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Ted Nelson casts doubt on Computer Basics. A compilation of all "episodes" of Nelson's series Computers For Cynics. Episode directory and start times: Computers for Cynics 0 The Myth of Technology http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=0m0s Computers for Cynics 1 The Nightmare of Files and Directories http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=14m45s Computers for Cynics 2 It All Went Wrong at Xerox PARC http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=29m30s Computers for Cynics 3 The Database Mess http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=43m30s Computers for Cynics 4 PUI Wars: The Dance of Apple and Microsoft http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=57m05s Computers for Cynics 5 Hyperhistory http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=70m45s Computers for Cynics 6 The Real Story of the World Wide Web http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=85m14s Computers for Cynics N CLOSURE: Pay Attention to the Man Behind the Curtain http://youtu.be/hZ3gmh-d9oI#t=98m20s === Original video: https://www.youtube.com/watch?v=hZ3gmh-d9oI Downloaded by http://huffduff-video.snarfed.org/ on Mon Jan 30 21:43:44 2023 Available for 30 days after download

Der folgende Artikel ist über 20.000 Zeichen lang. Um ihn ein bisschen zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one findet sich diese Audiodatei zusätzlich im persönlichen RSS-Feed. Das iPhone XS (Max) ist die späte Erfolgsbestätigung für das iPhone X. Lediglich ein Jahr hat Apple für den kompletten Generationswechsel benötigt. Niemand stellt 12 Monate nach dem iPhone X noch die neue iOS-Gestensteuerung in Frage; Touch ID wirkt vergessen und der Umstieg aufs OLED-Display verlief ohne Schluckauf. Mein Artikel über das iPhone X im letzten Jahr beschrieb welche Wichtigkeit wir Smartphones in unserem Alltag einräumen; welchen Stellenwert sie einnehmen und das es überhaupt nicht absurd ist, wenn wir für diese Geräte ähnlich viel bezahlen wie für unsere Laptops. Das Smartphone ist und bleibt unser wichtigster Computer. Tim Cook sagte vor einem Jahr: „iPhone X is the most innovative product on the market. Jam packed with the best technologies on the market. Really set up as a smartphone for the next decade.” Das zweite Apple-Telefon in diesem „nächsten Jahrzehnt” ist das iPhone XS (Max). Nach dem Generationswechsel der Hardware erhaschen wir mit Blick aufs diesjährige Line-up eine signifikante Änderung in Apples zukünftiger Verkaufsstrategie. Apples Umweltchefin Lisa Jackson betonte auf der September-Keynote: „We also make sure to design and build durable products, that last as long as possible. (…) And because they last longer, you can keep using them. And keeping using them is the best thing for the planet.“ Das war kein Versprecher, sondern das ist die neue Strategie: To emphasize the second point she said Apple now strives to design and build durable products that last as long as possible. That means long-lasting hardware coupled with long-lasting software. She pointed out that iOS 12 runs even on iPhone 5S, now five years old. Because iPhones last longer, you can keep using them or pass them on to someone who will continue to use them after you upgrade. Of course, there would be not much business without an environment and we should all strive for sustainability. But this is an existential observation, and it’s defensive. The important call to make is that Apple is making a bet that sustainability is a growth business. Fundamentally, Apple is betting on having customers not selling them products. Horace Dediu Das iPhone ist schon lange nicht mehr nur ein Hardware-Geschäft. Es ist nicht mehr nur ein Business, das mit neuen Features von Jahr zu Jahr auf Kundenjagd geht. Die Kaufanreize für ein iPhone übersteigen die eigentliche Hardware. Das ausgerufene Ziel ist: iPhone-Kunden sollen iPhone-Kunden bleiben. Dazu gehören Software-Updates für Sicherheit und Performance; dazu zählen schnellere Prozessoren, mit denen die Telefone auch in drei oder vier Jahren noch mithalten. Dazu gehören hochwertige (und zwangsläufig auch hochpreisige) Bauteile, die diese Zeitspannen genauso lange durchstehen. Dazu gehören Services, die nicht nur ihre Kunden und Kundinnen an ein Ökosystem binden, sondern dort tatsächlich Vorteile erbringen. Apple verfolgt damit eine grundlegend andere Strategie als seine Mitbewerber. Es scheint eine Strategie zu sein, die sich nach dem Kunden richtet (Stichwort: „Mein Smartphone ist doch schnell genug!”). Kunden wechseln nämlich nicht von Jahr zu Jahr, sondern wenn ihre Geräte kaputtgehen, wenn sie für sich signifikante Verbesserungen in einem neuen Modell erkennen oder wenn Mobilfunkverträge auslaufen. Eine Konsequenz von diesem Strategiewechsel findet sich in der aktuellen Produktaufstellung, bei dem das iPhone XS das iPhone X ersetzt. Normalerweise rutscht das Vorjahresmodell auf eine niedrigere Preisstufe; diesmal wird es durch das neu iPhone XR dort abgelöst. Nachdem das iPhone X sich in jedem Monat des letzten Jahres am besten verkaufte, fliegt es jetzt komplett aus dem Program. Kunden kaufen damit also kein „Vorjahresmodell“, sondern zum gleichen Preis ein neues iPhone XS; und für weniger Geld gibt es das iPhone XR. Aber soweit sind wir heute noch nicht: Das iPhone XR startet erst Ende Oktober. Heute geht es ums iPhone XS (Max). Bitte nicht falsch verstehen: Apple will euch natürlich jedes Jahr ein neues iPhone verkaufen! Die Voraussetzungen haben sich jedoch geändert und das erfordert eine neue Strategie. Der letzte große Markt, in dem Apple noch keinen Fuß in der Tür hat, ist Indien. Und im Moment scheint man dort etwas strategielos. Deshalb schaut man a) auf wechselwillige Android-Kunden und b) auf einen Mehrwert für Bestandskunden. Ein langjähriger iPhone-Kunde ist auf Dauer nämlich viel wertvoller als jemand, der sich bei jedem Vertragswechsel neu für einen anderen Smartphone-Hersteller entscheiden kann. Und genau deshalb bekommen die neuen iPhones auch neue Namen. Selten wäre es so passend wie in diesem Jahr gewesen, alle lästigen Zahlenanhänge abzuschütteln. XS, XR und insbesondere XS Max stolpern mir über die Zunge – rund klingt das nicht. Ich mag die Namensgebung in diesem Jahr wirklich nicht. Ich persönlich hätte am liebsten ein „iPhone (2018)” gekauft. Ich arbeite aber auch nicht in einem hochbezahlten Marketing-Job und unterschätze wahrscheinlich die Zugstärke – insbesondere von dem so absurden „Max”-Anhängsel – den ein individueller Name mit sich bringt. Die Kamera Aber Schluss damit nur die Zehen ins Wasser zu halten; springen wir endlich rein. Die Kamera des iPhone XS (Max) ist das entscheidende – und gleichzeitig auch das am meisten unterschätze Feature in diesem Jahr. Der Porträtmodus – ursprünglich eingeführt mit dem iPhone 7 Plus – gewinnt deutlich an Geschwindigkeit – einer meiner größten Kritikpunkte wenn man ein Foto mit Tiefenunschärfe von seinen nicht still sitzen wollenden Kindern möchte. Während man mit dem iPhone X noch echt Glück beim Timing eines solchen Fotos benötigte, gelingen diese Aufnahmen nun zählbar häufiger. Vielleicht ist es unnötig zu erwähnen, aber der Vergleich zwischen dem iPhone XS und einer Spiegelreflexkamera mit dickem Glass, bleibt weiterhin überflüssig. „Computational photography” übertrifft weiterhin nicht eure Sony, Nikon oder Canon – insofern ihr sie dabei habt! Bei der schlicht verbesserten Geschwindigkeit bleibt es aber nicht: Die Hintergrundunschärfe (der „Bokeh-Effekt“) lässt sich nun per Tiefen-Kontrolle in der Kamera-App einstellen. Sprich: Wenn ein Porträt-Foto nicht gelingt, entfernt ihr das Bokeh und verbleibt mit einem sehr guten Foto, das in allen Fotoecken knackig scharf ist. Ich habe bislang kein Foto geschossen, bei dem ein voll aufgedrehter Bokeh-Effekt wirklich gut aussah. Sich jedoch in den mittleren Regionen der Tiefenunschärfe auszutoben, hilft bei vielen Bildern. Die Tiefen-Kontrolle dreht jedoch nicht nur die Stärke des verschwommenen Bildbereichs auf oder ab, sondern ändert auch die Gestalt der Lichtkugeln, so wie es eine richtige Kamera macht. Fotos mit Hintergrundunschärfe konnte man bereit unter iOS 11 über Drittanbieter-App wie Halide oder Darkroom ändern – das ist aber nicht der gleiche Bokeh-Effekt, den das iPhone XS erfasst. Zugegeben: Die meisten Leute erkennen die Feinheiten für den Unschärfebereich wahrscheinlich nur in einem direkten 1:1-Vergleich. Trotzdem gewöhnt sich jedes Auge an bessere Fotos. Die Tiefen-Kartierung, die aus dem Schulterschluss der Apple-eigenen ‚Neural Engine‘ sowie dem Bildprozessor aus Cupertino entstehen, sind mehrere Größenordnungen präziser. Porträt-Fotos aus einem iPhone 7 Plus verarbeiten abstehende Haarbüschel teilweise als komplette Blöcke; das iPhone XS unterscheidet unter guten Lichtbedingungen sogar einzelne Haare. Auch Entwickler haben Zugriff auf diese detailreiche „segmentation mask“. Natürlich profitiert der Porträtmodus ungemein vom verbesserten Kamerasensor mit tieferen und größeren Pixeln. Während bislang nur Porträtfotos bei optimalen Lichtverhältnissen möglich waren, gelingen jetzt auch Aufnahmen von Gesichtern, Personen, Tieren und Objekten, die nicht in direktem Sonnenlicht stehen. Smart HDR Richtig auffällig wird das bei einer Technik, die Apple als „Smart HDR” verkauft. An meinem Selbstporträt sieht man deutlich wie viel ausgeglichener das Foto vom iPhone XS gegenüber dem iPhone X ausfällt. Man kann argumentieren, dass diesem Bild der Kontrast fehlt, aber man kann ihm nicht absprechen, das Bildpartien sichtbar werden, die vorher einfach absaufen. Smart HDR lässt sich für die rückseitige Kamera in den Einstellungen abschalten; alternativ kann man auch das „normale“ Foto behalten. Die meisten Foto(-Situationen) profitieren aber enorm von Smart HDR – zumindest auf der Keynote verkaufte Apple dieses Feature unter Wert. Smart HDR brilliert wenn man direkt in die Sonne fotografiert (Was man wirklich nicht machen sollte!) oder bei Fotos, die sowohl sehr dunkle wie auch sehr helle Bildbereich haben. Sonnenlicht, das durch ein Fenster fällt und dadurch Schatten erzeugt, wäre ein Klassiker: Normalerweise sieht man auf solchen Aufnahmen entweder „nach draußen“ oder ”nach drinnen“, aber erkennt nie beide Bildbereiche vollständig. Um dies zu ermöglichen, knipst das iPhone XS vier Fotos die normal belichtet werden – manche davon sogar bevor man den Auslöser drückt. Zwischen diesen einzelnen Frames erfasst das iPhone zusätzlich Bilder, die über- beziehungsweise unterbelichtet sind und baut daraus ein einziges (bestmögliches) Foto. Das ist keine Spielerei und das ist kein besonderer Fotomode, den die Person hinter der Kamera beachten muss: Smart HDR erzeugt Bilder, die sich selbst mit kostspieligem Kamera-Equipment und einem entsprechend fähigen Fotografen nur schwierig anfertigen lassen. Nicht jedes Foto mit Smart HDR ist automatisch ein Treffer, die Ergebnisse sind aber durch die Bank faszinierend. Unterm Strich bedeutet das: Normale Personen knipsen normale Fotos, die mit Smart HDR grundlegend besser aussehen. Genau deshalb erachte ich dieses Feature für nicht ausreichend bejubelt. Panorama + Video Ich knipse...

