
Hosted by Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler · DE

ECMO in der Herzchirurgie – High-End-Medizin verständlich erklärt Wie funktioniert eine ECMO eigentlich genau – und warum ist sie in der Herzchirurgie so ein hochkomplexes, aber lebensrettendes Verfahren? In dieser Folge des Klinisch Relevant Podcast sprechen wir wieder mit Julia Rogaczewski über die extrakorporale Membranoxygenierung, ihre Einsatzgebiete, ihre Grenzen und die Chancen, die moderne Intensivmedizin heute und in Zukunft bietet. Das erwartet dich in dieser Folge Was die ECMO bedeutet und wie sie funktioniert Die wichtigsten Bestandteile: Zentrifugalpumpe, Membranoxygenator und Gasblender Der Unterschied zwischen VA-ECMO und VV-ECMO Wie ECMO-Kanülierung technisch durchgeführt wird Warum ECMO ein interdisziplinäres Teamverfahren ist Welche Komplikationen auftreten können, etwa Blutungen oder Dislokationen Was das Harlequin- / North-South-Syndrom ist Welche Prognosen bei ECMO-Patientinnen und Patienten zu erwarten sind Wie sich das Verfahren in Zukunft weiterentwickeln könnte Warum Kombinationstherapien wie ECMO + Impella oder ECMO + IABP zunehmend an Bedeutung gewinnen Die wichtigsten Inhalte im Überblick ECMO: mehr als nur eine Maschine Julia erklärt anschaulich, dass die ECMO kein vollständiger Ersatz für Herz und Lunge ist, sondern eine temporäre Unterstützungstherapie für schwerstkranke Patientinnen und Patienten. Besonders spannend: Die Folge macht verständlich, wie die ECMO Kreislauf und Gasaustausch übernimmt, ohne die natürliche Organfunktion dauerhaft zu ersetzen. VA-ECMO vs. VV-ECMO Ein zentraler Teil der Episode dreht sich um den Unterschied zwischen den ECMO-Formen: VA-ECMO unterstützt Herz und Lunge und ist vor allem in der Herzchirurgie relevant. VV-ECMO dient vor allem der respiratorischen Unterstützung, etwa bei schwerem Lungenversagen oder ARDS. Herausforderungen und Risiken Die Folge zeigt auch die Schattenseite der Hochrisikotherapie: hohe Blutungsgefahr, thrombembolische Risiken, mögliche Dislokation der Kanülen und komplexe Überwachung gehören zum klinischen Alltag. Genau diese Mischung aus technischer Präzision und medizinischer Verantwortung macht das Thema so faszinierend. Zukunft der ECMO Besonders spannend ist der Ausblick: frühere Indikationsstellung, bessere Risikomodelle, mobile ECMO-Systeme, präzisere Überwachung und kombinierte Therapien könnten die Behandlung in Zukunft deutlich verbessern. Julia gibt damit einen fundierten, zugleich optimistischen Blick auf die Weiterentwicklung der Extrakorporalen Unterstützung. Warum du diese Folge hören solltest: Diese Episode verbindet hochkomplexe Medizin mit verständlicher Erklärung und macht ein Thema greifbar, das in der klinischen Praxis immer wichtiger wird. Wer sich für Intensivmedizin, Herzchirurgie oder moderne Reanimations- und Unterstützungssysteme interessiert, bekommt hier einen kompakten, spannenden und fachlich starken Überblick. Genannte Themen und Begriffe ECMO, Herzchirurgie, Intensivmedizin, VA-ECMO, VV-ECMO, Kanülierung, Oxygenator, Zentrifugalpumpe, Gasblender, Harlequin-Syndrom, Differentialhypoxie, Weaning, LV-Unloading, Impella, intraaortale Ballonpumpe, ARDS, Multiorganversagen Fazit Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie moderne Hochleistungsmedizin funktioniert – und warum ECMO trotz aller Risiken für viele Patientinnen und Patienten eine echte Überlebenschance sein kann.

