
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Guten Morgen, guten Abend, guten Mittag, gute Nacht. Hier ist die weihnachtlichste Podcast Folge ever von Daniel und mir. Wir reden heute über das Merkur Sur Abkommen und was in Europa alles nicht funktioniert. Daniel wird sich noch mal angucken, was es mit den Schulden für die Ukraine zu tun hat. Wir sprechen darüber, dass Defense Tech unter Umständen ein spannendes strategisches Zukunftsthema sein könnte. Und wir blicken dann vielleicht noch mal ganz kurz zurück auf die, obwohl das kann ich eigentlich jetzt im Einstieg ganz kurz machen, die unglaublich schönen Rückmeldungen auf unsere letzte Ausgabe des Podcast. Also man mag uns ja als Kritikaster der real existierenden Halbplanwirtschaft und man liebt unsere scharfe Kritik und Daniels messerscharfe Analysen. Aber unser unverhohlen konstruktiver Ansatz beim letzten Podcast hat doch ganz viele unserer Zuhörerinnen und Zuhörer sehr angeregt, begeistert. Das war, glaube ich, eine gute Idee. Insofern versuchen wir jetzt kurz vor Heiligabend noch all unsere Kritik möglichst konstruktiv vorzutragen. Und Daniel, Mercosur ist gescheitert. Ich weiß jetzt nicht zum wievielten Male. In dem Fall ja von unserem Darling Giorgia Meloni grausam verzögert worden. Aber ich vermute mal, als Mercosur das erste Mal Thema war, warst du noch ein Chef Unternehmensberater. Kannst du dich daran erinnern, wie diese Diskussion um das Freihandelsabkommen alles anfing?
B
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
B
Make Economy Great again. Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
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Hallo Daniel. By the way.
C
Oh Gott, hallo Ulf. Ich muss dazu sagen, liebe Hörerinnen und Hörer, ich dachte, wir machen keine Folge mehr vor Weihnachten, weil wir wollten ja mit guter Laune ins Jahr endlich das Jahr enden lassen. In der Tat ist Mercosur ein weiterer Tiefschlag. Ich muss zugeben, ich habe mich auf alles vorbereitet auf diese Frage, nicht wo ich war zum Zeitpunkt, als Mercosur zum ersten Mal diskutiert wurde. Nur wir wissen, es dauert immer Jahrzehnte. Man hat jahrzehntelang verhandelt und es ist ja nicht das erste Freihandelsabkommen, was gescheitert ist. Ich erinnere mal daran, es gab ja auch mal einen Versuch, mit den USA ein Freihandelsabkommen zu machen, das sogenannte TTIP. Du erinnerst dich vielleicht an Transatlantic Trade Investment Partnership. Da hat man im Prinzip 2013 angefangen zu verhandeln, wollte 2016 fertig sein und hat sich nicht geeinigt. Und Sigmar Gabriel hat damals als Vizekanzler Die Verhandlungen mit den USA sind de facto gescheitert, weil ich wir uns den amerikanischen Forderungen natürlich als Europäer nicht unterwerfen dürfen. Ich glaube, wir haben Konsens.
A
Daniel Nur ganz kurz, wenn ich das richtig gelesen habe, um das selbstironisch biografisch zu verankern. Als die Mercosur Diskussion losging, war ich glaube ich noch oder war ich in meinem Endstadium als linker Feuilletonist. Ich will damit nur sagen, das ist so lange her, da habe ich mich vor allem, du weißt es noch 25 Jahre.
C
Ich wollte mich ja nur drumherum drücken, weil ich das nicht geschaut habe, weil ich mir andere Dinge angeschaut habe, was eigentlich da passiert ist. Ich will nur sagen, das ist total spannend. Wir verhandeln lange und wir müssen mal eins einordnen. Erstmal zum Ersten ist es doch Donald Trump hat gezeigt, wir haben keine offenen Weltmärkte mehr. Wir haben die Globalisierung, wir haben Handelskriege. Hätten wir das TTIP gehabt, hätte uns es wahrscheinlich auch nicht vor Donald Trump geschützt. Das sieht man ja an Mexiko und Kanada, die, obwohl sie mit den USA ein Freihandelsabkommen haben oder eine Handelsgemeinschaft, eine Handelsregion haben, trotzdem haben sie Druck bekommen. Ich bin aber trotzdem der Auffassung, so einen Vertrag zu haben, ist mal besser, als keinen Vertrag zu haben. Damals scheiterte das mit den USA am berühmten Chlorhühnchen, also auch schon ein bisschen an Nahrung und Mercosur ist das viel dramatischer. Heute wissen wir, dass wir eine zerfallene Weltordnung haben. Wir wissen, wie wichtig es ist, gemeinsame Märkte zu haben. Und mal ganz ehrlich, es geht hier um die Chance, die größte Freihandelszone der Welt zu schaffen mit über 700 Millionen Menschen. Keiner würde so profitieren davon wie Deutschland, weil die EU Kommission rechnet vor, dass die Exporte aus Europa heraus nach Südamerika um bis zu 39 Prozent steigen könnten. Und vor allem von Autos, Maschinen, medizinischen Geräten, Milch und Alkohol. Da muss man ganz ehrlich sagen, davon hätten wir massiv profitiert. Was wäre gekommen? Rindfleisch Hühnerfleisch, Reis, Soja und Zucker. Und jetzt haben wir das Problem, dass wir quasi die Chance hätten, diesen Markt zu schaffen in einer Welt, wo die Märkte immer mehr fragmentieren und wir handeln schon lange rum und wir haben auch schon was zurückgenommen. Wir wollten den Südamerikanern auch irgendwie vorschreiben, Lieferketten, ähnlichem etc. Was ja auch da schon zu Widerstand geführt hat. Trotzdem wären die bereit gewesen, das zu machen. Und jetzt scheitert das. Und woran scheitert das? Es scheitert an Frankreich. Italien hat da mitgemacht, aber Frau Meloni hat das gemacht, um sich letztlich für die kommenden Verhandlungen zum Thema Verteilung der Gelder im EU Finanzrahmen 2028 bis 2034 zu positionieren. Sie will im Prinzip jetzt sich quasi abkaufen lassen. Die Zustimmung mit mehr Geld. Bei Frankreich ist das anders. Die französische Nationalversammlung hat im November eine Resolution angenommen gegen dieses Abkommen und zwar mit du hast es auch gelesen, 244 zu einer Stimme und der eine hat dann Angst gehabt, würde ich mal sagen, dass er gelyncht wird oder die Guillotine wieder rausgeholt wird, hat dann sofort oh, oh, oh, ich habe aus Versehen den falschen Knopf gedrückt. You can't make it up. Egal. Also warum machen die Franzosen das? Die Franzosen machen das, weil sie sich als Agrarnation verstehen. Du hast bestimmt auch Michel Houlbec immer wieder gelesen, ich liebe diese Bücher und da beschreibt er ganz ausführlich über Essen und Trinken, was ich auch toll finde und beklagt den Niedergang der französischen Bauern aufgrund der Globalisierung und Industrialis immer wieder. Also Michael Houellebeck ist da voll auf Linie mit dem Parlament, mit den Franzosen und die wollen quasi ihre Landwirtschaft weiter schützen. Das ist Wahnsinn. Einfach deshalb, weil selbst für französische Verhältnisse ist die Landwirtschaft nicht so wahnsinnig wichtig. Also in Frankreich liegt der Anteil der Leute, die im agrarsektor arbeiten, bei 1,7 Prozent. Das ist ein bisschen über EU Durchschnitt, aber es ist nicht so viel. Die Landwirtschaft trägt in der EU nur 1,3 bis 1,8 Prozent je nach Land zum Bruttoinlandsprodukt bei. Es ist ein Reich und hier opfern wir die Chance, die EU gesamter voranzubringen, einfach für diese Partikularinteressen. Jetzt gibt es die Hoffnung, dass vielleicht im Januar doch noch mehr Lohn dir zustimmt, wenn Herr Merz irgendwie einen weiteren Scheck zückt auf das Scheckzücken von Herrn Merz. Kommen wir gleich noch, aber es ist natürlich ein Desaster. Und weil ich schon so schön im Flusse bin, habe ich mir noch ganz kurz mal ein paar Zahlen rausgesucht, die wir eigentlich alle