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Vom Vergleichen, Bei-sich-Bleiben und dem richtigen Zeitpunkt im Leben. „Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“ Manche Lebensweisheiten begleiten uns ein Leben lang. Vermutlich weil in den meist wenigen Worten erstaunlich viel Erfahrung steckt. Aber stimmen sie wirklich immer? Oder lohnt es sich, genauer hinzusehen und die vermeintlich einfachen Wahrheiten philosophisch zu hinterfragen? In der neunten Ausgabe ihrer „Lebensweisheiten“ sprechen Albert und Jan über drei aus dem Leben gegriffene Sätze: Warum uns der ständige Vergleich mit anderen unglücklich machen kann, während Vorbilder uns gleichzeitig wachsen lassen. Weshalb wir besser vor der eigenen Tür kehren sollten, bevor wir über andere urteilen. Und warum zum guten Leben auch das Gespür dafür gehört, wann es Zeit ist zu handeln, zu warten oder etwas loszulassen. Folgende Lebensweisheiten diskutieren die beiden diesmal: Vergleiche sind das Ende des Glücks. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür. Alles hat seine Zeit. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Demokrit, Sokrates, Marc Aurel, Konfuzius, Epiktet, Seneca, Solon, Liezi, Søren Kierkegaard Weiterführende Links: „Liken und vergleichen – wann ist es digitale Sucht?“ Deutschlandfunk-Beitrag von Lisa Hänel über die psychologischen Mechanismen sozialer Medien, die Wirkung von Likes und die Frage, warum insbesondere der ständige Vergleich mit vermeintlich erfolgreicheren oder glücklicheren Menschen problematisch werden kann. „Ich muss jetzt sofort dieses Problem lösen“ Psychologie-Heute-Interview von Dorothea Siegle mit der Psychotherapeutin Cornelia Stöckel über Überverantwortlichkeit, die Grenzen der eigenen Zuständigkeit und die Frage, warum es wichtig ist, zunächst Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, statt sich für alles und jeden verantwortlich zu fühlen. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

Warum schlechte Laune manchmal ein Warnsignal ist und heitere Gelassenheit kein Zufall. „Der Weise achtet darauf, dass seine Seele in einer harmonischen Stimmung bleibt.“ (Konfuzius) Mal sind wir voller Energie und Zuversicht, mal gereizt, traurig oder mutlos. **Stimmungen **kommen und gehen, oft scheinbar ohne Grund. Doch sind sie wirklich nur flüchtige Launen? Oder zeigen sie uns, wie es unserer Seele tatsächlich geht? Und woran erkennen wir, ob eine schlechte Stimmung einfach vorübergeht oder ein Hinweis darauf ist, dass in unserem Leben etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, welche Bedeutung Stimmungen für ein gelingendes Leben haben. Sie zeigen, warum die Philosophie eine heitere Gelassenheit als erstrebenswerte Grundstimmung versteht, weshalb auch Trauer und Melancholie ihren Platz haben und wie wir lernen können, zwischen flüchtigen Launen und wichtigen Signalen unserer Seele zu unterscheiden. Dabei wird deutlich: Stimmungen sind keine Nebensache. Sie können uns helfen, uns selbst besser zu verstehen und unser Leben bewusster zu gestalten. Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Sokrates, Seneca, Zenon von Kition, Aristoteles, Laotse, Martin Heidegger Weiterführende Links: „Emotionen: Wie das Gehirn Gefühle macht.“ Spektrum-Artikel der Neurowissenschaftlerin Lisa Feldman Barrett über die Entstehung von Stimmungen und Emotionen. Sie zeigt, dass Gefühle nicht angeboren sind, sondern vom Gehirn auf Grundlage unserer Erfahrungen immer wieder neu konstruiert werden. „Gefühle betrachten.“ Psychologie heute-Artikel über einen gelasseneren Umgang mit Emotionen. Der Beitrag zeigt, warum wir unsere Stimmungen und Gefühle möglichst nicht bewerten oder unterdrücken, sondern sie offen, neugierig und wertfrei betrachten sollten – ein wichtiger Schritt für mehr psychisches Wohlbefinden. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

