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Philipp Westermeier
Kürzlich war ja der Carsten Maschmeyer hier.
Interviewer / Host
Im Podcast zu Gast und hat mir.
Philipp Westermeier
Im Gespräch danach schon so Andeutungen gemacht, dass seine Portfolio Firma, also eine Firma, an der er beteiligt ist als Investor, nämlich Black Lane, dass die wohl richtig gut laufen soll. Und jetzt war der Gründer und Chef da, der Jens Wohltorf. Ich habe im Gespräch mit ihm Dinge gehört, andeutungsweise zwar nur, aber sie haben mich dazu veranlasst, ihm eine Milliardenbewertung, also eine Unicorn Bewertung zu unterstellen. Es klingt wirklich sehr, sehr erfolgreich, dass Blacklist ein Geschäft, was am Ende ja wirklich ein Chauffeurgeschäft ist. Man hätte gedacht, dass man mit Chauffeur Business so erfolgreich sein kann. Plus, was er jetzt versucht, hat er mir auch erzählt, ist aus diesem Chauffeur Business eine Art Concierge fürs ganze restliche Leben darauf zu entwickeln und damit noch weiter zu wachsen. Also sehr interessantes, sehr überraschendes Gespräch. Und wie immer, wenn es von solchen Firmen, von solchen Leuten mehr gäbe, ging es uns hier in Deutschland noch besser als uns ohnehin schon. Geht damit rein ins Gespräch mit Jens Wohltorf von Black Lane.
Interviewer / Host
Auf geht's.
Jens Wohltorf
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeier.
Philipp Westermeier
Wir teilen heute mal ein Insight aus dem OMR Maschinenraum, und zwar, wie wir bei OMR neue BB Leads für unseren Vertrieb generieren. Und viele werden es sich schon denken können, wir machen das Ganze mit Sales Viewer. Sales Viewer, okay, ihr wisst ja bereits, dass Sales Viewer anonyme Website Besucher in Klarnamen entschlüsseln kann. Aber wie funktioniert das Ganze nun bei uns ganz konkret in der Praxis? Mein Kollege, unser Head of Sales bei OMR, der Moritz Schubert, erklärt das einmal ganz kurz. Hi Mo, wir nehmen hier gerade für den OMR Podcast auf und ich wollte dich Wie setzen wir eigentlich ganz konkret Sales Viewer ein?
Moritz Schubert
Moin Philipp. Also dank SalesViewer können wir sehen, wer unsere Homepages besucht hat und nicht nur, wer die OMR Seite besucht hat, sondern vor allem, wer sich dafür interessiert, Aussteller zu werden, wer sich für unsere Masterclasses interessiert. Und das ist natürlich für uns super relevant, da wir jeden Tag dann eine Auswertung bekommen. Und okay, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, genau diese Firmen in diesem Moment zu kontaktieren. Seitdem wir das machen, das ist jetzt schon einige Zeit, haben wir unsere Sales Abschlüsse deutlich steigern können und das freut mich, das freut das Team. Und am Ende ist das genau der USP aus meiner Sicht, den uns Sales Viewer mit ihrem Tool gebracht haben.
Philipp Westermeier
Alles klar, danke dir. Passt so. Das Ganze könnt ihr natürlich auch mit eurer Webseite machen und neue BB Leads für euren Vertrieb entschlüsseln. Wer das ausprobieren möchte und salesviewer kostenlos testen möchte, alles möglich unter salesviewer. Ein Wort. Salesviewer Com.
Jens Wohltorf
Hallo Jens, Hallo Philipp, vielen Dank für die Einladung.
Interviewer / Host
Blacklane, also ist eine company jetzt seit 2011?
Jens Wohltorf
Genau 14 Jahre.
Interviewer / Host
Davor hast du ein paar Jahre BCG gemacht, Unternehmensberatung.
Jens Wohltorf
Genau sechs Jahre.
Interviewer / Host
Und dann bist du da auf die Idee gekommen, diesen Schiff Fäuste War das schon vor Uber.
Jens Wohltorf
Die Idee kam 2009 zustande, als ich in Chicago gelebt habe. Als Berater hat man ja das Privileg, ab und zu diese Services nutzen zu können und die ging aber auch oft genug schief. Und gerade wenn man viel unterwegs ist in verschiedensten Städten, mal ist es richtig gut und mal eben nicht. Und ich kann man nicht das richtig gut machen und zwar überall wo man landet. Und es gab damals keine Plattform, auch kein Uber. 2009 war glaube ich auch das Gründungsjahr von uber und oder 10, also das ist unabhängig voneinander entstanden. 2009 dann irgendwann Ende 9 zurück nach Deutschland gegangen und dann haben wir noch mal ein, zwei Jahre überlegt, wollen wir es wirklich machen? Und dann haben wir es gestartet und.
Interviewer / Host
Das Modell ist am Ende ihr. Also es klingt ja so einfach Chauffeur Service. Also ihr fahrt es nicht selber. Also du schon gar nicht, aber haben wir auch schon gemacht am Anfang.
Jens Wohltorf
Ja, da muss man ja von der Pike auf lernen. Ich habe auch die Fach und Sachkundeprüfung im Taxi. Und Mietwagengewerbe abgelegt und so. Aber damit man wirklich versteht, wie die Leute ticken.
Interviewer / Host
Aber ist das ein Asset Light Modell, also wo die Plattform bereitstellt, so ein bisschen so flixbusartig?
Jens Wohltorf
Also wir sind in Deutschland ja groß geworden und das ist ja auch ein sehr regulierter Markt. Wir hatten immer schon ein Auto, weil wir das brauchen, um unsere Konzession zu bekommen, einen Limousinenservice, selbst eine Plattform anbieten zu dürfen. In Deutschland hatten wir immer so einen schäbigen ollen Mercedes im Hof stehen und den haben wir mitgeschleppt.
Interviewer / Host
Aber in Wahrheit ist es halt so, dass Leute also für euch fahren auf eigene Rechnung.
Jens Wohltorf
Genau. Das sind inzwischen zehntausende Fahrzeuge und Chauffeure in der ganzen Welt, die auf der Plattform sind, die von uns natürlich sehr sehr rigoros aussortiert und geprüft werden, gewettet werden, denn wir haben ein Markenversprechen und es sollte sich ja überall gleich anfühlen. Also ob du jetzt mit uns in Tokio oder in New York oder in Kapstadt fährst, überall sollte sich nach Blackline anfühlen und das ist eigentlich die große Arbeit in dem Geschäftsmodell.
Interviewer / Host
Okay, das heißt, es hat schon sehr viele Ähnlichkeiten zu Flixbus, nur dass da jetzt nicht dann Buße fahren, sondern offensichtlich eher Autos, aber auch der Look and Feel ist dann wahrscheinlich schwarze Limousinen.
Jens Wohltorf
Schwarze Limousinen in vielen Märkten. Fangen wir jetzt an mit einem richtigen Signature Design von Blackland. Das sind schwarz weiße Fahrzeuge, also Two Town unten weiß, oben schwarz, die Hälfte und die kennst du auch immer wieder. Dubai ist voll dieser Fahrzeug, wir haben sie in Miami, in London, in Riad jetzt auch und mit Flixbus hast du recht. Also das haben ja im Grunde die Kapazitäten, die sie einkaufen und dann machen sie Buspläne drauf selber. Und so ähnlich funktioniert es bei uns in diesen Märkten auch, dass wir diese Kapazitäten vorbuchen, vorreservieren und dann eben mit unserer eigenen Technologie zusehen, dass wir die maximal auslasten.
Interviewer / Host
Aber es ist dann halt perfect Asset Light, also euch gehört Asset Light, ihr sagt aber bis hin, wie die jetzt aussehen sollen, gebt ihr vor. Aber das Risiko tragen halt die Fahrer und ihr tragt das Risiko für die Plattform und für die Vermittler und aber.
Jens Wohltorf
Auch für die Auslastung in diesen Fällen, die ich gerade besch habe. Also das ist ein gut ausgeglichenes Risiko. Die Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, die geben uns dann die Fahrzeuge für einen Tag, für eine Woche, für einen Monat und wir müssen halt zusehen, dass wir möglichst viele Gäste damit transportieren.
Interviewer / Host
Okay, OK. Welches sind eure größten Märkte?
Jens Wohltorf
USA. USA ist mit Abstand fast die Hälfte unseres umsatzes. UK ist 20 Prozent, Deutschland hier vielleicht.
Interviewer / Host
4, 4 Prozent nur. Okay. Und ist denn USA dann ganz USA oder denkt man da eher in Städten?
Jens Wohltorf
Es sind die Großstädte, also in der ganzen Welt sind es die Großstädte, wir sind 500 in den 500 Städten, über 50 Ländern und das sind die großen Business Hubs dieser Welt. Also eigentlich müsstest du überall in Großstädten dieser Welt, wo du ankommst, müsstest du immer Blackline buchen können und dann muss.
Interviewer / Host
Ich aber die App haben wahrscheinlich oder.
Jens Wohltorf
Webseite, wenn du ein Unternehmensmitarbeiter bist, dann gibt es auch Corporate Portale für die Mitarbeiter, gibt Buchungshierarchien und so weiter. Aber die App ist unsere, unser Hauptkanal.
Interviewer / Host
Und wo habt ihr angefangen? In welchem Markt?
Jens Wohltorf
Berlin.
Interviewer / Host
Und dann ging es aber relativ schnell in den USA.
Jens Wohltorf
Also im Grunde haben wir ja nicht damit gerechnet und auch nicht geplant, so eine globale Plattform zu werden. Wir dachten eigentlich, Berlin ist ein guter Staat, vielleicht schaffen wir Deutschland. 2011 gestartet, 2012 dann erste Finanzierungsrunde und richtig Gas gegeben. Und dann kamen aber die Kunden auf uns zu und wir haben gemerkt, wir wären ja eigentlich fast nur für Flughafentransfere benutzt. Und die sagten uns, dann ist ja schön und gut, wenn ihr mich in Berlin hinbringt und abholt, aber ich fliege dann nach London und dann bin ich dort wieder gestrandet. Wäre echt super, wenn ihr auch da den Service anbieten könnt. Und so kam dann dieser Dominoeffekt ins Rollen. Und dann haben wir so schnell es geht internationalisiert. 2013 haben wir 100 Städte in 100 Tagen gelauncht.
Interviewer / Host
Aber eigentlich ist es ja genau das, was Uber auch sein wollte. Also als sie losgelegt sind.
Jens Wohltorf
Ja bloß eben, die sind dann in die Richtung gegangen, eher auf den Massenmarkt sich zu konzentrieren und breit zu gehen. Und wir sind halt spitz reingegangen und wollten eben bis heute dieses Premium Segment so gut es geht bedienen und sind.
Interviewer / Host
Die Hälfte eurer Fahrten Flughafentransfers nach wie.
Jens Wohltorf
Vor ja ungefähr, etwas mehr sogar.
Interviewer / Host
Und gibt es eine andere Kategorie von Fahrt, die regelmäßig kommt?
Jens Wohltorf
Ja, also seit Corona sind gerade auch grundsätzlich Langstrecken sehr stark geworden. Damals wollten sich die Leute nicht mehr in Züge und Flugzeuge setzen, wollten ihre Privatsphäre, desinfizierte Autos und so haben. Und dann haben wir gemerkt, komisch, unsere Distanzen gehen durch die Decke. Das war vor Corona waren wir auf 30 40 km im Durchschnitt. Plötzlich hatten wir 200, 300, 400 km Strecken die ganze Zeit im System. Und dann kamen wir auf dieses City to City Produkt, also von wo du auch immer bist, in eine andere Stadt, 2 3 400 Kilometer oder auch mal in die Umgebung, wo eben dich nicht ein Zug oder ein Flugzeug hinbringen könnte. Dann haben wir noch by the hour, also du kannst dann einen Chauffeur für einen halben Tag oder einen Tag buchen, wenn du eine Roadshow in der Stadt hast und dann machen wir jetzt immer mehr. Wir haben auch On Demand in einigen Märkten jetzt gelauncht. Klassisches Innenstadt, klassische Innenstadtmobilität, Kurzstrecke zum Restaurant, zum Büro oder wo auch immer hin.