Lars ma‘ hören..!“ ist die Audio-Kolumne von Prof. Lars Wojtecki zum Thema „Neurowissenschaft“. Jeden letzten Donnerstag im Monat veröffentlichen wir hier bei Klinisch Relevant eine neue Folge. Das Besondere: Prof. Wojtecki diskutiert aktuelle, spannende Studien mit Bezug zum täglichen Leben. In der heutigen Folge spricht Prof. Wojtecki über eine Arbeit aus "Frontiers in Neuroscience" aus dem Mai 2026, in der Verwendung von Psilocybin bei Patient:Innen mit fortgeschrittener Alzheimer Demenz untersucht wurde. Die in diesem Podcast erwähnte Arbeit findest Du hier: Lago M, Cerveira M and Simonet JX (2026) Transient multidomain functional improvement in advanced Alzheimer’s disease following high-dose psilocybin-containing mushroom administration: a case report. Front. Neurosci. 20:1813281. doi: 10.3389/fnins.2026.1813281 Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Reine Nervensache x Klinisch Relevant In dieser Serie treffen wir von Klinisch Relevant auf das Podcast-Team von „Reine Nervensache“ um Prof. Sven Meuth, Direktor der Klinik für Neurologie der Uniklinik Münster und PD Dr. Marc Pawlitzki, Oberarzt im Team von Prof. Meuth. Themen dieser Folge Die Darm-Hirn-Immunsystem-Achse bei Multipler Sklerose Welche Rolle spielen kurzkettige Fettsäuren wie Propionat und Butyrat? Das Gleichgewicht zwischen pro- und antiinflammatorischen Immunzellen Was zeigen aktuelle Mikrobiomstudien bei MS? Henne oder Ei: Verursacht das Mikrobiom die Erkrankung – oder verändert die MS das Mikrobiom? Propionat-Supplemente und Stuhltransplantation – was ist evidenzbasiert? Welche Studien braucht die Forschung als Nächstes? Könnte das Mikrobiom künftig als Biomarker dienen? Take-Home Messages Das Mikrobiom spielt wahrscheinlich eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der Multiplen Sklerose. Bisher sprechen die Daten eher für einen Zusammenhang als für einen eindeutigen ursächlichen Effekt. Für eine generelle Empfehlung von Propionat oder anderen Mikrobiom-basierten Therapien reicht die Evidenz derzeit nicht aus. Große longitudinale Studien werden entscheidend sein, um den klinischen Nutzen besser beurteilen zu können. Das Forschungsfeld entwickelt sich rasant und könnte langfristig neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten eröffnen. Hörenswert für Neurolog:innen Ärzt:innen in Weiterbildung Medizinstudierende Wissenschaftlich interessierte Healthcare Professionals Alle, die sich für Neuroimmunologie und aktuelle MS-Forschung interessieren Weiterführende Informationen Klinisch Relevant Reine Nervensache Podcast Eine spannende Folge für alle, die verstehen möchten, warum das Mikrobiom derzeit zu den spannendsten Forschungsfeldern der Neurologie zählt – und weshalb wissenschaftliche Neugier manchmal wichtiger ist als vorschnelle Therapieempfehlungen. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Wenn die Berufung zur Belastung wird – Selbstfürsorge, Achtsamkeit und Mentoring für Therapeut*innen In dieser Folge von „Klinisch relevant“ begrüße ich Irina Lacher, Logopädin M.Sc. und Coachin, die einen tiefen Einblick in die emotionalen und systemischen Herausforderungen des Therapiealltags gibt. Viele Therapeut:innen starten mit dem Wunsch, die Welt zu verbessern, finden sich jedoch oft in einem erschöpfenden System wieder. Irina teilt ihre persönliche Reise von der anfänglichen Euphorie über die totale Erschöpfung bis hin zu ihrem heutigen Weg, Kolleginnen zurück in ihre Kraft zu führen. In dieser Folge erfährst du: Vom Idealismus zur Erschöpfung: Warum der Weg in den Burnout in helfenden Berufen oft schleichend verläuft und wie Irina diesen Wendepunkt selbst erlebte. Resilienz im System: Wie man Klarheit und Freude am Beruf zurückgewinnt, auch wenn man die starren Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens kurzfristig nicht ändern kann. Fachwissen vs. Selbstfürsorge: Warum über 50 fachbezogene Weiterbildungen allein nicht vor Überlastung