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Dienstag, 1. April 2025Der HERR schafft Recht den Unterdrückten, den Hungrigen gibt er Brot.Psalm 146,7Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.2.Korinther 9,10 Um Ausgleich bemüht seinIm alten Israel ging es natürlich zu wie wohl in allen Gesellschaften dieser Welt bis zum heutigen Tag: Es gibt immer die, die oben und die, die unten stehen; die Privilegierten und die Unterprivilegierten; die Reichen und die Armen; die Starken und die Schwachen, die Mächtigen und die Ohnmächtigen. Wir haben verschiedentlich schon gesehen, dass gesellschaftliche Missstände ein Dauerthema bei den Propheten und im Gesetz des Alten Testamentes waren. Doch ich will versuchen, konkret zu werden: Wo immer wir mit anderen Menschen zusammenleben, geht es nicht unbedingt um Unterdrückung, aber um die Frage der Durchsetzungskraft. Es gibt immer Menschen, zu deren Persönlichkeitsprofil die Dominanz gehört - was nicht gleich schon schlecht ist. Es fällt ihnen leicht und es gelingt ihnen auch, das, was sie wollen und für richtig halten, durchzusetzen. Dazu gehören auf der anderen Seite - es kann gar nicht anders sein - Menschen, die sich dem fügen, die, wenn's gut läuft, anpassungsfähig und flexibel sind. Manchmal fühlen sie sich aber eben auch "unterdrückt" und sie müssen sich ihre Nische suchen, in der sie leben können, was ihnen auf dem Herzen und was ihnen wichtig ist. Zu den Dominanten gehören auch die, die stets ihre Bedürfnisse voranstellen, artikulieren können und sie meistens auch erfüllt bekommen - meistens auf Kosten anderer, die ihre Bedürfnisse zu Gunsten der dominanteren Zeitgenossen zurückstellen müssen. Dass man dennoch in Frieden miteinander leben kann und es immer wieder zu einem "Ausgleich" kommt (2. Korinther 8,13), das ist die große Aufgabe jeder Gemeinschaft! Das Losungswort ist da, wie viele ähnlich lautenden Prophetenworte, ein Trostwort für die, die sich immer eher fügen müssen und das Beste aus dem machen müssen, was übrig bleibt und bewahrt sie davor, bitter zu werden. Gott schaut nach ihnen! In Jesus bist du gesegnet; er weiß genau, was du brauchst und fragt nach dem, was du willst.In Jesus bist du gesegnet; schau' auch du danach, dass ein Ausgleich sei und Frieden mit den Menschen, mit denen du lebst.https://www.youtube.com/watch?v=AIFGVfJHkpY

Kalenderpredigt April 25

Freitag, 28.März 2025Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird beschirmen und erretten, schonen und befreien.Jesaja 31,5Jesus sprach zu den Jüngern: Geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. Geht aber und predigt und sprecht: das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.Matthäus 10, 6-7 Vom Reich der HimmelZu Jesajas Zeiten sah sich Jerusalem ständig der Bedrohung und der Eroberungssucht der Großmächte ausgesetzt. Das Nordreich Israel war bereits den Assyrern zum Opfer gefallen. Wie tröstlich und heilsam, wie vertrauenserweckend und ermutigend sind da die Worte des "HERRN Zebaoth". Er selbst wird sich für sein Volk in die Bresche werfen, wird sein Retter und Erlöser sein. Er wird sein Volk unter seine Fittiche nehmen - so die Losung heute. Was für ein Zuspruch in bedrohter Lage! Dazu wird natürlich im Gegenzug gehören, dass Jerusalem seine Zuflucht auch wirklich beim HERRN sucht und sein Heil nicht bei den Abgöttern oder sich selbst.Was für ein schönes Bild - das Bild von den ausgebreiteten Flügeln! Du kannst es heute für dich mit in diesen Tag nehmen.Mir den Worten des heutigen Lehrtextes beginnt die große Aussendungsrede Jesu an seine Apostel, nachdem er sie namentlich