Interviewer / Host
Okay, das heißt am Ende ist es dann die Kunst, die Plattform immer liquide zu halten, also genügend Fahrer zu kennen und zu haben und natürlich Nachfrage zu schaffen.
Jens Wohltorf
Ja, das ist natürlich das Chicken Egg. Und weil es halt ein relativ spitzer Markt ist, es ist immer noch eine gigantische Nische, aber es ist halt immer wieder ein Chicken Egg Thema. Wenn du schnell wächst, musst du zusehen, dass du den Supply mitziehst und weil der halt so fragil ist bei uns und so gut vorbereitet werden muss, ist das wirklich das Schwierigste an dem Geschäftsführer.
Interviewer / Host
Aber fahren denn die Fahrer für euch oder sind das halt Fahrer, die im Zweifel ist gerade bei Black Lane nichts da, dann gehe ich jetzt mal und fahr Taxi oder fahr Uber oder so.
Jens Wohltorf
Das war also als wir angefangen haben, sind wir klassischer Lückenfüller gewesen. Die Industrie gab es ja schon immer, die hatten ihre Stammkunden und dann kam Black Lane und hat mal hier und da irgendeine kleine Leerfahrt befüllt mit einem Gast. Und über Zeit sind wir aber relativ groß geworden, sodass viele Unternehmen dann sich fast schon exklusiv auf uns eingestellt haben. Und wenn wir die Kapazitäten durchbuchen, dann ja sowieso, dann kann der Fahrer eh nichts anderes machen.
Interviewer / Host
Wie viele Fahrer arbeiten für euch über OK. Und dann wirst nicht überrascht sein, dass mich interessiere, wie viel Umsatz das mittlerweile macht.
Jens Wohltorf
Viele hundert Millionen und unspezifischer werde ich da nicht.
Interviewer / Host
Okay, also man kann ja nachgucken. Ich glaube im Jahr 23, lass mich jetzt nicht das falsche sagen, ne? 22 hattet ihr, 22 hattet ihr schon 200 Millionen Euro Umsatz. Also jetzt ist das jetzt fast drei Jahre her, zweieinhalb Jahre her. Seid ihr denn immer so 20, 30 Prozent gewachsen?
Jens Wohltorf
Ja, es gab nur ein Jahr, wo das nicht der Fall war, das 2020.
Interviewer / Host
Also dann gehe ich jetzt mal von einer halben Milliarde Umsatz. Du wirst jetzt nicht sagen, das ist jetzt komplett irre, was ich da jetzt.
Jens Wohltorf
Das würde zumindest in die vielen hundert Millionen reinpassen.
Interviewer / Host
Warum seid ihr so zurückhaltend?
Jens Wohltorf
Habe ich nie anders gehandhabt. Ich spreche auch nicht. Über Bewertungen der Firma bin ich immer bisher gut mitgefahren.
Interviewer / Host
Die Bewertung kann man sich ja jetzt an Uber recht gut zurechtlegen. Also da weiß man ja, die sind.
Jens Wohltorf
Über 200 Milliarden, 200 Milliarden.
Interviewer / Host
Wenn es eine deutsche Firma wäre, wäre es die wertvollste. Das ist sogar wertvoll als SAP Uber. Also es ist einfach unglaublich beeindruckend. Und wie viel mal sind die größer im Umsatz als ihr?
Jens Wohltorf
Das weiß ich nicht.
Interviewer / Host
Also nehmen wir mal an, die haben einen Umsatz von, ich guck's mal schnell hier nach, Ich habe es mir irgendwo nämlich rausgeschrieben. Warte, warte, warte. 44 Milliarden. Also das 80-fache von euch, was ich jetzt unterstelle möglicherweise.
Jens Wohltorf
Ja.
Interviewer / Host
Also das 80-fache von euch. Wenn ihr eine halbe Milliarde hättet oder ein bisschen mehr, dann braucht man ungefähr 80 Faktor 80 jetzt haben die 200 Milliarden. Wenn man jetzt überlegt, was ist das jetzt durch 80? Dann wärt ihr auch schon mehrere Milliarden wert.
Jens Wohltorf
So weit würde ich aber nicht gehen, ne? Nein, also mehrere Milliarden in dieser, in diesen Größenordnungen sind wir nicht. Sind natürlich die Ambitionsniveaus, die wir haben.
Interviewer / Host
Weil ich bei den Zahlen falsch liege oder sagst, die haben noch ein anderes Geschäft dabei, irgendwie Uber Eats oder so.
Jens Wohltorf
Wir machen viel, die Hälfte ihres Umsatzes ist Uber Eats, die andere Hälfte Mobility, dann machen sie noch frei. Es ist deutlich diversifizierter.
Interviewer / Host
Okay.
Jens Wohltorf
Und dann, und wir sind auch ein deutsches Unternehmen, das heißt, man hat immer.
Interviewer / Host
Noch einen anderen Multiple.
Jens Wohltorf
Genau. Und wir stapeln immer tief.
Interviewer / Host
Gut, aber ihr seid dann schon in der Unicorn Conversation auf jeden Fall.
Jens Wohltorf
Könnte sein. Ich spreche die Bewertung nicht an, aber.
Interviewer / Host
Ihr habt ja schon relativ viel Geld aufgenommen. Also die letzten Jahre habt ihr, ich glaube, ihr seid jetzt in der Series E oder so.
Jens Wohltorf
Ja, aber das sind auch wahrscheinlich in amerikanischen Verhältnissen wäre das ein B.
Interviewer / Host
Wie viel Geld ist die Firma reingeschlossen? 200, knapp 200 Millionen. Also wahrscheinlich im Wesentlichen auch für Plattformaufbau und für Marketing.
Jens Wohltorf
Für Plattformaufbau und natürlich dann auch der Supply Aufbau. Man muss da viel vor Ort sein, denn das ist unser Rückgrat, Da muss man sehr viel reingehen. Aber auch technologisch, dass wir zusehen, dass jede einzelne Fahrt muss sitzen. Das ist das Anspruchsvolle, dass wir in so einer Zero Tolerance Welt unterwegs sind. Du kannst den CEO einer Firma 50 mal perfekt bedienen und dann lässt du ihn einmal stehen oder sie und dann war es das. Und das ist eben das Spezielle. Und da muss man auch tief reingehen in die Wertschöpfungskette und jedes Detail kontrollieren.
Interviewer / Host
Also die Fahrer selber kennenlernen und mit denen irgendwelche Workshops machen.
Jens Wohltorf
Nicht nur selber kennenlernen, sondern wir bauen Chauffeur Akademien, die Black Lane Chauffeur Academy, die haben wir in vielen Städten dieser Welt. Da trainieren wir unsere Chauffeure zu dem Blackland, zu dem hohen Black Lane Standard. Denn nur so schaffst du es am Ende des Tages, trotz Asset Light, wenn du das einfach laufen lässt und nicht nah genug dran bist, dann hast du irgendwann das Uber Experience.
Interviewer / Host
Aber wenn ich mir das nochmal so für mich selber oder auch für die Hörer runterbreche, also wir reden davon wahrscheinlich so in der Größenordnung einer halben Milliarde Umsatz, globale Abdeckung, tausende von Fahrern. Dafür seid ihr dann in der deutschen Start up Szene extrem quiet.
Jens Wohltorf
Ja, aber auch wegen des Umsatzes. Wir haben uns nie groß auf Deutschland konzentriert. Unsere auch unsere Vertriebsstrategien, Marketingstrategien sind von Anfang an immer dem angloamerikanischen Raum oder Waren dort angesiedelt. Das Unternehmen spricht Englisch, die Mitarbeiter sprechen Englisch, das Marketing ist Englisch. Da gehst du auf die großen Märkte und dieser sogenannte Black Car Service ist ja auch viel prominenter in den USA und auch in UK gewesen, schon immer hier in Deutschland. Chauffeur Services kennt man nicht so unbedingt. Also es ist auch deutlich mehr Entwicklungsaufwand, deutlich weniger Supply Und wir sind einfach in die Märkte gegangen, wo es am einfachsten war.
Interviewer / Host
Was kostet trotzdem mal für mich als deutschen Anwender eine Fahrt, wenn ich jetzt sage, okay, ich würde jetzt gerne mal statt Bahn von Hamburg nach Berlin mit euch fahren. Was habe ich da ungefähr?
Jens Wohltorf
Das werden ein paar hundert Euro sein, drei, 300, 400?
Interviewer / Host
Ich hatte vor kurzem die Situation, da bin ich gestrandet in Münster und und musste nach Hamburg abends, da musste ich mir ein Taxi nehmen. Also sonst wäre alles auseinandergeflogen. Was würde die Fahrt ungefähr bei euch kosten?
Jens Wohltorf
Das müssten wir nachschauen, Weiß ich nicht. Das ist immer kilometerbezogen und jedes Geschäftsgebiet, jede Stadt hat ihren eigenen Preisschlüssel. Dann kommt es darauf an, wann die Fahrt gewesen wäre, mit welcher Vorlaufzeit. Wir haben dynamisches Pricing, was auch auf große OMR Events dann anschlägt, wenn die Stadt ausverkauft ist. Das ist alles total variabel.
Interviewer / Host
Was ist denn eure beste Stadt?
Jens Wohltorf
New York, OK New York und London, die betteln sich immer um den ersten Platz.
Philipp Westermeier
Die Recruiting Plattform Instaffo ist ein treuer Partner des OMR Podcast. Da lag es nahe, dass wir Instaffo auch mal selber für unser Hiring bei OMR ausprobieren Und siehe da, wir konnten nach wenigen Wochen direkt eine offene Stelle im Sales besetzen. Genauer gesagt ein Senior Manager New Partnership. Deswegen klare Empfehlung, wer Stellen offen hat. Instaffo COMR. Wir haben Gott sei Dank bei OMR eigentlich gar kein Problem, überhaupt Bewerbungen zu bekommen, Aber dank Instaffo bekommen wir statt ganz vieler häufig auch irrelevanter Bewerbungen sofort die passenden dank des AI Matching von Instaffo. Was dann noch dazu kommt, ist ein AI Screening aller Bewerbungen und die Möglichkeit direkt mit passenden Talenten zu chatten, Bewerbungen mit anderen Kolleginnen und Kollegen hier im Team zu managen. Das alles aus dem Instaffo Tool heraus. Man kann das Ganze übrigens komplett risikofrei testen und bekommt als OMR Hörer 500 Rabatt auf die erste Einstellung. Also wer jetzt nach Unterstützung sucht, vielleicht sogar Handlungsdruck hat, Instaffo ist immer einen Besuch wert. Entweder ausprobieren oder zumindest mal einen Blick in die Demo werfen. Nochmal in Staffo com OMR.
Interviewer / Host
Und wie habt ihr es geschafft, dass man euch da kennt? Also ich kenne euch mehr so aus der Startup Welt, aber es ist nicht so, dass ich jetzt irgendwie an jedem Gepäckband oder an jeder, weiß ich nicht, Instagram Anzeige denke, ach ja klar, Black Lane. Also das ist ich bin von euch eigentlich von den Kontaktpunkten her gefühlt noch nie berührt worden in der Werbung. Also klar, der Markt ist hier auch vielleicht klein, aber ab und zu reise ich immer nach London, ab und zu bin ich mal in New York. Trotzdem, ich nehme es gar nicht so stark wahr. Also wie habt ihr es gemacht?
Jens Wohltorf
Also da muss man glaube ich erstmal historisch und dann auch Kundensegmente differenzieren. Also historisch haben wir angefangen mit Performance Marketing, ganz klassisch Google AdWords. Als ich mit Frank da in unserem kleinen Zimmerchen in Schöneberg in dem kleinen Zimmerchen saß, haben wir eine Googleanzeige angemacht und dann klingelte unser Telefon. Wir waren auch gleichzeitig der Customer Service und so. Wir hatten ein Telefon, das haben wir uns geteilt und dann riefen die Leute rund um die Uhr an und wollten abgeholt werden Und das haben wir dann ein bisschen gemacht und so wurde das groß. Also die ersten Schritte, wen wir damit natürlich erreichen, sind nur die, die den Intent haben, irgendwo, wenn sie in der Fremde sind, eine Lösung zu suchen. Also den Londoner haben wir nicht in London erwischt, sondern wenn der Londoner nach Dubai fliegt und einen Dubai Airport Transfer sucht, dann springt natürlich eine Suchmaschine an und da sind wir dann präsent. Das haben wir über viele Jahre gemacht, irgendwann heutzutage natürlich auch deutlich andere Kanäle noch ausgebrochen, aber die Logik ist relativ ähnlich.
