
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Guten Morgen, guten Abend, guten Mittag. Hallo Deutschland. Wir sind bei MakeCommony Great Again und wir werden heute wie so oft darüber sprechen, wo das funktioniert und wo nicht. Wir sprechen über grünen Stahl und rote Zahlen, den Millionärs Exodus aus Großbritannien und übrigens auch den, der in Deutschland jetzt gerade beginnt. Wir sprechen darüber, was passiert, wenn in Berlin Windräder Bäume fällen sollen, während 300 Hektar Beton tabu bleibt.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
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Ich möchte, bevor ich den lieben Daniel begrüße, noch mal darauf hinweisen und unsere gute Fee Madita schreibt uns ja da auch immer wieder liebevolle Hinweise. Bewertet uns, folgt uns, kommentiert uns und schickt uns eure Themenvorschläge. So wie Gerald aus Berlin, der wollte, dass wir über Windräder im Grunewald sprechen. Deswegen machen wir das erste Thema ist Arcelo Metal, zweitgrößter Stahlhersteller der Welt, sitzt in Luxemburg, börsennotiert rund Mitarbeitende, wie es so schön heiß in über 60 Ländern, 105 Milliarden Dollar Jahresumsatz, rund 80 Millionen Tonnen Rohstahl pro Jahr in Deutschland, mit zwei großen Werken in Bremen und Eisenhüttenstadt. Zentrale Standorte für für den geplanten Umstieg auf grünen Stahl. Dafür wurde das Unternehmen aus Robert Habecks Wirtschaftsschatulle für Subventionen mit 1,3 Milliarden Euro gefördert. Beschlossen 2022 galt als Vorzeigeprojekt der deutschen Industriepolitik. Aber trotz Milliardensubventionen wird der Umbau jetzt gestoppt. Die Message Co reduzierte Stahlproduktion ist derzeit nicht wirtschaftlich. Und das sagt nicht irgendein eisiger, herzloser, fossiles, patriarchatsvertretendes Managerungetüm, sondern der Betriebsratsvorsitzende von dieser wunderbaren Firma. Gründe laut Unternehmen fehlende Investitionssicherheit, Konkurrenz durch billig Co intensiven Importstahl, vor allem aus China. Und wir gucken angesichts dieser Entwicklung einmal mehr über diese wirklich idyllisch naive Transformationslogik, die die Ampel Politik auf fast jedes Politikfeld geschüttet hat. Hallo lieber Daniel, Wie hast du das wahrgenommen? Ich denke natürlich immer, wenn ich solche Nachrichten lese, zuerst an dich. Und Daniel könnte immer sagen, I told.
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Habe ich schon getan, aber früher, früher an einer anderen Podcast Stelle. Ja, hallo Ulf, vielleicht ganz kurz mal zur Einordnung. Also es gibt zwei Verfahren, die Co arm Stahl erzeugen können. Das eine ist Wasserstoff, das sind sogenannte Reduktionsanlagen. Ich bin jetzt kein Techniker. Und dann gibt es die Möglichkeit mit Strom herzustellen. Das sind die sogenannten Elektrolichtbogenöfen. Diese Wasserstoffanlagen, die gibt es doch nicht, muss man dazu sagen. Das wären also Pilotprojekte, weshalb sie auch entsprechend vom Staat gefördert werden werden. Aber auch die Umstellung auf die Elektrolichtbogenöfen sind natürlich teuer. Was in der deutschen Medienlandschaft irgendwie nicht so richtig zur Sprache kommen ist, ist ja es ist ja nicht so, dass Arslo nicht investiert. Arslo investiert nur nicht in Deutschland, denn in Frankreich, in Dünkirchen werden sie nämlich einen Elektrolichtbogenofen in Betrieb nehmen für Stahl bauen, für die Herstellung von Stahl. Und warum gehen sie nach Frankreich? Dreimal darfst du raten, weil dort Strom, Atomstrom, so viel zum Thema Wind und Sonne schicken. Keine Rechnung. Wir haben es ja ewig schon gehabt. Und was mich ein bisschen wurmt hier ist eigentlich Ich wundere mich und ich ärgere mich, wenn man überrascht tut. Ich will dir mal sagen, warum. Es gibt eine Studie vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und dieses Potsdam Institut für klimafolgenforschun in meiner persönlichen Wahrnehmung ist jetzt nicht besonders bekannt als Klimawandel skeptisch und geht Gegenteil. Sie sind diejenigen, die auch immer sagen, wir sollten alle nicht mehr fliegen, kein Fleisch mehr essen und so weiter, recht radikal. Und im zweiten sind sie nicht bekannt dafür, dass sie sagen wir mal, grünen fern sind, dass sie mir so formulieren. Die haben schon vor einigen Monaten eine Studie vorgelegt und die lohnt es sich einfach anzugucken Und du musst einfach so sagen, in meinen sieben Worten ist folgendermass Also in der Vor Klimapolitik weltweit hatten wir im Prinzip globale Energiekosten. Wir hatten alle Kohle, Öl und Gas globale Märkte. Dann hattest du vielleicht den Nachteil, wenn du längere Transportwege hattest. Aber gesamthaft war der Nachteil durch Transportwege nicht ganz so groß. Du konntest also global im Prinzip überall wettbewerbsfähig sein, wenn es um diese energieintensive Produktion geht. Wenn du jetzt umstellst auf erneuerbare Energien, dann hängst du davon ab, wie vor oder nachteilhaft dein Land ist bei der Erzeugung von erneuerbarer Energie. Also hast du recht, relativ mehr Wind oder Sonne als andere. Und auch wenn das bei uns immer gerne verdrängt wird, ist es einfach so, dass es durchaus Länder gibt, die einfach deutlich größere Vorteile haben, wenn es um erneuerbare Energien geht. Nehmen wir mal Spanien, nehmen wir Afrika, scheint die Sonne einfach mehr, der Wind bläst mehr an der Küste von Großbritannien. Also verschiedene Faktoren, wo man sagen muss, tja, da hat Deutschland einfach schlechte Standortbedingungen. Und daraufhin haben eben diese Forscher gesagt, es gibt also scheinbar einige benachteiligte Regionen, also Deutschland, die EU, aber auch Südkorea und Japan. Und es gibt bevorzugte Regionen wie Australien, die USA, Kanada, Afrika, Nahost, Lateinamerika. Und um die lange Geschichte kurz zu machen, ist die Im Prinzip greift man nicht ein, migriert die Produktion energieintensiver Dinge in die Länder, wo Energie günstig ist. Das heißt im Bei uns findet keine energieintensive Produktion mehr statt. Und die haben das dann sogar berechnet. Die haben drei Beispiele genommen in ihrer Studie, und zwar haben sie genommen Stahl, Harnstoff und Ethylen. Und sie haben dann nachgerechnet, wie groß denn der Preisnachteil Deutschlands ist, Klammer auf sind dabei übrigens von übermäßig optimistisch günstigen Wasserstoffpreisen ausgegangen, wie man jetzt weiß, die Zahlen sind noch viel schlechter Und haben im Prinzip gesagt nach dem Naja, im günstigsten Szenario hat Deutschland Kostennachteil von 18 Prozent bei Stahl, 32 Prozent bei Harnstoff und 38 Prozent bei Ethylen. Im pessimistischen Fall 32 Prozent, 55 Prozent bzw. 60 Prozent. Und sie sagten, um diesen Kostennachteil dauerhaft mit Subventionen zu kompensieren, müssten wir bis zu, halte ich fest, 18 Milliarden Euro pro Jahr für allein diese drei Branchen ausgeben. Es gibt aber auch noch weitere Grundstoffe wie Aluminium, Kupfer, Zement, Glas, Papier, Lithium, wo es auch alles gelten würde, die gar nicht eingerechnet sind. Das heißt, die Studie sagt ganz Es macht keinen Sinn. Die haben gesagt, sie haben ausgerechnet, der Strompreisnachteil, den wir haben, liegt zwischen 20 und 70 Euro pro Megawattstunde verglichen. Es steckt nicht Möglichkeit. Und die haben gesagt bitte mach das nicht. Macht diese Sachen nicht, denn es genügt nicht zu subventionieren den Umbau. Es führt zu stranded assets. Kein Land, kein Staat hält dauerhaft diese Subventionen durch und Deshalb sagen Sie im Wir haben diese Industrien verloren.
