist toll. UK würde ich dazuzählen. Das ist schon ein unglaublicher kultureller Reichtum, ein unglaublicher kulinarischer Reichtum. Ich finde es schön, in Europa zu sein. Und Europa, darfst du nicht vergessen, ist ja auch wohlhabend geworden, reich geworden durch Innovationskraft, durch intensiven innereuropäischen Wettbewerb, der teilweise manchmal auch eben nicht mehr als friedliche Mittel ausgetragen wurde. Aber das hat Europa groß gemacht. Insofern, ich bin froh, hier zu sein. Ich muss aber gestehen, ich finde, wir könnten uns besser schlagen. Wir könnten mehr aus diesem tollen Kontinent, aus diesem tollen Land herausholen. Und wenn wir eben jetzt nicht irgendwann besser werden und Make Economy Great Again umgesetzt wird, ist natürlich die reale Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir ein schrumpfvergreisender Kontinent werden, der nur noch als Museum da ist für reiche Amerikaner, Chinesen, Vietnamesen, Inder. Und das finde ich dann sehr traurig. Insofern, ich würde sagen, Europa ist so schön, es würde sich lohnen, mehr für Europa zu tun. Ach, und wenn ich das noch loswerden darf, btw. Weil ich immer gefragt werde, wer müsste mal über Europa sprechen? Du weißt ja, Frau von der Leyen möchte 800 Milliarden mehr haben im nächsten Haushalt für die EU. Das Parlament fordert, glaube ich, mehr als Milliarden. Und ich habe eine ganz gute Nachricht für alle Fans von Die EU braucht nicht mehr Geld, sie braucht weniger Geld. Die EU muss einfach ihre Hausaufgaben machen, nämlich sie muss den Binnenmarkt vollenden. Es gibt ja die Studien vom IWF und von der EZB, ich habe sie auch schon zitiert, die internen Handelshemmnisse innerhalb des Binnenmarktes so wirken, als wären sie US Zölle von 60 bis 100 Prozent. Das heißt, die EU Kommission braucht nicht mehr Geld, sie braucht nur endlich mit weniger Geld kann man defund Europa, würde jetzt der liebe Ulf sagen, könnten wir quasi Europa auf Vordermann bringen und könnten mit dem Binnenmarkt von Enden viel mehr tun für Wohlstand und Wachstum in Europa und generell mit weniger Regulierung. Das fände ich toll. Aber ich habe jetzt eine falsche lange Antwort gegeben auf deine Frage. Ich freue mich in Europa zu sein. Europa ist toll.
Ulf Poschardt
Ja, ich bin natürlich auch ein großer Fan Europas, aber du hast zum Einstieg zu Recht in den historischen Rückspiegel geguckt. Das heißt, die Dinge, die an Europa notwendigerweise großartig waren, Aufklärung bis hin kann man sogar zurückgehen, Antike, also wir wissen, was wir Europa verdanken, aber wir sind auch ein Kontinent geworden, der sklerotisch geworden ist durch Dinge wie die EU Kommission und mehr oder weniger auch durch eine Vorstellung europäischer Politik als gemeinsame Nenner, die Intervention hat, also auf nationaler Ebene, in Teilen auf kommunaler Ebene und dann natürlich auch auf europäischer Ebene. Und um jetzt eine Direttissima zu unserem ersten Thema Elon Musk hat es mit dem Börsengang von SpaceX geschafft, der erste Billionär zu werden im amerikanischen Trillionär. Ich finde, Trillionär klingt noch geiler eigentlich. Und es gibt dieses wunderbare Meme in Amerika, wo Elon Musk seine Tochter auf dem Schoß hat und dann sagt Papa, die Linken wollen die Milliardäre abschaffen. Dann sagt Ja, deswegen bin ich jetzt Trillionär geworden. Und dann sagt der kleine Sohn zu seinem Papa, fucking legend. Wunderbar, so muss es sein. Und ja, man hat dann gewissermaßen erwartbar. Die Reaktion in Deutschland waren logischerweise Wir sind ganz entsetzt darüber, dass ein Mensch so viel Geld hat. Wir sind entsetzt darüber, dass ein Mensch damit so viel Macht hat. Und wir sind entsetzt darüber, dass es überhaupt so etwas gibt wie einen Kapitalismus, der für alle Linken und für alle Etatisten bis tief in die Mitte hinein sozusagen eine so unglaubliche Ausnahmestellung haben kann. Also dieser Begriff des Trillionärs sagt ja vor allem etwas aus, das in einem eher freien Kapitalismus und wir wissen, so richtig frei ist der Kapitalismus mittlerweile eigentlich nirgendwo mehr Jemand wie Elon Musk jeden tag wahrscheinlich 70 oder 80 prozent mehr richtig macht als andere Unternehmer. Und bevor ich zu dem sozialdemokratischen Aspekt von Elon Musk komme und zu dem sozialdemokratischen Konzept von Unternehmensbeteiligungen und dem sozialdemokratischen Konzept, wie man Unternehmensbeteiligung möglicherweise steuerlich in einer Form fördern könnte, würde ich gerne all die Hater. Wir haben ja unseren Zuhörerinnen und Zuhörern wohl kaum so viele Hater, die das schlimm finden, sondern wahrscheinlich eher feiern. Es gibt im Internet fantastische Videos aus den frühen Jahren von Elon Musk als Unternehmer. Der stand mehrfach vor dem aus SpaceX war wirklich literally immer wieder am Rande dessen, was er auch mit seinen ökonomischen Möglichkeiten leisten konnte. Es gab eine Situation, wo ihm die Leute, die er verehrt hat bei der NASA gesagt haben, was er für eine Pfeife ist. Und da sieht man Elon Musk im Interview fast weinen, weil ihm das das Herz bricht, weil er ja eigentlich deren Träume geträumt hat. Es gibt die Situation in seinem unternehmerischen Leben, wo er die Entscheidung eigentlich hätte treffen müssen, entweder Tesla oder SpaceX. Es waren beides junge Unternehmen, die wie alle jungen Unternehmen dann an einen Punkt gekommen sind, wo das Geld für beides nicht zu reichen schaff Und er hätte eigentlich eins seiner Babys killen müssen. Hat er nicht gemacht. Und diese Idee der Linken ist im Grunde genommen die interessieren sich nicht für die Zehntausenden von Start ups, die gescheitert sind und die heute irgendwo einen supermarkt in Arizona machen die Betreiber oder aber als Juniorprofessoren irgendwo rumgurken in der amerikanischen Provinz oder wie in Deutschland dann Fahrradboten geworden sind, nachdem das nicht erfolgreich war, sondern sie konzentrieren sich auf jemanden, der in seinem Leben akkumuliert, all diese unternehmerischen Qualitäten hat, nämlich Mut, Zuversicht, Vision und auch eine Besessenheit, die auch mit einer Arbeitsleistung zu tun hat. Ich würde mal folgende these aufstellen und vielleicht kann Daniel daraus ein ökonomisches Theorie formulieren, dass die Arbeitsminuten und Stunden von Elon Musk, die er in seinem Leben jetzt schon akkumuliert hat, in ungefähr die Arbeitszeit aller deutschen Kritiker in Summe abbildet. Elon Musk hat so viel gearbeitet wie die tausend pfeifen Gurkennieten, die ihn am vergangenen Wochenende auf Social Media so gottlos und ehrenlos gedisst haben. Hobbylos könnte man sogar sagen. Was macht diesen Erfol auch sozial so interessant angesichts der Debatten, die