
Hosted by Barbara Messer, David Sigos · GERMAN

Wie wir durch neue Blickwinkel Lernblockaden lösen, Hindernisse in Chancen verwandeln und unsere eigene Haltung reflektieren. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Die Episode startet mit einer Definition von Reframing als Methode zur Umdeutung von Situationen und Verhaltensweisen. Barbara und David erläutern, dass eine Aussage oder Tatsache dabei nicht angezweifelt, sondern in einen anderen Kontext gestellt wird, was den Horizont weitet. Ein zentrales Beispiel ist die Frage nach dem Sinn in Krisenmomenten, die hilft, aus der Opferrolle in eine aktive Gestaltung zu kommen. Ein grosser Teil des Gesprächs widmet sich dem Umgang mit schwierigen Schülern und den eigenen Narrativen von Lehrpersonen. Barbara betont, dass Reframing dabei hilft, hinderliche Glaubenssätze über das Lernen aufzulösen, wie das afrikanische Sprichwort illustriert: Wer sprechen kann, kann singen. David und Barbara diskutieren zudem die kontroverse Frage, wie unvoreingenommen eine Lehrperson in eine neue Klasse gehen sollte. Während Barbara die Unvoreingenommenheit schätzt, plädiert David für eine professionelle Übergabe von Informationen, um auf spezifische Bedürfnisse vorbereitet zu sein. Die Episode beleuchtet auch praktische Anwendungen im Raummanagement, etwa wie man physische Hindernisse mit Humor und Kreativität integriert. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle der Lehrperson im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Da das Informationsmonopol gefallen ist, verschiebt sich die Kernaufgabe hin zur Beziehungsarbeit und zur Begleitung von Lernprozessen. Die Folge schliesst mit der Erkenntnis, dass Reframing eine ständige Arbeit an sich selbst ist, die durch Coaching oder den Austausch mit anderen, sogar den eigenen Kindern, gefördert werden kann.

Warum wir ständig manipulieren, wie wir Lernblockaden durch Desuggestion lösen und weshalb der Glaube an das Grosse im Gegenüber Berge versetzt. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Die Episode beginnt mit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff Suggestion, den David als oft negativ behaftet recherchiert hat. Barbara berichtet von einem Workshop-Experiment, bei dem die Teilnehmenden körperliche Nähe als Manipulation erlebten, was zu der Erkenntnis führte: Alles ist Beeinflussung. David führt hierzu das Konzept des Nudging ein, das als positives Schubsen verstanden werden kann. Ein wesentlicher Teil des Gesprächs widmet sich der Desuggestionsarbeit, die darauf abzielt, lernhemmende Suggestionen aufzulösen. Barbara erklärt die vier Schritte dieses Prozesses, wobei die Beobachtung der eigenen Haltung und die Übernahme der Verantwortung für die eigenen Signale die Basis bilden. Nur wer sich seines Einflusses bewusst ist, kann aktiv gegen negative Erwartungen der Lernenden steuern. Praktische Beispiele verdeutlichen die Wirksamkeit kleiner Gesten, wie das Krönen besonders schöner Buchstaben anstelle von Korrekturen. David erzählt eine persönliche Geschichte darüber, wie ein beiläufiger Zuspruch eine Kollegin dazu bewegte, später eine Schulleitung zu übernehmen. Das Gespräch thematisiert zudem den Umgang mit dem eigenen Ego, besonders wenn Lernende intelligenter oder kompetenter sind als man selbst. Es wird deutlich, dass gerade in Zeiten von Angst und Druck in Unternehmen eine liebevolle Grundhaltung und psychologische Sicherheit essenziell sind. Die Folge endet mit dem Appell, die eigene Lehrerpersönlichkeit durch stetige Reflexion weiterzuentwickeln.