schützen und weshalb persönliche Weiterentwicklung eine Überlebensstrategie ist. Stärkende Begleitung: Was ein „ehrlicher Blick von außen“ bewirken kann, um aus der Ohnmachtsfalle des Klinikalltags auszubrechen. Über den Gast: Irina Lacher blickt auf 18 Jahre Erfahrung als Logopädin zurück, in denen sie über 30.000 Stunden mit Patient:innen mit Schluckstörungen gearbeitet und mehr als 5.000 Menschen auf ihrem Genesungsweg begleitet hat. Heute nutzt sie ihre umfassende klinische Expertise und ihre Ausbildung als Coachin, um Menschen in Gesundheitsberufen durch Fach-Mentoring, Coaching und Vorträge zu unterstützen. Weiterführende Links & Kontakt: Website: Irina Lacher - Coaching und Mentoring

Social Media in der Medizin - mit Dr. Susanne Brech Wie verändert Social Media die Medizin? Welche Chancen bietet die digitale Öffentlichkeit für Ärzt:innen und Healthcare Professionals – und welche Herausforderungen bringt sie mit sich? In dieser Folge sprechen wir mit der Intensivmedizinerin, Medizinjournalistin und Content Creatorin Susanne über ihren außergewöhnlichen beruflichen Weg zwischen Klinik, Journalismus und Social Media. Aus einer anfänglichen Leidenschaft für Kommunikation ist über die Jahre eine Plattform entstanden, mit der sie hunderttausende Menschen erreicht und über medizinische Themen aufklärt Themen dieser Folge Die Entwicklung von Social Media in der Medizin Chancen und Risiken medizinischer Aufklärung im Netz Erfahrungen aus dem Alltag einer medizinischen Content Creatorin Umgang mit Kritik, Anfeindungen und Desinformation Die Verbindung von Medizin, Journalismus und gesellschaftlichem Engagement Internationale Projekte und Gesundheitskommunikation Vermisst man die Arbeit auf der Intensivstation? Neue Karrierewege für Ärzt:innen außerhalb der klassischen Klinik Take-Home Messages Social Media kann ein wirksames Instrument für medizinische Aufklärung sein. Healthcare Professionals spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen Desinformation. Digitale Kommunikation eröffnet neue berufliche Möglichkeiten jenseits von Klinik und Praxis. Reichweite bringt Verantwortung – aber oft auch Gegenwind mit sich. Medizinisches Wissen verständlich zu vermitteln wird in Zukunft immer wichtiger werden. Die Leidenschaft für Medizin kann viele unterschiedliche berufliche Ausdrucksformen finden. Hörenswert für Ärzt:innen aller Fachrichtungen Medizinstudierende Pflegefachpersonen Rettungsdienstmitarbeitende Wissenschaftskommunikator:innen Menschen mit Interesse an Gesundheitskommunikation Healthcare Professionals, die Social Media beruflich nutzen oder nutzen möchten Alle, die sich für neue Karrierewege in der Medizin interessieren Weiterführende Informationen Podcast und Fortbildungsplattform: https://klinischrelevant.de/ Informationen zu den in der Folge erwähnten Organisationen: https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/ https://medical-solidarity.org/de/ https://www.rarediseaseday.org/event/tag-der-seltenen-erkrankungen-2026-2/ Eine spannende Folge über moderne Gesundheitskommunikation, persönliche Freiheit und die Frage, wie Ärzt:innen die Medizin von morgen mitgestalten können. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Magdalena Hönick (Osteo/Dipl.PT./HP/KPNI Th.i.A.) erklärt in der heutigen Folgen, wie sie zum Thema Frauengesundheit/Gynäkologie im Bereich der Physiotherapie kam. Was und vor allem wie viel wir in diesem Bereich unterstützen und verbessern können, wo Grenzen und Schwierigkeiten liegen oder auch Potentiale wird besprochen. Ein erster Einblick in diesen Bereich der Physiotherapie und ein wenig Sichtbarkeit für Frauengesundheit. 👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group gesponsert: 👉 Lust auf berufliche Abwechslung? Die Hire a Doctor Group vermittelt Sie als Gynäkologe bzw. Gynäkologin für befristete Einsätze in Kliniken, MVZ oder Arztpraxen. Sie bestimmen, wann, wo und wie lange Sie eingesetzt werden. Sie erhalten neue Einblicke und eine attraktive Bezahlung. Jetzt registrieren und passende Jobangebote erhalten! 