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A
Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht, guten Mittag. Hello Daniel.
B
Hallo Ulf. Normalerweise redest du länger, bevor du mich begrüßt. Hallo Ulf, schön dich zu sehen.
A
Wir müssen immer überraschend bleiben. Und bevor wir jetzt unser dicht gepacktes Programm Wir reden über Daniel, Günther und Bovenschulte und die Meinungsfreiheit. Wir reden natürlich über die sogenannten Wirtschaftsweisen und Steuererhöhungen. Wir reden über die krassen Ideen der SPD, einfach mehr Unternehmertum zu kreieren, indem man nämlich Familienunternehmen stärker besteuert. Und wir reden dann auch wir müssen ein furchtbares Thema den Tod der FDP und den allgemeinen Reformunwillen. Und wir haben auch einen sehr, sehr lustigen Mega oder kann es weg Vorschlag. Ich möchte aber einsteigen, weil im Grunde genommen andere Menschen führen ein Tagebuch und haben das nur für sich. Und ich öffne immer für euch mein ganzes Herz.
C
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
A
Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
C
Make Economy Great Again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
A
Und mein ganzes Herz öffnen heißt, dass ich euch immer ein bisschen an meinem wirklich irre langweiligen Leben teilhaben lasse. Und das führte mich am Montag in meine fränkische Heimat, in das Kloster Banz, wo die CSU eine Klausur hatte, wo unter anderem Sebastian Kurz war, der ehemalige österreichische Regierungschef, der BKA Chef Münch am Dienstagmorgen und den Abend war meine große Ehre, das Kamingespräch dort zu betreiben. Und ich bin im Laufe der Klausur von bestimmt 30 MDLs angesprochen worden. Wie ist denn Daniel Stelter so? Und ich höre euren Podcast so gerne und gut, dass es euch gibt. Und dann war dieses Kamingespräch natürlich off the record. Und das Tolle ist, Redaktion kommt alles raus, aber in der Politik, die CSU, alles was man dort besprochen hat und ich war eher scharf als milde, kam nicht raus. Und ich kann nur sagen, lieber Daniel, ich glaube, dass ich in der politischen Mitte und keine Partei steht so sehr für die politische Mitte wie die CSU. Also in Bayern ist die CSU einfach die Partei dieses Bundeslandes, ist man glaube ich, sehr weit bei dem Gedanken zu sagen, wir müssen grundsätzlich was ändern. Und am Morgen hatte ich dann noch kurz die Freude, den Ministerpräsidenten zu sprechen. Nach meinem eher Wüsten auftritt und er hat dann nur so süffisant Ja, es wird sich was ändern. Und wirklich nach seiner Grundsatzrede in der Pressekonferenz hat er dann auch gesagt und das fand ich sehr Wir müssen die Föderalisierung neu andenken. Und er hat vorgeschlagen, Bundesländer zusammenzulegen, möglichst entschieden und wir brauchen ja immer gute Laune. Und als ich, also wie gesagt, ich habe mir die Klosterkirche noch angeguckt, die ist sehr, sehr beeindruckend spätbarock. Und dann saß ich im Auto und habe das dann gehört, da war ich kurz vor Berlin und habe gedacht, vielleicht gibt es das ja doch, dass man mit dem Wahnsinn, den wir hier versuchen, im Sinne einer Aufklärung der Bevölkerung, scheinbar auch der CSU, mdls irgendwas erreicht oder zumindest so einen Mentalitätwechsel erzeugen kann. Ich bin gut gelaunt jetzt wieder für das Jahr 2026 und ich finde eine Föderalismusreform ist doch schon mal ein interessanter Gedanke.
B
Wie beim letzten Podcast würde ich jetzt wieder vorschlagen, wir hören auf, damit die gute Laune so bleibt. Ich verwundere dich ja gut, dass du mehr Kontakt hast zur Politik. Ich werde durch Events dann seltener eingeladen und wahrscheinlich liegt es auch daran, weil ich irgendwie wahrscheinlich ob meines Alters schon ein bisschen die Begeisterungsfähigkeit verloren habe oder ich kann auch sagen, vielleicht bin ich misstrauisch geworden, dass ich jetzt eher immer glaube nach dem weißt du, man kann viel erzählen, für mich zählen die Taten. Und in der Tat war ich ja heute, heute Mittwoch, heute Morgen bei WeltTV zu Gast, um genau das zu diskutieren nach dem Bundesländer abschaffen. Und es ist keine schlechte Idee. Meine Kernaussage war, einige Bundesländer werden auf Dauer sowieso nicht lebensfähig sein aufgrund der demografischen Entwicklung. Nur würde ich natürlich eine Föderalismusreform nicht anfangen bei den Bundesländern. Da gibt es ganz andere Dinge. Ich meine klare Aufgabenteilung, ein Subsidiaritätsprinzip, mehr Kommunen anschafft, zahlt auch. Also umgedreht ist ja heute so, dass der Bund viele Gesetze erlässt, die hinter die Kommunen ausbaden müssen. Da gibt es viele Möglichkeiten zur Entflechtung. Ich habe sofort Konsens, dass der Länderfinanzausgleich reformiert werden muss, einfach deshalb, weil die Mittel eben in den Empfängerländern nicht sinnvoll verwendet werden. Also eigentlich müssen wir mindestens sagen, okay, dann entscheidet auch die CSU, wie in Berlin die Gelder verteilt werden, dann würde wahrscheinlich auch ein paar Jahre in Berlin besser dastehen und nicht weiter auf die Transfers aus Bayern angewiesen sein. Aber ich glaube, das gehört mit ins große Paket hinein. Wir haben aber so viele andere Dinge, die einfacher sind. Ich meine, gestern bin ich witzigerweise auch gerade in der Bahn unterwegs, habe ich dann im Radio gehö Ja, wir wollen jetzt hier irgendwelche Fusionsreaktoren bauen, wir wollen diese ganzen Dinge machen. Finde ich alles ganz super. Nur vergessen wir nicht, der Ministerpräsident, von dem du gerade eben so positiv gesprochen hast, war ja auch einer der Vorkämpfer für einen schnellen Atomausstieg nach dem Ja, was muss sofort passieren und so weiter. Also insofern, ja, er ist ein guter Politiker im Sinne Er weiß, woher der Wind bläst, Aber ich würde mir wünschen, einen Schritt draufzulegen und wirklich das Richtige zu machen und nicht nur das zu machen, was gerade man gerne hören möchte, zu sagen, ja, ist so richtig.
A
Und da sind wir schon in der Einflugschneise zu unserem ersten offiziellen Standpunkt nach meinen süßen Eintragungen. Mein süßes Tagebuch stimmt. Ich glaube, bei Söder deutest du zu Recht darauf hin, dass er einfach immer guckt, wo bläst der Wind her und dann geht man im Zweifelsfall mit. Allerdings glaube ich, bläst der Wind, wenn man die Umfragen hat, nicht mehr von grün links, sondern von woanders her. Und auch was die Migration betrifft, hat sich die CSU ja auch noch mal in der Klausur sehr scharf positioniert. Ich weiß, sind noch keine Taten, aber ich finde es ja schon mal besser, wenn wir Teil eines Windes sind in Sachen Make Economy Great again, dann freut mich das.
B
Da würde ich eher sagen, da sind wir die Sturmspitze, würde ich eher fast sagen.
