
Mit Daniel Stelter und Ulf Poschardt
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Ulf Poschardt
Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht, guten Mittag. Ja, heute mal keine Pointe zum Anfang. Das sind ja eh immer nur so läppische Reime, weil wir ja nach den Wahlen in Baden-Württemberg eine auf mehreren. Ebenen interessante ernste Lage haben. Ich glaube, alle unserer Zuhörerinnen und Zuhörer, ihr habt das ja alle mitverfolgt. Die Union hat in einer beispiellosen schwachbrüstigen Art einen Punkte Vorsprung versemmelt mit einem Wahlkampf in kompletter Konfliktvermeidung. Das gilt übrigens nicht nur für Politik, sondern auch bei Management, Unternehmertum und im Privatleben. Wer lange Konflikt vermeidet, muss damit rechnen, dass er ganz schön viel verliert.
Podcast Announcer
Alle wissen, dass es Veränderungen braucht und diese nötig ist.
Ulf Poschardt
Deutschland muss wettbewerbsfähig sein. Mit 4 Tage Woche und Work Life Balance werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können.
Podcast Announcer
Make Economy Great again Wie Deutschlands Wirtschaft wieder boomt. Der Podcast mit Ökonom Daniel Stelter und Weltherausgeber Ulf Poschardt.
Ulf Poschardt
Dann hatten wir eine Diskussion über die Ursachen darüber, in der dann Friedrich Merz gestern auch noch mal die Schote gebracht hat, dass es gewisse Journalisten sind und ein gewisser Verlag, der das Ganze mitzuverantworten hat, wenn er Richtung Brandmauer Fragen stellt. Und dann haben wir am Abend gesehen, als Daniel getwittert Baden-Württemberg hat die Deindustrialisierung gewählt. Ehrlich gesagt, wer Daniel kennt, ein absoluter sanfter Klassiker, wie eine neue Art von Journalismus, die entstanden ist in den wohlstandschtrifizierten Vierteln der Bundesrepublik dann ihren Regierungssprecher Hobbyaufgaben gerecht wurden und Daniel Schaaf gecancelt haben. Wir stehen heute, es ist Dienstagvormittag, vor einer geradezu ausgedachten Man würde einem Drehbuchschreiber Nee, das könnt ihr nicht machen. Nach diesen Wahlergebnissen, ich lese mal ganz kurz vor auf B Welt DE, um jetzt nicht wieder Welt zu zitieren, ist die große Geschichte gerade Gewinn halbiert, VW streicht Stellen und drunter 98 Prozent Absturz, Gewinngarant Porsche kollabiert. Und ich würde sagen, lieber Daniel, das riecht ein bisschen nach Fortsetzung dieser Art von Deindustrialisierung, wie wir sie ja im Nachgang des Green Deals, im Nachgang der Entscheidung in Deutschland 2045 klimaneutral zu werden und im Nachgang von Baden Württemberg, wo zum Beispiel Zuffenhausen und Weissach liegt, wo Porsche Autos herstellt und entwickelt. Das scheint doch das gewesen zu sein, worauf du ganz freundlich hingewiesen hast. Hallo lieber Daniel, hallo lieber Ulf.
Daniel Stelter
Ich mein, ich denke noch dran, wie Deindustrialisierung als ein Kampfbegriff geframed wurde von bösen Leuten, die im Prinzip nicht an das Gute glauben. Vor ein paar Jahren noch, lass mich so formulieren. Und gestern Abend habe ich durch Zufall Fernsehen angemacht, während ich mir mein Abendessen vorbereitet habe. Und da war im ZDF WISO, diese Wirtschaftssendung Wirtschafts und Soziales, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen habe. Und dann war ein Bericht, ich glaube sogar aus Baden Württemberg. Und ich glaube der Begriff Deindustrialisierung kam in den drei Minuten, die ich gehört habe, stimmt fünfmal vor. Also es ist sozusagen durchaus bekannt, aber vielleicht kam die Sendung ein bisschen zu spät für die Wahl in Baden Württemberg. Was ich interessant finde ist, ungefähr 30 Prozent aller Wähler haben gesagt, Wirtschaft wäre das wichtigste Thema. Und dann hat man die auch befragt. Da gibt es eine Umfrage von dimap und die Aussage 61 Prozent aller Wahlberechtigten sagten, die wirtschaftliche Lage sei schlecht und 37 Prozent bezeichnen sie als gut. Da bin ich persönlich natürlich immer etwas erstaunt, dass es immer noch 37 Prozent gibt, die sie für gut halten.
Ulf Poschardt
Aber okay, 30 Prozent Beamten, die alle grün gewählt haben.
Daniel Stelter
Du kreist schon ein bisschen vor. Da geht es natürlich nach Wählern. Also die AfD wählt also mit 86 Prozent der Auffassung, die wirtschaftliche Lage wäre schlecht. Jetzt wissen wir auch, dass sehr viele Arbeiter die AfD gewählt haben. Gehen wir noch darauf ein. Vermutlich sehen die einfach, wie um sie herum die Jobs wegfallen und wenn das VW heute ankündigt, fallen weg. Und wenn bei Porsche der Gewinn um 98 Prozent einbricht. Wir wissen, bei Porsche gibt es intensive Programme und Diskussionen, selbst bei den Entwicklern, nach dem wollt ihr nicht früher gehen? Also die sehen halt tatsächlich, was passiert. Von den FDP Wählern wollten wir ja gesehen haben, gibt es Sehr, sehr wenige. 73 Prozent sagten, die wirtschaftliche Lage sei schlecht, nur 27 Prozent sei gut. Die CDU Wähler 56 Prozent schlecht, 43 Prozent gut. Auch die SPD Wähler überwiegend schlecht. Die einzigen zwei Gruppen, die sagen die wirtschaftliche Lage, mehr Leute sagen, die wäre gut als Schlecht sind die linken Wähler. 51 Prozent der linken Wähler sagen, es ist gut, 43 Prozent schlecht und die Grünen 39 Prozent schlec. Und da bist du natürlich genau bei dem Punkt, desto näher du dran bist an der staatlichen Alimentierung, desto besser oder desto mehr geschützt du bist von allem anderen. Wenn du dein Einfamilienhaus hast, das Solardach finanziert bekommst vom Staat, Elektroauto subventioniert bekommst und so weiter, dann magst du es gut sehen. Und wenn man dann reinschaut und schaut, wer hat eigentlich wen gewählt, ist in der Tat so, was du gesagt hast. Also Infratest schätzt, dass zwischen 39 und 44 Prozent aller Beamten Grüne gewählt haben, doppelt so viel wie die Arbeiter. Also 18 Prozent der Arbeiter haben die Grünen noch gewählt, gewählt. 