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Am 28.6.1476 wird Gian Pietro Carafa geboren. Mit fast 80 Jahren wird er zu Papst Paul IV., verschärft die Inquisition, bekämpft Protestanten und zwingt die Juden Roms ins Ghetto.In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld:von der Krise der katholischen Kirche um das Jahr 1500,von Carafas Hass auf alle Herrscherhäuser, die Gebiete in Italien besitzen,vom strengen Orden der Theatiner und einer Totalkonfrontation mit der Reformation,wie die Menschen das Ende seiner Schreckensherrschaft feiern.Gian Pietro Carafa wird am 28. Juni 1476 in eine Adels-Familie des Königreichs Neapel geboren. Er wird für eine Kirchenlaufbahn ausgebildet und 1955 zum Papst gewählt. Nach seinem Tod wird er in die Geschichte eingehen: Als Beispiel dafür, was passieren kann, wenn ein alter, starrsinniger Mann mit seiner fast grenzenlosen Macht nicht umgehen kann.Um mögliche Gegner in und außerhalb der Kirche zu finden, baut Paul IV. ein Spitzelsystem auf. Er verbietet Tanz, Musik und Spiele, verfolgt die Menschen mit der Inquisition und zettelt sinnlose Kriege an. Am brutalsten verfolgt er die Juden, befiehlt gar die Errichtung eines Ghettos in Rom. 1559 stirbt der Papst mit 83 Jahren. Endlich ist der Albtraum vorbei, der vier Jahre lang Rom, die Kirche und ganz Europa beherrscht hat. Und viele fragen sich: Wie konnte es soweit kommen? Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Volker Reinhardt, Historiker an der Universität FribourgVolker Reinhardt: Pontifex. Die Geschichte der Päpste. Von Petrus bis Franziskus. München 2017Bruno Steiner (Hrsg.): Lexikon der Päpste und des Papsttums. Freiburg im Breisgau 2010Klaus Lohrmann: Die Päpste und die Juden. 2000 Jahre zwischen Verfolgung und Versöhnung. Ostfildern 2008Weiterführende Links:Stichtag: 2. März 1876 - Papst Pius XII. wird geborenZeitzeichen: 04.04.896 - Todestag Papst FormosusZeitzeichen: 14.06.1966 - Vatikan hebt den Index verbotener Bücher aufWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian KosfeldRedaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak

Carlo Pedersoli (gestorben am 27.6.2016) war Olympiaschwimmer, Bauarbeiter, Sänger - und er war Bud Spencer, Hau-Drauf-Darsteller in den Spaghetti-Western mit Terence Hill.In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:wie ein olympischer Schwimmer durch einen überraschenden Anruf zum Filmstar wird, warum viele berühmte Bud-Spencer-Sprüche im Original gar nicht vorkommen,und weshalb die Prügeleien von Bud Spencer und Terence Hill bis heute Kultstatus genießen."Wenn du noch einmal mit den Augen zwinkerst, dann zwinker ich mit den Fingern" – mit Sprüchen wie diesem wird Bud Spencer für Millionen Zuschauer zur Legende. Hinter der Figur steckt Carlo Pedersoli, ein Mann mit vielen Leben: Freistilschwimmer, Olympiateilnehmer, Unternehmer, Pilot, Erfinder und Schriftsteller. Anfang der 1950er-Jahre zählt er zu den besten Schwimmern Italiens, bevor ihn sein Weg über Gelegenheitsjobs schließlich vor die Kamera führt.1967 erhält Pedersoli das Angebot für einen Italo-Western, der Beginn einer der erfolgreichsten Filmkarrieren Europas. Gemeinsam mit Terence Hill prägt er zunächst die Western-Parodie und später die Buddy-Komödie. Ihre Filme verbinden Humor, Slapstick und handfeste Prügeleien, die Bud Spencer weit über Italien hinaus zum Kultstar machen.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Michael Maas, Mitbegründer und Betreiber der SpencerHillWorld in Berlin Dr. Harald Steinwender, Spielfilm-Redakteur des Bayerischen Rundfunks Bud Spencer: „Mein Leben, meine Filme“, Schwarzkopf und Schwarzkopf, 2011 Bud's Best - Die Welt des Bud Spencer, Dokumentation 2012, ARD-PlusWeiterführende Links:Zeitzeichen: Filmikone Clint Eastwood: Western, Waffen, WidersprücheZeitzeichen: "Spiel mir das Lied vom Tod" hat Premiere (am 21.12.1968)Zeitzeichen: "Der großen Eisenbahnraub": Startschuss des Wild-West-KinosZeitzeichen: Karl May, Schriftsteller (Todestag, 30.03.1912)Zeitzeichen: "Be water, my friend": Die Kampfkunst-Ikone Bruce LeeWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Burkhard HupeRedaktion: David Rother

