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Am 13. August 1876 beginnt in Bayreuth ein kühnes Experiment: Richard Wagner revolutioniert die Oper. Aus dem Festspiel wird ein Weltereignis - mit strahlenden und dunklen Seiten.In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vratz:wie Wagner aus einer vagen Idee ein revolutionäres Festspielhaus entwickelt,welche technischen Neuerungen das Festspielhaus von anderen Bühnen unterscheiden,welche bekannten Musiker zur Premiere anreisen - und welche nicht,mit welcher Oper Wagner das Festspielhaus eröffnet,warum Adolf Hitler nach Wagners Tod Stammgast der Festspiele wird.Im August 1876 herrscht in Bayreuth Ausnahmezustand. Die Kleinstadt mit ihren rund 14.000 Einwohnern empfängt Gäste aus ganz Europa. Neben Kaiser Wilhelm I. ist auch der König von Brasilien anwesend. Auf einem damals noch kahlen Hügel erhebt sich ein Theater, das eigens für Richard Wagners monumentalen "Ring des Nibelungen" gebaut worden ist.Der Komponist verfolgt in Bayreuth eine Idee, die weit über eine gewöhnliche Opernaufführung hinausgeht. Musik, Bühne und Handlung sollen zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Die Urteile fallen nach der Premiere unterschiedlich aus, doch schon damals wird deutlich: Bayreuth ist mehr als ein Opernfestival.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Professor Stephan Mösch (Theaterwissenschaftler, Karlsruhe)Oswald Georg Bauer: Die Geschichte der Bayreuther Festspiele. Berlin 2016Stephan Mösch: Bayreuth als Theater - Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte. Kassel 2026Bernd Zegowitz (Hg.): Die ersten Bayreuther Festspiele 1876 - Eine Anthologie. Würzburg 2022Weiterführende Links:Zeitzeichen: Grundsteinlegung für das Richard-Wagner-FestspielhausZeitzeichen: Uraufführung von Richard Wagners "Parsifal" in BayreuthZeitzeichen: Uraufführung von Wagners Oper "Lohengrin"Zeitzeichen: Geburtstag von Cosima WagnerWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph VratzRedaktion: Sefa Inci Suvak

Am 13. August 1961 trennt Stacheldraht Familien, Freunde und Nachbarn. Menschen verlieren ihre Freiheit. Können Apps und Avatare helfen, Geschichte lebendig zu halten?In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:warum die DDR die Grenze zu West-Berlin schließt,wie aus einer Absperrung mit Stacheldraht eine jahrzehntelang bestehende Grenze wird,wie Flucht, Mauertote und Grenzsicherung das Leben in Berlin prägen.Der 13. August 1961 verändert das Leben von Millionen Menschen. Über Nacht riegelt die DDR die Grenze zu West-Berlin ab. Aus Stacheldraht und Straßensperren wird eine Mauer, die Berlin fast 30 Jahre lang teilt. Für viele beginnt eine Zeit voller Angst, Trennung und Flucht. Der Alltag von Elke Rosin und Uwe Rutkowski verändert sich durch den Mauerbau einschneidend. Ihre Erinnerungen zeigen, was der 13. August 1961 für Menschen in Ost und West bedeutet – und warum die Erinnerung an die deutsche Teilung bis heute unterschiedlich ausfällt.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Ines Geipel, AutorinHans-Hermann Hertle: Die Berliner Mauer. Biografie eines Bauwerkes, Berlin 2015ZDFzeit: Ein Tag im August – Mauerbau '61 (Dokumentation)Weiterführende Links:Zeitzeichen: Michael Gartenschlägers Kampf gegen die DDR‑TodesautomatenZeitzeichen: Peter Fechter verblutet an der Berliner Mauer (am 17.08.1962)Zeitzeichen: Transitabkommen BRD-DDR unterzeichnet (am 17.12.1971)Zeitzeichen: Die DDR öffnet ihre Grenzen (am 09.11.1989)Unser Tipp:Die App "OstWest Zeitzeugen" der ARDWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik HlacerRedaktion: Sefa Inci Suvak

