
Make Economy Great Again
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A
Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht, Happy New Year euch allen. Wie ihr seht, Daniel und ich haben es mal geschafft, in einem wilden Ritt heute zusammen hier in dieser bizarren, klaustrophobisch anmutenden Audiohölle zu sein. Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist. Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
B
Make Economy Great again. Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
A
Ich freue mich sehr, Daniel. Happy New Year. Bist du gut rübergekommen?
B
Ich bin gut rübergekommen. Auch Happy New Year auch an dich und auch an alle Hörerinnen und Hörer. Ja, ich bin gut rübergekommen, kann nicht klagen.
A
Sehr gut.
B
Insofern, es war ein aufregendes 2025 und das blicken wir beide mal optimistisch auf 2026 wenngleich uns die Themen wohl nicht ausgehen werden.
A
Absolut. Ich sitze hier, ich weiß nicht, ob man das sieht. Daniel musste mir Sieht man, dass der Pullover ein Loch hat?
B
Ja, der hat ein Loch. Das sehe ich ganz eindeutig.
A
Genau. Das ist ein Sehr, sehr teurer Uniqlo Pullover, der hat 39 gekostet, weil ich habe die vergangenen Tage und Nächte insbesondere an meinem Kamin verbracht. Warum? Weil ich einer der Betroffenen war, dieses Blackout. Und da ist es mir heute Morgen oder heute Nacht wie Schuppen von den Augen gefallen, was ja vielleicht eines unserer Themen, mit denen wir einsteigen können. Irgendwann in der Nacht wachte ich auf in meinem Haus, Temperatur 2 Grad, der altes Haus, alter Kamin, der aber zeigt, was er kann. Und deswegen habe ich immer wieder da rumgestochert. Ein Funkenflug hat diesen teuren Pullover ruiniert. Und dann habe ich überall Blaulicht gesehen ums Eck. Und dann bin ich rausgegangen, weil ich war einer der wenigen, die in dem Viertel noch überhaupt da waren. Die anderen Bonzen bei mir sind einfach schön ins Hotel gegangen, kann ich mir natürlich nicht leisten. Und dann war ich zu Hause und bin rausgegangen und dann habe ich die Bundesrepublik gesehen, die funktioniert. Da habe ich die Leute gesehen, die nicht reden, sondern machen. Da habe ich die Leute gesehen, die erstaunlich viel toxische Männlichkeit sind eigentlich nur Männer, um mal ganz ehrlich zu sein. Jung und alt, gut gelaunt. Es war Mitternacht immer ein Spruch. Ich habe gesagt, die standen an diesem riesigen Stromkasten, dem Verteilerkasten für den Kiez. Und ich ey Jungs, danke, dass ihr da seid, war NRW Katastrophenschutz, Freiwillige Feuerwehr, Ochtern oder so. Ich werde das auch alles nochmal in einem Text lobend erwähnen. Und dann standen diese Männer und es waren nur Männer und es sind die Männer, die nicht so aussehen wie öar einfach die Gesellschaft abbilden, sondern so, wie sie wohl in der deutschen Provinz noch existieren. Witze gemacht. Ich habe denen meine Adresse gegeben, bitte meins zuerst zuschalten. Dean Lacher. Es war minus 4 Grad oder minus 5 Grad draußen. Und das war sehr gefährlich. Die mussten da auch eine Grube ausheben für die Leitung, das Notstromaggregat, das sie da angespackt haben. Und da ist mir so klar geworden, dieses Zupacken, gut gelaunt, charmant ist so das, was in unserem Deutschland so ein bisschen verloren gegangen ist. Und diese Krise hat es gezeigt. Regierender Bürgermeister, der glaubt, es ist Handeln, wenn eine jährige Frau, Pflegestufe 5, ich weiß als Zivi, was das heißt, in einem Feldbett in einer Turnhalle am Hüttenweg untergebracht wird und nicht auf die Idee kommt, dass es vielleicht gar nicht so gut ist, sich neben sowas fotografieren zu lassen in so einer Tragödie im Sinne von politischer Ignoranz. Und wir müssen zurückkommen zu einer Bundesrepublik der Macher und wir müssen rausschmeißen im Sinne von Defunken und dekonstruieren die Republik der Schwätzer. Und ich bin ja, Daniel hat ja schon mal den Schumpeter Text über die Intellektuellen zitiert, Anfang der er Jahre ein wegweisender Text. Und ich glaube, wir sind da hingekommen, weil ich glaube, wir haben nur noch Schwätzer, die sozusagen eine Art von Liturgie der Bundesrepublik vor sich herschwätzen. Wir kritisieren Trump, wenn er die Venezolaner glücklich macht wegen Völkerrecht. Wir kritisieren die Unternehmen in Amerika, weil das sind toxisch männliche Libertäre. Wir kritisieren von morgens bis abends alles. Und die dies am Ende machen, sind die kulturell medial nicht repräsentierten Jungs und Mädels der Freiwilligen Feuerwehr des Katastrophenschutzes. Ich war von denen so gerührt, dass ich heute Morgen noch mal zu denen hingegangen bin und hab Ich kann euch gar nicht sagen, wie dankbar ich bin. Stand so ein Typ, eher mein alter Schnauzbart. Wir haben ein gefährliches Hobby, gut gelaunt, hat nichts geschlafen und dann hat er Ich freue mich, wenn es euch gut geht und wir müssen zusammen anpacken. Das ist das Deutschland, das wir brauchen. Die Nachkriegszeit war geprägt von den Anpackern, von den Trümmerfrauen, von denen, die es gezeigt haben, wie es geht, von den Adenauers, von den Ludwig Erhards, von dem Wunder von Bern. Und wir brauchen wieder eine Fixierung auf die, die was können die, was machen die anpacken. Und die Schwätzer und die Schwätzer Lehrstühle, die Schwätzer Medien, die Schwätzer NGOs, die Schwätzerkirchen, davon haben wir genug. Wir brauchen weniger. So, das war meine Neujahrsanstalt.
B
Ich wollte gerade sagen, als ja eigentlich Ulf. Liebe Freunde, liebe Hörer, das war der Podcast für heute. Wir können jetzt aufhören. Es war nochmal die positive Zusammenfassung, der positive Start ins neue Jahr. Ich freue mich sehr. Ich muss zugeben, ich habe natürlich nicht, jetzt bin ich nicht betroffen, glücklicherweise, aber ich habe natürlich an anderer Stelle auch Ähnliches auch in meinem Leben schon erlebt, dass es genau diese Menschen sind, die anpacken. Ich weiß noch, also vor Jahren ist mal unser Jüngster vom Wiggle Stisch gefallen, das war so einigermaßen Schock. Und dann hat man doch jemanden gerufen, kam einen Notarztwagen oder einen Krankenwagen und dann kamen diese Helfer und es war wirklich völlig beeindruckend. Dieser, ich sag mal, Krankenpfleger, laienhaft, das stimmt wahrscheinlich präzise nicht auf jeden Fall, der erzählt hat, dass er eben eigene Kinder hat, dass er sogar noch Kinder aufgenommen hat, die benachteiligt sind, die auch großzieht natürlich mit ganz viel beschränkten finanziellen Mitteln verglichen. Da geht es sicherlich deutlich schlechter als uns beiden zum Beispiel. Ich war wirklich beeindruckt von der Wärme, von dem Anpacken, von der ganzen. Also das war einfach wirklich beeindruckend. Und davon gibt es auch in Berlin ganz viele. Ich wollte sagen, Lanzebrechen gibt es auch in Berlin.
A
Die Polizistinnen, Polizisten, auch die Ehrenamtlichen in diesen Stuben, aber auch das Interessante, Wir haben, und es wird mir gerade so klar und nochmal, ich empfehle alle Schumpeter, das ist wirklich fantastisch. Wir haben im Wohlstand eine fast parasitäre Intellektuelle Moral ermöglicht Und ich glaube, dass es ganz schwierig ist, dass wir wieder zurückkommen zu weniger Überbau und mehr Fundament. Die Zivilgesellschaft, die nicht die NGO Zivilgesellschaft ist, sondern die der Familien und Freunde, ist in der bürgerlichen Zehlendorfer Welt sehr intakt.