Interviewer / Host
Das heißt, ihr seid eigentlich 80 prozent eurer werbung ist Suchmaschinenwerbung.
Jens Wohltorf
Ja, ja, war früher so, früher so und auch heute ist es immer noch ein dominanter, der mit Abstand dominanteste Marketingkanal Out of home und sowas machen wir.
Interviewer / Host
Gar nicht viel Sponsoring, all die Sachen.
Jens Wohltorf
Die man Sponsoring mehr und mehr in den Städten, wo wir unsere eigenen Flotten aufbauen oder die, also trotzdem Asset Light, aber die Flotten, die unter der Black kleinen Flagge dann fahren, aber auch andere Kundensegmente, zum Beispiel den Corporate User, da hast du eine klassische Vertriebsmannschaft, die auf die Unternehmensberatungen und Investmentbanks dieser Welt zugehen oder die Großkonzerne, die viel Reisevolumen haben. Dann haben wir Reiseagenturen, Travel Agencies, die wir bedienen, Online Travel Agencies oder klassische Reisebüros an der Ecke, die brauchen auch Lösungen für ihre Kunden und und eines der am schnellsten wachsenden Segmente sind die sogenannten Strategic Partners, die wir bedienen. Das ist eine Fluggesellschaft wie Emirates zum Beispiel. Wenn du bei Emirates ein First oder Business Class Ticket buchst, egal wo in der Welt, hast du in beiden Städten Start und Landung, hast du den Chauffeur Service dabei als Teil des Tickets und den machen wir in vielen, vielen Ländern dieser Welt für sie und andere Airlines auch. Etihad startet, wir haben gerade unterschrieben mit Riad Air, der großen Airline, die jetzt in Saudi Arabien anfing, den Flugbetrieb Ende des Jahres aufzunehmen. Kreditkarten Companies, Amex, Centurion zum Beispiel, da ist auch immer ein Chauffeur Service dabei, wenn du deinen Flug über so eine Karte buchst. Cruise Lines, riesig wachsend, diese großen, gerade die Luxus Cruise Lines, wenn die in Miami abfahren und tausende von Gästen aufnehmen, da kommt Black Lane dann ins Spiel.
Interviewer / Host
Und wer ist euer Wettbewerber? Es klingt ja fast so als so einfach jetzt irgendwie nachvollziehbarerweise wollen die alle in Chauffeur Service, dann kommen die alle bei euch an, als wenn es da keine anderen gäbe. Aber gibt es noch jemanden, der so ein Modell so betreibt?
Jens Wohltorf
Es gibt Chauffeur Services, die die Qualität anbieten, die wir auch haben, aber die sind oftmals regional sehr eingeschränkt. Das sind ja oftmals unsere Partner, die wir an Bord nehmen. Es gibt keinen unserer Größe mit dieser geografischen Abdeckung. Und dann gibt es andere Mobility Plattformen, die auch die geografische Abdeckung haben, aber nicht die Qualität bilden, wie zum Beispiel die großen Ride Hailer dieser Welt, Also Uber zum Beispiel. Genau.
Interviewer / Host
Da kann ich ja auch verschiedene Klassen buchen und dann kann ich auch nicht auch Black Limousine oder so buchen.
Jens Wohltorf
Kannst du auch. Es gibt da größere Autos oder neuere Autos. Ist trotzdem noch was anderes, ob du jetzt den Chauffeur ausgebildet hast oder nicht. Am Ende des Tages ist es nicht die S Klasse, die den Service ausmacht oder die Beinfreiheit. Die S Klasse ist ja letztlich ein Commodity, das könnte sich jeder zulegen. Aber wie der Chauffeur den Gast behandelt, das ist der Maker or Breaker der ganzen Erfahrung, wie er dich liest, sind ja Servicekräfte. Das sind Empathie, soziale Intelligenz. Bist du jetzt gerade zum Chatten aufgelegt oder möchtest du deine Ruhe haben? Hast du ein wichtiges Geschäfts Telefonat? Möchtest du schlafen? Diese ganzen Nuancen, um wirklich die perfekt mögliche Erfahrung da zu bieten an Bord.
Interviewer / Host
Aber preislich seid ihr vergleichbar mit Uber.
Jens Wohltorf
Das ist auch wieder, weil die ja auch searchen. Wir haben dynamisches Pricing. Es ist schwer zu machen. Wir würden schwer grundsätzlich zu vergleichen. Wir sind wahrscheinlich einen Tick teurer, aber jetzt wirklich nur einen Tick.
Interviewer / Host
Und im Vergleich zum normalen Taxi kommt.
Jens Wohltorf
Auch auf die Städte an. In Zürich sind wir relativ vergleichbar. In Indien sind wir wahrscheinlich Faktor 10 teurer.
Interviewer / Host
OK. Und auf der Langstrecke seid ihr dann deutlich günstiger.
Jens Wohltorf
Ja, Denn bei uns ist der größte Kostenblock sind die Anfahrkosten, das Fahrzeug zu putzen, neue Wasserflaschen reinzubringen, zu legen, alles in und außen sauber zu halten. Der Chauffeur muss sich seinen oder ihren Anzug anziehen. Der erste Meter ist der teuerste und umso länger die Limousine dann fährt, desto günstiger wird. Das heißt, auf der Langstrecke schneiden wir irgendwann auch die Taxipreiskurven.
Interviewer / Host
Aber das heißt, es klingt eigentlich wirklich total naheliegend. Also man nutzt dieses Asset Light Modell auf eine Industrie, die es ja schon als viele Jahre gibt, also Chauffeur Dienstleistung, ja nichts Neues. Rollt das dann in dem Upscale Segment global aus. Total naheliegend eigentlich mit Google. Da braucht man jetzt auch nicht groß viel Flughäfen zu tapezieren oder irgendwie Instagram Anzeigen schalten. Das ist ja sehr, sagen wir mal, wie sagt man, anlassgetriebene Buchung. Wo waren die Probleme?
Jens Wohltorf
Ich dachte, du willst mir jetzt mangelnde Kreativität vorwerfen.
Interviewer / Host
Ja, also gut, nicht vorwerfen. Es hat ja für dich.
Jens Wohltorf
Naja, tatsächlich, es ist eine super etablierte Industrie gewesen, aber wahnsinnig fragmentiert. Die Hauptidee kam eigentlich durch meine Gespräche mit den BCG Fahrdienstleistern, in deren Autos ich die ganze Zeit saß. Das waren oftmals einfach kleine Mom and Pop Shops, 1 2 Mitarbeiter, 1, 2 Autos. Unglaublich abhängig von den paar wenigen Kunden, Firmenkunden, die sie haben und nie die Chance, mal irgendwie internationales Reisepublikum zu targeten. Vertrieb erst recht nicht international, also wirklich immer nur so Insellösungen und davon gibt es halt viele Tausende und unser durchschnittlicher Partner hat eben nur zweieinhalb Autos. Und wenn ich sage, wir haben über Fahrzeuge und Fahrer an Bord, du weißt, wie viel tausende Unternehmen auf unserer Plattform.
Interviewer / Host
Sind, aber machen die dann auch nur was für euch, ne?
Jens Wohltorf
Mal so, mal so. Manche nutzen uns zum Beimischen oder mal in Low Season Times, wenn ihre.
Interviewer / Host
Aber wenn ihr diese gebrandeten Autos von euch haben, dann können die mit denen auch nicht exklusiv.
Jens Wohltorf
Genau.
Interviewer / Host
Okay, das ist dann wirklich wie bei.
Jens Wohltorf
Flixbus und das ist dann wirklich, das sind also Dubai zum Beispiel 100 Prozent elektrisch, Mercedes EQS, wie so super schönes Design. Innen hast du immer das gleiche Wasser und die Phone Chargers und die Chauffeure sind perfekt ausgebildet. Das ist ein Erlebnis. Das ist wirklich das beste Chauffeurerlebnis, was es gibt auf der Welt.
Interviewer / Host
Ist Dubai für euch eine große Stadt?
Jens Wohltorf
Ja, wahnsinnig schnell wachsend. Wir haben ja auch Ende letzten Jahres noch eine Finanzierungsrunde mit dem Tazaru, einem Unternehmen, der vom PIF in Saudi Arabien noch abgeschlossen im Staatsfonds. Seitdem skalieren wir Saudi Arabien, jetzt dieser Tage geht unsere On Demand Funktionalität in Riad live, dann siehst du da auch überall diese kleinen oder diese großen schwarz weißen Limousinen rumflitzen.
Interviewer / Host
OK, du hast gerade schon von Investoren gesprochen. Ich meine, ich kenne einen Carsten Maschmeyer, der war köstlich hier, aber eigentlich immer, wenn ich ihn irgendwo sehe, der war auch schon vor Jahren im Podcast und dann sprechen wir über seine Investments und ihr seid eigentlich immer die erste Firma, die er erwähnt, weil er da glaube ich auch früh dabei war und schon ein paar Jahre her ist, weil er auch sehr stolz drauf ist.
Jens Wohltorf
Das freut mich sehr und ich bin sehr stolz, ihn an Bord zu haben. Er war da in der Tat in der zweiten runde schon dabei, 2012.
Interviewer / Host
Ganz am Anfang, wer sind noch große Investoren?
Jens Wohltorf
Der größte ist Mercedes Benz, die sind 2013 an Bord gezogen, fast 30 Prozent, also genau knapp 30 Prozent. Ja, aber auch naheliegend, denn gerade in Europa, in den USA jetzt nicht so, aber gerade in Europa ist diese Industrie sehr, sehr Mercedes dominiert. Hilft uns dann auch, wenn wir in Europa ausrollen, wenn wir unseren Partnern helfen wollen, ihre Kostenbasis zu verbessern.
Interviewer / Host
Aber ihr kauft selber keine Autos.
Jens Wohltorf
Nein, aber wir können ja trotzdem natürlich anders verhandeln mit Autoherstellern. Als ein kleiner Unternehmer kann der zwei Autos kauft.
Interviewer / Host
Six by Investing ja noch andere namhafte.
Jens Wohltorf
Investoren, europäische Venture Capital, also B Ventures waren sehr, sehr früh an Bord und im Mittleren Osten noch ein, zwei große Konglomerate aus Dubai und Abu Dhabi.
Interviewer / Host
Aber du hast selber auch noch irgendwie durchaus Prozente. Ich glaube, ich habe mal nachgeschaut, irgendwie so fast 10 Prozent noch.
Jens Wohltorf
Stimmt.
Interviewer / Host
Also wenn das jetzt eine Milliarde, das.
Jens Wohltorf
Kann ich nicht leugnen, weil das steht im Handels.
Interviewer / Host
Wenn es jetzt eine Milliarde wert wäre, dann wäre es ja auch gutes Geld.
Jens Wohltorf
Wenn es so wäre. Ja, also zumindest auf Papier.
Interviewer / Host
Es ist auf jeden Fall, ab und zu hört man ja auch von so IPO Plänen und sowas.
Jens Wohltorf
Ja, auch das muss es sein. Wir werden ja weiter wachsen. Wir haben jetzt gerade diese Städte Rollouts, von denen ich gesprochen habe, wo wir mit diesen extra Flotten reingehen, die Chauffeur Akademien bauen, lokales Marketing und Sales installieren, lokale Operations installieren und das skaliert wahnsinnig gut. Also diese, Während wir global 25 plus minus 30 Prozent wachsen mit dem globalen, vor allem Flughafen dominierten Geschäft wachsen diese lokalisierten Städte dreistellig, weil wir damit in die lokale Mobilität einsteigen. Sprich, du wirst ja, du wirst deine Flughafentransfers haben, aber am meisten bewegst du dich im Hamburger Raum. Da ist unser Leben. Das heißt, das meiste Mobilitätsbudget lassen wir in unserer Heimatstadt. Das hat Blackline nie, war Blackline nie in der Lage, irgendwie zu aktivieren, weil wir das falsche Produkt hatten. Wir waren nicht on demand verfügbar, immer nur Vorlaufzeiten, Vorbuchzeiten. Dafür sind unsere lokalen Leben zu spontan und das haben wir jetzt geändert. Sprich, wir werden wirklich Teil des täglichen Mobilitätsbedarfs.
