
Hosted by Hans-Jörg Stark · DE

Alles hat ein Ende. Auf dieser Erde, in dieser Welt trifft das zu. Ich kenne keine Ausnahme. Dieser Podcast begann im Sommer 2021 und seither wurden täglich ohne Unterbruch über 1350 Episoden in Deutsch und über 1250 in Englisch publiziert. Nun spüre ich, dass diese Zeit zu Ende geht. Diese Episode ist daher vorerst die letzte. Ich weiss noch nicht, wie es weitergeht und ob es ein Nachfolgeformat geben oder der Podcast später wieder aufgenommen wird. Aber für den Moment sage ich: Auf Wiederhören. Danke für alle Treue beim hören, beim teilen des Links. Meine Hoffnung und mein Glaube ist es, dass diese Episoden an manchen Tagen gewissen Leuten genau das gegeben haben, was sie gebraucht hatten. Ich wünsche Dir alles wirklich erdenklich Gute für die Zukunft und schliesse - wie in den vergangenen Jahren täglich - mit dem Wunsch an Dich, dass auch dieser Tag aussergewöhnlich sein soll. Goodbye. Gott sei mit Dir. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Eine heute in Gebrauch stehende Sichel dient zum Schneiden kleiner Mengen von Getreide und Gras. Sie besteht aus einer nach vorn sich verjüngenden, konkav gekrümmten Klinge mit einem hölzernen Handgriff. Sie unterscheidet sich von der Sense durch die kleinere Klinge und den kürzeren Stiel. Wer mit der Sense oder der Sichel erntet, schneidet möglichst viel vom Erntegut ab - aber die Wurzel der Pflanze wird durch den Schnitt im Boden gelassen und damit auch das Potenzial für erneutes Wachstum. Eine Art Kahlschlag ohne Zerstörung des Kerns. Kahlschläge braucht es im Leben immer mal wieder. Vielleicht in manchen Augen extreme Entscheidungen, aber notwendig, um das Bisherige zum Ende zu bringen in Form einer Ernte und Platz für Neues zu schaffen. Dabei kann die Fruchtbarkeit des Alten dem Neuen dienen und etwas Neues oder Art-verwandtes als nächstes Hervorbringen. Ernte ist Freude und Trauer zugleich: Freude über den geernteten Ertrag, Trauer um das bisher Gewachsene. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Beim Eishockey hat jeder Spieler einen Stock, mit dem er das Spielgerät, den Puck, bewegen, führen und weiterleiten kann. Am Ende muss dieser Puck ins Tor der gegnerischen Mannschaft. Der Hockeystock hat am Ende des Schafts einen Teil, der Kelle oder im Englischen Blade genannt wird und der zur Führung des Pucks dient. Nur damit soll der Spieler den Puck spielen, nicht mit dem Schlittschuh oder einem anderen Körperteil. So kann also jemand sehr geschickt sein, im Umgang mit Stock und Puck und gleichzeitig ein langsamer Schlittschuhläufer und umgekehrt kann einer eine Eisrakete sein, aber ungeschickt mit dem Stock. Ein guter Spieler vereint beide Eigenschaften und obendrei weiss er das Spiel zu lesen und zu erkennen, wohin der Puck zu spielen ist, auch wenn dort noch kein Mitspieler ist. So einen guter Spieler nennt man komplett. Ich wünsche Dir, dass Du für Deinen Lebensauftrag diese Komplettheit erreichst und gerade heute ein signifikantes Stück dabei vorankommst. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Es heisst in der deutschen Sprache: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“ Das bedeutet: Es ist besser, sich mit dem zu begnügen, was man bekommen kann, als etwas Unsicheres anzustreben. So weiss man was man hat und lässt sich nicht auf das unsichere Mehr ein, das man potentiell haben könnte. Ich denke, dahinter steckt auch: lieber bestimme ich selbst, als mich von etwas abhängig zu machen, dass ausserhalb meiner vollständigen Kontrolle ist. Und das entspricht der Urnatur des Menschen. Deshalb - so meine Interpretation - tut sich der Mensch auch immer wieder schwer mit dem Christlichen Glauben. Dieser verlangt Vertrauen in einen guten Gott, der gut bleibt und ist, auch wenn im Leben nicht alles nach den eigenen Wünschen läuft. Lieber eine selbstgebastelte Mischung vom kalten Büffet der Religionen als etwas, auf das ich mich ohne es kontrollieren zu können einlasse. Nicht umsonst ist die Taube das Bild des Heiligen Geistes. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Wenn Licht auf die schräge Oberfläche eines Prismas trifft, wird es gebrochen, weil sich die Geschwindigkeit des Lichts beim Übergang von einem Medium, beispielsweise Luft zu einem anderen, beispielsweise das Glas, aus dem das Prisma besteht, ändert. Somit kann weisses Licht, dass aus Lichtwellen mit unterschiedlichen Wellenlängen in seine Teile aufgebrochen werden. Man erkennt dann, dass weisses Licht eben aus unterschiedlichen Farbanteilen besteht, die zusammen aber eben das weisse Licht ergeben. Ich denke, ein guter Elternteil oder sonst Verantwortlicher für Menschen, eine Betreuungsperson oder Chef sind quasi gute Prismen, wenn sie einerseits die Eigenschaften der Einzelnen einer Gruppe erkennen und fördern und dennoch die Fähigkeit haben, alle zusammenzuhalten und so ein gemeinsames Starkes zu bilden. Sie erkennen, welcher Charakter, wem gegeben ist und wie dieser der ganzen Gemeinschaft dienlich sein kann. Hast du solche Prismenfähigkeiten? Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