Der folgende Artikel ist über 20.000 Zeichen lang. Um ihn ein bisschen zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one findet sich diese Audiodatei zusätzlich im persönlichen RSS-Feed. Das iPhone XS (Max) ist die späte Erfolgsbestätigung für das iPhone X. Lediglich ein Jahr hat Apple für den kompletten Generationswechsel benötigt. Niemand stellt 12 Monate nach dem iPhone X noch die neue iOS-Gestensteuerung in Frage; Touch ID wirkt vergessen und der Umstieg aufs OLED-Display verlief ohne Schluckauf. Mein Artikel über das iPhone X im letzten Jahr beschrieb welche Wichtigkeit wir Smartphones in unserem Alltag einräumen; welchen Stellenwert sie einnehmen und das es überhaupt nicht absurd ist, wenn wir für diese Geräte ähnlich viel bezahlen wie für unsere Laptops. Das Smartphone ist und bleibt unser wichtigster Computer. Tim Cook sagte vor einem Jahr: „iPhone X is the most innovative product on the market. Jam packed with the best technologies on the market. Really set up as a smartphone for the next decade.” Das zweite Apple-Telefon in diesem „nächsten Jahrzehnt” ist das iPhone XS (Max). Nach dem Generationswechsel der Hardware erhaschen wir mit Blick aufs diesjährige Line-up eine signifikante Änderung in Apples zukünftiger Verkaufsstrategie. Apples Umweltchefin Lisa Jackson betonte auf der September-Keynote: „We also make sure to design and build durable products, that last as long as possible. (…) And because they last longer, you can keep using them. And keeping using them is the best thing for the planet.“ Das war kein Versprecher, sondern das ist die neue Strategie: To emphasize the second point she said Apple now strives to design and build durable products that last as long as possible. That means long-lasting hardware coupled with long-lasting software. She pointed out that iOS 12 runs even on iPhone 5S, now five years old. Because iPhones last longer, you can keep using them or pass them on to someone who will continue to use them after you upgrade. Of course, there would be not much business without an environment and we should all strive for sustainability. But this is an existential observation, and it’s defensive. The important call to make is that Apple is making a bet that sustainability is a growth business. Fundamentally, Apple is betting on having customers not selling them products. Horace Dediu Das iPhone ist schon lange nicht mehr nur ein Hardware-Geschäft. Es ist nicht mehr nur ein Business, das mit neuen Features von Jahr zu Jahr auf Kundenjagd geht. Die Kaufanreize für ein iPhone übersteigen die eigentliche Hardware. Das ausgerufene Ziel ist: iPhone-Kunden sollen iPhone-Kunden bleiben. Dazu gehören Software-Updates für Sicherheit und Performance; dazu zählen schnellere Prozessoren, mit denen die Telefone auch in drei oder vier Jahren noch mithalten. Dazu gehören hochwertige (und zwangsläufig auch hochpreisige) Bauteile, die diese Zeitspannen genauso lange durchstehen. Dazu gehören Services, die nicht nur ihre Kunden und Kundinnen an ein Ökosystem binden, sondern dort tatsächlich Vorteile erbringen. Apple verfolgt damit eine grundlegend andere Strategie als seine Mitbewerber. Es scheint eine Strategie zu sein, die sich nach dem Kunden richtet (Stichwort: „Mein Smartphone ist doch schnell genug!”). Kunden wechseln nämlich nicht von Jahr zu Jahr, sondern wenn ihre Geräte kaputtgehen, wenn sie für sich signifikante Verbesserungen in einem neuen Modell erkennen oder wenn Mobilfunkverträge auslaufen. Eine Konsequenz von diesem Strategiewechsel findet sich in der aktuellen Produktaufstellung, bei dem das iPhone XS das iPhone X ersetzt. Normalerweise rutscht das Vorjahresmodell auf eine niedrigere Preisstufe; diesmal wird es durch das neu iPhone XR dort abgelöst. Nachdem das iPhone X sich in jedem Monat des letzten Jahres am besten verkaufte, fliegt es jetzt komplett aus dem Program. Kunden kaufen damit also kein „Vorjahresmodell“, sondern zum gleichen Preis ein neues iPhone XS; und für weniger Geld gibt es das iPhone XR. Aber soweit sind wir heute noch nicht: Das iPhone XR startet erst Ende Oktober. Heute geht es ums iPhone XS (Max). Bitte nicht falsch verstehen: Apple will euch natürlich jedes Jahr ein neues iPhone verkaufen! Die Voraussetzungen haben sich jedoch geändert und das erfordert eine neue Strategie. Der letzte große Markt, in dem Apple noch keinen Fuß in der Tür hat, ist Indien. Und im Moment scheint man dort etwas strategielos. Deshalb schaut man a) auf wechselwillige Android-Kunden und b) auf einen Mehrwert für Bestandskunden. Ein langjähriger iPhone-Kunde ist auf Dauer nämlich viel wertvoller als jemand, der sich bei jedem Vertragswechsel neu für einen anderen Smartphone-Hersteller entscheiden kann. Und genau deshalb bekommen die neuen iPhones auch neue Namen. Selten wäre es so passend wie in diesem Jahr gewesen, alle lästigen Zahlenanhänge abzuschütteln. XS, XR und insbesondere XS Max stolpern mir über die Zunge – rund klingt das nicht. Ich mag die Namensgebung in diesem Jahr wirklich nicht. Ich persönlich hätte am liebsten ein „iPhone (2018)” gekauft. Ich arbeite aber auch nicht in einem hochbezahlten Marketing-Job und unterschätze wahrscheinlich die Zugstärke – insbesondere von dem so absurden „Max”-Anhängsel – den ein individueller Name mit sich bringt. Die Kamera Aber Schluss damit nur die Zehen ins Wasser zu halten; springen wir endlich rein. Die Kamera des iPhone XS (Max) ist das entscheidende – und gleichzeitig auch das am meisten unterschätze Feature in diesem Jahr. Der Porträtmodus – ursprünglich eingeführt mit dem iPhone 7 Plus – gewinnt deutlich an Geschwindigkeit – einer meiner größten Kritikpunkte wenn man ein Foto mit Tiefenunschärfe von seinen nicht still sitzen wollenden Kindern möchte. Während man mit dem iPhone X noch echt Glück beim Timing eines solchen Fotos benötigte, gelingen diese Aufnahmen nun zählbar häufiger. Vielleicht ist es unnötig zu erwähnen, aber der Vergleich zwischen dem iPhone XS und einer Spiegelreflexkamera mit dickem Glass, bleibt weiterhin überflüssig. „Computational photography” übertrifft weiterhin nicht eure Sony, Nikon oder Canon – insofern ihr sie dabei habt! Bei der schlicht verbesserten Geschwindigkeit bleibt es aber nicht: Die Hintergrundunschärfe (der „Bokeh-Effekt“) lässt sich nun per Tiefen-Kontrolle in der Kamera-App einstellen. Sprich: Wenn ein Porträt-Foto nicht gelingt, entfernt ihr das Bokeh und verbleibt mit einem sehr guten Foto, das in allen Fotoecken knackig scharf ist. Ich habe bislang kein Foto geschossen, bei dem ein voll aufgedrehter Bokeh-Effekt wirklich gut aussah. Sich jedoch in den mittleren Regionen der Tiefenunschärfe auszutoben, hilft bei vielen Bildern. Die Tiefen-Kontrolle dreht jedoch nicht nur die Stärke des verschwommenen Bildbereichs auf oder ab, sondern ändert auch die Gestalt der Lichtkugeln, so wie es eine richtige Kamera macht. Fotos mit Hintergrundunschärfe konnte man bereit unter iOS 11 über Drittanbieter-App wie Halide oder Darkroom ändern – das ist aber nicht der gleiche Bokeh-Effekt, den das iPhone XS erfasst. Zugegeben: Die meisten Leute erkennen die Feinheiten für den Unschärfebereich wahrscheinlich nur in einem direkten 1:1-Vergleich. Trotzdem gewöhnt sich jedes Auge an bessere Fotos. Die Tiefen-Kartierung, die aus dem Schulterschluss der Apple-eigenen ‚Neural Engine‘ sowie dem Bildprozessor aus Cupertino entstehen, sind mehrere Größenordnungen präziser. Porträt-Fotos aus einem iPhone 7 Plus verarbeiten abstehende Haarbüschel teilweise als komplette Blöcke; das iPhone XS unterscheidet unter guten Lichtbedingungen sogar einzelne Haare. Auch Entwickler haben Zugriff auf diese detailreiche „segmentation mask“. Natürlich profitiert der Porträtmodus ungemein vom verbesserten Kamerasensor mit tieferen und größeren Pixeln. Während bislang nur Porträtfotos bei optimalen Lichtverhältnissen möglich waren, gelingen jetzt auch Aufnahmen von Gesichtern, Personen, Tieren und Objekten, die nicht in direktem Sonnenlicht stehen. Smart HDR Richtig auffällig wird das bei einer Technik, die Apple als „Smart HDR” verkauft. An meinem Selbstporträt sieht man deutlich wie viel ausgeglichener das Foto vom iPhone XS gegenüber dem iPhone X ausfällt. Man kann argumentieren, dass diesem Bild der Kontrast fehlt, aber man kann ihm nicht absprechen, das Bildpartien sichtbar werden, die vorher einfach absaufen. Smart HDR lässt sich für die rückseitige Kamera in den Einstellungen abschalten; alternativ kann man auch das „normale“ Foto behalten. Die meisten Foto(-Situationen) profitieren aber enorm von Smart HDR – zumindest auf der Keynote verkaufte Apple dieses Feature unter Wert. Smart HDR brilliert wenn man direkt in die Sonne fotografiert (Was man wirklich nicht machen sollte!) oder bei Fotos, die sowohl sehr dunkle wie auch sehr helle Bildbereich haben. Sonnenlicht, das durch ein Fenster fällt und dadurch Schatten erzeugt, wäre ein Klassiker: Normalerweise sieht man auf solchen Aufnahmen entweder „nach draußen“ oder ”nach drinnen“, aber erkennt nie beide Bildbereiche vollständig. Um dies zu ermöglichen, knipst das iPhone XS vier Fotos die normal belichtet werden – manche davon sogar bevor man den Auslöser drückt. Zwischen diesen einzelnen Frames erfasst das iPhone zusätzlich Bilder, die über- beziehungsweise unterbelichtet sind und baut daraus ein einziges (bestmögliches) Foto. Das ist keine Spielerei und das ist kein besonderer Fotomode, den die Person hinter der Kamera beachten muss: Smart HDR erzeugt Bilder, die sich selbst mit kostspieligem Kamera-Equipment und einem entsprechend fähigen Fotografen nur schwierig anfertigen lassen. Nicht jedes Foto mit Smart HDR ist automatisch ein Treffer, die Ergebnisse sind aber durch die Bank faszinierend. Unterm Strich bedeutet das: Normale Personen knipsen normale Fotos, die mit Smart HDR grundlegend besser aussehen. Genau deshalb erachte ich dieses Feature für nicht ausreichend bejubelt. Panorama + Video Ich knipse...

