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Eine Kunst- und Literaturbewegung, die in der Schweiz entstand. “gadji beri bimba glandridi laula lonni cadori - gadjama gramma berida bimbala glandri galassassa laulitalomini” – ein Ausschnitt aus “Gadji Beri Bimba” von Hugo Ball, einem der ersten Dada-Gedichte. Sinn im engeren Sinn war diesem Lautgedicht schwer abzugewinnen. Dadaismus, eine Bewegung die auf Zufall und Nonsense basierte, hat über die Jahre hinweg grossen Einfluss gehabt. Aber welchen? Und wieso hat diese Bewegung überlebt? Der Kulturstammtisch war zu Gast in in der Kunst-Pop Up-Galerie Goldrausch in Zürich, wo 110 Jahre Dada gefeiert wurden. Mittlerweile ist die Ausstellung beendet, das Gespräch aber bleibt – zum unüblichen Jubiläum. Zu Gast an der Diskussion waren die Künstlerin Janeth Berrettini, die an der Ausstellung massgeblich beteiligt war, Adrian Notz, Kurator, Dozent und ehemaliger Direktor und künstlerischer Leiter des Cabaret Voltaire in Zürich und Raphael Urweider, Lyriker und Theaterautor.

Ein Bühnenstück über einen legendären Fussballer Es sind fünf Minuten für die Fussball-Ewigkeit. Am 22.6.1986 spielt Argentinien mit Diego Armando Maradona an der WM gegen England. Ein politisch aufgeladenes Spiel. In der 51. Minute befördert Maradona den Ball mit der Hand zum 1:0 ins Tor, über den 20 Zentimeter grösseren Torhüter; die «Hand Gottes» habe das getan, sagte Maradona dazu. In der 55. Minute dribbelte er die halbe gegnerische Mannschaft alleine aus und traf zum 2:0 – zum «Tor des Jahrhunderts» . Ein Nebeneinander von Genie und betrügerischem Schlitzohr. Weltweite Berühmtheit und ein Leben unter Scheinwerfern, voller Erfolge und Abstürze, mit sensationellem Fussball und Drogenabhängigkeit und kriminellen Bekanntschaften. Der Schriftsteller Pedro Lenz nimmt sich dieses Lebens an, für ein Buch und ein Bühnenstück, begleitet vom Pianisten und Komponisten Simon Ho und dem Bandeonisten Jonathan Blaty. Zu Gast im Kulturstammtisch sind Pedro Lenz und Mämä Sykora, der Chefredaktor des Schweizer Fussball-Magazins „Zwölf“.

Wie weiter mit dem Journalismus, der sich mit Kultur befasst? Kulturjournalismus hat einige verschiedene Funktionen. Einerseits gibt es die kulturelle Agenda, die dem Publikum mitteilt, was wo stattfindet; andrerseits gibt es die kritische Stimme, die einordnet, die in einen Diskurs mit der Kultur einsteigt, die eine Filterfunktion für das Publikum einnimmt? Was aber, wenn das Ressort Kultur dasjenige ist, das zuerst eingespart wird? In Zeiten, wenn der gesamte Medienbereich generell gefährdet scheint. Wie aber soll sich das kulturaffine Publikum über das informieren, was geschieht? Und wo? Viele Menschen finden sich in der endlosen Weite des Internets nicht zurecht. Zu Gast in der Militärkantine St. Gallen waren: Rebecca Schnyder – Autorin, Dramatikerin und Kulturveranstalterin Rebecca C. Schnyder. Vera Zatti – Saiten Kultur-Redaktorin Johannes Sieber - Kulturunternehmer und Politiker der Grünliberalen Partei, Mitglied des Grossen Rats in Basel. Dieser Kulturstammtisch ist eine Zusammenarbeit mit der IG Kultur Ost und dem Saiten Kulturmagazins.