43 Prozent der Hochschulabsolventen wählen Grüne. Da können wir gleich wieder drüber diskutieren. Hochschulabsolventenschwämme führt natürlich genau zu dem, das ist dann eben dein Buch wieder zitieren, das Shitbürgertum, was da ist. Wie gesagt, erarbeitet das nicht. Und man kann ganz klar sagen, wenn man bundesweit befragt, da gab es eine ältere Umfrage, Da sind auch 30 Prozent der Beamten wollen Grüne wählen und ich finde es ja auch konsequent. Du willst etwas wählen, was gut ist, was das Gute möchte, ist ja unstrittig saubere Umwelt, Klima und so weiter. Vergiss gleichzeitig den anderen, die ein Leben still haben, die du selber nicht leisten kannst, diesen Lebensstil vermiest und das Ganze noch mit einem guten Gewissen und gleichzeitig die sicherstellen, dass auch deine Bezahlung immer gut ist und dass auf jeden Fall der Staat weiter wächst. Du weißt, das Einzige, was wächst, ist der Staat. Das ist jetzt zusammen erstmal die Situation. Und dann habe ich mir mal angeschaut, dachte mir, mein Gott, jetzt regieren ja die weiter, die schon seit 10 Jahren zusammen regieren. Was ist eigentlich so die Bilanz? Und ich finde eigentlich, es ist erstaunlich, wie man mit dieser Bilanz wiedergewählt werden konnte. Ich meine, wir haben zum einen das Bildungswesen, du weißt es früher, Bildungsmonitor Baden Württemberg hat eigentlich immer auf einem der Top Plätze gelegen. Platz 3 waren sie 2011 noch, jetzt sind sie auf Platz 5 2024 sie geht weiter runter. Das klingt eigentlich harmloser als es ist. Aber wenn du mal so siehst, Mindeststandard verfehlt bei Lesestandard beispielsweise, Da gibt es IQB Monitor, es waren 2010 10 Prozent der Schüler, heute 19 Prozent der Schüler. Die nicht richtig lesen können, Mathematik von neuneinhalb Prozent rechnen können auf 19,7. Wir haben ganz viele umbesetzte Lehrstellen. Wir haben eine Vervierfachung der Kündigung der Lehrer. Die Gemeinschaftsschule, die quasi gefördert wurde, wird vom Philologenverband als Komplettversagen bezeichnet Und darüber hinaus gab es ja die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlungen, also der Empfehlung, wer aufs Gymnasium gab, mit der Folge des Gymnasium überlaufen sind und die Sitzenbleiberquoten explodiert sind. Also Schulsystem haben sie sehr konsequent abgewirtschaftet. Dann haben wir gesehen, die Wirtschaft hast du gerade angesprochen, dass zeigt sich natürlich bei den Kommunalfinanzen. Ich meine Gewerbesteuereinnahmen Stuttgarts lagen 2023 noch bei 1,6 Milliarden 785 Millionen. Sindelfingen 95 Millionen Rückzahlung an Mercedes, Haushaltssperre eingereicht im Dezember 2025. Porsche hat es gerade erwähnt, früher 65 Millionen Gewerbesteuerzahlungen in Weissach, jetzt nur noch 3 Millionen. Raststaat Mercedes von 90 Millionen auf eine Million. Wir können es fortsetzen. Das Erste Mal seit 2010 gibt es insgesamt in Baden Württemberg einen sogenannten negativen Kommunalfinanzierungs. Das heißt, die Gemeinden haben alle kein Geld mehr. 60 bis 70 Prozent der Gemeinden in Baden WürttemberG haben keinen ausgeglichenen Haushalt und Karlsruhe, auch das muss ich vor Augen halten, hat zum ersten Mal in der Stadtgeschichte eine Haushaltssperre. Das ist die wirtschaftliche Lage und ich bin total fasziniert, wie man in der wirtschaftlichen Lage die wieder wählen kann, die maßgeblich dazu verantwortlich sind. Jetzt sagst du zu Daniel, das ist unfair, weil die können doch nichts dafür, die EU macht da was und so weiter und so fort. Wir wissen Verbrennerverbote und ähnliches haben die
Ulf Poschardt
Grünen auf europäischer Ebene sehr stark, dass das unfair ist.
Daniel Stelter
Ja gut, alles klar. Ich bin auch gleich fertig. Ich will zwei Punkte ganz kurz sagen und dann gibt es ganz harte Fakten. Du weißt, mein Lieblingsthema ist immer Energie. Energie ist Wohlstand. Seit 2010 hat sich die Energieproduktion in Baden Württemberg halbiert. Die haben früher 66 Terawattstunden produziert, jetzt nur noch 34,1, also fast 50 Prozent weniger. Niedrigster Stand seit 1980. Klammer Industrie braucht übrigens Strom, gerade wenn du eine Transformation machen möchtest. Natürlich liegt es an der Abschaltung der vier Atomkraftwerke. Es ist klar, da sind 30 Terawattstunden weggefallen. Man hat seitdem Erneuerbare ausgebaut. Ja, Das gibt ungefähr 10 Terawattstunden. Weiß aber im Unterschied zur Atomkraft eben nicht nachts, nicht, wenn die Sonne nicht scheint, nicht wenn Wind nicht bläst. Windräder wurden wenig gebaut, da würde ich dazu Sagen, es sollten 100 gebaut werden. 2024 8 bis 14 wurden gebaut. Zahlen, die ich ganz sicher, die ich gefunden habe. Und da muss man dazu sagen, da nehme ich in Schutz, weil einfach ein Windrad zu bauen, erzeugt da keine Energie. Du musst durch Windräder da bauen, wo der Wind bläst. Das ist eben eher an den Küsten als in Bayern und Baden Württemberg, aber egal. Und insofern das Entscheidende ist, sie importieren im Prinzip überwiegend Strom aus Frankreich von den bösen Atomkraftwerken. So ist die Situation. Und nach einer Umfrage weist, dass ungefähr 45 Prozent der stromintensiven Betriebe die Verlagerung ins Ausland erwägen. Das heißt, dieser Niedergang der Wirtschaft, das ist ja hausgemacht. Gleichzeitig machen die Bürger sich zu Recht Sorgen um die Wirtschaft und sie wählen dann diejenigen, die den Niedergang zu verantworten haben. Das finde ich total faszinierend. Aber du hast recht, es sind diejenigen, die davor geschützt sind. Letzter Punkt, weil immer entgegengehalten Hören Sie doch Auf, Herr Stelter, EnBW, der Versorger ist ja auch gegen Atomkraft. Ja, EnBW gehört wem? Dem Land Baden Württemberg. Wie lange bist du dort Vorstand, wenn du sagst, ich bin für Atomkraft, solange die Grünen regieren, ich glaube eine Woche vielleicht maximal. Und was haben die gemacht? Die haben natürlich auch massive Verluste eingefahren mit ihren Projekten. Denk an die Abschreibung von ungefähr 1,2 Milliarden Euro für ein Projekt, ein Windprojekt, was sie machen wollten vor Großbritannien, das kam nicht zustande, das Projekt. Da mussten sie eben 1,2 Milliarden Euro abschreiben. Zu Lasten der Gemeinden, zu Lasten des Landes, zu Lasten letztlich der Steuerzahler in Baden Württemberg. Und da muss ich einfach schauen, Özdemir, großes, großes Kompliment. Wir können zusammenfassen, es geht halt eben nicht um die wirtschaftliche Performance, es geht darum, wie sympathisch kommst du rüber. Und ich glaube mich erinnern zu können, letzte Woche habe ich an der Stelle gesagt, ich glaube, er wird, was ja auch konsequent ist, wenn E CDU und Grüne regieren, dann suche ich mir noch den aus, der ein bisschen sympathischer ist, den ich lieber beim Spätzle Essen haben würde. Und da kommt scheinbar Özdemir entsprechend rüber. Darüber hinaus haben sich dann scheinbar alle Linken dann versammelt hinter ihm, nach dem bloß verhindern, dass die Union die Regierung übernimmt, die Sorge, dass die Regierung einen anderen Kurs einschlagen würde, weil die Union regiert, war sowieso völlig unberechtigt. Wir wissen es aus den Diskussionen, die Union wollte ja nichts machen. Das ist auch dein Hauptkritikpunkt gewesen in deinem Kommentar, den ich jetzt an der Stelle mal lobend erwähne. Im Prinzip, die Union hätte eh dasselbe gemacht, eh dasselbe bekomme, dann kann ich mir auch den aussuchen, der ein bisschen sympathischer als Landesvater rüberkommt. Problem an der ganzen Sache ist, nächsten fünf Jahren geht es erst so richtig runter, weil jetzt sind wir erst am Anfang. Du weißt ja, mein Lieblingsbild ist immer dieses Absturzbild, so eine Maschine, die so ein Stall kommt, jetzt ist wir im Stall, jetzt geht es richtig runter. Und es wäre schön gewesen, wenn wir dort Piloten hätten, die gegensteuern. Die kriegen wir jetzt nicht in Baden Württemberg, aber es kann uns ja trösten. Im Bund haben wir sie ja auch nicht.
