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Muster brechen, gelassener leben. „Die Menschen sagen alle: Ich weiß und handeln doch anders.“ (Li Ji, Buch der Riten) Viele Menschen wissen genau, was ihnen guttun würde. Sie kennen die Gedanken der Stoiker über Gelassenheit, die Empfehlungen des Buddhismus zum Umgang mit Leid oder die philosophische Idee eines maßvollen Lebens. Und trotzdem reagieren sie im Stress impulsiv, sagen zu oft Ja, übernehmen zu viele Aufgaben oder verlieren sich immer wieder in denselben Mustern. In dieser Folge sprechen Albert und Jan über die vielleicht größte Herausforderung der praktischen Philosophie: die Umsetzung. Warum reicht Einsicht allein oft nicht aus? Weshalb sind Gewohnheiten stärker als gute Vorsätze? Und wie gelingt es, zwischen Reiz und Reaktion den berühmten Moment der Freiheit zu finden? Es geht um Selbstbeobachtung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbststeuerung, Nein-Sagen und die Macht eingeübter Muster. Albert erklärt, warum Veränderung Geduld braucht, weshalb kleine Schritte oft wirksamer sind als große Vorsätze und warum die wichtigste Aufgabe darin besteht, immer wieder zum eigentlichen Ziel zurückzukehren: ein gutes und gelingendes Leben zu führen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Aristoteles, Platon, Seneca, Epiktet, Konfuzius, Buddha, Johann Wolfgang von Goethe, Viktor Frankl Weiterführende Links: „Fünf Dinge, die gelassene Menschen anders machen“ GEO-Artikel über die Frage, warum manche Menschen auch in stressigen Situationen ihre innere Ruhe bewahren. Unter anderem geht es um einen entspannteren Umgang mit Perfektionismus, die Konzentration auf das Wesentliche und die Fähigkeit, Belastungen mit mehr Abstand zu betrachten. „Wie Philosophie uns helfen kann, ein gutes Leben zu führen“ Artikel von The School of Life über die ursprüngliche Aufgabe der Philosophie als praktische Lebenshilfe. Warum wurde Philosophie über Jahrtausende weniger als akademische Disziplin, sondern als Orientierung für zentrale Fragen des Lebens verstanden: Wie finden wir Sinn, Gelassenheit, gute Beziehungen und ein erfülltes Leben?

Warum Perfektion uns die Authentizität raubt. „Es gibt einen Riss in allen Dingen. Nur so kommt das Licht hinein.“ (Leonard Cohen) In einer Welt der Selbstoptimierung wirkt die japanische Philosophie des Wabi Sabi fast wie ein Gegenentwurf. Statt Perfektion, Kontrolle und ständiger Steigerung betont sie das Unfertige, Vergängliche und Unvollkommene. Schönheit entsteht nicht trotz der Risse und Falten, sondern oft gerade durch sie. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Wabi Sabi weit mehr ist als eine ästhetische Stilrichtung aus Japan. Es geht um eine Haltung zum Leben: um den würdevollen Umgang mit Brüchen, um Einfachheit statt Daueroptimierung und um die Frage, warum Menschen oft dann authentisch werden, wenn sie aufhören, perfekt wirken zu wollen. Dabei zeigt sich, dass gerade Vergänglichkeit und Unvollkommenheit dem Leben Tiefe und Bedeutung verleihen können. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Epikur, Karl Jaspers, Konfuzius, Zen-Buddhismus, Daoismus Weiterführende Links: „Wabi-Sabi – Bedeutung, Philosophie & die stille Schönheit des Unvollkommenen“ Japanwelt-Beitrag über die die Idee, Schönheit nicht im Perfekten, sondern im Vergänglichen, Unfertigen und Gealterten zu finden. „Wabi-Sabi“ Erklärung von Treffpunkt Philosophie zu Wabi Sabi als Haltung, Schönheit in Einfachheit, Vergänglichkeit und Unvollkommenheit zu entdecken. „Wabi-Sabi: Wie die japanische Philosophie helfen kann, glücklicher zu werden“ Online-Artikel von VOGUE Germany über Wabi Sabi als Einladung, Unvollkommenheit, Vergänglichkeit und Einfachheit bewusster anzunehmen – und gerade darin mehr Gelassenheit und Lebenszufriedenheit zu finden.

