
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht. Das ist eine speziale, kurz und kompakt Version von MEGA. Ihr wisst, Daniel und ich sind die umtriebigste Chatgruppe. Wir sind der neoliberale Untergrund. Und als wir heute Morgen aufgewacht sind und gesehen haben, was sich diese Koalition ausgedacht hat, dann haben wir uns kurz entschieden, einfach darüber zu sprechen. Das passiert zu einem, wie ich finde, historischen Moment. Morgen ist und das man mal diese beiden Sätze hintereinander setzen der Deutschlandtag der Jungen Union. Und noch nie habe ich eine junge Gruppe von Unionsabgeordneten so klar und entschieden erlebt im Sinne eines Wir werden es darauf ankommen lassen. Ich möchte an der Stelle, bevor wir jetzt über die Entschlüsse des gestrigen Abends des sogenannten großen Koalitionsausschusses sprechen, eine große Werbung machen für Robin Alexander und da Dagmar Rosenfeld. Die haben im Machtwechsel noch mal ganz, ganz filigran aufgearbeitet, wie es zu dieser wirklich spannenden Situation kam. Wir sind ja am Mittwoch reingesprungen und haben den Status quo reflektiert. Dagmar und Robin haben auf verdienstvoller Weise deutlich Das ist gewissermaßen das Stadium jetzt Teil eines schon länger angehenden Schachspiels, politisch hochinteressant. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Koalition wackelt. Eigentlich muss man es drauf ankommen lassen, weil das, was da gestern beschlossen wurde, ist Stichwort Generationengerechtigkeit, ja nicht nur ein Faustschlag ins Gesicht der jungen Generation, was die Renten betrifft. Darüber wird mers morgen mit der Jungen Union reden müssen, sondern auch mit der Verschuldung. Das ist die unnachhaltigste Finanzpolitik, die die Bundesrepublik je hatte, angesichts der Möglichkeiten nach 900 Milliarden Riesenschuldenpak. Es gibt kein Einlenken, wie auch immer geartet grundsätzlich ranzugehen an die Reformen. Wir haben dann noch zwischendrin seit unserem letzten Podcast vorgestern einen Sachverständigenrat, dem nichts Besseres einfällt, als über Steuererhöhungen nachzudenken. It's a total mess und man steht fassungslos da und dieses täglich Grüß das Murmeltier hafte an der mach's leider nicht besser. Und meine einzige Hoffnung ist ganz existenziell mittlerweile, dass Daniel mir erklären kann, was an diesen Entscheidungen des Kabinetts irre gut ist.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein mit vier Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschard.
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Hallo Daniel.
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Hallo Ulf. Es ist eine neue Rolle, dass ich jetzt anfangen muss, die Regierung auch noch zu erklären. Das wusste ich jetzt nicht. Ich kann ja vielleicht kurz gefasst Es ist ein absolutes Desaster. Und wir haben darüber gesprochen damals, als es um die Schuldenbremse ging, habe ich dir Ich bin für Schulden. Da hast du, Daniel, du bist naiv. Das sollte man nicht sein. Und insofern kannst du okay, die Naivität wurde jetzt noch mal so richtig vor Augen geführt für alle. Also meine zumindestens. Es ist ein absolutes Desaster. Du musst mal zusammenfassen, Das sage ja nicht ich, Das sage die Bundesbank. Die Bundesbank hat schon vor dem aktuellen Haushalt Es fehlt Transparenz, es fehlt die sogenannte Zusätzlichkeit. Das war immer nach dem Motto, es sollte Geld fließen zusätzlich in Investitionen. Genau das passiert nicht. Die Bundesbank hat das kritisiert bereits nach dem Ganz ehrlich, es fließen von 69 Milliarden neuen Schulden 2025 16 Milliarden tatsächlich in zusätzliche Investitionen und 53 Milliarden bleiben als Haushaltsspielräume für sonstigen Klimbim. Das Institut der deutschen Wirtschaft sprach dann von schwerem Faulspiel bei der Mittelverwendung genau dasselbe. Es fehlt dann Glaubwürdigkeit. Die zeigen dann wieder Geld. Umgeshiftet wird nach dem weniger Geld aus dem Haushalt für die Bahn, für mehr Sondervermögen, also im Prinzip eine Hin und Herverschiebung. Dann haben wir gehabt, Das ifo Institut, ich meine ganz, ganz drastisch, spricht von Mogelpackung im Haushalt 2026 rechnet das vor. Die sagen im Prinzip von den sogenannten investitionen im Bundeshaushalt. 