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Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht, guten Mittag. Wir sind ja verpflichtet zu ganz wichtigen Transparenzhinweisen. Daniel und ich treffen uns hier gerade auf einem Bollerwagen, weil es ist ja Herrentag und wir ziehen zusammen mit einer neoliberalen Kutsche durch den Grunewald. Das nur zur Transparenz. Nein, Quatsch, stimmt natürlich nicht. Wir Neoliberalen arbeiten auch am Feiertag hart und mit uns unser neoliberaler Freund sehr, der das Ganze produziert. Herzlich willkommen. Wir haben krasse Themen.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great again. Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
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Ich muss wirklich sagen, hätte nicht gedacht, dass mich der DGB noch mal kriegt. Aber was da gelaufen ist beim DGB mit dem Kanzler, aber auch mit dem Vizekanzler aka mein Freund Lars, war bemerkenswert. Dann reden wir gar nicht so weit vom DGB entfernt den Koalitionsausschuss der sogenannten GroKo, die jeden Tag kleiner wird. Und dann reden wir noch mal über Alex K. Und die deutsche Technologieangst und in dem Zusammenhang über eine bemerkenswerte Reise von Donald Trump mit den größten Tech Unternehmen nach China. Was braut sich da zusammen? Wir haben auch einen sehr lustigen Vorschlag für ein Ist das mega oder kann das wegbekommen? Hallo lieber Daniel.
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Hallo lieber Ulf. Was für Themen? Ja, ja, fröhlichen Vatertag. Ja, in der Tat. Für mich ist es auch eher Himmelfahrt. Ich habe es schon zu meinen Kindern gemeint. Ich finde es ein bisschen. Ja gut, ich weiß, ich bin wahrscheinlich wirklich ein alter weißer Mann, weil ich denke mir, ja gut, eigentlich, also Muttertag ist ganz wichtig, aber Vatertag finde ich jetzt nicht so wichtig.
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Ich meine, also mich kriegt so ein Vatertag doch sehr und wir wissen ja, wie wichtig die Mutter ist, klar. Aber der Vater hat ja auch so eine zentrale Rolle, Kinder zu sozialisieren. Zumindest ist es die klassische Rollenverteilung auf diese grausame, harte, neoliberale Welt da draußen. Und diese Rolle nehme ich natürlich sehr, sehr gerne ein.
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Aber das mache ich ja 365 Tage im Jahr. Das war hier nicht nur ein Vatertag vor dem Hintergrund.
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Ich fürchte, wir machen das ja beide so. Shame on us. Aber weil wir gerade beim Shamen sind, Friedrich Merz beim DGB und vielleicht möchte ich einsteigen in unsere Rollercoast Fahrt zu diesem Podcast mit so dieser neuen Art von linker Bösartigkeit, Verbitterung und intellektueller Selbstverzwergung in Kombination mit so einem richtig vulgären Sound, den ich ja an sich mag, aber wenn er so verbittert und vulgär ist, eigentlich nur trostlos. Irgendeiner dieser linken Influencer, ihnen Clowns, hat während der Märzrede einfach zwei Eier präpariert gehabt. Ja, ich hoffe mal, es waren Bio Eier. Und dann hat dieser ziemlich hässliche Vogel einfach die so abgeleckt und dann man sah mal Friedrich Merz, unseren deutschen Bundeskanzler und dann so Ein Typ im Fred Perry Look von vor 25 Jahren und so einem Fashion Ring und so weiter. Also wirklich so ein Typ, der sich nur noch in so einem Biotop von komplett aus der Zeit gefallenen, aber dank deutschem Arbeitsrecht beamtenmässig abgesicherten Milieu so als der Freche präsentieren kann. Und der leckte dann die Eier und es stand dann März, leckt Eier. Und im Grunde genommen sind solche Leute eigentlich auch wunderbar, weil sie machen deutlich, wo die deutsche Gewerkschaftsbewegung hingekommen ist. Ich muss jetzt nicht zum tausendsten Mal erklären, dass ich ein großer Fan von der erfolgreichen Konzeption der Sozialpartnerschaft bin, dass ich glaube, dass die historischen Verdienste der Gewerkschaftsbewegung ähnlich groß zu bewerten sind wie die der deutschen und der europäischen oder globalen Sozialdemokratie. Aber man sieht eben auch in dem Moment, wo man aufhört fortschrittlich zu sein, wenn man aufhört, sich vor den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen, wenn man aufhört eigentlich zu reflektieren, was man da macht und de facto strukturkonservativ oder eben auch strukturreaktionär wird, dann kippt es in etwas, was wirklich fatal ist, was katastrophal ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dieses Ausbuhen, Auslachen, höhnische Unterbrechen, die Plakate, all das war eigentlich so ein Symptom dafür, dass die Gewerkschaften eigentlich keinerlei Gestaltungskraft mehr haben für irgendetwas, was mit Wohlstand, Fortschritt und auch Wachstum zu tun hat. Sind Besitzstandsware, die den Standort kaputt machen, sind diejenigen, die verantwortlich sind für Hunderttausende von Arbeitslosen. Und allein so ein Video, ich stelle mir ja immer und immer wieder die, wenn ich jetzt ein Investor bin an der Westküste, an der Ostküste, aus der Schweiz, vielleicht aus UK, aus Skandinavien. Du guckst dir an, wer sind denn eigentlich meine Sozialpartner? Wer sind die Leute, mit denen ich, wenn ich einen groß genug Industriestandort oder auch nur ein großes Labor oder was auch immer da aufbaue, mit wem habe ich es denn da zu tun? Und dann sieht er einen Gewerkschaftsmob, muss man ja fast sagen, der eigentlich rebelliert gegen Common Sense. Also wie Friedrich Merz zu Recht gesagt hat, wir haben ja oft mit ihm geschimpft hier, aber was er gesagt hat, ist eigentlich nur ganz einfach Mathematik und Arithmetik in Zusammenhang bringen mit dem, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt. Und da sieht man eben, dass das, was Bärbel Bas, haben wir schon fünfmal drüber geredet, angerichtet hat mit ihrer wirklich bescheuerten Rede damals bei den Arbeitgebern, nicht nur in der SPD, sondern auch in der Gewerkschaft, als so eine Ermutigung verstanden wurde, mit dem Linksruck konsequent weiterzumachen. Und dieser Linksruck wird dazu führen, dass diese Koalition auch nach dem jüngsten Koalitionsausschuss wahrscheinlich zu nichts anderem in der Lage ist, als Steuern zu erhöhen und weitere Schulden zu machen. Zwar ein Offenbarungseid, aber was mich besonders ehrlich gesagt schockiert hat, ist, wie fremd Frau Fahimi und ihre Truppen eigentlich irgendeiner Form von Veränderung gegenüberstehen. Das war eigentlich der Sozialstaat ist tabu, Arbeitszeitflexibilisierungen sind tabu. Und da können wir ja gleich noch mal reden über So ein paar SPDler, die sich dazu geäußert haben. Lieber Daniel, ich war echt schockiert. Ich weiß nicht, wie es dir damit ging.
