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So liebe Freunde des kritischen, gepflegten Medienpodcast, wir kommen heute zu einem heiklen Thema, einem Video, das wir uns vor uns hergeschoben haben. Ein Thema, was wir vermeiden wollten, aber die Nachfrage war so stark, dass wir dachten, wir müssen einmal darüber sprechen, warum wir aufgehört haben bei der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung, warum wir nicht mehr unter dem Dach des Berliner Verlages segeln. Wir versuchen das zu erklären. Aus verständlichen Gründen können wir sicherlich nicht jedes Detail beleuchten und wollen das auch nicht tun. Ich glaube, es ist trotzdem informativ und es hat sich danach ein munterer Austausch entwickelt über Podcasts und die aktuelle Entwicklung. Oles Gambrax wird auch erläutern, warum er leider nicht mehr bei uns weitermachen kann. Wir bedauern das wirklich sehr, verstehen das aber und auch wir drei wollen weitermachen, aber können das natürlich nicht garantieren. Das hängt auch so ein bisschen von von ihrer Unterstützung ab. Wenn Sie uns Schenkungen zukommen lassen können, dann freuen wir uns darüber natürlich sehr. Die Kontaktdaten finden Sie in der Beschreibung dieser Folge. Ansonsten, wenn Ihnen das nicht möglich ist, helfen Sie uns auch sehr, indem Sie diesen Kanal abonnieren, weiterempfehlen, indem Sie Kommentare schreiben, indem Sie ihn liken, wenn Sie ihn auf Spotify hören. Dort ist die Entlohnung ein klein wenig fairer als bei YouTube. Auch das hilft uns und dort können Sie auch den Kanal bewerten. Da müssen Sie drei Punkte oben anklicken und dann auf diese Show bewerten gehen. Wenn Sie fünf Sterne für uns übrig haben, dann freut uns das natürlich sehr. Ansonsten jetzt ganz viel Spaß beim Austausch. Teil 4 unserer letzten Runde zu viert
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Sachlich richtig, Mückes, Gambrax, Teske, Welchering sprechen über Meinungsfreiheit, Rundfunkbeitrag, Social Media.
A
Ja moin zu einer neuen Folge von sachlich richtig, dem Medienpodcast. Heute mal ganz ungeskriptet und natürlich wie immer ungeframed. Und wir sind ganz oft gefragt worden, warum wir nicht mehr mit der Berliner Zeitung zusammenarbeiten. Wir sollen das doch mal erklären. Wir wollten uns da so ein bisschen drum drücken, ehrlicherweise, aber wir wollen dem Wunsch jetzt auch mal nachkommen. Und warum ist eigentlich Schluss nach vier Monaten schon der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung Freiwillige vor?
C
Wir wollten uns drücken, weil wir wissen gar nicht, was man so genau wirklich sagen kann. Also das wird uns jetzt zwar niemand glauben, aber einen richtigen Grund gibt es gar nicht, zumindest haben wir ihn nicht erfahren. Also da war nichts Inhaltliches, was irgendwem aufgestoßen hätte oder Verwerfungen hinter den Kulissen. Ne, können wir nicht mit dienen.
B
Also ich kann nur sagen, das Problem, das wir hatten, war eigentlich produktionstechnischer Natur. Also wir hatten ja vereinbart, dass wir das bei der Berner Zeitung produzieren. Es war von einem Studio die Rede. Das Studio war dann letztendlich mehr oder weniger ein improvisiert umgebautes Büro mit Tageslicht, das ich also aus meiner Fernseherfahrung heraus von Anfang an als schwierig empfunden habe. Und das war es auch. Und es gab auch andere technische Unwägbarkeiten und das konnte nicht so richtig behoben werden in der Kürze der Zeit. Und das war schon auch ein Problem. Das hat man ja auch an der Qualität des Bildes und des Tones immer mal auch bemerkt, wurde auch viel bemängelt. Daran kann man aber im Grunde nur etwas ändern, wenn man ein richtiges Studio ohne Tageslicht und so einrichtet. Und das war offensichtlich nicht so wirklich möglich. Das war auf jeden Fall auch ein Grund, denke ich mal.
D
Ja, ich habe das für mich auf den Punkt Die Ostdeutsche Allgemeine ist noch nicht so weit, um Podcast zu machen, die brauchen noch ein bisschen. Es gab diese produktionstechnischen Probleme und wenn man dann sieht, da kommt man im Augenblick nicht so richtig zusammen oder man fühlt sich auch nicht so richtig wohl in dieser Arbeit, dann sollte man das eben lassen. Das heißt nicht, dass wir uns irgendwie da zerstritten hätten oder so, sondern wir haben einfach beide gesehen. Im Augenblick klappt das so nicht mit uns beiden, mit uns beiden Parteien. Also OSZ auf der einen sagte ich richtig auf der anderen Seite. Und dann haben wir die Zusammenarbeit erstmal beendet. Heißt nicht, dass wir vielleicht in einem, weiß ich nicht, Jahr oder zwei vielleicht mal wieder zusammenfinden können. Man soll ja niemals nie sagen, Aber im Augenblick eben ist es so, weil die noch nicht so weit sind.