Der folgende Artikel ist über 20.000 Zeichen lang. Um ihn ein bisschen zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one findet sich diese Audiodatei zusätzlich im persönlichen RSS-Feed. Das iPhone XS (Max) ist die späte Erfolgsbestätigung für das iPhone X. Lediglich ein Jahr hat Apple für den kompletten Generationswechsel benötigt. Niemand stellt 12 Monate nach dem iPhone X noch die neue iOS-Gestensteuerung in Frage; Touch ID wirkt vergessen und der Umstieg aufs OLED-Display verlief ohne Schluckauf. Mein Artikel über das iPhone X im letzten Jahr beschrieb welche Wichtigkeit wir Smartphones in unserem Alltag einräumen; welchen Stellenwert sie einnehmen und das es überhaupt nicht absurd ist, wenn wir für diese Geräte ähnlich viel bezahlen wie für unsere Laptops. Das Smartphone ist und bleibt unser wichtigster Computer. Tim Cook sagte vor einem Jahr: „iPhone X is the most innovative product on the market. Jam packed with the best technologies on the market. Really set up as a smartphone for the next decade.” Das zweite Apple-Telefon in diesem „nächsten Jahrzehnt” ist das iPhone XS (Max). Nach dem Generationswechsel der Hardware erhaschen wir mit Blick aufs diesjährige Line-up eine signifikante Änderung in Apples zukünftiger Verkaufsstrategie. Apples Umweltchefin Lisa Jackson betonte auf der September-Keynote: „We also make sure to design and build durable products, that last as long as possible. (…) And because they last longer, you can keep using them. And keeping using them is the best thing for the planet.“ Das war kein Versprecher, sondern das ist die neue Strategie: To emphasize the second point she said Apple now strives to design and build durable products that last as long as possible. That means long-lasting hardware coupled with long-lasting software. She pointed out that iOS 12 runs even on iPhone 5S, now five years old. Because iPhones last longer, you can keep using them or pass them on to someone who will continue to use them after you upgrade. Of course, there would be not much business without an environment and we should all strive for sustainability. But this is an existential observation, and it’s defensive. The important call to make is that Apple is making a bet that sustainability is a growth business. Fundamentally, Apple is betting on having customers not selling them products. Horace Dediu Das iPhone ist schon lange nicht mehr nur ein Hardware-Geschäft. Es ist nicht mehr nur ein Business, das mit neuen Features von Jahr zu Jahr auf Kundenjagd geht. Die Kaufanreize für ein iPhone übersteigen die eigentliche Hardware. Das ausgerufene Ziel ist: iPhone-Kunden sollen iPhone-Kunden bleiben. Dazu gehören Software-Updates für Sicherheit und Performance; dazu zählen schnellere Prozessoren, mit denen die Telefone auch in drei oder vier Jahren noch mithalten. Dazu gehören hochwertige (und zwangsläufig auch hochpreisige) Bauteile, die diese Zeitspannen genauso lange durchstehen. Dazu gehören Services, die nicht nur ihre Kunden und Kundinnen an ein Ökosystem binden, sondern dort tatsächlich Vorteile erbringen. Apple verfolgt damit eine grundlegend andere Strategie als seine Mitbewerber. Es scheint eine Strategie zu sein, die sich nach dem Kunden richtet (Stichwort: „Mein Smartphone ist doch schnell genug!”). Kunden wechseln nämlich nicht von Jahr zu Jahr, sondern wenn ihre Geräte kaputtgehen, wenn sie für sich signifikante Verbesserungen in einem neuen Modell erkennen oder wenn Mobilfunkverträge auslaufen. Eine Konsequenz von diesem Strategiewechsel findet sich in der aktuellen Produktaufstellung, bei dem das iPhone XS das iPhone X ersetzt. Normalerweise rutscht das Vorjahresmodell auf eine niedrigere Preisstufe; diesmal wird es durch das neu iPhone XR dort abgelöst. Nachdem das iPhone X sich in jedem Monat des letzten Jahres am besten verkaufte, fliegt es jetzt komplett aus dem Program. Kunden kaufen damit also kein „Vorjahresmodell“, sondern zum gleichen Preis ein neues iPhone XS; und für weniger Geld gibt es das iPhone XR. Aber soweit sind wir heute noch nicht: Das iPhone XR startet erst Ende Oktober. Heute geht es ums iPhone XS (Max). Bitte nicht falsch verstehen: Apple will euch natürlich jedes Jahr ein neues iPhone verkaufen! Die Voraussetzungen haben sich jedoch geändert und das erfordert eine neue Strategie. Der letzte große Markt, in dem Apple noch keinen Fuß in der Tür hat, ist Indien. Und im Moment scheint man dort etwas strategielos. Deshalb schaut man a) auf wechselwillige Android-Kunden und b) auf einen Mehrwert für Bestandskunden. Ein langjähriger iPhone-Kunde ist auf Dauer nämlich viel wertvoller als jemand, der sich bei jedem Vertragswechsel neu für einen anderen Smartphone-Hersteller entscheiden kann. Und genau deshalb bekommen die neuen iPhones auch neue Namen. Selten wäre es so passend wie in diesem Jahr gewesen, alle lästigen Zahlenanhänge abzuschütteln. XS, XR und insbesondere XS Max stolpern mir über die Zunge – rund klingt das nicht. Ich mag die Namensgebung in diesem Jahr wirklich nicht. Ich persönlich hätte am liebsten ein „iPhone (2018)” gekauft. Ich arbeite aber auch nicht in einem hochbezahlten Marketing-Job und unterschätze wahrscheinlich die Zugstärke – insbesondere von dem so absurden „Max”-Anhängsel – den ein individueller Name mit sich bringt. Die Kamera Aber Schluss damit nur die Zehen ins Wasser zu halten; springen wir endlich rein. Die Kamera des iPhone XS (Max) ist das entscheidende – und gleichzeitig auch das am meisten unterschätze Feature in diesem Jahr. Der Porträtmodus – ursprünglich eingeführt mit dem iPhone 7 Plus – gewinnt deutlich an Geschwindigkeit – einer meiner größten Kritikpunkte wenn man ein Foto mit Tiefenunschärfe von seinen nicht still sitzen wollenden Kindern möchte. Während man mit dem iPhone X noch echt Glück beim Timing eines solchen Fotos benötigte, gelingen diese Aufnahmen nun zählbar häufiger. Vielleicht ist es unnötig zu erwähnen, aber der Vergleich zwischen dem iPhone XS und einer Spiegelreflexkamera mit dickem Glass, bleibt weiterhin überflüssig. „Computational photography” übertrifft weiterhin nicht eure Sony, Nikon oder Canon – insofern ihr sie dabei habt! Bei der schlicht verbesserten Geschwindigkeit bleibt es aber nicht: Die Hintergrundunschärfe (der „Bokeh-Effekt“) lässt sich nun per Tiefen-Kontrolle in der Kamera-App einstellen. Sprich: Wenn ein Porträt-Foto nicht gelingt, entfernt ihr das Bokeh und verbleibt mit einem sehr guten Foto, das in allen Fotoecken knackig scharf ist. Ich habe bislang kein Foto geschossen, bei dem ein voll aufgedrehter Bokeh-Effekt wirklich gut aussah. Sich jedoch in den mittleren Regionen der Tiefenunschärfe auszutoben, hilft bei vielen Bildern. Die Tiefen-Kontrolle dreht jedoch nicht nur die Stärke des verschwommenen Bildbereichs auf oder ab, sondern ändert auch die Gestalt der Lichtkugeln, so wie es eine richtige Kamera macht. Fotos mit Hintergrundunschärfe konnte man bereit unter iOS 11 über Drittanbieter-App wie Halide oder Darkroom ändern – das ist aber nicht der gleiche Bokeh-Effekt, den das iPhone XS erfasst. Zugegeben: Die meisten Leute erkennen die Feinheiten für den Unschärfebereich wahrscheinlich nur in einem direkten 1:1-Vergleich. Trotzdem gewöhnt sich jedes Auge an bessere Fotos. Die Tiefen-Kartierung, die aus dem Schulterschluss der Apple-eigenen ‚Neural Engine‘ sowie dem Bildprozessor aus Cupertino entstehen, sind mehrere Größenordnungen präziser. Porträt-Fotos aus einem iPhone 7 Plus verarbeiten abstehende Haarbüschel teilweise als komplette Blöcke; das iPhone XS unterscheidet unter guten Lichtbedingungen sogar einzelne Haare. Auch Entwickler haben Zugriff auf diese detailreiche „segmentation mask“. Natürlich profitiert der Porträtmodus ungemein vom verbesserten Kamerasensor mit tieferen und größeren Pixeln. Während bislang nur Porträtfotos bei optimalen Lichtverhältnissen möglich waren, gelingen jetzt auch Aufnahmen von Gesichtern, Personen, Tieren und Objekten, die nicht in direktem Sonnenlicht stehen. Smart HDR Richtig auffällig wird das bei einer Technik, die Apple als „Smart HDR” verkauft. An meinem Selbstporträt sieht man deutlich wie viel ausgeglichener das Foto vom iPhone XS gegenüber dem iPhone X ausfällt. Man kann argumentieren, dass diesem Bild der Kontrast fehlt, aber man kann ihm nicht absprechen, das Bildpartien sichtbar werden, die vorher einfach absaufen. Smart HDR lässt sich für die rückseitige Kamera in den Einstellungen abschalten; alternativ kann man auch das „normale“ Foto behalten. Die meisten Foto(-Situationen) profitieren aber enorm von Smart HDR – zumindest auf der Keynote verkaufte Apple dieses Feature unter Wert. Smart HDR brilliert wenn man direkt in die Sonne fotografiert (Was man wirklich nicht machen sollte!) oder bei Fotos, die sowohl sehr dunkle wie auch sehr helle Bildbereich haben. Sonnenlicht, das durch ein Fenster fällt und dadurch Schatten erzeugt, wäre ein Klassiker: Normalerweise sieht man auf solchen Aufnahmen entweder „nach draußen“ oder ”nach drinnen“, aber erkennt nie beide Bildbereiche vollständig. Um dies zu ermöglichen, knipst das iPhone XS vier Fotos die normal belichtet werden – manche davon sogar bevor man den Auslöser drückt. Zwischen diesen einzelnen Frames erfasst das iPhone zusätzlich Bilder, die über- beziehungsweise unterbelichtet sind und baut daraus ein einziges (bestmögliches) Foto. Das ist keine Spielerei und das ist kein besonderer Fotomode, den die Person hinter der Kamera beachten muss: Smart HDR erzeugt Bilder, die sich selbst mit kostspieligem Kamera-Equipment und einem entsprechend fähigen Fotografen nur schwierig anfertigen lassen. Nicht jedes Foto mit Smart HDR ist automatisch ein Treffer, die Ergebnisse sind aber durch die Bank faszinierend. Unterm Strich bedeutet das: Normale Personen knipsen normale Fotos, die mit Smart HDR grundlegend besser aussehen. Genau deshalb erachte ich dieses Feature für nicht ausreichend bejubelt. Panorama + Video Ich knipse...