Ulf Poschardt
Ja, vielen Dank eigentlich könnte ich jetzt sagen und bitte, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, Hört euch das 3, 4, 5 mal an und benutzt es an jedem Stammtisch, an dem ihr sitzt. Daniel hat das hervorragend analysiert, was sind die kulturell politischen Paradigmen, die das ermöglichen. Und jetzt kann jeder, ja, jetzt war der Ulf wieder irre betroffen, weil Merz wieder in seine und die Richtung seines Verlags gestänkert hat. Aber ich finde den Vorgang insofern wirklich beeindruckend, weil man ja ganz klar sagen kann, dass die Wahlniederlage, die es trotz der gewonnenen Prozentpunkte für die Union dann doch wurde, sehr wahrscheinlich zu einer Niederlage wurde, weil der öffentlich rechtliche Rundfunk, in dem Fall der SWR, mit einem zum Teil wirklich bemerkenswert zusammengeschnittenen Video auf der einen Seite deutlich gemacht hat, dass egal wie liebevoll CDU Ministerpräsident ihnen mit dem ÖÖR umgehen, die Leute, die dort arbeiten, im Zweifelsfall immer alles tun werden, damit, wenn Grüner die Chance hat, Ministerpräsident wird. Also dieser Zusammenschnitt dieser Schulveranstaltung. Ich finde das ja auch sehr lustig. Du hast die bescheidenste Bildungs Bilanz der baden württembergischen Schulen angesprochen und dann siehst du halt eine Lehrerin, was ihre Schwerpunkte sind, also Klima und Integration. Und wenn das so gewesen sein sollte, wie Hagel danach gesagt hat, dass sie ihn einfach mehrfach unterbrochen hat, dass der SWR natürlich dann diese Situation zeigt, wo sich Hagel dann einfach mal darum bittet, ausreden zu dürfen. Kurzum, dieses Panorama an medialer Begleitung überrascht die Union jetzt. Ich kann mich an Laschet erinnern, kann mich an verschiedene andere erinnern, jetzt seit Jahren um nicht sagen Jahrzehnten. Und gleichzeitig hat die CDU am Montag eine Vorstandssitzung, in der der einzig bürgerliche Verlag zum Problem erklärt wird und die Kommentatoren, die auch kritische Nachfragen zu dieser nicht sonderlich erfolgreichen Strategie der Brandmauerstellen. Ich finde aber noch erstaunlicher und auch da, Daniel, warst du ja Augenzeuge, Wenn ein ehemaliger Siemens CEO auf LinkedIn, was ja gewissermaßen so eine Art moralische Schaulaufbühne ist, wenig verhohlen Werbung macht für den grünen Ministerpräsidenten. Ich teile by the way deine Einschätzung. Ich kenne Cem Özdemir seit Jahren, glaube ich schon seit eineinhalb Jahrzehnten, ist ein unangepasst charismatischer, im Zweifelsfall auch über seine Biografie dem deutschen normalen Spießer weitentrückter Politiker. Und ich bin mir sicher, für die deutsch türkische Community bedeutet das, was der zweitliebenswerteste Grüne in Baden Württemberg ist. Daniel Bayaz. Also ich glaube, da muss man gar nicht besonders grünophil sein, um zu sagen, so ganz bürgerlich an ein Abendessen gedacht, Wenn du eine bunte Runde einlädst, dann wirst du sicherlich Daniel Bayaz und Cem Özdemir eher einladen als so blasse anämische LinkedIn Unionisten, die nur das sagen, was sie vorher sozusagen 15 mal gelesen haben. Aber das Interessante ist ja auch, dass jemand wie Joe Kaeser, der, wenn man ihn dann kritisiert für so eine Wahlempfehlung oder sich freundlich drüber lustig macht, sehr angefasst reagiert. Aber es macht ja auch noch mal deutlich, dass es ja nicht nur die Beamten sind, die dort einen Staat, der die Fleißigen ausbeutet, wählen, weil er ja von der Ausbeutung der Fleißigen profitiert. Das ist naheliegend bei den Beamten. Ich glaube auch lebensweltlich sind die so weit von den Härten dieser wirtschaftlichen Entwicklung noch entfernt, dass sie sich diese Wahl erlauben können. Aber du hast EnBW genannt, gab ja jede Menge andere Unternehmer. Es gab ja auch einen offenen Brief der Unternehmer, die noch mal darauf hingewiesen haben, wie sehr sie wollen, dass es mit grüner Wirtschaftspolitik weitergeht. Und das ist natürlich die Dialektik, die unselige der Staatsintervention mit jedem Beamtenjob, je mehr mit jeder Transformations und Subventionsmilliarde mehr gibt es Leute, die einfach schlicht und ergreifend ökonomisch davon profitieren, dass die Leute in charge bleiben, die ihnen diese Futtertröge ermöglichen. Insofern sind es nicht nur die Beamten, sondern sind solche Leute. Ich habe mir das Vergnügen gemacht, bei Joe Case mal zu gucken, wer das alles gefeiert hat auf LinkedIn und dann sind so die Buzzwords Sustainability, Transformationsmanagement, irgendwie so zwei Mann klitschen, die irgendwelche Fahrradwegarchitekturen machen und so weiter. Diese Leute wählen das und wir werden keine Veränderung in diesen Wahlergebnissen haben im Sinne einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftspolitik, solange die Futtertröge anwachsen und nicht kleiner werden. Die Frage an dich, Daniel, wie lange kann das so weitergehen? Du benutzt ja immer wieder das Bild von diesem Absturz Szenario. Treten wir nächstes Jahr in den Sinkflug ein, treten wir übernächstes Jahr ein oder ist es dann eher so ein Sturzflug nach unten?