A
Du bist die Sturmspitze. Ich bin ja nur der Randale Joe, der dafür sorgt, dass du mehr Gehör findest mit deiner Vernunft. Der erste laute Unterstützer des Schleswig holsteinigen, Schleswig Holstein Steinigen ist vielleicht auch ganz gut steinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther. Nach seinem bemerkenswerten Zensurvorstoss war ja ein gewisser Herr Bovenschulte. Bovenschulte ist der SPD Bürgermeister von Bremen, der hat trotzdem den Rang eines Ministerpräsidenten. Und die Bremer SPD steht im Grunde genommen paradigmatisch für das komplette Elend des politischen Status quo. Es gibt kein Ranking, wo Bremen nicht entweder ganz hinten oder fast ganz hinten oder fast fast fast ganz hinten ist und ohne mit der Wimpern zu zucken, war Herr Bovenschulte in Corona einer der großen Lautsprecher. War es bei Klima und ist es jetzt also, Genossen Günther beizuspringen bei seinem wirklich hanebüchenen Exkurs über Meinungsfreiheit und Pressefreiheit? Also jeder Journalist in Deutschland, ob er es bekennt oder nicht, guckt auch mal bei News rein, weil da ab und an eben auch tolle Recherchen und Interviews sind und man muss nicht alles teilen und ich teile beileibe auch nicht alles, was dort stattfindet. Aber eine Diffamierung in der Art gegen ein privatwirtschaftlich finanziertes Presseportal mit zum Teil sehr erfahrenen und auch sehr guten Journalisten und auch sehr guten jungen Journalisten in dieser Art anzugehen, ist spektakulär. Und warum macht Bovenschuld da mit bei dem Wahnsinn, den Herr Günther da bei Bilanz verzapft hat? Weil es einfach das ideale Ablenkungsmanöver ist. Das ist wieder sozusagen mein Terrain, bevor du dann sagen kannst, warum das auch so fatal ist für die Wirtschaft. Das ist nämlich wir lenken ab von der Realpolitik und machen aus der Politik ein Symboltheater, also um den Podcast. Wir haben viele Rückmeldungen über Schwätzer versus Macher. Wir schwätzen wieder was über die Diskurs, das ist noch erlaubt, das nicht. Man hat die illiberale autoritäre Fantasie. Wir werden alles einbremsen, was uns stört. Also wenn man über Iran gerade was wissen will, dann folgt man Nathalie Amiri, eine tolle Kollegin von ÖR, und guckt ihren Twitter und instafeed an und ist bestens informiert. X versuchen auszuknipsen, X versuchen zu regulieren in einer krassen Art und Weise und dann im Zweifelsfall auch noch gegen Dinge wie News vorzugehen. Versucht einfach Presse und Meinungsfreiheit eng zu führen. Und das läuft synchron zu den Versuchen, wie ich ja auch finde, nicht sonderlich dolle AfD einfach zu verbieten. Das heißt, wir können nichts in der Politik, aber wenn andere eine Bedrohung für uns das nichts können sind wie die AfD und dank der Brandmauer ist sie ja sowieso außen vor bislang, dann versuchen wir sie einfach schlicht und ergreifend zu verbieten. Und das ist neu in der Obszönität, mit der das formuliert wurde. Und ich finde, da kommt man wieder zu J. D. Vansons großer Rede und da mache ich jetzt den Link zu erkunden. Er hat bevor der Münchner Rede, wo er sich gesagt Wir brauchen Meinungsfreiheit, das ist ein kulturelles Fundament, Demokratie und Meinungsfreiheit von dem, was die NATO als Bündnis des Freien Westens auszeichnet. Und er hatte ein paar Tage vorher in Paris diese Rede Wir brauchen weniger Regulierung. Wir müssen erst die KI-Revolution in ihrer Freiheit sich entwickeln lassen. Und die Europäer sollten eben nicht in Regulierung denken, sondern im Enablen von KI Innovationen und Freiheit. Und da sind wir wieder bei einem grundsätzlichen Missverständnis in der Bundesrepublik, dass am Ende Es gibt im Augenblick im 21. Jahrhundert keine wirklich liberalen Bastionen mehr. Vielleicht ist es der gemeinsame Nenner, wenn wir doch am Ende über die furchtbare Lage der FDP ressen müssen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, Daniel Günther, ich hätte ihm einiges zugetraut, aber das hat mich wirklich schockiert.
B
Das ist ein sehr spannendes Thema. Ulf Also ich bin sehr stark bei dir, gebe ich mal voraus, Aber ich möchte vielleicht doch noch mal versuchen, dass wir beide herausarbeiten, was das Problematische an den Aussagen von Günther ist. Ich gebe den Hintergrund, ich habe eine Männergruppe, Freundesgruppe, wir nennen uns Politik Club und wir reden einmal im Monat über verschiedene politische Themen, machen das digital, weil wir uns an verschiedenen Standorten auf der Welt aufhalten. Und eigentlich wollten wir diese Woche über Iran sprechen und über Grönland. Aber dann begann es eben mit einem Kommentar zum Thema Günther. Ich glaube, den habe ich gemacht. Dann brannte eine ganz starke Diskussion. Einer hat die Sendung auch gesehen und meinte ja wieso? Der hat ja sich nur dafür ausgesprochen, dass man im Prinzip für Jugendliche unter 16 Jahren TikTok und ähnliches verbietet. Also es ist nach dem Motto, also da News und Ähnliches zu verbieten, das hätte man nicht so verstanden. Und da wäre ich jetzt überempfindlich. Jetzt muss ich dazu sagen, jetzt bin ich natürlich dahingehend ein bisschen empfindlicher, weil ich immer denke nach dem Na ja gut, wenn wir Herrn Bolzner Hausdurchsuchung war, vielleicht gibt es die auch mal bei mir oder bei dir, weil wir irgendwie im Podcast was gesagt haben, was man nicht hätte sagen dürfen oder ich in meinem eigenen Podcast. Für mich ist immer die Frage der Grenze. Meine Argumentation ist, ich würde genauso mich für die Freiheit der taz einsetzen, Auch nd der Tag, auch wenn ich nd der Tag zitiert bekomme im Deutschlandfunk immer nur denke was für ein Schwachsinn. Aber OK.
A
Ja, heute auch wieder ja zum Unwort des Jahres. Das war einfach sozialistische Venezuela Propaganda. Unglaublich.
B
Das stimmt, das stimmt. Also habe ich wieder gedacht, okay, ich verbiete, würde es nicht verbieten. Ich würde es auch im Deutschen Fonds nicht verbieten, weiter überproportional linke Medien zu zitieren. Ich glaube, News haben wir noch nie zitiert, noch nie gehört. Ist aber egal. Nur ich fand es erstaunlich, dass gesagt Ach, das ist doch gar nicht so schlimm. Und da ging es ein bisschen hin und her und da gingen einige Leben im Ausland, die meinten auch es ist ein komisches Thema, das bei euch so relevant ist, ist doch überhaupt kein Thema, die Meinungsfreiheit und so weiter. Und wurde mir so entgegengehalten nach dem Ja, es ist die Bild und die Welt und vielleicht die NZZ, die sowas machen, aber ansonsten regt sich keiner auf. Da habe ich gesagt nach dem Naja gut, aber sogar der Deutsche Journalistenverband hat sich erklärt und den halte ich definitiv.
A
Der ist tieflings.
B
Meine Vermutung wäre das gewesen, ohne Mitglied zu sein oder die Akteure zu kennen. Und deshalb ist schon immer die Was ist jetzt genau das Problematische? Das Problematische, dass der Günther gesagt Mir passt das nicht, was die sagen? Oder ist es wirklich so, dass er gesagt hat auf die Frage von Lanz, der danach gefragt, gesagt hat beim Verbieten ja und dann vielleicht zurückgerudert ist? Ich meine, ist das quasi war das ein Versehen? Er hat das nicht so gemeint oder würdest du wirklich so weit gehen und sagen, das ist Absicht?