C
Ja gut, ich meine Kurzfassung ist, ich war auch schockiert. Auf der anderen Seite war ich eigentlich nur bestätigt in meiner Einschätzung, dass das Land sich zunehmend als reformunfähig auch erweist. Wichtige Stützen des Landes. Jetzt kann man natürlich darüber philosophieren. Zum einen ist es natürlich so, der DGB widerspiegelt die Machtverschiebung bei den Gewerkschaften. Wenn du seit Jahren Jobs verlierst in der Privatwirtschaft, nur beim Staat aufbaust, wächst natürlich die Macht der Staatsgewerkschaft, also von Verdi. Wenn du gleichzeitig natürlich auch aufgrund dieses Niedergangs auch immer mehr Unternehmen hast, die aus dem Tarifverbund ausscheiden, dann wächst natürlich auch noch mal relativ die Macht eben der Vertretung der Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor und die sehen halt so, weil wenn du beim Vektor arbeitest, dann weißt du, das Geld kommt aus dem Staat, Strom aus der Steckdose, alles ist super. Im Prinzip bist du der Realwirtschaft völlig entfernt. Du hast auch gar nicht damit zu tun. Du siehst im Prinzip hier meines Erachtens an der Reaktion, um DGB eben die Gewichtsverschiebung in der Wirtschaft zu Lasten der Privatwirtschaft. Und das ist ganz fatal, weil auch die ganzen Streiks, die wir gesehen haben im öffentlichen Dienst, für noch mehr Arbeitszeit etc. Ist ja gar nicht so beendet, wie ich richtig verstanden habe. Ist natürlich nichts anderes als im Prinzip die Ansage, wir im öffentlichen Sektor, wir plündern jetzt die anderen das gerne mit höheren Steuernabgaben und wenn das nicht langt, eben auch mit Schulden, weil Schulden bedeuten nichts anderes als in Zukunftszwang zu noch höheren Steuerabgaben. Das war der eine Gedanke. Der zweite Gedanke, ich glaube, um quasi den Absturz Deutschlands noch zu verhindern. Und das ist ganz interessant, du hast wahrscheinlich auch gesehen das Interview mit Frau Nicola Leibinger Kammmüller von Trumpf im Handelsblatt. Sie ist wirklich eine anerkannt erfolgreiche Unternehmerin. Wenn du das Interview liest, dann sagt sie, ja klar, wir müssen der SPD wahrscheinlich höhere Steuern geben. Ich finde es blöd, wenn ich so in die Ecke gestellt werde, so als vermeintlich Reiche. Ich will meinen Beitrag leisten, aber der Staat muss mit dem Geld auch vernünftig umgehen. Das tut er ja nicht, das wissen wir. Der Staat veruntreut es, kritisiert sie auch und dann spricht sie eigentlich durchgehend, so war auch ihr Bruder, ihr Bruder Peter Leibinger ist ja zurzeit BDI Chef. Und sie sagt im Prinzip, wir sind wirklich in der schwierigsten Wirtschaftslage seit dem Kriegsende. Es kommt alles zusammen, wir haben eine Demistrialisierung, es geht wirklich den Bach runter, wir brauchen dringend Reformen und diese Regierung muss sich zusammenreißen. Das sagt sie hier und das sehr, sehr sachlich und sagt doch, wir wollen doch gar nicht mit anderen. Die Union muss mit der SPD, die SPD muss da mitziehen, Da spricht die Hoffnung noch mit. Ich würde aber auch gleichzeitig, nachdem die Lage so ist und der DGB so ist, frage ich mich natürlich auch, wie kannst du es aufbrechen? Ich glaube, du könntest natürlich aufbrechen, nur wenn dein Freund Lars erkennen würde, dass die Zukunft der SPD eben nicht darin liegt, den Niedergang weiter zu beschleunigen. Zum Zweiten müssen wir aber auch eins Ich glaube, du brauchst auch starke Führung. Du brauchst in diesen Zeiten starke Führung in der Form von einem Kanzler, der seine Richtlinienkompetenz nutzt, der seine eigene Truppe erst einmal geeint hat. Da fangen wir ja schon mal an. Die Union ist ja keineswegs geeint und dann im Prinzip klare Führung zeigt. Und ich glaube, wenn du hingehst wie Herr Merz und dann eine nüchterne Rede hältst beim DGB und mitnehmen möchtest und dann gleich nicht auf die Mathematik hinweist hier, falls Müntefering ebenfalls SPD, ja vor 25 Jahren als Volkshochschule Sauerland würde, glaube ich, genügend dafür darstellt und dann dafür ausgelacht oder beschimpft wird. Der Punkt ist doch, dass er als Person nicht die Glaubwürdigkeit hat, als Führungskraft dazustehen, als der Anführer für die Reform im Lande. Und das ist eine eklatante Schwäche. Jetzt sehe ich nicht die Person, die das machen könnte. Aber wir haben natürlich, wenn man zurückdenkt an Gerhard Schröder, Gerhard Schröder hatte dieses Thema schon, der hat auf den Tisch gehauen, der ist da losmarschiert, basta Kanzler und ähnliches. Das heißt, wir haben einen Gewerkschaftsbund, der nach links gerückt ist und Verdi dominiert ist, der traf dann auf einen Kanzler, der einfach schwach ist. Das machst du nicht bei jedem. Ja, und das ist das Fatale. Und wenn du dann sagst, okay, wir brauchen aber eigentlich jetzt Richtlinienkompetenz, wir brauchen jetzt diese Reform, dann haben wir natürlich ein echtes Dilemma.
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Daniel du hast wie immer recht. Und das muss ich ja nicht immer sagen, aber ich sage es einfach so von Herzen gerne. Nur ich würde jetzt sehr gerne mal Friedrich Merz verteidigen. Also mit der Führung hast du recht. Wir hätten uns die Führung ja im Sinne von Make Economy Great Again auch gewünscht. Bei all den versprochenen Reformen des Sozialstaats und der sozialen Sicherungssysteme ist alles vollkommen richtig. Aber ich glaube eher, das, was wir hier gesehen haben, eigentlich sind zwei bis drei andere Abrisskanten, über die wir sprechen müssen. Und wenig überraschend für die Hörer des Podcasts komme ich immer und immer wieder zurück, dass das das Ergebnis einer kulturellen Verschiebung ist. Und die fängt mit Sprache und Ideen an zu tun, als wären die Gewerkschaften Teil der politischen Mitte, ist falsch. Und die Status Quo Institutionen Retter versuchen weiterhin zwanghaft alles unter den großen zu rettenden Status Quo Komplex zu definieren, um zu sagen, ja, so haben wir es immer gemacht seit 1945 sagen wir mal lieber seit 1949 und deshalb muss man es so bewahren. Dann gibt es die verschiedenen Dinge, also deren Tektonik nicht nur der Gewaltenteilung in der Politik, sondern in dem Fall auch des Wirtschaftssystems, ist geprägt von einem Wir denken alles aus der Tradition heraus und wir können uns nicht vorstellen, dass einzelne Institutionen und auch verdiente traditionelle Institutionen aus der inneren Logik dessen Weg und Ausbrechen, das dieses Land groß gemacht hat. Und ich will noch mal eine Lanze brechen für die Sozialpartnerschaft im Nachkriegsdeutschland. Die waren nämlich entscheidend dafür, dass wir auch 1955 diese ungeheuren Wachstumszahlen hatten, dass wir die fleißigsten in Europa waren. Natürlich, Samstag gehört Papa mir und so weiter. Es gab immer das engagierte Kämpfen für Arbeitnehmerrechte, was ja auch richtig ist für eine Gewerkschaft, aber es war im Abgleich dessen wohl wissend der Arbeitnehmer und Deutschland war eine mittelständische Struktur, vor allem denen muss es auch gehen, damit es gut gehen, damit es uns gut geht. Und dieser Comment war prägend. Ich habe ja mal ein Buch über Porsche 911 geschrieben, da mich besonders beeindruckt, dass Ferry Porsche Sozialsicherungen, also Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gezahlt hat, bevor es tariflich vereinbart und verpflichtend war. Warum? Weil er geglaubt hat, dass ein glücklicher Arbeiter, ich mache es jetzt mal ganz salopp, bessere Qualität produziert. Und das ging so lange gut, solange diese wechselseitige, dialektisch könnte man sagen, ein ideales Verhältnis, Herr Knecht, dazu geführt hat, dass man die ganze Zeit wechselseitig in der Verantwortung ist für eine funktionierende soziale Marktwirtschaft. Und da haben die Gewerkschaften mitgetan. Mein Lieblings IG Metaller Steinkühler mit dem S zum Tennisspielen mit Herrn Späth gefahren, das waren die Gewerkschafter. Und Gerhard Schröder konnte mit den Gewerkschaften reden, weil er a mit seiner sozialen Herkunft, aber auch b zu Wir wollen, dass es uns allen gemeinsam gut geht. Und man schimpft mich Genosse der Bosse. Aber weil ich ein Genosse der Bosse bin, kann ich mehr für euch rausholen. Und diese Dialektik ist zerbröselt. Und diese Dialektik auch, dass diese Gewerkschaften und soziale Sozialpartnerschaft und so weiter irgendwo in der Mitte angesiedelt ist, mit dem Common Sense verteut, das gilt nicht mehr. Der DGB ist, wie man