Wie du zwischen Krisen und Nachrichten bei dir bleibst. „Das höchste Glück des Menschen liegt in der Seelenruhe.“ (Epikur) Krisen, Konflikte, schlechte Nachrichten: Vieles in unserer Zeit bindet unsere Aufmerksamkeit und zerrt an unserer inneren Ruhe. Umso aktueller wirkt ein antiker griechischer Begriff: Ataraxia. Gemeint ist eine Haltung der Seelenruhe, Unerschütterlichkeit und heiteren Gelassenheit, wie sie Stoiker und Epikureer als Voraussetzung und Zeichen für ein glückliches Leben verstanden haben. In dieser Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Ataraxia nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat, weshalb wir lernen müssen, zwischen dem Beeinflussbaren und dem Unverfügbaren zu unterscheiden und wie man auch in schwierigen Zeiten bei sich selbst bleiben kann. Es geht um innere Stabilität, den Umgang mit Sorgen und Ängsten und die Frage, warum die wahre Stärke vielleicht gerade darin liegt, nicht alles erzwingen zu wollen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Epikur, Sokrates, Seneca, Epiktet, Demokrit, Buddha, Viktor Frankl, Konfuzius Weiterführende Links: „Auf der Suche nach Gelassenheit“ Deutschlandfunk-Kultur-Beitrag über Reizüberflutung, innere Unruhe und die Frage, warum Gelassenheit in einer beschleunigten und digitalisierten Welt zu einer immer wichtigeren Fähigkeit wird. Der Artikel beleuchtet außerdem, wie permanente Erreichbarkeit, Aktivismus und Selbstoptimierung unsere innere Balance beeinflussen können. „Gelassen und sicher im Stress“ Spektrum-Leseprobe zum Thema Resilienz und Stresskompetenz. Der Psychotherapeut Gert Kaluza beschreibt darin, wie Menschen lernen können, mit Belastungen gelassener umzugehen, ihre innere Widerstandskraft zu stärken und im Alltag bewusster zwischen Anspannung und Regeneration zu balancieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Selbstreflexion, mentale Haltung und praktische Strategien für mehr innere Stabilität. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

Über Gelassenheit, Perspektivwechsel und die Kunst, das Ungeplante anzunehmen. „Zufälle sind unvorhergesehene Ereignisse, die einen Sinn haben.“ (Diogenes von Sinope) Wir planen, organisieren und versuchen, unser Leben möglichst gut im Griff zu haben. Und doch passiert vieles gerade dann, wenn wir nicht damit rechnen: Eine verpasste Fähre führt zu einer unerwarteten Begegnung, ein Umweg verändert einen ganzen Tag, ein scheinbares Unglück eröffnet plötzlich neue Möglichkeiten. Der Zufall begleitet unser Leben ständig. Mal als glückliche Fügung, mal als schmerzhafte Vereitelung unserer Pläne. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade das Unverfügbare eine wichtige Rolle für ein gelingendes Leben spielt. Dabei geht es um die philosophische Frage, ob der Zufall eher Bedrohung oder Bereicherung ist und warum viele antike Philosophen davor warnten, äußere Ereignisse vorschnell als Glück oder Unglück zu bewerten. Denn oft zeigt sich erst später, was ein Ereignis wirklich bedeutet. Die Folge kreist um Themen wie Gelassenheit, Perspektivwechsel und die Kunst, aus allem etwas Gutes zu machen. Oder wie die Daoisten sagen würden: nicht gegen den natürlichen Gang der Dinge kämpfen, sondern lernen mitzuschwingen. Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis für das Leben: offen zu bleiben für das, was ungeplant geschieht. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Epikur, Sokrates, Epiktet, Seneca, Konfuzius, Laotse, Hartmut Rosa, Hans Erich Nossack, Buddha, Cicero, Viktor Frankl, Johann Wolfgang von Goethe Weiterführende Links: „Faktor Glück“ Psychologie Heute-Artikel über die Rolle von Zufall, Haltung und äußeren Umständen für unser Glücksempfinden – und warum erfülltes Leben oft weniger planbar ist, als wir glauben. Der Beitrag beleuchtet außerdem, weshalb Beziehungen, Sinn und persönliche Einstellungen langfristig wichtiger für Zufriedenheit sind als bloßer Erfolg oder Kontrolle. „Unverfügbarkeit“ Buch von Hartmut Rosa über die These, dass sich die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, Resonanz, Beziehung, Lebendigkeit oder Glück, nicht vollständig planen oder kontrollieren lassen. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

