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Noch immer hat Oper mit dem Klischee „elitär“ und „schwer verständlich“ zu kämpfen. Um Berührungsängste zu nehmen, tourt „Opern Wagen“ mit der schwäbischen Schöpfungsgeschichte „Adam & Evas Erschaffung“ durch das Land – eine bodenständige Interpretation des Mundartdichters Sebastian Sailer von 1743. Das Ensemble „Société Lunaire“ spielt auf historischen Instrumenten und auf der Bühne stehen Sängerinnen und Sänger, die sonst eher in großen Opernhäusern oder auf internationalen Festivals zu sehen sind. Ein Open-Air-Kulturevent, das dank breiter Förderung, kostenlos zu genießen ist.

Ein Western als verschlüsseltes politisches Statement Grace Kelly als frisch angetraute Braut auf der Kutsche, Gary Cooper als etwas sturer Gerechtigkeitskämpfer, ein Marshall der noch einmal nicht klein beigeben möchte, obwohl ihn das doch eigentlich gar nichts mehr angeht. „High Noon“ ist ein klassischer Western. Aber was hat der denn mit Politik zu tun, mit Kommunistenhatz in den 50er-Jahren? Fred Zinnemanns Western von 1952 ist ein Film über Feigheit. Über die braven Bürger, die lieber die Vorhänge vor ihren Fenstern fest zuziehen, anstatt ihrem Marschall zu helfen. Einer hat Angst, ein anderer findet, es sei nicht seine Angelegenheit, ein Dritter hat geschäftliche Gründe, ein Vierter will keinen Ärger. Schließlich steht Gary Cooper fast allein auf der Straße. Man muss „High Noon“ als verschlüsseltes Pamphlet gegen McCarthy lesen. Man kann sehen, wie Zinnemann vorführt, dass eine Gesellschaft ihre Freiheit verlieren kann, ohne dass die Menschen zu überzeugten Diktatur-Anhängern werden. Es genügt, dass jeder Einzelne einen guten Grund findet, nichts zu tun. Mit McCarthy bekam Hollywood Angst Die McCarthy-Ära war der Moment in der Geschichte des amerikanischen Kinos, in dem Hollywood plötzlich Angst bekam: Angst vor seinen eigenen Künstlern, vor Schauspielern, Drehbuchautoren, Regisseuren, Produzenten, die politisch liberal waren oder sogar links standen. Ausgerechnet die amerikanische Filmindustrie, die Freiheit und Individualismus propagiert, begann, Menschen aus ihrem Beruf zu entfernen. 1947 wurden die sogenannten „Hollywood Ten“ vor den US-Senat vorgeladen. Zehn Filmschaffende, die sich weigerten, über ihre politischen Überzeugungen und Kontakte Auskunft zu geben. Es gab Ärger und Gesinnungskontrolle – vor allem von Seiten der rechten US-Republikaner. Die Hollywood-Studios reagierten mit vorauseilendem Gehorsam und einem Statement: Wer als kommunistischer Sympathisant galt, sollte nicht mehr beschäftigt werden. Diese Blacklist war kein sauber formulierter staatlicher Erlass. Sie funktionierte durch eine Mischung aus politischem Druck, öffentlicher Denunziation und wirtschaftlicher Angst. Das amerikanische Kino der 50er-Jahre erzählt diese Angst erstaunlich oft, ohne sie direkt auszusprechen. Bezüge zu aktuellen Entwicklungen Das zeigt besonders deutlich der Dokumentarfilm von Thom Andersen „Red Hollywood“ aus dem Jahr 1996. Plötzlich sieht man Hollywood anders: Die Blacklist-Geschichte ist keine Geschichte, in der auf der einen Seite nur Helden und auf der anderen nur Schurken stehen. Es gibt Menschen, die widerstehen. Menschen, die nachgeben. Menschen, die andere verraten. Menschen, die selbst erst Widerstand leisten und später kooperieren. Das macht die Geschichte so unangenehm – und gegenwärtig. Denn die Mechanismen, die man in diesen Filmen beobachten kann, sind uns heute erstaunlich vertraut: politische Polarisierung, öffentliche Denunziation, der Druck auf Medien und Kulturinstitutionen, die Angst vor wirtschaftlichen Konsequenzen und die Versuchung, sich selbst zu zensieren, bevor es jemand anderes tut.

