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Die deutsche Industrie leidet. Auto, Maschinen, Chemie sind in Not. In den letzten 5 Jahren hat das Verarbeitende Gewerbe mehr als 520.000 Arbeitsplätze abgebaut. 10.000 industrielle Arbeitsplätze gehen pro Monat verloren. Die Ursachen sind vielfältig. Ein Grund ist der China-Schock 2.0. Er trifft Deutschland hart. Sein Export-Mix überschneidet sich stark mit einem China, das bei mittel- und hoch-technologischen industriellen Massenprodukten wettbewerbsfähig geworden ist. Die deutsche Industrie, das produktive Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist im Niedergang. Die Chinesen sind inzwischen oft besser und billiger. Und sie sind sehr innovativ entlang der (vertikal integrierten) Wertschöpfungskette. Was sind die Gründe für diese Erfolgsgeschichte? Der Hinweis auf Subventionen ist nicht falsch, er greift aber zu kurz. Damit stellt sich die spannende Frage: Wie sollten Deutschland und vor allem die EU auf die chinesische Herausforderung reagieren? Laufen lassen, handelspolitisch restriktiv reagieren, strategische Abhängigkeiten verringern, weltweit mit mehr Freihändlern kooperieren oder einfach nur die nationalen Hausaufgaben machen? Teilnehmer: Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts- und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig.
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Die Alterssicherungskommission hat geliefert. 33 Vorschläge sollen die Gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig sanieren. Besteht begründete Hoffnung, dass ein glaubwürdiger Reformprozess in Gang kommt? Schwerpunkte der Vorschläge sind: Länger arbeiten, neue Beitragszahler erschließen, Kapitaldeckung stärken, Nettoersatzquote sichern, Transparenz erhöhen. Die Meinungen über das Rentenpaket der Kommission gehen auseinander. Unterstützer meinen: Die (grobe) Richtung stimmt, der Gesamtentwurf ist mutig, die Reform ist nachhaltig. Kritiker bemängeln: Die Vorschläge greifen (oft) zu kurz, sind inter-generativ „ungerecht“ und kommen (meist) zu spät. Der Bundeskanzler hat angekündigt, die Bundesregierung wolle die Vorschläge 1:1 übernehmen. „Rosinenpicken“ soll ausgeschlossen werden. Die Erfahrung lehrt: Bei der konkreten Ausgestaltung der Gesetze kann viel passieren. Schauen wir mal! Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. (em.) Dr. Bernd Raffelhüschen (ALU) Teilnehmer: Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Bernd Raffelhüschen ist Professor (em.) für Finanzwissenschaft, war Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019).
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Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Zentralbank Fed, hat einen bemerkenswerten Start hingelegt. In seiner ersten Pressekonferenz betonte er nicht nur, dass die US-Zentralbank unter seiner Führung Preisstabilität liefern wird, er kündigte auch Reformen für fünf Themenfelder an. Die Reformvorschläge sollen in den nächsten Monaten von fünf Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Beginnt damit eine neue geldpolitische Ära? Verteidigt Kevin Warsh die Zentralbankautonomie gegen die politische Einmischung von Donald Trump? Prof. Dr. Michael Heise (HQ Trust) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).
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Das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft steht unter Druck. Der Glaube an die Gestaltungsfähigkeit des Staates erlebt ein Comeback. Die deutsche Staatsquote von über 50% ist ein klares Zeichen. Wohin führt der Weg? Gibt es Beispiele für marktwirtschaftliche Kehrtwenden? Welches Modell könnte sich durchsetzen? In der Jubiläumsfolge diskutieren Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg; Stiftung Marktwirtschaft), Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) u.a. über die Rolle der Demographie, der Digitalisierung/Künstlichen Intelligenz und des Parteiensystems.
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Der Bundeshaushalt ähnelt einem Schweizer Käse. Die prognostizierten finanziellen Löcher werden von Jahr zu Jahr größer. Ab 2028 sollen sich die Defizite von fast 30 Mrd. Euro auf über 60 Mrd. im Jahr 2030 erhöhen. Trotz der Zweckentfremdung von Mitteln aus dem Sondervermögen und der Bereichsausnahme Verteidigung werden die Finanzlöcher im regulären Haushalt immer größer. Gleichzeitig leisten wir uns ein System ergiebiger Subventionen. Sie belaufen sich, je nach Schätzung, auf 150 – 320 Mrd. Euro pro Jahr. Viele Subventionen stehen in der Kritik. Oft sind sie ineffizient, klimaschädlich und sozial ungerecht. Ein Abbau würde drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Fehlanreize würden beseitigt, Haushaltslücken würden kleiner, mehr Mittel für Investitionen wären verfügbar. An Subventionen herrscht kein Mangel. Nur wenig Branchen sind nicht subventionsinfiziert, einige mehr, andere weniger. Die Schwerpunkte haben sich verändert. In neuerer Zeit dominiert der Klimabezug. Nicht alle Subventionen sind Teufelszeug (Olaf Sievert). Es braucht deshalb Regeln, welche von ihnen Bestand haben und welche zurückgeführt werden sollen. Einfach ist das nicht. Noch schwieriger ist allerdings, wie der Widerstand gegen den Abbau von Subventionen verringert werden kann. Die Machtverteilung von Gewinnern und Verlierern ist asymmetrisch. Einige Branchen leisten besonderen Widerstand. Das mussten Roland Koch und Peer Steinbrück schon vor 20 Jahren leidvoll erfahren. Wie lassen sich die Widerstände überwinden? Guter Rat ist teuer. Teilnehmer: Oliver Holtemöller ist stellvertretender Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Abteilung Makroökonomik am IWH. Seit Jahren ist er einer der Hauptakteure bei der Erstellung der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und zusammen mit Jörn Quitzau (Bergos AG) auch Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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Javier Milei ist seit Dezember 2023 Präsident Argentiniens. Milei hatte im Wahlkampf radikale Reformen angekündigt, um Argentinien wieder auf Kurs zu bringen. Die Kettensäge hatte er zum Symbol seiner Reformagenda gemacht. In den zweieinhalb Jahren seit Amtsantritt hat sich die makroökonomische Lage Argentiniens deutlich verbessert. Was kann Deutschland von Argentinien lernen, um die Reformgeschwindigkeit in Deutschland zu erhöhen und die Weichen für mehr Wachstum zu stellen? Darüber spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit Dr. Hans-Dieter Holtzmann, Leiter Südamerika der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Buenos Aires.