A
Ne, ist kein Versehen. Ich habe das ja am eigenen Leib mehrfach miterlebt. Mein Autor Don Alfonso. Es gab immer wieder Kampagnen. Es gab ja auch Kampagnen gegen mich. Man versucht Leute zu deplattformen, dass die also keine Plattform mehr bekommen. Und wenn du mit den Podcastern links der Mitte sprichst, die mit mir im vergangenen Jahr Podcast gemacht haben zu Shitbürgertum, die haben alle zum Teil. Also Alex Breucher hat ein Drittel seiner Abonnenten verloren. Deswegen, also es geht schon darum zu sagen, wir wollen nicht mehr, dass sie irgendwo eine Plattform haben. Und in der Tat ist Günther ganz nebulös, aber er raunt es in so eine Verbotszone rein, was auf jeden Fall gesagt hat. Und das hat er dann boven Schulte auch noch a Das ist kein richtiger Journalismus oder es ist kein Journalismus, es vergiftet und zersetzt die Demokratie. Das sind die Töne von Ministerpräsidenten. Und das ist ja eigentlich etwas, das erlebe ich auch. Also Janosch Dahmen von den Grünen postet sowas, Konstantin von Notz. Also alle, die ihnen bei ihrem Shithandwerk dem Politischen sozusagen nicht applaudieren, folgen, werden diffamiert. Und da wird keine Chance ausgelassen, um einfach sozusagen die große Kontaktschuldorgie herzustellen. Das heißt, es gibt ja immer wieder auch, sind ja viele Unionsabgeordnete schon bei News gewesen. Und wie gesagt, ich kann Disclaimer machen, ich rede mit Julian, wenn wir uns sehen, dann rede ich durchaus auch kritisch, weil ich ein paar Sachen auch schwierig finde und so, aber versuchen den rauszunehmen. Und wenn Günther das sagt, will er ja eigentlich ermutigen, so abfällig, dass andere Politiker auch über News reden. Und ich bin total bei dir. Ich lese auch, wenn es sein muss, üble Texte in der jungen Welt, einfach um zu sehen, wie gucken die jetzt auf Sabotageakte. Ich lese natürlich auch in der ND besonders toll, wenn die mich beschimpfen und so. Ich finde Meinungsfreiheit heiß, jeder soll sagen, was er kann, von Junge Welt bis Deutschland Kurier. Das muss eine liberale Gesellschaft aushalten, So verstehe ich auch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Aber diese Versuchungen des Autoritären sind damit quasi bei der Linken, die sind ja offen, deren Idol ist, wie man auch an Demonstrationen sieht, ist eher ein Maduro. Und die fürchten sich vor der Freiheit, weil der Sozialismus in freiheitlichen Gesellschaften, Gesellschaften keine Chance hat. Also muss man sie unfreier machen, Medien verbieten oder zumindest denunzieren und ihnen Dinge unterstellen, dass sie die Demokratie kaputt machen wollen und vergiften. Das ist alles totaler Unsinn. Und um das vielleicht ironisch an dem Punkt abzudrehen, weil ich finde, wir haben den Punkt gemacht, zynisch könnte ich sagen, eine bessere Werbung als das, was Julian da bekommen hat mit seinem Team, Jan Karon und wie sie alle heißen, die da zum Teil wirklich auch gute Sachen machen, hätte es gar nicht geben können. Und wenn man als Journalist ein Dorn im Auge der Mächtigen ist, dann macht man schon mal was richtig. Und ich freue mich ja auch, dass wir als Journalisten, die wir uns als kritische Journalisten verstehen, selbst wenn wir so wie ich Anfang der Woche bei politischen Parteieingeladenen nicht hinkommen um den Leuten gute Laune zu machen, sondern ihnen harten, unverblümten Klartext einzuschenken.
B
Damit sind wir bei der Erbschaft.
A
Ja, wir könnten jetzt zu Frau Schnitzer und Erbschaftssteuer ist es ja ein großer Käuder von Möglichkeiten. Und im Augenblick, dieses Jahr ist ja wie alt? Zwei Wochen alt. Wir müssen unbedingt dann ich als Däne muss einfach nur mal Ich verteidige Trump wirklich wegen allem, aber was er jetzt gerade wieder zu Grönland gesagt hat. Also ich bin kurz davor, in meinem vom Blackout erholten Haus in Zehlendorf auf eine große dänische Fahne ohne grönländische zu hissen. Das geht gar nicht. Wir müssen reden über die SPD und die linke Idee für mehr Steuern, mehr Schulden. Wir haben 900 Milliarden Sonderschulden gemacht, wie man richtigerweise sagen muss. Und jetzt kommt die SPD und quält erfolgreiche Familienunternehmer mit ihrer Erbschaftssteuerdiskussion, die einzig und alleine eine Neiddiskussion ist. Und so wie es das nicht Können von Herrn Boven Schulte ist, der mit seinem mickrigen, abgewirtschafteten, leider wahnsinnig schönen, charmanten Bremer Minikleinstadt. Die kriegen nichts hin, nichts, weder Bildung wird. Die kriegen 0,0 hin, aber glauben irgendwelchen privat finanzierten Medien irgendwas erzählen zu können. Und die SPD, die einfach nur mitverantwortlich ist für das Elend des Wirtschaftsstandorts Deutschland, kommt nur mit Steuervorschlägen. Früher war es Frau Esken, erinnerst du dich noch an diese geniale Frau? Und jetzt ist es eben Bärbel Bas, die den Kampf gegen die Arbeitnehmer wirklich ernst meinen, weil viele Familienunternehmer, zumindest die, die noch nicht weg sind, diese Diskussion, und ich habe auch wieder mit vielen, vielen gesprochen, die sind so durch mit dem Land. Das ist einfach Die SPD richtet einen kulturellen Schaden an und vertreibt Leute und es müsste in die andere Richtung gehen. Wir brauch niedrige Steuer, wir brauchen einen schlankeren Staat. Es geht so nicht weiter. Aber die SPD ist wie Frau Schnitzer und dieses ganze Shit Milieu einfach hoffnungslos in einer linken sozialistischen Ideologie verrannt.
B
Was mich am meisten stört, ist eigentlich, dass erzählt wird, das Geld soll in Bildung fließen, weil es hat die Politik in den letzten 20 Jahren niemand daran gehindert, mehr Geld in Bildung zu stecken. Und für mich ist es eigentlich so, dass jetzt diskutiert wird über Substanzbesteuerung. Darum geht es ja. Letztlich ist für mich das letzte Zeichen vor der Pleite.
A
Das ist doch Enteignung, oder Kann man es nicht Enteignung nennen?
B
Genau, ist der letzte Schritt vor der Pleite. Also gehen wir mal einen Schritt zurück. Wir haben nach den Schröderschen Reformen zehn gute Jahre gehabt, zehn, 15 gute Jahre gehabt. Das waren die Schröderschen Reformen. Es war auch die Eurokrise, die hat uns billiges Geld verschafft, einen schwachen Euro verschafft. Dadurch waren wir in der Welt natürlich sehr wettbewerbsfähig. Die deutschen, deutsche Wirtschaft hat Nebeneffekt gehabt, dass wir auch bequem geworden sind, leider Gottes. Aber das kann man auch noch mal diskutieren. Und wir hatten im Prinzip gute Zeiten. In diesen guten Zeiten dachte die deutsche Politik, sie kann nicht mehr vor Kraft laufen. Ich meine, weißt du, ich habe damals geschrieben, das Märchen vom reichen Land, ein reiches Land wie Deutschland sollte sich doch bitte Punkt, Punkt, Punkt hier einsetzen, was du gerne möchtest. Und was ist passiert? Der Staat hat an der wirtschaftlichen Buben natürlich profitiert, Die Staatseinnahmen sprudeln. Aber nicht nur das, sondern der Staat hat auch gleichzeitig die Abgabenquote erhöht. Es ist ja nicht so, dass wir ein Steuerparadies wären, sondern wir haben die Abgabenquote erhöht und zwar ungefähr um drei Prozentpunkte in der Amtszeit von Frau Merkel. Drei Prozentpunkte vom BIP ist schon eine ganze Menge, kannst du ja ausrechnen bis 120 Milliarden mehr an den Staat. So, der Staat, also die Politik schwamm im Geld. Gleichzeitig waren die Zinsen tief. Die schwarze Null von Herrn Schäuble war nicht seine Leistung, sondern es war die Leistung von Herrn Draghi, der das Geld umsonst gemacht hat. Und die Politik hätte in dieser Zeit völlig Probleme und Friedensdividende kommt noch hinzu, weniger für die Bundeswehr. Das heißt, der Staat, die Politik hätte in diesen Jahren massiv investieren können in Bildung, in Infrastruktur, in Digitalisierung, hätte Steuerabgaben senken können, statt sie zu erhöhen. Was haben sie gemacht? Sie haben die Renten erhöht, sie haben die Krankenversicherung gepustet, sie haben die Migration finanziert, sie haben andere Dinge gemacht, aber sie haben nicht ins Land investiert. Das war Phase 1, Phase 2, Corona Krise, man musste irgendwas tun, Dann kamen die ersten Wummse, konnte man sich ja leisten, weil man vorher ja in der Tat nicht so viel Schulden gemacht hat, aber eben auch nicht ausreichend ins Land investiert Und Dann kam Phase 3, dass die Corona Krise zu Ende ist. Man hat festgestellt, dass die Wirtschaft eingebrochen ist. Die Wirtschaft in Deutschland stagniert seit jetzt sechs Jahren. 