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JUNG im Gespräch mit Jan Keinath und Fabian Onneken Für KO/OK beginnt Architektur nicht mit einem Bild, sondern mit Material, Konstruktion und Nutzung. Seit der Gründung im Jahr 2016 arbeiten Fabian Onneken und Jan Keinath zwischen Leipzig und Tübingen an Projekten, die nicht laut, sondern wirksam sein wollen – im Alltag, im Bestand und im öffentlichen Raum. Ihre Architektur entsteht aus dem Handwerk, dem genauen Blick auf Materialität und der Frage, wie Gebäude altern, genutzt und verändert werden können. KO/OK interessiert weniger der Ausnahmefall als das, was tragfähig ist: räumlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Gebäude sollen sich aneignen lassen, Wandel zulassen und im besten Fall über Generationen Bestand haben. 2026 wird das Büro zehn Jahre alt – ein guter Moment, um innezuhalten und die eigene Haltung neu zu definieren. Was das konkret bedeutet, warum eine Kegelbahn zum Schlüsselprojekt wurde und weshalb Wirtschaftlichkeit für KO/OK kein Widerspruch zur Gestaltung ist, darüber sprechen wir heute mit Jan Keinath und Fabian Onneken in unserem Podcast.

JUNG im Gespräch mit Ralf Petersen Ralf Petersen gehört zu den Architekten, die ihre Architektur nicht aus einer formalen Handschrift heraus entwickeln, sondern aus einer präzisen Auseinandersetzung mit Ort, Aufgabe und Kontext. „Architektur ist unheimlich komplex – vieles hängt mit allem zusammen“, sagt er. Daraus ergibt sich seine Haltung: Case by Case, ohne Wiederholung, ohne bevorzugtes Material, ohne Stilzwang. Für ihn sind Grundriss, Schnitt und der Zwischenraum entscheidend, denn dort entstehen Beziehungen und Atmosphären. Seine Projekte werden weitergebaut statt ersetzt, transformiert statt gelöscht – Umbaukultur als Haltung. An der HFT Stuttgart versteht er Lehre als einen Prozess, der durch Offenheit, Praxisnähe und interdisziplinelles Denken lebt. In Venedig wiederum hat er mit dem Salon Verde einen Ort ins Leben gerufen, der Gespräche, Workshops und eine kleine Winterschool verbindet. Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch bei Wiebke Becker und Anna Otto-Sebeczek im JUNG Talk Podcast.

JUNG im Gespräch mit Mila und Jürgen Grossmann Architektur entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie prägt Städte, Regionen, Identität – und bleibt doch oft unsichtbar im öffentlichen Diskurs. Jürgen Grossmann, Architekt und Projektentwickler aus Kehl, will das ändern. Mit dem Badischen Architekturpreis (badap) hat er einen Wettbewerb initiiert, der Architektur bewusst aus der Fachblase holt: mit Publikumsvoting, hochkarätiger Jury, großer Gala – und international bekannten Preisträgern wie Richard Meier, Philippe Starck oder Tadao Ando. Was treibt jemanden an, privat einen Architekturpreis zu gründen? Welche Rolle spielt Öffentlichkeit für Baukultur? Und kann ein regionaler Preis tatsächlich etwas bewegen? Neben dem Badischen Architekturpreis sprechen wir heute im JUNG Talk Podcast über die unternehmerische Haltung hinter der Grossmann Group, über die Verbindung von Architektur, Innenarchitektur und Projektentwicklung – und über das Weiterbauen im Bestand am Beispiel des Erlenbad Resorts in Sasbach.

JUNG im Gespräch mit Robert Neuendorf Robert Neuendorf entwirft Räume, die sich weigern, leise zu sein. Räume, die Farbe bekennen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Während öffentliche Räume zunehmend monochrom werden, setzt er auf Kontrast, Übertreibung und die Freude an der Form. Nicht aus Provokation, sondern aus Überzeugung. Für ihn ist Interior Design keine Stilfrage, sondern eine Haltung. „Form follows fun“ ist für ihn kein Slogan, sondern ein Arbeitsprinzip und ein Gegenentwurf zum normierten White-Cube-Denken, das sich längst von den Galerien in die Städte, Läden und Alltagsräume ausgebreitet hat. Seine Arbeiten – vom Club über Gastronomie bis zum urbanen Raum – sind laut, bunt und manchmal unbequem. Sie schaffen Identität, Wiedererkennung und Gemeinschaft und stellen die Frage, warum wir uns eigentlich so sehr an Zurückhaltung gewöhnt haben. In dieser Folge vom JUNG Talk sprechen wir mit Robert Neuendorf über Mut zur Farbe, Brutalismus, Memphis und darüber, warum Räume nie fertig sind.

JUNG im Gespräch mit Simon Vorhammer Architekt/-innen entwerfen Formen, Räume und Atmosphären. Doch was passiert, wenn das Entwerfen nicht mehr bei der Linie beginnt, sondern bei Regeln, Algorithmen und Systemen? Wenn nicht mehr alles gezeichnet, sondern berechnet, simuliert und generiert wird? Simon Vorhammer bewegt sich seit vielen Jahren genau in diesem Spannungsfeld zwischen Architektur, Ingenieurwesen und digitaler Fertigung sowie zwischen deterministischen Entwurfssystemen und den neuen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz. Als Architekt, Computational Designer, Lehrender und Mitgründer verschiedener interdisziplinärer Kollaborationen arbeitet er an der Schnittstelle von Gestaltung, Technologie und neuen Entwurfsprozessen. Seine Projekte entstehen in unterschiedlichen Maßstäben – vom Gebäude bis hin zum Schmuckstück – und immer dort, wo klassische Entwurfslogiken an ihre Grenzen stoßen. Im JUNG Talk Podcast sprechen wir mit Simon Vorhammer über die Frage, wie wir mit digitalen Werkzeugen präziser und vielleicht auch einfacher bauen können, sowie über die Zukunft eines Berufsbildes, das sich zwischen Handwerk und systemischem Denken neu verorten muss.

JUNG im Gespräch mit Alexander Pötzsch Alexander Pötzsch ist Architekt und seit September 2025 Präsident des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA). Er steht für einen BDA, der sich einmischt: in gesellschaftliche Debatten, in politische Prozesse und in die Frage, was Baukultur heute leisten kann – und leisten muss. Geprägt von der Erfahrung, dass Architektur nicht nur gebaut, sondern auch verhandelt, vermittelt und verteidigt werden muss, betrachtet er den BDA nicht als reine Interessenvertretung, sondern als Wertegemeinschaft. Für ihn ist Architektur nicht nur Beruf, sondern auch Ausdruck von Haltung. In einer Zeit, in der demokratische Aushandlungsprozesse unter Druck geraten, fordert er mehr Einmischung, mehr Zuspitzung und mehr Mut zur Position. Wir sprechen mit ihm im JUNG Talk Podcast darüber, wie Baukultur politisch wirksam werden kann, warum Kommunikation für den Berufsstand entscheidend ist und welche Verantwortung Architekt/-innen jenseits des einzelnen Projekts tragen.

JUNG im Gespräch mit Martin Rein-Cano Martin Rein-Cano ist Landschaftsarchitekt, Denker und Grenzgänger. Als Gründer des Büros Topotek 1 arbeitet er wie ein Regisseur des Öffentlichen: zwischen Architektur und Landschaft, zwischen Bühne und Alltag. Das Büro denkt in Szenen und Sequenzen und übersetzt soziale und kulturelle Themen in räumliche Dramaturgien – mal laut, mal leise, aber immer mit Haltung und Humor. Es gestaltet öffentliche Räume, die Konflikte nicht glätten, sondern sichtbar machen. Ihre Projekte sind gebaute Übersetzungen gesellschaftlicher Energien: Orte, die Reibung zulassen, Geschichten aufnehmen und Identität neu verhandeln. Martin spricht mit uns im JUNG Talk Podcast über das Missverständnis als Methode, über Hybridität und Übersetzung sowie über Schönheit, die erst durch Irritation entsteht. Aber auch darüber, warum Perfektion Stillstand bedeutet und weshalb Nachhaltigkeit keine Frage des Materials, sondern des Programms, der Aktivierung und der Zeit ist.

JUNG im Gespräch mit Sibylle Bornefeld Wie verändert sich Architektur, wenn Verantwortung geteilt wird – im Entwerfen, im Bauen, im Büro selbst? Sauerbruch Hutton gehört seit Jahren zu den prägenden Stimmen einer Architektur, die Haltung mit Offenheit verbindet. Nachhaltigkeit ist für sie kein Add-on, sondern Teil einer gelebten Kultur – sichtbar in ihrem Umgang mit Material, Farbe und Kontext, aber auch in der Art, wie sie Prozesse und Strukturen denken. Sibylle Bornefeld, Partnerin im Berliner Büro von Sauerbruch Hutton, spricht in der neuen Folge des JUNG Talk Podcast mit uns über den Wandel einer Disziplin: das Bauen mit Holz als Werkzeug einer neuen Baukultur, die Chancen kooperativer Modelle wie der integrierten Projektabwicklung und die Auswirkungen, wenn ein Büro seine eigene Organisation neu erfindet, um gemeinsam weiterzudenken. Ein Gespräch über Vertrauen, Verantwortung und darüber, warum nachhaltiges Bauen nicht beim Material beginnt, sondern bei der Haltung.

JUNG im Gespräch mit Fabian Freytag Fabian Freytag zählt zu den spannendsten Stimmen des zeitgenössischen Interior Designs: furchtlos, verspielt und radikal eigen. Seine Räume sind keine Kompositionen aus Regeln, sondern aus Mut, Emotion und Geschichten, die sich jeder zeitlichen Einordnung entziehen. Wie entsteht Wohnen, das sich der zeitlichen Zuordnung entzieht und trotzdem voller Gegenwart steckt? Welches Feld eröffnet sich hier für tiefe Erzählungen, individuelle Logiken und das Erforschen dessen, was Menschen in ihren Räumen wirklich brauchen? Welche Rolle spielen Patina, Vintage und die Freude am Unperfekten und warum enthält der entschiedene Mix oft mehr Wahrheit als perfekte Ordnung? Darüber sprechen wir heute im JUNG Talk Podcast mit Fabian Freytag: über Räume, die leben, überraschen und berühren, und darüber, warum man manchmal einfach „dem weißen Hasen folgen“ sollte. Und natürlich über die KI, die für ihn kein Feind ist, sondern ein kreativer Urknall, der das Design in neue ästhetische Sphären katapultiert.

JUNG im Gespräch mit Kazu Ito Aufgewachsen und ausgebildet in Japan, geprägt vom Studium in an der Kunstakademie in Düsseldorf und den Jahren im Architekturbüro in Stuttgart, bewegt sich Kazu Ito zwischen zwei Welten – und übersetzt diese in eine eigene Architektursprache. Seine Gebäude sind keine Solitäre, sondern Räume der Begegnung: offen, durchlässig und von feinen Übergängen zwischen Innen und Außen geprägt. Bei Studio Ito entstehen vor allem Bauten für die Öffentlichkeit: Schulen, Kindergärten und vielleicht auch irgendwann ein Rathaus. Es sind Bauten, die Teil des Alltags werden und Orte schaffen, an denen Menschen zusammenkommen. Dabei versteht Ito seine Rolle als Zuhörer und Vermittler. Er sucht im Prozess den gemeinsamen Weg statt der lauten Geste. Im JUNG Talks Podcast sprechen wir mit Kazu Ito über das Bauen für die Gemeinschaft, über die Balance zwischen kultureller Offenheit und planerischer Präzision und darüber, warum gute Architektur nicht auf Wirkung, sondern auf Beziehung abzielt.