Daniel Stelter
Ich komme gleich auf das Abstoß Szenario. Vielleicht kann ich vorher noch ein bisschen was dazu sagen zu dem Thema Joe Kaeser. Ich habe es in der Tat auch gesehen. Ich habe gerade mal gesucht, aber ich finde, es gab eine Auseinandersetzung mit dir, aber es gab auch eine Auseinandersetzung mit einem anderen, den ich gar nicht kannte. Was mir aufgefallen ist, ist die Tonwahl und eigentlich die Schärfe der Reaktion von Joe Kaeser. Und meine Frau passt bei mir eigentlich immer auf und sagt, pass mal auf, also die würde mir die Ohren, wenn ich sowas geantwortet hätte, würde meine Frau mir meine eh schon langen Ohren noch deutlich länger ziehen. Ehrlich gesagt habe ich mir gefragt, hat er keine Social Media Beratung, weil das war so, da hat einer was hinterfragt. Da hat er dann quasi schon Sie wollen die INU aus Aria wählen wollen, so ungefähr. Also auf so einem Level, was aus der ursprünglichen Kritik an Jules Kaeser, Parteinahme für die Grünen irgendwie eigentlich nicht abzuleiten war. Das fand ich schon sehr, sehr problematisch. In der Tat ist das ein Problem. Und ich meine, Joe Kaeser war auch derjenige, der Luisa Neubauer einen Aufsichtsrat holen wollte. Joe Kaeser war auch derjenige, der Robert Habeck gelobt hat, in höchsten Tönen als Laudator quasi als den Politiker des Jahres. Und das finde ich schon, ich finde das schon durchaus problematisch, weil ich glaube nicht, dass Herr Kaeser nicht versteht, was passiert. Das kann man klar, wenn man Gasturbinen verkauft, ist das natürlich ein super Geschäft, das stimmt, Aber ich glaube, man sollte doch ein bisschen längerfristiger den Und zu leugnen, dass Energiepreise Problem sind, ist es schwierig. Weißt du, dass der Toni Hofreiter jetzt da immer noch so argumentiert ist klar, wenn du jahrzehntelang deine ganze Karriere darauf aufbaust, gegen etwas zu sein, kannst du nicht irgendwann zugeben und sagen, es war ein großer Fehler. Witzigerweise haben Sie gesehen aus dem Interview mit der Wirtschaftswoche hat Patrick Greich, das war glaube ich Patrick, glaube ich, der ehemalige Staatssekretär von Robert Habeck, gesagt naja, es wäre vernünftiger gewesen oder es wäre vernünftig, wir würden erneuerbare Energien und Atomkraft kombinieren. Man höre und staune, sagt ein Grüner und da hat er richtiges gesagt, Das finde ich gut. Problem in der ganzen Sache ist, es wird erstmal nur so einem etwas kleineren Medium quasi erzählt. Zweitens nimmt es keiner wahr und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht in die Schlagzeile gebracht. Aber wäre es eigentlich die Schlagzeile wert zu der Frage Absturz? Also jetzt kann ich ein bisschen Werbung machen. Mein neues Buch erscheint ja im April mit in der Tat diesen Namen Absturz. Und du hast gefragt, wo sind wir? Also ich meine, der Sinkflug, der Schubkraftverlust, um im Bild zu bleiben, setzte ja bereits ein weit unter Merkel. Ich meine, die hat erstmal das Gas weggen Tobkraftausstieg, Migrationspolitik, steigende Sozialabgaben, Verfall der Infrastruktur, Ausbau, Sozialstatus, wir brauchen alles nicht wieder hier. Das war der Schubverlust. Und der Schubverlust führte erst einmal noch nicht zu so einem großen absinken. So 2018 waren wir eigentlich wirklich, das war ein super Jahr. Ich habe es nochmal nachgeschaut, damals habe ich das Märchen vom reichen Land geschrieben. Es war echt quasi relativ weitsinnig, weitsichtig damals, weil damals war eigentlich die Stimmung super, die Wirtschaft wuchs, wir hatten Vollbeschäftigung, der Sachverständigenrat der Waisen sprach sogar von einer Phase der Überhitzung, die drohen könnte wirtschaftlich. Und was aber eigentlich in dem Jahr bereits passiert ist, 2018 eigentlich für mich so der Einstieg war in die Demetrialisierung. Die Unternehmen haben leise gehandelt, die haben gesagt, okay, die Standortbedingungen stimmen nicht mehr und haben leise gehandelt. Dann wurde es alles ein bisschen überschattet von Corona runter und hoch und viele Staatsausgaben. Aber seitdem geht es eigentlich strukturell bergab. Das heißt, die Maschine sinkt und verliert immer mehr an Schub. Und jetzt würde ich sagen, nähern wir uns der Phase, wo die Tragflächen schütteln und wo der Autopilot oder das Warnsignal aus dem Cockpit ganz laut Ruf, Stall, Warnung kommt. Und wenn heute eben praktisch zeitgleich zum Erscheinen unseres oder Produktion unseres Podcasts, die Bild Zeitung titelt, Jobs bei VW sind weg, 98 Prozent Einbruch bei Porsche. Wir wissen die Hälfte der Industrie, rund gesagt, möchte abwandern wegen Energiekosten, die andere Hälfte wahrscheinlich sagen wegen Bürokratie und sonst, dann kann man schon Angst und Bange haben. Und nochmal, die Jobs, die weg sind, sind weg. Fahr mal durchs Ruhrgebiet, schau dir mal an, so Oberhausen, sag ich jetzt mal, da wurden dann andere Dinge gebaut, da wurden Einkaufszentren gebaut, da wurde anderes gemacht, da wurden Universitäten, die Ruhr Universität wurde dort begründet und quasi wir machen neue Jobs und so weiter. Aber wenn du ganz ehrlich bist, das Ruhrgebiet ist eigentlich trotz aller Erfolge, bevor ich jetzt hier böse Nachrichten bekomme aus NRW, die haben sich davon eigentlich strukturell nicht richtig erholt. Das Ruhrgebiet ist einfach, die haben vieles probiert, die Politik versucht die Strukturwandel zu organisieren. Aber wenn du ehrlich nicht so toll. Und wenn ich jetzt mir vorstelle, dass die ökonomische Herzkammer Deutschlands Baden Württemberg ist das reichste Baden Württemberg wirklich, wenn die wirklich jetzt in so ein Szenario reinkommen aufgrund der Abhängigkeit von der Autoindustrie, aufgrund der Schwierigkeiten dann in Neues zu diversifizieren, reinzukommen, weil auch da brauchst du Energie. Energie ist die Grundlage für alles, dann mache ich mir echt Sorgen. Und insofern meine mein Spruch ist normalerweise immer wenn ich in Rente bin, oh mein Spaß liegt nicht an mir, sondern Ich bin Jahrgang 64 Massenprodukt. Wenn die er in Rente sind, glaube ich, passiert gar nichts mehr. Eigentlich musst du die er mitnehmen, dass die noch jawohl, das Reform die tragen, damit wir leisten unseren Beitrag zum Beispiel nicht mehr länger arbeiten, ähnliches. Das wird nicht gemacht. Und vor dem Hintergrund würde ich sagen, die Tragflächen schütteln, der Piepston ist ganz laut, wir können noch gegensteuern, aber so wahnsinnig viel Zeit haben wir nicht.