B
Genau, es gibt viel Sachbarschiffshilfe, habe ich auch gesehen, auch gehört. Es ist auch gut. Ich meine, wir müssen eins sehen, Schumpeter hat ja so ein bisschen davon gesprochen, dass eben, mein Wort, eine Elitenüberproduktion dazu führt, dass viele Leute, die Elite sind, formal Elite sind, weil sie eine Ausbildung haben, nicht den Platz im Leben finden, den sie gerne hätten. Und dann fangen sie eben an, das System zu kritisieren und zu hintertreiben. Und das ist das, was du mit Schönbürgertum umschreibst, hat er damals schon geschrieben, dem Motto, warum er glaubte damals, dass Sozialismus am Ende siegt, aber nicht, weil er überlegen wäre, sondern einfach, weil die gesellschaftlichen Strukturen sich so verändern aufgrund des Erfolges des Kapitalismus, der es diese Elitenüberproduktion ermöglicht. Und wir kommen nachher auch noch auf Venezuela, da haben wir das Szenario, wie es weitergeht, vielleicht trotzdem das gesagt haben gleich noch ein paar Worte nochmal zu Berlin, weil es ist so, in Berlin gibt es diese guten Menschen, genauso wie in anderen Regionen auch, die eben sich gegenseitig helfen, die auch in freiwilligen Diensten sind und die leisten, was zu tun ist. Wir haben natürlich schon in Berlin eine Extremausprägung dessen, was in Deutschland schief läuft. Ich meine, der rot rot grüne Senat hat sich ja noch dafür gelobt, dass sie die Führungsebenen von Verfassungsschutz, von Staatsanwaltschaft, von Polizei, von Feuerwehr ausgetauscht haben und wie sie sagten, mit guten Leuten besetzt haben. Und wir wissen, wie das gemeint war. Wir können uns nicht wundern, dass es Diese Vulkangruppe seit 2011, habe ich jetzt gelesen, gibt und irgendwie findet man da niemanden. Ist ja schon erstaunlich. Vielleicht will man auch nicht so genau suchen, könnte ja auch ein bisschen dahinterstecken. Das heißt, wir haben natürlich schon zu tun, gerade in Berlin mit einem Gemeinwesen, wo schon sehr, sehr extrem politisch darauf geachtet wird, dass eine bestimmte Schlagseite ist. Das haben wir ja in der Stadt, das sieht man auch, kommen wir am Schluss noch drauf an den Überlegungen jetzt zum Thema Vergesellschaftungsrahmengesetz muss nachlesen wie es genau heißt. Das Vergesellschaftungsrahmengesetz ist ein bisschen der venezianische Weg für Berlin, der da schon vorbereitet wird. Und das wird mit einer Regierung vorbereitet, wo die CDU formal den Bürgermeister stellt und die größte Partei ist. Also vor dem Hintergrund kommen wir noch drauf. Wir haben also ein ganz bestimmtes Klima in der Stadt und ich frage mich immer, ich bin der Westberliner, ich frage mich, was ist eigentlich da passiert? Und du musst sehen, Berlin war ja bis zum Zweiten Weltkrieg, war eine der führende Industriestaat, war eine der größten, größte Industriestadt der Welt, glaube ich sogar eine der reichsten Städte, eine reichsten Städte Europas hatte natürlich, dann gab es die Nationalsozialisten, furchtbar, hatte Intelligenz vertrieben und ermordet, ganz brutal, muss man einfach so sagen, furchtbar. Dann gab es die Teilung. Die Teilung hat dazu geführt, dass im Osten, die intelligent waren und unternehmerisch waren, das Land verlassen haben und aus Westberlin sind die Leute auch weggegangen, weil das natürlich irgendwie perspektivlos war. Das heißt, du hast da schon eine demografische Verschiebung gehabt plus die Tatsache, dass eben die Westberliner ja nicht zum Bund mussten, hast du auch eine bestimmte Zuwanderung gehabt. Und das im Prinzip erklärt so ein bisschen auch dieses auch für Großstädte sehr, sehr extreme politische Milieu hier in meiner Sicht einfach. Natürlich, Städte sind eher immer links, aber ich glaube, Berlin hat eine bestimmte Historie und dann immer beide Seiten, Ost wie West Berlin, abhängig von den Subventionen aus dem Zentralstaat. Und da muss man einfach im Hinterkopf haben und das frisst sich einfach durch. Und wir sehen ja in Berlin eigentlich schon regelmäßig Staatsversagen. Ich meine, ich war 2021 damals bei Markus Lanz, wo ich dann von Staatsversagen gesprochen habe im Zusammenhang mit den Corona Maßnahmen, wurde heftig dafür kritisiert, nach dem hätte man nicht sagen dürfen, Politikversagen bin ich Staatsversagen. Ich bleibe dabei, es war damals Staatsversagen Und was wir heute erleben, muss man ganz ehrlich sagen, ist auch Staatsversagen. Also was da passiert ist, ist Staatsversagen, das im Netz einsehbar ist, wo man nur quasi den Brandanschlag machen muss und dann kann man so und so viel tausend Haushalte stromlos mach. Warum muss es im Netz sein? Warum ist das nicht anonymisiert oder gesicherte Daten? Nein, im Rahmen der Energiewende, Politik wurde auch beschlossen, dass solche Infrastruktur offengelegt werden muss. Großer Fehler meines Erachtens. Das nächste ist, wir haben es natürlich zu tun auch mit einer Verwaltung, die traditionell, ich bin jetzt pauschal, ich will schon kritisiert werden, nicht so richtig kompetent ist. Also wenn du mit dem Finanzamt in Berlin zu tun hast, dann hast du auf jeden Fall einen großen Willen, Geld einzutreiben. Du hast nicht unbedingt immer die Kompetenz beim Steuerberater, der nicht aus Berlin kommt, immer zu mir nach dem der einzige trotz KISS, den er kennen würde, wäre der Leiter des Finanzamtes, welches für mich zuständig wäre. Und er war immer froh, wenn es eine Steuerprüfung gab, weil er meinte, der Steuerprüfer, der hat wenigstens Ahnung. Insofern, das ist sozusagen ein Finanzamtsexkurs. Aber viel schlimmer ist es ja sonst, die Berliner kennen das, Wir kriegen keine Termine für einen Ausweis zu beantragen, die ganz banalen Dienstleistungen nicht funktionieren und das alles. Und das finde ich interessant, obwohl der öffentliche Dienst in Berlin so groß ist wie nirgendwo anders. Ich habe die Zahlen mal nachgeschaut, Wir haben in Berlin über 50 Vollzeitbeamte pro 1000 Einwohner. Das ist deutlich höher als überall anders. Den nächsten Vergleich, wenn du Hamburg nimmst, Hamburg auch eine Stadtstaat, genauso wie Berlin, linker Stadtstaat, hat aber nur 44, also deutlich weniger. Das heißt, wir haben es zu tun mit einem großen öffentlichen Sektor in Berlin. Da fragt man wieso kann er das nicht besser? Da gibt es eine Vermutung dafür, warum man es nicht besser kann, wenn du es mit Bayern vergleichst. Also in Bayern, mein Verständnis ist, dass die Führungsleute der Verwaltung immer quasi Karrierebeamte sind. In Berlin sind es oftmals politisch festgesetzte Beamte. Und das hat also sicherlich Führungsthemen innerhalb der Verwaltung. Leuchtet mir auch ein, wenn du eher Wechsel hast, wenn du eher politische Leute hast, die vielleicht die Kompetenz nicht haben, sieht man ja auch, wenn sie teilweise jetzt im Fernsehen Interviews geben und sich äußern, nicht zu fassen. Also vor dem Hintergrund sieht man einfach, wir haben da sicherlich auch ein Kompetenzproblem. Und dann haben wir, was die Führung betrifft, auch ganz interessante Zahlen, was vielleicht die anderen auch gar nicht so wissen in der Bundesrepublik, wenn sie zuhören, froh sind, dass sie nicht in Berlin wohnen. In der Berliner Verwaltung gibt es im Durchschnitt 36,8 Krankheitstage. Das ungerecht sind sozusagen über fünf Arbeitswochen. Die Leute haben sechs Wochen Urlaub und sind noch mal fünf Wochen krank. Das Beste finde ich, der höchste Anteil der Kranken ist die Parkraumbewirtschaftung. Jetzt hilft man bei Parkraumbewirtschaftung sind doch die Leute, die rumlaufen und Strafzelle verzeihen und die sind im Durchschnitt 77 Tage krank im Jahr. Das muss ich mir vorstellen, weil ich dachte mir draußen frische Luft könnte man behaupten, das ist ein gutes Umfeld. Egal. Also du siehst halt ganz banale, ganz extremste Werte, was da ist und da passiert auch nichts. Da gibt es keine Diskussion drüber und Ähnliches. Und wenn du mich jetzt auch Das haben vielleicht Leute, die nicht in Berlin wohnen, nicht mitbekommen. Was ist denn der Politik in Berlin wichtig? Zum Beispiel Sonderurlaub einzuräumen am 2. Januar? Du weißt, Bürgermeisterin von Charlottenburg Wilmersdorf hat Wir machen den 2. Januar einfach mal zu. Also wenn ich am 2. Januar früher frei haben wollte, an so einem Brückentag, musste ich einen Tag Urlaub nehmen, als ich noch angestellt war. Ich nehme an, das bist du. Nein, der wurde einfach geschenkt. Mitarbeitern als Dankbarkeit und Wertschätzung einfach mal gesagt. Und dann hat der Senat oh nein, das kannst du aber nicht machen. Die Finanzsenator der CDU, das geht aber nicht, du musst doch mal fragen. Hat sofort gesagt, da muss sofort gegen interveniert werden. Und die sozialdemokratische Innensenatorin hat Das wäre jetzt nicht so ein dritteliges Thema. Also faktisch hingen die Schilder nach dem Motto aus betrieblichen Gründen geschlossen. Ich habe noch mal nachgeguckt. Hat tatsächlich stattgefunden. Zumindest BZ 4.1 hat geschrieben Jawohl, ab 2. Januar lief da nichts und das ist Berlin und wir haben noch über 5000 Faxgeräte im Einsatz. Wenn du das auch noch wissen möchtest. Nur das Ganze ist jetzt sozusagen, könnte man darüber lachen, nur dass Leute jetzt im Kalten sitzen, dass das eine Woche dauert, dass es keine Backup Infrastruktur gab, dass es keinen richtigen Prozess gab dafür, dass Herr Wegener sich so fotografieren lässt und dass man alle Das ist sozusagen, das ist die schlechte Folge dessen, was da passiert und das ist das, was eigentlich schlimm ist. Und dann komme ich zum Schlusswort. Leider, leider Gottes ist aber in Berlin zunehmend auch zu einer Art Vorbild geworden für den Rest Deutschlands, weil wir uns Deutschland gesamthaft in diese Richtung entwickeln.
