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Wie baut man eigentlich einen Tunnel und wo kommt das ganze Zeug hin, dass man aus so einem Berg rausschafft? Das habe ich den Ingenieur Konrad Bergmeister gefragt. Ein faszinierendes Gespräch über Ingenieurskunst, den Menschen und sein Verhältnis zur Natur und was man von Tunneln über die Welt lernen kann. 🙆 Konrad Bergmeister ist Ingenieur und Professor für Konstruktiven Ingenieurbau an der Boku in Wien. Er war führend in den Bau des Brenner-Basistunnels involviert. Diese Bücher empfiehlt Konrad: Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus, https://amzn.to/4vko0PX Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse von Nassim Nicholas Taleb, https://amzn.to/4pimnAT ... trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager von Viktor Frankl, https://amzn.to/4vpQSX0 Konrads Shoutout für Medien: DIE ZEIT, https://www.zeit.de/index Radio Swiss Classic, https://www.radioswissclassic.ch/en Was nehme ich mir mit? Tunnel sagen viel über das Verhältnis von Mensch und Natur. Man kann einen Tunnel nie gegen einen Berg bauen, sondern nur mit ihm. Das Gebirge selbst ist das tragende Bauwerk, der Beton veredelt quasi nur die Öffnung. Gleichzeitig haben Tunnel Milliarden Menschen näher zusammengebracht und sind Symbol des menschlichen Fortschritts. Die Logistik ist einfach nur Wahnsinn. Eine Tunnelbohrmaschine schafft heute über 60 Meter am Tag, dafür kostet sie auch viele, viele Millionen. Sie wird nach dem Bauprojekt zerlegt und wiederverwendet. Heute werden schon bis zu 40 Prozent des Materials, das man aus dem Berg schafft, recycelt. Der Rest kommt auf Deponien. Alleine schafft der Mensch kaum etwas. Wie fast alles im Leben sind Tunnel Teamarbeit. Es arbeiten Geologinnen mit Geotechnikern und Tunnelbauern, von denen ich heute gelernt habe, dass man sie Mineure nennt, Kreislaufwirtschaftsexpertinnen, Menschen, die diese riesigen Tunnelbohrmaschinen steuern können und noch viel, viel mehr Menschen zusammen, um so ein riesiges Bauwerk auch nur annähernd realisieren zu können. Das fasziniert mich. Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Woher kommt eigentlich der Fußball? Und wie wurde er zu dieser superkapitalistischen Entertainment-Maschine, die er heute ist? Der Germanist Klaus Zeyringer hat mir die Kulturgeschichte des Fußballs erklärt. Ein Gespräch für alle Fans und Kritiker:innen des Sports. 🙆 Klaus Zeyringer war Professor für Germanistik in Westfrankreich. Er schrieb für den Standard, ist Autor mehrerer Bücher und bekennender Fußballfan und -analyst. Diese Bücher empfiehlt Klaus: Radetzkymarsch von Joseph Roth, https://amzn.to/4eXuVIL Einübung ins Schweben von Dževad Karahasan, https://amzn.to/3QYSWaj Tausend und ein Morgen von Ilija Trojanow, https://amzn.to/44adKin Was nehme ich mir mit? Fußball hat nicht nur eine schöne Geschichte. Neben Spiel, Spaß und Gemeinschaft ist der Fußball auch ein Instrument, um Arbeiter ruhig und fit zu halten. Viele autoritäre Politiker wussten den Fußball für sich zu nutzen, wie ewa Mussolini oder Pinochet. Und: Auf dem Fußballfeld werden auch alte Männerbilder zelebriert. Bis heute etwa ist Homo- oder Bi-Sexualität im Herren-Fußball kaum ein Thema. Spielermänner sind quasi inexistent. Trotzdem ist Fußball etwas Verbindendes. Jetzt gerade läuft ja die Herren-WM in den USA, Mexiko und Kanada und ich finde es wunderschön, dass Fans und Spieler aus so vielen verschiedenen