👉 Zeit für den nächsten Karriereschritt in der Gynäkologie? Die Hire a Doctor Group besetzt ärztliche Fach- und Führungspositionen in Kliniken. Wir begleiten und beraten Sie im Bewerbungsprozess. Nutzen Sie unser Netzwerk, um ihre neue Stelle zu finden – auch wenn Sie derzeit noch nicht suchen! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Jahreskongress der DGINA zusammen mit dem International Congress on Emergency Medicine Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant?! Schau Dich hier gerne einmal um! ICEM 2026: Was bleibt von DEM internationalen Notfallmedizin-Kongress? mit Navid Azad: ist Sprecher der YoungDGINA und aktuell als wissenschaftlich tätiger Arzt an der Uniklinik Basel. Während seines Studiums hat er als Rettungssanitäter und Simulationsinstruktor gearbeitet. Maximilian Laun: ist Notfallsanitäter und Medizinstudent. Zusammen mit Vincent war er im Organisations-Team der ICEM 2026 und ist in der YoungDGINA aktiv Vincent Weber. Arzt im Bereich der Notfallmedizin, daneben aktiv in der Lehre Dr. Justus Wolff: hat zunächst auf "zivilem" Weg Medizin studiert und sich dann für 3 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet. Er ist daher aktuell am Bundeswehrkrankenhaus in Berlin in der Anästhesie und Notfallmedizin tätig. Besonders interessant ist es, dass er 2 Jahre im Deutschen Bundestag in der Gesundheitspolitik aktiv war und somit auch die "andere Seite" der Medizin kennt. Justus engagiert sich neben seinem Job in der Ärztekammer und in unterschiedlichen Leitungsebenen der Nachwuchs-Bereiche von DGINA und EUSEM. Justus und Navid waren bereits 2x bei Klinisch Relevant im Podcast zu Gast: 👉Umgang mit Notfallsituationen (Teil 1) 👉Umgang mit Notfallsituationen (Teil 2) Worum geht’s in dieser Folge? Wie fühlt es sich an, Teil eines der größten internationalen Kongresse für Notfallmedizin zu sein? Was macht den besonderen Spirit solcher Veranstaltungen aus – und warum sind Kongresse heute weit mehr als reine Fortbildungsformate? Direkt vom International Conference on Emergency Medicine (ICEM) 2026 spricht Kai Gruhn mit engagierten Mitgliedern der Young DGINA über ihre Eindrücke, besondere Begegnungen und die Frage, wie moderne Kongresse Wissen, Community und Begeisterung für die Notfallmedizin verbinden. Themen dieser Folge Der besondere „ICEM-Spirit“ und die internationale Notfallmedizin-Community Warum junge Fachgesellschaften für die Zukunft der Medizin so wichtig sind Interprofessionalität in der Notfallmedizin: Ärzt:innen, Pflege, Rettungsdienst und Studierende gemeinsam im Dialog Neue Kongressformate zwischen Simulation, Sono Games und Arena-Stages Networking, Inspiration und Motivation für den klinischen Alltag Wie sich Kongresse verändern müssen, um auch in Zukunft relevant zu bleiben Mehr als nur Fortbildung Die Gäste berichten von einer Atmosphäre, die weit über klassische Vorträge hinausgeht: internationale Begegnungen, innovative Lernformate und das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Besonders die Young DGINA zeigt, wie Nachwuchsförderung, Interprofessionalität und moderne Wissensvermittlung zusammengebracht werden können. Take-Home Message Gute Kongresse vermitteln nicht nur Wissen – sie schaffen Begeisterung, fördern Vernetzung und geben Impulse, die weit über die Veranstaltung hinaus wirken. Diese Folge macht Lust darauf, sich aktiv in Fachgesellschaften einzubringen und die Zukunft der Notfallmedizin mitzugestalten. 🎧 Hörenswert für Notfallmediziner:innen Pflegefachpersonen Notfallsanitäter:innen Medizinstudierende Mitglieder von Fachgesellschaften Alle, die sich für moderne medizinische Fortbildung und Nachwuchsförderung interessieren Hilfreiche Links DGINA YoungDGINA ICEM 2026 IFEM Eine Folge über Gemeinschaft, Innovation und die Frage, warum die Zukunft der Notfallmedizin vor allem von den Menschen lebt, die sie gestalten. 🚑🌍
