
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Guten Morgen, guten Mittag, gute Nacht. Hier ist unser Lieblingspodcast, der am Wochenende wirklich eine sehr gute Zeitreise hinter sich gebracht hat. Wir konnten nämlich zurückreisen 100 Jahre in die Anfänge der sozialistischen Arbeiterbewegung und kommunistischer Parteien. Der Parteitag der Linkspartei hat uns sehr fasziniert und und da gucken wir noch mal drauf, was waren die interessantesten Forderungen? Wie kommt es so weit, dass so eine Linkspartei derart radikal geworden ist? Dann hatten wir eine Art vermeintlichen Durchbruch in der Renten und Sozialversicherungsreformdebatte. Die klassischen Claqueure der Berliner Republik sagen, das ist die beste Reform seit Jahrzehnten. Originalton von sehr bekannten Journalisten. Und es sind auch ein paar Leute aus der Politik, die ganz besoffen sind über diese fantastische Meisterleistung der Realpolitik und der Experten. Und dann müssen wir doch noch mal Und ich weiß, es gibt immer wieder die Hörerinnen und Hörer, die Ach Daniel, ach Ulf, ihr habt immer so viel schlechte Daten und Zahlen. Wir können einfach nicht anders. Wir gucken einfach mal drauf. Bislang war in der Autoindustrie gab es die Unternehmen, die wirklich katastrophal dastanden. Das waren zuletzt vor allem die Marken des VW Konzerns. Und eine Marke war bislang tankte dadurch mit sehr guten Produkten, auch auf der letzten IAA gefeiert, von Wirtschafts Autojournalisten immer sehr gelobt. Und jetzt hat es auch BMW richtig erwischt. Und es gibt Ein Zitat des Audi CEOs, das viele Leute sehr hellhörig gemacht hat. Und dann blicken wir auch noch mal auf die nicht so schönen Zahlen, um nicht zu sagen die verheerenden Zahlen oder wie Daniel sagen würde, Teil des Absturzes. Und zwar die Zahl der Insolvenzen, die einfach weiter steigt. Jetzt den höchsten Stand seit 2013 fast. Unternehmer mussten im ersten Halbjahr Insolvenz anmelden.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötigen.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Ulf Poschard
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und mit dieser irre guten Laune mit den Zahlen, Fakten und Daten. Sau, lieber Daniel.
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Hallo lieber Ulf. Ja, in der Tat, traurige Nachrichten. Gut, ich meine, Rente werden wir diskutieren. Vielleicht ist ja nicht alles schlecht. Insofern, aber klar, die Zahlen sind nicht gut.
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Wie ging es dir denn? Also ich habe ja das Wochenende seit langem mal wieder einen Parteitag wirklich umfänglich als eine Art Netflix Entertainment Show mir angeguckt, und zwar den Bundesparteitag der sogenannten Linken. Die müssten ja eigentlich die Links außen heißen, weil neben so bizarren, wunderbaren Forderungen wie Bordellverbot, Genosse Pantisanu, willst du wirklich noch ein Freier sein? Also solche Anträge, da hat man natürlich wirklich viel Spaß. By the way, es war der Kreisverband Köln, der forderte ein striktes Bordellverbot für Parteimitglieder. Ich finde auch toll, dass die Paternalisierung der Linken auch dahin geht. Also du kannst zum Beispiel als Linker darfst du nicht in den Puff gehen und man stelle sich diese wunderbaren, amüsanten Parteiausschlussverfahren vor, wo dann eine Ermittlung herausfinden muss, was er denn da getrieben hat. Im wahrsten Sinne des Wortes war lustig, keine echten Tiere im Zoo. Die Arbeitsgruppe Tierrechte plädierte für die Schließung sämtlicher Zoos und Aquarien und auch Streichelzoos. Ist glaube ich, auch eines der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Und da bin ich endlich wieder habe ich Mensch, wieso reden wir über solche wichtigen Themen nicht? Die Ökologische Plattform hat einen ganz wichtigen Antrag, dass man Algen statt Fleisch traditionelle Grundnahrungsmittel sollten verbannt werden als veraltet und steuerbefreit, sollten stattdessen nur noch Produkte wie Algen, Hülsenfrüchte und Gemüse sein. Dann gab es lustige Sachen, künftig nicht mehr gegen die Gesetze der Physik verstoßen zu dürfen. Strikte Queerquote auf Bundesebene. Und dann bleibt einem der Humor schon im Halse stecken wollen, die auch absolute linksextremisten, die den 7. Oktober 2023 der Hamas gefeiert haben, wie Ramses Kilani, der ist aus der Partei ausgeschlossen worden, der soll zurückkommen an solchen Anträgen. Und da gab es wirklich nicht die 5 oder 8, die ich gerade genannt hab, sondern es gab Dutzende. Also es gab auch den Antrag eines erregten jungen Kollegen, dass es de facto faschistisch ist, wenn man das Deutschlandspiel streamt, weil die FIFA faschistisch ist. Das war wirklich geil. Und dass man ernsthaft mal in der sogenannten konservativen Volksparteiunion so etwas, so einen kompletten politisch intellektuellen Müll als potenziellen Koalitionspartner gesehen hat. Ich habe mir das angeguckt und ich musste wirklich zum Teil wirklich lachen. Kurzum, das war eine nach links außen komplett entfesselte Partei, wo man sich amüsieren kann, ist es aber folgendes vollkommen klar, diese Partei, wenn die Macht bekommt, wird es Enteignungen geben, wird es Vergesellschaftungen geben, wird es am Ende, das habe ich ja schon einmal gesagt, da haben sich die Linken furchtbar aufgehoben. So lustig und bizarr sieht es am Anfang immer aus. Am Ende stehen Schießbefehl und Gulag. Ja, so steht man am Ende da und staunt, dass so viele Leute überrascht sind, wie irre die Linkspartei ist. Ich hatte darüber nie einen Zweifel. In der Union gab es einige mit Zweifel und auch jetzt würde Daniel wieder sagen, ja, dein Freund Lars, also die SPD koaliert ja mit denen, die Grünen koalieren mit denen. Und so schlimm die Diskussion auch für Teile der Linken gewesen sein mag, weder in der SPD noch bei den Grünen noch in der Union, die sich in Thüringen und Sachsen von der Linkspartei tolerieren lässt. Gibt es irgendwelche Anstrengungen, diese Art von Zusammenarbeit mit einer extremen Partei? Ich habe das Thema Antisemitismus ausgeklammert, weil es war schauerlich. Es war eigentlich wie bei den Nazis. Daniel, hat es dich überrascht oder warst du so wie ich eigentlich auch? Man weiß, dass sie so sind, aber man ist doch amüsiert, dass sie noch verrückter sind, als man denkt.
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Überrascht hat es mich nicht. Ich meine, wir sind ja öfters mal in Berlin, da siehst du das ja ständig als Forderungen bei den ganzen Listen, die du aufgeführt hast. Ich meine vor allem die Enteignungsthematiken und die Feindschaft gegenüber unserer Wirtschaftsordnung, unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung natürlich eklatant. Vielleicht einen Aspekt würde ich schon ansprechen mit dem Thema Bordellverbot. Ich glaube schon, jetzt gebe ich den Linkspartei da nicht recht, aber ich glaube schon, dass wir in Deutschland da noch mal grundlegend drüber nachdenken müssen, wie wir umgehen, weil ich glaube, wir haben mit die, jetzt kann man sagen, in Anführungsstrichen liberalste Regelung und wir wissen, dass es natürlich da auch schreckliche Fälle gibt von Ausbeutung und Ähnlichem. Ich glaube insofern, das Thema muss man schon mal adressieren. Ich weiß nicht, ob es so weit gehen muss, wie in Schweden, da ist ja faktisch schon Verbot in Kraft. Aber ich glaube schon, dass das ein Thema ist, wo ich persönlich sagen würde, ja, es verdient der Bearbeitung. Das heißt für mich nicht um dieses Verbot. Aber da, wie gesagt, bei dem Markt, weil es eben kein richtig ordentlicher Markt ist, das ist so ein bisschen wie Drogen und so weiter, wo du halt sagen musst, da gibt es bestimmte Marktverzerrungen, die dazu führen, dass es eben nicht ein echter Markt ist, sondern wirklich ein Marktversagen da ist. Da kann man wirklich drüber diskutieren, finde ich, sollte man noch mal diskutieren. Ich meine, es gibt ja einige, die sagen, wir sind das Modell Europas. Ich glaube, vor dem Hintergrund sollte man schon drüber nachdenken, ob es da unter Umständen vielleicht doch eine Möglichkeit gibt, das etwas besser zu gestalten. Wenn ich vorsichtig widersprechen darf.