Mythos Kleopatra: Inbegriff von Schönheit, Männerverführerin, gestorben durch einen Schlangenbiss am 12.8.30 v. Chr. Was über die letzte Pharaonin Ägyptens ist Legende, was historisch belegbar?In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger:warum die Geschichte vom tödlichen Schlangenbiss vermutlich eine Erfindung Kleopatras ist,weshalb weder Eselsmilchbad noch Bob-Frisur historisch belegt sind,wie Bildung, Sprachkenntnisse und politisches Geschick zu Kleopatras Machtmitteln werden,welche Rolle Julius Cäsar und Marcus Antonius für ihre Herrschaft spielen,warum die letzte Pharaonin bis heute als globale Werbeikone funktioniert.Als Kleopatra im August im Jahr 30 vor Christus stirbt, endet nicht nur das Leben einer Königin. Mit ihr verschwindet auch die politische Unabhängigkeit Ägyptens. Kurz darauf wird das Land Teil des Römischen Reiches.Doch die Erinnerung an die letzte Herrscherin des Ptolemäerreichs überlebt. Allerdings wird die historische Figur immer mehr von Mythen überlagert. Antike Autoren und römische Gegner sowie später Theater und Film formen aus Kleopatra eine Legende. Viele Bilder, die heute als typisch gelten, entstehen erst lange nach ihrem Tod.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Ann-Cathrin Harders (Althistorikerin, Universität Bielefeld)Ann-Cathrin Harders: Kleopatra - Ägyptens letzte Königin. München 2025Weiterführende Links:Zeitzeichen: Geburt von Gaius J. CaesarZeitzeichen: Octavian wird "Kaiser Augustus"Zeitzeichen: Ägyptens vergessener Rivale: Großmacht der HethiterZeitzeichen: Tutanchamuns Grabkammer geöffnetZeitzeichen: Suche nach Ägyptens Atlantis: Goddio entdeckt HeraklionWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Matti Hesse

Im August 1976 sind David Bowie und Iggy Pop auf der Suche nach sich selbst - von Drogen gezeichnet. West-Berlin wird ihre Zuflucht, wo sie Popgeschichte schreiben.In diesem Zeitzeichen erzählt Rüdiger Weidenfeld-Kramer:warum David Bowie und Iggy Pop 1976 ausgerechnet ins geteilte West-Berlin ziehen, wie aus einer Wohngemeinschaft eine der berühmtesten Künstlerfreundschaften der Popgeschichte entsteht,wie Berlin für die beiden Musiker zum Rückzugsort und kreativen Labor wird.1976 ziehen David Bowie und Iggy Pop nach West-Berlin – auf der Flucht vor Drogen, Erfolgsdruck und den Schatten ihres Rockstar-Lebens. In der geteilten Stadt finden sie einen Ort, an dem sie weitgehend unbehelligt leben und künstlerisch neu anfangen können.Inspiriert von der Atmosphäre Berlins, der deutschen Elektronikmusik und dem Expressionismus entstehen Werke, die bis heute nachwirken. Bowie entwickelt seinen unverwechselbaren Sound weiter, während Iggy Pop Songs aufnimmt, die bis heute zu seinen bekanntesten gehören.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Thilo Schmied, Musikexperte, Tontechniker, Veranstalter der „Berlin Musictours“Eduard Meyer, ehemaliger Tontechniker in den Hansa-Studios, der mit David Bowie und Iggy Pop zusammengearbeitet hatTobias Rüther: Helden. David Bowie und Berlin, Berlin 2011Andrea Halter: Erlebte Geschichten mit Eduard Meyer, WDR 2017Weiterführende Links:Der ewige König von Deutschland - Geburtstag von Rio ReiserLandluft und Soundvisionen - Musikproduzent Conny PlankJohn Peel - der Radio-DJ, der unbekannte Bands zu Stars machteZehn Songs für die Ewigkeit - "The Queen is dead"Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Rüdiger Weidenfeld-KramerRedaktion: Frank ZirpinsTechnik: Nicolas Dohle

