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Guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, gute Nacht. Hier ist der Podcast, in dem es immer vor Spannung kracht.
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Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
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Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
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Make Economy Great Again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschard.
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Heute haben wir ein wirklich fantastisches Programm. Wir steigen ein mit der Münchner Sicherheitskonferenz. Daniel war da. Ich habe das alles nur zu Hause auf dem Sofa verfolgt und war ganz aufgeregt. Dann sprechen wir über ein Thema, das Daniel sehr wichtig ist und wo ich mich erst einlesen musste, nämlich das Thema Eurobonds und kommen die jetzt und was heißt das für uns Deutsche? Dann haben wir ja Ende der Woche einen, glaube ich, sehr, sehr wichtigen Parteitag der CDU. Und wir erleben gerade in der Diskussion um die Zukunft der CDU eine ganz interessante Metaebenen Diskussion, die zuletzt die beiden jungen Rebellen, muss man ja sagen, aus der Unionsfraktion in einem Artikel in der FAZ pointiert haben. Dor Dort haben sie noch mal, obwohl es hieß, vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz soll es eine Art Funkdisziplin und eher Funkstille geben. Was schwierige Themen betrifft, haben die gesagt, die CDU muss sich gegen diese Funkstillenlogik und gegen das Weiter so und gegen eine Friedhofsruhe in den Debatten für ein Bekenntnis zu einer Reformpartei erklären. Und die beiden jungen Klugen Pascal Redding und Johannes Winkel waren das haben noch mal deutlich gemacht, dass diese Nachhaltigkeitsklausel bei der Rentenversicherung nur eines dieser grundsätzlichen Reformthemen sei. Sehr kultiviert im Ton vorgetragen. Aber heute Morgen Christina Schröder bei Paul Ronsheimer auch noch mal deutlich Die Parteitagsführung wünscht eigentlich keine schrillen Debatten. Da haben sie Angst. Gleichzeitig ist die Unruhe in der Stimmung in der Union so groß, dass man davon ausgehen muss, dass es eben doch beim einen oder anderen Thema eine Eruption gibt. Aber ich glaube, die CDU und Kanzler Merz mit wirklich beschissenen Zustimmungsraten stehen da an einer Wegscheide. Das dritte Thema hat einmal mehr mit unserer Lieblingspartei zu tun. Liebe Grüße, an die Grüne Jugend in Berlin. Die haben ein sehr schönes Video gemacht über unseren Mega Podcast, wo ich mich ein bisschen lustig gemacht habe über deren aggressiven Antikapitalismus und ihre Ablehnung von Investitionen in Berlin Mitte, weil es da Hochhäuser gibt. Sie haben gesagt, es geht nicht um drei, sondern um sieben und es sind Bürohouser. All the said. Die Grünen haben in Berlin einen Parteitag gehabt, wo dann am Ende die Taz, und die ist ja auch in den vergangenen Jahren ganz tief nach links gerutscht, gesagt, das ist jetzt wirklich way zu links. Also was heißt das? Was heißt es für das Selbstverständnis der Grünen? Schnitt, wenn man sich anguckt, wie Cem Özdemir versucht, einen bürgerlichen Wahlkampf zu betreiben in Baden Württemberg. Und schließlich und endlich haben wir wieder ein sehr schönes Social Media Thema vorgeschlagen von einer gewissen Anna S. Gut, wir steigen mal ein, Münchner Sicherheitskonferenz. Daniel, du warst da. Ich mag mal so mein kleines Highlight oder etwas, was mich sehr beeindruckt hat, jetzt im Grunde genommen zum zweiten Mal und wenn man Davos mitnimmt, eigentlich zum x ten Mal. Es gibt auf der politischen Rechten oder der rechten Mitte ein neues, de facto kluges Bedürfnis nach der Disruption im Grunde genommen mit Grundsatzerklärungen ein neues weltanschauliches Fundament zu legen und und zu versuchen, diejenigen, die da nicht mitgehen wollen, abzuholen. Klingt jetzt wie ein Pro Seminar Einstieg. Was meine ich damit? Wir erinnern uns an die Rede von Javimil in Davos. Es war im Grunde genommen eine Erklärung, warum der Kapitalismus zu Fortschritt, sozialer Gerechtigkeit und auch zu besseren Lebensverhältnissen überall auf der Welt führt. Das war so etwas, das kannte ich nur aus der Uni, dass da ein Professor steht und ganz grundsätzlich wird und erklärt, worum geht es in diesem Seminar oder in dieser Vorlesung. Und es war ja auch bei Millet, der ja, wie wir wissen, Ökonomieprofessor ist, in dem Ton vorgetragen. Dann gab es im vergangenen Jahr die beiden bemerkenswerten Reden von J. D. Vance, 1 in Paris über die Freiheit, warum die Freiheit in disruptiven technologischen Entwicklungssituationen der alles entscheidende Grundwert ist. Es ging um die AI Revolution und er sah mit Sorge und er hatte mit allem Recht die großen europäischen Neigungen zur Regulierung und die amerikanische Antwort. Nein, die Freiheit des Unternehmers, die Freiheit des Startupers, die Freiheit des Gründers, die Freiheit des forschenden Ingenieurs, das ist die Mission der Amerikaner. Radikale Freiheit, Dinge können auch schief laufen, das kann man dann korrigieren. Aber erstmal gilt das Freiheitsprinzip. Dann hat er wenige Tage nach Paris in München die Rede gehalten und Wenn ihr hier wollt, dass wir weiterhin eine westliche Verteidigungseinheit sind gegen die Feinde der Freiheit und damit die Feinde des Westens, dann geht es nur mit gemeinsamen Werten. Da hat er dann nicht über die Unternehmer und Forschungs und Wirtschaftsfreiheit gesprochen, sondern um Meinungsfreiheit und hat deutlich gemacht, wie viel Probleme er da sieht in Europa. Da gab es eine große Empörung. Und nun war es der amerikanische Außenminister Rubio, der auch in einer Art Grundsatzerklärung noch mal deutlich gemacht hat, warum Verteidigungs Verteidigungspolitik mit gemeinsamen Werten zu tun hat und auch mit einer ökonomischen Stärke und hat dann auch noch mal die Schwächen der Europäer, wie ich finde, sehr schön extrapoliert. Aber für mich am beeindruckendsten war der Gedanke, den ich so noch nirgendwo gelesen hatte. Er hat gemeint, der Westen ist die größte zivilisatorische Erfolgsgeschichte, seit es Menschengedenken gibt und die Aufzeichnungen. Und Der Westen ist 500 Jahre lang, hat er sich einfach ausgebreitet. Also wir wissen Dialektik des Fortschritts. Fortschritt ist immer nicht nur Fortschritt, sondern hat auch Schattenseiten. Und er hat aber noch mal gesagt, im Großen und Ganzen war die auch koloniale imperiale Art des Westens sich auszubreiten und ein Fortschritt für die Menschen, ein Fortschritt im Sinne der Wirtschaft, der Aufklärung, der Freiheit für die Einzelnen. Und er hat gesagt und das Interessanteste ist, dass nach 1945 zum ersten Mal nicht Expansion, sondern Contraction, dass seitdem eigentlich diese Erzählung eines Westens, der sich ausbreitet und selbstbewusst die Welt dominiert, eigentlich zu Ende gekommen ist. Und seitdem gibt es den Zweifel und Der Glaube nach 1989 vom Ende der Geschichte, alles ist vorbei, ist eigentlich naiv und der Westen steht gegen Feinde, die es nicht gut mit ihm meinen. Und er sieht in Europa nicht den Realismus, was Ökonomie, Verteidigungsfähigkeit, aber auch die Werte des Westens betrifft, mit denen er das Gefühl hat, wir passen da noch zueinander. Es war ein großer Appell an die Europäer. Aber wenn man diese Reden so zusammensortiert, dann kann man nicht diesen tumben Vorwurf machen, der jetzt auch bei der Rede von Rubio immer wieder kam, ja, das sind irgendwie so Blödmänner, Populisten, Stammtisch etc. Sondern die finde ich, haben einen ganz ernsten, grundlegenden, fast fundamentalistischen Ton, mit dem sie erklären, worum es ihnen einfach geht. A Zweitens, welche politischen Ableitungen sie daraus ziehen und drittens, wie sie die abtrünnigen Europäer, also ein paar sind ja auch nicht abtrünnig dieser amerikanischen, argentinischen Idee, wie sie sie bitten eigentlich wieder einzuscheren in so eine europäisch westliche Zuversichtsideologie ohne Klimawahn, ohne absurde Migrationspolitik und so weiter. Kurzum, das hat mich sehr beeindruckt. Daniel, wie ist es dir damit gegangen?
