
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
Loading summary
A
Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht. Wir haben heute eine historische Situation in unserem Super Podcast, das nämlich Guten Morgen und Gute Nacht gleichermaßen gilt. Für mich hier in Berlin gilt Guten Morgen und für Daniel, den alten Globetrotter, gilt Gute Nacht, weil Daniel ist aktuell in Hongkong und er wird uns dazu und zu seiner Reise durch China gleich ganz, ganz viel erzählen. Wir haben gewissermaßen heute eine sehr internationale Ausgabe unseres Podcasts.
B
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
A
Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
B
Make Economy Great Again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
A
China ist sicherlich, was Innovation auf der einen Seite, kapitalistische Modernität betrifft, ganz weit vorne. Politisch ist es der interessante Fall, dass es das ist, was man Deutschland im späten 19. Jahrhundert genannt hat, eine verspätete Nation. Wir Wissen, China, vor 50 Jahren ein sehr, sehr armes Land, ist auf dem Weg zu beeindruckenden Wohlstand, ist aber weiterhin eine kommunistische Diktatur. Und wie das alles zusammengeht und noch viel mehr, erfahren wir gleich von Daniel. Ich bin wirklich sehr, sehr gespannt, um mal ganz authentisch zu sein. Daniel, ich wisst ihr ja, schicken uns immer Nachrichten, aber ich bin selber, ich weiß gar nichts. Ich bin sehr gespannt, was Daniel zu erzählen hat. Dann switchen wir praktisch auf die andere Seite der Erdkugel Richtung Argentinien. Dort hat es einen beeindruckenden und für vielen überraschenden Wahlsieg von Khavim Millei gegeben. Das heißt der erste Libertäre in der globalen Weltgeschichte, der es geschafft hat, trotz wirklich revolutionärer Reformen wiedergewählt zu werden. Nicht nur irgendwie so ein bisschen, sondern mit einer Art Erdrutschsieg für sich einen Halbzeitbilanzsieg hinzulegen, der alle beeindruckt, die für Freiheit sind und all die deutschen Etatisten, ich würde mal sagen gefühlt 95 Prozent der Deutschen furchtbar erschreckt, weil man mit Freiheit scheinbar doch zum einen das System überarbeiten kann und dann von Leuten wiedergewählt werden, die auch unter Reformen leiden müssen. Und dann werden wir natürlich vielleicht noch über den deutschen Irrsinn sprechen. Unabhängig dieser großen Trends. China Innovationsland Nummer 1, Amerika mit einer starken Wirtschaft, Argentinien auf dem Weg zur Besserung, führen wir in Deutschland Diskussionen um Döner wie schlimm, schlimm, schlimm Männer sind und sonstigen Kram. Hallo Daniel in Hongkong, Hallo Ulf, herzliche Grüße nach Berlin.
C
Schön so mal zu sprechen. Schauen wir mal, ob die Technik funktioniert. Ich bin eigentlich ganz optimistisch. Vielleicht vorangeschickt, ich war ein paar Mal in China, aber es macht mich nicht zu einem China Experten, bevor dann die Zuschriften kommen. Das habe ich nicht richtig gemacht und das habe ich richtig ausgesprochen. Ich gebe zu Protokoll, es sind natürlich Zahlen und Fakten, die ich zusammengetragen habe und meine persönlichen Eindrücke eben aus einer mehr als zehntägigen Reise durch China mit einer Gruppe, die eben Unternehmer besucht hat, Politiker besucht hat, mit Verbandssprechern gesprochen hat, also deutschen Verbandssprechern, mit Inkubatoren, Investoren, also von Venture Capital über Family Offices vieles gelernt hat. Und ich kann daraus natürlich irgendwie erzählen nach Chatham House Rules, also ich nenne keine Namen, aber ich kann davon ein bisschen berichten. Wie gesagt, ich würde sagen, ich bin kein Experte, aber ich glaube dennoch, dass die Eindrücke durchaus relevant sind, wenn wir es mal auch kontrastieren mit dem, was eben in Deutschland los ist. Und vielleicht, ich erzähl mal ein bisschen was, also vielleicht mal ein allgemeiner Eindruck. Also ich bin in Peking gelandet und das ist natürlich ein blitzblanker, sauberer, topmoderner Flughafen, ruhige, extrem geordnete Atmosphäre, wo ich mir gedacht naja, also es könnte schon sein, dass ein Chinese, der umgekehrt in Berlin ankommt, unter Umständen etwas geschockt ist, was er da vorfindet. Und ich habe so einen Fitnesstracker und ich gucke also auf die App, die dazugehört und die App sagt zu Daniel es ist ein super Tag heute für draußen Sport. Air Quality Excellent. Muss dazu sagen, Air Quality Excellent bekommst du in Deutschland nicht, hat aber Kohlekraftwerk zu tun. Also ich lande also in Peking. Air Quality Excellent, ich soll was draußen machen. Gepäck ist schnell, Einreise schnell, effizient also im Prinzip. Und dieser Eindruck hat sich dann weiter fortgesetzt. Wir waren also in Peking, wir waren in Tianjin, wir waren in Fuzhou, wir waren Ganzhou, in Dongguan, in Shenzhen und dann schließlich in Hongkong. Hab wahrscheinlich falsch ausgesprochen und haben dann einiges gesehen. Bevor ich jetzt sage, warum ich glaube, dass wir uns extrem warm anziehen müssen, gleich kurz ein paar Worte zur wirtschaftlichen Lage in China. Chinas wirkliches Wachstum hat sich verlangsamt. Das liegt vor allem an dem Binnenkonsum. Man muss wissen, die privaten Konsumausgaben machen in China etwas weniger als 40 Prozent des BIP. Aus. Einfach deshalb, weil die Chinesen extrem viel Sparen auf 4,8 Prozent verglichen zum Vorjahr.
A
Hätten wir gerne, hätten wir gerne, aber.