C
Und ich glaube, was auch noch dazu kommt, Sie mussten ja für diesen Podcast vier Menschen bezahlen. Das heißt, es war ziemlich teuer. Also ein Podcast, der von einer Person moderiert wird, AK Melanie Amann oder so, ist dann doch günstiger.
A
Ja, wobei wir zu viert wahrscheinlich nicht so viel kosten wie Melanie, aber wir sind natürlich nicht umsonst zu haben. Da kam natürlich was zusammen und wir wollen ja einfach keine schmutzige Wäsche waschen. Wir arbeiten ja weiter auch noch für die Berliner Zeitung, schreiben weiter die Medienkolumne einmal in der Woche. Insofern gibt es jetzt nichts zu enthüllen. Vielleicht manchmal hat das einfach nicht so geklappt mit den Aufnahmen, wie wir uns das vorgestellt haben, wie sich das Lena vielleicht vorher auch selber vorgestellt hat. Wir hatten zum Beispiel Ben Bernd zu Gast, hätten die Folge sehr gerne veröffentlicht, was aus technischen Gründen einfach nicht ging und natürlich für alle Beteiligten wahnsinnig schade ist. Und wir haben dann beschlossen, dass dieser Aufwand, wir leben ja auch außer Anne, die in Berlin wohnt, in anderen Städten und das ist ja doch ein gewisser Aufwand, dann immer sich in Berlin zu treffen. Und wenn das Ergebnis dann nicht besser ist als eine Remote Folge, dann macht das auf Dauer wenig Sinn.
B
An der Stelle ganz kurz, also wir wünschen der OHZ alles Gute und hoffen, dass da die Entwicklung, es ist natürlich auch schwierig, die sind sozusagen als neugeborenes Jahr sind wir mit dazu gestoßen. Das war vielleicht einfach auch ein bisschen zu viel auf einmal. Aber ich denke, man weiß dort auch, dass die audiovisuelle Schiene sehr, sehr wichtig ist, dass Online Texte allein sich nicht verkaufen, dass man ein gutes Video und Audioausspiel benöt heutzutage. Also alles Gute und vielleicht finden wir doch noch mal zusammen.
A
Genau. Und wir wollen weitermachen, Nur wird es auch bei uns Veränderungen geben, die vielleicht direkt zusammenhängen mit dem aus der OAZ, oder Ole?
C
Ja, ich hatte es ja schon erwähnt, wir wurden ganz gut bezahlt für diesen Podcast und jetzt fällt das weg. Wir haben versucht, neue Verlage für den Podcast zu begeistern. Wir haben versucht, Sponsoren zu finden, hat alles nicht geklappt und deswegen muss ich mich leider verabschieden. Das tut mir leid. Und das fällt mir auch schwer, weil wir in den letzten Monaten das ganz gut gewuppt haben, finde ich. Und es fing gerade so an, Spaß zu machen. Da ist es auch schon vorbei. Also zumindest für mich, denn es ist bei mir zumindest so, dass wir in mittlerweile sehr prekären finanziellen Verhältnissen leben und ich stand schon mehrmals als einmal im Supermarkt vor der Kasse mit drei Karten im Portemonnaie. Und habe echt gezittert, als ich den Code eingegeben habe. Das heißt, ich kann es mir leider nicht leisten, als Hobby so einen Podcast zu betreiben.
B
Ja, das vielleicht doch nochmal im Blick auch auf Folgen, wo wir darüber gesprochen haben oder auch noch sprechen werden über die oft doch sehr prekäre Situation von Freiberuflern in unserer Branche und ich wollte noch ergänzen, wir haben bei der Suche natürlich auch genau geschaut, es ist uns ja nicht egal, mit wem wir da zusammenarbeiten würden und da ist einfach die Auswahl nicht so wahnsinnig groß. Wir würden jetzt nicht mit jedem zusammengehen, der sagt, okay, ich bin bereit da gelten zu investieren und da müssen wir und wollen wir uns natürlich eher für unsere Unabhängigkeit und für unseren Qualitätsanspruch entscheiden.
C
Das ist dann gleichzeitig der Aufruf, wer was geben kann, der darf und es kommt auf jeden Fall Qualitätsjournalismus zugute.