43 Prozent der sogenannten Investitionen haben sie sich angeschaut Und das sind 24 Milliarden, also die größten Blöcke und haben festgestellt, da sind Dinge drin wie Kredite an die Sozialversicherung, also an die Krankenkassen und die Arbeitsagentur. Da sind drin so internationale Hilfen für Gewährleistungen, Entschädigung. Da sind irgendwelche Sachen drin, aber richtige Investitionen sind eigentlich faktisch nicht dabei. Riesen Mogelpackung. Und der Sachverständigenrat, du hast gerade angesprochen, der hat natürlich ganz ehrlich, da wollen wir auch mal drauf kommen, wie man in diesem Umfeld dann über Steuererhöhungen schwadroniert hat, aber sich da auch sehr deutlich geäußert. Er hat gesagt, im Prinzip Das Kriterium der Steuer-Zusätzlichkeit wird systematisch unterlaufen. Und das Ganze wird nur eine geringe positive Wirkung haben auf das Bruttoinlandsprodukt. Die haben dann vorgerechnet, dass weniger als 50 Prozent der sogenannten Investitionen wirklich on top sind, sondern im Prinzip ein großer Verschiebebahnhof. Die sagen letztlich, dass wenn wir so weitermachen, und das ist das Entscheidende, die Schuldenstandsquote bis 2035 auf über 85 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Steigen wird. Und würde man die Mittel aber so einsetzen, wie man angegeben hat, sie zu verwenden, nämlich für Investitionen, dann wäre das nicht so. Ich persönlich würde heute die Wette eingehen, dass wir 2035 bei weit über 100 Prozent liegen in Deutschland. Einfach deshalb, weil die Politik uns gerade vormacht, ganz eindeutig, dass sie Rosttäuscher sind. Sie erzählen was von Schulden für Investitionen, in Wirklichkeit stopfen sie damit Löcher. Dann wissen wir beide, Ulf, das langt nicht mal zum Löcher stopfen. Sie müssen im laufenden Haushalt auch noch mehr Schulden machen und wir wissen, Sie reden darüber hinaus über Steuererhöhungen. Die werden auch irgendwie kommen in irgendeiner Art und Weise, um weitere Löcher zu stopfen und das Land verfällt derweil. Also vor dem Es ist ein Desaster. Die Antwort wäre ganz einfach. Die Antwort wäre Transparenz herstellen. Mal ganz Da hat der Sachverständigenrat ein Monitoring Gremium vorgeschlagen, der quasi überwacht, dass die Politik das Geld ordentlich ausgibt. Das hat mir deshalb gefallen, weil ich hatte ja damals gesagt, Sondervermögen ja, aber Sondervermögen verwalten lassen von Profis und nicht von Politikern, dann wäre das nicht passiert. Wie gesagt, Sachverständigenrat geht in die Richtung, wird natürlich nicht kommen, weil welcher Politiker lässt sich schon sein Spielzeug wegnehmen? Auch die sicherstellende Zusätzlichkeit, Das kann keiner. Wir sehen, die Politiker sollen aufhören zu erzählen, sie würden was fürs Land sanieren wollen. In Wirklichkeit lösen sie ihre kurzfristigen Haushaltsprobleme weil sie nicht in der Lage sind, der Grundaufgabe nachzukommen, nämlich Prioritäten zu setzen. Man müsste Prioritäten setzen und da wissen wir beide, wie die aussehen mü Viel weniger konsumieren, viel mehr Investitionen. Und wenn der Staat sich zurückziehen würde, auch was Subventionen und Ähnliches betrifft, hätte er auch kein Finanzierungsproblem. Im Gegenteil, er könnte sogar noch die Steuern senken, statt über Steuererhöhungen zu schwafeln.