Interview mit der Expertin für Self-Leadership und Autorin Carina Hellmich über Veränderung, Selbstreflexion und die Kraft der Babysteps. „Wir überschätzen oft, was wir in einem Monat schaffen können und unterschätzen, was in einem Jahr möglich ist.“ (Carina Hellmich) Viele Menschen wissen, dass sie etwas in ihrem Leben verändern möchten. Sie wünschen sich mehr Gelassenheit, mehr Sinn oder den Mut, einen neuen Weg einzuschlagen. Doch häufig scheitert Veränderung nicht am fehlenden Wunsch, sondern an zu großen Erwartungen. Warum setzen wir uns immer wieder unter Druck? Weshalb bleiben wir lieber in vertrauten Gewohnheiten, obwohl sie uns längst nicht mehr guttun? Und warum entstehen nachhaltige Veränderungen fast nie durch einen großen Befreiungsschlag, sondern durch viele kleine Schritte? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Autorin und Expertin für Self-Leadership Carina Hellmich über ihr Buch „Baby Steps“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, weshalb Ehrlichkeit sich selbst gegenüber der erste Schritt jeder Veränderung ist, warum unser Gehirn kleine Schritte liebt und wie aus neuen Gewohnheiten langfristig eine neue Identität entstehen kann. Dabei zeigen überraschende Parallelen zur antiken Philosophie: Ob Konfuzius, Sokrates oder die Stoiker, nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Beharrlichkeit, Selbstverantwortung und der Bereitschaft, jeden Tag ein kleines Stück weiterzugehen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Konfuzius, Heraklit, Zenon von Kition, Laotse, Goethe Weiterführende Links: Auf ihrer Website stellt Carina Hellmich ihre Arbeit als Expertin für Self-Leadership, Speakerin und Autorin vor. Im Mittelpunkt stehen persönliche Entwicklung, bewusste Veränderung und die Philosophie der „Baby Steps“: kleine, konsequente Schritte, die langfristig große Veränderungen ermöglichen. LinkedIn-Profil Carina Hellmich: Das aktuelle Buch „Babysteps“ von Carina.

Warum du genau dann anhalten musst, wenn du eigentlich keine Zeit hast. „Ziehe dich oft in dich selbst zurück.“ (Marc Aurel) Unser Alltag ist geprägt von Tempo, Terminen und ständiger Erreichbarkeit. Oft reagieren wir, statt bewusst zu handeln. Gerade dann, wenn wir glauben, keine Zeit zu haben, wäre es vielleicht am wichtigsten, kurz innezuhalten. Denn häufig entstehen die besten Entscheidungen nicht im Aktionismus, sondern in der bewussten Unterbrechung. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Innehalten seit der Antike als eine der wichtigsten Übungen der Lebenskunst gilt. Weshalb brauchen wir regelmäßige Momente der Stille? Warum verlieren wir im Hamsterrad so leicht den Kontakt zu uns selbst? Und wie helfen kleine Rituale, Tagebuchschreiben oder ein Spaziergang dabei, wieder Klarheit zu gewinnen? Albert erklärt, warum Distanz oft der Schlüssel zu besseren Entscheidungen ist, weshalb Philosophen von Pythagoras bis Marc Aurel zur Sammlung raten und wie regelmäßiges Innehalten zu mehr Gelassenheit, Authentizität und innerer Freiheit führen kann. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Marc Aurel, Pythagoras, Konfuzius, Heraklit, Zhuangzi, Seneca Weiterführende Links: Einsamkeit. Alleinsein als Chance. Gegen den ständigen Aktionismus hilft vor allem die aktive Kontemplation. Warum die bewusste innere Sammlung und das zeitweise Alleinsein eine fundamentale Chance für unsere persönliche Reifung sind, beleuchtet der Spektrum der Wissenschaft-Artikel. Lernpausen sind gut fürs Gedächtnis. Mehr zur wissenschaftlichen Komponente des Innehaltens und dem sogenannten „Spacing-Effekt“ zeigt dieser Beitrag der Max-Planck-Gesellschaft.