wir in Deutschland haben, die ja immer und immer wieder mit dem Wieselwort der sozialen Gerechtigkeit hantiert? Das hat damit zu tun, dass Elon Musk, und das ist ein typisches Phänomen von Unternehmen, in ihrer wackeligen Gründungsphase Leute angestellt hat und gesagt Ich kann euch nicht toll bezahlen, das sind meine Möglichkeiten, wir sind ein junges, fragiles Startup, aber ich biete euch Unternehmensbeteiligungen an. Also wenn wir gemeinsam erfolgreich sind, dann soll es euer Schaden nicht sein. Und da kommt in diese Situation nämlich eigentlich die unternehmerische Vision im Arbeitsvertrag sozusagen bekommt eine unglaubliche soziale Dynamik. Und diese soziale Dynamik heißt, dass und das sind alles reale Fälle. Es gibt ja auch bei Amazon die Sekretärin, die da Multimillionärin geworden ist. Das gibt es bei all diesen jungen Unternehmen, die in ihrer Anfangsphase nicht genug bezahlen konnten, um über die Runden zu kommen und Unternehmensbeteiligung ausgegeben haben. Und dann sitzt dort ein möglicherweise Vertreter der Working Class, gab Schweißer bei SpaceX. Es gab Leute, habe ich jetzt im Internet gesehen, einen mexikanischen Migranten, der eigentlich vielleicht gar nicht so legal rübergekommen ist und gesagt Ich fange da an und ich kriege eine über eine Unternehmensbeteiligung und der ist seit dem Wochenende Millionär. Was will ich damit sagen? Der Arbeitnehmer trifft damit auch für sich eine unternehmerische Entscheidung, sagt Ich glaube diesen verrückten Typen, der sitzt da und 2002 hat Elon Musk, gibt es auch lustige Videos, mit einer Mexikanischen, wie heißen die Maharitchi Band sozusagen SpaceX gegründet, die Party. Ich glaube an die Idee von diesem Typen. Und das Ergebnis war nach dem Börsengang von SpaceX gibt es in Amerika neue Millionäre und von den Millionären, die einfach in der Cafeteria gearbeitet haben, natürlich sehr viele ingenieure dabei sind 400 dabei, die hundertfache Millionäre geworden sind durch den Börsengang. Und da will ich nur deutlich machen, dass diese Art von Unternehmertum mit dieser demokratisierenden Variable der Unternehmensbeteiligungen, die natürlich einen hohen Risikofaktor beinhalten, dass das einen sozialen Aufstieg in einer Dimension ermöglicht, den kein anderes Konzept politischer oder wirtschaftlicher Ordnung erzeugen kann, vor dem Wir haben ja so oft in diesem Podcast darüber gesprochen, wie gehen die Fantasien von aufsteigen, warum ist es in Deutschland so schwer? Daniel weist immer wieder darauf hin, dass wir eigentlich weder, wie in seinem Buch Die Mär vom reichen Land, weder sind wir ein besonders reiches Land, noch haben wir, wenn wir nicht wachsen, die Chance auf Aufstieg. Und ich fand eigentlich exemplarisch daran, wie Musk es gemacht hat, Ich finde exemplarisch daran, was für ein tolles Instrument die Unternehmensbeteiligung ist. Und da haben wir ganz oft Start ups gesagt, das wird verkehrt besteuert oder steuerlich überhaupt nicht begünstigt in Deutschland. Und natürlich typisch die Debatten in Deutschland, so jemanden verbieten, enteignen und so weiter. Kurzum, es war wie in einem Brennglas das Elend deutscher europäischer Debatten und das Großartige am amerikanischen Kapitalismus. Daniel war ich zu euphorisch?
Daniel Stelter
Nein, ich meine, man muss dazu sagen, es gab ja auch in den USA sofort die Forderung von Bernie Sanders und Elisabeth Warren nach dem Endlich besteuern. Und es gibt ja auch in Kalifornien soll ja eine Volksabstimmung stattfinden für eine Milliardärsabgabe, also nicht nur in Deutschland, wobei in den USA auch, aber natürlich in den USA nicht so ausgeprägt. Ich würde gerne das Thema ein bisschen erweitern, Ulf Also zum einen zum Thema er ist es der erste Trillionär oder Billionär? Ich weiß nicht, wie es witzig habe Billionär geschrieben in einem X Tweet und es wurde immer rot unterkringelt, also das Wort Billionär, da wurde sofort vorgeschlagen, es muss irgendwie Millionär sein, was kann ich Billionär sein? Insofern fand ich ganz witzig, dass ich falsch geschrieben, aber ich glaube, das Wort ist noch nicht so eingebürgert. Das werden wir natürlich in Zukunft mehr haben, einfach deshalb, weil wir alle wissen, das Papiergeld wird weiter an Kaufkraft verlieren. Insofern darf man sich nicht wundern nach dem Motto, es wird auf jeden Fall sicherlich mehr geben, als nichts an Leistung von Elon Musk spähern soll. Ich wollte nur ist der Beginn der Dekade der Billionäre, aber er wird nicht der einzige bleiben. Wenn man mal generell Ich habe ein paar Punkte dazu. Wie gesagt, erstmal Inflation wirkt natürlich dazu. Das zweite ist und vielleicht auch zur Einordnung darf sie vergessen vor etwas über 20 Jahren kostete Gold noch 250 Dollar die Unze, jetzt kostet Dollar die Unze. Also in Gold gerechnet sind viele Milliardäre gar nicht sozusagen so viel reicher geworden, wenn man das mal richtig rechnet. Das nächste ist das Was bedeuten denn eigentlich diese hohen Unternehmenswerte? Und diese hohen Unternehmenswerte bedeuten natürlich einen extremen Vorschuss an Vertrauen in die Zukunft. Man glaubt an die Marsentwicklung, man glaubt an ganz viele Projekte. Das ist natürlich gar nicht mal so wichtig, dass Elon Musk oder die Ansatzeigener dann auf dem Papier so viel Vermögen haben, sondern es ist natürlich eine unglaubliche Akquisitionswährung. Es ist eine Möglichkeit Geld zu bekommen für Innovation, Innovation zu finanzieren. Oder aber auch, wenn du dann hinterher denkst, Übernahme von anderen Unternehmen hast natürlich eine unglaubliche Kaufkraft geschaffen. Also im Prinzip diese hohen Valuations schaffen auch so eine Art Akquisitionswährung, wo wir auch sehen und wenn die Märkte, wenn die Finanzen jetzt jawohl, wir glauben das, wir glauben, dass das so viel wert ist, Wir glauben an 150 Dollar die Aktie oder sowas, dann hast du dich damit eine Währung, mit der du quasi andere Firmen kaufen kannst, gehört sehr, sehr smart dazu. Also Financial Engineering ist schon sehr wichtig. Dieser Innovationsglaube führt zu einer hohe Bewertung. Die hohe Bewertung ermöglicht dann auch mehr Innovation durch mehr Investitionen in der Firma wie auch durch mehr Übernahmen. Das erinnert so ein bisschen an die. Da führt mich zum dritten Punkt. Wir haben das erste Mal, dass es einen Boom gab. Ich meine, es gab ja es gibt den KI Boom, auf dem eben Elon Musk und dann demnächst astroffic und Open Air, wenn der Boom lange nur anhält. Wir haben in der Vergangenheit sowas auch gehabt. Denk an den Railway Boom. Der Railway Boom war noch viel größer als zumindest nach allen Indikatoren als der jetzige. Wenn du so anschaust, wie viel Geld