wissen, aber die lohnen es sich noch mal zu erinnern. Also fast 25 Prozent des EU Haushaltes fließt übrigens in die Landwirtschaftshilfe innerhalb der EU 2023 das ist im Prinzip das, was passiert 2023 wir reden von mehreren Milliarden jedes Jahr, die für die Landwirtschaftshilfe rausgehen. Im Vergleich dazu fließt nur etwa 7,5 Prozent in das Forschungsprogramm Horizon Europe. Also wir haben ein Europa, von dem wir wissen, dass es bei kritischen Zukunftstechnologien keine Rolle spielt, gar keine. Wir haben es immer wieder die Chinesen, Amerikaner machen es, leiden unter sich aus und wir haben ein Europa, was das x fache dessen, was in Forschung und Entwicklung steckt, in Landwirtschaftssubventionen steckt und dann die Chance hat, den größten Freihandelsmarkt der Welt zu schaffen mit einer aufstrebenden südamerikanischen Region. Wir komplementieren Interessen und lässt das scheitern an Landwirtschaft, dann weißt du, was wir sind. Wir sind eigentlich eine Region, die am Status quo festhalten möchte und die Zukunft komplett aufgibt. Das ist im Prinzip das Signal, was wir jetzt haben, wenn dieses Abkommen endgültig scheitert.
A
Ja, natürlich hast du recht. Ich würde beim gemeinsamen Nenner, und das passt ja zur vorweichlichen Zeit, ich werde jetzt gleich ins frische Paradies fahren und mal alles einkaufen, Wenn die ganze Familie hier zusammenkommt, braucht und die europäische Bürger.
C
Wünsche ich dir viel Erfolg, weil ich würde fast tippen, du bist zu spät dran.
A
Ich bin erfahrener Late Last Moment Shopper. Und ich finde diesen gemeinsamen Nenner, den wir hier in den europäischen Raum geschoben bekommen haben, ist das Essen. Es gibt ja von Bert Brecht dieses wunderbare erst kommt das Fressen, dann die Moral. Und das Interessante ist, dass dieses Luxus Europa, das auf dem Fundament der Fleißigen nach 45 Generation und Boomer aufgebaut worden ist, gewissermaßen das Fressen moralisiert hat. Und das macht deutlich, dass wir da auf einem ganz falschen Pfad sind. Die DITIB Diskussion war ja wirklich in Deutschland, ich habe mir das noch mal angeguckt, de facto wirklich eine Chlorhühnchen Diskussion. Worum ging es da? Es ging um eine Desinfektionsart. Nachdem Hühnchen geschlachtet waren, um sie zu desinfizieren und vor Bakterien zu schützen, gab es Sekunden oder Hundertstel Sekunden Chlorbart in den USA. Und das hat die europäischen Linksbürger oder Big Bürger oder Shitbürger, ich weiß nicht, wer es jetzt alles genau war, derart radikalisiert, dass man diese unglaubliche Chance auf ein weiteres Wachsen Europas im Sinne eines Freihandelsabkommens abgelehnt hat. Und da merkt man, dass erst die Moral, dann das Fressen gewissermaßen, dass man diese Wachstumschance ausgeschlagen hat, weil es wirklich nur symbolisch um so einen kleinen, kleinen Funken der Zugeständnisse gibt, dass die amerikanischen Lebensmittelstandards da andere sind als die europäischen. Und das war Ausdruck einer Mischung aus Selbstbewusstsein, das aber schon lange nicht mehr gepasst hat zur ökonomischen Stärke und gleichzeitig natürlich so eine Arroganz. Und da sind wir auch bei den Franzosen. Natürlich haben die Franzosen, es gibt in hunderten von europäisch französischen Filmproduktionen das angewidert sein über den amerikanischen Way of Living. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass diese europäische Arroganz mit jedem Jahr dieses DITIB und Mercosur Abkommens, das nicht gelingt, eigentlich alberner wird. Wir sehen gerade, und das haben wir ja auch in diesem Jahr häufig besprochen, dass sich in Lateinamerika sehr viel tut. Wir sehen Javim, der sehr erfolgreich ist mit seiner radikalen Reform. Wir sehen jetzt in Chile, dass links auf diesem Kontinent vorbei ist. Ich bin mir sicher, dass wir das Ende von Maduro in Venezuela im nächsten Jahr sehen werden. Kurzum, dass man all diese Chancen, die so zum Greifen nahe sind und die, wenn man wirklich will, dass europäische Sozialstaatsmodell, das ja in verschiedenen Mixturen überall Europa anzutreffen ist, wenn man es noch irgendwie retten will, dann geht es ja nur, wie wir wissen, mit Wachstum. Und wie wollen wir wachsen, wenn nicht auf möglichst günstige Art und Weise durch Freihandelszonen, indem wir die deutschen. Aber natürlich haben die Franzosen auch großartige Sachen, die sie exportieren können. Ich finde ja selbst die scheußlichen französischen Autos wahrscheinlich für den lateinamerikanischen Markt wirklich sehr gut. Diese Überheblichkeit ist etwas, was mich das ganze Jahr beschäftigt hat, auch in den deutschen Debatten, dass wir uns in diesen Diskussionen um die dringend nötigen Wirtschaftsreformen eigentlich entfernt haben von unserer eigenen ökonomischen Stärke. Wir tun immer noch so Das betonst du ja auch immer wieder, Daniel Als wären wir ein reiches Land, sind wir nicht. Darauf weist du immer wieder zurecht hin. Und wir reden so, als wären wir die Bundesrepublik von Ludwig Erhard, ein boomendes Land, in dem, wie ich gerade gelernt habe, 1954 die Deutschen die fleißigsten auf der ganzen Welt waren mit ihrer Wochenarbeitszeit und so weiter. Und ich glaube, dass dieser Reality Check auch in diesen Diskussionen noch nicht wirklich angekommen ist. Wir sprechen gleich über die Ukraine, aber ein positives Flimmern sehe ich darin. Und sie es mir nach, Daniel Wenn es eine wehrhafte, wenn nicht bürgerliche, aber dann doch klein oder mittelgrossunternehmen, mittelständische revolutionäre Kraft gibt, dann sind es die Bauern. Die Bauern haben es in den vergangenen 20 Jahren geschafft, mit einer radikalen Renitenz dafür zu sorgen, dass ihre Interessen bei der geringsten Nichtbeachtung sofort in brennende Barrikaden münden. Und ich finde sozusagen, die Bauern sind ein wunderbares Beispiel dafür, egal wie ich das jetzt bewerte, wie man gewissermaßen die Logik der Straße im 21. Jahrhundert bedienen kann, um sich auch vor so einem abstrakten Machtmoloch wie der EU in Brüssel Gehör zu verschaffen. Also wer die Bilder gesehen hat oder wenn man jetzt zusammengeschnitten hätte durch KI die Bauernproteste überall in Europa In den letzten 20 Jahren würde man OK, wenn du dich mit irgendjemand anlegst, leg dich nicht mit den Bauern an. Und ich wünschte mir dieses revolutionäre Selbstbewusstsein mal bei der Netto Steuerzahlerschicht in Deutschland, bei der oberen Mittelschicht und bei der Oberschicht. Davon ist leider nichts. Die rümpfen auch die Nase, wenn irgendjemand Chlorhühnchen sagt und tun so, als ging es auch ohne Freihandelsabkommen. Das ist wirklich absurd. Insofern, mich hat es sehr geschmerzt, dass es Meloni war, aber sie ist halt eine Dealmakerin, wie ihr Freund Trump eben auch. Und was die Franzosen betrifft, du hast Ulebeck angesprochen, sein Buch Unterwerfung ist ja eine interessante Dystopie dessen, weil dieser kulturkonservative Ulebeck selbst nicht mehr an der Rettung seines Landes interessiert ist und daran glaubt, sondern es ist im Grunde genommen ein nihilistischer Romantiker. Und ich fürchte, wenn Frankreich so weitermacht, wir werden es ja sehen, dann ist das ohne jede Hoffnung. Das finde ich tief traurig. Aber umso wichtiger wäre, dass wir in Deutschland alle Tassen in Schrank räumen. Aber und jetzt gebe ich wieder rüber zu Daniel und dem Scheckschreibenden Merz. Da ist ja auch nicht so richtig Land in Sicht, oder Daniel?