Kohlhammer Verlag meets Klinisch Relevant Summary In diesem Podcast-Interview diskutieren fünf Experten die Grundlagen, Herausforderungen und klinischen Implikationen von Advance Care Planning (ACP). Sie beleuchten die Bedeutung der Patientenautonomie, die Rolle der Dokumentation und die Integration in das Gesundheitssystem, um eine patientenzentrierte Versorgung zu fördern. keywords Advance Care Planning, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Demenz, Patientenautonomie, Gesundheitsversorgung, Ethik, Digitalisierung im Gesundheitswesen key topics Grundlagen und Bedeutung von Advance Care Planning Herausforderungen bei der Umsetzung und Dokumentation Klinische Implikationen und ethische Überlegungen Rolle der Digitalisierung und elektronische Akten Spezielle Patientengruppen: Demenz und Notfallsituationen Chapters 00:00 Einführung in das Thema Advance Care Planning 02:59 Vorstellung der Experten und deren Hintergründe 05:52 Die Bedeutung von Patientenverfügungen und Stolpersteine 08:52 Akutsituationen und die Rolle von Advance Care Planning 11:52 Therapieziele und individuelle Patientenwünsche 15:02 Die Rolle der Autonomie im Advance Care Planning 18:14 Qualitative Aspekte und Dokumentation im ACP 21:11 Vertreterdokumentation und rechtliche Aspekte 23:54 Besondere Patientengruppen und deren Bedürfnisse 26:46 Angst vor Demenz und deren Einfluss auf Entscheidungen 28:24 Fortlaufende Aktualisierung im Advance Care Planning 29:59 Demenz und Lebensqualität 32:06 Der Prozess des Advance Care Planning 36:45 Herausforderungen bei der Umsetzung von ACP 38:00 Triggerpunkte für die Aktualisierung von ACP 44:09 Digitale Möglichkeiten im Advance Care Planning 46:54 Zusammenfassung und Ausblick auf ACP Infos zum aktuellen Buch der Podcast-Referenten: Jox et al. – Advance Care Planning • Thema: Advance Care Planning • Herausgeber im Gespräch: Ralf Jox, Tanja Krones, Georg Marckmann, Jürgen in der Schmitten • Infos zu den Herausgebern: o Prof. Dr. med. Dr. phil. Ralf J. Jox ist Palliativmediziner und Medizinethiker am Universitätsklinikum Lausanne. o Prof. Dr. med. Dipl.-Soz. Tanja Krones ist Klinische Ethikerin am Universitätsspital Zürich. o Prof. Dr. med. Georg Marckmann, MPH, ist Medizinethiker an der LMU München. o Prof. Dr. med. Jürgen in der Schmitten, MPH, ist Hausarzt und lehrt Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Essen. Mit Beiträgen von: Ralf J. Jox, Tanja Krones, Georg Marckmann, Jürgen in der Schmitten, Verena Albrecht, Stephanie Anderson, Aukje Bartsch-de Jong, Birgitta Behringer, Raoul Borbé, Linda A. Briggs, Josephine Clayton, Klara Doppler, Bianka Dörr, Berend Feddersen, Monika Führer, Lars Garten, Joni Gilissen, Jane Goodwin, Kornelia Götze, Julia Gramm, Andreas Günther, Bernhard Hammes, Thomas D. Harter, Claire Henry, Wolfram Höfling, Paul Hüster, Isabelle Karzig-Roduner, Gina King, Maria Kletecka-Pulker, Kathrin Knochel, Ida J. Korfage, Katja Kühlmeyer, Esther Liem, Volker Lipp, Barbara Loupatatzis, Christiane Luderer, Leigh Manson, Eva Katharina Masel, Settimio Monteverde, Carole Montgomery, Friedemann Nauck, Monika Obrist, Thomas Otten, Stefanie Otten-Marré, Theodore Otto-Achenbach, Anouk Overbeek, Sabine Petri, Nicole Poletti, Katrin Radenbach, Judith A. C. Rietjens, Daniela Ritzenthaler, Stephan Rixen, Niek Rogger, Ana Rosca, Frank Scherff, Jan Schildmann, Graig Sinclair, Henrikje Stanze, Thomas Strahleck, Lieve van den Block, Agnes van der Heide und Kerstin von der Hude. • Buchtitel: Praxisbuch Advance Care Planning – Behandlungsentscheidungen gemeinsam vorausplanen • Weblink zum Buch: https://shop.kohlhammer.de/praxisbuch-advance-care-planning-36567.html#147=22 Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