C
Ja gut, für mich war die MSC mehr als diese Rede. Also ich teile jetzt deine Analyse von der Rede durchaus. Ich teile ja auch, wie du weißt, auch die Kritik vor allem an unserer Wirtschaftspolitik in Europa. Und die MSC ist ja so, da gibt es die Reden im Bayerischen Hof, du hast es eben die prominenteste erwähnt und dann gibt es ja auch am Rande im Bayerischen Hof, aber auch außerhalb gibt es ja viele Nebenveranstaltungen und ich war sehr viel über diesen Nebenveranstaltungen und ich will deshalb mal davon ein bisschen erzählen. Es passt aber zu dem ganzen Thema ökonomische Stärke. Ich war am Freitag BMW Pavillon, da gab es verschiedene Podiumsdiskussionen und an einer hat teilgenommen der Forschungsvorsitzende der BASF und der Vorschussvorsitzende von Henkel und dann noch die Chefin von ThyssenKrupp, Stahl und so weiter. Und da ging es so um die Standortbedingungen in Europa und in Deutschland. Und wir wissen es, wir wissen, haben es diesen Podcast schon oft besprochen, unsere Hörer wissen das, aber ich fand es noch mal sehr, sehr eindrücklich. Da hat der Chef von der BASF erzählt, dass ihm eine Anla eine komplette Großanlage faktisch vom Steuerzahler bezahlt wurde und dass er trotzdem sag mal einen Preispunkt, na Milliarde oder sowas. Und dass er dann gesagt trotzdem, obwohl ich die Investition nicht tätigen musste, lohnt sich für mich das Geschäft nicht. Das heißt, die Produktionskosten, also die Operating Cost dieses Produktes, selbst wenn du keine Maschine zurückverdienen musst, keine Abschreibung hast, liegen oberhalb des Verkaufspreises. Was steckt dahinter? Energiekosten, logischerweise Energiekosten, andere Faktoren. Und hat gemeint, das ist diese Tatsache. Dann hat er gemeint, jetzt geht der Co Preis hoch. Du kennst die Diskussion über den Emissionshandel und hat Ja, ich kann hier schlichtweg Im Ausland zahle ich die 200 Dollar die Tonne oder 200 die Tonne nicht, die zahle ich nur hier und hier mache ich Verluste, im Ausland mache ich Gewinn, also verlagere ich. Und dann hat er Naja, dann steht immer im Raum, wenn ich verlage, dass es dann schmutziger wird. Aber das stimmt nicht. Es wird nicht schmutziger, sondern ich bekomme dort, wohin ich verlager, auch mehr grünen Strom, mehr grüne Energie. Das heißt, die Verlagerung findet statt, ist positiv fürs Klima und kostengünstiger. Das fand ich den Oberhammer. Und da ging die Frage auf nach dem Naja, wenn die Produktionskosten höher sind, dann kann man auch die Ware teurer verkaufen. Nach dem Der Staat kauft eben nur noch grünen Stahl. War so eine Idee, die diskutiert wurde. Der Staat soll als Leadkäufer klammern, Der Staat sind wir. Das heißt, mit uns Steuergeldern subventionieren wir dann indirekt überteuerte Produktionskosten hierzulande, die zu hoch sind aufgrund unserer eigenen Energiepolitik. Und dann kam eben der Chef von Henkel ins Spiel und ja, in umfragen würden 80 Prozent der Konsumenten sagen, sie wären bereit, mehr für grüne Produkte zu bezahlen. Wenn sie dann aber vor dem Regal stehen, greifen doch 95 Prozent der Käufer zum günstigeren Produkt. Was ja auch angesichts der gedämpften Wirtschaftslage zu verstehen sei. Nach dem Motto in der Theorie bin ich gern dafür, aber in der Praxis ist es nicht so. Und das war sozusagen für mich der Eindruck, erster Tag, sage ich mal, dass es um unsere Wirtschaft ganz was unser Thema hier betrifft, unsere Wirtschaft verdammt schlecht steht wirklich schlecht. Und zwar aufgrund der massiven Kostennachteile, vor allem beim Stichwort Energie, die wir uns selbst zugefügt haben. Und gleichzeitig, wir haben es jetzt gesehen, du hast ja auch die Zahlen gehört, die Verluste an Arbeitsplätzen, die massiv sind, über Verlust verlorene Arbeitsplätze in der Industrie. Wir haben jetzt neuerdings haben wir keinen Fach, der Fachkräftemangel nimmt ab. Das ist kein gutes Zeichen, kein schlechtes Zeichen. Deshalb, es gibt mehr Angebote und weniger Nachfrage. Und wir haben natürlich zu tun mit dem Thema, dass Menschen zunehmend beginnen, sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz zu machen. Auch das zeigen Umfragen angesichts dessen, was der Chef von der BASF und der Chef von Henkel gesagt hat, übrigens auch zu Recht. Und dann ist natürlich klar, dass man dann beim Konsum aufpasst und sich dann bestimmte Dinge nicht mehr leisten kann. Und damit trifft die Bürger das, was jetzt den ganzen Staat trifft. Wir haben in den letzten Jahren Geld aufgewendet für Dinge, Energiewende, Klimapolitik und ähnliches, die einfach quasi sich nicht rechnen. Und jetzt geht uns das Geld aus. In meinem aktuellen Podcast, wenn ich kurz Werbung machen darf, den ein Oberbürgermeisterkandidaten von Erlangen zu Gast ich meine, er ist von der FDP, insofern wird er es wahrscheinlich nicht werden, aber mit dem spreche ich mal darüber, wie eigentlich Erlangen, so eine richtig reiche Stadt, ja eigentlich, wenn man denken würde, innerhalb von kürzester Zeit in Haushaltsnotstadt gerutscht ist. Das hat unter anderem damit zu tun, dass man dachte, die guten Zeiten würden nie enden mit den guten Einnahmen. Und zum anderen hat es damit zu tun, dass man das Geld rausgehauen hat. Unter anderem wollte man für Schlager, sage und schreibe, glaube ich, 260 Millionen Euro ein paar Gebäude der Stadt sanieren, die für 0,9 Prozent des CO Ausstoßes ausstehen. Das sind so die Dinge. Du siehst, wir fallen da in die Realität. Das ist das Negative gewesen. Ich will was Positives noch sagen. Am nächsten Tag, am Samstag, gab es den sogenannten MSC Start up Hub. Also hat im Prinzip in Kooperation mit der TU München, mit dem Unternehmertum, mit dem dortigen Start up Zentrum, fanden Konferenz und Veranstaltungen statt zum Thema Raumfahrt, zum Thema Digitalisierung, zum Thema auch Chip Industrie und so weiter. Und das Tolle an der ganzen Sache ist, Ulf, da gibt es noch was. Da gibt es wirklich, da gibt es tolle Studenten, übrigens ganz viele Mega Podcast Fans, die dann kamen, Studenten, die anpacken, die was gründen wollen, obwohl es in Deutschland schwierig ist, obwohl die Bürokratie da ist, obwohl sie wissen, dass hinterher Gleis Klingbeil ihnen den Erfolg wegsteuern möchte, die wollen das trotzdem mal. Das gibt es noch. Und da gibt es ein unglaubliches Zentrum. Du hast ja gesehen, die guten Zahlen gibt es ja. Wir haben ja viel mehr Start ups gehabt letztes Jahr. Das ist vor allem in München konzentriert. Da ist auch wirklich eine Einheit da. Ich meine, es war eine private Initiative von Frau Klatten. Kann man wieder das zum Wir wollen keine Milliardäre mehr. Ich habe lieber Milliardäre, die sowas machen, weil die Linkspartei wird so was wie dich finanzieren, würde ich mal tippen. Die Stadt hilft mit, der Freistaat hilft mit. Das ist sozusagen wirklich eine Initiative, die bestens ist. Und wenn du schaust mal, gibt es immer einmal im Jahr ein Ranking von der Financial Times über die besten Start Up Organisationen der Welt. Und da ist auf Platz 1 regelmäßig Unternehmertum von Atom. Und das war wirklich beeindruckend. Da dachte ich mir, verdammt noch mal, wir haben auf der einen Seite am Freitag, wir haben haben tolle Industrien, denen müssen wir nur die Rahmenbedingungen zurückgeben, dass sie performen können, um den Absturz zu verhindern oder Absturz abzudämpfen. Und zum anderen, wir haben so viel Potenzial. Dieses Potenzial müssen wir einfach entwickeln. Und darum bin ich da sozusagen jetzt sozusagen nicht super deprimiert rausgekommen, weil ich immer noch dachte, verdammt noch mal, es gibt eben etwas, was gut ist, für was es sich eben kämpfen lässt, wofür kämpfen müssen und weshalb mega auch Sinn macht unser Podcast und da wollen wir das Richtige machen. Nur und dann kommen wir eben zum nächsten Thema. Kannst du was dazu sagen, bevor wir auf Eurobonds kommen? Nur wir müssen aufpassen, dass wir nicht unter dem Deckmantel wir tun jetzt das Richtige in Europa in die nächste Falle tapsen. Aber vielleicht möchtest du da gucken, was zum Thema Start ups und so BASF.