C
Klar, für die Chinesen ist es schon ein bisschen weniger und die haben ja auch noch Potenzial. Wie gesagt, der Konsum ist relativ gering und dieser also mit 40 Prozent verglichen mit beispielsweise 68 Prozent Anteil am BIP in den USA. Bei uns in Deutschland liegt der werbe ungefähr bei 52 Prozent. Und es gibt eine allgemeine Konsumzurückhaltung, die wird allgemein beklagt. Da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen ist es so, dass die Corona Krise wirklich das Konsumentenvertrauen in China schon mal sehr gedrückt hat und übrigens auch die Zufriedenheit bei der Regierung. Also das wird sehr kritisch gesehen. Das trägt, hat man mir noch erzählt, die Bevölkerung durchaus auch der Regierung nach, dass diese Corona Politik eben überhart war und überdimensioniert hart war. Und die ist ja auch aufgrund der Proteste dann über Nacht verschwunden damals. Das ist ein Punkt, der trübt. Der zweite Punkt, der trübt, das hat man in Deutschland auch schon gehört, ist natürlich das Platzen der Immobilienblase. Du musst wissen, die Chinesen haben gelernt über ihre geschichte der letzten 100 jahre. In geld zu sparen ist nicht smart. Die vertrauen Papier nicht so sehr. Vertrauen zwei Dinge, nämlich Immobilien und Gold. Die haben deshalb viel Geld angelegt in Immobilien. Es gab einen riesigen Bauboom und es ist unstrittig, dass es eine erhebliche Überkapazität gibt an Wohnungen, auch in Bürogebäuden in China. Das drückt auf die Stimmung. Die Preise sind gefallen und damit haben wir natürlich zum einen das Problem, dass die öffentlichen Finanzen unter Druck kommen, weil die Regionalregierungen vor allem über Immobilienverkäufe oder Grundstücksverkäufe oder ähnliches Geld verdient haben und natürlich die privaten Haushalte jetzt einfach einen Vermögensrückgang erleben, weil die Immobilien eben nicht im Preis steigen, weil sie fallen und auch weil sie Immobilien, welche gekauft haben, die noch gar nicht gebaut wurden. Das ist im Prinzip das, was sicherlich schwierig ist. Die Regierung versucht gegenzusteuern übrigens, da gibt es so Abwrackprämien für Handys, für Autos, für Waschmaschinen, alles Mögliche drum und dran. Man versucht damit die Konsumstimmung anzuheizen. Der nächste Punkt, der auch noch kritisch gesehen wird bei China, ist eine hohe Verschuldung. Das wollen wir jetzt ganz offen ansprechen. Das mache ich bewusst, bevor wir auf die ganzen positiven Punkte kommen. Die chinesische Verschuldung ist schon stark gestiegen, also Gesamtverschuldung von Staat, Privaten, Haushalten und Unternehmen. Vor allem natürlich die Unternehmen, vor allem auch die Staatsunternehmen sind sehr hoch verschuldet. Die Verschuldung aller drei Sektoren zusammen liegt ungefähr bei 300 Prozent vom BIP. Kurz zum In Frankreich liegt Der Wert bei 360 Prozent, bei uns liegt der Wert bei 200 Prozent. Die Verschuldung Chinas ist aber nicht so kritisch zu sehen wie unsere Verschuldung, denn im Unterschied zu Deutschland und den anderen europäischen Staaten haben die Chinesen nicht so einen ausgebauten Sozialstaat. Klartext, Sie haben also nicht so viel verdeckte Verbindlichkeit. Versprechungen in der Zukunft, Stichwort Rente. Du weißt ja, wenn du Raffelhüchenzahlen nimmst, liegt die wahre Deutschlandverschuldung ja ungefähr bei 460 Prozent vom BIP. Und zwar nur des Staates. Wenn du die 200 Prozent dann sozusagen, wenn du 140 vom Privatsektor dazu packst, bin wir bei 600 Prozent. 600 Prozent würden dann quasi 300 Prozent in China entsprechen. Darüber hinaus haben sie natürlich eine hohe Sparquote. Das heißt, China kann die Probleme von Schulden immer sehr leicht im Inland lösen. Und sie haben, wir haben es gerade angesprochen, natürlich ein höheres Wirtschaftswachstum. Auch das hilft natürlich damit umzugehen. Und damit kommen wir jetzt zur Wirtschaft. Wir haben natürlich das Thema, was uns ja auch wehtut in Deutschland. Wir haben natürlich seit längerer Zeit schon erhebliche Überkapazitäten in China. Wie kommt das zustande? Der Staat sagt, wir wollen bestimmte Sektoren fördern und dann gibt es einen fast schon brutalen Wettbewerb von privaten Unternehmen, die quasi versuchen in diesem Markt aktiv zu sein. Das sehen wir jetzt bei Elektro. Aber wir haben schon früher gesehen bei Stahl und bei Aluminiumindustrie, es wurden quasi massive Überkapazitäten aufgebaut, was auch die Regierung mittlerweile sieht. Da gibt es irgendwelche Konsolidierungen. Nur diese Überkapazitäten schwappen natürlich über die Welt, die sind in China aktiv, führen zu fallenden Preisen, Stichwort blutiger Wettbewerb, führen aber auch natürlich dazu, dass die chinesische Industrie massiv darauf hinausgeht, ins Ausland zu gehen. Und das ist das, was wir spüren. Und dann sagt es dann das ist Dumping. Es ist aber nicht unbedingt Dumping. Es ist einfach der Tatsache geschuldet, dass du natürlich in China deutlich günstigere Kosten hast. Also wir haben Gesprächspartner gehabt, die haben sich gefreut, in ihrer Provinz sind fünf Atomkraftwerke, da waren die ganz stolz drauf. Die Energiekosten liegen ungefähr bei Einzel Kilowattstunde. Du hast also tiefe Energiekosten. Du hast Mitarbeiter, die immer besser qualifiziert sind. Ich meine, China produziert viel mehr Ingenieure als der Rest der Welt, die übrigens auch gut sind, die mehr arbeiten, weniger kosten und die bereit sind, wirklich zu Wir gehen hier ganz aggressiv vor. Und das hat man eher mal in der Automobilindustrie gesehen, Die Klartext war nach Corona tauchten diese neuen Autos auf und die westliche Industrie, die deutsche Automobilindustrie war geschockt. Die geben auch zu im Gespräch, die sind uns voraus technisch und wir haben es extrem schwer und wir werden sie jetzt diskutieren, was es für Deutschland heißt. Ich möchte vielleicht ganz kurz eine Zahl noch sagen. Es gibt eine Umfrage der deutschen Außenhandelskammer in China unter den Mitgliedsunternehmen. Gemäß dieser Umfrage erwarten 55 Prozent der deutschen Unternehmen, dass chinesische Wettbewerber innerhalb von fünf Jahren zu Innovationsführern in ihrer Branche werden. Acht Prozent sagen, dass es bereits heute der Fall ist. Innovationsführer heiß besseres Produkt, China heiß massiv billiger. Das heißt, was vor uns steht, ist eigentlich wirklich ein riesiger China Schock. Das, was wir in der Automobilindustrie erleben, geht weiter. Ich habe übrigens den Marktführer der Automobilbatterien besucht, die Fabrikation gesehen und habe mir dann erklären lassen, wie das funktioniert und habe mir vor allem erklären lassen, warum Northvold es nicht geschafft hat, in Europa es aufzubauen. Und das ist mein letzter Satz zu dem Thema. Ulf die traurige Nachricht Wir haben den Produktionsprozess nicht beherrscht. Wir haben das nicht hinbekommen. 65 Prozent Ausschuss. Die Chinesen bekommen das hin. Und damit siehst du, China ist dabei, quasi Deutschland nachzubauen, wie es mal war. Und sie zielen ganz gezielt China 2025 zielt ganz direkt gegen unsere Kernindustrie und Das setzt eben voraus, dass wir darauf entsprechend reagieren.