Interviewer / Host
Aber dann kommt man schon so ein bisschen in den Uber Markt rein und nervt die vielleicht ein bisschen von oben.
Jens Wohltorf
Ich glaube, das von oben ist wichtig, ob man jetzt Blackline vorgebucht oder spontan bucht, Das ist einfach nur ein Buchungstyp, ob ich das Buch jetzt oder später haben will. Das Produkt ändert sich aber nicht. Das Produkt ist ein hochgradig professionalisierter Premium Chauffeur Service und den gibt es auf keiner anderen Plattform.
Interviewer / Host
Aber wahrscheinlich nehmt ihr dann trotzdem, wenn ihr das jetzt weiter ausrollen wollt, uber ein paar Fahrten und normalen Taxifahrer ein.
Jens Wohltorf
Paar Fahrten weg die Sahne, Ja.
Interviewer / Host
Ist das besonders lukrativ?
Jens Wohltorf
Ja, das sind größere Tickets. Also so ein rytaler hat vielleicht 10 Dollar durchschnittliche Fahrtpreise. Wir haben 150.
Interviewer / Host
Und dann nimmt man sich einen Cut.
Jens Wohltorf
Dann nimmt man sich einen Cut. Natürlich sind unsere Distanzen auch deutlich länger. Wir haben ja viele, viele Kilometer sind durchschnittliche Fahrtlängen.
Interviewer / Host
Wie hoch ist der Cut?
Jens Wohltorf
Auch das ist variabel. Wir haben keine feste Kommission, sondern wir sind im Grunde wie ein Wholesaler. Also du buchst jetzt eine Fahrt für 100 Euro und dann haben wir ein recht ausgeklügeltes, das heißt Reversed Dutch Auction System im Hintergrund. Ganz einfach erklärt ist es, wir fragen dann im Markt, wer will diese Fahrt für 50 Euro machen? Du hast 100 bezahlt und vielleicht hat gerade jemand einen Gast am Flughafen Hamburg abgesetzt und würde wieder zurück leer in die Stadt fahren und für Den sind die 50 dann extra Deckungsbeitrag. Die Kosten hat er ja eh für die Rückfahrt, Sprich, da würden wir 50 prozent marge machen auf so einer Fahrt. Wenn keiner diese Fahrt nimmt aus dem Topf, dann geht der Preis kontinuierlich steigt er an, 55, 60, 70, 80 sogar. Wir gehen in den subventionierten Bereich rein, 100, 110, denn einer unserer größten Stärken ist eine Buchungsgarantie. Wenn du mit uns buchst, wirst du immer abgeholt. Also 99,7 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass es wirklich auch stattfindet. Und das gibt es sonst nicht in der Industrie.
Interviewer / Host
Aber macht ihr das auch? Also als ich da jetzt kürzlich in Münster am Bahnhof stand und gemerkt habe, ich komme hier nicht mehr weg, ich hätte jetzt ein Taxi, war schon schneller als jetzt über mir die Blackland App.
Jens Wohltorf
Zu holen, weil wir Münster noch nicht lokalisiert haben, so wie es mit Riad und Dubai und London und Miami gemacht. Ich weiß noch nicht, wann Münster drankommt, aber in diesen Städten machen wir das.
Interviewer / Host
Also ab wann machen Städte für euch Sinn?
Jens Wohltorf
Wir starten einfach top down. Wir haben ja die 500 Städte, gucken uns die an und gehen jetzt die Liste runter. Wir fangen mit den größten Städten an. New York ist Blackland on demand, London, Miami, Dubai, Riad, Singapur ist auch eine große Stadt von uns. In Indien haben wir riesengroße Städte, da werden wir peu à peu die Lokalisierung ausrollen. Und um zurück auf deine IPO Frage zu kommen, diese Art der Lokalisierung, die kostet Geld. Du musst in die Flotte vorinvestieren, in die Chauffeur Akademie vorinvestieren, du musst Leute hinsetzen in die Märkte. Bislang haben wir 500 Städte, fast ausschließlich auch Berlin Schöneberg gesteuert. Das ändert sich natürlich dann, wenn du in die lokalen Märkte tief rein möchtest und dort die Awareness generieren möchtest. Und das kostet ein paar Millionen pro Stadt. Und Wir haben jetzt 5 lokalisiert, 495 fehlen noch.
Interviewer / Host
Okay, aber das heißt, da ist ja noch riesen endlos und wer kann euch stoppen? Also ist Uber da in der Lage, das zu unterbinden?
Jens Wohltorf
Ne, aber Pandemien, die machen uns das Leben schwer.
Interviewer / Host
So oft gibt es ja nicht, Wollen wir hoffen.
Jens Wohltorf
Also das war das mit Abstand einschneidendste Erlebnis der letzten 14 Jahre.
Interviewer / Host
Aber nach, also oder in dem zweiten Pandemiejahr seid ihr dann schon wieder stark gewachsen.
Jens Wohltorf
22 haben wir uns vervierfacht, aber 2021 war brutal. Wir haben als im April oder wann Februar, ich weiß, ich will es vergessen, irgendwann ausgebrochen ist, haben wir in drei Wochen 99 Prozent Umsatz verloren, komplett ausgeknipst, weil wir natürlich so abhängig vom Flughafengeschäft war. Und wenn keine Airline mehr fliegt, dann bist du auch kaputt.
Interviewer / Host
Kann man das versichern? Mittlerweile denke ich nicht.
Jens Wohltorf
Das Risiko ist viel zu gigantisch, aber du kannst diversifizieren. Und das haben wir dann gemacht, indem wir City to City ausgerollt haben. Das macht jetzt schon fast 20 Prozent Umsatz aus. Wir machen by the hour, wir gehen in die Städte rein, denn das Flughafengeschäft war zwar ausgeknipst, aber die lokale Mobilität fand immer noch statt. Also so ein Free Now oder so. Die haben auch in Corona immer noch die Hälfte ihrer Fahrten gemacht, aber eben nur in den Städten, Nichts langstreckenmässiges und nicht mehr so oft zum Flughafen. Aber die sind deutlich weniger anfällig gewesen als ein Service wie der unsere, der nur Airport Transfere gemacht hat. Das war auch ein strategisch totaler Fehler, sich so abhängig zu machen von einem Segment.
Interviewer / Host
Aber ich höre jetzt eine Antwort nochmal IPO mäßig raus. Es kostet sehr viel Geld. Also der IPO könnte kommen, alleine um das Geld zu beschaffen.
Jens Wohltorf
Ja, also irgendwelche Finanzierungstöpfe werden wir schon anzapfen in den nächsten Jahren, weil ihr.
Interviewer / Host
Einfach Wachstum, Wachstum, Wachstum, weil wir einfach.
Jens Wohltorf
Sagen, das ist so eine Opportunität. Es gibt diesen Service nicht in diesen Städten und wir haben den Schlüssel gefunden. Wir haben unser Playbook, wie wir ausrollen. Jetzt geht es eigentlich nur noch um Execution und dann haben wir diese Hunderten von Städten und überall hätten die Menschen gerne einen solchen hochwertigen Service, auf den sie sich immer verlassen können.
Interviewer / Host
Okay. Und das ist dann die einzige Variante, ist auch ein IPO, weil keiner kann das mehr finanzieren.
Jens Wohltorf
Ja, oder so. Du hast ja auch über Flixbus früher gesprochen. Es gibt ja schon noch ein paar andere Möglichkeiten, aber das sind schon viele hundert Millionen, die dann fällig werden.
Interviewer / Host
Das heißt, die Flixbus Variante war ja dann die, dass die dann mit PE oder mit Herrn Kühne, glaube ich, dann gesagt okay, dann machen wir quasi eine Art IPO für euch.
Jens Wohltorf
Da legen wir uns nicht fest. Wir haben ja gerade die Runde ist ja Ende letzten Jahres schon über die Bühne gegangen. Das war eine 60 Millionen Finanzierung. Und wir sind im Grund, im Kern unseres Geschäftsmodells sind wir profitabel, also EBIT profitabel in diesem globalen Travel Segment. Wenn du jetzt die Lokalisierungsaktivitäten von uns rauskürzt, das ist profitabel und eine Cash Cow.
Interviewer / Host
Aber das heißt, diese von mir jetzt unterstellten, aber zuletzt auch mal sichtbaren rund halbe Milliarde Umsatz, das ist dann der Außenumsatz, also inklusive aller Fahrten. Und euer CUT ist dann im Schnitt drei Prozent oder sowas Im Durchschnitt drei? Nein, fünf, zehn?
Jens Wohltorf
Nein, nein, das ist schon gut zweistellig. Das hängt halt von diesem Algorithmus ab. Das kann mal 60 Prozent sein, mal 0 Prozent, aber im Schnitt sind es irgendwie 15 noch ein bisschen mehr. 20 sagen wir 20 wirklich, es ist total variabel, Aber.
Interviewer / Host
Das wäre dann jetzt immer wieder ein Beispiel, wäre dann irgendwie so 100 Millionen vielleicht Innenumsatz.
Jens Wohltorf
Wenn deine Zahlen stimmen würden von vorhin.
Interviewer / Host
Dann wäre das jetzt nicht so, dann.
Jens Wohltorf
Wäre das nicht so abwegig.
Interviewer / Host
Aber es ist nicht richtig, das habe ich nicht gesagt. Aber komm, ganz falsch ist auch nicht.
Jens Wohltorf
Ganz falsch ist auch nicht.
Philipp Westermeier
Hinweis auf unseren neuen Partner Vanta, egal.
Interviewer / Host
Ob ihr gerade gründet oder schon skaliert.
Philipp Westermeier
Vertrauen und Sicherheit sind heute wichtiger denn je. Unser Partner Vanta hilft euch dabei, beides schnell und effizient aufzubauen. Denn Vanta automatisiert die compliance für ISO 27001 SOC, den EU Act und viele weitere. Damit spart man dann nicht nur Zeit, sondern stärkt auch das Vertrauen seiner Kundinnen und Kunden. Und es lohnt sich richtig. Laut einer aktuellen IDC Studie erzielen Vanta Kunden im Schnitt über US Dollar Nutzen pro Jahr und die Plattform amortisiert sich schon nach nur drei Monaten. Auf Vanta Com OMR. Vanta wird übrigens V geschrieben, also unter Vanta Com OMR findet ihr alle Infos und könnt auch jederzeit mit einem Vanta Experten ganz direkt über eure konkreten Anforderungen sprechen.
Interviewer / Host
Okay, also immerhin 100 Millionen in Umsatz und dann der Plattformumsatz irgendwie. Okay, Was sind eure größten Kosten sind dann aber irgendwie, wenn jetzt die Fahrer bezahlt sind, das ist ja dann sozusagen ohnehin die Personalmarketing. Wie viele Leute Arbeiten für dich? 400, 400 und die meisten davon in.
Jens Wohltorf
Berlin noch Die meisten in Berlin, aber am meisten wachsen tun wir natürlich in den ganzen neuen Städten, die wir an den kleinen Verwaltungs. Ja, da musst du ja lokale Operations, Marketing und auch Vertrieb haben, um die Märkte wirklich zu aktivieren. Und das ist ja die Große Chance, jetzt 14 Jahre Black Lane aus Schöneberg skaliert zu haben. Und USA ist fast die Hälfte unseres Umsatzes inzwischen geworden, ohne dass wir jetzt Leute dort hatten. Stell mal vor, wie groß es geworden wäre, wenn wir da Leute hätten.
Interviewer / Host
Ist es so, dass dann vor Ort die Leute wirklich einen Unterschied machen könnten?
Jens Wohltorf
Ja, weil du musst ja, du besuchst dann die Unternehmen, du triffst dich mit den Travel Managern, du sprichst mit den lokalen Airlines oder Cruise Lines, du sponsorst lokale Events oder gehst zu den lokalen Hotels. Das ist halt ein lokaler Service am Ende des Tages, den wir anbieten.