A
Genau, dann lasst uns weitermachen. Ich finde es sehr schade, Ola, dass du aufhörst, aber heute bleibst du uns ja noch erhalten. Ein letztes Mal, eine letzte Viererrunde hast du gesagt, machen wir zusammen als Abschiedsgeschenk von dir und ich würde gleich mal den Bogen spannen. Podcasts sind ja auch im öffentlich rechtlichen Rundfunk sehr beliebt. Ich hab mal eine Aufstellung, ist mir gezeigt worden, weil ich glaube kein Mensch weiß, wie viele es gibt. Die ARD hatte da 1049 Podcast, da hatte das BSW mal eine Abfrage gemacht und das ganze war schon vier Jahre her und da stehen beim Mitteldeutschen Rundfunk 95 Podcasts. Aktuell hat aber der Ralf Ludwig, der Intendant, ein Interview gegeben im und gesagt, sie haben 160 Podcast, also da gab es einen ordentlichen Aufwuchs und wenn man das auf die ganze ARD hochrechnet, dann dürfte es da 2000 Podcasts geben. Das ist natürlich eine ganze Menge. Es gibt keine Beschränkung und viele senden wahrscheinlich völlig am Publikum vorbei, denn der MDR hat jetzt auch gesagt, er will die Hälfte seiner Podcast einstellen. Also unsere große Chance. Es soll natürlich meiner Meinung nach auch Nischen Podcast geben, ist natürlich, wenn man den Auftrag ernst nimmt, öffentlich rechtlich und Bild, Information, Kultur, da kann es auch ruhig mal Nischen Podcast geben. Aber dass offenbar die Hälfte der Podcast, also 80 Stück weniger als Hörer im Monat haben, das ist nämlich die Range, die sie da genannt haben, zu einstellen, ja oder nein? Also im Monat, wenn der wöchentlich ist, dann heißt das pro Folge 1500, bei uns läuft es auch gerade nicht mehr so doll, aber das schaffen wir schon noch und zwar locker. Wie seht ihr das? Also sollte man zum Beispiel im Auftrag festlegen, wie viel Podcast so eine Anstalt oder pro Bundesland produzieren darf oder sollen die da frei machen können frei von der Leber weg ihr Geld einsetzen, wie sie das wollen.
C
Ich glaube, man sollte tatsächlich so Zielvorgaben für einen Podcast vor Augen haben. Ich denke auch, dass es die gibt. Das wäre jetzt sehr fahrlässig, einfach so irgendein Produkt da aufzugleisen, ohne sich Gedanken über die Zielgruppe zu machen. Ich glaube, so läuft selbst nicht mehr im ÖR, auch wenn das vielleicht früher mal der Fall gewesen ist. Ne, aber die Frage Wo fängt die Nische an und was muss tatsächlich maßen? Also wann ist es relevant? Und 6000 ist, denke ich, schon mal eine ganz gute Messlatte, um sowas einzuschätzen, weil es gibt ja auch sehr, sehr hochwertige Podcast. Man muss ja sagen, dass Podcasts mittlerweile fast noch das einzige Genre sind, was tiefgründigen Journalismus ermöglicht. Ich habe letztens zum Beispiel den ARD Podcast zu Cum Ex gehört, sehr zu empfehlen, vom WDR produziert und da habe ich das erste Mal wirklich in Gänze verstanden, was Cum Ex überhaupt ist. Und ich war völlig schockiert, denn diese Machenschaften gab es auch schon in den ER Jahren und die Politik hat da einfach konsequent immer weggeschaut. Also saß im Prinzip mit im Boot und so was hört man auch nicht oder nicht mehr in der Tagesschau.
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Also ich denke auch, dass die audiophone Schiene und dazu gehören ja die Podcasts immer mehr sehr wichtig sind und dass die bei der ARD oft lange Zeit sehr, sehr viel besser schon war, als das im Fernsehen gelaufen ist. Das hat so Parallelen auch wieder zur DDR, muss ich sagen. Da durfte im Fernsehen ja auch längst nicht so experimentiert werden, wie es doch durchaus bei Radiosendern möglich war. Das hat aber auch sehr nachgelassen. Also ich habe ja immer die Audiothek, die heißt ja jetzt helft mir anders.
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Sounds heißt die einfach Sound, Warum auch immer.
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Also ich fand Audiothek total gut. Mit Sounds kann ich überhaupt nichts anfangen. Da denke ich irgendwie es geht nur
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um Musik, Sounds, Sounds. Ich habe gestern entgegen meiner Also ich wollte mir eigentlich diese WM klemmen, diesen Quatsch gegen ein Einwohner Land da. Das war als WM Spiel In der Pause haben Sie bei Deutschland gegen Curacao tatsächlich Werbung für ARD Sounds gemacht. Also sie scheint es auch da nötig zu haben. Offenbar klappt es nicht so mit den Abrufzahlen.