A
Ja, Daniel, vielen Dank. Das ist sehr beeindruckend und ich kann das auch unter Chattenhaus Rules von der anderen Seite ergänzen. Vergangene Woche war ein DAX CEO bei uns, der sehr beeindruckend dargelegt hat, dass wir beim Thema Automotive, wenn die EU nicht umsteuert aufgrund der Produktionsvorteile, aber auch der Ressourcenhoheit der Chinesen in 10 Jahren 100 Prozent abhängig sind. Von China. Also wir werden dem in der Welt am Sonntag nachgehen. Da gab es eine beeindruckende Tabelle, die gezeigt hat, bei welchen wichtigen Ressourcen für den Automobilbau wir jetzt schon eine Dominanz um 90 Prozent, über 90 Prozent oder fast 90 Prozent bei gewissen Materialien der Chinesen haben. Das haben die sich sehr klug, sehr strategisch, gibt ja auch so ein chinesisches Spiel, was immer so strategisch buddhistisch ruhig überlegt, wie man mit kleinen Tippelschritten jedes Mal weiterkommt. Das hat mich sehr beeindruckt und gleichzeitig war dieser CEO ein extrem reflektierter, sehr global denkender Mensch der Meinung, dass wir auch umgekehrt in Deutschland die Dinge zum Stillstand bringen können, noch weil es ein paar Industrien gibt, wo wir federführend sind, aber dessen hohe Wertschätzung der chinesischen Innovationsstrategie hatte für mich was Schockhaftes. Ich glaube, wir müssen in einer der nächsten Sendungen, Daniel, vielleicht wenn du wieder zurück bist, über die Rolle der EU und ihre Hilflosigkeit im Umgang mit dem, was China da gerade anstellt, sprechen. Und ein Punkt hat mich noch sehr interessiert und es ist ja etwas, was du angedeutet hast. Er hat berichtet, dass in China Karrieren von sehr erfolgreichen Leuten, sagen wir mal, die kommen aus einer Aerospace Firma in China, die sich am Weltmarkt bewährt hat und die werden dann sogenannte Provinz oder Regionalfürsten. Also ich kenne den chinesischen Föderalismus nicht so genau in der kommunistischen Diktatur, keine Ahnung, wie das funktioniert. Und dann habe ich ihn gefragt, dieser Ideologietransfer, wie muss man sich das vorstellen, wenn Leute aus der Wirtschaft in die Politik gehen? Und dann hat er eben erzählt, dass diese Wirtschaftsleute, ich bin weniger Politiker als CEO einer Region. Und das hat mir deutlich gemacht, dass natürlich der große Vorteil einer Nicht Demokratie ist. Du kannst, wenn du sagst, Demokratie ist jetzt für uns nicht das Kriterium, eine liberale Rechtsstaat ist nicht das Kriterium, sondern einzig und allein ganz machiavellistisch unser Machtstreben und unsere strategische Klarheit, wo man mit dem Land hin will, unter Ausschluss der Willensbildung der gesamten Bevölkerung, Klammer auf, Klammer zu, die aber nach dem Niederschlagen der proteste ja seit 30 jahren gar nicht mehr aufmuckt. Das ist schon beeindruckend und es macht einem Angst, wenn man dann und darüber sprechen wir vielleicht gegen Ende des Podcasts, auf diese vollkommene Verblödetheit der Debatte in Deutschland spricht. Also die Frage Daniel, all the sad und all das, was du da gesehen Siehst du uns da noch irgendwo? Oder müssen wir einfach sagen, dass es vom Mindset her, von auch der Mischung aus Fleiß, Präzision und strategischer Klarheit uns so weit entrückt, dass wir da eigentlich gar keine Chance mehr haben?
C
Also es ist sehr leicht, jetzt in die komplette Depression zu verfallen und zu Wir haben keine Chance mehr. Ich persönlich glaube, wir haben noch eine Chance, aber das Zeitfenster schließt sich jetzt. Wir müssen sehr schnell agieren. Es gibt also eine Untersuchung des Magazins Nature zu den erfolgreichsten wissenschaftlichen Institutionen, also wo im Prinzip geschaut wurde, was denn die besten Forschungspublikationen sind. Und Nature sagt, von diesen zehn erfolgreichsten wissenschaftlichen Institutionen sind acht in China. Die zwei anderen sind Harvard und die Max Planck Gesellschaft. Also es gibt noch große, gute Grundlagenforschung. Das müssen wir halt wieder wiederbeleben. Es gibt ein sehr interessantes Buch übrigens zu dem Thema von einem gewissen den wen das ist also ein Chinese, der im Ausland geboren wurde, aufgewachsen ist, dann für eine Zeit nach China gegangen ist und der schreibt das Buch heißt China's Quest to Engineer the Future und der kontrastiert China mit den USA und China ist ein Land, welches von Ingenieuren geführt wird und die USA sind ein Land, was von Juristen geführt wird. Jetzt könnte man wahrscheinlich Bei uns in Deutschland ist es wahrscheinlich ein Land, was zunehmend von Schulabbrechern und Schülerbrechern geführt wird. Aber der Punkt kontrastiert das Wir hatten.
A
Einen Philosophen als Wirtschaftsminister und diejenigen, die jetzt aktuell in Deutschland den Töchter und Migrationsdiskurs prägen, studieren halt irgendwas Geisteswissenschaftliches ohne jeden Bezug zur ökonomischen Realität? Um das vielleicht noch mal so als Pointe zu ergänzen, der großartige Jürgen Trittin hat am Wochenende auf Social Media noch mal zum Sturm auf die Rechten aufgerufen. Und wen meinte er damit? Die Welt? Axel Bojanowski und mich, weil wir wären Mittelalter o Ton, weil wir an AKWs glauben und uns beschwert haben über die Sprengung der Kühltürme und das ist für ihn Mittelalter und er kann das einfach so rauslärmen. Es haben dann hunderte von Mega Fans, also unsere Fans, vielen Dank dafür, all die Zahlen von dir, von allen anderen Energieexperten da reingepostet. Aber diese Dreistigkeit hat sich auch über meine Argumentation zum E Auto lustig gemacht von 2019 und ich hatte mit jedem Wort recht damals, wie man sieht. Und diese Dreistigkeit kommt von einer dummen Überheblichkeit derjenigen, die Geisteswissenschaften studiert haben, Klammer auf, so wie ich, Klammer zu, und nicht die Grenzen, deren Erklärungsfähigkeit von A, B, C verstanden haben. Und insofern ist diese Überraschung, was die Ingenieure betrifft, bei mir nicht sonderlich groß, weil wie gesagt, China ordnet das ganz klar ihrem Machtstreben nach und schönen Gruß an die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Botschafter dort, ein Freund von mir, hat mir erzä Ulf, jeder Hundertste, der einen Pass der Vereinigten Arabischen Emirate hat, ist ein KI Ingenieur. Und das ist das Mindset und die Frage wie kommen wir dahin zurück?