Kiitos paljon! – Vielen Dank, Nokia! Mal ehrlich: Im Rückblick besteht die Menschheitsgeschichte aus zu vielen grauen und schwarzen Tagen. Und die wenigen lichten Momente werden auch noch schlecht geredet. Der 15. August 1996 zum Beispiel gilt heute vielen als Tag, an dem Pandora ihre digitale Büchse öffnete und allen modernen Lastern freien Lauf ließ. Zur Erinnerung: 1996 regierte in Deutschland noch Helmut Kohl. Der besaß ein Notizbuch, legendärer als alle antiken Mythen akkumuliert. Sämtliche wichtigen Telefonnummern der Welt standen darin – aber nur Kohl konnte das Buch lesen und wies so hin auf die Schwächen analoger Kommunikation. Digitalisierung tat also Not. Daraus zu schlussfolgern, das Städtchen Nokia bei Tampere im Westen Finnlands sei an allem schuld, was seither möglich ist mit ein paar Clicks, wäre aber grob ungerecht. Für das erste Smartphone verdient Nokia vielmehr Dank, oder wie man vor Ort sagt: „Kiitos paljon!“ Ein Smartphone wie ein Ziegelstein Denn dem Communicator 9000 wohnte noch der berühmte Zauber aller Anfänge inne. Das Modell war groß und schwer wie ein Ziegelstein. Helmut Kohl wäre der einzige Erdenmensch gewesen, in dessen Hosentaschen es hineingepasst hätte. Den Nokia Communicator 9000 musste man aufklappen, wollte man mehr als telefonieren. Für aufstrebende Managerwesen war er ein Statussymbol. Für Normalsterbliche aber nix, weil zu komplex und zu teuer. Aber so sind wir: Neidisch auf alle, die was Besseres haben, Wunderdinge vermögen und das Wichtigste der Welt im Nu abrufen können – ob Börsenkurse, Bundesliga-Ergebnisse oder Geheimtipps für den Apulien-Urlaub. Und, klar, welches Meeting morgen früh um 9:30 Uhr im Büro ansteht. Nokias Communicator 9000 hatte noch einen großen Aus-Knopf Letzteres zu wissen hätte auch Anno 1996 bis ungefähr 9:25 Uhr Zeit gehabt. Doch damals glaubten wir noch an die Zukunft. Deshalb brauchten alle ein Klappding, das rasch schrumpfte und bald nicht mehr geklappt werden musste – dafür aber immer fixer wurde und alle … ja, was? Verzauberte? Verführte? Verhexte? Es gilt festzuhalten: Als das Handy die Welt in den Griff nahm, war Nokia als Marke schon fast vergessen. Die entscheidenden Updates dafür kamen aus Amerika, Korea und China. Sonst würden wir „tykää ja rullaa“ sagen, und nicht „liken und scrollen“. Nein. Die von Nokia machten noch gute Arbeit, hyvää työtä. Sogar gut sichtbare Ausschalter hatten die Dinger damals noch. Eventuell eine geniale Idee für die nächste Handy-Generation, die sicher kommt.

„Asterix ist wirklich der Höhepunkt“ im Schaffen René Goscinnys, sagt Comic-Experte Andreas Platthaus – aber die Figur des widerständigen Galliers wurde durch die vielen anderen Werke vorbereitet, die der französische Autor geschrieben hat. Etwa die Comic-Reihe „Lucky Luke“, „Isnogud der Großwesir“ oder „Der kleine Nick“. „Goscinny verbindet zwei Comic-Traditionen“, erklärt FAZ-Redakteur Platthaus im Gespräch mit SWR-Kultur, eine europäische und eine us-amerikanische. Denn Goscinny war als junger Mann zunächst nach Argentinien und später nach New York ausgewandert, in den USA lernte er in der Comic-Szene das Prinzip der Arbeitsteilung kennen, das im europäischen Comic weitgehend unbekannt war. „Keiner hat es jemals so gut gemacht wie Goscinny“ In den USA gab es „Leute, die die Geschichten schreiben und Leute, die die Geschichten zeichnen. Und Goscinny merkte sehr schnell, er ist viel besser als Geschichtenerzähler, denn als Geschichtenzeichner. Und als er zurück nach Europa ging, hat er sich Zeichner gesucht, die das, was er schrieb, wunderbar umsetzen konnten.“ Auch zum 100. Geburtstag habe Goscinnys Werk nichts von seinem Reiz verloren, so Platthaus: „Die Geschichten, mit denen er gearbeitet hat, die Figuren, die er erfunden hat, laufen bis heute munter weiter – von anderen Leuten getrieben, wobei man sagen muss, keiner hat es jemals so gut gemacht wie Goscinny.“