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Die wunderbare Veronika Grimm hat sich ja wieder mal für ein Minderheitenvotum entschieden, hat die Finanzplanung der Bundesregierung zeichnet ein alarmierendes Ohne Reformen drohen höhere Schulden oder höhere Steuern. Ohne Reform ist man quasi gezwungen, die Mittel zweckzuentfremden. Nur mehr Kontrolle reicht also nicht. Warum habe ich ein Mittel Minderheitsvotum dazu? Weil der Sachverständigenrat sich nicht einigen konnte, die wirklich wirksamen, aufgabensenkenden und wachstumssteigernden Reformen auch vorzuschlagen. Nur Kontrolle, Eindämmung von Steuerhinterziehung und Bürokratieabbau reichen eben nicht. Man muss sagen, sie steht damit alleine. Und wir sitzen ja so oft und fragen Wie kann das eigentlich alles passieren? Und ich habe ja so die Neigung dafür, immer neue Begriffe einzuführen. Und das Bückbürgertum hat ja schon eine KLE Karriere. Und ich fand bemerkenswert in diesem Kontext, dass nachdem wir über Rente gesprochen haben, immerhin am selben Tag 32 Wirtschaftsverbände den Stopp. Des Rentenpakets gefordert haben. Und es war ja so ein Weil wir gesagt Warum macht denn die Wirtschaft den Mund nicht auf? Und da sind aber leider immer die üblichen Verdächtigen, die das tun Bauverband, Handelsverband, die Familienunternehmer, Maschinenbauer, Bauern, bunter Steuerzahler, Bundesverband Mittelständische Wirtschaft. Aber viel interessanter und leider auch deprimierender ist der Blick, wer nicht mitgemacht hat. Und es ist wieder mal BDI und BDR. Die großen Tanker der Wirtschaftsverbände sind Frau Gönner und Herr Kampeter sind einfach diejenigen, die sich so tief bücken vor dem, was in der Bundespolitik passiert. Wahrscheinlich, wenn so viel Staatsgeld verteilt wird, hat man so eine Neigung, da mitzumachen oder ist es die biografische Verstrickung mit dem, was dort auch in der Union passiert? Von diesen Leuten möchte man eigentlich nichts mehr hören, zum Standort Deutschland einfach gar nichts mehr. Die sollen still schweigend ihre Lobbyarbeit machen. Sie sind diejenigen, die für diejenigen, die in diesen Verbänden sind, wahrscheinlich irgendwo irgendwas an Staatsgeld rausholen. Aber in so entscheidenden Momenten, wo eine Positionierung auch wichtig wäre, um in Sachen Generationennachhaltigkeit sowohl bei der Rente als auch nach gestern Abend bei dieser Neuverschuldung ohne jede Perspektive auf ein Einkehren, ein Einlenken, Strukturreformen, Wenn man da einfach nur stummschweigend weiterhin seine intellektuell bescheidenste Lobbyarbeit macht, dann sollte man eigentlich im Zweifelsfall nicht für sich in Anspruch nehmen, dass man wirklich etwas tut für den Standort Deutschland. Ich finde es beschämend. Ich finde es beschämend, dass Gönner und Kampeter in so einer entscheidenden Situation schweigen. Und ich wünschte mir, alle wären so mutig wie die jungen Abgeordneten der Union. Und jetzt ja auch jetzt haben die Arbeitnehmerflügel, das muss man sich reinziehen, der Arbeitnehmerflügel, der das mit unterstützt und die sind mutiger als BDI und BDA. Und zum ersten Mal, lieber Daniel, habe ich das Gefühl, hat man es auch mal so auf den Punkt gebracht, weil es ist ja nicht wir fragen uns, ist der economy stupid? Warum sind diejenigen, die damit eigentlich betraut sind, trauen sich nicht. Man muss sagen, das teilt sich gerade in diejenigen, die sich trauen. Veronika Grimm, junge Abgeordnete, INSM, wie so oft die anderen, die Maschinenbauer, Teile der Wirtschaftsverbände. Aber nach so einem Abend wie gestern habe ich am Morgen danach das Gefühl, es kann eigentlich nicht anders sein, als dass das crashen muss. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Abgeordnete, die in der MIT organisiert sind, einem solchen Koalitionsvorschlag zustimmen können. Das können die eigentlich nicht machen, wenn sie ernsthaft weiterhin ihrem Gewissen, das habe ich auch von Robin gelernt, nicht ihrer Überzeugung, sondern ihrem Gewissen gerecht werden wollen.