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Der Gesundheitssektor ist ein Wachstumsmarkt, er ist gesund. Die Gesetzliche Krankenversicherung produziert seit langem fiskalische Defizite, sie ist krank. Lange hat die Politik die Augen verschlossen, lange hat sie die Probleme mit Geld zugeschüttet. Nun hat sich die Bundesregierung entschlossen, das Gesundheitswesen zu reformieren. Die „Finanzkommission Gesundheit“ hat mit 66 Vorschlägen den Weg bereitet. Das Gesundheitsministerium hat einen Referentenentwurf vorgelegt. Darin wird kleinteilig vorgeschlagen, wie es die Finanzierungsprobleme in den Griff bekommen will. Leitgedanke ist eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik. Das Ministerium stellt fest, was schon lange unstrittig ist, wir haben kein Einnahmeproblem, wir haben ein Ausgabenproblem. Der Schwerpunkt der Vorschläge liegt deshalb auf der Ausgabenseite. Ob dies nach dem Beschluss des Bundestages dann auch noch so ist, wird sich zeigen. Was vielfach übersehen wird: Noch geht es aber gar nicht um echte Strukturreformen. Die soll in einem 2. Schritt erst noch kommen, wenn sich die „Finanzkommission Gesundheit“ bis zum Ende des Jahres noch einmal geäußert hat. Teilnehmer: Christian Hagist ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar und Akademischer Direktor des „Center für Intergenerative Finanzwissenschaft (CIF)“. Er ist Experte für die langfristige Finanzierbarkeit der Sozialsysteme. Seine Karriere ist eng mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem „Forschungszentrum Generationenverträge“ (FZG) von Bernd Raffelhüschen verbunden, das mit ihm an die WHU umgezogen ist. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und zusammen mit Jörn Quitzau (Bergos) auch Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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Die deutsche Wirtschaft sollte dank der gelockerten Finanzpolitik endlich wieder wachsen. Doch nun droht der Energiepreisschock den Aufschwung wieder auszubremsen. Was sind die Folgen des Iran-Krieges für die Konjunktur und für die Preisstabilität? Und wie sieht es langfristig für die deutsche Volkswirtschaft aus? Über diese Fragen spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit dem Konjunkturforscher Prof. Dr. Holtemöller (IWH Halle, Universität Halle-Wittenberg), der maßgeblich an der Frühjahrs-Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute mitgewirkt hat.
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Das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht haben vielbeachtete Urteile zum Klimaschutz getroffen. Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) hat dem Umweltökonomen Prof. Dr. Joachim Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) drei Fragen gestellt: Was haben das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht entschieden? (ab Minute 01:30) Lassen sich die Urteile umsetzen? (13:03) Was sind die Alternativen? (18:20)
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China ist wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte. Es hat im letzten halben Jahrhundert einen fulminanten wirtschaftlichen Aufholprozess hingelegt. Das Wachstum des Westens hinkte weit hinterher. China entwickelte sich von der billigen Werkbank und einem riesigen Absatzmarkt zum ernsthaften Rivalen. Der chinesische Weg der „Planwirtschaft mit wettbewerblichen Elementen“ war erfolgreich. Die wirtschaftliche Entwicklung in China setzte den reichen Ländern zu. Ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen, Vorprodukten und Gütern nahm zu. Heute dominiert China weltweit wichtige Branchen der Industrie. Das verschärft die Probleme des Westens. Der China-Schock verstärkt den Prozess der De-Industrialisierung schmerzhaft. Warum ist China wirtschaftlich so erfolgreich? In Europa, den USA und Japan geht die Angst um, China hole wirtschaftlich nicht nur auf, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es den Westen überhole. Der könnte technologisch ins Hintertreffen geraten und seine Zukunftsfähigkeit verlieren. Allerdings: Auch in China wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Seit über 10 Jahren erlebt es eine strukturelle Abkühlung. Die Wachstumsraten haben sich fast halbiert, liegen aber noch deutlich über denen des Westens. Was sind die Gründe? Stößt die staatliche Lenkung über 5-Jahres-Pläne an Grenzen? Erleidet China das Schicksal kommunistischer Planwirtschaften? Wird China alt, bevor es reich wird? Droht China das Phänomen der „Japanifizierung“ mit hoher Verschuldung und latenter Immobilienkrise? Die Teilnehmer: Markus Taube ist einer der führenden deutschen Experten für die chinesische Wirtschaft, Ostasienwirtschaft und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Europa. Er lehrt und forscht an der Universität Duisburg-Essen, wo er den Lehrstuhl für Ostasienwirtschaft, insbesondere China an der Mercator School auf Management (MSM) innehat. Zusätzlich ist er Direktor der IN-EAST School of Advanced Studies (Institut für Ostasienwissenschaften) und Co-Direktor des Konfuzius-Instituts an der Universität. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.