sehen konnte, am Ende. Das ist eine verbitterte Klassenkämpfer Veranstaltung, die genauso wie die SPD ihre Zustimmung verliert. Es gibt neue Betriebsratslisten, die AfD nah sind. So wie die SPD Hunderttausende von Wählern an die AfD verloren hat, so geht es auch den Gewerkschaften. Und man sieht, wie bei der SPD, es gibt eigentlich keine Vorstellung von sich selbst, wie die Zukunft gestaltet werden kann. Das ist Fortschrittsverweigerung. Es gibt nichts Konservativeres. Also ein DGB ist ungefähr hundertmal konservativer wahrscheinlich als jeder völkische clown in der AfD, weil sie wirklich nicht in der Lage sind, das Gewesene mit einer Zeitachse nach vorne zu entwickeln, wie man in Zeiten einer globalisierten Ökonomie und eines solchen Wettbewerbs sich selbst disruptieren muss, um weiterhin Zing zu haben. Und bevor wir dann vielleicht flux rüber switchen zum Koalitionsausschuss, wo das ähnliche Problem ist, das war ja auch Gerhard Schröder, der Michail Gorbatschow zitiert, also zwei Linke Gorbatschow hat Entweder Wir modernisieren uns oder ihr werdet modernisiert, wer zu spät kommt in bestraftes Leben. Und Schröder Wer nicht reformiert wird, Also wer nicht reformiert, wird reformiert werden. Und die Gewerkschaften werden dieselbe Entwicklung haben, weil irgendwann, wenn die Unternehmen pleite gehen, wird auch der Betriebsrat dort nicht mehr üppig finanziert werden. Mich macht an all dem eigentlich am traurigsten, dass wir unser aufgeklärtes, mündiges Bürgertum nicht mehr haben, das laut wird, außer die Familie Leibinger, die wunderbar ist. Aber dass wir auch in den Medien weiterhin eine Armada von Bullshit Theorien haben. Also wir hatten ja auch, Frau Bas, es gibt keine Einwanderung in die Sozialsysteme. Dann sitzt irgendwie so eine originell frisierte Kollegin da und Nö, es gibt keine Pullfaktoren und die wollen uns verarschen. Die haben uns verarscht, auch mit dem Klima Panikbericht, den die Klimaforscher jetzt eingesammelt haben. Und so haben sie uns verarscht mit der Fraunhofer Studie, die seit der Dekonstruktion durch Stelter nur noch die Stelter Fraunhofer Studie ist. Und all diese Dinge verhindern, dass wir mit so einer Performance, wie sie die Gewerkschaften beim Merz gezeigt haben, dass das nicht einfach so ein Comment wird, zu sagen, das ist absolut indiskutabel. Und dann gibt es dann die Linken und Sozis und auch Gewerkschafter, auch vernünftig. Ja, aber Frau Bas wurde bei den Arbeitgebern ausgelacht. Ja, der große Unterschied ist, Frau Bas wurde ausgelacht, weil sie stossdummes Zeug erzählt hat. Friedrich Merz wird ausgedacht, weil er einfach 100 Prozent trockenste Wahrheiten ausspricht. Und wenn man dann in seinem Mittelfehl,
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und Merz hat Bars ja damals in Schutz genommen, hat gemeint, das macht man nicht. Das ist auch richtig Kleinigkeiten. Ich meine, aber ich finde es trotzdem schon so.
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Ja, er ist rührend, aber das ist die große Gemengelage. Und solange wir nicht erkennen, dass das eine Untergangskultur ist, mein neues Lieblingsmetapher ist ja, das ist schlafwandelnd aufgrund der eigenen Beschränktheit und des Nicht Absehen Könnens von dem, was man im Augenblick so verzapft. Und ehrlich gesagt, auch weil man so sehr gefangen ist in so einer Struktur auf more of the same, Diese Zwanghaftigkeit, diese Entwicklung. Ich sitze da mittlerweile und guck mir das alles an und ey, das kann doch nicht wahr sein. Wieso wachen die nicht auf? Das kann doch Frau Fahimi, die ist ja alles nur nicht blöde. Das kann doch nicht wahr sein. Lars Klingbeil, der ihr voll Zucker gibt am Abend vor der März Rede, Das kann doch alles nicht wahr sein. SPD, ihr seid bei 12 Prozent, ihr müsst in Sachsen Anhalt um die 5 Prozent Hürde kämpfen und ihr macht einfach weiter so. Das ist vollkommen verrückt.
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Na gut, ich glaube einfach, dass die Überzeugung da ist, dass sie das Richtige tun und es wird alles funktionieren. Sobald wir mehr Geld aufs Problem werfen, wird auch das Wunder geschehen. Die Wirtschaft sich erholen, die Menschen werden erkennen, wie gut es ist, dass sie so regiert wurden. Sie werden wiedergewählt. Ich glaube, das ist das Spiel, oder? Das Spiel ist einfach völlig egal. Drei Jahre noch Dienstwagen und um die Welt reisen, wichtige Leute treffen und wichtig sein, das wissen wir einfach nicht. Nur das. Schade ist einfach, dass währenddessen die Realität einfach sich immer mehr in die Wirtschaft reinfrisst. Das ist das Dilemma. Und ich meine, wir sollten in der Tat auch mit Blick auf den Koalitionsausschuss, ich weiß nicht was du groß darüber sprechen möchtest. Ich meine, Koalitionsausschluss, da haben sie beschlossen, was beschließen zu wollen in der Zukunft irgendwann mal. Ich glaube, das ist das Ergebnis. Und wir wissen ja, dass sie schon seit Monaten beschließen, irgendwas in der Zukunft beschließen zu wollen, es dann nicht beschließen. Insofern bin ich ziemlich unsicher, ob die heutigen Beschlüsse in Zukunft irgendwas beschließen zu wollen, irgendwelche Beschlüsse herbeiführen. Werden, die wirklich was verändern am Ende? Ich glaube eher, sie werden dann wieder bekannt geben, dass sie noch irgendwas anderes beschließen. Und wie du richtig gesagt hast, der Konsens ist Steuernabgaben erhöhen. Ich meine, es gab jetzt Diskussion, jetzt sparen wir kürzen mal alle Subventionen 5 Prozent. Großer Aufschrei dabei. Ich habe ja dann auch bei den Kollegen gesagt, ich finde da fehlte null. Ich bin da festen Auffassung, wir sollten 50 Prozent bei den Subventionen kürzen. Das kann man nämlich auch, wenn man so richtig anpackt und dann reden wir, weiß nicht, dann redet ja, wir müssen das Dienstwagenprivileg und was weiß ich ja was für Privilegien, okay, du kannst ja überlegen, dass du vielleicht nicht die Ferraris Dienstwagen hast, so what, Das bringt auch noch, das tritt das Geld gar nicht ein. Wir müssen an die ganzen anderen Subventionen rein, gerade vor allem im Bereich Industrie, Wirtschaft, Klima und so ein Zeug. Gerade auch mit Blick auf den neuen Klimabericht. Es ist interessant übrigens, du hast schon mitbekommen, dass das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, welches uns zwingt, uns zu deindustrialisieren, auch wenn wir vielleicht gar nicht wollen, demokratisch, dieses Urteil basiert ja auf diesem völlig Extremszenario des IPCC, welches jetzt völlig nicht mehr realistisch ist und ausgeschlossen wird. Aber ich bin mir nicht sicher, wie eine Revision dieses Urteils erfolgt. Also wir sind da völlig autonom auf einem Track und vor dem Hintergrund, die werden die Löcher stopfen mit Steuern, die werden vielleicht hier und da was über Substitution machen, was aber meistens dann nichts anderes ist als auch eine Steuererhöhung. Ich meine, weil es auch das Dieselprivileg, okay, was heißt Klartext, Diesel hat das Privileg, nicht ganz so hoch besteuert zu sein wie Benzin. Okay, Aber weißt du, warum ist das denn so? Weil unter anderem die Lebensmittel, die durch die Republik gekarrt werden mit Lastwagen transportiert werden, die Diesel verbrauchen und ja, jetzt können wieder einige zu. Es gibt irgendwann mal Elektrolastwagen. Ja, mag ja vielleicht sein, aber ich würde mal heute tippen, 99,9 Prozent der Lastwagen in Deutschland sind mit dieselbe Betrieben. Abgesehen davon, jetzt haben sie, okay, sie wollen die CO Abgabe dieses Jahr nicht erhöhen. Du erinnerst dich an unsere fünf Vorschläge kurz vor Weihnachten letztes Jahr. Ich hab verpflichtet, jetzt auf die Erhöhung der CO jetzt zu sagen, wir machen es in Zukunft nicht. Das ist ja ganz nett. Ich mal ganz ehrlich, erstmal die Wirtschaft schmiert ab und dann sowas überhaupt mal zu diskutieren, ist sowieso irre. Also insofern, und die EU hat schon gesagt, wir sollten darauf verzichten. Also insofern, sie machen irgendwas, was eh kommt, von der EU gefördert wird und so weiter, verkaufen es eigene Beschlüsse. Es ist echt traurig. Aber wie gesagt, ich bin zuversichtlich, dass wir weiterhin vom Komitee der Kommunikation des Koalitionsausschusses Berichte bekommen werden über Beschlüsse in Zukunft etwas beschließen zu wollen. Da bleibe ich dabei. Ich glaube, das ist das Motto dieser Regierung.