A
Naja, ich glaube, das ist einfach mal dicke Props hier an unsere Community. Also diese Rückmeldungen, die Daniel und ich ja auf verschiedenen Kanälen, so wie Daniel jetzt in München, aber wir werden angesprochen, wir kriegen E Mails, wir kriegen die.
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Rückmeldungen, wir machen auch Selfies.
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Ja, wir machen sogar Selfies. Ich finde Selfies mit Publikum gut. Ich finde die ganzen Selfies mit den Politikern und ich war da auch und da sieht man Selenskyj Huhn, hier bin ich und hier trinke ich Wein mit einem UN Delegierten und blablabla. Also diese Art von Journalismus finde ich schon Horror.
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Das haben wir nicht gemacht. Nein, nein, Ich habe nur Mithörer, LinkedIn Krankheit.
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Nein, ich wollte aber jetzt einen positiven Für euch machen wir das. Wenn es abseits unseres publizistischen Ethos etwas gäbe, wo ich sagen würde, warum machst du das und warum machen wir das? Und warum haben wir so viel Spaß? Weil natürlich wollen wir genau für euch, die ihr all diese Sachen macht und obwohl es eigentlich an vielen Punkten sinnlos erscheint in Deutschland, diese Idee aufrechterhalten, dass es eben Wege gibt, wie es anders werden könnte. Und insofern wollte ich diese Gelegenheit nur noch mal so unterstreichen. Das ist eine sehr junge Gruppe von Menschen. Das ist eine junge Gruppe, die auf eine sehr aufgeklärte Art auch so einen Patriotismus hat. Und es ist eine sehr bunte Gruppe, wo mir immer auffällt, wenn man sich die reden oder glaube ich, war auch in München, Robert Habecks Auftritt in der Mufferthalle in München, also eine weissere, undiversere Gesellschaft habe ich überhaupt noch nirgendwo gesehen, vielleicht nur noch im Thalia Theater bei dem Milo Raus Spektakel und all dies blinden Flecken in diesen Milieus, die werden nicht kleiner, sondern größer. Und der größte blinde Fleck dieses shitbürgerlichen Milieus ist eben, dass sie die Ökonomie nicht ernst nehmen. Und da kommen wir zu einem Thema, das Daniel immer und immer wieder angemahnt Thema ist Eurobonds. Und da ich ja auch ein treuer Hörer deines BTO Podcasts bin, habe ich mir eine Zahl gemerkt. Franzosen machen 1000 Milliarden Schulden und wir machen 500 Milliarden Schulden. Und Macron steht ja eigentlich vor dem Scherbenhaufen seiner Politik, hat kaum Reformen durchbekommen, hat jetzt aber ein Parlament, wie es uns auch droht, einen Antikapitalismus links und rechts, eine Antireform, große Koalition eines riesigen Hufeisens, wo es eigentlich neben der Ablehnung von Reformen, neben der Ablehnung von freier Marktwirtschaft nur noch einen gemeinsamen Nenner gibt. Und der Heiß, Daniel und Ulf, Klammer auf, die Deutschen sollen unsere radikale Scheiße bezahlen. Kann man das so zusammenfassen? Und was ist die Rolle von Macron? Und da haben wir fast schon die Schussrampe für unser zweites Thema mit Merz. Wie muss Merz sich angesichts dieser ja nicht neuen Interessen der Franzosen, dass wir ihren Scheiß ausbaden müssen, wie muss er sich da verhalten?
C
Also die Kurzzusammenfassung war natürlich hervorragend, Ulf, aber es ist so, es war immer schon Ziel von Frankreich und Italien und anderen, uns in einer Schulden und Transferunion zu treiben. Und du weißt, Helmut Kohl damals und Herr Weigel, der Finanzminister, die haben immer betont, das gibt es nicht, das gibt es nicht. Die haben ja Gesetze gemacht und es gibt auch kein no Bailout. Wir wissen, no Bailout war im Gesetz. Es gab trotzdem Bailout Stichwort Griechenland. Und dann hieß es auch ja, es gibt keine gemeinsamen Schulden. Auch das gab es bereits Wiederaufbaufonds oder jetzt Ukraine Hilfe letztes Jahr im Dezember mal so kurz noch beschlossen, 90 Milliarden gemeinsame Schulden. Es gibt einen ganz starken Wunsch nach gemeinsamen Schulden. Warum möchte man das? Zum einen, wenn man selber hochverschuldet ist, Frankreich, Italien und zum anderen, weil man natürlich dann seinem eigenen Volk keine Zumutungen zumuten möchte. Also es ist ja wie bei uns. Ich meine, wir bräuchten Reformen. Die Union, die SPD trauen sich nicht oder Union traut sich nicht, SPD will nicht. Und es ist so, wenn ich jetzt Frau Meloni wäre, dann würde ich auch Warum soll ich jetzt die reichen italienischen Privathaushalte besteuern, um eine Staatsschuldenprobleme zu lösen, wenn ich doch die Deutschen dazu bekommen kann zu bezahlen? Das finde ich übrigens total rationale Politik. Das ist sicherlich vernünftig. Interesse der Italiener nicht in unserem Interesse. Das muss man nur wissen. Und vielleicht das mal zu sagen. Also die Italiener haben ja signifikant mehr Privatvermögen als wir Deutsche, auch relativ zur Wirtschaftsleistung. Und gleichzeitig haben die privaten Haushalte noch eine geringere Verschuldung als wir. Das heißt, erstens ist es so, wenn wir in eine Transfer und Schuldenunion eintreten, dann zahlen im Prinzip die Ärmeren für die Reicheren. Das finde ich nicht fair. Ich wundere mich immer, dass bei uns gerade die linken Parteien, also Grüne, SPD, Linke sind ja für so eine scheiß Transferschuldenunion. Ich komme ja auch darauf, warum sie das dafür sind, Aber sie im Prinzip plötzlich dafür sind, dass die Armen für die Reichen zahlen. Das soll normalerweise nicht deren Vorgehensweise. Das zweite ist, sie könnten im Prinzip selber zahlen. Italien, was man zu sagen die könnten ich habe mal ausgerechnet 20 Prozent so einen Lastenausgleich, 20 Prozent auf die Immobilien zu zahlen über die nächsten 40 Jahre beispielsweise würde auf einen Schlag der Schuldenprobleme Italien lösen, dann wäre ich völlig normal verschuldet und Italiener hätten eigentlich nichts verloren, wären immer noch reicher als wir. Frankreich ein bisschen anders. Da sind auch Unternehmen hochverschuldet. Die Privathaushalte ist nicht ganz so hoch verschuldet. Aber du hast es angesprochen, die hauen gerade sehr viel Geld raus. Riesendefizite. Obwohl sie viel für die Ukraine reden, geben sie ja selber ganz wenig. Die Franzosen geben ganz wenig Geld an die Ukraine über die EU, aber nicht selber, selber nichts. Insofern, die wollen im Prinzip ihre politischen Konflikte lösen, indem wir dafür bezahlen. War immer ein aktuelles Thema. Und Macron hat eigentlich immer gesprochen von gemeinsamen Schulden. Also er ist wirklich wie der Mann mit dem Hammer. Alle Probleme löse ich mit gemeinsamen Schulden. Beim Wiederaufbaufonds hat er es eben geschafft, Frau Merkel in der Nachtsitzung über den Tisch zu ziehen. Jetzt bei der Münchner Sicherheitskonferenz war das das ganz, ganz große Thema. Wir lösen alle Probleme Europas. Wir müssen nur gemeinsame Schulden machen. Wenn wir gemeinsame Schulden machen, dann können wir und so weiter. Und zum allen Unglück hat sich auch noch Herr Nagel, der Bundesbankpräsident, entsprechend geäußert, Mitglied der SPD. Führende Ökonomen äußern sich so und das ist der Weg. So können wir mehr investieren, weil wir haben das Problem, dass zum Beispiel Italien und Spanien viel weniger für Verteidigung ausgeben als wir. Die haben gar kein Interesse, die Ausgaben zu erwähnen. Erhöhen die Eine Frage Liegt es daran, dass sie kein Geld haben oder liegt es daran, dass sie einfach selber Naja, bis der Ruße nach Spanien kommt, ist ein weiter Weg. Warum soll ich mir so viel Geld ausgeben für Rüstung? Kann man auch mal hinterfragen. Aber wie gesagt, es wurde so in den Raum gestellt, nur Schulden könnten uns retten. Natürlich hat aber die EU ganz andere Probleme. Du weißt, wir haben interne Handelshemmnisse, wir haben