
Hosted by Barbara Messer, David Sigos · GERMAN

Wie fiktive Telefonate, die Wäscheleine und das rote Fach neue Lernimpulse setzen und warum wir manchmal einfach Dinge stehen lassen müssen. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David Die Episode beginnt mit einer lebendigen Demonstration einer provokativen Intervention: Barbara führt ein fiktives, lautstarkes Gespräch mit ihrem Nachbarn Robert, um das Thema Selbstführung und den Umgang mit Kritik greifbar zu machen. Sie erklärt, dass wirksame Interventionen oft auf einem krassen Widerspruch basieren, bei dem sich die Lehrperson selbst ein Stück weit entblösst, anstatt andere herabzusetzen. Ein weiteres Werkzeug ist das laute Telefonieren mit fiktiven Charakteren am Fenster, um zum Beispiel positives Verhalten indirekt zu bestätigen. David und Barbara diskutieren zudem über den Einsatz von Hilfsmitteln wie der Wäscheleine, die es ermöglicht, Inhalte Schritt für Schritt und bleibend zu präsentieren. Dabei wird deutlich, dass eine erfolgreiche Vermittlung von Inhalten immer auch Mut zum Experiment und eine tiefe Leidenschaft für das Thema erfordert. Ein wichtiger Aspekt ist die Professionalisierung: Methoden wie das rote Fach oder der Einsatz von QR-Codes müssen geübt werden, bevor sie in herausfordernden Situationen sicher angewendet werden können. Den Abschluss bildet die Reflexion über die Kunst des Stehenlassens, die zeigt, dass Schweigen und bewusstes Abwarten oft kraftvollere Auswirkungen haben als ständiges Reden.

Über die Motivation hinter dem Podcast, die Tücken ungeeigneter Seminarräume und die Einladung zum Dialog mit der Community Die heutige Episode entstand spontan aus einem Moment der Müdigkeit und dem Wunsch nach einem absichtslosen Austausch. Barbara gewährt Einblicke in ihr improvisiertes Hotel-Studio, während David die technischen Hintergründe und seine Motivation für das Podcast-Format erläutert. Sie reflektieren über die Wichtigkeit, den eigenen Horizont durch stetige Veränderung und den Wechsel von Einsatzorten zu erweitern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Qualität von Lernräumen, die oft ohne Mitsprache der Lehrenden ausgewählt werden und deren Einrichtung enorme Energie kosten kann. David schildert dazu seine Erfahrungen aus dem Schulalltag und den Vergleich zwischen dunklen Kuben und weitläufigen Turnhallen. Auch die persönliche Beziehung zwischen David und Barbara wird als tragendes, dreidimensionales Fundament des Podcasts thematisiert. Zum Abschluss wird die E-Mail-Adresse info@blackbox-lernen.com für Hörerpost genannt, um den Austausch über den hellen Wahnsinn des Alltags zu fördern. Die Folge hält sich bewusst an das kompakte Format, um ideal in den Alltag der Hörenden zu passen. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David

Wie Lehrpersonen durch Casting-Shows, Naturerlebnisse und die Lust am Scheitern den starren Lehrplan knacken und Schüler wirklich erreichen Die Episode thematisiert den digitalen Wahnsinn und die abnehmende Selbstregulation bei Kindern, die oft unter grossem äusserem Druck stehen. David stellt fest, dass viele Lehrpersonen Unglaubliches leisten, aber durch starre Vorgaben und Lehrmittel in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt werden. Der zentrale Ausweg aus dieser Misere heisst Mut. David plädiert dafür, den Fokus radikal vom Stoff auf den Menschen zu verschieben, selbst wenn das bedeutet, Lernziele bewusst auf die Seite zu schieben. Ein Highlight der Folge ist das Konzept der Inszenierung, bei dem die ganze Stunde als Casting-Show oder Museumsbesuch gerahmt wird. Solche Formate sind nah an der Realität der Jugendlichen und schaffen einen Sog, dem sich Schüler kaum entziehen können. Barbara betont, dass dies kein Alibi-Spiel ist, sondern ein hochkarätiges Arbeitsformat, um Haltung und Inhalte neu zu verankern. Zudem wird die Lust am Scheitern thematisiert, da die Freiheit, sich vor der Klasse auch mal zu blamieren, ein wichtiger Schritt zur eigenen Souveränität ist. Kritisch wird die Rolle von Lehrmitteln und starren Lehrplänen hinterfragt, die oft wie ein Korsett wirken. David ermutigt Lehrpersonen, Abweichungen vom Plan mutig und transparent gegenüber Eltern und Schulleitungen zu kommunizieren. Die Episode schliesst mit dem Appell, Störungen nicht nur als Last, sondern als Signal zu sehen, den Fokus anders zu setzen und öfter mal raus ins Grüne zu gehen. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David

