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Robert Kuhne
Ich bin Pragmatiker, ich stelle mich der Situation offen offen und suche nach einer Lösung.
Peter Stavowi
Und heute Nachmittag verkaufst du. Nein, du verschrottest dein Auto, weil wenn du das weiterverkaufst, verursacht es ja weiter Schadstoffe. Oder
Robert Kuhne
Entschuldige, Peter, das sind so die Totschlagargumente von allen, die wollen, dass man sich einfach dann komplett radikal verändert. Ich verstehe das natürlich, aber ich beschäftige mich mit dem Thema und informiere über das Thema. Das ist jetzt mein Beruf. Und wenn du sagst, mein Beruf macht dir schlechte Laune, dann kann ich sagen, dann meide meinen Beruf oder den Umgang mit mir.
Peter Stavowi
Ich betreibe News Avoidance.
Robert Kuhne
Ja, okay, gut, dann darfst du mit mir nie reden.
Peter Stavowi
Naja gut, ich habe mich ja nur.
Robert Kuhne
Aber du kannst dich nicht in den Podcast setzen und kannst sagen, ich möchte aber, dass das Thema positiv für alle ausgeht. Das Thema geht heute nicht positiv aus. Kannst du machen, was du willst. Das geht nicht positiv aus. Ich sage aber wir, wir haben es in der Hand, ob es positiv ausgeht.
Peter Stavowi
Ah, du hast doch noch eine Hoffnungsschimmer für mich. Natürlich gibt es das.
Robert Kuhne
Unglaublich, Der neue Podcast über Medien, Macht und Wahrheit mit Robert Kuhne und Peter Stavowi.
Peter Stavowi
Schönen guten Tag zu unglaublich, dem Podcast über Medien, Macht und Wahrheit. Ich bin Peter Stavowi, Politik und Kommunikationsberater und Gründer des Blog Flurfunk und mein
Robert Kuhne
Name ist Robert Kuhne. Ich bin Chefredakteur von TAG und auch
Peter Stavowi
Gründer des Portals Hitze, Feuer, Supersturm. Ist das wirklich Klimawandel? Robert das ist unser Thema heute und wir haben jede Menge aktuelle Anlässe. Und bevor wir einsteigen, möchte ich erstmal eins loswerden. Ich glaube, es ist total wichtig, dass wir nicht dunkel enden, also mit so einer total negativen Perspektive. Ich glaube, das ist quasi eine moralische Verpflichtung, dass wir das Thema zwar ernst und sachlich behandeln, aber nicht total deprimierend hier rausgehen.
Robert Kuhne
Wir müssen uns schon vorab zensieren oder was?
Peter Stavowi
Nein, ich will uns nicht zensieren. Mir ist es total wichtig, dass wir das einfach sachlich und nüchtern betrachten. Ich habe aber eine ganz fiese Einstiegsfrage für dich. Damit rechnest du überhaupt nicht. Wenn jetzt plötzlich bekannt würde, dass in zehn Tagen die Welt untergeht, was würdest du tun? Wie soll sie denn untergehen wegen Klimawandel
Robert Kuhne
oder so in 10 Tagen?
Peter Stavowi
Naja gut, vielleicht sind es 100?
Robert Kuhne
Also ich würde es dir erst mal nicht glauben.
Peter Stavowi
Sehr, sehr menschlich.
Robert Kuhne
Ja, ist so. Also ich würde das nicht glauben. Und die Frage was würde man so tun? Also ich lebe eigentlich mein Leben schon sehr nah an dem Idealzustand, den ich haben möchte. Also ich gehe gern zur Arbeit, die ich nicht Arbeit bezeichne, sondern mein Lebensinhalt. Ich tue das, was ich am liebsten tue, auch in der Familie. Also ich würde einfach weiteratmen und versuchen, dass diese ganzen Daten, die auch im Netz kursieren, wann die Welt mal wieder untergehen sollte, wann die Außerirdischen erscheinen, wann irgendwo irgendwas passiert. Ich meine, ich lebe doch, damit du doch auch diese ständigen Untergangsapagst du doch ständig um dich herum.
Peter Stavowi
Aber ich glaube, damit sind wir schon mitten im Thema, wenn wir über Klimawandel reden.
Robert Kuhne
Ich habe mich rausgeredet.
Peter Stavowi
Ja, ehrlich gesagt, ich habe mir die Frage schon letzte Woche überlegt und überlegt, dass ich selber auch keine rechte Antwort habe, was was ich jetzt sofort anders machen würde. Aber ich bringe das, um so ein bisschen zu demonstrieren, der Mensch, für den ist es faktisch unmöglich zu wissen, dass es endlich ist. Und ich glaube, das ist mit ein Kernproblem, wenn wir dieses ganze Klimathema überhaupt diskutieren, dass es so schwer aushaltbar ist, dass wir nicht wissen, wie es weitergeht, dass sich jetzt alles verschieben könnte, wenn denn das, was die Wissenschaft da sagt, stimmt. Und dass das der Grund ist, warum es so viele Leute gibt, die Es gibt überhaupt keinen Klimawandel. Das ist doch alles nur herbeigeredet und die wollen uns hier irgendwie steuern oder fremdsteuern oder so.
Robert Kuhne
Du könntest dir sofort auch mal die Frage An welchem Ort würdest du sein, wenn die Erde endet? An welchem Ort?
Peter Stavowi
Ich würde mit meiner Familie zusammen sein, das ist mir recht klar. Wahrscheinlich in Dresden, weil wo sollen wir jetzt noch so schnell hin?
Robert Kuhne
Also wenn du mich das spontan fragst, Ich habe es jetzt gerade spontan gehabt, Ich wäre in New York. Irgendwie ist das ein Ort, zu dem es mich sehr hinzieht. Bei all der Verrücktheit und dem ganzen Chaos dieser Stadt sehe ich mich trotzdem immer so über die Stadt drüber gucken von irgendeiner erhöhten Position, warum auch immer. Das kommt so aus mir raus. Das ist schon sehr lange so. Und deshalb ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir dort eine Redaktion haben, Lustig
Peter Stavowi
Ich war auch schon mal in New York und tatsächlich steht es auch auf meiner Bucketlist, dass ich da noch mal hin will und ich explizit diese absurd hohen Wolkenkratzer und dieses Stadtleben sehr groß. Aber gut, wir sind beim Thema Klima und ich habe zum Anfang auch noch eine gute Nachricht mitgebracht oder vielleicht ist auch eine schlechte Nachricht. Jedenfalls, jedenfalls nach dem, was die Wissenschaft weiß, gibt es die Erde noch etwa 5 Milliarden Jahre und erst dann ist es so, dass die Sonne zum roten Riesen wird, Vermutet man. Ich hatte schon mal eine andere Zahl gehört, zwei bis vier Milliarden Jahre. Also das sind jetzt hier Dimensionen, wo man schätzt, wo es heißt, dass die Erdumlaufbahn dann so weit ist, dass sie in die Sonne stürzt. Aber theoretisch haben wir so lange noch Zeit als Menschen auf diesem Planeten.
Robert Kuhne
Das klingt nach sehr, sehr großen Zahlen, aber die kleinen Zahlen machen es dann trotzdem, wenn wir hören, das ist um nur 1,5 bis 2 Grad Veränderung. Wenn die Erde sich nur um diese kleinen Gradzahlen erwärmt, haben wir schon die ganz großen Probleme. Da interessiert mich eigentlich nicht, ob die in Millionen Jahren irgendwo hinstürzt, die Erde, sondern wir haben jetzt schon echt ein Problem. Ich meine, guck dir jetzt an, wir reden ja gleich auch über das Klima und das Leugnen des Klimawandels. Aber wenn wir sehen, und das ist ja ein Gefühl, was wir alle haben, dass in den letzten Jahren es einfach wirklich massiv wärmer geworden ist. Das ist einfach so. Also letztes Jahr schon, dieses Jahr jetzt wieder die Hitzewelle, die wir vor vier Wochen hatten, jetzt kommt gerade die nächste angerollt. In Frankreich und Spanien brennt es massiv. Also wir haben einen Redakteur auch in Madrid, der das quasi live vor den Toren der Stadt beobachten kann. In Bordeaux ist noch viel schlimmer. Gut, da haben wir jetzt niemand, aber Berichte gibt es ja genug, dass die Flammen da einfach machen, was sie wollen. Ein Feuerwehrmann in Madrid sagte zu uns, dass das Feuer ausgeht, wenn es ausgehen will. Es ist jetzt einfach so außer Kontrolle geraten, dass das Feuer selbst Tornados erzeugt, süchtige Feuergewitter sich da drin bilden. Das heißt also, das springt dann einfach auch kilometerweit über durch Selbstreaktion. Das sind also Sachen, das haben wir so noch nicht gesehen. Allein in Bordeaux sind Menschen evakuiert. Das ist also die Größe einer mittleren
Peter Stavowi
deutschen Großstadt, die ein, man merkt es schon, uns beschäftigt das Thema Klima auch dahingehend dass es Menschen gibt, die sagen, das verändert sich drastisch, wir müssen ganz viel tun. Und auf der anderen Seite, dieser Pol ist der Leute, die hier Warte mal, das Klima hat sich zu allen Zeiten gewandelt. Es gibt noch nicht so lange Klimaforschung oder auch Messungen, was die Temperaturen betrifft. Konkret geht es aber doch, wenn man sich dann wissenschaftlich ein bisschen damit auseinandersetzt, ein bisschen tiefer einsteigt, um so Begriffe wie Erderwärmung, was dazu führen wird, dass die Polkappen abschmelzen und die Meeresspiegel ansteigen und was wir jetzt schon erleben live quasi auch hier in Deutschland, aber eben auch in den Nachbarländern gerade oder auch in internationales Extremwetter. Und daraus resultiert dann eine Verschiebung von zum Beispiel Anbauzonen und vor allen Dingen aber auch von Lebensräumen. Das heißt, man vermutet, dass es Zonen in der Welt geben wird, die nicht mehr bewohnbar sind für den Menschen, wo du nicht mehr vor die Tür treten kannst, wenn sich die Erde weiter erwärmt.
Robert Kuhne
Also die Grundfrage, die ich jetzt also stellen muss und die stellvertretend stelle für Ist das wirklich Klimawandel, was wir sehen,
Peter Stavowi
also für meine Begriffe? Ja, und wenn man sich wissenschaftliche Studien anguckt, Ja, natürlich. Das Klima verändert sich und was auch ein zentraler Faktor ist, es ist schon verursacht durch den Menschen.
Robert Kuhne
Genau das ist die zweite Frage. Ist sie jetzt anthropogen? Also ist es menschengemacht oder verursacht die Natur das selbst? Das ist die Grundfrage. Also du sagst, es ist menschengemacht, was wir sehen.