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Nein, aber als die Audiothek eingerichtet wurde vor ein paar Jahren, war ich totaler Fan und habe das auch noch bei Jasmin Kosubek sehr empfohlen. Wo ich inzwischen auch schon drei Jahre her nach unserem Manifest gewesen bin, hab Leute, wenn ihr das Fernsehen gucken wollt, aber dann hört die Audiothek, da laufen wirklich, wirklich gute Sachen. Das vermisse ich aber immer mehr. Also auch da schlägt irgendwie das Ideologieschwert immer mehr zu. Also insofern eine Zielvorgabe von Podcast. Ich weiß nicht, wie sinnvoll das ist. Ich glaube, und da kann Peter was dazu sagen, was sehr viel wichtiger ist, ist eine Vorgabe zu geben, mit wie viel KI dort gearbeitet werden darf. Weil wenn man jetzt sagt, jede Anstalt muss, je nachdem wie groß sie ist, so und so viel Podcast produzieren, sehe ich die große Gefahr, dass die dann alles nur noch irgendwie per K machen. Nicht nur was die Sprecher angeht, auch die Inhalte. Und Peter, hast du ja auch schon deine Erfahrung gemacht. Da würde ich dann tatsächlich eher eine Vorgabe einschalten.
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Ja, da will ich zwei Beiträge dazu machen. Zum einen eine Anekdote nach einem Vortrag über KI Einsatz. Da hatte ich einen Podcast gezeigt, der auf Grundlage einer meiner Medienkolumnen von Google Notebook hergestellt wurde, zehn Minuten lang. Und ich habe so ein paar Minuten eben in diesen Vortrag sozusagen einfließen lassen und so. Und jetzt habe ich keine zwei Minuten gebraucht, eigene Arbeit. Dann ist dieser Podcast von zehn Minuten mit Sprecherinnen und Sprecher von Notebook so produziert worden und ich spiele mal ein paar Minuten vor, weil ich der Meinung war, dass in diesen Minuten eben irgendwie deutlich da wird über meine Medienkolumne ziemlich inhaltsleer rumgelabert in diesem Podcast, den Notebook da gemacht hat. Und nach dem Vortrag kamen dann zwei ARD Hierarchen auf mich zu, die Ja, es ist ja fantastisch, was sie gezeigt haben und wollen wir auch haben. Sie wissen ja, wir müssen jetzt auch mehr Podcast machen. Und ist das wirklich so? Also Sie geben da irgendeinen Text vor und dann sagen Sie Sprecher und Sprecherin und wie lang und dann macht er das einfach so und da müssen Sie kein Skript mehr vorgeben oder so. Ja, ja, ich habe ihnen erzählt, wie das so geht. Wie gesagt, zwei Minuten ist man dann mit Notebook beschäftigt und die meinte sei fantastisch, müsste sofort beschafft werden.
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Das sei die Zukunft.
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Wunderbar. Das ist die Anekdote. Die andere Also ich würde tatsächlich nicht nur wegen dieser Anekdote, sondern weil ich an ein paar Podcastplanungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch beteiligt. War und völlig frustriert wurde ich würde tatsächlich erstmal dafür plädieren, dass eben auch journalistische Standards eingehalten werden. Also so ein KI Podcast, dessen frühe Entstehung in einer ganz frühen Phase ich mal mitbekommen habe, bei dem dann eben über KI Einsatz auf Dating Plattformen berichtet wird. Das also wunderbar, weil da würde jetzt eben KI verwendet und wie toll das ist, ohne dass thematisiert, was passiert da mit den Daten der Nutzer, der Kunden, an wen gehen die, bleiben die wo dauerhaft gespeichert, wie wird das ganze Ding denn dann auch aufgesetzt und so weiter. Da habe ich die Erfahrung gemacht, zum einen die wirklich technische Berichterstattung, also wie funktioniert so ein neuronales Netz? Denn lass uns das mal aufschneiden und zeigen, was da drin passiert und wie kann das überhaupt kontrolliert werden? Das findet eben zum großen Teil nicht mehr statt. Und Podcasts haben da im Öffentlich Rechtlichen auch dazu geführt, dass ganz offiziell gesagt Wir sind jetzt hier nicht mehr bei irgendwelchen Wissenschaftsmagazinen, Magazin ist was anderes, wir machen jetzt Podcast, das heißt zwei labern und fertig. Früher konntet ihr auch noch irgendwie in die Labors fahren und Wissenschaftler interviewen oder so, brauchen wir jetzt alles nicht mehr, sparen wir viel Geld und die Sendezeit wird genauso voll gemacht. Und ich glaube, das ist das Problem. Da müssen wir wirklich wieder zu solchen journalistischen Standards zurückkehren und Podcasts sollten zumindest das bieten, was bisheriger Hörfunkstandard im Öffentlich Recht, also journalistischer Hörfunkstandard eben auch war.