Interviewer / Host
Okay, das kommt jetzt als nächste Stufe.
Jens Wohltorf
Genau.
Interviewer / Host
Und hat sich schon mal Uber bei euch gemeldet. Also hast du schon mal den Herrn Koshani kennengelernt?
Jens Wohltorf
Ich habe mich schon vor Ewigkeiten kennengelernt, als er noch bei Expedia war. Auch Expedia hat sich ja immer breiter aufstellen wollen und wollte unbedingt gerne eine globale Mobilitätsplattform implementieren in die Expedia Experience. Damals hat es nicht geklappt, aber man kennt sich.
Interviewer / Host
Das heißt, Uber wird ja auch angucken, was im Markt passiert. Und wenn ihr jetzt diese Zahlen habt, dann werden die auch vielleicht überlegen, lassen wir die jetzt das machen oder machen wir dem ein Angebot oder machen wir es selbst.
Jens Wohltorf
Können sie ja auch, was sie wollen. Ist interessant, denn eigentlich ist das ja, sie kommen ja sogar aus der Ecke, Sie haben ja angefangen mit einem reinen Black Car Service damals in San Francisco oder so. Aber das ist anstrengend. Das skaliert halt ganz anders.
Interviewer / Host
Also das heißt, das ist ja für die Make a Buy. Also entweder vielleicht, wenn sie ein Auge.
Jens Wohltorf
Drauf geworfen hätten, dann müssten sie sich diese Frage stellen, aber die machen ja jetzt ganz viel mit Autonomous Vehicles und.
Interviewer / Host
Food und also es ist nicht so, dass du jetzt hier rausgehst und in drei Monaten kommt der große Deal, Denke ich nicht. Aber man kann es ja auch, also man ist da im regelmäßigen Austausch.
Jens Wohltorf
Wir sprechen mit allen Mobilitätsplayern da draußen, die sind ja alle spannend und es gibt ja auch in Asien zum Beispiel ist ein Grab groß, im Mittleren Osten ist ein Kareem groß, in China ist ein Didi dominant und so. Das sind alles Partner, mit denen man in Kontakt bleiben möchte.
Interviewer / Host
Wenn man jetzt unterstellt, ihr macht das jetzt über Eigenständigkeit und bekommt die Finanzierung so hin. Was für eine Unternehmensgröße kann man in den nächsten 5, 6, 7 Jahren schaffen.
Jens Wohltorf
Also die Märkte, ich meine, wir reden Nur alleine der Premium Chauffeur Service ist ein 40 Milliarden Markt und der ist so fragmentiert. Da gibt es so viele dieser Dinosaurier, die über 100 Jahre sich irgendwie ein paar hundert Millionen Umsatz aufgebaut haben. Da ist eine Menge Platz für uns noch und da reden wir ja nur von Chauffeur Service. Wir haben ja noch gar nicht über die Vision von Blackland gesprochen, was man auch außerhalb vom Auto machen kann. Aber was denn zum Beispiel haben wir leider auch zu keinem guten Zeitpunkt, so ein Jahr vor Corona haben wir angefangen ein Airport Concierge Service Netzwerk global auszurollen. Also du kommst mit einem Black Lane an, dann steht da ein Greeter am Bordstein, der nimmt dich und dein Gepäck und die Familie in Empfang und channelt dich durch einen Fast Track Check In und Security Check in die Lounge und dann direkt in die Flugzeugtür. So richtig wirklich End to end. Also dass wir dir sagen, du musst eigentlich nur noch den Wecker stellen morgens und wir sehen zu, wir sagen dir auch wann und dann hast du eine ganz smoothe Experience, bis du in deinem schönen Business Class sitzt, in deinem Emirates Flugzeug sitzt.
Interviewer / Host
Aber es ist alles für die Business Class und aufwärts.
Jens Wohltorf
Das ist ein Premium Service, auch diese Airport Concierge Services, das sind Premium Service. Genau, aber genauso fragmentiert wieder Chauffeur Service, bevor wir ange angefangen haben. Jeder Airport hat irgendwie ihre 1, 2 Vendors, alle machen ihr eigenes Ding, überhaupt keine Konsistenz da. Und das war damals sehr erfolgreich. Wir hatten ein kleines Startup aus las Vegas gekauft, 2018, 19, die gerade anfingen mit diesem Concierge Service und das hat so gut gepasst. Ist ja fast die gleiche Technologie. Ob der Chauffeur jetzt ein Auto in einem Auto sitzt oder der Greeta durch den Flughafen läuft, ist ja wurscht. Du kannst alles weiterverwenden.
Interviewer / Host
Was gibt es noch?
Jens Wohltorf
Im Grunde kannst du dir, wenn du den Reisezyklus anguckst, kannst du dir von A bis Z alles vorstellen, dass wir dich in der fremden Stadt komplett umhegen und umpflegen und zusehen, dass du deine Logistik auslagern kannst an uns, deinen Restaurantbesuch in dem für Monate ausgebuchten Top Restaurant in New York. Trotzdem noch kriegst, dass wir dir mit der Hotelsuche, mit dem Mobile Office, mit einem Sightseeing, Tour, was auch immer helfen können, sodass du eigentlich nur noch auf das Schöne von Reisen konzentrieren kannst und die painvolle Logistik und den ganzen Stress nehmen wir ab.
Interviewer / Host
Das heißt, die Ausgangsfrage, wohin kriegt man die Valuation eines Tages, wenn man entwickelt, da siehst du dann schon irgendwie jetzt nicht 10 Milliarden, sondern eher 20, ja.
Jens Wohltorf
Vielleicht ist Uber mein großes Vorbild 200, dafür sind die Märkte, glaube ich zu spitz. Aber ich finde, und das ist ein bisschen Das erschreckend nach 14 Jahren, es fühlt sich immer noch so an wie Tag 1, du gehst um die nächste Kurve und plötzlich macht sich wieder, öffnet sich ein noch größerer Markt und noch größeres Potenzial.
Interviewer / Host
Also Das heißt, also 10 Milliarden klingt jetzt eher ein bisschen fast nach einer Enttäuschung.
Jens Wohltorf
Ich mache tatsächlich die Blackline Vision nicht an Bewertungszahlen. Fest, sondern was wir schaffen können und was für Lösungen man anbieten kann.
Interviewer / Host
Habt ihr vor allem das Thema Internationalisierung richtig gut im Griff, weil so viele Firmen gibt es aus Deutschland nicht, aus der ganzen letzten 10, 15 Jahre Digitalwelt zumindest, die so eine Internationalisierung so gut hinbekommen haben, oder? Also viele HelloFresh fällt häufig so, weil die USA auch erobert haben, klar, Zalando und Europa gut erobert, Ja, ist bei.
Jens Wohltorf
Uns komischerweise irgendwie umgekehrt. Wir haben halt Deutschland noch nicht erobert.
Interviewer / Host
Aber weil Deutschland auch einfach zu klein.
Jens Wohltorf
Es ist halt zu klein schon immer.
Interviewer / Host
Noch wirtschaftlich gesehen der viert fünfte größte Markt der Welt und was ihr macht, ist ja nun auch irgendwie Leute, die wirtschaftlich sehr aktiv sind.
Jens Wohltorf
Also wir werden sicherlich irgendwann anfangen, auch Deutschland mal ins Auge zu greifen, mal zu lokalisieren.
Interviewer / Host
Was ist denn noch alles größer auf der Liste der 500 wichtigsten Städte, wann kommt die erste deutsche?
Jens Wohltorf
Weiß man nicht, Weiß ich nicht, weiß ich nicht, Aber ich meine, es spielt halt auch so viel mehr Musik in anderen Weltregionen, da ist so viel mehr Aufbruch und Bewegung und Mobilität und Reiseaufkommen, auch die Bereitschaft, ein bisschen mehr zu zahlen, um einen guten Service zu bekommen, der ist auch in anderen Ländern durchaus unterschiedlich.
Interviewer / Host
Also was sind jetzt New York, hast du gesagt, ist groß, Dubai ist groß.
Jens Wohltorf
Also viele Städte in den USA, New York ist die führende weltweit und natürlich dann auch die größte der USA, aber auch Westküste in L. A. San Francisco, Miami, Chicago, Boston, das sind Alles Riesenstädte für uns. London natürlich, Paris, in Deutschland haben wir in München und auch in Berlin ist nicht so schlecht, auch in Hamburg ist nicht so schlecht, aber wirklich, ich habe.
Interviewer / Host
Es ja noch nie gesehen, aber wird es auch nicht erkennen. Aktuell habt ihr noch nicht diese.
Jens Wohltorf
Genau, es ist ein diskreter Service, das sind schwarze Autos. Also wenn wir jetzt nicht lokalisiert haben und da irgendwie ein schwarz weißer EQS Vorfährt mit einem kleinen Blackline Logo, dann siehst du es halt nicht. Aber natürlich Singapur ist groß und Indien auch ein riesen, riesen, riesen.
Interviewer / Host
Und das ganze Thema Self Driving, ist das für euch gut oder schlecht?
Jens Wohltorf
Es ist gut, denn solange es hochwertige Fahrzeuge irgendwann in dieser Kategorie geben wird, am Ende ist es für mich wie eine Service Klasse. Dann kann ich mir eine First Class mit einem Chauffeur buchen, weil ich den brauche und vielleicht möchte ich ein bisschen was lernen von dem Chauffeur, vielleicht möchte ich eine Science Agentur dazu haben. Ich bin drei Stunden auf 300 Kilometern unterwegs, dann möchte ich vielleicht gefahren werden von einem Menschen oder ich habe Gepäck, komme aus dem zweiten Stock, bin vielleicht nicht so gut bei Fuß oder habe noch eine Familie zu managen. Es wird immer Use Cases geben, wo ein Mensch noch Mehrwert schaffen kann im oder um das Auto herum. Und dann gibt es die sehr planbaren Strecken, Routinestrecken, wo wir einfach ein autonomes, hochwertiges Fahrzeug auch reinladen können. Denn eigentlich ist es eine Verschwendung, wenn der gut ausgebaut ist, Chauffeur die ganze Zeit ein Steuer festhalten muss, dafür ist er fast zu schade. Es sind ja Concierges, die würden dann lieber dir um die autonome Erfahrung herum denn andere Dinge in deinem Alltag erleichtern.
Interviewer / Host
Wann habt ihr die ersten autonomen Autos auf der Straße? Was ist da?
Jens Wohltorf
Ich schätze in fünf Jahren.
Interviewer / Host
In fünf Jahren Und wo dann wahrscheinlich.
Jens Wohltorf
In den USA oder noch wahrscheinlich im Mittleren Osten. Ich würde sogar fast tippen auf Ria. Da ist gerade so viel Wachstum und so viel Boom und Aufbruchsstimmung, da passiert echt viel.
Interviewer / Host
Okay, das heißt in fünf Jahren in.
Jens Wohltorf
Riad autonom oder auch denk an Drohnen oder Flugtaxis und so. Das ist für uns völlig geil. In Venedig fahren wir dich auch mit dem Schiff heute schon auf die Insel. Also das ist ja am Ende des Tages alles Mobilität.
Interviewer / Host
Schiff heißt, wenn man in Venedig ist das ja glaube ich üblich, wenn man landet und dann wird man am Flughafen vom Schiff abgeholt. Das ist da gar nicht anders möglich.
Jens Wohltorf
Zum Hafen und dann mit dem Boot rüber. Genau, also das ist alles relativ beliebig austauschbare Serviceklassen und damit hast du durchaus nochmal einen neuen Markt, den du damit erschließt. Du hast wahrscheinlich auch andere Stückkosten. Es werden gerade spannende, wirklich höchstwertige autonome Fahrzeuge Design, bis die dann irgendwann tatsächlich.
Interviewer / Host
Wer ist dafür von Herstellern?