berufen hatte. Der Lehrtext bringt nur die erste Hälfte; die zweite lautet: "Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus...!" Noch beschränkt sich die Sendung auf das eigene Volk, also das "Haus Israel". Mir scheint, dass die Sendung zu den "eigene Leuten", den eigenen Volksgenossen und Familienangehörigen die Schwierigere ist, schwieriger als die Sendung an die "Hecken und Zäune" und alle Welt... Hier beinhaltet die Sendung die Ansage und Proklamation der anbrechenden Gottesherrschaft, keine Lehre bloß über das Reich Gottes. Da das Reich Gottes nicht in Worten besteht, sondern in Kraft (1. Korinther 4,20), wird diese Kraft natürlich auch wirksam, wo immer es angesagt wird; daher die "mitfolgenden Zeichen", die in dem darauffolgenden Vers genannt werden. In ihnen geht übrigens das Prophetenwort aus der heutigen Losung in Erfüllung!Lass auch dir heute das Himmelreich zusprechen; auch für dich und in dir ist es "nahe herbeigekommen".Werde heil, erwache, werde rein, werde frei! In Jesus bist du gesegnet und breitet auch über dir der Allmächtige seine Fittiche.In Jesus bist du gesegnet und gesandt. Wo immer du hinkommst, dorthin bringst du auch das Himmelreich. Denn es ist in dir.https://www.youtube.com/watch?v=yo_dA7B4r-0

Samstag, 22. März 2025Es kommt die Zeit, da werde ich meinen Geist ausgießen über alle Menschen.Joel 3,1Petrus sprach: Jesus ist nun zur Rechten Gottes erhöht und hat vom Vater die verheißene Gabe, den heiligen Geist, empfangen, den er jetzt ausgegossen hat, wie ihr seht und hört.Apostelgeschichte 2,33 Ströme des HeilsMit der heutigen Losung beginnt die berühmte "Joelsweissagung". In ihr schaut der Prophet das, was wir "Endzeit" nennen, also den letzten großen Abschnitt der Heilsgeschichte, bevor Jesus wiederkommt. Sie beinhaltet die Ausgießung des Heiligen Geistes "über alles Fleisch", die Naturphänomene der Apokalypse, wie die Verwandlung der Sonne in Finsternis und des Mondes in Blut, den Anbruch des "Tages des HERRN" und die Errettung Israels. (V. 5) Auch Joel weiß noch nicht, dass er in einer einzigen Vision schaut, was sich in Wirklichkeit inzwischen über den Zeitraum von 2000 Jahren ersteckt. Den Anfang der Weissagung sah der Apostel Petrus im Pfingstsereignis erfüllt - darum beginnt er seine Pfingstpredigt auch, in der er die Joelsweissagung zitiert (Apostelgeschichte 2,17). In der Losung finden wir nun einen typischen Bestandteil alttesttamentlicher Prophetie wieder, nämlich die "Globalisierung des Heils". Das Heil unseres Gottes ist keine exklusive Gabe für das Volk Israel, wenn die Heilsgeschichte dort auch ihren geschichtlichen Anfang genommen hat. Das Heil ist wie ein Strom, der mit einer kleinen Quelle beginnt, im Laufe der Zeit zu einem mächtigen Strom heranwächst und schließlich in einem Delta mit unzählten Armen das Land durchtzieht und bewässert. So hat Gott seinen Sohn gegeben, damit "alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen" (Johannes 3,16) und Jesus wurde "Heiland der Welt" (Johannes 4,42). So ist das Heil nun für alle da, auch für dich und mich und es kommt in dem Augenblick in uns zur Wirkung, in dem wir "den Namen des HERRN anrufen, denn "Wer den Namen des HERRN anrufen wird, soll errettet werden." (V. 5) Mit diesen Worten schließt die Joelsweissagung.Der Lehrtext nun ist der gerade erwähnten Pfingstpredigt des Apostels Petrus entnommen. In ihr bezeugt der Apostel die Auferstehung von Jesus und begründet sie mit vielen Schriftzitaten; er erläutert die Himmelfahrt Christi und eben die Ausgießung des Heiligen Geistes. Damit tut er etwas ganz Wichtiges: Er predigt nicht nur allgemeine