
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Heute mal folgende krasse Themen zu Und in China startet eine Rakete, in Deutschland ein Sondervermögen, der Dollar bröckelt, aber Europa zögert und wählt rechts, so wie in Polen.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again. Wie Deutschland Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschard.
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Guten Morgen, guten Abend, guten Mittag. Hello Germany. Hier ist unser absoluter Spitzen Podcast Make Economy Great Again und ich freue mich zusammen mit Daniel. Hallo Daniel.
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Hallo Ulf.
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Ja, ich würde mal sagen, bevor wir starten, bitte denk daran, das hat mir unsere neue Superkraft Frau Madita Lage, die uns hier jetzt gerade echt auf die Spuren hilft beim Podcast. Ulf, sag doch mal. Denk daran, uns auf Spotify zu abonnieren und Bewertungen da zu lassen. Das hilft uns wirklich sehr. So, ja, fangen wir vielleicht an mit Polen. Das Entsetzen der sich selbst liberal-demokratischen Mitte nennenden linken Mainstream-Veranstaltungen in Deutschland und nicht nur da war relativ groß, dass entgegen aller Erwartungen und nach voller Begeisterung über den Sieg von Donald Tusk die Polen sich jetzt entschieden haben, doch noch mal Richtung PIs zu blinken und einen Typen zum Präsidenten zu wählen. Ich habe mir das in Biografie angeguckt, die ist ja praktisch jetzt schon eine Netflix Serie wert, war Boxer waren Themen wie Prostitution drin, Bestechung, alles Mögliche. Also eine wirklich interessante Figur, die hauchknapp gewonnen hat. Und nachdem wir beim letzten Mal interessante Faschismustheorien kennengelernt haben, so zum Beispiel die von Thilo Jung, wer ökonomisch den Sozialstaat zurückfährt, sorgt direkt im Mang für den Sieg des Faschismus. Ich fasse mal grob zusammen. Und jetzt haben wir eine Lage. Polen hat einen BIP Wachstum seit 2015 von 28 Prozent, Arbeitslosigkeit unter 3 Prozent, massive Investitionen in Infrastruktur, Verteidigung, Tech und wie passt das zusammen? Und wenn ich das vielleicht zum Abschluss ergänzen darf, vergangenes Jahr hatten wir eine Oldtimer Tour im südlichen Teil Polens und ich war beeindruckt, wie schön das Land ist. Wir waren da in Hotels, wo ich gedacht habe, wow, das kennt man eigentlich so vom Style her. Nur aus London sind ehemalige Investment Jungs, die sich dort in ihrer Heimat einfach einen alten Bauernhaufen, denkmalgeschützten mit neuesten Standards aufbauen. Sehr, sehr gutes essen total tolle Leute. Und als wir am Pfingstmontag zurückgefahren sind, wurde in Pol Polen, einem sehr katholischen Land, gearbeitet und wir fuhren zurück nach Berlin und da wird am Pfingstmontag nicht gearbeitet. Und da habe ich mir kein Wunder, warum die Polen im Augenblick so erfolgreich sind und hungrig.
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Die Polen sind ungemein erfolgreich. Also ich meine, Harald Schmidt hat ja in den er Jahren diesen sehr, sehr bösen und blöden Witz gemacht, den ich eigentlich jetzt gar nicht mehr zitieren sollte, weil er politisch unkorrekt ist. Er hat gesagt, drei Lügen in einem Satz. Fleißiger Pole mit eigenem Auto sucht Arbeit. Damals haben die Deutschen darüber gelacht und man muss ganz ehrlich sagen, es war damals falsch zu lachen. Es ist völlig ungehörig zu lachen, weil die Polen sind eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Und du musst mal zurückgehen in der Geschichte, wirklich mal ein paar Jahre länger zurück. Es gab die Wende, der Zerfall des.
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Ostblocks, auch dank der Polen übrigens der polnische Papst und Salidaner Schlechwaleser, ohne diese beiden undenkbar.
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Genau. Und wir haben damals mit großer Hilfe im Osten geholfen, im Osten Deutschlands, was ja auch nicht immer gut gelaufen ist, haben wir diskutiert, was auch dazu beigetragen hat, dass eben viele in Ostdeutschland sich zu Recht abgehängt fühlen, weil wir ihnen aber auch ein bisschen die Möglichkeit genommen haben, aus eigener Kraft was aufzubauen. Es war so ein bisschen so der Umstieg aus dem ostdeutschen System ins westdeutsche System. Es hat gehakt. In Polen war das anders. Die Polen haben sich 1989 ganz klar entschieden, eine sogenannte solidarische Marktwirtschaft aufzusetzen und haben wirtschaftlich enorm liberalisiert. Da gibt es einen Index of Economic Freedom und da sind sie quasi sehr unfrei von einem Wert von 51 auf ungefähr 70 Punkte gestiegen. Die Heritage Foundation macht das jedes Jahr, aber es ist jetzt noch nicht ganz auf deutschem Niveau, aber fast auf deutschem Niveau. Wir helfen ein bisschen mit, weil wir immer unfreier werden. Also wir kommen von oben runter und die Polen kommen von unten nach oben. Daraufhin ist das BIP enorm gestiegen. Also von 1991 bis 2022 hat es sich im Prinzip pro Kopf vervierfacht. Das Bruttoinland. Das ist eine enorme Leistung und das ist kein Zufall. Die Kritiker würden Mensch, die Polen bekommen doch so viele Gelder von der EU. Was stimmt nach dem Warum sind die so undankbar? Man muss aber dazu sagen, das Erste ist, sie sind das Land, welches die Gelder der EU am effizientesten abruft, also weit vor Italien, anderen Staaten. Und sie haben auch anderes gemacht. Sie sind jetzt nicht so sagen, wir nehmen das Geld und wir machen Quatsch damit, sondern sie haben die Märkte liberalisiert. Sie haben massiv in Ausbildung investiert. Also der Anteil der Bevölkerung mit Sekundar und Hochschulabschluss ist in Polen höher als in Deutschland oder im Euroraum. In PISA Studien haben sie massiv aufgeholt, haben uns überholt. Sie sind sehr exportorientiert. Und was das Erstaunliche ist, sie haben einen wachsenden Industriesektor. Ich habe mal rausgeschaut, seit 2015 bis 2023 ist die Industrieproduktion in Polen um 50 Prozent gestiegen, in der EU um 10 Prozent. Und wir wissen ja, in Deutschland geht es seit 2018 die Industrieproduktion zurück. Vieles dessen, was natürlich in Polen jetzt ist, war vorher mal in Deutschland, muss man auch sagen. Das wird also verlagert. Und jetzt kommt noch ein Punkt, weil die Frage war ja, die wir hier so ein bisschen hatten nach dem Motto, ja, wieso wählen so erfolgreiche Länder? Warum wählen die rechts? Ich würde vielleicht mal umdrehen und würde sagen, was ist eigentlich so die Sicht der Polen auf die Welt? Und da gibt es ja diesen Publizisten Rainer Zittelmann und der hat eine Studie durchgeführt, der hat so quasi weltweite Umfragen durchgeführt und hat die Bevölkerung gefragt, wie stehst du zu Privateigentum, Wie stehst du zu Kapitalismus? Stehst du zu staatlicher Rolle? Und das ist der Hammer. Die Polen sind auf Platz 1 bezüglich der Zustimmung. Zum Kapitalismus noch vor den Amerikanern und eins, was dir gefallen 41 Prozent der Polen glauben, dass Reiche ihren Wohlstand durch höheres risiko erreicht haben. 36 Prozent sehen Sie als Vorbilder. Der Sozialneid umgekehrt ist in Polen am geringsten und in Deutschland und Frankreich am höchsten. Wir haben letztes Mal von der Frau Natas gesprochen, die kam ja aus Polen mich immer Jetzt kommst du nach Deutschland und beklagt alles so. Also irgendwie, ich weiß nicht, ob die Polen es geschafft haben, dass alle neidischen Leute ausgewandert sind. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall Spaß beiseite. Es ist einfach kein Zufall. Die Polen haben einfach auf die Wirtschaft gesetzt, haben liberalisiert, haben eine positive Einstellung zum Kapitalismus, haben eine positive Einstellung zum Erfolg. Und das ist im Prinzip das Ergebnis.