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Nur mal ganz kurz für unsere Zuhörer innen. Du referierst jetzt ein Gutachten der Potsdamer Ökos. Genau, das muss man sich das muss man Also man ist hier Also ich merke gerade, dass ich praktisch physisch erleichtert bin, weil man ja diesem Milieu gemeinhin all diesen Irrsinn unterstellt, der dazu geführt hat, dass wir in so eine industriepolitische Sackgasse rennen und diese Transformationslyrik eben da zu dem Unsinn führt, den du da skizziert hast. Wenn so eine Studie rauskommt, müsste es dann nicht die in Potsdam daneben ansässigen apokalyptischen Klima-Wissenschaftler ihnen eigentlich deutlich. Machen, die mit ihrer Verbot und Verzicht und wir fliegen nur noch zweimal im Jahr Liturgieeinhaltgebieten oder einhalten müssten? Also ich bin total überrascht, dass das selbst dort angekommen ist. Oder kommt da noch eine Schlusspointe von denen, damit die Apokalyptiker dann wieder glücklich damit sind, dass deren Geschäftsmodell nicht zerstört wird?
C
Also zum einen bin ich bezüglich des Ärgers einer Meinung. Vor allem habe ich mich gefragt, warum man diese Studie im grünen Wirtschaftsministerium damals nicht gelesen hat, weil das war ja noch zu Robert Habecks Zeiten, als es gekommen ist. Da hätte man ja gewarnt sein können. Die Autoren der Studie sagen nach dem Motto, im Prinzip sagen die sie Naja, wir haben diese Grundindustrie nicht mehr. Und dann sagen das ist aber alles nicht so schlimm. Man könne deshalb nicht von einer Deindustrialisierung sprechen im großen Stil, weil es wäre ja nur die Grundindustrie, die energieintensive Grundstoffindustrie und man wüsste ja nicht, wie sich das auf nachgelagerte Industrien auswirken würde. Wo man sagen muss, wir wissen aber, dass es enorme Netzwerkeffekte gibt. Also gerade Automobil und auch in der chemischen Industrie gibt es einfach Netzwerkeffekte. Wenn du quasi unten die Säule weghaust, dann zu glauben, es rechnet sich noch die Rohstoffe hierher zu importieren, dann hier weiter zu veredeln, halte ich für ziemlich optimistisch. Das heißt, ich persönlich glaube, dass das einfach unterstreicht, wie idiotisch die Politik ist. Denn wir haben vorher gesagt, wir hatten im Prinzip die Industrie oder wir haben früher schon mal gesagt, wir hatten den industriellen Aufschwung in Deutschland, vor allem aus der Kombination von Eisenerz und billiger Kohle. Das war das Ruhrgebiet. Wir haben im Prinzip Deutschland aufgebaut mit billiger Energiekohle von der verabschiedet über Zeit, Aber wir konnten billige Energie importieren und wir haben dann den einzigen globalen Strom, den wir noch haben könnten, nämlich aus Atomenergie, den haben wir auch ausgeschaltet, weil den hätten wir haben können. Das ist völlig egal, wo man ist. Dann kauft man Uran, weil du weißt, die Uran Sachen sind die riesige Kostenposition beim Atomstrom. Man hätte es also so retten können. Und vor dem Hintergrund muss ich sagen, naja, jetzt gibt es die große Aufregung, dass die Bundesregierung ihr Versprechen spricht, den Strompreis runter zu subventionieren. Also Wegfallstromsteuer für alle. Ich verstehe auch die Aufregung der Betroffenen. Nur man muss einfach eins Wir müssen aufhören, an den Symptomen herumzudoktern. Wir haben heute eine Situation, wenn wir das weitermachen wie bisher, können wir uns von energieintensiver Basisindustrie in Deutschland komplett verabschieden. Machen wir das sind wir auch schon. Aber dann sollte man auch das offen sagen. Dann sollte man nicht sagen, die machen das jetzt nicht. Da gab es die ganze Reaktion, der prima Bürgermeister meckert und der brandenburgische Ministerpräsident.
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Meckert und so weiter, beide Sozis, was für Witze.
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Ja, und die hätten sagen müssen, wieso machen wir nicht? Wir hätten Atomkraftwerke noch laufend, dann würde sich auch die Stromproduktion in Deutschland lohnen. Aber wie gesagt, man hat es gewollt. Nur dann sollte man eben aufhören, hier rumzutun und quasi dann einfach okay, wir nehmen den Schaden hin, statt ihn mit noch mehr Geld weiterhin zu kaschieren, weil dauerhaft können wir es nicht kaschieren. Das ist im Prinzip das ganz Furchtbare. Und darum habe ich mich diese Nachricht von Arsla Mittern eigentlich mehr geärgert im Sinne Da wird wieder nicht die Wahrheit gesagt. Da wird nicht. Das ist das Ergebnis. Unsere Art der Energiepolitik, getrieben von einem falschen Verständnis darüber, wie Klimaschutz funktioniert und getrieben von falschem Verständnis davon zu glauben, mit der Verteuerung von Energie würde man weltweit etwas bewirken. Nein, man führt nur zu einer Verlagerung und es ist nicht der erwünschte Klimaeffekt, den wir da realisieren. Wir können natürlich national sagen, wir haben weniger Co, aber national weniger Co ist völlig egal, weil Co ist ein globales Problem.