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Das mit dem Gewissen ist ein wichtiger Punkt. Ulf Weil es ist Deutschland hat das Verschuldungspotenzial. Weil wir uns in den vergangenen Jahren etwas zusammengerissen haben, können wir separat darüber diskutieren, schwarze Null und wer dafür wirklich leisten das war etc. Aber Deutschland hat sich zusammengerissen und die Staatsverschuldung nicht völlig aus dem Ruder laufen lassen. Das gibt uns ein Potenzial, trotz der verdeckten Verbindlichkeiten. Aber im Prinzip gibt es das Potenzial und wir könnten jetzt mit dem intelligenten Einsatz der Schulden und mit der richtigen Politik könnten wir uns fit machen für den Wirtschaftskrieg. Ich habe immer wieder das Bild gebracht, dass wir in einem globalen Wirtschaftskrieg uns befinden. USA versus China. Europa ist ein Kollateralschaden. Die Chinesen freuen sich, wenn wir uns schwächen. Die Amerikaner nehmen das gerne billigend hin und wenn sie davon profitieren können, warum auch nicht? Da müsste jetzt Deutschland für sich selbst, für uns selbst, aber auch für die EU an der Fitness dringend arbeiten. Und wir werden ja angegriffen, ganz systematisch. Ich meine, denk an die Wir haben immer diskutiert, die chinesische Strategie im Prinzip in unseren Kernmärkten dominierende Positionen zu erreichen, wenn sie sie noch nicht haben. Und wir haben gleichzeitig eben uns jahrelang falsche Prioritäten gegeben, Energie und so weiter. Ich will die Hörer jetzt nicht langweilen. Und jetzt hätten wir die Chance, aufgrund des Verschuldungspotenzials das Richtige zu tun. Wir könnten die Reformen durchführen. Wer, wenn nicht Deutschland, sollte in der Lage sein. Und wir haben ja immer noch die Unternehmen. Wir haben immer noch starke Unternehmen, wir haben immer noch stark Mittelstand. Wir werden nicht alle retten können in diesem Umfeld. Vor allem können wir sie nicht retten wie die Stahlindustrie, indem wir sie subventionieren, sondern wir müssen die Rahmenbeding verbessern. Wir könnten das alles tun. Und ich meine, Frau Grimm hat ja ein Interview gegeben im Handelsblatt, wo sie dann gesagt hat, sie beginnt zu denken, dass es doch auch ein Erkenntnisproblem sei. Sie hätte immer nur gedacht, es wäre nur ein Umsetzungsproblem. Jetzt denkt sie ein Erkenntnisproblem. Ich fürchte, dass nicht wir, sondern sie sicherlich nicht und wir beide auch nicht, aber scheinbar doch noch einige in der Politik. Ich glaube, die sind so sehr geprägt von der historischen Erfahrung nach dem Ach naja, es ist immer gut gegangen. Wir haben jetzt diese konjunkturelle Krise und du kannst nicht den Case machen, kannst in zwei Jahren gibt es vielleicht ein Überangebot an Gast und dann ist wieder alles gut und so weiter. Ich glaube einfach, wir haben eine historische Chance. Wir haben eine historische Herausforderung, der wir eigentlich begegnen könnten finanziell und von der Fähigkeit der Wirtschaft. Und was uns fehlt, ist der Mindset einiger der Wirtschaftsvertreter. Bin ich mit einer Meinung. Vor allem fehlt uns auch der Mindset der Politik. Und wie gesagt, wenn jetzt demnächst die Abstimmung im Bundestag Anstieg. Ich glaube, die, die das jetzt mitmachen, die müssen sich ihr Leben lang eigentlich wirklich vorhalten. Was können sie mit dem Gewissen eigentlich nicht vereinen, weil wir müssten dringend umsteuern. Und dieses Umsteuern ist auch nicht so Dieses Thema Radikalschlag. Da wird immer Ja, wir bauen Sozialschlag. Das ist ja nicht das Thema. Du