Das Miniaturwunderland in Hamburg wird ein Vierteljahrhundert alt. Es ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Dass sie ausgerechnet in Deutschland steht, ist kein Zufall. Was hat es auf sich mit unserem emotionalen Verhältnis zu den kleinen Bahnen?

Mit 3.000 qm Oberfläche und einer Länge von 170 m hat die Fassade des Karlsruher Schlosses eine der größten Projektionsflächen in Europa zu bieten. In der Szene der noch jungen Kunstform des „Projection Mappings“ ist Karlsruhe deswegen eine feste Größe. Internationale Lichtkünstler*innen haben acht neue Shows für die zwölfte Ausgabe des Lichtkunstfestival erarbeitet. Seit 2015 finden die Schlosslichtspiele Karlsruhe jeden Sommer statt und locken jährlich rund 30.000 Besucher*innen an.

Die Zahlen sind erschreckend: Nach letzten Angaben des Bundeskriminalamtes gab es in Deutschland 2024 fast 266.000 Opfer häuslicher Gewalt, 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig bilden diese Zahlen vermutlich nur einen Teil ab. Viele Fälle von häuslicher oder sexualisierter Gewalt werden nicht angezeigt. Das ernste Thema Gewalt gegen Frauen greift der neueste ARD Radio-Tatort auf, produziert wurde er vom SWR. Geschrieben hat diesen Krimi-Hörspiel die Autorin und Dramaturgin Uta-Maria Heim. In „Hase tot“ ermittelt Anima King in der Pfalz. Es geht nicht nur um psychische Gewalt, sondern auch physische und im schlimmsten Fall Gewalt mit tödlichem Ausgang. Thema Femizid zunehmend medial präsenter Im SWR Kultur Interview erklärt Autorin Uta-Maria Heim, sie habe sich dem Thema abstrakt genähert. „Das ist ein Thema, das uns alle betrifft“, erklärt sie. Dabei spielen auch die Medien eine Rolle, so Heim, die das auch spiegeln: „Die Aufmerksamkeit, die von der Öffentlichkeit auf uns zukommt, hat sich sehr, sehr fokussiert und zugespitzt.“ Sie wolle zur Sensibilisierung für das Thema Gewalt gegen Frauen einen Beitrag leisten. Hauptfigur Anima King (gesprochen von Janina Fautz) wird in ein externes Spezialteam abgeordnet, das häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen bekämpfen soll. Denn die Zahl der Opfer steigt. Anima ist Mitte 30 und nach Angaben von Autorin Heim gern mal impulsiv. „Ich habe sie sehr gerne“, erklärt Heim. „Weil sie sich ohne Kalkül einbringt. In Dinge, die sie dann doch überfordern. Das klingt erstmal ein bisschen nach Klischee. Aber sind wir nicht alle mal so? Sie ist einfach eine sehr lebensnahe Figur.“ Sie arbeitete länger in einem Polizeirevier in Landau, stecke dort sozusagen fest. Die Autorin und Dramaturgin wollte sie daraus wieder befreien. Aber kaum ist sie in der Kripo in Ludwigshafen, wird sie von ihrer Chefin Fe Ekkelsberg (Lisa Wagner) schon wieder weggeschickt. Die Koordinationsstelle Hochrisiko-Management, zu der die Ermittlerin abgeordnet wird, gibt es in Rheinland-Pfalz wirklich. Dort wirken verschiedene Institutionen, Organisationen und Ämter zusammen, um gegen häusliche und sexualisierte Gewalt vorzugehen, ehe es zum Gewaltakt kommt. Also eine Präventionsstelle. Rheinland-Pfalz in Vorreiterrolle bei Prävention gegen sexualisierte Gewalt Man habe sich ganz bewusst entschieden, den Tatort in Rheinland-Pfalz spielen zu lassen. „Weil wir diese Region unseres Sendegebiets besonders stärken wollten. Und da gucke ich natürlich: Was gibt es da Besonderes? Und da bin ich darauf gestoßen, dass gerade was sexualisierte Gewalt und Prävention angeht, besonders fortschrittliche Maßnahmen getätigt wurden.“ Es gibt in Rheinland-Pfalz fortschrittliche Organisationen und Institutionen, die in anderen Bundesländern noch nicht so weit sind, so Heim. Bei den Recherchen für den Krimi habe sie dazu einiges gelesen und mit Menschen gesprochen. Daran wollte sie andocken. Mit Blick auf Krimis gibt es viele Klischees, gegen die Heim vorgehen will. Zum Beispiel sagt sie sehr entschieden: „Ich habe die Schnauze gestrichen voll von weiblichen Mordopfern in Krimis“. Man sei schon so gewöhnt an weibliche Leichen, die vielleicht sogar direkt am Anfang des Krimis auftauchen. Die Frauen durften also in ihrer Rolle vorher nicht einmal sprechen. „Wir sind daran gewohnt, dass Frauen Opfer sind“, so Heim. Gegen dieses Klischee kämpfe sie an. Dieser Krimi soll Frauen ermächtigen Sie habe sehr bewusst einen Krimi geschrieben, der Frauen ermächtigen soll, zu handeln. Das bedeute nicht, dass die Frauen immer „das Richtige“ tun. Sie empfehle auch nicht, deren Verhalten nachzuahmen. „Das ist nicht die Lösung, was da gemacht wird“, stellt Heim klar. Aber sie wolle animieren, aus bestimmten Bildern und Mustern auszubrechen. Man müsse verhindern, dass diese Klischees immer weiter festgeschrieben und zementiert werden. „Wir müssen raus aus der Opferrolle“, ist die Autorin Uta-Maria Heim überzeugt.

