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Kapuzinerkloster Münster 24. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C Manchmal treffen uns Fragen, die wir gern wegschieben würden. Zu schwer. Zu nah. Zu existenziell. Und doch melden sie sich wieder. Meine Predigt erzählt von Menschen, die nicht mehr können. Von jungen Erwachsenen, die aus Erschöpfung im Bett liegen. Von Familien, die um einen letzten Weg ringen. Von der leisen Versuchung, Leid nur noch als Störung zu sehen – und das Leben dann als etwas, das man „beenden“ kann wie einen Vertrag. Am Rand des Lebens steht Christus: nicht über dem Leid, sondern mitten darin. Mit offener Seite. Mit verletzten Händen. Mit einer Liebe, die nicht flieht. Was heißt das für uns heute? Was heißt es für die, die pflegen? Für die, die erschöpft sind? Für die, die Angst haben vor Abhängigkeit? Und: Wie treffen wir Entscheidungen, wenn es um Schmerz, Treue und Lebensmut geht? Ich nehme Sie mit auf diesen Weg. Nicht mit schnellen Antworten. Sondern mit einer Frage, die trägt: Wie kann ein Mensch leben – und sterben –, ohne sich selbst zu verlassen? Vielleicht hören Sie hinein. Vielleicht öffnet sich dabei ein kleiner Raum, in dem Sie Ihre eigene Haltung finden. Einen Gedanken. Einen Trost. Eine Spur Glauben. Am Ende bleibt die Einladung: Christus ist König nicht der Starken, sondern der Verwundeten. Und wir sind gerufen, einander nicht fallen zu lassen – gerade dort, wo das Leben schwer wird. Mit einem herzlichen Gruß Ihr Bruder Paulus *********************** EvangeliumLk 21, 29–33 In jener Zeit 29sagte Jesus seinen Jüngern ein Gleichnis: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: 30Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. 31So erkennt auch ihr, wenn ihr das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. 32Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles geschieht. 33Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
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16. November 2026, 9.30 Uhr Kirche des Kreszentia-Stiftes, München, 33. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C Ein alter Bruder. Eine kleine Küche. Eine einfache Antwort auf die Frage, warum er in Krisen treu geblieben ist seiner Wahl zum Ordensleben als Kapuziner: "Ich hab mei Sach einfach weitermacht." Was wie ein flapsiger Satz klingt, wird zum Schlüssel: Was trägt uns, wenn Kräfte schwinden? Wenn Welten zusammenbrechen? Wenn vieles nicht mehr geht – aber das Herz noch glüht? In dieser Predigt geht es um Treue im Kleinen. Um Hingabe ohne Aufhebens. Um den Glauben, der in den Brüchen neu aufleuchtet. Und um die Kraft, weiterzugehen – Schritt für Schritt. Ein Blick auf das, was bleibt. Und auf den Herrn, der kommt. Schau rein – vielleicht findest du darin auch dein eigenes „Ich mach mein Sach weiter.
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14. Juni 2025, 19.00 Uhr, Hl. Geist-Kirche, München, Dreifaltigkeitssonntag Eine Einladung, jeden Gottesdienst als göttliches Ereignis zu begreifen und aktiv zu gestalten. Vielleicht war es nie die Botschaft selbst, sondern die Form, die uns ferngehalten hat. Diese Predigt nimmt ein altes Bild neu in die Hand: Gott ist Gemeinschaft – nicht Herrscher über ein System. Ein Gottesdienst kann dann zu etwas anderem werden: Nicht Pflicht, nicht Vortrag, sondern gemeinsames Geschehen – zwischen Himmel und Erde. Ein Impuls für alle, die sich nach echter Tiefe und Beziehung sehnen – auch jenseits der Konfession. 🎧 Gesprochen von Bruder Paulus, Kapuziner 👉 Weitere Impulse unter: www.kapuziner.org/magazin 👉 Das neue Buch von Bruder Paulus. Jetzt bestellen Das neue Buch von Bruder Paulus: Stark durch den Wandel 📌 Du willst mehr hören? Abonniere gern den Kanal und bleib verbunden.