„Wir Frauen leiden nicht an den Umständen, wir leiden an den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen.“ (Dr. Susanne Dietz) Vereinbarkeit klingt zunächst nach einem organisatorischen Problem. Nach Kalendern, Kinderbetreuung und flexiblen Arbeitszeiten. Doch für viele Eltern geht es um weit mehr: um Identität, Erwartungen, Schuldgefühle und die Frage, wie Familie, Beruf und die eigenen Bedürfnisse überhaupt zusammenpassen können. Gibt es den richtigen Weg zur Vereinbarkeit? Oder beginnt das Problem bereits mit unserem Anspruch, in allen Lebensbereichen gleichzeitig perfekt funktionieren zu wollen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Psycholinguistin, Vereinbarkeitsexpertin und Autorin Dr. Susanne Dietz über ihr Buch „No Mom is perfect!“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum Vereinbarkeit immer auch Lebenskunst ist, weshalb Pläne wichtig sind, aber flexibel bleiben müssen, und wie wir lernen können, unsere eigenen Ansprüche kritisch zu hinterfragen. Dabei wird deutlich: Ein gelingendes Leben entsteht nicht dadurch, dass alles jederzeit perfekt ausbalanciert ist. Sondern indem wir immer wieder neu herausfinden, was zu uns, unseren Bedürfnissen und unserer aktuellen Lebensphase passt. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Sokrates, Heraklit, Marc Aurel, Konfuzius Weiterführende Links: Website Dr. Susanne Dietz. Auf ihrer Website stellt Dr. Susanne Dietz ihren beruflichen Weg und ihre Arbeit als Personalentwicklerin, Hochschuldozentin, Coach, Autorin und Speakerin vor. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den Themen Vereinbarkeit, Sinn in der Arbeit und der Frage, wie eine Arbeitswelt gestaltet werden kann, die Menschen ein erfülltes Leben ermöglicht. LinkedIn-Profil Dr. Susanne Dietz. Das aktuelle Buch „No mom is perfect“ von Susanne Dietz.

Über Liebe, Verbundenheit und die Kunst, das Ego hinter sich zu lassen. „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ (Rumi) Kaum ein Mystiker wurde über Jahrhunderte hinweg so gelesen und zitiert wie Dschalal ad-Din Rumi. Seine Gedichte handeln von Liebe, Sehnsucht, innerer Freiheit und der Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Im Zentrum seines Denkens steht die Überzeugung, dass der Mensch erst dann zu sich selbst findet, wenn er die ständige Identifikation mit seinem Ego, seinen Ängsten und seinem Kontrollbedürfnis loslässt. Albert und Jan sprechen darüber, warum Rumi Liebe nicht als romantisches Gefühl, sondern als philosophische und spirituelle Kraft versteht, weshalb Krisen oft der Beginn innerer Entwicklung sein können und was es bedeutet, sich dem Leben mit mehr Gelassenheit und Offenheit zuzuwenden. Sie diskutieren über die Parallelen zwischen Rumis Mystik und den Weisheitslehren der Antike, über die Bedeutung von Stille und innerer Leere sowie über die Frage, warum seine Gedanken gerade in einer Zeit von Selbstoptimierung, Dauerbeschleunigung und Orientierungslosigkeit erstaunlich aktuell wirken. Eine Folge über die Freiheit, loszulassen und dadurch dem eigenen Wesen näherzukommen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Rumi, Meister Eckhart, Platon, Konfuzius, Patanjali, Thich Nhat Hanh, Aischylos, Johann Wolfgang von Goethe Weiterführende Links: „In Harmonie mit sich selbst und dem Universum." Der Deutschlandfunk-Beitrag porträtiert den persischen Mystiker Rumi (1207–1273) als bedeutenden Sufi-Gelehrten, dessen Werk auf universelle Liebe und innere Harmonie fokussiert. Als Begründer des Mevlevi-Ordens (tanzende Derwische) inspirieren seine zeitlosen Botschaften bis heute weltweit. „Alles, was dazwischenliegt“ Der Spektrum der Wissenschaft-Artikel thematisiert auf der Basis des berühmten Rumi-Zitats die menschliche Herausforderung, Ambiguitäten und innere Widersprüche im Alltag konstruktiv zu bewältigen. Der Text beleuchtet, wie wichtig es ist, Mehrdeutigkeiten jenseits starrer Richtig-Falsch-Muster auszuhalten.