C
Zwei Punkte, hoffentlich vergesse ich jetzt nicht, weil ich wollte was sagen zu den Arabischen Emiraten und ich wollte was ganz kurz sagen zum Thema Atomkraft. Ich meine, wir wissen, der Jürgen Trittin hat ja, glaube ich, eher eine Idee, dass er eben den Kapitalismus abschaffen möchte und da sind wir, glaube ich, in Deutschland auf gutem Wege, weil wir gerade mit der Sprengung und mit der ganzen Energiepolitik natürlich uns massiv ins Knie schießen. Das ist natürlich ganz eindeutig, wenn in China die Preise zu günstig sind. Witzigerweise Atomkraft, da gab es in dieser Woche auch eine Studie von Nature, über die die New York Times berichtet hat, ich weiß nicht, ob du es gesehen hast, sehr lesenswert. Da wird angeschaut, was eigentlich die Konstruktionskosten sind für Atomreaktoren. Bei uns ist alles so teuer und in der Tat, im Westen sind die Kosten gestiegen, also der letzte, der in den USA gebaut wird, da sagt man, es wäre ungefähr 15 Dollar pro Watt quasi Kosten herzustellen als Produktionskapazität steigt immer Und die Chinesen, bei den Chinesen nachweislich die Kosten gesunken und die reden jetzt von zweieinhalb Dollar pro Watt. Das heißt, das ist massiv weniger, Das ist fast 10 Prozent weniger. Die kosten 90 oder 80 Prozent weniger als im Westen. Die machen das, weil die sagen, wir wollen die führende Nation werden, die diese Kernkraftwerke in Serienfertigung auch weltweit verkauft. Und das ist eben der chinesische Ansatz. Und die kämen nie auf die Idee, Energie teuer zu machen. Witzigerweise hat dann so ein Spaßvogel, der hat mich natürlich nicht getaggt, ich habe es durch Zufall gesehen, hat dann so ein bisschen so gegen mich agiert auf X nach dem Motto, er berichtet aus China, aber er sagt nicht, dass die erneuerbaren Energien so toll sind. Wer kritisiert immer erneuerbare Energien? Das stimmt natürlich nicht. Die Chinesen machen einfach alles. Die machen eben Wind, machen alles ganz zusammen. Und das muss man im Hinterkopf einfach haben, dass eben das quasi dieser ganze Mindset ist, der dahintersteckt. Und die Chinesen sind einfach da offen, also an technologieoffen und wissen nur Energie ist Wohlstand. Das müssen wir einfach machen und kann man eigentlich nichts dagegen sagen. Ansonsten das zweite Thema ist ja auch immer Endlager. Wir wollen jetzt keinen Atomkraft Podcast draus machen. Endlager. Wir wissen, es ist ganz offiziell die Strategie gewesen von Herrn Trittin, die Endlagersuche zu verunmöglichen, um so das Argument zu haben. Andere wir Finnland machen ja vor. Es geht also vor dem Hintergrund, das haben wir alles jetzt schon gehabt. Ich glaube, der Kernpunkt ist einfach, was müssen wir machen, um wieder dagegen zu halten. Und dann siehst du natürlich, wir haben uns abhängig gemacht von China bei vielen Dingen. Seltene Erden ist ein Beispiel, einfachste Chips ist ja auch das Beispiel, Stichwort Nexperia, wo jetzt im Prinzip die Chinesen einfach ein Exportverbot erlassen haben und schwuppdiwupp läuft VW Gefahr, keine Chips mehr zu haben. Das ist natürlich schon ein großes Problem, wo man einfach sieht, es gibt einfach eine Strategie. Und die Chinesen haben gesagt, wir wollen importierte Hochtechnologie zuerst durch heimische Produktion ersetzen und zwar beim Auto, Elektromobilität, aber bei Maschinenbau, bei Luftfahrt auch, auch bei Klimatechnologien. Und das zweite ist, sobald wir die Importe reduziert haben, möchten wir massiv exportieren. Und das geht gegen ganzen Branchen, die wir Chemie, Auto, Maschinenbau, diese ganzen Themen. Da musst du überlegen, was du machst. Und wenn du natürlich abhängig bist von chinesischen Zulieferungen und wenn die Chinesen dann, das haben wir auch schon gesehen, du musst nicht nur eine Genehmigung von mir bekommen für die seltenen Erden, die du von mir kaufst, sondern du musst mir auch dokumentieren, wie du sie verwendest, wo du sie einbaust. Klammer auf, du hast schon mal den ersten Verlust an IP, wenn ihr wisst, wie du es baust und zweitens, an wen du es dann weiterverkaufst, dann kannst du ja, da machen wir jetzt was dagegen, ganz schnell. Kannst du aber nicht. Du brauchst 15 Jahre wahrscheinlich, um dich da unabhängig zu machen. Ich habe aber positiv gesagt, das Gute ist, die Chinesen, Amerikaner führen keinen Krieg, weil die Amerikaner bald keine Waffen herstellen können ohne die seltenen Erden aus China. Das ist das Positive. Das Negative ist, du hast ein Land mit einer klaren Strategie, mit einem Staat, der alles daran setzt, die eigene Wirtschaft zu stärken, mit gut ausgebildeten Millionen an Ingenieuren, die wirklich stolz darauf sind, China voranzubringen. Und die haben Probleme. Aber ich muss gestehen, ich komme so ein bisschen zu dem Verdacht, dass ich denen zutraue, ihre Probleme bezüglich Verschuldung und anderem zu lösen. Und dann ist im Prinzip aus chinesischer Sicht das wiederhergestellt, was immer der Fall war. Die Chinesen waren über Jahrtausende die größte Wirtschaftsmacht der Welt, dann sind sie es wieder. Wir verlieren ja vielleicht nicht in Europa, du kannst sagen, wir machen irgendwelche Zölle oder ähnliches, wir verlieren aber den Rest des Weltmarktes. Und eine Industrie, die so abhängig ist von Exporten wie die Deutschen, muss darauf reagieren. Und deshalb ärgert mich eine andere Debatte. Wir haben über die Debatte, wir müssen jetzt hier mehr Sozialausgaben machen, wir müssen mehr Staatsausgaben machen, wir müssen die Konjunktur ankurbeln. Und ich glaube, einfach Konjunktur ankurbeln ist so was wie eine Aspirin bei Krebs.
A
Übrigens, Trittin, ich habe gerade nachgeguckt, hat Sozialwissenschaften studiert, also der richtige Mann, um die Zukunft der Energie in Europa federführend mitzugestalten. Die Idee der Freiheit ist eine westliche europäische Idee. Und ich glaube, das ist vielleicht auch eine Brücke, wenn wir dann gleich über Argentinien sprechen. Die große Illusion der westlichen Außenpolitik mit China war, wir erinnern Nixon war das damals, der nach China gereist ist. Und es war Federführen von Kissinger vorbereitet, eine Annäherung und der Glaube, Wandel durch Handel, die Idee, dass durch den wirtschaftlichen Fortschritt, das ist ja auch tief im Herzen der marxistischen Theorie insbesondere ganz interessant, weil die Chinesen werden ja von einer kommunistischen Partei, also einer Partei, die sich irgendwie, wie auch immer, und da gibt es ja wirklich windige Ideologen, die das ganz großartig machen in China, um ihren brutalsten ausbeuterischen Kapitalismus. Wir erinnern uns an die Uiguren mit konzentrationsähnlichen Situationen. Und wir erleben, dass diese marxistische Idee, dass durch den materiellen Fortschritt und auch den technologischen Fortschritt dann auch gesellschaftlicher Fortschritt möglich sein wird, diese Entwicklung im Sinne einer bürgerlich liberalen Mittelschichtsgesellschaft, trotz dieser Millionen und Abermillionen von Menschen, die aus der Armut aufsteigen in eine untere und dann auch zum Teil gehobene Mittelschicht, sich das politisch gesellschaftliche China nicht weiterentwickelt. Das heißt, wir haben eine dystopische Realität mit dem Social Scoring, wie ich finde, die schauerlichste Dystopie. Also es ist ja keine Dystopie, sondern eine Realität. Das heißt, du wirst 100 Prozent überwacht, Tag und Nacht, egal was du machst, jemand, der irgendwie sich falsch verhalten hat, und da gab es ja auch die Miniproteste bei Corona, das hast du angesprochen, all das ist so. Und gleichzeitig gibt es keine wie auch immer geartete Opposition in China. Und deshalb, glaube ich, ist die Illusion falsch zu glauben, dass früher oder später wird durch den Wohlstand in China, der immer breiter wird, sich auch die politische Realität verändern. Dem ist nicht so. Und vor dem Hintergrund muss man mit China, glaube ich, in einer ganz anderen Härte umgehen und vor allem deren Bedrohung ernst nehmen. Wir haben in Deutschland gerade so eine Bedrohungsrhetorik, die sich fast ausschließlich auf Putin konzentriert. Der schlimme, schlimme Putin. Und der ist auch schlimm, wenn man sieht, was er in der Ukraine macht. Aber das ist so eine archaische Bedrohung. Die chinesische Bedrohung ist viel subtiler und kein Mensch nimmt sie ernst, weil da geht es weniger um eine militärische Bedrohung, sondern eigentlich genau wie du es geschildert hast, um ein strategisch klug aufgezogenes Regime, das eine globale wirtschaftliche Dominanz von China aus anstrebt, in vielen Teilen schon geschafft hat und natürlich viel mehr hat. Wir sind am Ende, und das hat mir ein Kabinettsmitglied der Ampel unter so einer süffisanten Grinsen beim Mittagessen vergangene Woche so erklärt, wenn wir nicht wollen, dass wir künftig Fremdenführer hier sind für die chinesischen Touristen in Berlin, dann müssen wir in der Tat sehr viel reformieren. Kurzum diese Diskussion, und jetzt komme ich wieder und wieder und wieder und wieder dorthin. Wir führen sie nicht, weil sich kein Mensch dafür interessiert, was in China passiert, weil sich kein Mensch dafür interessiert, was dieser kluge DAX CEO uns erklärt hat. Wir werden es in der Welt natürlich, wir werden Welt am Sonntag Titelthema machen. Wir werden hoffentlich, wenn der DAX CEO Wort hält, einen Meinungsbeitrag von ihm dazu haben und was Europa tun muss. Aber diese ganzen wichtigen Diskussionen haben keinen Grip in der deutschen Öffentlichkeit, weil diese deutsche Öffentlichkeit auf eine degenerierte Art und Weise nur mit der eigenen moralischen Herrlichkeit hausieren geht und sich ausschließlich um Bullshit in den Diskussionen kümmert.