wir kennen alle das Gefühl der Müdigkeit. Es kostet uns einen signifikant grösseren Aufwand, uns innerlich aufzumachen und etwas umzusetzen also sonst. Die Müdigkeit lähmt uns. Müdigkeit kann eine Folge von zu wenig Ruhe und Schlaf sein. Dann ist mit ein oder zwei längeren Schlafperioden das Problem schnell behoben. Sie kann aber auch tiefer gehen. Eine allgemeine Müdigkeit und damit verbunden eine Antriebslosigkeit. Bei dieser helfen nicht Schlaf und Ruhe allein. Da ist nicht selten ein pathologischer Hintergrund vorhanden und die Therapie dazu kann viel aufwändiger sein. Schlimm in diesem Zusammenhang ist auch eine Lebensmüdigkeit - wenn man am Leben müde ist, keine Freude mehr verspürt und sich wünscht, dass alles vorbei ist. Damit ist auch eine Perspektivenlosigkeit verknüpft. Interessant ist, dass auch eingschränkte Menschen mit einer Vision und Perspektive sehr wach sein können während gesunde der Müdigkeit erliegen. Hast Du eine dich wach haltende Vision? Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Der Deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Begriff der Zeitenwende geprägt. Er wurde zu einer Art geflügeltem Begriff und an mancher Stelle immer wieder erwähnt. Ein mächtiges Wort, wie ich finde - Zeitenwende. Wer aber ist quasi autorisiert, einen solchen Begriff zu einer bestimmten Zeit oder Situation zu verwenden? Wer definiert, wann Zeiten sich ändern, sich so signifikant ändern, dass man wirklich von einer Wende sprechen kann - und weiter: eine Wende wohin und wovon weg? Manchmal haben wir die Tendenz in unsrer Ohnmacht und Hilflosigkeit grosse Worte zu gebrauchen, statt demütig zu schweigen. Die eigene Unfähigkeit zum einflussreichen Handeln wird so übertüncht und man lenkt von der Ohnmacht weg zur eindrucksvollen Sprachgewalt. Aber ändern tut sich deswegen nichts: Worte können sehr stark und eindrucksvoll sein - aber ohne Autorität auch wirkungslos und am Ende nichts weiter als Worthülsen. Gut, wer die Weisheit hat, sich davon nicht blenden zu lassen. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Auf dem Jahrmarkt gibt es manchenmal Kettenkarusselle. Diese bewegen sich um die eigene Achse und habe an der Peripherie ihres runden Daches Ketten mit Sesseln angebracht, auf die man sich setzen kann und dann eben durch die schnelle Drehung durch die Luft geschleudert wird. Da die Kette flexibel ist, hinkt das Ende der Kette quasi dem Verankerungspunkt am Dach stets etwas nach. Würde man die Sache von oben betrachten in 2 Dimensionen, wäre der Ankerpunkt in Bezug auf den Drehwinkel immer weiter als der Endpunkt der Kette. Dennoch gehören sie fix zusammen. Man kann dies im weitesten Sinn als Kettenreaktion bezeichnen - also ein verzögertes Bewegungsverhalten desselben Objekts. Wir kennen das auch im Alltag: wir sind begeistert von etwas, aber andere brauchen länger, um zu folgen, mitzumachen, sich auch zu begeistern. Vielleicht hilft hier das Bild der Kette nicht zu resignieren sondern drauf zu achten, alle noch dabei zu haben damit die Kette nicht reisst. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Reis gehört zu einem der Grundnahrungsmittel bei uns. Dabei wird in Europa weltweit betrachtet am wenigsten Reis angebaut. Wir sind hier also abhängig von Importen. Wir haben asiatische Nachbarn, bei denen der Reiskocher permanent in Betrieb ist - so wie wir zum Bäcker gehen und täglich Brot konsummieren, ist es bei ihnen mit dem Reis. Es ist selbstverständlich, dass dieser erhältlich ist - obwohl er gar nicht von hier kommt. Mit politischen und kriegerischen Konflikten ist uns jüngst bewusst geworden, dass eine solche Versorgung aber auch schnell gefährdet sein kann. Was dann? Mangel, horende Preisanstiege oder gar Ausfall. Frieden ist daher mehr als nur ein Zustand oder Gefühl ohne Konflikte. Er ist die Basis auch für ein funktionierendes wirtschaftliches Miteinander. Aber Frieden kann manchmal nur empfangen und nicht selbst gemacht werden. Als letztes Vermächtnis hat Jesus seinen Freunden seinen Frieden hinterlassen. Er dachte dabei an mehr als nur Reis. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

Es gibt Menschen, denen wird nachgesagt, sie sei Perfektionisten. Nicht immer wird das positiv verstanden oder ist positiv gemeint. Manchmal wird es damit verknüpft, dass solche Menschen pedantisch sind und nie zufrieden mit dem, was sie erreichen oder erhalten. Perfekt heisst, wenn man es wörtlich übersetzt: vollendet. Damit ist gemeint, dass man an dem, was man hat, nichts mehr besser machen kann und die Entwicklung vollständig abgeschlossen ist. Wir Menschen, das wissen wir alle, sind alles andere als perfekt. Wir haben unsere Fehler, unsere Schwächen, und leiden auch darunter immer wieder. Aber nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Umwelt ist in dieses Leiden mit integriert. Nach Perfektion zu streben, ist daher eigentlich etwas Gutes. Dahingehend, dass man sich selber verbessern möchte und nicht oder nicht nur die Umwelt. Ich denke dennoch, dass eine solche Perfektion an uns ohne unseren Schöpfer nicht möglich ist. Wir brauchen diese Hilfe von aussen. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!