hohe Zölle, wir haben einen unveränderten Binnenmarkt, wir haben eigentlich eine Kapitalflucht aus Europa heraus und dann jetzt zu Jetzt machen wir quasi Eurobonds und alles ist damit gelöst. Ist natürlich Quatsch. Es geht darum, e eben diese Umverteilung herzustellen zwischen uns in die anderen Länder hinein. Und jetzt kommt eben die Warum sind eigentlich die Grünen und die SPD und warum sind die eigentlich dafür und die Linkspartei? Und meine these ist dazu folgende. Das behaupte ich jetzt einfach mal so, dass die natürlich darin einen Weg sehen, auch die deutsche Schuldenbremse zu umgehen. Weil wenn die EU Schulden aufnimmt, hat das erstmal mit der Schuldenbremse nichts zu tun. Erst die Zinszahlungen für solche gemeinsamen Schulden oder die Tilgungen belasten den Bundeshaushalt. Das heißt, wenn du diesen Umweg gehst, kannst du das machen, was du im Wiederaufbaufonds gemacht hast. Du gibst 100 rein in den Topf bzw. Du bürgst für 100, also wir haften für 100 und wir bekommen dreiig raus. Die dreiig können wir ausgeben und wir freuen uns, dass wir dreiig rausbekommen haben, können wir ausgeben. Das heißt, die sind bereit, den Umweg zu gehen über Eurobonds, um auf diese Art und Weise quasi dreiig zu bekommen und dafür aber höhere Risiken als diese dreiig einzugehen. Eben diese Umverteilung, das ist fatal. Also die Eurobonds lösen unsere Probleme nicht. Jetzt kannst du zu mir, Daniel, aber wir müssen noch mehr für Verteidigung ausgeben. Sag, das stimmt. Da gibt es aber andere Vorschläge. Zum Beispiel gibt es den Vorschlag einer Verteidigungsbank, also quasi so organisiert wie die Weltbank. Diese Verteidigungsbank, da würden wir alle für bürgen, dann hätte sie auch ein Triple A Rating. Die Verteidigungsbank beschafft günstiges Geld und gibt es dann den Mitgliedsländern zu günstigen Konditionen für Projekte Und würde übrigens bei diesen Verteidigungsprojekten nicht nur Geld geben, sondern würde auch auf effiziente Beschaffungsprozesse achten, Also würde auch quasi Expertise aufbauen, um nicht nur Geld rauszuhauen.
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Daniel, wenn ich dich da kurz um dich zu zitieren oder dich bitten, dich selber noch mal zu zitieren, weil das ist mir wirklich auch hängengeblieben. Du hast ja noch mal drauf hingewiesen, dass man da auch interessante Anlageformen draus machen kann, Also dass so eine Defense Banking System auch in der Lage ist, wenn Forschung in der Verteidigung auch so ein Zukunftstechnologie Thema ist. Ich glaube, du hattest bei den Ukrainern da auch ein Beispiel gefunden, wie das gehen kann. Also im Augenblick wird das nationalstaatlich gemacht. Wir sehen ja schon, wie eigen die französischen Franzosen sind, wenn sie ihre Schecks einfordern für den französischen Atomschirm, der auch vielleicht den Deutschen helfen könnte. Also da liegen ja mehr als nur diese ganz einfachen Chancen, dass man es daraufhin fokussiert und Missbrauch vermeidet, sondern das wäre ja wirklich auch in der Art der Finanzierung und auch als Nukleus für künftige Innovationslandschaften in Europa eigentlich eine interessante Geschichte, Eben nicht via Schulden, sondern über das Akquirieren von Investitionen und einer Rendite, die da möglich ist, sowohl für die Anleger als auch für das, was dort für das Land, die Region, den Kontinent entstehen kann.
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Ich weiß nicht, ob ich das eine Idee zusammengeschrieben habe. Im Prinzip ist es ja so, wir haben ja folgendes habe ich auch bei der MSC auch in den anderen Diskussionen, da war sehr viel natürlich die Fans vor Ort kam immer wieder auf. Das Problem, was die Fan Startups halt haben, ist, dass sie keinen sicheren Markt haben. Sie werden von der, von der Bundeswehr wird im Prinzip gar nicht bei denen eingekauft oder die kauft er später ein, weil du brauchst im Prinzip so einen Kunden und da müsstest du eigentlich hingehen, müsstest sagen, der Staat und das kann eben finanziert werden über so eine Defense Bank und die Defense Bank können es übrigens auch organisieren, die könnte auch dieses sozusagen neutral organisieren, damit wir diese Nationalismen haben. Die werden nun wirklich haben, wie du mit Frankreich gerade angesprochen hast, dass du im Prinzip so eine Art Venture Fund auflegst, der im Prinzip gezielt Wir fördern bestimmte solche Grundinnovationen im Bereich der Verteidigungstechnologie, wir geben da garantierte Mittel, wir sind quasi mit dabei, um auf diese Art und Weise mehrere Dinge sicherzustellen. Zum einen die Innovation, zum anderen, dass diese Innovationen lange genug Geld haben, um verfolgt zu werden. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, ab einem bestimmten Punkt musst du auch mal sagen, es ist over, Du kannst es nicht ewig durchfinanzieren. Was vieles ein großes Problem ist bei vielen Innovationsprojekten, die sonst so laufen, dass sie teilweise viel zu lange laufen, obwohl sie keine Chance mehr auf Erfolg haben und dass du damit im Prinzip auch sicherstellen kannst, dass diese Start ups nicht irgendwann mal auch im Silicon Valley landen. Wir wollen ja eigentlich, dass wir hier aufbauen. Wir wollen die Technologie entwickeln, die hinterher in die USA wandert. Wenn wir mal so in Anführungsstrichen europäisch patriotisch denken, wäre es natürlich sinnvoll, weil sonst ist es total blöd, wenn wir nur kaufen und die Technologie ins Ausland auswandert, ist auch blöd. Also man kann da viele Dinge machen, nur dafür brauchst du, wie gesagt, nicht die Eurobonds und die Eurobonds, da wird immer wieder eingeschlagen und das Friedrich Merz das im Dezember gemacht hat, ist ein schlechtes Signal. Die Union stellt sich offiziell immer dagegen, Frau Merkel hat es trotzdem gemacht und wir müssen ja nur beide leider anerkennen, wenn wir uns jetzt die bisherige Kanzlerschaft von Friedrich Merz anschauen, dass es ja durchaus dort sehr viele tolle Reden und Ankündigungen gibt, die leider sich meistens 180 Grad von dem unterscheiden, was danach gemacht wurde. Meine Sorge ist groß übrigens, was ich, das habe ich auch gesagt, Wenn ich sagen würde, okay, wenn du das wirklich aufwendest, wirklich in diese Eurobonds, dann würde ich sagen, okay, dann würde ich drei Bedingungen aufstellen, wirklich nur für Verteidigung. Und da muss man eben irgendwelche Mechanismus finden, wie man das neutral allokiert, damit nicht die ganzen Schulden alle nach Frankreich fließen und die dortige Verteidigungsindustrie päppeln. Das zweite ist, ich möchte gerne zwei Gegenleistungen haben, also zwei dritte Und zwar, ich möchte logischerweise, dass sofort die französische Atomkräfte unter europäische Kommandantur gestellt werden. Also das ist der erste Preis. Und der zweite Preis wäre für mich, dass wir sofort eine Energiemarktunion so machen, dass deutsche Unternehmen sofort direkt in Frankreich günstigen Atomstrom kaufen können. Man muss sich sehen, jetzt ist für Frankreich der Atomstrom ein riesiger Wettbewerbsvorteil, Klammer auf, dass wir den nicht haben, liegt an unserer eigenen Doofheit, Klammer zu. Aber es würde natürlich der BASF und andere direkt wahnsinnig helfen, wenn sie direkt in Frankreich das kaufen könnten. Du musst eins Frankreich zieht ja, hat letztes Jahr oder vorletztes Jahr über 70 Milliarden Dollar Direktinvestitionen, Rechenzentren angelockt. Auf Platz 10 im Ranking liegt Norwegen mit 4 Milliarden. Wir sind nicht in den Top Ten, also müssen wir irgendwo hinter 4 Milliarden liegen. Ich weiß, die zahlen nicht nur, die gehen ja nicht nach Frankreich, weil der Wein da so gut ist und der Käse, die gehen dahin, weil die Energie so billig ist.
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Wir haben ja auch über Groß Gerau das letzte Mal gesprochen, die Grünen und mit einer Koalition, SPD, FDP jubeln kein Rechenzentrum, Milliardeninvestitionen, amerikanische Unternehmen für jeden in Groß Gerau, Euro pro Kopf. Nee, nee, wollen wir nicht. Wir wollen schöne Moscheen und Stadtplätze mit Platanen, das ist eins.
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Wir wollen ja auch keine Bürofläche in Berlin haben, weil es könnten jetzt Unternehmen dort ansiedeln, das wäre echt doof, weil müssten wir unter Umständen, hätten wir weniger Länderfinanzausgleich.
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Und das muss den A Gesichtern klar sein, dass es irgendwann auch für sie nicht mehr reicht. Dann rutschen die runter auf A. Aber irgendwann gibt es dann auch eine Eruption des Unwillens derjenigen, die keinen Bock mehr haben, die Bürgerkinder ihr A Gehalt zu finanzieren. Ich finde bemerkenswert an dem kleinen Detail, das du ja erwähnt hast, dass der Bundesbankchef da seinem Land, seinem Volk, seiner Nation derart in den Rücken fällt, wenn man daran erinnert, dass Jens Weidmann nun wirklich der heroischste Kämpfer gegen all diesen Unsinn war. Und da sieht man einmal mehr, dass es diese, da ist er im neuen Amt der Parteipolitik entrückt und dieser Sozialdemokrat, ich habe den ein zweimal kennenlernen dürfen bei so einem Bundesbankabend, das ist ja innerhalb der Sozialdemokratie, sicherlich gehört er zum vernünftigsten Fünftel, aber am Ende gibt es diese, das ist ja so ausgeklü okay, dann kriegt ihr den Bundesbankchef und so weiter. Jede dieser Entscheidungen, genauso all die Ämter, die sich die Grünen Verbraucherschutz, der Müller von diesem Bundesnetzagentur. Ja, das sind alles Ideologen, die am Ende nach so einer Einarbeitungszeit einfach Teil einer ideologischen Maschine sind. Das ist die Logik des Marschs durch die Institution. Das hat man dann davon den Preis. Also ich finde Eurobonds unfassbar. Und das wäre ja, wenn wir das Fass aufmachen, so wie Europa im Augenblick dasteht, ginge nur, wenn es deutsche Interessen auf der anderen Seite radikal entgegenkäme. Heiß Verbrenner aus ist auch einfach die deutsche Automobilindustrie, die Zulieferindustrie komplett wieder freisetzen, zurück ins Spiel holen. Da freuen sich auch die italienischen Autofirmen. Und das wäre sozusagen eine Bedingung. Und die andere Bedingung wäre sicherlich auch den Green Deal einfach nochmal grundsätzlich in Frage zu stellen.
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Gut, das müssen wir sowieso, weil sonst können wir gar nicht wettbewerbsfähig werden. Und ich meine, das Witzige finde ich, wenn ich sagen darf, es gibt ja auch den Chef der Deutschen Bank, der hat ja auch sich dafür ausgesprochen nach dem Motto, man schafft damit ein Safe Asset. Da geht es also um das Thema, wir müssen ein Safe Asset schaffen. Du weißt, Staatsanleihen auf der Bilanz einer Bank müssen nicht mit Eigenkapital hinterlegt werden, weil sie als 100 Prozent safe gelten. Ich finde, wir haben genug safe assets in Europa. Wir haben nicht ganz viele italienische und französische Staatsanleihen. Wir haben viele deutsche Staatsanleihen. Es gibt die Safe Assets. Also es ist nicht so das Thema. Und man könnte sowas auch über andere Vehikel schaffen, zum Beispiel indem man die Staatsanleihen einfach poolt. Die Deutsche Bank könnte ja auch einen Fonds auflegen nach dem Best of Europe. Das ist im Prinzip wie eine Anleihe. Da hast du im Prinzip drin dann die Deutschen, die Franzosen und Lena und die anderen. Dabei hättest du diese cfs. Also es ist schon ein bisschen sehr merkwürdig, dass da sogar argumentiert wird. Und es mag jetzt kurzfristig im Geschäftsinteresse der Deutschen Bank sein, Es ist definitiv nicht in unserem Interesse, einfach deshalb, weil es bedeutet Hallo Lustig, Hallo Lustig, Stanford Ökonom, der hat so schönes auf Twitter geschrieben nach dem Es ist wie in der WG. Hey Kumpel, meine Kreditkarte ist erschöpft, wollen wir eine gemeinsame holen? Das ist genau dieses Thema. Und anstatt das anzuerkennen, tapfen wir in die Falle. Und ich glaube, wir tappen in die Falle, weil wir immer denken, wir sind die guten Europäer und es ist alles gut und wir sind aber naiv. Ich habe übrigens auch am Rande der MSC folgende Geschichte gehört, dass die Franzosen ganz großen Druck machen, dass es beim Thema Auto bei so Firmen, die so Flotten kaufen, Quoten geben muss bezüglich Elektro und auch bezüglich Größe. Nach dem Motto dürfen die bestimmte Größe nicht überschreiten, die Autos. Also ganz klar gerichtet gegen die deutsche Automobilindustrie. Und da frage ich mich immer erstens und dann wollt ihr unser Geld haben? Erstens und zweitens sage ich mal, glauben die Franzosen allen Ernstes, wenn sie die deutsche Automobilindustrie schwächen, dass die französische davon profitiert? Ich glaube, die chinesische profitiert davon. Und dann frage ich mich noch nach dem Was ist der Sinn? Was ist der Sinn, wenn wir gemeinsam darum kämpfen, Europa wettbewerbsfähig zu bekommen? Ja, das ist aber irgendwie ziemlich dämlich. Und das zeigt einfach nur, wie die Politik halt ist. Und wir haben halt in Europa Partner. Ich tue mich manchmal mit dem Begriff Freund schwer, weil ich einfach sagen muss, die Freunde verhalten sich oftmals nicht freundschaftlich und Freunde, die man sich kaufen muss, weißt du, sind auch keine richtig guten Freunde. Also von jedem Es ist kein Plädoyer gegen die EU in Europa. Gottes Willen. Aber ich finde, wir sollten einfach das nüchtern betrachten. Wir sollten das tun, was nötig ist und was bringt, um Europa fortzuentwickeln. Wir sollten aber nicht dabei unsere eigenen Interessen vergessen.