"Patho aufs Ohr x Klinisch Relevant" Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau gerne mal hier! Klinisch Relevant x Patho aufs Ohr Entzündungen verstehen: Grundlagen, Einteilungen und wichtige pathologische Konzepte Mit: PD Dr. Christiane Kümpers & Prof. Sven Perner Worum geht’s in dieser Folge? Entzündungen gehören zu den zentralen Konzepten der Medizin – und trotzdem werden viele Begriffe im klinischen Alltag oft unscharf verwendet. Was genau ist eigentlich eine Entzündung? Welche Aufgaben erfüllt sie? Wie werden Entzündungen pathologisch eingeteilt und welche Begriffe sollte jede:r Healthcare Professional sicher beherrschen? In dieser Gastfolge des Podcasts Patho aufs Ohr geben Prof. Sven Perner und PD Dr. Christiane Kümpers einen strukturierten Überblick über die Grundlagen der Entzündungslehre und schaffen Ordnung in die Vielzahl pathologischer Klassifikationen. Was ist eine Entzündung? Eine Entzündung ist ein lokal begrenzter Abwehrprozess des Gewebes als Reaktion auf eine Schädigung. Ziel dieses Prozesses ist die Beseitigung der auslösenden Noxe und die anschließende Reparatur des entstandenen Gewebeschadens. Auslöser können sein: Mechanische Traumata Chemische Noxen Physikalische Einwirkungen (z. B. UV-Strahlung) Infektionen durch Bakterien, Viren oder Parasiten Ischämische Gewebeschäden Autoimmunerkrankungen Die Pathophysiologie der Entzündung Im Zentrum der Entzündungsreaktion stehen: Blutgefäße Entzündungszellen Entzündungsmediatoren Bindegewebszellen Zu den wichtigsten Mediatoren zählen: Histamin Prostaglandine Leukotriene Sie steuern sowohl die Aktivierung als auch die spätere Beendigung der Entzündungsreaktion. Die fünf Kardinalsymptome der Entzündung Ein echter Klassiker der Medizin: Rubor → Rötung Calor → Überwärmung Dolor → Schmerz Tumor → Schwellung Functio laesa → Funktionsverlust Die Folge erklärt anschaulich, wie sich diese Zeichen direkt aus den Gefäßveränderungen und der Wirkung von Entzündungsmediatoren ableiten lassen. Wie heilt eine Entzündung? Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Restitutio ad integrum Vollständige Wiederherstellung des ursprünglichen Gewebes. Defektheilung Reparatur durch Narbenbildung mit funktionellen Einschränkungen. Die Hosts erläutern anhand alltagsnaher Beispiele, warum eine Defektheilung zwar stabil sein kann, aber nie die ursprüngliche Gewebequalität erreicht. Die wichtigsten Einteilungen von Entzündungen 1. Nach dem zeitlichen Verlauf Akute Entzündung rascher Beginn ausgeprägte Symptomatik häufig vollständige Heilung Leitzelle: neutrophiler Granulozyt Perakute (foudroyante) Entzündung extrem schneller Verlauf potenziell lebensbedrohlich Subakute Entzündung Übergangsform zwischen akut und chronisch Chronische Entzündung langsamer Verlauf lange Persistenz häufig unvollständige Heilung Leitzelle: Lymphozyt Zusätzlich wird zwischen primär und sekundär chronischen Entzündungen unterschieden. 2. Nach der räumlichen Ausbreitung Entzündungen können sich auf unterschiedliche Weise ausbreiten: Canaliculär Über vorgebildete Gangsysteme (z. B. Gallengänge oder Harnwege) Hämatogen Über die Blutbahn Lymphogen Über das Lymphsystem Neurogen Entlang von Nervenstrukturen Per continuitatem Direkte Ausbreitung im Gewebe Generalisiert Systemische Entzündungsreaktion mit Fieber und Laborveränderungen Die Folge liefert zu jeder Ausbreitungsform klinische Beispiele aus der täglichen Praxis. 3. Nach der vorherrschenden Entzündungskomponente Eine besonders wichtige pathologische Einteilung erfolgt anhand des dominierenden Exsudats. Formen der akuten Entzündung serös serös-schleimig fibrinös eitrig (purulent) hämorrhagisch nekrotisierend gangränisierend Formen der chronischen Entzündung granulierend granulomatös Die Unterschiede dieser Entzündungsformen werden in einer Folgesendung anhand konkreter Beispiele vertieft. Was ist eigentlich eine Gangrän? Ein Begriff, der häufig verwendet wird, dessen Definition jedoch oft unklar bleibt. Eine Gangrän liegt vor, wenn mehrere Gewebeschichten eines Organs gleichzeitig betroffen sind. Typische Beispiele: diabetische Fußgangrän gangränöse Darmischämie