2018 als mein Buch damals rauskam, war rückblickend gesehen der Höhepunkt des Booms. Seitdem geht es bergab. Und in dieser Zeit haben wir im Prinzip festgestellt, okay, die Wirtschaft lahmt, wir haben neue Wettbewerber, der Euro ist nicht mehr so schwach, die Zinsen sind gestiegen, alles dreht sich gegen uns und plötzlich sind die Kassen leer. Also hat man ah, wir machen Schulden. Und dann hat eben die SPD gemacht, wir machen Schulden, dann können wir weitermachen wie bisher. Wir können den ausgebauten, aufgeblähten Sozialstaat noch weiter ausbauen. Wir machen keinen Kurswechsel. Also wir haben im Prinzip 10, 15 Jahre gute Zeit gehabt, haben nicht vorgesorgt. Jetzt sind die guten Zeiten zu Ende. Da haben wir den ersten Schritt und die Taschen vollgemacht mit Schulden. Wir beide wissen, haben wir auch diskutiert, IFO Institut, andere rechnen, 50 Prozent der sogenannten Sondervermögen für Investitionen werden ja verpuffert für Konsum. Wir wissen, dass ein Land, was die Verteidigung nicht aus Steuermitteln bezahlt, ist eigentlich kein Staat mehr. Staat definiert sich durch innere und äußere Sicherheit. Wenn du deine Verteidigungsausgaben nicht aus Steuermitteln deckst, bist du meines Erachtens eigentlich schon pleite. Das machen sie eigentlich auch nur, um Sozialstaat auf Pump zu bezahlen. Und jetzt merkt man aber, es läuft dem Ende zu. Frau Schnitzel hat natürlich recht. Frau Grimm, Ihre Kollegin sagt es auch, die Bundesbank sagt das, der Bundesrechnungshof sagt das. 2029 spätestens 2030 ist Schachmatt im Bundeshaushalt. Da hast du keine Spielmasse mehr. Es ist alles over für soziale Zinsen und Verteidigung. Full stop das. Du musst natürlich jetzt anfangen, weitere Gelder einzutreiben. Und jetzt, also aus SPD Sicht, ich würde was anderes vorschlagen, ich würde Staatplaner machen, können wir gleich noch kommen. Jetzt bist du quasi in der letzten Phase. In der ersten Phase hast du die guten Geldmittel veruntreut. In der zweiten Phase hast du die Verschuldungspotenziale gehoben. In der dritten Phase gießt du an die Substanzbesteuerung, die Einkommensbesteuerung, kannst du Maßen noch hochkriegen kriegst nicht mehr viel hoch. Wir haben schon eine rekordhohe Steuerabgabenquote. Die Sozialkassen laufen sowieso aus dem Ruder. Also gehst du an die Substanz. Und die Erbschaftssteuer wie die Vermögenssteuer ist nichts anderes als eine Substanzsteuer. Und jetzt kann man sollte man die Erbschaftssteuer reformieren? Definitiv sollte man sie. Ist sie, wie sie jetzt ist, gerecht? Das haben wir schon diskutiert. Ich finde sie nicht gerecht, weil die kleinen Reichen müssen zahlen. Die richtig Reichen haben Möglichkeit nicht zahlen zu müssen. Also so wie sie ist, ist sie nicht gerecht. Wenn du jetzt hingehst, das machst, was die SPD sagt und vor allem auch alle gleich. Du erinnerst dich daran, Spitzensteuersatz für Erbbesteuer ist 50 Prozent. Also wenn ich dir jetzt irgendwas vererbe, dann würdest du 50 Prozent zahlen.
A
Was vererbst du mir denn?
B
Daniel meine besten Wünsche, wobei ich gleich noch zu Protokoll gehen möchte, erstmal gar keine Absicht habe, den Erbfall eintreten zu lassen. Und wenn es dann soweit sein sollte, hoffe ich, dass wir beide so alt sind.
A
Du redest von einer Schenkung, lieber Daniel.
B
Du kannst mir immer mal, dass wir beide dann nicht mehr darauf angewiesen sind, uns gegenseitig was zu hinterlassen oder zu schenken. Lassen wir weitermachen. Auf jeden Fall. Du hast im Prinzip natürlich das System ungerecht. Nun haben wir natürlich jetzt eine Diskussion, das draufzupacken. Und damit haben wir im Prinzip ein Land, welches die Wirtschaft systematisch kaputt macht politisch. Und dann sagt quasi jetzt geht es um den letzten Schachzug. Jetzt quasi reißen wir uns noch mal das unter den Nagel, was es noch gibt an Substanz, weil du glaubst doch nicht, dass am Ende Steuersätze rauskommen werden wie in Italien. Italien übrigens hat so ein Modell wie die SPD eine Million Freibetrag. Ich muss dazu sagen, ich glaube jedes Mal und nicht nur lebenswert, aber ist egal. Und dann gibt es Steuersätze einheitlich für alle. Also ob du erbst oder ob meine Kinder erben oder sonst, wäre völlig egal. Aber Spitzensteuersatz meines 4 Prozent. Da kannst du entspannt dich zurücklehnen. Kein Wunder, dass jeder so viel Privatvermögen haben, weil der Staat dort die Philosophie vertritt. Wir machen reiche Bürger. Wir haben das Problem, dass wir einen Staat haben, der die Bürgervermögensbildung hindert. Und auch das muss ich noch mal ganz sagen, wenn der Klingel Ja, wenn du hart arbeitest, dann kannst du ja keine Wohnung in München oder Berlin oder Hamburg kaufen. Ja, das stimmt. Aber woran liegt das denn? Das liegt zum einen daran, dass die Leute zu wenig Geld von ihrem Einkommen erhalten, weil sie total abgezogen werden mit Steuern und Sozialabgaben. Und zum anderen liegt es daran, dass die Städte nichts dafür tun, dass ausreichend Bauern ausgewiesen wird, für dich möglich ist, um Wohnraum zu schaffen. Ich meine ganz banal, das ist im Prinzip politisches Versagen der SPD vor allem. Und dann hinzukommen zu Jetzt besteuern wir einfach mal, ist letztlich die Offenbarung, der letzte Schritt vor dem Staatsbankrott ist, die Substanz zu besteuern.
A
Ja, ich finde das insofern, also wenn du über diese, Man sagt ja, wir haben ja aber auch einen tollen Freibetrag von einer Million. Wir haben ja super Zuhörer, Markus Dentel, Steuerberater aus Regensburg, hat uns nämlich geschrieben und das stimmt gar nicht. Man konnte Summe 1,6 Millionen alle 10 Jahre vererbt bekommen. Und zwar, weil bisher stellten die Freibeträge aber auf den Schenker ab. Das heißt Vater, Mutter, Oma 1, Opa 1, Oma 2, Opa 2 Summe 1,6 Millionen Euro alle zehn Jahre. Also auch nicht mal. Das stimmt, Aber dieses Gerede von das ist auch so ein Topos. Die Deutschen sind das Land von Neid und Schadenfreude. Und die Linke ist im Grunde genommen, nachdem sie ihren sozialen Gerechtigkeitsfeldzug verloren hat, weil die soziale Marktwirtschaft im Zweifelsfall, wenn sie funktioniert im Sinne Ludwig Erhards, sozial gerechter ist als alles andere. Die ist nur noch eine Neid Abteilung. Und das Gewäsch, man kann sich das nicht mehr leisten. A stimmt es nicht, sondern Gentrifizierung ist ja was total Geiles. Die Menschen, die nämlich selbstbewusst genug sind und mit weniger Geld. Wir gehen in ein Viertel rein, das erstmal nicht so toll ist, aber wir glauben daran, dass unsere Generationskohorten in Viertel reingehen, die erstmal nicht so schön sind. Wir kommen mit Geld, Bildung und einem Stil Know how dort rein und wir verändern Viertel. Das war übrigens mal ein linkes, zum Beispiel Kreuzberg 61 ist so schön wegen der linksradikalen Hausbesetzer aus Bietingheim, Tübingen und Eßlingen, die dort dorthin gegangen sind und die Häuser besetzt haben und ganze Stadtviertel gerettet haben. Und heute ist auch so ein ungeist also als meine sehr, sehr bescheiden finanziell ausgestattete Eltern das kleinste Reihenhaus in der Geschichte Frankens bezogen haben, dann hatten wir keinen Urlaub mehr. Das gab es halt nicht. Man musste sich entscheiden, wenn man so ein Mini Mini Eigentum erwerben wollte, dann hieß das einfach Ja, du musst alles andere auf Null fahren. Und ich glaube sozusagen, diese Generation von vielen Leuten, die es sich nicht mehr leisten können, hat auch damit zu Wir gehen da nicht hin und wollen was verändern Oder wir geben uns mit kleinsten Möglichkeiten zufrieden. Man kann sicherlich nicht in München, Frankfurt oder Hamburg im Zentrum wohnen. Man muss halt da gucken, wo es reicht oder hier in Berlin, in Brandenburg. Und ich will damit nur sagen, das ist ja auch so ein Anspruchsdenken. Und dann der Glauben, wenn wir das oft genug erzählen, dann übernehmen das die Politiker und deren Ergebnisse ist dann Dann nehmen wir denen, die es sich leisten können, einfach das andere weg. Und dass das noch verfängt, ist bemerkenswert, weil eigentlich müssten es die Sozialdemokraten wissen. Wir haben mal eine Studie abgebildet, Die SPD verliert immer Wahlen, wenn sie Steuern erhöhen will. Das ist ein goldenes Gesetz.