Was haben Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur miteinander zu tun Im Zürcher Pop Up-Art Salon «Goldrausch» werden immer wieder Themen angegangen, die über das reine Kulturfeld hinausgehen. Das Thema der neusten Ausstellung: «Wirtschaft zum Wachstum» widmet sich dem inneren und äusseren Wachstum, und wirtschaftlichen Konzepten. Die Gäste im Kulturstammtisch im Rahmen dieser Ausstellung waren Hercli Bundi, Filmproduzent, Leiter der Zürcher Filmstiftung, Regisseur mehrerer Dokumentarfilme, darunter der neuste, der sich mit der heutigen Thematik befasst: «Unser Geld». Eine der zentralen Fragen darin: Wer bestimmt wer für welche Arbeit wieviel Geld erhält. Marco Salvi vom Think Tank «Avenir Suisse”, Oekonom mit Spezialgebiet Arbeitsmarkt, der Steuer- und Fiskalpolitik Daniela Hediger, Kunstschaffende und Gastgeberin des Goldrausch Art Salons.

Das kulturelle Leben der Schweiz unter dem Mikroskop Kürzlich haben wir uns über das kulturelle Leben abseits der grossen Zentren, in mittelgrossen Städten unterhalten. Nun eine Nummer kleiner: die Veranstaltungsorte an kleinen Orten. Zum Beispiel die „Kultursonne“ in Ebikon, ein Ort, der sieben S Bahn-Minuten von Luzern entfernt liegt. Die „Kultursonne“ ist ein Veranstaltungsort, in etwa so gross wie ein Verkaufsladen. Hier findet Kultur statt, unregelmässig, aber doch häufig. Wieso kann so ein Art existieren, warum das persönliche Engagement der Betreiber? Wird hier „andere“ Kultur geboten als in den Zentren? Es diskutieren Eila Bredehöft, Kulturmanagerin, ehem. Leiterin Galvanik Zug, Geschäftsleiterin IG Kultur Zug; Sebastian Schlegel, Musiker, Tontechniker, Kommunikator Musigbüro Basel; Reto Bernhard, Theatermacher, Soziokultureller Animator, Kulturveranstalter in der „Kultursonne“ in Ebikon.

Kultur an der Peripherie Kreuzlingen ist eine mittelgrosse Stadt am Rand der Schweiz. Was die Grösse angeht, ist sie vergleichbar mit Städten wie Aarau, Baden oder Wil. Kreuzlingen liegt an der Grenze zu Deutschland. Die Schweiz ist ein Land der kurzen Distanzen. Kreuzlingen liegt in der Nähe von Zentren wie Zürich, Winterthur oder St. Gallen. Warum bemüht sich eine Stadt wie Kreuzlingen um die Kultur? Sieht man sich als Konkurrenz zu den grossen Zentren, oder als kulturelle Ergänzung? Der Kulturstammtisch fand im Apollo in Kreuzlingen statt. Die Gäste: Claudia Thom (Sachbearbeiterin Gesellschaft und Kultur bei der Stadt Kreuzlingen), Monika Schmon (Leiterin Kultur Stadt Baden, früher stellvertrende Kulturamtsleiterin Kt. TG, in Kreuzlingen aufgewachsen), Julian Fitze (Kulturvermittler, Veranstalter & Politiker), und Anna Appadoo (Künstlerin und Kuratorin Kulturhaus Apollo) Diese Ausgabe des Kulturstammtischs entstand in Zusammenarbeit mit thurgaukultur.ch, der IG Kultur Ost und dem Kulturmagazin Saiten.

WIe übersetzen sich philosophische Gedanken in Kunst. Kunst kann mehr als Aesthetik – sie kann und soll auch philosophische Gedanken verbreiten oder in ihnen fussen. Aber, was kommt zuerst, der philosophische Gedanke, dann die Umsetzung? Oder zuerst die Arbeit, dann das Konzept dazu? Steht solch ein Gedanke immer im Vordergrund? Ist das eine persönliche Forschung – oder wie übersetzt sich das? Wie wichtig ist es, dass diese «philosophische Kunst» etwas Nachvollziehbares hat? Muss das Publikum den philosophischen Gedanken verstehen? Im Rahmen der Ausstellung der Visarte Zentralschweiz namens «Will I be missed» diskutieren Helen Acosta – Künstlerin Lukas Germann – Philosoph und Kurator des Museum zur Farb in Stäfa, Lesegesellschaft Stäfa Martin Gut – Künstler und Kulturmanager und Gastgeber der Ausstellung in der Kornschütte in Luzern.