Wahrheiten und Fakten zur Heilsgeschichte, sondern deutet und ordnet das Hier und Jetzt in ihr ein. Auch das ist Prophetie: Nicht nur die Ansage der Zukunft, sondern geistliche Deutung der Gegenwart.Weil nun der Heilige Geist grundsätzlich ausgegossen ist, kannst du jederzeit beten: "Komm, Heiliger Geist und erfülle und heile mich." In Jesus bist du gesegnet und gehörst du zu denen, die "den Namen des HERRN anrufen". Gerettet sollst du werden!In Jesus bist du gesegnet und bist auch du Gefäß und fähig, den Heiligen Geist zu empfangen wie heilsames Salböl.https://www.youtube.com/watch?v=607e1bTIZmQ

Donnerstag, 20. März 2025Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.Psalm 138,3Jesus spricht: Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.Lukas 11,10 Wenn Christen betenHeute treffen wir in Losung und Gebet den Nerv dessen, was "christliches Beten" ausmacht: Es ist nicht Selbstbesinnung, Selbstgespräch oder Selbstreflexion (was, für sich genommen, auch keine schlechten Dinge sind), sondern es ist "Anrufung Gottes", genauer "Anrufung des Namens Jesus": "Wer den Namen des HERRN anrufen wird, soll gerettet werden." (Römer 10, 13) Dieses Anrufen Gottes hat, so Jesus im Lehrtext, den Charakter des Bittens, Suchens und Anklopfens. Und darin geht es vorrangig nicht um eine Sache, also die vielzitierten "Gebetsanliegen". Es geht zuerst also nicht darum, dass wir dies und jenes von Gott erbitten im Vertrauen darauf, dass er der freigebige Geber aller guten Gaben ist (was, für sich genommen, auch wieder nichts Schlechtes ist). Es geht zu allererst um Gott selbst. Wir bitten um IHN, um seine Zuwendung, Gunst und Gnade oder, wie Jesus es so treffend im Bild sagt, dass er uns "seine Tür öffnet". Was wäre das für eine Freundschaft, wenn ich meinen Freund immer nur dann aufsuchen würde, wenn ich etwas von ihm haben will und nicht, um einfach bei ihm und in seiner Nähe zu sein!Wer so betet, darf sich der Erhörung gewiss sein - das ist wirklich wunderbar und eine absolut gute Nachricht! Wer so betet darf auch erfahren was es bedeutet, an die Kraftquellen Gottes angeschlossen zu werden und mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt zu werden.Leben braucht Kraft. Und Gott ist vor allem eine Quelle der Kraft, wir würden heute vielleicht sagen: Eine Energiequelle. Ohne sie geht es nicht. In Jesus bist du gesegnet und soll der Geist des Gebetes dich neu erfüllen.In Jesus bist du gesegnet und soll die "große Kraft" dir zuströmen, die zum Leben und zum Sterben reicht.https://www.youtube.com/watch?v=KxFujBYg7K4

Mittwoch, 19. März 2025Hiob antwortete dem HERRN: Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen.Hiob 40, 3-4Paulus schreibt: Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.1.Korinther 13,12 Gott erkennenUnsere Losung heute ist die Antwort des Hiob auf die erste Rede Gottes, in der Gott sich vorstellt als Schöpfer und Urheber der belebten und unbelebten Natur. Es ist, als würde er Hiob zur Seite nehmen und ihm wie in einer Panoramaschau all das zeigen, was aus seiner Hand hervorgegangen ist. Es verschlägt Hiob die Sprache - davon spricht die Losung heute. Er kapituliert vor der Größe Gottes und fragt ganz folgerichtig: Wer bin ich schon in Hinblick auf Gottes gewaltiges Werk? Nein, Gott macht Hiob hier nicht mundtot und erschlägt ihn auch nicht mit seiner Größe. Er hilft ihm nur, die wahre Relation zu erkennen, in der er zu Gott steht und sich in richtiger Weise ins Verhältnis zu Gott zu setzen.Der Geist unserer Zeit ist, denke ich, ein Geist der Ichbezogenheit und der Selbstüberhöhung - eine ganz einfache und logische