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Ja, absolut. Und man freut sich schon, wenn es statt Wiener Villa Borsig keine Anschreiereien gibt. Das ist ja fast schon als Fortschritt zu sehen, wenn die dann schweigend auseinanderlaufen. Aber wenn du aus der Privatwirtschaft kommst, so wie wir beide, dann weißt du eigentlich, egal in welcher Funktion du in einem Unternehmen bist, das große Probleme hat, dass eigentlich allen Beteiligten, wie heißt das im Beraterdeutsch so schön, Sense of Urgency klar ist und dass gewissermaßen je nach Sense of Urgency im Grunde genommen die Zeiträume definiert werden und die Drastik der Maßnahmen, die getroffen werden müssen, weil man eben sonst Gefahr läuft, dieses Unternehmen zu verlieren. Und das Interessante ist, dass auch diese Zeitachse, die ich als jemand, der in meiner Rolle als langjähriger Chefredakteur und Geschäftsführer praktisch den Journalismus von Anfang an kennengelernt hat, als etwas, was auch mit Kostenmanagement und zum Teil drastischen Kürzungen zu tun hat. Und ich fand immer beeindruckend, als ich als linken Kind in diese Welt sprang, wie krass die Zeitpläne sind, die einem da vorgelegt werden. Und immer eigentlich so, dass meine Wahrnehmung oh Gott, wie soll ich das denn hinkriegen. Und dann kam immer der wunderbare Auftritt eigentlich von einem sogenannten geschäftsführenden Redakteur und einem CFO. Oder eben Prokuristen, der einem so erklärt hat, so junger Mann, als ich mit 29 Chefredakteur, wir müssen hier eine Million runter und Hier sind die Etat Pläne. Es ist jetzt Freitag, 18 Uhr vier und dreiig. Ich finde wirklich toll, dass sie das jetzt machen. Gucken sich die Etats bis Montag an und am Montagnachmittag trinken wir einen Kaffee und sie sagen mir, wo wir da was rausnehmen können. Okay? Und das würde ich nie vergessen. Und das Tolle ist, wenn man es einmal gemacht hat, das war sozusagen meine Jungferntaufe, da war ich noch keine dreiig. Es geht, es geht und du musst alles geben und du musst sozusagen dir angucken. Das erfordert Augenmaß, es erfordert differenzierte Reaktionen. Aber dieser Druck, dieser Sense of Urgency, der ist einfach da. Das ist die Realität. Und das Interessante ist, was mich am wahnsinnigsten macht, dass wir einfach so Quartale verstreichen lassen. Herbst der Reformen, Frühling der Reform, jetzt ist glaube ich bald Sommer und ja vor der Sommerpause. Und da sind wir mal gespannt. Und das macht einfach so deutlich, dass diese politische Realität vollkommen entkoppelt ist von den Notwendigkeiten dessen, was passieren muss. Das Wort sparen kommt weiterhin in keiner Diskussion vor. Es kommt nirgendwo vor, dass wir den Staat kleiner machen müssen. Es kommt nirgendwo vor, wo wir Geld verschwenden. Und auch hier, bitte seht es mir nach. Ich meine, Daniel ist der Unternehmensberater und Unternehmer und Investor und alles. Aber selbst ich als linken Kind und Pipi Philosoph, checke einfach, wenn du das echt, wenn du dir Gesellschaft Wir müssen sparen. Der Staat muss sparen. Das sind die Kurven der Beamten, das sind die Ausgaben für den Staat, das ist die Staatsquote und so weiter.
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Ich fuchtle hier in die Kamera, alles geht nach oben und die Wirtschaft geht nach unten.
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Stopp. Es muss nach unten gehen. Und das heißt, jedes Investment, meine ersten geschäftsführenden Redakteure, mit denen ich da saß, wir haben uns angeguckt, ob wir beim Kopierer Papier, das gab es damals noch und bei den Faxgerätsrollen, wir haben da gespart. Sparen heißt, dass jenem Mitglied der Organisation, in der man zusammen wirtschaftet, klar ist, wir müssen sparen. Und zwar an allen Ecken und Enden und nichts davon ist zu spüren. Ich will jetzt gar nicht noch mal anfangen, noch mal ein eigener Talk. Antisemitismus, was man da wieder alles erlebt hat, steuerfinanziert. Es ist so ekelhaft und der Koalitionsausschuss krankt eben davon, dass es nicht mal, und da mag Merz keine Führung haben und so, aber es ist kulturell nicht angekommen, was die Stunde schlägt. Der SPD Generalsekretär sagt in irgendeiner dieser am Ende alle gleichlautenden Talkshows, ja, 56 Prozent Steuersatz war doch eigentlich super. Und der allergeilste ist einfach der Haushaltsobmann Thorsten Rudolf, den haben wir da gefilmt zu den Steuern. Und der sagt dann ernsthaft, ja, die Reichen müssen eben auch was dazu tun. Die Reichen zahlen das, die unteren und mittleren Einkommen zahlen einen Witz verglichen mit dem, was sie reichen und sich das nur O Ton mit Cocktail in der Hand angucken. Solange ein Sozi, egal wie unbedeutend und provinziell und mittelmäßig und auch rhetorisch limitiert er sein mag, solange Sozi diese Erzählung von den Reichen und Erfolgreichen hat, dass die faul, asozial, unsolidarisch mit dem Cocktail an der Hand die anderen schuften lassen, muss man sich nicht wundern, wenn so eine LinkedIn bonbonfarbene Fahimi diese Art von Klassenkampf predigt. Die SPD, die diesen Sound hat, lassen wir mal Philipp Türmer mit seinem Linksradikalismus ganz in Ruhe. Eine SPD, die das und das ist ein Typ aus der Mitte haben die
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Grünen aber auch und geht da bis in die Union hinein. Ich meine, ich habe vorhin Frau Leibinger Kammbüller zitiert, sie hat nur gesagt gehabt, sie fühlt sich richtig in die Ecke gestellt Und ich meine, sie ist jetzt nicht diejenige, die da mit dem Cocktail in der Ecke steht und zuschaut. Sie wird da angegriffen und sie ist wirklich unternehmerisch tätig und steht dafür Verantwortung für mehrere tausend Jobs. Ich finde, das zeigt es eigentlich schon, was da kaputt gemacht wird. Ich meine, ich möchte trotzdem ganz weißt du, es gibt ja eine Alternative. Also zum einen ist es so, wenn die im Unternehmen anfangen zu sparen, sparen sie meistens bei den Keksen für die Meetings. So, das ist natürlich nicht der richtige Hebel. Und wir sind zurzeit nicht mehr bei den Keksen für die Meetings an der Combat Regierung. Zweite Aussage die richtige Lösung ist.
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So wie die aussehen, haben einige Kabinettsmitglieder größere Kekspackungen bekommen.