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Wenn ich nur ganz kurz Mir geht es ja nicht, da bin ich total bei dir und vielleicht ist es wirklich mal ein ganz interessanter Punkt für einen Mega Podcast. Inwiefern ist käufliche Liebe Teil eines kapitalistischen Systems und welche Regeln gelten da? Mich hat amüsiert, die Forderungen zu Wiederhandlungen sollen den Parteiausschluss zur Folge haben, weil ich, und da sieht man mal, was ich für ein schlechter Mensch bin, einfach so die Ermittlungen, wie ich mir das vorstelle. Und Genosse so und so wurde am Abend des 27. Januars in der Sonsusstrasse beim Besuch, also sorry Liebe und ich bin Daniel so so dankbar, wie so oft, dass er da auch den richtigen Ratter hat. Es ging mir wirklich, und wir haben ganz viele Geschichten in der Welt am Sonntag über Menschenhandel. Also ich weiß das alles. Ich fand nur diese Vorstellung, wie Parteiausschlussverfahren in dieser Causa verhandelt werden, wie die Zeugen, Zeugenerfassung, die Berichte, sorry, da war ich in so einer Lubitsch Komödie und ich ziehe die Bemerkung zurück. Das stelle ich mir einfach sehr, sehr heiter vor.
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Vor allem muss ich natürlich Wir haben ja alle den Film gesehen, das Leben der anderen. Und ich würde mal behaupten, dass der Film, also meine Vermutung wäre, dass er sehr realitätsnah war. Und da gibt es die berühmte Szene, wo der Chefüberwacher in ein trostloses Marzahner Hochhaus geht, wo seine Wohnung ist und dann quasi dort den Besuch bekommen von der quasi Quartiers Entertainment Beauftragten, lass ich mal so formulieren was echt furchtbar trostlos ist und dass er dann sagt, hast du ein bisschen Zeit zu plaudern, dass sie sagt, na ich habe mir auch zum anderen genossen. Also insofern war das ja nun nicht, weil die DDR nun nicht gerade das, wo es nicht stattfand. Darüber hinaus wissen wir alle, Inter Girl ist ja keine Erfindung des Westens. Das war ja auch so. Also die Linken wollen immer alles abschaffen, aber immer nur für andere, weißt du, also vor dem Hintergrund, ja, also alle sollen irgendwie in kleinen Wohnungen wohnen, aber die Bonzen wohnen am Weißen See. Also vor dem Hintergrund. Ich wollte nur den als Punkt ganz kurz klar machen. Ich glaube, was ich total faszinierend finde, ist, wir hatten in Deutschland das Experiment, wir hatten den Osten, die DDR und wir hatten im Westen die Bundesrepublik Deutschland und die haben 40 Jahre lang etwas 40 Jahre lang Wettbewerb eingetreten. Und wer gewonnen hat, ist relativ eindeutig. Welches System überlegen war, wird immer gesagt von linken Ökonomen. Ja, aber damals die Rußen haben mehr Maschinenanlagen abgebaut in Form von Reparationen nach Russland gebracht, als im Westen war. Das heißt, es hat der Osten stärker getroffen. Das stimmt. Dann sagen sie ja, der Osten hat gelitten und abwandern der Menschen, warum sind die Menschen abgewandert? Weil es so furchtbar war. Insofern war es ja auch eine freiwillige Entscheidung. Aber man muss ganz klar festhalten, das überlegene System war eben die soziale Marktwirtschaft und nicht der Sozialismus. Und ich meine Kuba, wenn du es einfach anschaust, Kuba, ja, wir finden das ganz pittoresk, dass die alle mit dem Auto rumfahren aus den er Jahren, aber nur deshalb weiß ich keine neuen Namen. Wobei ich dazu sagen muss, ich fand immer die Kuba ist immer so ein bisschen die DDR mit Sonne und die hatten wenigstens die schönen alten amerikanischen Autos und nicht nur alle Trabis. Vor dem Hintergrund, klar, aber man kann nicht sagen, das ist ein Vorbild und
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es ist ehrlich gesagt auch Puff, das Puff Amerikas geworden. Man muss sagen, ich glaube, die höchste Prostitutionsrate in Nord und Südamerika Armut fördert,
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das ist ganz klar. Und vor dem Hintergrund ist natürlich das beste Konzept, liebe Linkspartei, wenn ihr gegen Ausbeutung seid, ist eigentlich den Kapitalismus weltweit zum Zuge kommen zu lassen. Denn ich erinnere daran noch mal, dass die Armut gerade in den letzten Jahrzehnten weltweit massiv abgenommen hat. Und übrigens auch das ganze Thema der Ungleichheit, das immer kritisiert wird. Noch mal ganz kurz zurück nach Umverteilung sind die Einkommen in Deutschland mit die gleichsten in der OECD mit weitem Abstand. Es gibt wenige Länder, die so gut sind wie wir und es wird massiv umverteilt. Das zweite ist auch die Vermögen, wissen wir, die Vermögensungleichheit hat abgenommen etwas in Deutschland. Und warum hatte sie abgenommen? Sie hat deshalb abgenommen, weil die Mittelschicht über die Aufwertung der Immobilien in den letzten paar Jahren etwas mehr aufgeholt hat. Die richtig Reichen haben Unternehmensanteile, die Mittelreichen haben Immobilien und die Armen haben nichts. Und das Interessante ist, das zeigen ja immer wieder Studien, wenn du sagst, ich möchte gerne eine gleichere Vermögensverteilung, erreichst du das nicht, indem du Kriege führst und dann verlierst und hilft natürlich auch, aber es ist nicht der richtige Hebel oder Besteuerungs Oder hilfst es, indem eben die unteren Einkommensgruppen und die unteren Vermögensgruppen quasi mehr Vermögen bilden können. Das bedeutet, mehr Immobilienbesitz haben wir immer schon wieder diskutiert, also Grunderwerbsteuer abschaffen und ähnliche Themen. Und zum anderen heißt es natürlich auch kapitalgedeckte Altersvorsorge. Und vor dem Hintergrund kann man sagen, gibt es das in der Tat einen guten Aspekt in dem jetzt vorgelegten Konzept zur Rentenreform, dass eben ein kleiner Einstieg erfolgt in eine kapitalgedeckte Vorsorge und damit schaffst du Vermögen. Und das Witzige an der ganzen Sache ist ja, dass linke Parteien, da ziehe ich jetzt mal ausdrücklich die SPD und die Grünen mit dazu, ja immer darauf setzen, dass der Staat alles macht und deshalb durch immer mehr Ausbau des Staates den Privaten den Anreiz nimmt, selber vorzusorgen, aber auch die Möglichkeit nimmt, vorher selber vorzusorgen. Weil wenn die Leute das Geld wegnimmst, das führt mich zu dem nicht so guten Aspekt im Rentenpaket, nämlich das Thema Selbstst. Wenn du Leute rein zwingst, dass sie quasi Geld schlecht verzinslich anlegen müssen, dann entmündest du sie auch und nimmst ihnen im Prinzip die Freiheit. Wir wissen aber, dass Vermögen glücklich macht. Selbst kleine Vermögen, wenn du 20 30 hast bereits das führt zu einem höheren Selbstbewusstsein, zu einer höheren Zufriedenheit, weil du weißt, du kannst selber vorsorgen. Und ich glaube nach wie vor die beste Antwort gegen Linkspartei und andere wäre eine groß angelegte Vermögensbildungsinitiative Für mich heißt es immer statt Mietendeckel, Mietpreisbremse und Umwandlungsverbot und ähnliches ein groß angelegtes Konzept nach dem Kauft eure Wohnungen, wir helfen euch eure Wohnung zu kaufen. Wir machen eine große Welle und machen die Deutschen zu Eigentümern. Das ist einfach mindset changing. Und wir wissen, die Briten, die stehen auch nicht richtig super gut da, Aber man muss schon sagen, in Großbritannien gut, hat längere Tradition, aber Eigentumsschutz steht da relativ hoch und hat sicherlich damit zu tun, dass die Briten ein viel größeres Volk von Eigentümern sind als wir. Aber kommen wir zurück zur Linkspartei. Alles ist furchtbar, was Sie gesagt haben, weil Sie sich im Prinzip natürlich völlig entfernen von der Realität. Ich habe gesagt, die Armut hat nicht so zugenommen etc. Im Gegenteil. Erstens, die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir linke Bürgermeisterin Air Berlin bekommen werden, also eine linksgrüne SPD im Herbst nach den Wahlen. Wir wissen gleichzeitig, dass vor allem bei der Jugend, vor allem bei jungen Frauen das verfängt. Da würde ich wiederum sagen, dass wahrscheinlich ein kultureller Aspekt nur bringen würde ist das passt so ein bisschen ins Bild. Ich spreche emotional an. Das ist das, was da passiert. Es wurde emotional angesprochen, was die Grünen ja auch machen, was die SPD auch machen, was die Politik zunehmend macht und eigentlich losgelöst von wirtschaftlichem Ratio. Also wirtschaftliche Ratio spielt da keine Rolle. Du sprichst Emotionen an und da wird eben gedacht ah, Mietendeckel ist gut, weil der böse Vermieter macht sich ja irgendwie nur schlanken Fuß. Dabei wissen wir ja zum Beispiel, dass die Mieten seit dem Jahr 2000 deutschlandweit weniger gestiegen sind als die Inflation. Der wahre Anstieg der Mieten ist übrigens auch in der Welt nachzulesen, waren die Nebenkosten. Was richtig ist vor dem, der der richtige Hebel, um die Probleme die Linke angesprochen hat, zu bereinigen, wäre zu Wir schaffen mehr Vermögen, wir fördern das. Sie haben ein Rezept für eine allgemeine Verarmung, für die Vertreibung derjenigen, die hier investieren und hier Arbeitsplätze schaffen und Wohlstand schaffen. Das kann natürlich eine Weile gut gehen. Und mein Witz ist ja immer nur, wenn dann die DDR pleite ist, dann gibt es keine BRD mehr, die die Pleite bezahlen könnte. Dann ist einfach Game Over. Aber das ist dann damit müssen wir leben. Und wie gesagt, ich glaube, der Daniel Günther, der immer mit der Linken koalieren möchte. Die Union wird es am Ende doch machen. Man wird darüber hinweggehen. Man wird Ach, den Mega Podcast, den können wir mal vergessen. Und naja, der hat sich ja entschuldigt. Die CDU ist doch nicht faschistisch. Also let's go. Vor dem Hintergrund, wir sind weiter auf dem Weg, weil ja letztlich auch SPD und grüne Nuancen genau dasselbe wollen.