Warum Leidenschaft der entscheidende Unterschied zur KI ist und wie wir Gleichgültigkeit im Klassenzimmer durch echte Hingabe besiegen. Die Folge startet mit der provokativen Frage, ob Leidenschaft zwangsläufig mit Leiden verbunden ist. Barbara erklärt, dass wahre Passion eine intensive Auseinandersetzung erfordert, die Disziplin verlangt und uns manchmal an unsere Grenzen bringt. David schildert seinen persönlichen Flow-Zustand in Trainings, in dem er Raum und Zeit vergisst, und betont, dass diese Begeisterung oft schon in der Jugend angelegt ist. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Vergleich zwischen Mensch und Maschine. Während KI-Systeme wie ChatGPT durch ihre unermüdliche Freundlichkeit bestechen, können sie die Präsenz und Strahlkraft einer leidenschaftlichen Lehrerperson nicht ersetzen. Leidenschaft ist laut Barbara der einzige Unterschied zur KI: Wir lehren heute nicht mehr nur Fachwissen, sondern wir lehren, wie wir etwas tun und mit welcher Haltung wir der Welt begegnen. Wenn eine Lehrperson gleichgültig ist, lernen die Schüler am Ende genau das: Gleichgültigkeit. Das Gespräch beleuchtet auch die Herausforderungen im System Schule. Es wird diskutiert, warum ausgebrannte Lehrpersonen oft im System verbleiben und wie wichtig es ist, die eigene Lehrumgebung lebendig zu gestalten, anstatt in einer «verstaubten Kulisse» zu verharren. David und Barbara plädieren für den Generalisten, der den Raum durch seine Hingabe und Wachsamkeit hält, unabhängig davon, ob er in jedem einzelnen Teilbereich die volle Fachexpertise besitzt. Abschliessend wird die Brücke zur Selbstführung geschlagen. Leidenschaft ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer ständigen Auseinandersetzung mit sich selbst und dem eigenen Thema. Die Episode schliesst mit der Ermutigung, den Unterricht so zu gestalten, dass Kinder wissen wollen und begeistert sind – getragen durch eine Haltung der Antigleichgültigkeit und Neugier. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David