C
Vielleicht, Ulf, ganz kurz noch eine Ich weiß, du möchtest jetzt, wir wollen noch weiterkommen, wir wollen auch auf Argentinien kommen. Vielleicht noch ein Wort, was immer gesagt wurde, auch für deutsche Unternehmen ist China Speed. Also die Chinesen haben eine ganz andere Taktzahl. Also ein Automobilhersteller hat berichtet, sie verlagern immer mehr Entwicklung nach China, weil sie dort in weniger als der Hälfte der Zeit Dinge entwickelt bekommen und die Personalkosten ein Drittel sind. Kannst du ausrechnen. Also sie kriegen super Sachen hin, die entwickeln ersten Schritt in China für China, im zweiten Schritt in China für die Welt. Und weil einfach es viel schneller ist und du hast gerade gesagt, wir müssen es erkennen hier und so weiter, wir müssen dringend erstmal das erkennen, aber wir müssen viel schneller werden. Und die Regierung ist natürlich die große Enttäuschung unserer Regierung, dass die ja nun gar nichts auf die Reihe bekommt. Ich muss einfach eins Das Traurige ist einfach, was wir jetzt verlieren, es geht ja im Prinzip gegen die Kernindustrien Deutschlands, das kriegst du nicht wieder zurück. Und wir sind ja auch, darüber können wir nochmal sprechen, ja leider nicht so stark darin, neue industrien zu arbeiten.
A
100 Prozent. Richtig. Auch hier wieder zwei Anekdoten. Wir hatten vor bestimmt sieben, acht Jahren Weltwirtschaftsgipfel in Paris, da war der europäische CIO von Huawei da und der hat etwas gesagt, was ich dann anders von Peter Thiel ungefähr zum selben Zeitpunkt gehört habe. Der hat berichtet von diesem Silicon Valley Chinas und hat gesagt, also er findet Europa alles super und sehr, sehr interessant. Wenn er dort ist, sieht er Werkstudenten und zum Teil promovierte Praktikanten, die dort morgens um halb sechs bei den Firmen einchecken und abends um ein Uhr nach Hause gehen. Das kann jeder für sich ausrechnen, wie viel die dann schlafen. Und er hat das nur ganz nüchtern in diese Runde, wo auch sehr viele europäische CEOs und Unternehmer dabei waren. So ist ein bisschen unser Mindset. Und als dann jemand gefragt ja, warum arbeiten die denn so viel? Und ich muss sehen, dass ich bei meinen Leuten eine Stunden Woche durchsetze, weil die alle hungrig sind und in Armut aufgewachsen sind und vor sich sehen, dass sie ein Leben mit einem tollen Auto, einer tollen Wohnung, mit einem tollen Fernseher haben können. So es war lustig. Habeck war damals auch bei uns, damals noch als junger Hoffnungsträger der Grünen. Und dann, das war glaube ich mehr oder weniger zur selben Zeit wurde Peter Thiel, hatten wir ein Abendessen mit ganz vielen Start up Unternehmern. Und dann war Peter Thiel sprechend wie ein Ordinarius für Fundamentalontologie, einer der klügsten Menschen, denen man jemals zuhören kann. Und er hat einfach gesagt, er hat sich in Berlin jetzt auch was angeguckt. Er hat ja immer früh investiert an den richtigen Standorten, wie wir wissen, und hat gesagt, ich habe mir dann auch angeguckt Nachtleben in Berlin und hat wohl die Schlangen vom Berghain gesehen. Und in der Sekunde ist ihm so klar geworden, in Berlin gibt es nicht Work Life Balance, das findet er schon furchtbar, sondern hier gibt es einen Work Life Live Balance und hat für sich entschieden, Berlin super Ort, um Party zu machen, Berlin kein Ort, um dort zu investieren. Und ich weiß noch, die Gesichter der Start up Unternehmer, die so mit mir an dem Tisch saßen, die waren fassungslos, dass das ihnen einfach so reindrückt. Und ich glaube, so diese Realität auch, die kommt nicht an. Du kannst in Deutschland ein in allen Medien gefeierter Superstar sein, wenn du einfach nur mit irgendeinem Fantasiestudium an einer Mini Universität irgendeine bullshit wissenschaftliche Arbeit über ein Bullshit Thema gerade mal so durchkriegst, aber eben diese moralische Selbstgefälligkeit so lange mit großer Klappe vertrittst, bis das Land eben richtig abschmiert. Ich finde es erschreckend. Und gleichzeitig hast du ja mit dem Max Planck Institut einen Hinweis gegeben, wo wir es noch haben. Und gleichzeitig haben wir mit der einzig verbleibenden bürgerlichen Volkspartei, die zumindest in Teilen noch ökonomische Vernunft haben, ja eine Partei, die das erkennen müsste. Deswegen geben wir die Hoffnung nicht auf und switchen.
C
Ja gut, aber ich sehe das nicht so, weil ganz ehrlich, der Merz macht ja sehr groß auf außenpolitischen großen Macker und sagt ja, Europa muss irgendwie eine Friedenskraft werden und ähnliches. Was der halt verkennt, ist, was die Chinesen erkennen. Du brauchst wirtschaftliche Kraft, damit du politischen Einfluss hast. Unsere wirtschaftliche Kraft schwindet. Das hat weniger politischen Einfluss. Und das führt mich noch zu dem Punkt, den ich vorher nämlich sagen Die Chinesen nutzen das natürlich auch zum Entwickeln von alternativen Partnerschaften. Und ich habe da mit einer Dame gesessen, die seit fast 20 Jahren in Peking. Lebt und die hat Es gibt einen Superboom jetzt von türkischen und arabischen Restaurants. Warum? Weil die sich da die Züge in die Hand geben. Es ist ein Riesenboom. Und da früher die Chinesen, die mochten die nicht so ganz gerne. Die gehen da ein und aus, weil natürlich die Connections enger sind. Ist ja auch klar, wenn du saudisches Öl kaufen kannst gegen RMB, dann kannst du natürlich auch da gibt es andere Geschäfte. Und das ist das, was da passiert. Das verkennen wir völlig. Ohne wirtschaftliche Kraft können wir das Ganze vergessen. Und solange man aber was anderes erzählt, würde ich einfach sagen, ist Erkenntnisprozess nicht da, was uns dazu führt, dass wir eben eine andere Politik brauchen. Und da bin ich mit deiner Meinung, gab es in der Woche doch zumindest mal eine erfreuliche Nachricht.