kannst ja viele Reformen durchführen, beispielsweise Kündigungsschutz Richtung Flex Security Modell der Skandinavier, wo man eigentlich sagen muss, liebe Freunde, das kann man was in Skandinavien machen, kann auch wir machen. Das heißt, eine viel andere Radikalität reinzukriegen, zu sagen, wir machen Reformen, die müssen nicht immer mit irgendwelchen Kürzungen einhergehen. Das ist eben das große Dilemma. Ich kann es nur so interpretieren, Ulf, dass die Politiker denken, für sie langt es schon noch, dass die Älteren wie ich denken, für uns langt es schon noch. Und dass die Firmen jetzt nicht groß in die Medien gehen und protestieren, sondern einfach still und heimlich das machen, was sie schon seit Jahren machen, im Ausland investieren und in Deutschland abschmelzen. Und das ist furchtbar.
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Ja, das ist ja eigentlich eine zynische Strategie. Also es ist ja eigentlich Zynismus zu Ich sag lieber nichts, aber meine Taten sind eigentlich eine viel grausame Kritik, als sich einzubringen in ein jetzt nochmal durch junge Abgeordnete der Union, die wirklich die Letzten sind, die sich hier für die Zukunft des Landes in einer verantwortungsethischen Art und Weise einsetzen und die auch ganz machiavellistisch, wenn ich das sagen darf, realisieren, dass sie ein mittlerweile genau deswegen zentraler Machtfaktor in der politischen Machttonik dieser Republik geworden sind. Und ich verstehe nicht, warum in so einer Situation andere Verbände, die eigentlich aus der Deckung kommen müssten, schweigen mit dem Risiko, dass es irgendwann zu spät ist. Ich bin mir mittlerweile relativ sicher, dass diese Koalition sie so nicht halten kann, weil es einfach einer inneren Kohärenz fehlt. Und man muss es ganz hart sagen. Jeder weiß, der meine Artikel gelesen hat, meine Fernsehauftritte, ich war nun wahrlich der überzeugteste Merz Befürworter als Kanzlerkandidat. Ich habe ihn auch in jeder Schlacht, die er dann damals noch verloren hat, immer in ihm einen mutigen Reformer gesehen. Und ich muss einfach Das war alles falsch. Du warst naiv mit dem Schulden in Klammer auf Klammer zu. Du hast Ja, den Disclaimer mitgeliefert. Ich war ehrlich naiv. Ich habe gedacht, der will das wirklich. Und es ist einfach in so einer Situation einfach ein Lack of leadership, dass man nicht in der Lage ist zu Kinder. Guckt euch die Zahlen an, guckt euch die Insolvenzen an, guckt euch die Arbeitsplatzverluste an, guckt euch an, wie die Produktivität sinkt, guckt euch die Stagnation an, guckt euch, was wir mit den Schulden gemacht haben. Also dass jemand in so einer Lage nicht zeigt, dass er eine Führungsfigur ist, dass er mutig ist, dass er sein eigenes Schicksal verknüpft an der Zukunftsfähigkeit des Landes, sondern einfach den billigsten Trick, über den wir hier schon hundertmal gesprochen haben. Okay, wenn man keine Einigung mit den Sozialdemokraten findet, über die könnte man auch noch mal lange sprechen. Für mich sind sie aber lost, lost, lost. Da lohnt sich es eigentlich gar nicht, wenn wir nicht ins Risiko gehen oder wenn der Bundeskanzler an so einer Stelle nicht ins Risiko geht, dann muss man sagen, dann verlängert er für sich mit dem Schuldenmachen eigentlich vielleicht seine eigene Karriere noch um ein oder zwei Quartale. Das ist weder nachhaltig im fiskalischen Sinne, im ordnungspolitischen Sinne, noch aber auch im machtstrategischen Sinne, weil das kann die Unionsfraktion nicht mitgehen.