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Ja, ich glaube, wenn ich Antideutscher wäre, würde ich sagen, danke Deutschland, weil niemand, nicht mal das absurdeste Land der Welt, wird irgendwann jemals dem deutschen Weg nachfolgen. Also wir sind praktisch heroisch in der Selbstopferung, wie man sieht, wenn man eine shitbürgerliche kulturelle Dominanz hat von Ökoträumern und Antikapitalisten, von Heidegger verehrten Technikfeinden, von Leuten, die über Zuversicht, Zukunft und das Progressive sprechen und eigentlich ein komplett reaktionäres Technik und Wirtschaftsverständnis haben. Und ich glaube, wir zeigen mit all diesen Niederlagen, ich tue mich so schwer mit diesen Namen. Also du hast Arcelor so gut ausgesprochen, wie hieß diese Firma Northvolt, die es auch pleite gegangen ist. Also all diese Habeck, super Ideen, nichts davon klappt, null, zero, nix. Und wie kann es sein, dass in einem Land von Ludwig Erhard, ein Land, das sich im 19. Jahrhundert auch als Industrieland neu erfunden hat, was eine boomende Wirtschaft Anfang des 20. Jahrhunderts hatte, was auch in der Weimarer Republik innovativ war in vielen Punkten, was selbst in der Nazi-Barbarei technologisch Erstaunliches geleistet. Hat, will jetzt hier nicht die Verklärung der V-Raketen und der ersten Analogcomputer, also wie man so dermaßen auf den Holzweg kommen kann, wie Heidegger das so hübsch immer metaphorisch beschrieben hat. Das ist schon bemerkenswert. Meine eine Frage, Daniel, ist, bevor wir zum nächsten Thema Glaubst du all diese Nachrichten jetzt, all diese einfach glasklaren Entscheidungen der globalen Unternehmen, die in Deutschland machen wir so nicht mehr? Glaubst du, wir sehen eine Lernkurve in den Debatten? Wir sehen eine Lernkurve in den Talkshows, wir sehen eine Lernkurve in den rot rot grünen kulturell dominanten Milieus. Glaubst du, wir sehen eine Lernkurve in der weiterhin in Deutschland links geprägten politischen Kultur? Glaubst du irgendjemand, ich glaube, jetzt habe ich es verstanden, ich glaube, wir müssen noch mal neu nachdenken.
C
Nein, weißt du, es ist ja sogar so, du kannst ja pervers sagen, es gibt sogar Profiteure davon, wenn lange du selber dafür sorgen kannst, dass du nicht der Schuld, nicht der Zusammenhang hergestellt wird zwischen deiner Politik und dem, was passiert, Kannst du böse Unternehmen, böser Kapitalismus, böse Reiche, sonst was, kannst du alles ganz einfach sagen. Das heißt, du kannst dann anderen die Schuld geben. Das ist dasselbe wie mit der Mietpreisbremse. Das haben wir schon mal diskutiert. Bei der Mietpreisbremse ist es so, ohne Mietpreisbremse bewerben sich zwei Leute auf die Wohnung, weil sie es sich leisten können. Mit Mietpreisbremse bewerben sich 102 Leute auf die Wohnung, aber trotzdem bekommt dieselbe Person wie vorher die solventeste Person von allen die Wohnung. Und dann hast du im Prinzip den einen subventioniert, der es gar nicht nötig hat Und du hast 100 Leute gefrustet, die bei einer Wohnung Schlange standen, ohne eine realistische Chance, sie überhaupt zu bekommen. Und genau das ist dann so. Da müssen wir sagen, sobald die Politik, sobald die Bürger das verstehen, wollen sie das nicht mehr. Und die Politik aber für die Politik ist gar Nicht schlecht, bei 100 Leuten sauer zu fahren, ist natürlich positiv, weil das bringt natürlich mehr Zuspruch für die Parteien, die dann behaupten, es wird Mietpreisbremse und noch weitere Regulierung ändern zu können. Also vor dem Hintergrund sehe ich das gar nicht. Ich glaube, dass so pervers es ist, ein gewisser wirtschaftlicher Niedergang, eine Schwächung der Wirtschaft, dass das eigentlich den bestimmten Kreisen sogar ganz genehmigt ist, weil sie auf diese Art und Weise quasi ein eigenes Klientel schaffen, indem sie nämlich mehr sagen können, Deutschland wird immer ungerechter, immer ungleicher und diese ganzen Themen. Und dabei ist das eine vorsätzliche Vernichtung von Wohlstand, die hier stattfindet. Aber wie gesagt, wir können auch andere Themen ansprechen. Denkt an Vermögensbildungspolitik. Die Leute, die am meisten über Ungleichheit in Deutschland klagen, sind gleichzeitig diejenigen, die es den Menschen am schwersten machen, Vermögen zu bilden, weil sie ihnen enorme Steuern und Sozialabgaben abnehmen und weil sie so weit einschränken, dass sie gar nicht in der Lage sind, quasi Geld zu sparen und ein eigenes Vermögen zu bilden. Also insofern, das passt schon für mich zusammen. Und nein, die Schlagzeile hätte sein müssen, Arslametall investiert in Frankreich wegen günstiger Atomstrom und nicht in Deutschland. Das wäre die Schlagzeile gewesen. Die habe ich nicht gelesen, übrigens auch nicht bei der Welt.