flossen relativ zum BIP damals in Eisenbahnen, das war ein Riesenboom. Da hätte man auch gesagt, da gibt es ganz viele Leute ganz reich geworden sind. Auf der anderen Seite wissen wir, es sind ganz viele Leute, sehr viele arm geworden, weil eben die Investitionen sich da nicht so gerechnet haben. Das heißt, was wir hier erleben, ist auch sehr stark natürlich wiederum das Thema ist der Papier Währung ein Papierwert. Wir werden sehen, wie viel von realistisch ist und wir hatten es auch kurz dann New Economy denkt an die Datenkabel. Damals wurden Datenkabel gelegt zwischen Europa und den USA und andere die Firmen, die es gemacht haben, Pleite gemacht. Heute sind wir froh, dass wir sie nutzen können, genauso wie wir heute froh, dass es die Eisenbahn gibt. Das heißt, da gibt es ja so Entwicklungen. Sollte man nicht so positiv sehen, sollte man vor allem nicht was anlasten, sondern eher sagen, er schafft Werte, aber er weiß auch gut, wie man mit Werten umgehen soll. Das muss man auch sagen. Er ist auch ein guter Finanzjongleur oder Finanzdesigner. Jetzt muss man sich mal vorstellen, was eigentlich es bedeutet, dass du Besteuer Du hast diesen Mexikaner. Es gibt ja immer die Themen wir wollen Vermögenssteuer haben, Vermögensabgaben und so weiter. Jetzt sagst ja, der Mexikaner hat jetzt eine Million oder die sind jetzt Billionäre und Elon Musk ist jetzt Trillionär. Du musst natürlich schon vorstellen, der Linken hätten die in den vergangenen Jahren auch schon Steuern zahlen müssen auf diesen Werten. Da hätte man vielleicht in der Bewertung gesagt, ja das ist jetzt noch nicht so viel wert oder was weiß ich, aber die hätten schon früh Vermögenssteuer zahlen müssen auf diesen Werten. Vielleicht wäre es nicht auf 150 bewertet worden, vielleicht nur 5 und aber mit jeder Finanzierungsrunde von SpaceX hast du ja einen Preis. Das heißt, es gab schon früher Finanzierungsrunden, wo ein höherer Wert war. Das heißt, was wäre das Ergebnis gewesen? Musk hätte Anteile verkaufen müssen, um Liquidität zu beschaffen. Die Mitarbeiter, die da arbeiten. Der Mexikaner jetzt mal im Extremfall, wenn die Steuer so früh angefangen hätte, der wäre jetzt nicht Millionär, der hätte schon frühzeitig Anteile verkaufen müssen, um die Liquidität zu beschaffen. Wer kauft solche Anteile? Das heißt, du siehst schon, dass so eine Besteuerung, da denkst du immer so, da besteuerst du die quasi alten Vermögen. Nein, du besteuerst auch Gründer. Du besteuerst auch Gründer, die auf dem Papier reich sind, die aber gar nicht Geld rausnehmen können. Übrigens ein Grund dafür, warum Norwegen so viele Gründer verliert, weil Norwegen Vermögensteuer hat, ziehen die Gründer weg, weil sie sagen, wir müssen auf quasi nicht realisierten Papiervermögen Steuern zahlen. Das führt zu einer Abwanderung. Das zeigt dir schon mal die ganze Idiotie. Du gehst im Prinzip rein, hast eine Substanzbesteuerung für Firmen, SpaceX macht keinen Gewinn. Also du zwingst quasi Leute, Anteile von der Firma zu verkaufen oder zu liquidieren oder Geld nachzuschießen, Steuern zu bezahlen für etwas, was auch gar keinen Gewinn macht. Das ist alles völlig idiotisch, weil die Steuerung am Ende kommt sie ja irgendwann, am Ende kommt die Steuer. Ganz am Ende, wenn du verkaufst Anteile, musst du die versteuern. Ganz am Ende, spätestens beim Tod in den USA gibt es auch Versteuern, da musst du Steuern zahlen. Das heißt, man kommt dem Finanzamt immer nur temporär. Und darum ist es so Wahnsinn, so früh zu besteuern und damit diese Dynamik zu durchbrechen. Dass Deutschland sehr populär ist, wissen wir. Und ich habe ja im Podcast gesagt, wir haben das Problem, dass wir nicht genug Milliardäre haben. Da bleibe ich auch dabei. Wir bräuchten mehr Milliardäre, weil wir uns dreiviertel der Milliardäre sind erben, was die Linke kritisiert. Ich kritisiere, dass nur 25 Gründer sind, weil wir eben die Gründungsdealarbeit nicht haben. Und jetzt komme ich zu meinem eigentlich letzten Punkt, nämlich zum Thema Wertschöpfung. Du hast gesagt, die ganzen Kritiker haben nie so viel gearbeitet wie Musk. Da würde ich Naja, einzeln sicherlich nicht. Wenn du alles zusammenrechnest, haben wahrscheinlich schon mehr Stunden gearbeitet.
Ulf Poschardt
Glaube ich nicht.
Daniel Stelter
Aber weißt du aber Ulf, es geht gar nicht darum. Ich persönlich bin ja, ich bin ein strukturell fauler Mensch, ich arbeite möglichst wenig und ich bin immer der Meinung gewesen, du musst nicht don't work harder, work smarter. Das ist meine Logik. Und das ist ja der Punkt, weil ich glaube, dass du in einer Stunde
Ulf Poschardt
mit Leuten wie mir, ich kann nicht smarter ich kann nur harder. Weißt du, du darfst jetzt nicht so ein iTunes Gap hier aufmachen.
Daniel Stelter
Also ich treffe ja manchmal Hörer und die haben auch gesagt nach dem Motto, naja, als der Ulf von sich selbst gesprochen hat, als der Hörer Ulf mit 59 Jahren aus Berlin, das fanden sie schon ein bisschen kom, dass jetzt anfängst hier in aller Öffentlichkeit nach Komplimenten zu fischen. Das ist Fisch mit Feinstrumpfhose. Da würde ich doch mal sagen, das ist unter deinem Niveau. Da würde ich jetzt dringend von abraten. Ich möchte mich gerne zu einem inhaltlichen Punkt noch kommen, ganz kurz. Also ich glaube, es geht natürlich darum, was mit Intelligenz wahnsinnig viel bewirken kann. Mit Kreativität ist ja vor allem Kreativität, Intelligenz, die Fähigkeit, Dinge zu kombinieren, die es gibt, neu zu kombinieren, dort was Neues zu erschaffen. Und er hat ja bei SpaceX, das haben wir auch diskutiert, es geschafft, Raketenstarts so viel billiger zu machen, was die NASA 50 Jahre vorher nicht geschafft hat, hat er in viel weniger Jahren geschafft. Und jetzt kommt der wie so oft gibt es gute Wirtschaftswissenschaftler, so richtig gute, die Studien machen. Und jetzt haben wir einen, der hat sogar Nobelpreis bekommen, nicht für diese Forschung, für andere Forschungen, der heißt William Nordhaus. Der William Nordhaus hat eine Studie gemacht vor einigen Jahren, hat gesagt, zwischen 1948, ich glaube zwischen 1948 und 2010 oder sowas war das der Zeitraum. Und hat gesagt, es gibt Innovatoren, es gibt Erfinder, es gibt Leute, die was Neues in die Welt bringen, im schumpeterschen Sinne was Neues. Die schaffen Werte und hat wie viel von dem Wert, den diese Innovatoren schaffen, behalten die eigentlich? Also in simplen Du schaffst 100 Wert, weil du eine Idee hast, wie viele Euro davon behält der Innovator? Was glaubst du, was glaubst du, wie viel Wert?
Ulf Poschardt
Ich würde mir wünschen wollen, dass er die Hälfte behält, aber ich würde mal sagen, es ist nur ein Fragment davon.