A
Ja, also ich könnte es nicht besser sagen. Warum verändern sich politische Einstellungen in der Gesellschaft manchmal schnell und manchmal weniger schnell? Und da ist meine these, dass es immer so Kulminationspunkte gibt von Entwicklungen, wo dann mit einem Schlag sichtbar wird, was sich verschoben hat. Also ich glaube, in erfolgreichen Volkswirtschaften und Gesellschaften passieren Modernisierungs und Anpassungsprozesse so leise, das sind so wie so Moränen, die sich ganz langsam verschieben. Und es gibt dann immer Kulminationspunkte, wo Dinge aufbrechen und man deutlich merkt, dass sich in der Gesellschaft heimlich subkutan viel verändert hat. Da gucke ich ja immer drauf, weil ich wirklich wie so ein Archäologe der Bundesrepublik immer sehen will, jetzt auch mit meinem neuen Buch Bückbürgertum. Ich habe einen anderen Urlaub gemacht haben einfach Tag und Nacht an meinem Buch gesessen. Und es ist so interessant zu sehen, dass viele dieser Prozesse, die wir jetzt sehen, einfach schon in den er Jahren anfingen. Teile davon 68 Teile davon er Jahre. Und ich glaube, was wir jetzt sehen und du hast es wunderbar sachlich beschrieben, Ich finde das Erstaunliche ist ja, dass man all diese Sachen zugelassen hat. Also die Zerstörung der Sekundärtugenden, dieser eine Satz damals von Oscar Lafontaine über Helmut Schmidt, ihre Sekundärtugend, damit kann man auch KZs führen. Dann ist natürlich der Linke sehr gut Fleiß heißt du bist Nazi und machst KZs, sagt ein Genosse über den anderen, weil Helmut Schmidt, wir erinnern uns, Katastrophenfall ist ja ein super Beispiel, wie man es machen kann. Die Flut in Wilhelmsburg, seine Wähler, die Sozi Wähler ist ein Arbeiterviertel, Da habe ich Zivildienst gemacht und da war ein junger Innensenator mit einer schneidigen Frisur und hat Ich helfe hier und ich zeig mal, was Staat kann und ich interessiere mich nicht für die Regeln. Scheiß auf die Regeln. Ich bin da, um meinen Wählern, meinen Bürgern zu helfen. Das war der Anfang der Karriere von Helmut Schmidt. Schnitt Kai Wegner, so eine Art Karikatur von Politik, was sie jetzt geworden ist. Und natürlich ist so jemand, der steht ja für alle sichtbar für das, wo sich unsere Politik hin entwickelt hat. Also zwischen Helmut Schmidt und Kai Wegner, das sind ja gar keine Kategorienunterschiede mehr. Das ist ja wie so ein anderes Political Animal.
B
Champions League versus Kreisliga.
A
Ja, so genau. Bezirksliga Spandau und all diese großen Brüche tauchen jetzt auf. Aber das, was du beschreibst, diese Krankheitstage, dieses Ja, machen wir einfach mal so, dass das nicht skandalisiert wird, ist, weil die Schwätzer die Macher mundtot gemacht haben. Die Macher halten die Klappe, weil die Schwätzer überall von Radio 1 rbb ist ja auch die Berichterstattung darüber. Wenn das ein rechter Anschlag gewesen wäre, Wir hätten Sondersendungen, wir hätten Omas gegen rechts, wir hätten wahrscheinlich Demonstranten am Brandenburger Tor und diese linke linksextreme Infrastruktur in jeder Universität, jede AStA, die Grüne Jugend, die Jusos von der Linkspartei, die eine offen in Teilen linksradikale Partei ist. Herr von Aachen hat bei uns ja auch gesagt, linke Gewalt ist gut, weil gemeinwohlorientiert. Es gibt diese berühmten Zitate, wenn die Linken untereinander ihre Parteitreffen haben, da wird so höhnisch erzählt, wie sie die Antifa anstiften, um Gastwirte im 12 Klammer auf wird natürlich so nicht gesagt, mit Gewalt dazu zu bringen, der AfD keine Räume zu geben. Wir haben das zugelassen. Und wenn das Bürgertum, das Bückbürgertum über Jahre und Jahrzehnte jeden Kulturkampf verliert und das Bürgertum hat seit 1948 jeden Kulturkampf verloren, jeden, jeden. Dann steht am Ende etwas, was früher mein Sozi Vater gesagt habt ihr alle Tassen im Schrank. Das war die alte SPD von Georg Leber, Börner, Helmut Schmidt und so weiter. Es muss funktionieren. Und dass das alles möglich ist, ist einfach Teil dieser kulturellen Verschiebungen. Wenn Menschen sechs Wochen Urlaub nehmen, weil sie es haben, wunderbar, wenn sie dann noch mal dieselbe Zeit sich krank melden. Also entweder hier ist alles krank und dann ist es so oder es ist einfach Faulheit. Und wir können es so nicht benennen, diesen Brückentag, den du benannt hast, Aber viel, viel schlimmer ist. Und ich habe ja viele linke Freunde, die so sagen, die da auch in Zehlendorf wohnen und da sind ja ganz viele. Wir haben ja auch eine grüne Bezirksbürgermeisterin, weil die ganzen Bonzen, die sich erlauben können, sind es besonders die Frauen. Es ist leider das Klischee, die Ehefrauen der Topmacher und Geldverdiener, die wählen dann halt aus schlechtem Gewissen im großen Mercedes SUV halt die Grünen und So, und ich habe gehört, diese zwei Auftritte der grünen Bezirksbürgermeisterin, das ist halt nacktes Elend. Und da guckte ich die so an, auch habituell. Genauso sehen die aus. Genauso sind sie. Kann nichts, kann nicht mal Rhetorik, aber hat als Moraldarstellerin den moralischen Hochmut der Grünen einfach da ins Amt gewählt worden. Und wenn wir diese Leute in Krisensituationen haben, das sind die Leute, die uns da durchbringen müssen, Das können wir einfach vergessen. Die Macher haben nichts zu sagen. Die, die was zu sagen haben, können nur reden und können nicht machen. Und das ist das große Problem. Und ich muss dann einen Sprung machen. Vielleicht springen wir auch zu Trumps Außenpolitik. Warum ist das ein gutes Beispiel? Warum ist es ein guter Sprung, sage ich mal? Weil wir ja auch über Resilienz geredet Ja, wir müssen uns hybrider Krieg, Resilienz vorbereiten. Das ist ein Witz. Das ist auch so ein Schwätzwert. Und wir haben 900 Talkshows, wo dann Soziolog innen sitzen und alles genau wissen. Und wenn der erste Schuss fällt oder irgendwie so ein paar linksradikale Philosophiestudenten mit ihrem Schwurbelding irgendeine Kabel lahmlegen, dann endet es schon. Im Kriegsfall wird man mit solchen Schwätzern nichts anfangen können und es werden die Macher sein und die Kinder der Macher. Die toxische Männlichkeit, die das Land verteidigen, inkludiert übrigens auch, damit da kein Ressentiment natürlich die freiwillige Feuerwehrkatastrophen waren, alte weiße Männer, aber es geht auch um die bunten, fleißigen, die Buntenmacher. Das ist sozusagen, wenn du morgens früh aufstehst und zur Arbeit fährst um 6 Uhr irgendwas und es kommt dir mit dem Rad bei dieser Eiseskälte ein Migrant, wo ich sagen würde, eher aus Afrika mit Dreadlocks, rabenschwarz auf dem Fahrrad entgegen, weil er bei Netto morgens um Uhr den Laden sauber macht, Dann will ich, dass das Land für den da ist und ihm zeigt, wenn du dich hier so reinhängst, Es hat mich so beeindruckt. Es war so kalt. Ich war schon kurz davor zu Ey, komm, steig ein. Ich wüsste nicht, hätte ich das Fahrrad da leider nicht untergebracht. Aber so dieses Machen, das Anpacken versus das Schwätzen. Ich glaube, da müssen wir noch mal ran. Und speaking of einem Anpacker, Donald J. Trump. Ich finde Rubio, der meines Erachtens nicht J. D. Vance, sondern Rubio ist der neue Mann hinter Trump, dass ich gesagt ja im Interview, Ich meine, ihr glaubt einfach sozusagen, Trump ist so ein normaler Politiker. Der normale Politiker redet immer, der hält Sonntagsreden hier da und wir waren auch unsere Wer wieder mit wem telefoniert hat, Herr Merz hat mit dem und Macron unter uns f dem. Warum? Weil das Reden ändert nichts. Es werden Fakten geschaffen und einfach mal in zweieinhalb Stunden dort rein den Präsidenten rausholen und einfach zu sagen übrigens, das können wir Putin richtig. Scare the shit out of them wegen den Ölpreisen. Chi zu zeigen. Pass mal auf, so sieht es aus. Ja, Trump ist Putin. Ein Scheißdreck ist der. Der hat gezeigt, wie stark Amerika ist, wie stark das Militär ist, der macht. Und ich fand einfach das Allerbeste und du bist ja jetzt auf Instagram willkommen, Guck dir an die Reels von the White House und dann noch die Jokes zu bringen mit so einem Ausschnitt von Rubio. They never know. No, they know. Und dann sozusagen zu Wir sind ein Land der Macher. Das war Deutschland auch, Jetzt schwätzen wir nur noch und deswegen hört auch niemand auf uns. Man hört auf Schwätzer, wenn es genug Macher gibt, die das Land erfolgreich machen, wenn die Macher minorisiert sind und die Schwätzer überall sind und dann die Volkswirtschaft, dann hört auch niemand mehr auf die Schwätzer. Also die Schwätzer müssen großes Interesse daran haben, dass wieder mehr Macher da sind, damit die Schwätzer ihr Geschwätz irgendwo unterbringen.
