
Hosted by Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler · DE

Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notaufnahmen Dr. Heribert Kirchner Worum geht’s in dieser Folge? Psychiatrische Patient:innen gehören längst zum Alltag deutscher Notaufnahmen. Doch wie häufig stellen sich Menschen mit psychischen Beschwerden vor, ohne dass ein akut behandlungsbedürftiger Notfall vorliegt? Welche Diagnosen stehen dahinter? Und was bedeutet das für ein Gesundheitssystem, dessen Notaufnahmen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen geraten? In dieser Folge spricht Dr. Heribert Kirchner über die erste bundesweite Studie zu nichtdringlichen psychiatrischen Vorstellungen in deutschen Notaufnahmen und ordnet die Ergebnisse aus versorgungswissenschaftlicher Perspektive ein. Zu Gast Dr. Heribert Kirchner ist Psychiater und Versorgungsforscher. Gemeinsam mit Kolleg:innen um Prof. Broska und Prof. Pajonk untersuchte er erstmals bundesweit die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen anhand von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Studie im Überblick "Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany" Veröffentlicht in der Fachzeitschrift Psychiatry Research. Was wurde untersucht? Bisher gab es in Deutschland kaum belastbare Daten zur Frage, wie häufig sich Menschen mit nichtdringlichen psychiatrischen Beschwerden in Notaufnahmen vorstellen. Für die Studie wurden bundesweite Abrechnungsdaten analysiert: Zeitraum: 2012–2022 bundesweite Datenerhebung interdisziplinäre Notaufnahmen psychiatrische Diagnosen mit Notfallkennzeichnung Damit liefert die Arbeit erstmals einen Überblick über die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Zentrale Ergebnisse Psychiatrische Notfälle sind kein Randphänomen Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören mittlerweile zu den häufigsten Gründen für eine Notaufnahmevorstellung. Im Vergleich der Fachbereiche liegen sie hinter: internistischen Notfällen traumatologisch-unfallchirurgischen Notfällen neurologischen Notfällen und zählen damit zu den versorgungsrelevanten Patientengruppen in deutschen Notaufnahmen. Wie häufig sind nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen? Die Analyse zeigt: geschätzt 250.000 bis 300.000 nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen pro Jahr etwa 2–3 % aller Notaufnahmekontakte deutlicher Anstieg über den Beobachtungszeitraum Obwohl der prozentuale Anteil zunächst klein erscheint, entstehen aufgrund der hohen Gesamtzahl von Notaufnahmebesuchen erhebliche absolute Fallzahlen. Welche Diagnosen stehen im Vordergrund? Angst- und Panikstörungen Eine der überraschendsten Beobachtungen der Studie: Angst- und Panikstörungen machten einen besonders großen Anteil der nichtdringlichen Vorstellungen aus. Die Forschenden hatten ursprünglich erwartet, dass depressive Erkrankungen häufiger vertreten sein würden. Affektive Störungen Ebenfalls häufig: depressive Episoden andere affektive Erkrankungen Substanzassoziierte Vorstellungen Besonders relevant: alkoholassoziierte Vorstellungsgründe Darüber hinaus wurden cannabisassoziierte Vorstellungen gesondert analysiert. Warum landen Betroffene in der Notaufnahme? Die Folge diskutiert verschiedene Ursachen: Hohe Verfügbarkeit der Notaufnahme Für viele Menschen ist die Notaufnahme: rund um die Uhr erreichbar niedrigschwellig zugänglich als kompetente Anlaufstelle bekannt Mangelnde Versorgungsangebote Häufige Gründe: lange Wartezeiten auf ambulante Termine regionale Unterversorgung fehlende Krisenangebote Viele Betroffene erleben ihre Situation subjektiv als Notfall und suchen deshalb Hilfe in der Zentralen Notaufnahme. Sinkende Gesundheitskompetenz? Diskutiert wird außerdem die Frage, ob Patient:innen heute schwieriger einschätzen können, welche Beschwerden tatsächlich notfallmedizinisch behandelt werden müssen und welche besser in anderen Versorgungsstrukturen aufgehoben wären. ⚠️ Besondere Herausforderungen für Notaufnahmen Psychiatrische Notfälle sind schwer zu triagieren Im Gegensatz zu: Schlaganfall Herzinfarkt Trauma existieren für viele psychiatrische Beschwerden keine klaren diagnostischen Algorithmen. Das stellt Notaufnahmen vor besondere Herausforderungen: schwierige Priorisierung hoher Gesprächsbedarf begrenzte psychiatrische Expertise vor Ort Überfüllung hat Konsequenzen Die zunehmende Belastung deutscher Notaufnahmen ist mehr als ein organisatorisches Problem. Überfüllte Notaufnahmen sind assoziiert mit: längeren Wartezeiten geringerer Versorgungsqualität längeren Aufenthaltsdauern erhöhter Mortalität Lösungsansätze Diskutiert werden verschiedene Strategien: bessere Patientensteuerung Ausbau von Bereitschaftsdienststrukturen integrierte Leitstellenmodelle stärkere Aufklärung der Bevölkerung Verbesserung ambulanter psychiatrischer Versorgungsangebote telemedizinische Konzepte Dabei wird deutlich: Eine nachhaltige Lösung kann nur durch Veränderungen sowohl auf Patienten- als auch auf Systemebene gelingen. Take-Home Messages Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören zu den häufigsten Gründen für einen Besuch in der Notaufnahme. Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen nehmen seit Jahren zu. Angst- und Panikstörungen spielen eine größere Rolle als bislang angenommen. Überfüllte Notaufnahmen beeinträchtigen die Versorgungsqualität nachweislich. Psychiatrische Patient:innen benötigen oft andere Versorgungsstrukturen als klassische Notfallpatient:innen. Die Ergebnisse der Studie haben hohe gesundheitspolitische und versorgungswissenschaftliche Relevanz. 📖 Weiterführende Literatur Kirchner H. et al. Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany 🎧 Hörenswert für Ärzt:innen in Notaufnahme, Psychiatrie und Allgemeinmedizin Pflegefachpersonen Rettungsdienstpersonal Versorgungsforscher:innen Gesundheitsmanager:innen Gesundheitspolitisch Interessierte 🔗 Weitere Informationen Klinisch Relevant Eine spannende Folge über die Schnittstelle zwischen Psychiatrie, Notfallmedizin und Gesundheitssystem – und darüber, warum steigende Patientenzahlen allein noch nicht die ganze Geschichte erzählen. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. 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"I saw the sign" - die Podcast-Serie zu klinischen Zeichen Klinische Zeichen der Wirbelsäule: Spondylolyse, Scotty Dog, Darth Vader & Inverted Napoleon Hat Sign In dieser Episode erklären wir drei wichtige röntgenologische Zeichen, die auf eine Spondylolyse und Spondylolisthesis hinweisen können. Expertenwissen und anschauliche Beschreibungen helfen, diese Befunde in der klinischen Praxis zu erkennen und besser zu verstehen. Key Topics Grundlagen der Spondylolyse: Definition, Lokalisation & Ursachen Zusammenhang zwischen Spondylolyse und Spondylolisthesis Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung und Bedeutung Das Darth Vader-Zeichen im CT: Entwicklung und Anwendung Das Inverted Napoleon Hat Sign bei fortgeschrittener Spondylolisthesis Einsatz der bildgebenden Verfahren (Röntgen, CT) bei Wirbelsäulenbefunden Bedeutung der frühzeitigen Erkennung zur Vermeidung von Komplikationen Hinweise auf klinische Anwendungen und praktische Tipps für Radiologen & Orthopäden Einladung zur Entwicklung eigener radiologischer Zeichen Timestamps 00:00 - Begrüßung und Einleitung: Klinische Zeichen der Wirbelsäule 00:31 - Was ist eine Spondylolyse? Definition und Lokalisation im Lendenwirbel 01:07 - Anatomie der Wirbelsäule: Pass interarticularis und deren Bedeutung 02:02 - Zusammenhang zwischen Spondylolyse, Spondylolisthesis und degenerativen Prozessen 02:58 - Ursachen und Häufigkeit bei jüngeren Athleten 03:27 - Der Unterschied: angeborene Spondylolisthesis vs. erworbene Spondylolyse 05:17 - Zusammenfassung: Wiederholung der Begrifflichkeiten 05:40 - Vorbereitung auf die röntgenologischen Zeichen: Melodie & Überleitung 06:18 - Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung auf schrägen Aufnahmen 07:13 - Anatomische Details: Pedikel, Gelenkfortsätze und die Pars interarticularis 08:12 - Das Halsband bei Scotty Dog: Hinweise auf Spondylolyse 08:42 - Grenzen der Röntgendiagnostik: Vorteile des CT bei Spondylolyse 09:04 - Das Scotty-Dog-Sign: praktische Anwendung & Sensitivität 09:27 - Das Darth Vader- Zeichen im CT: Entwicklung und Validierung 10:11 - Bedeutung des Darth Vader-Hakens: Erkennung im Routinet-CT 11:06 - Frühzeitige Erkennung der Spondylolyse und Signale im Abdomen-CT 12:32 - Darth Vader-Helm: Diskontinuität der Pars interarticularis 13:02 - Evaluierung und klinische Relevanz des Darth Vader-Zeichens 13:41 - Literatur & Referenzen: Weiterführende Informationen 14:03 - Der Inverted Napoleon Head Sign: Bei fortgeschrittener Spondylolisthesis 15:23 - Mechanismus: Was zeigt der umgedrehte Napoleon-Hut? 15:52 - Praxis: Wann sollte man diese Zeichen im Röntgen erkennen? 