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Ja, ich glaube, wenn ich ganz kurz so als Kultur Heini ergänzen darf, dass die Polen, die ja auch so wie die Deutschen auch eine ganz schwierige, zertrümmerte, fragile Nationalgeschichte haben, auch mit einer fragilen Nationalidentität, aber die Polen eigentlich leider, muss man sagen, so wie die Deutschen auch seit dem neunzehnte Jahrhundert immer auch einen freiheitsromantischen Teil in ihrer Mentalität hatten, der ist sehr prägend geworden, lustigerweise, oder nicht lustigerweise, auch durch die Diktaturerfahrung in dem Warschauer Pakt und die schon angesprochene Solidarno war ja wirklich nach dem Prager Frühling so der mutigste Aufstand gegen ein wirklich Terrorregime des kommunistischen Systems. Und ich glaube, dass die Polen diese Freiheitsliebe, und der polnische Papst spielte auch eine ganz große Rolle, dass die Freiheitsliebe eine interessante Kombination mit dem katholischen Glauben, Da gab es so eine Kernfusion, die dazu geführt hat, dass der Papst auch immer diesen Freiheitspathos, der Christ als Individuum eben nicht abstrakt ist Teil eines Kollektivs, das katholische System nicht als ein System, das sich mit Diktaturen gemein macht, sondern sie herausfordert. Wir erinnern uns auch noch an den Priester, der von dem polnischen Geheimdienst ermordet wurde, weil die Priester dort auch in ihren Predigten gewissermaßen Teil des antikommunistischen Widerstands waren. Also das ist, glaube ich, eine ganz spezifische Prägung. Davon lebt die Piss auch noch mal. Und ich glaube auch, und da erinnere ich mich noch an die ER Jahre in London, als ich da öfters war, die polnischen Migranten in UK wurden Immigrants from Heaven genannt, weil der englische Handwerker ist so eine Sache. Und mit den Polen kamen dort Handwerker, die am Samstagmorgen kamen, wenn er halt so nicht funktioniert hat, die Sonntagabend eine Dusche repariert haben, die einfach vollkommen neue Standards für Handwerksqualität geleistet haben. Und in diesen Berichten tauchte immer wieder auf, dass die Polen fleißig, gut gelaunt und total selbstbewusst waren. Das heißt, die sind da nicht irgendwo angekommen und haben sich hinten angestellt und irgendwie auf dem Welfare State geschielt, sondern die haben gesagt, wir gehen raus in die Welt, wir haben jetzt Freiheit, es gibt diesen eisernen Vorhang nicht mehr Wir zeigen, was wir drauf haben und die waren alle sehr schnell erfolgreich. Und dann ein letzter Abbinder, warum ich Polen auch so inspirierend fand, dass die aber trotzdem heimatverbunden geblieben sind. Also zwei von den vier Hotels, wo wir waren, waren von ehemaligen Jungs, die in New York, in London Karriere gemacht haben, sehr erfolgreich waren, gesagt ne, jetzt wollen wir das Teil des verdienten Geldes eben einsetzen, um unsere Heimat eine Zukunft zu ermöglichen. Das heißt selbstbewusst wirtschaftlich erfolgreich. Es gibt dort keinen Neid, sondern Freude auch über alte italienische Sportwagen. Und das ist einfach ein, eine fantastische Grundlage, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Und die Wahlentscheidung, wenn das alte Paradigma ist, gute wirtschaftliche Stabilität führt, politische Stabilität führt zu politischer Stabilität. Das gilt nur mehr bedingt, weil viele Polen, und das verschärft gibt es das ja vor allem in Ungarn in Teilen der EU und ihrer Regulierung, so eine Art Schatten dessen erleben, was sie als Mitglied des Warschauer Paktes gehasst haben, nämlich Bevormundung. Man redet ihnen rein und man darf ja auch nicht vergessen, dass auch ein Donald Tusk sich ja zum Teil scharf gewehrt hat gegen europäische Einflussnahme zum Beispiel auf seine Migrationspolitik. Und da muss sich eher die europäische Mainstream Elite in Politik, Kultur und Medien fragen, ob die den Polen, so wie sie anderen Ländern in Mittel und Osteuropa einfach mit ihrer Großkotzigkeit und ihrer Klugscheißerei, um es mal sehr fränkisch auszudrücken, einfach zu sehr vor den Kopf stoßen und damit immer und immer wieder auch den rechten Rand ins Spiel bringen.
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Was interessant ist, ist diese Einstellung der Polen zum Kapitalismus. Auch Leute, die sagen selbst von sich selber sagen sie sind links in Polen, sind pro Kapitalismus. Selbst die sehen das positiv. Also bei uns ist es ja sonst so, dass wir pro Kapitalismus sind und die anderen sind dagegen, die Linken. Aber nein, da sind selbst die Linken für den Kapitalismus in der Tat, so wie du sagst, aufgrund natürlich der Erfahrung mit Sozialismus in der Zeit der Unterdrückung und Besetzung durch Russland. Du erinnerst dich, es gab dann, die Polen kamen dazu und dann war eine Einschränkung der Freizügigkeit in Deutschland. Die Polen durften damals erstmal nicht in Deutschland arbeiten und sind deshalb alle nach Großbritannien gegangen. Also die quasi gut motivierten und hart Arbeitenden wollten damals irre so wir haben so, dann ging es weiter, wir springen ein paar Jahre weiter und dann hatten wir ja in England schon die erste Diskussion, pünktlich Brexit und du weißt, Brexit war natürlich damals wegen Migration, aber eigentlich nicht wegen der polnischen Migration unbedingt. Und der Kameraman hat auch gemeint nach dem Naja, ihr Deutschen habt doch damals erst eine Beschränkung gehabt bei Freizügigkeit und wir hatten gleich offene Grenzen, können wir jetzt nicht eine Pause haben? Und hat Frau Merkel zu dem Zeitpunkt, wo Farage in England die Fotos von den Karawanen, die auf dem Flüchtlingstreck nach Deutschland waren, hat er ja plakatierter gemeint, die können alle auch zu uns kommen. Und hat Frau Merkel nee, nee, also wir können jetzt nicht irgendwie von der Freizügigkeit zurück. Also fand ich schon ein großer Fehler meines Erachtens, dass wir da eigentlich hätten sagen müssen, klar, wir hatten es mal begrenzt, ihr könnt es auch machen, Dann wären die Briten heute noch in der EU, weil wir sind, glaube ich, neben den Briten, glaube ich, die Größten, die darunter leiden, dass die Briten nicht mehr dabei sind. Als kleiner Exkurs, weil ich glaube, die Briten als eine Stimme für marktwirtschaftliche Freiheit und für Privateigentumsschutz und so weiter, hätte uns in der EU immer gut getan. Hat uns auch in der Vergangenheit vor einigen Blödsinn bewahrt, wenn man sich getraut haben, uns gegen Franzosen andere zu stellen. Das ist nur als kleiner Exkurs ein anderer Punkt. Ich glaube, die Wahl in Polen könnte man schon sagen, passt auch in das Bild hinein. Das war meine Interpretation, weil natürlich die Polen, du hast das Stichwort Migration schon gegeben, natürlich sehen, was die Migration für Herausforderungen mit sich bringt. Ich habe PISA erwähnt. PISA hat sich deutlich gemacht, deutlich verbessert. Wir sind ja abgestürzt letztes Mal, wenn du die Zahlen genauer anschaust, da sind wir abgestürzt. Das hatten wir auch schon im Podcast diskutiert, weil das deutsche Schulsystem sich besonders schwer tut mit Kindern aus bildungsfernen Schichten, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Wenn du natürlich eine Zuwanderung hast, vor allem aus bildungsfernen Schichten, dann hat das natürlich genau diesen Effekt, dass die Schulen das nicht schaffen. Klammer auf, es gibt ganz tolle Lehrer, es gibt ganz tolle Schulen, immer mit Ausnahmen, nicht missverstehen, liebe Hörerinnen und Hörer. Aber im Schnitt muss man einfach sagen, sagen Sie PISA Studie auch, dass in Deutschland der Unterschied der Leistung zwischen Kinder mit und ohne Migrationshintergrund eklatant groß ist und größer ist an den meisten anderen Ländern. Ich glaube, wenn die Polen das so sehen und wie bewahren wir unseren Erfolg? Dann kann es schon sein, dass sie sagen, wir wollen eher quasi uns als Nation erhalten, was ja auch, letzter Satz dazu sicherlich mit der Historie zu tun hat, weil vergiss nicht, Polen wurde oft genug von den Nachbarn uns natürlich geteilt, besetzt und sonst was. Insofern kann man sehr gut nachvollziehen, dass man da Jetzt haben wir die Nation und wir sind national stolz und wir wollen die auch in der Form erhalten.