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Also ich meine, ich glaube, das ist ein Thema, was wir ganz ausführlich auch besprechen können nächste Woche an unserem Live Podcast am 19. November. Ich finde generell, ich hör dir zu und meine Sorge ist, wir können jetzt auch nicht noch mehr Zeit mit einer politischen Paralyse verlieren. Also wir können jetzt, also sollte die Regierung jetzt Kurswechsel geben, dringend? Ja. Wäre der Kurswechsel der jetzigen Regierung wünschenswert? Ja. Ist er realistisch? Nein, bin ich mit der einer Meinung liegt in der SPD, liegt aber auch an der Tatsache, dass Herr Merz eben tolle Reden hält, aber nicht handelt. Die Sache ist nur, du kannst es nicht irgendwie anfangen und auflösen und neu wählen und was weiß ich, sondern du musst jetzt im Prinzip dann okay, Minderheitsregierung, wir greifen an, wir machen jetzt die wichtigsten Dinge und ich tingle ja auch immer durch die Republik und frage, was gemacht werden muss. Und ich meine, die Hebel sind relativ einfach. Wir müssen einfach sagen Energie, wir schmeißen alles an, was geht und erhöhen massives Angebot, Klammer auf Da musst du übrigens auch Elektroautos oder Wärmepumpen subventionieren direkt selber. Da musst du hingehen, musst sagen, wir schaffen die Rente mit 63 ab. Das kannst du morgen mit einfach nur ein Gesetz nach dem Motto ab kannst du. Am 01.01.2026 gibt es die Rente mit 63 nicht mehr. Mit freundlichen Grüßen. Die Bundesregierung ist ein Dreizeiler, brauchst nicht viel zu machen. Krankenversicherung wissen wir, gibt es Potenziale, wenn wieder Gremien eingerichtet, Brauchen wir nicht. Kann man rausholen. Und dann eben hingehen und okay, es gibt keine neuen Gesetze mehr, sondern wir müssen in den nächsten drei Jahren 45 Prozent der Gesetzestexte. Abschaffen. Ich sage mal bei gleicher Schriftgröße. Das ist die einzige Vorgabe. Und wer das erfüllt, der kriegt meinetwegen noch einen Bonus als Bundesminister. Übrigens, wenn wir gerade über schlechte Nachrichten sprechen, ich fand gestern die Nachricht Lieferkettengesetz aus Europa fand ich gut. Peter Diskussion übrigens hat die SPD auch nicht mitgestimmt. Da frage ich Was passiert da auf der Ebene? Stimmt nicht mit. Und dann wird hinterher geschrien, dass da die Falschen für abgestimmt haben. Das war mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ganz generell ist es halt Wir sind vor einer historischen Herausforderung und wenn wir die jetzt nicht annehmen, dann wird die EU und Deutschland, wir werden einfach so massiv abgehängt werden von der Welt und das wird ganz bitter sein. Das ist auch politisch nicht gut, dass ich aber nur dringend noch mal appellieren kann an die Hörer, die da irgendwie in der kommenden Woche Abstimmungen machen können im Bundestag. Stimmt damit. Nein.
