
Hosted by Esel Müller und Teddy Krzysteczko · DE

Esel und Teddy sind unzufrieden. Die Downloadzahlen ihres Podcasts stürzen ab – doch woran liegt das? Sind sie zu alt geworden, oder gehen ihnen einfach die Ideen aus? Die beiden beschließen kurzerhand, sich neu zu erfinden und ganz frisch durchzustarten. Zwischen großen Ambitionen, verletzten Eitelkeiten und wachsenden Missverständnissen verlieren sie jedoch aus den Augen, wofür sie einmal angetreten sind. Erst ein gekonnter Blick von außen hilft ihnen zu erkennen, was es im Leben wirklich braucht. Diese Episode wurde am 11. April 2026 auf dem Podstock-Festival live vor Publikum im Atrium des JFZ am Dümmer See aufgezeichnet. Vielen Dank, Leni – einfach für alles! Vielen Dank, Jan – für die Anmoderation und vor allem dafür, dass du den Sound für uns gerettet hast. Vielen Dank, Podstock – Orga, Technik, Zuhörer*innen; wir hätten uns keinen anderen (oder gar besseren) Ort vorstellen können, um live vor Publikum zu singen. Vielen Dank, Udo – für den Podcastpreis auf Papier. Die Musik der sechs Songs hat Suno für uns komponiert. In der kommenden Episode werden wir zu dritt über den Weg berichten, den wir bis zum Auftritt genommen haben. Das funktioniert [Teddy] Warum denn nicht, stell‘ dir mal vor Wir zwei, mit Herz und viel Gefühl Dazu ’ne sanfte Melodie Da braucht es sonst gar nicht viel Ich glaub‘ fest daran, dass das was werden kann Ich glaub‘, wir sind dafür gemacht Ich kann es schon sehen, wie wir abgehen Ganz oben in den Top Zehn [Esel] Ich glaub nicht, dass das funktioniert Dafür muss man doch singen können Das haben wir doch schon mal probiert Und das ist mir immer noch pei-ei-einlich Ja, das – war pei-ei-einlich [Teddy] Du triffst die Töne nicht, na und Das ist doch schon dein eigener Stil Umarme mal den falschen Ton Den triffst du jedes Mal stabil [Esel & Teddy] Peinlich ist es nicht, wenn es ehrlich ist Und uns Hörer*innen bringt Und wir glauben schon, schauen wir uns um Alle wollen, dass wir singen Wir glauben, dass das funktioniert Auch wenn wir gar nicht singen können Wir wollen endlich mal was Neues riskieren Die Downloads werden ex-ex-plo-plo-dieren Ja, wir glauben, dass das funktioniert Auch wenn wir gar nicht singen können Wir wollen endlich mal was Neues riskieren Die Downloads werden ex-ex-plo-plo-dieren [Teddy] Wir wollten doch nie leise sein [Esel] Wir wollten doch, dass man uns hört [Teddy] Statt zu labern, singen wir [Esel] Wir sind doch gemacht dafür [Esel & Teddy] Peinlich ist es nicht, wenn es ehrlich ist Und uns Hörer*innen bringt Und wir glauben schon, schauen wir uns um Alle wollen, dass wir singen. Wir glauben, dass das funktioniert Einfach Augen zu und durchmarschiert Unsere Stimmen sind zwar untrainiert Doch wir zweifeln nicht, wir zieh’n das durch Lassen alle Zweifel hinter uns Was wir tun, ist größer als die Angst Wir zweifeln nicht, wir zieh’n das durch Ja, wir zieh’n das durch Über Geschichte [Esel] Gut. Dann machen wir das jetzt so. Wir ziehen das durch. Wenn man etwas ehrlich meint, ist es ja nicht peinlich. Das haben wir gesagt. Also … Teddy hat das gesagt. Und ich hab‘ zugestimmt. Gesungen sogar. Wir haben gesungen! Und wenn ich schon singe, dann darf ich wohl auch endlich mal das machen, was ich wirklich will. Ich fühl mich auf einmal so frei So frei wie nie zuvor Das war doch immer schon mein Traum Ich bin ganz sachlich, ganz bei mir Vielleicht ist das jetzt die Gelegenheit Endlich zu sein, wer ich bin Ich will den Podcast für die Ewigkeit Ich glaub‘, ich weiß jetzt, was ich will Ich will singen über Geschichte Bei Teddy darf ich das ja nie Und über Wittgenstein und Nietzsche Vielleicht auch Sprechakttheorie. Ich seh schon, wie ihr leise lauscht Und denkt, was für ein schlauer Mann Euch fragt, vom Wissen ganz berauscht Was ich wohl sonst noch alles kann Das kriege ich ohne Teddy hin Weil ich dazu befähigt bin Weil mich ja keiner besser kennt Bin ich mein bester Assistent. Ich will singen über Geschichte Bei Teddy darf ich das ja nie Und über Wittgenstein und Nietzsche Vielleicht