
Hosted by Matthias Ackeret, Christian Beck, Nick Lüthi, Sandra Porchet · DE

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #13 Markus Guts Interesse gilt der Nachwuchsförderung. Er glaubt, dass eine Werbekarriere, wie er sie machte, heute nicht mehr möglich sei. Vor vierzig Jahren ging er mit einer Packung von selbsthergestellten und gerahmten Siebdrucken zur damaligen Agentur Cash an der Zürcher Wasserwerkstrasse und wurde sofort eingestellt. Was folgte, ist ein Gang durch die Schweizer Werbegeschichte. Markus Gut ist in Wetzikon aufgewachsen. Nach der Matura und abgeschlossener Kunstgewerbeschule absolvierte er eine beeindruckende Werbekarriere, die ihn von der damaligen Agentur Cash über GGK Zürich, Wirz, Publicis und die Y&R Group bis zur Brandingagentur Process führte, wo er CEO und Miteigentümer war. Seit sieben Jahren ist er nun bei Farner. In seiner langen Karriere arbeitete er mit bekannten Persönlichkeiten wie Urs Eberhard, Ernst Meier, Markus Ruf, Jean Etienne Aebi, Hermann Strittmatter, Claude Martin, Roman Geiser, Philipp Skrabal oder Fredy Collioud zusammen. Daneben betreibt Markus Gut noch ein Weingut im Tessin und ist begeisterter Zünfter. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #92 Los geht es in der aktuellen Podcast-Folge wie üblich mit Good News. Nick Lüthi findet in diesem Kontext die neue Schweizer Audio-Plattform Yuvoi erwähnenswert. Das Jungunternehmen ist quasi ein «Twitter für Ton». Statt 140 Zeichen postet man bis zu 100 Sekunden Audio. Die Bad News betreffen Matthias Ackeret persönlich: Unter seinem Namen kursieren gefälschte E-Mails, die zu Geldzahlungen verleiten sollen. Er hat Strafanzeige erstattet. Den grössten Raum nimmt die Frage ein, was KI mit dem Journalismus macht. Tamedia kommunizierte kürzlich im Rahmen seiner Jahresmedienkonferenz, wie umfassend seine Redaktionen künstliche Intelligenz einsetzen. Womit man sich nicht von der Konkurrenz differenzieren kann, wird automatisiert. So etwa Gemeindemeldungen. Matthias Ackeret wirft provokant ein: «Es stellt sich die Frage, ob man das überhaupt noch Journalismus nennen darf.» Lüthi gibt zu bedenken: «Der genuine Prozess, das Schreiben, das gedankliche Verdichten im Schreibprozess – das findet natürlich nicht mehr statt, wenn man das mit KI macht. Mit der Maschine kann man Journalismus simulieren.» Beide betonen, dass Berufserfahrung im Umgang mit KI entscheidend sei: Wer das Handwerk beherrsche, erkenne Fehler schneller, so Ackeret: «Am Anfang ist man verblüfft, was die Maschine alles weiss – aber wenn es dann ins Detail geht und die Maschine einen schlechten Tag hat, dann ist eigentlich alles falsch, was herauskommt.» Lüthi fragt mit Blick auf die nächste Generation: «Haben die heute überhaupt noch die Zeit, sich das Handwerk von Grund auf anzueignen, damit sie der Maschine auf Augenhöhe begegnen können?»