B
Dann haben sie jetzt ein gutes Jahr vor sich. Ein paar Punkte ergänzen möchte. Zum einen hast du gerade bei deinem Beispiel keinen Urlaub übrigens schon mal ein Argument gebracht zu dem Thema leistungsloses Es wird ja immer leistungsloses Erbe. Ich kenne einige Menschen, die von ihren Eltern Unternehmen übernommen haben und ich muss eins Es ist alles aber nicht leistungslos. Also die mussten schon im Studium sich darin orientieren. Die haben im Prinzip viel mehr Einträge, als es nicht leistungslos ist. Und mal ganz ehrlich, du hast zwei Familien. Die eine Familie wohnt zur Miete, fährt immer mit den Kindern groß in Urlaub und hat kein Erbe und die andere sparte sich ab, fährt nicht in den Urlaub und lässt das rein aus. Und die letzte Familie sind die die reichen, die man besteuern muss. Und die anderen besteuert man nicht. Okay, jetzt sagt natürlich die SPD, das kleine Reihenhaus ist steuerfrei. Klammer auf, Das kleine Reihenhaus in Bayern ist dann aber trotzdem nicht steuerfrei, weil nämlich Bayern ganz andere Bewertungen hat als andere Bundesländer. Was natürlich auch daran liegt, dass die bayerische Wirtschaft noch relativ gut dasteht und dass Bayern attraktiv ist. Wahrscheinlich setzt deshalb auch Herr Söder auf die Regionalisierung von Erbfasssteuern und ähnlichem aber zwei wichtige Datenpunkte. Wir reden ja immer über dieses Thema so ungerechtes Deutschland, da möchte ich gerne ein paar Dinge zu sagen. Zum einen, es ist ja so die Vermögensverteilung, also Einkommensverteilung haben wir auch schon besprochen. Nach Umverteilung durch den Staat sind wir eine der gleichsten, das Wort gibt es glaube ich nicht, aber wirklich am wenigsten ungleichen Gesellschaften, die man haben kann, weil der Staat wirklich massiv umverteilt Bei Vermögen auf den ersten Blick sagst oh, ungleich. Dann stellst du Wenn du aber Pensionsansprüche, Rentenansprüche mit einrechnest, ist es auch nicht der Fall. Das ifo Institut rechnet es vor, wenn du das mit einberechnest. Und für viele Menschen sind die Rentenansprüche der größte Vermögensbestandteile, dann ist diese Ungleichheit gar nicht nicht so gegeben. Das nächste ist, was mir immer auffällt, dass bei uns die Reichen Reichen nicht reichen. Die Reichen sind bei uns nicht reicher als die Reichen in Italien oder Frankreich ungefähr ein bisschen reich, ungefähr dasselbe Niveau, ungefähr Euro, die Top 10 Prozent. Was bei uns der Fall ist, ist, dass die unteren weniger haben. Und es hat sehr viel zu tun mit Steuer und Abgaben. Hat auch was damit zu tun, dass bei uns natürlich auch Eigentumsbildung erschwert wird, also Mietpreisbremse. Alle Mietpreisregulierungen führen dazu, dass man eher Mieter bleibt als Eigentum erwirbt. Eigentum erwerben ist aber eigentlich besser. Alle, die Eigentum haben, haben deutlich als Mieter. Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, die ganzen Themen, wo du sagen musst, da wird im Prinzip eigentlich Vermögensbildung erschwert. Der Höhepunkt ist für mich folgender und das muss ich jetzt schon mal ansprechen, das ist die Diskussion mit Milliardären. Du weißt, die Linke plakatiert ja, wir bräuchten keine Milliardäre. Es gibt in Deutschland 156 Milliardäre.
A
Ich liebe jeden Milliardär und jede Milliardärin.
B
Jetzt kommt die Linke, Linke ah, aber 75 Prozent dieser Milliardäre sind Erben, das ist ganz schlecht. Das muss also jetzt Geld geändert werden. Für mich ist immer so, ich sage, okay, zum einen gar keine Milliardäre. Ich meine, denke an die Schrünmann Brüder, die Biontech finanziert haben, denke an Schwarz, der da in Heilbronn viel investiert. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wenn die Milliarden bei dem Staat, bei Politikern sind, dass dieses Geld wirklich besser verwenden als die Milliardäre. Eine Aussage. Zweite Aussage, du musst es mal umdrehen. In anderen Ländern sind ungefähr 67 Prozent der Milliardäre Selfmade Milliardär. Und da siehst du das Problem, Das Problem, was wir haben ist, wir haben zu wenig Milliardäre. Ich habe mal Ausgerechnet, uns fehlen 198 Selfmade Milliardäre. Die fehlen uns. Und dass wir die nicht haben, das liegt daran, dass wir eine nicht ausreichende Gründungskultur, würde ich sagen, haben wir sogar. Aber bei uns in Deutschland wirklich erfolgreich bis zum Milliardär, bis zum Einhorn durchzugründen, das Schaffen weniger hat mit Finanzierungsproblemen zu tun, hat mit staatlicher Regulierung zu tun, wir haben darüber gesprochen, Kündigungsschutz, diese ganzen Themen, die da reinigt eine Rolle spielen. Das Problem, was wir haben ist wir wir haben zu wenig Wohlstand, wir haben zu wenig Vermögen. Das zeigt sich übrigens auch, wenn du die Vermögen in Relation zur Wirtschaftsleistung siehst, dann siehst du, dass wir deutlich weniger Vermögen in Deutschland haben, relativ zur Wirtschaftsleistung als Franzosen, Italiener, Spanier. Und das ist unser Problem. Wir müssen viel mehr Vermögen schaffen. In einer breiten Maße müssen wir es erleichtern. Da wäre zum Beispiel auch so eine Aktienrente ein gutes Instrument, macht die SPD ja auch nicht richtig mit. Und zum anderen müssen wir einfach eine ganz andere Dynamik in der Wirtschaft haben und Gründerkultur haben. Nur jetzt ist es ja so, es war vor ein paar Tagen Handelsblatt, hast du auch gesehen, große Umfrage, die meisten Gründer orientieren sich bereits in der Gründungsphase ins Ausland. Also ich war vor kurzem jetzt bei einem Venture Fund zum Gespräch und die haben mir gesagt, im müssen wir jetzt eigentlich in den USA und woanders Büros aufmachen, weil viele Gründer, die zu uns kommen, kommen eigentlich zu uns und sagen wir gründen, aber wir gehen gleich ins Ausland nach dem die wissen ja schon, sollten sie wirklich erfolgreich sein, dann kommt der Lars und will wieder irgendwie viel Geld von ihnen haben und wegziehen können sie auch nicht mehr weg.
A
Wegzugsteuer.