Jens Wohltorf
Rimak zum Beispiel, der macht eine interessante, der baut eine interessante Vision auf daraus. Mercedes wird sicherlich auch nicht hinterm Berg halten und weiter daran arbeiten. Ja, also von daher. Und natürlich nochmal, um auf die Vision zurückzukommen, dann kommt das autonome Fahrzeug ja immer noch am Flughafen und dann musst du ja immer noch durch den Flughafen und den Stress wollen wir dir ja auch abnehmen oder in der Fremde dein Leben organisieren. Oder letztens war ich beim Bürgeramt und musste zwei Stunden auf meine Passverlängerung warten. Um die Reise herum gibt es so viel Ärger, Ärgernisse und so viel Stress und Blacklane ist einfach gut darin, diese schwierigen Schnittstellen zu lösen und dem Kunden abzunehmen.
Interviewer / Host
Also eigentlich baut ihr einen Concierge Service auf. Das hat es irgendwie in der Vision mit Autofahren nur noch am Rande zu tun.
Jens Wohltorf
Das ist ein Teil der Kette, aber hast du genau recht. Also eigentlich jemand, der dir den Stress abnimmt, sodass du dich auf den Urlaub freuen kannst oder auf deine Geschäftsreise auf den Termin vorbereiten kannst, anstatt dich mit der ganzen Logistik rumzuärgern.
Interviewer / Host
Okay, aber so würde man ja sagen, früher hat man sich nur, man fragt sich immer, wenn so diese großen Innovationen kommen, kommen die manchmal aus anderen Ecken, als man gedacht hat. Jetzt Butler Service sozusagen. Den Traum gibt es ja schon lange. Ich weiß Noch schon vor 20 Jahren hat irgendwie mein Kumpel Joko Winterscheidt mal in Go Butler investiert. Dachte man, dass da jetzt irgendwie so mit einem Agent oder so der Service, der funktionieren könnte, hat dann nachher nicht geklappt. Und jetzt kommt ihr aus der Shuttle Fahrzeug oder Chauffeursecke und entwickelt daraus dann vielleicht den globalen Concierge Service.
Jens Wohltorf
Ja, viele Wege führen nach Rom und jetzt auch mit AI wird natürlich ganz, ganz spannende Möglichkeiten auch, wie man auch automatisiert Concierges und Unterstützung anbieten kann. Da gibt es ewig viele Opportunitäten und Möglichkeiten. Wahrscheinlich war Joko ein bisschen zu früh dran.
Interviewer / Host
Ja, so ist ja manchmal. Man hat dann gedacht, daher käme es so aus der Mobile Ecke und dann war das ja mit einer App und so dachte man, okay, das ist halt eigentlich die perfekte Basis dafür. Eine App alleine reicht scheinbar jetzt doch nicht, hat man rausgefunden. Man braucht halt schon einen ausgebauten Chauffeur Service und auf dem Fundament kann man dann weiterbauen.
Jens Wohltorf
Genau, weil es so naheliegend ist, dass ich aus dem Auto aussteige und now what? Und dann nimmst du die nächste Strecke dir vor und dann nimmst du wieder die nächste Strecke dir vor. Das gehört halt zusammen.
Interviewer / Host
Und das macht er jetzt aber noch nicht. Also jetzt erstmal ist diese City to City oder City by City Rollout und dann danach kommt dann die nächste.
Jens Wohltorf
Es ist so ein wirkliches Lieblingsprojekt auch von mir. Wir haben es ja noch alles. Wir haben noch die Netzwerke, wir haben noch die Kontakte. Es war ja schon mal live. Wir haben es dann pausiert und jetzt durch die Lokalisierung, da sind wir so drauf fokussiert, dass das ein bisschen mein Dilemma. Ich will immer alles gleichzeitig machen, aber habe lernen müssen, dass das keine gute Idee ist. Wir machen eins nach dem anderen, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis wir das wieder anknipsen.
Interviewer / Host
Und wann kommt die nächste Runde?
Jens Wohltorf
Wir haben als grundsätzlich profitables Unternehmen und gerade 60 Millionen aufgenommen, brauchen wir eine ganze Weile jetzt erstmal kein Geld.
Interviewer / Host
Okay, Also es nach wie vor klingt irgendwie erstaunlich logisch und aussichtsreich, würde ich jetzt mal sagen.
Jens Wohltorf
Danke.
Interviewer / Host
Hast du schon mal Anteile verkauft?
Jens Wohltorf
Ja, vor einigen Jahren ein kleines bisschen.
Interviewer / Host
Also diese berühmten Secondary gemacht.
Jens Wohltorf
Ja, um mein Haus besser verdauen zu.
Interviewer / Host
Können, Aber der Rest ist dann alles.
Jens Wohltorf
Leben ist in Blackline investiert.
Interviewer / Host
Du wirst auch bei den nächsten Runden selber erstmal an den Shares festhalten, weil du auch denkst, das ist noch mehr wert.
Jens Wohltorf
Ja, weil es auch viel zu viel Spaß macht. Genau. Ich kann mir auch nicht vorstellen, irgendwas anderes zu machen.
Interviewer / Host
Warum ist denn der Kroko sozusagen aus dem operativen Geschäft rausgegangen?
Jens Wohltorf
Der war dann, also tatsächlich ist es ja auch anstrengend. Das ist eine Achterbahnfahrt und Corona war wirklich hart und dann ist seine Familie, seine Frau als Finnen hat er auch schon seit ewigkeiten versprochen, irgendwann nach Finnland zu ziehen und das stand dann auch an der Tagesordnung und dann ist er da rausgegangen und rübergegangen. Aber ist immer noch ein sehr aktiver Beirat bei uns, sitzt im Board und ist ständig mit dabei.
Interviewer / Host
Hast du ein Gefühl dafür? Also wollen alle bei euch die G Klasse buchen oder was für Autos sind da am beliebtesten?
Jens Wohltorf
Unser Bread and Butter ist die, weil wir nennen es Business Klasse und das ist in Europa meistens die E Klasse oder elektrische Variante. Und dann hast du die First Class, das ist eine S Klasse und ein EQS. In den USA ist es vielen SUV G Klassen haben wir gar nicht.
Interviewer / Host
OK, aber jetzt auch keine. Habt ihr denn diese langen Stretch Dinger?
Jens Wohltorf
Nein, nein, wir machen auch keine Junggesellinnen Abschiede und so. Nein, das ist wirklich für den Vielreisenden, Das ist einfach ein Produkt für jemanden, der oder die wirklich oft unterwegs ist und das zu schätzen weiß und weiß, dass es seinen Wert hat.
Interviewer / Host
Es wäre wahrscheinlich auch naheliegender, so ein bisschen so Celebrity Testimonials zu nehmen nach dem Motto irgendwie der und der CEO oder der und der Superstar fährt mit euch.
Jens Wohltorf
Haben wir viel. Ja, wir sind ein diskreter Service. Das kaufst du damit, dass wir verschwiegen sind.
Interviewer / Host
Also du kannst mir nicht erzählen, wer außer Carsten Maschmeyer von den globalen CEOs mit euch fährt.
Jens Wohltorf
Kann ich nicht, will ich auch nicht. Also könnte ich schon, aber will ich auch nicht. Nein, das ist, das ist einfach unsere, das ist die Verschwiegenheit ist Teil der Branche.
Interviewer / Host
Gab es denn schon mal größte Fuck ups? Also abseits von Corona immer.
Jens Wohltorf
Es ist ein physischer Service, in dem Menschen involviert sind. Also dass ein Chauffeur nicht kommt und es einfach eine super wichtige Fahrt war, das kommt auch in den besten Häusern vor. Und wir machen halt diese 99,7 Prozent. Aber es gibt halt immer noch die 0,3 wo irgendwas schiefgeht, irgend auf den letzten Metern platter Reifen oder irgendwie einen Streik von der Taxiindustrie, die Limousinenservices nicht an den Flughafen lassen oder so. Sowas passiert. Und manchmal, also deswegen buchst du ja Black Lane, weil oftmals sehr viel an dieser Fahrt hängt. Du hast deinen Flug nach New York geplant, du möchtest sicher sein, dass du den erreichst oder eine Cruise Line noch viel teurer. Das sind wichtige oder ein ganz wichtiges Meeting. Das sind ja die Use Cases von Blackland, wo du wissen willst, wo du dich darauf verlassen möchtest, dass es klappt. Das ist unsere Stärke. Und wenn dann etwas schiefgeht, dann ist oftmals steht etwas Größeres auf dem Spiegel.
Philipp Westermeier
Ich höre häufiger in meinem Umfeld von Menschen, die Geschäftsideen haben, die Das müsste man doch mal machen. Also Idee ist da, aber häufig einfach noch keine Webseite, obwohl man die ja mal mindestens braucht. Aber alle denken, das sei kompliziert. Dabei ist das gar nicht so, wenn man Squarespace nutzt. Ich kenne Squarespace seit vielen, vielen Jahren, habe damals den Geschenkartikelladen meiner Mutter online gebracht mit Squarespace, kenne das Produkt seit langer Zeit. Es ist in den letzten Jahren noch mal deutlich besser geworden. Jeder, der ein Online Projekt machen möchte, sollte sich mit Squarespace beschäftigen. EES ist die All in One Plattform für Webseiten, Online Business. Darüber kann man Webseiten erstmal auch registrieren, hosten, Designs ausprobieren, ohne Designagenturen zu bezahlen. Es ist wirklich naheliegend, finde ich, für Freelancer, für Creator, Creatorin, kleine Businesses, für Projektideen, für side Hustles jeglicher Art. Alles extrem schnell umsetzbar. Mit dem Website Builder, der ist natürlich KI gestützt, einfach Infos eingeben, direkt Designvorschläge, direkt Textvorschläge. Mittlerweile kann man auf der eigenen Webseite sogar eine direkte Bezahlfunktion umsetzen. Squarespace ist da wirklich reichhaltig. SEO Tools, Newsletter, Paywall für Content Verkauf, alles bei Squarespace. Also wer etwas starten möchte, Squarespace ist euer Partner. Am besten ihr schaut mal rein unter Squarespace OMR. Dort kann man direkt eine kostenlose Probephase starten. Und wenn dann die Webseite online gehen soll, dann bekommt man mit dem code OMR nochmal 10 Prozent Rabatt auf den ersten Kauf einer Webseite oder einer Domain.
Interviewer / Host
Und rufen dich ab und zu irgendwelche Chauffeure an oder Mensch, hier, was soll ich denn tun? Da hinten wird wieder gekokst oder sind drei Frauen zugestiegen oder so.
Jens Wohltorf
Nein, im Gegenteil. Unsere Chauffeure sagen uns und da bin ich sehr glücklich drüber, dass das Black Lane Klientel das Beste ist, was sie von jeder Plattform ausbekommen. Da sind sie richtig froh und glücklich und stolz drauf. Scheinbar ist die Black Lane Nutzer Community eine sehr anspruchsvolle und gute Und wie.
Interviewer / Host
Viel Prozent sind Chauffeure Und gibt es auch Chauffeurinnen?
Jens Wohltorf
Ja, in Dubai haben wir 60 Prozent Chauffeurinnen. Das ist ein großer Anspruch von uns. Die scoren übrigens auch konsistent besser bei den Ratings als ihre männlichen Kollegen. Also wir haben richtig, gerade für die Chauffeur Akademien, wir wollen immer mehr weibliche, mehr Frauen an den Chauffeurjob heranführen. In Riad und Saudi-Arabien ist es ein großes Thema für uns. Da kann man auch richtig Impact haben. Ist eine komplett männerdominierte Industrie bislang und wir wollen das zerschlagen.
Interviewer / Host
Also auch schon bewusst hier ein bisschen Purpose.
Jens Wohltorf
Absolut, ja. Auch die Elektrifizierung und so. Also wir wollen halt, deswegen gibt es Black Lane, weil wir einen Unterschied machen wollen. Und wir sind mit Abstand der Nachhaltigste. Wir sind schon seit 2017, haben wir angefangen, unsere Emissionen zu offsetten, haben darüber auch nicht gesprochen. Das war jetzt nicht aus Marketing Gesichtspunkten, dass wir das gemacht haben, sondern weil wir daran geglaubt haben, dass es das Richtige ist zu tun. Und später sind andere draufgesprungen, weil Corporate Social Responsibility und sowas kam und alle haben darüber geredet. Aber wir waren da der Erste und Früheste an Bord. Und genauso ist es jetzt mit der Elektrifizierung. Auch da wollen wir die Industrie ranführen. Dubai ist 100 Prozent elektrisch, London ist über 50 Prozent elektrisch und Frauen hinterm Steuer ist ein ganz, ganz wichtiger Teil davon auch.