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #12 Der Slogan «Werde Schriftsteller für Zahnpasta» veränderte das ganze Leben von Jan Kempter. In der aktuellen Folge schildert der 40-jährige Bündner, wie er seine ehemaligen Chefs Dennis Lück, Thomas Wildberger und Livio Dainese erlebte und warum er Alex Jaggi verpasste. Seine berufliche Karriere führte Jan Kempter von Chur über das Domleschg über Basel nach Berlin und am Ende nach Zürich, wo er für Scholz & Friends, Publicis und Jung von Matt Limmat arbeitete, bevor er genau vor fünf Jahren CD bei Wirz wurde. In dieser Funktion bescherte er dem Wichtel ein neues Leben und bewarb ein Produkt, das niemals existieren wird. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #91 Die SRG muss bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen und baut insgesamt 900 Vollzeitstellen ab. Trotz Konsultationsverfahren bleibt der Umfang unverändert (persoenlich.com berichtete). Thema ist auch der Abgang von Markus Berger als Leiter Unternehmenskommunikation nach nur acht Monaten: Seine Stelle gibt es im neuen Organisationsmodell nicht mehr. Im politischen Kontext beleuchten Ackeret und Beck die Reaktion von Medienminister Albert Rösti auf das deutliche Nein zur Halbierungsinitiative vom 8. März sowie einen offenen Brief von 14 Organisationen, die fordern, dass der Volksentscheid sich in der neuen SRG-Konzession widerspiegelt. Ackeret nennt die SRG eine «Art Love-Brand» – Beck ergänzt: «Jeder zahlt ja dafür, darum denken wir darüber nach.» Die Rubrik «Good News / Bad News» behandelt unter anderem den stockenden Branchenvereinbarungs-Prozess zwischen Impressum, Syndicom und dem Verlegerverband VSM.

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #11 Soeben startet die neue Tilsiter-Werbung aus der Küche von Peter Brönnimann. Zuvor hat der Berner mit unzähligen Kampagnen für Furore gesorgt: Mit der legendären Posträuberkampagne schrieb er Schweizer Werbegeschichte, verlor aber zugleich einen Grossauftrag. Seine schlechteste und unkreativste Kampagne war jedoch seine nachhaltigste. Peter Brönnimann müsste eigentlich Benzin im Blut haben: Seine Vorfahren betrieben eine Autogarage im Berner Oberland. Doch der ehemalige «Werber des Jahres» wählte einen anderen Weg und wechselte bereits in den späten Achtzigerjahren in die Werbemetropole Zürich, wo er für Aebi, Suter, Gisler, Studer / BBDO, Advico Young & Rubicam und Spielmann / Felser / Leo Burnett tätig war und heute als gefragter Freelancer arbeitet – unter anderem für Galaxus, CoffeeB von der Migros oder eben Tilsiter. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #90 https://persoenlich.com/werbung/michael-kamm-verlasst-die-agentur https://persoenlich.com/werbung/viele-netzwerke-suchen-eine-gute-agentur-in-der-romandie https://persoenlich.com/werbung/der-rostigraben-erklarer https://persoenlich.com/blog/die-richtige-wahl-aus-den-richtigen-grunden https://persoenlich.com/medien/ein-solches-angebot-kommt-nicht-jeden-tag https://persoenlich.com/medien/der-neue-srf-direktor-heisst-roger-elsener