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Da bin ich absolut bei dir, Peter. Aber das ist auch so eine komische deutsche Denke, dass wenn man Podcasts sagt, dann hat man so ein Laberformat im Kopf. Also das ist Podcast, Wobei die ersten und eigentlich namensgebenden Podcasts, das waren Feature ähnliche Produktionen, wirklich hochwertig produziert von unabhängigen Anbietern, die dann aufgekauft wurden. Vieles ist so im True Crime Bereich gestartet, das läuft ja auch bei uns gut, Aber ja, wenn man nach Amerika schaut, dann sieht man da eine ganz andere Podcast Landschaft als hier in Deutschland. Das heißt, die sind hauptsächlich tatsächlich geskriptet und produziert wie so ein gutes Feature vom Deutschlandfunk damals.
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Du musst auch mal eine Anekdote erzählen, mein Bonussohn, der lernt nur noch so mit Podcasts, die er sich erstellen lässt. Also du sagst eben dann einfach, ich möchte gerne machen 10 Minuten Podcast zur Fotosynthese und dann hört er sich das an und So lernte er das und das hilft ihm oder er kann eben so viel besser lernen. Wir sind ja auf der Sabine Entwicklung zur oralen Gesellschaft. Es liest eben kaum noch einer. Also für viele ist das schon ein Gewinn. Nur so ein Podcast, wie wir ihn jetzt hier gerade machen, den kann man natürlich nicht KI erstellen lassen. Es funktioniert ja nicht. Es sind ja originäre Inhalte. Interessanterweise. Ich habe das auch gepostet mit den 160 Podcasts und dann schrieb jemand drunter, ja Podcast ist ja nicht teuer, ist doch gar kein Problem. Was mein Problem wäre mit der ganzen Geschichte, seien doch billig. Also weil du sagst, die wollen eben Kosten sparen auch damit. Da will ich nur mal sagen, also Lanz und Precht machen ja auch ein paar Podcast. Ich glaube, der ist alles andere als billig. Der kostet eine Million oder so. Es muss nicht billig sein. Und meine these sogar die meisten Podcasts im Öffentlich Rechtlichen laufen deswegen nicht gut, weil der Öffentlich Rechtliche so ein schlechtes Image auch hat. Also die können die tollsten Podcast produzieren. Viele Menschen werden sie damit nicht erreichen. Also das ist schon fast Voraussetzung, dass es außerhalb des Öffentlich Rechtlichen produziert wird, Sonst wollen die da nicht einschalten. Also bestimmte Kreise würde ich jetzt mal so vermuten.
B
Also ich denke eine große Stärke von einem wirklich guten Podcast ist ja eben auch, dass wirklich die Leute rausgehen und vor Ort recherchieren. Und da gibt es ja gute Beispiele dafür. Also bei Sounds, damals noch ARD Audiothek, gibt es zum Beispiel einen mehrteiligen Podcast zum Thema italienische Mafia in Deutschland. Also großartig Gut, ich kann jetzt natürlich die Fakten, weiß ich nicht, ob die jetzt hundertprozentig alle stimmen, aber es gibt glaube ich keine Klagen dagegen. Da geht es auch um einen gewissen Günther Oettinger und warum der dann irgendwann nach Brüssel abgeschoben wurde. Also da wird schon wirklich Klartext gesprochen. Aber die sind halt wirklich auch viel unterwegs und die sammeln auch viele O Töne ein und sind auch vor Ort auch Sounds tatsächlich sammeln sie auch mit ein. Und das ist in meinen Augen wirklich ein sehr, sehr hochwertiger Podcast. Da geht es eben nicht darum, dass zwei Leute ein irgendwie rumlabern.
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Aber wo ist dann, also wo ist der Unter oder das neue? Also ich meine, ich verstehe unter einem Podcast tatsächlich auch Hotel Matze oder Ben Bernd oder so. Das andere ist so ein Feature, das hat es doch immer schon gegeben, das wurde halt fürs Radio produziert und jetzt stellen die das halt in die Audiothek, die Sounds heißt und stückeln das vielleicht noch. Aber ansonsten, statt das früher wöchentlich Mittwoch 17 Uhr 15 auszustrahlen, der sogenannte Laber Podcast ist ja tatsächlich eine Innovation, die es vorher so nicht gab, weil eine Stunde war schon lang und dass man sich 5 Stunden unterhält, das hat es ja früher nicht gegeben Und da kann man ja, wenn man sich darauf einlässt, auch in die Tiefe kommen.