Ulf Poschardt
Ja, ich glaube, so nehmen das viele Leute wahr. Das Interessante ist aber, dass in dem politischen Diskurs, auch in diesem Wahlkampf, die Wirtschaftspolitik keine Rolle gespielt hat und ich höre jetzt auf mit dieser narzisstischen Kränkung. Aber die Tatsache, dass ein Clip aus einer Welttalkshow, wo ich Philipp Amthor einfach nur Ihr könnt ja einen Ministerpräsidenten stellen, muss man halt mal jemanden wie Frohnmaier anrufen, die wurde dann ähnlich skandalisiert wie Elon Musks, ja eher läppischer Meinungsbeitrag. Und solange wir eine kulturell mediale Wirklichkeit haben, in der der antifaschistische Furor und die Selbstpositionierung in dieser antifaschistischen Volksfront gegen jedes Nachdenken über Alternativen gewissermaßen das alles umfassende Thema ist, das alles andere Niederdrück kann die fantastische Bild Zeitung einfach mal liebe Grüße an Marion und Robert, die da einen fantastischen Job machen, dass die größte Zeitung Europas und eine der größten Medienmarken in Europa auch digital immer und immer wieder daran erinnern, it's the economy stupid. Das verfängt aber nicht mehr, weil es auch eine kulturelle Homogenität gibt. Jener grün wählenden Beamten mit den grün wählendenden Journalisten, die sind eigentlich eins, die haben dieselben Brillen, Pullover, die wohnen in denselben Vierteln und da wo sie nicht in denselben Vierteln wohnen, dann sind die einen die Vorbilder der anderen. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Wahlergebnisse, auf die auch nur so ein bisschen geguckt wird, eigentlich den Kern künftiger politischer Abriskanten markieren. Und zwar Mannheim, wenn ich das richtig erinnere, an der Grenze zu dem Bundesland, wo in zwei Wochen gewählt wird, eine klassische Arbeiterstadt. Und in den Vierteln, da muss ich den von mir häufiger kritisierten Kollegen Deniz Yücel mal herzlich grüßen, Der hat als Freund von Cem Özdemir, ich glaube, das kann man ganz offen sagen, darauf hingewiesen, dass dort davon auszugehen ist, dass viele, viele Working Class Migranten AfD gewählt haben. Und die Wahlergebnisse, darauf hat ein anderer geschätzter Kollege, Don Alfonso hingewiesen, in den Vierteln in Ingolstadt, wo der Don wohnt, wo die Arbeiter wohnen, die alle bei Audi arbeiten und bei den Zulieferern, die AfD komplett durch die Decke gegangen ist und da die Grünen nirgendwo sind, die CSU richtig schwer Schaden genommen hat und auch die SPD gewissermaßen, so wie in Baden Württemberg eigentlich komplett überflüssig geworden ist. Marx hat gesagt, Geschichte ereignet sich immer zweimal das zweite Mann als Farce. Aber vielleicht ist die deutsche Farce, dass die Arbeiterklasse auf ihren letzten Metern als Arbeiterklasse einmal mehr das revolutionäre Subjekt ist vom politischen Umbruch. In dem Fall wählt sie eine AfD, von der wir beide ja glauben, dass sie wirtschaftspolitisch ehrlich gesagt gar nichts kann. Wir erinnern uns dran, die fordern 70 Prozent Rente, Klammer auf Klammer zu, wahrscheinlich nur für autochthone Deutsche. Also die sind sozialpolitisch ultra lost. Aber nochmal, dass es so nicht weitergehen kann, dieses ja sehr kluge und eigentlich gar nicht so intellektuell voraussetzungsreiche Wahrnehmen der ökonomischen Realität, das bilden die Arbeiter ab. Die Arbeiter wählen gegen das Establishment, die Arbeiter wählen gegen den Status quo, die Arbeiter wollen, dass es anders wird. Und unter den vielen Arbeitern sind sehr, sehr viele Migranten, die hierhergekommen sind, die ihre Heimat verlassen haben. Nicht weil sie hier gerne Lehrkräfte haben, die ihren Kindern das Gendern beibringen oder das Queere oder welche Klimabilanzen, die kamen hierher, um für ihre Familien ein besseres Leben zu haben, sich ein größeres Auto zu leisten, ihre Kinder in Gymnasien zu schicken, indem man so wie früher einfach besser Deutsch, Geschichte, Mathematik und Physik lernen konnte, damit aus den Kindern im Zweifelsfall auch echte Akademiker werden könnten. Es ist erstaunlich, dass die Arbeiterklasse, die im Nachkriegsdeutschland immer SPD gewählt hat, eigentlich ganz verlässlich bis auf ein paar Ausnahmen dabei ist, komplett AfD zu wählen.
Daniel Stelter
Ulf die Frage ist doch ganz Wenn du keine grüne Politik mehr möchtest, wenn du einfach ein paar Themen gerade gerückt haben möchtest, also aufhören mit dem Märchen Atomkraft war sehr teuer, Aufhören mit dem Märchen Erneuerbarer mehr Symbolik, Aufhören mit dem Märchen das wären wie Freiheitsenergien. Aufhören mit dem Märchen, wir könnten im Alleingang den Klimawandel aufhören. Aufhören mit den ganzen Dingen, die da zusammenhängen. Wenn du das willst, wen kannst du da wählen?
Ulf Poschardt
Also ja, natürlich ist es so. Und ich glaube, wenn du die Wähler Glauben Sie denn, dass es die AfD besser kann? Dann gibt es ja auch immer wieder Umfragen, wo die Leute dann Ne, das glaube ich nicht. Aber ich wähle die einfach, um euch zu sagen, dass ich ein Weiter so nicht hinnehmen kann, Weil diese Arbeiter haben nicht die sichere Perspektive, dass man eine Beamtenpension hat, dass sie sozial abgesichert sind, wie Leute im öffentlichen Dienst. Die haben auch gar keine kulturelle Lobby, die haben auch keine NGOs, die sich um sie kümmern werden, sondern die sind ganz alleine. Und wir werden ja sehen, wenn die Deindustrialisierung so weitergeht, dann werden wir ein richtiges, sattes Arbeitslosenthema bekommen. Das hat sich ja schon angekündigt. Wir hatten Jahre, in denen die berühmten Ökonomen, die wir in Deutschland haben, die einfach so viel Scheiße erzählt haben in den vergangenen 20 Jahren, die wirklich in Mithaftung gebracht werden müssen, Vollbeschäftigung, wir werden alle weniger arbeiten müssen, weil so und so und so, alles grober Unfug. Und ich glaube, dass dieser grobe Unfug dazu führen wird, dass auch da ein kritisches Moment entsteht. Wann war die SPD Regierung mit den Grünen nicht mehr haltbar? Das waren die 5 Millionen Arbeitslosen. Es war eine andere Demografie in Deutschland. Aber das war der Tipping Point. Das war der Moment, wo man gesagt Jetzt müssen wir aufhören, über die ganzen Wohlfühlthemen zu reden. Jetzt müssen wir uns wirklich Gedanken machen, wie wir den Standort retten. Und es könnte sein, dass ein eigentlich von führenden Ökonomen verabschiedetes Thema, nämlich die Massenarbeitslosigkeit, ein Reentry erfährt in dem Jahr die schlechten ökonomischen Zahlen. Wir haben ja nur peripher tangiert. Der Krieg im Iran scheint zäher zu werden, als man sich das gedacht hat, wir haben einen Ölpreis, der ist jetzt über 100 Dollar, man sieht die Schleifspuren an den Börsen, Klammer auf Klammer zu. Ich bin natürlich Zschäpet und Daniel Eckert gefolgt, dass wenn die Kanonen knallen, muss man investieren. Mal gucken, ob ich da noch eine Rechnung offen haben werde mit meinen Kollegen.