Warum stille Pausen kein Luxus sind, wie wir durch Achtsamkeitsschlaufen Kraft schöpfen und durch klare Rollenwechsel gesund bleiben. David und Barbara steigen mit einem sehr persönlichen Thema in die Diskussion ein: der bewussten Abgrenzung während der Arbeitszeit, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen. Barbara schildert, dass sie ihre Mittagspausen oft alleine verbringt, was sie den Teilnehmenden gegenüber als notwendige Selbstfürsorge deklariert, um am Nachmittag wieder mit voller Präsenz zur Verfügung zu stehen. David ergänzt dies durch seine Perspektive als Schulleiter, der lernte, seine Mittagspause zeitlich zu verschieben, um dann ansprechbar zu sein, wenn das Team ihn am dringendsten braucht – nämlich dann, wenn alle anderen Pause haben. Ein zentraler Begriff der Folge ist die Psychohygiene, die als emotionale Selbstregulation und bewusste Abgrenzung definiert wird. Es geht um die Reinigung des inneren Systems, ähnlich wie man sich nach einer körperlichen Anstrengung duscht. Die beiden erörtern die Dynamik in Teamzimmern, die oft zum Abladen von Frust genutzt werden, was für andere Teammitglieder sehr belastend sein kann. Hier werden Strategien wie das Einrichten von «Ablade-Ecken» oder der Rückzug in das eigene «Cockpit» – den persönlich gestalteten Unterrichtsraum – besprochen, um die Energie der vorangegangenen Lektion bewusst zu klären. Besonderes Augenmerk wird auf praktische Hilfsmittel für den Alltag gelegt. Barbara nutzt Musik und kleine Ordnungsrituale, um Übergänge zu schaffen, während David die Achtsamkeitsschlaufe vorstellt. Bei dieser Methode geht es darum, körperliche Reaktionen und Gefühle zunächst wertfrei wahrzunehmen, sie zu akzeptieren und schliesslich loszulassen, um wieder handlungsfähig zu werden. Auch der Einsatz von Check-in-Fragen zu Beginn von Sitzungen wird als wirkungsvolles Tool für die Gruppenhygiene und die Wertschätzung jeder einzelnen Stimme hervorgehoben. Zum Abschluss thematisieren die beiden die Gefahr der Entmenschlichung im System, wenn Schüler nur noch als «Fälle» oder gar als «Früchtchen» bezeichnet werden. Echte Bildung braucht eine Lehrperson, die in ihrer Ruhe bleibt und sich ihrer Rolle stets bewusst ist. Durch bewusste Übergangsrituale, wie den Wechsel der Berufskleidung, wird zudem sichergestellt, dass die beruflichen Belastungen nicht ungefiltert ins Privatleben getragen werden. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David

Warum wahre Autorität das Wachstum anderer fördert und wie Humor dabei hilft, die Kontrolle souverän zu behalten. David eröffnet die Folge mit der Beobachtung, dass herkömmliche Autoritätsstrukturen zunehmend bröckeln, da Lehrkräfte nicht mehr die alleinigen Verwalter von Wissen sind. Autorität wird heute primär über die persönliche Haltung und die Fähigkeit definiert, den Raum sicher zu halten und gleichzeitig Wachstum zu ermöglichen. Barbara betont dabei die ursprüngliche Bedeutung von Autorität als etwas, das andere gross macht, ähnlich wie ein Autor, der sein Wissen teilt. Ein wichtiges Thema ist die Angst vor Kontrollverlust durch Humor. Viele junge Lehrende befürchten, bei Witzen als schwach zu gelten, doch Humor wird hier als eine Kraft beschrieben, die Klarheit und Lockerheit vereint und die Beziehung zu den Lernenden vertieft. Ein wesentlicher Teil des Gesprächs widmet sich der Qualität des Humors: Er sollte andere erheben und nicht durch Sarkasmus oder Zynismus erniedrigen. Barbara schildert, wie sie sich in schwierigen Trainingsmomenten bewusst zurückzieht – ein Moment des Innehaltens und Trinkens –, um die Situation zu reflektieren und eine nährende Intervention zu wählen. Solche „Hacks“ helfen dabei, nicht impulsiv zu reagieren, sondern das Feld souverän zu beherrschen. Auch der Einsatz von Rollenspielen, wie das Telefonieren mit imaginären Figuren, wird als wirkungsvolles Mittel zur Deeskalation und zum Schaffen neuer Zugänge vorgestellt. Die Episode beleuchtet zudem kulturelle Unterschiede im Humor und die Notwendigkeit von Feingefühl gegenüber verschiedenen Altersgruppen. David und Barbara plädieren dafür, Humor ernst zu nehmen und ihn durch Methoden wie Improvisationstheater aktiv zu schulen. Ziel ist es, eine humorvolle Kultur zu schaffen, in der auch über eigene Fehler gelacht werden darf, was die Lehrperson nahbar macht, und eine entspannte Lernatmosphäre fördert. Abschliessend wird deutlich, dass eine gute Autoritätsperson den Raum choreografiert und durch Wachsamkeit und muntere Präsenz überzeugt. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David