Peter Stavowi
Moment. Also ist das die Grundfrage? Weil am Ende ist es für das Ergebnis doch gerade eigentlich sogar schon fast nachrangig. Also ich denke, dass so wie in
Robert Kuhne
beiden Fällen müssen wir handeln.
Peter Stavowi
Es wäre ratsam zu handeln, sagen wir mal so. Es hat große Faktoren. Ja, aber nein, theoretisch könnte man sich doch auf die Position stellen und sagen, es ist nicht menschgemacht, Natur verändert sich nun mal, dann ist das halt so. Aber nichtsdestotrotz sollten wir reagieren als Menschen.
Robert Kuhne
Es gibt ja auch die Superleugner, die sagen, das ist weder menschengemacht, noch wandelt sich ja überhaupt irgendwas, sondern das sind einfach Rhythmen, die ablaufen, die sind so.
Peter Stavowi
Ja, und diese Zielgruppe hatte ich angesprochen eeben mit der Frage Einstiegsfrage, was machst du, wenn in ein paar Tagen du weißt, dass dein Leben endlich ist oder die Welt untergeht? Weil genau da ist ja so ein menschlicher Faktor und den haben wir jetzt im Grunde schon besprochen. Für das menschliche Gehirn, für das menschliche Wesen ist es unerträglich, nicht zu wissen, wie es weitergeht oder so eine Ungewissheit zu haben oder diese Endlichkeit vor Augen zu haben.
Robert Kuhne
Also ich will gleich mal mit der wichtigsten Frage wirklich kommen, weil die Frage, die mich auch in der Vorbereitung dieser Sendung am meisten beschäftigt hat, ist es also jetzt ein menschengemachter Klimawandel oder nicht? Und da gibt es einen Milutin Milankovic und der hat die Milankovic Zyklen sozusagen selbst errechnet. Das war ein serbischer Mathematiker und Astronom, der hat bis 1958 gelebt und der hat in jahrelanger Kleinarbeit, 1910, also noch lange bevor es Computer gab, die das für ihn gemacht haben, die Veränderung der Erdbahn und das Erdklima im Zusammenhang gesehen und berechnet über Jahrtausende. Und das wurde also sehr lange belächelt, bis in den er Jahren durch Tiefseesedimentproben, also als die Forschung weit genug war, konnten sie wissenschaftlich auch beweisen, was er da errechnet hat. Und er wurde anerkannt und er hat also gesagt, die Erdumlaufbahn um die Sonne, die ist Jahre und die Neigung der Erdachse, die schwankt da immer zwischen 22 und 24 Grad hin und her und das bestimmt, wie unsere Jahreszeiten ausfallen. Also diese Schwankungen über die Jahrtausende sorgen dafür, dass sich entscheidet, wie viel Sonnenlicht wirklich die Erde trifft und dadurch die Veränderungen in der Erdkruste oder auch auf der Erdoberfläche und der Atmosphäre sozusagen hervorruft. Und jetzt nach seinen Berechnungen, die also dann über die Jahrtausende jetzt nun stimmen sollen, sind wir eigentlich in einer Zeit der Abkühlung. Wenn wir also sagen, das ist jetzt alles von der Natur selbst und es gibt solche Zyklen mal hoch und mal runter, das mag stimmen, aber wir wären eigentlich auf dem anderen Weg unterwegs.
Peter Stavowi
Gut, jetzt also könnte man natürlich wieder argumentieren, ich versuche mal wenigstens ein bisschen diejenigen zu verstehen, die sagen hier, was, warte mal, geh mal langsam ran, wir haben jetzt mal ein paar heiße Monate, was heißt das schon? Gerade wenn du dir anschaust, wie alt die Erde ist, wie alt unser Planet ist, wie lange es schon Leben auf dem Planeten gibt, ist das ja nur ein ganz kleiner Abschnitt und nur weil du mal eine heiße Woche hast oder ein paar heiße Monate oder mal ein heißes Jahr, heißt das ja nicht gleich, dass hier alles den Bach runtergeht. Und ich glaube, das ist genau ein bisschen das Problem. Unabhängig davon, das hast du ja gerade schon gesagt, es ist angezeigt, dass der Mensch sich mit diesem Thema beschäftigt und irgendwas unternimmt. Weil Fakt ist, also da hatte ich mir ein paar Zahlen rausgesucht, auch laut internationaler Forschung und So weiter, bis 2030, 35 überschreiten wir wahrscheinlich diese 1,5 Grad Marke, die wir eigentlich einhalten wollten. Und je nach Emissionsfahrt wird es vielleicht sogar bis 2100 über 4 Grad wärmer sein. Das bedeutet übrigens, dass die Niederländer entweder ganz hohe Dämme bauen oder alle bei uns sind. Das bedeutet, dass aber auch um den Äquatorium Gebiete da sein werden, wo der Mensch nicht mehr ohne Schutzkleidung und Atemmaske raus kann, weil es so heiß ist. Und im Übrigen die Menschen, die dort jetzt leben, sich neue Lebensräume suchen. Das heißt, hier verschiebt sich einiges, dann geht es um Anbaugebiete, es geht um Wald, der Amazonaswald, der ist elementar für diese Erde. Was verschiebt sich da, wie geht man damit um? Und deswegen sagen halt Klimapolitiker oder auch Leute, wir müssen was unternehmen und explizit CO Ausstoß reduzieren.
Robert Kuhne
Wenn wir also sagen, der Klimawandel ist menschengemacht, dann müssen wir uns angucken, wann hat das eigentlich begonnen, wann haben wir denn damit begonnen, das Klima zu verändern? Und das beginnt mit der Industrialisierung, also 150 ungefähr, wo wir begonnen haben, großflächig Kohle, Öl und Gas zu verbrennen. Also damit begann es halt. Und dieses CO in die Atmosphäre abzugeben, was vorher an der Erde gebunden war, bedeutet also, man muss sich mit dem Treibhauseffekt ja einfach noch mal beschäftigen. Die Erde ist ja eigentlich ein riesiges Treibhaus, grundsätzlich die Atmosphäre hält, die Sonne strahlt auf die Erde und die Atmosphäre hält kurzwellig, kommt auf die Erde und langwellig strahlt die Erde wieder ab. Und diese Langwellen werden von unserer Atmosphäre abgehalten, also von, und das ist dann der Treibhauseffekt. Das heißt, sonst wären wir eine kalte Kugel, die durchs All düst, So sind wir aber eben eine Art Treibhaus. Wenn wir jetzt aber diese Harmonie aus einfallender Strahlung und abstrahlender Strahlung stören, indem wir einfach immer mehr Gase in die Atmosphäre freisetzen, dann bleibt diese Temperatur sozusagen an der Erdoberfläche, kann nicht ins All wieder abgestrahlt werden. Und das ist dann der negative Treibhauseffekt, den wir kennen. Und das erhöht sich dann um ein paar Grad nur. Und diese paar Grad nur ist sozusagen die Harmonie, das Gleichgewicht gestört. Und wenn man sich einfach mal anschaut, es gab ja auch mal diese ganze Sache um die Ozonschicht, das ist noch eine ganz eigene Geschichte. Wenn man dieses Ozon sozusagen zusammenpressen würde von oben runter auf die Erdoberfläche, dann wäre das nur 3 mm stark, diese Fläche. Das heißt also, das geht um so wenig Größe bei dieser Atmosphäre. Wenn man sich mal die Erde anguckt und die Atmosphäre dazu, das ist so ein kleiner Bereich von 10 bis 20 Kilometern, wo wir überhaupt diese Sauerstoffsituation haben, in der wir Menschen leben können. Und danach kommen ja ganz andere Schichten aus Gasen. Also das ist so Mikroklein, dass man sich schon vorstellen kann im Kopf, dass wenn die Schiffe alle das Zeug ausspucken, was sie machen auf ihren Kreuzfahrten, da sieht man ja diese riesigen Rauchfahnen, die übers Meer, wenn man aus dem Flugzeug sieht man das ja wunderbar, da siehst du ein kleines Schiff irgendwo, aber die Rauchfahne, die siehst du noch kilometerweit übers Meer wabern. Also dass das schon eine Rolle spielt, was da in diese ganz kleine atmosphärische Schicht abgegeben wird. Und wenn man das sich alles so verdeutlicht und sieht, dann ist man etwas näher dran daran zu glauben, dass wir das Klima verändern. Aber das Witzige ist doch, die Glaubensfrage, oder? Dass es für viele eine Glaubensfrage geworden ist. Also ich frage dich auch, glaubst du an den Klimawandel? Ich frage dich, weißt du es genau, sondern glaubst du daran? Und wenn man in die USA schaut, dann wird es ja noch mehr zur Glaubensfrage.
Peter Stavowi
Ja, das fasziniert mich an der ganzen Diskussion auch. Wie kann man sich noch dahin setzen und sagen, das ist völlig übertrieben, die Diskussion, wenn man sich anschaut, was es halt für wissenschaftliche Ergebnisse gibt. Und wenn du sagst, Keine Ahnung, vor 20 30 Jahren hat man davor übrigens gewarnt dass die Welt sich so verändert, dass wir eine große Zuwanderungswelle in Europa bekommen. Die haben wir heute. Jetzt warnt man vor dem Klimawandel und dass wir versuchen müssen, Co zu reduzieren. Und es gibt Leute, die das immer noch verleugnen. Wobei das habe ich ja eingangs versucht darzustellen, das ist ja sogar nachvollziehbar, weil das am Ende so schwierig ist, sich damit auseinanderzusetzen oder also so große Ängste verursacht. Und ich habe mich mal in einem anderen Kontext sehr stark mit der Entstehung von Reichsbürgertum beschäftigt. Übrigens, das hat häufig was damit zu tun, dass man die Zukunft nicht so, dass man das nicht fassen kann, nicht begreifen kann und sich deswegen so verschließt und sich so ein alternatives Gedankenmodell baut. So beim Thema Klimawandel. Das finde ich super spannend. Haben wir Klimawandel oder haben wir eine Klimakrise? Und das finde ich auch so wirklich bemerkenswert, wie viel Kraft unsere Gesellschaft darauf verwendet, das zu diskutieren. Also dann gibt es Parteien oder politische Vertreter, die sagen, das ist alles völlig maßlos und übertrieben. Und dann gibt es die andere Seite, die gibt es ja auch, die sagt, wir müssen uns sofort zurückziehen und wir müssen die Autos verbieten und dies und das. Und das ist halt alles immer so sehr stark polarisiert. Genau. Ich habe ein schönes persönliches Beispiel. Das ist so fünf, sechs Jahre her, da kam ich aus einer Sitzung, witzigerweise vom Rundfunkrat und und hab den einen Typen angesprochen, weil der hatte so kluge Sachen gesagt und Wollen wir nicht mal einen Podcast, ein Interview machen zu dem Thema öffentlich-rechtlicher und wie könnte das weitergehen? Und er nee, er möchte mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen, ob ich mich schon mal mit dem Klimawandel auseinandergesetzt hätte. Und er hat schon Wissenschaftskollegen, die sich inzwischen aufs Land zurückgezogen haben und ihre Karriereanlage gegangen haben. Und da habe ich, also hat er so drei, vier, fünf Sachen gesagt, habe ich, glaube ich so zwei, drei Tage gebraucht, bis ich mich wieder in meiner Bahn befunden hatte, weil das war so in der Verdichtung schockierend, wie das hier mit der Welt noch weitergeht, dass ich das auch und ich halte mich für ein recht reflektiert Menschen im ersten Moment. Also diese Angst, die da drin saß und dieses Ganze verflucht, die Welt geht unter und wir haben nur noch wenig Zeit mit unseren Kindern. Das ist ja wie so eine Science Fiction oder es gibt ja diese tollen Filme, Emmerich und so weiter. Und das ist halt der andere Pol und diese zwei Pole irgendwie die Zeit, die wir dabei verlieren, das zu diskutieren, irritiert mich, muss ich zugeben.
