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Cate Hops erzählt davon, wie sie in die Freeteknoszene gekommen und bei A-Sound angekommen ist und reflektiert ihre Rolle als Frau. Sie arbeitet in Berlin in der Location Lauschangriff, hat mit der Sick Crew Dinge zusammengemacht. Sie denkt darüber nach, warum in der Freetekno-Szene aktive Frauen häufig nicht fest in Soundsystemen verankert sind. Sie beschreibt weiterhin, was mackerhaftes Verhalten ist und wodurch das begünstigt wird. Wir reden über Gegenstrategien wie eine DJ-Quote und festes Line-up und was für Widerstand das erregt. Was hat die Sichtbarkeit von Frauen/FLINTA für eine Bedeutung für den Freetekno? Mit Musik von Loan, Rozalind, Alien Lazer Baby und Mila Chiral.

Am 17. Mai 2020 – mitten im Lockdown – trafen sich diverse Dresdner Clubbetreiber, eine Expertin und ich im coloradio für eine Gesprächsrunde. Das Ganze fand im Rahmen des Street Rave Tolerade statt, die wegen Corona ausfiel und als Toleradio zelebriert wurde. Es geht um die Situation der Clubs in Zeiten von Corona, um Sorgen, Befürchtungen und Utopien. Mit: Buchti (Objekt klein a), Peppel (Sektor Evolution), Christoph Töpfer (ex-Sabotage, ex-TBA und Rausch), Andi (Chemiefabrik), Anne (vom Anarchistischen Netzwerk und ehemaliges Mitglied einer Freetek-Crew) Musik: Ausschnitte aus DJ-sets von Chantal (Yaya23, Cyberrise) und Ira (Violent Cases) Interview und Konzeption: Antje Meichsner

Im 7. Teil der Freetekno-Reihe im Zerrspiegel, geht es um den Zusammenhang zwischen Tekno und Punk. Anna und Paul erzählen vom Aufbau und Betrieb der Chemiefabrik in ihren ersten Jahren seit 2001 und was Punk und Freetekno jeweils für sie bedeuten. Wichtig waren ihnen die Gemeinsamkeiten beider Subkulturen. Die Musik stammt von einer Kassette des Tekno-Producers Gain Dead, der auch in den 2000er Jahren auf dem Gelände der Chemiefabrik geschraubt hat. Die Punk-Tracks sind von Petticoat Government, Eleanor Lance, La Fraction und Todschicker.

Neitschel, die Schagzeugerin von den Nowaves, und Shannon Soundquist unterhalten sich über das Politische am Musikmachen, über das Musikmachen selbst, was es in diesem Zusammenhang bedeutet, als Frau kategorisiert zu werden bzw. Feminist*in zu sein, über sexistische Anwürfe und die dazugehörigen festgefahrenen Vorstellungen irgendwelcher Leute, wie man sich "als Frau" auf einer Bühne verhalten soll, ...

Anna Bolena ist Musikerin, macht experimentelle elektronische Musik zwischen Industrial, IDM, Breakcore und Hardcore und betreibt das Label Idroscalo Dischi. Sie erzählt vom Anfang der Freetek-Szene in Rom in den 90er Jahren und wie sie diese aktiv mitgeprägt hat.

Alwin Weber/Störenfried erzählt vom Soundsystem MKULTRA, das in den 2000er Jahren Breakcore- und Noise-Partys veranstaltet hat – in der Dresdner Freetekszene eher ein Randphänomen. Playlist: Venetian Snares: Hajnal Störenfried: LSDcore EC8or: I Don't Wanna Be Part Of This Störenfried: Gabberbreakz end.user: Vishnu's Eastern Block FFF: Goin' Nowhere Atari Teenage Riot: Deutschland Has Got To Die Classless Kulla & Istari Lasterfahrer: Uplifting Hardcore Communism Stazma The Jungle Christ: Velvet Punk Hecate: My Mirrors Are Black DJ Donna Summer: Black Truck Otto von Schirach: Three Billion Electron Volts Ruby My Dear: Evelyn Thomas