B
Na klar, du hast ja gesehen, dass in der ganzen Redaktion der ist völkerrechtswidrig. Dann sage ich ja gut, ich meine völkerrechtswidrig. Die Sache ist halt, du kannst natürlich darüber protestieren, aber du kannst nur protestieren, wenn du mächtig bist und wir sind einfach eine Lachnummer. Du kannst nicht gleichzeitig, wie es so schön heißt, die Hauptstadt der drittgrößten Fortschrittschaft der Welt sein und kriegst es nicht in Ordnung, deine Stromversorgung zu sichern als Beispiel. Also vor dem Hintergrund ist das natürlich schon dramatisch. Ich glaube, was jetzt Venezuela ganz konkret betrifft, vielleicht können wir darüber sprechen, bevor wir dann nochmal die Brücke zurückschlagen zu Berlin. Ich finde Venezuela deshalb ganz spannend, weil wir haben ja schon mehrfach hier an dieser Stelle auch über Geopolitik gesprochen. Wir haben immer gesagt, also Trump hat eine ganz klare Vision. Ich weiß einen der ersten Podcasts, die wir gemacht haben, Energiepolitik, Energiepolitik. Für mich ist ganz Energie ist wichtig Und für ihn ist ganz Wir sind in der Auseinandersetzung mit China und mit Russland und mit dem Iran. Also nach dem BRICS versus westliche Welt. Und Trump stellt Mit Europa kann er so nichts anfangen. Europa muss erstmal stark werden. Druck aus rational. Venezuela ist in zweierlei Hinsicht interessant. Also erstmal interessant geostrategisch. Du musst wissen, in den letzten 20 Jahren hat China massiv investiert. China hat sich Zugriff auf Ölreserven gesichert zu einem Discount. Die haben ungefähr 14 Dollar weniger gezahlt als Weltmarktpreis. Das war im Prinzip die große Wette von China, sich Rohstoffe zu sichern. Und diese Wette ist jetzt zu Ende, weil Trump jetzt im Prinzip gesagt hat, das venezianische Öl geht wieder Richtung USA. By the way, die Raffinerien in den USA wurden ja mal so gebaut, dass sie zur Verarbeitung von venezolanischen Öl am besten geeignet sind. Insofern passt das. Venezuela hat die größten bekannten Ölreserven und man kann fast sagen, einer hat irgendwo geschrieben, die US Regierung hat jetzt ungefähr zu 50 Prozent der weltweiten Ölreserven sich gesichert über verschiedene Schritte. Und das ist natürlich total rational, weil wir wissen, Energie ist ganz, ganz entscheidend. Und wir wissen, die USA sind zurück, was so Themen betrifft wie Atomkraft. Da machen die Chinesen sehr viel, auch was Erneuerbare betrifft. Ich habe mal Zahlen herausgefunden. Ich glaube, das Interessante ist, dass im Prinzip China in den letzten Jahren bis zu viereinhalb Prozent des Bruttoinlandsproduktes pro Jahr ausgegeben hat, um Energieinfrastruktur aufzubauen, Energiekapazitäten zu schaffen, weil die ja wissen, viel Energie, billige Energie ist wichtig. Und die USA hatten das weniger gemacht, die versuchen es nachzuholen und sie sagen im Prinzip, wir sichern erstmal Öl, wir verbrennen Öl. All die Leute, die glauben, Energiewende würde stattfinden weltweit, die kann ich nur enttäuschen. Der fossile Energieverbrauch geht weiter hoch. Die addieren immer Energiequellen dazu, aber wir werden niemals irgendwelche ersetzen. Das ist einfach historisch so. Selbst Kohle wächst dann auch. Vor dem Hintergrund ist das sozusagen aus der Logik von Trump. Ich bin in einem Wettbewerb mit China. Künstliche Intelligenz braucht wahnsinnig viel Energie. Ich habe erst mal das andere nicht. Ich sichere mir, dass ich verbrennen kann. I burn it. Das ist sozusagen aus seiner Sicht vollkommen konsistent und das ist ein ganz großer Rückschlag für China. Vor dem Hintergrund ist das strategisch richtig und er würde in die Richtung weitergehen. Kolumbien übrigens hat ja auch gehört auch zu den heimlichen Ölmächten, die da noch so sind. Also vor dem Hintergrund, da ist er einfach ganz rational. Und jetzt können wir über Grönland diskutieren. Natürlich. Es ist aber so, er guckt sich die Weltkarte an. Er sagt im Was brauche ich für Ressourcen? Und die Europäer sind einfach so, wie sie aufgestellt sind, unsichere Kantonisten. Das muss man einfach sagen. Das finde ich sehr schade. Ich persönlich würde nur sagen, die Schlussfolgerung daraus ist logischerweise, da bin ich jetzt bei dir, Wir müssen in Deutschland weniger reden, Wir müssen in Deutschland weniger Sozialstaat Verteidiger müssen in Deutschland die Fitness steigern, das Wirtschaftsprogramm für Deutschland machen, was Herr Merz mittlerweile auch ins Schreiben wieder groß bekundet. Aber wie wir gesehen haben, auch das ist kleiner Schlenker. Du hast bestimmt gesehen, die streite es Jetzt gibt es zum Thema Vorbereitung Jahreswirtschaftsbericht. Die Frau Reiche Die Wirtschaft hat große Probleme, würde ich zustimmen. Die SPD sagt Ach, ist alles nicht so schlimm. Die Frau Reiche Staatsschulden sind keine Lösung. Die SPD sagt doch, die Staatsschulden, die Konjunktur wird Boom, ist ja alles super. Die SPD sagt wir Sozialstaatsreform brauchen wir nicht. Frau Reiche sagt, brauchen wir. Also du siehst schon, das Grundproblem ist da, das habe ich im Handelsblatt, da habe ich was kommentiert. Zum ersten Mal habe ich mich da sogar offiziell schriftlich mal für eine Minderheitsregierung von meinem Herz ausgesprochen gemeint Und es soll einfach nur eine einzige Aufgabe haben, nämlich Gesetze streichen. Vielleicht ein paar Worte zum Thema Sozialismus, weil wir hören ja immer wieder, also entweder sagen wir Venezuela ist ein Vorbild, das hat man so gesagt bis 2008, da haben ja die Sozialisten der Welt gejubelt, wie toll Sozialismus in Venezuela funktioniert. Das hat deshalb gut funktioniert, weil damals der Ölpreis von 50 Dollar im Jahr 2005 auf 130 Dollar im Jahr 2008 gestiegen ist. Und für ein Land, was zu 97 Prozent von Öleinnahmen abhängig ist, war das natürlich super. Das heißt, da gab es einen Boom, für den der Herr Schaeves gar nichts konnte, aber er hatte viel Geld und konnte plötzlich viel Geld verteilen, hat Sozialprogramme gemacht und das war alles populär. Da war quasi der Sozialismus, wie er funktioniert. Du siehst, Sozialismus funktioniert nur dann, wenn ein Wunder geschieht, weil irgendwelche Rohstoffpreise hoch sind, Klammer auf, wenn das Ausland die Fehlgeld überweist, dann funktioniert Sozialismus. Danach brach der Ölpreis bekanntlich ein und danach wurde alles offensichtlich, was schiefgelaufen ist, weil die haben ja das gemacht, was wir auch in Deutschland sehr diskutieren. Die haben gemacht Preiskontrollen, die haben gemacht Regulierungen, die haben ein riesiges Verstaatlichungsprogramm gestartet. Ich meine, es begann mit der Ölindustrie, da gab es einen Streik, Generalstreik 2002, 2003, daraufhin wurden Mitarbeiter entlassen in den Ölkonzernen und wurden, das waren meistens bessere und wurden nicht weniger Kompetente ersetzt. Die haben im Prinzip all das gemacht, was bei uns diskutiert wird, Preiskontrollen, Produktionsquoten, Vorgaben auch was bei uns ja so diskutiert wird mittlerweile schon auch gerade hier in Berlin. Und sie haben eine Riesenwelle gemacht an Verstaatlichungen, das muss man sich mal vorstellen. Sie haben nicht nur Öldienstleistungen, sie haben Agrarindustrie, Verpackung, Bankenlogistik, Eisen, Stahl, Häfen, Bau, alles haben sie verstaatlicht. Sie haben dann dem Einzelhandel verboten, Preise zu erhöhen. Das heißt, sie haben hier Einzelhändler in den Ruin getrieben. Die hatten nur die Wahl, entweder freiwillig im Staat oder doch, wenn ich mich widersetze, mit so großen Geldstrafen bestraft, dass ich sozusagen dann verstaatlicht werde. Das heißt, die haben den Sozialismus umgesetzt und das Problem der ganzen Sache war nur, dass der Ölpreis dann gefallen ist und damit war die Party schlichtweg zu Ende. Und wir wissen, Honduro hat die Wahlen gefälscht, um an der Macht zu bleiben. Es gab Förderung, es gab Ermordung, es.
A
Ist ein Einsatz, es ist demokratisch nicht legitimiert.
B
Du musst nur eins sehen, du hast einfach gesehen, wie massiv mal ein Land abrutschen kann. Und ich habe mir ein Bild mal rausgesucht, habe ich mal geschaut, ein paar Länder, die ähnlich waren im Jahr 1998. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von Argentinien. Polen und Estland war 1998 das gleiche Dollar, Entschuldigung, von Estland. Argentinien und Venezuela war gleich mit Dollar. Polen lag so noch darunter bei ungefähr Dollar. Dann wuchsen die alle bis so ungefähr so 2010. Wir haben gesehen, Venezuela geht schon früher zurück ein bisschen, aber die hat natürlich wegen dem Öl ging es auch noch da hoch bis ungefähr 2010 und dann gehen die Kurven auseinander. Dann gehen Polen und Estland durch die Decke. Polen hat Liton Platz 1 mit fast Dollar, also wirklich die Erfolgsgeschichte. Estland kurz danach, das ist jetzt ein bisschen eingebrochen wegen dem Krieg in der Ukraine. Argentinien hat sich von ungefähr 15 so bis Richtung 18 entwickelt, jetzt hoffen wir natürlich gemeinsam, Milet wird es auch wieder hochbringen. Und Venezuela hatte so einen Zwischenhoch bei 18 und ist jetzt auf Dollar abgestürzt. Das heißt, gegenüber dem Jahr 98 hat das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gedrittelt. Um das wieder wettzumachen, bräuchten die ein Jahr 10 20 Prozent Wachstumsraten pro Jahr. Du weißt, acht Millionen Venezuela, jeder vierte Venezuela hat das Land verlassen, darum haben die auch gefeiert auf den Straßen. Das heißt, hier siehst du mal, wie im Prinzip ein Sozialismus ein Land ruiniert und zwar wirklich ruiniert ein Land, was rohstoffreich ist, was eigentlich im Prinzip schön hätte leben können, einfach von den Ölleinnahmen.