Daniel Stelter
Ich würde mir nicht wünschen, dass er die Hälfte behält, weil es funktioniert. Was macht Kapitalismus aus? Kapitalismus ist nicht das System, wo wir nur noch Feinstrumpfhosen für die Königin herstellen, sondern Albanismus System, wo sich die Näherinnen der Fabrik auch Feinstrumpfhosen kaufen können, das beispielsweise nicht von mir. Das ist ein altes Beispiel, weiß nicht heute von wem. Und genau das ist Kapitalismus. Kapitalismus ist ein System, welches immer darauf ausgerichtet sein muss, dass es den Maßen besser geht, dass die Maßen bessere Produkte haben, billigere Produkte haben. Darum geht es. Maße ist was reich macht. Schauen wir heute. Reich ist reich sind die Internetkonzenten. Warum? Weil sie haben Milliarden von Kunden. Das ist das, was reich macht. Du willst immer gleich skalieren. Jetzt kannst du mir gegenhalten, Louis Vuitton und andere. Ja, ist Derivat. Und selbst da würde ich mal sagen, die schaffen es Maße zu verkaufen und zu tun, als wäre es klasse. Aber es ist ein anderes Thema. Die Wahrheit ist, William Nolters hat gesagt, die Innovatoren behalten im Schnitt 2 Prozent. Also von 100 Wertschaffung gehen 98 an die Gesellschaft, an die Konsumenten durch bessere Produkte oder vor allem auch durch Kostensenkungen, durch kostengünstigere Produkte und zwei bleiben beim Innovator. Das heißt, das müsstest du mir hat Elon Musk jetzt schon für 50 Billionen Wert geschaffen, Das ist ein ziemlich großer Wert, weil wenn du die Sozialprodukte der Welt zusammen addierst, das musst du ja nicht in einem Jahr schaffen, hat er das Potenzial mit Tesla, mit der Revolution Elektroautos ja auch nutzen, der nicht nur bei ihm anfällt und bei Tesla anfällt, mittlerweile verdienen die Chinesen damit das Geld und so weiter geht es ja weiter. Du siehst also die Innovatoren, da würde ich auch sagen, auch ein Bill Gates und ein Jeff Bezos, wir können über alles diskutieren. Wir kennen alle die Geschichte, wie Gates die Software einem abgekauft hat für wenig und im eigenen Namen. Wir kennen das alles. Darum geht es gar nicht. Es ist unstrittig, dass trotz aller Probleme, die wir alle mit Microsoft haben, ist unstrittig, dass der Computer einen enormen Beitrag geleistet hat für die Welt. Es ist unstrittig, dass Amazon offensichtlich jeden Tag sehr viel Kunden nutzen. Bitte ist jetzt keine Werbesendung für Amazon. Bitte. Es gibt auch andere Versender wie Otto und sonst, finde ich missverstehen, aber Amazon offensichtlich was gefunden hat, was einen Kundennutzen bietet. Es ist unstrittig auch, dass das Elon Musk einen Kundennutzen geboten hat mit günstigeren Raketen, mit Space Lake und so weiter. Und dann kann man einfach sagen, diese Innovatoren im Schnitt behalten zwei Prozent und mal ganz ehrlich, dann finde ich, wir sollten viele Milliardäre haben, wir sollten sie nicht verbieten und vor allem sollten wir nicht hingehen und sollten Papierwerte besteuern. Und dann kannst du okay, wir besteuern nicht mehr die Papierwerte, besteuern die anderen. Da würde ich wiederum sagen, das ist eben ungerecht. Und da bist du eben bei dem Thema, dass Länder wie Schweden eben Vermögenssteuer, Erbwertsteuer abgeschafft haben, weil sie fest festgestellt haben, dass es dumm ist, wenn der Gründer von IKEA in der Schweiz sitzt. Es wäre besser, er säße in Schweden. Und seitdem verformt Schweden alle out bezüglich wirtschaftlicher Dynamik, bezüglich Gründungsdynamik, bezüglich jeder Kennzahl. Das ist ein schönes Beispiel nur bei uns, das überhaupt in die Köpfe zu bekommen. Es ist unmöglich. Das hast du gesehen auf X, auf anderen Artikeln, was für ein Quatsch geschrieben wird. Die Billion von Elon Musk steht nur auf dem Papier erstens. Zweitens ein Vorschüss auf Innovationsfähigkeit. Wir werden sehen, was dabei ist und im Schnitt können wir uns trösten damit. Wenn Elon Musk wirklich am Ende seines Leben in 40 Jahren immer noch so reich ist, dann wird er mindestens das 50-fache davon an weltweiten Nutzen für uns alle geschaffen haben und hat das Geld auch verdient.
Ulf Poschardt
Ja, vielen Dank. Also vielen Dank für die Ausführungen. Zwei Sachen noch die Zeitachse. Also mir geht es jetzt glaube ich, oder mir ging es bei den 50 Prozent um gewissermaßen unternehmerisch nähere Umgebung der Innovation. Und genau mit dem, wie du es ausgeführt hast, wird deutlich natürlich entsteht, dass über eine Zeitachse, dann würde mich die Zeitachse sehr interessieren Und wie immer, wenn ich mit Daniel spreche, gehe ich danach ins Google Seminar und guck, dass ich diese Studie finde und das klingt super,
Daniel Stelter
super, ich kann sie dir schicken.
Ulf Poschardt
OK, vielen Dank Daniel. Das Zweite ist, ich will nur sagen, das was Daniel gerade vorgetragen hat, hat in einer unserer Runden, wo wir Politik und Wirtschaft zusammenbringen, Johannes Re Reck an Olaf Scholz, den damaligen Kanzler, Er hat den Appell gemacht. Johannes Reck ist ein Gründer von Get your Guide, kennen viele von euch wahrscheinlich, hat ein Einhorn geschaffen, das heißt, eines der wenigen Unternehmen hat das, glaube ich an der ETH Zürich ausgegründet und hat mit zwei anderen Jungs groß gemacht und ist dann mit über einer Milliarde bewertet worden. Und Johannes hat in einem wirklich sehr liebevollen und klugen Vortrag, ich erinnere das noch wie heute an den Bundeskanzler bitte, wir brauchen eine andere Besteuerung für Unternehmensbeteiligungen. Und wir haben dann immer wieder nachgefragt, weil wir das Thema auch ganz gut fanden. Wen wundert's? Da ist leider in dieser Sache nichts passiert. Was eine elegante Überleitung ist zu Friedrich Merz, der konzertierten Aktion und dem Tag der Familienunternehmen in Berlin. Als Daniel und ich das letzte Mal gesprochen haben, war ja am Vor also es war am Abend der konzertierten Aktion und wir waren ja beide nicht sonderlich zuversichtlich, dass es da zu großen Durchbrüchen kam. Und ich kann mich ehrlich gesagt an de facto gar keine erinnern, sondern hab zur Kenntnis genommen, dass man in dieser Ausgangssituation schlicht und ergreifend nur die Symbolik dessen, dass man sich getroffen hat und zusammengesetzt hat, gefeiert hat. Wenn ich das richtig überse, sind sogar meine anderen heißgeliebten Politik Podcasts, die ich höre. Man rückt davon ab. Es gab ja mal die Schimäre, dass am 30. Juni eine Art Stichtag ist für den großen Innovationsbums oder wie auch immer er rums oder wie er auch heißen soll. Auch davon hört man nichts. Und ich glaube, das ist einer der großen Probleme, wenn man weiß, dass Kapital ein scheues Re ist und Wirtschaft eben auch hohe Psychologen Faktoren besitzt und man das Gefühl hat, wenn man immer wieder Erwartungen schürt und sie immer wieder enttäuscht werden, dann glaube ich, nährt man auf der sehr populären Ebene beim einfachen Folgen Politik und Demokratieverdruss und bei den Unternehmerinnen und Unternehmern, die ja zu unseren Stammhörern gehört, einfach so einen Kopf schütteln und den glauben, die können es einfach nicht. Die wunderbare Trumpfchefin Nicola Leibinger Kammüller. Ja, richtig, Sie kennen den Namen, das ist die Schwester des fantastischen Peter Leibingers, des BDI Schiffs, den wir hier schon mehrfach gerühmt haben, hat davon berichtet, wie so die Stimmung beim Tag der Familienunternehmen so ist. Und sie hat davon gesprochen, die Unternehmer sind so frustriert wie noch nie. Und der Auftritt von Friedrich Merz hat das dort nicht besser, sondern im Zweifelsfall schlechter gemacht. Er hat ja bemerkenswerterweise und zwar richtigerweise darauf gesetzt, dass die Unternehmer öfter in Talkshows müssen. Gleichzeitig hat er aber seine Vermutung gehabt, dass sie lieber auf dem Golfplatz stehen und hat Das noch ergänzt, glaube ich, mit der Bemerkung, dass er sie dort treffe, wo ich sagen würde, ich finde, ich sehe