auch Sprechakttheorie Jahreszahlen, Daten, Fakten Texte, Titel, Traditionen Denkmodelle, Grundannahmen Kluge Klassifikationen Stundenlange Monologe Mythologien und Legenden Römer, Griechen und Mongolen Wissen nonstop, ohne Ende Ich will singen über Geschichte Begriffe ordnen, definieren Den Teddy brauch‘ ich dazu nicht Er kann den Feed ja abonnieren Handylampen an [Teddy] Ich höre draußen Stimmen Die Menge ist schon laut Gleich geht’s raus, volles Haus Kein Esel hier, der das versaut Ich muss auf die Bühne Die Leuts wollen den Bär Fans und Groupies, Lampen an Ich will jetzt mehr, mehr, immer mehr Ich hab‘ so lange nur ins Leere geredet Jetzt steh‘ ich hier, jetzt wird es hell Ich mach euch an, ihr macht mich an Ihr macht die Handylampen an Fette Show und Lichtermeer Wenn nicht ich, ja dann denn wer? Ohoho 20.000 Tickets Alles wegen mir Oder meinetwegen Sprache ist mein Elixier Tourstart auf Mallorca Die Welt dreht sich so schnell Hobby-Podcast, weg damit Ich bin Bühne, Gott, Rebell On Air im Keller ist jetzt endlich vorbei Ich will im Spot hier vorne sein Ich mach euch an, ihr macht mich an Ihr macht die Handylampen an Fette Show und Lichtermeer Wenn nicht ich, ja dann denn wer? Ohoho Zweimal bitte schneiden, so ein Quatsch Das ist vorbei, ich will im Rampenlicht leuchten Ich mach euch an, ihr macht mich an Ihr macht die Handylampen an Fette Show und Lichtermeer Wenn nicht ich, ja dann denn wer? Ich mach euch an, ihr macht mich an Ihr macht die Handylampen an Fette Show und Lichtermeer Wenn nicht ich, ja dann denn wer? Du hörst mir nicht zu [Esel] Ich will erzählen, warum die Welt sich so entwickelt hat und heute ist, so wie sie ist [Teddy] Ich will erleben, wie eine Halle voller Fans meine Songs singt und feiert [Esel] Ich vertraue auf Fakten, die wichtiger sind als billige Zeilen, weil sie uns Sicherheit bescheren [Teddy] Ich vertraue auf Momente, in denen tosender Applaus einfach alles zum Guten verändern kann [Esel & Teddy] Du hörst mich nicht, du hörst mir nicht zu Oder spreche ich dir einfach viel zu flott Du hörst mich nicht, du hörst mir nicht zu Oder spreche ich dir immer noch zu fast [Esel] Ich liebe es, wenn alle klüger sind als gestern und nicht mit heiserer Stimme nach Hause gehen [Teddy] Ich liebe es, wenn alle Augen leuchten, weil ich den Alltag ein bisschen erleichtert hab‘ [Esel] Ich habe Angst, dass uns beim Größerwerden das Warum verloren geht [Teddy] Ich habe Angst, dass beim Vortragen von Zahlen, Daten und Fakten, das, was uns immer ausgemacht hat, nämlich der Spaß auf der Strecke bleibt [Esel & Teddy] Du hörst mich nicht, du hörst mir nicht zu Oder spreche ich dir einfach viel zu flott Du hörst mich nicht, du hörst mir nicht zu Oder spreche ich dir immer noch zu fast [Esel] Sag mir, hörst du mich noch [Teddy] Sag mir, verstehst du mich [Esel & Teddy] Wir hören uns nicht, wir hören uns nicht zu Esel und Teddy, schlechtere gibt es nicht Wir hören uns nicht, wir hören uns nicht zu [Teddy] Esel M. und Teddy K. sind ein getrenntes Paar Was ihr habt [Leni] Esel, Teddy, ich hab euch die ganze Zeit zugehört, jetzt hört ihr mir mal zu. Ihr schaut die ganze Zeit nach vorne. Redet über Zahlen und Lampen. Über das, was euch fehlt. Und nach hinten. Auf das, was war. Aber manchmal … muss man auch ins Jetzt schauen. Auf das, was ihr habt. Ihr seht nur das, was ihr wollt Und jagt nach Klicks und nach Applaus Schaut nur auf das, was ihr nicht habt Auf die Lücken, nicht das Lachen Ihr denkt, es fehlt euch noch ein Stück Noch ein Plan, noch ein Beweis Habt ihr denn vergessen, seht ihr nicht Was ihr gerade seid, was ihr schon habt [Esel & Teddy] Wie meinst du das denn? [Leni] Schaut, was ihr habt, nicht nur, was ihr wollt Schaut, wer ihr seid, nicht nur, wer ihr wärt Zwischen Liebe und Blödsinn Liegt doch euer ganzes Herz Und genau das ist es Was hier wirklich zählt [Esel] Liebe … [Teddy] Und Blödsinn … [Esel] Ja, das sind wir, das stimmt schon. [Leni] Ihr macht aus Nichts ein großes Ding Aus Quatsch ein kleines Zuhause Ihr stolpert durch die Themenwelt Und n...