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Also es gibt für mich zwei Szenarien. Jetzt verlassen wir etwas den Mega Podcast, aber eigentlich auch nicht, weil es geht ja um die Schnittstelle von Politik und Wirtschaft. Und ich wollte einfach einen unterhaltsamen, gut gelaunten Einstieg wagen mit den bizarren Parteitags. Ja, genau. Wirklich. Ja, ich war einer dieser verwirrten radikalen Westlichen und war sicherlich viel theoretischer und sicherlich auch gebildeter als die, weil man sieht schon, dass der intellektuelle Verfall seit 68 auf der Linken. Schon schockierend ist. Das ist ja eigentlich jeder dieser Texte, wahrscheinlich auch von ChatGPT geschrieben, aber dem kubanischen Ausgabe. Ich glaube, es gibt für die Wahlen im Osten drei Szenarien. Und das eine Szenario ist, dass man in Sachsen Anhalt, wo als erstes gewählt wird, in der Tat mit der Linkspartei spricht, dass aber dann zwei Tage, nachdem das durch ist, der CDU Kandidat Lutz Peters in Mecklenburg Vorpommern die Brandmauer in dem Sinne aufmachen muss, weil er dann sagt, okay, wenn wir auf der einen Seite mit den Linksextremisten reden, dann muss man vielleicht auch bei so einem gemäßigten Mann wie Herrn holm von der AfD vielleicht auch, damit die Union da tariert bleibt, in irgendeiner Form wahrscheinlich auch mit einem Herrn Holm reden. Das wäre so ein Szenario. Das zweite Szenario, das ich mir vorstellen kann, ist, dass eine kluge Union einen Wahlkampf in Berlin macht, wo sie genau das zum Thema macht, Weil die Linkspartei in Berlin ist ja selbst noch mal für den Wahnsinn und das Exotische dessen, was wir da am Parteitag gesehen haben, das ist ja eine Linksaußen Linkspartei und die Kandidatin ist eine Linksradikale. Einfach ganz klassisch. Der Antisemitismus ist in der Berliner Linkspartei vollkommen entfesselt. Und ich glaube, die Grünen und die SPD müssen sich entscheiden. Wenn sie diese Tür aufmachen, beerdigen sie die Brandmauer, weil das ist dann selbst von ihren Apologeten und Claqueuren in den öffentlich rechtlichen Medien, das wird nicht mehr zu halten sein. Und es führt mich Zum dritten Szenario ist, dass wir möglicherweise, wenn die Union einen interessanten Wahlkampf in Berlin macht, dann nochmal eine CDU geführte Regierung haben, in der sich die Grünen dann einfach verabschieden müssen von ihrem linken Projekt. Keine Ahnung, welches Szenario das wird, aber ich glaube, der Links Parteitag hat irgendwie, wie soll man sagen, diesen Entscheidungsbaum vorangetrieben. Und jetzt müssen alle Leute sich einfach sagen, wie verhalten wir uns dazu? Und zwar SPD, Union, Grüne. Und das finde ich erst mal gut, insofern, um meinen marxistischen Genossen einen schönen Gruß zu machen. Das war historisch notwendig, diese Provokation. Und da wird man sehen, wie es geht. Und wenn die CDU mit der Linkspartei koaliert und dann nicht mit der AfD, also die Brandmauer nur nach rechts gilt, dann wird sie bei 18 Prozent sein und die AfD bei 32 Prozent. Das muss man dann halt wollen.
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Der Punkt ist schon, wir haben halt die Situation, dass wir uns immer mehr französischen Verhältnissen annähern. Die Linkspartei gewinnt mit diesen Sprüchen hinzu. Da können wir beide darüber traurig sein, aber wir müssen Fakt anerkennen, die AfD wird immer stärker und bei der Union müssen wir jetzt gucken, ob sie es jetzt schafft, in der Tat die Kehrtwende hinzubekommen.
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Wir haben eine super tolle, schon das zweite Mal gute Laune. Wir haben eine grandiose Rentenrevolution, wenn ich einigen Kollegen und Experten glauben darf. Warum wird das so gefeiert? Es wirkt so. Und selbst die Junge Union, das war ja die von uns hier oft verteidigte junge Gruppe, die sich mit der Union und dem Establishment der Union angelegt hat für mehr Generationengerechtigkeit. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Rente mit 63 tot. Und gleichzeitig, und da fängt es für mich an, schon schwierig zu werden, will man die Selbstständigen da zwangsweise reinschieben und bizarrerweise die Beamten nicht. Also insofern kann ich die Begeisterung für diese Rentenreform nur in Teilen mitgehen. Ich finde gut, dass man auch sagt, dass es einen Vermögensteil gibt bei der Rentenabsicherung, bei der Altersabsicherung. Aber die beste Reform seit Jahrzehnten, also entweder bin ich da zu skeptisch oder ich habe es nicht so genau verstanden. Daniel, wie guckst du auf dieses Rentenreform Paket?