Interview mit dem Politikwissenschaftler und Autor Pierrot Raschdorff über sein Buch „Die neue Höflichkeit“. „Die Fähigkeit, auch im Streit die Würde des anderen anzuerkennen, ist vielleicht die wichtigste Form der Höflichkeit.“ (Pierrot Raschdorff) Unsere Gesellschaft wirkt zunehmend gereizt. Politische Debatten verhärten sich, soziale Medien belohnen Zuspitzung und viele Menschen haben das Gefühl, schwierigen Gesprächen lieber aus dem Weg zu gehen. Doch wie können wir miteinander im Gespräch bleiben, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind? Und welche Rolle spielt die alte Tugend der Höflichkeit dabei? Erst recht, wen wir sie nicht als starre Etikette, sondern als innere Haltung verstehen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit dem Politikwissenschaftler und Autor Pierrot Raschdorff über sein neues Buch „Die neue Höflichkeit“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum eine respektvolle Streitkultur für Demokratie und Zusammenleben unverzichtbar ist, weshalb Zuhören oft wichtiger ist als Überzeugen und wie Rituale, Smalltalk und echte Begegnungen Brücken zwischen Menschen schlagen können. Dabei wird deutlich: Höflichkeit bedeutet nicht Anpassung oder Konfliktvermeidung, sondern die Fähigkeit, auch im Dissens die Würde des anderen zu achten und im Dialog zu bleiben. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Seneca, Konfuzius, Jean-Jacques Rousseau, Goethe Weiterführende Links: „Höflichkeit: Warum es uns selbst so glücklich macht, höflich zu anderen zu sein“. Beitrag des Bayerischen Rundfunks über die psychologischen und sozialen Wirkungen von Höflichkeit. Der Artikel zeigt, warum freundliches Verhalten Vertrauen schafft, Konflikte entschärfen kann und nicht nur dem Gegenüber, sondern auch uns selbst guttut. „Mehr Höflichkeit und Taktgefühl“: Beitrag auf Ethik heute über die Bedeutung von Takt, Rücksicht und respektvoller Distanz im Umgang miteinander. Ausgehend von den Gedanken des Philosophen Martin Scherer zeigt der Artikel, warum Höflichkeit weit mehr ist als gute Manieren: Sie hilft dabei, Grenzen zu achten, Verletzungen zu vermeiden und in einer zunehmend egozentrischen Gesellschaft respektvolle Beziehungen zu gestalten. „Die neue Höflichkeit“ Pierrot Raschdorffs‘ aktuelles Buch. Website von Pierrot Raschdorff.

Über Verantwortung, Freiheit und die Frage, wofür es sich zu leben lohnt. „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Freiheit.“ (Viktor Frankl) Diese Folge ist einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gewidmet: dem Neurologen, Psychiater und Begründer der Logotherapie Viktor Frankl. Geprägt von den Erfahrungen der Konzentrationslager entwickelte Frankl eine Philosophie, die den Menschen nicht als Opfer seiner Umstände versteht, sondern als Wesen, das selbst unter schwierigsten Bedingungen die Freiheit besitzt, Haltung zu wählen und Verantwortung zu übernehmen. Im Zentrum seines Denkens steht dabei nicht das Streben nach Glück, Erfolg oder Lust, sondern die Frage nach dem Sinn. Albert und Jan sprechen darüber, warum Sinn für Frankl wichtiger ist als Glück, weshalb Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet und wie Menschen selbst in Leid und Krisen Orientierung finden können. Sie diskutieren, ob wir heute eher unter Sinnlosigkeit oder unter einer Überfülle an Möglichkeiten leiden, warum Wohlstand allein kein erfülltes Leben garantiert und was Frankls Denken für eine Zeit von Social Media, Selbstoptimierung und Dauervergleich bedeuten kann. Eine Folge über Freiheit, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Frage unseres Lebens: Wofür lohnt es sich zu leben? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Viktor Frankl, Goethe, Konfuzius, Seneca, Musonius Rufus, Epiktet, Immanuel Kant, Sigmund Freud, Alfred Adler Weiterführende Links: Viktor Frankl Zentrum Wien: Das Viktor Frankl Zentrum Wien vermittelt Leben und Werk des österreichischen Psychiaters Viktor Frankl. Im Mittelpunkt seiner Logotherapie steht die Überzeugung, dass der Mensch selbst unter schwierigen Bedingungen Sinn finden und Verantwortung für sein Leben übernehmen kann. Die Sinnsuche versteht Frankl als zentrale menschliche Motivation. Roland Kipke, „Viktor Frankl und die gegenwärtige philosophische Sinndiskussion“::Der Philosoph Roland Kipke ordnet Viktor Frankls Sinnlehre in die moderne Debatte über das gelingende Leben ein. Er zeigt, wie Frankls Gedanken zu Sinn, Verantwortung und Selbsttranszendenz wichtige Impulse für die praktische Philosophie liefern und bis heute aktuell geblieben sind.