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Ja, das holen wir hiermit mit dem supergeilen Mega Podcast auf Welt natürlich nach. Ja, Speaking of Man sieht, politische Entscheidungen haben ökonomische Konsequenzen und diese Übergriffigkeit, die wir gerade im Westen erleben, des Staates auf die Wirtschaft, ist bemerkenswert. Und wir haben es besonders da, wo linke Regierungen an die Macht kommen, wie jetzt in Großbritannien Dort hat Labour, die ja vor Tony Blair eine wirklich sehr linke Partei war und nach Thatcher hat Tony Blair im Grunde genommen in den Cappuccino Years alle thatcherischen Reformen, das Labour Regime, das Horror Labour Regime, was das Land fast gekillt hat, hat sozusagen die sätscherischen Reformen übernommen, hat ein bisschen Sugar Coating gemacht, hat es kulturell progressiver gemacht, also auch die bescheuerten Kulturkämpfe von Thatcher beerdigt und dann begann diese wunderbare Zeit kulturell progressiv und ökonomisch vernünftig und England konnte boomen, boomen, boomen war ja dann auch Tony Blairs Weg, Vorbild für Gerhard Schröder. Kurzum all das. Dann haben die Tories sich dort aber nach allen Regeln der bourgeoisen Überheblichkeit selbst zerlegt. Wir erinnern uns noch an so Leute wie Theresa May und der von mir immer weiterhin noch wegen seiner Frisur und wegen seinem intellektuellen Habitus verehrte Boris Johnson, aber jetzt regieren die Labour und Kirsthmer will gern ein vernünftiger Labourmann sein, aber wie Labour eigentlich weiterhin ist eine linke, klassenkämpferische Partei. Die haben die Steuerreform so angelegt, dass die super attraktiven Steuervorteile für Leute, die keinen UK Pass hatten, weggefallen sind. Und das Ergebnis ist beeindruckend, muss man sagen. Kein Land hat mehr Milliardäre in 2025 verloren als die Briten. Und jetzt kommt Ein wunderbares Wort, High Value Individuals und mit ihnen sind rund 66 Milliarden Kapital abgewandert. Und wo gehen die hin? In die Vereinigten Arabischen Emirate, knapp in die USA. Und ein Zeichen noch einmal Terra terre für Giorgia Meloni, die wunderbare 3600 sind nach Italien gegangen. Wir haben ja jetzt, glaube ich, hier rituell über Italien gesprochen, wir lieben es beide sehr. Wir haben festgestellt, Comer See und Mailand, alles boomt und jetzt kommen die Zahlen und man sieht eben, wenn du die besten vertreibst oder auch nur Andros sie vertreibst zu vertreiben, dann sind sie weg. Und ergänzen muss man, dass auch Deutschland millionäre verliert, nämlich 400 bislang sind wir immer mehr Millionäre geworden in Deutschland jetzt weniger, Frankreich auch, Spanien auch. Und die Frage ist auch hier lernen linke Regierungen, dass das etwas ist, was im Ende nur Dünger und wertvolle Transformation anderer Länder bedeutet, durch Leute, die wissen, wie man erfolgreich Unternehmen gründen und führen kann. Oder sagt man endlich, unsere Gesellschaft wird weniger sozial ausdifferenziert und Alle werden ein bisschen gleicher.
C
Rein statistisch stimmt es natürlich, Wenn die Millionäre weg sind, dann wird die Vermögensverteidigung und die Einkommensverteilung in deinem Land gleicher. Insofern kannst du Jawohl, wir nähern uns damit einem sozialistischen Ziel, wenn die weg sind. Es gibt ja auch einige, die immer Ja, geht doch, geht doch, ist doch super, wenn ihr weg seid. Zumindest wenn du so was auf X verfolgst. Kleine Es sind natürlich nicht Milliardäre, sondern es sind Millionäre. Ganz viele waren es dann so reicher waren es nicht, aber sie waren doch sehr, sehr re.
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Großbritannien, ja, high value individuals mit insgesamt 66 Milliarden.
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Genau. Ich wollte sagen ganz genau die 66 Milliarden gibt sogar welche, die sagen 90 Milliarden Dollar. Es gibt verschiedene Schätzungen dafür. Für mich ist es so, ich kenne einige dieser Personen und ich komme auf die ökonomischen Auswirkungen. Aber ich muss schon noch mal anmerken, es gibt natürlich schon sehr, sehr vermögende Menschen, die eben die Möglichkeit haben, mit den entsprechenden Beratern und Strukturen quasi ihre Steuerlast entsprechend zu senken. Und da habe ich dann persönlich auch manchmal Störgefühl, muss sagen nach dem Naja, also man muss ja nicht 50 Prozent Steuern zahlen, aber so 20 Prozent Steuern wäre vielleicht okay. Also das sind so Dinge, wo ich mich dabei ertappe, wo ich mir wünschen würde, es wäre möglich quasi, dass man quasi sich nicht völlig einer Steuerpflicht entziehen kann. Und das war natürlich in Großbritannien war da quasi so ein bisschen das Paradies in den letzten Jahren und Jahrzehnten bei diesen sogenannten non dominanten Status. Das war im Prinzip bist du nach London gezogen oder irgendwo nach Großbritannien und hast gesagt nach dem Ich wohne aber eigentlich gar nicht richtig hier, ich halte mich jetzt hier auf, ich verdiene ja auch nicht viel oder ich bin nur temporär. Du kannst sogar da gearbeitet haben. Ich bin ja nur temporär. Und dann war die Regelung so, dass du im Prinzip auf deine Erträge außerhalb Großbritanniens, die du außerhalb Großbritanniens erwirtschaftet hast, keine Steuern zahlen musst. Das ist natürlich sehr attraktiv. Du hast im Prinzip nur auf das Steuern bezahlt, was du in Großbritannien gebraucht und konsumiert hast. Das war sicherlich sehr attraktiv und hat Leute angezogen. Und das erklärt jetzt auch, warum der Verlust so groß ist, warum so viele Leute Großbritannien verlieren. Einfach weil viele Menschen, die diesen Weg gegangen sind in der Vergangenheit jetzt eben weiterziehen. Wie gesagt, ich habe dadurch auch ein bisschen Störgefühl. Ich würde mir wünschen, dass man die vielleicht doch ein bisschen erfassen könnte. Wobei ich dazu sagen muss, immer wenn bei uns dann gesagt wird, wir wollen den Reichen an den Kragen, sage ich einfach nur meine persönliche Erfahrung, es trifft immer nur die normal Vermögenden und die Kleinreichen, weil die richtig Vermögenden haben immer Möglichkeiten, sich zu schützen. Insofern muss man da auch mal aufpassen. Die Politik greift am Ende sozusagen sowieso immer bei den kleinen Reichen ab und nicht bei den Großen. Wie gesagt, habe ich ein gewisses Störgefühl mit. Der zweite Punkt, den ich noch anmerken möchte, ist, wir haben jetzt gerade gesprochen, das eine war das Non Dom, das andere ist ein anderer Aspekt reingekommen ist und zwar die Erbfassteuer. Die haben ihm jetzt gesagt nach dem ja, wenn du, ich glaube es war Labour jetzt, wenn du glaube ich 10 oder 12 Jahre in Großbritannien gelebt hast, dann bist du quasi auch wenn du wegziehst und Jahrzehnte später stirbst, selbst dann fällt noch Erbschaftssteuer an in Großbritannien. Und das hat eben dazu geführt, dass auch viele gegangen sind, die eben nicht diese Non Doms waren, sondern normale, sage ich jetzt mal, Millionäre, die da waren, weil man einfach gesagt hat, das ist eine extreme Verschlechterungssituation. Da sind andere Länder deutlich fortschrittlicher, Stichwort Österreich, wo es zum Beispiel keine Abfallsteuer gibt. Und vor dem Hintergrund siehst du da natürlich dann schon eine Abwandlung. Also wirklich so ein bisschen zwei verschiedene Dinge. Das eine ist, es war ein Sondereffekt wegen Non Dom und das andere ist eben in der Tat ein Effekt aufgrund dieser Erbschaftsteuerregelung, die sich geändert haben. Die wirtschaftliche Wirkung ist trotzdem ausgesprochen negativ, weil du hast schon angesprochen, die haben ungefähr 66 Milliarden Pfund Vermögen, andere haben gesagt 90 Milliarden Dollar ungefähr. Dieses Geld fehlt dann irgendwo, das wird woanders hinkommen, nicht unbedingt Großbritannien bleiben. Und obwohl sie diese Deals hatten, zum Teil, haben sie trotzdem Steuern gezahlt. Es gibt also Studien, die sagen, dass jeder abwandernde Millionär jährlich ungefähr Pfund Steuern gezahlt hat. Einkommensteuer, das übrigens dem Betrag entspricht von 49 durchschnittlichen Steuerzahlern in Großbritannien und natürlich unfassbar konsumiert haben.
