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Im Gespräch mit der Autorin Judith Kessler und dem Chansonnier Enno Kraus Hitlers Hit-Schreiber, Zarah Leanders engster Vertrauter – und trotzdem wegen seiner Homosexualität im Visier des NS-Regimes? – In dieser Episode spricht Marc Lippuner mit der Autorin Judith Kessler und dem Chansonsänger Enno Kraus über das bewegte Leben des Songschreibers Bruno Balz, dessen Lieder, darunter „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n“, „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“ und „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“, weitaus bekannter sind als er selbst. Für ihr Buch „Kann denn Liebe Sünde sein? Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz“ hat Judith Kessler akribisch recherchiert, zahlreiche Ungereimtheiten in den Erzählungen über das Leben des in Berlin geborenen Künstlers aufgetan und infolgedessen Balz' Biografie an vielen Stellen neu geschrieben. Gemeinsam mit Enno Kraus entwickelte sie zudem ein Bühnenprogramm, in dem die Mythen charmant entlarvt werden, das aber auch zeigt, warum Bruno Balz' Schlager bis heute unvergessen sind. Weiterführende Links Zum Buch von Judith Kessler – Kann denn Liebe Sünde sein? Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz Website von Enno-Kraus Wikipedia-Eintrag über Bruno Balz

im Gespräch mit dem Autor Felix Haß In seinem neuen Roman "Guten Morgen, Berlin" führt Felix Haß seine Leserinnen und Leser in das Berlin der frühen 90er: Eine Stadt im Aufbruch, zwei Neuberliner ebenso. Als in der ehemaligen Mauerstadt ein junger Wessi auf einen jungen Ossi trifft, beginnt eine Geschichte voller Widersprüche und Entdeckungslust. Marc Lippuner spricht mit dem Autor über seine Anfänge als Filmemacher und die Entscheidung doch lieber Krimis zu schreiben, wenngleich das neue Buch eher ein Liebesroman ist.

Im Gespräch mit dem Feldforscher Hans Greiner In der 115. Folge seines Berlin-Kultur-Podcasts trifft Marc Lippuner einen ungewöhnlichen Spurensucher: Hans Greiner, der sich selbst Elohans nennt, dokumentiert Kriegsspuren im Berliner Straßenbild – von Einschusslöchern in Hauswänden bis hin zu Frakturen im Straßenpflaster. Welche Erkenntnisse lassen sich aus den beschädigten Steinen herauslesen? Wie werden die Berliner Gehwegplatten zu Zeugnissen der Geschichte – und warum werden sie eigentlich Schweinebäuche genannt? Hans Greiner erzählt, was ihn antreibt, wie ihn sein Weg vom Ingenieur zum akribischen Feldforscher führte, warum ihn die Suche nach den noch sichtbaren Spuren des Zweiten Weltkriegs im Berliner Straßenland nicht mehr loslässt und wie aus einem scheinbaren Hobby eine Mission wurde. und was andere aus seiner Arbeit machen könnten. Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Blick nach unten. Website von Hans Greiner mit den dokumentierten Kriegsspuren: www.elohans.selfhost.co Der Artikel von Armin Fuhrer in der Berliner Zeitung vom 23. August 2025: Auf Spurensuche in Berlin. Der Mann, der mit den Steinen redet