16:38 - Diskussion: Weiterführender Einsatz von Röntgen vs. CT 17:23 - Zusammenfassung der klinischen Zeichen: Scotty Dog, Darth Vader & Napoleon Sign 18:12 - Blick in die Zukunft: Neue Entwicklungen & Zeichen in der Radiologie 20:10 - Ausblick auf die nächste Folge: Kinder-Radiologie & eine neue Zeichnung Resources & Links Spondylolyse und Spondylolisthesis - Fachartikel Connect with the Guests: Ahi - LinkedIn | Twitter Kai Gruhn - LinkedIn Viel Erfolg beim Erkennen der Zeichen in der Praxis! Bei Fragen oder eigenen Zeichen-Ideen freuen wir uns über Dein Feedback! 👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group gesponsert. 👉 Doppelstelle in der diagnostischen Radiologie Bewerben Sie sich jetzt auf die Facharzt-/Oberarztstelle für diagnostische Radiologie in einem akademischen Lehrkrankenhaus der Schwerpunktversorgung mit angeschlossenem MVZ im landschaftlich reizvollen Brandenburg. Auf Sie warten eine abwechslungsreiche Tätigkeit im ambulanten und stationären Setting sowie flexible Arbeitszeitmodelle inklusive Homeoffice-Möglichkeiten für Dienste. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. 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"Lars ma' hören!" - Prof. Wojteckis Brain Radio Klinisch Relevant – Sonderfolge: Lars ma’hören E-Scooter: Kleine Räder, großes Risiko? Mit: Prof. Lars Wojtecki Worum geht’s in dieser Folge? E-Scooter gehören inzwischen selbstverständlich zum Stadtbild. Sie gelten als praktisch, flexibel und umweltfreundlich. Doch wie sicher sind sie eigentlich? In dieser Ausgabe von „Lars ma’hören“ wirft Prof. Lars Wojtecki einen Blick auf aktuelle Unfallanalysen und diskutiert, warum viele schwere E-Scooter-Unfälle nicht durch andere Verkehrsteilnehmer verursacht werden – sondern durch scheinbar harmlose Hindernisse und menschliche Faktoren. Die Datenlage Grundlage der Folge ist eine große Unfallanalyse der Björn Steiger Stiftung, die schwere und tödliche E-Scooter-Unfälle untersucht hat. Ein zentrales Ergebnis: Rund 45 % der schweren und tödlichen E-Scooter-Unfälle sind Alleinunfälle. In diesen Fällen sind keine anderen Verkehrsteilnehmer beteiligt – lediglich Fahrer:in, Roller und Sturz. Zentrale Erkenntnisse 1. Die Gefahr steckt oft im Detail Mehr als 90 % der Alleinunfälle werden durch kleine Hindernisse ausgelöst: Bordsteinkanten Bodenwellen Unebenheiten Steine oder Schlaglöcher spontane Ausweichmanöver Was für Fahrradfahrer:innen oft harmlos erscheint, kann auf dem E-Scooter schnell zum Kontrollverlust führen. 2. Alkohol spielt eine wichtige Rolle Ein weiterer Befund: Bei Alleinunfällen findet sich überdurchschnittlich häufig Alkoholkonsum. Bereits geringe Mengen Alkohol können beeinträchtigen: Gleichgewicht Koordination Reaktionsfähigkeit Stabilitätskontrolle Gerade beim E-Scooter reichen minimale Verzögerungen in der Ausgleichsbewegung aus, um einen Sturz auszulösen. 3. Warum sind E-Scooter so instabil? Die Konstruktion bringt einige physikalische Nachteile mit sich: kleine Räder hohe Schwerpunktlage stehende Fahrposition geringe Fahrstabilität Kommt es zu einem abrupten Stopp des Vorderrads, bewegt sich der Körper weiter nach vorne – oft mit direkter Sturzfolge. 4. Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern Nur ein kleinerer Anteil der schweren Unfälle entsteht durch Zusammenstöße. Typische Szenarien: Abbiegeunfälle Übersehen von E-Scooter-Fahrenden Kollisionen mit Pkw Besonders häufig sind Situationen, in denen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit oder Position des Scooters falsch einschätzen. 5. Der Kopf ist besonders gefährdet Die gute Nachricht: Die meisten E-Scooter-Unfälle verlaufen glimpflich. Kommt es jedoch zu schweren Verletzungen, betrifft dies besonders häufig: den Kopf. Etwa die Hälfte der schweren Verletzungen betrifft den Kopfbereich – ein Befund mit hoher Relevanz für Notfallmedizin, Neurologie und Neurochirurgie. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Die Unfallforscher diskutieren verschiedene Präventionsmaßnahmen: konsequenter Verzicht auf Alkohol stärkere Nutzung von Fahrradhelmen Geschwindigkeitsbegrenzungen technische Anpassungen der Fahrzeuge Ein besonders interessanter Ansatz: ➡️ größere Räder. Schon kleine technische Veränderungen könnten die Stabilität deutlich verbessern und das Unfallrisiko reduzieren. Take-Home Messages Viele schwere E-Scooter-Unfälle sind Alleinunfälle. Kleine Hindernisse reichen häufig aus, um einen Sturz auszulösen. Alkohol verstärkt das Risiko erheblich. Kopfverletzungen gehören zu den häufigsten schweren Unfallfolgen. Prävention umfasst sowohl Fahrverhalten als auch technische Verbesserungen. Manchmal können kleine technische Veränderungen eine große Wirkung entfalten. Über „Lars ma’hören“ Einmal im Monat ordnet Prof. Lars Wojtecki spannende wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Daten aus den Neurowissenschaften, der Medizin und angrenzenden Forschungsfeldern ein – kompakt, kritisch und praxisnah. 