
Hosted by Matthias Ackeret, Christian Beck, Nick Lüthi, Sandra Porchet · DE

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #24 Mit seiner Biografie «Am Ende» schaffte es Jean-Remy von Matt unlängst in die «Spiegel»-Bestseller-Liste (persoenlich.com berichtete). Vor genau 35 Jahren gründete er mit seinem Geschäftspartner Holger Jung Jung von Matt, die wohl angesagteste Kreativadresse im deutschsprachigen Raum. Daneben beriet er Angela Merkel und prägte mit dem Slogan «Geiz ist geil» das Selbstverständnis eines ganzen Landes. Seine Devise «Wir bleiben unzufrieden» zieht sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben. In der aktuellen Folge des persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» erzählt Jean-Remy von Matt von seinen Erfolgen und Niederlagen. Jean-Remy von Matt ist in Brüssel geboren und wuchs als älterer Bruder von Dominique von Matt in Zürich auf. Nach dem Rauswurf aus der Klosterschule Einsiedeln und dem missglückten Versuch, in der Schweizer Werbung Fuss zu fassen, wanderte er nach Deutschland aus, wo er zu einem der berühmtesten und erfolgreichsten Kreativen wurde. Nach Jobs bei BMZ (Baums, Mang, Zimmermann) in Düsseldorf als Junior-Texter, war er Texter bei Ogilvy & Mather, Creative Director bei Eiler & Riemel/BBDO und ab 1986 als geschäftsführender Gesellschafter bei Springer & Jacoby. 1991 gründete er zusammen mit Holger Jung die Werbeagentur Jung von Matt, die immer noch inhabergeführt ist und 24 Tochtergesellschaften hat. Heute ist Jean-Remy von Matt längst in der deutschen und der Schweizer Hall of Fame der Werbung. Von Matt lebt in der Stadtmitte von Berlin und ist heute vor allem als Künstler tätig. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #101 Die Preisverleihung am vergangenen Freitag und die ADC-Gala am Samstag fanden im EWZ-Unterwerk Selnau in Zürich statt. «Es war glamourös», sagt Ackeret. Die Branche habe sich selbst gefeiert, die Stimmung sei gut gewesen – und das, obwohl die Werbung vom aktuellen Umbruch stärker betroffen sei als Medien oder Marketing. KI setze sich durch, lasse sich aber auch positiv nutzen: Der mit Gold ausgezeichnete Hiltl-Film von Stories und Ruf Lanz mit den «Tiersenioren» sei praktisch ausschliesslich KI-generiert. Wie es um die Branche stehe, lasse sich schwer beurteilen, gibt Lüthi zu bedenken: «Es sind immer die anderen, denen es schlecht geht.» Ackeret bestätigt den Befund mit Blick auf die Mentalität der Werbenden: «Ein Werber wird niemals sagen, dass es ihm schlecht geht, selbst wenn es ihm schlecht geht.» Das Volumen aber hat abgenommen. Laut Werber Markus Ruf gingen früher rund 1000 Einsendungen pro Jahr ein, dieses Jahr noch 336 – mehr als im Vorjahr, aber nur ein Drittel des früheren Werts. Es gebe weniger Agenturen und weniger Arbeiten, aber die Qualität sei dennoch hoch gewesen bei der diesjährigen Preisverleihung. Grösster Gewinner war Thjnk Zürich mit drei goldenen Würfeln und dem Grand Prix, davon zwei für die Ortsschilder-Kampagne der Migros Supermarkt AG. Als beliebteste Werbung der vergangenen 50 Jahre ermittelte das Publikum gemeinsam mit 20 Minuten die Mobiliar-Kampagne mit der Schadenskizze, als «Evergreen» setzte sich Thjnk mit Roger Federer für Schweiz Tourismus durch. «Es ist ein starkes Werbejahr», so Ackerets Fazit. Zur Sprache kamen auch die Männerlastigkeit des Clubs – die Jury besteht zu 16 Prozent aus Frauen – sowie die Forderung der Young Creatives nach einem Sitz im Vorstand. «Es ist natürlich schwierig, wenn es weiterhin männerdominiert bleibt», sagt Lüthi. Die ADC-Podcast-Serie zum 50-Jahr-Jubiläum erreicht mit der nächsten Folge die Halbzeit; zu Gast ist dann Jean-Remy von Matt.