Daniel Stelter
Aber zum einen heute Morgen, der Ölpreis ist ja gestern schon gefallen auf 80 und ich habe heute Morgen sogar, witzigerweise an der Stelle muss ich mal betonen, ich bin kein Mitarbeiter von Springer, ich bin einfach nur, ich muss an der Stelle mal kurz betonen, war ich trotzdem bei WeltTV und habe mir meinen Grundsatz noch mal klargemacht, dass ich sage, die Geschichte spricht für die Optimisten. Das ist schon so klar hängt es davon ab, was passiert, aber du hast gesehen, als der Donald Trump gesagt hat, der Krieg wird jetzt bald beendet sein, ist der Ölpreis deutlich gefallen, die Börsen haben sich wieder deutlich erhöht, der Nasdaq zum Beispiel in den USA ist meines Erachtens wieder auf Jahres auf dem ursprünglichen Niveau hat es im Prinzip keine Einbuße mehr gehabt, kann man korrigieren, letzter Stand nicht gesehen habe vor dem Hintergrund, ich würde noch mal sagen, also kein Grund für dich zu beschweren, abgesehen davon ist jeder für seine Investitionsentscheidung selber zuständig, das muss man auch noch mal wissen, das finde ich immer ganz blöd, wenn man es abwälzt, da muss man eben schon mit den Konsequenzen leben. Aber Spaß beiseite, realwirtschaftliche Umfeld ist natürlich schwierig und wenn wir jetzt wieder erwart längeren Krieg bekommen, eine weitere Zerstörung von kritischer Öl und Gasexportinfrastruktur, trifft das natürlich die Weltwirtschaft besonders stark und dann trifft es natürlich vor allem die USA ganz wenig und Europa ganz stark, das zeigen Studien. Also USA ist ja Nettoenergieexport höher, das heißt bei Öl haben sie eigene Vorräte, bei Gas kommt auch hinzu, sie haben einen großen Binnengasmarkt, aber wenig Exporttechnik, das heißt sie können gar nicht so viel Flüssiggas exportieren, das heißt die Weltmarktpreisentwicklung, die trifft die Amerikaner gar nicht so sehr, das heißt die US profitieren im Zweifelsfall noch davon. Übrigens Russland profitiert auch davon, haben wir diskutiert. China hat deutlich hohe Ölvorräte, nicht so hohe Gasvorräte muss man sehen, aber Europa wird natürlich getroffen, Europa wird natürlich massiv getroffen, einfach aufgrund der Tatsache, dass eben die Lehre von Helmut Schmidt und Lescan oder noch de Gaulle, die Atomkraftwerke damals massiv auszubauen, dass das eben nicht fortgesetzt wurde, bei uns zumindest umgekehrt gemacht wurde. Und damit sind wir natürlich massiv angreifbar. Natürlich, energieintensive Industrie ist unter Druck, kriegt es nochmal einen extra Schock, hast du vollkommen, habe ich mit dir vollkommen Konsens. Das beschleunigt potenziell nochmal die Deindustrialisierung und das erfordert eben konsequentes Handeln. Das erfordert keinen Tankrabatt oder ähnliches, sondern es erfordert einfach einen grundlegenden Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik. Und okay, den Piloten, der das macht, sehen wir ja nicht. Sorry, eingegrätscht bin hier nur, ich wollte gerade sagen, aktueller Stand ist, es könnte so, es spricht für ein früheres Ende und damit eine Stabilisierung. Trotzdem ist schade entstanden.
Ulf Poschardt
Ich bin Daniel sehr dankbar, dass er für meine Kollegen der Welt da in die Bresche gesprungen. Es war ja überaus ironisch. Und natürlich ist jeder für seine Investments selber verantwortlich, besonders jemand, der mit Daniel Stelter einen Podcast machen darf und dadurch so gut informiert ist. Meine Pointe war eigentlich an der Stelle eine ganz andere. Ich glaube, es ist durch den Iran Krieg deutlich geworden, dass wir ja nicht nur, und das war eigentlich mal ein Punkt, auf den ich hinaus wollte, in Deutschland so eine Art abgekapselt von der Welt, so eine Art Sandkastensystem haben, in dem man nationale ökologische Ziele definieren kann und glaubt, der Rest der Welt wird dann schon dementsprechend dafür sorgen, dass man auch keine Raffinerien anzündet, wo ganz viel Co freigesetzt wird, wenn die da verbrennen. Ein Krieg ist übrigens auch irre co produzierend. Ich will dir damit nur sagen, dass diese Schocks aus der Weltpolitik ja im Zweifelsfall, so wie sich die Dinge entwickeln, nicht kleiner, sondern größer werden. Trump hat ja angedeutet, dass er sich Kuba demnächst ansehen wird. Die machen dort schon, wie ich finde, sehr interessante Energieaussenpolitik. Also die haben im Grunde genommen Daniel Stelters Energiefoto Fokus militarisiert. Die sagen, nä, wie machen wir Kuba fertig, indem wir Kuba abkoppeln von den Energieströmen, die es braucht, um dort ein Land ohne Blackouts zu regieren. De facto ist es so, dass Trump in den vergangenen Monaten Kuba da schon heftig bedroht hat und auch dazu geführt hat, dass die Energielage für die staatlichen Betriebe katastrophal geworden ist. Warum ist es für uns relevant? Auch darauf habe ich versucht. Toni Hofreiter, der jetzt auch ein großer Ukraine Krieg Befürworter, und er sagt, wir müssen stark sein. Und dann sage ich, Sie sagen, wir müssen stark sein und wollen mehr Geld für Rüstung. Und gleichzeitig zerstören Sie die Volkswirtschaft, die dieses Geld in irgendeiner Form erwirtschaften muss. Soweit denken die Grünen nicht selbst der hochsympathische Toni Hofreiter, sondern sie glauben, es ist immer noch da. Wir sind immer noch ein reiches Land, wir sind immer noch Nummer drei der Weltwirtschaftsnation. Und ich habe so das Gefühl, die Kombination, Daniel, zwischen einem Wiederaufflammen des Themas Wirtschafts Massenarbeitslosigkeit und einer unruhiger werdenden globalen politischen Lage, die immer natürlich auch Risiken bringt für ökonomische Entwicklungen, das könnte dazu führen, dass wir in Deutschland auch irgendwann mal aufwachen. Du siehst, ich bin wieder rührend und sagen, so geht es nicht weiter. Und natürlich ist egal, was Massenarbeitslosigkeit betrifft oder aber auch die Stärkung unserer eigenen Stärken. Am Ende kann es ja nur dazu führen, dass wir wieder make economy great again. Wir müssen was für den Wirtschaftsstandort Deutschland tun. Und insofern glaube ich, müssen wir, was den Sinkflug betrifft, du hast ihn beschrieben aus der Status Quo Logik hinaus. Und ich würde sagen, wenn man jetzt noch drauflegt, Wachstum von Arbeitslosigkeit und gleichzeitig die globalen Unsicherheiten nehmen zu, auch was die Energieversorgung betrifft, dann ist es eigentlich selbst für einen CDU Bundeskanzler unmöglich, weiter so zu regieren. Ich habe Philipp Amthor auch kommt jetzt das Frühjahrsreform Meisterwerk, er hat nicht drauf geantwortet und so müssen wir wahrscheinlich damit rechnen, dass es erst im Herbst zu diesen Umbrüchen kommt. Aber sie sind ja eigentlich ein Horrorwort benutzend, alternativlos.
Daniel Stelter
Ich freue mich ja immer, dass ich mit dir einen Podcast mache, weil du so optimistisch bist.