🔗 Weitere Informationen Klinisch Relevant „Kleine Räder, große Gefahr“ – eine ebenso einfache wie eindrückliche Botschaft dieser Folge. 🛴🧠 Studie zum Thema E-Scooter Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. 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Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne mal um! In diesem Podcast thematisieren wir, wie Rauchen verschiedene Krankheiten beeinflusst und sprechen über praktische Kommunikationstipps für Gesundheitsfachkräfte, die Patienten zum Aufhören motivieren möchten. Dr. Hans Jörg Baumann teilt evidenzbasierte Strategien und klärt Missverständnisse rund um den Rauchstopp auf. Hauptthemen: Die Korrelation zwischen Rauchen und Krankheiten wie COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs Die Bedeutung der frühen Prävention statt der Behandlung von Schäden Sozioökonomische Faktoren, die die Raucherprävalenz beeinflussen Die Auswirkungen und Missverständnisse über E-Zigaretten und Vaping Praktische Methoden für Ärzte, um Patienten zum Rauchstopp zu motivieren Die Rolle der Suchtbehandlung und Verhaltensmaßnahmen beim Aufhören Umgang mit Ängsten vor Gewichtszunahme während des Aufhörens Kosten-Nutzen und gesellschaftliche Auswirkungen von Rauchverboten und Ausstiegsprogrammen Zeitstempel: 00:00 - Einführung in die Bedeutung der Prävention rauchbedingter Krankheiten 02:24 - Aktuelle Raucherquoten in Deutschland und sozioökonomische Faktoren 04:02 - Häufigste rauchbedingte Krankheiten in verschiedenen Fachgebieten 05:43 - Überblick über Abhängigkeit und Behandlungsoptionen für Tabaksucht 09:01 - Die Wirksamkeit des Aufhörens zur Reduzierung von Krankheitsrisiken und Sterblichkeit 10:50 - Wie man schwere Tabaksucht für gezielte Behandlung identifiziert 12:12 - Auswirkungen des Rauchstopps auf COPD-Exazerbationen und Gesundheitskosten 14:56 - Die nicht-lineare Risikobeziehung zwischen gerauchten Zigaretten und kardiovaskulären Ereignissen 16:20 - Warum kontrollierte Rauchreduktion weniger effektiv ist als vollständiger Stopp 17:42 - Herausforderungen bei der Motivation von Patienten und die Bedeutung sinnvoller Gespräche 22:35 - Strategien zur Unterstützung von Patienten beim Rauchstopp, einschließlich Verhaltens- und pharmakologischer Methoden 25:54 - Die Bedeutung strukturierter Ausstiegsprogramme und verfügbarer Ressourcen 30:50 - Umgang mit Gewichtszunahmebedenken und wissenschaftliche Beweise zur Entkräftung von Mythen 32:16 - Langzeitdaten zu den Auswirkungen des Rauchstopps und die Rolle von E-Zigaretten 37:23 - Politische und industrielle Einflüsse auf Tabak- und E-Zigarettenmärkte 39:22 - Umwelt- und ökologische Probleme im Zusammenhang mit E-Zigaretten und Batteriemüll 43:03 - Praktische Kommunikationstipps und verfügbare Schulungsressourcen für Ärzte Ressourcen & Links: Studie Debra zum Rauchverhalten Rauchfrei vom Bundesinstitut für Gesundheit Fortbildung der DGP zur Raucherentwöhnung Vielen Dank fürs Zuhören, und denk daran: Das effektivste Werkzeug zur Förderung des Aufhörens ist das Gespräch des Gesundheitsfachmanns — ein Handwerk, das erlernt und perfektioniert werden kann. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Kooperationsfolge mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie Dieser Podcast ist der Kooperations-Serie mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie Hör Dir daher unbedingt auch die anderen Podcasts aus dieser Serie an: Gerontorheumatologie - mit PD Dr. Björn Bühring Impfen beim älteren Menschen - mit Dr. Anja Kwetkat Schluckstörungen im Alter - mit Prof. Rainer Dziewas Osteoporose bei geriatrischen Patienten - mit Prof. Lorenz Hofbauer Alterstraumatologie - mit Prof. Markus Gosch Geriatrische Reha - mit Frau Prof. Petra Benzinger Schmerz beim älteren Menschen - mit PD Dr. Albert Lukas Der geriatrische Patient in der Notfallambulanz- mit Prof. Katrin Singler Kann man das Altern therapieren?! - mit Prof. Andreas Simm Summary In dieser Folge des Podcasts 'Klinisch Relevant' diskutieren wir mit Experten die wichtigsten Aspekte der Delir-Prävention und -Behandlung bei älteren Patienten. Es werden klinische Strategien, Risikofaktoren und innovative Ansätze vorgestellt, um