Robert Kuhne
Absolut, da hast du völlig recht. Also die Frage nach dem Glaubensbekenntnis, glaubst du an den Klimawandel? Das ist eigentlich so ein bisschen ein Schlüssel. Das ist fast so, als ob man Naturgesetze wie so ein religiöses Bekenntnis behandelt. Dabei basiert ja Wissenschaft nicht auf Glauben, sondern auf messbaren Daten. Gut, auch Hypothesen und Falsifikationen. Also man muss da schon tief in die Forschung reingehen. Aber die Politisierung dieses Themas, die führt zu einer Lagerbildung und auch eben zu der Versuchung, sich einem Lager anzuschließen. Das sieht man ja deutlich in den USA, Also was dort Trump gemacht hat, also zu Beginn seiner zweiten Amtszeit. Er hat sozusagen das Klima als einen quasi politischen Gegner oder die Anhänger der Klimabewegung sozusagen als Gegner identifiziert und Verhinderer des Fortschritts, weil ihr seid gegen Emissionen, Emissionen brauchen wir aber, um nach vorn zu gehen und hat dann ganz viele Budgets gekürzt von ganz wichtigen Wetterdaten erfassern, NASA, Air Science oder die Umweltbehörde, diese EPA einfach gekürzt, so unter dem Wer keine Daten erhebt, der muss auch keine unbequemen Entscheidungen begründen. Und das finde ich unfassbar. Und ich habe ein bisschen das Gefühl, dass es auch bei uns so übergreift, also auch bei unserer Wirtschaftsministerin, die auch so ein bisschen diese Öl und Gassituation extrem befördert, statt über Alternative nachzudenken.
Peter Stavowi
Gut, ja, warte mal, ich wusste irgendwie, dass du mit Katharina Reich gekommen bist. Deswegen habe ich mir Es gibt ganz spannend, findest du bei Spotify ein Podcast, ich glaube vom SWR, also Südwestrundfunk zur Klimapolitik und dieser ganzen Geschichte um die Gaskraftwerke, die gerade gebaut werden. Katharina Reiche wird ja massivst vorgeworfene Lobbyistin im Grunde der Gasproduzenten oder derjenigen Konzerne zu sein, die mit Gas ihr Geld verdienen. Da sagte eine Journalist schon mal im Vorfeld, wir müssen aber die verdienen auch mit erneuerbaren Energien ihr Geld. Also das ist nicht so einseitig und die haben das sehr gut aufgedrieselt und es ist hochkomplex. Also sie setzt tatsächlich darauf nochmal Gaskraftwerke zu bauen und das ist tatsächlich nicht nicht strittig, dass wir tatsächlich zusätzliche Gaskraftwerke brauchen, um so ein bisschen abzufedern. Die Frage ist halt, welche Dimension, wie groß. Und da haben die halt O Töne zusammengetragen, wo der eine sagt es absolut, ob das jetzt so viel Kilowattstunden sind oder so viel Kilowattstunden, es ist absolut in Ordnung. Was mich daran fasziniert, ich kenne auch jemanden, der sehr viel so in der Energiebranche, PR und Kommunikation macht, der sagt, es ist eine Katastrophe, weil die so harsch in diese Branche reinschlägt, dass die sehr, sehr viel kaputt macht explizit, was halt das Voranbringen der erneuerbaren Energie und diese ganze Solargeschichte Beispiel betrifft. Und wenn ich so was höre, bin ich immer so, dass ich warte mal, es wird doch aber auch eine konservative, also in dem Fall CDU konservative Argumentation geben, die dagegen hält die ist aber in unserer Medienlandschaft findet die gerade so gut wie gar nicht mehr statt. Wobei man auch sagen muss, dieser öffentlich rechtliche Podcast, der hat das wirklich gut aufgedrieselt, auch wirklich sehr komplex, sage ich mal, und kommt zum Ende zum Schluss. Also so ganz, ganz sauber kommt es denen trotzdem nicht vor, was da gerade passiert, was diese Interessenspolitik betrifft. Aber da gibt es, wie gesagt, häufig eben zwei Lesarten.
Robert Kuhne
Also du hast vorhin was Interessantes gesagt, nämlich warum man, wenn man das Problem sieht, nicht schneller handelt. Also so ungefähr. Und ich erinnere mich an die ER Jahre auch noch selbst aus eigenem Erleben. Wir hatten ja damals eben diese FCKW Situation, also ein Kühlmittel, was in den Kühlschränken und Spraydosen vor allen Dingen verwendet wurde. Und dieses FCKW ist ja sozusagen ein sogenanntes F Gas, was auch in die Atmosphäre gelangt und ähnlich und mal stärker als dieses Kohlendioxid sich in der Atmosphäre festsetzt und quasi wie so eine wärmende Decke über der Erde liegt und die Wärme nicht mehr abstrahlen lässt, also Treibhausgas. Und als das also rauskam und die Wissenschaftler sozusagen erforscht hatten, wir sehen jetzt das Ozonloch an der Südhalbkugel, also teilweise über Chile, Südamerika, Australien, bildet sich sozusagen das Ozonloch in den südlichen Sommermonaten, also separat September bis April zurück. Das heißt, die Atmosphäre geht dort auf oder das Ozon geht weg und schädliche Sonnenstrahlen treffen auf die Erde und verursachen dann teilweise mehr Hautkrebs oder auch teilweise tödliche Verstrahlungen. Da hat die Welt sofort reagiert. Es gab 1987 das Montreal Protokoll und dort hat sich die Weltgemeinschaft geeinigt, FCKW zu bannen und sozusagen zu ersetzen. Kritiker sagen heute, man wollte nur neue Technologien befördern und so weiter. Und dieses Ozonloch gab es gar nicht. Das gab es definitiv. Die haben das gemessen über die Jahre mit Ballons und Satelliten und es gab auch einen Chemie Nobelpreis 1995 dafür. Also heute sagst du, das war doch gar nicht so schlimm. Das Ozonloch ist wieder von alleine weggegangen. Ist es nicht, sagen heutige Wissenschaft? Ich habe tief noch mal recherchiert, also gestern den ganzen Tag genau in dem Thema, weil ich dachte, das Ozonloch war vielleicht auch schon so ein Hooks, so eine Klima Lüge vielleicht, aber war es scheinbar wirklich nicht. Das Ozonloch war da. Es ist jetzt noch nicht ganz weg, aber es ist jetzt nur über der Antarktis, wo es niemanden stört, also die hohe UV Strahlung. Aber es war da und wurde von der Weltgemeinschaft gelöst, das Problem.
Peter Stavowi
Ich finde das spannend, dass du das erzählst. Ich glaube, es wäre mal der Zeitpunkt, wo wir kurz den Begriff False Balance einführen. Ich weiß nicht, wie gut du den kennst. Also die falsche Balance. Wir haben witzigerweise habe ich heute Morgen sehr gegrinst, als ich irgendein TikTok oder Insta Reel von uns gesehen habe, wo jemand drunter geschrieben Unglaublich, wie ihr hier False Balance betreibt. Und da juckt es in den Fingern, drunter zu schreiben, Hier hat wohl jemand den Begriff False Balance nicht verstanden. Es geht ganz schlicht darum, dass wir Medien, ihr Medien berichten über einen Fakt und es gibt eine wissenschaftliche Meinung und es gibt aber eine Meinung, die dagegen hält. Und in den klassischen Medien ist es ja nun mal so, dass du eine Stimme und eine Stimme hast und Medien den Auftrag haben, Vielfalt abzubilden, also möglichst alle Meldungen. Und in dem Moment, wo du aber die eine Stimme hochhebst, quasi auf diese hunderte von Stimmen, und da sind wir beim Thema Klimawandel. Wir haben einen Klimawandel Wandel. Und wer es nicht erträgt, meinetwegen sei der halt Natur gekommen, aber wir haben einen Klimawandel. Wir müssen was dagegen tun. In dem Moment, wo du den einen sagst, wir haben das nicht, betreibst du False Balance als Medien, also falsche Ausbalancierung, weil der Auftrag ja ist, abzubilden, was ist. Es geht aber in dem Fall nicht nur um Meinung gegen 100 Wissenschaftler. Und gerade Wissenschaft hat ja auch ein sehr tiefgängiges System. Previews, Reviews, wie die mit ihren Forschungsergebnissen umgehen, das wird kritisiert. Das verändert sich auch im Laufe der Zeit immer mal. Und das wird, glaube ich, nach wie vor auch gerade in alternativen Medien sehr massiv betrieben.