A
Der Scheck kommt aus dem Boden.
B
Genau, der Scheck kommt aus dem Boden und das wurde im Prinzip absolut ruiniert und insofern ist natürlich ein bisschen schade, dass jetzt sich zumindest abdeutet, dass Trump sagt, okay, es genügt mir auf die Ölreserven Zugriff zu haben und ansonsten mache ich da keinen Regime Change, weil nur ich sehen muss, da braucht man schon massiv eine andere Politik.
A
Aber der Regime Change, also da bin ich mir sehr sicher, das ist nur eine Frage der Zeit.
B
Genau, aber wie gesagt, Exporte von Öl ist noch gegangen, alles ist eingebrochen. Es ist ein Riesenthema auf jeden Fall da, nur man sieht einfach, der von der Linkspartei, der von linken Parteien generell sozusagen grossgelobte Sozialismus da in Venezuela ist einfach quasi, war am Anfang eine Illusion, da hat man im Prinzip die vorhandenen Ressourcen aufgebraucht und danach wurde er nur mit Repression möglich. Wie jeder Sozialismus. Ich meine, wir haben auch, es gab Ja, die ganzen Witze jetzt über den neuen New Yorker Bürgermeister, der von der Wärme des Kollektivismus gesprochen hat, wo alle auf X die Bilder gezeigt haben von der Mauer. Und das kann man natürlich ganz klar sehen, dass diese Art der Wärme des Sozialismus natürlich in Venezuela sicherlich nicht geherrscht hat, obwohl es doch klimatisch deutlich angenehmer ist als bei uns. Es gab ja früher mal den Witz, nicht in der DDR. Es ist wie Kuba, nur leider kälter ohne Palmen. Das war sicherlich ein Thema. Und jetzt komme ich nochmal zu Berlin zurück, weil mich das schon umtreibt. Wir sitzen hier in einer Stadt, die wie gesagt nicht in der Lage ist, die Grundvoraussetzungen eines Staatswesens zu erfüllen. Und gleichzeitig haben wir eine Regierung Schwarz Rot, die im Dezember 2025 einen Gesetzentwurf vorgelegt hat mit dem Titel Vergesellschaftungsrahmengesetz. Und das Gesetz ist jetzt nicht sozusagen unmittelbar enteignet, wird gleich betont, sondern es werden erst mildere Mittel geprüft, Preisregulierungen, Auflagen, Bußgelder und treuhänderische Verwaltung. Da geht es natürlich um Immobilien, aber es geht nicht nur um Immobilien, es geht auch um Unternehmen. Also wenn Unternehmen hier zum Beispiel nicht die Klimaziele erreicht, die vorgegeben werden, dann soll es möglich sein, hier über Gewinnabzug vorzugehen, über Regelungen einzugreifen. Wir haben vorhin gerade gesagt, Chavez hat es in Venezuela extrem gemacht, er hat auch Preisregulierung gemacht, ähnliche Dinge gemacht und hat dann wenn du die nicht dran hältst, weil du dich nicht dran halten kannst, weil du nämlich pleite gehst sonst, dann wirst du eben enteignet. Das war die Politik. Und ich war in Caracas, ich bin Umgestiegen, ich war 24 Stunden in Caracas am Rückweg von Südamerika, 2012 war das. Und da war so eine Passkontrolle. Und das war für mich als Westberliner, das war wie die innerdeutsche Grenze. Das war wirklich so wie DDR. Es war damals schon sichtbar, dass dort Mangelbürgschaft herrschte und seitdem hat sie noch massiv erfüllt. Wie gesagt, ich komme zurück. Wir haben also hier in Berlin eine unionsgeführte Regierung, die im Prinzip vorbereitet Enteignungen und wir wissen, die Linken wollen das, die Linkspartei machen das ja gefolgt. Es gibt ja dieses, was ich immer wieder zitiert habe, dieses Programm vor einer sozialistische Stadt. Und daneben wird unter Mitwirkung der CDU in Berlin gearbeitet und in Venezuela sehen wir einfach, wo das hinführt. Und das ist das große Dilemma. Wir haben zum einen sehen wir jetzt ja schon symptomatisch, wie das Gemeinwesen jetzt schon nicht funktioniert aufgrund der falschen Prioritäten. Ich habe gedacht, wir wollten zwei Milliarden ausgeben für neue Bäume. Du hast nur 700 Millionen geschrieben. Ich weiß nicht, was die richtige Zahl ist. Auf jeden Fall wollen wir ja Milliarden für neue Bäume ausgeben. Ich würde mal sagen, vielleicht geben wir mal ein bisschen eher für Infrastruktur aus und für funktionsfähige öffentliche Verwaltung mit weniger Krankenstand. Du siehst einfach nur, die Prioritäten sind falsch. Wir leben hier in Berlin auch nicht vom Öl, sondern vom Länderfinanzausgleich, der uns viel hilft.
A
Wir leben von Bayern.
B
Wir leben von Bayern, aber nicht mehr lange, weil Bayern, wie wir wissen, wir arbeiten ja aus Berlin heraus auch sehr stark daran, die Automobilindustrie kaputt zu machen. Das heißt, können wir natürlich dann auch hinterher von Bayern Geld erwarten etc. Nur das Ganze passt einfach in ein Bild, wo ich dann sagen Du hast so einen schönen optimistischen Auftakt gemacht für unseren Podcast fürs neue Jahr, dass ich dem jetzt am Ende doch nicht mehr so ganz folgen kann, weil ich was sagen muss. Wir sehen, wo Sozialismus hinführt. Wir haben es in Berlin gesehen. Wer 1990 durch Ost Berlin gegangen ist, hat gesehen, wo es hinführt und wir wollen es wiederhaben.
A
Ich weiß aber, wenn ich an der Stelle einhake, also antikommunistisch ist ja make Antikommunismus great again, ist ja ganz wichtig. Aber da sind jetzt so viele Punkte, die mich natürlich ohne Ende triggern und ich würde gerne noch einen anderen Sprung. Vielleicht ist es auch ganz gut, dass wir diesen Podcast noch wilder machen als sonst. Die wirklich lustigste Idee der Linken ist ja immer, dass Sozialismus, Ich meine, das Tollste an der freien Welt ist der Humor des Westens, also die Memes über Maduro, dass der Nike Tracksuit, den er anhat, jetzt ausverkauft war nach vier Stunden, dass es ungefähr lustige Memes gibt. Der witzigste, habe ich gerade aus Story gepostet, ist als Nike Reklame Socialism failing since 1917 don't do it. Also der Nike Spruch, mit dem Maduro verhaftet und so dieser stolze, virile, geile Humor des Kapitalismus, sowas zu triggern, ist wunderbar. Schnitt die Shit Welt, der Shit Pro Seminare, der Shit Sozialstudienfächer, der Shitsoziologen, der Shit Genderwissenschaftler, der Shit Politologen. Das ist ja kein Sozialismus. Die astas, die Demonstrationen gegen rechts für unsere Demonstration, Ja, Sozialismus ist nicht Thilo Jung, DDR war nicht links, sondern rechts, weil autoritär. Alles, was scheitert, ist dann nicht mehr Sozialismus. Und diese Art von, dass man damit durchkommt, dass wirklich 20, 40 Millionen Tote, die der Sozialismus China, vielleicht sogar 60 Millionen Stalinismus und angerichtet hat, dass man immer noch diese kaputte autoritäre Idee so verklärt hat, einfach damit zu tun, wieder bei Schumpeter, dass diese Überproduktion von Schwätzern dazu führt, dass sich so eine eigene Schwätzwissenschaft herausgebildet hat, amalgamiert aus, irgendwie gibt es ja auch Ökonom innen, wir kennen ja auch ein paar, die schwätzen dasselbe Zeug und jeden Tag sieht man, es funktioniert nicht. Es funktioniert nichts davon. Aber ich würde gerne noch mal Wo ist meine Hoffnung, bevor du zu der Hoffnung kommst?
B
Ich möchte mal sagen, was Sozialismus bedeutet, wenn er hier umgesetzt würde. Es würde bedeuten, dass Herr Wegner der Forschungsvorsitzende von BMW würde und die Grünen Politikerin, die da in Zehlendorf, die wäre vielleicht sogar dann zuständig für die Energieversorgung von ganzen Regionen. Das heißt, diese Kompetenzauswahl findet dann dort statt. In der Theorie kannst du ja sagen, die Besten sind dann da. Das ist aber nicht so. Es sind immer dann die Parteitreuesten sind dann an diesen Rollen. Und das ist der Grund dafür, warum dann quasi, Du kannst einfach nur sagen, wenn du dir vorstellen möchtest, dass ganz Deutschland so regiert wird wie Berlin, dann bist du für Sozialismus.
A
Genau. Also die Republik der Nieten und Schwätzer und die Macher sind entweder im Gulag oder in der Schweiz und die Linkspartei. Ich habe ja viel Ärger bekommen, wirklich ein Jahr lang, für meine Bemerkung über Frau Reichinek. Ich kann nur sagen, wahrscheinlich ist es viel, viel zu milde.