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Beste Reform seit Jahrzehnten, kann man ja sagen, weil es jahrzehntelang keine Reform gab. Insofern ist jede Reform die beste seit Jahrzehnten. Natürlich verglichen mit dem, was damals Müntefering und Schröder und Fischer gemacht haben, mit zü Hätten wir das System damals behalten, hätten wir die Probleme heute gar nicht. Und die SPD ist ja daran schuld, dass jetzt über 20 Jahre lang die zurückgedreht haben. Was ich total gut finde, ist Abschaffung mit Rente mit 63. Wie immer schon gesagt geschrieben, mein erstes Gesetz ist Einsatz. Ab sofort ist die Rente mit 63 abgeschafft. Punkt. Ganz einfach. Kapitalgedeckt finde ich gut. Selbstständige sehe ich kritisch, weil ich natürlich sagen muss, Selbstständigkeit bedeutet auch, was aufzubauen, Geschäft aufzubauen. Wenn man ein Geschäft aufbaut erfolgreich, dann baut man Werte auf, man baut Vermögen auf, was wir eigentlich wollen. Dann brauchst du diese gesetzliche Rente eben in Zukunft nicht dafür, weil du hast dein Vermögen gebaut, du hast selber vorgesorgt, was wollen wir eigentlich fördern. Wenn du hingegen jetzt die Leute zwingst, in Rente einzubezahlen und das wahrscheinlich sogar noch ziemlich hohe Beträge teilweise, wenn du mal gute Jahre hast, dann entziehst du im Prinzip dem Unternehmen und den Selbstständigen letztlich Cashflow, den sie anderweitig verwenden könnten, um das Geschäft aufzubauen. Insofern sehe ich das problematisch und ich wäre sehr problematisch, das zu machen und die Beamten nicht einzubeziehen. Ich weiß, es ist schwierig, bei bestehenden Beamten das zu tun. Ich hätte mir gewünscht, dass man gesagt hätte, wir hören ganz generell auf mit der Lohnentwicklung, sondern wir machen einfach eine Inflationsindexierung, wie andere das auch machen. Österreich wird immer groß als Vorbild gehalten. Da wird aber nicht gesagt, dass dort eben die Rente dann über die Inflation sich entwickelt und das würde ich machen. Ich würde sicherstellen, dass es selber auf Beamte übertragen wird. Beim Beamten haben wir so das Problem, dass Beamte überdurchschnittlich gut verdienen, überdurchschnittlich lange leben und überschnittlich hohe Pensionen bekommen. Da muss man schon die Frage aufwerfen, ob man nicht gerade angesichts der höheren Lebenserwartung der Beamten viel schneller dort das Altersalter erhöhen müsste. Die Armen leben nicht so lang und deshalb wäre es doof, denen die Rente zu kürzen, weil die ja wenige Rentenjahre haben. Die Frage ist, leben die weniger lang, weil sie arm sind oder sind sie allgemeine Faktoren? Das hat wahrscheinlich was zu tun mit Bildung, mit Lebensstil, mit allgemeinen Faktoren. Die eine Rolle reinspielen, sofern es diese pauschale Aussage Nur weil sie arm sind, leben sie weniger lang. Das ist mir ein bisschen zu kurz gegriffen, aber das ist ein anderer Aspekt. Ich bin der Auffassung, wer sich in eine Talkshow setzt und sagt, wir müssen im Prinzip, weil die Armen weniger lang leben, da müssen wir irgendwie dann doch die Geräte mit 63 beibehalten, der muss natürlich umgekehrt genausofort ein Eintrittsalter für Beamtenpension fordern, weil Beamte im Schnitt eben, wir wissen es, sehr, sehr viele gehen früher in Rente. Das sollte man sofort oder Pension sollte man sehr stark reduzieren bzw. Die Abschläge erhöhen. Und zum Zweiten sollte man Die Kohorte der Beamten hat eine überschüssig hohe Lebenserwartung. Jetzt können wir uns beide viele Witze überlegen, warum das so ist, Aber sie haben eine überschriftliche Lebenserwartung. Da würde ich doch mal Steig schneller ein. Was mich generell zu dem Punkt fü Ich finde den Einstieg in ein höheres Lebensalter kommt zu schnell, kommt zu spät. Er klammert eben mich jetzt mal aus, die er Da sollte man schon mal Radikale höher sehen und Wir sind ja mit Schuld großer Problem. Zum einen gibt es viele von uns, das heißt, wir kosten viele und zum anderen haben die natürlich auch nicht ausreichend Kinder bekommen. Vor dem Hintergrund hätte ich mir da gewünscht, dass wir da also wie gesagt, Beamten früher anheben, wie alle früher anheben. Renteneintrittsalter plus. Ich hätte eben gesagt gehabt, wir sollten da eben ganz schnell Wir hören sofort auf mit jeder Art von Verbeamtung. Wir müssen sowieso, du kennst meine Aussage, den öffentlichen Sektor eigentlich in den kommenden Jahren, was die Beschäftigtenzahl betrifft, überdurchschnittlich schnell schrumpfen lassen. Genau das Gegenteil von dem, was wir gerade machen, weil wir bei einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung brauchen wir möglichst viele Erwerbstätige im Bereich der Privatwirtschaft. Wir werden rein demografisch werden wir im öffentlichen Sektor im Bereich der Pflege und der Gesundheit einen Aufwachs sehen, was für mich eigentlich heißt, dass der Rest des Staates überproportional schnell schrumpfen muss. Und damit sind wir mein Lieblingsvorschläge, dass ich eben sage, wir müssen eben radikal vereinfachen und digitalisieren und müssen im Prinzip einfache Regeln haben. Mein Stichwort Steuern. Wir haben immer wieder Paul Kirchhoff zitiert im Prinzip, du musst quasi das System so vereinfachen, dass du weniger Personal brauchst, es zu bewirtschaften. Und da denkt die Politik noch gar nicht dran. In die Richtung müsste man gehen. Ich fand es sehr interessant, dass Merz und Bas sofort behauptet haben, wir haben ein Gesamtkunstwerk, setzen wir jetzt so um und du siehst, es hat keine vier Stunden gehalten und jetzt zerfasert das schon. Und jetzt gehen wir mal auf die Vorschläge einer anderen Kommission. Wir erinnern uns, es gab Gesundheitskommission und Frau Waken wird groß gefeiert. Wenn du da mal mit Jens Bas sprichst von der Technikerkrankenkasse, der sagt zu Daniel, was ist eigentlich draus gekommen? Am Anfang waren das, ich verpauschalisiere jetzt mal, waren es irgendwie 40 Milliarden Einsparungen. Da war es wirklich so, da sollten die Unternehmen Beitrag leisten, dass die Pharmaunternehmen, die Apotheken, die Krankenhäuser, überall waren Einsparungen vorgesehen, weil wir haben das Problem, dass die Kosten seit mehreren Jahren überproportional stark wachsen. Und dann gab es nach dem okay, wir müssen ein paar Beitragserhöhungen machen, Abschaffung der Beitragsvermittversicherung, höhere Beitragsmessungsgrenze. Aber es war so ein Paket, wo du sagen musstest nach dem na gut, ihr leisten beitragen plus die Kommission hat gefordert, dass der Bund endlich für die Bürgergeldempfänger zahlt. Ergebnis Bund hat sich einen schlanken Fuß gemacht, der Staat zahlt gar nicht ein bzw. Es gab sehr viele Lobbyisten gegen Druck, dass am Ende noch weniger rausgekommen ist an sogenannten Einsparungen. Und die Einsparungen sind vor allem Beitragserhöhungen oder indirekte Beitragserhöhungen für bestimmte Gruppen, nämlich für die Besserverdiener und für die Leute, die eben eine beitragsfrei Mitversicherung haben. Das ist eigentlich genau das Desaster, was passiert ist. Und deshalb meine Sorge ist, wir schlagen jetzt so auf und am Ende stehen die Selbstständigen Zahlen auch ein, höhere Beitragsbemessungsgrenze. Ja, Rente mit 63 wird dann auch nicht so richtig abgeschafft, sondern gibt es noch irgendwelche Klauseln und was weiß ich? Vor dem Hintergrund müssen wir mal gucken, ob das funktioniert. Ich würde aber Herrn Merz ganz eindeutig an einem Punkt recht geben. Schafft er das Gesamtkunstwerk jetzt nicht zu realisieren, dann ist seine Regierung wirklich gescheitert.
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Ich würde aber gerne noch einen Punkt von dir herausgreifen und ein Ausraffungszeichen dahintersetzen. Es gibt ja eine von uns beiden, glaube ich, sehr geschätzte Aktivistin, wenn man so will, Katharina Bruns, die auf eine extrem verdienstvolle Art und Weise auf allen sozialen Kanälen und auch ab und an als Publizistin, sie ist eine Selbstständige und sie sagt, ich stehe für ein paar Millionen Deutsche, die ganz bewusst die Selbstständigkeit gewählt haben. Es ist eine erzliberale Frau, die sich im Grunde genommen das politische Geschehen immer sehr genau anguckt. Was macht das mit meinem Lebens und Berufsentwurf? Und sie war eigentlich ganz, ganz klar, als dann die Jubelorgien kamen, zum Beispiel von der Zeit, das ist aber die Vorschläge helfen nicht allen. Und da hat sie drüber geschrieben, Katharina Bruns, Selbstständigen helfen sie jedenfalls überhaupt nicht. Und dann hat sie ein paar Leute so zitiert, die gesagt haben, ja, wir haben ja unseren Lebensentwurf deshalb in Freiheit so gewählt, weil wir eben solche Verpflichtungen nicht haben wollen, weil wir als Selbstständige einfach nach eigenen Regeln uns auch sozial versichern wollen. Und ich finde ja immer, wenn man symbolisch Dinge für einen Teil der Gesellschaft und der Volkswirtschaft schlechter macht, dann macht man es natürlich auch perspektivisch unattraktiver. Also die Umfragen unter jungen Leuten, was sie werden wollen, das macht eben auch Sinn, warum die alle sagen, wir wollen den öffentlichen Dienst oder wir wollen Beamten Beamte werden, wenn ein ums andere Mal nicht bei den Beamten gekürzt wird, Stellen abgebaut überall, nur nicht bei den Beamten. Jetzt, wenn es um die Sozialversicherung geht, um die Rente. Auch da müssen sie nicht einzahlen. Und ich glaube, das ganz fatale Zeichen ist eigentlich, dass dann, und Katharina hat dann mehrere Leute, die auch selbstständig sind, die sich da bitter drüber beklagt haben, dass wie in so vielen Debatten, die spielen überhaupt keine Rolle. Die sind ja auch nicht organisiert im BDI und BDA und auch Herr Leibinger redet wahrscheinlich eher für den klassischen Mittelständler und die DAX Konzerne können selber da in die Politik gehen. Aber die Selbstständigen sind so eine wertvolle, fragile Minderheit in der Gesellschaft, die eigentlich vorbildlich sein müssten für all das, was wir in Deutschland wollen. Die fallen niemandem zur Last, die zeigen, dass das alleine geht. Die haben den unternehmerischen Mut eben ohne große Sicherheitsnetze sich selbst zum Glückes schmied zu machen und dass man mit der Rentenreform, das hat mich eigentlich am meisten gestört, dass man wieder einmal diesem Milieu so eine mitgibt und dass es auch de facto so gut wie niemanden juckt, außer Katharina Bruns. Also eine ausgemachte Folgeempfehlung für alle Mega Zuhörerinnen und Zuhörer. Das ist ja auch hochsymbolisch und sagt eigentlich, dass in der Politik der Selbstständige überhaupt keine Lobby hat. Natürlich nicht.