Robert Kuhne
Aber eine False Balance ist ja auch, dass sich die Medien so entwickelt haben, wie sie sich entwickelt haben. Wir haben ja heute, also die Wetteraufzeichnung gibt es seit 150 Jahren ungefähr, seit 180 wird das so gemacht, wie wir es heute verstehen. Aber heutzutage haben wir natürlich eine ganz andere Berichterstattung übers Wetter. Guck dir an, wie stark Wetterthemen auch bei uns bei Tag 24 rezipiert werden. Also sobald du etwas über das Wetter schreibst, gehen die Leute wie verrückt da drauf und lesen das mit höchster Begeisterung. Jetzt kommt die nächste Hitzewelle. Oh Gott, das will die Hitzewelle. Also schon die Begrifflichkeiten. Ich will mich da gar nicht aus der Verantwortung nehmen. Wir nutzen das natürlich auch, um die Menschen sozusagen auch dazu zu bringen, unsere Stoffe zu lesen. Nur das, was drinsteht, sollte dann auch stimmen. Oder Dominik Jung, dieser Wetterfrosch, der in fast allen Sendern auftaucht, der immer wieder so eine Hitzesituation habe ich noch nie gesehen. Als wenn die sowas sagen, ist es meistens gar nicht so schlimm. Die letzte Hitzewelle vor vier Wochen, die war viel schlimmer und da war die Warnung davor nicht so stark. Außer Kachelmann liegt da immer ein bisschen richtiger, aber dann auch wieder mit so harten, harschen Tönen, dass man einfach auch sehr viel Angst kriegt. Und das meine ich eben. Also du hast mehr Katastrophe in der Berichterstattung als dann in der Realität und trotzdem verschiebt sich das ganze Klima hin zu mehr Katastrophe. Und das ist eben wie die Geschichte
Peter Stavowi
mit dem Dorf und dem Wolf, eine alte Diskussion aufmachen. Ihr seid natürlich schuld, ihr Medien.
Robert Kuhne
Ich habe mich jetzt daran gewöhnt, auch Lanz und Brecht diese Woche wieder. Ich habe mich dran gewöhnt. Wir sind an allem schuld. Und ich sage aber am schuldigsten ist der Leser der uns liest. Also lies uns nicht mehr, dann hast du auch nichts mehr in deinem Kopf, außer deine eigenen Gedanken und dann kannst du dir selbst ein Bild machen, ohne
Peter Stavowi
das Thema wechseln zu wollen. Ich habe ja wirklich sehr viele Diskussionen über Medien auch immer wieder geführt und ja auch Blog zum Thema und so weiter und so fort. Ich sage dann auch immer, das Publikum kriegt auch ein bisschen das, was es verlangt. Aber lass mal bei dem Klimathema bleiben. Und vielleicht mal an diejenigen, die jetzt gerade schon kochen, weil wir hier von Klima, menschgemachten Klimawandel sprechen. Wir reden ja noch nicht von Klimakrise, was übrigens auch ein Framing ist. Also diejenigen, die wütend sind, da kann man immer sagen, das hat was mit dir selber zu tun, weil wir betrachten hier eigentlich nur nicht eigentlich, wir betrachten hier ganz knallharte Fakten. Und das finde ich auch spannend und das ist glaube ich bei allen unseren Podcast Themen oder bei den meisten so, dass ich das wirklich für wichtig halte, dass man mal so ein bisschen trennt, diese persönliche Ebene. Also du hast dein Auto abzugeben, du hast deine Ölheizung abzuschalten, du hast dies und das zu mach und diese Metaebene. Und das haben wir beide, glaube ich jetzt gerade schon ganz gut rausgearbeitet. Es gibt auf jeden Fall harte Fakten und lass uns die doch mal auf der Metaebene und jeder, der jetzt da draußen wüten wird, stell doch mal die Wut Moment zurück und versuch dich mal mit den harten Fakten zu befassen. Und hartes Fakt ist zum Beispiel übrigens finde ich auch super spannend, es gibt eine Studie des Bundesministerium für Arbeit und Soziales von 2026 dass ein einziger Hitzetag über 30 Grad die deutsche Wirtschaft 431 Millionen Euro kostet. Davon sind 97 Prozent reine Produktivitätsverluste. Ich weiß nicht, wer versucht hat, bei über 35 Grad noch am Schreibtisch zu bleiben oder am Fließband zu stehen oder hinter der Theke irgendwo zu stehen. Und daraus könnten, das ist jetzt wiederum Eine Schätzung, bis 2060 jährliche Zusatzkosten durch Hitze im Bereich von Milliarden liegen. Das heißt, Hitze ist nicht einfach da, sondern die schadet wirklich massivst der deutschen Wirtschaft. Und wenn wir auf dieser Metaebene bleiben, heißt wir müssen was tun? Wir müssen aktiv bleiben und jetzt geht es nur noch darum, wie stark wir aktiv sind. Wenn wir über das Thema Klima, Klimaschutz reden und Veränderung, dann lass uns anschauen,
Robert Kuhne
wer die schlimmsten Klimakiller sind. Also woher kommt denn das? Also woher kommen die Gase, die da abgeleitet werden in die Atmosphäre, die damit erstmal den Treibhauseffekt verstärken? Also 73 Prozent kommen aus dem Energiesektor, 73 Prozent all dieser dieser Treibhausgase kommen aus Verbrennung, Fossil, Rohstoffe, also Kohle, Öl, Gas, aber auch Strom, also mein Strom muss ja auch irgendwie erzeugt werden. Gebäudeheizung, Industrie, also die Industrie ist mit Abstand Der mächtigste Treiber, 73 Prozent, das ist eine Riesenzahl. Dann kommt Land und Forstwirtschaft, im stärksten natürlich die Landwirtschaft mit Massentierhaltung, weil da Methan ausgestoßen wird und Methan ist wesentlich um 100 faches stärker, also um einfach stärker als CO, also wenn die Tiere pupsen und das ausstoßen und das geht in die Atmosphäre, genauso wie Kunstdünger. Kunstdünger enthält Lachgas und Lachgas wird auch freigesetzt, aber auch die Brandrodung von Tropenwäldern, die machen jetzt nicht nur das Klima schlechter, weil die Bäume keine Photosynthese und Sauerstoff erzeugen können, sondern auch die setzen natürlich Co Freitag vorher geboten war. Das heißt also wir haben 73 Prozent aus dem Energiesektor, 18 Prozent aus Land und Forstwirtschaft. Dann kommt der Verkehrssektor, der wird fast vollständig vom Straßenverkehr getragen und Flug und Schiffsverkehr sind jeweils nur so 1,6 Prozent jeweils. Also man denkt immer, das Flug ist so schlimm, aber es ist im Vergleich eigentlich eher noch klein. Beim Schiffs also beim Flugverkehr, zu dem stehe ich, den brauchen wir, um uns zu verbinden. Beim Schiffsverkehr, also jetzt, also bei Kreuzfahrten bin ich mir nicht ganz so sicher, ob das wirklich so nötig ist, dass man das machen muss. OK, Schwerindustrie und vor allen Dingen die Zementindustrie ist so der größte Einzelverursacher. Bei der Industrie selbst, also da geht es um zwei Prozent des Klimawandels, verursacht sozusagen die Zementindustrie. Das sind jetzt also die schlimmsten Killer. Und jetzt sitzt du zu Hause, du und ich und sagst so, was kann ich denn jetzt tun? Also ich bin kein großer Industrieboss, ich habe keine Massentierhaltung zu Hause, ich fahre mit dem Auto. Oh Gott, ja, das stimmt, aber ich bin nur einer von acht Milliarden Autos auf. Der Erde und ich habe auch keine Zementindustrie und ich verarbeite auch kein Zement. Ja, okay, ich wohne in einem Zementhaus, das muss ich mal überlegen. Kann ich das vielleicht aus Holz bauen? Reiße ich mal Altes ab?
Peter Stavowi
Warte mal, warte mal, jetzt bist du ja wieder auf dieser persönlichen Ebene, trifft dich natürlich persönlich, aber bleiben wir, gehen wir noch einen Schritt zurück. Es gibt ja jede Menge Argumentationen, auch ich glaube, ich habe es in der vergangenen oder vorangegangenen Folge schon mal gesagt, wir haben 82, 83 Millionen Deutsche, wir sind ein Prozent der Weltbevölkerung. Also es gibt ja in diesen Argumentationen auch häufig, was passiert in China, da entstehen neue Kohlekraftwerke, wobei, das habe ich auch extra noch mal nachgeguckt, China investiert extrem in erneuerbare Energien gleichzeitig, es entsteht halt, weiß ich, in Indien eine große Industrie und so weiter und so fort. Also wir haben ja weltweit auch Herausforderungen und da kommt ja immer das Argument, was sollen wir denn hier in Deutschland, die wir schon so ein bisschen auf der Insel der Glückseligen leben, was das Thema Klima und Umweltschutz betrifft, was sollen wir uns denn hier noch mehr anstrengen? Und das finde ich tatsächlich eine super, super spannende Frage, wobei man halt das Gegenargument dort ist, erstens, wenn wir uns vorbildlich verhalten und wir sind nach wie vor einer der Exportweltmeister, dann hat das unter Umständen auch Auswirkungen auf andere Regionen. Zweitens, wir können ja nicht über die Grenze hinweg regieren. Es gibt zwar so was wie internationale Vereinbarungen, da sieht man ja aber gerade wie die Bröseln, sage ich mal, Aber gleichzeitig übrigens auch die Saudis, die versuchen ja auch unabhängig von dem fossilen Brennstoff Erdöl zu werden.
Robert Kuhne
Also wir schauen ja immer so auf uns selbst und sagen, warum sollen wir diese ganzen Richtlinien einhalten und die ganzen Werte, wenn doch China und Indien jetzt gerade in der letzten Zeit, in den letzten Jahrzehnten so massiv aufbauen und aufrüsten, dass sie mehr ausstoßen als wir jemals zuvor. Das stimmt eben nur bedingt. Du hast es gerade angesprochen, also China hat sich selbst verpflichtet, bis 2030 die Weltklimaziele zu erreichen und bis 2060 klimaneutral zu werden. Aber Sie sagen eben halt, hört auf immer auf uns zu zeigen. Ihr habt jetzt 150 Jahre lang ungestört Emissionen in die Luft gepustet, ihr habt euren gesamten Reichtum auf diese Sache aufgebaut. Wir holen hier in 30 Jahren und nicht 150 einfach eure gesamte Entwicklung und stellen die gesamte Industrie auf erneuerbar um. Ja, wir bauen Atomkraftwerke, ja, wir bauen auch noch Kohlekraftwerke für den Notfall, aber jetzt schon haben die erneuerbaren Energien über 50 Prozent des Gesamtenergiebedarfs. Des Landes, die sie damit decken. Also das ist schon ein Land mit einer großen Vision. Diese Klimaneutralität haben die wirklich zu einem Hauptziel erklärt. In Indien sieht es leider ganz anders aus. Die sind da nicht so, aber das liegt eben auch an der Diktatur, die China hat mit der Kommunistischen Partei, die diese Ziele klar vorgibt. Und da haben wir halt eben alle Glück als Weltbevölkerung, dass die eben mal jetzt eine friedliche Diktatur ist, die eben scheinbar das Wohle oder das Überleben der Menschheit im Sinne hat.
Peter Stavowi
Du hast es Diktatur genannt.