Warum Authentizität allein nicht reicht, wie wir den Klassenraum als Bühne erobern und weshalb die Präsenz schon vor der Zimmertür beginnt. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Die Folge beginnt mit einem humorvollen Einstieg durch Barbaras französische Spielfigur Babu, die illustriert, wie Rollen helfen können, das eigene Ausdrucksspektrum zu erweitern. David und Barbara definieren Persönlichkeit als eine Mischung aus Stimme, Körperwelt und innerer Konsistenz, die weit über das oft inflationär gebrauchte Wort Authentizität hinausgeht. Ein zentrales Thema ist die Glaubwürdigkeit: Kinder und Erwachsene spüren sofort, ob eine Lehrperson das Thema wirklich verkörpert oder nur angelerntes Wissen wiedergibt. Ein wichtiger Impuls der Episode ist das Konzept des Raums: Trainer, Lehrerinnen und Lehrer sollten sich bewusst werden, dass sie vor der Klasse auf einer Bühne stehen und diese aktiv gestalten müssen, etwa durch Methoden wie die Wäscheleine oder das Einnehmen der Raummitte. Besonders praxisnah wird es bei der Diskussion über den Moment des Starts: Die Präsenz sollte bereits vor der Tür eingeschaltet werden, ähnlich wie Artisten im Zirkus schon hinter dem Vorhang unter voller Spannung stehen. Barbara und David erörtern zudem das Für und Wider der Begrüssung an der Tür und wie man den Kontakt zu den Lernenden aktiv steuert. Auch die äussere Erscheinung wird thematisiert: Kleidung wird hier nicht als Verkleidung, sondern als Rollenklärung und Wertschätzung gegenüber dem Publikum begriffen. Die Episode schliesst mit der Erkenntnis, dass Präsentieren ein Handwerk ist, das durch Bewusstsein für Stimme, Körper und Requisiten trainiert werden kann.

Warum weniger Folien mehr Wirkung erzielen, wie man die Bühne souverän beherrscht und warum die eigene Begeisterung das wichtigste Medium ist. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Die Diskussion beginnt mit der Feststellung, dass Präsentieren heute oft fälschlicherweise mit der reinen Nutzung von PowerPoint gleichgesetzt wird. Barbara und David plädieren für einen bewussten Umgang mit diesem Medium, bei dem maximal sechs Objekte pro Folie die kognitive Belastung des Gehirns berücksichtigen sollten. Sie warnen vor dem Huschen durch unzählige Folien, was oft zu einer beschämenden Atmosphäre und Mitleid beim Publikum führt. Ein zentraler Aspekt ist die Vorbereitung der Kernbotschaft: Was soll am Ende im Kopf hängen bleiben? Barbara schlägt vor, Fehler bewusst als spielerisches Element einzubauen, um die Aufmerksamkeit zu prüfen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Präsenz im Raum: Das langsame Einnehmen der Mitte, der bewusste Blickkontakt und der Verzicht auf floskelhafte Begrüssungen schaffen Sicherheit. David und Barbara diskutieren zudem, wie man den Übergang in eine Präsentation durch direktes Storytelling ohne Einleitung gestaltet, um die Spannung hochzuhalten. Auch der Umgang mit Lampenfieber und die Nutzung einfacher Hilfsmittel wie Flipcharts als Inhaltsverzeichnis werden thematisiert. Es wird deutlich, dass die Beziehung zum Publikum und zu den verwendeten Gegenständen im Raum entscheidend für den Erfolg ist. Die Episode schliesst mit dem Rat, von Profis wie Stand-up-Comedians oder Meistern des Humors wie Loriot zu lernen, bei denen die scheinbare Leichtigkeit das Resultat harter Arbeit und präziser Choreografie ist.

Warum PowerPoint oft nur eine Gehhilfe ist, wie Sie die Aufmerksamkeit Ihres Publikums steuern und warum weniger Wissen manchmal mehr ist. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David David und Barbara diskutieren das Handwerk der Präsentationstechnik und warum PowerPoint oft mehr schadet als nützt, wenn es falsch eingesetzt wird. Ein zentraler Kritikpunkt ist die Unwissenheit über die Wirkung des Mediums: Viele Sprecher lesen lediglich ihre Folien ab und machen sich damit als Redner überflüssig. Barbara schildert ihr persönliches Schlüsselerlebnis zu Beginn ihrer Dozententätigkeit, als sie ohne Hilfsmittel ein Thema aufbereiten musste und dabei lernte, wie viel kraftvoller die freie Rede ohne Folien ist. Es werden praktische Tipps geteilt, um die Präsentation lebendiger zu gestalten, wie etwa der gezielte Einsatz von Blankofolien, um die Aufmerksamkeit zurück auf den Menschen zu lenken. Zudem geht es um die Psychologie der Wahrnehmung: Da die Aufmerksamkeit natürlicherweise dem Hellen folgt, ist weisse Schrift auf dunklem Grund oft lesbarer und angenehmer für das Publikum. Auch der Einsatz von Moderationskarten wird besprochen, wobei professionelle Fernsehmoderatoren dunkle Karten bevorzugen, um die Zuschauer nicht durch helle Flächen abzulenken. Besonderes Augenmerk liegt auf der affektiven Ebene des Lernens: Es geht darum, Sorgen zu nehmen und Mut zu machen, statt nur Informationen abzuladen. Die Episode ist ein Plädoyer für mehr Mut zum Handwerk und für eine Präsentationskunst, die Menschen wirklich berührt.