Am 26. Juni 1836 stirbt in Choisy-le-Roi der Mann, dem Frankreich seine "Marseillaise" verdankt - die wohl bekannteste Nationalhymne Europas.In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg:wie ein Offizier in einer einzigen Nacht ein weltberühmtes Revolutionslied erschafft, warum die "Marseillaise" weniger genialer Geistesblitz als Gemeinschaftswerk und Auftragsarbeit ist, weshalb ihr Komponist politisch zwischen Monarchie und Revolution steht, warum Rouget de Lisle trotz seines Ruhms verarmt und beinahe in Vergessenheit gerät.Die "Marseillaise" entsteht im Frühjahr 1792 in Straßburg, als Frankreich gerade in den Krieg zieht. In einer aufgeheizten Atmosphäre komponiert Claude Joseph Rouget de Lisle ein Kampflied, das den Nerv der Zeit trifft und sich rasch verbreitet.Doch der Mythos vom genialen Einfall täuscht. Historisch betrachtet greifen viele Einflüsse ineinander: musikalische Vorlagen, politische Parolen und die Mitarbeit anderer. Während das Lied zur Hymne der Revolution wird, bleibt sein Urheber ein moderater Geist zwischen den Fronten, dessen Werk weit über ihn hinauswächst.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Gudrun Gersmann (Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Köln) Michel Vovelle: Die Marseillaise. Krieg oder Frieden. München 2005.Weiterführende Links:Planet Wissen: Die Französische RevolutionZeitzeichen 11.12.1792: Der Prozess gegen König Ludwig XVI. beginntParis-Blog: Rouget de LisleWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph VormwegRedaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci SuvakTechnik: Anne Bohnen

Melitta von Stauffenberg riskiert als Testpilotin für das NS-Regime ihr Leben. Am 25.6.1941 wird sie deshalb trotz jüdischer Wurzeln für "deutschblütig" erklärt - und dann doch festgenommen. In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog:wie Melitta von Stauffenberg mehr als 2.500 riskante Sturzflüge absolviert,wie die Ingenieurin und Testpilotin trotz jüdischer Vorfahren für das NS-Regime unentbehrlich wird, warum sie nach dem Attentat auf Adolf Hitler selbst ins Visier des Regimes gerät.Wenn Melitta von Stauffenberg ihr Flugzeug aus mehreren tausend Metern Höhe fast senkrecht Richtung Erde steuert, bleibt ihr nur ein kurzer Moment, um die Maschine wieder abzufangen. Solche Sturzflüge gehören zu ihrem Alltag. Die studierte Ingenieurin und leidenschaftliche Pilotin zählt zu den erfahrensten Testfliegern ihrer Zeit. Sie verbindet Forschung und Praxis, entwickelt Flugtechnik und testet ihre Konstruktionen selbst. Doch ihre Karriere fällt in die Zeit des Nationalsozialismus: Während ihre Arbeit der militärischen Aufrüstung dient, gerät sie wegen ihrer jüdischen Vorfahren selbst ins Visier der NS-Rassenpolitik. Weil ihre Fähigkeiten jedoch als unverzichtbar gelten, wird sie 1941 offiziell als "deutschblütig" eingestuft.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Angela Libal, HistorikerinJohannes Tuchel, Professor für Politikwissenschaften (em.), ehem. Leiter Gedenkstätte Deutscher WiderstandThomas Medicus: Melitta von Stauffenberg. Ein deutsches Leben, Berlin 2012Weiterführende Links:Zeitzeichen: Erziehung im Sinne der NS-Ideologie - Johanna HaarerWDR-Podcast: Riefenstahl - Influencerin des BösenZeitzeichen: Anna Seghers, Schriftstellerin (Geburtstag 19.11.1900)Zeitzeichen: Mit der "Roten Kapelle" gegen Hitler - Cato Bontjes van BeekZeitzeichen: Widerstand im Wasser - Gertrude Ederle durchquert den ÄrmelkanalWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martin HerzogRedaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse

Als die Jüdin Lilliana Weinman und der Faschisten Attilio Teruzzi am 24. Juni 1926 heiraten, liegt Rom dem Paar zu Füßen. Doch bald beginnt ein erbitterter Kampf.In diesem Zeitzeichen erzählt Anja Reinhard:wie unterschiedlich Weinman und Teruzzi aufwachsen,was Teruzzi an der Amerikanerin fasziniert,warum eine Scheidung nicht möglich ist und woran eine Annulierung der Ehe scheitert,wie eine Kiste voller Familienpapiere das faschistische Liebesdrama aufdeckt.Die Hochzeit von Lilliana Weinman und Attilio Teruzzi am 24. Juni 1926 in Rom ist ein spektakuläres gesellschaftliches Ereignis. Die gesamte faschistische Funktionselite ist anwesend, Trauzeuge Benito Mussolini inklusive. Die Ehe der gefeierten amerikanischen Opernsängerin und dem hochdekorierten Kriegsveteranen gilt als schillernd - dass Lilliana Jüdin ist, interessiert da noch niemanden.Doch mit dem Machtaufstieg des Faschismus verändert sich auch das Frauenbild. Lillianas Eigenständigkeit, ihr Glamour und ihre Freiheit werden zum Problem. Teruzzi fordert die Scheidung - seine Frau und die katholische Kirche aber denken gar nicht daran, dem zuzustimmen. Was folgt ist ein erbitterter, 18 Jahre andauernder Gerichtsstreit.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Victoria de Grazia, Autorin des Buches "Der perfekte Faschist"Sven Reichardt, Historiker und FaschismusforscherVictoria de Grazia: Der perfekte Faschist. Eine Geschichte von Liebe, Macht und Gewalt. Berlin 2024 Hans Woller: "Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert". München 2010Antonio Scurati: "M. Der Sohn des Jahrhunderts" (Roman). Stuttgart 2020Sven Reichardt: "Faschistische Kampfbünde. Gewalt und Gemeinschaft im italienischen Squadrismus und in der deutschen SA". Köln 2009Weiterführende Links:Zeitzeichen: 30. Oktober 1922 - Mussolini wird Italiens MinisterpräsidentStichtag: 19. Januar 1941 - Hitler trifft Mussolini auf dem ObersalzbergUnser Hörtipp: "Zeitenwende 1600 – Musik Macht Epoche" Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Anja ReinhardRedaktion: Sefa Inci Suvak

Am 23. Juni 2016 stimmen die Briten für den Brexit. Der Entscheidung gehen politische Machtkämpfe, populistische Versprechen, die Angst vor Migration und jahrelange Kulturkämpfe voraus.In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer:wie Premierminister David Cameron mit einem Referendum ein politisches Risiko eingeht und sich dabei verzockt,mit welchem Slogan Nigel Farage und die Brexit-Befürworter Millionen Menschen überzeugen,und warum viele Britinnen und Briten den Austritt aus der EU heute kritisch sehen.Am 23. Juni 2016 stimmt eine knappe Mehrheit der Britinnen und Briten für den Austritt aus der Europäischen Union. 51,9 Prozent votieren für "Leave", 48,1 Prozent für "Remain". Das Referendum spaltet das Land: Jung steht gegen Alt, Schottland und Nordirland gegen England, Stadt gegen Land. Doch der Brexit beginnt nicht erst 2016. Das Verhältnis Großbritanniens zu Europa ist seit dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1973 von Skepsis geprägt. Politiker wie Margaret Thatcher warnen vor einem europäischen Superstaat, Nigel Farage macht den EU-Austritt zum politischen Projekt. David Cameron will mit der Ankündigung eines Referendums seine konservative Partei befrieden. Stattdessen löst er eine Entwicklung aus, die das Land dauerhaft verändert. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Dr. Nicolai von Ondarza, Stiftung Wissenschaft und Politik, BerlinElectoral Commission: Official result of the EU referendum, 24.06.2016. Europäischer Rat / EU-UK Summit: Strategic Partnership / Reset, 19.05.2025.House of Commons Library: Brexit timeline; End of transition period; Trade and Cooperation AgreementStiftung Wissenschaft und Politik (SWP): Veröffentlichungen und Expertise von Dr. Nicolai von Ondarza zu EU, Großbritannien und Post-Brexit-Beziehungen.Deutsche Welle (DW): Das Leben nach der EU: Brexit-Verlierer und Gewinner (Dokumentation)Weiterführende Links:Einigung zum Beitritt Großbritanniens zur EG (am 23.06.1971)Charles de Gaulle, frz. Staatspräsident (Todestag 9.11.1970)Vom Versager zum Retter vor den Nazis: Winston ChurchillMargaret Thatcher, brit. Regierungschefin (Todestag, 08.04.2013)Wiener Kongress: Als Europas Landkarte neu gezeichnet wurdeWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Wolfgang MeyerRedaktion: Sefa Inci Suvak