A
Notting Hill, Harrods, Cotsworth. Wenn du das siehst, wie dieses Milieu natürlich, also das wird man jetzt sehen, könnte ich jetzt wieder mit den Verkäufern dieser alten Vintage Ferraris und Porsches, wenn du die Kunsthändler, das war ja dieses Milieu, was Cool Britannia bis hin zum Paul Smith Laden in Notting Hill. Zu diesem unfassbar glamourösen, weltläufigen, charmanten Großstadtmythos gemacht hat.
C
Das stimmt. Also du hast ganz klar eine Wirkung auf Konsum, aber auch auf den Immobilienmarkt. Zum Beispiel sinken ja die Preise von Immobilien in bestimmten Regionen wie Mayfair und Chelsea seit ein paar Jahren. Es ging mit Brexit schon los, hat sich jetzt beschleunigt, Da sieht man natürlich diese Wirkung. Jetzt kannst du sagen, das ist doch gut, wenn die Immobilienpreise sinken, dann werden sie erschwinglicher für die, die da sind. Das stimmt. Auf der anderen Seite ist es schon so, wenn Immobilienpreise sinken, dann verlieren ja alle Immobilieneigentümer in einer Region. Und das ist dann gerade in einem Land wie Großbritannien, wo doch sehr viel mit Kredit gearbeitet wird, durchaus auch problematisch. Also es ist nicht so, dass es harmlos ist. Für mich ist halt so, wir sehen, glaube ich, hier nur vorgeführt, Millionäre sind mobiler und wir haben jetzt immer sehr stark gesprochen über Steuern. Ich meine, ich habe jetzt Handy Partners, Handy Partners ist ja diese Firma, die die Studie gemacht hat, das ist eine Firma, die ist keine Werbung für die, es ist eine Firma, die sich spezialisiert hat darauf, eben Aufenthaltsgenehmigungen und weitere Staatsbürgerschaften zu organisieren. Ich hatte den Gründer der Firma mal bei mir im Podcast mit ihm diskutiert und der hat eigentlich sehr überzeugend dargelegt, dass bei diesen Familien, klar, Steuern und Geld spielen auch eine Rolle. Meistens geht es um andere Faktoren, es geht um Umfeldbedingungen, soziales Klima, diese ganzen Themen. Und da muss man natürlich ganz klar sagen, da gibt es natürlich schon in einigen Ländern eine deutliche Verschlechterung des sozialen Klimas, auch der persönlichen Sicherheit, was dazu führt, dass Menschen eben abwandern. Das ist angesprochen. In Deutschland haben wir die Zahl von 400, jetzt haben wir in Deutschland natürlich die Sondersituation, dass es bei uns die sogenannte Wegzugsteuer gibt, was ja für viele Millionäre dann ein Thema ist, dass sie dann, wenn sie auswandern, quasi ihre stillen Reserven realisieren müssen und versteuern müssen, weil ich deshalb die Zahl etwas geringer, aber muss einfach sagen, das ist so ein bisschen so ein Maßstab auch für das gesellschaftliche Klima. Und darum finde ich die 400 in Deutschland, es war eine kleine Zahl, aber es passt schon so ein bisschen in unser Diskussionsbild hier im Podcast, wonach eben doch die Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Entwicklung, mit der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland zunimmt. Und deshalb spricht das für mich eigentlich dafür als weiteres Warnsignal, dass das Motto unseres Podcasts endlich mal angegangen werden muss, nämlich Make Economy Great again. Man kann nicht sagen Make Germany wieder great again, aber in gewisser Hinsicht sollte man das jetzt angehen.
A
Absolut. Ich bin auch sehr gerührt von deinem sozialen Gestus zu sagen, ich finde ja auch gut, wenn Milliardäre anständig Steuer zahlen, stimmt alles. Und ich bin dir auch jedes Mal sehr dankbar, wenn du den Hinweis machst, dass es dann besonders die ärmsten Armen sind, Leute wie ich, die einfach fest angestellt sind und de facto einfach auf Lohnsteuerkarte arbeiten und den Wahnsinn finanzieren müssen. Ich finde ja, wenn ich die positive Nachricht, das Zuversichtliche darin erkennen will. Italien zeigt ja, dass selbst im Zweifelsfall strukturell sozialistischen EU es möglich. Ist, im Steuerwettbewerb attraktiv zu sein, also dass eine nationale Steuergesetzgebung in der Lage ist, richtige Leute anzuziehen. Und ich möchte in einem Land leben, in dem die reichsten und erfolgreichsten Menschen der Welt eigentlich Ich könnte mir vorstellen, hier zu leben. Ein Land ist scheußlich, in dem die Reichen gehen. Jeden Tag wird ein Land, eine Gesellschaft, eine Stadt, Einkaufszonen, die bürgerlichen Wohnviertel werden scheußlicher, wenn die Reichen gehen. Und was wir so sehen, ist wie in Deutschland, das jeden Tag so im Augenblick eben auch ein bisschen scheußlicher deshalb wird, weil ganz viele reiche Leute Ich gehe einfach und dann kann so die arrogante, moralisierende obere Mittelschicht mit ihrer scheußlichen Ästhetik noch mehr dieses Land prägen. Und ich wünsche mir einfach, dass eine bürgerlich geführte Regierung und irgendwie ist die CDU ja tief drin, hat sie ja noch was Bürgerliches muss, wenn diese Leute gehen wollen, warum machen wir ihnen nicht ein Angebot? Warum gucken wir nicht an, was in Italien möglich ist? Warum versuchen wir die nicht nach Berlin zu kriegen, an Starnberger See und sonst wohin? Und eben nicht mit Subventionen, sondern einfach, weil wir ein attraktiver Ort sind. Aber die Steuerbelastung ist einfach in Deutschland viel zu hoch. Darüber haben wir hundertmal gesprochen. Ich würde mich freuen, auch wenn die anderen dadurch Nutznießer meines Elends sind, wenn wir attraktiv werden für diejenigen, die jetzt aus London fliehen. Ich kenne auch ein paar, die geflohen sind, die sind nach Dubai gegangen, sind da sehr glücklich und zahlen so gut wie gar keine Steuer dort. Ob das auf Dauer dort ein gesellschaftliches Leben konstruiert, wird man mal sehen. Aber wir müssen das ändern. Und gleichzeitig, bevor wir zum nächsten Thema kommen, wenn du mich fragst, ist es in Deutschland möglich, dann würde ich sagen nein, weil es gibt kein Land, in dem der Neid das