ein Delir frühzeitig zu erkennen und effektiv zu behandeln. Key topics Formen des Delirs: hyperaktiv und hypoaktiv Ursachen des Delirs: Neurotransmitter, Infektionen, metabolische Veränderungen Risikofaktoren: Alter, kognitive Beeinträchtigung, Medikamente Prävention: Screening, Aktivierung, sensorische Unterstützung Diagnostik: EEG, Labor, Bildgebung Behandlung: Ursachenmanagement, medikamentöse und nicht-pharmakologische Maßnahmen Folgen des Delirs: Langzeitprognose, Demenzrisiko, Mortalität Chapters 00:00 Einführung in das Thema Delir 03:42 Formen und Ursachen des Delirs 08:54 Prävention des Delirs 13:57 Folgen eines Delirs 17:40 Risikobewertung vor Operationen 19:07 Präventions- und Behandlungsstrategien 25:47 Delirrisiko und Patientenmanagement 28:25 Kausal- und syndromale Behandlung von Delir 34:03 Symptomatische Behandlung und Medikation 38:35 Delir-Prävention und Finanzierung 46:18 Kernaspekte der Delirbehandlung und -prävention Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
Klinisch Relevant meets Reine Nervensache Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne einmal um! *Klinisch relevant meets Reine Nervensache: ASV Multiple Sklerose In dieser Episode erkunden wir wichtige Entwicklungen in der Neurologie, mit einem Fokus auf die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) und deren Einfluss auf die Versorgung der Multiplen Sklerose (MS), interdisziplinäre Zusammenarbeit und zukünftige Richtungen. Mit dem Experten Dr. Klaus Gehring, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Neurologen, beleuchtet die Diskussion aktuelle Herausforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und die sich entwickelnde Landschaft der spezialisierten ambulanten Versorgung. Wichtige Themen: Einführung in die ASV: Definition, Zweck und regulatorischer Hintergrund Organisation der ASV über verschiedene medizinische Fachrichtungen, insbesondere bei MS Die Rolle interdisziplinärer Teams, einschließlich Neurologie, Gynäkologie und Radiologie Praktische Erfahrungen mit der Implementierung der ASV in verschiedenen Regionen Herausforderungen bei der Anwendung, einschließlich bürokratischer Hürden und administrativer Belastung Die Zukunft der ASV bei seltenen Krankheiten und der Erweiterung der Indikationen wie Alzheimer und Neurofibromatose Die Bedeutung des Föderalismus und regionaler Unterschiede bei der ASV-Einführung Einblicke in wirtschaftliche Überlegungen, Vergütung und die Rolle der Berufspolitik Innovationen in der neurologischen Praxis—Technologie, Überwachung und strukturelle Evolution Persönliche Erfahrungen von Ärzten, die klinische Arbeit mit politischem Engagement und Teammanagement in Einklang bringen Zeitstempel: (00:00) - Begrüßung und Episodenüberblick: Kombination klinischer Einblicke mit Politik und Praxis (00:24) - Vorstellung des Gastes Klaus Gehring, MS-Spezialist und Verfechter der ASV (01:16) - Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Neurologie (02:02) - Struktur der ASV: Teamzusammensetzung, rechtliche Rahmenbedingungen und regionale Variation (04:35) - Was ist ASV? Zweck, berechtigte Bedingungen und Umfang (06:37) - Integration verschiedener Fachrichtungen in die ASV für komplexe Krankheiten (08:07) - Erfahrungen mit der ASV bei MS und anderen neurologischen Erkrankungen (09:44) - Die Rolle der Regulierungsbehörden und Verhandlungen bei der Gestaltung der ASV (11:39) - Aufbau einer neuen ASV: Verträge, Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und regionale Netzwerke (13:25) - Motivation von Kollegen zur Teilnahme an der ASV; finanzielle und bürokratische Anreize (14:42) - Vorteile der ASV: verbesserte interdisziplinäre Patientenversorgung und Spezialistenkoordination (16:05) - Herausforderungen bei Antragsverfahren und regionalen Start-up-Erfahrungen (17:16) - Festlegung von Patientenvolumenschwellen und Management seltener Krankheitsindikationen (18:33) - Bewertung, ob Krankenhäuser wirklich spezialisiert sind oder nur die ASV als Trend übernehmen (21:03) - Typische Patientenprofile und Servicebereitstellung in der ASV (22:17) - Erweiterung der ASV um Blasen- und andere Symptommanagement (23:40) - Zukünftige Entwicklungen: ASV für Alzheimer, Neurofibromatose und Kardiomyopathien (26:27) - Die sich entwickelnde Rolle der Neurologie in der ASV und Potenzial für Strukturreformen (39:30) - Einfluss des Föderalismus und regionaler Unterschiede auf die ASV-Einführung (42:30) - Praktische Ratschläge für Ärzte: Dokumentation, Teambildung und Politiknavigation (42:56) - Schlussbemerkungen und Zukunftsausblick Ressourcen & Links: ASV - Ambulante spezialfachärztliche Versorgung Klaus Gehring MS Kompetenznetzwerk Diese Episode bietet umfassende Einblicke für Neurologen, Spezialisten und politische Entscheidungsträger, die daran interessiert sind, die spezialisierte ambulante Versorgung zu verbessern und die komplexen Rahmenbedingungen der ASV zu navigieren. Bleiben Sie dran für zukünftige Episoden zu innovativen Gesundheitsmodellen. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! 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👉Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau gerne mal nach unseren aktuellen Kursen! 🎙️ Shownotes – Live von der DMEA in Berlin Für diese besondere Podcastfolge waren wir – Kai und Dietrich – live auf der DMEA in Berlin unterwegs. Die DMEA gilt als eines der wichtigsten Events für digitale Gesundheitsversorgung in Europa und bringt jedes Jahr Expert:innen aus Medizin, IT, Politik und Gesundheitswirtschaft zusammen. Mitten auf der Messe – in einer gläsernen Podcast-Box – haben wir über Digitalisierung im Gesundheitswesen gesprochen: Was läuft bereits gut? Wo hakt es im klinischen Alltag? Und wie schaffen wir es, digitale Lösungen wirklich sinnvoll in die Versorgung zu integrieren? Außerdem hatten wir die Gelegenheit, mit zwei spannenden Gästen zu sprechen: Dr. Johanna Ludwig Sie gab uns spannende Einblicke in die Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur und die aktuellen Herausforderungen der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland. Dr. Ludwig verantwortet bei der gematik versorgungsorientierte Digitalisierungsprozesse und bringt gleichzeitig langjährige klinische Erfahrung mit. Dr. Timothy Goering Als Leiter für IT, Medizintechnik und Digitalisierung im Krankenhaus berichtete er aus der Praxis: Wie gelingt Digitalisierung im Klinikalltag? Welche Hürden gibt es bei Infrastruktur, Prozessen und Change Management? Und was braucht es wirklich, damit digitale Transformation im Gesundheitswesen funktioniert? Eine Folge über digitale Realität statt Buzzwords – direkt von einer der wichtigsten Digital-Health-Bühnen Europas. ⸻ 🔗 Weiterführende Links * DMEA – Connecting Digital Health Dr. Johanna Ludwig bei der gematik Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Arzneimittelexantem - mit Dr. Alice Martin 🧠 Worum geht’s in dieser Folge? Arzneimittelexantheme gehören zu den häufigsten unerwünschten Arzneimittelreaktionen im klinischen Alltag und betreffen nahezu alle Fachdisziplinen. In dieser kompakten Folge aus der Kooperation mit mediLogin geht es um das makulopapulöse Arzneimittelexanthem – von der immunologischen Grundlage über die klinische Präsentation bis hin zu Diagnostik und Therapie. 🩺 Zentrale Inhalte der Folge Unerwünschte Arzneimittelreaktionen: Typ A vs. Typ B Die Folge startet mit der grundlegenden Einteilung unerwünschter Arzneimittelwirkungen: Typ A („augmented“) dosisabhängig reproduzierbar direkt mit der Arzneimittelwirkung verbunden Beispiel: Hypotonie unter Antihypertensiva Typ B („bizarre“) nicht dosisabhängig selten nicht reproduzierbar häufig immunologisch vermittelt ➡️ Arzneimittelexantheme gehören zu den Typ-B-Reaktionen. Immunologische Grundlagen Besprochen werden: IgE-vermittelte Soforttypreaktionen Nicht-IgE-vermittelte Reaktionen Typ-I-Reaktionen Urtikaria Anaphylaxie häufig durch: Penicilline Cephalosporine Typ-IV-Reaktion Das makulopapulöse Arzneimittelexanthem ist: T-Zell-vermittelt verzögert auftretend Ausdruck einer zellulären Immunantwort Wichtiger Mechanismus: Sensibilisierung beim Erstkontakt schnellere Reaktion bei Reexposition 🔬 Klinik des makulopapulösen Arzneimittelexanthems Typische Merkmale: Beginn meist 1–2 Wochen nach Therapiebeginn zunächst stammbetont Ausbreitung auf Extremitäten Gesicht seltener betroffen häufig Juckreiz Morphologie: generalisiertes erythematöses makulopapulöses Exanthem unterschiedliche Erscheinungsformen möglich: psoriasiform lichenoid Sonderform: Baboon-Syndrom / SDRIFE Besprochen wird außerdem: 🐒 SDRIFE (Systemic Drug-Related Intertriginous and Flexural Exanthema) Charakteristika: symmetrisches erythematöses Exanthem bevorzugt gluteal/intertriginös lokalisiert medikamentös ausgelöst 🔬 Histologie & Diagnostik Histologischer Befund: Grenzflächendermatitis oberflächlich gemischtzelliges Infiltrat CD3-positive T-Zellen In der Praxis entscheidend: Anamnese zeitlicher Zusammenhang klinische Präsentation ➡️ Die Diagnose wird meist klinisch gestellt. 