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Da muss natürlich der zweite Punkt, den man ansprechen Natürlich ist es immer besser zu wachsen. Weißt du, wenn du wächst, musst du weniger kürzen. Das muss man der SPD noch mal klar machen. Wenn die Wirtschaft wachsen würde, könnten wir auch einen höheren Sozialstaat uns leisten. Das hängt einfach zusammen. Und jetzt ist aber so, wenn du das nicht hast, dann ist es eben nicht damit getan, einfach Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Siehe jetzt aktuell, wir haben viel Geld in die Wirtschaft gepumpt. Und mal ganz ehrlich, die ersten Ökonomen sprechen schon davon, dass 2026 erneut eine Rezession droht. Natürlich wegen dem bösen Donald Trump und wegen Iran und so weiter. Fakt ist natürlich so, wenn die Privatwirtschaft immer überlastet wird und nur noch der Staat wächst, darfst du nicht wundern. Ich will noch mal Wir haben enormes Einfuhrpotenzial im Haushalt. Also die Subvention. Wir haben es ja angesprochen, Subventionen waren 2015 ungefähr 1,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt, liegen jetzt bei über 3 Prozent. Wenn wir auf 2015 Niveau zurückgehen, sprechen von 1,5 Prozent Punkten. Einsparung kriegen wir von jenseits 60 Milliarden Euro. Also ich würde 60 Milliarden bei den Subventionen sparen. Sozialstaat wissen wir, wenn wir aufs Niveau von 2019 zurückgehen würden, sind es schon fast 30 Milliarden. Wenn wir aufs Niveau von 2003 zurückgehen Würden, reden wir von 40, 50 Milliarden, vielleicht sogar noch mehr. Dann haben wir noch die NGOs. NGO heißt ja NG und nicht SG. Das heißt, könntest du eigentlich komplett streichen. Und da müssen wir auch nicht die Weltmeister sein, die weltweit am meisten Geld geben für Entwicklungshilfe. Und ich bleibe dabei, ich glaube, Indien war ja Da kann man sich Projekte machen. Auf der anderen Seite ist es eine Nation, die Atomraketen hat und die zum Mond geflogen ist. Ich meine, das haben wir noch nicht geschafft. Vor dem Hintergrund kann man auch die Frage Muss man das machen? Und wenn man dann kürzt, bist du schon mal locker bei über 100 Milliarden. Da kannst du das tun, was man tun muss. Man muss nicht beides machen. Du musst eigentlich die Abgaben senken, versteuern, aber vor allem muss die Sozialabgaben senken, weil es ist das witzige Spiel bei der SPD, Sie möchte den kleinen Einkommen helfen, aber die kleinen Einkommen für diese Steuern nicht das Relevante, für die Sozialabgaben das Relevante. Und da, da gab es übrigens diese Woche in der Welt einen wirklich guten Artikel von dieser Frau, die gesagt hat, ich habe mal ausgerechnet, was ich bekommen würde, wenn ich nicht arbeiten würde mit vier Kindern. Dann kam sie auf ein Nettoeinkommen, was sie überhaupt nicht erwirtschaften kann, jetzt als Erwerbstätige vom Staat lebt. Und da sehen wir schon das Grundproblem. Und das Grundproblem ist jetzt vielleicht nicht unbedingt, dass die Bürgergeldempfänger zu viel bekommen, wahrscheinlich kriegen sie auch zu viel. Das Grundproblem ist aber, dass quasi die Maße der Bevölkerung keinen Abstand mehr hat zu diesem Einkommen, das vom Staat kommt, weil ihnen so viel weggenommen wird, weil sie sofort überall zahlen müssen. Und das sind die Dinge, die passieren müssen, die passieren eben nicht. Und das alles vorm Hintergrund, dass die Wirtschaft währenddessen weiterhin einen Alarmruf nach dem anderen sendet und nicht ernst genommen wird.
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Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass unser minoritärer Diskurs hier in dem Podcast einfach abseits unserer wirklich liebenswerten Community nicht wirklich verfängt und uns fehlen Multiplikatoren. Und ich finde die Familie Leibinger, ich bin dir sehr dankbar, Daniel, dass du das noch mal zitiert hast, wer Frau Leibinger mal erlebt hat und ein bisschen über die Familie gelesen hat, ich glaube, was den Arbeitsethos dieser Familie betrifft und einen fast, würde ich sagen, dogmatischen Protestantismus, der kann gar nicht anders als diese Art von stehen da mit Cocktailgläsern. Das ist zynisch, vor allem wenn sie von einer Pfeife kommt, die so aussieht, als würde sie gerne mit dem Cocktailglas irgendwo rumstehen, weil am Ende hinter jedem Sozialdemokraten ja auch so eine Fantasie Ich habe es geschafft und ich bin dann schon ein bisschen wehr und mein Strelson Anzug sitzt heute wieder richtig gut und ich gönne mir jetzt ein Aperol, nachdem ich wieder Klassenkampf gemacht habe. Also diese Art von vollkommen verrutschte Selbstwahrnehmung fällt halt im Augenblick deshalb auf so einen fruchtbaren Boden, weil die Lernkurven links der Mitte bei 0 bis 10 sind und für mich eigentlich am dramatischsten bei den klügsten Vertretern dieses Status quo Mitte Begriffs aus Furcht eben auch nicht weiterentwickelt sind. Ich meine, der Einzige, der, glaube ich, kapiert hat, was die Stunde schlägt, ist Robin Alexander. Der hat auch jetzt in allen Podcast und Talkshow Auftritten einfach deutlich gemacht, die Mitte muss jetzt liegen, liefern. Und wenn sie nicht liefert, dann ist sie dran. Und ich glaube, das ist der richtige Sense of Urgency. Und gleichzeitig, und das ist gewissermaßen die Aporie bei Robin, der der klügste von allen ist. Er hält die Illusion aufrecht, dass es mit diesem Setup geht. Und diese Illusion habe ich nicht mehr. Das wird so nicht gehen, sondern es braucht tiefgehende Erschütterungen. Ich empfehle den Gewerkschaftern, die wirklich Aufstieg wollen und nicht Umverteilung. Die müssen rebellieren. Wir brauchen Klassenkampf gegen die DGB Bonzen. Wir müssen die zu reich und satt gewordenen Aufsichtsrats VW Gewerkschafter, das sind die Bonzen und nicht die Leibingers dieser Welt.
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Ich glaube, die Verdi. Ich glaube, die Verdi ist die Dominanz von Verdi. Das ist viel schlimmer noch, weil die Automobilindustrie hat aber Kant gegeben. Sie geht davon aus, dass in den nächsten paar Jahren weitere Jobs verloren gehen. Ich meine, eigentlich müssten die aufstehen. Weißt du, ich glaube, das Problem sind die, die einfach sicher sind, weil sie eben in Sektoren sind, die quasi den Markt nicht erleben.