Am 10. August 1881 eröffnet in Paris ein zukunftweisendes Technik-Spektakel: die erste Internationale elektrische Ausstellung führt praktisch vor, wie Strom den Alltag der Menschheit verändern wird.In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld:wie Werner von Siemens in Paris eine elektrische Straßenbahn vorführt,warum Thomas Edison mit seiner Glühlampe noch längst nicht alle überzeugt, weshalb Besucher 1881 erstmals Opernmusik live über Telefonleitungen hören können.1881 spielt Elektrizität im Alltag der meisten Menschen kaum eine Rolle. Umso größer ist das Staunen, als in Paris erstmals eine Ausstellung ausschließlich dieser neuen Technik gewidmet wird. Im Industriepalast präsentieren Erfinder und Unternehmen aus mehreren Ländern ihre Entwicklungen - von elektrischer Beleuchtung über Generatoren bis hin zu neuartigen Verkehrsmitteln und Kommunikationssystemen. Vieles wirkt damals wie Zukunftsmusik, manches wird schon wenige Jahre später selbstverständlich. Die Internationale Elektrizitätsausstellung markiert einen Wendepunkt: Sie macht einer breiten Öffentlichkeit sichtbar, welches Potenzial in der Elektrizität steckt – und wie grundlegend sie das Leben verändern wird.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Hanswalter Dobbelmann, Leiter des Deutschen Elektrizitätsmuseums in RecklinghausenErnst Peter Fischer: Das große Buch der Elektrizität, Köln 2011Frank Dittmann: "Elektropolis - eine Utopie von 1881", In: Paulina Dobroć, Andie Rothenhäusler (Hrsg.): 2000 Revisited – Visionen der Welt von morgen im Gestern und Heute. Karlsruher Studien Technik und Kultur, 2020Gérard Borvon: First International Exposition of Electricity, Paris 1881Erich Hinkefuß: Die erste elektrische Weltausstellung. Die Gartenlaube Heft 42, 1881Weiterführende Links:Zeitzeichen: Der Mann, der Paris komplett renoviert - Georges-Eugène HaussmannZeitzeichen: Das erste öffentliche Pissoir in Paris (am 19.7.1839)Zeitzeichen: Das beste Netz der Welt - im Pariser UntergrundWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Kosfeld Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse

Marta Fraenkel macht vor 100 Jahren Public Health zum Thema für Millionen. Dann zerstören die Nazis ihre Arbeit. Spüren wir die Folgen dieses Bruchs bis heute?In diesem Zeitzeichen erzählt Stephan Beuting:wie die große Ausstellung "GeSoLei" bis heute das Stadtbild von Düsseldorf prägt,warum wir die Nachwirkungen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik bis heute spüren,dass Deutschland bei vielen Gesundheitsthemen in internationalen Vergleichen hinten liegt.Marta Fraenkel ist eine Pionierin der Gesundheitsaufklärung. Als eine der ersten Frauen überhaupt studiert sie Medizin und verhilft anschließend Projekten wie der Düsseldorfer Groß-Ausstellung GeSoLei (Gesundheit, Soziale Fürsorge, Leibesübung) und dem Deutschen Hygiene Museum in Dresden zum Erfolg.Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergreifen, wird Fraenkel als Jüdin aus dem Museumsdienst entlassen und das Thema Gesundheit instrumentalisiert. So geht eine für die damalige Zeit sehr fortschrittliche Vorstellung von Gesundheitskompetenz verloren. Fraenkel selbst flieht in die USA, wo sie bis zu ihrem Tod am 9. August 1976 im staatlichen Gesundheitswesen wirkt.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Doris Schaeffer, Gesundheitswissenschaftlerin, Expertin für Gesundheitskompetenz und Sprecherin NAP-GesundheitskompetenzMatthis Krischel, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin Benjamin Kuntz, Matthis Krischel Friedrich Moll, Wolfram Nagel: Marta Fraenkel - Pionierin der gesundheitlichen Aufklärung. Leipzig 2026Christian Sammer: Gesunde Menschen machen. Die deutsch-deutsche Geschichte der Gesundheitsaufklärung, 1945–1967. München/Berlin 2020Weiterführende Links:Planet Wissen: Medizin Geschichte des ArztberufsPlanet Wissen: Max von Pettenkofer - Hygiene für MünchenPlanet Wissen: VitaminsteckbriefeWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Stephan BeutingRedaktion: Matti Hesse