Mitten in der schwersten Krise seit der Revolution feiert Kuba den 100. Geburtstag von Fidel Castro. Doch feiern tut hauptsächlich die Kommunistische Partei der Insel – die Kubanerinnen und Kubaner dagegen schauen skeptischer auf die Bilanz Castros, erklärt Professor Bert Hoffmann vom Hamburger Giga-Institut. Gerade die gegenwärtige Krise, in der immer wieder das Stromnetz zusammenbricht, werde von vielen mit dem Revolutionär von 1959 in Verbindung gebracht: „Es fehlt an allem. Die Stromsperren dauern 20 oder 22 Stunden am Tag. Nahrungsmittel sind teuer und knapp. Wer da keine Verwandten im Exil hat, die Geld schicken, kommt sehr mühsam über die Runden.“ Gleichzeitig habe Castro dazu beigetragen, dass lange benachteiligte Gruppen wie schwarze Menschen oder Arbeiter Renten, Gesundheitsversorgung und Zugang zu Bildung bekamen.

Die große Politik und das kleine Leben auf der Straße „Es lebe der Sozialismus, Vaterland oder Tod. Wir werden siegen“ – mit diesen Parolen hat Fidel Castro immer wieder neu die Revolution in Kuba beschworen. Vier oder gar neun Stunden konnten seine Ansprachen dauern. Und so beginnt Reinhard Kleist seinen Comic mit einem geradezu ikonografischen Bild: Castro in Rednerpose auf einer Tribüne, die rechte Hand erhoben, spricht er in die Mikrofone. Irritierend allerdings: Über der Szene liegt ein Fadenkreuz, das den „Máximo Líder“ ins Visier nimmt. Es ist das Objektiv einer Kamera, die dem deutschen Journalisten Karl Mertens gehört. „Aus dessen Perspektive wir sehen, was in den Straßen so passiert. Und das ist eine kleine Ambivalenz in dem Buch: einerseits die große Politik und dann das Kleine, das in den Straßen von Havanna passiert“, sagt Comic-Künstler Reinhard Kleist, der sich mit diesem Kunstgriff der Gefahr entzieht, der Faszination Castros zu erliegen. Fidel Castro als Mythos Ein Mann, um den sich bis heute viele Legenden ranken: charismatisch, ein Abenteurer, ein Mythos. Einer, der angetreten ist, um seinem Land Freiheit und Gerechtigkeit zu bringen. Doch mit den Idealen der Revolution sei er ganz schnell auch an seine Grenzen geraten: „Mich hat das fasziniert, wie er damit umgegangen ist, wie er seine Ideale angepasst hat, wie er auch mit den Widrigkeiten zurechtkommen musste, mit dem Druck von außen, dem extremen Druck aus Amerika, und dann immer Justierungen vorgenommen hat, um seine Ideale wenigstens teilweise umzusetzen.