Robert Kuhne
Interessant der Einfachheit halber für die Story.
Peter Stavowi
Aber tatsächlich hast du gerade die Argumentation gerade von vielen Ländern aus der Dritten Welt genannt, die gesagt haben, ihr seid reich geworden, habt euren ganzen Wohlstand aufgebaut, indem ihr auch unsere Ressourcen ausgenutzt und ausgebeutet habt. Warum sollen wir jetzt euren Klimazielen folgen? Und das ist tatsächlich im ersten Moment erstmal eine stichhaltige Argumentation. Wobei ja grundsätzlich die Frage ist, und da sind wir ja so ein bisschen, wir sind ja auf dieser Metaebene, wie geht es weiter? Es gibt ja eine Vereinbarung international, dass man sagt, wir versuchen die Erderwärmung zu bremsen. Ambitioniert sind diese 1,5 Grad.
Robert Kuhne
Ich würde noch warten, bevor wir zu diesem weit, wie geht es weiter? Und vielleicht auch zu Lösungsansätzen kommen, vielleicht auch zu Erdmanipulation durch Wetterbeeinflussung, alles interessante Fakten. Ich würde gerne noch mal in diese Psychologie eine Minute einsteigen in die Psychologie. Ich habe so fünf Archetypen im Klimakrieg ermittelt. Im Klimakrieg, ich würde es jetzt mal so nennen. Also wenn wir das jetzt mal auf die Menschheit herunterbrechen, ich habe es versucht auf drei runterzubrechen, drei Persönlichkeiten, wie sie mit dem Klimawandel umgehen. Habe es nicht geschafft. Also ich musste fünf wählen. Also wir beginnen mit dem Leugner, den haben wir mehrfach schon angesprochen, der Leugner, der wehrt jetzt nicht die Physik komplett ab und sagt, da ist nichts, sondern er sieht natürlich die Hitze, er sieht natürlich die Veränderung, aber er sagt, das ist nicht menschengemacht, sondern das sind einfach Rhythmen. Die Natur reagiert auf etwas, vielleicht auch auf unsere Fehlhaltung, aber es ist nun mal so. Im Prinzip psychologisch hat er sehr viel Freiheitsverlust, Wohlstandsverlust im Sinn. Du hast das schon angesprochen. Also da geht es sehr viel auch darum, dass er verlieren könnte. Dann haben wir den Alarmisten, das ist im Prinzip das Gegenteil oder vielleicht sogar der Verwandte. Das kann man sehen, wie man will. Es gibt das vielleicht auch links oder rechts oder extrem und im gemäßigt, aber der lebt in so einem permanenten Endzeitschrecken. Also der ist der, der mir sozusagen jede Woche neu das Enddatum in zehn Tagen geht die Welt unter und du kannst nichts tun. Auch letzte Generation sehe ich auf der linken Seite da stehen oder die Straßenblockaden, die einfach die, also wirklich, wir sind die letzte Generation, die hier lebt und danach gibt es nichts mehr.
Peter Stavowi
Ich habe die Tage einen Kommentar unter so einem Posting gelesen, wo jemand schrieb, genau deswegen habe ich keine Kinder in die Welt gesetzt.
Robert Kuhne
Spannend, Ja, aber das muss man ernst nehmen. Also das muss man gerade bei jüngeren Leuten ernst nehmen, wenn sich das in den Köpfen wirklich festsetzt. Und das meinst du wahrscheinlich, wir müssen heute positiv bleiben. Also wenn sich diese Negativität des Klimagedanken so festsetzt, dann gibt es keinen Lebensgrund mehr. Dann schwindet der Lebenssinn für unter Jährige massiv, weil sie einfach sagen, was soll ich denn dann hier machen, wenn 2030 wirklich der Kipppunkt ist und wir 2060 also hier eine überschwemmte Erde haben.
Peter Stavowi
Ja, Vorsicht, 2030 ist der Kipppunkt. Es gibt verschiedene Kipppunkte, also vorsichtig mit diesen.
Robert Kuhne
Also wir haben den Leugner, wir haben den Alarmisten, wir haben den Technokraten und der Technokrat ist jemand, das sind viele Ingenieure oder auch KI Experten, die glauben, wir kriegen das Problem hin ohne eine Lebensstiländerung. Also klar, eine Lebensstiländerung wäre schon von einem Benz auf ein E Auto umzusteigen, aber wir fahren weiterhin Auto, wir machen alles wie bisher, kriegen aber durch die höchste Intelligenz, die durch die AGI, also durch die KI Revolution hervorgerufen wird, Lösungen hin für diese Sachen. Wir entwickeln Geräte, die das Klima auf jedem Hochhaus sozusagen reinigen, also Co absaugen.
Peter Stavowi
Du am Ende könntest du die Politik von Robert Habeck versuchen, in diese Schiene reinzuschieben, der ja gesagt Wenn wir den Klimawandel zum Wirtschaftsmotor machen, indem wir ganz viel in erneuerbare Energien investieren, indem wir dort versuchen, versuchen eine Wirtschaft aufzubauen, die Weltspitze ist. Um übrigens die alte Wirtschaft so ein bisschen abzulösen, können wir international funktionieren. Ist das nur leider nicht aufgegangen bisher?
Robert Kuhne
Bisher nicht, aber er war ja auch nicht wirklich an der Macht oder nicht lange genug.
Peter Stavowi
Vielleicht ist ihm kaputt geredet worden.
Robert Kuhne
Und diese technokratische Technokratie ist natürlich ein sehr schlechtes Wort, weil das immer so negativ besetzt wird. Aber hier geht es eher mehr so um diesen Glauben an Technologie und diese technologischen Gläubigen, die arbeiten schon an solchen Technologien und wissen genau, dass das ein Riesenmarkt sein kann. Auch gut, okay. Also das wäre eigentlich einer, der das positiv sieht. Also wir können das Thema lösen. Dann habe ich den Verdränger, der die Fakten alle theoretisch akzeptiert, aber lebt nach mir die Sintflut. Also der einfach sagt es ist mir scheißegal, was ihr alle sagt. Also ich sehe die Fakten, aber ich bin hier, Das war meine Aussage vorhin. Ich bin ja ganz klein ein kleiner Mensch. Was kann ich tun? Ich kann weder die Zementfabrik verhindern, noch habe ich irgendwie Einfluss auf Donald Trump oder auf Xi Jinping. Mach mir die Sinnflut. Ich bin hier bloß Gast.
Peter Stavowi
Erzählst du dich zu den Verdrängern?
Robert Kuhne
Nein, überhaupt nicht.
Peter Stavowi
Überhaupt nicht. Ich bin gespannt.
Robert Kuhne
Und es gibt die pragmatischer Pragmatiker, da zähle ich mich dazu. Also das sind Leute, die undogmatisch nach Anpassung suchen, die Innovation und gesellschaftliche Resilienz sozusagen als Kern sehen. Also man kann sich auf alles einstellen, wenn man Innovation und gesellschaftliches Verhalten so ändert, dass man sich also anpasst dazu bedeutet. Das bedeutet, dass man Dinge weglässt, dass man eben Müll sammelt, dass man Gemeinschaft nutzt, um Reinigung der Welt zu erreichen von Weltmeeren und so weiter. Das sind wahrscheinlich auch die Finanziers der Technokraten, also die sozusagen durch gemeinschaftliches Geld geben in Technologien, die Lösung verlagert in Technologie. Aber das ist ein Mensch, der sich immer offen und unvoreingenommen darüber informiert, was jetzt gerade los ist und dann an entscheidender Stelle eben sein Kreuz vielleicht an der richtigen Stelle macht, bei der richtigen Partei, die dafür die Lösung verspricht und so weiter. Also es ist schwer als einzelner Mensch jetzt wirklich etwas zu tun. Das ist Fakt. Also du kannst dich lauten Aktivisten anschließen, du kannst dafür laut Werbung machen, aber ich glaube, die Phase ist gar nicht mehr so nötig, weil wir wissen das alle. Alle wissen, dass das Problem da ist und die Leugner mal ausgenommen. Und die Leugner leugnen das nicht, weil sie sagen, es gibt da keine Hitze, es gibt da keine Brände in Spanien und Frankreich, sondern die leugnen das aus anderen, fast schon philosophischen Gründen, die oft, oft, oft mit Freiheit und Manipulation zu tun haben. Sie wollen sich nicht manipulieren lassen aufgrund eines Fakts, weil sie ohnehin denken, der Staat manipuliert sie ständig und jetzt kommt ihr auch noch mit dem Klima und wollt mich auch da noch. Und das auf dieser Welle reitet Trump
Peter Stavowi
ja, also nur zum Teil. Ich habe hier gerade ein bisschen die Augen verleihert. Die Leugner sind ja nicht nur philosophisch unterwegs, sondern es hat natürlich immer auch ein bisschen was zu tun mit Dummheit. Du hast es jetzt Dummheit genannt, aber wie groß ist mein Intellekt, mich mit bestimmten Dingen auseinanderzusetzen, Sowohl als auch. Also halb, halb, halb. Das menschliche Gehirn, das geht mir doch selber auch so. Das menschliche Gehirn hasst es, diese Ungewissheit zu haben. Und wenn jetzt hier so ein Szenario auftaucht, übrigens demnächst schmelzen die Polklappen ab und wenn dann noch das Amazonasgebiet endgültig weggerodet ist, dann ersticken wir hier alle. Und deine Kinder übrigens werden gar kein gutes Leben mehr haben und es werden Kriege ausbrechen um Lebensraum und das letzte saubere Wasser oder so. Dann habe ich doch die Tendenz dazu zu Warte mal, ich mach mal lieber die Rollladen runter. Im Moment sieht es noch nicht so aus, nächste Woche auch noch nicht und übernächste auch nicht. Lass mich mit dem Scheiß in Ruhe. Und das halte ich übrigens für menschlich total nachvollziehbar. Und das ist das, was ich vorhin meinte. Ich finde diese fünf Gruppen, die du da gefunden hast, super spannend. Es gibt diese persönliche Ebene und auf der persönlichen Ebene jemand, der jetzt hier vom Radioempfänger oder vom Spotify oder YouTube sitzt und was reden die da? Es gibt das nicht und wütend wird. Das sagt immer was über dich selber aus und viel weniger über die eigentlichen Fakten. Und was du und ich gerade machen ist, wir versuchen es ganz sachlich und nüchtern auf dieser Meta auf dieser übergeordneten Ebene, wo man ja, wenn wir in Deutschland jetzt noch ein bisschen weniger CO verbrauchen, was ist denn der Unterschied zu den Kohlekraftwerken in China oder zu den Bombenangriffen der Ukrainer auf Ölraffinerien und umgekehrt, wo riesige schwarze Rauchwolken in die Atmosphäre aufsteigen. Da kannst du mit deinem Diesel noch zehnmal hin und herfahren zwischen Dresden und Leipzig oder Berlin und Frankfurt. Also trenne die persönliche Ebene, wenn du erstmal gar nichts machen musst, sondern erstmal nur mal anschauen muss, hier verändert sich was und was kann ich jetzt auf der Metaebene tun? Und dann ist meiner Meinung nach, dann nimmt das ganze Thema, bekommt so ein bisschen weniger Dramatik.