Ulf Poschardt
Du hast selber gesagt, am Ende haben die Optimisten recht.
Daniel Stelter
Also wenn du in Deutschland wohnst, in Deutschland ein Einkommen hast, du im Zweifelsfall noch deutsche Rente beziehst oder irgendwelche Pensionsansprüche in Deutschland hast, solltest du natürlich nicht den DAX, weil du solltest da natürlich global diversifizieren. Ich bin ganz sicher, das haben deine Freunde auch gesagt. Ich glaube was anderes wird passieren. Die Union, die SPD gucken in riesige Haushaltslöcher. Sie stellen fest, wie man die stopfen kann. Und dann gibt es die geopolitische Der böse Krieg dauert an. Der böse Donald Trump ist noch da. Da hilft nur ein weiteres Sondervermögen. Sie werden versuchen, die Probleme weiter mit Geld zuzuschütten. Um ein vorsichtiges Wort zu Also Schulden
Ulf Poschardt
und Steuer oder nur Schulden?
Daniel Stelter
Ich glaube, Schulden und Steuer. Herr Lindemann hatte auch schon bei Lanz gesessen und gesagt, er schließt keine Steuerhöhung mehr aus. Ich meine, das ist doch alles klar. Ich meine, gib dir keine Illusionen hin. Übrigens gibt es ja Studien, die zeigen auch immer, wenn du Kriegsausgaben, Verteidigungsausgaben hast, da gibt es ja die Frage Kanonen oder Butter? Und die Wahrheit ist, dass es immer Kanonen und Butter waren. Das heißt, die Staaten haben dann einfach Steuern erhöht, haben sich verschuldet, aber sie haben nicht am Sozialstaat gespart. Das hat früher der Fall. Jetzt kann man natürlich okay, wow, das waren natürlich früher ganz andere Levels, das sage ich schon als heute. Nein, unter der Politik wird trotzdem diese Richtung gehen. Und das heißt aber natürlich nur, wenn hinter die Schulden hochgehen, dass es keine gute Idee ist, hier gläubiger zu sein. Also diesen Asset Allokationshinweis würde ich dann schon geben, wenn ich dann Ich habe alle mal lieber ein global diversifiziertes Aktienportfolio als irgendwelche Staatsanleihen in dem Szenario, weil ich glaube, the long run fahre ich damit besser. Und ich glaube, das wird so sein. Ich glaube, die werden keine großen Reformen machen. Ich persönlich bin dahingehend leider eher bei der Überlegung, okay, der Absturz wird wahrscheinlich stattfinden weiter. Und dann ist die Frage wie geht man damit um? Und das ist, glaube ich, die Herausforderung. In meinem Buch sage ich, es gibt zwei Mö Gehen oder kämpfen. Ich persönlich bin eigentlich, da machen wir den Podcast ja auch immer noch für kämpfen, möchte keinen Aufruf geben, dass noch mehr Leute das Land verlassen, Aber es ist schon übel. Es ist einfach sehr enttäuschend. Und wir haben die FDP jetzt gar nicht mehr angesprochen, konsequenterweise. Diese FDP bin ich auch einer Meinung mit dir letztes Mal, glaube ich, gesagt brauchen wir auch nicht. Aber die Tatsache natürlich schon so, dass im Prinzip es keine Partei mehr gibt, die an die Kräfte des Marktes glaubt, die an Unternehmertum glaubt. Das ist einfach furchtbar, weil ich meine, wir wissen, die Union glaubt das auch nicht. Die Union war eigentlich auch immer sehr staatsgläubig und vor dem Hintergrund, Das ist einfach so. Und ich finde es eigentlich kulturhistorisch sehr interessant, dass ein Land, wo Marktwirtschaft Skepsis, Kapitalismus Skepsis so weit verbreitet ist, es trotzdem geschafft hat, in der Vergangenheit wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das ist doch super. Ich glaube, es lag daran, dass es immer Politik gab, die zumindest gesagt hat, es gibt so ein paar Grundregeln, die wir Energiebildung, Infrastruktur, funktionsfähigen Staat. Und das hat man jetzt einfach aufgegeben, weil man Ach, brauchen wir alles gar nicht, weil wir haben ja alles. Das ist, glaube ich, das, was mich traurig macht. Und deshalb glaube ich, Sie werden am Ende die Schuldenbremse in Anführungsstrichen reformieren. Ich sage immer schleifen, um sich damit den Weg zu eröffnen, mehr Schulden zu machen. Oder werden Sie die Linkspartei, müssen sie ja dazu haben, ist mein Szenario. Ich bin ja kein Politiker. Werden Sie dann irgendwie okay, Linkspartei fordert aber höheren Spitzensteuersatz oder Wiedereinführung der Vermögenssteuer oder irgendwas anderes müssen wir halt da machen, damit Linkspartei Zustimmung. Darum glaube ich, wir kriegen am Ende beides und beides wird den Niedergang nicht bremsen. Im Gegenteil, weiter beschleunigen.
Ulf Poschardt
Ein Satz noch zur FDP. Vielen, vielen Dank für die vielen Mails dazu. Da will ich erst mal grundsätzlich sagen, darüber haben wir immer wieder gesprochen in den nächsten zwei, drei Wochen. Wenn ihr uns eine Mail schickt, macht mal Betreff höherer Innenausgabe, wo wir mal nur über eure Themen schreiben. Also Daniel und ich werden geflutet, Ihr
Daniel Stelter
müsst aber nicht gendern. Die müssen aber nicht gendern. Wenn ihr mir schreibt, bitte nicht gendern. Ich bin alt genug, ich muss es nicht bei mir.
Ulf Poschardt
Ich bestehe drauf, dass ihr da gendert. Nein, war natürlich ein Witz. Wir werden mal all eure tollen, tollen Vorschläge und Themen angehen. Und ich muss sagen Shoutout an alle liberalen julis Landeskreisverbände, die uns Könnt ihr nicht, könnt ihr nicht mal was sagen und so weiter. Das Leistungsprinzip Prinzip gilt natürlich insbesondere für Liberale. Das Jeder Markt ist gerechter, politische auch und die FDP hat einfach zu viele Fehler gemacht, Jetzt ist sie erstmal tot. Aber es ist eine Marke, die kann so auferstehen. Ich komme ja als Autofan immer wieder stolperig über Marken wie Bugatti war lange tot, Maybach war lange tot. Also vielleicht gelingt es ja irgendjemand, diese Marke neu zu interpretieren. Ich würde gerne die Union historisch in Schutz nehmen. Ihr wisst ja, ich sitze an meinem Buch Das Bürgertum und da ist es eigentlich sehr beeindruckend zu sehen, dass jemand wie Ludwig Erhard Müller Amag, ich habe jetzt kennengelernt den Fraktionschef der Union in den er Jahren, Herrn Krohne, dass das Bewusstsein davon, dass man erst Dinge erwirtschaften muss, bevor man sie verteilt, auch bei den sozialpolitisch engagierten Unionisten quasi selbstverständlich war, wer dann auch Wahlkampfauftritte von Franz Josef Strauß, Helmut Kohl, aber auch ein Bazel liest. Also die union, also alles 40 bis
Daniel Stelter
70 Jahre her, oder?
Ulf Poschardt
Ja, aber trotzdem, wie du weißt, da könnte ich jetzt wieder übermagen. Es steckt in der DNA dieser Marke drin und es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand sagt, weil die Union, wenn sie so weitermacht, good luck. Wenn sie mit der Linkspartei zusammenarbeiten will am Ende dieses Jahres, good luck. Dann werden wir auch so wie bei der SPD, die jetzt bei 5, fucking 5 Prozent angekommen ist, werden wir Unionswahlergebnisse sehen in östlichen Bundesländern, wo dann auch mal eine Union unter 10 Prozent rutscht, wenn sie ernsthaft diesen Weg geht.