lieber einen Unternehmer auf dem Golfplatz als mein Bundeskanzler. Aber das nur nebenbei bemerkt, ist natürlich auch so ein Bild vom Unternehmer, das gewissermaßen total reinspielt in die kultural mediale Denunziation des Unternehmers. Man kennt die Optiken bei Vermögenssteuer, Yacht in Monaco, davor steht ein kotzgrüner Lamborghini und operierte Frauen in engen Kleidern räkeln sich darum. So scheint das Leben der Reichen auszusehen. Der einzigartige Kevin Kühnert hat ja jetzt eine Anschlussbeschäftigung gefunden, ist als Aktivist einer linksradikalen NGO unterwegs und der hat dann noch vor dem Sitz dieser Familienunternehmer deutlich gemacht, dass das eigentlich alles degenerierte Vaterlandsverräter sind, die nur an ihren eigenen Wohlstand und ihren Hedonismus denken. Und so summiert sich in Deutschland einfach auf verschiedenen Ebenen eine gewisse kulturelle Ausweglosigkeit, weil man gar nicht mehr weiß, auf wen sollen wir den jetzt eigentlich setzen. Also konzertierte Aktion, wie wir prophezeit haben, ist nichts rübergekommen. Der 30. Juni als ein Ort des großen Reformaufbruchs. Wir erinnern uns, wir haben mehrere Sozialsysteme, wo wir mit dem Rücken zur Wand stehen. Wir haben die Abgabenlast in Deutschland, die so hoch ist. Und wir reden nicht über Steuersenkungen, da nur über den Pipi Bereich bei unteren und mittleren Einkommen. Wir reden nicht darum, dass wir für die Erfolgreichsten in der globalen Ökonomie erfolgreich werben müssen und deswegen Steuerabgaben senken müssen, sondern eben mehr. Und wir haben dann noch jede Menge medial verklärter Darsteller, die deutlich machen, dass der Unternehmer, also nicht nur der Reiche, nicht nur derjenige, der sein Unternehmen verkauft hat und jetzt auf irgendwelchen Inseln sitzt und seine Millionen genießt, nein, sondern Kevin Kühnert, die eine sehr populäre Figur in der linken Mitte des Landes, macht so deutlich, das sind eigentlich alles Leute, die ihr Vermögen nicht verdient haben. Die Bildersprache unterscheidet sich nur in Nuancen von dem, wie man das auch früher in der DDR gezeigt hat, wenn man den westlichen Kapitalismus als eine Dekadenzerscheinung dekonstruieren wollte. Und so bleibt eigentlich nach dieser vergangenen Woche nur der eine Hoffnungsschimmer, das sage ich jetzt mit entsprechenden Sarkasmus und Lakonie, dass die gute Nachricht ist, dass die Schweizer sich bei der Volksbefragung dagegen entschieden haben, bei 10 Millionen Schluss zu machen, sondern all die deutschen Unternehmerinnen, Unternehmer, Familienunternehmer haben dann irgendwie noch langfristiger die Möglichkeit, sich dann einfach auch aus Deutschland zu verabschieden und in die Schweiz zu gehen. Wenn ich das sage, dann bricht mir das eigentlich das Herz, weil ich ganz bei Daniels anfangs Plädoyer bin, dass es so viel großartige Leute gibt, dass Deutschland ein so wunderbares Land ist. Ich habe am Samstag bei der Jungen Union auf dem Deutschlandrat vorgetragen, habe diese tollen Leute auch aus der jungen Gruppe sprechen können und was für eine beeindruckend pragmatische, wirtschaftlich hochvernünftige und und in weiten Teilen mega stammhörende Jugendorganisation der Union. Am Donnerstagabend hatten wir hier Berlin auf die 1, die Konferenz und da waren sehr viele Start up Unternehmer da und auch da unglaublich zu sehen, was es in Berlin da alles gibt. Aber das ist wie so eine Subkultur. Sie ist nicht prägend in den deutschen Debatten und deswegen haben wir wahrscheinlich eine politische Landschaft, so wie sie aussieht. Ich würde mir wünschen wollen, dass es anders ist, aber mit dieser Regierung und mit diesem Kanzler fehlt mir eigentlich jeder Glaube. Daniel was soll ich dazu noch sagen?
Daniel Stelter
Ich meine, also erstens ist es so, du hast dieses Bild geschildert von der Yacht. Ich meine, ich war auch schon mal in der Côte d', Azur. Ich kenne diese Bilder, auch die von dir beschriebene Damenwelt, die die Yachten bevölkert. Das sind natürlich nicht typische deutsche Familienunternehmer, die da sind. Das sind eigentlich eher Oligarchen, russische oder ukrainische. Und das würde ich jetzt nicht als Vorbild sehen. Selbst wenn es Unternehmer wären, Familienunternehmen, würde ich sagen, müsste sich da der Kevin Kühner Konsort keine große Sorgen machen, weil wenn die das machen, ist das Vermögen sowieso bald vorbei. Das ist übrigens immer noch so. Wir wissen ja, dass über Generationen Vermögen sehr selten erhalten wird, meist nach 3 Generationen schon wieder vorbei. Es gibt auch Studien, es gibt ja ganz wenige, die früher reich waren und heute reich sind. Und da würde ich Na gut, dann ist doch eigentlich ganz gut. Die konsumieren. Wer konsumiert, zahlt per Definition viel Steuern bei dem Konsum nämlich vor dem Hintergrund eigentlich genau das Richtige. Genau das, was Kevin Grüner möchte. Die Frage ist halt, er möchte lieber Staatskonsum statt privaten Konsum, aber letztlich landet das Geld auch beim Staat. Insofern ist es eigentlich völlig dieses Bild, keine Sorgen, ich finde es alles übel. Ich meine, dieser Spruch von dem Merz, Ich habe immer gedacht, naja, wenn Friedrich Merz Donald Trump überzeugen möchte, sollte er mit ihm golfen gehen, meinetwegen am Tegernsee. Ich persönlich würde sogar sagen, wächst am Chiemsee und dann sollte meinetwegen Donald Trump, das war mein Lieblingsbild, immer in Schloss Herrn Chiemsee in dem Bett vom König übernachten. Der König hat da auch nur drei oder vier Nächte übernachtet und seither niemand. Das sollte man organisieren, weil dann hätten wir nämlich eine super Situation, dass wir quasi sagen können, herausragend kann er wenigstens die Relationship pflegen. Das mit den Talkshows, das hat mich geärgert, weil meine Wahrnehmung ist, wir hatten darüber schon mal gesprochen, Wirtschaft findet viel weniger in den Talkshows statt, verglichen auch mit vor 20 Jahren. Da wird über Wirtschaft gesprochen. Wenn über Wirtschaft gesprochen wird, meistens über Verteilungsfragen, die Reichen höher besteuern, blablabla. Da tauchen halt dann die Ökonomen auf, dessen Namen wir nicht erwähnen und andere Sympathieträger. Wirtschaft taucht selten auf. Da gibt es da mal diese eine Bäckereibetreiberin, die eloquent war hier und da gibt es mal, sie werden wenig eingeladen. Ich glaube, du wirst eingeladen mit deiner Gesellschaftskritik. Ich werde auch seltener eingeladen mit meiner wirtschaftspolitischen Kritik. Also es ist ja, glaube ich, nicht so, dass die Unternehmer jeden Tag Talkshow Einladungen gebräucht bekommen. Also das würde ich mal so sagen zu Geht da mal hin. Ich würde sagen, viele würden da hingehen. Und ansonsten verstehe ich die Aufregung zu sagen, nach dem Motto uns so zu charakterisieren, wie liegt denn das tun, weil die meisten am Wochenende eben nicht Golf spielen, sondern sich um ihre Firma kümmern, wollen wir auch sehen. Also vor Hintergrund, das war schon unterste Kante. Und das zeigt einfach für mich einfach nur, dass leider Gottes Friedrich Merz da scheinbar den Kompass verloren hat und den bräuchten wir. Und wir bräuchten in diesen Zeiten einen charismatischen Anführer, der quasi okay, ich gehe ins Feuer und ich habe die Hoffnung gehabt, dass einer der 70 ist und demzufolge quasi jetzt eigentlich das Land wirklich vor die persönliche Karriere stellen könnte, dass der das macht. Aber das ist die Enttäuschung, den Deutschlandtag der Union. Ich freue mich, dass man jetzt, ich bin mir halt nicht sicher, Ich glaube, die Union ist natürlich im Kern auch eine sehr stark etatistische Partei, muss man auch sagen. Das hast du wahrscheinlich mit denen gesprochen, die mit dir sprechen wollten. Aber ich könnte mir vorstellen, ich würde mich wundern, wenn da nicht auch ein guter Anteil an Delegierten gesessen hätte, die durchaus deine Ansicht nicht teilen.