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Die kennen wahrscheinlich auch keine Selbstständigen. Sie wissen vor allem nichts über die Existenzängste von Selbständigen. Ich habe damals mal eine Folge gemacht mit einer Café Betreiberin in Berlin während Corona gegen die Corona Hilfen und so weiter. Und das war eigentlich entsetzlich, wenn du mal schaust, wie prekär eigentlich die Einkommenssituation sind. Selbstständigkeit ist da nicht so richtig toll. Und wenn du dann noch so Wir machen das, dann wird gesagt, wir machen es für euch, damit ihr mehr Rentenansprüche habt. Nach dem Wir tun es für euch. Aber die Wahrheit ist, wenn sie selber sparen, haben sie bessere Rendite. Und das Zweite ist, muss man mal argumentieren, warum ein Deutscher, der sein Leben lang in Deutschland gearbeitet, Steuern hat, Wenn der wirklich im Alter aufgrund von Umständen, vielleicht hat es nicht geklappt mit der Selbstständigkeit, wenn der dann Bürgergeld braucht, dann möchte ich gerne wissen, warum das problematisch zu sehen ist, wenn andere Leute, die nie hier waren, Bürgergeld bekommen. Ich würde höchstens dann problematisch sehen, dass der dasselbe bekommt, wie die, die nie eingezahlt haben, nie was Steuern gezahlt haben, finde ich dann problematischer. Aber ich würde sagen, okay, dazu haben wir das eben auch. Bürgergeld soll auch dazu dienen. Das heißt, Grundsicherung soll auch dazu dienen, dass man okay, ich kann an dem Risiken in Deutschland eingehen. Ich muss nicht auf der Straße leben und ich finde, da gehört es mit dazu. Das ist einfach nicht konsistent.
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Zuerst hieß es ja sowohl von Frau Bas als auch von Herrn Mer Das wird eins zu eins so umgesetzt. Also das wird jetzt genauso gemacht. Und dann brauchte man wirklich nur zwei, dreimal auf die Uhr gucken. Dann kam Manuela Schwesig. Ja, grundsätzlich ja, aber Und dann ging es so los auch von der anderen. Ja, da müssen wir uns noch mal ein paar Punkte angucken. Jetzt sind wir mal gespannt, ob vor der Sommerpause das Ding noch richtig zerrupft wird oder nicht. Wir nehmen freudig zur Kenntnis, dass eine Reform zumindest aussieht wie eine Reform, klingt wie eine Refor. Diese wirklich bescheuerte Idee. Du hast das ja auch richtig historisch eingeordnet, eine Rente mit 63 endlich zu kippen, da sind wir jetzt da. Ich glaube, das hat schon einen großen Symbolcharakter auch für weitere Sozialversicherungsreformen. Warum? Das war eine Art heilige Kuh, dieser Post Müntefering Post Gerhard Schröder, Vernunft, SPD. Das ist Gott sei Dank weg. Aber, und das ist vielleicht eine halbelegante Überleitung zu unserem dritten Themenblock Zahlen. Die Frage ist je schlechter die Zahlen werden, umso dringlicher werden die Reformen und jeder Tag mehr, wo es keine Reformen gibt und es keine Wachstumsfantasie gibt, umso radikaler müssen die Reformen werden, weil die Schleifspuren ja jetzt schon überall zu beobachten sind. Wir haben neue Zahlen zu den Zahlen der Insolvenzen, die steigen weiter und die betroffenen Firmen, die insolvent gehen, werden immer größer. Also Insolvenzen für das erste Halbjahr ist ein Plus von fast 8 Prozent und gegenüber dem Vorjahreszeitraum der höchste Stand seit 2013. Und die Gründe dafür, ich will es einfach nur der Genauigkeit halber erwähnen, sind schwache Nachfrage, sehr hohe Kosten und anhaltende Unsicherheit. Und wenn man so will, beschreibt das ganz gut die Stimmung, die wir ja auch beide, wenn wir an einem Abend mal irgendwo einen Vortrag bei Unternehmen oder aber bei Wirtschaftsverbänden halten. Das ist so das, was die Unternehmer und Topmanager einem erzählen. Viele sind auch durch die Jahre Stagnation und Rezession finanziell geschwächt. Das heißt, das modische Gerede von Resilienz, die fehlt, die nimmt ab. Und auch hier glauben die Pleitehöhepunkt ist noch nicht erreicht und sagen nach jetzigem Stand sehen die frühestens irgendwann 2027 eine wir reden nicht über eine Verbesserung der Lage, sondern nur eine Stabilisierung, wenn die Wirtschaft wieder wächst. Der Schaden für die Volkswirtschaft ist enorm. Insolvenzgläubiger, also Lieferanten, Kreditgeber und Sozialversicherungsträger mussten im ersten Halbjahr erneut überdurchschnittlich hohe Ausfälle hinnehmen. Daniel Das ist die eine Zahl, über die wir vielleicht sprechen können. Und die andere Zahl hat mich als Auto Nerd wirklich überrascht. Ich hatte immer gedacht, die einzige Firma, die auch sehr klug war, nicht das Verbrenner aus sofort mitgefordert hat, wie der VW Konzern, die eine gute Produktpolitik hatten, die auf der letzten IAA gefeiert wurden für ihren ix. Und jetzt hat es auch BMW richtig erwischt. Das heißt, BMW hat deutlich weniger verdient im letzten Quartal und sie haben eine Gewinnwarnung rausgegeb. Und so muss man sagen, ist mit BMW eigentlich der letzte Autohersteller in Deutschland. Wenn man jetzt Lamborghini rausnimmt, die zwar VW Konzern sind, aber in Italien sitzt, hat es jetzt auch den letzten Autokonzern, der bislang sehr erfolgreich war, auch auf dem Weltmarkt erwischt. Und es gibt ein Zitat von Gernot Döllner, den CEO von Audi, der in einer internen Runde gesagt Es geht gar nicht mehr darum, ob wir nur unsere Marke retten, sondern ob wir in der Lage sind, die Automobilindustrie in Gänze in Deutschland zu retten. Das ist natürlich die krasseste Aussage von einem Audi CEO, die man sich vorstellen kann.