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Ich finde den Patriotismus der Polen aber sehr aufgeklärt. Ich weiß nicht, ob ich hier schon mal im Podcast darüber gesprochen habe. Ich hatte das große Vergnügen, Radoslaw Sikorsky 2 dreimal zu treffen. Das ist der polnische Außenminister, das ist ein derart weltläufiger Politiker, wie ich ihn eigentlich in Deutschland überhaupt nicht kenne. Der hat auch eine britische Staatsbürgerschaft und er hat für den Spectator, den Observer geschrieben, war Reporter, ist mit Ann Appelbaum, der amerikanischen Historikerin, verheiratet. Der Typ ist einfach eine absolute Granate und wenn man ihn über Europa und Wirtschaft reden hört, dann hat es so viel angelsächsischen Common Sense, der dann auch erklärt, warum die Amerikaner, wenn sie über das Old Europe und New Europe reden, immer die Polen so als Vorbild haben, was die Verteidigungsausgaben betrifft, wie klar die da sortiert sind, auch wenn es eine ungeheure Belastung ihrer Etats ist, was die jetzt übrigens auch an heroischen Dingen geleistet haben in der Integration der ukrainischen Flüchtlinge. Also die höchste Zahl anteilig an der Bevölkerung an ukrainischen Flüchtlingen gibt es natürlich in Polen. Da gibt es eine enge Verknüpfung. Da gibt es ja sozusagen einen gemeinsamen Kulturraum im Südosten Polens und im Nordwesten Ukraine. Und ich finde, die Polen zeigen machen nicht reden oder wenn man redet, eben auch machen und damit strahlen sie in Europa heraus. Ich freue mich immer, wenn die Polen in irgendwelchen Debatten was zu sagen haben und wer mal hören will, wie man über Europa nachdenken kann, googelt Radoslaw Sikorsky reden zur EU und dann kann ich nur hören und staunen. Jetzt kommen wir aber zu einer super Nachricht, die eigentlich auch so ein Joke ist. Die OECD hat eine Prognose abgegeben und sagt, Deutschland wächst bis 2026 um 1,2 Prozent und soll damit Wachstumsmotor, Originalzitat der Eurozone werden. Und da sieht man, dass man mit 900 Milliarden, also auch der Schuldenorgie der OECD gute Laune machen kann. Ich finde die Zahlen 1,2 Prozent angesichts des Einsatzes nicht sonderlich beeindruckend. Und wenn man weiß, dass das ausschließlich Staats Doping ist, ist es eigentlich eine armselige Angelegenheit. Interessant, wer auf den sozialen Medien das alles wieder vollkommen kontextfrei gefeiert hat. Gott, was soll ich sagen? Daniel, hilf mir da. Ich bin da wieder so zusammengebrochen, weil ich einfach nicht glauben kann, wie anstrengungslos man sich selbst applaudiert, auch wenn das ein beschämendes Zeugnis ist, das man bekommt.
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Ja, man hat wieder mal nur die note gesehen, das 1,2 prozentige Wachstum und nicht die Kritik, weil die OECD sagte sehr klar, dass natürlich doch Strukturreformen nötig sind, um das wirklich zu nachhaltigem Wachstum zu machen. Man spricht dann so von einem selbsttragenden Aufschwung. Halten wir mal fest, wenn wir 1,2 Prozent nächstes Jahr wachsen sollten, wären wir damit zur Wachstums Lokomotive Europas. Dann sehen wir schon mal, wie schlecht ganz Europa bestellt ist, weil wir mit 1,2 Prozent damit schon die Lokomotive wären.
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Das wird den Polen nicht gefallen, by the way. Die wollen mit drei Prozent weiter, die.