Robert Kuhne
Wir sehen halt deutlich an dem Ozon Thema, 1987 war die Welt eine andere, da war sie wirklich einiger. Also ja klar, unter der Führung der Westen.
Peter Stavowi
Meinst du das ernst? 87 natürlich einiger.
Robert Kuhne
Ja, definitiv. Das kommunistische System war kurz vor dem Ende. Michail Gorbatschow war auf Entspannung aus China, war einfach am Boden, war schwach. Der Kalte Krieg war quasi zu Ende.
Peter Stavowi
Robert Es ist super spannend, dass wir jetzt wieder doch auf das Ost West Thema kommen. Ich bin im Westen los geboren und ich habe 87 gedacht, dass wenn ich dreiig bin, ich war damals so 16, dass wir in überdachten Städten leben, weil im Fernsehen das rauf und runter ging, der deutsche Wald stirbt und dann sind wir über übrigens wieder bei meinem Lieblingsthema Empörung. Wer hat das eigentlich erfunden? Es gibt auch in der Klimaforschung gibt es eine breite Debatte darüber, ob die ganze Dramatik, die da reingetragen wird, diese Endzeit Szenarien, die wir runterkochen und wo sich übrigens ein erheblicher Teil der Leugner ja wirklich brutal gegen wehrt und es auch noch mehr gibt, die jetzt mal piano piano. Das ist irgendwann in den ERN entstanden und da war sich die Welt mitnichten einiger, weil da sind die Grünen entstanden und da flogen Steine an der Startbahn West in Frankfurt und die die Grünen haben die Altparteien besprochen. Also ich kann jetzt hier lange aushalten.
Robert Kuhne
Du hast natürlich recht, aber was ich sagen wollte in der Problemlösung, also wenn die Welt ein globales Problem hat, dann war das 87 scheinbar leichter zu lösen als heute. Das meine ich. Heute sind die Blöcke ausgeprägter denn je und die Interessen ausgeprägter denn je. Also die wirtschaftlichen, vielleicht aber auch sogar die politischen.
Peter Stavowi
Also 1987 ich spekuliere jetzt ein bisschen, weil ganz tief stecke ich nicht im Thema. Da waren die USA noch der Welt Sheriff und haben sich auch so aufgespielt und die Rußen haben in ihrem Block den Welt Sheriff gemacht und die beiden Blöcke haben sich arrangiert. Und dann kann man im Westen sagen, was wirklich wirtschaftlich krass dominierend war für die ganze Weltwirtschaft. Wir machen jetzt übrigens FCKW Stopp und dann ziehen alle mit. So war das damals. Und das ist aber inzwischen zum Beispiel auch erodiert. Und der Schaden, den Donald Trump mit seinen Lügenmärchen da und mit seinem wilden Rum fantasieren international, der wird auch in zehn Jahren übrigens noch da sein. Die Amerikaner sind als vertrauensvoller Partner gerade wirklich hops gegangen, aber die waren damals die Weltwirtschaft dominiert mit dem Dollar und dann wurde das durchgesetzt. Da ist meiner Meinung nach nicht ein einiger.
Robert Kuhne
Also gut, ich empfinde es als eine Zeit. Mag sein, dass die USA natürlich damals dominanter war.
Peter Stavowi
Du empfindest es als eine Zeit, super spannend. Die Vergangenheit wird verklärt. Sorry, wenn ich dich damit jetzt so konfrontiert.
Robert Kuhne
Die Wahrheit ist doch, dass es damals leichter globale Lösungen geben konnte, als es heute die gibt.
Peter Stavowi
Ich habe neulich einen Politiker Wissen Sie, Herr Stavowi, alle reden immer davon, dass wir in Zeiten mit besonderen Herausforderungen leben. Können Sie mir mal die letzten 20 Jahre einen Zeitpunkt nennen, wo wir keine besonderen Herausforderungen hatten? Und ist dieses besonders, besonders nicht langsam ausbesondert? Also so hat er es nicht formuliert. Das ist jetzt meine Formulierung. Also das ist nämlich wieder diese Lesart der Welt, der Situation. Ich liebe es. Wir machen einen Medienpodcast. Wie schauen wir auf die Welt? Ist das hier alles dem Untergang geweiht? Reiten wir, sind wir die Reiter der Apokalypse und reiten Richtung Abgrund? Ich habe das Bild versauen, aber du weißt, was ich meine. Oder ist es einfach jetzt mal an der Zeit zu sagen, wir haben hier eine Herausforderung? Die Menschheit stellt sich dieser Herausforderung und wir werden das schon irgendwie gewuppt bekommen und wenn nicht, dann eben übrigens auch nicht.
Robert Kuhne
Oft kann man das ja nur rückwärts sehen und einschätzen. Und da waren eben, sagen wir mal, die letzten 20 Jahre, also sagen wir minus 4, also bis 2022, also bis vor Corona, die waren halt ruhiger, friedlicher und konsensfähiger. Das meine ich. Und in den ERN.
Peter Stavowi
Ja gut, ja gut, ich finde die these spannend. Ich glaube, das hat, hat aber auch wahnsinnig viel damit zu tun, jetzt verwechseln ganz bisschen mit den sozialen Netzwerken und dem Wissen, was wir haben, mit den Verschwörungstheorien, die bei YouTube rauf und runterlaufen, nicht gestoppt werden mit den Informationen, die wir wirklich haben, wo man wirklich mal hinter die Kulissen geguckt hat und gesagt hat, warte mal, das kann doch eigentlich gar nicht sein. Wir hatten eine einfach erklärte Welt, aber die war nicht einfach. Die war immer so komplex.
Robert Kuhne
Es ist am Ende wieder der Kampf um die Wahrheit. Und die Wahrheit war damals vielleicht konnte leichter überleben als heute.
Peter Stavowi
Heute wird sie komplett, heute haben wir viele Wahrheiten.
Robert Kuhne
Donald Trump hat Truth Social sein eigenes Portal, wo er aus meiner Sicht fast nur Unwahrheiten verbreitet oder Hass und Hetze selbst betreibt, staatlich sozusagen. Das ist ein Riesenproblem. Und wenn er sagt, es gibt keinen Klimawandel oder wir schaffen die ganzen Förderungen für diese ganzen Klimaorganisationen ab, dann verkündet er auf Truth Social, also auf seinem Wahrheitskanal, verkündet er die Unwahrheiten. Und das meine ich. Also diese Zerrissenheit kommt sicher auch dadurch, dass wir so viele verschiedene Wahrheiten haben, diese gemeinsame Geschichte, die uns als Welt fehlt und dass die Welt einfach durcheinander ist, also geistig durcheinander und dadurch eben nicht an einem Strang ziehen kann. Das ist wahrscheinlich das, was ich meine und fühle, dass wir eben damals in den ERN, auch ERN noch gemeinsamere Basen hatten, gemeinsame Erzählungen, eine gemeinsame Welt. Und heute wird sie komplett zerlegt. Du hast völlig recht, wenn du bei Insta, Facebook, TikTok, wo auch immer in eine Bubble gerätst, du kannst sehr, sehr schnell wirklich diese ganzen Sachen glauben. Also diese ganzen Klimazahlen werden dort zerrissen ohne Ende. Also wir haben ja das Szenario, also Wenn wir diese 1,5 bis 2 Grad schaffen sollten, selbst wir sind ja da
Peter Stavowi
jetzt schon Fakt ist nicht mehr realistisch.
Robert Kuhne
Das ist nicht mehr zu schaffen. Aber das bedeutet jetzt schon Fluten, Hitzewellen, Korallenriffe sterben, aber die Zivilisation bleibt in ihrer Grundstruktur noch steuerbar. Schlimmer wird es, wenn wir 2,5 oder 3 Grad erreichen. Dann haben wir weitflächige Dürregürtel in Afrika, die sich bilden, von dem du sprachst, wo dann die Leute wirklich fliehen müssen, weil sie eben bei 50 60 grad einfach nicht überleben können. Du kannst nicht vor die Tür gehen, hast auch keine Alternative da, du musst dann weg und da hast du dann Millionen Klimaflüchtlinge und hast natürlich dann diesen Kaskaden Schadeneffekt, dass eine Kettenreaktion auftritt. Eben dieser Permafrostboden in Sibirien, der würde dann sozusagen auftauen. Auch das dort gebundene Methan oder Kohlendioxid würde freigesetzt werden, das Eisschild in Grönland würde verschwinden, der Meeresspiegel würde steigen und der Golfstrom schwächt sich. Aber ich meine, was der Golfstrom jetzt gerade treibt, sehen wir ja auch. Also meine El Nino, der war dieses Jahr stark, nächstes Jahr soll er noch stärker werden, weil von Juni bis April 27 baut sich das jetzt auf. Sie beobachten jetzt schon, was sich da aufbaut für eine enorme Kraft, die dann 27 zuschlägt, was dann wieder dazu führt, dass wir jetzt bei uns sehen, dass der Golfstrom durch seine zu große Kraft in andere Richtung drängt und in Europa das Wetter nicht gleichmäßig wegschiebt, sondern dass aus Afrika sich diese Haare Luft bis zu uns hoch schieben kann, weil eben der Golfstrom woanders hin wedelt oder seine Kraft eben irgendwie in der Karibik aus.
Peter Stavowi
Während du das referiert, habe ich übelst Lust Leugner zu werden. Das ist doch, das ist doch genau das Thema dieses Jahr Szenario ist massivst erschlagend. Das ist so frustrierend und ich als einzelne Person kann gerade nicht mehr viel tun. Das ist doch die Wahrnehmung. Also vor allem redest du ja wenn 27 2030 das ist ja alles in greifbarer Nähe.
Robert Kuhne
Na gut, dann müssen wir diese Szenarien müssen wir dann durchstehen, indem wir unser Verhalten wahrscheinlich so ändern, dass wir eben in zehn Jahren das wieder rückläufig erleben werden.