💊 Therapie Zentral ist: konsequentes Absetzen bzw. Meiden des auslösenden Medikaments Je nach Schweregrad: topische Glucocorticoide systemische Glucocorticoide Antihistaminika bei Pruritus 💡 Take-Home Messages Arzneimittelexantheme zählen zu den häufigsten immunologischen Arzneimittelreaktionen Das makulopapulöse Arzneimittelexanthem ist eine Typ-IV-Reaktion Entscheidend sind: sorgfältige Anamnese zeitlicher Verlauf klinische Morphologie Therapie der Wahl: Auslöser identifizieren und absetzen Differenzialdiagnostisch müssen schwere kutane Arzneimittelreaktionen ausgeschlossen werden 🎧 Über mediLogin mediLogin bietet zertifizierte Onlinekurse für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal. Weitere Informationen: mediLogin Klinisch Relevant Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
In dieser Folge tauchen wir tief in das Thema Kinderschutz ein. Wir sprechen darüber, wie Therapeut*innnen (z. B. aus der Ergotherapie) Gefährdungssituationen erkennen, welche rechtlichen Grundlagen gelten und wie man den Herausforderungen der digitalen Welt – von Sexting bis Cybergrooming – begegnet. Kapitelübersicht & Highlights 1. Einstieg: Die Rolle der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ (IseF) Was ist eine IseF? Erfahren Sie, warum diese Experten eine zentrale Rolle bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdung spielen und worauf Therapeuten einen gesetzlichen Anspruch haben. Zentraler Schutzauftrag: Warum Kinderschutz gerade in therapeutischen Praxen kein Randthema, sondern Kernaufgabe ist. 2. Rechtliche Grundlagen & „Bauchgefühl“ Gesetzes-Check: Ein Überblick über den § 8a SGB VIII und den § 4 KKG, der die Beratung und Übermittlung von Informationen durch Berufsgeheimnisträger regelt. Vom Gefühl zur Gewissheit: Wie man diffuse Signale strukturiert einordnet und welche „gewichtigen Anhaltspunkte“ für eine Gefährdung sprechen. 3. Alarmsignale in der Praxis: Erkennen und Handeln Physische Anzeichen: Ein detaillierter Blick auf Hämatome. Wo sind sie bei mobilen Kindern normal und wann sind sie „Hotspots“ für Misshandlung (z. B. Ohren, Hals, Genitalien)?. Vernachlässigung & Emotionale Gewalt: Definitionen von körperlicher bis hin zu medizinischer Vernachlässigung und die oft übersehenen „leisen Signale“. 4. Digitaler Kinderschutz: Neue Gefahren im Netz Cybergrooming & Sexting: Warum diese Themen heute relevanter denn je sind und wie Täter typischerweise vorgehen. Prävention: Wie wir Kinder stärken können, sicher mit digitalen Medien umzugehen. 5. Kommunikation & Netzwerke Elternarbeit: Schwierige Beobachtungen ansprechen, ohne die therapeutische Beziehung zu gefährden. Wann sollte das Gespräch mit den Eltern erfolgen und wann ist Vorsicht geboten?. Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die Rolle von Jugendamt, Schulen und der Medizinischen Kinderschutzhotline (0800 19210 00) als rund um die Uhr verfügbares Beratungsangebot. Die 3 wichtigsten Take-Home Messages für Therapeuten: Sicherheit durch Beratung: Nutzen Sie Ihren Anspruch auf Beratung durch eine IseF bei Verdachtsmomenten. Genaues Hinsehen: Achten Sie auf unpassende Unfallhergänge bei Verletzungen und untypische Lokalisationen von Hämatomen. Strukturiertes Vorgehen: Ein gelebtes Schutzkonzept in der Praxis gibt Handlungssicherheit im Ernstfall Weiterführende Links: karte infos für pflegekräfte 2022.indd 027-069z4S3KinderschutzleitlinieKitteltaschenkarteHämatome_2020-05.pdf Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Bevor es in die Shownotes geht: Kennst Du die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne mal um! Weisheiten aus der Intensivmedizin - mit Dr. Mark Weinert Worum geht’s in dieser Folge? Intensivmedizin bewegt sich täglich zwischen Hochleistungsmedizin, ethischen Grenzsituationen und menschlicher Belastung. In dieser Folge spricht Dr. Marc Weinert über sein neues Buch „101 Intensivmedizin-Perlen“ – eine Sammlung klinischer Weisheiten, Erfahrungen und evidenzbasierter Denkanstöße aus dem intensivmedizinischen Alltag. Dabei geht es nicht nur um Beatmung, Reanimation oder Prognosen, sondern auch um Kommunikation, Humor, Burnout-Prävention und die Frage, wie man langfristig gesund in einem anspruchsvollen medizinischen Umfeld arbeiten kann. 📚 Was steckt hinter den „101 Perlen“? Die Perlen basieren auf: klinischer Erfahrung typischen Sprüchen & Weisheiten aus dem Klinikalltag Beiträgen zahlreicher Kolleg:innen und vor allem: wissenschaftlicher Evidenz Zu jeder „Perle“ wurden Studien recherchiert und eingeordnet – mit dem Ziel, praktische Erfahrung und evidenzbasierte Medizin zusammenzubringen. 