Der folgende Artikel ist über 20.000 Zeichen lang. Um ihn ein bisschen zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one findet sich diese Audiodatei zusätzlich im persönlichen RSS-Feed. Das iPhone XS (Max) ist die späte Erfolgsbestätigung für das iPhone X. Lediglich ein Jahr hat Apple für den kompletten Generationswechsel benötigt. Niemand stellt 12 Monate nach dem iPhone X noch die neue iOS-Gestensteuerung in Frage; Touch ID wirkt vergessen und der Umstieg aufs OLED-Display verlief ohne Schluckauf. Mein Artikel über das iPhone X im letzten Jahr beschrieb welche Wichtigkeit wir Smartphones in unserem Alltag einräumen; welchen Stellenwert sie einnehmen und das es überhaupt nicht absurd ist, wenn wir für diese Geräte ähnlich viel bezahlen wie für unsere Laptops. Das Smartphone ist und bleibt unser wichtigster Computer. Tim Cook sagte vor einem Jahr: „iPhone X is the most innovative product on the market. Jam packed with the best technologies on the market. Really set up as a smartphone for the next decade.” Das zweite Apple-Telefon in diesem „nächsten Jahrzehnt” ist das iPhone XS (Max). Nach dem Generationswechsel der Hardware erhaschen wir mit Blick aufs diesjährige Line-up eine signifikante Änderung in Apples zukünftiger Verkaufsstrategie. Apples Umweltchefin Lisa Jackson betonte auf der September-Keynote: „We also make sure to design and build durable products, that last as long as possible. (…) And because they last longer, you can keep using them. And keeping using them is the best thing for the planet.“ Das war kein Versprecher, sondern das ist die neue Strategie: To emphasize the second point she said Apple now strives to design and build durable products that last as long as possible. That means long-lasting hardware coupled with long-lasting software. She pointed out that iOS 12 runs even on iPhone 5S, now five years old. Because iPhones last longer, you can keep using them or pass them on to someone who will continue to use them after you upgrade. Of course, there would be not much business without an environment and we should all strive for sustainability. But this is an existential observation, and it’s defensive. The important call to make is that Apple is making a bet that sustainability is a growth business. Fundamentally, Apple is betting on having customers not selling them products. Horace Dediu Das iPhone ist schon lange nicht mehr nur ein Hardware-Geschäft. Es ist nicht mehr nur ein Business, das mit neuen Features von Jahr zu Jahr auf Kundenjagd geht. Die Kaufanreize für ein iPhone übersteigen die eigentliche Hardware. Das ausgerufene Ziel ist: iPhone-Kunden sollen iPhone-Kunden bleiben. Dazu gehören Software-Updates für Sicherheit und Performance; dazu zählen schnellere Prozessoren, mit denen die Telefone auch in drei oder vier Jahren noch mithalten. Dazu gehören hochwertige (und zwangsläufig auch hochpreisige) Bauteile, die diese Zeitspannen genauso lange durchstehen. Dazu gehören Services, die nicht nur ihre Kunden und Kundinnen an ein Ökosystem binden, sondern dort tatsächlich Vorteile erbringen. Apple verfolgt damit eine grundlegend andere Strategie als seine Mitbewerber. Es scheint eine Strategie zu sein, die sich nach dem Kunden richtet (Stichwort: „Mein Smartphone ist doch schnell genug!”). Kunden wechseln nämlich nicht von Jahr zu Jahr, sondern wenn ihre Geräte kaputtgehen, wenn sie für sich signifikante Verbesserungen in einem neuen Modell erkennen oder wenn Mobilfunkverträge auslaufen. Eine Konsequenz von diesem Strategiewechsel findet sich in der aktuellen Produktaufstellung, bei dem das iPhone XS das iPhone X ersetzt. Normalerweise rutscht das Vorjahresmodell auf eine niedrigere Preisstufe; diesmal wird es durch das neu iPhone XR dort abgelöst. Nachdem das iPhone X sich in jedem Monat des letzten Jahres am besten verkaufte, fliegt es jetzt komplett aus dem Program. Kunden kaufen damit also kein „Vorjahresmodell“, sondern zum gleichen Preis ein neues iPhone XS; und für weniger Geld gibt es das iPhone XR. Aber soweit sind wir heute noch nicht: Das iPhone XR startet erst Ende Oktober. Heute geht es ums iPhone XS (Max). Bitte nicht falsch verstehen: Apple will euch natürlich jedes Jahr ein neues iPhone verkaufen! Die Voraussetzungen haben sich jedoch geändert und das erfordert eine neue Strategie. Der letzte große Markt, in dem Apple noch keinen Fuß in der Tür hat, ist Indien. Und im Moment scheint man dort etwas strategielos. Deshalb schaut man a) auf wechselwillige Android-Kunden und b) auf einen Mehrwert für Bestandskunden. Ein langjähriger iPhone-Kunde ist auf Dauer nämlich viel wertvoller als jemand, der sich bei jedem Vertragswechsel neu für einen anderen Smartphone-Hersteller entscheiden kann. Und genau deshalb bekommen die neuen iPhones auch neue Namen. Selten wäre es so passend wie in diesem Jahr gewesen, alle lästigen Zahlenanhänge abzuschütteln. XS, XR und insbesondere XS Max stolpern mir über die Zunge – rund klingt das nicht. Ich mag die Namensgebung in diesem Jahr wirklich nicht. Ich persönlich hätte am liebsten ein „iPhone (2018)” gekauft. Ich arbeite aber auch nicht in einem hochbezahlten Marketing-Job und unterschätze wahrscheinlich die Zugstärke – insbesondere von dem so absurden „Max”-Anhängsel – den ein individueller Name mit sich bringt. Die Kamera Aber Schluss damit nur die Zehen ins Wasser zu halten; springen wir endlich rein. Die Kamera des iPhone XS (Max) ist das entscheidende – und gleichzeitig auch das am meisten unterschätzte Feature in diesem Jahr. Der Porträtmodus – ursprünglich eingeführt mit dem iPhone 7 Plus – gewinnt deutlich an Geschwindigkeit – einer meiner größten Kritikpunkte wenn man ein Foto mit Tiefenunschärfe von seinen nicht still sitzen wollenden Kindern möchte. Während man mit dem iPhone X noch echt Glück beim Timing eines solchen Fotos benötigte, gelingen diese Aufnahmen nun zählbar häufiger. Vielleicht ist es unnötig zu erwähnen, aber der Vergleich zwischen dem iPhone XS und einer Spiegelreflexkamera mit dickem Glass, bleibt weiterhin überflüssig. „Computational photography” übertrifft weiterhin nicht eure Sony, Nikon oder Canon – insofern ihr sie dabei habt! Bei der schlicht verbesserten Geschwindigkeit bleibt es aber nicht: Die Hintergrundunschärfe (der „Bokeh-Effekt“) lässt sich nun per Tiefen-Kontrolle in der Kamera-App einstellen. Sprich: Wenn ein Porträt-Foto nicht gelingt, entfernt ihr das Bokeh und verbleibt mit einem sehr guten Foto, das in allen Fotoecken knackig scharf ist. Ich habe bislang kein Foto geschossen, bei dem ein voll aufgedrehter Bokeh-Effekt wirklich gut aussah. Sich jedoch in den mittleren Regionen der Tiefenunschärfe auszutoben, hilft bei vielen Bildern. Die Tiefen-Kontrolle dreht jedoch nicht nur die Stärke des verschwommenen Bildbereichs auf oder ab, sondern ändert auch die Gestalt der Lichtkugeln, so wie es eine richtige Kamera macht. Fotos mit Hintergrundunschärfe konnte man bereit unter iOS 11 über Drittanbieter-App wie Halide oder Darkroom ändern – das ist aber nicht der gleiche Bokeh-Effekt, den das iPhone XS erfasst. Zugegeben: Die meisten Leute erkennen die Feinheiten für den Unschärfebereich wahrscheinlich nur in einem direkten 1:1-Vergleich. Trotzdem gewöhnt sich jedes Auge an bessere Fotos. Die Tiefen-Kartierung, die aus dem Schulterschluss der Apple-eigenen ‚Neural Engine‘ sowie dem Bildprozessor aus Cupertino entstehen, sind mehrere Größenordnungen präziser. Porträt-Fotos aus einem iPhone 7 Plus verarbeiten abstehende Haarbüschel teilweise als komplette Blöcke; das iPhone XS unterscheidet unter guten Lichtbedingungen sogar einzelne Haare. Auch Entwickler haben Zugriff auf diese detailreiche „segmentation mask“. Natürlich profitiert der Porträtmodus ungemein vom verbesserten Kamerasensor mit tieferen und größeren Pixeln. Während bislang nur Porträtfotos bei optimalen Lichtverhältnissen möglich waren, gelingen jetzt auch Aufnahmen von Gesichtern, Personen, Tieren und Objekten, die nicht in direktem Sonnenlicht stehen. Smart HDR Richtig auffällig wird das bei einer Technik, die Apple als „Smart HDR” verkauft. An meinem Selbstporträt sieht man deutlich wie viel ausgeglichener das Foto vom iPhone XS gegenüber dem iPhone X ausfällt. Man kann argumentieren, dass diesem Bild der Kontrast fehlt, aber man kann ihm nicht absprechen, das Bildpartien sichtbar werden, die vorher einfach absaufen. Smart HDR lässt sich für die rückseitige Kamera in den Einstellungen abschalten; alternativ kann man auch das „normale“ Foto behalten. Die meisten Foto(-Situationen) profitieren aber enorm von Smart HDR – zumindest auf der Keynote verkaufte Apple dieses Feature unter Wert. Smart HDR brilliert wenn man direkt in die Sonne fotografiert (Was man wirklich nicht machen sollte!) oder bei Fotos, die sowohl sehr dunkle wie auch sehr helle Bildbereich haben. Sonnenlicht, das durch ein Fenster fällt und dadurch Schatten erzeugt, wäre ein Klassiker: Normalerweise sieht man auf solchen Aufnahmen entweder „nach draußen“ oder ”nach drinnen“, aber erkennt nie beide Bildbereiche vollständig. Um dies zu ermöglichen, knipst das iPhone XS vier Fotos die normal belichtet werden – manche davon sogar bevor man den Auslöser drückt. Zwischen diesen einzelnen Frames erfasst das iPhone zusätzlich Bilder, die über- beziehungsweise unterbelichtet sind und baut daraus ein einziges (bestmögliches) Foto. Das ist keine Spielerei und das ist kein besonderer Fotomode, den die Person hinter der Kamera beachten muss: Smart HDR erzeugt Bilder, die sich selbst mit kostspieligem Kamera-Equipment und einem entsprechend fähigen Fotografen nur schwierig anfertigen lassen. Nicht jedes Foto mit Smart HDR ist automatisch ein Treffer, die Ergebnisse sind aber durch die Bank faszinierend. Unterm Strich bedeutet das: Normale Personen knipsen normale Fotos, die mit Smart HDR grundlegend besser aussehen. Genau deshalb erachte ich dieses Feature für nicht ausreichend bejubelt. Panorama + Video Ich knips...