A
Absolut. Unser Freund Javi Milei, ich habe jetzt gelernt, ich habe immer My Lai gesagt wie ei, keine Ahnung, ich mag Eier. Insofern vielleicht deswegen großartiger, überraschender Sieg. Das Interessanteste war einmal mehr, weil wir uns immer fragen, wie kann das kulturell zu diesen Unsinnsdiskussionen kommen in den deutschen Medien, also den Medien, zum Beispiel die Hamas Terroristen als Mitarbeiter im Gazastreifen haben, das ZDF oder aber jenen Medien, die auch irgendwelche Sendungen mit Drag Beans, die mit Kinderpornografie verhaftet werden. Also kurzum, all diese Super Medien, die wir in Deutschland haben, sagen dann Rechtspopulist. Und ich habe mich an der Formulierung immer gestört, weil Javi Milei ist weniger ein Rechtspopulist als ein absoluter Antipopulist. Warum sage ich das? Der Populist zeichnet sich dadurch aus, dass er Angst schürt, dass er den Menschen in dieser Angst verhaften will, dass er einfache Lösungen anbietet und gleichzeitig vor Komplexität mit einfachen Antworten auf schwierige Fragen reagiert und eigentlich mit Versprechen reagiert, die so nicht haltbar sind. Mill hat Reformen angekündigt, sehr lautstark mit dem genialen Wahlkampf, die Kettensäge, wir erinnern uns, wir erinnern uns mit der substanziellsten Staatskritik, die es im Westen je gegeben hat. Und er hat bei seinen sehr vielen, sehr jungen und übrigens in Teilen auch sehr armen Wählern eine Hoffnung erzeugt, die eine aufgeklärte, nicht populistische Hoffnung ist. Er hat um da hinzukommen, wo wir hin müssen, sind schmerzhafteste Einschnitte nötig. Und ich kann euch nur anbieten, dass wir gemeinsam diesen schmerzhaften Weg von radikalen Reformen gehen müssen, weil es alternativlos ist. Und ich weiß, die Kirchner und die ganzen Sozialisten, dieser ganze etatistische Müll links und rechts, der Argentinien von dem einst reichsten Land der Welt und einem Vorzeigeland in Lateinamerika zu einem Land immer wieder mit dem Ökonomischen Aus kämpfend gemacht hat. Und er hat diese Leute mitgenommen, und zwar in einer klugen Mischung aus Charisma, einer sehr, sehr populären, nicht populistischen Rhetorik und eben dem tiefen Wissen um die Dinge der Ökonomie, weil er eben studierter Ökonom und Professor für Ökonomie ist. Und ich finde besonders interessant, wenn man aus ihm so einen rechten Reaktionär machen will, einfach nur habituell angucken, wie er an dem Sonntag gewählt hat. Da kommt ein Mann in einem Outfit, ich habe es mal zusammengerechnet, was wahrscheinlich so 65 bis 70 kostet, wirklich die schäbigste runtergerockte Lederjacke, so Techno Jogginghosen, einfaches T Shirt und einfache Turnschuhe. Und er kommt dort an und die Leute feiern ihn. Und anstatt wie alle Macrons dieser Welt gewissermaßen selbstverständlich in sauber geputzte Wahllokale zu gehen, wo alle in hab 8 Stellung Platz machen für den Präsidenten, stellt sich dieser Macron in die Schlange. Er stellt sich hinter Pedro S. Ich sage jetzt keine spanischen Namen mehr, sonst ist das, vielleicht heißt er auch Hans und Franz, gibt es sehr viele in Buenos Aires, steht in der Schlange, wählt, bedankt sich artig bei den Mitarbeitern und geht da wieder raus. Und eigentlich macht er es vor, wenn du soziale harte Reformen anschiebst, sei in deiner Art humble, sei bescheiden, sei demütig, diesen Wählern gegenüber. Und ich finde, er hat einen super Case gemacht, der Wahlerfolg, das größte beeindruckendste Beispiel im Westen, dass es eben auch anders geht, Klammer auf, Klammer zu, dass es nur die Amerikaner waren, die in unserem unterstützt haben. Und ich habe die sogenannte Außenministerin daraufhin mal angesprochen. Argentinien, da kam auch Ja, ist ein Rechtspopulist, mehr war da nicht. Das ist die größte Hoffnung für den Westen. Und gerade weil wir China eine brutale anti westliche Macht haben, die hassen den Westen, die wollen den Westen fertig machen. Das wird man auch bei dem Treffen zwischen Xi und Trump sehen. Wir haben Mille nicht geholfen. Und letzte Pointe, Der größte Joke ist einmal mehr Friedrich Merz gewesen, als er auf Christian Lindners Aussage Wir müssen mehr Milli wagen gesagt um Gottes willen, eine Katastrophe der macht sein Land kaputt geht gar nicht und so weiter. Wir erinnern uns an diese Maischberger Serie. Er hat nicht nur einen amtierenden Präsidenten gedemütigt mit seinen Aussagen. Ich würde mal sagen, Milei, ist das wurscht. Er hat auch jemanden gedemütigt, der für die Ukraine steht, gegen Russland, der für Israel steht, der gegen den palästinensischen Terrorismus steht. Einen besseren Mann für den Westen gibt es nicht mehr Ludwig Erhard als die CDU im Augenblick und wir unterstützen ihn null. Es gibt keine Reaktion aus Deutschland, die wirklich Glückwunsch, Glückwunsch, Glückwunsch. Außer die fantastische Veronika Grimm, Anna Schneider und meine Wenigkeit, die das dann versucht haben noch mal rauszublasen. Das ist alles so verrückt und es kommt wieder zum selben Punkt, weil wir einfach Quatschköpfe, weiblich, nicht weiblich, non binär, was auch immer haben, die Bullshit studiert haben, die sich ein Dreck für den Westen interessiert, die so wie die Klimabewegung am Zweifelsfall von China finanziert werden. Und wir erkennen nicht, dass wir Melei zu unserem besten Freund für Europa, für den Westen machen müssten.
C
Es wurde ja viel geschrieben nach dem Motto, die Amerikaner haben Melee den Sieg gekauft. In Wirklichkeit stürzt die Wirtschaft ab. Wird auch im ZDF wieder behauptet. Und du musst aber einsehen, das ist ein schwerkranker Sanierungsfall in Argentinien. Das dauert eine Weile. Und auf meiner Reise hier ist auch ein Herr dabei gewesen, der kürzlich in Buenos Aires war und der hat mir Weißt du, Daniel, da saß ich im Taxi hab Wie ist denn das so hier Und da hat der Taxifahrer angefangen zu schwärmen und alles ist gut. Er meinte aber die Wirtschaft ist doch schlecht, es läuft doch nicht so richtig. Hat der Taxifahrer Ach, wissen Sie, wir wissen, was wir machen. Wir zahlen jetzt die letzte Rate für Jahrzehnte peronistisch sozialistische Politik. Das verstehen die. Und wie gesagt, ich glaube, Herr Merz könnte davon träumen, 40 Prozent Widerstimmen zu bekommen. Das ist, glaube ich, nicht absehbar. Im Gegenteil, geht es so weiter, haben wir schon drüber gesprochen, dann kriegen wir ganz andere Ergebnisse.