C
Ich würde die Industrie nur dahingehend kritisieren, dass es jetzt sagt, die Industrie hat mitgemacht den Einstieg in Verbrennerverbote auf europäischer Ebene. VW hat gesagt, diese Abgaswerte sind nicht realisierbar, sondern sie haben Bedrucksoftware eingesetzt. BMW übrigens nicht ganz ordentlich, betonen BMW nicht, die haben es technisch gelöst, aber sowas kostet auch Geld. Die Industrie hat das alles mitgetragen, weil sie gedacht hat, uns kam keiner, wir sind so stark und hat übersehen, dass sie eigentlich ihr Geld letztlich nur in China verdient hat. Wir haben Elektromobilität ja schon x mal diskutiert. Ich halte es ganz kurz. Die Europäer haben gesagt, wir steigen ein und die Chinesen haben es gemacht. Das ist typisch europäisch. Wir haben unsere Industrien gekillt und haben ihnen nicht dabei geholfen, die Voraussetzungen zu schaffen, um einen neuen Markt zu bestehen. Rohstoffe, Batterieverarbeitung, Batterieentwicklung etc. Und jetzt sind wir da, wo wir sind. Und ich bin ganz großer BMW Fan. Mein allererstes Auto war ein BMW. Ich habe ein Leben lang nicht BMW gefahren und habe auch immer die Firma für eine der bestgeführten Unternehmen Deutschlands gehalten. Ich glaube übrigens auch, dass hier auch das wird immer so gerne vergessen, Ich glaube, dass hier auch gerade der Einfluss der Familie, die ja immer dann diskutiert wird, nach dem die Reichen. Ich glaube schon, dass BMW besser dasteht, trotz aller Probleme besser dasteht, weißen, stabilen Acker einzunehmen. Stell dir mal vor, man hätte Familie Quandt hätte jedes Jahr quasi nach Vorgaben der Linkspartei fünf Prozent ihrer Anteile verkaufen müssen, nach Big News Vorstellung 20 Prozent ihrer anteile und dann wären die irgendwie in China gelandet, sonst wo gelandet. Dann stimmt die Firma wahrscheinlich heute noch ganz anders da vor dem Ja, ich glaube BMW hat einfach am längsten durchgehalten, weil es der best trainierte Spieler war. Und jetzt kommt aber eben, jetzt kann man es eben nicht mehr wettmachen. Du kannst einfach den Wegfall dieses starken Marktes nicht mehr wettmachen. Du kannst nicht mehr wegtäuschen, dass du in Deutschland und Europa schon lange kein Geld verdient hast. Du kannst dich darüber hinwegtäuschen, dass USA schwierigerer Markt geworden ist und gleichzeitig kannst du dich darüber hinwegtäuschen, dass es total teuer ist, zwei Dinge gleichzeitig zu machen. Verbrennermotor und Elektro ist einfach eine extrem teure Angelegenheit. Du musst beim alten verdienst du Geld, beim neuen verdienst du kein Geld. Das ist eine extrem große Herausforderung und wir wissen von früheren Umbrüchen in solchen Industrien, also damals Pferdekutsche zum Auto. Ich glaube einen einzigen Hersteller, der es geschafft hat, als Pferdekutschenhersteller hinterher Autos herzustellen, Studebacker in den USA. Ansonsten klingt das eigentlich sehr, sehr wenig und wir müssen es einfach abwarten, überleben. Das glaube ich. Jetzt kommt es zum Standort Deutschland. Da bin ich einfach skeptisch. Standort Deutschland. Wir wissen, die Automobilproduktion in Deutschland schrumpft schon seit 2018 die Industrie ist. Schon vorher abgewandert. Woran liegt das? Das liegt logischerweise an den hohen Energiekosten, es liegt hoher an den hohen Lohnstückkosten, die wir hier haben und dass wir eben die Produkte, die wir hier herstellen, nicht mehr die Preisprämien realisieren, die sie früher realisiert haben, beziehungsweise wenn sie Preisprämien noch realisieren, einfach das Volumen nicht mehr da ist, weil eben immer weniger Leute bereit sind, diese Preisprämie zu bezahlen vor dem Produ, welches zwar objektiv gesehen sehr gut ist, aber relativ mit der Elektroalternative oder relativ mit China nicht unbedingt die Preisprämie mehr verdient. Das ist das Problem. Und das führt mich eigentlich in den weiteren Punkt. Du hast gemeint, die Insolvenzen sind noch nicht zu Ende Das wundert mich nicht. Insolvenzen sind aber nachlaufender Indikator. Die Insolvenz weißt du, weißt ja, die Nacht ist am dunkelsten vor Morgengrauen und du musst dir vorstellen, die höchste Zahl der Insolvenzen wirst du dann haben, wenn das Morgengrauen wieder da ist. Die Frage ist, gibt es bei uns wieder Morgengrauen oder Sonnenaufgang irgendwann mal? Das ist die große Frage.
A
Bei uns gibt es nur Grauen am Morgen.
C
Genau, wenn wir Deutschlandfunk hören gemeinsam und wieder mal irgendwelche Interviews auf jeden Fall. Und da musst du auch sehen, da werden einige sagen, aber jetzt schau mal jetzt der Stelter und der Posha sind wieder so negativ. Ich habe auch gerade die Nachricht bekommen, Steuereinnahmen haben gesprudelt ohne Ende, kam gestern auch die Nachricht Steuer. Da fragen Leute sich, wie kann eigentlich sein, die Wirtschaft geht den Bach runter. Wir reden hier von Insolvenzen, Arbeitsplatzabbau und warum gehen die Steuereinnahmen so hoch? Und da würde ich sagen, das hat sehr viel damit zu tun, dass auch ein nachlaufender Indikator ist. Also ich weiß ja nicht, wann du deine Steuererklärung abgeben musst. Ich musste meine vier und jetzt vor kurzem abgeben und ich gehe davon aus, ich war nicht der Einzige. Und dann gab es Natürlich auch, das 24 widerspiegelt sich dann auch in Steuernachzahlungen und da gab es bestimmte Faktoren, die ganz gut gewesen sind, die kannst du auf Dauer haben. Es hieß auch vor allem, dass Kapitalerträge stark gestiegen wären, würde ich sagen, ja, hat ein Börsenumfeld zu tun. Kann ich schon verstehen, dass da unter Umständen Leute gut Geld verdient haben. Nur die Frage ist natürlich, ist das nachhaltig, weil die Börsen werden nicht dieses Jahr so gut steigen, wie sie gestiegen sind. Das heißt, das heißt, wir haben hier schon auch nachlaufende Indikatoren. In dem Zusammenhang müssen wir auch blicken, wenn wir auf die Staatsfinanzen gucken. Sie haben dieses Phänomen, dass die Kommunen einfach immer mehr eigentlich fast pleite sind. Und das finde ich auch interessant, Warum sind die pleite? Weil die Gewerbesteuereinnahmen einbrechen. Die Gewerbesteuereinnahmen sind Zeit näher dran an dem, was passiert. Und die widerspiegeln natürlich das, was in der Wirtschaft passiert, wenn Automobilzulieferer den Bach runtergehen, oder Automobilhersteller weniger zahlen. Wir hatten ja Stuttgart hier mal diskutiert, wenn Porsche und Daimler nicht mehr zahlen, was sie deutlich weniger tun oder Geld sogar zurückbekommen.
A
Ganze Speckgürtel ist dort. Also da war ja für jeden, selbst für Daniel als Südwestberliner und für mich als fränkischen Assi, war es wirklich sehr beeindruckend zu sehen in jeder dieser Kommunen, wo man beim Straßenschild sehen konnte, AMG, ASB, Assistenzsysteme, Porsche, elektronische Fahrhilfen und so und so. Also du fuhrst durch diese Orte und sahst, was da alles angesiedelt ist, stolz am Straßen Schild, wo das Ortsschild da war, war so klar, guck mal, wen wir hier haben. Und dann sahst du Freibäder, du sahst unglaubliche Schulgebäude, man sah es diesen Gemeinden an, dass die in Geld schwammen. Und da glaube ich, Daniel, korrigiere mich, wenn ich falsch liege, da geht es schon richtig zur Sache, oder?
C
Da geht es total zur Sache, da muss eingespart werden, ganz klar. Ich habe einen anderen Indikator, Ich habe einen Indikator, ich lese immer diesen Immobilienuster da gerne, den die Welt rausschick für die Welt. Und da sieht man auch immer alle paar Wochen mal so Entwicklung der Kaufpreise für eigene Wohnungen. Was ich faszinierend finde ist, München ist vielleicht doch immer noch die teuerste Stadt, aber München hat immer eine rote Farbe in der Entwicklung, nicht dramatisch, so zwei, drei Prozent negativ. Dann sage ich dir, das ist ein Indikator dafür, dass die Wirtschaftskraft unter Druck ist. Und weil BMW und anderes unter Druck ist, steckt es natürlich nieder. Das heißt, es steckt sich nieder in Kommunalfinanzen, Es steckt sich nieder eine Immobilienfinanzierung, Immobiliennachfrage, Immobilienpreis, in der Vermögensentwicklung der privaten Haushalte, das frisst sich richtig durchs System. Und natürlich, die können es sich nicht mehr leisten. Ich meine, ich hatte den FDP-Bürgermeisterkandidaten von Erlangen in meinem Podcast sogar, okay, er hat, glaube ich, nur zwei Prozent bekommen, aber ist egal, er war vorher gesprochen und dann hatte Erlangen wollte klimaneutral werden eigentlich haben alle möglichen Projekte gemacht. Jetzt muss man einfach sehen, die Gewerbeeinnahmen, Steuereinnahmen fallen, die Sozialkosten explodieren und dann. Und wir wissen, warum die explodieren, weil die Gesetze ausgeweitet wurden und weil wir halt mehr Empfänger zuwandern Das ist die Situation. Ich glaube, BMW als Unternehmen wird das gut meistern, aber es wird sich bedeuten. Ganz ehrlich, ich würde vermuten, die Lösung liegt in einer Reduktion des Anteils der Wertschöpfung am Standort Deutschland. Das wird die Antwort sein. Deshalb glaube ich, Unternehmen wird überleben, aber ob die Standorte überleben, das wage ich zu bezweifeln.