Der folgende Artikel ist über 20.000 Zeichen lang. Um ihn ein bisschen zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one findet sich diese Audiodatei zusätzlich im persönlichen RSS-Feed. Das iPhone XS (Max) ist die späte Erfolgsbestätigung für das iPhone X. Lediglich ein Jahr hat Apple für den kompletten Generationswechsel benötigt. Niemand stellt 12 Monate nach dem iPhone X noch die neue iOS-Gestensteuerung in Frage; Touch ID wirkt vergessen und der Umstieg aufs OLED-Display verlief ohne Schluckauf. Mein Artikel über das iPhone X im letzten Jahr beschrieb welche Wichtigkeit wir Smartphones in unserem Alltag einräumen; welchen Stellenwert sie einnehmen und das es überhaupt nicht absurd ist, wenn wir für diese Geräte ähnlich viel bezahlen wie für unsere Laptops. Das Smartphone ist und bleibt unser wichtigster Computer. Tim Cook sagte vor einem Jahr: „iPhone X is the most innovative product on the market. Jam packed with the best technologies on the market. Really set up as a smartphone for the next decade.” Das zweite Apple-Telefon in diesem „nächsten Jahrzehnt” ist das iPhone XS (Max). Nach dem Generationswechsel der Hardware erhaschen wir mit Blick aufs diesjährige Line-up eine signifikante Änderung in Apples zukünftiger Verkaufsstrategie. Apples Umweltchefin Lisa Jackson betonte auf der September-Keynote: „We also make sure to design and build durable products, that last as long as possible. (…) And because they last longer, you can keep using them. And keeping using them is the best thing for the planet.“ Das war kein Versprecher, sondern das ist die neue Strategie: To emphasize the second point she said Apple now strives to design and build durable products that last as long as possible. That means long-lasting hardware coupled with long-lasting software. She pointed out that iOS 12 runs even on iPhone 5S, now five years old. Because iPhones last longer, you can keep using them or pass them on to someone who will continue to use them after you upgrade. Of course, there would be not much business without an environment and we should all strive for sustainability. But this is an existential observation, and it’s defensive. The important call to make is that Apple is making a bet that sustainability is a growth business. Fundamentally, Apple is betting on having customers not selling them products. Horace Dediu Das iPhone ist schon lange nicht mehr nur ein Hardware-Geschäft. Es ist nicht mehr nur ein Business, das mit neuen Features von Jahr zu Jahr auf Kundenjagd geht. Die Kaufanreize für ein iPhone übersteigen die eigentliche Hardware. Das ausgerufene Ziel ist: iPhone-Kunden sollen iPhone-Kunden bleiben. Dazu gehören Software-Updates für Sicherheit und Performance; dazu zählen schnellere Prozessoren, mit denen die Telefone auch in drei oder vier Jahren noch mithalten. Dazu gehören hochwertige (und zwangsläufig auch hochpreisige) Bauteile, die diese Zeitspannen genauso lange durchstehen. Dazu gehören Services, die nicht nur ihre Kunden und Kundinnen an ein Ökosystem binden, sondern dort tatsächlich Vorteile erbringen. Apple verfolgt damit eine grundlegend andere Strategie als seine Mitbewerber. Es scheint eine Strategie zu sein, die sich nach dem Kunden richtet (Stichwort: „Mein Smartphone ist doch schnell genug!”). Kunden wechseln nämlich nicht von Jahr zu Jahr, sondern wenn ihre Geräte kaputtgehen, wenn sie für sich signifikante Verbesserungen in einem neuen Modell erkennen oder wenn Mobilfunkverträge auslaufen. Eine Konsequenz von diesem Strategiewechsel findet sich in der aktuellen Produktaufstellung, bei dem das iPhone XS das iPhone X ersetzt. Normalerweise rutscht das Vorjahresmodell auf eine niedrigere Preisstufe; diesmal wird es durch das neu iPhone XR dort abgelöst. Nachdem das iPhone X sich in jedem Monat des letzten Jahres am besten verkaufte, fliegt es jetzt komplett aus dem Program. Kunden kaufen damit also kein „Vorjahresmodell“, sondern zum gleichen Preis ein neues iPhone XS; und für weniger Geld gibt es das iPhone XR. Aber soweit sind wir heute noch nicht: Das iPhone XR startet erst Ende Oktober. Heute geht es ums iPhone XS (Max). Bitte nicht falsch verstehen: Apple will euch natürlich jedes Jahr ein neues iPhone verkaufen! Die Voraussetzungen haben sich jedoch geändert und das erfordert eine neue Strategie. Der letzte große Markt, in dem Apple noch keinen Fuß in der Tür hat, ist Indien. Und im Moment scheint man dort etwas strategielos. Deshalb schaut man a) auf wechselwillige Android-Kunden und b) auf einen Mehrwert für Bestandskunden. Ein langjähriger iPhone-Kunde ist auf Dauer nämlich viel wertvoller als jemand, der sich bei jedem Vertragswechsel neu für einen anderen Smartphone-Hersteller entscheiden kann. Und genau deshalb bekommen die neuen iPhones auch neue Namen. Selten wäre es so passend wie in diesem Jahr gewesen, alle lästigen Zahlenanhänge abzuschütteln. XS, XR und insbesondere XS Max stolpern mir über die Zunge – rund klingt das nicht. Ich mag die Namensgebung in diesem Jahr wirklich nicht. Ich persönlich hätte am liebsten ein „iPhone (2018)” gekauft. Ich arbeite aber auch nicht in einem hochbezahlten Marketing-Job und unterschätze wahrscheinlich die Zugstärke – insbesondere von dem so absurden „Max”-Anhängsel – den ein individueller Name mit sich bringt. Die Kamera Aber Schluss damit nur die Zehen ins Wasser zu halten; springen wir endlich rein. Die Kamera des iPhone XS (Max) ist das entscheidende – und gleichzeitig auch das am meisten unterschätzte Feature in diesem Jahr. Der Porträtmodus – ursprünglich eingeführt mit dem iPhone 7 Plus – gewinnt deutlich an Geschwindigkeit – einer meiner größten Kritikpunkte wenn man ein Foto mit Tiefenunschärfe von seinen nicht still sitzen wollenden Kindern möchte. Während man mit dem iPhone X noch echt Glück beim Timing eines solchen Fotos benötigte, gelingen diese Aufnahmen nun zählbar häufiger. Vielleicht ist es unnötig zu erwähnen, aber der Vergleich zwischen dem iPhone XS und einer Spiegelreflexkamera mit dickem Glass, bleibt weiterhin überflüssig. „Computational photography” übertrifft weiterhin nicht eure Sony, Nikon oder Canon – insofern ihr sie dabei habt! Bei der schlicht verbesserten Geschwindigkeit bleibt es aber nicht: Die Hintergrundunschärfe (der „Bokeh-Effekt“) lässt sich nun per Tiefen-Kontrolle in der Kamera-App einstellen. Sprich: Wenn ein Porträt-Foto nicht gelingt, entfernt ihr das Bokeh und verbleibt mit einem sehr guten Foto, das in allen Fotoecken knackig scharf ist. Ich habe bislang kein Foto geschossen, bei dem ein voll aufgedrehter Bokeh-Effekt wirklich gut aussah. Sich jedoch in den mittleren Regionen der Tiefenunschärfe auszutoben, hilft bei vielen Bildern. Die Tiefen-Kontrolle dreht jedoch nicht nur die Stärke des verschwommenen Bildbereichs auf oder ab, sondern ändert auch die Gestalt der Lichtkugeln, so wie es eine richtige Kamera macht. Fotos mit Hintergrundunschärfe konnte man bereit unter iOS 11 über Drittanbieter-App wie Halide oder Darkroom ändern – das ist aber nicht der gleiche Bokeh-Effekt, den das iPhone XS erfasst. Zugegeben: Die meisten Leute erkennen die Feinheiten für den Unschärfebereich wahrscheinlich nur in einem direkten 1:1-Vergleich. Trotzdem gewöhnt sich jedes Auge an bessere Fotos. Die Tiefen-Kartierung, die aus dem Schulterschluss der Apple-eigenen ‚Neural Engine‘ sowie dem Bildprozessor aus Cupertino entstehen, sind mehrere Größenordnungen präziser. Porträt-Fotos aus einem iPhone 7 Plus verarbeiten abstehende Haarbüschel teilweise als komplette Blöcke; das iPhone XS unterscheidet unter guten Lichtbedingungen sogar einzelne Haare. Auch Entwickler haben Zugriff auf diese detailreiche „segmentation mask“. Natürlich profitiert der Porträtmodus ungemein vom verbesserten Kamerasensor mit tieferen und größeren Pixeln. Während bislang nur Porträtfotos bei optimalen Lichtverhältnissen möglich waren, gelingen jetzt auch Aufnahmen von Gesichtern, Personen, Tieren und Objekten, die nicht in direktem Sonnenlicht stehen. Smart HDR Richtig auffällig wird das bei einer Technik, die Apple als „Smart HDR” verkauft. An meinem Selbstporträt sieht man deutlich wie viel ausgeglichener das Foto vom iPhone XS gegenüber dem iPhone X ausfällt. Man kann argumentieren, dass diesem Bild der Kontrast fehlt, aber man kann ihm nicht absprechen, das Bildpartien sichtbar werden, die vorher einfach absaufen. Smart HDR lässt sich für die rückseitige Kamera in den Einstellungen abschalten; alternativ kann man auch das „normale“ Foto behalten. Die meisten Foto(-Situationen) profitieren aber enorm von Smart HDR – zumindest auf der Keynote verkaufte Apple dieses Feature unter Wert. Smart HDR brilliert wenn man direkt in die Sonne fotografiert (Was man wirklich nicht machen sollte!) oder bei Fotos, die sowohl sehr dunkle wie auch sehr helle Bildbereich haben. Sonnenlicht, das durch ein Fenster fällt und dadurch Schatten erzeugt, wäre ein Klassiker: Normalerweise sieht man auf solchen Aufnahmen entweder „nach draußen“ oder ”nach drinnen“, aber erkennt nie beide Bildbereiche vollständig. Um dies zu ermöglichen, knipst das iPhone XS vier Fotos die normal belichtet werden – manche davon sogar bevor man den Auslöser drückt. Zwischen diesen einzelnen Frames erfasst das iPhone zusätzlich Bilder, die über- beziehungsweise unterbelichtet sind und baut daraus ein einziges (bestmögliches) Foto. Das ist keine Spielerei und das ist kein besonderer Fotomode, den die Person hinter der Kamera beachten muss: Smart HDR erzeugt Bilder, die sich selbst mit kostspieligem Kamera-Equipment und einem entsprechend fähigen Fotografen nur schwierig anfertigen lassen. Nicht jedes Foto mit Smart HDR ist automatisch ein Treffer, die Ergebnisse sind aber durch die Bank faszinierend. Unterm Strich bedeutet das: Normale Personen knipsen normale Fotos, die mit Smart HDR grundlegend besser aussehen. Genau deshalb erachte ich dieses Feature für nicht ausreichend bejubelt. Panorama + Video Ich knips...