so entscheidende und prägende Lebensgefühl ist. Gerade derjenigen in der gehobenen Mittelschicht, die eigentlich sich immer für was Besseres halten, als sie sind, weniger in der unteren Mittelschicht und in der Unterschicht, die sich eigentlich freuen, wenn es irgendwie blinkt und glänzt. Da sind wir fast schon beim Thema, nämlich bei dieser Weigerung, in der ökonomischen Realität anzukommen. Und da kommen wir zu unserem Lieblingsökonom, also Daniel Stelter ist meiner natürlich. Aber direkt danach kommt Herr Fratzscher, weil Herr Fratzscher im Grunde genommen sozusagen der Kontraindikator für alles ist. Also mittlerweile würde ich eine fratzsche AI machen. Alles, was der Mann sagt, 180 Grad, das Gegenteil und man kommt, glaube ich, an eine vernünftige Lösung ran. Das ist wirklich beeindruckend. Herr Fratzscher ist vom sogenannten DIW und er hat sich jetzt ausgesprochen gegen jede Form von Sanktionen beim Bürgergeld. Da möchte ich ihm einfach nur Wenn ihr das macht, hat die SPD irgendwann nur noch 10 Prozent Wähler, weil ich glaube, es war Allensbach. Untersucht hat die SPD Wähler Milieus, die die SPD verloren hat. Die SPD ist keine Partei der Arbeitnehmer mehr, sie ist die Partei der Transferempfänger geworden. Und deshalb ist sie keine Arbeiterpartei mehr, sondern es ist die AfD. Und das ist so, Das ist Man muss in seiner absolut privilegierten shitbürgerlichen Blase schon lange ein quasi abgeschottetes Leben von der Realität führen, um zu so einer Idee zu kommen. Aber ja, wir geben im Bund in diesem Jahr 200 Milliarden für Soziales. Daniel, vielleicht hast du irgendeinen Sinn in diesem Dünnsinn von Herrn Fratzscher entdeckt.
C
Also zunächst muss ich mal sagen, ich war doch sehr überrascht, weil ich meine, dass Herr Fratzscher so eine Position bezieht, habe ich nicht so richtig überrascht. Aber sich in die Bundespressekonferenz zu setzen, an die Seite der Dame, die diesen Verein sanktionsfrei betreibt mit einem Bürgergeldempfänger und dann zu Sanktionen bringen nichts. Gleichzeitig aber mit der Studie, die dort vorgestellt wurde, gar nichts zu tun zu haben. Also es war eine Studie, hatte gar nichts mehr zu tun gehabt. Er kam einfach dazu, weil er die Sache unterstützen möchte. Und da muss ich dazu sagen, als Ökonom sich hinzusetzen zu einer Studie, mit der man nichts zu tun hat, die darüber hinaus auch in verschiedener Hinsicht sehr zu bezweifeln ist. Da kommen wir gleich noch drauf. Und dann einfach zu Das bringt alles nichts. Wir sollten einfach hier das Bürgergeld deutlich erhöhen. Das fand ich schon ein ziemlich starkes Stück und vor allem, dass das durchgeht. Hätte er selber noch eine Studie gemacht oder irgendwie ein Extoshi zusammengeklopft, dann wäre es noch gut gewesen. Aber das fand ich jetzt schon, das fand ich einfach bemerkenswert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein anderer Ökonom das getan hätte. Dann gab es diese Studie vorgestellt wurde und da wurde ja gesagt, Sanktionen bringen nichts. Und wie kann man drauf Man hat Bürgergeldempfänger befragt. So, das ist natürlich immer so. Also wenn mich jetzt Bürgergeld bekomme und du fragst mich nach dem Bist du arbeitsunwillig? Jetzt fiktive Frage, Da würde ich auch sagen, natürlich nicht. Ich meine, wie soll ich sowas sagen? Also vor dem Hintergrund natürlich gebe ich dort eine Antwort, die bestimmten Erwartungen entspricht. Darüber hinaus wurde in der Stichprobe, wo die selber sagen, nicht repräsentativ wurden überwiegend deutsche Bürgergeldempfänger befragt. Aber wissen wir aber 48 Prozent der Bürgergeldempfänger sind nicht Deutsche. Und das hat oftmals auch zu tun mit mangelnden Sprachkenntnissen. Und da komme ich wieder und sage dem naja, wenn das mangelnde Sprachkenntnisse sind, dann wäre doch eigentlich so, dass man Ich verknüpfe das Bürgergeld mit einer verpflichtenden und vor allem auch erfolgreichen Teilnahme an Sprachkursen für mich. Eine Sanktion wäre für mich du gehst nicht hin, kriegst weniger Bürgergeld. Du kriegst die Prüfung nicht, kriegst weniger Bürgergeld. In Österreich gab es eine Zeit lang, ich weiß nicht, ob es nicht so ist, gab es sogar so zwei Sätze von Bürgergeld. Bürgergeld, das geringer war, wenn du die Sprache nicht beherrschtest und Bürgergeld, was höher war, wenn du die Sprache beherrschtest. Das sind für mich so Dinge, über die man überreden muss. Das kannst du sagen, es ist eine Sanktion. Ich würde sagen, es ist keine Sanktion. Ich würde sagen, es ist eine Motivation. Das Coolste war aber, dass die im Prinzip gefordert haben, das Bürgergeld um 44 Prozent zu erhöhen und haben gesagt, müssen wir ganz Ding und haben dann sich bezogen auf eine Studie des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, der auch was mehr Und haben Ja, die Bürgergeldempfänger haben nicht genug zum Essen. Witzigerweise, der jetzige Regelsatz enthält Annahmen für Essen für 195,40 und selbst der paritätische Wohlfahrtsverband spricht nur von 206 die nötig wären. Also von wegen 44 Prozent. Nein, da ging es sozusagen noch nicht mal um 10 Euro, die da im Unterschied waren. Das zeigt aber schon, was das für eine Studie war. Wie gesagt, ich fand es ausgesprochen fatal. Darüber hinaus gibt es ja auch Studien, ich meine, es gibt eine Studie vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung aus Deutschland, die gesagt haben, Sanktionen wirken sehr wohl. Was Die Schweiz hat auch Studien gemacht, die gezeigt haben, Sanktionen wirken sehr wohl. Was sich hinzusetzen und zu Sanktionen brauchen wir nicht, ist ein völlig falsches Signal. Und das ist angesprochen. Der Bundeshaushalt explodiert in den nächsten Jahren. Wir machen Schulden, Schulden, Schulden. Und wie von allen rational Denkenden erwartet, wird eigentlich in