Ulf Poschardt
Ja, das ist übrigens, Daniel. Die haben explizit auf unseren Podcast verwiesen als etwas, was sie alle gemeinsam sehr gerne anhören. Das war nicht der Deutschlandtag der Jungen Union. Um ehrlich zu sein. Wir müssen da gar keine Prognosen abgeben, weil der kommende Deutschlandtag der Jungen Union wird, wenn ich das richtig verstanden habe, zwei Wochen nach den Ostwahlen sein. Und wer die Deutschlandtage der Jungen Union kennt, wir erinnern uns, vergangenes Jahr war das ja Zentrum der Aufmerksamkeit, weil die junge Gruppe, darunter sehr viele Leute aus der Jungen Union, mehr oder weniger Friedrich Merz herausgefordert hatten und Regierungskoalition keine Mehrheit gehabt hätte. Wenn sich diese junge Gruppe entschieden hätte, es scheitern zu lassen, dann hat man einen Formelkompromiss gefunden. Zähneknirschend. Aber die Auseinandersetzung zwischen Johannes Winkel und Friedrich Merz auf diesem Deutschlandtag haben deutlich Wenn es in der politischen Mitte irgendeine Kraft gibt, die in der Lage ist, klar zu artikulieren, was das Land braucht, dann sind die das. Ob sie am Ende dann richtig oder falsch die Koalition nicht in die Luft gejagt haben. Ich glaube, jeder kann sich vorstellen, was für eine enorme Verantwortung das ist. Ich kann nur berichten, dass ich sehr überrascht war über die Offenheit auch im Ton, die eben in der jungen Gruppe denkbar nicht etatistisch ist. Und die Union als Maß und Mitte Partei sicherlich anders drauf als wir. Aber wenn es eine Hoffnung gibt, dann sind die das am ehesten. Muss man mal sehen, ob Herr Kubicki, es gibt jetzt die dritte Umfrage mit 5 Prozent. Vielleicht kommt da was bei der FDP und ich freue mich mich. Wir müssen das mal machen. Wofür steht die AfD wirtschaftspolitisch? Was ist deren Punkte Programm? Was wollen die da eigentlich? Da gibt es ja Irrungen und Wirrungen. Herrn Höckers Meinungen zum Kapitalismus haben nichts mit denen zu tun von Frau Weidl oder Frau von Storch. Da müssen wir auch mal drauf gucken. Keine Hoffnung. Auch das ist leider keine Überraschung. Kann man sagen, ist es aktuell bei der SPD reinzugucken. Die SPD ist weiterhin in den Umfragen in einem fast freien Fall, die finden sich jetzt in allen Gewerken der Dermaskopie bei irgendwo zwischen 11 und 12 Prozent. Und natürlich waren auch die Reaktionen von einigen Jusos, und zwar nicht die erste, aber die zweite Reihe, die sich über Kopfschütteln über Elon Musk als Billionär oder Trillionär gebeugt haben. Und gleichzeitig, und das ist eigentlich das, was mich meisten deprimiert, manche Reformen kosten Geld, andere Reformen kosten überhaupt kein Geld, sondern kosten nur Mut, politischen Mut. Und dazu gehört eine Flexibilisierung der Arbeitszeitregelung in Deutschland für all unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, die nicht in der Privatwirtschaft arbeiten. Wenn man privatwirtschaftlich arbeitet, dann gibt es oft Situationen, wenn es eine spezifische Nachfrage gibt oder aber man hat ein Projekt Projekt mit ein paar Fehlern im Projektaufsatz so gemacht, dass der eigentliche Release Day oder die eigentliche Veröffentlichung des Produktes oder das Auto muss so und so dann und dann bei der Messe stehen, dass man ohne zu prokrastinieren trotzdem in Situationen kommen muss, in denen der 8 Stunden Tag einfach keine Option ist. Und dass ganz viele Unternehmen in den Boom Jahren einfach dadurch vorgehalten haben, dass sie gewissermaßen Ressourcen genutzt haben, die sie nicht brauchen. Also die haben Reserven, Personalreserven gehabt. Man hatte auch das Gespenst des Fachkräftemangels und hat gesagt, naja, dann sind wir mal bei unseren Personalkosten ein bisschen großzügiger, nachhaltig wird sich das schon irgendwie rechnen, das ist jetzt vorbei. Und ein großes Anliegen der Arbeitgeber war es immer und immer wieder, dass mehr Flexibilisierung möglich sein müsste, sollte. Und natürlich sind die Gewerkschaften wir müssen jetzt nicht wieder auf sie eindreschen, sie haben es immer verdient, aber müssen wir nicht noch mal wiederholen. Aber schon sehr ernüchternd zu sehen, dass diese Arbeitszeitflexibilisierung, die nichts kosten würde, nichts im Zweifelsfall sogar bürokratisch so angelegt werden könnte, dass es einfacher wird, dass das nicht kommen kann. Und noch niemand würde von seinem Arbeitgeber genötigt werden können, mal einen Tag, zehn oder elf Stunden zu arbeiten, sondern logischerweise sozialpartnerschaftlich müsste es einfach diese Möglichkeiten eingeräumt werden. Und leider ist nicht mal das gelungen.
Daniel Stelter
Ja, da kann ich nicht groß was zu sagen. Ich glaube einfach, die Vorstellung der Gewerkschaft von der Arbeitswelt sprechen nicht über der Realität. Die haben immer noch den Schweißer oder den der am Band steht im Hinterkopf und sehen halt nicht, dass es andere Arbeitswelten gibt. Du hast recht, die Unternehmen haben gebunkert Arbeitskräfte mit Blick auf den demografischen Wandel. Die Tatsache, dass wir jetzt Arbeitskräfte abbauen, zeigt einfach, wie schlecht es der Wirtschaft geht. Das ist genau das Signal. Und in der Tat müssen wir mehr flexibilisieren und mehr an die Individualität des Bürgers glauben. Aber gleichzeitig, wenn du Kommentare gesehen hast im Zusammenhang mit Maske, aber auch sonst, da wird ja immer postuliert, er wurde so reich, weil er ausgebeutet hat. Wir haben da Klassenkampfbilder, Klassenkampfrhetorik, die vielleicht vor 50 Jahren noch angemessen gewesen ist. Da kann man natürlich na gut, die Menschen, die heute da auf die Straße gehen, zu den Schulsystem hingelaufen, wo sie eben nichts anderes gehört haben. Ich meine, der Kapitalismus ist böse, die Welt geht unter und so weiter, Klimaschwandel etc. Darf dich nicht wundern. Das ist ein Ergebnis von einem Bildungs und Mediensystem, wo dieses Bild gepflegt wird und vor dem Es passt einfach nur in dieses Gesamtbild hinein. Ich finde, habe ich letzte Woche auch schon gesagt, wenn du den Sozialstaat erhalten möchtest und möglichst wenig daran kürzen möchtest, wobei ich ihn immer noch reformieren würde, dann musst du eben an anderen Dingen arbeiten. Dann musst du an Energie arbeiten. Ganz Willst du weniger Sozialkürzungen machen, musst du Energie weniger machen, Atomkraftwerke einschalten. Wenn du Sozialstaat erhalten willst, musst du den Staat zurücknehmen, auf anderen Gebieten Subventionenrate drastisch kürzen, Staatsausgaben senken und Bürokratie abbauen. Das heißt, die Politik muss sich zurücknehmen. Wenn du das alles nicht möchtest, dann kommt die Wirtschaft auf Kurs. Also vor dem Ich finde, wer sich solchen Reformen verwehrt, der vergrößert eigentlich eher den Druck auf Reformen im Sozialstaat, weil wir uns immer weniger leisten können. Insofern verstehe ich die Akteure überhaupt nicht. Aber das will nicht viel heißen. Ich bin ja Ruhe Mai, Weißt du, ich bin da Gestelter. Was soll ich die Herr sind bestimmt superior insights, die mir entgehen.