Ländern friedlich gegeneinander im Wettbewerb stehen. Klaus schaut wenige Spiele, ich bin Pragmatiker und genieße den Sport trotzdem. Und ich finde Fußball auch wunderbar nutzlos. Es bläst einem beim Spielen und Schauen den Kopf durch. Die Wertigkeit des Fußballs. Das fand ich schon einen spannenden Punkt von Klaus: Wenn man sich anschaut, was ein Fußballstar verdient und was eine Bundeskanzlerin oder eine Person, die in der Pflege arbeitet, sagt das schon etwas über unsere Gesellschaft. Ich finde ja auch, dass zeigt sich an dem, wer berühmt ist und von allen verehrt wird. Sind dass die Menschen, die viel Macht haben, Geld oder die beste Leistung bringen, oder sind es Leute, die sich für andere engagieren, die Stimme erheben oder einfach herzallerlieb sind. Weiterführender Link: ANNO: Historische Zeitungen lesen in der Nationalbibliothek https://anno.onb.ac.at/ Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Wir haben uns im Internet von einigen wenigen mächtigen Menschen abhängig gemacht. Die sind noch dazu nicht gerade die sympathischsten. Ich habe Leonhard Dobusch gefragt, wie eine Alternative aussehen könnte. Ein nerdiges und leidenschaftliches Gespräch über Macht und ein besseres Internet. 🙆 Leonhard Dobusch ist Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation an der Universität Innsbruck. Außerdem ist er wissenschaftlicher Leiter des Momentum Instituts in Wien. Diese Bücher empfiehlt Leonhard: Enshittification: Wie Tech-Konzerne uns ausbeuten und was wir dagegen tun können von Cory Doctorow, https://amzn.to/4xZiuFe Engagement und Enttäuschung: Über das Schwanken der Bürger zwischen Privatwohl und Gemeinwohl von Albert O. Hirschman, https://amzn.to/4ePwEzI. Dazu die Empfehlung für die Netflix-Serie Transatlantic: https://de.wikipedia.org/wiki/Transatlantic_(Fernsehserie) Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity von Judith Butler, https://amzn.to/3SyRPyF Leonhards Shoutout für Medien: Schnelle Online-Nachrichten: ORF.at und DerStandard.at Podcast »Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?« https://www.radioeins.de/archiv/podcast/cui_bono/ Podcast »Kevin Kühnert und die SPD« in der ARD Mediathek https://www.ardmediathek.de/serie/kevin-kuehnert-und-die-spd/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI4/1 Blog von Cory Doctorow: https://pluralistic.net/ Stratchery von Ben Thompson: https://stratechery.com/ Krasse Links https://mspr0.de/ Was nehme ich mir mit? Das Problem ist nicht Elon Musk. Also dass der reichste Mensch der Welt sich selbst auf seiner Plattform radikalisiert und rechtsextrem abgeboben ist, ist natürlich schon ein großes Problem. Aber das Ur-Problem ist, dass es überhaupt einen zentralen Akteur gibt, der so eine Plattform kaufen kann. In einem dezentralen System geht das nicht. Wir brauchen Filtersouveränität. Wir sollten uns selbst aussuchen können, was wir im Internet und auf Social Media sehen. Auf Bluesky oder Mastodon kann man sich etwa einen bestimmten Moderationsfilter aussuchen. Oder den Algorithmus. Wichtig ist auch, Social Media Plattformen gesetzlich dazu zu verpflichten, dass sie interoperabel sind. Heißt: Das man von einer Plattform zur anderen schreiben kann. Und dass man seine Follower und Inhalte nehmen und wo anders hingehen kann. Wie bei E-Mail eben auch. Das würde die Macht im Internet komplett verschieben. Das Fediverse ist kein europäisches Tiktok. Es ist eine dezentrale Infrastruktur auf der Basis offener Protokolle. Viele Server kommunizieren miteinander, ohne dass einer alles kontrolliert. Das Fediverse wird nie einfach explodieren, sondern Leonhard hält es für am wahrscheinlichsten, dass nach und nach bestehenden Communities dort hinwandern. Universitäten, öffentlich-rechtliche Mediatheken, Bibliotheken, NGOs oder Museen. Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Für die 400. Folge hat Valentina einige Freund:innen von Andreas gefragt: Wie war das damals, als Erklär mir die Welt entstanden ist? Wir machen uns auf die Spuren des Podcasts. Plus: Was euch im Herbst erwartet. Und: Wieder einige Tipps für Bücher, Serien & Dinge, die wir lieben. Weiterführende Links Die Offenlegung der Einnahmen von Andreas: a-sator.at/offenlegung Der Claude Code-Kurs, den Andreas gerade macht: https://www.youtube.com/watch?v=HR1lI4V0oKE& Die Fahrrad-Navi-App, die Valentina empfiehlt: https://www.bikecitizens.net Das Buch, das Andreas euch für den Sommer ans Herz legt: A More Exciting Life: A guide to greater freedom, spontaneity and enjoyment von The School of Life, https://www.amazon.com/More-Exciting-Life-spontaneity-enjoyment/dp/1912891255 Valentinas Tanz-Tipp, der Impulstanz Public Moves-Kalender: https://www.impulstanz.com/calendar/publicmoves/ The Pitt, die Krankenhausserie, die Andreas geschaut hat: https://www.imdb.com/de/title/tt31938062/ Zwei Autorinnen, die Andreas und Valentina cool finden: Liv Strömquist (https://de.wikipedia.org/wiki/Liv_Str%C3%B6mquist) und Chimamanda Ngozi Adichie (https://de.wikipedia.org/wiki/Chimamanda_Ngozi_Adichie) Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Als ich mich auf das Gespräch mit Mai Thi Nguyen-Kim vorbereitete, merkte ich: Ich weiß genau gar nichts mehr über Chemie aus der Schule. Was für ein Fehler! Es ist faszinierend, wie viel man über unsere Welt durch die Brille der Chemie verstehen kann, ob das Kochen, Kaffee oder warum Furze riechen. So eine coole Aufnahme. 🙆 Mai Thi Nguyen-Kim ist Wissenschaftsjournalistin, Wissenschaftskommunikatorin und Chemikerin. Mai war auf Einladung der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien. Was nehme ich mir mit? Temperatur ist Bewegung. Je schneller sich Teilchen bewegen, desto heißer ist ein Stoff. Kälte bedeutet, dass sich die Teilchen langsam bewegen. Bei gut 270 Grad minus ist Schluss: Dann stehen alle Teilchen und es kann nicht mehr kälter werden. In einem Raum hat alles die selbe Temperatur. Außer unser Körper, der arbeitet dagegen. Wir bestehen aus Sternenstoff. Alle 118 Elemente entstanden in Sternen durch Kernfusion. Das ist eine chemische Tatsache und ein absolutes Wunder. Auch unsere Furzmoleküle, wo kleine Teilchen in die Nase unserer Sitznachbarn abhauen, sind aus Sternen entstanden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde das einfach nur geil. Nur weil etwas natürlich ist, ist es nicht gut. Es gibt künstliche Stoffe, die uns das Leben retten, und natürliche, die uns vergiften, wie etwa der Knollenblätterpilz. Wir müssen mit dieser komischen Unterscheidung aufhören. Vitamin C aus dem Labor ist genau dasselbe wie Vitamin C aus einer Orange. Folgt Mai Thi auf Instagram: @maithink Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Satire soll Dinge zum Vorschein, aber auch zum Lachen bringen. ORF-Satiriker Peter Klien erklärt sein Selbstverständnis – und ob Satire Grenzen gesetzt sind. Die Folge ist erstmals im Dezember 2018 erschienen. Peter Klien ist Satiriker und Host der ORF-Late-Night-Politsatire „Gute Nacht Österreich“. Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Wie kommunizieren Elefanten und Geparden? Damit beschäftigt sich die Zoologin Angela Stöger. Über koreanisch sprechende Elefanten, Begrüßungszeremonien und warum Geparden manchmal wie Vögel klingen. Plus: Wie wir durch KI Tiere immer besser verstehen. 🙆 Angela Stöger ist Professorin für Zoo Conservation Science am Department für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Kommunikation von Elefanten und Geparden. Was nehme ich mir mit? Elefanten können imitieren. Das kennen wir sonst etwa nur von Papageien. Ein Elefant in Südkorea, der koreanische Wörter nachahmt, die Einheimische verstehen – wie cool ist das denn bitte. Elefanten wurden auch schon beobachtet, wie sie die Geräusche von LKWs nachgemacht haben. Wenn sich Elefanten treffen, gibt es Begrüßungszeremonien, wie bei uns Menschen. Absolut faszinierend. Elefanten haben die beste Nase im Tierreich. Sie haben bis zu 2.000 olfaktorische Gene. Ein guter Spürhund hat gerade einmal 800. Sie sehen dafür nicht besonders gut. Auf kurze Distanz geben sie sich visuelle Signale, etwa durch ihre Gestik oder das Anheben des Kopfes. Sonst kommunizieren sie über Rumbles, also Grollen. Das spüren wir, hören wir aber großteils nicht, weil es Infraschall ist. Künstliche Intelligenz hilft der Forschung. Angela und ihre Kolleg:innen haben viele tausend Elefantenlaute gesammelt. Die KI soll daraus Muster erkennen. Die KI liefert Hypothesen, die Forscher:innen probieren es dann und spielen die Leute Elefanten vor. Der technologische Fortschritt ist enorm und wir können immer besser verstehen, was Tiere sagen. Weiterführender Link: Den Geheimnissen der Tiersprachen auf der Spur, https://www.derstandard.at/story/2000133526364/den-geheimnissen-der-tiersprachen-auf-der-spur Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Wenn ein Mann in ein Kloster geht, lebt er im Schnitt fünf Jahre länger als ein Mann außerhalb. Woran liegt das? Das habe ich den Demografen Marc Luy gefragt. Er ist für seine Kloster-Studie berühmt geworden und weiß, warum Männer kürzer oder länger leben. Ein nerdiges Gespräch über Lebenserwartung, das ihr lieben werdet 🙆 Marc Luy ist Bevölkerungswissenschafter. Er ist Direktor des Instituts für Demographie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Honorarprofessor für Demographie an der Universität Wien. Er beschäftigt sich vor allem mit der niedrigeren Lebenserwartung von Männern. Diese Bücher empfiehlt Marc: „Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag“ von David Allen, https://amzn.to/4dF3bt8 „Money: Die 7 einfachen Schritte zur finanziellen Freiheit“ von Tony Robbins, https://amzn.to/4e0mgoz „Die Kunst des digitalen Lebens: Wie Sie auf News verzichten und die Informationsflut meistern“ von Rolf Dobelli, https://amzn.to/3Rx64nh Slow Productivity: The Lost Art of Accomplishment Without Burnout von Cal Newport, https://amzn.to/4efUsO8 Marcs Shoutout für Medien Podcast „Hallo Fokus“ von Lars Bobach, https://larsbobach.de/podcast-hallo-fokus/ „Blinkist“ für Zusammenfassungen von Büchern, https://www.blinkist.com/de Was nehme ich mir mit Männer leben im Kloster länger. Das liegt vor allem daran, dass sie dort Risikofaktoren vermeiden, die ihr Leben außerhalb von Klöstern kürzer machen. Sie rauchen nicht, sie trinken keinen Alkohol, sie essen moderat und bewegen