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #10 Warum setzen sich in der Werbebranche immer noch so wenige Frauen durch? Philipp Skrabal widerspricht diesem Vorurteil und zeigt auf, dass Werberinnen in vielen Bereichen ihren männlichen Kollegen überlegen sind. Zudem berichtet er von seiner Zeit als Sprayer und seinen Anfängen in der Werbung – eine Zeit, die längst nicht so glamourös war, wie sie heute manchmal verklärt dargestellt wird. Der 57-jährige Philipp Skrabal ist in Zürich als Sohn österreichischer Eltern aufgewachsen. Durch seine nächtlichen Graffitis kam er 1991 in die Werbung. Nach seiner Lehre bei Seiler DDB folgten unter anderem Stationen bei Lintas, EuroRSCG, Matter, Publicis, Advico Y&R, Wirz und aktuell Farner. Seit 25 Jahren ist er Mitglied des ADC und engagiert sich als Vizepräsident für den Nachwuchs. 2025 wurde er zum «Werber des Jahres» gekürt. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #89 Mit 62 Prozent Nein-Stimmen hat die Bevölkerung die Initiative «200 Franken sind genug» bachab geschickt. Dabei hatten gewisse Umfragen im Vorfeld sogar eine Annahme nicht ausgeschlossen. Dass es so klar kommen würde, hat kaum jemand vorausgesagt – ausser einem: der Freiburger Prognostiker Sébastien Perseguers. Mit KI-gestützten Modellen, gefüttert mit historischen Abstimmungsdaten erzielt er immer wieder präzise Voraussagen. Dass die SRG als Gewinnerin aus dem Urnengang hervorgeht, darüber besteht zwischen Ackeret und Lüthi kein Zweifel. Für Ackeret gilt: «The winner takes it all» – er ist überzeugt, dass die SRG in ihrer heutigen Form unangetastet bleiben wird: «Wir alle werden es zu unseren Lebzeiten nicht mehr erleben, dass da irgendetwas reduziert wird.» Uneinigkeit herrscht hingegen darüber, was der Sieg politisch bedeutet: Ist das Nein zur Halbierungsinitiative auch eine Zustimmung zum «Plan Rösti» mit einer Senkund der Medienabgabe auf 300 und geplanten Einschränkungen im Angebot? Lüthi hält es für «unredlich», wenn der Bundesrat das Resultat so deutet – denn über diesen Verordnungsweg habe die Bevölkerung nie abgestimmt. Ackeret hingegen sieht den eingeschlagenen Weg als legitimen Schweizer Kompromiss. Die nächste grosse Baustelle ist die SRG-Konzession. Bis 2029 soll eine neue in Kraft treten, mit möglichen Einschränkungen im Online-Bereich. Während Ackeret findet, die SRG solle kein Newsportal betreiben – das sei Aufgabe der Privaten –, plädiert Lüthi für elegantere Lösungen als willkürliche Zeichenbeschränkungen. Als Modell nennt er Österreich, wo der ORF online auf maximal 350 Textbeiträge pro Woche beschränkt ist. Ein Thema ist schliesslich auch die Nachfolge von SRF-Direktorin Nathalie Wappler. Die Republik berichtete am Abstimmungssonntag, dass CH-Media-Geschäftsführer Roger Elsener als Kandidat gehandelt wird – ein erfahrener Medienmanager, der mit Spardruck umgehen kann, aber keinen journalistischen Hintergrund mitbringt.

persoenlich.com-Podcast «50 Jahre ADC» #9 Geri Aebi wurde lange als der «kleine Aebi» wahrgenommen – zu Unrecht: Der studierte Ökonom sanierte nicht nur die älteste Deutschschweizer Agentur Wirz, sondern machte auch in Österreich Werbekarriere. Im Podcast «50 Jahre ADC» erzählt er von seiner ungewöhnlichen ADC-Bewerbung mit Alberto Venzago, der österreichischen Berufsmentalität und seiner letzten Begegnung mit seinem verstorbenen Bruder Jean Etienne. Geri Aebi studierte Ökonomie. Daneben startete der Predigersohn als Texter bei Aebi & Partner, der ersten Agentur seines legendären Bruders Jean Etienne, bevor er für 15 Jahre nach Österreich wechselte. Dort arbeitete er für Demner & Merlicek sowie Lowe GGK Wien, deren Geschäftsführer er später wurde. 2002 übernahm Aebi die Führung der Wirz Werbung, wurde 2008 Vorsitzender der Gruppenleitung und zwei Jahre später CEO der Wirz Gruppe. In der aktuellen Folge unseres Podcasts schildert er die Herausforderung der Wirz-Sanierung, die Crux zu grosser Bürogebäude und den Einfluss seines älteren Bruders. Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

persoenlich.com-Podcast #88 Die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran dominieren die aktuelle Podcastfolge. Verleger Matthias Ackeret und persoenlich.com-Redaktionsleiter Christian Beck analysieren, wie Schweizer Medien das Ereignis eingeordnet haben – und wo die Grenzen der Berichterstattung liegen. Beck kritisiert die unreflektierte Übernahme des Begriffs «Präventivschlag»: «Allein die Wortwahl transportiert eine bestimmte Interpretation.» Thema sind auch die Sicherheitsdispositive von SRF und NZZ für ihre Korrespondentinnen und Korrespondenten in der Region. Ackeret hebt ausserdem hervor, dass CNN in der Krisenberichterstattung wieder zu alter Stärke gefunden habe – so wie einst beim Irakkrieg 1991, wo der Sender gross geworden sei. Die Rubrik «Good News / Bad News» behandelt ausserdem zwei TV-Formate von SRF und 3+.