Liebe Liebe,deine Schrift ist mir unbekannt.Dieser Abstand, dieser Abstand,er schmerzetund ist mir doch zugleich Arznei wider die Angst.Dieser Augenblick bei dir,tief in meine Seele eingeprägt.Ich wäre gerne ein Ganglehrer,doch, bei Gott, ich bin es nicht.Der Briefwechsel begann.Du erzähltest von dem Entwurf deines Lebens.Nunmehr blick ich durch den Tageleuchter,blicke auf den Gesichtsendigerund weiß,dass es dahinter weitergehe,doch sehen kann ich nicht,wie und wo.Oder liegt allda das Nirgendland?Diese Leidenschaft,war sie Leidenschaftoder Sehnsucht?Du warst wie ein Liebesstein.Das Lustgetöne,so viele Überschneidungen im Lustgetöne, das wir mögendies mag nicht Zufall allein sein.Oder bergen wir uns hinter Mummgesichtern?Deine Mundart,nuff und nunna könnt ich’s hören.Verliebtsein ist Scheidekunst im Körper,durch und durch.Es könnte der Grundstein seinfür ein Schloß,eine Burg,für eine Kutsche, darinnen Bett und Küche.Verfasser dieser Zeilen bin ich nun.Die Zeitblicke vergehen,ich schaue ihnen nach,zähle sie.Was aber ist deine Zeugemutter? (Phillip von Zesen an Maria Becker, 1672) Die Idee für diese Episode lieferte Ali Hackalife in Auch interessant. Zu erratende Begriffe (Achtung, Spoiler!): Allbegriff (entspr. Kosmos) Entgliederkunst (Anatomie) Gesichtsendiger (Horizont) Heilandin (Ärztin) Liebesstein (Magnet) Lustgetöne (entspr. Musik) Meuchelpuffer (Pistole) Nirgendland (Utopia) Obererzvater (Papst) Prunktücher (Teppiche) Schauburg (Theater) Scheidezeichen (Komma) Schiffhalter (Anker) Schweisslöcher (Poren) Tageleuchter (Fenster) weltselig (politisch) Wohllebenskunst (Hygiene) Wortgepränge (Komplimente) Zeitblick (Minute) Zeugemutter (Natur)

Teddy Paella kommt natürlich gar nicht aus Spanien, er kommt aus Ulmenhorst, einem kleinen Städtchen in Niedersachen. Aber das ist seinen Fans egal. Sie lieben ihn. Heute steht er auf, greift zur Zahnbürste und putzt sich die Zähne mit dem Gesichtsausdruck eines Mannes, der später wieder „Handylampen an“ in ein Mikrofon hauen wird. Noch schnell auf Klo, dann zündet er sicherheitshalber noch ein Streichholz an, damit sein Mitbewohner nichts merkt. Er packt einen Stapel mit Papieren, seine Setlist, lose Zettel, notdürftig mit einer Büroklammer zusammengeheftet. Dann macht er sich ein alkoholfreies Bier mit einem Kronkorken auf, zieht geschniegelt den Reißverschluss seiner Hose hoch und klappt das Revers seines glänzenden Sackos um. In der Küche holt er einen Kaffeefilter aus dem Schrank, entscheidet sich dann aber doch für Kamillentee im Teebeutel. Wegen des Magens. (Er würde nie „wegen dem Magen“ sagen, Sprache ist sowas wie sein Elixier.) Mit dem Kugelschreiber kritzelt er letzte Änderungen in seine Lyrics: „hier Hüfte“, „hier Augen zu“, „hier lasziv ins Publikum zeigen“. Dann macht er seine Schuhe mit Klettverschluss zu, weil Leidenschaft gut ist, aber Bücken schlecht. Zum Schluss klebt er noch ein paar Post-its an seine Liedtexte: „Sonnenbrille auf“, „Olé rufen“, „bedeutungsvoll schweigen“. Und dann fährt Teddy Paella los, der Mann, der klingt wie Benidorm und aussieht wie Ulmenhorst in Pink. Heute wird er es wieder mal sein, alles in einer Person: Bühne, Gott, Rebell.