Über Selbstwert, soziale Anerkennung und die Suche nach Ansehen. „Wer nach Ruhm strebt, macht sich zum Sklaven der Meinung anderer.“ (Seneca) Status ist unsichtbar und doch allgegenwärtig. Er zeigt sich in Titeln, Autos, Followerzahlen, Kleidung oder der Art zu sprechen. Viele Menschen würden von sich behaupten, dass ihnen Status nicht besonders wichtig sei. Und dennoch beeinflusst er häufig unbewusst Entscheidungen, Selbstbild und Lebensziele stärker, als wir zugeben möchten. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophische Bedeutung von Status, Anerkennung und sozialem Ansehen. Warum ist es uns so wichtig, wie andere über uns denken? Weshalb kann Lob von außen so befriedigend sein und gleichzeitig abhängig machen? Albert erklärt, warum das Streben nach Status oft Ausdruck eines tieferen Bedürfnisses nach Wertschätzung und Verbundenheit ist. Philosophen von Seneca bis Laotse warnte jedoch vor der Jagd nach Ruhm weil sie abhängig macht. Sie fragten danach, wie es gelingen kann, Selbstwert stärker aus sich selbst als aus der Anerkennung anderer zu schöpfen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Seneca, Epiktet, Laotse, Epikur, Erich Fromm Weiterführende Links: „Die Suche nach der eigenen Identität“ Deutschlandfunk-Beitrag über die Frage, wie Menschen ihr Selbstbild entwickeln und warum Identität heute zunehmend zwischen individueller Freiheit, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Anerkennung entsteht. „Auf der Suche nach Status“ Psychologie-Heute-Artikel über das menschliche Bedürfnis nach Anerkennung und sozialem Ansehen. Der Beitrag zeigt, warum Statusstreben eng mit unserem Selbstwertgefühl verbunden ist und weshalb die Suche nach äußerer Bestätigung oft keine dauerhafte Zufriedenheit schafft.

Muster brechen, gelassener leben. „Die Menschen sagen alle: Ich weiß und handeln doch anders.“ (Li Ji, Buch der Riten) Viele Menschen wissen genau, was ihnen guttun würde. Sie kennen die Gedanken der Stoiker über Gelassenheit, die Empfehlungen des Buddhismus zum Umgang mit Leid oder die philosophische Idee eines maßvollen Lebens. Und trotzdem reagieren sie im Stress impulsiv, sagen zu oft Ja, übernehmen zu viele Aufgaben oder verlieren sich immer wieder in denselben Mustern. In dieser Folge sprechen Albert und Jan über die vielleicht größte Herausforderung der praktischen Philosophie: die Umsetzung. Warum reicht Einsicht allein oft nicht aus? Weshalb sind Gewohnheiten stärker als gute Vorsätze? Und wie gelingt es, zwischen Reiz und Reaktion den berühmten Moment der Freiheit zu finden? Es geht um Selbstbeobachtung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbststeuerung, Nein-Sagen und die Macht eingeübter Muster. Albert erklärt, warum Veränderung Geduld braucht, weshalb kleine Schritte oft wirksamer sind als große Vorsätze und warum die wichtigste Aufgabe darin besteht, immer wieder zum eigentlichen Ziel zurückzukehren: ein gutes und gelingendes Leben zu führen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Aristoteles, Platon, Seneca, Epiktet, Konfuzius, Buddha, Johann Wolfgang von Goethe, Viktor Frankl Weiterführende Links: „Fünf Dinge, die gelassene Menschen anders machen“ GEO-Artikel über die Frage, warum manche Menschen auch in stressigen Situationen ihre innere Ruhe bewahren. Unter anderem geht es um einen entspannteren Umgang mit Perfektionismus, die Konzentration auf das Wesentliche und die Fähigkeit, Belastungen mit mehr Abstand zu betrachten. „Wie Philosophie uns helfen kann, ein gutes Leben zu führen“ Artikel von The School of Life über die ursprüngliche Aufgabe der Philosophie als praktische Lebenshilfe. Warum wurde Philosophie über Jahrtausende weniger als akademische Disziplin, sondern als Orientierung für zentrale Fragen des Lebens verstanden: Wie finden wir Sinn, Gelassenheit, gute Beziehungen und ein erfülltes Leben?