Der folgende Artikel ist über 20.000 Zeichen lang. Um ihn ein bisschen zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one findet sich diese Audiodatei zusätzlich im persönlichen RSS-Feed. Das iPhone XS (Max) ist die späte Erfolgsbestätigung für das iPhone X. Lediglich ein Jahr hat Apple für den kompletten Generationswechsel benötigt. Niemand stellt 12 Monate nach dem iPhone X noch die neue iOS-Gestensteuerung in Frage; Touch ID wirkt vergessen und der Umstieg aufs OLED-Display verlief ohne Schluckauf. Mein Artikel über das iPhone X im letzten Jahr beschrieb welche Wichtigkeit wir Smartphones in unserem Alltag einräumen; welchen Stellenwert sie einnehmen und das es überhaupt nicht absurd ist, wenn wir für diese Geräte ähnlich viel bezahlen wie für unsere Laptops. Das Smartphone ist und bleibt unser wichtigster Computer. Tim Cook sagte vor einem Jahr: „iPhone X is the most innovative product on the market. Jam packed with the best technologies on the market. Really set up as a smartphone for the next decade.” Das zweite Apple-Telefon in diesem „nächsten Jahrzehnt” ist das iPhone XS (Max). Nach dem Generationswechsel der Hardware erhaschen wir mit Blick aufs diesjährige Line-up eine signifikante Änderung in Apples zukünftiger Verkaufsstrategie. Apples Umweltchefin Lisa Jackson betonte auf der September-Keynote: „We also make sure to design and build durable products, that last as long as possible. (…) And because they last longer, you can keep using them. And keeping using them is the best thing for the planet.“ Das war kein Versprecher, sondern das ist die neue Strategie: To emphasize the second point she said Apple now strives to design and build durable products that last as long as possible. That means long-lasting hardware coupled with long-lasting software. She pointed out that iOS 12 runs even on iPhone 5S, now five years old. Because iPhones last longer, you can keep using them or pass them on to someone who will continue to use them after you upgrade. Of course, there would be not much business without an environment and we should all strive for sustainability. But this is an existential observation, and it’s defensive. The important call to make is that Apple is making a bet that sustainability is a growth business. Fundamentally, Apple is betting on having customers not selling them products. Horace Dediu Das iPhone ist schon lange nicht mehr nur ein Hardware-Geschäft. Es ist nicht mehr nur ein Business, das mit neuen Features von Jahr zu Jahr auf Kundenjagd geht. Die Kaufanreize für ein iPhone übersteigen die eigentliche Hardware. Das ausgerufene Ziel ist: iPhone-Kunden sollen iPhone-Kunden bleiben. Dazu gehören Software-Updates für Sicherheit und Performance; dazu zählen schnellere Prozessoren, mit denen die Telefone auch in drei oder vier Jahren noch mithalten. Dazu gehören hochwertige (und zwangsläufig auch hochpreisige) Bauteile, die diese Zeitspannen genauso lange durchstehen. Dazu gehören Services, die nicht nur ihre Kunden und Kundinnen an ein Ökosystem binden, sondern dort tatsächlich Vorteile erbringen. Apple verfolgt damit eine grundlegend andere Strategie als seine Mitbewerber. Es scheint eine Strategie zu sein, die sich nach dem Kunden richtet (Stichwort: „Mein Smartphone ist doch schnell genug!”). Kunden wechseln nämlich nicht von Jahr zu Jahr, sondern wenn ihre Geräte kaputtgehen, wenn sie für sich signifikante Verbesserungen in einem neuen Modell erkennen oder wenn Mobilfunkverträge auslaufen. Eine Konsequenz von diesem Strategiewechsel findet sich in der aktuellen Produktaufstellung, bei dem das iPhone XS das iPhone X ersetzt. Normalerweise rutscht das Vorjahresmodell auf eine niedrigere Preisstufe; diesmal wird es durch das neu iPhone XR dort abgelöst. Nachdem das iPhone X sich in jedem Monat des letzten Jahres am besten verkaufte, fliegt es jetzt komplett aus dem Program. Kunden kaufen damit also kein „Vorjahresmodell“, sondern zum gleichen Preis ein neues iPhone XS; und für weniger Geld gibt es das iPhone XR. Aber soweit sind wir heute noch nicht: Das iPhone XR startet erst Ende Oktober. Heute geht es ums iPhone XS (Max). Bitte nicht falsch verstehen: Apple will euch natürlich jedes Jahr ein neues iPhone verkaufen! Die Voraussetzungen haben sich jedoch geändert und das erfordert eine neue Strategie. Der letzte große Markt, in dem Apple noch keinen Fuß in der Tür hat, ist Indien. Und im Moment scheint man dort etwas strategielos. Deshalb schaut man a) auf wechselwillige Android-Kunden und b) auf einen Mehrwert für Bestandskunden. Ein langjähriger iPhone-Kunde ist auf Dauer nämlich viel wertvoller als jemand, der sich bei jedem Vertragswechsel neu für einen anderen Smartphone-Hersteller entscheiden kann. Und genau deshalb bekommen die neuen iPhones auch neue Namen. Selten wäre es so passend wie in diesem Jahr gewesen, alle lästigen Zahlenanhänge abzuschütteln. XS, XR und insbesondere XS Max stolpern mir über die Zunge – rund klingt das nicht. Ich mag die Namensgebung in diesem Jahr wirklich nicht. Ich persönlich hätte am liebsten ein „iPhone (2018)” gekauft. Ich arbeite aber auch nicht in einem hochbezahlten Marketing-Job und unterschätze wahrscheinlich die Zugstärke – insbesondere von dem so absurden „Max”-Anhängsel – den ein individueller Name mit sich bringt. Die Kamera Aber Schluss damit nur die Zehen ins Wasser zu halten; springen wir endlich rein. Die Kamera des iPhone XS (Max) ist das entscheidende – und gleichzeitig auch das am meisten unterschätze Feature in diesem Jahr. Der Porträtmodus – ursprünglich eingeführt mit dem iPhone 7 Plus – gewinnt deutlich an Geschwindigkeit – einer meiner größten Kritikpunkte wenn man ein Foto mit Tiefenunschärfe von seinen nicht still sitzen wollenden Kindern möchte. Während man mit dem iPhone X noch echt Glück beim Timing eines solchen Fotos benötigte, gelingen diese Aufnahmen nun zählbar häufiger. Vielleicht ist es unnötig zu erwähnen, aber der Vergleich zwischen dem iPhone XS und einer Spiegelreflexkamera mit dickem Glass, bleibt weiterhin überflüssig. „Computational photography” übertrifft weiterhin nicht eure Sony, Nikon oder Canon – insofern ihr sie dabei habt! Bei der schlicht verbesserten Geschwindigkeit bleibt es aber nicht: Die Hintergrundunschärfe (der „Bokeh-Effekt“) lässt sich nun per Tiefen-Kontrolle in der Kamera-App einstellen. Sprich: Wenn ein Porträt-Foto nicht gelingt, entfernt ihr das Bokeh und verbleibt mit einem sehr guten Foto, das in allen Fotoecken knackig scharf ist. Ich habe bislang kein Foto geschossen, bei dem ein voll aufgedrehter Bokeh-Effekt wirklich gut aussah. Sich jedoch in den mittleren Regionen der Tiefenunschärfe auszutoben, hilft bei vielen Bildern. Die Tiefen-Kontrolle dreht jedoch nicht nur die Stärke des verschwommenen Bildbereichs auf oder ab, sondern ändert auch die Gestalt der Lichtkugeln, so wie es eine richtige Kamera macht. Fotos mit Hintergrundunschärfe konnte man bereit unter iOS 11 über Drittanbieter-App wie Halide oder Darkroom ändern – das ist aber nicht der gleiche Bokeh-Effekt, den das iPhone XS erfasst. Zugegeben: Die meisten Leute erkennen die Feinheiten für den Unschärfebereich wahrscheinlich nur in einem direkten 1:1-Vergleich. Trotzdem gewöhnt sich jedes Auge an bessere Fotos. Die Tiefen-Kartierung, die aus dem Schulterschluss der Apple-eigenen ‚Neural Engine‘ sowie dem Bildprozessor aus Cupertino entstehen, sind mehrere Größenordnungen präziser. Porträt-Fotos aus einem iPhone 7 Plus verarbeiten abstehende Haarbüschel teilweise als komplette Blöcke; das iPhone XS unterscheidet unter guten Lichtbedingungen sogar einzelne Haare. Auch Entwickler haben Zugriff auf diese detailreiche „segmentation mask“. Natürlich profitiert der Porträtmodus ungemein vom verbesserten Kamerasensor mit tieferen und größeren Pixeln. Während bislang nur Porträtfotos bei optimalen Lichtverhältnissen möglich waren, gelingen jetzt auch Aufnahmen von Gesichtern, Personen, Tieren und Objekten, die nicht in direktem Sonnenlicht stehen. Smart HDR Richtig auffällig wird das bei einer Technik, die Apple als „Smart HDR” verkauft. An meinem Selbstporträt sieht man deutlich wie viel ausgeglichener das Foto vom iPhone XS gegenüber dem iPhone X ausfällt. Man kann argumentieren, dass diesem Bild der Kontrast fehlt, aber man kann ihm nicht absprechen, das Bildpartien sichtbar werden, die vorher einfach absaufen. Smart HDR lässt sich für die rückseitige Kamera in den Einstellungen abschalten; alternativ kann man auch das „normale“ Foto behalten. Die meisten Foto(-Situationen) profitieren aber enorm von Smart HDR – zumindest auf der Keynote verkaufte Apple dieses Feature unter Wert. Smart HDR brilliert wenn man direkt in die Sonne fotografiert (Was man wirklich nicht machen sollte!) oder bei Fotos, die sowohl sehr dunkle wie auch sehr helle Bildbereich haben. Sonnenlicht, das durch ein Fenster fällt und dadurch Schatten erzeugt, wäre ein Klassiker: Normalerweise sieht man auf solchen Aufnahmen entweder „nach draußen“ oder ”nach drinnen“, aber erkennt nie beide Bildbereiche vollständig. Um dies zu ermöglichen, knipst das iPhone XS vier Fotos die normal belichtet werden – manche davon sogar bevor man den Auslöser drückt. Zwischen diesen einzelnen Frames erfasst das iPhone zusätzlich Bilder, die über- beziehungsweise unterbelichtet sind und baut daraus ein einziges (bestmögliches) Foto. Das ist keine Spielerei und das ist kein besonderer Fotomode, den die Person hinter der Kamera beachten muss: Smart HDR erzeugt Bilder, die sich selbst mit kostspieligem Kamera-Equipment und einem entsprechend fähigen Fotografen nur schwierig anfertigen lassen. Nicht jedes Foto mit Smart HDR ist automatisch ein Treffer, die Ergebnisse sind aber durch die Bank faszinierend. Unterm Strich bedeutet das: Normale Personen knipsen normale Fotos, die mit Smart HDR grundlegend besser aussehen. Genau deshalb erachte ich dieses Feature für nicht ausreichend bejubelt. Panorama + Video Ich knipse...