C
Da ist kein Land in Sicht. Aber ich möchte ganz gerne die Brücke noch ein bisschen erweitern zwischen dem ersten Thema und zweiten Thema. Wir haben ja mit der Ukraine ein Nachbarland, welches eine enorm starke Landwirtschaft hat. Das ist ja die Kornkammer der Welt. Riesige Agrarflächen, fruchtbare Böden. Wir wissen das. Es ist sozusagen wirklich eine der wichtigsten Nahrungsmittelproduzenten der Welt. Du magst Dich vielleicht erinnern, 2022 in Reaktion auf den Krieg hat die EU damals die Zölle auf ukrainische Agrar Produkte abgeschafft, um das Land zu unterstützen nach dem Ihr könnt alles hier exportieren, damit könnt ihr Einnahmen generieren. Die Einnahmen, die ihr generiert, könnt ihr gut gebrauchen. Was war die Folge? Massive Bauernproteste erst, also überwiegend Osteuropa. Was war die Folge? Es gab erst nationale Verbote, wo die EU Kommission Eigentlich dürft ihr nicht, aber na, macht mal ruhig. Und jetzt hat man die Regelungen wieder abgeschafft. Es gibt Obergrenzen, es gibt Quoten und man sagt im Prinzip wir wollen im Prinzip, sobald du bestimmte Quoten erreicht hast, dann kommen die Zölle wieder ins Spiel. Das heißt, wir erschweren es der Ukraine, Geld zu verdienen durch den Export von Nahrungsmitteln zu uns. Das sage ich nur an der Stelle schon mal, wenn alle Die Ukraine soll wirklich schnell EU Mitglied werden. Ich mag mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, weil dann würde wahrscheinlich die Ukraine der größte Empfänger sein der Agrarhilfe und nicht mehr Frankreich. Oder wollen wir da den Haushalt ver x fachen und noch mehr Geld in Agrarsimpen stecken? Also das Ganze zeigt schon mal die Problematik. Gut, jetzt zeigen wir also liebe Ukraine, ihr könnt uns die Sachen nicht verkaufen, Wir müssen unsere Landwirtschaft schützen, Ihr braucht aber trotzdem Geld. Damit kommen wir jetzt zu dem großen Scheckschreiber Friedrich Merz und dem meines Erachtens fast schon historischen Fehler. Was ist passiert? Also Merz hatte ja die Idee, mit Frau von der Leyen zusammen die russischen Vermögenswerte heranzuziehen, um quasi der Ukraine zu helfen. Und da würden wir beide emotional, glaube ich, sofort zustimmen. Die meisten Hörer auch würden klar Russland hat angegriffen, lass das Vermögen konfiszieren und lass uns das Geld geben. Dem Angegriffenen. Problem an der ganzen Sache ist, es ist so völkerrechtlich nicht ganz so. Ganz klar erodiert nebenher auch noch das Vertrauen in den europäischen Kapitalmarkt. Wir haben gesehen, nachdem die Ästhets eingefroren wurden, bereits gleich nach dem Krieg, das war einer der Hauptgründe dafür, warum Gold dieses Jahr super performt hat, einfach deshalb und letzten Jahren so gut performt hat, einfach deshalb, weil die anderen Notenbanken gewusst okay, Geld in US Staatsanleihen ist nicht sicher, lass uns mal lieber Gold kaufen. Insofern ist es sowieso eine Politik, die nicht richtig nachhaltig ist. Plus, das würde ich noch ergänzen wollen an der Stelle, vergessen wir nicht, ob Russland wirklich Reparationen zahlt. Steht in den Sternen, weil wenn sie irgendwie den Krieg verlieren, werden sie wahrscheinlich nicht im Sinne von, dass die Ukraine Moskau einnimmt. Das heißt, es gibt einen Vertrag, Waffenstillstand, Friedensvertrag und sonst was. Und ich kann mir schwer vorstellen, dass die Rußen dann sagen, wir zahlen irgendwelche Reparation. Ich glaube, das fällt weg. Das heißt, es war eh nur Taschenspielertrick, um irgendwie Schulden zu machen, ohne es zu sagen, kam nicht zustande. Jetzt kam okay, die EU macht 90 Milliarden Schulden. Da gibt es ja einige, die 90 Milliarden Schulden Einsicht der Größe der EU Wirtschaft ist doch ein Witz. Stimmt aber, Ulf. Und das ist ganz wichtig. Es ist keine Vertragsgrundlage dafür da, dass die EU sich verschuldet. Und da gab es vor drei Jahren ein Urteil vom Bundesverfassungsgericht, was ich mir noch angeschaut habe, nochmal über den sogenannten Wiederaufbaufonds. Der Wiederaufbaufonds, du erinnerst dich, wurde nach der Corona Krise geschaffen, hatte mit Wiederaufbau nichts zu tun, weil es ging um Klimaschutz und andere Dinge. Aber es war so eine Art Maß Wir helfen Italien in den anderen mit Transfers. Deutschland ist der größte Zahler, Italien ist der größte Empfänger, Polen, relativ zur Wirtschaftsleistung, ist der größte Empfänger. Bei Italien absolut Grund dafür, warum Peloni so gute Zahlen hat, nämlich mit deutschem Geld. Und das ist aber alles durch Verträge nicht abgedeckt. Und dann gab es eben das Verfassungsgericht. Das Verfassungsgericht hat dann Ja, ist alles okay, kann man machen. Es ist ja einmalig nach dem Es wird nicht wiederholt. Der Clemens Fuß, der war damals als Experte da, hat gemeint, naja, Kriseninstrumentarien sind per Definition nicht einmalig. Und es gab damals ein Minderheitsvotum von Peter Müller, du Weißt, dem CDU früheren Ministerpräsidenten des Saarlandes, Verfassungsgerichtet, Der hat Minderheitsvotum gemacht, was sehr lesenswert ist. Und er hat gesagt, was wir hier mal erleben, ist der Einstieg in eine Schulden und Transferunion ohne jegliche vertragliche Grundlage müsste für einen sauberen Prozess die Verträge ändern. Und er hat Es ist naiv zu glauben, es ist einmalig. Und genau jetzt haben wir den Friedrich Merz ist der zweite nach Frau Merkel, der zugestimmt hat einem eigentlich nicht vertraglich möglichen Vorgehen, nämlich