A
Audi geht es katastrophal schlecht, aber ich will nur noch mal die Zahlen vielleicht nachreichen. Die operative Gewinnmarge ist bei BMW drastisch runtergegangen Und ich würde gerne noch mal dieses, man sieht es noch nicht, ich weiß nicht, wer von Ihnen schon mal, wer von euch schon mal in München war, rund um das BMW Museum. Dort gibt es so eine Art Übergang. Man kann das sehr schön mit dem E Bike machen, um jetzt mal später braucht man kein Auto. Das kann man wirklich sehr. Es ist sehr, sehr schön, wenn man vom Englischen Garten Schwabing Richtung Norden fährt. Das ist eh wunderschön toll ausgebaute Radwege.
C
Übrigens ein grün wählender Stadtteil.
A
Ja, ein sehr grün wählender, sehr wohlhabender Stadtteil. Und dann sieht man aber mitten in Jugendstil Villenvierteln fängt eine Autofabrik an und dann noch eine und ein Lackierungszentrum und noch ein Ding und noch ein Ding. Ich habe mir das dann mal, als ich dort in München war, für einen Vortrag und bin ich das einfach mal abgefahren, weil es auch architektonisch so interessant ist, bis hin zu dem Olympiapark. Das ist wie eine kleine Industriestadt. Da ist auch noch, kann man sehen, das erste BMW Gebäude, ein sehr, sehr schönes Gebäude. Da ist jetzt die Oldtimer Abteilung, die Klassik Gebäude. Man kann sich da vorstellen, weil bis jetzt, da wird noch gearbeitet, da siehst du einen LKW rein, den anderen raus und du siehst, es brummt noch irgendwie. Und ich habe mir immer gedacht, muss man da eigentlich schon die Krise irgendwo sehen? Die sieht man natürlich nicht. Aber wie du so schön gesagt hast, wenn wir es erstmal dort sehen, weil dort Dinge stillgelegt werden, weil dort Dinge verkleinert werden müssen, weil Dinge vielleicht auch abgerissen verkauft werden, dann ist es wahrscheinlich schon zu spät, dass Audi so zu kämpfen hat, um zu überleben. Wenn man einmal in Ingolstadt war, das ist die Stadt und die Region Audi ist dort alles dasselbe. Wenn man unter Türkheim, Zuffenhausen, aber dann, ich finde es ja am interessantesten, die Dichte der Zulieferindustrie sieht man nirgendwo so gut, wenn man die sehr, sehr schönen und schnell zu fahrenden Landstr raus nach Weissach, wenn man das alles so sieht. Wenn wir das verlieren, ist es mit Deutschland, so wie wir es kennen, einfach vorbei. Und dann würde ich einfach nur den Punkt noch mal machen zu den Selbstständigen. Wenn wir dort einen Niedergang haben, dann würden die Euphoriker Ja, aber dann ist wie jedem Transformationsprozess, dann werden es eben die Drohnenproduktion und so weiter sein. Ne, das wird nicht, weil wir auch unattraktiv sind für Selbstständige, für Gründer, für Leute, die irgendwas auf die Beine stellen wollen. Und so hat diese negative Symbolik für jemanden wie Katharina Bruns und all ihre Millionen Leidensgenossen jetzt, das macht alles diesen Standort so unattraktiv, weil man so merkt, die kümmern sich nicht nur um die Industrie, die sie reich und groß und stark und mächtig gemacht hat, sondern sie vernachlässigen auch diejenigen, aus denen irgendwie mal was Eigenes und anderes werden könnte. Mich haben die Zahlen wirklich schockiert. Und wenn man mit Vertretern der Autoindustrie spricht, ich habe ja so ein Interview gemacht mit Kalinhos und Benedetto Vidha, also dem CEO von Mercedes und dem von Ferrari. Also die Anspannung ist selbst Ferrari ist extrem erfolgreich. Also die Sorge, die die haben, was die europäischen Standorte für Automobilbau betrifft, angesichts von Green Deal, Überregulierung etc. Die ist riesengroß. Und dass wir im Parteitag der Linken, früher eine Arbeiterpartei, keinen einzigen Satz dazu hören, dass die Arbeitgeber, die den Arbeitern irgendwie ein Leben ermöglichen, wo sie auch ihre Kinder ins Gymnasium schicken können, dass die das nicht interessiert. Das ist der Grund, warum wir diesen Podcast machen müssen, weil es deutlich gemacht hat, dass wir eine politische Kultur haben, die sich vollkommen abgekraxelt hat von der ökonomischen Realität. Und das ist eben auch der große Unterschied. Speaking of Reformen. Daniel hat recht, ich habe immer noch die Hartz Reformen so, das war doch erst vor eineinhalb Jahrzehnten. Ich habe aber nachher Du hast recht, es war zwei Jahrzehnte her. Insofern stimmt dieser Satz vielleicht. Aber das ist die Differenz zu den gewerkschaften von vor 25 Jahren und heute. Also sagen wir mal so, verglichen mit den Steinkühler IG Metall Chef Allüren, ist das, was Frau Fahimi macht, einfach Fundamentalopposition komplett aus der Zeit gefallen. Und dass es dazu keinen Shitstorm gibt, dass es dazu nicht Aufmachung in den Medien gibt zu sagen, diese Gewerkschaften zerstören das Fundament des Landes und zerstören vor allem das Fundament ihrer Mitglieder und dass die Mitglieder nicht selbst rebellieren und Du machst uns alles kaputt. Wir wissen doch, wie es gerade um uns aussieht und wie kannst du so bockig, überheblich und ignorant sein? Und das hat mich schon wieder sehr frustriert, weil ich glaube, wenn die Gewerkschaften so weitermachen, früher hätte ich immer gesagt, wir brauchen eine Sozialpartner. Wenn man sich das anhört, würde ich DGB ist eines der größten Probleme, die wir haben. Und du hast ja immer wieder zu Recht darauf hingewiesen, DGB goes Verdi, weil Verdi die Beamten, öffentlicher Dienst wächst, alles andere geht runter. Es ist schauerlich.
B
Ist das mega oder kann das weg?
A
Das hat Bernhard geschrieben, der arbeitet in der Pharmabranche, ich will jetzt nicht nennen. Und mit dem GKV-Stabilisierungsgesetz sollen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen begrenzt werden. Das entlastet kurzfristig die Beitragszahler, bedeutet für Pharmaunternehmen aber teilweise geringere Einnahmen und könnte den Forschungs und Produktionsstandard Deutschland weniger attraktiv machen. Gleichzeitig haben viele Krankenkassen offenbar ein Effizienzproblem und Reformbedarf. Sollte man die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung über Einschnitte bei der Pharmaindustrie stabilisieren oder müsste man zuerst die Strukturen der Krankenkassen grundlegend reformen? Also daraus mache ich mal Ist das ein Mega oder kann das weg? Muss die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung so reduzieren, über Einschnitte bei der Pharmaindustrie stabilisiert werden oder kann das weg?
