
Hosted by Matthias Ackeret, Christian Beck, Nick Lüthi, Sandra Porchet · DE

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #26 David Fischer ist ein «Kind» von Scholz & Friends. Während seiner langen Berufskarriere arbeitete der deutsch-schweizerische Doppelbürger dreimal bei der deutschen Spitzenagentur und war auch bei deren Aufbau in Zürich dabei. Seit 2018 ist er nun als Creative Director und Executive Board Member tätig und legt dabei grossen Wert auf den Friends-Aspekt. Fischer ist zudem Mitglied des Deutschen ADC und gewann einige Cannes-Löwen, was beim Einstellungsgespräch beim Schweizer Kreativverband gar nicht gross beachtet wurde. David Fischer agierte schon von Anfang an zwischen den Welten. Obwohl in Weil am Rhein aufgewachsen, richtete er seinen Blick schon früh auf das benachbarte Basel, wo er vom Schweizer Design und dessen Typografie beeindruckt war. Nach einem Studium in Potsdam arbeitete er als Freelancer und später als Art Director erstmals bei Scholz & Friends in Berlin und wechselte anschliessend in die Schweizer Niederlassung. Danach war er in Zürich für Publicis, Leo Burnett und Kreuzwerker GmbH tätig, bevor er vor acht Jahren erneut zu Scholz & Friends wechselte. Fischer lebt mit seiner Familie heute in Greifensee. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #103 Vier Schweizer Löwen an den Cannes Lions, so viele wie seit 2019 nicht mehr (persoenlich.com berichtete). Den grössten Anteil daran hat On mit dem Film «Shape of Dreams» für die Kollektion mit Zendaya, inszeniert von Oscar-Preisträger Spike Jonze – Gold in Film Craft für die Regie, dazu zweimal Silber. Entwickelt wurde die Kampagne inhouse in der Schweiz bei einem rund 80-köpfigen Kreativteam – «ein grosses Kreativuniversum in Zürich-West», wie es persoenlich.com-Redaktionsleiter Christian Beck nennt. Die Schweiz reichte 16 Prozent mehr Arbeiten ein als im Vorjahr – gegen den weltweiten Trend: International ging die Zahl der Einreichungen um ein Viertel zurück, ein historischer Tiefstand. Auslöser waren die neuen Integritäts-Standards nach dem Skandal um die brasilianische Agentur DM9, die ihren Grand Prix wegen Manipulationsverdachts zurückgeben musste. Die Jurys seien entsprechend angehalten gewesen, strenger zu prüfen: «Der Aufwand für Jurys ist massiv gestiegen», so Beck. Zum FDP-Markenauftritt mit dem Claim «Für alle, die den Wecker stellen» sagt Verleger Matthias Ackeret, der Slogan sei «vielleicht auch ein Seitenhieb» an SP-Co-Präsident Cedric Wermuth, der einst sagte, er beginne erst später am Morgen zu arbeiten. Als Vertreter der Werbeindustrie attestiert er der Agentur DS Studio mit seinem Chef David Schärer handwerkliche Qualität: «Das ist sehr gut gemacht, der Film ist sehr stilvoll.»

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #25 Mit der «Ortsschilder»-Kampagne räumte Thjnk beim Jubiläums-ADC ab (persoenlich.com berichtete). Kopf dahinter ist unter anderem Pablo Schencke, der bereits zum zweiten Mal bei der noch jungen Agentur arbeitet. In der aktuellen Folge des Podcasts erzählt der 49-Jährige von seiner lebenslangen Sehnsucht nach der Schweiz, seinem mutigen Aufbruch in die USA, seinem ehemaligen Chef Jean-Remy von Matt und der zufälligen Entscheidung, in die Werbung zu gehen. Pablo Schencke ist als Auslandschweizer in Chile geboren. Sein Vater war Ingenieur, seine Mutter eine bekannte Kinderbuchzeichnerin und Professorin. Nach der Schule studierte Schencke Kunst und Kommunikation in Chile und den USA. Als er nach dem 11. September 2001 Amerika verlassen musste, arbeitete er als Art Director bei den verschiedensten Agenturen wie Leo Burnett/Chile oder 180 Grados. 2005 wechselte er zu Jung von Matt/9, Hamburg, wo er seine jetzige Frau Stefanie Huber kennenlernte. 2015 kam er endlich in sein Sehnsuchtsland, die Schweiz. Dort war er unter anderem für Spillmann/Felser/Leo Burnett, Jung von Matt Limmat, Publicis und zweimal Thjnk Zürich tätig, wo er heute ECD und Partner ist. Mit seiner Familie lebt er in Winterthur. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #102 Die Fifa rechnet mit rund sechs Milliarden Zuschauern für die aktuelle Fussball-WM in den USA, Mexiko und Kanada. Marken wie Coca-Cola sind bereit, über 100 Millionen Dollar zu zahlen, um als Hauptsponsor aufzutreten. Die Marke, die bisher vermutlich am meisten profitiert hat, ist ironischerweise kein Sponsor. Im Gegenteil. Levi’s musste sein Logo vom Stadion in San Francisco bedecken, weil es nicht zu den Partnern des Events gehört. Die Jeansmarke hat das Logo aber so bedeckt, dass die Form noch erkennbar ist. Daraus ist ein virales Symbol für die Zensur der Fifa entstanden. «Gutes Marketing holt auch Nicht-Fussballfans ab», stellt Redaktorin Sandra Porchet fest. Verleger Matthias Ackeret zeigt Verständnis für die Fifa: Es sei normal, dass der Veranstalter seine Sponsoren schützen wolle, zumal die Partnerschaften Millionen von Dollar kosteten. Auch in der Rubrik Good News/Bad News bleibt die WM ein Thema. In seiner WM-Kampagne hat Migros einen Fauxpas begangen. Porchet erklärt, warum für die Romands «70» nicht gleich «70» ist und lobt die Migros für die schnelle Reaktion. https://persoenlich.com/werbung/fussball-wm-spot-sorgt-fur-unmut https://persoenlich.com/blog/der-bekannteste-brand-ist-kein-sponsor https://persoenlich.com/marketing/ein-logo-auf-der-bande-genugt-nicht-mehr