B
Das heißt, unser Problem, was wir haben, wir haben zu wenig Milliardäre, wir haben zu wenig Anreize Milliardär zu werden. Wir haben eine leistungsfeindliche Besteuerung. Wenn du jetzt sagst, was ich ja immer wieder hast, ja Dauerschleife, Deutschlandfunk, Herrn Klingbein, andere hörst ja, wir müssen das. Es ist unfair, wenn Gründer es schwerer haben als Erben, dann würde ich sagen, das ist richtig. Aber die Antwort ist doch da nicht das Erben noch schwerer zu machen. Die Antwort ist doch macht es den Gründer leichter. Das heißt, bin ich gegen eine Erbfolgsteuer? Nein. Bin ich gegen eine höhere Erbwertsteuer? Auch nicht unbedingt, aber da muss im Gegenzug doch die Steuerlast sonst gesenkt werden. Und wir haben ja vergessen, die meisten Unternehmen zahlen hinterher auch Einkommensteuern, so wie du und ich normal Einkommenssteuern oder auch die Körperschaftssteuer in Deutschland ist an der Spitze, weshalb ja die amtierende Cleico irgendwie ins Schaufenster gestellt hat, irgendwann, wenn es mal Geld gibt, Klammer auf gerade habe ich schon leere Kassen, über marginale Steuersenkungen nachzudenken. Wenn du das wirklich machen möchtest, dann musst du Ich reduziere massiv die Steuern auf Einkommen und Arbeit. Ich reduziere massiv die soziale Abgaben. Dann kannst du im Gegenzug okay, ich finde irgendwelche Modelle, um Vermögensübergänge, Erbschaften, Schenkungen zu bestäuben, die Amerikaner es ja machen, würde mir sofort entgegen gehalten werden. Nur es muss ein Gesamtkonzept sein. Bei uns ist es die letzte Stufe vor dem Konkurs. Tritt an, wir gehen in die Substanzbesteuerung hinein und ich kann nur eins. Nochmal Substanzbesteuerung heißt nichts anderes als das endgültige Signal an jeden Einzelnen hier im Land, der noch irgendwelche Vermögenswerte hat, rette, was zu retten ist. Und dein Freund Don Alfonso schreibt wir sollten alle in Schließfächer tun. Nach Möglichkeit nicht in Gelsenkirchen und möglichst natürlich nur in Kernbohrverbotszonen. Aber ich glaube, das kann nicht die Antwort sein. Ich kann nur eins. Liebe Freunde in Berlin, liebe Politiker, come on. Könnt ihr mal bitte jetzt aufhören, so ein dummes Zeug zu schwätzen und mal richtig regieren? Und bleibe ich bei mir, wenn die SPD das wirklich haben möchte, Spätestens dann würde ich, wenn ich Kanzler werde, die einfach alle rausschmeißen aus der Regierung und Minderheitsregierung machen.
A
Oh yes, bitte unbedingt. Dem ist wenig hinzuzufügen, als vielmehr dieser grundsätzliche Befund. Wir haben heute Morgen ja schon wieder beide gemeinsam Deutschlandfunk gehört. Wenn ich dann von irgendeinem Telekom Anbieter, der ein journalistisches Outlet höre, die 1 zu 1 Sozialist Propaganda weitergeben. Das ist schon sehr, sehr lustig. Wir haben einfach so wenig ökonomischen Sachverstand in der Publizistik. Auch dass dieser Kontext dessen, was sich früher der Spiegel mit, ich wiederhole es, Gabor Steingart, Stephan Aust, das war selbst in linken Medien, ich erinnere es bei der Süddeutschen, die frühere Wirtschaftsredaktion, Oh Gott, über 30 Jahre her, ganz andere Leute mit einem ganz anderen Verständnis der sozialen Marktwirtschaft und das ist alles komplett erodiert. Wir dürfen das Wort Steuer, wir müssen es für verbieten, OECD, wir haben die meisten, die höchsten Steuer, die höchsten Abgaben und kein Gründer gründet hier gerne, weil er einfach nur, das ist absehbar, wenn ich erfolgreich bin, wann ich ins Visier der Enteigner komme. Wir brauchen eine andere Kultur. Wir müssen darauf setzen, dass wenn wir jetzt noch mehrere Jahre hier den Podcast so erfolgreich weitermachen, dass wir dann die Kulturrevolution im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft wieder gewinnen können. Stand heute ist es wirklich zum Verrücktwerden und das heute Morgen. Also ich habe auch als dann Neues Deutschland im Deutschlandfunk, also diese Redakteure, die das machen, das sind einfach keine Ahnung. Ich weiß gar nicht, ob die in der Linkspartei sind oder in der Grünen Jugend oder bei den Jusos, I don't know. Das ist schon sehr lustig.
B
Immer eins was sagen. Wir müssen über Monika Schnitzer in dem Zusammenhang sprechen. Monika Schnitzer ist Vorsitzende des Sachverständigenrats und sie ist ja politisch neutral. Also du kannst ja schon sagen, sie hat ja auch die SPD kritisiert wegen Rentenpaket und so. Sie ist nicht einseitig. Was mich gestört hat in der ganzen Diskussion ist, sie sagt jetzt, der Staat hat bald kein Geld mehr, er müsste sparen, aber er müsste eigentlich wahrscheinlich Steuern erhöhen, anstatt kategorisch zu sagen, Steuererhöhung ist keine Antwort. Ihr könnt gerne Steuersystem umbauen, aber nicht mehr Steuern. Das hätte ich von ihr zumindest erwartet bei einer Staatsquote von um die 50 Prozent. Das zweite ist, was mich an ihr stört, ich würde den Podcast wahrscheinlich nie hören. Wenn sie ihn hören würde, würde ich sagen, liebe Frau Schnitzer, würde ich mich an ihrer Stelle auf das Niveau begeben. Ist ja, wenn sie dann in Interviews sagt, zum Beispiel, ich zitiere hier, bei den reichen Erben, wie es so schön heiß oft steht noch anderes Vermögen zur Verfügung. Da finden sich neben liquiden Konten auch Gemälde, Oldtimer oder der Privatjet, gerade wenn es um sehr hohe Erbschaften geht. Ich habe gedacht, okay, die Jagd, ich dachte, sie hätte auch Yacht gesagt, hat sie aber nicht nur. Jetzt gehen wir das mal ganz kurz durch. Da wird dieses Bild erzeugt, was die zigarrenrauchenden Yachtbesitzer ist, der mit seinem Privatjet um die Welt schätzet. Also jetzt gehen wir mal vorher nochmal Hast du einen Privatjet, der im Privatvermögen ist, wird er heute bereits bei der Erbsteuer erfasst. Full stop, da gibt es keine Ausnahme und so weiter. Ist der Privatjet Firmen anerkanntes Betriebsvermögen, vom Finanzamt geprüft, dann ist er Betriebsvermögen. Du kannst doch nicht. Das ist deshalb verboten, weil du darfst Nicht vergessen, seit 2019 hat sich der innerdeutsche Flugverkehr halbiert. Eine mittelständisch geprägte Wirtschaft, die sitzt nicht alle in München, München und Frankfurt, um die einzigen noch relevanten Flughäfen zu nennen. Die leben teilweise auch in der Anführungsstrichen Provinz, also wie Stuttgart oder sonst wo.
A
Andreas Herb, der Wunderbare mit seinem Flughafen in Paderborn, wo er immer von da in die Welt aufbricht.
B
So das heißt im Immer mehr Unternehmen sind aufgrund der Klimapolitik in Deutschland übrigens völlig sinnlos. Ist auch das weißt du ja, weil du hast Emissionszahlen und Luftverkehr und wenn wir weniger fliegen, können die anderen billiger fliegen. Klammer zu. Wenn du das im Hinterkopf sind gezwungen quasi, um überhaupt ihr Geschäft zu betreiben, Privatjets zu haben. Und dann stellt sich die Sachverständige hin und macht es im Prinzip so ein Bild, wo der Eindruck entsteht, eben Zigarre rauchend, am besten mit ein paar netten Mädchen auf Clubsesseln, so was ist wie im Hollywood Film. Dann Bilder nach dem Gemälde. Seit wann sind Gemälde Betriebsvermögen? Sehr selten. Gemälde sind übrigens steuerfrei, wenn du seit über 20 Jahren im Familienbesitz. Hast oder wenn es ein anerkanntes Kulturgut ist. Also vor dem Steuersparmodelle gibt es schon. Kauf dir einfach ein wertvolles Kunstwerk und behalte es länger als 20 Jahre in der Familie steuerfrei. Das heißt, es ist so. Und Oldtimer, ja gut, Ulf schlechte Nachrichten, die werden auch so und so versteuert. Nur dieses Bild, was da geweckt wird, ist ja wirklich ein Bild, was eigentlich den Neidreflex befüttert. Und ich finde es sehr schade, wenn Ökonomen das tun. Bei dem Ökonomen, dessen Namen wir nicht mehr nennen, wissen wir, dass das Bestandteil ist. Ich glaube, wir würden auch fast nicht mehr sagen, dass er Ökonom ist, weil Frau Schnitzer, bedauere ich es einfach nur, weil sie doch in so einer exponierten Rolle ist. Hätte ich gewünscht, dass sie das irgendwie ein bisschen neutraler formuliert.