Es war ein milder Tag, nicht mehr Winter und noch nicht ganz Frühling, einer dieser Tage, die vor Freundlichkeit strotzen, in einer freundlich übertriebenen Art, an denen selbst ein stiller See aus ehemaligem Tagebau eine Bedeutungsschwere bekommt. Über dem Wasser lag Ruhe, über der Landschaft ein besänftigender Ernst. Zwei Herren, seit Jahren in eigentümlicher Freundschaft verbunden, gingen dort spazieren. Sie waren Flaneure, Menschen, denen nicht das Ziel wichtig ist, sondern das Gehen, Schauen und Sprechen. Dass sie dabei nackt waren, verlieh dem Ganzen nichts Anstößiges, sondern eher etwas Unschuldiges, Absonderliches , als wollten sie erproben, wie wenig es braucht, um sich einer Landschaft verbunden zu fühlen. Während sie am Ufer entlangschritten, sprachen sie über Seen und Inseln, über Urlaubstypen, Wind und darüber, wie nah einem ein Ort kommen kann, den man vorher kaum kannte. Aus Scherz wurde Nachdenklichkeit, aus einem kleinen Ratespiel beinahe eine Erkenntnis. Schließlich blieben sie stehen und blickten aufs Wasser. Der See war nicht großartig, aber von jener stillen Art Schönheit, die keinen Eindruck machen will und gerade deshalb eindrucksvoll ist. Und vielleicht, so dachten sie, ist Freundschaft am Ende nichts anderes, als gemeinsam um einen See zu gehen, nackt womöglich, und für einen Augenblick zu glauben, das sei eine große Reise. Karte

Es schienen so golden die Sterne,Am Fenster ich einsam standUnd sah aus weiter FerneDie Bilder im stillen Land. Das Herz mir im Leibe entbrennte,Da hab’ ich mir heimlich gedacht:Ach, wer doch mitreisen könnteIn der prächtigen Frühlingsnacht! Zwei gute Gesellen gingenVorüber am Bildschirmrand,Ich hörte im Klicken sie singenDie stille Gegend entlang: Von schwindelnden Straßenschluchten,Wo Lampen leuchten bei Nacht,Von Webcams, die aus den FernenUns zeigen die Welt in Pracht. Sie sangen von Inselgestaden,Von Bergen im Dämmerschein,Von Städten, die über dem WasserIm flimmernden Dunkel sein, Wo Menschen am Fenster lauschen,Wann neuer ein Livestream erwacht,Und Straßen und Plätze rauschenIn der prächtigen Frühlingsnacht. Abbey Road Tokyo Loch Ness Feuerland Titicacasee Alaska Meckenheim Hawaii Osterinsel New York

Neunzehn Jahre. Es ist eine dieser Zahlen, die man ansieht und sofort wieder vergisst, weil sie unmöglich richtig sein kann. Als hätte jemand die Zeit unbemerkt gefaltet. Die Jahre mit Teddy kommen mir nicht vor wie eine Strecke, eher wie ein Zustand: ein langer, heller Durchzug aus Unsinn, Treue und sehr speziellen Gedanken. Und nun stehe ich in dieser stillen Ladenpassage, in der alles ein wenig aufgeladen wirkt, als hielte die Welt selbst den Atem an vor diesem 19-jährigen Jubiläum. Links das Partygeschäft mit seinem übermütigen Kitsch aus Ballons, Kerzen und Dingen, die für einen Abend gemacht sind und dann für immer in Erinnerung bleiben. Daneben der Bäcker, warm, golden, leicht erschöpft, als hätte auch er all die Jahre mitgezählt. Weiter der Blumenladen, kühl und feierlich, voller Sträuße, Vasen und jener schönen Vergänglichkeit, die immer so tut, als sei sie nur Dekoration. Irgendwo glänzen Flaschen im Getränkeladen hinter verschlossenen Dingen, und im Musikgeschäft scheint selbst das Schweigen auf etwas zu warten. Alles ist vertraut und zugleich seltsam entrückt, als läge über den Geschäften ein Rätsel, das nur heute sichtbar wird. Ich gehe durch diese kleine Welt mit echter Vorfreude und einer Dankbarkeit, die sich kaum verbergen lässt. Denn hinter der Glasfront ist Teddy, und endlich will ich zu ihm. Man spürt, dass hier nichts zufällig platziert wurde. Jedes Schaufenster, jede Tür, jeder Laden scheint ein leises Geheimnis zu kennen. Ein Bäcker bewahrt mehr als Backwaren, ein Blumenladen mehr als Blüten, und selbst die unscheinbarsten Gegenstände wirken, als hätten sie auf diesen Tag gewartet. Vielleicht ist das das Merkwürdige an neunzehn Jahren: dass sie im Rückblick wie im Flug vergangen sind und trotzdem überall Spuren hinterlassen haben. In Räumen. In Stimmen. In Blicken durch Glas. Und in dieser freudigen Gewissheit, dass hinter all dem Teddy wartet. Hier zum Nachspielen der Link zum Spiel (Runterladen, Zip entpacken, Hinweistext lesen, index.html anklicken).

Manches hat man verdrängt. Anderes haben sich bloß die anderen ausgedacht. Konsequenzen gibt’s gratis dazu. Vielen Dank an Felo für die Idee zu dieser Folge und für die sehr netten Worte unten in den Kommentaren. Wir freuen uns sehr, wenn wir ein kleines bisschen Mitschuld an einer Podcast-Laufbahn tragen, die am Ende sogar in einer Nabel-Show mündete. Schaut unbedingt mal bei Felo rein: Die Nabel-Show.

Teddy fand den Kassettenrekorder auf dem Dachboden und drückte natürlich sofort auf die Rückspultaste. Klack. Schon standen Esel und Teddy 1989 in der Prager Botschaft, mitten in einer aufgeregten Menge. Teddy hielt einen Zettel in der Hand; woher der gekommen war, wusste er nicht. Der Auftrag war eindeutig: Menge beruhigen, damit Genschers ganze Rede hörbar bleibt. Ausreise nicht genehmigt! Dann trat ein Mann auf den Balkon. „Ist das Genscher?“, fragte Teddy. Esel musterte ihn. „Nee. Genscher ist dicker.“ „Oder mit Bart.“ „Wo sind wir hier überhaupt? Und wann? Wer sind die Menschen hier alle?“ Der Mann begann zu sprechen. Unten wurde es still. „Wir sind heute zu Ihnen gekommen …“ „Oh“, sagte Teddy. „Das kommt mir bekannt vor, das ist doch Kennedy.“ „Nein, ich glaube, das ist ein Konzert, das ist David Hasselhoff.“ „… um Ihnen mitzuteilen …“, setzte der Mann am Balkon fort. Hinten verstand man nichts, vorne wurde schon gezappelt. Um die Menge zu beruhigen, rief Teddy im gleichen Moment, als der Mann das Wort „Ausreise“ sagte: „Seid mal ruhig, das ist David Hasselhoff!“ Und sofort brach Jubel los. Dass die Ausreise eben nicht genehmigt war, hat nie jemand erfahren.

Es wird nasal. Weil Toby sich im Rahmen unserer Aktion „Episodenpaten mit Spendenspaten“ für diese Folge gewünscht hat, dass Esel einen Nasenabdruck von Teddy macht, bekommt ihr in dieser Folge eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man sowas macht. Ein kleiner DIY-Dokumentarfilm in Podcastform. Vom Abformen der Nase mit Silikon bis zur glitzerblauen Kunstnase. Wenn ihr selbst noch Episodenpate oder Episodenpatin werden und dabei gleichzeitig die Baumspendenaktion unterstützen möchte, könnt ihr das hier tun:Zur Spendenaktion. EPISODENPATE DIESER FOLGE Toby Vielen Dank für deine Unterstützung! Mehr Infos

Wenn ich sterbe komm ich in die Hölle,drum genieß ich es noch hier in Kölle. Wohnt ich im Norden, dann wär ich ein Schäfer,Und trünke dazu oft ein Jefer. Doch eigentlich wär das nicht so mein Ding,dann lebte ich lieber in Reading. Vielleicht wär ich da dann ein Schuster, äß mein Hähnchen immer mit Worcester. Ist am Ende der Theo dann futsch,fahr ich halt alleine nach Łódź. Oder ich riskiere ’nen Hörschaden, dann müsste ich nur nach Saoirse gehn. Paris Barcelona Nizza Köln Prag Budapest Bad Oeynhausen Jever Legden Troisdorf Seoul Reading Arkansas Edinburgh Worcester Kirkwall La Jolla Oaxaca Tiflis Guangzhou Szczecin Łódź Saoirse