Acht Berlin-Bücher aus acht Verlagen Vom 27. bis 30. März 2025 fand die Leipziger Buchmesse statt. Marc Lippuner war dort und hat acht Buchtipps aus acht Verlagen eingesammelt. Margaret Goldsmith: Good-bye für heute. Aus dem Englischen von Eckhard Gruber. AvivA Verlag 2025 Marcus Gruber: Kiek ma eena an. So quatscht Berlin. Mit einem Text von Hans Ostwald. Favoritenpresse 2025 Traudl Kupfer: Berlin 1945. Trümmer und Neubeginn. BeBra Verlag 2025 Marie-Louise Monrad Møller: Schlaf. Ein literarischer Essay. Kein Heft über Träume. Mit Druckgrafiken von Enikő Katalin Eged. Maro Verlag 2025 Hanno Rinke: Über Leben. Was bleibt und was nicht. Erinnerungen. Mitteldeutscher Verlag 2024 Jaques Schuster: Im raschelnden Laub der Vergangenheit. Der Jüdische Friedhof in der Schönhauser Allee in Berlin. Ein literarischer Spaziergang. Mit Fotografien von Marlene Gawrisch. Hentrich & Hentrich 2025 Michael Sollorz: Abel und Joe. Albino Verlag 2024 Mark Spörrle: Der Maulwurf. Heyne Verlag 2025

Im Gespräch mit Dr. Christine Glauning Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide macht seit 2006 das lange ausgeblendete Schicksal der über 26 Millionen Männer, Frauen und Kinder sichtbar, die während des Zweiten Weltkriegs durch das NS-Regime als Zwangsarbeiter:innen ausgebeutet wurden. Marc Lippuner spricht mit Dr. Christine Glauning, der Leiterin der Gedenkstätte über die Definition von Zwangsarbeit damals und heute, über den Alltag im Lager, über einzelne Schicksale, die vergessene Befreiung, die Nachnutzung und die Notwendigkeit, das Thema Zwangsarbeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit befindet sich in der Britzer Straße 5 in 12439 Berlin-Schöneweide. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10-18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen: www.ns-zwangsarbeit.de

Im Gespräch mit dem Entertainer Bert Beel Anlässlich seines 80. Geburtstags spricht Marc Lippuner mit dem Entertainer, Sänger und Moderator Bert Beel, gemeinsam blicken sie schlaglichtartig auf die Karriere des Jubilars zurück, die ihn in die ZDF-Hitparade, auf Kreuzfahrtschiffe und – für einen Westberliner alles andere als selbstverständlich – regelmäßig in die DDR führte. Ein Gespräch über unerwartete Begegnungen und verpasste Chancen.

Im Gespräch mit dem Journalisten Armin Fuhrer Anita Berber (1899-1928) zählt sicher zu den schillerndsten Figuren der wilden 20er-Jahre. Mit ihren hüllenlosen Auftritten provozierte sie schon als Teenager die gutbürgerliche Gesellschaft. Ihre Sehnsucht, als ernsthafte Künstlerin anerkannt zu werden, erfüllte sich nicht, weil das Publikum in den Kabaretts und Varietés, in denen sie auftrat, an der Kunst weit weniger Interesse hatte als an dem nackten Körper der Tänzerin. Und so lebte sie von der Provokation: Kokain- und alkoholabhängig prügelte sie sich mit Kritikern auf offener Bühne, bestahl Gäste, die ihre Aufführungen besuchten, lief nur mit einem Pelzmantel bekleidet, unter dem sie nichts trug, durch Berlin. Sie zählt zu den meistporträtierten Künstlerinnen ihrer Zeit, Otto Dix’ Gemälde der Berber als abgelebte Frau in rotem Kleid zählt zu den Ikonen der Neuen Sachlichkeit und trug sicherlich dazu bei, dass sie heute nicht vergessen ist. – Marc Lippuner spricht mit dem Journalisten Armin Fuhrer, der in seinem neuen Buch "Sextropolis. Anita Berber und das wilde Berlin der Zwanzigerjahre" das kurze, skandalumwitterte Leben der Femme fatale im Kontext ihrer Zeit einordnet: Wo sonst, als im Berlin der frühen Weimarer Republik, wäre eine solche Karriere möglich gewesen?