Ulf Poschardt
Ja, also ich würde es vielleicht bevor wir zum letzten Thema kommen, nochmal Ich bin ja ein Linker und ich denke alles von links. Und der romantische Karl Marx hat eigentlich den großen Traum gehabt, dass die entfremdete Arbeit verschwindet und das unentfremdete Arbeit gewissermaßen den Menschen in seiner kreativen freien Kraft entfesseln kann. Es gibt ein sehr kluges Video von Slavoj Iek, in dem er sagt, Elon Musk ist eigentlich der letzte Marxist, der so wie Marx sich die ideale kommunistische Existenz vorstellt. Morgens fischen, mittags leeren, abends noch irgendetwas bauen. So lebt Elon auch, weil er ganz verschiedene Dinge macht. Aber er hat es auch runtergebrochen auf sein Team. Auch hier, es gibt ein großartiges Video aus der frühen Phase von SpaceX, als die immer wieder auch ganz grausam gescheitert sind. Ihr wisst, mehr oder weniger hat Elon Musk neuen Kostenfaktor aufgestellt, dadurch, dass die Raketen nicht irgendwo verglühen, weggeschmissen, sondern er parkt die zurück wie ein Uber oder ein Miles Car. Und dann gab es so schwierige Phasen und es gibt so eine Szene, wo er durch sein Werk läuft und dann kommt ein Schweißer auf ihn zu mit so einer Schweissermaske. Also genau die, die von den Gewerkschaften immer so sind. Die deutschen Arbeiter, die Armen ausgebeutet, nimmt seine Maske weg und umarmt Elon Musk einfach so, weil er stolz ist, bei so jemandem zu arbeiten und für so jemanden zu arbeiten und weil er nicht das Gefühl hat, wenn er dann mal eine Extrameile geht. Jetzt weiß ich nicht, ob dieser Typ da auch eine Unternehmensbeteiligung gehabt hat, weil er Hey Kinder, ich will, dass das was wird. Ich arbeite gerne heute mal 11 st, weil ich bin da mit drin, ich hänge mit drin, ich bin an dem Unternehmen beteiligt. Ich bin sozusagen als Arbeiter in dem Laden ein Mini Unternehmer und ich finde, das ist etwas Großartiges. Ich glaube, Arbeit im Idealfall kann Spaß und Stolz bedeuten. Und das ist übrigens auch ursprüngliches Verständnis der marxistischen Arbeitstheorie, dass wir dahin kommen müssen, wenn wir unentfremdet arbeiten, dass wir uns im Produkt selbst wiedererkennen und mit der Vision des Produktes verbinden können. Das ist übrigens, jetzt kommt wieder ein kleiner Werbeblock für die deutsche Autoindustrie, Wenn ihr mal in Weissach wart oder auch in Ingolstadt oder auch in Wolfsburg, Ingolfing, Dingolfing natürlich auch.
Daniel Stelter
Ja, ich will jetzt hier finde ich
Ulf Poschardt
sehr, sehr schön der Stolz der Arbeiter und logischerweise, wer in Maranello war, da gehen die Leute mit ihrer Ferrari Uniform, die ziehen sich nach der Arbeit, sondern sie gehen mit stolz geschwellter Brust raus zum Bus, sitzen auf ihren Fahrrädern, auf ihren Mopeds, Mofas und haben immer noch die Mechanikerkluft, die Handwerkerkluft an, weil sie so stolz sind, bei so einem Unternehmen zu arbeiten, dass das auch jeder sehen soll Und und ich glaube, das ist das Ideal und was die Linken nicht kapieren und das macht mich rasend als jemand, der daherkommt, dass dieser Stolz auch deshalb in Deutschland immer unmöglicher wird, weil diese Unternehmen einfach von diesen Shit Intellektuellen so denunziert werden, dass du dich gar nicht traust. Natürlich ist Porsche, Mercedes, Audi, BMW und so weiter was groß. Natürlich sind Stielsägen was Wunderbares. Natürlich musst du mit deiner Uniform schauen, stolz nach Hause gehen können. Aber weil wir so ein Klima haben, haben wir das. Weil wir so ein Klima haben, haben wir nicht die Möglichkeit auf ein auch emotionales unentfremdet sein. Und weil ich so viel rede, sind wir fast am Ende der Zeit.
Daniel Stelter
Deshalb jetzt mega oder kann das weg Und andere Thema auf für nächste Woche.
Ulf Poschardt
Genau. Und EU will steuern, wenn wir Strom verbrauchen. Das machen wir beim nächsten Mal. Ihr wisst ja, wir lassen uns gerne von unseren Emotionen wegtragen. Mega oder keine Kann das weg?
Podcast Host/Announcer
Ist das mega oder kann das weg?
Ulf Poschardt
Und jetzt hier einen Zuhörer aus der Schweiz Claude er ein respektvoller Umgang. Ist der mega oder kann er weg? Lieber Ulf, lieber Daniel, ich mag zwar Ulfs Leitzeit, mach kaputt, was dich kaputt macht. Andererseits findet er das irre respektlos. Bräuchten wir nicht mehr Respekt oder sollte das weg? Daniel sag's jetzt mal ganz ehrlich.
Daniel Stelter
Erstmal vielen Dank für die Zuschrift. Der eine oder andere hat ja wahrscheinlich mitbekommen, dass wir unser Podcast Logo modernisiert haben. Und ich muss dazu sagen, also ich habe mich nicht durchsetzen können. Es ist immer so. Ich fand ja gleich, die schaut aus wie ein SPD Wahlplakat. Und als ich die Zuführung mit Respekt gelesen habe, dachte ich natürlich an den Wahlkampf von Olaf Scholz. Der hat auch von Respekt gesprochen. Also Olaf Scholzsche Art der Interpretation des Respektes, würde ich sagen, kann weg. Was natürlich nicht weg kann, ist das, was es eigentlich sollte. Respekt heißt ja eigentlich zu Wir akzeptieren jeden Menschen, wie er ist und wir geben jedem Menschen möglichst viel Möglichkeit, das Pursuit of Happiness, was die Amerikaner haben, ein glückliches Leben zu führen. Das heißt, wir geben ihm Chancen durch Zugang zu guter Bildung, durch gute Rahmenbedingungen, durch die ganzen Faktoren. Das ist das, was man eigentlich erstmal macht als Respekt und und danach ist es so, dass ich diejenigen, die was Gutes aus diesen Chancen gemacht haben, diejenigen, die fleißig waren und so weiter, dass ich die auch respektvoll bearbeite oder behandle. Und dazu gehört eben eine nicht konfiskatorische Besteuerung, eine nicht rhetorische Herabsetzung, sondern im Prinzip als wertvolles Mitglied einer Gesellschaft, die eben welche hat, die mehr leisten können, welche hat, die weniger leisten können und da einen Ausgleich herbeiführt. Ich finde es immer sehr schön, ich habe Freunde in der Schweiz, wo in der Schweiz das Finanzamt, die Gemeinde kriegst du, glaube ich, dann immer als guter Steuerzahler, kriegst du ein Dankesschreiben von dem Bürgermeister von der Gemeinde. Das nenne ich auch Respekt. Und ich finde, diejenigen, die bei uns immer Respekt groß einfordern, sind oftmals auch diejenigen, die Respekt nicht erbringen. Das heißt, meine Antwort ist vielleicht chaotisch formuliert, Wir brauchen viel mehr Respekt, sollten Ihnen man aber auch allumfassend definieren und nicht nur missbrauchen als Kampfbegriff, um Partikularinteressen durchzusetzen.