Schulden der EU. Und du musst wissen, für die Schulden der EU haften wir mit mindestens 25 Prozent unserer Anteil am Haushalt, Klammer. Einige Länder haben schon gesagt, sie machen nicht mit, also geht unser Anteil nach oben. Und das ist der ganz große Bruch. Und warum ärgert mich das so? Es ärgert mich deshalb so, weil, weißt du, der Weigel, der damalige Finanzminister, hat immer Nein, der Euro ist keine Schulden und Transferunion. Das wurde uns immer erzählt. Die Wahrheit ist Italien, Frankreich, Spanien, sie arbeiten seit Jahren systematisch auf genau diese Schulden und Transferunion hin und zu. Und deshalb, glaube ich, war die Laune bei Emmanuel Macron letzten Freitag richtig gut. Er hat Mercosur gestoppt, seine Bauern waren happy und er hat die Deutschen ein weiteres Mal in die Falle gelockt, gemeinsamer Verschuldung zuzustimmen. Und warum ist ihm so sehr daran gelegen? Ganz einfach, weil Frankreich, wie wir wissen, ein erhebliches Staatsschuldenproblem hat, sich im Parlament nicht einigen kann, weil die Rechten und die Linken gemeinsam die Mehrheit haben und keiner will sparen. Und weil im Prinzip Deutschen offen gesagt Naja, im Zweifel zahlen die Deutschen Schulden und Transferunion und falls wir sie nicht dazu bekommen, dann wird die EZB uns raushauen. Wir kriegen Inflation. Und das ist das, was mich geärgert hat, als ich gesagt habe, wir müssen eigentlich eine Verbindung sehen. Wir haben im Prinzip zum einen haben wir was gemacht, was die europäische Wirtschaftsentwicklung vermutlich schädigen wird, Einfach deshalb, weil wir den Mercosur Vertrag, wenn wir wirklich nicht bekommen, der uns Wachstumschancen nehmen wird zum zweiten verweigern wir der Ukraine, ihr Geld bei uns zu verdienen, indem sie ihre Leihausbilder hier verkauft. Und schließen wir die Löcher durch gemeinsame Schulden, die am Ende von dem getragen werden, der noch Schulden kreditwürdig ist. Und das ist halt neben Deutschland nur noch die Niederlande und einige kleinere Länder, weil die anderen sind nicht mehr kreditwürdig. Und deshalb ist es so fatal, was letzten Freitag passiert ist. Und es ist leider definitiv nicht im deutschen Interesse.
A
Ja, 100 Prozent, was mich am Ende dieses Jahres, an dessen Anfang ja die 900 Milliarden standen und praktisch das Sprengen der Schuldenbremse. Und wenn man sich die Mehrheiten künftiger Bundesratssitzungen vorstellen mag, dann möglicherweise auch. Es ist ja nur der Anfang eines Rutschens. Das ist Merzens größter Fehler gewesen. Und wie alle scheiternde Politiker hat er den Fehler direkt am Anfang gemacht. Er hat diese Idee von Schuldenbremse aufgeben und Geld ist doch genug da, wie wir, ich glaube, hundertmal in diesem Podcast in dem Jahr erwähnt haben, bevor es irgendeine Verpflichtung auf Strukturreformen gab. Ich finde es so bemerkenswert, dass jetzt auch kluge Linke zu meiner absoluten Überraschung erkennen, dass das eine Entgrenzung ist, die auf Dauer nicht funktionieren kann. Auftritt Jakob Augstein, mit dem ich sowohl in Sachen Israel als auch Linkspartei als auch sein Blick auf Putin und die Ukraine überhaupt nicht übereinstimme. Aber wenn selbst ein wirklich ziemlich klassischer großbürgerlicher Linker wie Jakob Augstein sagt, dass das ein totaler Wahnsinn war, dieses Milliarden Paket gegen die Zukunft gerichtet, ohne jede Nachhaltigkeit kann sich alles, kann man sich sehr gut bei dem Paul Ronsheimer Podcast mit Jakob anhören, dann macht das deutlich, dass dort eine Entgrenzung stattgefunden hat, die zum Prinzip erklärt hat, eigentlich sozusagen wie in einem Bert Brecht Stück. Ich zitiere ihn noch mal mit dem V Effekt. Der Staatsführer ist jemand, der Lokalrunden auf meine Kosten ausgibt oder auf Daniels und meine. Und er lässt sich dafür feiern, dass er politische Führung dafür übernimmt, dass er mit meinem Geld Dinge macht, die er für richtig hält, ohne jede Rückbindung mit denjenigen, die die ihn gewählt haben. Und diese Geste, wir geben das aus. Das war auch in der Ampel bemerkenswert, ganz stark verbreitet bei Grünen. Wir haben gerettet, wir haben finanziert. Nee, nee, wir die Bürger nicht die Politiker. Die Politiker sind die, die im Zweifelsfall unsere gebende Hand und das, was sie mit harter Arbeit erwirtschaftet haben, veruntreuen mit dem, was sie da tun. Ich finde, wenn ich dem Ganzen Wir sind ja in vorweihnachtlichster Stimmung, hier riecht es gerade schon nach Glühwein, wenn ich das richtig sehe, dann würde ich sagen, interessant wäre ja eigentlich nur, wenn man diese Schuldenmachen in der EU verbinden würde. Wir müssen kürzen in diesem immensen bürokratischen Apparat mit hunderttausenden von Arbeitsplätzen. Also in der EU ist es so wie in Deutschland. Das Einzige, was noch richtig wächst, ist der öffentliche Dienst. Dort sind die Beamten, dort sind die Bürokratieverwalter. Eine Zahl aus dem letzten Podcast, Daniel, die ist mir sehr im Kopf geblieben. Die Zahl hast du referiert, und zwar die Leute, die die deutschen Unternehmen einstellen mussten, um die Bürokratie irgendwie in ihren Unternehmen zu handeln. Auf einer Metaebene ist die EU Bürokratie mit dem, was sie dort Tag für Tag wachsend anstellt, noch viel fataler. Kurzum 90 Milliarden dort rausheben, indem man einfach die EU kleiner macht, gerne mit der Kettensäge, wäre wunderbar. Und was Emmanuel Macron betrifft und auch möglich.