ausgedehnte nekrotisierende Weichteilinfektionen Ein wichtiges Prüfungs- und Praxiswissen, das die Hosts besonders hervorheben. Take-Home Messages Entzündungen sind zentrale Abwehr- und Reparaturmechanismen des Körpers. Die fünf Kardinalsymptome leiten sich direkt aus Gefäßreaktionen und Entzündungsmediatoren ab. Entzündungen lassen sich nach zeitlichem Verlauf, Ausbreitungsmuster und Exsudat klassifizieren. Neutrophile Granulozyten dominieren akute, Lymphozyten chronische Entzündungen. Restitutio ad integrum und Defektheilung beschreiben die beiden grundlegenden Heilungswege. Das Verständnis pathologischer Entzündungsmuster erleichtert die Einordnung zahlreicher klinischer Erkrankungen. Hörenswert für Medizinstudierende Ärzt:innen in Weiterbildung Patholog:innen Internist:innen Chirurg:innen Notfallmediziner:innen Pflegefachpersonen mit Interesse an Pathophysiologie Alle Healthcare Professionals, die pathologische Grundlagen auffrischen möchten Weitere Informationen Klinisch Relevant Patho aufs Ohr Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
Notfallguru meets Klinisch Relevant 👉Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant zu vielen spannenden Themen? schau gerne mal vorbei! Klinisch Relevant x Notfall Guru Update präklinische Schmerztherapie – Was empfiehlt die neue europäische Leitlinie? mit Dr. Isabel Lück Worum geht’s in dieser Folge? Schmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Kontakt mit dem Rettungsdienst oder eine Vorstellung in der Notaufnahme. Dennoch erhalten viele Patient:innen nach wie vor keine ausreichende Analgesie – ein Problem, das als Oligoanalgesie bezeichnet wird. In dieser Folge der Kooperationsreihe mit Notfallguru spricht Kai Gruhn mit Dr. Isabel Lück über die neue europäische Leitlinie der European Society for Emergency Medicine (EUSEM) zur Schmerztherapie in Präklinik und Notaufnahme. Gemeinsam diskutieren sie, welche Konsequenzen sich für die klinische Praxis ergeben und welche Analgetika künftig eine größere – oder kleinere – Rolle spielen sollten. Zu Gast Dr. Isabel Lück ist Notfallmedizinerin und Teil des Teams von NotfallGuru. Regelmäßig ordnet sie aktuelle Entwicklungen und neue Evidenz aus der Notfallmedizin für die Hörer:innen von Klinisch Relevant ein. Hintergrund: Warum eine neue Leitlinie? Die aktualisierte EUSEM-Leitlinie berücksichtigt aktuelle Herausforderungen der Notfallmedizin: steigende Patientenzahlen in Notaufnahmen Ressourcenknappheit und Overcrowding lange Wartezeiten die internationale Diskussion um die Opioidkrise weiterhin bestehende Defizite in der Schmerzversorgung Ein zentrales Anliegen der Leitlinie: Schmerzen frühzeitig erkennen und konsequent behandeln. Zentrale Inhalte der Folge Oligoanalgesie bleibt ein relevantes Problem Trotz moderner Analgesiekonzepte erhalten viele Patient:innen noch immer keine ausreichende Schmerztherapie. Besonders betroffen: Kinder ältere Menschen Patient:innen mit Kommunikationsproblemen Die Leitlinie betont ausdrücklich, dass Schmerztherapie frühzeitig beginnen sollte und nicht erst nach vollständiger ärztlicher Diagnostik erfolgen darf. Schmerzmanagement ist Teamarbeit Ein wichtiger Schwerpunkt der Leitlinie ist die interprofessionelle Versorgung. Empfohlen werden: standardisierte Schmerzprotokolle validierte Schmerzskalen frühzeitige Schmerzerfassung Analgesie durch qualifiziertes Pflegepersonal oder Notfallsanitäter:innen nach festgelegten Algorithmen Ziel ist es, wertvolle Zeit bis zum ärztlichen Kontakt zu überbrücken und unnötiges Leiden zu vermeiden. Nicht-medikamentöse Maßnahmen mitdenken Gerade bei Kindern spielen ergänzende Maßnahmen eine wichtige Rolle: Ablenkung Kühlung Lagerung Beruhigung und Kommunikation Diese Maßnahmen ersetzen jedoch keine adäquate Analgesie. *Analgesie beginnt vor dem venösen Zugang Ein praxisrelevanter Punkt der Leitlinie: Analgetika sollten nicht erst nach Anlage eines intravenösen Zugangs verabreicht werden. Alternativen: intranasale Applikation inhalative Verfahren orale Medikamente So kann die Schmerztherapie bereits während diagnostischer oder organisatorischer Maßnahmen begonnen werden. 