EIne der grössten Pop-Ikonen aller Zeiten. Elvis lebt weiter, weit über seinen Tod 1977 hinaus. Elvis ist eine Ikone. Gerade in den USA gibt es Hunderte Sänger, die Elvis nachahmen, an Wettbwerben, an Tributen aller Art. Ausserdem gibt es stets Gerüchte, Urban Legends: der Sänger sei gar nicht gestorben, er sei nur in ein anderes Land gezogen. So wird er immer wieder gesichtet, an einer Tankstelle in Tokyo, einer Bowling Bahn in Neapel oder einem Supermarkt in Buenos Aires. Der Kabarettist und Sänger Diego Valsecchi greift den Faden auf: seinen Elvis verschlägt es ins Wallis, wo er Einiges erlebt. Die Gäste am Kulturstammtisch kennen Elvis, sein musikalisches Werk und sein Leben sehr gut, manche sind erklärte Fans: Susanne Loacker – Dozentin an der ZHAW im Institut für Angewandte Medienwissenschaft; Bänz Friedli – Comedian, der einst ein Bühnenprogramm hatte namens „Was würde Elvis sagen?“; und zuletzt Diego Valsecchi - der Elvis, der sich ins Wallis begibt. „Elvis lebt“ und ist in der Schweiz unterwegs.

Der verbale Kampf um Haltung Das Internet ist zum Forum der Menschheit geworden. Hier trifft man sich, hier diskutiert man, hier ringt man um Inhalte und Haltungen. Immer mehr scheinen solche Diskussionen zum Austausch von Beleidigungen zu verkommen, in dem man Gegner*Innen weniger mit Argumenten, denn mit Beleidigungen in Grund und Boden zu schreien versucht. Beleidigungen, die angedeutet sind; einzelne Begriffe, die bedeutungsschwanger hingeschrieben werden, ohne inhaltliche Präzision. Etwa ‚woke‘, ein Wort, das ein Bewusstsein für die Rechte von Minderheiten ausdrückt, das aber ins genaue Gegenteil verkehrt wird. Stimmt der Eindruck, dass Sprache zur Waffe wird? Woher entsteht dieser Eindruck? Vor allem, ist das alles neu? Zu Gast am Kulturstammtisch sind zwei Menschen, die von Beruf und Ausbildung her mit Sprache ringen. Marie-José Kolly, Journalistin bei der Republik, Sprachwissenschaftlerin und Raphael Urweider, Lyriker und Theaterautor

Die Generation Millenials Jede Generation fühlt sich verschieden von der nächsten und von der übernächsten sowieso. Wir kennen die Clichés, die sich mit jeder Generation zu wiederholen scheinen: Unpolitisch, wenig interessiert an den andern, mit seltsamem Musikgeschmack undsoweiter. Wie aber denken junge Menschen von heute wirklich? Ist das alles wirklich so verschieden von den Babyboomer, der Generation X, den Millenials. Die Gäste im Kulturstammtisch gehören zur sogenannten Generation Z. Victoria Schuchardt, Elias Eckstein und Niklaus von Burg sind alle drei frisch gebackene Maturanden. sie sind alle um die 19 oder 20 Jahre alt und stehen an einer Schwelle. Zwischen Matura und Studium, bzw. Militär- oder Sozialdienst. Wenn man so will, die Schwelle zwischen Jugend und Erwachsenenleben. Was beschäftigt sie, persönlich, aber auch gesellschaftlich, politisch?