C
Es wäre auch möglich. Ich meine, wie bei uns im Bundeshaushalt, nochmal zur Erinnerung, Entschuldigung, unterbrochen hab, Ulf, aber bei uns im Bundeshaushalt stecken so viele Potenziale, Subventionen, andere Dinge man rausschneiden könnte. Sozialstaat reformieren. Die EU hat auch Potenziale. Und ganz ehrlich, ich würde sagen, liebe Freunde, ihr wollt Mercosur nicht haben, liebe Bauern, dann kürzen wir erst mal bei euch die 90 Milliarden und nie, um die Ukraine zu unterstützen, weil wir haben nur deshalb so einen Bedarf, sie zu unterstützen, weil wir euch vor den Wettbewerbern schützen. Das muss man auf den Punkt bringen mal. Es ist unbequem. Und weißt du, Sozialismus geht deshalb unter, weil es dort keine Budgetrestriktion gibt. Budgetrestriktion, heiß, du musst mit beschränkten Mitteln umgehen. Die EU tut so, als hätte sie keine beschränkten Mittel. Herr Merz tut so, als hätte er keine beschränkten Mittel. Und für Herrn Klingbeil und Frau Bas schafft dieses sogenannte Sondervermögen die Illusion, man könne mit Geld und Schuld alle Probleme lösen und müsse deshalb nichts an den Problemen echt lösen. Das ist das Dilemma, was wir haben.
A
Ja, danke für den Einwurf. Das ist auf jeden Fall so. Und wenn man etwas sarkastischer werden woll, wir sind ja beide Väter, im Grunde genommen geben die ja nicht nur Lokalrunden auf, auf unsere beiden Nacken, wie man so schön sagt, sondern auch auf den Nacken unserer K. Und das macht das unverantwortlich. Ich finde Emmanuel Macron eine unglaublich interessante Figur, weil er ist ja angetreten als ehemaliges Mitglied der Sozialistischen Partei unter François Hollande Minister gewesen und da habe ich den zweimal erlebt und da war der Reformer Macron sehr beeindruckend. Der hatte eigentlich jetzt sage ich mal, eine blärsche Reformagenda, aber er hat beim Auftritt beim Weltwirtschaftsgipfel bei uns bei am Abend, es war eine Dinner Speech, da waren auch deutsche Spitzenpolitiker, da hat er gesagt, ich brauche euer Geld, ich werde, um diese Reformen machen zu können, liebe Deutsche, und es saßen DAX Vorstände da, CDU Bundesminister, ich brauche euer Geld und ich glaube, ich nehme ihm die guten Intentionen ab. Daniel seine Idee Frankreich muss sich reformieren, wir wissen, ich glaube, der war bei Goldman Sachs, wenn ich es richtig erinnere, Elite Universitätsabsolvent und hatte in der Analyse, das erinnere ich wie heute, wir hatten ihn in Paris schon einmal als Speaker gehabt, da war er noch Minister bei Hollande und er war in der Analyse gar nicht so weit weg von dem, wie wir auf Etatismus gucken, auch auf die EU. Und sein Glaube war jetzt tue ich mal so, als wäre er reinsten Wassers gewesen in seinem Glauben, dass er Beinfreiheit braucht, um diese Reformen durchzusetzen. Und wie so viele Reformer ist er an Frankreich an, und jetzt merkst du, biege ich schon wieder ab, in so eine Art Eigen PR, an eine kulturelle Dominanz gestoßen, die in Frankreich exakt so betoniert ist wie in Deutschland von linken und rechten Staatsverklärern, die geschafft haben, in Frankreich, insbesondere auch in der Philosophie nach 1968 gewissermaßen das Individuum. Und seine Freiheitsrechte komplett zu zertrümmern. Es gab Philosophen, die gesagt haben, die Kategorie des Individuums ist tot und es gab dann sozusagen ein Aufclustern in kleinste Identitätspartikel und um die muss es gehen, aber die ökonomische Eigenverantwortung und auch die Freiheitsbedürfnisse des Menschen wurden ausgeknipt. So sehe ich Macron Passporto eigentlich als so eine Figur, der es noch mal probiert hat. Und am Ende seiner zweiten Amtszeit vor einem kompletten Scherbenhaufen steht, weil nachzulesen im Schittbürgertum und auch im künftigen Bückbürgertum, ich muss es einfach so sagen, weil ich beschäftige mich Tag und Nacht damit gescheitert, weil die liberalen und bürgerlichen Kräfte den Kulturkampf ein ums andere Mal verloren haben. Wir haben es nicht geschafft. Wir versuchen das hier mit dem Podcast, diese richtigen ökonomischen Argumente so in Debatten einzuspeisen, dass sie größere Verankerung in gesellschaftlichen Debatten findet und damit den politischen Spielraum für Reformen aufscheinen lässt. Die letzten, die es geschafft haben, waren Tony Blair und Gerhard Schröder, wobei Gerhard Schröder das dann mit dem Arsch in seinem Wahlkampf gegen Kirchhof wieder eingerissen hat. Aber da sind wir. Und bevor wir vielleicht zum nächsten Thema springen, diese kulturelle Dimension für Europa, was ja auch immer sich selbst verstanden hat als ein Kontinent mit einer großen kulturellen Tradition, die müssen wir angehen. Ich freue mich sehr gewissermaßen, dass in Argentinien jetzt ein Tantrasex Lehrender, Rockstar und Ökonom der österreichischen Schule dieses europäische Freiheitsdenken, Mises, Hayek, aber ganz sicher auch in Teilen die großen anarchistischen linken Traditionen genommen hat und rüberbringt nach Lateinamerika und zu Vielleicht müssen wir hier die Europäer retten, um ihnen zu zeigen, wie ihre Freiheitsideen, wenn sie bei ihnen nicht mehr funktionieren, bei uns funktionieren können. Insofern erinnert mich das ein bisschen daran und dann höre ich auch auf als OPA Bildungsbürger, dass als die christlich jüdische Philosophie und die Wissenschaft im Mittelalter wirklich in der Gefahr stand, ganz ausgelöscht zu werden, waren es Araber und die arabische Kultur, die gewissermaßen unsere Festplatte wurde. Und so hoffe ich sehr, dass deswegen gucke ich mir im Augenblick Lateinamerika so gerne an, dass dort die europäischen Freiheitskonzepte überleben, prosperieren und dann wieder zurückschwappen können auf den Ursprungskontinent Europa. So war es dann auch zu Beginn der Aufklärung im 16. Und 17. Jahrhundert. Da haben wir dank der arabischen Festplatten wieder auf die antike Tradition zurückgezogen. So, das war ein bisschen vorweihnachtliches Kulturhubertum. Bitte sieh es mir nach, lieber Daniel, wollen wir zum nächsten Thema springen?