A
Ja, aber ich glaube, es gehört in Deutschland mit dazu, dass Ökonom innen, wie man so schön sagen kann, genau diese Ressentiments mitführt. Ging mir genauso. Und im Grunde genommen letztendlich in meinem lieben Tagebuch hier an Kloster Die Benediktinermönche waren ökonomisch so erfolgreich, dass es sich leisten konnten, die besten Künstler und Handwerker im speziellen Barock, diese Kirche machen zu lassen. Dann gibt es eine Chorabteilung, also hinter dem Altar, nur für die Benediktinermönche mit den teuersten Intarsienmaterialien der damaligen Welt. Und das ist ja eigentlich die Geschichte des Fortschritts der Menschheit ist nicht durch Entsagung entstanden, sondern aus Ambition und dem Willen, allen zu dokumentieren, dass man es geschafft hat. Und auch die Benediktinermönche, die ja unglaublich segensreich waren für diese Region. Und wenn man sich die region und auch 14 heiligen und so weiter da anguckt im maintal, kleiner tourismus link, wirklich, es lohnt sich. Diese Kirche ist von einer Schönheit, da haut es einem wirklich, haut es einen aus den Schuhen. Und das hat alles damit zu tun, dass es Reichtum gab. Venedig, warum lieben wir die Toskana? Warum lieben wir Norditalien? Es waren reiche Regionen. Warum war Nürnberg, bevor die Nazis das kaputt gemacht haben, so schön? Weil es eine reiche Patrizierstadt war. Reichen Reichtum ist die Grundlage von Kultur. Nicht reiche, nicht wohlhabende Gesellschaften produzieren in der Regel nicht so schöne Sachen. Deswegen ist im Ostblock das Nachholbedürfnis so groß, sich mit schönen Dingen umzusetzen. Auch hier Viktor Orban, man kann ihn nur feiern, wie der Budapest wieder aufbaut im Sinne der alten Größe und Schönheit. Und ich finde, Deutschland ist nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengebombt eher ein scheußlicher Land, verglichen mit Frankreich, Spanien, Italien und so weiter. Und ich finde, man sieht es schon wieder an hier in Berlin in den besten Lagen. Das Geld wird weniger und schon wird richtig beschissen wieder gebaut und es wird noch scheußlicher. Das heiß Wohlstand, Reichtum ist der Träger von Kultur. Und wenn man das bekämpft, dann entsteht diese Kultur woanders Deshalb kann man sich Fotos von Dubai vor 30 Jahren angucken und jetzt angucken. Deswegen kann man sich in New York an angucken, also vor Mandani. Aber so wie das aussieht, wenn eine Stadt boomt oder Palo Alto oder San Francisco oder gerade Mailand oder Kopenhagen und so weiter. Und wer in einer schönen freien Gesellschaft, die auch im öffentlichen Raum gut funktioniert, leben will, der geht lieber in ein Land, das wächst und wohlhabend ist. Und mit dieser Bombshell kommen wir zu den Herolden dieser Art von Einsichten. Dieselbe aus Boden liegt die kaputte FDP Dreikönig schon interessant, niemand interessiert es mehr. Und bei Dürr und Büttner habe ich mir so Redefragmente auf Social angeguckt. Die eine macht eigentlich Reklame dafür, dass die FDP nicht geweilt wird, weil sie dann als Gag ihre Haare absäbelt. Da würde ich Ich wollte euch eigentlich wählen, aber Frau Büttner mal ohne Haare zu sehen, wähle ich sie vielleicht nicht. Dann gucke ich mir das an, ob sie es wirklich macht. Und Christian Dürr macht so Gags, die nicht ankommen und versucht dann mit unbeholfener Selbstironie noch Gags draus zu machen. Und es hat dann auf Twitter so viel Likes wie irgendwas von unserem jungen Volontär und so. Also das ist eine Phase, in der es eine liberale, staatsskeptische, kluge, aufgeklärte Stimme in der politischen Landschaft ohne Ressentiment dringend brauchen würde, ist die FDP und nicht Ich kann die Parteigeschichte, glaube ich, ganz gut umreißen, auf ihrem absoluten Tiefpunkt angelangt. Und das bricht mir wirklich das Herz. Und wenn man dann sieht, wie viele junge Leute gerade Westerwelle reden, wieder posten, gute Reden von Lindner, all das. Aber es wirkt, als wäre das aus einer Vorzeit. Wie geht es dir und mit deinen Gefühlen für die Freien Demokraten? Ich glaube, wir können beide zugeben, wir haben sie dann doch eher öfter als weniger oft gewählt, vermute ich.
B
Das können wir gerne zugeben, wobei ich mich immer schon gestört habe mit dem Thema Besserverdiener Verteidigung und Ähnlichem, weil ich finde die FDP auch manchmal nicht die richtigen Schwerpunkte gesetzt hat. Du, mir geht es genauso. Ich glaube, wir haben eine Gesellschaft, die wenig den Liberalismus, die Freiheit wenig schätzt. Leider. Viele Bürger glauben ja, wir haben ja darüber gesprochen, letztes Mal, vorletztes Mal, glauben ja, trotz eklatanten Staatsversagens in Folge im Dauerauftrag quasi trotzdem noch daran, wenn Politiker mehr Staat und dann haben wir das Problem gelöst. Das ist ein grundlegendes Problem. Und natürlich war es so, du siehst mit Lindner war es so eine One Trick Pony Partei. Das ist sehr sehr schwer und ich bleibe dabei, dass diese beiden FDP Politiker da dieses Demonstrationsportal gemacht haben, ist natürlich auch schon fatal einfach als Signal, weil es zeigt irgendwie den Geist dieser Partei. Leider Gottes.
A
Strack Zimmermann bindet fünf Staatsanwälte mit ihren Anzeigen.
B
Ja und das ist einfach, das entspricht nicht dem, was wir beide am Anfang von meinem Meinungsfreiheit und Meinungspluralität gemeint haben. Ich glaube die FDP, also wenn ich was fragst, ich glaube nicht, dass die FDP wieder aufersteht. Leider Gottes. Du brauchst im Prinzip eigentlich einen Neustart. Ich will jetzt nicht sagen die Chancenpartei, ich hab's doch gesagt die Chancenpartei, wir müssten halt jemanden finden, der die Chancenpartei macht und da vorantritt, der die Energie hat so was zu betreiben, so ein politisches Geschäft. Wie gesagt, ich selbst bin dazu leider nicht in der Lage, aber ich bin verzweifelt, weil die Diskussion, die wir haben, ist eine Diskussion zwischen staatsgläubigen Parteien und auch deine zwischenzeitlichen Freunde da aus Bayern sind ja letztlich eine sehr sehr staatsgläubige Partei, wenn du ehrlich bist. Also vor dem Der Liberalismus fehlt leider in Deutschland, der fehlt extrem, Darum kommen wir auf die Briten zu sprechen, fehlen die Briten natürlich noch so, weil die Briten, als sie in der EU waren, im Prinzip dazu beigetragen haben, dass nicht das Schlimmste passiert und so haben wir im Prinzip staatsgläubige Deutsche mit staatsgläubigen Franzosen, Italienern, Franzosen zusammen und dann siehst du halt Spanien zusammen und dann siehst du halt was dabei raus kommt, nämlich der relative Niedergang einer ganzen Region.
A
Ja ein letzter Punkt, bevor wir zu ist das mega oder kann das wegkommen? Also die letzte Überlebenschance sind die Wahlen in Baden Württemberg. Dort stehen sie in den Umfragen zwischen 5 und 7 Prozent. Das ist ja eine der Kernregionen des Liberalismus in Deutschland immer gewesen, traditionell auch Und dort gibt es auch und deswegen tut es mir besonders leid, der Spitzenkandidat ist wirklich ein origineller Typ, der hat das auch wirklich drauf. Es gibt ganz viele junge junge Kandidatinnen und Kandidaten, die mir immer wieder schicken, was sie da tolle Sachen im Wahlkampf machen. Also die hätten es wirklich verdient. Auch die Julis aus Bavi sind wirklich stabil. Aber der Punkt ist einfach, wenn die Bundespartei so irrlichtert wie im Augenblick und du hast es zu Recht, Franzi Brandmann, unsägliche Denunziationskapitalisierungsportal und dann jemanden wie Strack Zimmermann. Und da hilft auch nicht so eine Showeinlage wie die mit Kubicki da bei 3 König. Das nimmt dem Liberalismus einfach jede Glaubwürdigkeit, dass man dort Leute hat, die A für Meinungsfreiheit sind, b für einen schlanken Staat, wenn sie selber so viel Staatsmittel binden aus fragilem Ego heraus und denen einfach auch Ich finde, der Liberalismus lebt von Menschen, die freie Geister sind und freie Geister sind in der Lage, eigene Fehler zu sehen und zu korrigieren und Lernkurven hinzu zu legen. Und das Ausbleiben der Lernkurve, die wirken alle echt so hängen geblieben. Also Christian Dürr sieht aus, als würde er morgen Du Christian, für den Wahlkampf, Du müsstest dich im weißen T Shirt in schwarz weiß fotografiert nachts vor den Computer setzen. Es wirkt so wie die FDP vor 15 Jahren und die Zeit hat sich einfach verändert. Wir drücken den Kolleginnen und Kollegen des Liberalismus in Baden Württemberg, soweit wir das dürfen, als Bürger ganz objektiv die Daumen. Aber große Hoffnungen haben wir nicht. Ich glaube allerdings, weil es jetzt ganz viele Parteigründungen in dieser Ecke gibt, am Ende ist die FDP total unterbewertet und wer auch immer sie wieder übernehmen mag mit einem tollen Konzept und so. Ich glaube, da geht noch was.