Wie wir durch Aufmerksamkeit, Würde und ungewöhnliche Methoden (wie das “Liebes Tagebuch”) echte Lernmomente schaffen und Erwartungen brechen. David und Barbara diskutieren in dieser Folge, wie man Aufmerksamkeit – die neue Währung im digitalen Zeitalter – im Unterricht gewinnt und hält. Barbara bricht starre Erwartungen bereits zu Beginn durch Gesang, was die Gruppe aktiviert, und eine positive emotionale Basis schafft, ohne die Teilnehmer zu zwingen. Sie erläutert das Konzept der Merkwürdigkeit: In diesem Begriff steckt die „Würde“ – es geht darum, Themen und Materialien wertvoll und kostbar zu machen. Ein zentrales Werkzeug der Episode ist das „Liebes Tagebuch“. Dabei schreibt die Trainerin oder Lehrperson laut denkend in ein fiktives Tagebuch, nimmt Einwände vorweg und signalisiert Verständnis für die Lernenden, besonders in „Zwangsschulungen“. Diese Methode ermöglicht es, affektive Lernziele zu erreichen, Sicherheit zu schaffen und den Teilnehmern einen anschliessenden Moment der stillen Selbstreflexion zu schenken. Barbara betont dabei die Wichtigkeit der verschiedenen Ebenen der Präsenz: Der bewusste Verzicht auf Augenkontakt während des Schreibens erzeugt eine private Atmosphäre, die den Zauber der Methode bewahrt. Weiterhin geht es um die Inszenierung von Inhalten durch Bodenpräsentationen oder im „Museum“. Durch das bewusste Aufladen von Gegenständen mit Geschichten und eine fast zeremonielle Handhabung von Materialien wird das Lernen zu einem sinnlichen Erlebnis. Barbara macht deutlich, dass eine gute Lektion einer klaren Dramaturgie folgen muss, in der Phasen der Präsentation mit interaktiven Momenten abwechseln. Die Episode schliesst mit der Ermutigung, persönliche Anekdoten und kleine Geschichten einzuflechten, da diese als „Erinnerungspunkte“ dienen und die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden vertiefen. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David

Warum Coaching in der Schule kein Zeichen von Versagen ist, sondern eine notwendige Aussensicht zur Selbstführung und Professionalisierung bietet. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David David und Barbara untersuchen die spannende These, warum Coaching im Lehrerberuf oft stigmatisiert wird, während es in der Wirtschaft und im Sport zur absoluten Normalität gehört. David stellt fest, dass Coaching in Schulen häufig als letzter Schritt vor dem Scheitern wahrgenommen wird, was eine freiwillige Inanspruchnahme zur Selbstreflexion massiv behindert. Am Beispiel von Roger Federer wird verdeutlicht, dass gerade die Besten einen Coach brauchen, um eine wertvolle Aussensicht zu erhalten und nicht im Stillstand zu verharren. Die Diskussion beleuchtet die Ursachen für dieses fehlende Bewusstsein: Oft herrscht das Bild vor, man sei nach der Ausbildung „fertiger Experte“, was den Blick für die eigene Weiterentwicklung verstellt. Im Gegensatz dazu wird die Praxis in der Wirtschaft und Medizin beschrieben, wo Feedbackschleifen und Monitoring zur Sicherung der Ergebnisqualität fest implementiert sind. Barbara betont, dass ein Coach wie ein Bergführer fungieren muss – er muss die richtigen Fragen stellen, den Raum für Veränderung halten und das betreffende Thema selbst gemeistert haben. Ein weiteres Thema ist die Kritik an herkömmlichen Weiterbildungstagen, die oft als Zeitdiebstahl empfunden werden. Die Gesprächspartner plädieren für einen radikalen Kulturwandel hin zu hochqualitativen, intensiven Formaten, die Herz und Augen öffnen, anstatt nur kognitive Inhalte „auszuschütten“. Lehrpersonen werden explizit als Führungskräfte in der Selbstführung und in der Leitung von Kindern adressiert. Die Episode endet mit dem Ausblick auf ein geplantes Event am 28. August, das genau diesen „knackigen“ Input für Schulleitende liefern soll, um die Freude am Lernen und an der Veränderung neu zu entfachen.