C
Es ist, glaube ich, eine der Erfolgsmischungen unseres Podcasts. Ich wollte zum nächsten Thema springen und das machen wir jetzt auch. Du hast gerade eben die Rede von Emmanuel Macron erwähnt, wo er gesagt hat, saubere Analyse, was zu tun ist oder dem Ich nehme Geld und gebt mir das Geld, dann klappt das. Und wir haben letzte Woche hier Herr Merz gelobt für seine Rede und er hat ja im Wahlkampf auch schon die Reden gehalten und damals hat er auch die Schuldendiskussion aufgemacht nach dem Glaub mir, ich mach das alles. Also es war eine sehr große Parallele und das ist schon faszinierend, dass ich glaube in der Tat, dass natürlich Reformprozesse leichter sind, wenn man Geld hat. Das habe ich sogar in meinen eigenen Büchern auch vorgeschlagen. Problem scheint aber zu sein, dass sobald die Politik das Geld hat, dass sie dann scheinbar irgendwie mit einem hohen Grad an Demenz den ersten Teil, nämlich das Versprechen der Reform, wieder vergisst und sobald der erste Widerstand aufkommt und das ist in Frankreich der Fall, das ist in Deutschland der Fall. Das macht es so traurig, weshalb wir eben heute noch mal diesen Podcast haben, wo wir nicht mehr so positiv ins Jahr gehen oder Jahresende gehen nach der Rede von Herrn Merz mit unseren acht Ideen. Ich habe aber noch eine gute Idee für ihn, auf die möchte ich noch zukommen, wo ich sagen könnte, da könnte es zumindest bei mir bis teilweise wiedergutmachen. Wobei ich dazu sagen muss, ich glaube, dieses Eintreten in die Schuldentransferunion ist ein wirkliches Desaster, was uns überfordert. Vielleicht möchte ich dazu noch darf ich noch was dazu sagen? Eingefallen, bevor man das hinterher in falsche Tonalität bekommt. Es wird ja immer gesagt, dass Deutschland der große Gewinner sei der EU und des Euros. Das stimmt, wenn du vordergründig guckst auf die Exporte und so weiter, kann man das sagen. Du musst es aber, wenn du im Kern zurückblickst, eigentlich sagen nach dem Naja, letztlich ist es ein Subventionsprogramm für unsere exportorientierte Industrie, welches selber bezahlen, weil es gibt natürlich auch Wohlstandsverluste. Ich denke immer nur daran, früher als es die Lira gab, ich wohnte in München, Lira hat abgewertet, da bist du mit einem leeren Auto runtergefahren, hast tollen Urlaub gemacht, hast viel eingekauft, Fuß wieder nach oben und es war super. Es war einfach auch ein Wohlstandseffekt, dass du quasi günstig in Italien einkaufen konntest und das ist etwas, was vergessen wird. Es ist nicht einfach so, dass nur Exportorientierung das ausmacht, dass wir Gewinner des Euros sind. Da gibt es andere Themen und gerade unsere Rolle als Dauerkreditgeber von Euro über Target 2 wie auch EU über unsere Zahlungen zeigt ja eben, dass es nicht so einseitig ist, dieses ganze Geld zu geben und nicht wiederzubekommen. Das ist ein bisschen komisch. Das ist so wie Exporte selber bezahlt. Das will ich noch mal einordnen, bevor dann Leute, wieso ist er dann so kritisch? Das muss man ein bisschen einordnen. Jetzt kommen wir zu unserem letzten Thema und zwar dem Thema Verteidigung. Und da habe ich eben eine Idee. Also vielleicht ganz Wir wissen, wir müssen unseren Blick auf Russland wehrmässig ertüchtigen. Wir wissen, dass die Bundeswehr ungefähr nach der sogenannten Friedensdividende, wenn man sich das anschaut, also ungefähr 250 Milliarden Euro Investitionsrückstau hat, weil einfach nicht investiert wurde im Normalmaße mindestens. Jetzt sind natürlich die Anforderungen hochgegangen. Wir haben einen heißen Krieg in Europa, das heißt, es muss mehr investiert werden. Und das ist erstmal ärgerlich. Und die Frage ist natürlich nicht aber aber alternativlos. Die Frage ist wie kriegst du den meisten Nutzen daraus? Der erste Datenpunkt, der etwas zu denken gibt, ist über 50 Prozent unserer Militärausgaben fließen in die USA. Das ist so irre.
A
Kannst du das noch mal erklären?
C
Naja, es ist einfach so. Wir haben die Kapazitäten nicht. Wir haben die Kapazitäten einfach nicht. Wir haben die Kapazitäten nicht. Man muss natürlich sehr schnell, man musste sehr schnell quasi Waffen beschaffen. Wir hatten, bevor der Krieg begonnen ist, haben wir ungefähr 75 Prozent in Europa gekauft, also bisschen mehr als 50 Prozent der USA jetzt über 50 Prozent einfach deshalb, weil die Amerikaner lieferfähig waren. Teilweise lieferfähig sind sie auch nicht mehr darüber hinaus. Das fand ich eigentlich am erschrecklichsten ist es so erschreckend sind, dass wir viele Waffensysteme haben, die made in EU sind, aber also in Europa hergestellt werden, wo aber viele kritische Komponenten aus den USA stammen. Das berühmteste Beispiel, glaube ich, sind diese Fregatten von ThyssenKrupp, also diese F Fregatten. Ich bin jetzt kein Militärtechnik Experte und die haben ein Luftabwehrsystem namens Aegis und dieses kommt von den Amerikanern. Ohne dieses Luftabwehrsystem sind die Fregatten natürlich relativ wertlos. Das heißt, wir haben eigentlich in den Komponenten viele Dinge drin, die aus den USA kommen und früher hätten wir doch beide gesagt, kein Problem. Jetzt mit Donald Trump müssen wir sagen, es ist unter Umständen schon ein Problem, dass wir kritische Komponenten nicht können. Ich glaube, es ist sogar noch größeres Problem, dass wir technologisch das nicht können. Und das führt mich zu meinem Wenn wir jetzt einfach nur viel Geld ausgeben, haben wir mehrere Risiken. Zum einen haben wir das Risiko, wir kaufen die Waffen für den letzten Krieg, also Leopardpanzer statt Drohnen, sage ich jetzt mal. Das zweite Wir kaufen Sachen, die in ein paar Jahren schon technologisch veraltet sind. Wir wissen, der technische Fortschritt ist enorm. Das heißt, es geht weniger um das Kaufen der Drohnen, als als um die Schaffung von Kapazitäten im Krisenfall sehr schnell dann zumal aktuelle Drohnen herstellen zu können, also technologische Fähigkeit. Und wenn wir in die Richtung gehen würden, das wäre viel besser, weil dann haben wir auch Spillover Effekte, weil dann eben auch die Technologie in andere Bereiche fließen kann. Dann hätten wir unter Umständen eine Chance, den technologischen Rückstand, den Europa hat, aufzuholen. Und jetzt kommt mein Gedanke. Wir sprachen über die Ukraine und wir wissen, die Ukraine ist wahrscheinlich an der vordersten Front der technologischen Entwicklung, was Waffensysteme betrifft. Einige sprechen sogar schon vom Silicon Valley der Verteidigungsindustrie. Um ein paar Zahlen zu es gibt über 500 verteidigungsorientierte Start ups, die in den letzten fünf Jahren in der Ukraine gegründet wurde wurden. Die haben nicht die Beschaffungszeiten des Bundeswehrbeschaffungsamtes in Koblenz mit Mitarbeitern und x Milliarden an Personalkosten alleine, sondern die haben schnelle Beschaffungszyklen, die haben schnelle Innovationszyklen. Und jetzt sage ich mal ganz Wenn wir jetzt der Ukraine 90 Milliarden geben und 90 Milliarden werden dazu verwendet, um in den USA Waffen zu kaufen, dann kann man das machen. Nicht so richtig smart, Wenn wir den 19 Milliarden geben, die Kombo. OK, richtig smart wäre was anderes. Richtig smart wäre, wenn Deutschland jetzt sagen würde, wir setzen einen Venture Fund auf einen staatlichen Venture Fund, Rüstungs Venture Fund vom Wirtschaftsministerium und