Warum Selbständigkeit Mut erfordert, wie die KI unser Denken beeinflusst und welche Methoden uns helfen, gewohnte Muster zu brechen. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Die Episode startet mit einer Definition von selbständigem Denken als Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu prüfen und Widersprüche auszuhalten. David und Barbara stellen fest, dass das aktuelle Schulsystem oft Konformität belohnt, was dazu führt, dass gute Noten eher Anpassung als charakterliche Eignung widerspiegeln. Eine Anekdote über einen Assistenzarzt verdeutlicht, wie eine rein fachliche Ausbildung ohne selbständiges Denken dazu führen kann, dass der Mensch hinter dem Fall unsichtbar wird. Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Rolle der Lehrkräfte: David schätzt, dass etwa die Hälfte von ihnen als Vorbild für selbständiges Denken agieren, indem sie offene Aufgaben stellen und andere Meinungen zulassen. Es wird diskutiert, wie KI-Tools die kognitive Reibung verringern und dadurch die Lust am eigenen Denken sowie die Ausdauer beeinträchtigen können. Barbara betont in diesem Zusammenhang den Wert des Auswendiglernens und des geistigen Trainings als Basis für Sprache und Ausdruck. Die beiden erörtern zudem praktische Wege zur Förderung der Selbständigkeit. Dazu gehören die sokratische Frage nach der Wahrheit und kreative Techniken wie die Kopfstandmethode, bei der man Probleme bewusst ins Negative umkehrt, um Blockaden zu lösen. Ein wesentlicher Faktor für diesen Prozess ist eine sichere Beziehungsebene, auf der man sich trauen darf, kontrovers oder sogar surreal zu denken, ohne die Zugehörigkeit zur Gruppe zu verlieren. Die Folge endet mit der Erkenntnis, dass Vertrauen von Seiten der Führung und der Mut zum Anecken notwendig sind, um echte Selbständigkeit zu ermöglichen.

Über die Angst vor schwierigen Gesprächen, den Mut zur Klarheit und warum wir als Lehrpersonen keine Liebesdiener sein sollten. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Das Gespräch beginnt mit Davids Schilderung seiner Nervosität vor einem Trennungsgespräch im Treppenhaus, während die Kinder fluchend aus dem Zimmer rennen. Barbara greift diesen Moment auf und erläutert, dass das Bedürfnis nach Solidarität und Beliebtheit oft die notwendige Professionalität untergräbt. Sie betont, dass Respekt nicht durch das Bedürfnis nach Anerkennung, sondern durch Klarheit entsteht. In der Klasse führt der Wunsch einer Lehrperson, gemocht zu werden, oft dazu, dass Grenzen überschritten, Störungen ignoriert und Leistungen zu mild bewertet werden. Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Selbstreflexion über die eigene Herkunft: Wer als Kind für Anpassung geliebt wurde, neigt dazu, dieses Muster in der Führungsposition zu wiederholen. David und Barbara plädieren dafür, diese Kreisläufe bewusst zu durchbrechen. Abschliessend werden Methoden wie das Microteaching oder der spielerische Umgang mit dem Scheitern als Wege zu einer besseren Feedbackkultur vorgestellt. Die Episode schliesst mit der Erkenntnis, dass schwierige Gespräche wie Kündigungen oder das Ansprechen von Delikatem durch eine gute Beziehungsgestaltung und Gesichtswahrung für das Gegenüber an Schrecken verlieren.

Warum Umarmungen Räume öffnen, Schulter-an-Schulter-Gespräche Vertrauen schaffen und wie wir im digitalen Zeitalter echte Nähe bewahren. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Das Gespräch beginnt mit einer Beobachtung von David über die sich verändernde Nähe-Distanz-Regelung im Umgang mit Kindern, illustriert durch eine herzliche Umarmung eines Schülers im Sportunterricht. Barbara ergänzt dies durch ihre Erfahrungen aus Workshops, in denen sie bewusst Umarmungen als Methode einsetzt, um menschliche Wärme zu erzeugen und die Stimmung im Raum sofort zu transformieren. Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Erkenntnis, dass Wissen heute überall verfügbar ist, der Faktor Mensch und die persönliche Haltung aber immer bedeutsamer werden. Die beiden reflektieren über die Schwierigkeiten und Ängste, die besonders für männliche Lehrpersonen im Kontext von Nähe und Pädophilie-Narrativen bestehen. Barbara schlägt alternative Wege vor, Nähe zu zeigen: durch Augenkontakt, hinknien auf Augenhöhe oder das verbale Spiegeln von Emotionen. David stellt die Methode des gemeinsamen Gehens oder des Sitzens auf einer Brüstung vor, was eine väterliche oder freundschaftliche Nähe signalisiert, ohne bedrohlich zu wirken. Ein weiteres Thema ist die räumliche Distanz als pädagogisches Spielmaterial. Barbara nutzt das bewusste Zusammenrücken der Stühle, um emotionale Irritation und damit Neuroplastizität auszulösen. Es wird diskutiert, wie Berührungen an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich wahrgenommen werden und warum der Kopf oft eine Tabuzone darstellt. Auch die Transparenz des eigenen Arbeitsbereichs wird thematisiert; das Öffnen des Cockpits für Teilnehmende schafft eine neue Form der Verbundenheit. Abschliessend blickt die Folge auf die verbale Ebene der Nähe. David erinnert sich an den Moment, als ihm am Ende der Schulzeit das Du angeboten wurde, was einerseits schmeichelhaft war, aber auch eine vertraute Weltordnung ins Wanken brachte. Es wird deutlich, dass Distanz oft ein Schutzschild aus Angst ist. Die Episode endet mit einem Plädoyer für die bewusste Reflexion der eigenen Haltung, um als Lehrperson nahbar und wirksam zu bleiben.