Am 23. Juni 2016 stimmen die Briten für den Brexit. Der Entscheidung gehen politische Machtkämpfe, populistische Versprechen, die Angst vor Migration und jahrelange Kulturkämpfe voraus.In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer:wie Premierminister David Cameron mit einem Referendum ein politisches Risiko eingeht und sich dabei verzockt,mit welchem Slogan Nigel Farage und die Brexit-Befürworter Millionen Menschen überzeugen,und warum viele Britinnen und Briten den Austritt aus der EU heute kritisch sehen.Am 23. Juni 2016 stimmt eine knappe Mehrheit der Britinnen und Briten für den Austritt aus der Europäischen Union. 51,9 Prozent votieren für "Leave", 48,1 Prozent für "Remain". Das Referendum spaltet das Land: Jung steht gegen Alt, Schottland und Nordirland gegen England, Stadt gegen Land. Doch der Brexit beginnt nicht erst 2016. Das Verhältnis Großbritanniens zu Europa ist seit dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1973 von Skepsis geprägt. Politiker wie Margaret Thatcher warnen vor einem europäischen Superstaat, Nigel Farage macht den EU-Austritt zum politischen Projekt. David Cameron will mit der Ankündigung eines Referendums seine konservative Partei befrieden. Stattdessen löst er eine Entwicklung aus, die das Land dauerhaft verändert. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Dr. Nicolai von Ondarza, Stiftung Wissenschaft und Politik, BerlinElectoral Commission: Official result of the EU referendum, 24.06.2016. Europäischer Rat / EU-UK Summit: Strategic Partnership / Reset, 19.05.2025.House of Commons Library: Brexit timeline; End of transition period; Trade and Cooperation AgreementStiftung Wissenschaft und Politik (SWP): Veröffentlichungen und Expertise von Dr. Nicolai von Ondarza zu EU, Großbritannien und Post-Brexit-Beziehungen.Deutsche Welle (DW): Das Leben nach der EU: Brexit-Verlierer und Gewinner (Dokumentation)Weiterführende Links:Einigung zum Beitritt Großbritanniens zur EG (am 23.06.1971)Charles de Gaulle, frz. Staatspräsident (Todestag 9.11.1970)Vom Versager zum Retter vor den Nazis: Winston ChurchillMargaret Thatcher, brit. Regierungschefin (Todestag, 08.04.2013)Wiener Kongress: Als Europas Landkarte neu gezeichnet wurdeWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Wolfgang MeyerRedaktion: Sefa Inci Suvak

Am 22.6.1896 wird Alice Diamond geboren: Mit 18 wird sie Anführerin der Forty Elephants, die Frauenbande räumt Luxusläden aus und dominiert lange Londons Unterwelt.In diesem Zeitzeichen erzählt Christopher Heimer:wie Alice Diamond zu ihrem Spitznamen "Diamond Annie" kommt,wie die Bandenchefin London in Reviere aufteilt und ihre Diebinnen mit fast militärischer Präzision organisiert,mit welchen verblüffenden Methoden sie Polizei und Kaufhausdetektive täuschen.Als Alice Diamond am 22. Juni 1896 im Lambeth Workhouse Hospital geboren wird, deutet wenig darauf hin, dass sie einmal die berühmteste Verbrecherin Großbritanniens werden soll. Doch die Tochter eines Kleinkriminellen wächst in einer Welt auf, die von Armut, Wohnungsnot und Gewalt geprägt ist. Schon als junge Frau schließt sie sich den Forty Elephants an: einer außergewöhnlichen Bande, die ausschließlich aus Frauen besteht. Mit Eleganz, Disziplin und ausgeklügelten Tricks stehlen die Mitglieder Schmuck, Pelze und Luxuswaren aus den vornehmen Geschäften Londons. Unter Alice Diamonds Führung entwickelt sich die Gruppe zu einem der erfolgreichsten kriminellen Netzwerke ihrer Zeit.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Paul Schilling, Filmregisseur ("Forty Elephants") Brian McDonald: Alice Diamond and the Forty Elephants, Wrea Green 2015Emily Jane Burgess: Alice Diamond, giant-queen of the terrors: Female gangsterism, violence and criminal mythmaking in the late-nineteenth and early twentieth-century London ‘underworld‘, Abingdon 2025Erin Bledsoe: The Forty Elephants, Ashland 2022Weiterführende Links:Zeitzeichen: Der Gangsterboss, der das Verbrechen organisierteZeitzeichen: Wie der Fall Vera Brühne zum Justiz-Krimi wurdeZeitzeichen: Boudicca - wie die keltische Rebellin London niederbrannteZeitzeichen: Warhol-Attentäterin, radikale Feministin - Valerie SolanasWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christopher HeimerRedaktion: Matti Hesse

Die Hippie-Kommune Christiania ist weltberühmt: Für Autonomie und Drogenverkauf in der Pusher Street. Im Juni 2011 wird das Experiment legalisiert - doch zu welchem Preis?In diesem Zeitzeichen erzählt Merle Schaack:wie aus einer Hippie-Siedlung mitten in Kopenhagen eine selbstverwaltete "Freistadt" entsteht,warum Eigentum, Konsensdemokratie und Gemeinschaft hier radikal neu gedacht werden,wieso Drogenhandel und Gewalt das Experiment immer wieder bedrohen, wie ein Rechtsstreit über Jahre das Ende von Christiania heraufbeschwört, dass eine Stiftung die Rettung für die alternative Lebensform wird.Ein verwunschenes Gelände, auf dem einst Waffen lagerten, wird Anfang der 1970er Jahre zum Experimentierfeld: Menschen ziehen ein, bauen Hütten, schaffen sich eine Welt jenseits klassischer Besitzverhältnisse. Entscheidungen fallen im Konsens, die Gemeinschaft steht über allem. Ein Lebensentwurf zwischen Utopie und Chaos.Doch der Traum gerät unter Druck. Konflikte mit Staat und Polizei, Drogenhandel und organisierte Kriminalität bedrohen die Freistadt. Nach jahrelangem juristischen Ringen kommt es 2011 zum entscheidenden Wendepunkt: Christiania bekommt eine legale Grundlage - und muss sich zugleich an neue Regeln anpassen.Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:Knud Foldschack (Anwalt und "Architekt" der Stiftung "Fonden Fristaden Christiania")Mette Prag (Bewohnerin und Mitglied des Stiftungsvorstands)Nina Pontoppidan (Bewohnerin und Guide)Irma Clausen (ehemalige Bewohnerin)Offizielle Website der Freistadt ChristianiaWeiterführende Links:Zeitzeichen 26.09.1971: Ausruf der "Freistadt Christiania"Deutschlandfunk Kultur: Europas größtes alternatives WohnprojektWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Merle SchaackRedaktion: Matti Hesse

Als Lemaître (gest. am 20.6.1966) sein Modell des Urknalls vorstellt, sieht der Papst darin einen Gottesbeweis. In der Wissenschaft wird er erst verspottet - und dann gefeiert.In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger:wie ein katholischer Priester die Urknall-Theorie entwickelt und damit die Kosmologie revolutioniert, warum Lemaître Wissenschaft und Religion strikt trennt - trotz seiner doppelten Berufung, weshalb seine Idee zunächst übersehen wird, während andere Forscher berühmt werden, wie die Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung ihm posthum recht gibt, warum der "Anfang von allem" bis heute ein ungelöstes Rätsel bleibt.Ein Universum, das sich ausdehnt, Galaxien, die auseinanderdriften, und ein Anfangspunkt, in dem alles enthalten ist: Georges Lemaître denkt das Weltall radikal neu. Als Priester und Physiker verfolgt er zwei Wege zur Wahrheit, ohne sie zu vermischen. Seine Theorie vom "Uratom" legt den Grundstein für das, was später Urknall genannt wird.Doch die Anerkennung kommt spät. Während andere Forscher Ruhm ernten, bleibt Lemaître lange im Schatten. Selbst als die Kirche seine Ideen als Beweis für Gott deuten will, widerspricht er entschieden. Für ihn bleibt der Glaube unabhängig von der Wissenschaft. Am Ende bestätigt ein kosmisches Echo seine Theorie. Doch die größte Frage bleibt offen: Was geschah vor dem Anfang?Das ist unsere wichtigste Interviewpartnerin:Dr. Susanne Hüttemeister (Astrophysikerin und Leiterin Planetarium Bochum)Weiterführende Links:Zeitzeichen 17.07.1894: Geburtstag von Georges LemaîtreZeitzeichen 23.11.1951: Papst Pius XII.: Urknall ist SchöpfungUnser Hörtipp: WDR 5 Alles in Butter, der Genuss-PodcastWelches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph ErdenbergerRedaktion: Carolin Rückl und Sefa Inci Suvak