A
Ja, also ehrlich gesagt, das ist ja mehr als berechtigt, dass du es nur angesprochen hast. Wir können ja paneuropäisch argumentieren. Bevor wir dann zu dem großen Europäer Friedrich Merz kommen. Gestern gab es ein Interview bei unseren österreichischen Kollegen von Zeit im Bild, der wahrscheinlich im Augenblick brillanteste Programmierer unseres Kontinents oder einer davon, der Wiener Peter Steidenberger, der hatte von allen großen Tech Giganten aus Amerika, unglaubliche Angebote und der geht jetzt zur OpenAI für eine Milliarde. Muss man als einzelner Programmierer auch erstmal so aufrufen. Total cooler Dude. Und diese Verluste dieser Leute, also nochmal Peter Thiel in Frankfurt geboren, Alex Karp in Frankfurt, promovierender Amerikaner und so, das ist ja nicht nur so, dass wir die, die da sind, behindern, wie das, was du erzählt hast von den wunderbaren Start ups, sondern ab einer gewissen Skalierung gehen die dann einfach. Es macht für sie keinen Sinn mehr. Und wenn wir ein Europa haben, das eben nicht immer nur an Schulden denkt, sondern an eine Zukunft, wir müss alles von den Stärken her denken, alles von den Stärken her denken, Schluss aufhören sozusagen immer nur für die da zu sein, die Schulden machen, die zu unfähig sind, die es nicht hinbekommen, oh Gott, die armen Griechen, oh Gott, die armen Italiener und so weiter. Dieses Europa mit einer suizidalen Empathie führt nirgendwo hin. Da wird man dann am Ende so einen Schuldenwettrekord nach dem anderen hinlegen und die guten Leute, es gibt alternativen verlassenen Kontinent. Da sind wir bei Friedrich Merkel, sein Parteitag, seine CDU, er hat ja in München auch eine Rede gehalten und hat dann auch noch mal echtes Kunststück fertiggebracht zu sagen, eigentlich mein Lieblingszitat, die Kulturkämpfe von Maga sind nicht unsere. Er stimmt, weil du überhaupt nicht kapiert hast als Bundeskanzler, dass du jetzt, und das hat Christina Schröder auch so schön bei Rons im Podcast gesagt, dass die Union einfach immer und immer wieder mit Leuten Koalitionen eingehen muss, mit denen man keinen Millimeter vorankommt. Im Gegenteil. Und jetzt diskutiert man schon wieder anders als Linnemann, der versucht zumindest minimale Steuersenkungen ins Spiel zu bringen, gibt es schon wieder Druck, Steuererhöhungen. Die SPD redet von nix anderem, die Grünen, zu denen kommen wir gleich sowieso nicht. Und dass er sich dann anstatt in der Mager Bewegung zumindest jenen Teil, der nicht verrückt ist und sich über Bad Bunny Auftritte aufregt und sagt, ja sozusagen die Originalworte aus der Bibel waren ja in amerikanisch, wie wir alles wissen. Also dieser ganze Magerirrsinn, der ganze Bullshit, ist ja klar, dass das Unsinn ist. Aber jemand wie Ruby und jemand wie Vance, die einfach sagen, wir brauchen in einem starken, gefährdeten Westen eine starke Ökonomie und die geht nur in einem möglichst freiheitlichen System, dass man sich davon von diesen Kulturkrämpfen distanzieren will. Da habe ich wieder so gedacht, da applaudieren natürlich alle Journalisten, weil die alle Mitte links sind und den Status quo ewig fortschreiben wollen, Egal wie scheiße es ist, ist Industriejobs weg im vergangenen Jahr, Jobs weg in der Metallindustrie, All diese Punkte, die wir Woche für Woche so ansprechen. Aber der Opportunismus bei Friedrich Merz im Zweifelsfall für den Applaus des Schist Milieus in Deutschland, sich immer und immer wieder falsch abzubiegen, anstatt mutig und konsequent einzustehen für eine wirklich krasse Reformagenz. Das ist schon bemerkenswert. Und ich bin sehr gespannt. Ich glaube, wird auch im Amt bestätigt werden, wie die Quote wird, mit welchem Ergebnis er dort wiedergewählt wird. Und die Zustimmung in der Bevölkerung ist wirklich mies. Also er hat schlechtere Zustimmungsraten als Olaf Scholz. Das muss man auch erstmal hinbekommen. Und deswegen frage ich dich, Daniel, du weißt ja immer, wie es Was muss Friedrich Merz an dem CDU Parteitag machen, damit wir eine Wende zum Besseren wirtschaftspolitisch hinbekommen?
C
Eine gute Frage. Was sollte Friedrich Merz sagen? Wahrscheinlich sollte ich dazu mal einen Kommentar in der Welt schreiben, weil sonst ist es zu viel hier so unbedingt bestellt, aber einfach so raushauen. Aber ich glaube, im Grundsatz ist es Ich fürchte, du musst immer noch die Awareness dafür schärfen, wie es um Deutschland steht. Ich glaube, wir haben es immer noch nicht erkannt, weil die sind zu viel abgekapselt von der Realität. Das gilt für alle Parteien und gilt auch für die Union. Siehst du an dem Beispiel Der Wirtschaftsflügel wollte eine Reform der Aussagen zum Thema Klimapolitik. Die wollten eine Anpassung des Ziels an 2050 für die Europäische Union. Das wurde total raus, weich gewaschen und rausgenommen. Das sind genau die Dinge, die nicht passieren dürfen. Du kannst nicht auf der einen Seite Großkonzerne, Großunternehmen haben, die aufgrund eines einzigen Faktors nicht mehr in Deutschland bleiben können, nämlich aufgrund der Energiekosten. Und dann wir packen das Thema nicht an. Du kannst nicht einfach sagen, wir setzen das Thema einfach sofort. Er hat jetzt auch, glaube ich, im aktuellen Podcast Machtwechsel gesagt, dem der europäische Emissionshandel, das bleibt alles unverändert. Ich würde sagen, an dieser Stelle, der Handel ist ein gutes Instrument. Ich würde aber jetzt nicht mehr die Zertifikatpreise erhöhen. Ich würde es einfach mal senken, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass eben weltweit nicht mitgezogen wird. Also würde das Instrument bestehen lassen, aber unmittelbar entlasten. Das muss man einfach machen. Und da würde ich mir wünschen, dass er eine klare Rede hält. Und wir, wir können uns diese Wolkenkokusheime der Vergangenheit nicht mehr leisten. Und die sind eben auch in der Union weit verbreitet. Let's face it. Die Union hat uns seit 2002 mit der Ausnahme von drei Ampeljahren regiert in Kassler gestellt. Das wollen wir einfach hinnehmen. Die haben maßgeblich daran Schuld und die müssen aufgeweckt werden, wie grundlegend der Wandel sein muss. Das ist, glaube ich, das Grundproblem. Ich glaube, es ist das Grundproblem. Und Sie müssen dann würde ich Ihnen wahrscheinlich noch sagen, dass sie natürlich auch ein bisschen kommunikativ ein bisschen dran arbeiten müssen, weil weder ist das Begriff, wie heißt es nochmal, Lifestyle Teilzeit und auch weder das Thema Zähne ist ein Thema, mit dem man das Problem Deutschlands lösen würde. Und das ist natürlich ein Thema, wo man einfach zu leicht, und auch wenn die Grünen und andere dann das verfälschend darstellen, es einfach trotzdem anderen zu leicht macht, Themen abzuschießen.
A
Also dann würde ich sagen, hat Friedrich Merz, wenn er dann auch gegen Ende der Woche bei uns deinen klugen Artikel dazu liest, alle Möglichkeiten, vor seiner Rede nochmal Inspiration bei dir zu holen. Ich würde mir eigentlich zurückwünschen, das weiß ich aus einem Gespräch mit Psychotherapeut innen, dass es manchmal total hilfreich ist, Menschen daran zu erinnern, dass sie in ihrer Vergangenheit eigentlich schon genau richtig lagen, dass sie sich nicht neu erfinden müssen, sondern im Grunde genommen eine aufgeklärte, integrierte Regression machen und vornehmen können, um sich daran zu erinnern, wer sie mal waren und dass sie da vielleicht eigentlich schon auf der richtigen Spur war. Und ich erinnere wirklich sehr gerne an den Oppositionsführer Friedrich Merz als Fraktionschef der Union mit wirklich brillanten Reden, auch zur Wirtschaftspolitik total auf der Höhe der Zeit, sehr gut in Kontakt mit dem, was eine damals dringend notwendige Reform des Wirtschaftsstandorts bedeutet hätte. Ich erinnere mich an den Mann des Bierdeckels, über den da hat er sich ja einfach auch den Schneid abkaufen lassen, so das Höhö Bierdeckel dieser linken Journalisten, die nichts, aber auch gar nichts anderes können, als nur in Schulden und Steuererfüllungen zu denken. Da war die bürgerliche Seite einfach nicht selbstbewusst genug. Und ich wünsche Friedrich Merz einfach, dass er sich seine alten Reden noch mal anguckt, dass er an sich selbst erinnert und weniger zu der Figur würde wird mit falschen neuen Freunden und Claqueuren, sondern zurückfindet zu dem, was er eigentlich in der Regel für die Union immer war. Ein wirtschaftspolitisches, ein ordnungspolitisches Gewissen. Ihr seht, jetzt haben wir noch mal warme Worte für unseren regierenden Kanzler gefunden. Und was ich ihm auch wünsche, dass ihm erspart bleibt bei den nächsten Wahlen, wenn er dann überhaupt noch mal antritt für die union in einer Kenia Koalition jene Reste zusammenkehren muss, die verhindern müssen, dass eine AfD in irgendeiner Form Macht in dem Land ausüben kann. Die Grünen und Berlin haben einen Parteitag gehabt, der wirklich selbst für grüne Verhältnisse noch mal richtig geile Sachen gefordert hat. Also es war besonders schön, dass die Grünen