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Ja, also Entschuldigung, Ole, go for it, Peter. Eine Stunde, fünf Stunden hat es früher tatsächlich nicht gegeben, aber es gab eben früher auch mal 30 Minuten Kollegengespräch, die dann gesendet wurden und die waren genauso inhaltsleer. Und dadurch, dass dann so eine inhaltsleere Laberei einfach nur noch prolongiert wird, wird es ja auch nicht besser. Also ich habe Podcast eigentlich in erster Linie immer nur als zusätzlichen Verbreitungsweg gesehen und nicht als journalistisches Genre oder journalistische Stilform, sondern für mich war das eben eine Verbreitungsform, dass dann eben mit IP Techniken die Audio oder Videoinhalte einfach dann verbreitet werden und abgerufen werden können, nicht linear. Und Anforderungen habe ich zunächst mal an Podcast nicht. Und dann müssen wir tatsächlich wieder auf die unterschiedlichen Formen kommen, wie es denn aufgestellt sein soll. Also etwa ein Kollegengespräch, eine Diskussionsrunde, so eine Viererrunde, wie wir die jetzt haben oder Features, die auch gesendet werden können, das ist dann nach meinem Dafürhalten vollkommen frei. Da ist in erster Linie wirklich diese technische Ebene, denke ich, gemeint.
C
Ich denke auch, dass das im Prinzip nur ein neuer Verbreitungsweg ist und was damit einherging, war natürlich eine Personifizierung. Das heißt, es ist viel persönlicher geworden und Journalisten sind heute Marken. Auch so ein True Crime Podcast wird dann sehr oft aus der Ich Perspektive eines investigativen Reporters oder so produziert. Das ist vielleicht neu, aber das ist ja nicht nur neu im Podcast Genre, sondern generell im Journalismus, dass der Berichterstatter viel mehr im Vordergrund steht und eben auch die eigene Haltung viel mehr darin einfließt als in den klassischen Formaten.
B
Ja, aber da will ich mal sagen, also beim RBB gab es im Radio einige Formate in früheren Zeiten, die durchaus genauso Funktion wie ein Podcast heutzutage. Also der sogenannte Sprechfunk zum Beispiel bei Fritz mit Kuttner, das war genau so ein Ding. Das war natürlich Interaktion mit Hörern, aber gut, auch das könnte man innerhalb einer Podcast Produktion machen oder das Ganze als Podcast dann ausspielen. Und ich will erinnern an das kongeniale Paar Grissemann und Stermann, die viele jahre auf radio 1 am sonntagnachmittag ein so unglaublich tolles Laberformat gemacht haben. Dagegen sind alle anderen wirklich nichts. Ich weiß, dass der kleine Janni Böhm, der wollte in die großen Fußstapfen steigen damals, als die beiden dann aufgegeben haben und es war so grottenschlecht, was da lief. Und also das sind für mich Heroden. Also wenn es die noch gäbe, das wäre der Podcast Nummer 1 für mich. Und das ist von der Form her gar nichts anderes.
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So, jetzt haben wir wieder viele Karma Punkte gesammelt, unter anderem bei Herrn Böhmermann und dem ZDF. Aber ich will trotzdem noch mal, weil es so ein großes Medienereignis bisschen widersprechen war in der letzten Zeit Herr Höcke bei ungeskriptet viereinhalb Stunden. Es hat ja deswegen 6 Millionen Abrufe gegeben bisher Menschen, die sich das reingezogen haben, weil es so etwas Ähnliches noch nie gegeben hat. Ich glaube, es ist der am meisten eingeschaltete Podcast in Deutschland bisher. Und wenn man mich vorher gefragt hätte, hätte ich das auch nicht vermutet. Also der Podcast war vorher schon groß, jetzt ist er noch größer. Aber auch wenn Herr Höcke umstritten ist, aber er ist ja jetzt nicht so eine Größe, dass man hätte vorher sagen können, jawohl, also da, ich habe dann auch gesehen, er war danach bei der Weltwoche, das klingte bei weitem nicht so gut. Also es muss ja Gründe geben, warum Menschen sich das angehört haben und auch als Gewinn empfinden. Die Kritik daran ist ja auch vehement. Gibt ja ganz, ganz viele, die sich bemüßigt fühlten, sich danach zu äußern, bis hin in höchste Kreise der Politik, was für Wellen geschlagen gesorgt hat. Also insofern offenbar doch auch für mich eine neue Entwicklung.
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Also in der Länge hat es das noch nicht gegeben, da gebe ich dir recht, Aber in der Form hat es das fröhlich ausgegeben von Herrn Gauß gemacht, hieß zur Person und war eine Stunde lang. Und da gab es beispielsweise mal ein Gespräch mit Franz Josef Strauß und da wurde der Mensch Franz Josef Strauß, also nicht der Krawallbruder, nicht der Grandler, nicht der Bajuwar, sondern wirklich der Mensch Franz Josef Strauß so richtig plastisch und kann man heute in einigen Fällen noch tatsächlich sich anschauen. Und man lernte Sachen von Franz Josef Strauß kennen, die man vorher überhaupt nicht vermutet hatte bei dem. Und Günter Gauß ist da damals heftig kritisiert worden, dass man einen Politiker, vor allen Dingen wenn er doch so rechts steht wie Franz Josef Strauß damals eben, dass man einen solchen Politiker dann doch nicht so verharmlosend nur so als Mensch zeigen dürfe. Insofern ist das jetzt für mich nicht so wirklich neu, nur dass Gauß eben eine Stunde hatte und keine fünf oder
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so und dass Gauß im ÖR stattfand und Ben Bernd das auf eigene Kappe macht bei YouTube.