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Wachsen ja auch schneller. Und das Nächste ist natürlich, wir haben die ganzen Themen besprochen. Wir haben natürlich das Problem dieser Selbstillusionierung der Politik. Für mein liebstes Beispiel ist immer dieses Wir sind ein reiches Land. Du weißt, die Politiker haben immer ein reiches Land, wie Deutschland sollte doch, da kannst du Punkt, Punkt, Punkt Weltklima retten die Welt, Flüchtlingsfrage klären, alles drum und dran. Die Wahrheit ist, wir sind kein reiches Land. Also wir haben vielleicht hier und da noch ein bisschen was, aber eigentlich haben wir unser Land sehr substanzmässig abgewirtschaftet und haben dringenden Sanierungsbedarf. Darum gibt es ja auch die Sondervermögen. Wir haben darüber gesprochen, weshalb ich durchaus auch nicht abgeneigt war oder bin, dass so was gemacht wird. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, die Politik redet sich jetzt ja super, wir machen jetzt, wir schaffen das Wachstum und die Tatsache, dass wir Geld ausgeben, dass wir Sonderabschreibungen machen und ähnliches. Und damit ist alles gelöst. Und das ist meine große Sorge, dass das Ganze eben bei einem konjunkturellen Strohfeuer bleibt, Weil wir haben darüber gesprochen, eigentlich hätte man den ersten Haushalt richtig sanieren müssen, fokussieren müssen, bevor man schulden macht, haben wir nicht gemacht. Schon jetzt sind einige Dinge tabuisiert, die man machen möchte bezüglich längerer Lebensarbeitszeit, Reform des Rentensystems. Wir haben die Themen alle diskutiert und vor dem Hintergrund bin ich einfach skeptisch. Wir machen nichts an den strukturellen Problemen des Landes und deshalb mag es ja sein, dass wir dieses Jahr 1,2 Prozent schaffen. Vielleicht schaffen wir mehr, vielleicht schaffen wir weniger. Es kann durchaus sein, dass wir durch die Inflation ein bisschen anheizen, weil wir eben Nachfrage schaffen, ohne dafür zu sorgen, dass das Angebot da sein kann. Vor dem Hintergrund, die Politik muss natürlich was vermarkten. Ich glaube nur, es gibt eine große Gefahr, dass die Politik sich damit schon ausruht nach dem Motto, wir haben jetzt Geld, wir drucken jetzt Geld, wir verleihen uns jetzt neues Geld und dann wird das alles gelöst. Dann hat die OECD auch noch gesagt nach dem Ja, man sollte Arbeit entlasten, Faktor Arbeit entlasten, das schreiben die auch schon seit Jahren, das stimmt ja auch. Und es hat übrigens nicht nur was mit Steuern zu tun, sondern vor allem mit Sozialabgaben. Auch das haben wir diskutiert, wird ja nicht gemacht. Im Gegenteil werden die Mindestlöhne angehoben, aber die Grenzen für Minijobs und ähnliches werden nicht angepasst. Im Klartext dient vor allem dazu, dem Staat die Kassen voll zu machen und da sollte unbedingt was passieren. Da sagt die OECD, wir sollten Kapital stärker besteuern. Das finde ich immer interessant, weil ich die Frage aufwerfen würde, sollte man nicht vielleicht einen kleineren Staat haben und nicht mehr Steuern haben, sondern wo ist die Logik, unbedingt mehr Steuern zu haben? Und dann gibt es diese Vergleiche immer bezüglich der Kapitalbesteuerung, dass bei uns so wenig rüberkommt, muss man dazu sagen, dass die Vergleiche natürlich oftmals hinken. Also in Großbritannien, Beispiel zahlst du Steuer an die Kommune, dafür wird der Müll abgeholt, das ist keine extra Gebühr mehr. Also kannst du die Zahlen nicht vergleichen, weil wir haben ja die ganzen Gebühren noch. Darüber hinaus hast du ja auch gelesen, die Anzahl der Millionäre in Deutschland ist gesunken. Jetzt als aktuelle Zahlen. Generell muss man sagen, wir haben zwar die drittgrößte Anzahl der Millionäre nach USA und Japan, Dollarmillionäre, aber man muss dazu sagen, relativ zur Wirtschaftsleistung haben die Deutschen relativ wenig Privatvermögen. Also relativ Wirtschaftsleistungen haben die Franzosen, die Italiener, die Spanier mehr. Und das ist ja eigentlich der entscheidende Maßstab. Und wenn du hinterher Steuern anschaust, dann werden die Steuern immer relativ zum Bruttoinlandsprodukt gesehen und rechts zu Vermögen. Dann kann man sich nicht wundern, wenn wir relativ weniger Vermögen haben als die anderen, dass wir weniger Steuern aus Vermögen haben. Also eine Ursache beispielsweise ist eben die Teilung und der Krieg und die ganzen Sachen und natürlich die hohen Abgaben, die es den Bürgern schwer machen, Vermögen zu bilden. Egal, wir haben dasselbe gehört, was die OECD immer sagt nach dem Motto Bausteuersystem um bin ich prinzipiell dagegen. Ich würde aber eher sagen, macht den Start schlanker, effizienter und vor allem effektiver und macht euch an die Hausaufgaben, die Strukturreform durchzuführen, weil sonst mögen vielleicht 1,2 prozent wachsen bekommen und vielleicht sogar ein bisschen mehr. Aber das verpufft. Und dann komme ich eigentlich zu meinem letzten Kommentar dazu. Jetzt ist ja Klingmann ganz stolz, jetzt kommen diese Programme und Sonderabschreibungen und was weiß ich und dann setzt sich Herr Merzig ins Fernsehen und Ja, und dann in drei Jahren, dann sinkt der Körperschaftsteuersatz um ein Prozentpunkt und nach dem Deshalb kannst du heute schon investieren, weil zukünftige Gewinne werden geringer besteuert. Erste Tatsache Selbst wenn wir ein Prozent weniger Steuern haben in drei Jahren, ist die steuerliche Belastung von Unternehmen in Deutschland immer noch weit überdurchschnittlich hoch. Zweite Tatsache Guck mich an Ulf und sagt mir glaubst du allen Ernstes, 2028 werden die Steuern für Unternehmen gesenkt im Jahr vor der Bundestagswahl. Das wage ich in dieser Regierung zu bezweifeln und wer weiß schon, was bis dahin ist. Da gibt es andere Gründe, warum man gerade aufgrund von irgendwelchen Löchern diese Steuersenkung nicht vornehmen kann. Ich würde darauf basieren basierend nicht investieren und Klammer auf, ich würde auch nicht darauf basierend investieren, dass mir jetzt irgendjemand Geld dazu gibt, außer ich hatte es eh schon vor, weil ich investiere dann, wenn ich tolle Aussichten habe und für tollen Aussichten langt es noch nicht. Ein Stimmungswechsel mag sich abzeichnen. Dann würde ich Chapeau, liebe neue Regierung, finde ich super. Ich bin überhaupt nicht, will gar keine schlechte Stimmung herbeireden. Nur ich würde sagen, wenn du wirklich einen Stimmungswechsel haben möchtest, dann musst du jetzt dringend diesem Paket, was sie jetzt vorgestellt haben, Strukturreform nachschieben, damit auch die Hoffnung besteht, dass man in der Tat perspektivisch nachhaltig höhere Wachstumsraten erzielen kann.
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Amen. Natürlich hast du wie immer recht. Ich frage mich auch, wenn die OECD fordert und mahnt, ob das irgendjemand hier interessiert. Natürlich nicht. Wir haben eigentlich dieses Stadium. Ich glaube, diese Formulierung kommt für eine von dir, dass man eigentlich eine Umgehungsstraße baut um die ökonomische Realität herum mit diesem Schuldengeld, dass man einfach die reale Situation mit Schulden verkleistert und diese Strukturreformen. Nein, ich würde keinen Cent darauf wetten, dass irgendwelche kommen. Man hört da ja auch gar nichts und man hat das Gefühl, dass die Leute so sich schon wieder entspannt zurücklehnen und sagen, na, das wird schon irgendwie werden. Jeder greift gierig diese OECD Zahlen auf und guck doch mal, das läuft. Und eigentlich die konservativste Idee von Nachhaltigkeit ist doch eigentlich ernst zu nehmen, was wir an Wissen über die Bedeutung von Strukturreformen für künftigen wirtschaftlichen Erfolg und Wachstum alle gelernt haben. Das wird verdrängt. Ich sehe keine Lernkurve. Und trotz unseres wunderbaren Podcast habe ich so das Gefühl, diese Einsicht, dass es zu diesen Strukturreformen Reform kommen muss, ist durch solche vermeintlich frohen Nachrichten, wie die von der OECD eigentlich rutscht, noch weiter in den Hintergrund. Diese Zahl habe ich auch gesehen, dass es weniger Millionäre in Deutschland gibt, immer noch viele oder wie Linke sagen, immer noch viel zu viele. Ich glaube, das ist der Anfang einer Entwicklung, weil weiterhin, wie oft ich angesprochen werde von Leuten, wo geht ihr hin, was überlegt ihr euch, welches Land ist es? Also, dass die besonders wohlhabenden und erfolgreich Erfolgreichen eigentlich mit dem Land durch sind oder viele davon den Kanal voll haben, das ist, glaube ich, zweifelsfrei. Ich finde es dramatisch, weil mit jedem Millionär, der geht, geht jemand, der ein Beweis dafür ist, dass man mit seinen eigenen Anstrengungen wohlhabend und glücklich werden kann. Jetzt springen wir mal kurz weg von Deutschland und weiten wieder unseren Blick auf die globalisierte Ökonomie. Und da muss man sagen, der Dollar bröckelt. Das Foto von Elon Musk mit dem blauen Auge im Oval Office hat mich wirklich schwer betrübt und eine unserer großen Hoffnungsfiguren, glaube ich, verabschiedet sich gerade aus der politischen Landschaft. Ich glaube, er ist mit seinen intellektuellen Impulsen sehr erfolgreich gewesen. Realpolitisch sieht man, wie schwer das ist. Amerika hat den Dollarindex, wenn ich das richtig sehe, minus 9 Prozent. Das ist ganz ordentlich. Die Frage Gibt es jetzt eine Chance, den Euro stärker zu machen? Lagarde beschwört einen Global Moment. Ich glaube ja auch da nicht dran. Und wenn man sieht, dass die Ursache die Trump' sche Handelspolitik ist und der Wunsch nach einem schwachen Dollar und niedrigen Zinsen, wie soll das zusammengehen? Das kann eigentlich nur jemand wie Daniel.