Marika war in den 2000er Jahren beim Protek Soundsystem aktiv. Sie erzählt, wie sie ein Soundsystem mitgegründet hat, reflektiert dabei ihre Rolle und anhand dessen die Freetek-Szene dieser Zeit in Dresden. Es kommen Orte zur Sprache wie Sandgrube in der Dresdner Heide oder temporär zu Partyzwecken besetzte Häuser. Wir sprechen auch über Sichtbarkeit und Statussysmbole, über politische Ansprüche der Szene und ihre Umsetzung. Diese Sendung entstand live mit Gäst_innen im Hole of Fame im Rahmen des DAVE Festivals. Danke an Radio ZweiPunktNull! Playlist: * Shirin: Imagination (FTSK 09, 2018) * Marla Singer: Blue Room (von der Impulse EP, auf Echoes DTE/Dune, 2018) * Miss Pic: Illusion (Géomatrix 04, 2014) * Mandala Trax/Anna Bolena: Fuzz Mix, 2017 * Kan10 & Keja: L' essence alchimique (Arrakis 00, auf Dune, 2017) * Eysia & J.Rex: This is what you want (Arrakis 00, auf Dune, 2017) * Lolita Storm: Candy (von der Sick Slits E.P., auf DHR, 2001)

Tekdog und Hiob sprechen über die Dresdner Freetek-Szene der letzten 15 Jahre und dabei ganz besonders über das Politische. Es geht um Repressionen durch die Polizei und davon ausgehend um den Freiraum "Party" und wie dieser unter heutigen Umständen erhalten werden kann. Es geht um das Ideal des Freetekno, dass das Publikum eigenverantwortlich die Party mitgestaltet, besonders auch, wenn es um die Abwehr von sexistischem Verhalten und von Nazis geht. Tekdog und Hiob reflektieren das Spannungsfeld zwischen Utopie, Illegalität, Polizei, Facebook, und wie sich diese Faktoren auf die Zusammensetzung des Publikums und auf die Stimmung der Party auswirken. In der Diskussion ergeben sich erstaunliche Zusammenhänge. Playlist: Tekdog: Root Shit Tekdog: DJ-Set auf dem Step Evolution 2, 2017 Hiob: DJ-Set auf dem Step Evolution 2, 2017

Zwei Protagonistinnen der Freetek-Szene, Cizzy und Ann, erzählen von ihren Erfahrungen. Die eine war 2007 zum letzten Mal auf einer Free Party, die andere hat seit 2011 ein Soundsystem mit aufgebaut. Beide beschreiben die Freetekszene in unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten aus ihrer Position als Kulturproduzent_innen. Es geht dabei auch um das Politische der Freetekno-Szene. Es geht um den Umgang mit Repressionen und darum, was es bedeutet, dass die infrastrukturellen Grundlagen der Szene immer weniger verfügbar sind. Und es geht um das Geschlechterverhältnis als Teil des Politischen und inwiefern das tief in lebenspraktische Fragen hineinreicht. Playlist: * Cizzy Gonzales & Fake Mistress: Plasticjunglenoisegaga (4 excerpts) * DJ Marcelle: To Sing Along (snippets between the chapters) * Hesed & Cizzy Gonzales: Onda 8 (bitch) * Cizzy Gonzales: Aggression II

Format C:\ vom Monoton Soundsystem und DJ Bustle von Circus Mirage bzw. Base Industries sind Protagonisten der Dresdner Freetekszene, beide machen selbst Musik und blicken auf ihre Erfahrungen in der Freetekno-Szene zurück. Es geht darum, wie es anfing in den 90ern – das erste Teknival, die ersten Soundsysteme, das Auflegen und Musikmachen. Es geht auch um die Lebensweise und die Ökonomie des Underground, um Veränderungen in der Szene und um das Politische am Freetek – um Anarchie, Antifaschismus, um die Haltung zu Drogen und um das Geschlechterverhältnis. Playlist: * Format C:\ – live im Velvet Club in Rimini/Italien 2014, Excerpt * Format C:\ – Nafta is what we need * Format C:\ – Challenger * DJ Bustle – Shorter * DJ Bustle – Tour 11 * Ch1P – Straight2nowhere * Format C:\ – live im Velvet Club in Rimini/Italien 2014, Excerpt