Im Gespräch mit dem Verleger Till Kaposty-Bliss 1924 erschien die erste Ausgabe der kleinformatigen Illustrierten "Das Magazin" in Berlin. Mit Till Kaposty-Bliss, einem der beiden derzeitigen Herausgeber des monatlich erscheinenden Heftes, spricht Marc Lippuner über die 100-jährige Geschichte des Unterhaltungsmagazins, die von Höhen und Tiefen geprägt war.

Empfehlungen aus acht Verlagen Marc Lippuner war auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und hat sieben Berlin-Buchtipps aus sieben Verlagen eingesammelt und sich darüber hinaus einen in Berlin abgeholt Rainer Wieland stellt die Anthologie "Blitz aus heiterem Himmel", herausgegeben von Edith Anderson vor. Ein Kultbuch der emanzipatorischen Literatur: Jetzt wiederentdeckt und in der Anderen Bibliothek erschienen. Andreas Krauß vom Aufbau Verlag empfiehlt die aus Briefen destillierte Autobiografie Emilie Fontanes vor: "Dichterfrauen sind immer so". Annette Schüren hat das schmale, reich bebilderte Bändchen "Babylon Berlin. Weimar heute - ein Kaleidoskop" von Leonardo Quaresima (übersetzt von Beate Baumann) ausgewählt. Roman Pliske vom Mitteldeutschen Verlag hat sich für Gisela Höhnes Biografie "Dann mit RambaZamba" entschieden. Nora Pester von Hentrich & Hentrich empfiehlt "Queere jüdische Gedichte und Geschichten in homosexuellen Zeitschriften zwischen 1900 und 1932", herausgegeben von Janin Afken und Liesa Hillmann. Aus dem Programm der Verlagsgruppe Penguin Random legt Stefan Mödritscher Euch Oliver Hilmes Buch "Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe" ans Herz. Kristine Listau empfiehlt Olga Benarios Bestandsaufnahme "Berliner Kommunistische Jugend". 1929 in russischer Übersetzung erschienen, liegt der Text, da das Originalmanuskript verloren gegangen ist, nun erstmals auf Deutsch vor. André Förster stellt den Text-Bild-Band "Das Romanische Café im Berlin der 1920er-Jahre" vor, der die vielbeachtete Ausstellung im Europa-Center ergänzt.

Empfehlungen aus zehn Verlagen Marc Lippuner war auf der Leipziger Buchmesse unterwegs und hat zehn Berlin-Buchtipps aus zehn Verlagen eingesammelt. Nora Pester von Hentrich & Hentrich empfiehlt "Magnus. Ein Jugendroman" von Oliver Bieber. Roman Pliske vom Mitteldeutschen Verlag stellt den Ausstellungskatalog "Gemeinsam sind wir unerträglich" vor, den Ulrike Rothe und Rebecca Hernandez Garcia herausgegeben haben. Aus dem Programm des Be.bra Verlags hat Elisabeth Silberbach "Es ist einmal. Ostdeutsche Großeltern und ihre Enkel im Gespräch" ausgewählt. Hanno Hochmuths topografische Zeitreise "Berlin. Das Rom der Zeitgeschichte" stellt Andreas Krauß von den Aufbau Verlagen vor. Christian Lütjens spricht über den Bildband "From the Heart of Berlin" des Fotografen Daniel Harders (Salzgeber). 14 Illustratorinnen zeigen in "Future is …", erschienen bei Carlsen, wie sie sich das Leben in 100 Jahren vorstellen. Katia Fouquet erzählt, was sie sich gedacht hat. "Dopamin & Pseudoretten" von Varina Walenda ist der Berlinbuchtipp von Sven Hassel von V&Q. Der Autor Volker Surmann stellt sein Jugendbuch "Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit" vor, das bei mixtvision erschienen ist. Britta Jürgs vom AvivA-Verlag hat Alice Berends "Die Bräutigame der Babette Bomberling" ausgesucht. Last but not least: Stefan Mödritscher von der Verlagsgruppe Penguin Random House stellt Nilufar Karkhiran Khozanis Roman "Terafik" vor.