vom Verteilungsministerium, ohne einen einzigen Beamten in diesem Venture Fund. Auch ganz, ganz klar zu sagen, wir holen uns Profis Venture Fund. Wir können sagen, wir können selber nochmal Hochleverage mit eurem eigenen Geld. Wir holen uns echte Leute, die sowas schon mal ein paar Mal gemacht haben und die machen einen Venture Fund, wo wir hingehen und wir kaufen ganz gezielt massiv ein in der Ukraine, nämlich die ganzen Start ups, die interessanten Dinge. Wir investieren quasi Technologie der Zukunft und haben damit einen Nukleus für eine europäische, auch deutsche Verteidigungsindustrie. Das Dümmste, was wir machen können, Ole, Das Dümmste ist, dass wir weiter nur bezahlen, einkaufen und die Amerikaner kaufen ein. Und das führt mich eben zum Gedanken, wenn du erstmal schaust, wer führt denn die Verhandlungen jetzt gerade für die Amerikaner? Witkow und Kushner, das sind beides Businessleute. Es geht um Business. Ich meine, Donald Trump hat ja schon Ach, ihr wollt weiter Waffen haben? Dann hätten wir gerne eure seltenen Erden. Jetzt können wir beide. Das ist aber amoralisch, das sollte man nicht tun. Ich würde sagen, Moral kann man nicht essen im Konkreten. Dort haben wir eine Industrie, die gut ist, die führend ist, von der man was lernen kann. Ich würde sagen, Liebe Bundesregierung, statt 90 Milliarden irgendwie über europäische Fonds zu verteilen und damit eben Schuldenunion herbeizuführen, setzt euch hin, macht das. Könnt ihr auch wieder zwischen Weihnachten und Neujahr machen, wenn ihr euch eh schon trefft, auf Anraten von Ulf und mir vom letzten Podcast, könnt ihr das auf die Agenda nehmen. Nächste Woche, nächste Woche beschließen, übernächste Woche Bundestag, wenn es überhaupt nötig ist, Und einfach mal 100 Millionen, 200 Millionen, 500 Millionen, eine Milliarde. Do you pick a number? Wir investieren in die Zukunftstechnologie und kaufen uns ganz massiv ein in die Verteidigungsindustrie der Ukraine.
A
Vielen Dank. Das wäre ein wunderbarer Vorschlag. Und ich weiß nicht wo, ob ich hier einfach, weil ich sitze hier von meinen Büchern umgeben, immer die ganze Zeit die kulturellen Referenzen im Kopf habe. Also 100 Prozent richtig kulturhistorisch ist der Krieg, wie Heraklit vor über 2000 Jahren so richtig geschrieben hat, der Vater aller Dinge. Und warum ist es so? Weil das eine existenzielle Gefahr ist, der Kriegsfall und das Leben des Einzelnen bedroht ist und das Leben seiner Nächsten, seiner Familie. Und die Leute, die ein bisschen mehr in der Birne haben, entscheiden sich dann, Was kann ich denn tun? Und da hat man in einer gesunden materialistischen Kulturgeschichte eigentlich herausgefunden, dass auch Eckensteher und Nerds, die einen deutlich höheren IQ schon in der Antike hatten, möglicherweise nicht so kämpferisch erfolgreich waren wie der 2 Meter Schrank aus Sparta, der einfach sozusagen einen nach dem anderen vermöbeln konnte oder mit dem Schwert der Niederringer. So und diese Idee, dass der Krieg Vater aller Dinge ist, kann man im Laufe der Neuzeit sehr gut beschreiben, dass die größten technologischen Innovationen in der Kriegssituation entstanden sind. Warum? Weil es da um alles ging und weil dort gewissermaßen der Druck auf den einzelnen klugen Ingenieur und Entwickler so groß war, dass es irgendwie funktionieren musste. Und wir haben immer wieder über Israel gesprochen. Warum hat Israel, ein winziges Land mit ganz kleiner Bevölkerung, so eine unglaublich erfolgreiche Start up Kultur? Weil auch darüber haben wir in diesem Jahr oft gesprochen, weil dort die israelische Armee ein Screening macht, glaube ich, ab der dritten Klasse. Dort wird geguckt, wer hat ein IQ von soundso, wen können wir später brauchen? Die müssen nicht irgendwelche militärische klassische Ausbildung machen, sondern die setzt man mit anderen hochbegabten Kindern zusammen. Und guck mal, wir haben hier Defense Tag, die und die Herausforderung, was fällt euch denn so ein? Daraus wird es. In der Ukraine ist es dasselbe. Wir dürfen nicht vergessen, die Ukraine ist ein Raum für Hochkultur neben dem agrarischen immer gewesen. Insbesondere die jüdische Diaspora in der Ukraine. Das war, das war ein Kernzentrum von Moderne und Avantgarde. Und insofern ist das sicherlich der richtige Weg. Und ich wünschte, Daniel wäre Wirtschaftsminister oder Bundeskanzler, um solche Sachen zu triggern. Warum geht das bei uns nicht? Weil auch die Außenpolitik komplett moralisiert wurde. Und auch da, ihr merkt es, sie war richtig begeistert von Jakob Augstein. Auch der hat da mal einfach so die Luft rausgelassen. Seine Sätze über Baerbock, die waren so harz, würde ich so nicht sagen. Aber die Moralisierung der Außenpolitik hat dazu geführt, dass alle Herausforderungen, die wir jetzt erleben, auch in Auseinandersetzung mit der wirklich grausamen Brutalität der Rußen in ihrem Angriffskrieg, gewissermaßen sich selbst nur als moralische Supermacht denkt und dass der unheroischste Weg, eine moralische Supermacht zu munitionieren, einfach Steuern und Schulden sind. Und dass gewissermaßen der innere Zusammenhang zwischen außenpolitischer Stärke mit wirtschaftlicher Stärke deshalb verweigert wird, weil er gewissermaßen die moralische Reinheit des außenpolitischen Arguments kontaminieren würde. Also die Deutschen, ich würde mal sagen, Schreibtischgeneräle und Feldherren, da gibt es ja auch in den Medien mittlerweile ein Expertentool, wo man sich auch fragen Wo kommt das denn her? Was wird denn da kompensiert? Das führt dazu, dass wir so irreale Vorstellungen haben, dass wir gewissermaßen Amerikaner belehren könnten, die jetzt versuchen, einen Frieden zu arrangieren, Putin belehren könnten, der sich einfach über diese moralischen Clowns totlacht und gleichzeitig jemanden wie Selenskyj extrem unter Druck setzt, der glaube ich auch weiß, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen ist und jetzt eine Friedens Lösung braucht. Das heißt, einmal mehr zeigt der Vorschlag von Daniel das wäre der vernünftige und eben nicht mit dem moralisch argumentierende Vorschlag, aber der hat keine Chance, weil wir in Deutschland wirklich die Könige sind in der moralischen Selbstdarstellung. Der größte Witz daran aber das ist ein anderes Gleis. Dieselben Leute, dieselben Milieus, evangelische Kirche, grüne Partei, die die toxische Männlichkeit wirklich über 30 40 Jahre kaputt gemacht hat, dekonstruiert hat, problematisiert hat, denen kein Gottesdienst queer genug sein könnte, reden jetzt der Aufrüstung und der Wehrpflicht das Wort. Ich würde mal sagen, die Leute, die dort Kinder haben, da ist wahrscheinlich mehr als die Hälfte von denen wird ausgemustert. Und dieses Milieu, das sich ekelt vor den gepumpten, tätowierten, nicht akademischen Jungs, die da als Unteroffiziere in der Bundeswehr sicherlich im Zweifel eher AfD als Linkspartei wählen, die machen sich jetzt zum Fürsprecher so einer Riesenaufrüstungsideologie. Also sozusagen da wird es dann grotesk. Und da bin ich gespannt, wie sich das im nächsten Jahr in diesen Debatten so weiterentwickelt. Aber das nur nebenbei bemerkt. Wir sind ans Ende unserer vorweihnachtlichen Show über Kultur und Ökonomie gekommen und enden mit einem sehr, sehr lustigen Ist das mega oder kann das weg?