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Ja, das stimmt. Aber wir werden auch, das kommt ja an ihr Ende, wenn der Staat irgendwie sozusagen vor dem Bankrott steht. Also wir können ja nur hoffen auf den Länderfinanzausgleich und so weiter. Ja, also ich ziehe das IG Metallische zurück, dann sagen wir, gerne werde ich. Und ich habe auch den Verdi Chef da auf dem DGB Kongress mit so einem T Shirt und so, ist ja alles auch so eine regressive Kindergarten Klassenkampf Logik. Denen geht es zu gut und die Koalition leidet darunter, dass eigentlich auch weite Teile der SPD ihre Koordinaten verloren haben. Deswegen werden sie auch nicht mehr gewählt. Deswegen sind sie bei 12 Prozent und die Union traut sich nicht. Wir haben mit Herrn Radtke einen Arbeiterführer in der Union, ist auch eine gute Tradition, Aber auch da stimmt das Binnenverhältnis nicht. Lustigerweise ist der Sozial Schau dir Herrn
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Hellmann an, der nichts anderes macht, als Frau Reich in die Pfanne zu hauen. Von der Klimaunion, wo man einfach sagen muss, liebe Freunde, werden diese Narrative nachgesprochen, die offen nicht stimmen Und bevor ich jetzt letztlich als der große Fan der IG Metall hier rausgehe, muss ich schon auch Die IG Metall hat jahrelang die Politik mitgetragen, die Energiekosten verteuert hat, Sie hat den Atomausstieg befördert und bejubelt und jetzt fordert sie Stromsubventionen und jammert um die Arbeitsplätze. Also die IG Metall trägt natürlich bitte am Niedergang. Übrigens genauso wie die Wirtschaft bleibe ich dabei erhebliche Mitschuld. Aber heute würde ich halt sagen, die Reformunwilligkeit wäre meine Vermutung, kommt eben eher von den marktfernen Gewerkschaften, die eben geschützt sind von dem, was sonst passiert. Sorry, muss ich noch mal ganz kurz einschieben, wenn ich auch noch was einschieben darf. Ich habe übrigens den Vater, ich habe den Vater von Frau Leibinger mal kennengelernt. Ich habe ja in St. Gallen studiert in den er Jahren, da gab es ein städtisches Symposium und dann war Herr Leibinger mal da und man weiß, Herr Leibinger, der war ja nicht der Gründer der Firma, sondern er war quasi der Mitarbeiter. Ich weiß gar nicht, der Gründer wirklich Trumpf hieß. Auf jeden Fall hatte der eigentliche Gründer der Firma keine Kinder und hat dann damals Herrn Leibinger adoptiert, damit quasi Firma an ihn übergehen konnte. Und der hat es dann groß gemacht und seine Tochter und sein Sohn haben die Firma dann entsprechend noch größer gemacht, wenn man die kennengelernt hat damals. Und das ist einfach so was an Bodenständigkeit kannst du dir gar nicht vorstellen. Das ist wirklich der schwäbische Tüftler, der was aufbauen möchte. Und da ging es nicht darum zu Ich trinke jetzt Cocktail und fahr Ferrari und fahre eine Yacht, wie er immer gerne kolportiert wird, sondern wirklich und das Wir bauen hier was auf, wir schaffen hier in der Region Wohlstand. Das haben sie auch getan. Und das ist eben das ganz Große, was Deutschland auszeichnet. Dieser breite Mittelstand, diese breite Liste der Hidden Champions, da sind wir wirklich global einmalig. Das führt Frau Leibinger Kammel, um sie nochmal zu zitieren, auch aus. Und eigentlich gibt es nur noch vielleicht in Norditalien das und natürlich in der Schweiz eine indische Struktur, sonst gibt es das nicht weltweit. Und diese geht jetzt gerade vor die Hunde. Ich meine, sie sagt auch noch mal, was wir auch immer sagen, was wir auch erleben. Sie sagt, die Stimmung ist miserabel. Sie hat eine Zuliefer oder eine Zielliefererkonferenz, wo ganz viele Firmenvertreter waren, die eben nicht auswandern können, die nicht verlagern können, weil sie vielleicht so klein sind, 30 bis 100 Mitarbeiter haben, die gehen gerade unter, Die gehen gerade unter und das ist das Drama. Dann hast du die einen, die über Champagnerschlürfende oder Cocktailschlürfende Reiche philosophieren und du hast eine Regierung, die nicht aus dem Pott kommt. Aber du wolltest eigentlich noch zum nächsten Thema kommen und das Ganze vor dem Hintergrund von geopolitischen Entwicklungen, die einfach dramatisch sind.
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Absolut. Die weiche wäre, um zu diesem Thema zu kommen, der Kollege Philipp Piatow hat ein sehr schönes Interview mit Alice Karp gemacht und der hat eigentlich noch mal eine these in den Raum gebracht. Ich versuche jetzt wieder mal einen geisteswissenschaftlichen Spagat, wenn wir sehen, dass in der deutschen Regierung, aber auch bei den Gewerkschaften kein Sense of Urgency und auch kein Realismus angesichts der Herausforderungen vorhanden ist. Denn hat Alice K. Nachdem er in der Ukraine Selenskyj getroffen hat, den ukrainischen Verteidigungsminister, hat er eigentlich deutlich gemacht, das ist ja die these auch von meinem Doktorvater gewesen, der Krieg ist der Vater aller Dinge und im Krieg gibt es Sprunginnovationen, weil der Sense of Urgency gewissermaßen existenziell ist. Wir haben ja mehrfach über Israel gesprochen, diese unglaubliche Start Up Nation im Augenblick, vier Fronten Krieg und trotzdem wächst die Wirtschaft mit 5 Prozent. Ukraine hat jetzt was geschafft, was ich für nicht möglich gehalten habe, nämlich eine funktionierende Kriegswirtschaft mit einer Drohnenproduktion, die so gut ist, dass Donald Trump die jetzt holen will. Alex K. War dort, hat auch dort noch mal gesagt, beeindruckend und hat sehr stolz erklärt, dass er glücklich ist, dass Palantir da mitgeholfen hat. Klammer auf, Klammer zu. Das ist bei den ganzen Außenpolitik Moralisten ja vielleicht auch mal ein Lernprozess. Oh, Alex Karp, sonst Feindbild, aber wir sind ja super für die Ukraine. Aha, okay, die sind gegen Putin aktiv und helfen da auch.
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Interessant, weil ich dazu sagen muss, das Richtige ist natürlich auch, wir haben auch mitgeholfen, weil wir natürlich Geld geben. Und das ist mein Punkt schon mal immer gewesen. Wir sollten da nicht nur Geld geben, wir sollten auch versuchen, dass Deutschland, wir dieses Ökosystem investieren, uns an diesen Firmen beteiligen. Das wäre mal was Smartes, weil ich finde immer moralisch nett zu sein und Geld zu geben für alle. Wir müssen auch wirtschaftlich denken. Wir brauchen die Kompetenzen auch und Donald Trump interessiert sich dafür. Klar, die Ukraine hat sogar so viele Drohnen, dass sie sogar exportieren kann, trotz des Krieges. Und ich würde halt Wir müssen uns an diesen Firmen beteiligen. Wir müssen von dieser Technologie profitieren. Das muss im deutschen Interesse sein. Es ist zu edel, das zu finanzieren. Und die Amerikaner schnappen hinterher die besten Firmen weg.
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Absolut. Das hast du ja schon mal als Vorschlag bei uns ausgearbeitet. Wie viele unserer Vorschläge, by the way, weil ich oft höre, Ulf, ihr müsst konstruktiver werden. Die Essenz, wenn KI es könnte. All unsere konstruktiven Vorschläge sind drei bis vier Regierungsprogramme dann einer Alleinregierung der Chancenpartei. Aber Alex Karp hat noch mal zwei Punkte gemacht. Er versteht nicht die deutsche Zurückhaltung, seine Ressourcen zu nutzen. Er hat noch mal gesagt Peter Thiel und Peter ist Deutscher. Ich spreche Deutsch. Warum nutzt ihr unsere Expertise nicht, wenn wir Franzosen gewesen wären oder französischsprachig? Die Franzosen hätten uns den Pass aufgezwungen und Palantir müsste Volantir heißen, wie er so schön gesagt hat. Und dieses Kopfschütteln, das auch hier den Deutschen wieder dasselbe Thema Sense of Urgency. Du hast da Leute, Elon Musk liebt Deutschland, Peter Thiel ist Deutscher und Alex kroviert. Niemand ruft sie an, niemand will was von ihnen haben. Stattdessen bin ich mir sicher, dass Alex aus der Ukraine, der wird sich schon angucken, welche Jungs und Mädels dort diese Firmen aufgebaut haben. Wenn wir wissen, welche Gehälter Alex zahlen kann. Bei Palantir wird er sich sicherlich den einen oder anderen da angeguckt haben. Kurzum, genau wie du gesagt Kriege sind Chancen, um was Hartes zu sagen, in dem Sinne für so ein Technologie und Innovations. Die Ukrainer zeigen das in aller größter Not, Klammer auf, Klammer zu, ohne mit dem Cocktailglas darzustellen, in der Lage ist, sowas zu produzieren, was am Ende auch so ein riesiges, mächtiges Reich wie Russland scheinbar oder anscheinend im Augenblick unter Druck setzt, vielleicht als Abbinder zu dem Thema zu kommen. Trump in China. Und da wird es wirklich interessant, weil da ist die Wo bleibt Europa? Wo sind die vorlauten deutschen moralischen Stimmen, die EU Moral und wo bleibt das alles angesichts diesen doch bemerkenswerten Schrittes von Trump mit den Elon Musks, dieser Welt den super Milliardären und top erfolgreichen Unternehmer nach China zu reisen. Es sind starke Bilder. Ist auch, glaube ich, auch das etwas, weil das geht mir auch so auf den Sack. Ja, Trump und Putin stecken unter einer Decke. Putin wird diese Bilder sehen und sich scheiße. Jetzt bin ich wirklich alleine.