C
Daniel ich sehe nicht den großen Hebel drin und ich habe mir so ein bisschen überlegt, also gehen wir mal einen Schritt zurück. Du weißt, Deutschland war ja mal die Apotheke der Welt. Also die führenden Pharmaunternehmen waren, dann würde ich sagen, also warum sind wir es denn nicht mehr? Warum sind wir nicht mehr die Apotheke der Welt? Das hat damit zu tun, klar, dass bei uns gewisse Regulierungen gab. Ich denke an Gentechnik, Was für Irrsinn, dass wir nicht strategisch fusioniert haben. Ich meine, Sanofi ist ja entstanden letztlich mit Höchst und so weiter, wo man sagen muss, damals gab es ja vor langer, langer Zeit Diskussionen über Bayer und eben Höchst zu fusionieren und quasi dann zu sagen, einer macht Chemie, einer macht Pharma, konnten sich nicht einigen. Also wir haben uns da doof angestellt. Die Franzosen haben das geschickter gemacht und haben so die Industrie konsolidiert. Jetzt würde ich aber sagen, also erstens, dass man Tatsache, dass man in Deutschland kein Geld verdient, daran lag es ja offensichtlich nicht, dass wir kein führender Standort mehr sind. Wir sind immer noch ein guter Standort. Wir sind nicht der Führende. Die großen Konzerne sitzen UK, USA, Schweiz kann man nicht gerne korrigieren, gibt auch Japan, was weiß ich. Aber ich glaube, die große ist da. Jetzt kann man Ja gut, aber warum sind alle in den USA bei? USA ist in der Tat der größte und vor allem auch der profitabelste Markt. Da haben immer alle gesagt, da verdient man am meisten Geld. Donald Trump ist das jetzt auch ein Dorn im Auge, weil natürlich die Amerikaner auch die Höchstmedikamentenpreise haben. Kannst du okay, USA ist der Beweis dafür, dass hohe Medikamentenpreise dazu führen, dass sie eine starke Pharmaindustrie haben. Ich finde Deutschland nicht der Beweis dafür, weil dazu hätten wir mehr Wertschöpfung für Pharma in Deutschland. Dann kann man Na gut, gehen wir einen Schritt weiter. Du musst wissen, bei Arzneimitteln ist es so, ich glaube, zwei Prozent der Versicherten stehen für 50 oder bis 80 Prozent der Medizinkosten der Medikamentenkosten. Einfach deshalb, weil sie schwere Krankheiten haben, sie besonders teure Medikamente brauchen, die teilweise halbe Million kosten, Million kosten. Das ist sozusagen das, was die Verteilung ist. Da würde ich die Frage eben aufwerfen, okay, das sind quasi Innovationsprämien, die man zahlen muss. Da muss ich natürlich so Japan, andere Länder haben da auch Maßnahmen, um die Kosten zu deckeln und haben trotzdem noch eine Pharmaindustrie. Und jetzt kannst du ja ne, aber wir wollen die gerne haben. Dann würde ich sagen na gut, das heißt im Wir müssen die Pharmaindustrie in Deutschland relativ zu anderen Ländern subventionieren und die Subvention zahlen nur die Versicherten der gesetzlichen Krankenfallkassen. Da würde ich sagen, vor allem würde ich die Frage aufwerfen, die Schweiz, warum sitzen die in Basel, die Pharma sehr groß, nicht Novartis, Roche. Warum sitzen die Schweiz, Basel, meine these aufgrund der sehr guten Standortfaktoren, nicht, weil sie im Schweizer Medikamentenmarkt so viel Geld verdienen, dafür ist der Markt viel zu klein. Da wäre meine Antwort Also okay, wenn wir jetzt sagen, wir brauchen die Pharmaindustrie und wir müssen sie quasi subventionieren, würde ich sagen, warum nur die Pharmaindustrie und nicht andere Industrien? Warum muss nur die GKV Versicherten dafür bezahlen oder nur diejenigen, die Medikamente kaufen? Präzise gesagt können wir dafür bezahlen, weil Privatversicherung müssen sie auch zahlen. Oder sollte es nicht dann eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein? Dann komme ich wieder und würde Warum muss ich jetzt Pharma subventionieren und warum subventioniere ich nicht noch andere? Jetzt wirst du mir Daniel Pharma hat doch recht. Die Subventionen sind doch unter Habeck explodiert und werden fortgeführt. Würde ich Das stimmt. Dann würde ich aber sagen, Subventionen generell falsch. Würde eher Was müssen wir tun, um die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit mehr Pharmaforschung und mehr Pharmaproduktion in Deutschland stattfindet? Da wäre meine these, das hat weniger damit zu tun, dass wir jetzt Medikamentenpreise hoch machen und so quasi subventionieren. Im Zweifelsfall werden die Medikamente hier verkauft, von so nicht hierher hergestellt, sondern da sind wir bei dem Thema Make Economy Great again, dass ich sagen würde, wie werden wir ein deutlich attraktiverer Standort und dieser Standort sollte für alle Unternehmen gut sein und nicht nur für bestimmte Pharmaunternehmen. Und ich bin nicht dagegen. Ich finde auch, dass Pharmaunternehmen gut Geld verdienen sollten, vor allem, weil wir Ich weiß auch, dass es riskante Forschung ist. Ich weiß auch, dass die erfolgreichen Projekte für die vielen Failures bezahlen müssen. Ich weiß aber auch, dass es einige Produkte gibt, wo man über Jahre hinweg extreme Margen realisiert hat. Man denke jetzt mal so an Abnehmspritzen und eben ähnliches, wo man schon die Frage aufwerfen Ist das so richtig? Da gab es einen witzigen Bericht, das ist, glaube ich, Ozempic, gibt zwei verschiedene Varianten. Eine Version ist für Diabetiker, glaube ich, und die andere Version ist zum Abnehmen und die zum Abnehmen kostet deutlich mehr, obwohl sie selbe Spritze ist. Also vor jedem Grund. Ich will immer nur sagen, natürlich Dinge, die man kritisieren kann, das ist Marktwirtschaft. Wir brauchen allgemein bessere Rahmenbedingungen für alle. Dann ist die Pharmaindustrie ja auch happy und wir müssen jetzt nicht über indirekte Subventionen dafür sorgen, dass hier mehr produziert wird von Produkten. Die sind wahrscheinlich im Zweifelsfall so nicht hier produziert werden.
A
Das ist mehr als richtig. Ich kann da nur hinzufügen, bei Reformen muss jeder reformiert werden. Ich würde da auch nicht entweder oder Die Krankenkassen müssen weiter stark durch starken Wettbewerb ihre Kosten reduzieren. Bürokratiekosten sind zu hoch. Da setze ich auf KI und auch die Pharmaindustrie. Ich bin mir sehr sicher, dass wir durch die nächste Generation KI, insbesondere im wissenschaftlichen, medizinischen Bereich Bereich große Durchbrüche erleben werden. Da bin ich Futurist und ganz zuversichtlich. Die Zukunft ist wunderbar, die Zukunft ist großartig und sowohl Elon Musk als auch Sam Altman, als er hier war, hat bei uns deutlich gemacht, dass sie dort eigentlich am zuversichtlichsten sind, dass wir Krankheiten heilen können und behandeln können, die bislang absolut nicht behandelt werden konnten. Insofern, wir werden auf diesem Thema weiterhin drauf gucken. Ich wünsche euch allen einen sehr sonnigen, schönen Juni Abend, Morgen, Mittag, wann auch immer, wann ihr uns hört. Bis zum nächsten Mal. Schickt uns gerne wieder ein Mega oder kann es weg. Empfehlt uns weiter. Euch allen einen schönen Tag. Tschüss Daniel, bis dann.
C
Ciao.
B
Das war Make Economy Great again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Podcast: Make Economy Great Again
Host: WELT (Ulf Poschardt & Ökonom Dr. Daniel Stelter)
Date: June 24, 2026
Duration: ~56 min
Dieses Mal fokussieren sich Ulf Poschardt und Daniel Stelter auf drei zentrale Themen, die den aktuellen Zustand der deutschen Volkswirtschaft und Industrie widerspiegeln:
[00:00–16:31]
"Bordellverbot für Parteimitglieder... wie lustig wären die parteiinternen Ermittlungen!"
(Ulf Poschardt, [03:05])
"Die Linken wollen immer alles abschaffen, aber immer nur für andere."
(Daniel Stelter, [09:57])
[20:13–31:36]
Reformauslöser:
Stelter (ab [21:27]):
„Selbstständigkeit bedeutet, Werte aufzubauen, und dann brauchst du die gesetzliche Rente im Zweifel nicht.“
Katharina Bruns' Kritik zur Reform
Katharina Bruns, Sprachrohr der Selbstständigen, wird zitiert:
„Wir haben unseren Lebensentwurf in Freiheit gewählt und wollen diese Verpflichtungen nicht – die Politik ignoriert unsere Gruppe vollständig.“
(Ulf Poschardt, [27:11])
[31:36–44:14]
Insolvenzen:
Automobilindustrie:
BMW veröffentlicht Gewinnwarnung – als letzter ehemals stabiler Autokonzern in Deutschland.
Audi-CEO Gernot Döllner warnt intern:
„Es geht gar nicht mehr darum, ob wir nur unsere Marke retten, sondern ob wir in der Lage sind, die Automobilindustrie in Gänze in Deutschland zu retten.“
(Ulf Poschardt zitiert Audi CEO, [34:33])
Hauptursachen laut Stelter:
Symbolik: Auch ehemals sehr starke Industrieregionen, wie München/Stuttgart, verlieren spürbar Wohlstand und Zukunftsfähigkeit.
[49:34–54:40]
[ab 54:40]
Der Podcast bleibt gewohnt analytisch, manchmal bissig bis polemisch, mit vielen Anekdoten und klarer Kante gegen ökonomische und politische Realitätsflucht.
Beispiel:
„Bei uns gibt es nur Grauen am Morgen.“ (Ulf Poschardt, [39:37])
Wer wissen will, wie eng Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Realität in Deutschland zusammenhängen und wo an den Schnittstellen wirklich Reformbedarf besteht, findet hier fundierte, meinungsfreudige und pointierte Analysen – mit vielen Einblicken in die strukturellen Schwachpunkte des Landes und kritisch-humorvollen Seitenhieben auf den Zeitgeist.