Vom Reiz des Neuen und dem Wert des Bewährten. Über das Paradoxon des Theseus-Schiffs, die Zensur im eigenen Schuhschrank und warum eine gute Methode mehr als nur ein Feuerwerk ist. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David David und Barbara starten mit einer kritischen Betrachtung des Methoden-Hypes in Schulen und Trainings. Barbara nutzt das Bild des Schuhschranks: Wer ein neues Paar kauft, muss ein altes weggeben, um Platz für echte Reflexion zu schaffen. Sie diskutieren das Theseus-Paradoxon und die Frage, ob ein System nach dem Austausch aller Teile noch dasselbe ist. Ein zentrales Thema ist die Begeisterung: Nicht die Methode selbst ist der Kern, sondern die Haltung und die Lebendigkeit, mit der ein Inhalt vermittelt wird. Barbara berichtet von ihrer Zeit als Pflegetrainerin und wie sie durch die clowneske Sichtweise lernte, in der Wiederholung das Überraschende zu finden. David bringt Beispiele aus dem Schulalltag ein, etwa den Widerstand gegen den Verzicht auf Glockensignale oder die Debatte um die Handschrift bei Kindern. Es wird deutlich, dass das Neue oft Angst macht und Sicherheit durch das Bewährte geschaffen wird, während gleichzeitig die Neugier die eigene Lebendigkeit fördert. Zum Abschluss betonen beide die Wichtigkeit der Evaluation: Neue Ansätze müssen Zeit haben, um zu wirken und kritisch bewertet zu werden.

Über die Kunst des Loslassens, die Macht kleiner Kurskorrekturen und warum Vertrauen ohne Kompetenz nicht funktioniert. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Die Episode beginnt mit einem improvisierten Einstieg, der das Thema Vertrauen direkt auf der Metaebene erlebbar macht. Barbara wirft die These auf, dass Vertrauen immer auch Beeinflussung bedeutet, da wir durch unsere wohlwollende Haltung den Raum für positive Entwicklungen erst öffnen. David führt dazu das Bild einer Flugreise an, bei der eine Kursänderung um nur ein Grad darüber entscheidet, ob man in Berlin oder in Spanien landet. Das Gespräch vertieft den Unterschied zwischen dem Vertrauen in die Gruppendynamik und dem Glauben an die individuelle Entwicklung eines Menschen. Ein praktisches Highlight ist Davids Bericht über den Einsatz der Wäscheleine in einem Judo-Kurs, mit der er bewusst Irritation schuf, um festgefahrene Muster zu brechen. Die beiden diskutieren, dass wahre Gelassenheit im Unterricht aus einer hohen Kompetenz erwächst; wer viele Methoden und Interventionen beherrscht, kann es sich leisten, der Gruppe mehr Raum zu geben. David erläutert zudem, wie er durch das Abschaffen bürokratischer Formulare als Führungsperson Verantwortung zurück an das Team gab und durch das Unterlassen von Micromanagement positive Prozesse in Gang setzte. Barbara schildert eine Situation aus einem Tagungshotel, in der sie trotz widriger Umstände durch die Fragen: Wofür ist das gerade gut? Und: Was darf ich gerade lernen? in ihrer Kraft blieb. Ein kritischer Diskurs findet zum Thema Misstrauen statt, das als wichtige intuitive Warninstanz begriffen wird, um die eigene Stimmigkeit und Konsistenz zu wahren. Die Folge schliesst mit der Erkenntnis, dass Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten die Basis für eine liebevolle und achtsame Beziehung zu den Lernenden ist.