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Ich weiß es nicht. Ich bin da skeptischer. Aber ich glaube halt zurzeit ist eigentlich, wenn ich sage, allein ist Trump nicht, aber Trump ist extrem schwachen Position. Und da kann es durchaus schon sein, dass aufgrund dieser Schwäche eher dann zur Konzession bereit ist an vielen Fronten. Also heute Morgen kamen die Nachrichten, dass im Prinzip nach Informationen der New York Times die iranischen Raketendepots bei weitem nicht so geleert sind, wie man denkt, sondern dass ungefähr noch zwei Drittel da sind. Vor dem Hintergrund sind wir natürlich schon auf einer Weltebene unterwegs, wo wir sagen müssen, Donald Trump ist jetzt geschwächt in China, muss eigentlich um seltene Erden betteln, muss eigentlich darum betteln, dass China irgendwie hilft, dieses Iran Dilemma zu lösen. Russland ist jetzt zwar gerade auf dem Schlachtfeld im Hintertreffen. Es gibt die ganzen Meldungen, dass die hohe Verluste haben, nicht vorankommen. Gleichzeitig aber braucht man unter Umständen auch Russland in diesem ganzen Spiel. Vor dem Hintergrund kann man nicht ausschließen, dass da jetzt Kompromisse geschlossen werden, eben deshalb, weil das im Iran einfach offensichtlich schiefgegangen ist. Ganz banal. Und ich glaube, das ist etwas, wo man einfach sagen muss, da ist halt doch irgendwo diese vor dem Ersten Weltkrieg bestehende Ordnung wieder am Horizont, dass du nicht mehr die USA hast als die alleinige Weltmacht, sondern dass du im Prinzip so Interessensphären absteckst und in diesen Interessensphären absteckst. Dann ist eben Europa so ein bisschen, sagen wir mal so am Rande der amerikanischen Interessensphäre vielleicht nicht mehr ganz so kein. Ich glaube nicht, dass wir es aufgeben werden, aber ich glaube, das Ganze unterstreicht einfach nur, dass wir einen völlig falschen Film sind. Du weißt, damals, als Trump wiedergewählt wurde, dann kam ja auch der Zerfall der Bundesregierung. Da haben viele Nein, das können wir gar nicht machen, weil eigentlich müssten wir jetzt wegen Trump reagieren und so weiter, bla bla bla bla bla. Wir haben nie reagiert. Wir haben in der ersten Amtszeit nicht reagiert. Jetzt ist aber einfach in der geopolitischen Welt, in der wir jetzt sind, bräuchtest du ein starkes Europa und starkes Europa hast du nur im starken Deutschland. Und da sind wir wieder beim Eingangsthema, dass eben die Deutschen nicht liefern und damit auch Europa gefährden. Und deshalb, also ich bin nicht so sicher, Putin ist unter Druck, aber die Situation ist, glaube ich, gerade zurzeit sehr, sehr spannend, aber auch sehr gefährlich, weil eben doch der Druck auf Donald Trump enorm ist.
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Daniel Natürlich ist Trump geschwächt und ich habe das auch gelesen, ich glaube, fast alle Raketenabschussbasen an der Straße von Ormuz der Iraner sind eben nicht wie vor Wochen verkündet kaputt, sondern eben noch einsatzfähig. Also in der Ta Das Iran Thema ist sicherlich drückend, aber gleichzeitig jetzt muss man vorsichtig sein, weil wir sind ja nun wirklich aussenstehendste. Ich kann nur die Bilder beurteilen und die symbolische Kraft, die es hat. Wenn man dann Elon Musk mit Xi zusammensieht, sagen wir mal, ich erinnere noch, als KI Unternehmer aus China bei uns waren, glaube ich, vor acht Jahren hatten wir so ein KI Summit, als ich dann die Frage gestellt Was ist mit Deutschland und Europa in Sachen KI? Und dann kam ganz ruhig there is no such thing as a third place. Da waren die eigentlich relativ sicher, dass das Rennen eigentlich schon aufgeteilt ist. Du hast immer wieder diesen Innovationsindex, in welchen Innovationstechnologien liegen welche Länder vorne? Da muss man ganz klar sagen, die Chinesen haben sich in einem atemberaubenden Tempo in den letzten 30 Jahren eigentlich überall nach vorne katapultiert. Wir müssen jetzt nicht wieder über Bildung und Disziplin und Hunger und Aufstiegssehnsucht sprechen. Aber als ich das gesehen habe und auch weiß, dass der europäische Ehrgeiz ja nur sein kann, in solch einer Welt, wo multilateral die Dinge ausgehandelt werden, an irgendeiner Stelle mal dabei zu sein, so sind das einfach so Bilder? Und ist diese Zusammenarbeit, die dann über die Europäer auch geografisch hinweg einfach getroffen wird, ein weiteres Indiz dafür, wie abgehängt wir sind. Jetzt können wir reden in UK Kirstharmer ist eine Frage der Zeit. Macron die Umfragen katastrophal.
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Bardella bereitet sich bereits vor und sagt, er orientiert sich eher an Herrn Merz und so weiter. Ganz klar. Ich meine, wenn Mélenchon in die Stichwahl kommt, gewinnt wer immer gegen ihn antritt eben auch Bardella vor dem Hintergrund. Das ist das Szenario. Und ich weiß von französischen Unternehmen, die sich intensiv darauf vorbereiten, vorbereiten und daran arbeiten, eben dem Rassemblement national so ein bisschen ökonomischen Sachverstand beizubringen. Die sagen im Prinzip, okay, wir wollen nicht, dass sie gewinnen, aber wir bereiten uns vor auf das Szenario, dass sie gewinnen, das vielleicht gar nicht so doof ist. Vor dem Hintergrund, klar, wir haben zurzeit einen Westen in einer sehr schwierigen Position, muss man ganz klar sagen. Wir haben den Osten, der strategisch denkt. Was du zitiert hast, ist dieser Strategic Technology Tracker des Australischen Instituts. In der Tat, glaube ich, von 64 Technologiesektoren der Zukunft, das sind 57 sind glaube ich, die Chinesen führend. Anderen US Europa spielt hier ein bisschen eine Rolle, aber nicht groß. Ich glaube, in Deutschland liegt die große Hoffnung darauf, dass du quasi KI mit Industrieanwendungen verbindest. Das wäre eigentlich unsere Chance. Problem, was wir aber haben, ist, dass wir in der Industrie gerade immer mehr verlieren, auch technologisch. Du kennst meine Zahlen immer, dass die Chinesen überall aufholen, scheinbar jetzt bei den Trumpfmaschinen noch nicht, aber da steht drin, die sind natürlich auch da dran, aber ansonsten an vielen Sektoren. Und natürlich die Chinesen, du weißt es auch, Stichwort Energie, günstige Energie, laut Goldman Sachs eigentlich die besten Karten haben, eigent auch, was das KI Thema betrifft. Wenn die jetzt in der Industrie stark werden und in KI stark werden, dann haben wir natürlich ein Szenario, wo du im Prinzip kommst zum Thema, Die Chinesen sind diejenigen, die die zukünftige KI Industrieverbindung herstellen und nicht die Deutschen, vor allem nicht bei unserem Tempo und vor allem nicht bei unserer Regulierung. Und wir haben den Datenschutz, der Datenschutz erschwert das Lernen von Systemen, wir haben andere Dinge und das packt alles zusammen, macht es uns wahnsinnig schwer. Wir haben Gewichte und wir haben quasi überall Bleich am Körper und versuchen mitzureden mit den anderen und haben Politik, die es überhaupt nicht erkannt hat. Das ist ein grundlegendes Problem. Und ich muss zugeben, ich sehe jetzt da nicht, wie es weiterkommt. Nur streicht halt für mich nochmal, wie dringend es halt wäre, dass wir zu den Reformen kommen. Und ich glaube, diesen KI Aspekt und so weiter, den versteht Herr Wildberger im Kabinett. Aber ansonsten habe ich große Zweifel, dass Frau Bas oder Herr Klingber sie überhaupt verstehen die ja davon glauben, irgendwie die zukünftige Industrie in Deutschland definieren zu können. Hat Herr von Bas in der Rede auch gemacht. Beste Planwirtschafterin ever. Also ich bin einfach traurig. Wir wollten eigentlich zum Vatertag oder zum Himmelfahrt, sollte man natürlich was Positives haben, Aber es fällt mir jetzt schwer, eine
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positive Wendung hinzu Mein Positives wäre einfach so meine sehr große differenzierte bei den Also natürlich weiß Lars Klingbeil, was mit KI die Stunde geschlagen hat. Nur er ist selber Opfer jener Kultur, die er auch in seiner Partei zugelassen hat. Das heißt, der ist selbst. Es gibt ja dieses berühmte Gerhard Schröder Zitat Koch und Kellner. Er ist ist Kellner des Zeitgeistes, den er selber gekocht hat. Das ist so eine neue Art von politischem Deadlock. Und ich glaube, bevor wir dann zu diesem wirklich sehr, sehr lustig Ist das mega oder kann das wegkommen? Ich glaube, das wirklich Entscheidende ist, dass wir den Sense of Urgency, wenn ich das mal als Thema dieses Podcast mache, solange ich haben werde, solange es Spitzenkandidatinnen der Grünen gibt, die mit so Sachen steil gehen, die Schlangen vor den Frauentoiletten sind politisch gewollt, weil das ist das Patriarchat. Also solange die Bullshit Theorien und Bullshit Wissenschaftler, solange es uns so gut geht, dass wir diesen absolut irren, weltfremden Kack von morgens bis abends besprechen müssen. Es gibt keine Pullfaktoren, niemand wandert in die Sozialsysteme Ein, das Klima 2100 haben wir 5 Grad mehr. All diese Fake News haben dazu geführt, dass unser Kompass, wie wir Franken sagen, zugeschissen ist und wir nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Deswegen kommen wir zu einem konkreten Ist das mega oder kann das weg?