Interview mit dem ehemaligen McKinsey-Berater und Philosophen Dr. Carsten Lotz. „Der andere ist kein Konkurrent, die Zeit ist nicht knapp, und die Welt ist kein Business Case.“ (Dr. Carsten Lotz) Wirtschaft durchdringt unser gesamtes Leben. Sie strukturiert unsere Arbeit, unsere Städte und längst auch unser Denken. Wir rechnen, vergleichen, optimieren. Wir fragen nach Nutzen, Effizienz und Rendite. Selbst Freundschaft wird zur „Beziehungsinvestition“, Freizeit zur „Quality Time“. Doch was passiert, wenn wir uns dieser Logik zumindest hin und wieder entziehen? In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit dem Philosophen, Theologen und ehemaligen McKinsey-Partner Carsten Lotz über die Ökonomisierung unserer Lebenswelt. Über ein Denken, das uns Wohlstand gebracht hat und gleichzeitig droht, unsere Sicht auf das Leben zu verengen. Carsten Lotz kennt beide Seiten: 17 Jahre lang arbeitete er bei der weltgrößten Unternehmensberatung in der „Herzkammer der Wirtschaft“, bevor er sich bewusst entschied, auszusteigen und sich wieder ganz dem Nachdenken zu widmen. Seine These: Wirtschaft ist ein mächtiges Werkzeug, aber kein geeignetes Weltbild für alle Bereiche des Lebens. Denn sie vernachlässigt die Dimensionen eines gelingenden Lebens: Muße, Beziehung und Sinn. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Laotse, Niklas Luhmann, John Stuart Mill, Hartmut Rosa Weiterführende Links: „Wir müssen effizient sein“ Beitrag in Psychologie Heute über die These der Soziologin Vera King, dass sich der gesellschaftliche Effizienzdruck längst auf nahezu alle Lebensbereiche ausgedehnt hat und unser Denken, Fühlen und Handeln zunehmend prägt. „Ökonomische Psychologie“ Eintrag im Spektrum Lexikon der Psychologie über ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das untersucht, wie Menschen wirtschaftliche Situationen wahrnehmen, bewerten und entscheiden und warum sie dabei oft nicht rein rational handeln. „Wirtschaft als erste Philosophie“ Carsten Lotz‘ aktuelles Buch. Website von Carsten Lotz.

„Das Werk zu tun sei dein Beruf, nicht kümmre dich’s, ob es gelang, begehre nie der Taten Frucht.“ (Bhagavadgita) Diese Pudelkern-Folge widmet sich einem der bedeutendsten Weisheitstexte der indischen Antike, dem zentralen Lehrgedicht des Hinduismus: der Bhagavadgita. Entstanden im alten Indien, erzählt sie kein fernes Märchen, sondern ein zutiefst menschliches Drama: Arjuna steht vor einer Entscheidung, zweifelt, verzweifelt fast und sucht Orientierung. Mitten auf dem Schlachtfeld des Lebens beginnt ein Gespräch mit dem Gott Krishna über Verantwortung, Angst, Sinn und inneren Frieden. Albert und Jan sprechen darüber, warum die Bhagavadgita bis heute so aktuell ist: Wie kann man handeln, ohne sich vom Erfolg abhängig zu machen? Wie findet man den eigenen Weg, statt ständig andere zu kopieren? Was hilft gegen Überforderung, Druck und Entscheidungsangst? Und warum liegt wahre Freiheit vielleicht nicht darin, alles kontrollieren zu wollen, sondern das Richtige zu tun und dann loszulassen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Buddha, Konfuzius, Seneca, Mark Aurel, Demokrit, Zhuangzi, Sokrates, Goethe, Albert Schweitzer, Paramahansa Yogananda Weiterführende Links: „The Bhagavad Gita and The Stoics: 5 Key Timeless Lessons“. Artikel bei Daily Stoic über die Parallelen zwischen Bhagavad Gita und stoischer Philosophie, etwa Gelassenheit, Pflichtbewusstsein, Selbstführung und die Konzentration auf den eigenen Handlungsbereich. „Bhagavadgītā. Das Lied der Gottheit“ Das ist die in der Folge von Albert empfohlene Reclam-Ausgabe zum Originaltext übersetzt von Robert Boxberger mit Erläuterungen zum Text und einem Nachwort zur Wirkungsgeschichte der Gita. „Die Philosophie der Bhagavad Gita – Der Geist der wahren Entsagung“ Artikel bei Yoga Vidya über die zentrale Lehre der Bhagavad Gita: inneres Loslassen, Gleichgewicht im Handeln und die Verbindung von Pflicht, Gelassenheit und spiritueller Entwicklung mitten im Leben.