Folge des Unglaubens und der Gottlosigkeit. Fehlt der Gottesbezug, wird der Mensch sich selbst zum Gott. Welch monströse Blüten das treibt, sehen wir fortwährend. Zu einem glaubenden Mensch zu werden bedeutet dann auch, wieder "auf Normalmaß zu schrumpfen", ins Verhältnis und in Beziehung zu dem lebendigen Gott zu treten. Sich vor Gott dann auch mal klein zu fühlen und zu schweigen - das muss dann nicht die schlechteste Übung sein!Mit dem Lehrtext sind wir in den Schlussversen des berühmten "Hohelied der Liebe" angelangt. Der Apostel Paulus schaut auf die Vollendung. Unter "Erkennen" kann man zunächst durchaus die Wahrnehmung und das Begreifen der Wirklichkeit verstehen. Und da sagt Paulus schlicht: Wir nehmen immer nur in Bruchstücken wahr - alles andere zu behaupten, wäre blanke Selbstüberschätzung. Das bewahrt uns vor der Rechthaberei und davor, uns selbst als absolut zu setzen. "Erkennen" ist in der Bibel aber immer auch ein Beziehungswort - und so meint Paulus es hier auch: Wir erkennen nicht etwas, sondern immer jemanden und werden von jemandem erkannt. So ist auch das Wort "Gotteserkenntnis" gemeint. Zu ihr gehört darum immer auch die frohe Gewissheit, vor Gott wie ein aufgeschlagenes Buch zu sein und in Jesus einen Freund zu haben, der mich vollkommen versteht. In Jesus bist du gesegnet; er ist der "große Gott" und doch auch der, der zu dir auf Augenhöhe kommt.In Jesus bist du gesegnet; er kennt dich besser und ist ist mehr vertraut mit dir, als du denkst. Darum überlasse dich ihm nur vertrauensvoll.https://www.youtube.com/watch?v=WikpNB2EDjE

Dienstag, 18. März 2025HERR, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not!Jeremia 16,19Paulus schreibt: Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.2.Timotheus 1,12 Behüteter GlaubeMitten in einer seiner Gerichtspredigten steht dieses kleine Gebet des Propheten Jeremia, das wir heute in der Losung lesen. Es ist wie ein Atemholen, eine kleine Atempause mitten in einer schweren Predigt. Ja, diese Botschaften haben dem Propheten alles abverlangt, es ist, als würde er selbst mit seiner Seele durchleiden, was er da verkündigen muss. Soll eine Predigt mehr sein als ein Vortrag über ein geistliches Thema, muss sie zuerst durchs Herz des Predigers gehen, soll sie auch wirklich im Herzen des Zuhöreres ankommen. Und mit "Herz" meine ich jetzt nicht "Gefühl", sondern die Existenz. Dieses kleine Gebet nun ist ein Gebet der Vergewisserung. Es ist, als würde der Beter nach der Hand Gottes greifen. Und das ist so wichtig!Um Vergewisserung geht es auch im Lehrtext. Der Apostel Paulus spricht von Wissen, Glauben und Gewissheit. Und wie schön: Paulus ist sich sicher, dass der HERR selbst seinen Glauben und das ihm anvertraute Evangelium bewahren wird. Mit vorrückenden Lebensjahren kann schon mal die stille Frage auftauchen: Werde ich Glauben und Treue gegenüber Jesus wirklich bis zum Schluss bewahren und halten können? Glaube niemand, das mit vorrückendem Alter Glauben und Gottvertrauen leichter werden! Da kann dieses Wort des Paulus helfen und trösten: Glaube und Nachfolge sind nicht nur eine uns aufgetragene Aufgabe; sie sind auch Geschenk und ein kostbares Gut, ein Schatz, den der HERR selbst in mir und dir zu hüten weiß. Darum sei getrost! In Jesus bist du gesegnet; er ist auch deine Stärke und Kraft und deine Zuflucht in der Not!In Jesus bist du gesegnet; sei gewiss: Über dir und dem geistlichen Leben in dir wird gewacht...https://www.youtube.com/watch?v=Xmb7uc-sFng