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #23 Alexander Jaggys Werbekarriere begann mit dem Sammeln von Toni-Joghurt-Inseraten. 1990 startete er bei BBDO, später folgten GGK, Springer&Jacoby sowie Jung von Matt und seit zehn Jahren Thjnk Zürich. In der aktuellen Ausgabe des ADC-Podcasts erzählt er vom ersten Budgetgewinn, seinem Leben an der Seite von Pius Walker, der englischen Lässigkeit und einer schicksalshaften Begegnung mit Andrea Bison. Zudem verrät er, warum ihn das Unglück von Blatten im vergangenen Jahr so betroffen machte. Alexander Jaggy war in den renommiertesten Agenturen angestellt: bei GGK in Zürich, bei Springer & Jacoby in Hamburg und London oder später bei Jung von Matt in Hamburg, wo er mit Jean-Remy von Matt zusammenarbeitete. Nach sieben Jahren wechselte er zurück in die Schweiz, wo er während 15 Jahren zusammen mit dessen Bruder Dominique den Schweizer Ableger Jung von Matt Limmat aufbaute. 2014 wurde er Werber des Jahres, 2016 war er Mitgründer von Thjnk Zürich, wo er heute noch als Creative Director arbeitet. Zudem war er Jurymitglied bei den wichtigsten Kreativfestivals wie den Cannes Lions oder dem New York Festival. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #100 Der Launch von «Schweiz heute» wurde breit wahrgenommen: Am Freitag nach dem Go-live verzeichneten die CH-Media-Portale 80 Prozent mehr Zugriffe als zuvor (persoenlich.com berichtete). Für Redaktionsleiter Christian Beck liegt der entscheidende Vorteil im Regionaljournalismus: «Was in Gemeinden und Kantonen passiert, entsteht vor Ort – das ist ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Google und TikTok.» Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret sieht den Schritt auch strategisch: Seit April gehört CH Media vollständig der Familie Wanner – «das hat dem Haus freie Hand gegeben». Und er erinnert an das viel diskutierte Interview von Ringier-CEO Marc Walder, der die Wanner-Medien im digitalen Überlebensrennen einst ausgeschlossen hatte. Schweiz heute» lese sich fast wie eine Antwort darauf.

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #22 Martin Spillmann ist eine Institution der Schweizer Kreativbranche. Schon 1978, zwei Jahre nach der Gründung des Kreativclubs, gewann er seinen ersten ADC-Würfel, vor drei Jahren den letzten. In der aktuellen Folge des ADC-Podcasts erzählt der ehemalige «Werber des Jahres» und Präsident des ADC Europe von seiner Tätigkeit an der legendären Madison Avenue in New York, der Gründung von «Spillmann/Felser/Leo Burnett», seinen Lieblingswerbern, einer prägenden Begegnung mit Donald Trump und dem Gewinn eines der wichtigsten Werbepreise überhaupt. Martin Spillmann arbeitete nach der Kunstgewerbeschule Zürich für verschiedene Agenturen wie BSSM, Young & Rubicam in Zürich und später an deren Hauptsitz in New York, bei Advico in Gockhausen und ab 2002 mit seinem Geschäftspartner Peter Felser bei «Spillmann/Felser/Leo Burnett». Nach deren Verkauf war er europäischer Kreativchef von Leo Burnett, Präsident des ADC Europe und für kurze Zeit auch noch für Serviceplan tätig. Spillmann lebt mit seiner Frau in Zürich. Für den ADC stellte er die beliebtesten Schweizer Werbekampagnen des letzten halben Jahrhunderts zusammen (persoenlich.com berichtete). Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #99 Im Zentrum der neuesten Folge des persoenlich.com-Podcasts steht der Plagiatsfall von Nebelspalter-Redaktor Dominik Feusi, der deshalb seine Stelle bei der NZZ nicht antreten kann. Matthias Ackeret findet Feusis Umgang mit dem Fehler souverän: «Ich würde anders entscheiden als die NZZ.» Die Reaktion der Zeitung hält er für überzogen. Auch wenn der fehlbare Journalist in dem Fall seinen Missgriff schnell zugegeben hat, bleibt der Makel bestehen und man wird mit der Person den Plagiatsfall in Verbindung bringen. Was auch daran liegt, dass sich mit fremden Federn zu schmücken kein Kavaliersdelikt ist. Denn: «Ein Plagiat ist ein Plagiat ist ein Plagiat», wie Nick Lüthi im Podcast sagt. Etwas anders gelagert, aber nicht weniger problematisch hält Lüthi das alltägliche Paraphrasieren fremder Texte, quasi die «kleine Schwester des Plagiats».