Tycho Brahe hat die Astronomie revolutioniert, in einem der ersten Großforschungszentren der Welt, einem für ihn gebauten Schloss in der Ostsee. Am 8.8.1576 war Grundsteinlegung für "Uraniborg".In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:dass Tycho Brahe schon als Dreijähriger entführt wird,was eine mathematische Formel mit dem Teilverlust seiner Nase zu tun hat,von einem zahmen Elch und dem kleinwüchsigen Wahrsager Jepp,von der komplizierten Beziehung zwischen Brahe und Johannes Kepler.Eine Supernova im Jahr 1572 entflammt seine Neugier: Seitdem beobachtet und dokumentiert der dänische Astronom Tycho Brahe mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit den Lauf der Sterne. Auf der Insel Ven im dänischen Öresund baut Brahe das Planetarium Uraniborg - benannt nach Urania, der Muse der Astronomie. König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen ermöglicht und finanziert ihm dieses Projekt, für das am 8. August 1576 der Grundstein gelegt wird.Uraniborg ist eine gigantische Anlage. Ein quadratisches Schloss mit prachtvollem Garten und zahlreichen Zimmern. Außerdem zwei Observationstürmen, einem Alchemie-Labor und einer riesigen Bibliothek. Uraniborg wird zu einem der ersten Großforschungszentren Europas. Der Wissenschaftler selbst gerät nach seinem Tod immer mehr in Vergessenheit - auch weil Brahe sich zu oft selbst im Weg steht.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Lovisa Danielsson, Tycho Brahe Museum auf der Insel VenTycho Brahe: Über den neuen Stern. Ein Loblied auf die himmlischen Wissenschaften. Tübingen 2015John Robert Christianson: Tycho Brahe and the Measure of the Heavens. London 2020Weiterführende Links:Zeitzeichen: 24.10.1601 - Todestag des Astronomen Tycho BraheZeitzeichen: 27. Dezember 1571 - Astronom Johannes Kepler wird geborenZeitzeichen: 07.03.2009 - Das Weltraum-Teleskop "Kepler" startet ins AllWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Daniela WakoniggRedaktion: David Rother

Am 7.8.936 wird Otto der Große zum König gekrönt. Für manche beginnt mit ihm die Geschichte Deutschlands. Doch wie wahr die Berichte über sein Leben sind, ist fraglich.In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:wie genau sich das Ostfränkische Reich zusammensetzt,warum der König ausgerechnet in Aachen gewählt wird,vom Mönch Widukind von Corvey, einer der bedeutendsten, aber auch rätselhaftesten Quellen der deutschen Geschichte im Mittelalter.Am 7. August 936 wird der sächsische Herzog Otto in Aachen zum König des ostfränkischen Reichs gekrönt. Zunächst bricht Otto die Macht des Reichsadels und schlägt die Herrschaftsansprüche diverser Familienmitglieder nieder. Krieg ist der Normalzustand während Ottos Regierungszeit und Otto ist ein überaus erfolgreicher Krieger. Unter Ottos Herrschaft wächst der Zusammenhalt des Landes.In seiner Königskrönung sehen manche den Beginn der Geschichte der Deutschen. Unbestritten hat er dazu beigetragen, dass aus dem Ostfränkischen einmal ein Reich der Deutschen wird. Und Kaiser, wie sein großes Vorbild Karl der Große, wird Otto auch noch. Als Otto der Große geht er schließlich in die Geschichte ein.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Mathias Becher, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität BonnWidukind von Corvey: Res gestae Saxonicae. Die Sachengeschichte (Lateinisch / Deutsch). Stuttgart 1992Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie. München 2012Johannes Laudage: Otto der Große. Eine Biographie. Regensburg 2001Weiterführende Links:Planet Wissen: Die Krönung Ottos I. in AachenStichtag: 23. November 912 - Otto der Große wird geborenWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Marko RösselerRedaktion: Carolin Rückl und Frank ZirpinsTechnik: Sarah Fitzek

Im August 1856 werden im Neandertal die ersten Fossilien frühzeitlicher Menschen gefunden. Es zeigen sich viele Ähnlichkeiten zwischen den Neandertalern und uns.In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz:warum der Neandertaler viel intelligenter und sozialer ist als lange angenommen, welche neuen Erkenntnisse unser Bild von ihm grundlegend verändert haben, weshalb bis heute ein Teil des Neandertalers in uns weiterlebt."Du Neandertaler!" – bis heute gilt das oft als Schimpfwort. Dabei zeichnet die Wissenschaft inzwischen ein ganz anderes Bild unseres nächsten evolutionären Verwandten. Archäologie und Genforschung zeigen, dass Neandertaler vermutlich sprechen können, raffinierte Werkzeuge entwickeln und sich um Kranke und Alte kümmern.Das Bild vom primitiven Höhlenmenschen gilt längst als überholt – und der Neandertaler ist uns näher, als viele lange glauben. Denn bis heute finden sich Spuren von ihm in unserem Erbgut.Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:Dustin Welper, PaläoanthropologeSvante Pääbo, PaläogenetikerMetin Eren, Experimentalarchäologe, Kent State University OhioHoimar von Ditfurth, WissenschaftsjournalistWeiterführende Links:Zeitzeichen: Die Eiszeitkünstler - Als der Homo Sapiens kreativ wurdeZeitzeichen: Ende der Altsteinzeit - Wie friedlich waren unsere Vorfahren?Zeitzeichen: Göbekli Tepe - ein Social Hub der JungsteinzeitRadiowissen: Mary Anning - Pionierin der PaläontologieWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uwe SchulzRedaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak

Der Fall Franca Viola wühlt Italien auf. Die 17-Jährige verweigert die "Wiedergutmachungsehe" - die Heirat ihres Vergewaltigers zur Straffreiheit. 1981 fällt das Gesetz.In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:wie sich die Sizilianerin Franca Viola gegen die Erzwingung einer Eheschließung wehrt,warum das in den 1960er-Jahren als Sensation gilt,was das italienische Gesetz damals unter "Wiedergutmachungsehe" versteht,warum der Prozess gegen Violas Vergewaltiger zum Signal gegen patriarchale Machtstrukturen wird,wie Feminismus, Medien und gesellschaftlicher Wandel die Gesetzgebung verändern.Nach einer Vergewaltigung gedrängt werden, den Vergewaltiger zu heiraten, damit er nicht in den Knast muss: Bis vor wenigen Jahrzehnten war das in mehreren europäischen Ländern tatsächlich üblich und legal – in einigen Ländern der Welt ist es das sogar bis heute.In Italien ändert sich die Gesetzeslage ab den 1960er-Jahren langsam: Damals lehnt es die 17-jährige Franca Viola ab, ihren Vergewaltiger zu heiraten. Der Fall wühlt die Gesellschaft auf. Doch erst am 5. August 1981 wird die "Wiedergutmachungsehe" abgeschafft. Weitere 15 Jahre dauert es, bis Vergewaltigung rechtlich nicht mehr als "Verstoß gegen die öffentliche Moral", sondern als Verbrechen gegen eine Person klassifiziert wird.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Maria Sole delle Donne (italienische Juristin)Dima Dabbous (MENA-Regionalbeauftragte der Frauen- und Menschenrechtsorganisation "Equality Now")Weiterführende Links:ARD Wissen: Toxische Männlichkeit - Woher kommt die Wut auf Frauen?Arte: Vergewaltigt! Der lange Weg zur GerechtigkeitWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Daniela WakoniggRedaktion: Matti HesseTechnik: Alexander Buske