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #24 Mit seiner Biografie «Am Ende» schaffte es Jean-Remy von Matt unlängst in die «Spiegel»-Bestseller-Liste (persoenlich.com berichtete). Vor genau 35 Jahren gründete er mit seinem Geschäftspartner Holger Jung Jung von Matt, die wohl angesagteste Kreativadresse im deutschsprachigen Raum. Daneben beriet er Angela Merkel und prägte mit dem Slogan «Geiz ist geil» das Selbstverständnis eines ganzen Landes. Seine Devise «Wir bleiben unzufrieden» zieht sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben. In der aktuellen Folge des persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» erzählt Jean-Remy von Matt von seinen Erfolgen und Niederlagen. Jean-Remy von Matt ist in Brüssel geboren und wuchs als älterer Bruder von Dominique von Matt in Zürich auf. Nach dem Rauswurf aus der Klosterschule Einsiedeln und dem missglückten Versuch, in der Schweizer Werbung Fuss zu fassen, wanderte er nach Deutschland aus, wo er zu einem der berühmtesten und erfolgreichsten Kreativen wurde. Nach Jobs bei BMZ (Baums, Mang, Zimmermann) in Düsseldorf als Junior-Texter, war er Texter bei Ogilvy & Mather, Creative Director bei Eiler & Riemel/BBDO und ab 1986 als geschäftsführender Gesellschafter bei Springer & Jacoby. 1991 gründete er zusammen mit Holger Jung die Werbeagentur Jung von Matt, die immer noch inhabergeführt ist und 24 Tochtergesellschaften hat. Heute ist Jean-Remy von Matt längst in der deutschen und der Schweizer Hall of Fame der Werbung. Von Matt lebt in der Stadtmitte von Berlin und ist heute vor allem als Künstler tätig. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #101 Die Preisverleihung am vergangenen Freitag und die ADC-Gala am Samstag fanden im EWZ-Unterwerk Selnau in Zürich statt. «Es war glamourös», sagt Ackeret. Die Branche habe sich selbst gefeiert, die Stimmung sei gut gewesen – und das, obwohl die Werbung vom aktuellen Umbruch stärker betroffen sei als Medien oder Marketing. KI setze sich durch, lasse sich aber auch positiv nutzen: Der mit Gold ausgezeichnete Hiltl-Film von Stories und Ruf Lanz mit den «Tiersenioren» sei praktisch ausschliesslich KI-generiert. Wie es um die Branche stehe, lasse sich schwer beurteilen, gibt Lüthi zu bedenken: «Es sind immer die anderen, denen es schlecht geht.» Ackeret bestätigt den Befund mit Blick auf die Mentalität der Werbenden: «Ein Werber wird niemals sagen, dass es ihm schlecht geht, selbst wenn es ihm schlecht geht.» Das Volumen aber hat abgenommen. Laut Werber Markus Ruf gingen früher rund 1000 Einsendungen pro Jahr ein, dieses Jahr noch 336 – mehr als im Vorjahr, aber nur ein Drittel des früheren Werts. Es gebe weniger Agenturen und weniger Arbeiten, aber die Qualität sei dennoch hoch gewesen bei der diesjährigen Preisverleihung. Grösster Gewinner war Thjnk Zürich mit drei goldenen Würfeln und dem Grand Prix, davon zwei für die Ortsschilder-Kampagne der Migros Supermarkt AG. Als beliebteste Werbung der vergangenen 50 Jahre ermittelte das Publikum gemeinsam mit 20 Minuten die Mobiliar-Kampagne mit der Schadenskizze, als «Evergreen» setzte sich Thjnk mit Roger Federer für Schweiz Tourismus durch. «Es ist ein starkes Werbejahr», so Ackerets Fazit. Zur Sprache kamen auch die Männerlastigkeit des Clubs – die Jury besteht zu 16 Prozent aus Frauen – sowie die Forderung der Young Creatives nach einem Sitz im Vorstand. «Es ist natürlich schwierig, wenn es weiterhin männerdominiert bleibt», sagt Lüthi. Die ADC-Podcast-Serie zum 50-Jahr-Jubiläum erreicht mit der nächsten Folge die Halbzeit; zu Gast ist dann Jean-Remy von Matt.