“ Dramatische Schwarz-Weiß-Bilder Reinhard Kleist hat nicht nur eine packende Biographie Castros entworfen. Er hat 50 Jahre Zeitgeschichte in dramatisch dichte, mitreißende Schwarz-Weiß-Bilder gepackt, die nah dran sind am Geschehen. Dabei wird der deutsche Journalist Karl Mertens zum Chronisten ereignisreicher Jahre. Der bleibt nämlich der Liebe wegen in Kuba und muss mit den Auswirkungen von Castros Politik klarkommen. In einzelnen Episoden, manchmal auch in Gesprächen werden die wichtigsten politischen Ereignisse in diesem Comic erzählt: Der Aufbruch in ein unabhängiges Kuba, in dem die Bevölkerung zumindest eine Zeitlang davon träumen darf, ihre Geschichte selbst zu bestimmen, der Weg in den Sozialismus, die amerikanische Wirtschaftsblockade, die von den USA initiierte, gescheiterte Landung von Exilkubanern in der Schweinebucht Zeichnungen voller Emotionen Radio Rebelde – aus dem kleinen Piratensender der kubanischen Rebellen wird ein gleichgeschalteter, von der Castro-Regierung kontrollierter Rundfunk. Mit dem Schweinebucht-Desaster beginnt die zunehmende Jagd auf angebliche Landesverräter. Karl Mertens erlebt, dass immer mehr Gefolgsleute der Revolution unter Verdacht geraten, Oppositionelle zu sein, dass Freunde verhaftet werden oder fliehen. Dramatik und Abenteuer, Leid und Kampf, Freude und Absturz – die sehr dynamischen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Reinhard Kleist stecken voller Emotionen, faszinierend realistisch die Porträts Fidel Castros. Die Neuausgabe des Comics wird am Ende durch einige kolorierte Illustrationen aus Kleists „Havanna-Band“ ergänzt, der nach einer Kuba-Reise des Autors entstand. Eine schöne Dreingabe für diesen unglaublich starken Comic-Auftritt.

„Frauen und Männer werden nicht nur anders krank, sondern sie altern auch anders“, sagt sie. In ihrem neuen Buch zeigt Sido, worauf Frauen achten können, um möglichst lange gesund zu bleiben. Hormone verändern den ganzen Körper Besonders die Menopause ist für Sido ein entscheidender Einschnitt. „Der Abfall von Östrogen betrifft fast alle Organe“, erklärt sie. Gefäße, Knochen, Muskulatur und Fettverteilung können sich verändern. Viele Frauen seien darauf nicht ausreichend vorbereitet und könnten Beschwerden schwer einordnen. Dabei müsse gesundes Altern nicht kompliziert sein. Krafttraining etwa habe einen großen Effekt, ebenso eine vielfältige Ernährung mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Kräutern. Keine Wunderpillen für ein langes Leben Longevity ist inzwischen auch ein lukratives Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln, Infusionen und teuren Behandlungen. Sido warnt vor falschen Versprechen: „Plötzlich spricht man von Wunderpillen. Ich halte davon nichts.“ Statt auf vermeintliche Abkürzungen zu setzen, empfiehlt sie wissenschaftlich belegte Prävention und langfristige Routinen. Entscheidend sei, den eigenen Körper, persönliche Risikofaktoren und wichtige Gesundheitswerte zu kennen.