„Die Luft ist fast nichts, aber dieses fast nichts verbindet alles.“ (Prof. Dr. Jens Soentgen) Luft ist das Selbstverständlichste der Welt und vielleicht gerade deshalb das Übersehenste. Sie umgibt uns ständig, trägt unsere Stimmen, unsere Gerüche, unsere Stimmungen und jeden einzelnen Atemzug. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit dem Chemiker, Philosophen und Umweltforscher Jens Soentgen über ein Element, das wir kaum beachten und ohne das wir keine Minute leben könnten. Im Gespräch wird deutlich: Luft ist weit mehr als ein Gasgemisch aus Sauerstoff und Stickstoff. Sie ist Verbindungsraum zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und Welt. Sie trägt Sprache, Erinnerungen, Atmosphäre und beeinflusst unser Wohlbefinden stärker, als uns oft bewusst ist. Warum beruhigt bewusstes Atmen? Weshalb tut uns frische Luft so gut? Und was verlieren wir, wenn wir uns immer mehr in klimatisierte Innenräume zurückziehen? Die Folge verbindet Naturwissenschaft und praktische Philosophie. Es geht um Atemtechniken, die Bedeutung von Gerüchen, die Weisheit alter Traditionen von Yoga bis Stoa und um die Frage, wie wir durch mehr Luftbewusstsein gelassener, gesünder und verbundener leben können. Eine Folge über das Unsichtbare, das uns trägt und darüber, warum es klug sein kann, öfter das Fenster zu öffnen, rauszugehen und einmal tief durchzuatmen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Seneca, Marsilio Ficino, Patanjali, Herder Weiterführende Links: Luft. Eine Entdeckungsreise zwischen Erde und Himmel. Das aktuelle Buch von Jens Soentgen über das unterschätzte Element Luft. Pranayama, klassische Atemübungen aus der Yoga-Tradition zur Beruhigung, Konzentration und Regulation des Nervensystems. Shinrin Yoku / Waldbaden: japanischer Ansatz, der die positive Wirkung von Natur, Waldluft und bewusster Wahrnehmung auf Körper und Psyche untersucht.

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ (Martin Buber) Wir denken bei Beziehungen oft an die großen Verbindungen unseres Lebens: Freundschaft, Familie, Partnerschaft. Doch ein Großteil unseres Alltags besteht aus flüchtigen Begegnungen. Ein kurzer Blick, ein Lächeln, ein paar Worte. Und genau darin könnte etwas Wichtiges liegen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade diese kleinen Momente einen großen Einfluss auf unser Lebensgefühl haben und weshalb ein gelingendes Leben auch von dem Gefühl der Verbundenheit zu unseren Mitmenschen abhängt. Dabei wird deutlich: Beziehungen finden auf unterschiedlichen Ebenen statt. Von zufälligen Begegnungen bis hin zu engen Freundschaften und alle lassen sich bewusst gestalten. Entscheidend ist eine innere Haltung der Zugewandtheit und Gelassenheit. Denn Resonanz entsteht nicht durch Planung, sondern durch Offenheit für das Unvorhersehbare. Die zentrale Frage lautet daher: Wie begegne ich anderen und was verändert sich, wenn ich jede Begegnung ein Stück positiver gestalte? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Seneca, Epikur, Mencius, Martin Buber, Martin Heidegger, Hartmut Rosa Weiterführende Links: „Fünf Freunde“ Psychologie Heute-Artikel von Birgit Schreiber über die Bedeutung von Freundschaften für Gesundheit, Wohlbefinden und ein gelingendes Leben und warum stabile soziale Beziehungen einen entscheidenden Einfluss auf Lebensqualität und sogar die Lebenserwartung haben können. „Deutschlands beste Busfahrerin“ Link zu der in der Folge erwähnten BR-Reportage zur besonders sym- und empathischen Busfahrerin aus Oberfranken. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (Friedrich Nietzsche) Wir lieben Ordnung. Struktur, Kontrolle. Ein durchgeplanter Alltag gibt Sicherheit und Orientierung. Doch das Leben hält sich selten daran. Zwischen Planung und Zufall, Kontrolle und Kontrollverlust, Stabilität und Umbruch erleben wir immer wieder Phasen, die sich eher nach Chaos als nach Klarheit anfühlen. Und genau darin könnte etwas Wichtiges liegen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Chaos nicht nur ein Störfaktor ist, sondern eine zentrale Quelle für Lebendigkeit, Kreativität und persönliches Wachstum sein kann. Es geht um die Frage, wie viel Unordnung ein gutes Leben braucht und warum wir lernen sollten, dem Chaos nicht nur zu widerstehen, sondern es als Teil unseres Lebens zu begreifen. Denn vielleicht entsteht das Neue gerade dort, wo wir die Kontrolle verlieren. Vielleicht liegt im Ungeordneten nicht das Problem, sondern der Anfang von etwas, das wir vorher noch gar nicht sehen konnten. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Friedrich Nietzsche, Karl Jaspers, Weiterführende Links: „Das Chaos meistern“ Spektrum der Wissenschaft-Artikel von William L. Ditto und Louis M. Pecora darüber, was Chaos in wissenschaftlichem Sinne bedeutet und warum es nicht nur unberechenbar, sondern auch überraschend nützlich sein kann, etwa weil sich durch kleine Eingriffe chaotische Systeme gezielt beeinflussen und sogar stabilisieren lassen. „Creativity“ Stanford Encyclopedia of Philosophy: Überblicksartikel von Elliot Samuel Paul und Dustin Stokes darüber, was Kreativität eigentlich ausmacht, warum sie mehr ist als nur „Neues hervorbringen“ und welche Rolle Faktoren wie Imagination, Originalität und Kontext dabei spielen. „Wildness as a Critical Border Concept“ ResearchGate-Artikel über Nietzsches Verständnis von Wildheit als Gegenpol zu Ordnung und Kontrolle und darüber, warum das Ungezügelte und Unvorhersehbare eine wichtige Rolle für Entwicklung, Kreativität und ein lebendiges Leben spielt. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

„Überforderung entsteht durch den Mix aus Anforderungen, Erwartungen und Optionen.“ (Prof. Dr. Eva Asselmann) Überforderung ist längst kein Ausnahmezustand mehr, sie ist zum Grundrauschen unserer Zeit geworden. Wir leben sicherer und komfortabler denn je und fühlen uns gleichzeitig erschöpfter und getriebener. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit der Psychologin Prof. Dr. Eva Asselmann über das „Zuviel“ unserer Zeit: Tempo, Reizüberflutung, Kontrollverlust und die Frage, warum wir uns trotz aller Möglichkeiten oft ohnmächtig fühlen. Eva erklärt, warum Überforderung kein individuelles Versagen ist, sondern ein strukturelles Phänomen. Nicht äußere Krisen sind das Problem, sondern die Verdichtung von Anforderungen und Erwartungen. Im Zentrum steht dabei ein Gefühl: der Verlust von Kontrolle über das eigene Leben. Im Gespräch geht es um Beschleunigung, die Illusion von Kontrolle und die Folgen von chronischem Stress, aber auch um einen Perspektivwechsel: weg vom Anspruch, alles im Griff zu haben, hin zu mehr Selbstwirksamkeit. Die Philosophie liefert die Tiefenschärfe: von stoischer Gelassenheit bis zu Senecas Warnung vor Zerstreuung. Eine Folge über Maß, innere Führung und die Frage, wie wir im Zuviel bei uns bleiben können. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Seneca, Bljuma Zeigarnik, Byung-Chul Han Weiterführende Links: „Überforderung des Individuums“ Beitrag beim Deutschlandfunk über die These, dass moderne Freiheit und Individualisierung nicht nur neue Möglichkeiten schaffen, sondern auch zu wachsender psychischer Belastung führen, weil Verantwortung, Selbststeuerung und Lebensgestaltung zunehmend beim Einzelnen liegen. „Viele finden Leistung belastend“ Beitrag bei Psychologie Heute über die These, dass Leistung heute häufig als Druck erlebt wird, obwohl sie auch als sinnstiftende und positive Erfahrung verstanden werden kann, wenn sie anerkannt und richtig eingeordnet wird. „Too much.“ Eva Asselmanns aktuelles Buch darüber, was ein verkanntes Gefühl über unsere Gesellschaft verrät. Website von Eva