Transcript
A (0:00)
Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht, Happy New Year euch allen. Wie ihr seht, Daniel und ich haben es mal geschafft, in einem wilden Ritt heute zusammen hier in dieser bizarren, klaustrophobisch anmutenden Audiohölle zu sein. Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist. Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
B (0:29)
Make Economy Great again. Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
A (0:41)
Ich freue mich sehr, Daniel. Happy New Year. Bist du gut rübergekommen?
B (0:46)
Ich bin gut rübergekommen. Auch Happy New Year auch an dich und auch an alle Hörerinnen und Hörer. Ja, ich bin gut rübergekommen, kann nicht klagen.
A (0:51)
Sehr gut.
B (0:52)
Insofern, es war ein aufregendes 2025 und das blicken wir beide mal optimistisch auf 2026 wenngleich uns die Themen wohl nicht ausgehen werden.
A (1:01)
Absolut. Ich sitze hier, ich weiß nicht, ob man das sieht. Daniel musste mir Sieht man, dass der Pullover ein Loch hat?
B (1:06)
Ja, der hat ein Loch. Das sehe ich ganz eindeutig.
A (1:08)
Genau. Das ist ein Sehr, sehr teurer Uniqlo Pullover, der hat 39 gekostet, weil ich habe die vergangenen Tage und Nächte insbesondere an meinem Kamin verbracht. Warum? Weil ich einer der Betroffenen war, dieses Blackout. Und da ist es mir heute Morgen oder heute Nacht wie Schuppen von den Augen gefallen, was ja vielleicht eines unserer Themen, mit denen wir einsteigen können. Irgendwann in der Nacht wachte ich auf in meinem Haus, Temperatur 2 Grad, der altes Haus, alter Kamin, der aber zeigt, was er kann. Und deswegen habe ich immer wieder da rumgestochert. Ein Funkenflug hat diesen teuren Pullover ruiniert. Und dann habe ich überall Blaulicht gesehen ums Eck. Und dann bin ich rausgegangen, weil ich war einer der wenigen, die in dem Viertel noch überhaupt da waren. Die anderen Bonzen bei mir sind einfach schön ins Hotel gegangen, kann ich mir natürlich nicht leisten. Und dann war ich zu Hause und bin rausgegangen und dann habe ich die Bundesrepublik gesehen, die funktioniert. Da habe ich die Leute gesehen, die nicht reden, sondern machen. Da habe ich die Leute gesehen, die erstaunlich viel toxische Männlichkeit sind eigentlich nur Männer, um mal ganz ehrlich zu sein. Jung und alt, gut gelaunt. Es war Mitternacht immer ein Spruch. Ich habe gesagt, die standen an diesem riesigen Stromkasten, dem Verteilerkasten für den Kiez. Und ich ey Jungs, danke, dass ihr da seid, war NRW Katastrophenschutz, Freiwillige Feuerwehr, Ochtern oder so. Ich werde das auch alles nochmal in einem Text lobend erwähnen. Und dann standen diese Männer und es waren nur Männer und es sind die Männer, die nicht so aussehen wie öar einfach die Gesellschaft abbilden, sondern so, wie sie wohl in der deutschen Provinz noch existieren. Witze gemacht. Ich habe denen meine Adresse gegeben, bitte meins zuerst zuschalten. Dean Lacher. Es war minus 4 Grad oder minus 5 Grad draußen. Und das war sehr gefährlich. Die mussten da auch eine Grube ausheben für die Leitung, das Notstromaggregat, das sie da angespackt haben. Und da ist mir so klar geworden, dieses Zupacken, gut gelaunt, charmant ist so das, was in unserem Deutschland so ein bisschen verloren gegangen ist. Und diese Krise hat es gezeigt. Regierender Bürgermeister, der glaubt, es ist Handeln, wenn eine jährige Frau, Pflegestufe 5, ich weiß als Zivi, was das heißt, in einem Feldbett in einer Turnhalle am Hüttenweg untergebracht wird und nicht auf die Idee kommt, dass es vielleicht gar nicht so gut ist, sich neben sowas fotografieren zu lassen in so einer Tragödie im Sinne von politischer Ignoranz. Und wir müssen zurückkommen zu einer Bundesrepublik der Macher und wir müssen rausschmeißen im Sinne von Defunken und dekonstruieren die Republik der Schwätzer. Und ich bin ja, Daniel hat ja schon mal den Schumpeter Text über die Intellektuellen zitiert, Anfang der er Jahre ein wegweisender Text. Und ich glaube, wir sind da hingekommen, weil ich glaube, wir haben nur noch Schwätzer, die sozusagen eine Art von Liturgie der Bundesrepublik vor sich herschwätzen. Wir kritisieren Trump, wenn er die Venezolaner glücklich macht wegen Völkerrecht. Wir kritisieren die Unternehmen in Amerika, weil das sind toxisch männliche Libertäre. Wir kritisieren von morgens bis abends alles. Und die dies am Ende machen, sind die kulturell medial nicht repräsentierten Jungs und Mädels der Freiwilligen Feuerwehr des Katastrophenschutzes. Ich war von denen so gerührt, dass ich heute Morgen noch mal zu denen hingegangen bin und hab Ich kann euch gar nicht sagen, wie dankbar ich bin. Stand so ein Typ, eher mein alter Schnauzbart. Wir haben ein gefährliches Hobby, gut gelaunt, hat nichts geschlafen und dann hat er Ich freue mich, wenn es euch gut geht und wir müssen zusammen anpacken. Das ist das Deutschland, das wir brauchen. Die Nachkriegszeit war geprägt von den Anpackern, von den Trümmerfrauen, von denen, die es gezeigt haben, wie es geht, von den Adenauers, von den Ludwig Erhards, von dem Wunder von Bern. Und wir brauchen wieder eine Fixierung auf die, die was können die, was machen die anpacken. Und die Schwätzer und die Schwätzer Lehrstühle, die Schwätzer Medien, die Schwätzer NGOs, die Schwätzerkirchen, davon haben wir genug. Wir brauchen weniger. So, das war meine Neujahrsanstalt.