B
Ich dachte, sie wär krank. Ich dachte, sie würde ihre Zahlen nur deshalb nicht haben, weil sie Migräne hat.
A
Nee, nee, das ging ja so. Egal, warum bin ich optimistisch? Und da spricht der gute Linke, nämlich der marxistisch geschichtsphilosophische Linke in dem Sinne. Wir würden bei der Analyse dessen, was der Sozialismus angerichtet hat im 20. Jahrhundert, Marx wäre heute Antikommunist, weil er sehen würde, dass es historisch notwendig ist, dass diese sozialistischen, kommunistischen Ideen auf den Schrotthaufen der Geschichte gehören. Marx war so intelligent, das hätte er erkannt und der säße jetzt hier mit uns und würde mit uns Podcast machen. Make Economy Great Again. Engels sowieso, der kennt sich aus. Also du, ich wäre mit Marx, du mit Engels und wir würden Make Economy Great Again zu viert machen. Das Interessante ist auch, wenn du in der Schwätzwissenschaft und im Schwätzpolitiker Dasein angekommen bist, verlierst du die Rückanbindung an die Realität. Und ich habe einen Tweet gefunden eines Bezirkspolitikers der SPD, also auch Regierungspartei in Berlin, der die Kritik an dieser jährigen Frau Pflegestufe 5, Feldbett, Turnhalle, Hüttenweg, aber die Flüchtlinge sitzen in Hotels, erklärt es mir mal und kann man sagen, ja, ist ja ganz schlimm. Wir spielen das Elend des Einen gegen anders. Aber dieses Zitat von Goddamit, wo war es denn jetzt? Augenblick von Marco Preuss, Infotweet, Geflüchtete in Hotels, dauerhafte Wohnungsnot, rechtliche Schutzpflicht, Blackout Opfer, kurzfristige Krise, keine Wohnungsverluste, ankommende Geflüchtlinge mit ungeklärtem Bleiberecht, ebenfalls Sammelunterkunft. Ich hoffe, ich konnte helfen. Und dann haben so ein linker Leser der Welt, Alexander Eichholz, die kalte Welt des Verwaltungsaktes. Und dann hat ein super cooler Typ, der ein Immobilienunternehmer, ich kenne den realen Namen, taucht aber als Herr Hausinger, so viel Gag muss bei Immo Jungs sein, die tolle Autos fahren, by the way. Der hat dann gemacht und genau deshalb wurde am Wochenende die nächste Wahl entschieden. Ihr hasst den Bürger, der Bürger hasst euch eigentlich ganz einfach. Und das stimmt auch, Ulf Und das stimmt. Die Verachtung der Linken für die Nöte, der einfach nochmal bei mir in Zehlendorf, ich weiß, wie privilegiert ich bin. Ich bin nicht so privilegiert wie alle anderen in dem Kiez, die einfach in den Luxushotels saßen. Es trifft immer die Armen. Und dass ein SPDler nicht verstehen kann, dass die Leute sagen, wie kann das sein? Wir haben kriminelle syrische Flüchtlinge, die im Hotel sitzen und die jährige Oma, die, wenn man zurückrechnet, wann sie geboren ist, die deutsche Geschichte leidvoll miterfahren hat, die.
B
Hat schon mehrmals in solchen Umständen gelegen.
A
Wenn du das nicht mehr zusammenkriegst und stolz darüber so was twitterst, ich bin auch dagegen zu verrechnen und ja, Ukraine, wieso haben die die ich finde in der Republik der Macher muss man so nicht reden, weil es funktioniert.
B
Beides funktioniert. Es muss beides funktionieren.
A
Beides muss funktionieren. Wir helfen den Geflüchteten, wir helfen dem, jetzt sage ich mal so ein Klischee, wir helfen dem queeren trans Mann aus Afghanistan. Aber wir wissen, dass das nur funktionieren kann, wenn es grundsätzlich funktioniert. Und diese Tweets sind eigentlich ein Symptom dafür, dass sie sich entkoppelt haben. Und das wird in diesem Jahr abgewählt überall. Und ich sage dir, dieses komplette Tone Death sagt man ja im Englischen, dass man sozusagen mit so einem falschen Ton als Sozialdemokrat, wenn man die Weihnachtsansprache oder Nüttos teilen von der dänischen Premierministerin gehört hat, das war gut, das würde sich hier keiner der AfD trauen. Ich will, dass ihr geht, ihr versaut mein schönes Land haut ab, sagt die eine Sozialdemokratin kultiviert in dänischen Ton und wir sind einfach durch die Schwätzer entkoppelt vom Common Sense und das habe ich ja in Wir haben so und dann bin ich auch zu Ende. Der Punkt ist, das hat sich so weit auseinanderentwickelt und in jeder Krise jetzt wird deutlich, dass die Schwätzer nichts können. Die Schwätzer belehren. Trump und Rubio hat einfach nur so lustig Europäische Union, shut the fuck up. So hat er es natürlich nicht gesagt, sondern so intelligent wie er ist. Und diese Witz in Corona, komplettes Versagen. Und weil man nichts kann, kommt das autoritäre, autoritäre Fantasien sind die Fantasien von Nieten und Nichtskönnern und Schwätzern. In der Klimadiskussion haben wir das und jetzt haben wir es in so einem Fall auch Die, die nichts können, haben dann einfach nur die Möglichkeit zu enteignen, autoritär übergriffig zu sein. Die können nichts, sie schwätzen, sie können nichts und wundern sich dann, warum die Leute aus Verzweiflung eine Vollidiotenpartei im Zweifelsfall.
B
Also ich bin ja, ich folge total. Ich muss dazu sagen, in meinem Bekanntenkreis, ich würde natürlich meine Bekannten, keinen von ihnen jemals als Shit oder sonst wie Bürger bezeichnen. Mir aufgefallen ist schon eine große Gruppe von Leuten hier auch in Berlin, die man eher so im CDU SPD Grün Wähler Umfeld sehen würde. Und wenn du mit denen sprichst und dann von denen auch WhatsApp Nachrichten bekommst, da ist die Stimmung total gekippt. Die sagen und ich habe heute mit jemandem gesprochen, der mir gesagt nach dem die Leute waren vorher schon mit der Politik durch, sind sie komplett durch. Das würde die these unterstreichen, von dem du gerade gesagt hast, dass es da natürlich entsprechende Wahlverhalten gibt, was ich schade finde, weil es nicht produktiv ist, weil es ja nichts bewirkt. Jetzt führt mich zum zweiten Punkt. Wie gesagt, 2021, ich saß bei Markus Lanz, wurde dafür heftig kritisiert, weil ich Staatsversagen gesagt habe. War auch von mir nicht geplant. Das war eine spontane Reaktion. Das war so eine Live Sendung.
A
Bist du immer auch ein Hitzkopf dann.
B
Ja, bin ich ja gesehen. Da kam halt, dann kamen die Ministerpräsidenten raus und dein ehemaliger Kollege Robin Alexander.
A
Ehemalig oder Halm oder whatever, Robin arbeitet weiter mit der wunderbaren Kolumne und hat sich selbstständig gemacht.
B
Ja, okay. Unternehmer, Unternehmer geworden. Also der jetzige Selbstständige hat damals Nein, das können sie nicht sagen. Und dann haben wir lange diskutiert. Alle haben am Ende durch zugegeben, bei einer Begründung zugestimmt, bei einzelnen Punkten, Aber natürlich den Begriff durfte man nicht wenden, was total faszinierend ist. Wir haben bei Corona Staatsversagen erlebt und meine Schlussfolgerung daraus wäre ja gewesen, dass ich dem Staat weniger zutraue. Ich bin ja nicht, ich betone nicht gegen den Staat, ich bin nur für den Staat, der seine Kernaufgaben hochkompetent wahrnimmt. Dazu würde zum Beispiel mit so einer Krise besser umzugehen. Also ich würde normalerweise der Staat weniger Staat, dafür besser. Und erstaunlicherweise sagen es die Deutschen aber nicht. Die Umfragen gehen immer wieder her, wer der Staat dem Staat wird vertraut. Der Staat muss alles zuständig sein. Das ist immer noch hochpopulär. Und ich frage mich eigentlich, bis es durchsickert, dass wir mal erkennen müssen, wir haben vom Staat auch wir haben vom Staat nicht wir zwei, aber die deutschen Bürger erwarten vom Staat zu viel. Wir sollten eigentlich dem Staat entlasten von vielen Aufgaben, damit er seine eigentlichen Kernaufgaben innere Sicherheit, Katastrophenschutz, solche Dinge mit voller Kompetenz wahrnehmen kann.
A
Aber der Staat hat deshalb so eine. Also wir kennen ja, können wir wieder ein historisches Kolloquium machen, warum Deutschland Kleinstaat, Durchzugsraum, Migration in Mitteleuropa ohne richtige natürliche Grenzen, immer die Unsicherheit, so wie bei Thomas Hobbes in Leviathan die Sehnsucht, Hegel, wir denken Deutschland und der Staat ist eigentlich der absolute, da kommt der absolute Geist zu sich in so eine pragmatische Common Sense Vernunft. Und ich glaube, dass die deutsche Staatsliebe auch deshalb so groß ist, weil es eine kompensatorische Logik ist gegen die vielen Unsicherheiten, die die Deutschen kulturell lange hatten, national lange hatten. Und ich glaube, dass die Angst der Deutschen und das mangelnde Selbstbewusstsein der Deutschen, das ist ja auch was sehr Deutsches. Es gibt dieses wunderbare Churchill Zitat, das du beide Bay selber nur zitierte. Du hast sie entweder zu den Füßen oder an der an der Gurgel, an der Gurgel und so. Und ich glaube, so diese beiden Modi es der Deutschen gibt's und der zu Füße Deutsche hat halt so die Hoffnung, dass der Staat alles für mich regelt. Ich sehe aber, und deswegen will ich auch gut gelaunt in dieses Jahr gehen, trotz dieser rantigen Ausgabe von Make Economy Great Again, Es gibt ja noch die Macher und wir kommen ja immer wieder. Wir müssen dafür sehen, dass die Macher.