Montag, 17. März 2025Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!Micha 7,18Maria sprach: Gott gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf.Lukas 1,54 Der leidenschaftlich engagierte GottDie heutige Losung gehört zu den Schlussversen des Michabuches. Dort finden wir auch das schöne Bild, dass Gott alle unsere Sünden "in die Tiefen des Meeres werfen wird". Man kann immer wieder der Frage begegnen, wie denn der Zorn Gottes einerseits und sein "Gefallen an Gnade" oder gar seine Liebe andererseits zusammenpassen. Hoffentlich fragen wir uns das auch in Hinblick auf uns selbst... Natürlich können wir nicht von uns auf Gott schließen. Gott ist der ganz andere. Andererseits aber doch wieder, weil wir schließlich nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind; irgendetwas an uns muss also schon auch an Gott erinnern. Für uns selbst würden wir selbstverständlich in Anspruch nehmen, dass es auf unserer Gefühlspalette nicht nur 2, sondern jede Menge Farben und Farbabstufungen gibt. Warum sollte es bei Gott anders sein? Und wenn wir schon mit Zorn auf das Böse und die Sünde in dieser Welt reagieren - sollte Gott es nicht noch in viel größerem Maße tun? Wovon Micha allerdings spricht - und das ist wahrhaft göttlich - ist, dass bei Gott die Gnade und die Barmherzigkeit immer wieder die Oberhand gewinnen und das letzte Wort haben. Während der Zorn die Sünde ahndet und bestraft, so vergibt die Gnade die Sünde. Und es scheint so, dass die Vergebung nachhaltiger und entgültiger über die Sünde triumphiert als die Strafe, weil sie die Sünde wirklich tilgt. Strafe macht nicht heil; aber die Vergebung.Im Lehrtext kommen wir von Micha zu Maria. In ihrem berühmten Lobgesang spricht sie zwar nicht direkt von Gottes Zorn, aber von seinem Einschreiten gegen die Mächtigen, die Hoffärtigen und gegen die Reichen. Sein aufhebendes und annehmendes Erbarmen hingegen gilt denen, "die ihn fürchten" und seinem Diener Israel. Der Zorn Gottes ist nicht mit blinder Wut zu verwechseln. Und er wallt immer dann auf, wenn das Leben und das Heil unter Beschuss geraten. So darfst du wissen, dass alles, was dich bedroht, was dir das Leben schwer macht, den Atem nehmen will und gegen dich ist, Gott die Zornesröte ins Gesicht treibt. Er ist schon dabei, auch um deinetwillen die Ärmel aufzurollen, um dich zu befreien "mit starker Hand und ausgerecktem Arm" (5. Mose 5,15). In Jesus bist du gesegnet; seine Gnade steht über deinem Leben, seine Vergebung wird auch dir zuteil.In Jesus bist du gesegnet und hast du stets den lebendigen Gott auf deiner Seite!https://www.youtube.com/watch?v=_IAD-2s8ggEhttps://www.youtube.com/watch?v=9i-m7KgfdIQ

Sonntag, 16. März 2025Ich sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken. Aber als du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.Psalm 30,7.8Jesus spricht: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.Johannes 16,22 Von Traurigkeit und FreudeIn der Losung heute spiegelt sich ein "Klassiker" des geistlichen Lebens: Es gibt Zeiten, in denen es "uns gut geht"; das sind Zeiten der "Sorglosigkeit", wie es in einer anderen Übersetzung heißt. Wir spüren die Gunst unseres Gottes, fühlen sein Nähe und sind uns unseres Glaubens und unserer selbst gewiss: "Sein Antlitz ruht strahlend auf mir". Dann gibt es wieder Zeiten, in denen es sich anfühlt, als würde Gott sein "Antlitz verbergen"; wir erleben seine Gegenwart nicht mehr und wir erschrecken. - Es ist wie bei kleinen Kindern: Es gibt eine Phase, da dürfen Mama oder Papa das Zimmer nicht verlassen und müssen immer im Blickfeld des Kindes sein. Andernfalls gibt's Geschrei, weil das Kind Angst bekommt und sich allein gelassen fühlt. Wenn es älter wird, lernt es: "Auch wenn ich Mama und