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Stelter erklären, nicht in einem Podcast. Das ist, glaube ich, ein extra Podcast komplett wert. Nochmal zur Ich habe ja schon ein paar Mal hier gesagt, dass es eine gewisse Logik dafür gibt, aus der Sicht der Amerikaner zu sagen, wir müssen etwas gegen dieses Handelsbilanzdefizit tun. Es ist zu groß, einfach deshalb, weil es einhergibt einer zunehmenden Verschuldung im Ausland, die sogenannte Netto Auslandsposition. Amerikaner ist ja ein Rekorddefizit gefallen in den letzten Jahren dazu sagen, was ist da passiert? Die haben eigentlich jahrelang Defizite gehabt. Das stimmt, aber seit Corona ist es massiv eingebrochen. Da kann man wirklich richtig sehen, wie die relative Verschuldung relativ zum Ausnahmen massiv gestiegen ist. Witzigerweise. Dazu trägt übrigens der Boom am US Börse bei, weil viele nicht Amerikaner haben sich zum Beispiel die Magnificent 7 gekauft, also diese Top Aktien, die sind sehr stark hochgegangen, Der Dollar ist stark hochgegangen. Damit ist rein technisch im Prinzip ein größerer Anteil des Vermögens in Hand von Ausländern, einfach deshalb, weil Ausländer auch da investiert waren. Aber es gibt eine gewisse Logik zu Wir halten das nicht mehr auf Dauer durch. Das Zweite, was ich gesagt habe, ist, wir wissen, Währungssysteme, Weltwährungssysteme haben auch irgendwie so inhärent nicht so eine ewige Haltbarkeit. Da gibt es Umbrüche. Es gab den Goldstandard, dann gab es zwischen den Kriegen, zwischen dem ersten Zweiten Weltkrieg wieder so Versuche zu einer ja, gab es schon ein bisschen Währungskurs Stabilisierung. Dann gab es Rückkehr zum Goldstandard, da gab es eine große Depression. Nach der großen Depression hat man gesagt, so geht es nicht weiter. Bretton Woods hat dann im Prinzip alles an den Dollar gebunden, der an Gold gebunden war und dann in den er Jahren auch das aufgehoben und seitdem leben wir im Prinzip in einer Welt, wo Geld beliebig geschaffen werden kann. Und der Dollar war im Prinzip die dominante Währung, weil deren Bekannten damals dafür gesorgt haben, dass Öl in Dollar gehandelt wird. Jetzt ist natürlich so, die Amerikaner halten sich länger durch. Es gibt Zweifel an der Kreditwürdigkeit der USA, wenn du dir die Risikozuschläge anschaust. Bei Anleihen kann man fast schon sagen, das ist fast schon italienisches, französisches Niveau. Da gibt es sogenannte Credit Default Swaps, die im Prinzip okay, was kostet es mich zu versichern gegen einen Ausfall der USA? Ich frage mich immer, wer sowas kauft, weil weil die Amerikaner werden sicherlich nicht ausfallen. Im Zweifelsfall würden sie Dollar drucken, Aber egal. Wenn du diese Prämien anschaust, liegen die Prämien auf dem Niveau von Frankreich und Italien, also deutlich schlechter gerateten Staaten als in den USA. Lange Rede, kurzer Sinn, wir sind in der Umbruchphase. Die Frage Was kommt danach? Die Chinesen schaffen das nicht, weil die chinesische Währung ist nicht richtig kompatibel. Das ist kein richtiger freier Kapitalmarkt. Ich glaube nicht, dass wir alle sagen werden, okay, wir schaffen unsere Ersparnisse im Falle von Sorgen nach China. So weit glaube ich, sind wir nicht. Schließlich ist China ja kein Staat, wo man sich auf die Schutzeigentums verlassen kann. Da können wir alle in die Schweiz gehen. Geht natürlich nicht viel zu kleiner Markt. Und jetzt kann natürlich kommt der Euro und du musst wissen, das war ja schon vor über 20 Jahren die Hoffnung, dass der Euro das hört. Die Wahrheit ist natürlich, du brauchst dafür natürlich einen einheitlichen Mittelmarkt, einheitlichen Kapitalmarkt. Du brauchst vor allem eine starke Wirtschaft, eine florierende Wirtschaft, wo auch Zukunft ist. Das sehe ich jetzt nicht so. Wenn alle Investoren oh, wir gehen aus den USA raus, wir möchten nach Europa. Das klingt ja alles schön und gut. Ich glaube in Zukunft trotzdem werden da viel mehr Investitionsmöglichkeiten, viel mehr Chancen in den USA liegen als in Europa. Vor dem Hintergrund bin ich ganz skeptisch. Letzter Satz noch, da wird sofort Was müssen wir dafür haben? Wir brauchen quasi dafür ein sogenanntes Safe Asset. Ein Safe Asset ist im Prinzip heute die US Staatsanleihe. Du kannst im Prinzip sagen, wenn du US Treasury buildst, hast du kurzlaufende Staatsanleihen. Das ist wie Geld. Besseres Geld gibt es gar nicht von jemandem der nicht pleite gehen kann. Und dann muss man im Prinzip sowas in Europa auch haben. Gibt es aber gibt es zu wenig, weil nämlich nur deutsche Staatsanleihen dieses Trading haben. Die anderen sind schlechter angesehen und dann wird immer Wir brauchen viel mehr Safe Assets, also Klartext, wir brauchen Eurobonds. Also Klartext brauchen wir den deutschen Steuerzahler, der für die Jena und die Franzosen eintritt, damit wir das hinbekommen. Dann siehst du schon, wo das Ganze meines Erachtens daran leidet. Zum einen hielt ich es für falsch, wenn wir das tun, warum sollten wir das tun? Wir haben höhere Zinskosten bei uns und kein Vorteil. Das Zweite ist aber noch, dass natürlich dann die grundlegenden Probleme Europas ganz offensichtlich sind, wenn du eine Anleihe kaufst, die im Prinzip die Mischung aller Problemländer mit beinhaltet. Und dann musst du natürlich die Frage aufwerfen, welches ist eigentlich jetzt das cleanest shirt, würden die Amerikaner sagen, Welches ist sozusagen das Hemd, was am wenigsten dreckig ist? Und da würde ich persönlich sagen, wahrscheinlich trotz allem noch die USA. Also vor dem Ich glaube nicht, dass der Euro jetzt hier die neue Weltwährung wird. Man kann versuchen, ein bisschen quasi zu einer multipolaren Welt zu gehen, aber ich glaube nicht, dass das die Chance von Euro ist. Jetzt atmest du so ganz fest, weil ich so viel gesagt habe. Ulf up to you.