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15. Juni 2025, 9.30 Uhr, Kreszentia-Stift München, Dreifaltigkeitssonntag Wie Dreifaltigkeit nicht nur ein Dogma ist – sondern gelebte Wirklichkeit. Ein Miteinander, das trägt: Wie geht das? Die alten Kirchenväter diskutierten das öffentlich auf dem Marktplatz – damals ging es um Gott, heute vielleicht um Teamkultur. Eine hörbare Predigt über Verbindung, Vielfalt und Vertrauen – aus der Perspektive eines Ordensmanns mit 45 Jahren Lebenserfahrung in Gemeinschaft. Wer mit Menschen lebt oder arbeitet, weiß: Beziehung ist nicht machbar, aber möglich. Diese Predigt versucht keine Patentrezepte – aber öffnet einen Denkraum. Vielleicht entdecken Sie darin eine Haltung, die auch Ihr Miteinander verändern kann. 🎧 Gesprochen von Bruder Paulus, Kapuziner 👉 Weitere Impulse unter: www.kapuziner.org/magazin 👉 Das neue Buch von Bruder Paulus. Jetzt bestellen Das neue Buch von Bruder Paulus: Stark durch den Wandel 📌 Du willst mehr hören? Abonniere gern den Kanal und bleib verbunden.
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16. März 2025, 19 Uhr, Hl. Kirche, München, 2. Fastensonntag, Lesejahr C Compassion als Königsweg des christlichen Seins in der Welt Jesus hat Gehorsam gelernt. So steht es im Hebräerbrief (Hebr 5,8). Das klingt erstmal fremd. Gehorsam lernen? Der Sohn Gottes? Und doch: Er hat sich eingefügt. In den Alltag. In Beziehungen. In Ablehnung. In das Schweigen Gottes. Und hat darin das Hören geübt. Bis zum Letzten. Bis zum Kreuz. Dieser Gehorsam war kein Kadavergehorsam. Kein bloßes Sich-Unterwerfen. Sondern ein inneres Hören. Ein Hören auf die Stimme des Vaters. Ein Hören, das fragt: Was willst du, dass ich tun soll? In jedem von uns ist Jesus gegenwärtig – damit auch wir Hören lernen. Hören im Streit. Hören im Unklaren. Hören im Leiden. Hören im Glück. Gott will für uns ganz Ohr sein. Warum sollten wir dann nicht auch für ihn ganz Ohr werden? Ich träume von einer Kirche, die hinhört. Auf die Welt. Auf die Armen. Auf die Suchenden. Auf die Zweifelnden. Auf die, die schon lange nicht mehr sprechen. Eine Kirche, die nicht sofort urteilt. Sondern lernt. Mitten in der Welt. Gottes Stimme zu vernehmen. In allem. Denn der Gehorsam Jesu war nicht Abgrenzung. Sondern Zuwendung. Nicht Gesetz. Sondern Liebe im Hören. Vielleicht beginnt Glauben genau da: Wo einer bereit ist, erst einmal zu hören. Mit hörenden Grüßen Bruder Paulus
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14. Dezember 2024, 19 Uhr, Heilig-Geist-Kirche München, 3. Adventssonntag Lesejahr B Die Welt ist laut. Bomben, Krisen, Ungerechtigkeit. Manchmal könnte man denken: Besser schweigen. Und dann kommt Weihnachten. Und plötzlich singen wir. "Stille Nacht", "Oh du fröhliche", sogar "Last Christmas". Warum? Weil Singen Hoffnung schenkt. Weihnachten sagt: Gott wird Mensch. Ein neuer Vorsänger liegt in der Krippe, dessen Lied nicht aufhören wird. Der den Tod nimmt als Harfe für einen neuen Gesang von Ewigkeit und Vollendung. Es klingt das Lied von der Gottebenbildlichkeit aller Menschen, von der Würde, die dem Menschen keiner nehmen kann. Von einer geschenkten Vollendung, die uns den Stress nicht, uns selbst optimieren zu müssen. Von einer Hoffnung, die uns befreit aus der gnadenlose Suche nach Sinn. Denn: Der Sinn kommt in deine Suche. In Deine Nacht. Da muss man einfach Singen. Das singt vom Mut, den uns Weihnachten macht. Lässt uns Luft holen, auch wenn der Alltag mir die Stimme rauben will. Es verbindet mich, über alle Gräben hinweg, mit Freunden und Fremden, mit lieben Menschen und mit denen, die mir feindlich gesinnt sind (und dafür selbst so gute Gründe habe, wie ich sie habe für mein Handeln). Eine Familie, ein Chor, ein Gottesdienst – alle singen. Also: Trau dich. Egal, ob du den Ton triffst oder nicht. An Weihnachten geht’s nicht um Perfektion. Es geht um die Hoffnung, die in jedem Ton steckt. Sing, weil du lebst. Weil Gott ankommt. Und weil das Leben eine Melodie hat, die von Gott angestimmt wurde und nicht verstummt. Klingende Weihnachten wünsche ich Ihnen. Ihr Bruder Paulus