Ulf Poschardt
Respekt gibt es nur für denjenigen, der sozial. Sozial ist derjenige, der anderen nicht zur Last fällt. Und Respektlosigkeit muss man sich genauso hart erarbeiten wie Respekt. Wir haben Respekt genau in dem Sinne, wie Daniel das beschrieben hat. Aber die Respektlosigkeit für einige, die das Land so ruiniert haben, wie wir es jetzt im Augenblick vorfinden, warum sollte ich denen Respekt zeigen? Respektlosigkeit ist nötig, weil es interessanter ist, dass die Milieus, die Respekt einfordern und diese Milieus, die auch von sich selbst glauben, dass sie mit einem hohen Selbstrespekt durch die Gegend laufen, denen bringe ich meinen klar formulierten meine Respektlosigkeit gegenüber. Respekt muss man sich dann wieder erarbeiten. Und mit dieser stalinistisch scharfen Aussage, zu der ich mich durchgerungen habe, bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit und freue mich auf nächste Woche. Und jetzt mache ich doch einen kleinen PR Tipp für alle, die nicht genug haben können von meinen unfassbaren Respektlosigkeiten. Es gibt ein neues Buch im Buchladen. Vielleicht mag man da mal reingucken. Ich wünsche euch allen einen.
Daniel Stelter
Ich würde gerne, man kann auch gleich beide bestellen.
Ulf Poschardt
Und natürlich, es gibt auch, wenn man bei Amazon, wenn man bei Amazon das Buch bestellt, wird Daniels Buch dazu empfohlen. Das ist natürlich dann nichts mehr schiefgehen. In diesem Sinne, alles, alles Gute. Tschüss.
Daniel Stelter
Ciao, ciao.
Podcast Host/Announcer
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Podcast: Make Economy Great Again
Host(s): Ulf Poschardt (WELT), Daniel Stelter (Ökonom)
Date: June 16, 2026
Episode Theme: Deutschlands wirtschaftliche Stagnation, die Rolle von Unternehmern und Innovatoren, Kritik am Kulturkampf um Wohlstand und soziale Gerechtigkeit, und wie ein neues Wirtschaftswunder möglich ist. Im Fokus stehen Europas Wirtschaftspolitik, der Aufstieg von Milliardären wie Elon Musk, und die Herausforderungen für die deutsche Politik.
Die Folge beschäftigt sich mit dem "Abschmieren" der deutschen Wirtschaft: Stagnation, schlechte Stimmung unter Unternehmern und das Ausbleiben von Investoren. Die Hosts diskutieren, welche Art von Wandel (bis hin zum Kulturkampf) nötig ist, damit Deutschland – und Europa – wieder wirtschaftlich boomt. Im Zentrum steht dabei die Rolle von Unternehmern, der Umgang mit Reichtum und Innovation (besonders am Beispiel von Elon Musk und dem Konzept der Unternehmensbeteiligung), sowie die strukturellen Defizite Europas und Deutschlands im globalen Wettbewerb.
„Europa ist so schön, es würde sich lohnen, mehr für Europa zu tun.“ – Daniel Stelter [02:24]
„Die internen Handelshemmnisse innerhalb des Binnenmarktes so wirken, als wären sie US Zölle von 60 bis 100 Prozent.“ – Daniel Stelter [03:05]
Der erste Trillionär – Symbol für Kapitalismus und soziale Mobilität
„Der Arbeitnehmer trifft damit auch für sich eine unternehmerische Entscheidung (...) und das Ergebnis war: nach dem Börsengang von SpaceX gibt es in Amerika neue Millionäre.“ – Ulf Poschardt [10:28]
Kontrast: Deutsche Neiddebatte versus amerikanischer Innovationsgeist
„In Deutschland waren logischerweise, Wir sind ganz entsetzt darüber, dass ein Mensch so viel Geld hat.“ – Ulf Poschardt [05:23]
„So eine Besteuerung ... besteuert auch Gründer, die auf dem Papier reich sind, die aber gar nicht Geld rausnehmen können.“ – Daniel Stelter [15:20]
„Die Innovatoren behalten im Schnitt 2 Prozent. Also von 100 Wertschaffung gehen 98 an die Gesellschaft, an die Konsumenten.“ – Daniel Stelter [20:57]
„Die Unternehmer sind so frustriert wie noch nie. Und der Auftritt von Friedrich Merz hat das dort nicht besser, sondern im Zweifelsfall schlechter gemacht.“ – Ulf Poschardt [27:55]
„Manche Reformen kosten Geld, andere Reformen kosten überhaupt kein Geld, sondern kosten nur Mut, politischen Mut.“ – Ulf Poschardt [38:33]
Zur oft unterschätzten gesellschaftlichen Leistung von Innovatoren:
„Wenn Elon Musk wirklich am Ende seines Lebens immer noch so reich ist, dann wird er mindestens das 50-fache davon an weltweiten Nutzen für uns alle geschaffen haben und hat das Geld auch verdient.“ – Daniel Stelter [23:50]
Zur ewig gleichen politischen Symbolik:
„Symbolik dessen, dass man sich getroffen hat und zusammengesetzt hat, gefeiert hat. ... Ich kann mich ehrlich gesagt an de facto gar keine [Ergebnisse] erinnern.“ – Ulf Poschardt [25:00]
Zu Deutschlands Neidkultur:
„Wir reden nicht darüber, dass wir für die Erfolgreichsten in der globalen Ökonomie ... Steuerabgaben senken müssen, sondern eben mehr.“ – Ulf Poschardt [30:34]
Zu Arbeitsstolz in Industriebetrieben:
„... sie gehen mit stolz geschwellter Brust raus zum Bus, sitzen auf ihren Fahrrädern, auf ihren Mopeds ... weil sie so stolz sind, bei so einem Unternehmen zu arbeiten, dass das auch jeder sehen soll.“ – Ulf Poschardt [45:43]
Zum Missbrauch des Begriffs "Respekt":
„Olaf Scholzsche Art der Interpretation des Respektes, würde ich sagen, kann weg. Was natürlich nicht weg kann, ist das, was es eigentlich sollte. ... Wir akzeptieren jeden Menschen, wie er ist, und wir geben jedem Menschen möglichst viel Möglichkeit …“ – Daniel Stelter [47:32]
Ton & Haltung: Die Hosts argumentieren pointiert, provokant, teils sarkastisch – klar marktwirtschaftlich und explizit kritisch gegenüber bürokratischem, steuerfokussiertem oder linksetatistischem Wirtschaftsklima. Sie fordern mehr Mut zu Unternehmertum, Innovation, Leistungsbereitschaft – und warnen davor, dass Deutschland (und Europa) sonst zum „Museum für Reiche“ aus Übersee wird.
Zusammengefasst: Nur durch mehr Flexibilität, bessere politische Rahmenbedingungen, Wertschätzung für Unternehmer und weniger Besteuerung von Innovation kann Deutschland den wirtschaftlichen Turnaround schaffen. Das Lob für „Billionäre“ ist ein Appell für eine performanceorientierte, zukunftsgewandte Wirtschaftskultur – und eine scharfe Kritik an deutscher Neiddebatte und politischem Stillstand.
Hinweis: Diese Zusammenfassung konzentriert sich auf die wesentlichen und inhaltlich relevanten Beiträge – Werbeblöcke und formale Podcast-Abschnitte wurden weggelassen.