A
Siehst du denn auch den Punkt nochmal? Hoffnung des Westens versus China. Größte Bedrohung für den Westen, weil dystopische Diktatur mit einem Überwachungsregime, das beispiellos ist. Und was ist deine Erklärung dafür? Daniel? Wir hatten ja schon über Axel Bojanowskis Recherchen, wie China ganz offen die Umweltbewegung unterstützt, wie China auch ganz offen macht, dass sie kein Interesse daran haben, dass Russland den Krieg verliert. In der Ukraine, sagen die dem Trump auch mehr oder weniger unverhohlen, weil sie diesen Westen als ideologische Bedrohung wahrnehmen. Wir denken nochmal an Tiananmen Platz. Die Studenten, die mal kurz aufgemuckt haben, wurden von chinesischen Panzern überrollt. Wie erklärst du diese komplette Blindheit dieser Frontlage? Wo sind die Demonstrationen der sogenannten Shitburger gegen China bei den Uiguren 0 Zero. Joshua Wong, den ich kennenlernen durfte, der beeindruckendste angstfreiste junge Mann, den ich jemals getroffen habe, der hat gesagt, ich werde, Ulf, ich werde jeden Preis zahlen, egal was es kostet für die Freiheit. Wo ist die Unterstützung? Wo Null Zero? Aber Friedrich Merz sagt so richtig was zu dem Städtebild in Deutschland. Hätte es vielleicht ein bisschen klüger formulieren können und schon stehen wieder tausende Leute vor der CDU Zentrale oder weißer als der Kuckucks Clan vorm Brandenburger Tor. Was ist das? Und bitte sag mir jetzt, dass das irgendwann mal aufhört.
C
Also ich kann dir die Frage so nicht beantworten. Ich würde vielleicht eins Die deutsche Außenpolitik hat in den letzten Jahren ja genau das getan, was du einforderst, nämlich die Kritik geübt, auch bei den Uiguren. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ich komme heute zurück und wir haben dazu nicht die Bedeutung. Also wir schaden uns damit mehr in der wirtschaftlichen Situation, wo wir sind, und haben davon nichts. Erste Aussage. Zweite Aussage ist und wie gesagt, das ist eine schwierige Aussage, Du musst dir auch mal die Tradition des Landes anschauen. Ich meine, China ist keine Demokratie je gewesen. China war immer ein autokratischer Staat mit einer traditionell sehr, sehr guten Bürokratie. Das galt bei den Kaisern so. Und das ist auch jetzt wieder der Fall. Wir haben gesprochen, Ingenieure, die dort Karriere machen in den Parteien, in der Partei. Gottes Willen nicht in den Parteien der Partei und entsprechend das Land sehr nach vorne gebracht haben. Und ich glaube, wenn du mit dem Chinesen sprichst, die überwiegende Mehrheit ist happy, weil sie natürlich Armut überwunden haben. Sie sind stolz auf das Land, dass es wirtschaftlich eine so große Rolle spielt. Sie sind stolz darauf, bessere Autos zu bauen, als die Deutschen, sind stolz darauf, in anderen Bereichen aufgeholt zu haben. Die sind fleißig. Natürlich wollen die, dass es ihnen besser geht. Aber es hat was mit Nationalstolz auch zu tun. Und deshalb muss ich ganz ehrlich eines Ich finde, ich würde es weniger zu Demonstrationen aufrufen wollen gegen China, muss ich gestehen. Ich bleibe bei meiner Hoffnung, dass es Demonstrationen gibt gegen diese Politik in Deutschland, weil es nützt uns einfach nichts. Ich finde, wir haben zu lange quasi geglaubt, wir können die moralischen Weltmeister sein, ohne dass wir die dafür erforderlichen wirtschaftlichen Grundlagen haben. Die haben wir einfach nicht. Deshalb sehe ich das einfach so. Wie gesagt, für die Chinesen muss man ganz einfach anerkennen, den meisten Chinesen geht es einfach besser. Es ist kein Plädoyer für Diktatur. Nur ich glaube, wir sollten jetzt nicht als oberstes Ziel Wir wollen dort eine Änderung der politischen Struktur, sondern ich würde eher Wie stellen wir sicher, dass bei uns Demokratie funktioniert? Wie stellen wir sicher, dass bei uns die Meinungsfreiheit funktioniert? Wir könnten ja darüber auch noch sprechen, aber das machen wir aus Zeitgründen nicht mehr. Wie stellen wir sicher, dass wir die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass wir in den Wettbewerb treten können? Weil es ist so, die Reise lässt mich zurück und mit dem Eindruck ich sagen Es ist kein unfairer Wettbewerb, der da kommt. Es ist einfach ein Wettbewerb von jemandem, der wirklich alles tut, um seine eigene Position zu verbessern, was man machen sollte, der auf jemanden trifft, der vieles tut, um seine eigene Wettbewerbsfähigkeit zu reduzieren. Bildung, Energie, Was ist Studienfächerwahl, Migrationspolitik. Wir machen einfach viele Dinge. Gibt zwei Mö Du gehst auf den Fußballplatz und du gehst auf den Fußballplatz nach dem Ich will jetzt Fußball spielen oder gehst auf den Platz. Ich will das Spiel gewinnen. Da würde ich tippen, die mit dem zweiten Mindset antreten, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit als Gewinner vom Platz zu gehen.
A
Ja, weiße Worte. Bevor wir gleich zu Ist das mega oder kann das weg? Noch mal kurz über die Stadtbilddebatte sprechen, wollte ich nur ein Missverständnis aufräumen. Ich rufe ja nicht direkt oder indirekt zu Demonstrationen gegen China auf, Wobei ich finde, was sie mit den Uiguren machen und gemacht haben und was sie mit Joshua Bong gemacht haben, gibt eigentlich allerlei Grund, um dagegen zu demonstrieren, wenn man das Demonstrieren als Selbstverständnis der eigenen moralischen Überlegenheit einordnet. Ich wollte das ja nur anführen, weil wir eben keine Demonstration weder gegen den ausgebliebenen Herbst der Reform haben, noch zu einer Veränderung im Sinne einer Malaysian Reform Disruptionsagenda. Darüber haben wir hier in dem Podcast auch immer wieder gesprochen und dazu gibt es auch unglaublich viel Rückmeldung. Also meine böse Art, über das Bückbürgertum zu sprechen, das hat schon sehr getroffen bei vielen unserer Zuhörerinnen und Zuhörer. Also für mich ist das Ausbleiben der Demonstrationen gegen China nicht etwas, was ich bedauere, sondern ich will es einfach nur verrechnen mit dem, worüber in Deutschland gesprochen und demonstriert wird. Und das ist eigentlich auf eine verheerende Weise schon katastrophal. Und bevor Daniel anfängt, noch mal ein Wer uns live sehen will, also nicht wie jetzt Daniel in Hongkong und mich in Zehlendorf, der sollte sich genau angucken, unsere Eventseite auf Welt DE, Dort gibt es noch ein paar Tickets, wir würden uns freuen. Und da könnt ihr mal erleben, wie es so ist, wie Daniel und ich uns zwar nicht die Köpfe einhauen, dann aber doch immer sehr unterschiedlichen Blick auf die Lage haben. Daniel Ist das mega oder kann das weg?
B
Ist das mega oder kann das weg?
C
Also wenn du gesehen hast, wie sauber und gepflegt chinesische Städte, ich wollte gerade Provinzstädte sagen, die Provinzstädte mit 8 Millionen Einwohnern sind. Picobello sauber gepflegte Grünanlagen und so weiter, Dann würde ich sagen, wir brauchen trinkt eine Stadtbilddebatte und zwar im weitesten Sinne, weil ich finde es einfach, weißt du, ich glaube schon, wenn das Umfeld sauber ist, das bricht auch den Geist. Und wenn das alles dreckig ist und was weiß ich ist, dann ist es eben nicht okay. Und ich habe mich gewundert, ich habe gesehen, es gab da offene Protestschreiben. Auch da würde ich wieder sagen, wir haben andere Themen, die wichtiger sind. Also ich würde sagen, Stadtbilddebatte ist nötig, aber es passt eben als ein Baustein einer breiteren Debatte, die wir dringend brauchen. Mit dem Stichwort, wie haben wir überhaupt noch eine Zukunft in dieser neuen Welt mit sehr, sehr gut gemanagten Wettbewerbern.