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22. September 2024, 9.30 Uhr, St. Kreszentia-Stift, München, 25. Sonnntag im Jahreskreis, Lesejahr B Vom Selbstverständnis Jesu und uns, seiner Kirche Und jetzt? … Wenn nicht klar ist, wie es weitergeht – einfach mal innehalten. Werfen Sie doch einen Blick zurück: Was war nochmal der innere Auftrag? Aus welcher Vision ist er entstanden? Manchmal bringt genau das neue Klarheit. Nicht durch Stärke, sondern oft durch das Annehmen, dass man nicht alles wissen kann. Vielleicht sogar durch das Geschenk, sich neu an das Feuer zu erinnern, aus dem die Mission entstanden ist. Große Veränderungen starten selten mit riesigen Taten. Am Anfang steht immer die Mission, die Ihnen Energie gegeben hat – und es vielleicht immer noch tut. Wenn Sie sich Ihrer Wurzeln bewusst sind, wird der nächste Schritt leichter. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Weg eine Richtung hat, auch wenn diese nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Was ist Ihre Mission im Moment? Sie haben die Möglichkeit, mit ihr auch in schwierigen Zeiten etwas zu bewegen. Mit freundlichen Grüßen aus meiner Mission Ihr Bruder Paulus
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19. September 2024, 14:30 Uhr, Kirche, Kreszentia-Stift, München, Fest der Stigmatisierung des Heiligen Franziskus Über die Freiheit des heiligen Franziskus und sein geprägtsein von Christus
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25. August 2024, Kreszentia-Stift, München 21. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B Warum Jesus zum Brotbrechen einlädt
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13. Juni 2023, 19 Uhr, St. Anton Kirche München, Fest des Heiligen Antonius Das Feuer weist den Weg Recht hat er, der Willhelm Busch. Er dichtet: Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge. Zwar glaubt, wer des Rätsels Lösung gefunden hat, nun im Frieden zu sein. Doch macht sich bald eine neue Unruhe breit. Und treibt mit neuen Fragen die Suche nach dem Mehr voran. Dies sollten sich alle vor Augen führen, die sich am Ziel ihrer Wünsche wähnen. Wirkliche Ruhe will sich nicht einstellen. Denn da könnte noch dies, und es könnte noch das gemacht werden, geschehen oder unterbleiben. Am Fest des heiligen Antonius von Padua wurde mir das wieder klar: Es gilt, ein Feuer zu hüten, dass uns aufbrechen lässt aus dem Gewohnten. Es brennt in uns nicht, damit wir da bleiben, wo wir meinen, endlich angekommen zu sein. Denn es macht aufmerksam für die Umgebung, öffnet die Augen für neue Möglichkeiten und stiftet an, weiteres zu wagen. Wer also sucht, was er verloren hat, ist bei Antonius, so sagt die Legende (und ich persönlich habe es schon erlebt), gut aufgehoben. Aber das Finden, dass er lehrt, führt nicht die alten Geleise. Schon dass ich verloren habe, zeigt, wie fragil die Sicherheit war, in der ich mich wähnte. Finden macht wachsamer. Nicht nur für das, was ich habe. Mehr noch für das, was ich fast vergessen hätte: Warum ich es habe. Vielleicht so wachsam, dass ich im Finden spüre: Ich muss neu suchen. Anderes. Weiteres. Größeres.