Wahrheit nicht mehr investiert. Es wird umgebucht, es wird Verteidigung auf Pump gemacht. Klammer auf. Du weißt, dass auch das setzt Geld für Soziales frei und wir gehen unglaublich in Sozialkosten hoch. In den nächsten fünf Jahren sollen die geplanten Ausgaben für Soziales um 43 Milliarden steigen und zwar schneller als der Bundeshaushalt. Die Politik hat sich die Taschen voll gemacht und nutzt das Geld zum einen zum Kaschieren von Problemen, wie beim Thema Energie schon gesehen haben. Und das ist fatal. Das Geld führt dazu, dass nicht reformiert wird. Und die Junge Union hat jetzt mal geklagt, das haben wir heute auch gehört. Nachrichten können wir Ja, liebe Freunde, was habt ihr erwartet? Was habt ihr erwartet? Ihr habt Politikern Geld gegeben. Dann müsst ihr mit rechnen, dass jetzt im Prinzip das Geld ausgegeben wird. Was jetzt passiert. Ulf Letzter Satz dazu ist, wir haben einen explodierenden Staatshaushalt, überwiegend für Konsum. Aber irgendwann, und dauert gar nicht lange, müssen wir Zinsen zahlen für die Schulden, die wir jetzt aufnehmen. Und die Zinsen, die werden ziemlich hochgehen. Wir erwähnen, hier gibt es eine Projektion. Während die Investitionsquote eigentlich immer runtergeht, die wird 2028 nur noch bei 8 Prozent liegen vom Haushalt, jetzt liegt sie bei 10 Prozent, geht die Zinskostenquote natürlich hoch. Die wird von jetzt 6 Prozent sich fast verdoppeln bis 2029 auf fast 11 Prozent. Das heißt, wir sehen jetzt, wir haben einen immer größeren Block Sozialausgaben. Wir haben darüber hinaus einen großen Block, der ansteigt, Zinskosten. Und dann wären die Investitionen, die angeblich hochgehen sollten, weiter runtergehen. Das ist das, was passiert. Und dann stellt der Klingenmeister sich hin und Boah, wir investieren das ganz toll, das Land wird super. Stimmt überhaupt nicht. Die genehmigen sich das Geld, um damit die Löcher in Sozialhaushalten zu stopfen, um den Wählern, die überwiegend alt sind, nicht sagen zu müssen, liebe Freunde, wir brauchen Reformen. Das ist das, was passiert. Und deshalb bin ich tut mir herzlich leid, mit dieser Bundesregierung an diesem Stand eigentlich schon wieder weitgehend durch, weil ich sagen muss, liebe Freunde, der Haushalt beweist, dass die schlimmsten Befürchtungen derjenigen, die gesagt Mach das nicht wahr werden.
A
Du hast vollkommen recht. Und es stellt eigentlich wieder dieselbe Frage. Ich komme gerade von der Phil Cologne und habe mit dem klügsten, klügsten, klügsten Vertreter dieser Linken irgendwie sich als linksliberalen verstehenden Intellektuellen gesprochen. Und das Desinteresse an der Ökonomie ist einfach beeindruckend. Also wir reden nicht von irgendwelchen dummen Menschen, sondern wirklich gebildet bis zum Umfallen hochintelligent. Und es gibt sozusagen keinerlei wie auch immer geartetes Interesse daran, diese ökonomischen Herausforderungen ernst zu nehmen. Und ich frage mich bei so jemand wie Fratzscher, der ja Ökonom sein soll, der ist ja nicht dumm logischerweise entweder man ist so sehr in seiner Blase gefangen, dass man sich nicht mehr für die Mechanismen der globalisierten Ökonomie interessiert, oder man ist einfach ein beinharter Ideologe geworden, der am Ende mit einer radikalen Umverteilung dieses Land kaputt machen will. Und eigentlich ist Fratzscher, wenn er so was fordert, mit einem beIN in Venezuela und alle, die das mitfordern, wollen es auch. Und sie wollen es zwar nicht mit den Bildern von Maduro, wenn das dann kommt und die Rechnung wird ja irgendwann präsentiert, wir leben ja nicht im Legoland, wir liegen ja auch nicht in Hanni und Nannyland, diese Rechnung wird präsentiert und irgendjemand muss es dann bezahlen und die Reichen, die dann noch da sind, die werden geschröpft. Und dann, wenn man es generationsmäßig sieht, da war ich gestern sehr glücklich, wir waren uns einig, also Linke und Vernünftige, dass wir sagen, das ist eine Republik der Alten, weil du schüttest das den Kindern, den Jungen, den gerade Geborenen, den Schülern, den angehenden Studenten vor die Füße. Ich finde an dieser Fratzscher Debatte und auch aus dem Nichtlernen, was jetzt Arcelor betrifft und aus dem Nicht Lernen, was zu glauben ist, wir investieren in Intel, Northvolt und so weiter. Alles Scheiße, alles falsche, groteske Entscheidungen. Warum? Weil irgendwelche Soziologie Studentinnen in irgendwelchen Parteigremien den einigermaßen vernünftigen Wirtschaftsminister, jetzt unterstelle ich ihm das mal, in so einen ideologischen Wahnsinn getrieben haben. Und früher, ich weiß nicht, warum das so war, gab es ein Korrektiv des Common Sense in wirtschaftspolitischen Diskussionen. In Deutschland. Heutzutage funktioniert er nicht mehr. Wir sind Daniel und alle Zuhörerinnen und Zuhörer, auch liebe Grüße an alle, die mich auch gestern heute am Flughafen, wo auch immer angesprochen haben, wir machen so weiter, keine Sorge, aber wir sind eine kleine kleine Minderheit, man hört uns nicht zu, man hört diesen vernünftigen Argument nicht zu, sondern man macht einfach full speed so weiter. Wie kann Fratscher mit all den Zahlen, die wir jetzt alle haben, über die Entwicklung der Produktivität, all das, was wir hier Woche für Woche runterbeten, wie kann er sich hinsetzen und so einen kompletten Schrott erzählen?
C
Für mich ist einfach so, erst gehen die Millionäre, dann gehen die anderen. Das siehst du in Venezuela und das ist das Fatale, weil du Weißt, die meisten Flüchtlinge in Südamerika sind Flüchtlinge aus.
A
Venezuela heraus, die können jetzt bald zu My Lai gehen und ich gehe entweder am Comer See zu Frau Meloni oder zu Javi My. Ist das mega oder kann das weg? Unsere neue super, super, super Rubrik. Und wir reden heute übers Geld und zwar ein oder zwei Cent Stücke.