sich ausreichend. Außerdem sind sie Teil einer Gemeinschaft und vereinsamen nicht. All das ist wichtig für ein langes Leben. Das Kloster bietet viele Vorteile. Es liefert etwa auch einen geregelten Alltag, gibt damit den Menschen Struktur. Und wer in ein Kloster eintritt, muss sich auch nicht mehr mit dem Sinn des Lebens beschäftigen. Auch das ist wichtig. Bei Frauen in Klöstern hat das auch positive Effekte, sie leben dort aber nicht länger als Frauen außerhalb. Die Hypothese von Marc ist, dass das an der anstrengenden Arbeit innerhalb der Klöster liegt. Es gibt keine Wunderpille für ein langes Leben. Wer nicht raucht, moderat oder nicht trinkt, sich ausreichend bewegt, sich vielfältig ernährt und nicht zu viel isst und ein Leben führt, in dem es nicht zu viel Stress gibt, man Teil einer Gemeinschaft ist und für sich einen Sinn im Leben hat, der lebt im Durchschnitt viele Jahre länger und vor allem besser. Das ist das Geheimnis, nicht irgendein Superfood oder eine neue Tablette. Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

Abnehmspritzen werden manchmal als Lifestyle-Produkt abgetan. Dabei sind sie nichts anderes als eine medizinische Revolution. Zum ersten Mal hat die moderne Medizin ein wirksames Mittel gegen Adipositas. Und Studien zeigen: Sie haben noch jede Menge anderer Vorteile. Es erklärt der Universitäts-Professor und Endokrinologe Florian Kiefer. 🙆 Florian Kiefer ist Endokrinologe und Internist sowie assoziierter Professor an der Medizinischen Universität Wien mit Schwerpunkt auf Hormon-, Stoffwechsel- und Adipositaserkrankungen. Er leitet die endokrinologische Spezialambulanz, betreibt klinische und translationale Forschung zu Energie- und Fettstoffwechselprozessen und war in internationalen Fachgremien aktiv, etwa als Senior Editor eines endocrinologischen Fachjournals. Was nehme ich mir mit? Abnehmspritzen ahmen Hormone aus unserem Darm nach. Die werden nach jedem Essen ausgeschüttet. Die körpereigenen Hormone sind aber gleich wieder weg. Forscher:innen haben die Hormone im Labor künstlich länger haltbar gemacht. Das zügelt jetzt den Appetit der Menschen, die sie nehmen. Der Körper baut also nicht mehr Gewicht ab, wenn man die Abnehmspritze nimmt, sondern man will wegen der Spritzen einfach weniger essen. Spritzen alleine reichen nicht. Begleitend braucht es Bewegung und Krafttraining, weil der Körper, wenn er abnimmt, Muskeln abbaut. Außerdem muss man sich auch die Ernährung anschauen. Beides muss langfristig umgestellt werden, oft braucht es auch immer wieder mal die Spritzen. Adipositas ist eine chronische Krankheit, sie geht nie ganz weg, der Körper will das alte Gewicht und Fett halten, weil uns das evolutionär schützte. Die Spritzen helfen gegen vieles. Sie helfen nicht nur gegen Diabetes und beim Abnehmen, sie scheinen im Körper auch unnütze Entzündungen zurückzufahren, was für ganz viele andere Krankheitsbilder ebenfalls positive Wirkungen zeigt. Die Daten sind klar: Die Effekte sind so gut, dass die Krankenkassen nachziehen und die Medikamente für alle, bei denen es eine Indikation gibt, übernehmen müssen. Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas

In Wien wird das Klima wie in Skopje (Nordmazedonien). Was machen wir? Das habe ich die Ökonomin Sigrid Stagl gefragt. Was der Klimawandel mit der österreichischen Wirtschaft macht – und wir uns an ihn anpassen und dadurch wohlhabender und unabhängiger werden. 🙆 Sigrid Stagl ist Ökonomin am Department für Sozioökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien. Diese Folge wird präsentiert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Umsetzung der fünf EU-Missionen in Österreich. Diese Bücher empfiehlt Sigrid: Karl Polanyi, Chronik der grossen Transformation. Artikel und Aufsätze (1920-1945): Menschliche Freiheit, politische Demokratie und die Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Faschismus, https://amzn.to/4nEZtDg Jason Hickel, Less is More: How Degrowth Will Save the World, https://amzn.to/4tQjisM Sigrid Stagl, Krisenfest – Wie nachhaltige Wirtschaft unsere Zukunft sichert: Energie, Ernährung, Arbeit & Zusammenhalt neu denken: Wie wir unsere Wirtschaft verändern können, um unsere Zukunft zu sichern (ab September 2026 erhältlich), https://amzn.to/4dpo0HC Sigrids Shoutout für Medien Ö1, https://oe1.orf.at/ BBC Radio 4, https://www.bbc.co.uk/sounds/play/live/bbc_radio_four_extra Podcast der „New York Times“, https://www.nytimes.com/spotlight/podcasts Podcast von „Der Standard“, https://www.derstandard.at/podcast Was nehme ich mir mit? Wir müssen unabhängiger werden. Wir überweisen derzeit Firmen und Menschen in autoritären Regimen jedes Jahr Milliarden Euro auf ihre Konten, um ihnen Erdöl und Erdgas abzukaufen. Nebenbei verschmutzt das unsere Luft und wir heizen die Erde noch weiter an. Das ist absurd und muss aufhören. Wir müssen fossile Energie mit erneuerbaren ersetzen und unsere Wirtschaft elektrifizieren, also etwa von Verbrenner auf E-Autos umsteigen. Der Klimawandel ist längst da. Österreich ist im Schnitt schon 3,1 Grad heißer als im langjährigen Schnitt. Das merken viele schon: Im Wintertourismus, in der Landwirtschaft, aber auch vulnerable Gruppen, Menschen in Städten und alle, die draußen arbeiten. Auch sonst sinkt die Produktivität und damit unser Wohlstand, wenn es heißer wird. Wir müssen uns massiv anpassen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Einstellung zu Klimaanlagen verändern. Räume in Österreich muss man im Sommer künftig einfach kühlen. Klimaanlagen sind ineffizienter als das etwa über die Wände oder den Boden zu kühlen, aber wenn das nicht geht, sinnvoll. Landwirte bauen hitzeresistentere Sorten an, Forstwirte pflanzen andere Bäume, Städte werden grüner. Österreich hat in einigen Jahren die Temperatur von Mazedonien und das wird unser aller Leben ändern. Das muss keine Katastrophe sein, aber wir müssen uns früh genug daran anpassen. Zur Werbung: Jetzt Die Presse für 3 Monate für 3 EUR testen auf diepresse.com/erklärmirdiewelt mit dem Code "erklärmirdiewelt" ***Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen. ***MACH DEN PODCAST BESSERSchick uns deine Fragen und Wünsche für EpisodenErzähl uns von dir! Mach bei der Hörer:innen-Befragung mit ***NÜTZLICHE LINKS Hier geht's zu unserem Partner paper republicBewirb dich als Hörer:in des MonatsHol dir Updates zum Podcast per E-Mail, Signal, WhatsApp oder TelegramFolge uns bei Instagram, Tiktok und FacebookAlle Folgen ab Mai 2023 gibt es mit Video auf YouTubeSchau im Merch-Shop vorbeiHier kannst du Werbung im Podcast buchenAndreas' Buch "Alles gut?!" darüber, was er im Kampf gegen Armut auf der Welt beitragen kann ***DAS TEAMMitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas PelkmannVermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)Logo und CI: Florian HalbmayrMusik: Something Elated by Broke For Free, CC BYBeatbox am Ende: Azad Arslantas