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In diesem Sinne, das war ein sogenannter Mega Quickie. Das Schlusswort sollte wie immer Daniel gehören. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank fürs Einschalten. Kommt gerne vorbei. Es sind noch zwei oder drei Handvoll Karten für unsere Live Show da und wir würden uns sehr freuen. Ihr habt die Möglichkeit live. Ist das mega oder kann das weg? Fragen zu stellen und wir machen ein Spiel. Daniel und ich werden dann abwechselnd drauf reagieren. Und ich habe jetzt Ihr merkt ja mein Furor, Ich würde einfach sagen, BDI und BDA sind die Megaorder. Können, wenn, wenn sie so weitermachen, können sie weg und mit dieser Bombsch Nein halt. Wir enden positiv In Hamburg gibt es jetzt eine Petition gegen die Klimaneutralität 2040. Heute hat mir heute Morgen eine kluge, engagierte bürgerliche Hamburgerin geschickt. Das Bückbürgertum steht langsam auf. In diesem Sinne die Petition unterzeichnen euch allen ein schönes Wochenende. Danke Daniel, dass wir das so schnell haben arrangieren können.
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Bis nächsten Mittwoch.
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Bis nächsten Mittwoch. Tschüss.
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Ciao.
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Das war Make Economy Great Again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik, schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns mehr Menschen zu erreichen.
Podcast: Make Economy Great Again
Host: WELT
Guests: Daniel Stelter (Ökonom), Ulf Poschardt (WELT-Herausgeber)
Date: November 14, 2025
In dieser kompakten, spontanen Ausgabe diskutieren Daniel Stelter und Ulf Poschardt die aktuellen haushaltspolitischen Entscheidungen der Bundesregierung und deren Auswirkungen auf Deutschlands wirtschaftliche Zukunft. Die Folge steht im Zeichen scharfer Kritik an wachsender Verschuldung, fehlenden Reformen und Generationengerechtigkeit, einer massiven Frustration über politische und wirtschaftliche Führung und der Suche nach einem Ausweg für einen neuen Wirtschaftsaufschwung.
Ulf Poschardt zur aktuellen Lage und der Generationengerechtigkeit
„Das ist die unnachhaltigste Finanzpolitik, die die Bundesrepublik je hatte… Es ist ein Faustschlag ins Gesicht der jungen Generation“ (01:06)
Daniel Stelter zu den Ausgaben der Regierung
„Die Politik… erzählt was von Schulden für Investitionen, in Wirklichkeit stopfen sie damit Löcher“ (04:56)
Kritik an den Wirtschaftsverbänden von Ulf Poschardt
„Es ist beschämend, dass Gönner und Kampeter in so einer entscheidenden Situation schweigen…“ (09:54)
Stelter über historische Chancen und Versäumnisse „Wir könnten jetzt mit dem intelligenten Einsatz der Schulden und mit der richtigen Politik uns fit machen für den Wirtschaftskrieg... Und was uns fehlt, ist der Mindset einiger der Wirtschaftsvertreter… und der Politik“ (13:10)
Poschardt zu Friedrich Merz und dem Führungsversagen „Das war alles falsch... Ich muss einfach... es ist einfach ein Lack of leadership, dass man nicht in der Lage ist zu... zeigen, dass er eine Führungsfigur ist, dass er mutig ist...“ (16:44)
Stelter mit konkreten Reformimpulsen „Wir müssen einfach sagen: Energie, wir schmeißen alles an… wir schaffen die Rente mit 63 ab… und dann eben hingehen und sagen: Es gibt keine neuen Gesetze mehr, sondern wir müssen in den nächsten drei Jahren 45 Prozent der Gesetzestexte abschaffen…“ (19:33)
Die Episode zieht eine erbarmungslose Bilanz der deutschen Haushaltspolitik: Fehlende Investitionen, falsche Prioritäten, und das Verschleppen notwendiger Strukturreformen gefährden die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Politisch wie wirtschaftlich fehlt es an Mut, an Führung und an Klarheit in der Kommunikation; dies gipfelt in einer Krise der Generationengerechtigkeit.
Der zentrale Appell: