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Christoph Chorherr begrüßt Ute Fragner von der Sargfabrik und Michael Kerbler von Gleis 21 zum dritten Teil der Serie über die Zukunft der Demokratie, diesmal mit Fokus auf Baugruppen als Orte intensiven demokratischen Lernens. Die Gäste schildern, wie ihre Projekte entstanden sind – von frühen Planungsphasen und mutigen Kaufentscheidungen über spezielle Eigentums- und Fördermodelle bis hin zu internen Verträgen, Sozialfonds und Nutzungsrechten, die Spekulation verhindern und Leistbarkeit sichern. An konkreten Beispielen wie Wohnungsvergabe, Solifonds, Flüchtlingswohnungen, gemeinschaftlicher Arbeitspflicht und der Neufassung eines internen „Verfassungsvertrags“ wird deutlich, wie konfliktreiche, aber tragfähige Entscheidungen in großen Gruppen getroffen werden. Ute Fragner beschreibt, wie die Sargfabrik mit über 250 Bewohner:innen Konflikte unterscheidet – manche lösbar, andere nur „managebar“ – und warum es manchmal zwei Jahre intensiver, moderierter Debatte braucht, um 90 Prozent Zustimmung für eine Reform zu erreichen. Michael Kerbler erzählt, wie Gleis 21 mit soziokratischen Elementen, Arbeitsgruppen, moderierten Konfliktverfahren und gemeinschaftlichen Räumen am Dach während Covid zur Nagelprobe für Solidarität, Nachbarschaftshilfe und Zusammenhalt wurde. Beide betonen die Bedeutung von Offenheit nach außen: Kulturprogramme, Musikschule, Wochenmarkt, Verein „Lebenswertes Matznerviertel“, Nachbarschaftsbibliothek und Kooperation mit der Diakonie machen die Projekte zu Impulsgebern für das Grätzel und für Integration. Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um die Übertragbarkeit dieser Erfahrungen: demokratische Kultur, Vertrauen in Expertise, Zeit für Grundsatzentscheidungen, Ermutigung zur Partizipation und die Rolle von Bildungsinstitutionen und Zivilgesellschaft für eine krisenfeste Demokratie. Abschließend plädieren Fragner und Kerbler dafür, von der „Zuschauerdemokratie“ aufzustehen, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen, Vernetzungen zwischen Initiativen zu stärken und die Kraft gemeinschaftlicher Projekte zu nutzen, um der Bedrohung durch autoritäre Tendenzen aktiv etwas entgegenzusetzen. Links zur Folge Sargfabrik in Penzing: https://sargfabrik.at/ Gleis 21 in Favoriten: https://gleis21.wien/ WOAL (Wohnen ohne Alterslimit): https://wohnen-ohne-alterslimit.at/ Die Hauswirtschaft in der Leopoldsstadt: https://diehauswirtschaft.at/ In diesem hörenswerten Podcast wird die Hauswirtschaft ausführlich vom Initiator Peter Rippl vorgestellt: https://erklärmir.at/2025/10/21/366-erklaer-mir-die-stadt-der-zukunft-peter-rippl/ Auenweide inm St Andrä Wördern: https://www.auenweide.at/ Hier findet Ihr alle Baugruppen in Österreich und viel weitere Informationen darüber: https://www.inigbw.org/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ diskutiert Stefan Lassnig mit den Hosts des Song Contest-Podcasts "Merci Chérie", Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder, wie der Eurovision Song Contest von einer technischen Fernsehexperimentierbühne zu einem hochpolitischen europäischen Großereignis wurde. Anhand der ESC-Geschichte von den 1950er-Jahren bis heute zeigen sie, wie sich Kalter Krieg, Prager Frühling, Zypern-Konflikt, Jugoslawienkrieg, russische Angriffe auf Georgien und die Ukraine, sowie der Gaza-Krieg im Wettbewerb und in den Teilnahmeentscheidungen der Länder niederschlagen. Die Gäste erklären, warum der ESC offiziell „unpolitisch“ bleiben muss, aber in Wahrheit ständig von Weltpolitik, Boykotten, Senderregeln und medienpolitischen Entscheidungen der EBU beeinflusst wird – etwa beim Ausschluss Russlands und Belarus oder beim Umgang mit Libanon und China. Großen Raum nimmt die queere Geschichte des ESC ein: von früh queercodierten Chansons wie „Nous les amoureux“ über Drag-Momente, AIDS-Stille und Life Ball bis zu Páll Óskar, Dana International, Marija Šerifović, Conchita Wurst und der Ausstellung „United by Queerness“ in Wien. Sie sprechen über ESC als „Familienshow“ und queeren Safe Space, über Voting-Blöcke, kulturelle Märkte und nationale Rivalitäten, die mehr mit Popkultur als mit „Freunderlwirtschaft“ zu tun haben, und darüber, wie Social Media und TikTok das ESC-Publikum verjüngt haben. Die Runde diskutiert das Spannungsfeld zwischen Inklusion und Ausschluss: Soll man autoritäre Staaten und homofeindliche Regime aus Prinzip ausschließen oder sie gerade über den ESC mit queerer Sichtbarkeit und kulturellem Austausch konfrontieren? Zum Schluss verraten Alkis und Marco ihre Favoriten für Wien – mit Siegchancen für Finnland, persönlichen Sympathien für Griechenland und einem soliden Platz im oberen Mittelfeld für Österreichs „Cosmó“ – und empfehlen ESC-Fans ihren Podcast „Merci Chérie“ und die Ausstellung „United by Queerness“ als Vertiefung. Links zur Folge: Podcast "Merci Chérie" Ausstellung "United by Queerness" Buch "Postwar Europe and the Eurovision Song Contest" von Dejan Vuletic (Amazon) Podcastempfehlung der Woche: "Braune Kinderzimmer" Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

In dieser „Ganz offen gesagt“-Spezial-Ausgabe live aufgenommen in der "Kulisse Wien" spricht Host Michel Reimon mit der Politikwissenschaftlerin Gabriela Greilinger (University of Georgia), der Gewerkschafterin und ÖBB-Betriebsrätin Olivia Janisch sowie dem Medienforscher Luis Paulitsch über Donald Trump, seinen Angriff auf die Demokratie in den USA und die Lehren für Österreich. Ausgangspunkt ist die Frage, warum Trump trotz Sturm aufs Kapitol, außenpolitischer Irrationalität und schlechter Wirtschaftsdaten weiterhin breite Zustimmung erhält und 2024 wiedergewählt wurde. Greilinger erklärt anhand aktueller Forschung, welche Rolle Rassismus, Sexismus, Statusangst und die Normalisierung von Trump für das Wahlverhalten spielen – und warum viele Wähler nicht primär rational auf Daten, sondern auf Identität und Gefühle reagieren. Paulitsch beschreibt, wie eine fragmentierte Öffentlichkeit und „alternative“ bzw. rechtsextreme Medienprojekte, Fox News, Social Media und Slapp-Klagen dazu beitragen, dass rechtspopulistische und autoritäre Narrative dominieren und demokratische Gegenöffentlichkeiten geschwächt werden. Olivia Janisch schildert, wie autoritäre Politik in Betriebe und Arbeiterschaft hineinwirkt, warum Gewerkschaften und kollektive Organisation ein Gegenentwurf zu Ohnmacht und Vereinzelung sind und wie Arbeitskämpfe zunehmend delegitimiert oder bekämpft werden – bis hin zu Union Busting auch in Österreich. In der zweiten Hälfte diskutiert die Runde historische Parallelen zu den 1960er‑Jahren, die Rolle des Neoliberalismus, den Verlust von sozialen und demokratischen Räumen sowie die Frage, ob wir heute eher einen Konflikt „autoritäre vs. demokratische Politik“ als „rechts vs. links“ erleben. Die Gäste betonen, dass progressive und demokratische Kräfte wieder eigene positive Zukunftserzählungen, emotionale Angebote und niederschwellige Strukturen schaffen müssen – von neuen Medienformaten über solidarische Alltagsorganisation bis hin zu direkten Gesprächen in Betrieben. Beispiele aus den USA wie progressive Politiker:innen rund um AOC, neue Formen von Online‑Kampagnen sowie lokaler Widerstand gegen ICE zeigen, dass Gegenstrategien möglich sind, aber langfristige, geduldige Arbeit und Konfliktbereitschaft erfordern. Links zur Folge: Olivia Janisch Gabriela Greilinger Luis Paulitsch Michel Reimon Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

In ihrem Debütroman „I am cringe but I am free“ erzählt die Autorin und Journalistin Verena Bogner von Freundschaften, Verletzlichkeit und der Suche nach Nähe in einer Welt voller Erwartungen. Im Gespräch mit Saskia Jungnikl-Gossy geht es um Freundschaft als unterschätzte soziale Struktur, um romantische Liebe in Popkultur und sozialen Medien und um Bogners Blick auf den Kulturjournalismus in Österreich. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ spricht Host Stefan Kaltenbrunner mit dem ehemaligen Brigadier Gerald Karner über den fünften Kriegstag im Iran und die hoch volatile Lage im Nahen und Mittleren Osten. Karner erklärt den enormen militärischen Aufmarsch der USA und Israels, die Größenordnung der eingesetzten Truppen und Waffensysteme und warum die Luftoperationen gegen den Iran Wochen dauern könnten. Ausführlich diskutiert werden die verbliebene Schlagkraft des iranischen Regimes, seine ballistischen Raketen, Drohnen und unterirdischen Anlagen sowie die zentrale Rolle russischer Rüstungshilfe. Der Experte schildert, wie israelische und amerikanische Geheimdienste offensichtlich über Jahre Quellen in der iranischen Führung aufgebaut haben und wie Hightech, Cyberangriffe und KI heute militärische Planung prägen. Thema sind auch mögliche Bodentruppeneinsätze, Überlegungen zur Bewaffnung oppositioneller Gruppen wie der Kurden und das Risiko eines langen, blutigen Stellvertreter- oder Bürgerkriegs. Karner ordnet die Rolle der Golfstaaten, insbesondere Saudi-Arabiens, ein, erklärt die Verwundbarkeit der Region durch Drohnen und die strategische Bedeutung der Straße von Hormus für Energiepreise und Welthandel. Im Gespräch geht es zudem um die wachsende Isolation Irans und Russlands, mögliche Beistandsszenarien für Europa und die innenpolitische Zwickmühle von US-Präsident Donald Trump zwischen Wahlversprechen und Israels Sicherheitsinteressen. Abschließend beschreibt Karner die bereits desolate wirtschaftliche Lage im Iran, die Gefahr einer humanitären Katastrophe und die hohe Zahl an zivilen Opfern und Repressionsopfern schon vor Beginn des Krieges. Links zur Folge: Recherchen von bellingcat zum Absturz der MH17 Serie "Teheran" auf AppleTV Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erklärt im Gespräch über die Wehrdienstreform mit Georg Renner, warum sechs Monate Grundwehrdienst nicht mehr reichen, was das Modell „Österreich Plus" (8+2) vorsieht und wie die Verhandlungen im Parlament stehen. Außerdem: Wie das Bundesheer über Jahrzehnte stiefmütterlich behandelt wurde und warum sich das jetzt ändern soll. Links: Bericht der Wehrdienstreformkommission: https://www.bmlv.gv.at/archiv/a2026/pdf/Bericht_WDK_20260120.pdf Das Verteidigungsbudget 2025/26: https://www.bundesheer.at/budget-2025 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben. Podcast-Empfehlung der Woche: Podcast "Freiwärts - Aus dem Trauma in die Kraft" Titelbild Folge: Sascha Osaka Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ spricht Host Stefan Lassnig mit dem steirischen Landwirt und Unternehmer Manfred Hohensinner, Mitgründer von Frutura, dem größten Obst- und Gemüsevermarkter Österreichs. Hohensinner schildert seinen Weg vom kleinen Bergbauernhof und LKW-Fahrer zum Leitbetrieb, der täglich rund 1,3 Millionen Haushalte mit Obst und Gemüse versorgt, und erklärt, wie ihn seine Erfahrungen in Russland und der Ukraine für Umweltthemen sensibilisiert haben. Ein Schwerpunkt ist sein Geothermie-Projekt, mit dem Gewächshäuser klimafreundlich beheizt werden – gegen massiven Widerstand, jahrelange Verfahren und ohne passende Förderinstrumente, weil Geothermie in der landwirtschaftlichen Urproduktion rechtlich nicht vorgesehen ist. Hohensinner kritisiert die versteinerten Agrarstrukturen, warnt vor der rasch schrumpfenden Zahl von Bäuerinnen und Bauern und fordert eine ehrliche Debatte darüber, wie wir in Zukunft produzieren und essen wollen. Im Gespräch über den Lebensmittelhandel erzählt er von harten Verhandlungen mit fast monopolartigen Handelsketten, der Rolle von Flugblättern und Aktionen und seiner Idee der „gläsernen Produktion“, bei der Konsument:innen sehen können, wie Lebensmittel entstehen. Zur umstrittenen Umsatzsteuersenkung auf Lebensmittel meint er, dass sie strukturelle Probleme nicht löst, und erklärt detailliert, wie sich etwa der Preis eines Apfels aus Produktions-, Logistik- und Handelskosten zusammensetzt. Beim Lieferkettengesetz betont er, dass der Ansatz der Transparenz richtig, die bisherige Ausgestaltung aber praxisfern sei – insbesondere bei globalen Rohstoffen und Gewürzen – und kritisiert mangelnde Transparenz etwa in der Gastronomie. Abschließend ruft Hohensinner Konsument:innen dazu auf, ihre Macht bewusster zu nutzen, unrealistische Dumpingpreise zu hinterfragen und gemeinsam mit Landwirtschaft und Handel für resiliente, faire und klimafitte Ernährungssysteme zu sorgen.Links zur Folge:Futura Podcastempfehlung der Woche:Cash or Crash - der Wirtschaftspodcast mit Wolfgang Unterhuber Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

Im Jänner kam es in Syrien zu Kämpfen zwischen der syrischen Übergangsregierung des einstigen Islamisten Ahmed al-Scharaa und den militärischen Arm der kurdischen Selbstverwaltung Rojava. Nach ein paar Wochen wurden die Kämpfe mit einem Waffenstillstand und später mit einem Abkommen beendet, das viele als "Diktatfrieden" für die Kurden bezeichnen. So sollen die kurdischen Bataillone in die syrische Armee eingegliedert werden und Rojava aus Damaskus verwaltet werden. Ein herber Schlag für die Kurdinnen, die mitten im syrischen Bürgerkrieg 2012 ein neues basisdemokratisches Regierungsmodell mit verpflichtender Frauenquote aus dem Boden gestampft haben. Wie geht es weiter mit dem kurdischen Traum? Wie fühlen sich die kurdischen Kämpferinnen, die 2019 den IS besiegt haben und nun mitansehen müssen, wie die IS Flagge wieder in Rakka gehisst wird? Und was hat es auf sich mit einem Video, in dem ein syrischer Kämpfer der Regierungstruppen zu sehen ist, der einen abgeschnittenen Frauenzopf stolz in die Kamera hält und damit Traumata reaktiviert? Darüber spricht Solmaz Khorsand mit der Juristin und Politologin Raze Baziani aus Berlin, die unter anderem in Genf für den Human Rights Council die Kurden im Minderheitenforum weltweit vertreten hat. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

Politische Debatten finden heute nicht nur im Parlament, sondern auch online statt – und gerade Frauen sehen sich dort massiver Gewalt ausgesetzt. Beleidigungen, Drohungen und Hasskampagnen sind keine Randerscheinungen, sondern ein gezieltes Mittel, um Stimmen im digitalen Diskurs zum Schweigen zu bringen. In dieser Folge von Ganz Offen Gesagt spricht Anna-Lisa Bier mit der Digitalexpertin und Autorin Ingrid Brodnig darüber, wie digitale Gewalt funktioniert, warum Politikerinnen häufig intensiver und gezielter attackiert werden als Männer, warum jene Angriffe sexualisiert und entwertend sind und welche Folgen das für den digitalen Umgangston, Selbstzensur und politische Beteiligung hat. Dabei geht es auch um die Plattformen selbst, wie Algorithmen Hass verbreiten, warum die Moderation von Hasskommentaren oft scheitert und welche Rolle traditionelle Medien bei der Verstärkung von Empörungswellen spielen. Außerdem wird klar, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, wo sie an ihre Grenzen stoßen und warum bestehende Regeln oft nicht konsequent umgesetzt werden. Beratungsangebote: Digitale Gewalt ist kein individuelles Problem, und ihr müsst damit nicht allein bleiben. Wenn ihr selbst oder Menschen in eurem Umfeld von digitaler Gewalt betroffen seid, gibt es unter anderem folgende Meldestellen und Beratungsangebote, die Unterstützung bieten: Österreich:Zara (Online-Beratung bei Hass im Netz) Frauenhelpline (Anonyme Beratung) Rat auf Draht (Beratung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, auch für digitale Probleme) BanHate (App, bei der man österreichweit Hasskommentare melden kann) Weisser Ring (Hilfsorganisation für Opfer von Straftaten in Österreich) Deutschland: HateAid (Meldestelle für Betroffene als auch Beobachter*innen von digitaler Gewalt) Bundesweites Hilfetelefon "Gewalt Gegen Frauen" (Anonyme Beratung, eingerichtet vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben) Meldestelle REspect! Im Netz Weiterführende Inhalte:Buch "Feindbild Frau" von Ingrid Brodnig (Thalia) Die Gemeinschaftsstandards von Meta Mehr zum eXit NDR-Recherche zur Incel-Szene: Zerrwelt der Frauenhasser - Wie die "Incel"-Szene an Bedeutung gewinnt und wie gefährlich sie ist Abschlussbericht des Radical Awarness Network zum Incel-Phänomen: https://home-affairs.ec.europa.eu/system/files/2021-08/ran_cn_incel_phenomenon_20210803_de.pdfSafer Internet Jugend Internet Monitor 2026 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at