Download English-US transcript (PDF)The following content is provided under a Creative Commons license. Your support will help MIT OpenCourseWare continue to offer high-quality, educational resources for free. To make a donation, or view additional materials from hundreds of MIT courses, visit MIT OpenCourseWare at ocw.mit.edu.ANA BELL: All right. Let's begin. As I mentioned before, this lecture will be recorded for OCW. Again, in future lectures, if you don't want to have the back of your head show up, just don't sit in this front area here.First of all, wow, what a crowd, you guys. We're finally in 26-100. 6.0001 made it big, huh? Good afternoon and welcome to the very first class of 6.0001, and also 600, this semester.My name is Ana Bell. First name, Ana. Last name, Bell. I'm a lecturer in the EECS Department. And I'll be giving some of the lectures for today, along with later on in the term, Professor Eric Grimson, who's sitting right down there, will be giving some of the lectures, as well.Today we're going to go over some basic administrivia, a little bit of course information. And then, we're going to talk a little bit about what is computation? We'll discuss at a very high level what computers do just to make sure we're all on the same page.And then, we're going to dive right into Python basics. We're going to talk a little bit about mathematical operations you can do with Python. And then, we're going to talk about Python variables and types.As I mentioned in my introductory email, all the slides and code that I'll talk about during lectures will be up before lecture, so I highly encourage you to download them and to have them open. We're going to go through some in-class exercises which will be available on those slides. And it's fun to do.And it's also great if could take notes about the code just for future reference. It's true. This is a really fast-paced course, and we ramp up really quickly. We do want to position you to succeed in this course.As I was writing this, I was trying to think about when I was first starting to program what helped me get through my very first programming course. And this is really a good list. The first thing was I just read the psets as soon as they came out, made sure that the terminology just sunk in.And then, during lectures, if the lecturer was talking about something that suddenly I remembered, oh, I saw that word in the pset and I didn't know what it was. Well, hey, now I know what it is. Right? So just give it a read. You don't need to start it.If you're new to programming, I think the key word is practice. It's like math or reading. The more you practice, the better you get at it. You're not going to absorb programming by watching me write programs because I already know how to program. You guys need to practice.Download the code before lecture. Follow along. Whatever I type, you guys can type. And I think, also, one of the big things is if you're new to programming, you're kind of afraid that you're going to break your computer. And you can't really do that just by running Anaconda and typing in some commands.So don't be afraid to just type some stuff in and see what it does. Worst case, you just restart the computer. Yeah. That's probably the big thing right there. I should have probably highlighted it, but don't be afraid.Great. So this is pretty much a roadmap of all of 6.0001 or 600 as I've just explained it. There's three big things we want to get out of this course. The first thing is the knowledge of concepts, which is pretty much true of any class that you'll take.The class will teach you something through lectures. Exams will test how much you know. This is a class in programming. The other thing we want you to get out of it is programming skills.And the last thing, and I think this is what makes this class really great, is we teach you how to solve problems. And we do that through the psets. That's really how I feel the roadmap of this course looks like.And underlying all of these is just practice. You have to just type some stuff away and code a lot. And you'll succeed in this course, I think.OK. So what are the things we're going to learn in this class? I feel like the things we're going learn in this class can be divided into basically three different sections. The first one is related to these first two items here. It's really about learning how to program.Learning how to program, part of it is figuring out what objects to create. You'll learn about these later. How do you represent knowledge with data structures? That's sort of the broad term for that.And then, as you're writing programs, you need to-- programs aren't just linear. Sometimes programs jump around. They make decisions. There's some control flow to programs. That's what the second line is going to be about.The second big part of this course is a little bit more abstract, and it deals with how do you write good code, good style, code that's readable. When you write code, you want to write it such that-- you're in big company, other people will read it, other people will use it, so it has to be readable and understandable by others.To that end, you need to write code that's well organized, modular, easy to understand. And not only that, not only will your code be read by other people, but next year, maybe, you'll take another course, and you'll want to look back at some of the problems that you wrote in this class.You want to be able to reread your code. If it's a big mess, you might not be able to understand-- or reunderstand-- what you were doing. So writing readable code and organizing code is also a big part.And the last section is going to deal with-- the first two are actually part of the programming in Introduction to Programming and Computer Science in Python. And the last one deals mostly with the computer science part in Introduction to Programming and Computer Science in Python.We're going to talk about, once you have learned how to write programs in Python, how do you compare programs in Python? How do you know that one program is better than the other?How do you know that one program is more efficient than the other? How do you know that one algorithm is better than the other? That's what we're going to talk about in the last part of the course.OK. That's all for the administrative part of the course. Let's start by talking at a high level what does a computer do.Fundamentally, it does two things. One, performs calculations. It performs a lot of calculations. Computers these days are really, really fast, a billion calculations per second is probably not far off. It performs these calculations and it has to store them somewhere. Right? Stores them in computer memory.So a computer also has to remember results. And these days, it's not uncommon to find computers with hundreds of gigabytes of storage. The kinds of calculations that computers do, there are two kinds.One are calculations that are built into the language. These are the very low level types of calculations, things like addition, subtraction, multiplication, and so on.And once you have a language that has these primitive calculation types, you, as a programmer, can put these types together and then define your own calculations. You can create new types of calculations. And the computer will be able to perform those, as well.I think, one thing I want to stress-- and we're going to come back to this again during this entire lecture, actually-- is computers only know what you tell them. Computers only do what you tell them to do. They're not magical. They don't have a mind.They just know how to perform calculations really, really quickly. But you have to tell them what calculations to do. Computers don't know anything. All right. We've come to that.Let's go into the types of knowledge. The first type of knowledge is declarative knowledge. And those are things like statements of fact. And this is where my email came into play. If you read it all the way to the bottom, you would have entered a raffle.So a statement of fact for today's lecture is, someone will win a prize before class ends. And the prize was a Google Cardboard. Google state-of-the-art virtual reality glasses. And I have them right here. Yea. I delivered on my promise.That's a statement of fact. So pretend I'm a machine. OK? I don't know anything except what you tell me. I don't know. I know that you tell me this statement. I'm like, OK. But how is someone going to win a Google Cardboard before class ends, right?That's where imperative knowledge comes in. Imperative knowledge is the recipe, or the how-to, or the sequence of steps. Sorry. That's just my funny for that one. So the sequence of steps is imperative knowledge.If I'm a machine, you need to tell me how someone will win a Google Cardboard before class. If I follow these steps, then technically, I should reach a conclusion.Step one, I think we've already done that. Whoever wanted to sign up has signed up. Now I'm going to open my IDE. I'm just basically being a machine and following the steps that you've told me.The IDE that we're using in this class is called Anaconda. I'm just scrolling down to the bottom. Hopefully, you've installed it in problem set zero. I've opened my IDE. I'm going to follow the next set of instructions. I'm going to choose a random number between the first and the nth responder.Now, I'm going to actually use Python to do this . And this is also an example of how just a really simple task in your life, you can use computers or programming to do that. Because if I chose a random number, I might be biased because, for example, I might like the number 8.To choose a random number, I'm going to go and say, OK, where's the list of responders? It starts at 15. Actually, it starts at 16 because that's me. We're going to choose a random number between 16 and the end person 266. Oh, we just got-- oh. OK.OK. I'm going to cut it off right here. 271. OK. 16 and 271. Perfect. OK. ...