A
Du bist ein Mensch, der gerne Studien zitiert. Es gibt diese fantastische Studie von zwei Autos, die man offen darstellen lässt. Das eine in einem sehr bürgerlichen Viertel in Amerika durchgeführt. Ich werde in den Social Medien diese Studie posten. Und eine andere in einem Viertel, in dem es so aussieht wie in schlechten Vierteln in Deutschland mittlerweile. Und man sieht, dass es natürlich dieses Auto in dem bürgerlichsten Viertel, das kann da unabgeschlossen bleiben, nichts passiert. Und die Vandalisierung in einem anderen Viertel findet sozusagen unmittelbar statt. Dann hat aber der Soziologe, der dieses Experiment gemacht hat, einen interessanten Schritt gemacht und er hat angefangen, dieses Auto selbst zu vandalisieren in dem bürgerlichen Viertel. Und daraufhin wurde es komplett vandalisiert. Das heißt, daraus leitete zum Beispiel Giuliani die Broken Class Theorie ab, dass man halt ganz strikt auf die ersten kleinen Verfehlungen Jaywalking, Graffiti, irgendwo homeless people, also er hat New York sicherer gemacht, indem er gnadenlos aufgeräumt hat. Ich weiß nicht, wie ich das als Liberaler finde. Das aber spricht für Daniels these. Ich würde sagen, kann weg. Warum kann es weg? Weil die Diskussion, wie so oft bei Friedrich Merz, einfach so aus dem Nichts kam. Es gab keine vernünftige Ableitung und Herkunft dafür. Jeder weiß, wie es gemeint ist. Und da bin ich auch total bei Friedrich Merz. Aber ich habe am Wochenende eine junge Berliner Staatsanwältin mit dem arabischen Migrationshintergrund getroffen. Eine klügere, gebildetere Frau kann ich mir nicht vorstellen. Und dass sie sich mitgefühlt gemeint hat, ist entsetzlich, weil sie ist so in allem, was sie tut und denkt das, was wir in Deutschland brauchen, nämlich ehrgeizig, super realistisch. Und deswegen bedauere ich das. Und mit dieser Bombshell freue ich mich aufs nächste Mal. Ich freue mich, wenn dein.
C
Ich freue mich aufs nächste Mal. Ich wollte noch mal eins sagen. Weißt du, die eine Sache ist ja, was Herr Merz sagt, die andere Sache ist ja, was er tut. Und während wir jetzt ja sprechen. In diesen Stunden oder nächsten Zeit trifft er auch Donald Trump auf Herrn Xi. Zumindest ist mein jetziger Stand, dass er nicht abgesagt wurde. Dann wird es einen Kompromiss geben und die Amerikaner sprechen ja bereits von Taco. Hast du bestimmt auch gehört. Trump always chickens out. Also nach dem Trump macht große Sprüche, am Ende gibt er nach und ich würde eigentlich Wir haben unseren Mako in Berlin. März always chickens out. Das siehst du bei den ganzen Reformen. Und vor dem Hintergrund kann ich nur sagen, also Mako macht weiter, aber Marco wird damit auf jeden Fall nicht wiedergewählt. Wird er damit auf jeden Fall aber nicht. Es ist sehr schade. Ich würde mir da noch jemanden haben. Ich weiß nicht, spontane Abkürzung fällt mir nicht ein, aber ich hätte ganz gerne einen, der vielleicht weniger spricht, weniger dumme Sprüche raushaut von der Formulierung her und mehr sich endlich meiner Probleme annimmt. Das wäre mein Wunsch.
A
Ich bin auch für Mako. Milai, always checks it out. Ich glaube, in diesem Sinne wünschen wir uns alle einen reformwütigen Politiker in Deutschland. Vielen Dank. Bis zum nächsten Mal. Daniel, komm gut zurück nach Berlin. Ich freue mich. Bis dann. Euch allen eine schöne Woche. Ciao.
C
Euch auch. Tschüss.
B
Das war Make Economy Great again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu zu erreichen.
In dieser international geprägten Episode diskutieren Ulf Poschardt aus Berlin und Daniel Stelter aus Hongkong den Zustand der deutschen Wirtschaft im weltweiten Vergleich. Schwerpunkt: Die Gründe für Chinas aktuellen wirtschaftlichen Erfolg, die überraschende Wiederwahl des libertären argentinischen Präsidenten Javier Milei und die Reform-Faulheit sowie das kulturelle Abschmieren Deutschlands. Es geht um deutsche Innovationsdefizite, strategische Fehler, das Mindset im internationalen Wettbewerb und Wege für ein mögliches neues Wirtschaftswunder in Deutschland.
„Die geben im Gespräch zu: Die sind uns voraus, technisch. Und wir haben es extrem schwer.“ (Stelter, 09:44)
„Wir führen Diskussionen um Döner, wie schlimm Männer sind und sonstigen Kram.“ (Poschardt, 04:41)
„Wir wissen, der Jürgen Trittin hat eher die Idee, dass er eben den Kapitalismus abschaffen möchte, und da sind wir... in Deutschland auf gutem Wege…” (Stelter, 19:18)
„In Berlin gibt es nicht Work Life Balance, das findet er schon furchtbar, sondern hier gibt es eine Work Life Live Balance und hat für sich entschieden: Berlin super Ort, um Party zu machen, Berlin kein Ort, um dort zu investieren.“ (Poschardt, 29:47)
„Mill hat Reformen angekündigt ...und er hat diese Leute mitgenommen, und zwar in einer klugen Mischung aus Charisma, ...und dem tiefen Wissen um die Dinge der Ökonomie, weil er eben studierter Ökonom und Professor für Ökonomie ist.” (Poschardt, 36:35)
„China ist ein Land, das von Ingenieuren geführt wird, die USA von Juristen. Und bei uns in Deutschland zunehmend von Schulabbrechern und Schülerbrechern... ” (Stelter, 16:15)
„Die chinesische Bedrohung ist viel subtiler und kein Mensch nimmt sie ernst, weil da geht es weniger um eine militärische Bedrohung..." (Poschardt, 25:01)
„Wir haben zu lange geglaubt, wir können die moralischen Weltmeister sein, ohne dass wir die dafür erforderlichen wirtschaftlichen Grundlagen haben.” (Stelter, 45:30)
„Es ist kein unfairer Wettbewerb, der da kommt. Es ist einfach ein Wettbewerb von jemandem, der wirklich alles tut, um seine eigene Position zu verbessern, ... der auf jemanden trifft, der vieles tut, um seine eigene Wettbewerbsfähigkeit zu reduzieren." (Stelter, 45:40)
„Gehst du auf den Platz, um zu spielen, oder um zu gewinnen?“ (Stelter, 46:14)
Deutschland steht im Zentrum einer globalen Systemkonkurrenz, verschläft Reformen, verliert Innovationskraft und wird von Ländern wie China und – in ganz anderer Weise – Argentinien überholt. Die Gastgeber appellieren eindringlich an den politischen Willen, das wissenschaftliche und wirtschaftliche Fundament zu erneuern, das Mindset zu ändern und an einer neuen Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten. China wird dabei gleichzeitig als Bewunderungs- und Alarmfall präsentiert – und Milei als Hoffnungsträger, weil er zeigt: Radikale Reformen sind durchsetzbar, wenn ehrlich kommuniziert wird.
Kernbotschaft:
Deutschland muss sehr schnell und entschlossen umsteuern – sonst bleibt nur die Rolle als Dienstleister für die nächste Generation chinesischer und argentinischer Touristen.