Papa nicht sehen kann - sie sind nur nebenan im anderen Zimmer; sie sind nicht weg und haben mich nicht zurückgelassen. Es ist nur eine Frage der Zeit, dann kommen sie wieder um die Ecke. Ich kann ganz sicher und entspannt bleiben. Ich kann solange spielen oder meine kleine Welt um mich herum entdecken."Mit dem Lehrtext tauchen wir wieder in die Abschiedsreden von Jesus ein. Auch er spricht von der Traurigkeit seiner Jünger während seiner Abwesenheit - nur wenige Stunden nachdem Jesus diese Worte sprach, wurde er vor den Augen der Jünger verhaftet und abgeführt; keine 24 Stunden später lag er bereits auf dem Friedhof. Die Trauer und der Schmerz waren groß bei den Jüngern. Doch schon zwei Tage später, am Abend des Ostertages, erfüllte sich das Wort von Jesus: "Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen." (Johannes 20,20)Diese Osterfreude soll auch heute mit dir gehen: Jesus lebt! Und das heißt immer auch: Der HERR ist da! In Jesus bist du gesegnet, ganz egal, wie sehr du seine Präsenz spüren kannst oder nicht.In Jesus bist du gesegnet; auch auf deiner Traurigkeit liegt Verheißung: Sie soll sich in Freude verwandeln! (Johannes 16,20)https://www.youtube.com/watch?v=6Tr3h5Sonhc

Samstag, 15. März 2025Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird.Jesaja 62,2Wenn jemand zu Christus gehört, gehört er schon zur neuen Schöpfung. Das Alte ist vergangen, etwas Neues ist entstanden.2. Korinther 5,17 Neu werdenNun ist es ja ohnehin schon etwas ganz Kostbares, dass wir einen Gott haben, der uns bei unserem Namen nennt und z.B. sagt: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen genannt, du bist mein." (Jesaja 43,1) Doch nun sagt uns die Losung heute, dass Gott uns einen neuen Namen gibt. - Früher war es üblich, Menschen, die aus einem nichtchristlichen Hintergrund kamen, in der Taufe einen christlichen Namen, einen "neuen Namen" als Zeichen ihrer neuen Identität zu geben; gleiches geschah, wenn Christen in eine Ordensgemeinschaft eintraten. Der neue Name steht also für eine neue Zugehörigkeit und bedeutet hier: "Du gehörst zu Gott". Aber noch mehr: Eltern nennen ihre Kinder oft nicht nur mit ihrem "offiziellen" Namen, sondern haben Kosenamen für sie - Namen voller Liebe und Zärtlichkeit, die eine besondere Verbundenheit zum Ausdruck bringen. So hatte Gott z.B. für das Volk Israel den Kosenamen "Jeschurun" (5. Mose 33,26). Und König Salomo trug den Kosenamen "Jedidja" (2. Samuel 12,25). Spüre dem gerne einmal nach, wie unser Vater im Himmel sagt, wenn er dich ruft...Von dem Wunder der Neuwerdung spricht der Apostel Paulus im heutigen Lehrtext - einem Klassiker.Vor der letzten Revision der Lutherbibel stand dort noch: "...siehe, es ist alles neu geworden!" Das hat ganzen Generationen von Christen die Schweißperlen auf die Stirn und in die Anfechtung getrieben! Ja, wir sind schon Kinder Gottes und gehören schon ganz zur neuen Schöpfung und zu Gottes neuer Welt. Doch diese wunderbare geistliche Wahrheit wird prozesshaft und sozusagen scheibchenweise zu einer erfahrbaren Realität. Es ist ein beständiges Werden dessen, was wir sind. Erst unser Tod wird für uns zum Eingang in diese unsere göttliche Realität werden. Erst dann heißt es: "Alles neu!" (Offenbarung 21, 5) Wie wunderbar! In Jesus bist du gesegnet. Auch du bist vom Vater gemeint und genannt. Er vertut sich nicht mit deinem Namen und vergisst ihn niemals.In Jesus bist du gesegnet. Sei getrost: Das Alte, das dich plagen will, ich für Gott wirklich Schnee von gestern; Neues hat bereits begonnen - siehst du es denn nicht? (Jesaja 43,19)https://www.youtube.com/watch?v=alJOStsdw3s