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Aber das wäre ja auch so, Das ist ja die. Hätte es dieser, also wenn Ben Bernd das im Öffentlich Rechtlichen gemacht hätte, wenn jetzt jemand relativ früh gekommen wäre, vom Bayerischen Rundfunk gesagt hätte, Mensch, gefällt uns, mach das doch bei uns. Meine these ist, es wäre nie so groß geworden.
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Doch, aber damit setzt du ja voraus, dass der ÖR es gemacht hätte und damit konzipiert, damit wirfst du in eine völlig andere Welt. Genau deswegen hat es ja so eingeschlagen, weil sich niemand vorher getraut hat, mit ihm zu reden. Also ich weiß, Ulrike Gero hat mal so einen Versuch gestartet, mit ihm zu reden und hat auch ziemlich auf die Mütze bekommen. Es war eine Persona non grata. Und natürlich wird die Weltwoche danach nicht so geklickt, wenn sie das Ganze kopieren. Also das Original kriegt immer den Bonus und die Lorbeeren. Insofern.
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Und ich kann dir genau sagen, was passiert wäre. Hätte es wirklich einen Sender gegeben, dann wäre eine riesen Entrüstungswelle gelaufen. Frau Esken hätte sich natürlich geäußert und es wäre sofort wieder depubliziert worden. Also setzen wir mal voraus, hätte wirklich irgendwie jemanden gegeben, der das durchgesetzt hätte, es wäre sofort wieder depubliziert worden, Es wäre gar nicht lang genug gelaufen, um so viel Hörer überhaupt zu finden. Und ich denke auch gerade diese Reaktion hat ja, das kapieren Sie ja auch nicht, hat ja dazu beigetragen, dass Leute Ben jetzt kennen und gehört haben, denen das vorher überhaupt nicht, also die das gar nicht auf dem Schirm hatten, denen noch nie eine Ben-ungescriptet-Folge empfohlen worden ist. Oder so. Also das war ja dieser wieder mal, diese unfreiwillige Marketinghilfe hat, glaube ich, auch dazu beigetragen, dass diese Folge so durch die Decke gegangen ist. Und ich will nur mal erinnern, bei uns jetzt bei sachlich richtig, wir sind ja ein Zwerg gegen Ben, aber welche Folge wurde meisten gehört, die mit Eva Herrmann, weil wann und wo Hat man denn über Eva Herrmann mal was gehört? Wo kommt sie selber mal zu Wort? Und das zeigt es doch einfach. Das sind Leute, den Namen, den kennen viele. Da war doch irgendwie was und da war doch irgendwie und na komm, aber wir hören mal rein, wir finden die ja ganz gut. Wir hören mal rein, was die machen und ach, schau mal einer an. Und genau das ist es. Also Leute, die eben in den normalen Mainstream, wie auch immer, Qualitätsmedien nicht zu Wort kommen und die, die dann auch mal die Möglichkeit haben, wirklich persönlich zu werden und wirklich viel über sich auch preiszugeben, das interessiert die Leute absolut.
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Und dicht gefolgt ist in der Aufmerksamkeitsökonomie die Folge von Eva Herrmann von Katrin Seibold, der Aussteigerin vom ZDF. Auch die hat, glaube ich, im Öffentlich Rechtlichen noch nicht sprechen dürfen. Beide Folgen kann ich nur, wer es noch nicht gehört hat, wärmstens ans Herz legen.
Sachlich richtig – June 22, 2026
Hosts: Alexander Teske (A), Annekathrin Mücke (B), Ole Skambraks (C), Peter Welchering (D)
Diese Folge von "Sachlich richtig" nimmt ein zentrales und persönliches Thema in den Fokus: Das Ende der Zusammenarbeit des Podcasts mit der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) sowie Ole Skambraks’ Abschied aus der Runde. Die vier etablierten Medienjournalist:innen sprechen offen über Hintergründe, Herausforderungen und Konsequenzen ihres Projektaus, geben Einblicke in den Zustand des Journalismus, diskutieren Entwicklungen im Bereich Podcasting, Meinungsfreiheit und die mediale Landschaft, insbesondere hinsichtlich öffentlich-rechtlicher Angebote und der Rolle der Nische.
[02:14–06:43]
Keine klaren Gründe kommuniziert:
"Wir wissen gar nicht, was man so genau wirklich sagen kann ... da war nichts Inhaltliches, was irgendwem aufgestoßen hätte oder Verwerfungen hinter den Kulissen. Ne, können wir nicht mit dienen."