B
Aber die Macher sind nicht im.
A
Staat. Wir müssen, ich bin ja auch für einen Staat, aber ein Staat, der richtig dekonstruiert wird und wieder zurückkommt. Ich sage immer, wir brauchen eine Disruption Richtung Ludwig Erhard. Wir brauchen eine Staatsquote von 40 Prozent, nicht wie jetzt 51,6 Prozent. Wir brauchen eine kulturelle, wir brauchen eine geistig moralische Wende. Wir brauchen eine kulturelle Komplettrevision. Wenn Merz, wir loben ihn mal, er hat ja jetzt auch seinen nicht so geilen, crazy, unbeliebten Büroleiter ausgetauscht. Wir brauchen für dieses, wenn Merz sagt, wir müssen das Haus komplett sanieren, kernsanieren, wir brauchen eine kulturelle Revision der Architektur. Und ich sage einfach, dieses Haus Bundesrepublik, diese Ludwig Erhard Republik, Ich sehe immer diesen Kanzler Bungalow von Ruf, das Beste aus Bauhaus und Ulmer Schule. Modern, elegant, minimalistisch, demütig, aber high end, innovativ. Das ist die Ästhetik der Bonner Republik at its best. Und da müssen wir zurück. Und jetzt, man hat im Grunde genommen, die Grünen haben da ihre Hundertwasser Scheiße reingebaut, die Sozis haben dann angefangen, irgendwelche linken Sachen reinzubauen und wir haben diesen Sepp Ruf Bungalow, der sieht jetzt aus wie so ein Friedrich Hundert Wasser Gebäude. Und wir müssen das abreißen, wir müssen das wegnehmen, Wir müssen es zerstören, um die schöne alte Denkmalarchitektur von Ludwig Erhard zukunftsfähig zu machen. Gerne auch mit Solarpaneelen, die man nicht sieht auf dem Dach. Gerne auch mit all dem, was es da an Möglichkeiten gibt. Wir müssen diese kulturelle Komplettentgleisung der vergangenen 20 30 Jahre korrigieren. Wenn wir es nicht machen, geht der Wahnsinn so weiter.
B
Der Punkt ungefähr sind wir schon über die Zeit. Aber vielleicht noch eine Anmerkung. Ich glaube, ein ganz wichtiger oder ganz wichtiger Unterschied zu früher ist, die Deutschen sind staatsgläubig, aber der Staat hat eigentlich in der Vergangenheit meistens geliefert. Es gibt den schönen Bespruch der Amerikaner, die gesagt haben, sie haben immer die Bahnanlagen bombardiert im Zweiten Weltkrieg und am nächsten Tag haben die Deutschen sie wieder repariert gehabt. Sie gingen wieder. Ich glaube, ich habe Bücher gelesen, bis kurz vorm Zusammenbruch ist die Bahn noch gefahren. Vielleicht bin ich nicht mehr ganz pünktlich, aber die Züge kamen wahrscheinlich pünktlicher als heute. Also in schlimmsten Umständen sozusagen hat damals der wahrgenommene Staat funktioniert und der Staat hat danach funktioniert. Du hast Helmut Schmidt gebracht und jetzt haben wir seit mehreren Jahren ein zunehmendes, offensichtliches Versagen des Staates. Corona. Ich möchte in eine andere Ahrtal. Ich weiß nicht, ob du es gesehen hast. Es gab ja dann diese Pressekonferenz und die Aussage jetzt ist Klimawandel. Du hast immer Klimawandel und wir wissen, es ist nicht Klimawandel. Es war eklatantes Staatsversagen. Und ich glaube, als der Bürgermeister dann sagen Ach naja, wir hatten schon früher höhere Hochwasser, hat glaube ich Frau Merkel ihm vom Mikrofon weggezogen oder irgendjemand, damit es nicht zu hören war. Aber es gab schon früher höhere Hochwasser ohne diese Schäden. Das heißt, wir haben es zu tun mit einem strukturellen Versagen des Staates bei gleichzeitig einem eigentlich staatsgläubigen Volk. Und da sage ich einfach, das ist eine gefährliche Mixtur. Und gleichzeitig haben wir es zu tun mit den Schwätzern. Da bin ich ich greife mal deinen Begriff auf. Normalerweise würde ich mich ja so nicht äußern von Schwestern, die eben sagen nach dem oh, der böse Trump hat sich gegen Völkerrecht, hat er nicht getan. Stuttgart hat dagegen verstoßen. Was willst du machen? Sonst nimmt ja keiner ernst. Das heißt, du hast die Leute, die dann große Sprüche klopfen, die wir wollen. Europa soll eine weltweite Ordnungsmacht sein, hat Herr Merz mal gesagt. Und ich kann mich lachen, mit was wir das sein wollen. Und das führt mich jetzt eigentlich zum letzten Punkt von mir. Herr Merz hat jetzt den Poleiter entlassen. Herr Merz hat einen Brief geschrieben an seine Abgeordneten, also von SPD und Union, dass die Wirtschaft doch schlechter stünde und müsse was tun. Und letztlich ist er wahrscheinlich Schwätzer in Schief von einem Staat, der offensichtlich erodiert beim staatsgläubigen Volk. Und das ist eine Situation, die mich nicht erfreut, die keinen von uns erfreuen sollte, wo ich einfach Make Economy great again, die Hütte brennt. Und wenn wir die Wirtschaft dieses Jahr nicht fundamental in eine andere Richtung bekommen, das ist, sorry, dann sind die Szenarien. Ich war immer pessimistisch, die nächsten Wahlen, die wäre ich noch pessimistischer, wie das ausgeht, dann werden wir Richtung Unregierbarkeit, französische Verhältnisse driften.
A
Ja, das ist, also wir sind, wir haben heute, aber ich glaube, das passt irgendwie so, weil auch die Rolle des Publizisten oder in dem Fall von zwei Podcastern, die ganz unterschiedlichen Backgrounds haben. Ich finde, wir versuchen ja, was machen wir eigentlich? Wir versuchen ja eine Stimme zu sein für diejenigen, denen es auch so geht in der Wahrnehmung und die in dieser Medienlandschaft irgendwie das Gefühl haben, wir tauchen entweder gar nicht oder nur noch minoritär auf. Und die Berichterstattung, und das habe ich ja auch geschrieben, ist echt schockierend, wenn man sieht, was das in Sylt von vier nicht Sozialhilfeempfängern, sondern Leuten, die Geld verdienen, Nettosteuerzahler sind. Die waren betrunken, haben ekelhaftes Zeug gesungen, aber haben halt besoffen irgendwas gesungen. Ich wünsche allen Klemmschwestern moralisierende Art und Weise, dass sie auch mal aus Versehen was singen, was nicht politisch korrekt ist, wenn auch nicht dieses. Und ich glaube, dass wir jetzt sehen, dass da eine linksradikale Truppe ist, erstmal Chapeau strategisch mit so einem minimalen Aufwand, so was, so eine Verletzlichkeit der bürgerlichen Gesellschaft zu erzeugen. Ja, ihr Ziel, die Villenbesitzer und die Reichen zu nerven, das hat leider nur mich getroffen. Ich bin der einzige Wille, der dort geblieben ist.
B
Ein paar andere auch. Einige andere habe ich auch gehört, die geblieben sind, um sich Vereinbrüchen zu schützen.
A
Aber es waren wenige.
B
Und ich hab gehört, ein Hubschrauber hat immer gekreist und da gab es ein bisschen Aufsicht. Also ich glaube, da hat der Staat schon versucht ein bisschen zu tun, als würde er was tun.
A
Ja, ich will nur sagen, warum sprechen wir so? Weil ich glaube, es geht so darum, dass wir gemeinsam eine Sprache finden, die sich entkoppelt von dem, was der herrschende kulturell mediale Diskurs ist. Der ist nämlich mitursächlich dafür, dass die Diskussionen so nicht mehr geführt werden. Und ich finde das Beispiel der Vulkangruppe versus die vier Leute, die da gesungen haben, deren Karrieren alle übrigens zerstört sind, genauso wie die Karriere der Biologin zerstört ist, die sagt, es gibt Männer und Frauen, also diese komplett unterschiedliche Bewertung und das führt alles dazu. Du hast, finde ich, sehr schönes Bild, das Staatsversagen in einer staatsgläubigen Gesellschaft, einer staatsgläubigen Nation, das schreit nach neurotischen oder paranoiden Konsequenzen, politischen. Da könnten wir hinkommen. Und ich finde es besonders interessant, wenn wir eigentlich eine Kultur und einen medialen Mainstream entwickelt haben, der all diese Themen nicht mehr reflektieren kann, weil er sich selbst in Weltanschauungskäfig gesperrt hat, wo es keine vernünftigen und Common Sense Zugänge mehr gibt zu den Lösungen der Probleme und umso fern bin ich zuversichtlich. Mega, wird noch wichtiger. Empfehlen Sie es weiter, Empfehlt ihr es weiter. Vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen. Wir waren heute vogelwild unterwegs und das mit den Schwätzern und Machern, das ist mir heute Nacht einfach so eingefallen, als ich das gesehen habe, weil diese ehrenamtlichen Helfer dieser kleinen Freiwilligen Feuerwehren und diese Katastrophenschützer aus NRW, die haben mich tief beeindruckt. Jeder Satz von denen war einfach gebackt von Taten. Und wir hören den Schwätzern gerne wieder zu, wenn die Macher so erfolgreich sind, dass die Staatsquote bei 40 Prozent ist, wir Perspektivwachstum von 3 Prozent haben und dann können die Schwätzer ihren ganzen Quatsch wieder in Literaturhäusern, irgendwelchen Shitstiftungen und so weiter erzählen. Bis dahin Klappe halten, mit anpacken, dann könnte es wieder gehen. In diesem Sinne, Make Economy Great again und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Las euch gut gehen. Empfehlt uns weiter, schreibt uns gerne.