Peter Stavowi
Ja, rückläufig. Also es ist tatsächlich finde es wirklich richtig schwer, sich in dieser Intensität damit auseinanderzusetzen, um zu sagen, im Grunde sind wir schon ein bisschen spät dran, weil wenn einmal die Polkappen abgeschmolzen sind, wenn die Gletscher, die verschwinden ja zunehmend, wenn die weg sind, sind die weg, die kommen nicht wieder. Und da kommt man dann, bin ich dann doch auch eher Richtung, ich sag mal, verdränger Technokrat oder vielleicht Pragmatiker, vielleicht finden wir irgendeine technische Lösung oder du
Robert Kuhne
bist dann Bill Gates und bist super Milliardär und sagst, wir machen Geoengineering.
Peter Stavowi
Unter Umständen funktioniert das auch.
Robert Kuhne
Ja, also gut, das wäre jetzt eine Technokratenlösung, wo man hofft, dass es wohlmeinend gemeint ist. Es gibt zwei Möglichkeiten bei diesem Geoengineering und darüber reden Sie jetzt massiv. Jetzt gerade vor dem Hintergrund, in Mexiko gibt es eine Konferenz, wo Sie darüber sprechen, was machen wir mit El Nino 27? Also schaffen wir es sozusagen, das Meereswasser in der Gradzahl abzusenken, weil darum geht es beim Geoengineering. Man muss in die Atmosphäre etwas einbringen, was die Temperatur an der Meeresoberfläche senkt. Und das geht nur, indem man die Sonne daran hindert einzustrahlen. Also versucht man Schatten zu erzeugen. Das geht in erster Linie mit Wasser, also Wolken, Wolken, die man sozusagen erzeugt, indem man meeresnahe Wolken, die jetzt schon existieren, mit Wasserdampf impft und dadurch künstlich aufpustet. Die Gefahr ist allerdings, dass die dann sich irgendwo anders in Südamerika meistens, weil sie machen sie über den Pazifik dann abregnen, was wiederum zu Sturzfluten führen kann. Aber zumindest hast du erstmal auf dem Meer Schatten. Das wäre Nummer eins.
Peter Stavowi
Das ist ja so ein typisches Thanks Fiction Film Szenario in der Kategorie Katastrophen Science Fiction Film, die sagen, wir versuchen mit Satelliten irgendwas zu beeinflussen und dummerweise
Robert Kuhne
kippt es dann, die Erde funktioniert seit Millionen Jahren hat sich eine Harmonie aufgebaut und wir stören dieses Verhältnis binnen Monaten. Klar, dass die Erde dann komisch reagiert, das ist zu erwarten. Aber zumindest der Gedankengang, da liegt ja viel Hoffnung und Glaube drin oder auch viel, also auch bei diesen Machern, bei diesen Technokraten liegt ja auch viel Glaube daran drin, dass sie das große Geld vom großen Gott erhalten haben, um die Welt zu retten. Also die haben ja sehr viele Messias Komplexe da auch mit drin enthalten, vielleicht auch zu Recht. Wer viel Geld hat, muss sich auch mehr kümmern, hat auch mehr Verantwortung Die zweite Möglichkeit ist, Schwefel in die Atmosphäre zu bringen. Das ist eine Sache, die ist effizienter. Das muss dann allerdings in die Stratosphäre. Das ist höher als die Flugzeuge fliegen, also über Metern Höhe müsste sozusagen. Das ist im Prinzip vergleichbar mit einem Vulkan. Wenn der ausbricht, schleudert er das Zeug in die Stratosphäre. Das zieht dann um die Welt und macht sozusagen einen Schattengürtel um die ganze Erde. Das hat man 1991 beim Pina Turbo Ausbruch, das war auf den Philippinen, daran erinnere ich mich noch, erlebt und gemessen. Da hat sich die Weltgradzahl um ein bis zwei Grad gesenkt, allein durch diesen Asche Staub in der Atmosphäre. Und das will man jetzt mit, Das ist im, im Prinzip ist das ein Schwefelstaub. Und diesen Schwefelstaub will man jetzt selbst einbringen, um die Sonne davon abzuhalten, auf die Erde zu strahlen.
Peter Stavowi
Aber nicht, dass wir dann noch eine neue Eiszeit kriegen.
Robert Kuhne
Das ist die Frage. Das ist ja die Kritik der vielen. Da ist Bill Gates eben führend bei dieser ganzen Sache mit mehreren Forschungsprojekten und das ist noch nicht erlaubt. Es gibt dort einzelne kleine Forschungsprojekte. Da gibt es so ein Startup, das heißt Make Sunset. Also interessant, das sind zwei Tech Leute, die schicken jetzt schon Ballons mit so einem Schwefelzeug nach oben und verkaufen sozusagen Kühlungszertifikate. Das machen sie Entwicklungsländern, wo sowas möglich ist. Das Ding ist nur, die Technologie wird dann existieren und sie ist da. Es gibt kein Gesetz, was dich davon abhält, in der Atmosphäre Dinge zu tun. Das gibt es nicht. Es gibt keine weltweite Einigung dafür, außer dieses Montreal Memorandum zur Ozonschicht. Also wenn irgend so ein Drittstaat diese Technologie hat oder Dubai Regen erzeugen will, was sie auch schon machen, schießen sie Silberionen in die Luft und machen Regen oder machen den Himmel wolkenfrei, wenn die Olympiade ist.
Peter Stavowi
Es gibt ja massig Berichte auch aus den er Jahren, zum Beispiel, wenn man Staatsbesuch in Moskau gemacht hat, das war immer Sonnenschein. Das hatte auch was damit zu tun. Das wird in China auch gemacht, dass das Klima in solchen Situationen halt tatsächlich beeinflusst wird. Regenwolken vorher abgeregnet werden durch Geothermie.
Robert Kuhne
Das ist so. Aber das ist Geoengineering im Kleinen. Wenn du jetzt die ganze Stratosphäre mit einer Staubschicht aus Schwefelteilchen überziehst, dann gilt das ja für alle, alle Menschen, abgesehen davon die, die auch das Sonnenlicht brauchen, um Vitamin D zu erzeugen.
Peter Stavowi
Dann jetzt die Frage, also was erwischt uns zuerst? Die KI, die die Weltherrschaft übernimmt, von der immer erzählst oder der Klimawandel oder die Geoengineering, die unser Klima zerstören? Das sind doch jetzt beides Untergangsszenarien und haben wir noch eins?
Robert Kuhne
Aber Moment, wieso ist das ein Untergangsszenario, wenn sich Menschen mit viel Geld darum kümmern wollen, dass die Erde abkühlt?
Peter Stavowi
Ich bin, glaube ich, geprägt durch diese Science Fiction Filme Superstorm.
Robert Kuhne
Nicht, dass ich das gut finde. Also wir sind ja da ganz nah beim Thema Chemtrails. Also Leute, die das machen, die doch schon lange. Guck dir die Flugzeuge an, diese vielen Kondensatoren, die jetzt zu sehen sind. Das ist doch nicht echt. Ja gut, ich will dir sagen, warum das nicht stimmt. Also die häufigste Theorie ist, dass man dem Kerosin jetzt schon die Schwefelteilchen beimischt und sie dann da oben ausbringt. Das Problem daran besteht aber ganz groß, dass die Flugzeuge viel zu niedrig fliegen. Die fliegen nicht in der Höhe, wo das raus müsste, nämlich der Stratosphäre.
Peter Stavowi
Du widerlegst euch hier nicht. Das ist doch völlig sinnlos, Champions zu versuchen, von irgendwelchen mit Argumenten zu überzeugen. Doch, ich will einmal lässt sich ganz leicht abräumen, indem man einfach sagt, ist das wirklich der einfachste Weg, wenn man das schaffen wollte, die Menschen zu beeinflussen? Lass uns das nicht Trail sagt ja gar nicht, um beeinflussen, rausgestreut, damit wir alle beeinflusst werden ins Thema.
Robert Kuhne
Also bitte lass uns das diskutieren, weil bei jedem Stammtisch kommt dieses Thema. Es gibt zwei verschiedene Sachen. Es gibt Smart Dust, der ausgebracht wird, der sozusagen elektronisch ansteuerbar ist. Das ist ein ganz eigenes Thema. Und es gibt Chemtrails, also Geoengineering fürs Klima, dass man eben Schwefel in die Stratosphäre schickt, um dort sozusagen das Sonnenlicht
Peter Stavowi
mit Verlaub, auf welche Stammtische gehst du? Ich bin Chemtrail Leugner, Ich mache dazu, Ich halte das für absoluten Quatsch.
Robert Kuhne
Die trauen sich das gar nicht mehr bei dir anzusprechen.
Peter Stavowi
Einfach mit einfacher Vernunft ab, abzuräumen. Also man kann das haben wir jetzt die ganze Zeit, das zieht sich auch schon Technikglaube. Du hast vorhin Glaube und Hoffnung und dann sind wir übrigens auch bei meinem Einstieg wieder. Wir müssen moralisch verpflichtet sind wir positiv auszusteigen oder hier nicht negativ rauszugehen, weil dieses Thema so negativ aufgeladen. Du hast jetzt so viele Fakten genannt und ich auch, die einen wirklich frustriert den Rest des Nachmittags verbringen lassen könnten, wenn man das hier vormittags hört.
Robert Kuhne
Ja, ist das nicht richtig? Ist das nicht richtig, das größte Problem unserer Zeit so anzusprechen, dass man es auch wirklich versteht, dass man es auch emotional versteht? Was soll ich denn daran positiv drehen, wenn wir eines der größten Probleme unserer Zeit vor uns haben, die wir lösen müssen?
Peter Stavowi
Ja, super, super. Kann so bleiben. Wir sind beim Kern. Wir sind bei dem Kern. Warum gibt es überhaupt Leute, die den Klimawandel leugnen? Weil die Was soll ich meine Zeit damit verschwenden, wenn das Leben eh endlich ist? Und da sind wir auch wieder bei einem meiner Lieblingsthemen der letzten Woche. Der Mensch ist gar nicht so rational, wie er immer tut, sondern wir sind ein emotionales Wesen und jetzt müssen wir damit verhandeln. Wir haben hier offenkundige Fakten vor uns, wobei man auch gelernt hat, Wissenschaft kann sich auch korrigieren. Wir reden hier gerade übrigens, wenn wir in der Ozonschicht und so weiter und so fort, da gibt es wissenschaftliche Methoden, die werden von anderen Wissenschaftlern überprüft. Das ist der Kern von Wissenschaft, sich immer wieder zu überprüfen und im Zweifel auch zu korrigieren. Banales Lass es passieren, dass ein Komet auf die Erde einschlägt und wir tatsächlich eine neue Eiszeit kriegen. Und das ist dieses, womit der Mensch nicht klarkommt und wo ich jetzt gerade auch hadere, während wir hier reden und du sagst, Peter, willst du nicht ernsthaft mit dem Thema umgehen? Es ist so unerträglich, nicht zu wissen, wie es weitergeht, nicht wenigstens so einen Hoffnungsschimmer zu haben. Und ich glaube, das ist ein Kern des menschlichen Daseins, der Sache.