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Ne, ich atme schwer, weil ich gerade noch mal an die Geschichte im Wall Street Journal, glaube ich war das oder war es FT über deutsche Bürokratie und wie kaputt das ist, was wolltest du Journaling Und das war wirklich schockierend zu lesen. Und dann denke ich an die Preise, die gerade überall Frau von der Leyen bekommt. Und warum seufze ich da? Weil ich immer und immer wieder in Erinnerung rufen will in diesem Podcast und all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zu sagen, dass der Dollar seine Dominanz dadurch bekommen hat, dass es eben keine Bürokratie im Zweifel gab, dass man nicht wie Frau von der Leyen für ein europäisches Regime, und das meine ich in Anführungszeichen, was überbürokratisiert, überreguliert, mit einem unfassbaren Wasserkopf in Brüssel versehen. Also dass wir eigentlich jede Woche weiter wegrutschen von dem, was als hungrige, freiheitsverrückte, gnadenlos ambitionierte Attitude notwendig ist, um so ein Reich aufzubauen, wie Amerika, das als kapitalistisches Reich mit dem Dollar an der Spitze aufgebaut hat und dieses nicht einsehen wollen, dass es um eine Haltung geht, um ein Akzeptieren, dass es auch darwinistische Aspekte hat im Kapitalismus, dass das auch wie in den amerikanischen Western und in den amerikanischen Mafia-Filmen und in Filmen. Wie Wolf of Wall Street auch mit toxischer Männlichkeit möglicherweise zu tun hat. Also dass wir immer noch nicht kapiert haben, dieser amerikanische Erfolg und auch das, wofür der Dollar steht, dass man das nicht einfach auf so eine woke politisch kommt, korrekte Bürokratie und staatsfixierte Art irgendwie so einholen kann. Das passt nicht zusammen. Europa wird nie diese Rolle spielen können, wenn es nicht endlich lernt, dass man sich grundsätzlich verändern kann. Und dann sieht man ja, wir haben heute vorab gedruckt, die, wie ich finde, beeindruckend vernünftige Autobiografie von Giorgia Meloni, wie schwer sich auch so dieser politische Mainstream in Brüssel tut und die alten, vermeintlich super erfolgreichen Länder, Ländern in Europa, die eigentlich fragil sind, machtpolitisch, Deutschland mit einer fragilen kleinen Koalition, Macron, der auf Abruf ist. Wir sehen, dass selbst Polen, wo man gedacht hat, man wird sich liberal konservativ da jetzt stabilisieren. Es gibt genug Menschen in Europa, die immer größere Zweifel haben, ob dieser Weg, auch der EU, wie wir ihn gehen, mit der Erweiterung und Vertiefung gleichzeitig uns, uns wirtschaftlich alle zusammen wohlhabender macht. Wenn diese Erzählung nicht einfach mal in Frage gestellt werden kann, ohne dass man mit dem Label ja, der ist ein Anti Europäer versehen wird, dann weiß ich es auch nicht. Aber vielleicht hilft uns ja auch unser nächstes Thema, was deutlich macht, dass die Herausforderungen Europas weniger das sind. Ob man jetzt weiter kulturkämpferisch irgendwelche woken Themen macht, die Fahrradwege soll man jetzt wie das Gesundheitsministerium grillen und Alkoholgenuss oder auch Kaffeegenuss im Sommer untersagen und all diese ganzen Bullshit Themen, die nicht aufhören, auf die Leute runterzuprasseln. Das ist ein Europa, das ist nicht zukunftsfähig. Schnitt China eine absolute reale Dystopie. Also das Social Scoring ist für mich als Liberalen der absolut absolute Horror. Fünfmal bei Rot über die Fußgängerampel, alles wird erfasst und du kannst nicht mehr irgendwo hinfliegen. Und dieses dystopische, kaputte chinesische System hat unfassbaren geostrategischen, aber auch ökonomischen Ehrgeiz. Die Deutschen waren die hilfreichen Idioten in manchen Unternehmen, haben denen praktisch die Copyrights ihrer innovativsten autotechnologien geschenkt. Die ICEs, die nicht gebaut hatten, wurden dort gebaut.
C
Kurzum Magnetschwebebahn oder wir haben die Industrieroboter verkauft und jetzt werden die Chinesen Marktführer weltweit bei Industrieroboter.
A
Wir haben die Chinesen stark gemacht und jetzt wollen sie ins All. Und es ist beeindruckend, wie groß die das denken und sich vornehmen. Und da frage ich mich und wo ist da Europa? Nirgendwo, aber wir schimpfen über Elon Musk, der SpaceX hinbekommen hat. Wie siehst du das, Daniel?
C
Na gut, scherzhaft könnte ich sagen, wahrscheinlich werden wir ganz die Ersten sein, die irgendwie die Nutzung von Internet aus dem All regulieren. Ich glaube, da braucht man erst mal eine Regulierung. Ich würde Brüssel schon mal die Nachricht schicken. Setzt schon mal ein Team ein, welches sich mit der Regulierung beschäftigt. Du Spaß beiseite. Ich meine, wir haben alle die Artikel gelesen oder die Nachrichten gelesen. Es ist total beeindruckend, was da gemacht wird. Quasi Cloud Computing und KI im All. Also du machst im Prinzip ein Rechenzentrum im All, damit du dort übrigens auch klimaneutral, weil rund um die Uhr Sonne praktisch im All plus Umfeld ist kalt, du musst nicht irgendwas kühlen, kannst du da riesen Rechner gleichen Leistung quasi im All stattfinden lassen und aufgeschrieben, Du hast die Möglichkeit, bei einem so einem Satellit könntest du Teslas gleichzeitig autonom fahren lassen, so als mal eine Rechnung, was sozusagen passiert. Also total beeindruckend. Und das passt natürlich ins Bild. Schau mal, China hat massiv in Bildung investiert, hat massiv von uns gelernt, hat das gemacht, was die Japaner auch gemacht haben. Erst haben sie geklaut und nachgebaut und haben es weiterentwickelt. Wir haben es ja schon mal diskutiert. Nach diesem Tracker für Kerntechnologien der Zukunft ist China, glaube ich, in 38 von 45 führend, bei einigen schon fast dominant, nicht mehr einholbar führend. Heute kamen ja auch die Schlagzeilen, dass in einigen deutschen Unternehmen bereits die Produktion zurückgeführt werden muss, weil die seltenen Erden aus China nicht mehr kommen. Es sind seltene Erden kein Hightech Produkt. Man muss sie halt nur machen. Also vor dem China hat da was aufgebaut und das passt natürlich auch so ein bisschen zu dem Thema mit den USA von vorher. Wir haben einen geopolitischen Konflikt. Wenn du China dir anschaust, die fühlen sich von Feinden umzingelt. Da ist also zum einen, da ist dann mit innen haben sie immer Konflikte, mit Vietnam haben sie immer Konflikte, mit Russland ist so ein bisschen lala, aber so richtig gut sind die auch nicht drauf anzusprechen. Und auf der Mehrseite, über die vor allem auch die Energiezufuhr, Lieferung kommt, Öl und Kohle, da sind sie immer gefährdet durch amerikanische Blockaden. Also vor dem Hintergrund haben die gesagt, wir müssen ganz viel tun, um in Autonomie zu investieren. Und das ist ja auch der Grund, warum die, was erneuerbare Energien so aggressiv sind, aber auch so viel Kohlekraftwerke bauen, so Atomkraftwerke bauen. Die wollen im Prinzip sich unabhängiger machen vom Ausland und sie wollen gleichzeitig technologisch natürlich Standards. Darum ist das schon interessant. Die Amerikaner machen den Wettlauf ins All, die Chinesen gehen da rein mit ganz innovativen Konzepten und ja, die Europäer machen auch was und die Europäer, ja, wir sind dann effizienter und es dauert ein bisschen länger und so weiter. Aber das ist natürlich vom Ansatz her nicht zu vergleichen mit dem, was China macht. Was ich auch interessant finde, ist, dass China ja nicht der VEB Weltraum macht das jetzt, sondern die sagen im Prinzip privatwirtschaftlich organisiert, wir backen das, die staatlichen Banken geben Kredite, Finanzierung, aber privatwirtschaftlich organisiert, so als Wettrennen auch dieses Wochenende Elektromobilität gemacht haben. Das ist einfach super smart, aber das weckt natürlich alles zusammen. Du hast eine leistungsbereite Gesellschaft, du hast eine politische Führung, die richtigerweise gesagt hast, diktatorisch ist, aber durchaus auch qualifiziert ist und du hast im Prinzip eine Vision, bestimmte Dinge richtig groß zu denken. Und das fehlt uns einfach alles. Und weißt du, wenn du PISA anschaust, andere Dinge anschaust, wenn du natürlich Schüler hast, Kinder hast, die nicht mehr rechnen können, dann brauchst du nicht davon zu träumen, dass du den Weltraum dominierst.