B
Ist das mega oder kann das weg?
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Die Handelskammern sind die mega oder können sie weg? Da hat uns Gerrit aus Hamburg geschrieben und hat also Handelskammer inklusive dem Beitrag zu Handelskammer, Braucht man das noch wirklich? Die Zeit der Zünfte, Gilden und Co. Ist doch auch vorbei. Lieben Gruß, Danke Gerrit. Daniel, wie siehst du das?
C
Ich glaube, Interessenvertretungen der Wirtschaft brauchen wir schon. Ob die Handelskammer so organisiert sein müssen wie jetzt, bin ich nicht ganz sicher. Vielleicht sollten sie eher auf Freiwilligkeit basieren und nicht auf Zwang.
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Mit diesem Schlusswort, dem ich nichts hinzuzufügen habe, wünsche ich allen Zuhörerinnen und Zuhörern, besonders natürlich den Vätern oder Mütter, die sich als Väter identifizieren oder Väter, die sich als Mütter identifizieren. Allen gemeinsam einen segensreichen Feiertag und viel Spaß. Und bitte schickt uns weiter. Ist das mega oder kann das weg? Bis zum nächsten Mal.
C
Lieber Daniel, Alles Gute.
B
Das war Make Economy Great Again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik, schreib uns an mega lt.de und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Diese Episode beleuchtet die anhaltende Wirtschaftskrise und die Stagnation der deutschen Industrie. Die beiden Gastgeber diskutieren scharfzüngig und pointiert die Rolle von SPD, DGB und Regierungskoalition im erschütternden Stillstand des Landes, thematisieren die mangelnde Reformbereitschaft, kulturpolitische Verschiebungen, den Zustand der Sozialpartnerschaft und wie ein neues „Wirtschaftswunder“ gelingen könnte.
Stichwort: Friedrich Merz beim DGB
„Sind Besitzstandsware, die den Standort kaputt machen, sind diejenigen, die verantwortlich sind für Hunderttausende von Arbeitslosen.“
Investorenperspektive & Außenwirkung Deutschlands
Daniel Stelter (08:01):
Kritik an Regierung & SPD:
Die Dialektik von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist zerbrochen; Sozialpartnerschaft existiert nur noch rudimentär.
Die Sozialdemokratie und Gewerkschaften seien mittlerweile konservativer als rechte politische Strömungen.
„Es gibt nichts Konservativeres. Also ein DGB ist ungefähr hundertmal konservativer wahrscheinlich als jeder völkische clown in der AfD... weil sie wirklich nicht in der Lage sind, das Gewesene... nach vorne zu entwickeln.“
Verlust der Gestaltungskraft: Weder SPD noch Gewerkschaften haben eine genaue Vorstellung, wie sie Zukunft gestalten wollen; stattdessen Blockadehaltung, Umverteilungsfantasien und Klassismus.
Beschlüsse werden vor sich hergeschoben: Das Narrativ: „Wir beschließen, später etwas beschließen zu wollen.“
Kernprobleme: Keine Bereitschaft zu echten Ausgabenkürzungen, stattdessen ewige Diskussion über Steuererhöhungen und kleine Symbolkürzungen.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir weiterhin vom Komitee der Kommunikation des Koalitionsausschusses Berichte bekommen werden über Beschlüsse in Zukunft etwas beschließen zu wollen.“
Vergleich Privatwirtschaft vs. Politik:
„Das Wort sparen kommt weiterhin in keiner Diskussion vor. Es kommt nirgendwo vor, dass wir den Staat kleiner machen müssen.“
Stelter rechnet vor:
Arbeiten lohnt sich oft nicht mehr:
Poschardt zitiert Alexander Karp (Palantir):
Deutsche Politik zu zögerlich bei Innovationsimport:
„Niemand ruft sie an, niemand will was von ihnen haben... dieses Kopfschütteln, das auch hier den Deutschen wieder... Sense of Urgency.“
USA und China als Innovationstreiber, Europa nur Mitläufer
„Shame on us.“
Poschardt über die eigene (neoliberale) Sozialisationsleistung der Väter (02:43)
„Sind Besitzstandsware, die den Standort kaputt machen, sind diejenigen, die verantwortlich sind für Hunderttausende von Arbeitslosen.“
Poschardt über die Gewerkschaften (04:37)
„Wir sollten 50 Prozent bei den Subventionen kürzen.“
Stelter über echte Sparmaßnahmen (22:35)
„Es gibt nichts Konservativeres. Also ein DGB ist ungefähr hundertmal konservativer wahrscheinlich als jeder völkische clown in der AfD...“
Poschardt zur Reformverweigerung der Gewerkschaften (16:47)
„Das alles vorm Hintergrund, dass die Wirtschaft währenddessen weiterhin einen Alarmruf nach dem anderen sendet und nicht ernst genommen wird.“
Stelter zu den Versäumnissen der Politik (33:18)
„Solange Sozis diese Erzählung von den Reichen und Erfolgreichen hat, dass die faul, asozial, unsolidarisch mit dem Cocktail an der Hand die anderen schuften lassen, muss man sich nicht wundern…“
Poschardt kritisiert SPD-Rhetorik (28:28)
„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass unser minoritärer Diskurs hier in dem Podcast einfach abseits unserer wirklich liebenswerten Community nicht wirklich verfängt und uns fehlen Multiplikatoren.“
Poschardt (33:19)
Die Episode ist ein pointiertes und leidenschaftliches Plädoyer für mehr Reformmut, einen tiefgreifenden Kulturwandel und die sofortige Wiederherstellung von wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. Die Gastgeber diagnostizieren einen lähmenden Stillstand in Politik, Gewerkschaften und Teilen der Gesellschaft; sie fordern einen echten „Sense of Urgency“, wie ihn Wirtschaft und Geopolitik vormachen. Die Lage ist ernst, ein „weiter so“ nicht mehr tragbar.
Abschließender Appell:
„Wir müssen aufbrechen, die alten Strukturen zu überwinden. Ohne radikale Reformen, einen Abschied von Status-quo-Denken und eine Entfesselung von Industrie, Innovation und Sozialpartnerschaft ist ein neues Wirtschaftswunder unmöglich.“
(Paraphrasiert, aber in der Tonalität des gesamten Gesprächs)