Robert Kuhne
Unjournalistisch.
Peter Stavowi
Ja, also unjournalistisch.
Robert Kuhne
Naja, also wenn etwas unerträglich ist, blende ich es ja nicht aus, nicht Wie gehst du jetzt?
Peter Stavowi
Ja, aber wie gehen wir denn? Also du hast langsam zum Ende.
Robert Kuhne
Ich stelle mich der Situation offen offen
Peter Stavowi
und suche nach einer Lösung und heute nachmittag verkaufst du. Nein, du verschrottest dein Auto, weil wenn du das weiterverkaufst, verursacht ja weiter Schadstoffe. Oder
Robert Kuhne
Peter, Das sind so die Totschlagargumente von allen, die wollen, dass man sich einfach dann komplett radikal verändert. Ich verstehe das natürlich, aber ich beschäftige mich mit dem Thema und informiere über das Thema. Das ist jetzt mein Beruf sozusagen. Und wenn du sagst, mein Beruf macht dir schlechte Laune, dann kann ich sagen, dann meide meinen Beruf oder den Umgang
Peter Stavowi
mit betreibe News Avoidance. Ja, okay, gut.
Robert Kuhne
Dann sagst du, wie bin ich nie reden?
Peter Stavowi
Na ja, gut, ich habe mich in den.
Robert Kuhne
Aber du kannst dich nicht in den Podcast setzen und kannst sagen, ich möchte aber, dass das Thema positiv für alle ausgeht. Das Thema geht heute nicht positiv aus. Kannst du machen, was du willst. Das geht nicht positiv aus. Ich sage aber, wir haben es in der Hand, ob es positiv ausgeht.
Peter Stavowi
Ah, du hast doch noch eine Hoffnungsschimmer für mich. Natürlich gibt's.
Robert Kuhne
Ich glaube nur nicht, dass jetzt jetzt die ganze Welt only auf Strom umzustellen die Lösung ist, weil das erzeugt die nächsten Probleme mit den ganzen Batteriespeichern, die Rohstoffe dazu und so weiter. Ich weiß auch nicht, ob der Co Zertifikatenhandel eine Lösung ist, weil da auch viel zu viel betrogen wird. Aber ich denke schon, ich glaube schon, dass Filter und Filtersysteme eine gute Lösung sein könnten, dass man, also weil die Atmosphäre kleiner ist, viel kleiner, was ich jetzt verstanden habe, auch durch die Recherche, als dass man denkt, dass dieser Bereich, wo das Zeug hinzieht, gar nicht so weit weg ist von uns, dass man das einsaugen könnte. Genauso wie ich daran glaube, dass man im Ozean Technologien haben könnte, die das Plastik einsaugen und sozusagen rausziehen und rausfiltern. Also es sind alles große Flächen, große Meeresflächen, große Himmelsflächen. Ich denke aber, dass das möglich ist. Deshalb bin ich da ganz Pragmatiker und sage, wir sollten unsere ganze Technologie, unser Technologiedenken bei KI jetzt nicht darin investieren, dass wir das nächste beste Suchergebnis haben, sondern dass wir Krebs heilen können, dass wir das Klima verbessern, dass wir die Emissionen mindern, indem wir bessere Technologie bei Herstellungsprozessen verwenden. Das wäre sowas, dass wir die Landwirtschaft nachhaltiger machen, dass wir, dass wir, wenn wir weiter Tiere essen wollen, es aber irgendwie anders hinkriegen, dass sie nicht zu einer Verschmutzung werden für die Menschheit, dass wir das Recycling besser hinkriegen. Also ich meine, wie viele Städte in Deutschland gibt es Recherchen, ARD erst letzte Woche gesehen, wo der gelbe Punkt und der Normalabfall dann doch wieder zusammengeschmissen wird, weil sie Kapazitätsgründen in ihren Verbrennungsanlagen nicht haben. Wenn wir das alles gelöst kriegen würden und trotzdem daran glauben, dass Menschen frei und individuell leben wollen, wenn wir das alles. Also ich glaube daran, dass es dort Lösungen gibt und da muss ich das Klimathema gar nicht verdrängen. Ich sage, kümmert euch um die Innovation, die uns jetzt durch die KI Revolution zur Verfügung stehen, um die Menschheit zu retten.
Peter Stavowi
Jetzt würde ich dich heute auch mal wählen. Ja, wenn du so Waltritz, das war doch jetzt mal eine tolle Brandrede gerade. Passt ja auch von der Zeit her. Wir können langsam zum Ende kommen. Ich wandle mich vom Leugner zum Pragmatiker. Das klingt ganz gut. Ja, am Ende bin ich ja tatsächlich.
Robert Kuhne
Du warst nie ein Leugner.
Peter Stavowi
Ich war nie ein wirklicher Leugner. Aber ich erkenne an, und das ist mir, glaube ich, auch wichtig für heute, dass es Situationen gibt, wo man einfach zu macht und sagt, hör mal auf, lass mich mal mit dem Thema in Ruhe. Die Dimension ist zu groß. Und ich sage es auch noch mal, nicht jeder Einzelne von uns muss das Klimathema alleine lösen. Aber es ist auch so, ich glaube, es war in den ERN oder ERN im Westen gab es mal so eine Kampagne und im Osten gab es das ja auch. Wenn du beim Zähneputzen den Wasserhahn zu drehst, kannst du ordentlich Wasser sparen und das hatte einen massivsten Effekt. Also es hat wirklich funktioniert, weil zu der Zeit es absolut üblich war, das Wasser einfach laufen zu lassen, weil man das nicht anders kannte. Also wir können mit kleinen Dingen, können wir was bewegen. Deswegen muss man sich nicht komplett gleich aufs Land zurückziehen und selber Ackerbau betreiben. Damit würde ich das einfach so ganz pragmatisch und wir hoffen mal auf deine KI Revolution oder was auch immer da kommt. Am Ende ist das Glaube und Hoffnung Ja tatsächlich. Und funktioniert.
Robert Kuhne
Das sind wir Menschen, wir glauben, wir wollen glauben.
Peter Stavowi
Wir sind unglaublich. Podcast über Medien, Macht und Wahrheit und haben uns heute mit dem Thema Klima beschäftigt. Wir kommen immer mittwochs, wir sind Bei Spotify, bei YouTube, wir sind auf TikTok, Instagram zu finden. In diversen sozialen Netzwerken auf unglaublich de erscheinen Textbeiträge von uns. Wir freuen uns über ein Abo, ein Like, auch Kommentare, auch kritische Kommentare und bis nächste Mal. Tschüss.
Robert Kuhne
Das war unglaublich. Ein Podcast von Robert Kuhne und Peter Stavowi produziert. Produktions und Alexander Düsing Organisation Social Media and Publishing Konrad Krockenberger Creative Tino Härtel. Eine Produktion von Tag News Deutschland Juli 2026.
Hosts: Robert Kuhne & Peter Stawowy | July 29, 2026
In dieser Folge setzen sich die erfahrenen Medienmacher Robert Kuhne (Chefredakteur TAG24) und Peter Stawowy (Kommunikationsberater, Gründer 'Flurfunk') schonungslos sachlich – und nicht ohne emotionale Töne – mit der Frage auseinander: Sind die aktuellen Wetterextreme (Hitze, Feuer, Supersturm) wirklich der Klimawandel? Sie beleuchten den Stand der Wissenschaft, Medienberichte, gesellschaftliche Ängste, den Glaubenscharakter der Debatte und mögliche Lösungsansätze. Im Fokus stehen Meta-Analyse, Psychologie der Leugner, Folgen, Schuldfragen und der Umgang der Medien mit dem Thema.
Zitat: „Ich glaube, das ist ein Kernproblem, wenn wir dieses ganze Klimathema überhaupt diskutieren, dass es so schwer aushaltbar ist, dass wir nicht wissen, wie es weitergeht…“
– Peter Stawowy, [03:09]
Zitat: „Wenn wir sagen, der Klimawandel ist menschengemacht, dann müssen wir uns angucken, wann hat das eigentlich begonnen, wann haben wir denn damit begonnen, das Klima zu verändern? Und das beginnt mit der Industrialisierung...“
– Robert Kuhne, [12:14]
Zitat: „...Wir müssen was dagegen tun. In dem Moment, wo du den einen sagst, wir haben das nicht, betreibst du False Balance als Medien...“
– Peter Stawowy, [24:10]
Kuhne identifiziert fünf Grundhaltungen zum Klimawandel ([33:33–39:26]):
Zitat: „Die Leugner leugnen das aus anderen, fast schon philosophischen Gründen, die oft mit Freiheit und Manipulation zu tun haben.“
– Robert Kuhne, [39:19]
Zitat: „Ich glaube daran, dass es dort Lösungen gibt und da muss ich das Klimathema gar nicht verdrängen. Ich sage, kümmert euch um die Innovation, die uns jetzt durch die KI Revolution zur Verfügung stehen, um die Menschheit zu retten.“
– Robert Kuhne, [59:41]
Zitat: „Wir sollten unsere ganze Technologie, unser Technologiedenken ... daran investieren, dass wir das Klima verbessern, dass wir die Emissionen mindern, indem wir bessere Technologie bei Herstellungsprozessen verwenden.“
– Robert Kuhne, [59:41]
Zitat: „Deswegen muss man sich nicht komplett gleich aufs Land zurückziehen und selber Ackerbau betreiben. ... Wir hoffen mal auf deine KI Revolution oder was auch immer da kommt.“
– Peter Stawowy, [61:04]
Die Folge liefert einen kritischen, vielschichtigen und dennoch verständlichen Rundumschlag zum Stand der gesellschaftlichen Klimadebatte. Sie lotet die Spannungsfelder aus zwischen Fakten & Emotionalität, individuellem Verhalten & globalem System, wissenschaftlicher Evidenz & Glaubensfragen, Medienwirklichkeit & False Balance. Kuhne plädiert pragmatisch für Innovation und einen nüchternen, lösungsorientierten Umgang. Stawowy mahnt zur Trennung von persönlichen und kollektiven Ebenen und sieht in Hoffnung und kleinen Beiträgen keine Schwäche, sondern einen moralischen Auftrag.
Empfehlung: Für alle, die wissen wollen, warum das Thema Klima so polarisiert – und was wir als Gesellschaft (und Einzelne) wirklich tun können. Optimistisch-realistisch, kritisch und keine Minute langweilig.