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #21 Stefanie Huber ist sowohl im Vorstand des ADC Schweiz wie auch des ADC Europe. Dort setzt sich die passionierte Snowboarderin für mehr Frauen in der Werbung ein. Die erfolgreiche Werberin arbeitet heute vor allem als Selbstständige, viel und gerne mit Peter Brönnimann. Zuvor war sie für Jung von Matt Frankfurt und auch Hamburg tätig, wo sie im engen Austausch mit Jean-Remy von Matt und Oliver Voss stand. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz war sie für Walker und Wirz tätig. Mit ihrer Familie lebt sie in Winterthur. Stefanie Huber ist in Frankfurt am Main geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur machte sie ein Praktikum in einem Kölner Studio für Werbefotografie. Nach und während des Studiums für Kommunikationsdesign in Krefeld arbeitete sie für Jung von Matt Frankfurt, bevor sie nach Hamburg zu Jung von Matt/9 wechselte. Kurzfristig wollte sie sich zusammen mit ihrem Mann Pablo Schencke den Traum einer Snowboardschule in Chile erfüllen. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz war sie als Senior AD für Walker und später auch für Wirz tätig, bevor sie nochmals zu Walker wechselte. Seit 2020 ist sie selbstständig. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #98 Wingo – eine Swisscom-Marke – hat eine neue Kampagne mit der Agentur Bold entwickelt. Dabei wurden echte Models zunächst als Referenz fotografiert, um anschliessend vollständig KI-generierte «digitale Zwillinge» zu erstellen. Urheberrechtlich sei das sauberer, als wenn KI Bilder zusammenklaut, bemerkt persoenlich.com-Redaktionsleiter Christian Beck. Redaktorin Sandra Porchet plädiert für eine Kennzeichnung von KI-generierten oder realen Models in der Werbung. Auf der Good-News-Seite berichtet Porchet über ihren Besuch am Presstival. Die Veranstaltung zog über das Wochenende 1300 Interessierte nach Biel an. Eine gute Nachricht sei für Beck, dass Stefanie Heinzmann Gastgeberin von «Sing meinen Song» wird. https://persoenlich.com/gesellschaft/stefanie-heinzmann-wird-gastgeberin https://persoenlich.com/werbung/wingo-neu-gedacht-und-neu-gemacht https://persoenlich.com/werbung/es-ist-ein-wilder-ritt-ohne-sattel https://persoenlich.com/medien/1300-besuchen-das-journalismus-festival https://persoenlich.com/medien/verein-wird-per-ende-jahr-aufgelost https://persoenlich.com/blog/qualitat-hat-keine-lobby https://persoenlich.com/digital/unwahrheiten-verbreiten-sich

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #20 Domenico Blass hat im Verlauf seines Lebens viele Jobs gemacht – vom Gagschreiber über den Redaktionsleiter bis zum Hausautor. Dabei schrieb er nicht nur Erfolgsproduktionen wie «Ernstfall in Havanna», sondern auch provokante und vieldiskutierte Porträts über Persönlichkeiten wie den ehemaligen Fernsehdirektor Peter Schellenberg oder den späteren Bundesrat Ueli Maurer. Seine Werbeaffinität lebt er heute im Fussballclub