Interviewer / Host
Ist denn am Ende der Verkehrskollaps in Hauptstädten euer größtes Problem? Also obwohl man euch bekommen hat oder euch gebucht hat, einfach nur Stau vor sich hat, das erscheint mir dann auch für euch schwierig zu lösen.
Jens Wohltorf
Schwierig zu lösen, obwohl insgesamt ja gut ausgelastete Fahrzeuge auf Plattformen, die halt viele, viele Fahrten am Tag machen, besser sind als die individuell genutzten Einzelfahrzeuge von Privatpersonen. Also wenn alle jetzt mit Black Lane und Ride Hailing fahren würden, wären die Städte ja deutlich leerer. Aber das ist ein Teil unserer Algorithmen, genau zu gucken, wann müssen wir jemanden abholen, damit er den Flug erwischt und wie lange wird es dauern, um diese Dame zu ihrem Meeting zu bringen.
Interviewer / Host
Aber die Auslastung der Autos ist für euch schon eine ganz wichtige KPI.
Jens Wohltorf
Mega wichtig. Also gerade dann, wenn wir das Utilization Risk tragen, weil wir sie durchgebucht haben.
Interviewer / Host
Dann braucht halt ein Fahrer in der Stadt dann häufig schon drei, vier Fahrten pro Tag mindestens.
Jens Wohltorf
Genau. Aber interessant, gut, dass du das sagst. Es ist in der Tat etwa diese Größenordnung, Vielleicht sind es sechs oder sieben, aber ein Ride Hailer hat irgendwie 20, da ist halt eins hintereinander, bam, bam, bam. Da bleibt aber eben auch keine Luft, um mal das Auto zu putzen oder neu auszustatten. Und natürlich sind die Strecken auch länger und es ist für uns ein ständig zu optimierendes Bild. Ein Flieger hat Verspätung, dann wird wieder alle Karten neu gemischt und hier ist ein Stau oder jetzt fängt es an zu regnen, keiner kann mehr richtig Auto fahren. Die ganze Zeit bewegt sich dieses Bild und der Algorithmus muss darauf reagieren.
Interviewer / Host
Am Ende schon auch krass, wenn man das richtige Thema trifft, wie groß es dann werden kann. Ich habe gelesen, du hattest damals überlegt, statt Black Lane, also dem Chauffeur Service, so ein Frozen Joghurt Franchise zu machen, da wärst du damit auch global erfolgreich geworden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist das vielleicht nicht ganz so.
Jens Wohltorf
Wahrscheinlich nicht. Das war auch dieses Gründe oder diese Idee. Jahr 2009, als ich in Chicago gelebt hatte, da kam mein Sohn zur Welt und hat Frank mich dort, mein Mitgründer mich dort besucht, ist ja auch mein Trauzeuge und kam dann vorbei, um meinem Sohn willkommen zu heißen in der Welt. Und eigentlich kommt ja die Gründungsgeschichte eher daraus, dass wir mal was Unternehmen gesucht haben, wo wir uns wohlfühlen, völlig losgelöst von der Geschäftsidee, wo wir uns wohlfühlen und wo wir am Sonntagabend lächelnd zu Bett gehen. Und das haben wir nie erlebt, weder er noch ich haben wir in Unternehmen oder an der Uni in irgendwelchen Lehrstühlen gearbeitet, wo wir uns wohlgefühlt haben. Das war ja eigentlich der hauptausschlaggebende Punkt gewesen, dass wir beide irgendwann gesagt haben, 2009 damals in Chicago, wir haben es immer noch nicht gefunden. Es muss doch möglich sein, ein Unternehmen irgendwie mit Purpose und wo die Leute respektvoll miteinander umgehen und echten Impact haben und es Bock macht, miteinander zu arbeiten, muss man doch finden können. Und wenn es nicht da ist, dann lass uns eins bauen. Das war der erste Schritt. Und dann haben wir uns in klassischer BCG Beratermanier halt so ein Scorecard zugewandt. Und Frozen Joghurt war damals 2009 gerade die Zeit, wo es überall in Chicago aufpoppt Ich habe das vorher noch nie gesehen, erst recht nicht in Europa. Und dann haben Frank und ich uns eine Eismaschine gekauft und wir haben irgendwelchen zusammengepanscht, aber es klappte nicht. Und dann haben wir auch gefragt, wollen wir jetzt? Wir wollten dann hier in Prenzlauer Berg mit so einem mit so einem Fahrrad durch die Parks fahren und das Eis verkaufen und so. Das klingt alles witzig und so, aber es skaliert halt total schlecht. Und was machst du im Winter?
Interviewer / Host
Also das heißt, am Ende ist ja für viele, die jetzt zuhören, gibt es das Modell von euch. Ist ja jetzt nicht so ungewöhnlich. Leute aus einer tollen Uni oder aus einer tollen Beratung oder generell sitzen da, suchen nach einer Geschäftsidee und haben halt verschiedene Sachen, die sie abwägen, was könnte man jetzt machen? Und dann habt ihr halt am Ende auch ein bisschen durch Zufall ein Modell gefunden, von dem euch selber wahrscheinlich gar nicht klar war, wie groß es werden kann.
Jens Wohltorf
Ja, und eigentlich die Vision war ja sogar eine Limo auf Knopfdruck bloß, dann bin ich wieder zurück nach Deutschland gezogen. Und dann war man mit der deutschen Regulation konfrontiert. Dieser On Demand Service, wie er heute gang und gäbe ist und wie du ihn auch auf Ride Hailing siehst und nutzt, der war früher der Taxiindustrie vorbehalten. In unserer Industrie gab es ja diese verrückten Rückkehrpflichten. Da musste man nach jeder Fahrt der Chauffeur zurück zu seiner Garage fahren, durfte nie spontan Fahrgäste aufnehmen und all so ein Schrott. Und darum mussten wir, wir waren gezwungen den Vorbuch Use Case dann zu nehmen und wir sind automatisch dann in den logischsten Vorbuch Use Case, nämlich den Flughafentransfer gerutscht. Das war alles Zufall, das war jetzt nicht geplant, sonst hätten wir Limo auf Knopfdruck gehabt und dann wurden wir mit dem Airport Service plötzlich groß. Deswegen haben wir dann oh, jetzt müssen wir krass internationalisieren, damit es noch werthaltiger für die Kunden, dass wir sie überall bedienen können.
Interviewer / Host
Auf der anderen Seite muss man sagen, also es sind natürlich auch schon echt viele Businesses in dem ganzen Mobilitätssektor irgendwie gestrandet. Also ich meine von jetzt Mytaxi hat es ja auch ganz früh gegeben zu eurer Zeit.
Jens Wohltorf
Also Hamburger Unternehmen.
Interviewer / Host
Hamburger Unternehmen, genau. War damals auch irgendwie echt gut unterwegs, ist dann aber irgendwie so ein bisschen überholt worden vom Weg abgekommen, verschiedene Themen dann von den ganzen Scooter Firmen müssen wir nicht drüber reden, klar, wegen der Hardware und es gibt überall Erklärungen, aber es sind außer Uber jetzt ganz wenige richtig rausgekommen aus dem Mobilitätsspace, wo man sagt, okay, das wären eigenständig große Firmen. Also wer ist es denn noch eigentlich? Außer Flixbus auf die Art mit den Bußen. Genau, Uber.
Jens Wohltorf
Es gibt so 1, 2 pro Segment. Beim Bus hast du einen Flix im Ride Hailing, in Uber, in unserem Space hast du Black Lane, da gibt es oft nicht viele. Das stimmt.
Interviewer / Host
Also wenn man überlegt, wie viele neue Mobilitätsfirmen über die letzten zehn Jahre an den Start gegangen sind und doch da sind.
Jens Wohltorf
Überschaubar.
Interviewer / Host
Ja, sehr überschaubar. Das heißt ja auch, dieses Segment ist schon tough eigentlich.
Jens Wohltorf
Ja, und man muss, glaube ich, immer, also resilient muss man sowieso sein, aber auch sich immer wieder neu erfinden können. Wie gesagt, alles was wir heute sind, Da hätte ich 2011 niemals dran gedacht, dass wir so eine Firma werden mit so einem Reach und solchen Produkten und so. Aber wie gesagt, hinter jeder Ecke wartet wieder was völlig Neues und Überraschendes Und auch ein Concierge Service, an den habe ich nicht gedacht vor 14 Jahren.
Interviewer / Host
Und macht man irgendwann auch so Uber artig dann so ein Advertising Geschäft in.
Jens Wohltorf
Den Autos, wo auch immer in der App, es passt nicht so richtig zu einem Luxusprodukt, Premium Produkt, was Stille und Diskretion und so verspricht. Da möchtest du jetzt nicht dich reinsetzen. Und dann hast du so.
Interviewer / Host
Eine Frage, wie man es macht, wenn man jetzt da in den Autos einfach Product Placement artig so geile Kopfhörer hinlegt, die so, wie sagt man, so Noise Cancellation von irgendeiner coolen Marke, dann denkt man sich wahrscheinlich schon, okay, das würde dich mehr als Ansätze.
Jens Wohltorf
Gut, das habe ich gut mit Marketing Experten hier am Tisch zu sitzen, nehme ich auch was mit.
Interviewer / Host
Auf Private Place und Luxussegment funktioniert. Auch ganz gut, glaube ich. Wenn ihr sagt, Mensch, hier complementary, weiß.
Jens Wohltorf
Ich nicht, wir haben wirklich attraktives Publikum, hat auch jeder Autohersteller gemerkt, dass die Leute, die hinten sitzen, vielleicht auch ein guter Käufer morgen wären. Und da gibt es, glaube ich, genügend Marken, die gerne nah an dieses Klientel ran möchten.
Interviewer / Host
Helft ihr denn da auch euren Partnern Fahrzeug einzu kaufen.
Jens Wohltorf
Na klar.
Interviewer / Host
Ja.
Jens Wohltorf
Ja, weil wir natürlich in Scale können wir verhandeln und auch wenn neue Modelle vorgestellt werden. Markteintritt, als der EQS rauskam, den kannte keiner und jeder hat erst mal Berührungsängste vor einem elektrischen Auto mit dem Mercedes. Ja, Mercedes EQS, damit nimmst du natürlich diese Hemmschwelle weg.
Interviewer / Host
Wie viel Autos kauft ihr denn mir?
Jens Wohltorf
Ich kaufe ja gar keine.
Interviewer / Host
Hilft dir vermittelt.
Jens Wohltorf
Wir haben Fahrzeuge und die sind im Schnitt zweieinhalb Jahre alt. Also die drehen alle zwei Jahre, drehst du die durch alle zwei, drei Jahre.
Interviewer / Host
Das heißt, du beeinflusst schon Fahrzeugkäufe pro.
Jens Wohltorf
Jahr und wir entscheiden, welche Fahrzeuge unsere Partner sich anschaffen sollten.
Interviewer / Host
Das heißt, du kriegst auch schon bei Mercedes oder sonst wo dann einen entsprechenden Termin, wenn du sagst, wollen wir nicht mehr darüber reden.
Jens Wohltorf
Genau. Und ist natürlich auch mein größter Investor, da kriege ich eh Termine.
Interviewer / Host
Ach stimmt, okay. Deswegen macht es für die Sinn auch da natürlich bei euch Investor zu sein.
Jens Wohltorf
Ja, das ist ein klassisches strategisches Investment. Das ist, weil die sind ja auch von Free Now großer Partner gewesen, strategischer Investor gewesen.
Interviewer / Host
Mytaxi, aber es hat ja nicht so.
Jens Wohltorf
Gut, aber das ist natürlich nicht vornehmlich eine Mercedes Welt, eine Premium Markenwelt, aber Blackland schon. Das ist ein sehr guter Match.
Interviewer / Host
Beeindruckend. Also es klingt wirklich sehr so auch friktionsfrei durchgebaut, klar Corona und so, aber wie du es so erzählst.