B
Gute Nacht, Gute Nacht, bis nächste Woche.
A
Ciao, ciao.
B
Das war Make Economy Great again.
A
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Podcast Summary:
Make Economy Great Again
Episode: "Stromausfall: Wenn die Schwätzer regieren und die Macher schuften"
Host: WELT
Guests: Daniel Stelter (Ökonom) & Ulf Poschardt (WELT-Herausgeber)
Date: January 6, 2026
In this episode, Daniel Stelter and Ulf Poschardt dissect the stagnation and decline of the German economy and broader societal malaise, catalyzed by a recent blackout in Berlin. Their conversation turns into a critical exploration of the contrast between "makers" (those who act) and "talkers" (those who pontificate without output), the erosion of civic virtues, the pitfalls of over-bureaucratization and moral self-indulgence, and the looming dangers of creeping socialism—aided by misguided political elites and administrative dysfunction. Drawing on contemporary events (notably the Berlin power outage), the hosts debate what kind of "cultural struggle" and economic reform Germany needs to reverse course and experience a new economic miracle.
Anecdote from Ulf Poschardt:
He shares his experience as a victim of the Berlin power outage, surviving with an old fireplace while many wealthier neighbors decamped to hotels. He describes late-night scenes of emergency teams—predominantly men from volunteer fire brigades and disaster relief—working cheerfully and diligently in perilous conditions.
"Ich habe die Bundesrepublik gesehen, die funktioniert. Da habe ich die Leute gesehen, die nicht reden, sondern machen... es war Mitternacht immer ein Spruch. (...) Das ist das Deutschland, das wir brauchen."
— Ulf Poschardt [03:10]
Contrast between “Macher” (Doers) and “Schwätzer” (Talkers):
Poschardt laments a society now dominated by ineffective intellectual elites, while the real backbone—the "Macher"—are culturally and politically invisible.
Schumpeter's "Elitenüberproduktion":
Stelter references Joseph Schumpeter's thesis that surplus intellectual elites, unable to find their roles, become system critics and destabilizers, leading to "Überbau" (superstructure) outweighing societal foundation.
"Wir haben im Wohlstand eine fast parasitäre Intellektuelle Moral ermöglicht... wir müssen wieder zurückkommen zu weniger Überbau und mehr Fundament."
— Ulf Poschardt [06:19]
Failure of State Institutions:
The hosts detail systemic failures in Berlin: high public sector absenteeism (notably in parking enforcement), a bloated yet inefficient bureaucracy, and instances of blatant political patronage.
"In der Berliner Verwaltung gibt es im Durchschnitt 36,8 Krankheitstage. Die Leute haben sechs Wochen Urlaub und sind noch mal fünf Wochen krank."
— Daniel Stelter [12:15]
"Wir haben noch über 5000 Faxgeräte im Einsatz."
— Daniel Stelter [13:53]
From Helmut Schmidt to Kai Wegner: Loss of Leadership Quality
Poschardt bemoans the decline in political leadership, comparing the post-war generation of "doers" to current officeholders.
„Zwischen Helmut Schmidt und Kai Wegner, das sind ja gar keine Kategorienunterschiede mehr. Das ist ja wie so ein anderes Political Animal."
— Ulf Poschardt [17:03]
Inversion of Social Recognition:
The “makers” have been silenced and made invisible, while “talkers” dominate media, NGOs, academia, and politics.
"Die Schwätzer und die Schwätzer Lehrstühle, die Schwätzer Medien, die Schwätzer NGOs, die Schwätzerkirchen, davon haben wir genug."
— Ulf Poschardt [05:00]
Why Venezuela Matters:
Stelter draws parallels between Venezuela’s failed socialism and certain political tendencies in Berlin and Germany at large—namely, the focus on regulation, price controls, and nationalization, rather than entrepreneurial action.
"Die haben im Prinzip all das gemacht, was bei uns diskutiert wird, Preiskontrollen, Produktionsquoten... und dann wirst du eben enteignet."
— Daniel Stelter [33:10]
"Sozialismus funktioniert nur dann, wenn ein Wunder geschieht..."
— Daniel Stelter [32:00]
Hard Numbers:
Venezuela’s GDP per capita has plummeted, while countries like Poland and Estonia have soared.
"Gegenüber dem Jahr 98 hat das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gedrittelt. Um das wieder wettzumachen, bräuchten die ein Jahr 10-20 Prozent Wachstumsraten pro Jahr."
— Daniel Stelter [30:20]
German “Vergesellschaftungsrahmengesetz” Debate:
Discussion of Berlin’s proposed legal path toward expropriation and price controls, warning of its resemblance to Chavismo.
"Wir sitzen hier in einer Stadt, die wie gesagt nicht in der Lage ist, die Grundvoraussetzungen eines Staatswesens zu erfüllen... vorbereitet Enteignungen."
— Daniel Stelter [32:50]
Cultural Shift as Prerequisite for Economic Renewal:
Both hosts argue that before economic reform, Germany needs a cultural “Revision”—a return to the virtues, pragmatism, and responsibility that underpinned the German Wirtschaftswunder.
"Wir brauchen eine kulturelle, wir brauchen eine geistig-moralische Wende... diese kulturelle Komplettentgleisung der vergangenen 20-30 Jahre [müssen wir] korrigieren."
— Ulf Poschardt [47:55]
Optimism vs. Pessimism:
Despite critical tone, both believe that crises create social awareness and may spark overdue political and institutional renewal.
"Und ich sage dir, dieses komplette Tone Deaf... dieses Jahr abgewählt überall."
— Ulf Poschardt [41:43]
"Wir haben immer die Bahnanlagen bombardiert im Zweiten Weltkrieg und am nächsten Tag haben die Deutschen sie wieder repariert gehabt. Das ging wieder."
— Daniel Stelter [49:34]
Disconnect between Media/Intellectual Discourse and Public Experience:
The hosts contend that Germany’s media and political elite are hopelessly out of touch, citing examples from Berlin’s reaction to both the blackout and migration.
"Der herrschende kulturell mediale Diskurs ist nämlich mitursächlich dafür, dass die Diskussionen so nicht mehr geführt werden."
— Ulf Poschardt [53:45]
Public Frustration and Political Radicalization:
Increasing numbers of centrist and establishment voters are turning critical, fostering dangers of political instability.
"Die Stimmung ist total gekippt. (...) Das würde die These unterstreichen, dass es da... entsprechendes Wahlverhalten gibt, was ich schade finde, weil es nicht produktiv ist."
— Daniel Stelter [44:01]
On the Power of “Macher”:
"Das ist das Deutschland, das wir brauchen. Die Nachkriegszeit war geprägt von den Anpackern, von den Trümmerfrauen, von denen, die es gezeigt haben."
— Ulf Poschardt [03:40]
On Elite Overproduction:
"Schumpeter hat ja so ein bisschen davon gesprochen, dass eben... viele Leute, die Elite sind, formal Elite sind, weil sie eine Ausbildung haben, nicht den Platz im Leben finden, den sie gerne hätten."
— Daniel Stelter [07:33]
On the Decline in Administrative Competence:
"Wenn du mit dem Finanzamt in Berlin zu tun hast, dann hast du auf jeden Fall einen großen Willen, Geld einzutreiben. Du hast nicht unbedingt immer die Kompetenz."
— Daniel Stelter [10:51]
On the Risks of a Bureaucratic, Moralizing State:
"Wir kritisieren von morgens bis abends alles. Und die, dies am Ende machen, sind die kulturell medial nicht repräsentierten Jungs und Mädels."
— Ulf Poschardt [04:42]
A Call for a "Disruption Richtung Ludwig Erhard":
"Wir brauchen eine Disruption Richtung Ludwig Erhard. Wir brauchen eine Staatsquote von 40 Prozent, nicht wie jetzt 51,6 Prozent."
— Ulf Poschardt [47:28]
On Socialism and the Dangers of State Overreach:
"Wenn du dir vorstellen möchtest, dass ganz Deutschland so regiert wird wie Berlin, dann bist du für Sozialismus."
— Daniel Stelter [38:02]
Tone and Humor:
The episode is direct, often sarcastic, at times polemical, filled with off-the-cuff banter and pointed jokes about both left and right, and occasionally laced with gallows humor.
00:00-05:40
Blackout anecdote, introduction of "Macher" vs "Schwätzer" theme
07:10-14:54
Historical background and administrative/hourly failure in Berlin
24:07-31:50
Analysis of Venezuela's economic decline and its parallels to German/European policy missteps
32:50-38:11
Discussion of the Berlin “Vergesellschaftungsrahmengesetz” and warnings about creeping socialism
43:55-49:20
Cultural and political consequences of state failure, media disconnect, and potential for radicalization
This episode offers a sweeping, sometimes sharp critique of Germany’s bureaucratic, intellectual, and political decay, juxtaposed with ordinary citizens' resilience during crisis. Drawing historical and contemporary links—particularly between the fate of Venezuela and developments in Germany—the hosts issue a passionate call for a return to pragmatism, civic virtue, and a healthy skepticism toward both grandstanding and statist overreach. Through acerbic wit and forthright language, Stelter and Poschardt advocate for a new "Wirtschaftswunder" driven by “makers”—not “talkers.”
[End of Summary]