D.L.N. Frischauf Seefeld aus. Domenico Blass ist 59-jährig. Nach Matura und Ausbildung zum Werbeassistenten war er Redaktionsleiter von Roger Schawinskis «Bonus» und Hausautor des Schweizer Radio- und Fernsehens, wo er unter anderem für die Sitcom «Fertig lustig» und die Late-Night-Show «Giacobbo/Müller» schrieb und als Head of Comedy für die Comedy-Formate von Radio SRF 3 zuständig war. Für «Late Night Switzerland» schreibt er noch heute. Daneben verfasste er diverse Kino- und Theaterdrehbücher, wie «Dinner for WAM», das soeben mit dem Prix Walo ausgezeichnet wurde (persoenlich.com berichtete). Zudem publizierte er soeben den Roman «Freier Fall». Blass wohnt mit seiner Ehefrau, die er in der Werbung kennenlernte, in Zürich. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #97 Hunderte Menschen standen an der Zürcher Bahnhofstrasse Schlange, in Frankreich wurde Tränengas eingesetzt, und der Vizebürgermeister von Lille drohte Swatch gar mit einer Klage wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit: Der Verkaufsstart der «Royal Pop»-Uhr von Swatch und Audemars Piguet (AP) hat die Uhrenbranche in Aufruhr versetzt – gerade in einer Zeit, in der diese unter den Folgen des China-Geschäfts und geopolitischer Spannungen leidet. Der entscheidende Unterschied zu früheren Swatch-Kooperationen liege im Partner selbst. Anders als Omega und Blancpain gehört AP nicht zum Swatch-Konzern. Angestossen habe diese Strategie mutmasslich der langjährige AP-CEO François-Henry Bennahmias, ein leidenschaftlicher Swatch-Sammler, dessen Kollektion die Hayeks für ihr Museum aufgekauft hatten. Es sei davon auszugehen, sagt Lüthi, dass Bennahmias die Kooperation noch eingefädelt habe. Auf die Frage, ob Krawalle einer Luxusmarke schaden, sind sich Ackeret und Lüthi einig: langfristig nicht. «Marketingmässig ist das natürlich ein wahnsinniger Coup», sagt Lüthi. Kontroverse gehöre zur Rechnung – die neue AP-CEO Ilaria Resta habe das selbst so formuliert. Dass ein Teil der Schlange aus Wiederverkäufern bestand, relativiert das Bild der reinen Markenbegehrlichkeit. Lüthi zitiert eine Stimme aus Frankreich: «24 Stunden anstehen, damit ich nachher 1000 Franken in der Hand habe – das lohnt sich.» Dennoch: Die Schlangen bestanden mehrheitlich aus genau jenem jungen, Hip-Hop-affinen Publikum, auf das AP 20 Jahre lang hingearbeitet hat. Seit 2005 spricht AP verstärkt auch eine junge Generation an über Kooperationen mit Hip-Hop- und andere Musik-Grössen wie Jay-Z, Travis Scott oder Mark Ronson. Im zweiten Teil der Folge geht es um die Mitgliederversammlung von Kommunikation Schweiz, dem Dachverband der Schweizer Werbebranche. Anstatt des rekonvaleszenten Medienministers tritt ein Winzer auf – «Rotwein statt Rösti», bringt es Lüthi auf den Punkt. Ackeret nutzt ein weiteres Mal die Gelegenheit, sich für die Werbebranche einzusetzen – unter anderem gegen das drohende Plakatverbot in Zürich, das er für einen Fehler hält.