Are we only seeing what we want to see on the internet? (Photo: Denis Charlet/Getty Images) Our latest Freakonomics Radio episode is called “Is the Internet Being Ruined?” (You can subscribe to the podcast at iTunes or elsewhere, get the RSS feed, or listen via the media player above.) It’s a remarkable ecosystem that allows each of us to exercise control over our lives. But how much control do we truly have? How many of our decisions are really being made by Google and Facebook and Apple? And, perhaps most importantly: is the Internet’s true potential being squandered? Below is a transcript of the episode, modified for your reading pleasure. For more information on the people and ideas in the episode, see the links at the bottom of this post. And you’ll find credits for the music in the episode noted at the end of the transcript. * * * Until August of 2014, most people had not heard of Ferguson, Mo. And then, suddenly, everyone had. An 18-year-old black resident of Ferguson was shot and killed by a white police officer. This led to protests, chaos, more violence. The police in Ferguson responded with tear gas and stun grenades: ZEYNEP TUFEKCI: So, on Twitter, I noticed that there’s a protest in Ferguson that was being met with a lot of police presence. Zeynep Tufekci is a professor at the University of North Carolina-Chapel Hill. She studies the social impact of technology. As the Ferguson story was unspooling, she was trying to keep up on Twitter and Facebook. TUFEKCI: There was all this talk on Twitter about what looked like real police overreaction. Millions of tweets were apparently sent during this day where people were concentrating on what’s going on, and I switched to Facebook in the middle of all of this. And on Facebook, this whole event that had consumed my Twitter feed didn’t exist. Nothing. And then I’d switch back to Twitter and it was the topic. There were so many people talking about it. And I’d go to Facebook and I’d see nothing. So I started switching my algorithm to reverse chronological on Facebook, which shows the posts your friends made in order of time, rather than Facebook’s algorithm. And when I do that, I would see people talking about Ferguson. But Facebook’s very sticky in terms of its algorithm. It would just switch me back. I would try to see what my friends were saying, and Facebook would switch me back to its algorithm, which would show me the Ice Bucket Challenge. Which is great — I mean, that’s a great thing for people to do, to donate to research for a disease, but it was all over my feed. Nothing but Ice Bucket for a while. And that was because that challenge was very suited to Facebook’s algorithm, which likes things that people click “like” on. And it also likes things where you upload your own video, and people were uploading their videos of pouring water over their head. It was perfect for Facebook’s algorithm, so it basically took over Facebook. Meanwhile, this disturbing, difficult, important conversation about U.S. policing and race relations, which would later become a large movement, could only exist on Twitter, where there was no algorithm and it was people’s interest that was driving the conversation. Today’s episode of Freakonomics Radio is about: the Internet. Yep, the Internet. As we all know, it is a remarkable ecosystem that allows each of us to exercise a certain amount of control, a certain amount of leverage, over our livelihoods, our interactions with friends and family and strangers, maybe even over our politics. But how much leverage and control do we really have? Is the Internet really the great democratizer, the great decentralizer, that we were told it would be? Or is all that leverage being recentralized to powerful institutions — different ones than in pre-Internet days, but powerful institutions just the same? There have always been gatekeepers — in every aspect of life, throughout history — so it’s not surprising the Internet has them; we’d be naive to expect otherwise. But one of the most intoxicating promises of the Internet was that it would foster a new dimension of openness and independence. So on today’s show: how well is that promise being kept? * * * It’s pretty easy to argue that the Internet has been a transformative technology — although some people argue that it hasn’t been. That for all its shiny and sexy features, it isn’t so much a new new thing as it is a sort of booster shot for existing technologies. Email and other Internet communication may be faster, more flexible, and cheaper than snail mail and the landline phone and the telegraph, but it’s still just communication. You may be extremely reliant on Uber or Spotify or Amazon, but we already had cars, and music, and catalog stores. You may be downright addicted to Facebook or Twitter but we already had — well, mouths, and ears, and friends and enemies. How transformative has the Internet been for you? Your answer probably depends on a lot of factors — at what age you started using it; exactly how and how deeply you engage with it; and maybe the degree to which you want your Internet engagement curated, whether by Facebook or Google or, as a user’s agreement might put it, by any and all platforms now known or hereafter devised. The Internet will of course keep changing, and it’s already changed a lot. How did it get to where it is? How closely does the modern Internet resemble its original design? Those are some of the questions we’ll be trying to answer today. The episode was inspired by a recent issue of Daedalus, the Journal of the American Academy of Arts & Sciences. The issue was called “The Internet,” and it featured essays by some of the scholars you’ll be hearing from in this episode. Let’s begin at the beginning of the Internet, with Freakonomics Radio’s senior producer Christopher Werth. CHRISTOPHER WERTH: David Clark first got his hands on a computer in the mid-1960s, when he was a student at Swarthmore College. The IBM computer the school bought was this big, clunky contraption. It filled an entire classroom. And he says everyone took turns using it. DAVID CLARK: At the time I was an electrical engineer, and when this computer showed up, it actually came with a book with all the schematics. And I sat there and I read them, and I studied the operating system, and I was hooked. WERTH: Not long after that, Clark switched to computer science and went on to get a Ph.D. at MIT. In fact, he’s still there, as a senior research scientist at the Computer Science and Artificial Intelligence Lab. But, in the 1970s and ’80s, Clark was part of a small, loose-knit group of engineers in academia and at government agencies in the United States and Europe who fantasized about linking all those big, clunky computers together so that people all over the world could collaborate. They tinkered, they experimented and ultimately figured out what this network that would later be called the Internet should look like; how it should work and function. And to this day, Clark says, everything we do online sits on top of this largely invisible, underlying structure they created. For example, Clark was a key figure in developing the basic language of the Internet, which passes information back and forth by breaking it up into these little pieces called “packets.” CLARK: Basically, what it does is it numbers all the packets in sequence. When they’re received, it puts them back in the right order. If there’s a missing packet it gets sent again. So eventually, the sequence of packets gets reassembled and then that’s handed on to the application at the receiving side. WERTH: The important thing to bear in mind, he says, is that there was no central blueprint for the Internet when it was being developed. Engineers, like himself and others, just had this notion of connecting computers together over long distances. And he says it really could have gone any number of ways. CLARK: We were making this up from scratch as we went. And there weren’t any design principles; there weren’t any guideposts to help us. This was a new, uncharted territory. So recognizing that this is an engineered artifact — it’s not something that just happened — helps you to understand that it could have come out different. WERTH: That is not to say the Internet wouldn’t have happened at all. In the 1960s, there were technologists who were already dreaming about this stuff. CLARK: One of the really notable visionaries in this area was a man called J.C.R. Licklider. Everybody called him “Lick.” And he was a genuine visionary. WERTH: “Lick” was a psychologist and engineer at MIT who was very excited about the computer’s prospects. ARCHIVAL TAPE OF J.C.R. LICKLIDER: Computer technology has been moving in a way that nothing else people have ever known has moved. Here’s a field that gets a thousand times as good in 20 years. WERTH: Licklider was also a director at the Department of Defense’s Advanced Research Projects Agency, or ARPA. It was responsible for the creation of ARPAnet, a precursor to the kind of Internet Lick envisioned in the 1960s. CLARK: Some of the papers he wrote back then are amazing for their predictive quality. He talked about interactive chat. He talked about the Web — although he didn’t call it the Web, of course. We didn’t have that name for it. But he talked about services online, banking and financial services. He talked about games, shopping online. All of these ideas were floating around as potential applications once we built this global network of computers, and that was well-articulated in the 1960’s. What we were doing in the 1970’s was trying to build it. WERTH: But, people like Clark didn’t have any experience in building a network for sharing information at that scale. At the time, the only thing that had come close had been built by telephone companies. And he says they had a very specific use for that network. CLARK: It was for carrying phone ca...

28 Mad Max: Fury Road vs. Mad Max 2: The Road Warrior by The Canon published on 2015/05/25 19:08:15 +0000 In celebration of the release of Mad Max: Fury Road, Devin & Amy are pitting The Road Warrior against Fury Road! Is it fair to take the original Mad Max out of the running? Which of the two George Miller classic post-apocalyptic action films will win the prize of being immortalized into the Canon? Will Devin respond to Amy’s texts in the future? Tune in to hear Devin & Amy battle it out in the Thunderdome -- and head to the forums on Wolfpop to cast the deciding vote! Download 28 Mad Max: Fury Road vs. Mad Max 2: The Road Warrior Users who like 28 Mad Max: Fury Road vs. Mad Max 2: The Road Warrior Users who reposted 28 Mad Max: Fury Road vs. Mad Max 2: The Road Warrior Playlists containing 28 Mad Max: Fury Road vs. Mad Max 2: The Road Warrior Groups containing 28 Mad Max: Fury Road vs. Mad Max 2: The Road Warrior More tracks like 28 Mad Max: Fury Road vs. Mad Max 2: The Road Warrior License: all-rights-reserved https://soundcloud.com/the-canon-podcast/28-mad-max-fury-road-vs-mad-max-2-the-road-warrior