sich noch mal dran erinnert haben, dass es eigentlich am besten ist, wenn man mit der GASAG drüber spricht, das Gasnetz komplett abzuschalten. Kein Witz, haben sie in ihrem Programm entschieden. Sie wollen das Gas abdrehen, weil bei der Verbrennung was entsteht. Co Wir setzen uns, so das Zitat, für eine perspektivische Stilllegung des Erdgasnetzes ein und werden dazu mit der GASAG ins Gespräch gehen. What possibly can go wrong, wenn die Grünen eine Drei Millionen Stadt künftig mit neuen alternativen Energien versorgen werden. Das ist schon sehr Selbstbewusstsein bewusst. Sie haben dann auch noch mal deutlich gemacht, es soll ein Wahlprogramm, ein soziales Wohnungsbauprogramm für Geflüchtete verlangt werden, weil es werden nicht überall moderne Wohnungen nur für Migranten gebaut. Stattdessen sind die in schlimmen Flüchtlingsunterkünften, kann man denen nicht zumuten, deshalb müssen die schöne Wohnungen bekommen. Die Grünen wollen obendrein noch Afghanen nach Berlin holen, dazu Palästinenser aus Gaza und alle Personen, die von Klimakatastrophen betroffen sind, sollten nach Berlin kommen können. Und ich könnte das noch fortsetzen, aber ich habe mich gefreut, dass dann die letzten Figuren in der taz, die noch alle Tassen im Schrank haben, gesagt haben, also das ist ja praktisch direkt an der Linkspartei und es zeigt, wer die Grünen eigentlich sind. Und warum sage ich das? Weil der wunderbare und erzsympathische Cem Özdemir, der wirklich oft genug bewiesen hat, dass er das Herz am rechten Fleck hat und anständiger Kerl ist und durch viel durchgehen musste und eben nicht aus so einem großbürgerlichen oder bürgerlichen Haushalt kommt, sondern sich rausgekämpft hat, der führt in Baden-Württemberg einen fiktiven Wahlkampf. Für eine Partei, die es nicht gibt, eine nichtradikale, pragmatische Partei der Mitte. Er hat jetzt sogar seine Beziehung eingebracht, indem er eine geheime Heirat mit Boris Palmer in Tübingen arrangiert hat und seiner Lebensgefährtin jetzt Frau Özdemir, wunderbar strahlendes Brautpaar. Das war so geheim, dass es sogar irgendwie den Weg in die Bild Zeitung gefunden hat. Und er führt einen Wahlkampf für eine Partei, die es nicht gibt, weder im Bundestag, noch in den Landtagen, noch in den Regierungen. Übrigens auch nicht bei dem hochgelobten Winfried Kretschmann, der das Land ja auch vor allem gegen die Wand gefahren hat. Wenn man sich da anguckt, was mit der Automobilindustrie betrifft, mit der Verkehrspolitik und Stuttgart, Bildungswesen, Bildungswesen, abgeschmiert in PISA. Aber die Grünen in Berlin stehen eigentlich für jenes, wie ich es ja Shitbürgertum genannt habe, shitbürgerliche Milieu in Reinkultur, ein rein moralisierendes Wünsch dir was, wo man erwartet, dass die Leute, die sie verachten, ihnen diesen Schrott bezahlen. Also die A 15 Kinder und die Eltern der A Kinder, die vielleicht A oder A 16 sind, je nachdem, die sagen, wir erwarten von den jungen Start up der TU München, wir erwarten von dem noch prosperierenden Handelsunternehmen in Hamburg Harburg, wir erwarten von den Handwerkern in Hessen und Franken, die sollen uns diese Scheiße bezahlen, dafür gibt es den Länderfinanzausgleich. Aber wenn man das liest, wenn man hört, wie die Grüne Jugend über Markus Söder und den Kapitalismus und so weiter spricht, der weiß eigentlich, dass die Grünen im Augenblick die größte Blackbox sind. Die Linkspartei hat einen hervorragenden Wahlkampf gemacht. Hier nochmal Props an Heidi Reicheneck. Wirklich aufmerksamkeitsökonomisch ein super Job. Die haben einen neuen Linkstrend sozusagen definiert Und jetzt rücken Linke und Grüne zusammen. Die Grüne rutschen Richtung Linke und die SPD, die hat ja am Wochenende auch die furchtbare AOC aus Amerika gefeiert furchtbare Antisemitin, linksaußen, wenn die antritt für die Demokraten, gut, dann wird Rubio der nächste US Präsident. Aber ich wollte nur mal hören, wie nimmst du sowas wahr? Bist du noch so ein Typ, der das dann so liest, okay, wir schalten mal Gas ab für alle in Berlin.
C
Lachst du?
A
Ja, du lachst. Okay.
C
Ja, sorry. Weißt du, es ist halt so Panikattacken. Es ist so. Also es ist so. Weißt du, wir beschließen den Atomausstieg, Amerika liegt ein Atomkraftwerk still und nach 30 Jahren sagen sie dann ach, wir können doch wieder Gebrauch und machen wieder an. Nein, wir beginnen direkt mit der Sprengung der Kühltürme und reißen das Ding ab. Wir sagen, wir steigen aus Gas aus, dann reißen wir erstmal die Gasnetze ab. Beides hat eine Parallele, Wir haben keine Alternative. Also gut, zurzeit verfeuern wir ganz viel Kohle, jetzt wo es so windschill und dunkel ist, Aber eigentlich wollen wir die Kohlekraftwerke am liebsten auch abschalten. Und das finde ich das Faszinierende. Also wir schaffen es wirklich quasi einfach aus einem Wunsch heraus, funktionsfähige Infrastruktur, die längst nicht abgeschrieben ist, die kostengünstig mit Energie versorgt, einfach kaputt zu machen für ein abstraktes Ziel. Und es erinnert mich manchmal so ein bisschen an die weißt du, so eine Politik der verbrannten Erde nach dem Ich habe Angst, dass es nach dem Motto dieses Angstszenario könnte ja sein, dass in acht Jahren Frau Weidel Kanzlerin ist mit absoluter Mehrheit und dass man dann was umdrehen wolle Und dann stellt sie nur oh, die Atomkraftwerke sind alle platt gemacht, da sind überall Schrebergärten angelegt worden. Oh, die Gasnetz gibt es auch nicht mehr und das ist auch so kaputt gemacht worden. Es lohnt sich jetzt nicht mehr. Und das Ganze noch verbunden mit dem unsäglichen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Klimaneutralität. Ich meine, da kann ich wirklich Axel Bojanowski wirklich nur empfehlen, den Artikel zu lesen, den er immer wieder wiederholt, auch zu diesem Urteil nach dem Und wenn dann alle Strick reißen, haben wir das Verfassungsgericht auch noch, welches uns ja sagt, wir müssen das tun. Wir werden gezwungen quasi in den Pfad der Deindustrialisierung, in die Realisierung des Szenarios von Ulrike Herrmann und schlimmer und das aber gar nicht mehr basierend auf Mehrheitsentscheidungen auf demokratischen Entscheidungen, sondern im Prinzip durch zum einen eben durch die Richtung, zum anderen eben durch möglichst schnelles Handeln in dem Zeitpunkt, wo man eben gerade mal an den Schalthebeln gemacht ist, also Stichwort Atomkraftwerk und dann gleich sprengen. Das finde ich einfach ausgesprochen problematisch. Und es zeigt mir aber auch, dass eben der Anzahl befindet, der glaubt quasi, das Geld kommt vom Staat und der Strom kommt aus der Steckdose, dass der Anteil der Bevölkerung einfach noch viel zu groß ist, dass sie dich erfassen, dass du quasi alle gesagt hast, dass wenn der Facharbeiter seinen Job nicht mehr hat, dass dann irgendwann auch mal für die anderen alle schlechter wird, nachdem der Staat noch ein paar hundert Milliarden weitere Schulden gemacht hat und natürlich noch Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und anderes eingeführt bzw. Erhöht hat. Das passiert natürlich alles. Aber selbst das kauft nur ein paar Jahre.
A
Das ist wirklich die totale Wirklichkeitsverleugnung. Das ist vielleicht die Schlussschleife, bis wir dann und vielleicht ist es eine elegante Schlussschleife zu unserem Ist das mega oder kann das weg? Diese Art von Traumtänzerei haben die Grünen wie keine andere Partei beherrscht. Traumtänzerei auf dem Rücken der erfolgreichen und fleißigen. Traumtänzerei für ihr Milieu, das nicht so fleißig ist und auch nicht so erfolgreich. Und die suchen sich jetzt einfach weitere Abspielbühnen für ihren Unsinn. Und wenn ich mir auf LinkedIn dann die ganzen MSC Fotos angeguckt habe, wo dann ehemalige Vizekanzler und Wirtschaftsklimaminister da einen Sound von selbstgefälligen Binsen und Plattitüden aneinanderreihen Und diese linksgrünen NGOs, die dann von Bückbürgern finanziert sind, von den reichen Stiftungen, von den ersten, weil sie ihr eigenes Leben nicht hinbekommen haben als Unternehmer und auf den Schultern ihrer Großeltern stehen und wenig hinbekommen. Kurzum diese Bühnen, und das macht mich auch so skeptisch, was den MSC betrifft, diese Bühnen, in denen man dann für so wohlfeile Moralisierungen von Innen und Klima und Außenpolitik, solange es diese Bühnen gibt und solange es eine dominante Kultur gibt, die diese Art von Quatsch nicht einfach nur aus auslacht, anstatt mit so einem ernsten Blick das zur Kenntnis zu nehmen und darüber zu raisonieren. Solange die Theater voll sind von diesem Kram, solange jeder gescheiterte ÖR-Moderator oder Grünen-Politiker dort riesige Bühnen. Gestellt bekommt, solange wird diese ökonomische und auch außenpolitische Reales einfach weiter verweigert werden und die Grünen bespielen diesen Markt einfach sehr gut. Deshalb gerät ja auch die Realität, die die Traumtänzerei in Gefahr bringt, auch in das Visier dieser Milieus. Da sind wir beim Ist das mega oder kann das weg?