— Ole Skambraks (C), [02:44]
Technische Probleme als maßgebliches Hindernis:
Fehlende Studio-Infrastruktur und keine nachhaltige Produktion:
"Die Ostdeutsche Allgemeine ist noch nicht so weit, um Podcast zu machen, die brauchen noch ein bisschen ... wir haben beide gesehen, im Augenblick klappt das so nicht mit uns beiden Parteien."
— Peter Welchering (D), [04:06]
Finanzielle Aspekte:
Wertschätzender Abschied:
"Wir wünschen der OHZ alles Gute ... vielleicht finden wir doch noch mal zusammen."
— Annekathrin Mücke (B), [06:09]
[06:43–08:51]
Finanzielle Notwendigkeit als Grund für den Ausstieg:
"Ich kann es mir leider nicht leisten, als Hobby so einen Podcast zu betreiben."
— Ole Skambraks (C), [06:54]
Prekäre Arbeitsbedingungen im Journalismus:
Unbequeme Kompromisse für redaktionelle Unabhängigkeit:
"Wir würden jetzt nicht mit jedem zusammengehen, der sagt, okay, ich bin bereit da gelten zu investieren und da müssen wir und wollen wir uns natürlich eher für unsere Unabhängigkeit und für unseren Qualitätsanspruch entscheiden."
— Annekathrin Mücke (B), [07:59]
[08:51–14:29]
"Podcast-Boom" im ÖRR:
Fragen nach Relevanz und Auftrag:
"Man sollte tatsächlich so Zielvorgaben für einen Podcast vor Augen haben ... Podcasts sind mittlerweile fast noch das einzige Genre, das tiefgründigen Journalismus ermöglicht."
— Ole Skambraks (C), [10:49]
Beispiel für gelungenen ÖRR-Podcast:
Kritik an experimenteller Verschlankung und KI-Produktion:
"Das Ideologieschwert schlägt immer mehr zu ... bei der ARD oft lange Zeit sehr, sehr viel besser ... aber das hat sehr nachgelassen."
— Annekathrin Mücke (B), [13:05]
[14:29–18:25]
Anekdote: KI-unterstützte Podcast-Produktion mit Google Notebook:
Gefahr von inhaltsarmen “Füllformaten” und Standard-Absenkung:
"Podcasts haben da im Öffentlich Rechtlichen auch dazu geführt, dass ... wir machen jetzt Podcast, das heißt zwei labern und fertig."
— Peter Welchering (D), [15:49]
Plädoyer für journalistische Standards auch in Podcasts:
"Podcasts sollten zumindest das bieten, was bisheriger Hörfunkstandard im Öffentlich Recht, also journalistischer Hörfunkstandard eben auch war."
— Peter Welchering (D), [16:45]
Personalisierung und neue “Ich”-Perspektive:
"Das ist viel persönlicher geworden und Journalisten sind heute Marken ... der Berichterstatter viel mehr im Vordergrund."
— Ole Skambraks (C), [22:52]
[18:25–23:46]
Podcast primär als Verbreitungsform, nicht als neues Genre:
Vergangene Radiobeispiele mit Podcast-Charakter:
[24:45–29:48]
Höcke bei Ben Bernd als Medienereignis:
Kritik und Boykott führen zum Erfolg:
"Unfreiwillige Marketinghilfe hat, glaube ich, auch dazu beigetragen, dass diese Folge so durch die Decke gegangen ist."
— Annekathrin Mücke (B), [28:04]
Eigenes Beispiel:
"Ich kann es mir leider nicht leisten, als Hobby so einen Podcast zu betreiben."
— Ole Skambraks (C), [06:54]
"Im Augenblick klappt das so nicht mit uns beiden Parteien ... man soll ja niemals nie sagen, Aber im Augenblick eben ist es so."
— Peter Welchering (D), [04:06]
"ARD hatte da 1049 Podcasts ... aktuell ... 160 Podcast ... Also unsere große Chance."
— Alexander Teske (A), [09:24]
"Podcasts sollten zumindest das bieten, was bisheriger Hörfunkstandard im Öffentlich Recht, also journalistischer Hörfunkstandard eben auch war."
— Peter Welchering (D), [16:45]
"Die meistgehörte Folge war die mit Eva Herrmann ... Weil wann und wo hat man denn über Eva Herrmann mal was gehört? ... Das interessiert die Leute absolut."
— Annekathrin Mücke (B), [29:20]
[29:48–Ende]
Tipp: Wer sich für Medienentwicklung, journalistische Standards, öffentlich-rechtliche Strukturen und die Herausforderungen freier Redakteur:innen interessiert, bekommt in dieser Folge einen außergewöhnlich direkten und offenen Blick hinter die Kulissen.