B
Ist das mega oder kann das weg?
A
Ist es mega oder kann es weg?
C
Daniel ich finde, es soll nicht weg. Also zum einen ist es ja so, es gibt wenige Dinge, wo du mehr Geldwert in der Hand hast, als es eigentlich draufgedruckt ist. Also der Euro Schein ist ja keine 5 wert, der Materialwert, aber der 1 Cent oder 2 Cent, die sind materialwertmässig mehr wert, als was draufsteht. Und das zweite ist, ich bin natürlich ein älterer Mensch, ich erinnere mich noch dran, früher hahaben Frauen die Cent Stücke gesammelt, um später mal die Hochzeitsschuhe davon zu kaufen. Also ich finde, solche Bräuche sollte man durchaus bestehen lassen und erst mal ein bisschen ernsthafter auch Ich zahle immer mehr mit Karte, auch immer kleinere Beträge, weil es einfach convenient ist. Aber eigentlich und so hassel mäßig das Ganze ist, führt es doch zu einer bewussten Bewusstseinsmachung des Konsums. Und ich finde, eigentlich sollten die Leute, die immer sagen, wir sollten weniger konsumieren, unbedingt nicht dafür sein, dass wir das Bargeld abschaffen oder einschränken. Einfach deshalb, weil Bargeldzahlungen führen dazu, dass man konsumiert, dass man bewusster konsumiert und vielleicht damit auch ein bisschen sparsamer lebt.
A
Ein rührender Gedanke. Ich lebe sehr bewusst und konsumiere hyperbewusst, weil ich ein echter Geizhals bin und gleichzeitig Hedonist. Und insofern glaube ich, brauche ich das nicht. Ich bin Riesenfan von den zeitgenössischen Zahlungsmitteln. Also wo ich kann, vermeide ich Bargeld und Finde alles großartig. PayPal, Kreditkarten, Apple Pay, you name it. Und es gibt so eine kleine Nostalgie, weil wir bei uns in unseren sehr bescheidenen Reihenhäuschen, das wirklich mini war, so eine Schale hatten mit Kleingeld. Und es gab diesen wunderbaren Moment auch am Weltspartag, wenn unsere Sparbüchsen voll waren mit den klimmernden ein Pfennig und zwei Pfennigstöcke am Ende zu sehen. Wenn eine Sparbüchse voll ist mit kleinstem Kleingeld, am ende dann doch 16 Mark 35 rauskamen. Und da hat man gelernt, dass es lohnt, immer wieder was reinzustecken. Heute ist Hartgeld für mich vor allem das Geld, das ich sehr gerne jungen, aber vor allem talentierten jungen Musikerinnen und Musikern auf der Straße gebe oder wenn man im Restaurant sitzt. Ansonsten verbinde ich keine wie auch immer geartete Nostalgie mit Cent Münzen. Und mit diesem harten, harten Gegensatz zwischen dem liebenswert sympathischen Daniel Stelter und diesem eisigen neoliberalen Ulf Poschardt verabschiede ich mich aus diesem Podcast. Vielen Dank. Danke, dass ihr uns schreibt. Danke, dass ihr uns abonniert. Danke, dass ihr uns bewertet und bis nächste Woche.
B
Das war Make Economy Great Again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an megaelt DE und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Episode: Wie Steuerpolitik Leistungsträger vertreibt – ein Blick auf UK und Deutschland
Date: June 26, 2025
Host: WELT (main speakers: Daniel Stelter, Ökonom; Ulf Poschardt, WELT-Herausgeber)
In this episode, Daniel Stelter and Ulf Poschardt address the decline of Germany’s economic competitiveness, focusing on misguided industrial and tax policies, the exodus of high earners and capital, and the fate of welfare and redistribution politics. The hosts analyze recent events in the steel industry, compare UK and German tax regimes, and discuss the broader consequences of political choices on economic prosperity and social cohesion.
ArcelorMittal's German Dilemma:
Despite €1.3 billion in subsidies meant to support “green” steel projects at Bremen and Eisenhüttenstadt, ArcelorMittal halts their German transformation—deeming reduced CO₂ steel production economically unviable.
Daniel Stelter’s Analysis (03:19–08:18):
Stelter cites a Potsdam Institute study demonstrating Germany’s systemic disadvantage in energy-intensive industries due to high power prices and unfavorable renewables geography.
Political Blindness:
Ulf highlights the irony that even strong proponents of climate policy now acknowledge the limits of German industrial transformation—a point earlier ignored by politicians.
Germany’s Energy Policy Failures:
Culture of Denial and Blame-shifting:
UK: End of Non-Dom Tax Status & Outflow of Wealth:
Broader Takeaway:
Should Germany Court High Earners?
Italian Example:
Italy demonstrates successful, competitive tax policies within the EU—proving such competition is possible even in highly regulated environments.
Focus on Marcel Fratzscher (DIW): He argues against welfare sanctions and for a significant Bürgergeld increase (~44% higher)—based on questionable studies.
Criticism from Stelter:
Budget Crisis:
Exploding social spending and escalating debt—while investment plummets and the state becomes ever more consumption-oriented.
Political and Elite Disconnect:
Venezuela Parallel:
Stelter [07:39]:
„Kein Land, kein Staat hält dauerhaft diese Subventionen durch... Wir haben diese Industrien verloren.“
Poschardt [12:48]:
„Wenn ich Antideutscher wäre, würde ich sagen, danke Deutschland, weil niemand... wird dem deutschen Weg nachfolgen.“
Stelter [21:15]:
„Rein statistisch stimmt es natürlich, wenn die Millionäre weg sind, dann wird die Vermögensverteilung in deinem Land gleicher ... wir nähern uns damit einem sozialistischen Ziel.“
Poschardt [29:37]:
„Ein Land ist scheußlich, in dem die Reichen gehen. Jeden Tag wird... eine Stadt, Einkaufszonen, die bürgerlichen Wohnviertel werden scheußlicher, wenn die Reichen gehen.“
Stelter [36:24]:
„Wir machen Schulden, Schulden, Schulden... Das Geld... führt dazu, dass nicht reformiert wird.“
A lighter closing segment debates whether small coins should be abolished:
The tone diverges from tough economic analysis to humorous nostalgia, highlighting generational differences and the broader theme of adapting to change.
This episode weaves through current German and British economic-political missteps, warning of the real-world consequences when ideology trumps pragmatism. Both hosts urge that to “Make Economy Great Again,” Germany must embrace realism—lowering the tax burden, investing wisely, and resisting envy-driven policy—lest it continue its decline and fail to attract or retain the world’s most productive people. The lively, pointed discussion is peppered with sarcasm, deep frustration at policy failures, and a call for common sense to return to economic debate.