B
Ist das mega oder kann das weg?
A
Da geht es um das Social Media Verbot. Eigentlich gedacht für bis Jährige, kann ich nur sagen, als Vater würde es mir sehr helfen. Als realistischer Vater wüsste ich, wenn es meinen Söhnen verboten wäre, wäre ich sicher, sie fänden einen Weg, wie sie es trotzdem nutzen könnten. Das wäre mal mein reales. Aber wirklich wild ist, wenn eine früher bürgerliche Zeitung, jetzt linkes FAZ Feuilleto, sagt, man muss es auch den Erwachsenen verbieten, das vergiftet die Menschen. Jetzt ist glaube ich auch in der Zeit Hanno Rauterberg, Man muss Social Media grundsätzlich mal verbieten oder zumindest drüber nachdenken. Und da muss ich so sagen, da wird natürlich deutlich, wie totalitär deren Denken ist und auch wie fragil deren Selbstbewusstsein ist, weil Twitter ist ein Ort, das einen hervorragend informiert und wenn man es verbieten will, will man einfach die Argumente killen, die die eigene, sehr, sehr naive Welt anscheinend zerstören und in Frage stellen könnte. Social Media Verbot kann weg.
C
Das sehe ich ganz genauso. Aber ich würde es auch mal weitergehen. Es sollte auch weggehen. Das implizite Einschränken der Meinungsfreiheit überall, aber auch auf Social Media. Ich meine, wir haben die Hausdurchsuchung an der Stelle schon mal besprochen bei Herrn Bolz, bei anderen. Und ich finde, damit wird ja auch versucht quasi ein einzuschränken, dass man sagen kann. Und ich finde, Friedrich Merz, du hast ihn erwähnt, er hat in seiner Eingangsrede seine MSC ja gesagt, wir sind nicht wie mager und hat angesagt, bei uns gilt quasi das Grundgesetz. Und was die Meinungsfreiheit betrifft, da würde ich jetzt sagen, na gut, wenn das Grundgesetz gilt, in der Meinungsfreiheit haben wir ja auch ein Verfassungsgerichtsurteil gehabt, wo gesagt wurde, du kannst sogar dich für positiv zum Nationalsozialismus äußern. Auch das durchs Grundgesetz gedeckt. Und ich finde, daran sollte man einfach erinnern. Nicht, dass man nicht findet, dass man es tun sollte unbedingt, aber es zeigt einfach mal, wo eigentlich das Verfassungsgericht die Grenzen gesetzt hat. Und ich würde mir wünschen, wenn wir an die Grenze wieder zurückkämen und nicht irgendwelche NGOs dann quasi gezielt bestimmte Meinungsäußerungen versuchen zu unterdrücken.
A
Ja, also man muss es noch härter sagen. Ich finde auch überhaupt, dass wir Zensurbehörden in dem Ausmaß haben, wie wir sie jetzt haben, ist eine große NGO Infrastruktur darum entstanden. Alle links, alle ohne Ausnahme. Und natürlich hatte J. D. Vance recht. Und nur mal so nebenbei diese Hausdurchsuchung dieses Rentners mit einer schwerbehinderten Tochter, der ist tot. Und verdienstvollerweise muss ich Ronan Steinke von der Süddeutschen Props geben, der dann auch mal deutlich gemacht weil es hieß ja, ja, da gab ja nicht eine Hausdurchsuchung wegen der Schwachkosten Kopf wie ihm, sondern wegen anderen Sachen. Roland Steinke hat Nee, nee, es war nur deswegen. Und das ist so dystopisch. Und mein Schlusswort wä Misstraut den moralisierenden schönen Wetterideologen. Misstraut jeder Form von vorlauter Moral. Am Ende werden euch nur die Starken und Zyniker retten und die schwachen Moralisierer verraten euch bei erstbester Gelegenheit. Und mit dieser unglaublichen Bombshell Stell verabschiede ich mich und wünsche euch einen schönen Tag, Abend, gute Nacht.
C
Das wünsche ich euch auch.
B
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Podcast Summary: Make Economy Great Again – "Wir haben so viel Potenzial!"
Date: February 18, 2026
Hosts: Daniel Stelter (Ökonom) & Ulf Poschardt (WELT-Herausgeber)
Diese Folge widmet sich der Frage, warum die deutsche Wirtschaft schwächelt, wie gravierend die Probleme tatsächlich sind und wo dennoch Hoffnung und Potenzial für ein neues Wirtschaftswunder liegen. Stelter und Poschardt besprechen die pessimistischen Standortbedingungen, die Trends bei Arbeitsplatzverlusten und Investitionszurückhaltung, aber auch das aufblühende Start-up-Ökosystem und Chancen für eine Trendwende – vorausgesetzt, politisch werden die richtigen Weichen gestellt. Sie analysieren zudem die politische Debatte zu Eurobonds, den Zustand der CDU unter Merz, das Selbstverständnis der Grünen und aktuelle gesellschaftliche Kulturkämpfe.
[03:35–09:28]
„Der Westen ist die größte zivilisatorische Erfolgsgeschichte – aber nach 1945 kam die Contraction.“ – Ulf, [07:37]
„Selbst wenn du keine Maschine zurückverdienen musst … liegen die Operating Costs oberhalb des Verkaufspreises.“ – Daniel, [10:18]
[15:25–16:48]
[16:48–33:41]
„Die Deutschen sollen unsere radikale Scheiße bezahlen.“ – Ulf, [18:00]
„In der WG: Meine Kreditkarte ist erschöpft – wollen wir eine gemeinsame holen?“ – Daniel (Stanford-Ökonom zitiert), [32:30]
[33:41–40:35]
„Der Opportunismus bei Friedrich Merz, im Zweifel für den Applaus des Milieus, immer falsch abzubiegen…“ – Ulf, [36:38]
[40:35–47:22]
[47:22–52:10]
„Wir schaffen es, aus einem Wunsch heraus funktionsfähige Infrastruktur kaputt zu machen für ein abstraktes Ziel.“ – Daniel, [47:44]
[52:10–55:43]
„Wenn man Social Media verbieten will, will man die Argumente killen, die die eigene naive Welt zerstören könnten.“ – Ulf, [53:07] „Misstraut jeder Form von vorlauter Moral. Am Ende werden euch nur die Starken und Zyniker retten.“ – Ulf, [55:22]
| Thema | Zeit | |------------------------------------------|-----------| | Einstieg & Themenüberblick | 00:36–03:30| | Münchner Sicherheitskonferenz – Eindrücke| 03:35–09:28| | Status und Herausforderungen der Industrie| 09:28–16:07| | Start-up-Szene und Hoffnung | 15:25–16:48| | Eurobonds und europäische Finanzunion | 16:48–33:41| | CDU, Merz und Parteitagsdebatte | 33:41–40:35| | Grüne in Berlin & Kulturkampf | 40:35–47:22| | Energiepolitik & gesamtgesellschaftliche Risiken| 47:22–52:10| | Social Media, Meinungsfreiheit – „mega oder weg?“| 52:10–55:43|
Die Episode ist kritisch, zugespitzt und pointiert, dabei aber stets faktenorientiert und gespickt mit bissigem Humor und persönlichen Beobachtungen aus der Insiderperspektive. Die Gastgeber teilen eine Mischung aus Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland sowie Optimismus angesichts des vorhandenen Potenzials. Klare Forderung: Wirtschaft muss ins politische Zentrum rücken, der Pragmatismus junger Unternehmer gestärkt, Schuldenabenteuer und Kulturkämpfe entschlossen benannt werden.
Für alle, die Deutschlands Wirtschaft und Politik verstehen wollen, liefert die Folge pointierte Analysen, griffige Handlungsempfehlungen und originelle Perspektiven auf die drängendsten Themen des Landes – und macht dabei auch Mut, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ein neues Wirtschaftswunder zu glauben.