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #23 Alexander Jaggys Werbekarriere begann mit dem Sammeln von Toni-Joghurt-Inseraten. 1990 startete er bei BBDO, später folgten GGK, Springer&Jacoby sowie Jung von Matt und seit zehn Jahren Thjnk Zürich. In der aktuellen Ausgabe des ADC-Podcasts erzählt er vom ersten Budgetgewinn, seinem Leben an der Seite von Pius Walker, der englischen Lässigkeit und einer schicksalshaften Begegnung mit Andrea Bison. Zudem verrät er, warum ihn das Unglück von Blatten im vergangenen Jahr so betroffen machte. Alexander Jaggy war in den renommiertesten Agenturen angestellt: bei GGK in Zürich, bei Springer & Jacoby in Hamburg und London oder später bei Jung von Matt in Hamburg, wo er mit Jean-Remy von Matt zusammenarbeitete. Nach sieben Jahren wechselte er zurück in die Schweiz, wo er während 15 Jahren zusammen mit dessen Bruder Dominique den Schweizer Ableger Jung von Matt Limmat aufbaute. 2014 wurde er Werber des Jahres, 2016 war er Mitgründer von Thjnk Zürich, wo er heute noch als Creative Director arbeitet. Zudem war er Jurymitglied bei den wichtigsten Kreativfestivals wie den Cannes Lions oder dem New York Festival. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #100 Der Launch von «Schweiz heute» wurde breit wahrgenommen: Am Freitag nach dem Go-live verzeichneten die CH-Media-Portale 80 Prozent mehr Zugriffe als zuvor (persoenlich.com berichtete). Für Redaktionsleiter Christian Beck liegt der entscheidende Vorteil im Regionaljournalismus: «Was in Gemeinden und Kantonen passiert, entsteht vor Ort – das ist ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Google und TikTok.» Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret sieht den Schritt auch strategisch: Seit April gehört CH Media vollständig der Familie Wanner – «das hat dem Haus freie Hand gegeben». Und er erinnert an das viel diskutierte Interview von Ringier-CEO Marc Walder, der die Wanner-Medien im digitalen Überlebensrennen einst ausgeschlossen hatte. Schweiz heute» lese sich fast wie eine Antwort darauf.

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #22 Martin Spillmann ist eine Institution der Schweizer Kreativbranche. Schon 1978, zwei Jahre nach der Gründung des Kreativclubs, gewann er seinen ersten ADC-Würfel, vor drei Jahren den letzten. In der aktuellen Folge des ADC-Podcasts erzählt der ehemalige «Werber des Jahres» und Präsident des ADC Europe von seiner Tätigkeit an der legendären Madison Avenue in New York, der Gründung von «Spillmann/Felser/Leo Burnett», seinen Lieblingswerbern, einer prägenden Begegnung mit Donald Trump und dem Gewinn eines der wichtigsten Werbepreise überhaupt. Martin Spillmann arbeitete nach der Kunstgewerbeschule Zürich für verschiedene Agenturen wie BSSM, Young & Rubicam in Zürich und später an deren Hauptsitz in New York, bei Advico in Gockhausen und ab 2002 mit seinem Geschäftspartner Peter Felser bei «Spillmann/Felser/Leo Burnett». Nach deren Verkauf war er europäischer Kreativchef von Leo Burnett, Präsident des ADC Europe und für kurze Zeit auch noch für Serviceplan tätig. Spillmann lebt mit seiner Frau in Zürich. Für den ADC stellte er die beliebtesten Schweizer Werbekampagnen des letzten halben Jahrhunderts zusammen (persoenlich.com berichtete). Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #99 Im Zentrum der neuesten Folge des persoenlich.com-Podcasts steht der Plagiatsfall von Nebelspalter-Redaktor Dominik Feusi, der deshalb seine Stelle bei der NZZ nicht antreten kann. Matthias Ackeret findet Feusis Umgang mit dem Fehler souverän: «Ich würde anders entscheiden als die NZZ.» Die Reaktion der Zeitung hält er für überzogen. Auch wenn der fehlbare Journalist in dem Fall seinen Missgriff schnell zugegeben hat, bleibt der Makel bestehen und man wird mit der Person den Plagiatsfall in Verbindung bringen. Was auch daran liegt, dass sich mit fremden Federn zu schmücken kein Kavaliersdelikt ist. Denn: «Ein Plagiat ist ein Plagiat ist ein Plagiat», wie Nick Lüthi im Podcast sagt. Etwas anders gelagert, aber nicht weniger problematisch hält Lüthi das alltägliche Paraphrasieren fremder Texte, quasi die «kleine Schwester des Plagiats».