A
Das stimmt alles. Für mich ist weiterhin und du siehst, ich kau eigentlich immer und immer wieder an demselben großen Knochen. Wie kann man das nur alles in all den Debatten so wegignorieren? Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, habe ich mich ja am Freitagabend gewissermaßen in die Höhle der Kulturlinken in Wien geworfen und habe da eine vergleichsweise umstrittene Rede gehalten, die für einen riesigen Eklat gesorgt hat. Und da sind hochintelligente Menschen und all das, was wir hier besprechen, interessiert die einfach gar nicht, weil sie ihre eigenen Theater, Literaturhäuser, Produktionsstätten für Film, postkoloniale Kunst und was auch immer für den Nabel der Welt haben und aufgehört haben, sich für das zu interessieren, was der größere Rahmen dieser Praxis ist, nämlich oft genug steuerfinanziert und irgendwo muss dieses Geld ja herkommen. Also eigentlich ist es eine regressive Haltung unserer Kultur, sich vor diesen Herausforderungen wegzuducken. Wir wollen gegen Putin anstinken und haben nicht gelernt, dass es um Wehrhaftigkeit geht, die auch die Umarmung zum Beispiel von toxischer Männlichkeit bedeutet und dem Krieger, den wir dann brauchen, wenn hinter den großen, auch ökosozialen Wehrhaftigkeitsfloskeln realpolitisch irgendwas stehen soll. Wir sehen in der Konfrontation mit China, dass dort die Feinde der Freiheit sind und weniger bei Donald Trump. Und gleichzeitig gibt es in Deutschland ungefähr Titel, die Elon Musk, Donald Trump mit all dem, was wir in den Wahlkämpfen immer und immer wieder Das ist die große Gefahr. Dann kommt noch My Lai und so. Auch jetzt wieder ist es ein Spiegeltitel mit Game over Mask, die totale Fixierung auf Amerika, was unsere Freunde sind, die wertemässig bei uns sind, die wie J. D. Vance zu Recht auf Meinungsfreiheit pochen, die, wie J. D. Vance sagt, zu Recht auf Innovation als Grundlage von allen pochen. Und wir ignorieren komplett, dass die Chinesen beeindruckend ehrgeizig in vielen Punkten an uns vorüberziehen. Du hattest ja schon mal einen australischen, glaube ich, Zukunftsreport zitiert, wo man sieht unter den Hunderten von Zukunftswachstumstechnologien, dass die Chinesen uns da schon uneinholbar weggerannt sind. Ich höre von immer mehr Jungs und Mädels, die bei der deutschen und europäischen Autoindustrie arbeiten, in wichtigen Funktionen sagen Leider sind die chinesischen Autos, die wurden vor 10 Jahren noch so als Witz in Autovergleichstests geschickt. Jetzt muss man Wow, die sind im Zweifelsfall richtig gut geworden zu einem ganz anderen Preispunkt. Kurzum, dieser Reality Check findet einfach in den Debatten nicht statt. Stattdessen wir haben vergangenes Mal über die absurden Ökonomendiskussion gesprochen. Ich könnte jetzt wieder was über neueste Fratzscher Tweets sagen, fehlt mir aber die Laune und der Blick auf die Uhr. Ulf, hör auf damit, weil wir haben ja unsere neue Lieblings und die heiß Ist das mega oder kann das weg?
B
Ist das mega oder kann das weg?
A
Und die kommt in diesem Fall von Markus. Und der Markus, indem wir ihn Markus nennen, ist schon Teil des Problems. Es geht nämlich siezen. Ist das mega oder kann das weg? Ich finde Siezen super. Und auch wenn wir hier beschlossen haben, dass wir uns alle total modern duzen und es irre angelsächsisch auch ist, was ich ja auch begrüße, dass wir alle so locker drauf sind und der jährige Chef duzt den jährigen, jährigen Werkstudenten und alle sind irre locker drauf. Das ist sozusagen die semantische Entsprechung zum weißen Turnschuh, den man aus dem Sportstudio kennt. Ich freue mich über ein kultiviertes Siezen. Ich finde auch nicht, dass es Distanz herstellt, sondern einfach nur Luft zum Atmen. Ich finde Siezen ist eine Form kühler Konversation, die manchmal sehr, sehr hilfreich ist. Und manchmal erscheint mir das Duzen wie so ein ausgetretene Badeschlappe, wo man halt kommunikativ über den Gang schlurft. Aber vielleicht ist der respektvolle Umgang mit dem Sie etwas, was Gespräche aufwertet. Deswegen finde ich, rettet das Sie. Niemand soll es benutzen müssen. Für uns Liberale ja eh klar, wir wollen niemanden zum Sie zwingen. Aber wenn jetzt das Sie so abgeschöpft werden soll, wie es zum Beispiel in Dänemark passiert ist im Laufe der ER Jahre, da gibt es kein Sie mehr in dem Sinne, dann fände ich es eigentlich traurig. Und du, lieber Daniel, bei mir so gemischt.