Warum unbewusste Kommentare und subtile Gesten das Lernen blockieren und wie wir durch echte Selbstreflexion zur professionellen Haltung finden. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David David und Barbara starten mit einem Experiment in die Folge, indem David Barbaras auffälligen Anzug kritisiert, um die psychologische Reaktion auf Beschämung und die darauffolgende innere Aufrüstung zu demonstrieren. Das Kernthema der Episode ist Microshaming – jene kleinen, oft unbewussten Abwertungen im pädagogischen Alltag, die Scham auslösen und das Gehirn für Lernprozesse schliessen können. Sie erörtern diverse Formen dieser Beschämung, wie herablassende Bemerkungen über den Reifegrad eines Schülers oder subtile Gesten wie das mitleidvolle Kopfschütteln. Ein wesentlicher Treiber für solches Verhalten ist mangelnde Selbstreflexion; oft projizieren Lehrkräfte oder Trainer ihre eigenen Kindheitserfahrungen und das Gefühl, nicht zu genügen, auf ihr Gegenüber. Barbara schildert eindrücklich ihren eigenen Entwicklungsprozess und wie sie durch Feedback in ihrer Ausbildung lernte, ihre eigene Aussenwirkung sowie ihre subtilen Aggressionen und Schutzmechanismen wahrzunehmen. Ein wichtiges Werkzeug, um Microshaming zu verhindern, ist die Arbeit an der eigenen Haltung: weg vom Machtanspruch hin zu einer bedingungslosen Wertschätzung oder Liebe zum Menschen. Es wird betont, dass Scham massiv vom Kontext abhängt – eine Kritik unter vier Augen wird völlig anders verarbeitet als eine öffentliche Blossstellung vor der Gruppe oder in sozialen Medien. Die Folge plädiert dafür, dass Führungskräfte Selbstreflexion aktiv vorleben sollten, indem sie eigene Fehler offen als „Lerngeschichten“ teilen, anstatt sie zu tabuisieren. Prophylaxe bedeutet in diesem Sinne, den Menschen wirklich zu sehen, ihn wahrzunehmen und ihm das Gefühl zu geben, verstanden zu werden.

Über die Angst vor der Stille, die Kunst der Vorbereitung und wie wir Füllwörter durch bewusste Pausen ersetzen. Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/ LinkedIn Barbara LinkedIn David In dieser Episode untersuchen David und Barbara die psychologischen Hintergründe von Füllwörtern. David schildert eindrücklich, dass das Sprechen in einer „Fremdsprache“ die Hirnleistung enorm beansprucht und so unbewusste Denkpausen in Form von «Ähms» provoziert. Barbara ergänzt, dass viele Sprecher Füllwörter nutzen, weil sie im Moment des Sprechens noch nicht genau wissen, was als Nächstes kommt. Ein wesentlicher Aspekt ist das Überwinden der Sprechangst. Es wird darauf hingewiesen, dass die Angst, vor Menschen zu reden, für viele sogar größer ist als die Angst vor dem Tod. Diese Unsicherheit wird oft durch den Kontext verstärkt: Während Lehrpersonen vor Kindern meist souverän agieren, kann die Begegnung mit Eltern oder Fachkollegen zu massiver Verunsicherung führen, da man ein kritisches Urteil befürchtet. Hier hilft nur konsequentes Proben und Vorbereiten, um den roten Faden so sicher zu beherrschen, dass Füllwörter überflüssig werden. Die Gesprächspartner plädieren leidenschaftlich für die bewusste Pause. Eine kurze Stockung im Redefluss ist für den Zuhörer weitaus angenehmer als eine Kette von Lauten, da sie Raum für das Mitdenken schafft. Barbara schildert zudem, wie sie ihre eigene Verwundbarkeit und die Angst, nicht gut genug zu sein, als rhetorisches Stilmittel nutzt, indem sie lernt, mit der Unsicherheit zu spielen. Die Folge schliesst mit einer Einladung an die Hörer, Feedback zu geben und Themenwünsche zu äußern, um den Podcast gemeinsam weiterzuentwickeln.