Jens Wohltorf
Ja, also ja, so hört sich's an, aber ist natürlich ein Startup, ist ein Startup mit allem auf und ab. Ich hatte sehr viel Haare noch, als ich angefangen hab.
Interviewer / Host
Hat dich das deine Haare gekostet? Was meinst du?
Jens Wohltorf
Es ist schon anstrengend. Also diese 14 Jahre, die merkt man.
Interviewer / Host
Also es gibt ja so die Geschichte, von dem hat er mir mal erzählt, der Benni Höwe, dass der Fußballspieler, dass der sagt, die WM 2014 hat ihn seine Haare gekostet, weil der Druck teilweise auch auf den Spielen gespielt hat ja auch alle Spiele gespielt und er sagt brutal.
Jens Wohltorf
Also ich bin richtig grau geworden über Corona die anderthalb Jahre. Das hat sie wirklich Spuren hinterlassen. Du schläfst halt nicht mehr.
Interviewer / Host
Aber gab es außer Corona andere Rückschläge.
Jens Wohltorf
Immer wieder, gerade in den ersten Jahren. Du hast irgendwie, du bereitest eine Finanzierungsrunde mit einer der größten Online Travel Agencies da draußen vor und glaubst an den ganz großen Durchbruch, wenn du mit Blackline auf dieser Plattform dann nach dem Investment integriert wärest, dann geht alles durch die Decke und dann wird aber irgendwie zwei Wochen vorher der Notartermin abgesetzt, abgesagt und einen Copycat gegründet. So eine Sachen passieren.
Interviewer / Host
Wer hat das gemacht?
Jens Wohltorf
Eine große Online Travel Agency. Ach so, aber sowas hat es da.
Interviewer / Host
Noch Relevante Copycats zu euch oder relevante?
Jens Wohltorf
Ich meine, der relevanteste echte Wettbewerber ist der lokale Chauffeur Service, der entweder Wettbewerber oder Partner von uns ist. In der Größe gibt es mit der Ausbreitung gibt es eigentlich niemanden, aber alle versuchen es immer wieder. Ich meine, das ist ja letztlich dann auch die Bestätigung dafür, dass man erfolgreich ist. Das bleibt ja nicht unbemerkt. Und dann ruft es natürlich Wettbewerber auf den.
Interviewer / Host
Aber gibt es einen Grund dafür, dass ihr in Deutschland, also jetzt klar, der Markt ist nicht so groß, aber dass die sonst in dieser ganzen Startup Kommunikation relativ quiet sind.
Jens Wohltorf
Weiß ich nicht. Vielleicht ist es ein persönlicher Grund. Ich bin nicht so der Start up Partygänger, war ich noch nie, werde ich auch nie sein, sondern ich konzentriere mich ganz gerne auf das Geschäft und Blackline groß zu machen. Vielleicht macht unser Podcast ja einen Unterschied.
Interviewer / Host
Ja, ich bin mir sicher, dass der eine oder andere jetzt denkt, okay, what the fuck, hatte ich noch nicht gehört und ich habe das Gefühl, also du hast zu meiner halben Jahre Umsatz noch nicht so Viel gesagt, aber 100 Millionen Marktplatzumsatz, Innenumsatz ist einfach schon auch ein Wort.
Jens Wohltorf
Danke. Ja, das ist ein starkes, starkes Team. Ich bin sehr stolz drauf, was die geschaffen haben.
Interviewer / Host
Also großen Respekt. Ich werde es auf jeden Fall verfolgen.
Jens Wohltorf
Ja, und wenn du wieder in Münster strandest, dann denk an uns.
Interviewer / Host
Ja, wobei noch hätte mich nicht abholen können.
Jens Wohltorf
Hast gesagt, du kommt drauf an, wann du vorbuchst. Da kann man ja auch beim Strand.
Interviewer / Host
Ist dann mit dem vorbuchen. Aber ich höre ehrlicherweise schon im Vorfeld zu der Aufnahme, sagte gerade meine Kollegin, die mir hilft, so ein bisschen Termine buchen und sowas alles. Sie habe es jetzt mal gegoogelt, wer da gleich kommt und den müssen wir jetzt mal häufiger nutzen. Hätte sie gar nicht gekannt. Also insofern, ich werde demnächst wahrscheinlich irgendwo.
Jens Wohltorf
Eine Blackline toll neuen Kunden gewonnen heute. Ich freue mich sehr.
Interviewer / Host
Was kostet sonst ein Kunde?
Jens Wohltorf
So in der Akquisition 40 50 Euro.
Interviewer / Host
40 50 Euro, okay und ich meine.
Jens Wohltorf
Wir haben 150 Euro Tickets, sei es auf der ersten Fahrt und die Marge hast du ja versucht zu schätzen. Das ist schon sehr einfach.
Interviewer / Host
Sehr sehr gute Economics.
Jens Wohltorf
Sehr gute Economics, klar.
Interviewer / Host
Das heißt ich habe das jetzt gar nicht vorher gefragt, weil in dem Moment, wo man über Google relativ wettbewerbsfrei oder nicht so harte Wettbewerb auf die CPCs bieten kann, dann kommt man noch irgendwo akzeptable Kundenakquisitionskosten und dann vor allem wenn man einmal den Kunden hat, dann bleibt.
Jens Wohltorf
Ewig Lifetime Value dahinter und die ganzen neuen, also selbst die neuesten, selbst die TikTok Channels dieser Welt, die funktionieren für uns. Meta funktioniert wirklich gut.
Interviewer / Host
Ihr werbt auch wirklich bei TikTok für Service, aber es ist auch überrascht.
Jens Wohltorf
Aber mein Marketing Team ist eine jüngere.
Interviewer / Host
Generation als und dann kommen dann irgendwelche, weiß ich nicht, dann ist dann da vielleicht der kann ja nicht sein, der CEO, der dann sagt okay jetzt buche ich mir den Service.
Jens Wohltorf
Es ist ja nicht nur der CEO, es sind ja dann auch irgendwelche auch wirklich jüngere Generationen, die sich was gönnen und auch in der Generation gibt es welche, die Budgets haben, um was Gutes zu erleben.
Interviewer / Host
OK OK, OK. Also alles Gute auch einfach gut solche großen Firmen hier in Deutschland entstehen zu sehen und zu bauen gibt es zu wenig von. Also jeder ist nicht nur wegen des Podcasts hier sehr willkommen.
Jens Wohltorf
Dankeschön Philipp, alles klar, ciao, ciao. Tschüss.
Philipp Westermeier
Wir sind bei OMR und ganz besondere ich in den letzten Jahren häufiger angesprochen worden, ob wir nicht helfen können Stellen zu besetzen, ob wir Leute empfehlen könnten für bestimmte Jobs und das haben wir gemacht und häufiger hat es auch ganz gut geklappt und dann sind wir ermutigt, hey habt ihr nicht noch andere Ideen? Und so haben wir hier intern immer häufiger mit dem Gedanken gespielt daraus ein kleines zusätzliches Angebot zu machen. Eigentlich sind wir auch immer noch in der Überlegungsphase, ob wir so eine Art OMR Executive Search, eine OMR Personalberatung erschaffen sollten oder halt nicht. Aber wir haben uns überlegt, wir machen jetzt einfach mal einen kleinen Live Test. Also hier ist das Angebot, wer offene Spitzenstellen hat, der kann sich bei uns melden. Wir würden dann gucken, ob wir da helfen können. Wir würden das ganz normal machen wie jeder andere auch. Also ein Angebot erstellen und gucken, ob wir helfen können, ob daraus mehr werden kann. Wer uns nutzen möchte, wer Lust hat, dass wir helfen, vielleicht bei euch Jobs zu besetzen, der schreibt einfach an wantedmr Com. Das kommt direkt bei uns bei mir an. Dann schauen wir, ob wir aus dem OMR Netzwerk da helfen können, eure offenen Stellen zu besetzen und ob dann da auch bei uns entsprechend mehr daraus wird oder ob es bei den zwei, drei besetzten Stellen dann vielleicht bleibt. Also noch gerne schreiben bei offenen Stellen und Bedarf an wantedmr Com. Das Ganze natürlich extrem vertraulich, professionell, wie ihr es von uns kennt. Und vielleicht hören wir uns dann.
Jens Wohltorf
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
Globales Chauffeur-Business: Blacklane-CEO Jens Wohltorf
Host: Philipp Westermeyer
Gast: Jens Wohltorf, CEO & Gründer von Blacklane
Datum: 27. Juli 2025
In dieser Folge spricht OMR-Gründer Philipp Westermeyer mit Jens Wohltorf, dem CEO und Gründer von Blacklane, einem globalen Chauffeur-Dienstleistungsunternehmen. Die beiden diskutieren den erstaunlichen internationalen Erfolg von Blacklane, das Geschäftsmodell, die wirtschaftlichen Kennzahlen, Besonderheiten des Premium-Segments, Herausforderungen und Innovationen im Bereich Mobilitätsdienstleistungen sowie die ambitionierten Pläne des Unternehmens, sich vom Chauffeur-Service zu einem umfassenden Concierge- und Lifestyle-Anbieter weiterzuentwickeln.
Gründung und Ursprungsidee
Asset-Light-Ansatz
Internationale Skalierung & Lokalisierung
Vergleich zu Uber und Flixbus
Umsatzentwicklung
Mitarbeiterzahl und Expansion
Profitabilität
Kernmärkte
Typische Nutzung & Preisgefüge
Kundensegmente und Akquise
Wettbewerb
Chauffeur-Akademie
Öffnung zur Concierge-Plattform
Technologie und autonome Fahrzeuge
Nachhaltigkeit und Diversität
Investmentrunden und Anteilseigner
Eigenständigkeit & IPO-Option
Bewertung
Zur Vision und Entwicklung:
„Es fühlt sich immer noch so an wie Tag 1, du gehst um die nächste Kurve und plötzlich öffnet sich ein noch größerer Markt und noch größeres Potenzial.“
– Jens Wohltorf [41:18]
Zum Asset-Light-Prinzip und Qualitätsstandard:
„Am Ende des Tages ist es nicht die S-Klasse, die den Service ausmacht oder die Beinfreiheit… Aber wie der Chauffeur den Gast behandelt, das ist der Maker oder Breaker der ganzen Erfahrung.“
– Jens Wohltorf [20:49]
Zu nachhaltiger Mobilität:
„Wir sind mit Abstand der Nachhaltigste. Wir sind seit 2017 CO₂-neutral, haben darüber aber gar nicht gesprochen, weil wir daran geglaubt haben, dass es das Richtige ist.“
– Jens Wohltorf [55:27]
Zur Markteintrittslogik:
„Wir gehen jetzt die Liste der Top-500-Städte runter und fangen mit den größten an... Nur fünf Städte sind lokalisiert, 495 fehlen noch.“
– Jens Wohltorf [29:59]
Zur Widerstandsfähigkeit in Krisen:
„Wir haben in drei Wochen 99 % Umsatz verloren, komplett ausgeknipst, weil wir natürlich so abhängig vom Flughafengeschäft waren.“
– Jens Wohltorf zur Pandemie-Krise [31:17]
Blacklane ist eine der wenigen deutschen Startups, die es nicht nur geschafft haben, ein extrem fragmentiertes, traditionelles Service-Segment zu digitalisieren, sondern daraus einen wirklich globalen Player mit hoher Marge, klarer Differenzierung und ambitionierter Skalierungsstrategie zu machen. Die Plattform positioniert sich zunehmend als End-to-end-Concierge-Service im Reise- und Mobilitätsbereich. Höchst spannend sind die Vision, die Rolle von Technologie (z. B. autonome Fahrzeuge, KI-Concierge) und das gesellschaftliche Engagement (Nachhaltigkeit, Diversity).
Abschließende Anerkennung des Hosts:
„Es klingt wirklich sehr so auch friktionsfrei durchgebaut... Gut solche großen Firmen hier in Deutschland entstehen und wachsen zu sehen.“
– Philipp Westermeyer [69:25]
Tipp des Hosts: Wer als Hörer Blacklane bislang nur vom Hörensagen kannte, hat nach dieser Folge alle Insights parat, um das Unternehmen nicht mehr zu unterschätzen – und möglicherweise bei der nächsten Reise einen Blacklane-Service zu buchen!