C
Also zum einen ist es so, ich finde es befremdlich, wenn ich irgendwo hinkomme und spontan geduzt werde im Restaurant oder irgendwie sowas, gerade in so etwas, desto feiner das Restaurant, desto eher bin ich dann verwundert einfach. Dazu bin ich einfach schon ein bisschen deutlich älter als derjenige, der mich dann gerade duzt. Manchmal sage ich mir come on. Eigentlich nicht, weil da wünsche ich mir manchmal eine gewisse Distanz. Ich habe irgendwie ein kluger Mannschaft mal gesagt, man sagt sehr leicht du Loch, aber man sagt nicht so sie. Normalerweise nicht, weil hat man schon ein bisschen mehr Disziplin, was die Sprache betrifft, wenn man sie bleibt Auf der anderen Seite habe ich natürlich die Mehrzahl meines Berufslebens, praktisch mein ganzes Berufsleben, ja in einer anerkannten Beratungsfirma verbracht und da duzt man sich selbstverständlich mit allen bis zum CEO, ist gar kein Problem. Okay, Im Zweifelsfall ist CEO ein englischsprachiges, aktuell ist sogar ein deutscher. Insofern würde trotzdem du sagen und da kann die Sekretärin du sagen, die Rezeption müssen alle sagen, du und ich muss dazu sagen, in dem Kontext, wo man ja so intensiv auch im Team zusammenarbeitet, Stunden lange Arbeitszeiten, mal am Wochenende und so weiter, da ist das schon gut, weil da gelingt man ja um die beste Lösung. Weißt du, du willst ja in so einer Teamsitzung, willst du die beste Lösung haben und da hilft Hierarchie nicht. Da muss es auch möglich sein, dass derjenige, der gerade vor einer Woche angefangen hat, dann zu dem Seniorpartner sagt, weißt du, keine Ahnung, Ulf, konkret, das sehe ich jetzt mal ganz anders Und da hilft das, glaube ich schon. Von dem Hintergrund habe ich gemischte Sache. Ich glaube, wenn es zur Firmenkultur passt und zum Umfeld passt, bin ich sehr dafür zu duzen. Ansonsten bin ich auch der Auffassung, wir sollten es nicht über Bord werfen. Abgesehen davon halte ich gar nichts von oktroyierten Dingen nach dem Motto, wir beschließen jetzt in Deutschland, nachdem wir das Gendern schon eingeführt haben, wir schaffen das sie ab. Also wie gesagt, ich gender nicht, haben sie alle mitbekommen und ich bleibe auch dabei. Das kann ich mir einfach nicht merken. Vor allem, ja egal, das machen wir jetzt nicht in dem Thema, aber ich würde sagen, das ist ein bisschen meine Haltung. Ich glaube, es ist gut, beides zu haben und es kommt drauf an.
B
Habt ihr einen Vorschlag für ist das mega oder kann das weg? Sendet ihn uns an, megaelt de gut.
A
Wer will, dass wir uns richtig streiten beim nächsten Mal? Das war ja ein versöhnliches. Wir waren uns eigentlich in unserer Horror Differenziertheit sehr ähnlich. Sie, lieber Herr Stelter und der Ulfi haben das ganz ähnlich gesehen und ich gender natürlich wahnsinnig gern, weil ich weiß, dass alle Hörerinnen das auch wirklich lieben, wenn ich es tue. In diesem Sinne, vielen Dank, viel Spaß, es bleibt spannend und bis zum nächsten Mal.
C
Bis zum nächsten Mal.
B
Das war Make Economy Great again. Hast du Fragen anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Episode: Polens Erfolg – Europas Provokation?
Date: June 4, 2025
Hosts: Ulf Poschardt (A/B), Daniel Stelter (C)
In dieser Folge diskutieren WELT-Herausgeber Ulf Poschardt und Ökonom Daniel Stelter, warum Polen in den letzten Jahren zum wirtschaftlichen Erfolg geworden ist und was Deutschland und Europa davon lernen könnten. Sie nehmen Polens Boom als Ausgangspunkt, analysieren die Unterschiede zu Deutschland und thematisieren, wie Mentalitäten, historische Erfahrungen sowie wirtschafts- und bildungspolitische Entscheidungen unterschiedliche Pfade verursachen. Gleichzeitig beleuchten sie strukturelle Probleme Deutschlands und die Rolle Europas in einer globalisierten und technologisch herausfordernden Welt.
Zitat:
"Die Polen sind eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. ... Es ist einfach kein Zufall. Die Polen haben auf die Wirtschaft gesetzt, haben liberalisiert, eine positive Einstellung zum Kapitalismus und zum Erfolg."
— Daniel Stelter (06:25)
Zitat:
"Polen zeigen: machen, nicht reden. Wenn man reden will, dann auch machen – damit strahlen sie in Europa heraus."
— Ulf Poschardt (15:13)
Zitat:
"Wenn du wirklich einen Stimmungswechsel haben möchtest, dann musst du jetzt dringend diesem Paket ... Strukturreform nachschieben."
— Daniel Stelter (23:35)
Zitat:
"Die Chinesen investieren in Bildung, bauen Technologien und holen uns uneinholbar ein. ... Vom Ansatz her nicht zu vergleichen mit dem, was China macht."
— Daniel Stelter (37:15)
Über den polnischen Spirit:
„Fleißiger Pole mit eigenem Auto sucht Arbeit. ... Damals haben die Deutschen darüber gelacht. ... Heute ist klar, die Polen sind eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.“
— Daniel Stelter (03:41)
Über die deutsche Selbsttäuschung:
„Die Politik redet sich jetzt ... wir machen jetzt, wir schaffen das Wachstum ... wir drucken jetzt Geld, ... und dann ist alles gelöst. ... Ich glaube nur, es gibt eine große Gefahr, dass die Politik sich damit schon ausruht.“
— Daniel Stelter (18:48)
Über das Verhältnis EU-Osteuropa:
„Die europäische Mainstream-Elite ... stößt den Polen ... mit ihrer Großkotzigkeit und Klugscheißerei einfach zu sehr vor den Kopf und bringt damit immer wieder den rechten Rand ins Spiel.“
— Ulf Poschardt (11:52)
Über Innovation in China vs. Deutschland:
„China, die politische Führung ist diktatorisch, aber durchaus qualifiziert, und sie haben im Prinzip eine Vision, bestimmte Dinge richtig groß zu denken. Und das fehlt uns einfach alles.“
— Daniel Stelter (38:44)
| Zeit | Thema / Inhalt | |---------|-------------------------------------------------------------| | 00:58–07:00 | Polens wirtschaftlicher Aufstieg, Effizienzklassen, Bildung, Kapitalismus | | 07:45–11:00 | Historische Prägungen, Freiheitsliebe, Migration, deutsche Wahrnehmung | | 12:08–15:18 | Erklärungen für den polnischen Rechtsruck, Patriotismus, Migration | | 15:18–19:00 | Deutscher und polnischer Patriotismus, Radosław Sikorski, OECD-Prognose | | 18:18–23:52 | OECD-Prognose, Politik der Illusionen, Steuerbelastung, Vermögen | | 23:52–26:57 | Millionärsabwanderung, globale Wirtschaftstrends, Dollar/Euro | | 26:57–35:40 | Dollar als Weltwährung, Grenzen des Euro, EU-Bürokratie, US und China | | 35:40–39:25 | Chinas technologische Offensive, Innovationsmentalität, geopolitische Strategie | | 39:25–42:42 | (Deutsche) Realitätsverweigerung, Kulturkampf, Zukunftstechnologien | | 42:42–46:30 | „Ist das mega oder kann das weg?“: Siezen vs. Duzen, Unternehmenskultur | | 46:30–46:58 | Feedback, Ausblick und Verabschiedung |
Die Hosts zeichnen im Wechselspiel von Anekdoten, Zahlen und geopolitischen Szenarien nach, wieso Polens Erfolgsformel in der Mentalität, Bildungs- und Wirtschaftspolitik liegt, und warum Deutschland wie ganz Europa im Vergleich an Schwung verliert. Sie kritisieren insbesondere soziales Ressentiment und Reformverweigerung in der deutschen Politik, während sie Polen als inspirierendes Gegenmodell anführen. Die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas wackelt gegen China und die USA – das größte Problem: ein Mangel an echter Veränderungsbereitschaft und wirtschaftlicher Ambition.
Kernbotschaft:
Polens Erfolg provoziert nicht, sondern motiviert – und ist eine Einladung, von Nachbarn zu lernen. Deutschland und Europa müssen Mut zu Strukturreformen haben, um nicht den Anschluss zu verpassen.