Daniel Stelter
Ich weiß, wir müssen zu Ende kommen. Ich will noch mal eins sagen, 2018 Mädchen im Reichen Land habe ich Wenn wir keinen Kurswechsel bekommen, werden SPD und Union denselben Schicksal erleiden wie Demokratie. Christiana und die Sozialdemokraten in Frankreich. Genau das wird passieren. Da bin ich jetzt mittlerweile fest überzeugt, weil sie nicht die Fähigkeit haben, die Kurswechsel zu vollziehen.
Ulf Poschardt
Gut, ich glaube, wir haben heute genug Werbung für unsere Bücher gemacht. Ich glaube, dass der Punkt, den du genannt hast, kann ich jetzt Ja, OK, mag sein. Aber guck dir, was ist in den Ländern passiert? Eine Meloni hat eine Partei neu erfunden, die hat sie sozusagen von ganz rechts außen genommen, in die Mitte genommen und in all dem europäischen Elend, das wäre im Augenblick haben eher die Sachen besser gemacht für Italien als schlechter. Wir wollen sie auch nicht in den Himmel loben. In Frankreich hatten wir so eine ähnliche Situation, sowohl die Gaullisten als auch die Sozialisten zertrümmert. Daraus ist Macron geworden, den ich rückblickend vor allem eine Pfeife finde. Hat eigentlich nicht viel hinbekommen, aber sah immer gut dabei aus. Ich will damit sagen, dass der Status quo so nicht haltbar bleiben kann. Ich würde nur sagen wollen, dass in der Union ja immer noch wir haben oft über die JU gesprochen, wir haben über die Wirtschaftsverbände gesprochen, da ist ja immer noch was da. Es gab immer das Bekenntnis zur schwäbischen Hauswahl, dieses Verständnis, dass man erstmal umverteilen kann, nur dann, wenn man vorher was erwirtschaftet. Entweder die Union findet dahin zurück oder sie wird abschmieren.
Podcast Announcer
Ist das mega oder kann das weg?
Ulf Poschardt
So, wir sind wirklich weit gediehen in dieser, in diesem Podcast. Jetzt haben wir ein lustiges Ist das mega oder kann es weg? Vorgeschlagen von einem gewissen Daniel S. Die Londoner Villa von Mochaba Khamene im noblen Stadtteil. Kensington in der sogenannten Billionaire's Row. Das ist die schönste Straße, die man sich denken kann. Da waren die Häuser mal irre gunstig, als Labour das Land wirklich in den er Jahren praktisch in den Ruin getrieben hat. Niemand damals, als Labour dieses Land in den Ruin getrieben hat und diese Häuser günstig zu haben waren, hat niemand sich vorstellen können, dass eine Kaufmannstochter aus einem kleinen, mickrigen, bescheidenen Verhältnis heraus nicht nur England, sondern im Grunde den Westen und den Kapitalismus ganz neu erfinden kann. Das war Margaret Thatcher. Aber das ist gar nicht die Frage. Die Frage diese Villa der Familie Kamene, ist die mega oder kann man sie ihnen wegnehmen?
Daniel Stelter
Daniel Also ich möchte mal sagen, alle, die nach London fahren als Touristen, diese Bildners Road, die gibt es wirklich, diese Straße. Man kann nicht durchfahren, aber man kann durchspazieren gehen, das ist möglich. Da gibt es Security, aber man kann dort durch spazieren gehen, kann es sich anschauen, mehr oder weniger sichtbar hinter hohen Pflanzen. Beeindruckend. Und das Gerücht ist ja sogar so, dass er nicht nur eins da besitzt, sondern mehrere. Und für mich ist ganz Die Revolutionsgraden sind meines Erachtens eine Terrororganisation in den meisten Ländern auch so eingestuft. Ich glaube, die EU hat es gerade gemacht oder hat zumindest diskutiert, doch ernsthaft endlich mal zu machen. Und ich finde, wenn der Anführer der Terrororganisation quasi dann zufällig jetzt auch der geistige Führer des Landes wird, das ist schön und gut, der beste Anführer einer Terrororganisation, dann finde ich, wie Bei allen Terroristen sollte man das Vermögen konnten konfiszieren,
Ulf Poschardt
Bitte konfiszieren und daraus ein jüdisch kurdisches Kulturzentrum machen. Das wäre auch in London ein sehr schönes Signal. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Vielen Dank für die vielen wunderbaren Zuschriften. Gegendert oder nicht gegendert. Schreibt uns, welche Themen sollen wir mal machen, wo wir ausschließlich eure Themen, eure Vorschläge, eure Hinweise besprechen. Das machen wir in den nächsten drei, vier Wochen. Euch allen trotz dieser Entwicklungen einen schönen Tag und eine gute Woche. Ciao.
Podcast Announcer
Daniel, das war Make Economy Great Again. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik, schreib uns an Mega L T und hinterlasse eine Bewertung in deiner Podcast App. Das hilft uns, mehr Menschen zu erreichen.
Podcast: Make Economy Great Again
Host: WELT (Ulf Poschardt)
Guest: Daniel Stelter (Ökonom)
Date: March 10, 2026
Theme: Die anhaltende Krise des Wirtschaftsstandorts Deutschland, die politischen und gesellschaftlichen Ursachen dafür, und ein Ausblick auf notwendige Veränderungen sowie mögliche Reformen.
In dieser Folge analysieren WELT-Herausgeber Ulf Poschardt und Ökonom Daniel Stelter die dramatisch verschlechterte wirtschaftliche Lage in Deutschland, vor allem nach den jüngsten Wahlen in Baden-Württemberg. Die Diskussion kreist um die Ursachen des Niedergangs, um tiefe Brüche zwischen politischer und wirtschaftlicher Realität, um die Distanz zwischen Eliten und Arbeiterschaft und um die Frage, warum es zu keiner politischen Neuausrichtung kommt – trotz offenkundiger Fehlentwicklungen.
Die Episode zeichnet eine dramatische Analyse des ökonomischen und politischen Status quo in Deutschland. Poschardt und Stelter machen keine Hoffnungen auf schnelle oder schmerzlose Verbesserungen, sondern appellieren (ironisch wie ernsthaft zugleich) an die Notwendigkeit entschlossener Reformen. Doch ohne gesellschaftlichen und kulturellen Wandel, so ihr Tenor, ist ein erneutes „Wirtschaftswunder“ kaum denkbar. Gesellschaftliche Verwerfungen, Erstarken der Protestparteien und die Diskrepanz zwischen Staatseliten und produktiver Bevölkerung sind dabei keine deutschen Spezialitäten – aber im deutschen Kontext aktuell besonders virulent.
Zusammenfassung in einem Satz:
Deutschland debattiert über politische Brandmauern – während der eigentliche Wirtschaftsstandort weiter abbrennt und nur radikale Ehrlichkeit und Reformfähigkeit den drohenden Absturz verhindern könnten.