B
Von Philipp Ist das mega oder kann das weg?
A
Und Philipp hat hi Ulf hi Daniel. Jedes noch so kleine Startup in Silicon Valley will die Welt retten. Das ist ganz klar ein Anflug von Größenwahn, sagt der brave Bundesbürger. In mir fehlt uns aber vielleicht genau dieser unbedingte Glaube an das eigene Tun in unserer Wirtschaft. Größenwahn Ist das mega oder kann das weg? Grüße Philipp Danke Philipp für den tollen Vorschlag, Daniel Größenwahn Ist das mega oder kann es weg?
C
Beides, muss ich leider sagen. Beides. Weil ich halte einige der Äußerungen der europäischen Politiker und deutschen Politiker zu dem, was die EU in der Welt darstellen möchte und was sie in der Welt durchsetzen möchte, für größenwahnsinnig und für völlig fehlgeleitet. Das haben wir, glaube ich, schon diskutiert. Ich glaube aber, Unternehmer brauchen eine gewisse Prise Größenwahn und sie müssen ein bisschen paranoid sein. Größenwahn, dass sie sagen, wir wollen was ganz Großes machen. Und paranoid müssen sie sein, weil sie jeden Tag Angst haben müssen, dass ein Wettbewerber kommt, der besser ist als sie. Und das ist ganz super und ganz toll. Und ich glaube, in einer nächsten Folge, lieber Ulf, machen wir mal was über Wettbewerb, den Wert des Wettbewerbs und das Märchen davon, dass immer überall Marktversagen herrschen würde, wo der Staat eingreifen muss. Aber für mich ist größenwahnsinnige Politiker mit hinein, größenwahnsinnige Unternehmer gerne.
A
Ja, dem kann ich mich nur anschließen und würde semantisch etwas anders grundieren. Größenwahn bei Unternehmern und bei Individuen ist, glaube ich, eine nützliche Strategie, ins Risiko zu gehen. Und in einem Land wie Deutschland, in dem die Feigheit, der Opportunismus und die Angst den Ton angeben, ist eine Prise Größenwahn bei den Ideen hilfreich. Ich glaube, dass Elon Musk steht ja immer für den grössenwahnsinnigsten Approach, den es gibt. Aber wer ihn einmal hat reden hören, wie er eigentlich davon träumt, auf dem Mars zu sterben, dass diese Mischung aus totaler Craziness und Größenwahn etwas ist, wie heißt es im Englischen? It keeps him going. Und ich bewundere und liebe ihn dafür, dass er diesen Größenwahn als Poesie in sich trägt. Insofern, ja, diejenigen, die moralischen Größenwahn mit meinem Steuergeld missbrauchen, die möge der Teufel holen, wie wir in Franken sagen. In diesem vorweihnachtlich heiteren Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und eine besinnliche Zeit im Kreise der Lieben. Unsere jüdischen Zuhörerinnen und Zuhörer haben ja gerade Hanukkah gefeiert. Ich hoffe auch, das war schön. Kommt gut rüber ins neue Jahr. Bleibt gesund, bleibt munter, bleibt erfolgreich, wo es geht. Oder habt Noch mehr Erfolg und wir sind die Zukunft und wir sind die einzige revolutionäre Bewegung der Vernunft. Nein, war nur ein kleiner Witz.
C
Daniel, ich schließe mich allen guten Wünschen an. Alles Gute. Ich freue mich auf ein Wiederhören im neuen Jahr.
A
Ciao.
B
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Podcast: Make Economy Great Again
Episode: Meloni pokert, Merz zahlt, Macron jubelt – Merry Crisis, Europa
Host: WELT (Ulf Poschardt), with Daniel Stelter
Date: 22 December 2025
In dieser vorweihnachtlichen Folge diskutieren Ulf Poschardt und Daniel Stelter die anhaltende wirtschaftliche und politische Krise Europas. Sie nehmen das Scheitern des Mercosur-Freihandelsabkommens zum Anlass, über den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands und Europas zu sprechen: Warum stagniert die deutsche Wirtschaft, was verhindert echte Reformen, wie lähmt nationale Besitzstandswahrung die dringend nötige Modernisierung, und welche Rolle spielen Moral, Bürokratie und Kulturkampf in dieser Misere? Der Blick reicht von der EU-Agrarpolitik, Bankenunion und Schuldenvergemeinschaftung bis zu Chancen für künftiges Wachstum – etwa durch Defense Tech und Unternehmergeist nach amerikanischem Vorbild.
„Erst kommt das Fressen, dann die Moral“: Poschardt bringt das Scheitern von Freihandelsabkommen (DTIB/TTIP, Mercosur) mit europäischer Arroganz und Symboldebatten (z.B. Chlorhühnchen) in Verbindung.
Die Bauern vs. Netto-Steuerzahler:
Meloni als „Dealmakerin“, Macron als Profiteur:
Landwirtschaftspolitik als Wachstumsbremse:
Übertragung nationaler Kosten auf den EU-Haushalt:
Tiefer liegendes Problem:
Kulturkampf und Scheitern von Reformen
Der Hoffnungsschimmer?
Investieren statt konsumieren:
Vergleich zu Israel:
Moralisierung statt Pragmatismus:
Zukunftsmut, Größenwahn und Unternehmertum:
Stelter:
Poschardt:
Die Episode bietet eine scharfe und bitter-sarkastische Analyse des aktuellen Zustands der deutschen und europäischen Wirtschaft: wie Besitzstandswahrung, Moralisierung und Bürokratie Wachstumschancen verhindern – und wie dringend Europa sich auf Reformen, Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerische Visionen konzentrieren müsste. Die Hosts liefern zahlreiche Denkanstöße, fordern radikalen Pragmatismus (z.B. Defense Tech) und geißeln politische Feigheit.
Wer wissen will, warum Europa im Jahr 2025 an vielen Hebeln die falschen Entscheidungen trifft – und was es an Alternativen gäbe –, erhält hier Futter für Kopf und Debatte.