💊 Welche Medikamente empfiehlt die Leitlinie? 🔹 Milde Schmerzen Empfohlen werden insbesondere: Paracetamol Ibuprofen lokale bzw. topische Verfahren Wichtig: NSAR sollten nicht miteinander kombiniert werden. 🔹 Moderate Schmerzen Bereits bei moderaten Schmerzen empfiehlt die Leitlinie eine konsequentere Therapie als bisher häufig üblich. Diskutiert werden: Paracetamol Ibuprofen orales Morphin Ketamin (intranasal, intravenös oder inhalativ) Auch Regionalanästhesieverfahren gewinnen zunehmend an Bedeutung. 🔹 Starke Schmerzen Bei schweren Schmerzen kommen insbesondere infrage: Morphin intravenös Fentanyl Ketamin Regionalanästhesieverfahren Die Leitlinie plädiert dafür, diese Substanzen frühzeitig und strukturiert einzusetzen. 🚫 Welche Medikamente werden kritisch gesehen? Die Leitlinie spricht sich ausdrücklich gegen mehrere traditionell häufig eingesetzte Medikamente aus: Tramadol begrenzte Wirksamkeit ungünstiges Nebenwirkungsprofil Codein keine relevante Rolle in der modernen Notfallanalgesie Oxycodon kritisch bewertet aufgrund seines hohen Euphorisierungspotenzials Bezug zur internationalen Opioidkrise Metamizol zurückhaltende Empfehlung Hinweis auf das Risiko einer Agranulozytose Diese Einschätzungen dürften in vielen Notaufnahmen für Diskussionen sorgen. Regionalanästhesie: unterschätztes Potenzial? Ein weiterer Schwerpunkt der Leitlinie ist der Einsatz regionalanästhesiologischer Verfahren. Besonders bei: Hüftfrakturen Verletzungen der Extremitäten Thoraxverletzungen zeigen Studien Vorteile hinsichtlich: Analgesiequalität Mobilisation Delirprävention Gerade bei geriatrischen Patient:innen könnten Regionalverfahren künftig eine größere Rolle spielen. Besonderheiten bei älteren Patient:innen Bei geriatrischen Patient:innen müssen mögliche Nebenwirkungen besonders berücksichtigt werden: Delirrisiko Sturzneigung Medikamenteninteraktionen Die Leitlinie sieht deshalb insbesondere regionale Verfahren als attraktive Alternative zu systemischen Opioiden. ⚠️ Opioide bei Entlassung Ein weiterer wichtiger Aspekt: Bei Entlassung aus der Notaufnahme sollten Opioide möglichst zurückhaltend verordnet werden. Wenn erforderlich: niedrigste wirksame Dosierung kürzestmögliche Dauer idealerweise maximal 2–3 Tage Außerdem sollte Naloxon verfügbar sein, wenn stärkere Opioide eingesetzt werden. 💡 Take-Home Messages Oligoanalgesie bleibt ein relevantes Problem in Präklinik und Notaufnahme. Kinder erhalten besonders häufig eine unzureichende Schmerztherapie. Schmerzmanagement sollte interprofessionell organisiert sein. Analgesie kann und sollte bereits vor Anlage eines IV-Zugangs beginnen. Die Leitlinie stärkt den Einsatz von Morphin, Ketamin und Regionalanästhesie. Tramadol, Codein und Oxycodon werden deutlich kritischer bewertet als in der Vergangenheit. Regionalanästhesieverfahren könnten insbesondere bei älteren Patient:innen künftig eine größere Rolle spielen. 🎧 Hörenswert für Notfallsanitäter:innen Rettungsdienstpersonal Pflegefachpersonen in Notaufnahme und Akutmedizin Anästhesist:innen Notfallmediziner:innen Allgemeinmediziner:innen Ärzt:innen in Weiterbildung 👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group gesponsert: 👉 Lust auf berufliche Abwechslung? Die Hire a Doctor Group vermittelt Sie als Notfallsanitäter:in, Notfallmediziner:in oder Notfallpfleger:in für befristete Einsätze in Notaufnahmen oder Rettungsdienste. Sie bestimmen, wann, wo und wie lange Sie eingesetzt werden. Sie erhalten neue Einblicke und eine attraktive Bezahlung. 👉 Zeit für den nächsten Karriereschritt? Die Hire a Doctor Group besetzt ärztliche und pflegerische Fach- und Führungspositionen in Gesundheitseinrichtungen. Wir begleiten und beraten Sie im Bewerbungsprozess. 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