B
Das glaube ich auch. Ich würde nicht neu gründen, ich würde die FDP kapern.
A
Ich auch. Gut, also die Chancenpartei heißt jetzt FDP.
C
Ist das mega oder oder kann das weg?
A
Und da gibt es zwei wunderbare Entscheidungen. Ihr seht mal, wie wir basisdemokratisch arbeiten. Ich lese vor und Daniel entscheidet, was wir machen. Worthülse, soziale Gerechtigkeit. Ist das mega oder kann es weg? Oder aber Schneeräumpflicht. Ist das mega oder kann es weg? Daniel, was willst du machen und was?
B
Lass uns doch beides machen. Wir überziehen soziale Gerechtigkeit. Ich kann es nicht mehr hören, weil das Soziale Gerechtigkeit, weil es das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Und das gilt auch für soziale Gerechtigkeit. Der Staat ist Sozialstaat, also umverteilt am meisten von der Mitte zur Mitte. Er umverteilt nicht von den Reichen zu den Armen, sondern verteilt in der Mitte. Er nimmt immer mehr ab, um dann wieder auf anderen Wegen zurückzugeben. Sei es E Autosubvention, was weiß ich, ein großer Mist. Soziale Gerechtigkeit ist das Unwort meines Erachtens des Jahrzehnts, mindestens wahrscheinlich schon dieses Jahrhundert, weil ich kann es nicht mehr hören, weil wer das im Munde schwingt, der hat eigentlich nichts Gutes im Sinne. Der denkt eigentlich nur an seine eigenen Interessen, gewählt zu werden. Ich mache den Gehweg auch gleich mit, werde 1 Gehweg räumen. Also als Privatmann musst du es ja machen. Wenn dich eine Oma oder auch jemand anders vor deiner Haustür auf die Klappe fällt, bist du dran, wenn du nicht geräumt hast oder nachweisen kannst, jemanden beauftragt zu haben. Ich kann dir eins Ich war in der Alten Nationalgalerie am vergangenen Wochenende übrigens sehr empfehlenswert. Die Ausstellung Schaaf Gerstenberg muss man gesehen haben, wenn man sie nicht hat, läuft noch ein paar Wochen bis Mitte Februar, glaube ich. Also bitte hingehen Und wenn du da in der Gegend unterwegs bist, auf öffentlichem Grund, da kannst du froh sein, wenn du ohne Brüche nach Hause kommst. Da fragst du Wieso drückt der Staat eigentlich mir als Privatmann das auf? Und selber sorgt er nicht mal in der Mitte der Stadt wirklich belegten Gegenden dafür, dass man dagegen kann, ohne auf die Schnauze pflegen zu können. Und vor dem Ich finde, die Pflicht kann weg, oder? Aber der Staat ist auch haftbar, wenn man irgendwo im öffentlichen Grund hinfällt. Und wie gesagt, soziale Gerechtigkeit, give me a break. Wir haben andere Themen. Ich fände ein viel besseres Wort. Ich würde sagen Wohlstandsschaffung. Das sind auch zwei Worte, aber das würde ich Wohlstandsschaffung, das sollte eigentlich das Motto sein. Jeder Politiker soll 10 Jahren nur darüber sagen, wie schaffen wir mehr Wohlstand? Das wäre so schön.
A
Ja, also ich bin natürlich wie immer bei dir. Fang mal an mit der Schneeräumpflicht. Also wir sind ja beides Eigenheimbesitzer und ich habe einen ganz tollen, günstigen alten Kleinstfamilienbetrieb, die das für mich machen für eine Jahresgebühr, die ich mir gerade so leisten kann. Und ich finde, die Schneeräumpflicht müsste nicht sein. Aber als Liberale sind wir ja für Haftung und Verantwortung. Das heißt wenn die wegfällt, musst du halt damit rechnen, dass du dann auch in Haftung kommst, wenn sich Omi hinpackt oder die Kinder und so weiter. Dann brauche ich keine Schneeräumpflicht. Aber da ich nicht will, einfach aus bürgerlicher Verantwortung für meine Nächsten und für den öffentlichen Raum und für meine Nachbarschaft, die ich sehr liebe, dann ist es ja quasi selbstverständlich, dass ich als Bürgerliche dafür sorge, dass die jährige Nachbarin ums Eck dort von den Einkäufen zurücklaufen kann, ohne sich was zu brechen und die reizenden Kinder aus der Nachbarschaft dort auch entlang toben können, ohne sich was zu brechen. Also auch wir brauchen keine Pflicht, wir brauchen Eigenverantwortung und ehrlich gesagt, das kleine Einmaleins, das zwischenmenschliche menschlichen Fürsorgebereichs, der in bürgerlichen Gesellschaften ohne NGOs verständlicherweise gut funktioniert. Was die soziale Gerechtigkeit betrifft, da gibt es ja diesen wunderbaren Ausdruck von Hayek als sogenanntes Ich kann es auch nicht mehr hören und ich finde, wir brauchen mehr Wachstum, mehr Wohlstand, mehr Reiche, mehr Prunk und mehr glückliche Menschen. Und es inkludiert die Menschen, die innerlich Reichen sind und ein zufriedenes Leben in Askese ohne ganz wenig brauchen. Aber die soziale Gerechtigkeit, die hat sich in Deutschland als Begriff politisch totgesiegt und möge dieser Begriff vom Erdboden bundesrepublikanischer Debatten verschwinden, das gesagt haben, weiß ich natürlich, dass es nie passieren wird, weil es einfach zu beliebt ist, diese Floskel. Und es ist eigentlich nur ein Kaschieren von Neid. Aber egal, mit diesem Bombshell enden wir. Es war wie immer herrlich. Daniel, komm gut wieder zurück aus dem wunderschönen Bayern und bis nächste Woche.
B
Bis nächste Woche. Alles Gute.
A
Ciao.
C
Das war Make Economy Great again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreib uns an mega elt.de und hinterlassen. Hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Make Economy Great Again – Episode Summary
Podcast: Make Economy Great Again
Episode Title: Wir haben zu wenige Milliardäre!
Date: January 14, 2026
Host: WELT (Ulf Poschardt)
Guest: Daniel Stelter
In this candid and critical episode, WELT-Herausgeber Ulf Poschardt and Ökonom Daniel Stelter debate Germany’s economic malaise, the pessimism among entrepreneurs, and why the country desperately needs not fewer, but more billionaires. Against the backdrop of a stagnating economy, investor skepticism, and political inertia, they dissect how culture wars, regulatory overreach, and taxation schemes are driving away growth and innovation. The conversation navigates Germany’s fading economic miracle, underlines calls for radical reform, and provocatively challenges conventional wisdom on wealth, inheritance, and entrepreneurial incentives.
Der Podcast ist geprägt von:
Wer die deutsche Wirtschafts- und Politlandschaft mit kritischem, reformorientiertem Blick verstehen will – jenseits parteipolitischer Rhetorik – findet in dieser Episode scharfe Analysen, zugespitzte Thesen (z.B. „Deutschland hat zu wenige Milliardäre“), und einen Frontalangriff auf Blockaden in Politik, Gesellschaft und Kultur. Das Gespräch bleibt immer unterhaltsam, pointiert, und gibt zahlreiche Denkanstöße zu Erbschaft, Liberalismus und der Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
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