🩺 Zentrale Themen der Folge Intensivmedizin vs. Allgemeinmedizin Eine der ersten Perlen: „In der Allgemeinmedizin geht es um den abwendbar schweren Verlauf – in der Intensivmedizin um den schweren Verlauf, der eventuell überlebt wird.“ Diskutiert wird: die hohe Mortalität intensivmedizinischer Patient:innen realistische Prognosekommunikation der Unterschied zwischen Prävention und Maximaltherapie Besonders wichtig: transparente Kommunikation mit Angehörigen frühzeitige Gespräche über Prognosen und Therapieziel Medizinische Indikation & Patientenwille Ein zentrales ethisches Thema: Therapie benötigt immer: eine medizinische Indikation den Patientenwillen Besprochen werden: Grenzen intensivmedizinischer Maßnahmen Palliativsituationen Übertherapie Patientenverfügungen schwierige Entscheidungsprozesse im Klinikalltag Humor auf der Intensivstation Ohne Humor funktioniert Intensivmedizin kaum – aber: „Mit dem falschen Humor funktioniert sie auch nicht.“ Thematisiert werden: sozial verbindender Humor Selbstironie aggressiver bzw. abwertender Humor Zusammenhang zwischen Zynismus und Burnout Diskutiert wird außerdem: Depersonalisierung als Warnzeichen psychische Belastung auf Intensivstationen hohe Burnout-Raten bei Ärzt:innen und Pflegekräften Kommunikation entscheidet Ein wiederkehrendes Motiv der Folge: Viele Probleme entstehen nicht durch Medizin, sondern durch fehlende Kommunikation. Beispiele: fehlende Übergaben unklare Reanimationsentscheidungen nicht kommunizierte Therapiebegrenzungen Missverständnisse zwischen Stationen Besonders eindrücklich: die sogenannte „Verlegung ohne Rückfahrkarte“ → Verlegung von Patient:innen mit festgelegter Therapiebegrenzung ohne geplante Wiederaufnahme auf Intensivstation. Reanimation gegen den Patientenwillen Diskutiert wird ein erschreckend häufiges Problem: Reanimationen trotz bestehender Patientenverfügung oder dokumentierter Therapiebegrenzung. Ursachen: fehlende Kommunikation unklare Dokumentation Informationsverlust im Nachtdienst oder bei Übergaben Warum Medizin ein Leben außerhalb der Klinik braucht Eine weitere wichtige Perle: „Wer lange dranbleiben will, braucht auch ein Leben außerhalb der Klinik.“ Themen: Work-Life-Balance Schichtdienstbelastung soziale Beziehungen Selbstfürsorge strukturelle Probleme medizinischer Ausbildung Besprochen wird auch: Generationenwandel in der Medizin Kritik an traditionellen Arbeitsmodellen nachhaltige Karrieregestaltung „Turfen“ im Krankenhaus Mit viel Humor, aber ernstem Kern: das Konzept des „Turfens“ – also das Abschieben schwieriger Patient:innen zwischen Abteilungen. Vorgestellt wird das Akronym: ❄️ ALASKA Hinweise auf einen möglichen „Turf“-Patienten: A → Allgemeinzustand schlecht L → Langlieger A → häufige Anrufe S → „super stabil“ K → „können wir hier nicht“ A → „alles schon organisiert“ Diskutiert werden: Auswirkungen auf Teamdynamik Frustration im Klinikalltag verlängerte Liegezeiten Wahrnehmung durch Patient:innen 💡 Take-Home Messages Intensivmedizin bedeutet tägliche Entscheidungen unter Unsicherheit Kommunikation ist oft wichtiger als Technik Humor kann entlasten – Zynismus hingegen schaden Patientenwille und medizinische Indikation müssen gemeinsam gedacht werden Nachhaltige Medizin braucht gesunde Teams Evidenz und klinische Erfahrung ergänzen sich idealerweise gegenseitig ** 📖 Erwähnte Bücher & Projekte** 101 Intensivmedizin-Perlen 101 Anästhesie-Perlen 101 Rettungsdienst-Perlen *Der Ein-Minuten-Arzt* Hörbuch-Version von Der Ein-Minuten-Arzt bei Klinisch Relevant 🔗 Weitere Informationen Klinisch Relevant Amazon Deutschland 👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group gesponsert: 👉 Lust auf berufliche Abwechslung? Die Hire a Doctor Group vermittelt Sie als Anästhesist:in oder Intensivmediziner:in oder Pflegefachkraft für Anästhesie und Intensivpflege für befristete Einsätze in verschiedene Krankenhäuser und Kliniken. Sie bestimmen, wann, wo und wie lange Sie eingesetzt werden. Sie erhalten neue Einblicke und eine attraktive Bezahlung. 👉 Zeit für den nächsten Karriereschritt? Die Hire a Doctor Group besetzt ärztliche und pflegerische Fach- und Führungspositionen. Wir begleiten und beraten Sie im Bewerbungsprozess. Nutzen Sie unser Netzwerk, um ihre neue Stelle zu finden – auch wenn Sie derzeit noch nicht suchen! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer...