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Wenn Vibe-Coding reicht, wer braucht dann noch Entwickler? 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Die ganze Mittelschicht an Entwicklern wird wegbrechen, weil die braucht niemand mehr." - Marc Bless, Thomas Ronzon Wer programmieren lernt, ohne je einen Lötstift in der Hand gehabt zu haben, wer Code generiert, ohne zu verstehen, in welchem Umfeld er läuft, und wer darauf vertraut, dass Vibecoding schon irgendwie funktioniert: Genau das diskutiere ich mit Marc Bless und Thomas Ronzon. Wir reden darüber, was es heute wirklich braucht, um Systeme zu durchdringen, warum das T-Shape-Modell nicht mehr reicht und was passiert, wenn die Mittelschicht der Entwicklung einfach wegbricht. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um Vertrauen: in Systeme, in KI, in Menschen. Marc Bless hat 1984 angefangen, Software zu entwickeln. In den 90ern hat er Informatik mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz studiert und beschäftigt sich seit 1996 mit adaptiven Systemen, agilen Methoden und intelligenten Automatisierungen. Als Gründer und Geschäftsführer von BlessAI unterstützt er Unternehmen dabei, künstliche Intelligenz strategisch zu integrieren – von der Analyse über die Implementierung bis hin zur Optimierung. Sein Fokus liegt darauf, KI effizient, skalierbar und normkonform einzuführen, um Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig zu machen. Seine langjährige Erfahrung als Trainer und Coach für agile Arbeitsweisen hilft ihm dabei, Unternehmen nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und kulturell auf den Einsatz von KI vorzubereiten. Sein Motto: “Software ist grundsätzlich nie ein Problem!” Thomas Ronzon arbeitet als Teamleiter und Senior Softwareentwickler bei der w3logistics AG in Dortmund. Dabei beschäftigt er sich vor allem mit der Modernisierung von unternehmenskritischen Logistikanwendungen. Darüber hinaus veröffentlicht Thomas Ronzon regelmäßig Fachartikel. Wichtig sind ihm dabei neben den Hardskills auch die Softskills, um mit dem Kunden zusammen ein Ergebnis zu bekommen, das allen Parteien helfen kann. Highlights: Die Mittelschicht der Entwickler wird durch KI-Automatisierung wegbrechen, weil nur noch wenige Experten mit tiefem Systemverständnis und Agent-Orchestratoren gebraucht werden. Vibe-Coding löst das grundlegende Problem nicht: Wer nicht versteht, in welcher Umgebung Code läuft, kann nicht beurteilen, ob er auch unter realen Feldbedingungen funktioniert. Intrinsische Neugier, also das Bedürfnis, Systeme von innen zu verstehen statt nur anzuwenden, entscheidet darüber, ob jemand auch in einer KI-geprägten Welt kompetent bleibt. Ein T-Shape-Profil reicht für Senior-Rollen nicht mehr aus; gebraucht wird ein Pi-Shape mit mindestens zwei Fachtiefgängen und breitem Überblick darüber hinaus. Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

Warum Softwareprodukte besser werden, wenn nicht nur Informatiker sie bauen 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Wenn nur eine Perspektive abgebildet ist, dann wird diese Perspektive ausgedruckt. Das sind die Produkte, die wir bauen." - Claudia Nass Bauer Wer gestaltet eigentlich die Software, die unseren Alltag durchdringt, und wessen Werte fließen dabei ein? Mit Claudia Nass Bauer spreche ich darüber, warum homogene Teams blinde Flecken produzieren, die keine böse Absicht sind, sondern einfach das natürliche Ergebnis, wenn immer dieselben Perspektiven am Tisch sitzen. Wir reden über unbewusste Denkmuster, über Kommunikationssysteme, die in männerdominierten Gruppen entstehen, und darüber, wie agile Methoden mit kleinen Teams diesen Mustern entgegenwirken können. Claudia stellt außerdem ein Forschungsprojekt vor, das Studentinnen aus Design, Psychologie und Sozialwissenschaften gezielt an Softwareentwicklung heranführt, weil viele von ihnen schlicht nicht wissen, dass sie dort einen echten Beitrag leisten könnten. Prof. Claudia Nass Bauer ist Professorin für Design-Strategie an der Hochschule Mainz. Sie ist Design geboren und im Software Engineering aufgewachsen. Seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn arbeitet sie in interdisziplinären Teams an digitalen Lösungen und setzt sich engagiert dafür ein, Design und Software Engineering in Forschung und Lehre zu verknüpfen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der strategischen Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen sowie auf Design- und Innovationsprozessen. Aktuell leitet sie an der Hochschule Mainz das Forschungsprojekt WiSE (Activating Women in Software Engineering). Bereits seit 2006 ist sie zudem am Fraunhofer IESE tätig. Dort konzentriert sie sich auf die Entwicklung, Erprobung und Anwendung nutzerzentrierter UX-Methoden, insbesondere im Rahmen von Forschungs- und Beratungsprojekten für eine Vielzahl von Industriekunden aus unterschiedlichsten Domänen. Highlights: Wenn ein Softwareteam ausschließlich aus Informatikern besteht, spiegeln die gebauten Produkte zwangsläufig nur deren Werte und Weltbild wider, wichtige Gestaltungsaspekte fehlen. Fachfremde Disziplinen wie Psychologie, Soziologie und Design bringen Methoden in die Softwareentwicklung ein, die Informatikstudien kaum abdecken, etwa Nutzerforschung und ethnografische Studien. Viele Absolventinnen aus Design, Soziologie oder Psychologie wissen laut Fragebogenstudie nicht, dass sie einen konkreten Beitrag zur Softwareentwicklung leisten könnten. Unbewusste Denkmuster und Privilegien sind in jedem Menschen vorhanden, Bewusstsein darüber schaffen ist der erste notwendige Schritt, bevor Methoden oder Strukturen greifen können. Kleine Teams und agile Arbeitsweisen fördern Zusammenarbeit in diversen Gruppen aktiv, weil sie hierarchische Kommunikationsmuster strukturell verhindern. Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

Autismus im Softwaretesting: Was Unternehmen damit gewinnen 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Im Softwaretesting, im Qualitätsmanagement sind diese Personen von ihrer Kapazität her, von ihren Potenzialen wie ein Ferrari." - Markus Kalbhenn Menschen mit Autismusdiagnose, die im Wartezimmer spontan 48 Rechtschreibfehler in einer Illustrierten zählen, bevor das Gespräch überhaupt beginnt: Das erzählen mir Helmut Pichler und Markus Kalbhenn, und es erklärt besser als jede Theorie, warum genau diese Fähigkeiten im Softwaretesting so gut ankommen. Wir sprechen darüber, wie das Ausbildungsprogramm aufgebaut ist, welche Anpassungen im Training wirklich den Unterschied machen, und was Unternehmen konkret brauchen, damit die Zusammenarbeit funktioniert. Dabei geht es nicht nur um Pausen und ruhige Räume, sondern auch darum, wie klare Aufgabenstellungen und ein fester Tagesrhythmus aus einer unsicheren Situation ein gutes Arbeitsverhältnis machen können. Helmut Pichler ist ein echter „Vollblut‑Tester/-Berater/-Trainer“, der seit Jahren mit unglaublicher Leidenschaft die Softwaretest‑Community prägt und weltweit Standards mitgestaltet. Als Ehren‑Präsident vom Austrian Testing Board und langjähriger Botschafter auf internationalen Konferenzen bringt er Menschen zusammen, inspiriert sie und zeigt, wie lebendig Qualitätssicherung sein kann. Mit seinem Know‑how als Trainer, Berater und Co‑Autor von „Agile Testing“ gilt er im deutschsprachigen Raum längst als eines der „Urgesteine“ und bleibt trotzdem immer am Puls der Zeit. Er gibt sein Wissen mit einer Begeisterung weiter, bei der man merkt: „Der lebt das wirklich!“. Und egal ob in internationalen Arbeitsgruppen, im Classroom oder auf der Bühne — er sorgt überall dafür, dass Qualität durch Softwaretesten reift und seinen verdienten Stellenwert bekommt. Eines seiner Herzensprojekte das er federführend mitkonzipiert, ist seit nun 10 Jahren TestingPRO. Ein spezielles Ausbildungsprogramm, in dem Menschen aus dem neurodivergenten Spektrum als SW Tester ausgebildet werden. Markus Kalbhenn ist ein erfahrener Experte im Personalmanagement, der auf 30 Jahre Erfahrung im Recruiting und Tech-Bereich zurückblickt. In der ETC - Enterprise Training Center GmbH hat er den Bereich Talent Services mit aufgebaut und setzt dort neue Impulse in der IT-Personalvermittlung. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung innovativer Recruiting-Methoden, die über konventionelle Ansätze hinausgehen, um dem Fachkräftemangel in der IT-Branche entgegenzuwirken. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für die IT-Ausbildungsprogramme TestingPro und INCLUSIVE-IT, die Menschen mit Behinderungen den Zugang zu IT-Karrieren ermöglicht. Als ausgebildeter Pädagoge und zertifizierter CSR-Berater verbindet er soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz bei der Besetzung technischer Rollen. Für dieses Engagement wurde das Talents-Team der ETC mit dem HR Award 2025 in der Kategorie „Diversity & Sustainability“ ausgezeichnet. Markus Kalbhenn gilt als treibende Kraft hinter Projekten, die neue IT-Talente für Unternehmen erschließen. Durch seine Expertise unterstützt er Betriebe dabei, passgenaue IT-Kompetenzen aufzubauen und nachhaltige und inklusive Recruiting-Strategien zu etablieren. Highlights: Menschen mit Autismusdiagnose erkennen Rechtschreib- und Konsistenzfehler in Dokumenten sofort, weil ihre Wahrnehmung Ungleichheiten automatisch registriert, die anderen schlicht nicht auffallen. Repetitive Testaufgaben, die bei anderen Testern die Konzentration sinken lassen, steigern bei Personen mit Autismus die Leistung, weil Routine und Vertrautheit mit dem Testobjekt ihre Stärken aktivieren. Klare Anweisungen mit konkretem Endtermin sind keine Fürsorge, sondern eine Arbeitsvoraussetzung: "Schau dir das mal an" bleibt für Personen mit Autismus ohne Ergebnis, "bis morgen 16 Uhr fertig" funktioniert. Die duale Ausbildung bei der ETC platziert Teilnehmer schon während des Kurses in Praktikumsunternehmen, wodurch die Übernahmequote bei rund 80 Prozent liegt und für Unternehmen keine Personalkosten entstehen. Autismusgerechte Rahmenbedingungen im Büro sind keine große Umstrukturierung, sondern konkrete Kleinigkeiten: ein Randplatz, Kopfhörer, eine benannte Ansprechperson für die ersten Monate. Danke an die Community-Partner des Podcasts:

Personas statt Personen: Wie KI Entwickler in der Doku simuliert 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass wir immer so ein 100% Output bekommen." - Ingo Eichhorst Dokumentation mit KI zu prüfen, indem man menschliche Verhaltensweisen simuliert, das ist der Ansatz, den Ingo Eichhorst mitgebracht hat. Mit ihm spreche ich darüber, wie sich Personas wie ein Junior-Entwickler oder ein Senior-Entwickler als KI-Agenten in eine CI/CD-Pipeline einbauen lassen, um Dokumentation nicht nur zu bewerten, sondern aktiv damit zu arbeiten. Was mich dabei festhält: Der Junior-Entwickler verbraucht dabei fast sechsmal so viele Token wie der Senior, weil er an einer missverständlichen URL-Struktur scheitert und sich im Trial-and-Error verliert. Das zeigt direkt, wo Dokumentation nachgebessert werden muss. Wir reden auch darüber, warum das Domänwissen hinter Code so schwer zu rekonstruieren ist, sobald es einmal verloren ist, und was passiert, wenn eine KI plötzlich zwischen Entwicklern und Management als Übersetzungsschicht wirkt. Ingo Eichhorst ist AI Architect, CTO und Tech Trainer mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in Softwareentwicklung und Systemarchitektur. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er digitale Systeme und verbindet dabei technologische Exzellenz mit unternehmerischem Denken. Bei IONOS arbeitet er als Engineering Trainer, parallel lehrt er als Visiting Lecturer für Künstliche Intelligenz an der University of Applied Sciences Nordhausen. Nebenberuflich begleitet er mit seinem Unternehmen better be great Startups, Scaleups und NGOs bei der Umsetzung innovativer Technologien in marktfähige Produkte. Highlights: KI-Agenten mit simulierten Personas prüfen Dokumentation praktisch: Ein als Junior-Entwickler konfigurierter Agent verbrauchte 1,8 Millionen Token beim Scheitern, der Senior-Entwickler-Agent löste dieselbe Aufgabe mit 300.000 Token. Persona-Simulationen über LLMs kippen ins generische Modellverhalten zurück, sobald die Rollenbeschreibung nicht strikt genug formuliert ist, was sie vom Prototypen-Stadium trennt. Der Temperaturparameter eines LLMs steuert, wie stark die Ausgabe vom wahrscheinlichsten Pfad abweicht: niedrig für reproduzierbare, deterministische Ergebnisse, hoch für unerwartete Testergebnisse. Domainwissen und Architekturentscheidungen, die nicht dokumentiert sind, kann kein LLM rekonstruieren, weil sie schlicht nicht im Code stecken. Semantische Anker wie MECE erhöhen die Wahrscheinlichkeit strukturierter, überlappungsfreier KI-Ausgaben messbar, garantieren sie aber nicht. Weitere Links zur Episode: Github-Profil Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

Welche Architekturfragen ins Team gehören und welche nicht. 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Vom Monolith zum Microservice komme ich einfach, weil ich muss ja nur doch auseinanderschneiden. In der Theorie ja, in der Praxis vergiss es." - Ralf Enderle Architektur, die auf Papier perfekt aussieht, ist oft schon überholt, bevor das erste Team damit arbeitet. Mit Ralf Enderle spreche ich darüber, warum das kein unvermeidbares Schicksal ist, sondern eine Frage der richtigen Unterscheidungen. Wir reden darüber, welche Entscheidungen wirklich unumkehrbar sind und welche man getrost der Realität des Projekts überlassen kann, ohne dass die Architektur dabei auseinanderfällt. Mich hat beschäftigt, wie Ralf das auf den Punkt bringt: Entscheidungen, die niemand kennt und die sich nirgends verteidigen, helfen keinem. Wie eine Architektur lernen kann, sich selbst zu melden, wenn sie gebrochen wird, und was Tester dabei konkret einbringen können, das nehme ich aus diesem Gespräch mit. Ralf Enderle ist Senior Software Architekt sowie AI driven development Evangelist bei eXXcellent solutions. Er ist branchen- und technologieübergreifend unterwegs und unterstützt Projekte in der Konzeption und Weiterentwicklung. Sein Fokus liegt dabei auf der effizienten Entwicklung und dem Schaffen von Synergien über Projekte hinweg. Er ist stetig auf der Suche nach innovativen, soliden und nachhaltigen Lösungen und Konzepten – neue Themen und Trends finden bei ihm immer ein offenes Ohr. Highlights: Architekturdokumente, die nur in einem Wiki liegen, verteidigen sich nicht selbst: Erst wenn ADRs und Fitness Functions automatisiert prüfbar gemacht werden, schützen sie die Architektur aktiv vor Verletzungen. Typ-1-Entscheidungen wie die Wahl zwischen Monolith und Microservice lassen sich in der Praxis kaum umkehren und müssen deshalb mit klarem Begründungsrahmen festgelegt und dauerhaft verteidigt werden. Typ-2-Entscheidungen wie die Wahl des Logging-Frameworks dürfen und sollen sich ändern, wenn Team-Feedback oder Metriken dagegen sprechen, weil ihr Impact die Architektur nicht gefährdet. Architektur-Gremien sollten ausschließlich Typ-1-Entscheidungen diskutieren, weil Typ-2-Themen dort Evolution blockieren, die das Team im direkten Austausch einfach zulassen könnte. KI kann helfen, weiche Architekturregeln technisch prüfbar zu machen: Sie erkennt im Kontext, ob ein Catch-Block zwar geloggt, dabei aber sensible Daten wie Kreditkartennummern offengelegt werden. Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

Fünf Stellschrauben, mit denen Führung im Alltag funktioniert 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Niemand so richtig weiß, wer eigentlich wirklich wem was zu sagen hat und welche Konsequenzen das hat." - Christian Thiele Positives Führen hat nichts mit Ponyhof zu tun – das ist einer der ersten Sätze, die Christian Thiele sagt, und er bringt das Thema direkt auf den Punkt. Mit ihm spreche ich darüber, was hinter dem PERMA-Modell steckt: fünf konkrete Stellschrauben, mit denen Führung im Alltag greifbar wird, von positiven Emotionen über psychologische Sicherheit bis hin zum bewussten Feiern von Erfolgen. Wir reden auch darüber, warum Leadership keine Frage der Rolle ist und was passiert, wenn man den besten Entwickler zum Projektleiter macht, nur weil Karriere bisher immer über Führung lief. Mich hat dabei besonders der Gedanke beschäftigt, dass wir im Testing-Umfeld oft gut darin sind, Fehler zu finden, aber selten innehalten, um die Dinge zu würdigen, die wirklich funktioniert haben. Christian Thiele ist Experte für Positive Leadership und unterstützt Führungskräfte, Teams und Organisationen mit Coachings, Trainings, Vorträgen, Teamentwicklungen und Konfliktklärungen. Zunehmend ist er auch im Hochschulkontext tätig, unter anderem als Standortleiter München-Ismaning im Studiengang „Positive Psychologie und Coaching“ an der Deutschen Hochschule für Sport und Gesundheit. Mit Haltung und Methoden der Positiven Psychologie möchte er dazu beitragen, dass Einzelne und Gruppen mehr Erfolg, mehr Kreativität, mehr Sinnhaftigkeit und mehr Freude in der Arbeit erleben. Gleichzeitig unterstützt er Menschen und Organisationen dabei, weniger Frust zu erleben, Stress besser zu bewältigen und leichter vom Krach zur Kooperation zu kommen. Highlights: Positive Leadership ist kein Ponyhof-Ansatz, sondern ein evidenzbasierter Führungsbaukasten, der Positivität und Produktivität sowie Wertschätzung und Wertschöpfung direkt miteinander verbindet. Das PERMA-Modell beschreibt fünf Führungsstrategien: positive Emotionen, Engagement über Stärken, Beziehungsqualität im Team, Sinnvermittlung durch das Warum sowie das bewusste Feiern von Erfolgen. Führung ist keine Frage des richtigen Charakters oder einer formellen Rolle, sondern eine Frage konkreter Handlungen, die jede Person ab dem nächsten Montag verändern kann. Wer im Team Verantwortung fordert und Eigeninitiative erwartet, darf gleichzeitig kein Mikromanagement betreiben, weil beides sich gegenseitig ausschließt. Den Erfolg sichtbar zu machen ist besonders dort schwierig, wo gute Arbeit unsichtbar bleibt, zum Beispiel im Testing, das erst auffällt, wenn draußen etwas schiefgeht. Danke an die Community-Partner des Podcasts:

Psychologin erklärt, warum KI Teams langsam erodiert 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Es gibt eine hohe Korrelation zwischen Vulnerabilität und Likeability." - Jasmine Simons Was KI mit uns als Team macht, beschäftigt mich seit Längerem. Mit Jasmine Simons spreche ich darüber, wie der zunehmende KI-Einsatz unser soziales Miteinander verändert: Kommunikation wird sachlicher, Vertrauen erodiert langsam, und das soziale Lernen, das gerade junge Menschen am Anfang ihrer Karriere brauchen, findet schlicht nicht mehr statt. Jasmine erklärt, warum Reibung im Team kein Fehler ist, sondern eine Voraussetzung für Innovation, und warum der Allwissende in der Tasche uns gegenüber anderen glatter, aber nicht vertrauenswürdiger macht. Ihr Vorschlag klingt einfach, braucht aber echte Entscheidung: KI wie ein neues Teammitglied integrieren, also mit klaren Rollen, expliziten Vereinbarungen und dem Bewusstsein, dass dieser Aufwand kein Nice-to-have ist. Jasmine Simons-Zahno brennt für die menschliche Seite der Produktentwicklung. Sie coacht mit Leichtigkeit, Leidenschaft und Anspruch in Führungskontexten beliebiger Flughöhen in Unternehmen verschiedenster Größen. Ihre Stärke ist es, authentischer Spiegel für Menschen zu sein, die sich entwickeln dürfen aber dem Ruf dazu gerade noch all zu gerne ausweichen möchten. Als Mitgründerin der Agile Growth, dreifache Mutter und ambitionierte Hobby-Köchin lässt sie bei uns nichts anbrennen. Highlights: Vertrauen im Team baut sich auf, wenn man andere als fehlbar erlebt. Wer jedoch ständig KI als Allwissenden konsultiert, wirkt für Kolleginnen und Kollegen glatter und unfehlbarer, was Vertrauen und Sympathie aktiv abbaut. KI-Nutzung verschiebt Teamkommunikation von der sozialen auf die reine Aufgabenebene. Weil das Gehirn aber emotionale Verarbeitung für jede Entscheidung braucht, entsteht keine sachliche Objektivität, sondern eine pseudo-sachliche Kommunikation. Junge Menschen, die früh viel KI nutzen, trainieren soziale Kompetenz und Empathie weniger, weil das implizite soziale Lernen am Arbeitsplatz entfällt, das frühere Berufseinsteigerinnen und -einsteiger zwangsläufig durchlaufen mussten. KI in ein Team zu integrieren erfordert denselben bewussten Aufwand wie das Onboarding eines neuen Teammitglieds: explizite Regeln, klare Rollen und definierte Entscheidungskompetenzen für Mensch und Maschine. Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

Warum sich KI in Unternehmen nicht rechnet, solange die Dateninseln stehen bleiben 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Es gibt keinen isolierten Business Case, der sich rechnet." - Gunter Dueck Warum tut sich in Deutschland so wenig, obwohl alle wissen, was geändert werden müsste? Mit Gunter Dueck spreche ich über überregulierte Unternehmen, die durch ihre eigenen Prozesse handlungsunfähig geworden sind, über das Fehlen einer echten Industriepolitik und darüber, warum die Chancen rund um humanoide Roboter und KI gerade an uns vorbeigehen. Gunter beschreibt, wie Gifford Pinchots Prinzipien des Intrapreneurings heute genauso gelten wie vor Jahrzehnten und warum trotzdem kaum jemand danach handelt. Was mich beschäftigt: Nicht Bösartigkeit steckt dahinter, sondern ein System, das sich selbst lähmt, während andere Länder längst konzertiert handeln. Gunter Dueck (Jahrgang 1951) lebt als freier Schriftsteller, Philosoph, Business Angel und Speaker in Waldhilsbach bei Heidelberg. Nach einer Karriere als Mathematikprofessor arbeitete er fast 25 Jahre bei der IBM, zuletzt bei seinem Wechsel in den Unruhestand als Chief Technology Officer. Dueck ist korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Fellow des amerikanischen Ingenieursverbandes IEEE und Fellow der Gesellschaft für Informatik. Er ist Autor vieler Spiegel-Bestseller, zuletzt „Das Neue und seine Feinde“, „Schwarmdumm“, „Heute schon einen Prozess optimiert?“ und „Keine Sinnfragen, bitte!“ Highlights: Überprozessierte Unternehmen werden handlungsunfähig: Wer jede Reise einzeln genehmigen lassen muss, frisst Managementzeit auf und zerstört die Tiefenkonzentration, die Softwareentwicklung braucht. KI rechnet sich ohne Foundation nicht: Wer kein einheitliches, maschinenlesbares Datenfundament aufbaut, legt nur eine weitere teure Schicht über bestehende Dateninseln, die seit 30 Jahren niemand bereinigt. Gifford Pinchots Grundsatz "Work underground as long as you can" bleibt der einzige praktische Weg, in durchprozessierten Konzernen überhaupt noch Innovation zu treiben. Industriepolitik und Förderung sind zwei verschiedene Dinge: Förderung verteilt Geld ohne Richtung, Industriepolitik benennt eine Branche und zieht eine gesamte Zuliefererinfrastruktur koordiniert hoch. Humanoide Roboter scheitern bislang vor allem an der Hand, weil die nötige Tastsensorik für unterschiedliche Griffkräfte noch nicht gelöst ist, obwohl Kopf und Bewegung technisch weitgehend fertig sind. Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

Energieverbrauch, Datenmissbrauch und ein klares Nein zu Gen AI 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Ein statistisches Modell kennt weder richtig noch falsch, noch Wahrheit." - Johannes Link Generative KI einfach nicht zu nutzen, weil sie den eigenen Werten widerspricht: das ist die Position, die Johannes Link konsequent vertritt. Mit ihm spreche ich darüber, warum er hyperskalierte Gen AI für ethisch nicht vertretbar hält und was ihn zu diesem Schluss gebracht hat. Wir reden über Trainingsdaten, die ohne Zustimmung der Urheber verwendet werden, über den massiven Energieverbrauch, über den Zerfall des freien Internets und darüber, was mit Studierenden passiert, die das Schreiben und Denken delegieren, bevor sie es je wirklich geübt haben. Johannes erklärt auch, was sich ändern müsste, damit er seine Meinung überdenken würde, und ob er diesen Wandel für realistisch hält. Johannes Link programmiert seit mehr als 40 Jahren, 30 davon im Beruf. Seit Ende des letzten Jahrhunderts stehen Extreme Programming und anderen auf den Menschen ausgerichtete Softwareentwicklungsansätze im Zentrum seiner Tätigkeit. Im beruflichen Fokus sind die (Um-)Gestaltung von Teams hinzu mehr Eigenverantwortung und Selbststeuerung. Die sinnvolle und ethische Gestaltung seines privaten und beruflichen Lebens treibt ihn seit Jahren um. Mit dem Thema GenAI beschäftigt er sich seit den frühen Tagen von OpenAI's GPT-Sprachmodellen. Highlights: Generative KI, die an US-amerikanische Hyperscaler ausgelagert wird, basiert auf Trainingsdaten, deren Urheber in den meisten Fällen nie zugestimmt haben, dass ihre Werke für das Modelltraining genutzt werden. Der prognostizierte Anstieg des Stromverbrauchs durch KI-Rechenzentren in den USA von 4,4 Prozent auf 25 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht in etwa dem gesamten Zubau erneuerbarer Energien im selben Zeitraum. Statistische Sprachmodelle können strukturell weder Wahrheit noch Falschheit unterscheiden, weshalb Halluzinationen kein Implementierungsfehler sind, sondern ein Grundmerkmal des Modelltyps. Studierende, die Lernaufgaben vollständig an generative KI delegieren, erwerben die Kompetenzen nicht, die diese Aufgaben aufbauen sollen, und erste Absolventenjahrgänge mit vollständig KI-gestütztem Studium existieren bereits. Kleine, domänenspezifische Modelle mit transparenten Trainingsdaten, etwa für Sprachanalyse oder Proteinstrukturvorhersage, liefern stabilen Nutzen, erhalten aber einen Bruchteil der Investitionen, die in große kommerzielle Modelle fließen. Weitere Links zur Episode: Blog-Artikel zum Thema Artikel zum Thema Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

Wenn Unternehmen im Krisenmodus Command & Control reaktivieren – und was dann hilft 📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon „Bei vielen heißt er schon, oh geh mir weg mit agil." - Miriam Sasse Ich habe mit Miriam Sasse darüber gesprochen, warum so viele Unternehmen gerade in alte Command-and-Control-Muster zurückfallen und ob Agilität überhaupt noch zu retten ist. Miriam nutzt Schemata aus der Notfallmedizin, um zu diagnostizieren, wo genau agile Teams und Organisationen kränkeln: Können sie noch frei atmen? Fließt die Kommunikation? Oder ersticken sie an zu vielen Methoden auf einmal? Wir sprechen über Allergien gegen das Wort "agil", über Traumamanagement in der Softwareentwicklung und warum manche Unternehmen dringend Reha statt noch mehr OKRs brauchen. 👉🏻 Hier geht es zur Verlosung Dr. Miriam Sasse ist promovierte Maschinenbauerin und zertifizierter Coach. Sie begleitet Organisationen bei agiler und digitaler Transformation - mit Fokus auf Deep-Tech-Teams und Game Design. Als TEDx-Speakerin und Autorin beschäftigt sie sich mit der Zukunft von Führung und Organisationsdesign. Sie lehrt an Hochschulen und leitet die Regionalgruppe der GPM OWL. Highlights: Unternehmen in der Krise fallen automatisch in alte Kontrollmuster zurück, weil agiles Arbeiten nie zur echten DNA wurde, sondern nur aufgesetzt war. Das ABCDE-Schema aus dem Rettungsdienst lässt sich direkt auf kränkelnde Agilität übertragen: Luftweg, Atmung, Kreislauf, Verletzung und Umfeld als Prioritätsfolge für die Diagnose. Wer zu viele agile Maßnahmen gleichzeitig einführt, verliert den Überblick über Wirkung und Wechselwirkungen, genau wie ein Arzt, der alle Medikamente auf einmal verabreicht. Der Begriff Agilität löst in vielen Teams bereits eine Abwehrreaktion aus, weshalb dieselben Konzepte unter neuen Namen wie New Work oder lernende Organisation verpackt werden. Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik